Datum: 22.01.2007 18:11
Hallo, hat jemand Insider-Infos zur Firma Brunel GmbH, bzw. vielleicht sogar persönliche Erfahrungen? Mich würden auch generelle Infos zu Dienstleistern interessieren. Ist ein solcher Job für einen Absolventen ein guter Einstieg? Man hat wohl viel Abwechslung durch unterschiedlichste Projekte, aber mir missfällt die Vorstellung für Monate in irgendwelchen Firmen leihweise arbeiten zu müssen und dann immer hin und her geschickt zu werden. Wird ein Berufseinsteiger überhaupt so eingesetzt oder wird er nicht erst mal ein paar Jahre nur direkt beim Dienstleister in einer Entwicklungsabteilung arbeiten? Gruß TechInfo
Datum: 22.01.2007 18:18
Üblicherweise wirst du innerhalb der Probezeit intern eingesetzt (und genau unter die Lupe genommen), nach der Probezeit wird man in externen Projekten eingesetzt. Das ist nicht das schlechteste für einen Berufseinsteiger, aber halt irgendwie Geschmackssache!
Datum: 22.01.2007 18:18
"beim Dienstleister in einer Entwicklungsabteilung" Die gibt es nicht!
Datum: 22.01.2007 18:40
Bei Brunel weis ich es nicht aber es gibt einige quasi-Dienstleister, die sich eigene Abteilungen aufbauen.
Datum: 22.01.2007 19:15
Von der Brunel HP: "Projects Sie haben komplexe Aufgaben, wollen sich aber auf Ihre Kernkompetenzen konzentrieren und die Entwicklungskosten überschaubar halten? Brunel übernimmt von Ihnen definierte Projekte oder Teilprojekte in Eigenverantwortung und bringt sie zuverlässig zum Abschluss." Das verstehe ich so, dass sie eine eigene Entwicklungsabteilung mit dem Projekt beauftragen. Oder schicken sie ein ganzes Team in die Leihfirma?
Datum: 22.01.2007 19:18
Bei Brunel, Ferchau, Manu-Dextra, Contech usw. gibts keine "internen Abteilungen", die setzen dich direkt bei Kunden ein. Bei Brunel selbst hatte ich die Erfahrung gemacht, dass die sich relativ viel Zeit lassen. Die Einladung zu einem 1. Gespräch kommt sehr schnell. Gesprächspartner ist dann irgendein Wirtschaftsfutzi. Dann kommen in regelmäßigen Abständen Einladungen zur "Klärung der Bewerbungssituation" oder Einladungen zu einem "Vertragsgespräch". Bei mir sah das Vertragsgespräch so aus, dass man mir 5 Minuten lang einen Mustervertrag erklärt hat. Dann durfte ich wieder gehen und der Spaß hat mich 20 Euro (Fahrkarten etc.) gekostet. Als die sowas ähnliches nach 4 Wochen wieder vorhatten, fragte ich am Telefon höflich, ob man denn das nicht auch telefonisch klären könnte, was dann auch geschah. Dannach hatte ich nie wieder was von denen gehört. Macht nichts, Bezahlung war eh schlecht. Mit vorzüglicher Hochachtung 1. Rahul nach Moiré
Datum: 22.01.2007 20:21
Die Vorgehensweise, komplette Projekte abzuwickeln, spielt sich nur auf dem Papier ab: Die Firma übernimmt die komplette Termin- und Kostenverantwortung, sowie die sich anschließende Personalsuche. Dem Vergeber kann es Wirscht sein, wer da als Projektnehmer reinkommt, denn die Arbeit wird ja gemacht. Der Vorteil ist der, daß der Dienstleister "seine" Entwickler kennt und besser jonglieren kann, während eine Endfirma hinsichtlich der Besetzung mit externen Mitarbeitern im Trüben fischt.
