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Forum: FPGA, VHDL & Co. Suche Hersteller von Mehrfach-FPGA-boards


Autor: Robert (Gast)
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Ich benötige für einige rechenintensive Applikationen ein Board, das 
möglichst viel FPGA-Power hat aber mit einer kostenfreien FPGA-Software 
konfigurierbar ist. Altera oder Xilinx wäre erst mal egal. Leider können 
die freien Versionen regelmäßig nur die mickrigen FPGAs, daher suche ich 
jetzt etwas, das mehrere FPGAs enthält. Kennt da einer ein System?

Es gingen auch mehrere kleine Boards, die man zusammenschalten kann. Ich 
bräuchte dann so eine Art Modulsystem. Ich denke da an EVAL-boards, aber 
die haben gleich wieder viel zuviel drauf.

Gefunden habe ich nur diese Copacobana-Ding, aber das ist oversized und 
ausserdem melden die sich nicht.

Autor: Duke Scarring (Gast)
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Robert schrieb:
> Kennt da einer ein System?
Immer wieder gern genommen:

http://www.dinigroup.com/new/index.php

Ernsthaft. Wer mehrere FPGA's kaufen will, hat auch das Geld um sich 
einen größeren FPGA + Software zu kaufen. Nicht zu vergessen, daß man 
auch Manpower braucht um den/die FPGA(s) zu füllen.

Duke

Autor: Robert (Gast)
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Die Manpower habe/bin ich. Und die benötigten Cores hintereinander zu 
quetschen geht schneller, als die Synthesen dann dauern. Ich brauche 
einfach den Platz. Ausserdem sind auch größere FPGAs auf den EVAL-boards 
rasch voll. Man kann zwar neue kaufen, aber da ist viel zuviel 
Schnickschnack drauf.

DNI kenne ich natürlich auch. Die Boards rangieren im 5-stelligen 
Bereich.
Dann kaufe ich lieber ein paar V4-boards von xilinx und habe es für 
1/10.

Optimal wäre ein header board, mit nur dem FPGA und einem Config-Flash, 
das aber kaskadierbar ist. Trenz hat S3DSP boards habe ich gesehen, 
kosten 169,-. Dann kann ich allein für die jährliche Xilinx-Lizenz 15 
Stück kaufen.

Autor: Duke Scarring (Gast)
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Robert schrieb:
> Optimal wäre ein header board, mit nur dem FPGA und einem Config-Flash,
> das aber kaskadierbar ist.
Ok.

> Trenz hat S3DSP boards habe ich gesehen, kosten 169,-.
Die Trenz-Mikromodule sind m.W. nach auch kaskadierbar (mit bestimmten 
Einschränkungen).

Ich glaube das der Markt für das, was Du suchst ist relativ dünn ist.
Mir fällt dazu auch nur Trenz und Copacabana ein.

Duke

Autor: Robert (Gast)
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Na dann wird es das wohl werden. Haben ja auch eine EAGLE Lib für eigene 
Trägerboards. Wäre schon mal die Verschaltung gelöst.

Vielleicht finde ich ja aber auch noch was anderes.

Autor: Tom (Gast)
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Auf Opencores gibt es ein Projekt Gecko3 bei dem wie es aussieht mehrere 
FPGA-Boards kaskadiert werden können.

Allerdings ist 'möglichst viel FPGA-Power' reichlich unscharf: Wie oft 
bekommst Du Deinen Core in diesen oder jenen FPGA, wieviel internen und 
externen Speicher brauchst Du, und wie groß ist der Bandbreitenbedarf?

Autor: Silvia A. (silvia)
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Duke Scarring schrieb:
> Die Trenz-Mikromodule sind m.W. nach auch kaskadierbar (mit bestimmten
> Einschränkungen).

