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Forum: Platinen Platine von Flußmittel reinigen


Autor: reiniger (Gast)
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Hallo,

ich habe jetzt einige Lötorgien hinter mit, darunter auch viel SMD. Ging 
alles wunderbar zu löten, habe ein Gemisch aus Kolophonium und 
Isopropanol verwendet als Flußmittel. Das ist leider keine 
"NoClean"-Lösung, weshalb jetzt die ganze Platine klebt...
Wie bekommt man jetzt die Flußmittelrückstände am Besten weg? Ein Tuch 
mit Isopropanol ist denke ich mal eher weniger gut wegen den Fusseln die 
überall hängen bleiben. In anderen Threads habe ich gelsen dass man mit 
einer (Zahn-) Bürste und Isopropanol die Platine putzen soll. Jetzt 
stelle ich mir aber die Frage wie es da mit ESD aussieht. Kann man da 
problemlos über IC-Pins drüber?

Gruß, reiniger

Autor: Michael H. (michael_h45)
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Autor: reiniger (Gast)
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Danke für deine Antwort! Kontakt-LR und eine Flasche Druckluft werde ich 
mir dann mal besorgen gehen...
In dem Thread steht aber wieder dass man pinseln soll. Wie ist das zu 
verstehen, einbfach einen ganz normalen Borstenpinsel aus dem 
Malerbereich, oder was ESD-sicheres?

Autor: Michael H. (michael_h45)
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Die LR-Flaschen von Kontakt Chemie haben einen Hartfaser-Pinsel am Kopf, 
der gemeint ist.
Wegen ESD würde ich mir keine Sorgen machen. Zumindest nicht bei dem 
Pinsel.

Autor: Wolfgang-G (Gast)
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Vorschlag:
1) nimm Spiritus (oder wenn Du preiswerten Isopropanol hast) und einen 
nicht zu weichen Pinsel zum Vorreinigen
2) da heutiger Spiritus zumeist nicht rückstandsfrei abtrocknet, 
nochmals mit sauberem Isopropanol nachreinigen
fertig
Mfg

Autor: Winfried (Gast)
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Wozu willst du überhaupt reinigen? Ich lasse die Platinen immer so, es 
sei denn, es gibt besondere Anforderungen.

Autor: reiniger (Gast)
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So ich bin inzwischen mal dazugekommen die Platine mit dem Kontakt LR zu 
behandeln, das hat recht gut gewirkt - alle Flußmittelansammlungen bzw 
Tropfen sind jetzt weg. Problem ist dass die jetzt eben auf der ganzen 
Platine verteilt sind als eine klebrige Schicht. Unter anderen sind auf 
der Platine Taster und ein Drehgeber, zumindest bei den Tastern sind 
jetzt einge "festgeklebt".
Soll ich die Platine jetzt nochmals mit LR einsprühen und somit alles 
anlösen und dann in einem Isopropanol-Bad mit einem Pinsel abreiben? Wie 
vertragen die Taster bzw Drehencoder oder Plastikmanschetten bei 
Stiftleisten ein Isopropanol-Bad?

Vielen Dank schon einmal!



PS: Mit Druckluft aus einer Dose nach dem Einsprühen mit LR habe ich es 
probiert, hat jedoch so gut wie gar nicht geklappt damit das 
runterzubekommen, schlimmer noch, die Druckluft hat kurzzeitig wie einen 
Kältestrahl abgegeben, sodass sich für einige Sekunden eine 
Kondensschicht auf der Platine bildete.

Autor: Winfried (Gast)
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Ganz schlechte Idee, nicht waschdichte Schalter mit Lösemitteln zu 
behandeln. Du schwemmst dir Flußmittelreste in den Schalter, die du 
nicht mehr kontrolliert heraus bekommst.

Autor: Einhart Pape (einhart)
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Moin,

tauchen würde ich die Platinen nicht. Ich schrubbe sie mit Alkohol oder 
Benzin mit Hilfe einer Zahnbürste ab.