Datum: 23.01.2007 10:06
mmh, mir war jetzt so, als wenn zumindest Brunel über eigene Entwicklungsstandorte verfügt. Die haben zumindest vor Jahren in Hildesheim das Gelände von Ericsson gekauft... mitsamt ein Teil der Belegschaft. Und als ich da zum Vorstellungsgespräch war, hatte es sich auch so angehört, als würde man nicht verleiht, sondern Auftragsentwicklung betreiben... das schlimme aber war, das sie sich nicht sofort für ne Absage entscheiden konnten, sondern 'ne Hinhaltetaktik gefahren sind... und am Ende wird einen gesagt, dass man völlig ungeeignet ist... was soll denn sowas? arg
Datum: 23.01.2007 10:22
Ferchau betreibt auch technische Büros, wo die Mitarbeiter irgendwas entwickeln. Der grössere Teil der Belegschaft ist aber vor Ort in den Unternehmen untergebracht.
Datum: 23.01.2007 11:33
> Ferchau , ... wo die Mitarbeiter irgendwas entwickeln.
Sehr treffend formuliert! Die entwickeln dort IRGENDWAS. Leider nicht
immer exakt das, was man bestellt hat, aber sonst ...
Datum: 20.06.2007 16:33
>Abgesehen dass die wenig zahlen, erstatten die nicht einmal die >Reisekosten zum Vorstellungsgespräch, obwohl sie gesetzlich dazu >verpflichtet wären, denn sie schließen es in der Einladung nicht >explizit aus. Somit sind sie verpflichtet zu zahlen. So wie du das schilderst, hast du Recht. Klage doch dagegen, wäre mal interessant...in deren AGB steht jedenfalls auch nichts diesbezüglich. Ich hatte mich auch mal bei denen beworben, in der Einladung stand aber, dass keine Kosten übernommen werden. Naja und zur Bezahlung kann man sagen, das sie durchschnittlich, aber keinesfalls am unteren Ende ist. Die haben ihre festen Beträge für Absolventen, Berufserfahrene etc. und das bekommst du eben. Ich habe schon Dienstleister erlebt, die deutlich weniger bezahlt haben. >Ich hoff ich bin jetzt Leuten die bei Brunel arbeiten zu nahe getreten LOL sicher nicht, du hast nur gerade eine Straftat begangen. Meine Güte, was soll den so eine agressive Haltung wie du sie hier an den Tag legst?
Datum: 20.06.2007 17:28
Ein Bekannter von mir arbeitet über Brunel bei einer Automatisierungsfirma. Verdienst: ca. 2.800,- brutto monatlich, also ziemlich wenig. Noch schlimmer sieht es mit der internen Organisation aus, da kündigen die Personaler wohl sehr häufig. Bei meinem Kollegen ist auch schon mal eine ganze Personal-Abteilung weggefallen (Kollektive Kündigung) :-) Den Beauftragern werden die Ingenieure teilweise als Fachleute in Gebieten verkauft, in denen noch nicht einmal Grundkenntnisse vorhanden sind. Z.B. Informatiker als Hardwareentwickler und umgekehrt... Also lass bloss die Finger von dem Laden, da gibt es wesentlich bessere Sklavenhändler (Dienstleister)
Datum: 20.06.2007 17:56
2800 Brutto, als was arbeitet der da? Man hat mir im Gespräch gesagt, das Absolventen (Uni) generell 3200 bekommen. >Den Beauftragern werden die Ingenieure teilweise als Fachleute in >Gebieten verkauft, in denen noch nicht einmal Grundkenntnisse >vorhanden sind. Da muß ich dir Recht geben. Personaler: "Kennen Sie sich in EMV aus?" Ich: "Davon gehört habe ich schon mal, aber fundierte Kenntnisse habe ich keine." Eine Woche später, der Personaler: "Wir hätten hier einen Kunden aus der Automobilbranche, der einen Spezialisten zur Entwicklung von EMV-gerechter Elektronik für den Einsatz in KFZ sucht und ich habe für morgen früh einen Vorstellungstermin vereinbahrt. Wir treffen uns um 8 Uhr bei dem Kunden, einverstanden?" Leicht überspitzt formuliert, aber so läuft das.