Max 2. Stück - Aber auf dem Prinzip kann man ja was eigenes Bauen

Autor: Frank V. (scyx)
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Wie wäre es damit?
http://www.iaf-bs.de/

Frank

Autor: Robert (Gast)
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2 Stück gehen beim den Trenzmodulen wohl Huckepack, wie ich sehe. Das 
wäre schon ok, solange ich mehrere auf ein Trägeerboard bringen kann. 
Das müsste ich sowieso bauen.

Das Fraunhoferzeug ist mir etwas suspekt. Da hat man keine 
Liefergarantien, wenn man doch was Professionelles draus machen will. 
Ausserdem zu LTE-lastig. Das Prototyping board ginge einigermassen, aber 
ich sehe keine Preise.

Ich habe jetzt diese Module ausgegraben:

http://www.simple-solutions.de (Zefant)

preislich ok und alt genug, damit es lange genug im Markt ist und man 
auch noch nachkaufen kann.

Autor: Robert (Gast)
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Also, es werden die Trenzmodule. Die Spartan 3A DSPs sind derart gut 
ausgebaut, dass sie die anderen boards schlagen und zudem ist das Ding 
noch billig.

> Wie oft bekommst Du Deinen Core in diesen oder jenen FPGA,
Ich brauche für die minimale Applikation ohne hohe Auflösung schon fast 
einen S3E für Interfaces und Verwaltung und kann dann noch nicht viel 
rechnen. Je nach Matrixgrösse brauche ich deutlich mehr. Ein Beispiel 
sind 6 DSP-Elemente vom S3-Typ, Zelle -> 4x4 -> 96 DSPs. Da läuft der ja 
schon über.

> wieviel internen und externen Speicher brauchst Du,
intern hätte man mit einem FPGA genug, um das zu speichern, was 1 FPGa 
an Operatoren beherbergt, weil viele pipieline und Register ist und 
temporär exisitiert.

> und wie groß ist der Bandbreitenbedarf
n  2  (100Msps/200Msps) mit n= 4..32.
Das ist aber weniger das Problem.

Es geht eher um Platz, z.B. für mehrere parallele FFTs und 
Schätzarchitekturen: Mehrere Pfade rechnen dasselbe mit denselben Daten 
und man kann Ergebnisse vergleichen. Je mehr Platz, desto mehr geht 
gleichzeitig, statt hintereinander in einem anderen Durchlauf und 
produktive Ergebnisse brauchen garnicht erst für später gespeichert zu 
werden.

Wieviel man am Ende braucht, muss man sehen. Daher muss ich zulaufen 
können.

Autor: Jürgen Schuhmacher (engineer) Benutzerseite
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Ich bin auch am Überlegen, soetwas zu bauen oder zusammenzukaufen und 
bin auf eine Kombination aus EVAL-Board und Mini-boards mit nicht viel 
mehr drauf, als einem FPGa gekommen. Ich hatte seinerzeit so eine 
Plattform mit Spartan 2 aufgezogen, stiess aber schnell an die Grenzen 
der Chips. Später stand Neubau oder Kauf an, wobei Kauf immer die 
billigere Alternative darstellte. Leider habe ich bisher aber kein so 
richtige passendes Aufsteckboard gefunden, dass wenig genug an unnötiger 
Peripherie drauf hat, aber dennoch einen ordentlichen Chip trägt, mit 
dem man etwas anfangen könnte. Die billigen Xilinx-Eval boards tragen 
nur einen mickrigen FPGA und die größeren sind zu teuer und es wäre 
Verschwendung, die zusammenzuschalten.

Die Zenfantboards habe ich mir auch schon angesehen, aber sie sind im 
Vergleich auch noch zu teuer und haben immer noch zuviel drauf. Die 
"alten" Spartan3-FPGAs wären zwar noch im Rahmen, haben aber kaum 
DSP/MULs.

Am effektivsten scheinen mir für Rechenapplikationen die S3A DSP 1800 
von Xilinx. Für netto €1000,- bekommt man 6 Trenzboards vom Typ 320EV2 
mit dem B2B connector, die man auf einem selbstentwickelten board mit 
EAGLE leicht integrieren kann. Jedes hat ein eigenes Flash und ist 
individuell konfigurierbar. Das hat grosse Vorteile, weil man durch die 
Partitionierung der Applikation immer nur eins davon neu synthetisieren 
und laden muss.