Autor: Herbert (Gast)
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Winfried schrieb:
> Wozu willst du überhaupt reinigen? Ich lasse die Platinen immer so, es
> sei denn, es gibt besondere Anforderungen.

Wozu raümt man eine Wohnung auf?Genau ,aus dem gleichen Grund reinigt 
man auch eine bestückte Leiterplatte.Allerdings gibt es auch Leute die 
räumen keine Wohnung auf...
Ps. Es geht auch mit Reinigungsbenzin wenn es mit Spiritus noch nicht 
sauber genug ist .Man kann auch mit einer weichen Zahnbürste etwas 
nachhelfen.Nur Aceton ist für bestückte Patinen nichts weil es manche 
Kunststoffe
angreift.

Autor: Einhart Pape (einhart)
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Reinigung ist nicht nur für die Optik erforderlich. Ich hatte schon bei 
ungereinigten Schaltungen Funktionsprobleme, da das Flussmittel eine 
gewisse Leitfähigkeit besaß.

Autor: Winfried (Gast)
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Also leitendes Flußmittel habe ich noch nie erlebt. Wobei ich es bei 
sehr hochohmigen Schaltungsteilen sicherheitshalber auch entfernen 
würde.

Ästhetik: Wozu muss eine Platine schön aussehen? Die kommt in ein 
Gehäuse und dann sieht man die doch eh nicht mehr. Es sei denn, es ist 
ein Design-Objekt mit durchsichtigem Gehäuse.

Autor: Johannes (Gast)
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Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, ist aber relativ teuer:
http://de.farnell.com/electrolube/swa400h/reiniger...

Das ist ein Schaum, der aufgesprüht wird, den lässt man ein paar Minuten 
einwirken, man kann auch etwas mit einem Pinsel oder Zahnbürste 
nachhelfen.

Dieser Schaum wird mit einer Mischung aus Isopropanol und destiliertem 
Wasser, z.B. 
http://de.farnell.com/electrolube/sri400h/reiniger... 
abgespült. Man kann die Platine auch zuerst mit normalem Leitungswasser 
abspülen und dann hinterher mit der Spüllösung die Rückstände des 
Leitungswassers abspülen.

Die Spüllösung trocknet rückstandsfrei, die Platinen werden damit 
wirklich absolut sauber. Sehr angenehm dabei ist, dass es annähernd 
geruchsfrei ist.

> Wie vertragen die Taster bzw Drehencoder oder Plastikmanschetten bei
> Stiftleisten ein Isopropanol-Bad?

Taster und Kunststoffe werden durch Isopranol nicht beschädigt, die 
Frage ist aber, ob tatsächlich alle Verunreinigungen raus kommen oder ob 
man die nicht noch weiter rein transportiert. Evtl. könnte man die 
Platine auch in einem Ultraschall-Bad reinigen.

Bei Drehgebern bin ich mir nicht so sicher, da könnte es sein, dass die 
Welle eine Fett-Schmierung hat. Dieses Fett kann herausgewaschen werden, 
also da solltest Du vorsichtig sein. Wenn sich der Drehgaber aber jetzt 
gar nicht drehen lässt, kann es eigentlich nur besser werden

Autor: Paul P. (pommespaule)
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Nicht zu sparsam mit Essigester, fusselfreien Lappen und Pinsel 
funktioniert auch sehr gut.

Autor: eProfi (Gast)
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Der Reinigungsvorgang besteht aus zwei Schritten:
1. Anlösen der Rückstände   (durch kreisende Bewegung der Bürste)
2. Entfernen der gelösten Rückstände

für 2.  das Gegenstromprinzip anwenden, d.h. Platine senkrecht stellen, 
auf den oberen Rand Spiritus tropfen lassen, den man mit der 
(Zahn)Bürste nach unten streicht. Unten tropft der gesättigte Spiritus 
ab.

So kann man mit minimalen Mengen sehr gute Ergebnisse erreichen.

Autor: Sven (Gast)
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Und nicht den gebrauchten Spiritus wieder auf die Platine schmieren, das 
verteilt das gelöste Flussmittel nur erneut.

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