Datum: 21.06.2007 08:20
Hallo. Zum Thema Brunel: Ein guter Bekannter von mir arbeitet bei Brunel und ist seit vier Jahren bei Airbus. Dort verdient er das gleiche tarifliche Gehalt wie die Festangestellten Ingenieure. Verdient derzeit ~4000€ brutto pro Monat. Er hat mir bis jetzt nichts negatives über Brunel berichtet. Auch der sonstige Umgang scheint gut zu sein (Sommerfest, Weihnachtsfeier,...) Jeder sollte sich also seine eigene Meinung machen und nicht pauschal über ein Unternehmen urteilen. MfG Ronald
Datum: 21.06.2007 13:15
Da hat er Glück gehabt. Die können dich aber auch in eine Dödelfirma schicken. Man muss sich immer und ständig fragen, WARUM die Firmen einen über einen Dienstleister haben wollen - Antwort bitte selber finden.
Datum: 21.06.2007 13:41
Hallo, ich bin selbst Berufseinsteiger und habe bei Brunel vor etwa drei Monaten angefangen. Die hier geschilderten, negativen Erfahrungen kann ich in keinster Weise bestätigen. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich habe nicht aus Not dort angefangen, weil ich nichts anderes bekommen konnte sondern habe mich ganz bewusst dafür entschieden und andere Angebote ausgeschlagen. Brunel hat sogenannte Kompetenzcenter, wo die Mitarbeiter eben nicht beim Kunden vor Ort sind. Diese Center haben sich jeweils zum Beispiel auf Automotive oder Luft- und Raumfahrt spezialisiert haben. Ich fühle mich bei Brunel sehr wohl, weil ich gut betreut werde und das Umfeld einfach stimmt. Es gibt monatliche Mitarbeiterevents, bei denen man sich nachmittags / abends trifft und gemeinsam Sachen unternimmt und einmal im Jahr gibt es das Sommerfest, zu dem alle Mitarbeiter aus Deutschland eingeladen werden. Es stimmt, das man evtl. warten muss, bis es zu einem konkreten Arbeitsangebot kommt. Das liegt daran, dass nicht auf Verdacht eingestellt wird sondern erst, wenn klar ist, dass man auch z.B. bei einem Kunden eingesetzt werden kann und der Kunde damit einverstanden ist. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass man sich bei Brunel sehr bemüht, auf die Wünsche der Mitarbeiter einzugehen, vor allem wenn es darum geht, an einem bestimmten Standort oder in der Nähe (Tagespendler) einer Stadt zu bleiben. Mein Betreuer ruft mich regelmäßig an um sich zu erkundigen, ob alles gut läuft oder ob man irgendwo was ändern / gegensteuern müsste, was ich sehr gut finde. Zum Thema Gehalt kann ich nur sagen, dass mein Gehalt verglichen mit Kommulitonen aus meinen Jahrgang sogar über dem Durchschnitt liegt und das, obwohl ich notenmäßig eher durchschnittlich bin. Wie gesagt, ich fühle mich dort sehr wohl und werde wahrscheinlich auch noch lange dort bleiben, zumal ich eben nicht einfach durch die Gegend geschickt werde. Wenn ich zu einem Kunden soll, der mir gar nicht gefällt oder wo ich nicht mit klarkomme, kann ich durchaus "nein" sagen, dass bedeutet dann keineswegs sofort die Kündigung. Wenn man damit zurecht kommt, regelmäßig in ein einem ganz neuen Umfeld (sprich bei einem anderen Kunden) zu arbeiten, kann ich Brunel nur empfehlen. Das ist natürlich nur meine eigene Erfahrung, womöglich gibt es auch andere Standorte / Betreuer, die nicht so gut sind und wo man sich dann verständlicherweise nicht unbedingt so begeistert ist. Ich beantworte auch gerne noch weitere Fragen! Viele Grüße
Datum: 21.06.2007 14:03
@Mattes das sieht aber nicht aus nach Meinung eines Berufsanfängers sondern eher nach Werbung für Brunel!!!! Gruß
Datum: 21.06.2007 14:09