Das System hat dann immerhin 100.000 slices, 500 DSP-Elemente, 1,2 MB 
BRAM und 768 MB DDR-RAM. Ich bin schon am planen, wie das aussehen 
könnte.

Ich muss dann nur ein Trägerboard bauen, das ausreichend Leistung 
bereitstellen kann und mir Gedanken über die Busverdrahtung machen.

Autor: Robert (Gast)
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Andererseits hätte ein XC6VLX760 sogar 118,560 slices, 25MB BRAM, 864 
DSPs und ein XC6VSX475T, 74,400 slices, 38MB BRAM und 2,016 DSP 
Elemente.

Autor: D. I. (Gast)
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Das mit den MB und Mb solltest du nochmal üben, ... liegt ja immerhin 
ein Faktor 8 dazwischen

Autor: Zonk-8000 (Gast)
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> liegt ja immerhin ein Faktor 8 dazwischen

Beim Preis übrigens auch so ungefähr ;)

Autor: Robert (Gast)
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ok, richtig,  XC6VLX760 3MB BRAM und XC6VSX475T 4,5MB BRAM.

Der Preis ist so eine Sache. Hängt sehr von der Auflage der Boards ab. 
Dummerweise bekommt man auch bei Xilinx / Digilent, die viel produzieren 
nur die kleineren FPGAs angeboten, was ich ehrlich gesagt, ungeschickt 
finde, weil man auf einem EVAL board schon auch die grösstmögliche APP 
fahren können sollte. Abspecken geht immer.

Bliebe noch Spartan 6:
XC6SLX100 101,261 slices, 0,1 MB BRAM und 180 DSPs.

Autor: Zonk-8000 (Gast)
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0,6MByte

 :-P


Aber egal, der LX100 geht doch schon nicht mehr mit dem freien ISE 
Webpack, oder?

Autor: René D. (Firma: www.dossmatik.de) (dose)
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Autor: Robert (Gast)
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@Zonk: ok, hatte mich in der Spalte vertan. Und ja, der 100er geht nicht 
mehr mit der Webpacksoftware.

@Rene: ja den habe ich gesehen. Der kleinere FPGA (45er) ist wieder 
recht klein.

Autor: Jürgen Schuhmacher (engineer) Benutzerseite
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Ich sage mal, wenn man sich für einen grossen FGPA entscheidet, kann man 
wirklich gleich die Vollversion der Software dazu kaufen. Allerdings ist 
man dann gleich mit 5kEUR dabei. Das ist als Hobby etwas schwer 
gegenzufinanzieren / zu rechnen :-)

Die SW habe ich dann da liegen und muss sie allenthalben updaten, weil 
ich gezwungen bin, mit der Vollversion zu arbeiten. Für den Preis der SW 
bekommt man aber einiges mehr an Hardware.

Es gibt noch einen Punkt: Ein weit ausgebautes board ist mit dem Tod des 
FPGA praktisch auch dahin. Wenn ich mir aber einen von mehreren kleinen 
"zerhaue" tausche ich das board komplett und habe nur 200,- an 
Reparaturkosten inkl. Versand. Aussdem bin ich nicht lahm gelegt. Wenn 
ich das System tatsächlich benutze / benutzen muss, weil ich eine 
wichtige Anwendung dafür habe, lege ich mir einfach ein Ersatz board hin 
und bin voll arbeitsfähig.

Ich bin jetzt fest entschlosen, mir das so oder so ähnlich aufzubauen. 
Die Frage ist nur noch nach dem FPGA.

