Hallo,
ab heute gibt es in der Computerbild (die DVD Version für 3,70 Euro) den
Basiskartenleser für den neuen Personalausweis.
Wer gerne wissen will wie das Gerät von innen aussieht kann es hier
anschauen:
http://s3.imgimg.de/uploads/Basisleser103408dd6jpg.jpghttp://s3.imgimg.de/uploads/Basisleser2ece2ae95jpg.jpghttp://s3.imgimg.de/uploads/Basisleser3bbc7cb70jpg.jpg
IC3 ist der PN512 von NXP das Datenblatt ist hier zu finden:
http://www.nxp.com/documents/data_sheet/111334.pdf
Die Pins SIGIN, SIGOUT, AUX1 und AUX2 sind auf ein Lötpad geführt.
Bei IC1 handelt es sich vermutlich um einen Spannungswandler.
Desweiteren ist ein IC mit schlecht lesbaren Zahlen zu finden. Er ist
mit dem USB-Anschluss verbunden und es sind einige PINS auf Lötpads
geführt (VCC, CLK, RESET, DATA und GND)
Vielleicht kann jemand so ein Gerät für seinen neuen Personalausweis
schon gebrauchen. Viele schreiben es soll unsicher sein, weil die
Tastatur zur Pineingabe fehlt.
Viele Grüße
Meike
Ausgerechnet der Computerbild Klientel dreht man einen Basisleser an.
Man will also doch, dass es unsicher ist, oder wie sonst soll man so was
verstehen?
(Der Verfasser dieses Schreibens hat schon so einige PCs von typischen
CBild lesern betreuen müssen und spricht daher aus Erfahrung)
P.S.:
Ziemlich "Deutsch" (Beschriftung) die Technik, so was finde ich bei
Massenprodukten kaum, interessantes Merkmal. Schon fast ein Wunder, dass
unsere Regierung das nicht an die höchstspezialisierten und supertollen
Computerinder und lieben, fleissigen Fließbandchinesen outgesourct hat.
P.P.S.:
Wer Ironie findet, darf sie behalten.
Irgendwo (vielleicht der noch nicht identifizierte Chip) muss noch ein
USB <-> x Wandler drauf sein, weil der NXP Chip kein USB kann (oder ich
habe es uebersehen).
Was fuer ein Leser ist das ? Wo bekommt man ihn und was kostet er ?
Gruesse,
Martin
Interesannt wäre doch den neuen Perso für eigene Zuganskontrollen zu
benutzen! Dann fällt auf einmal der ganze RFID-Müll weg, welchen man für
jede EInrichtung extra verwenden muss.
Gibts irgendwo ne Spec dafür, um einen eigenen Leser zu bauen?
RFID mit den "alten" Transpondern ist ja technisch bei den Bastlern
schon ausgelutscht
Hallo Martin,
ich nehme auch an, dass der unbekannte IC der USB <-> x Wandler ist.
Vorallem da er mit dem USB Anschluss verbunden ist :)
Bei dem Lesegerät in der Computerbild ist übrigens auch eine RFID Karte
mit dabei. Vermutlich zum testen für die Personen die noch keinen neuen
Personalausweis haben. Vermutlich steht genaueres in der Zeitschrift
selbst, die habe ich aber nicht vor zu lesen ;)
Ich habe mir heute auch so einige davon zugelegt.
Ziel wäre eine Zutrittskontrolle damit zu machen.
Dazu müsste man einen Atmel anschließen.
Soo schwer kann das ja nicht sein.
Aber ich habe noch keinen Code gefunden,
dann muss man wohl alles selber schreiben.
Interessant ist, dass man den Chip laut Datenblatt
auch als Tag nutzen kann, also als Simulator für eine Chipkarte.
Bin mal gespannt, was sich da noch alles tut.
Hat jemand schon herausbekommen, was das zweite IC auf der Seite ist,
auf welcher auch der NXP Chip sitzt (Aufschrift bei mir MWAD LEVB) ?
Ich vermute es ist ein Spannungsregler.
steve schrieb:> Hi,>> auch ich habe gestern mal zugeschlagen und 3 Stück gekauft.> Ich habe in meinem wiki mal ein bisschen gesammelt (Innenbilder etc.):>> http://wiki.steve-m.de/doku.php/epa_basis_reader>> Steve
Du schreibst im wiki was von mifare cards. Werden die bei dir erkannt?
Bei meinem Leser wurde nur die mitgelieferte Karte erkannt, Mifare
Karten jedoch nicht, die LED blieb auch aus.
Der SCL011 von SCM erkennt jedoch Mifare-Karten.
M. G. schrieb:> Du schreibst im wiki was von mifare cards. Werden die bei dir erkannt?
Gute Frage, ich ging davon aus, weil es im Datenblatt steht. Ich habe
eben nochmal einige andere Karten ausprobiert, der ePass wird z.B. auch
erkannt (ebenso wie eine Mitarbeiterkarte). Mein Studentenausweis (vmtl.