Ok, man könnte das Spartan 6 board nehmen, bekommt aber fürs gleiche 
Geld nur 4 boards davon. Daher hätte man: 26.000 slices, 1MB bram, 232 
DSP slices, also deutlich weniger, als mein 6er von oben. Die bessere 
serielle Funktionalität brauche ich nicht. Der Vorteil bestünde nur in 
der höheren Taktfrequenz und den gfs besseren DSP-slices. Aber man hat 
nur 60% der Kosteneffizienz im Vergleich zum S3A DSP. Die Spartan 6 sind 
halt die neuen aktuellen Chips und damit teurer.

An Robert: Wofür brauchst du das Board genau?

Autor: Kest (Gast)
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Juergen Schuhmacher schrieb:
> Ich sage mal, wenn man sich für einen grossen FGPA entscheidet, kann man
> wirklich gleich die Vollversion der Software dazu kaufen. Allerdings ist
> man dann gleich mit 5kEUR dabei. Das ist als Hobby etwas schwer
> gegenzufinanzieren / zu rechnen :-)

Stimmt so nicht. Altera Quartus II kostet so um die 2500,-. Da drin sind 
NIOS, DDR1/2/3 + andere Cores enthalten. Aber auch mit der freien 
Version kann man alle Cyclones III nehmen (bis 120 kLE, 288  18x18 
Mults, 486 kByte M9K)

Juergen Schuhmacher schrieb:
> Es gibt noch einen Punkt: Ein weit ausgebautes board ist mit dem Tod des
> FPGA praktisch auch dahin. Wenn ich mir aber einen von mehreren kleinen
> "zerhaue" tausche ich das board komplett und habe nur 200,- an
> Reparaturkosten inkl. Versand. Aussdem bin ich nicht lahm gelegt. Wenn

Ach, es kann nur ein FPGA kaputt gehen? Was passiert, wenn Trägerplatine 
eine Schuß hat?

Die Idee an sich finde ich sehr interessant, mehrere FPGAs als Module zu 
verwenden. Für diverse Projekte habe ich allerdings sowas schon mal 
durch kalkuliert, nur war keins wirtschaftlich! :-o (Allerdings waren es 
keine gekauften Module, sondern auch selbst entwickelte)

Grüße,
Kest

Autor: Robert (Gast)
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@Jürgen Schuhmacher:
Videoalgorythmen und Musterkennungsverfahren sollen parallel 
qualifiziert werden. Im Endsystem werden dann zwar nur einige wenige 
Methoden zur Anwendung kommen, wo dann auch ein einzelner FPGA reichen 
wird, aber wenn es ums Vergleichen geht, ist es einfacher, Ergebnisse 
parallel berechnen und verfizieren zu können. Daher ist "as much as 
available" angesagt. Momentan läuft das noch auf privater Schiene, bzw 
in Eigenregie und darf nicht zu hohe Kosten aufwerfen.

@Kest:
Welche Boards hast Du getestet und durchgerechnet?

> Altera Quartus II kostet so um die 2500,-
Xilinx ISE ungefähr auch, soweit ich weiss. Es bleibt aber das Problem, 
dass man auf die Vollversion festgelegt ist und sie immer wieder kaufen 
muss, bis der FPGA vielleicht einmal veraltet und in der freien 
aufgenommen wird.

Insofern stimme ich Jürgen vollkommen zu: Für die Summe von 2500,- kann 
ich mir gleich die dreifache Hardware kaufen und betreiben. Man muss das 
Gesamtsystem und die Kosten betrachten. Das Board mit dem besseren FPGA 
ist ja auch gleich viel teurer. Die Xilinx-PCBs mit den dicken FPGAs, 
die in Summe dasselbe können, kosten auch gleich 1500,- und mehr. Macht 
einen Gesamtpreis von >4000,-. Es kommt für den Heimgebrauch eigentlich 
nur die Webversion in Frage.

Altera wäre für mich aber durchaus eine Alternative. Ich bin bislang 
nicht festgelegt.

> Aber auch mit der freien Version kann man alle Cyclones III nehmen
Welches Board kann man da nehmen?

Autor: hunz (Gast)
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http://www.enterpoint.co.uk/merrick/merrick1.html
Kann man sich auch mit Webpack-kompatiblen Steinen bestücken lassen, 
aber da würde ich dann auch noch die 3.5k für ne ordentliche ISE-Lizenz 
abdrücken. Da kommts dann auch nicht mehr drauf an.

Autor: Robert (Gast)
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Jaja, der Traum der FPGA-Entwickler. Ein ganzer Raum voller Merricks mit 
wenigstens 30x40x50 Platinen zu 100 Bausteinen. Damit kann ich dann 500 
Zusen emulieren. Klar, nehme ich sofort, aber wer bezahlts?

Ich würde jetzt so maximal 3000,- Euro ansetzen für das Projekt und will 
möglichst viel Leistung dafür haben. Wenn schon die Hälfte in die SW 
flösse, bliebe nicht mehr viel. Die Module haben auch noch den Vorteil, 
dass man auch klein anfangen kann und später aufrüsten. Wenn ich 
wirklich mehr Power brauchen sollte, baue ich noch ein paar Module 
hinzu.

Ich habe es mal durchgerechnet, dass ich wegen des Speichers 2 kleine 
Boards mit Spartan DSP für die Elementarapplikation brauche. Da Daten im 
loop erst weiterverarbeitet werden können, wenn sie durch durch die 
pipeline durch sind, habe ich Raum für ca 256 Szenarien. Das sind z.B. 4 
Parametervariationen mit je 4 Stufen. Mit jeder 2er-Gruppe verdoppelt 
sich die Zahl der simulierbaren Fälle. Beladen werden sie alle 
gleichzeitig mit denselben Daten. Da könnte man die Module einfach 
parallel nebeneinanderhängen.

Ich schaue jetzt aber trotzdem nochmal, was Altera hat.

Autor: D. I. (Gast)
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Ich würde dir auch zu Altera und den Cyclones raten. Kennst du nicht 
vielleicht einen Studenten, der dann den Academic Preis beziehen könnte?

Dann würde ich mir für dein Budget den Tisch mit den DE2 Boards von 
Terasic zuknallen, die mit der freien Software beschreibbar sind:

http://www.terasic.com.tw/cgi-bin/page/archive.pl?...

Noch dazu kannst du SignalTap verwenden wenn du WebTalk zulässt, 
wohingegen du bei Xilinx kein ChipScope bekommst für lau

Autor: Kest (Gast)
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Robert schrieb:
> Videoalgorythmen und Musterkennungsverfahren sollen parallel
> qualifiziert werden. Im Endsystem werden dann zwar nur einige wenige
> Methoden zur Anwendung kommen, wo dann auch ein einzelner FPGA reichen
> wird, aber wenn es ums Vergleichen geht, ist es einfacher, Ergebnisse
> parallel berechnen und verfizieren zu können. Daher ist "as much as
> available" angesagt. Momentan läuft das noch auf privater Schiene, bzw
> in Eigenregie und darf nicht zu hohe Kosten aufwerfen.

Mh... da habe ich auch Einiges gemacht, nur verstehe ich nicht, wieso es 
mehrere Boards werden müssen? Um vergleichen zu können, reicht die 
Simulation (ob jetzt mit ModelSIM, VirtualDub, ImageJ, CUDA ist 
vollkommen egal). Ich habe mit allen was gemacht und es geht halt 
schneller, als wenn man jetzt das komplette FPGA-Design macht. Wenn der 
Algorithmus dann steht, kann man ja alles ins FPGA gießen.
Kauf Dir einfach eine CUDA Grafikkarte und mache alles damit, so schnell 
an die ergebnisse kommst Du nie mit einem FPGA (schon gar nicht mit 
einem selbst entwickelten FPGA-Board)

Robert schrieb:
> Welche Boards hast Du getestet und durchgerechnet?

Nur Eigenentwicklungen.
Den Aufwand mehrere FPGA-Designs zu pflegen darf man nicht 
unterschätzen. Das klingt alles so toll und einfach, in Wirklichkeit 
aber sieht es ganz anders aus. Dazu kommt noch die Kommunikation 
zwischen den Boards. Dann noch debugging und Co... Überlege es Dir gut!