Mifare classic) wurde jedoch nicht erkannt (auch keine Veränderung im
SPI traffic).
Jedoch keinen anderen Reader / weitere Karten zur Hand von denen ich
weiß welcher Chip verbaut ist, um das zu verifizieren.
Gibt es schon was Neues bzgl. anderer Mifare Tags? Eine Karte, die
höchstwahrscheinlich ein Mifare Ultralight Tag enthält lässt sich
nämlich auch nichts entlocken...
Mit welcher Software benutzt ihr denn dieses Teil? Die original BILD SW
möchte ich meinem Rechner erstmal ersparen. Das Gerät wird hier als USB
Smart Card reader ins System eingebunden, unter Smartcard-Leser.
Ist für die Regierung gleich DIE Möglichkeit der Bevölkerung den
Bundestrojaner unterzujubeln :D .
Ich bin mir nicht sicher ob das viel weiter hilft, aber ich habe mal in
den Treiber reingesehen, der beim Hersteller zu finden ist.
http://www.reiner-sct.com/index.php?option=content&task=view&id=218
Da bin ich über den Namen "Ludovic Rousseau" gestolpert.
Auf seiner Webseite findet man den Code und Makefile.
Vileicht könnte man so noch einige ander schöne Sachen herausfinden und
umsetzten.
http://ludovic.rousseau.free.fr/softwares/pcsc-tools/
Leider habe ich nicht weiter reingesehen, aber ein Tool welches mir auf
der Konsole ein parr Karteninfos ausspuckt würde ich schon cool finden.
> Mit SCardTK sind anscheinend nur Generic Befehle möglich.
Ich meine damit, dass die Karte nichts anderes unterstützt, ausser UID.
Das kann man sich auch mit "Card Tool ansehen".
Den Kartentyp kann ich nciht auslesen.
Ongaku schrieb:> die Karte ist eine MIFARE DESFire EV1.
Es wäre gut, wenn du das etwas erläutern könntest :-)
Hi,
Warum auch immer wurde mir erst heute der Computerbildnewsletter
zugesand, hat noch jemand ein Gerät übrig? Will auch damit rumspielen :)
bitte per mail an munit[äd}gulli.com
Vielen Dank
Hi,
mal ein Update:
Ich habe den m8cprog um Unterstützung für den CY7C64316 erweitert,
nachdem ich mir die ISSP-Befehle des MiniProg1 angeschaut habe.
Siehe: https://github.com/steve-m/m8cutils/tree/cy7_prog
Des Weiteren ist es mir mit ein paar Tricks gelungen die Firmware
auszulesen.
http://www.youtube.com/watch?v=R6NdeUanK7s
Nach bisheriger Analyse gibt es definitiv einen Bootloader der
Funktionen zum Flashen enthält, allerdings ist der genaue Mechanismus
(besonders zum Aktivieren des BL wenn die eigentliche Firmware läuft)
noch unbekannt.
Übrigens wurde der Thread hier in einem Blog auf heise.de erwähnt:
http://www.heise.de/ct/artikel/ePerso-Alltag-Vom-Foerdern-und-Basteln-1154623.html
Servus. nur eine kleine Frage: Kann ich den Reader auch an einer
Seriellen-Schnittstelle betreiben?
http://s3.imgimg.de/uploads/Basisleser103408dd6jpg.jpg
VCC(, RESET,) GND, DATA.
Das wäre mir 1000x Lieber als USB (Organisatorische Gründe ^^)
Grüßle
>Des Weiteren ist es mir mit ein paar Tricks gelungen die Firmware>auszulesen.>http://www.youtube.com/watch?v=R6NdeUanK7s
Auf dem Video sind aber "nur" eine Menge Spielzeuge und
ein sich mit Hex fuellender Bildschirm zu sehen....
Ich kann verstehen, dass man den Download hier nicht
hinterlegen will, vom Bildschirm abtippen wollte ich
allerdings auch nicht ;-)
Gibt es noch eine Beschreibung/Kommentare, wie der
Trick-Woodoo nachvollziehbar funktioniert ?
VG,
Hans
Hans schrieb:> Gibt es noch eine Beschreibung/Kommentare, wie der> Trick-Woodoo nachvollziehbar funktioniert ?
Cypress hat eine blockweise Flash-Protection, die mehrere Modi kennt.
Folgendes ist dem TRM, "Table 3-10. Protect Block Modes" entnommen:
U = Unprotected (lesbar + schreibbar)
F = Factory upgrade (Read protect, also schreibbar)
R = Field Upgrade (Disable external write)
W = Full Protect (Disable internal write)
Und so ist die Flash-Protection beim cyberjack:
0000: R R F R R R R R R R R R R R R R
[...] (Rest = R)
Block 2 ist also schreibbar via ISSP.