Für Algorithmen-Evaluationen haben wir immer etwas größeres FPGA 
genommen. Wenn dann die Entwicklung fertig ist, wird kleineres FPGA 
bestückt (Pin-Kompatibilität).
Bei Cyclones III ist es schon toll: 3c16 -> 3c40 -> 3c55 -> 3c80 -> 
3c120
Man nehme einfach das nächstgrößere, wenn es nicht reinpasst ;-). Und 
das Beste: alle lassen sich mit WebEdition programmieren :-o -> keine 
Kosten

Grüße,
Kest

Autor: Robert (Gast)
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Altera ist mir schon symphatisch, keine Frage. Das mit dem SignalTAP 
habe ich mir auch schon überlegt.

Zu der Simulation: Das Design zu simulieren und zu checken, ob es läuft 
ist kein Akt. Die Signalverarbeitung ist simpel und zudem ausgereift 
genug, sozusagen. Es geht um die Parameter und die sind nur anhand der 
Echtzeitdaten wirklich gut zu optimieren. Das in SW zu machen scheidet 
komplett aus. CUDA Grafikkarte scheidet ebenfalls aus. Es muss ein FPGA 
sein, weil aufgrund der späteren Datenanbindung einiges an ADCs 
drankommen soll und wird.

Erstes Umsehen ergab das hier:
http://www.hdl.co.jp/en/index.php/acm/acm-022.html

Wenn ich 2 von den großen nehme, bleibe ich unter 3000,- und hätte 
240.000 LEs, 500kB Ram, fast 600 Multiplier.

Autor: Kest (Gast)
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Robert schrieb:
> Zu der Simulation: Das Design zu simulieren und zu checken, ob es läuft
> ist kein Akt. Die Signalverarbeitung ist simpel und zudem ausgereift

:-o
Wie oft ich das schon gehört habe ;-)

Robert schrieb:
> genug, sozusagen. Es geht um die Parameter und die sind nur anhand der
> Echtzeitdaten wirklich gut zu optimieren. Das in SW zu machen scheidet
> komplett aus. CUDA Grafikkarte scheidet ebenfalls aus. Es muss ein FPGA

Geht es um Bilder? Videodaten?
Wenn ja, dann ist ist eine simple aber gute HD-WebCam mit 
CUDA-Grafikkarte auf jeden Fall günstiger, als ein FPGA Board(s) für 
mehrere Tausend.

Ehrlich gesagt, jetzt verstehe ich die Intention überhaupt nicht, was 
gemacht werden soll. Und wieso gerade mehrere Boards dafür notwendig 
sein sollen. Wie willst Du dann die Daten in so ein Board reinbekommen? 
Was soll rauskommen? Als VGA/DVI?
Kannst Du mehr erzählen, was das für Algo ist und ob es schon in 
irgendeiner Form lauffähig ist?

Grüße,
Kest

Autor: Jürgen Schuhmacher (engineer) Benutzerseite
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Würde mich auch mal interessieren, was dort genau gerechnet werden soll.

Wenn es FPGAs sein müssen, wird es wohl an der Zieltechnk liegen. Oder 
macht ihr die Simulation als Hardware-Cosimulation? Ich habe sowas 
kürzlich mit MATLAB gemacht. Man kann nahezu jeden Algo als FPGA Design 
inklusive embedded MATLAB Funktionen in ein EVAL-board reinstopfen und 
simulieren lassen.

> Wenn ich 2 von den großen nehme, bleibe ich unter 3000,- und hätte
> 240.000 LEs, 500kB Ram, fast 600 Multiplier.

Wenn Du soviel investieren kannst und willst, bekommst Du dafür aber 
auch das Dreifache meiner Lösung, nämlich: 300.000 slices, 1500 
DSP-Elemente, 3,5Mb BRAM und 2GB externes DDR-RAM.

Wenn es unbedingt ein grosser Chip sein soll, dann ist aber das Altera 
Board (Video Kit) zu empfehlen. Das hat denselben FPGA und als Video Kit 
bekommt man noch AD-Wandler dazu / eine weitere Karte.

Ich würde auch zu Altera raten, habe aber noch keinen Lieferanten 
gefunden, der so billig anbietet, wie Trenz. Alle äquivalenten Altera 
boards liegen eher so um 400,-. Auch die Spartan 6 boards sind in 
Relation immer teurer.

> Dann würde ich mir für dein Budget den Tisch mit den DE2 Boards von
> Terasic zuknallen, die mit der freien Software beschreibbar sind:

Das V4 schaut gut aus, wobei ich nicht weiss, ob zu dem Preis der grosse 
FPGa bestückt ist. Sieht aber so aus, wie mir scheint. Wären 500,- 
Euronen.

In jedem Fall wäre das ein gutes Master board, denn die kleinen Module 
müssen ja auch irgendwie getrieben werden.

Autor: Robert (Gast)
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Die genauen Aspekte der Algorythmik kann ich hier nicht offenlegen. Nur 
soviel: Es geht um hohe Datenraten und DSPs schaffen das um den Faktor 
3-4 nicht. Habe ich genauestens durchberechnet.

Der am Ende herausgekommende Algo kommt in jedem Fall wieder in ein 
FPGA, deshalb macht es keinen Sinn, ihn in C nachzubilden oder in eine 
Grafikarte zu stecken. Das Board muss autark laufen und in eine Anlage 
einbaubar sein. Ich brauche einfach ein board mit der Option möglichst 
viel dazustecken zu können, wenn es drauf ankommt.

> den Tisch mit den DE2 Boards von Terasic zuknallen
Tischgröße ist nicht. Eher 10x Ritter Sport :-)

Autor: Kest (Gast)
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Robert schrieb:
> Der am Ende herausgekommende Algo kommt in jedem Fall wieder in ein
> FPGA, deshalb macht es keinen Sinn, ihn in C nachzubilden oder in eine
> Grafikarte zu stecken. Das Board muss autark laufen und in eine Anlage
> einbaubar sein. Ich brauche einfach ein board mit der Option möglichst
> viel dazustecken zu können, wenn es drauf ankommt.

oben hast Du geschrieben, dass die Algorithmen mit einander verglichen 
werden, deshalb musst Du alles auf ein Mal in einem/mehreren FPGA(s) 
implementieren. Deshalb kam ich mit Simulation. Welchen Sinn soll es 
haben, wenn man mehrere FPGAs braucht (quasi zum Simulieren), um am Ende 
doch in einen alles reinzupacken? :-o

Aber das kommt davon, dass wir ja nicht "alles" wissen, ist auch okay 
:-)
Ich habe das Gefühl, dass Du unbedingt viele FPGAs verbauen möchtest, 
auch wenn Du es vielleicht doch später nicht brauchst ;-) Das sind halt 
unser aller feuchte Träume :-)

Grüße,
Kest

Autor: Robert (Gast)
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Das eine ist die Entwicklung und die Inbetriebnahme, zu dem auch die 
Optimierung der Parameter an die Realität gehört und das andere die 
Fertigung und (mögliche) Serie. Man könnte theoretisch einen Fall 
erzeugen, Daten messen und aufzeichnen und alles in Modelsim einspielen 
und mit ein und demselben Datensatz verschiedene Algos und deren 
Verhalten tracken und nachvollziehen. Oder man kann es in Echtzeit 
machen und sehen, was rauskommt/käme. Beides ist nötig.

> Bei Cyclones III ist es schon toll: 3c16 -> 3c40 -> 3c55 -> 3c80
Wie ist das bei den Cyclone IV?
Wie weit macht da die Webedition mit?