Über ISSP kann man auch alle Register schreiben, inklusive des Program
Counter, und es gibt eine undokumentierte Funktion des PORS-Bits im
CPU_SCR0:
"Power On Reset Status. This bit may not be set by user code; however,
it may be cleared by writing a ’0’.
Wenn man allerdings eine 1 schreibt, führt die CPU einen Reset durch,
ohne den Program Counter zurückzusetzen.
Der Rest dürfte klar sein, man hat 128 Byte Platz für ein kleines
Programm das den Flash dumpt, das schreibt man in Block 2, lädt den
Program Counter auf 0x100 und setzt das PORS-Bit.
> vom Bildschirm abtippen wollte ich allerdings auch nicht ;-)
Wärst du hier angemeldet, hättest du jetzt eine PM.
Steve M. schrieb:> 0000: R R F R R R R R R R R R R R R R> [...] (Rest = R)>> Block 2 ist also schreibbar via ISSP.> Über ISSP kann man auch alle Register schreiben, inklusive des Program> Counter, und es gibt eine undokumentierte Funktion des PORS-Bits im> CPU_SCR0:>> "Power On Reset Status. This bit may not be set by user code; however,> it may be cleared by writing a ’0’.>> Wenn man allerdings eine 1 schreibt, führt die CPU einen Reset durch,> ohne den Program Counter zurückzusetzen.>> Der Rest dürfte klar sein,
Der Trick ist ja nicht ganz neu und daher erlauben viele ICs nur noch
das komplette überschreiben des Flash. Warum dies hier - in einer
wirklichen Sicherheitsanwendung - anderes ist erschließt sich mir nicht.
Man kann nur hoffen, dass die PKI und die kryptographischen Verfahren
korrekt implementiert wurden.
Steve M. schrieb:> Der Rest dürfte klar sein, man hat 128 Byte Platz für ein kleines> Programm das den Flash dumpt, das schreibt man in Block 2, lädt den> Program Counter auf 0x100 und setzt das PORS-Bit.
Das bedeutet doch aber auch, dass man nicht an den ursprünglichen Inhalt
von Block 2 kommt, oder?
Oder könnte man sich auf 64 Bytes beschränken und dann einmal ab 0x100
und dann ab 0x140 dumpen?
Geht aber wahrscheinlich nicht, da sich nur der gesamte Block
überschreiben lässt ...
Ist aber ein interessanter Ansatz ... :-)
Gruß,
Thomas
Alexander Schmidt schrieb:> Der Trick ist ja nicht ganz neu und daher erlauben viele ICs nur noch> das komplette überschreiben des Flash. Warum dies hier - in einer> wirklichen Sicherheitsanwendung - anderes ist erschließt sich mir nicht.
Ja, diese Lücke ist im Falle des PSoC schon seit mindestens 5 Jahren
bekannt, allerdings hat auch ReinerSCT geschlampt. Wären alle Blöcke im
'R'-Modus, wäre es nicht möglich gewesen.
Thomas T. schrieb:> Das bedeutet doch aber auch, dass man nicht an den ursprünglichen Inhalt> von Block 2 kommt, oder?
Ja, genau. Das gehört noch zum Bereich des Bootloaders, da scheint
allerdings nichts mit all zu großer Bedeutung drin zu sein. Der Reader
funktioniert auch ohne Probleme wenn man den ausgelesenen Code nach
Chip-Erase zurückflasht, also mit fehlendem Block 2. Ob der Bootloader
dann noch korrekt arbeitet (Flashfunktionen) bleibt noch zu beweisen,
allerdings gibt es nur sehr wenige Sprünge in diesen Block.
> Oder könnte man sich auf 64 Bytes beschränken und dann einmal ab 0x100> und dann ab 0x140 dumpen?
Nein, die CY8 haben 64 Byte Blockgröße, die CY7 128 Byte. Und man kann
den Flash nur blockweise löschen.
Hallo
Ich möchte mit einem ARM Cortex M3 die ID o.ä. des neuen
Personalausweises auslesen.
Wisst ihr ob es ein Lesegerät gibt was Uart unterstützt oder seht ihr
eine Möglichkeit das mit dem NXP PN 512 zu realisieren?
Kennt jemand ein (ersatz) Programm mit denen man die Karten beschreiben
kann.
mit den Kartentrsor klappt das nicht mit den Karten aus "china".
"Gibt Fehler 12: Anwendungsfehler aus"
(mifare Desfire EV1 8k)
Ist zwar getz ne Zeit her, aber vielleicht interessiert es ja noch
irgendwen...
Inhalt von Block 2 ist die Seriennummer (4 Bytes, little endian) gefolgt
von einem simplen Füllmuster. Damit kann man sich auch ziemlich sicher
sein, dass der Rest dann wohl keine Funktion hat.
Wären alle Blöcke auch gegen internes Flashen geschützt, ginge es
theoretisch auch, es wäre aber etwas mühseliger (dafür hätte man im
Gegenzug aber die Gewissheit, dass man dann nichts kaputtmachen könnte).