Das Altera DE2-115 wäre schon super für den Einstieg, meine ich:

Cyclone® IV 4CE115 mit EPCS64 config
2MB SRAM, 2d 64MB SDRAM, 8MB Flash
SD Card, Könpfe Schalter und LEDs in Massen
16x2 LCD modul + 8x Siebensegmentanzeige

Den Audiokram und Videoanschluss brauche ich nicht, kann man aber 
mitnehmen.

Ich denke aber darüber nach das, GB-Ethernet zu nutzen, um Daten rein 
und raus zu bekommen. Was gäbe es denn da an Karten für den PC?

Autor: Kest (Gast)
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Robert schrieb:
>> Bei Cyclones III ist es schon toll: 3c16 -> 3c40 -> 3c55 -> 3c80
> Wie ist das bei den Cyclone IV?
> Wie weit macht da die Webedition mit?

Bei Cyclone IV ist es ähnlich: im FT484 Gehäuse
4CE15 -> 4CE30 -> 4CE40 -> 4CE55 -> 4CE75 -> 4CE115

Die WebEdition kann alle Cyclones synthetisieren. Wenn Du das obige 
Board nimmst, kannst Du komplett alles mit WebEdition machen (SDRAM 
Controller ist ja schon drin und NIOS II e kannst Du auch verwenden, 
ohne dass Du Licence-Kosten tragen musst)

Grüße,
Kest

Autor: Robert (Gast)
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So sieht es aus, daher wird die Entscheidung meinersweits zu Gunsten 
Alteras ausfallen. Die Frage ist nur, wie lange es dort den ModelSIM 
noch geben wird...

Und: Wie kommt man als Ex-Student an den günstigen Academic Preis heran? 
sind ja immerhin $270,- Unterschied.

Das board ist wirklich nett, zumal es offenbar gleich einen USB Treiber 
mit dabei gibt. Die Demodesigns sind auch scon sehr schlagkräftig, gfs 
kann man da etwas von nutzen.

Autor: D. I. (Gast)
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Robert schrieb:
> Und: Wie kommt man als Ex-Student an den günstigen Academic Preis heran?
> sind ja immerhin $270,- Unterschied.

Einen Student deines Vertrauens aus dem Bekanntenkreis fragen.

Autor: Jürgen Schuhmacher (engineer) Benutzerseite
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Das scheitert meistens daran, dass die Studenten selber heiss werden auf 
das System und sich eins bestellen. 2 Liefern die Firmen aber nicht aus. 
Da muss schon die Uni ran und direkt gleich mehrere bestellen. Habe mir 
das auf der Terasic-Seite heute mal angesehen: Die verbieten das sogar 
und drohen dem Studi, wenn das board in kommerzieller Umgebung 
auftauchen sollte. Wie strikt die Immatrikulatiosbescheinigung lesen und 
alles, weis natürlich keiner.

Ich würde es nicht probieren, da was zu tricksen. Eher schon könnte man 
sich bei einer Uni einschreiben und den Vorteil mitnehmen :-)

> Das board ist wirklich nett,
Ich frage mich, wie die das so billig an bieten können, bei dem großen 
FPGA. Das ist der beste aus der Linie - hat nur keine Transceiver. 
Scheint schwer gesponsort zu sein...

> zumal es offenbar gleich einen USB Treiber mit dabei gibt.
Wo steht das denn?

Autor: Ranga (Gast)
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Man könnte doch einen nehmen, der in einem fremden Fachbereich studiert 
und das Ding nicht braucht. Er lötet eine LED aus, macht es damit 
offiziell kaputt, wirft es auf den Müll und gibt seine Eigentumrechte 
auf. Dann holt man es sich aus der Tonne, repariert es und baut es in 
die eigene Hardware chain ein :-)

Autor: GT (Gast)
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@Ranga

Ja und wenn man dann mal Support vom Hersteller braucht gibt man als 
Bezugsquelle "Müllcontainer vorm Studentenwohnheim" an :-P

Autor: Hotte (Gast)
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Seit wann gibt es Support für Education boards?
Seit wann gibt es bei Xilinx überhaupt Support?

Egal, muss halt der Student fragen!

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