Hallo Alex, das kann man durchaus so sehen, ich bin allerdings tatsächlich Berufseinsteiger. Ich weiß jetzt nicht genau, wie ich dir das "beweisen" könnte. Aber ich bin wirklich sehr begeistert von dieser Firma und wollte das auch ganz bewusst so weitergeben, weil ich die negativen Erfahrungen der vorherigen Poster aus meiner Sicht überhaupt nicht bestätigen kann. Es ist natürlich irgendwie klar, dass ein positiver Bericht häufig und schnell wie Werbung klingt, zumal ich ehrlich zugeben muss, dass ich mich trotz meiner mickrigen drei Monate bei Brunel sehr gut mit diesem Unternehmen identifizieren kann. Klingt vielleicht komisch, ist aber so ;-) Viele Grüße
Datum: 21.06.2007 15:13
@Alex Warum sieht den das nach Werbung aus? Nur weil jemand seine eigene Meinung kundtut und nicht in das hier übliche Schlechtreden einsteigt ist das noch lange keine Werbung. Wie ich schon oben erwähnt habe, hat ein guter Bekannter von mir auch nur gute Erfahrungen gemacht. Das soll natürlich nicht heißen, das es auch Leute gibt die mit Brunel sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe. Aber grundsätzliche sofort "Werbung" zu schreien, wenn hier jemand was positives schreibt halte ich für übertrieben. MfG
Datum: 21.06.2007 22:19
>Nur weil jemand seine eigene Meinung kundtut und nicht in das hier >übliche Schlechtreden einsteigt ist das noch lange keine Werbung. Sehe ich auch so. Es scheint mir, dass sich einige schon bei dem Wort "Dienstleister" quasi aus Prinzip übergeben müssen, ohne jemals was mit denen zu tun gehabt zu haben. Zu den Mitarbeiterevents wollte ich noch was sagen. Es ist zwar schön, wenn ein gutes Betriebsklima herrscht aber aus eigener Erfahrung bin ich vorsichtig geworden. Zu viel Persönliches mit in die Firma schleppem kann sich sehr zum Nachteil auswirken. Muß jeder selbst wissen, wie weit er da gehen möchte. Bitte nicht falsch verstehen, gegen gelegentliche Aktivitäten ist natürlcih nichts einzuwenden.
Datum: 21.06.2007 22:57
"Zu viel Persönliches mit in die Firma schleppem kann sich sehr zum Nachteil auswirken" so ist es, besonders, wenn man neu ist und mit einer biene was anfängt, auf die ein vorgesetzter ein auge geworfen hat. dann ist essig
Datum: 22.06.2007 23:33
Mattes: Es freut mich, daß es dir bei Brunel gut geht! War selbst anderthalb Jahre auf Jobsuche, und, Leute, glaubt es mir, man revidiert in dieser Zeit sein Weltbild etwas, und überdenkt all die Dinge, die man zuvor ohne zu überlegen ungerechtfertigt beschimpfte. Ich sagte doch schon mal in einem anderen Thread, daß man als Ingenieur bei einem speziellen Ingenieursdienstleister gut untergebracht werden kann. Jedoch wurde ich ausgebuht und beschimpft, von wegen man ist nur noch auf Reisen, usw.. Nein, wenn man ein Ingenieursprojekt hat, ist man wenigstens ein paar Monate an ein- und derselben Stelle. Über Flexibilität, und um den Zahn des Einsatzortes zu ziehen und lange bevor ich Dienstleister kannte: Auf Reisen war ich aber auch schon mit 15 (1975), in Ballungsgebiete wie Bonn und Köln, gut 180 km von der Heimat entfernt, nur um eine Lehrstelle abseits meiner toten Region (Südeifel, aber wunderbares Erholungsgebiet) zu bekommen und nicht zu verwahrlosen. Die Bonner im damals noch staatlichen Unternehmen stellten uns nach Ausbildungsende (1978) vor die Wahl: Cholera oder Pest? In Bonn bleiben und ausbildungsfremder Einsatz, oder Köln? Also, ein Umzug nach Köln. In Köln ging es dann weiter: Bei der geringsten Unstimmigkeit: Androhung der Versetzung nach Fürstenfeldbruck, das ist wieder eine ganz andere Gegend. Es ist gut, wenn man beim Dienstleister nicht gerade blutiger Anfänger ist, und wenn man auch mal wenigstens 2 Jahre auf dem Buckel hat, die ersten Berufserfahrungen gesammelt hat, denn die Dienstleister "handeln" naturgemäß mit dem Produkt "Know How", darüber muß man sich durchaus im Klaren sein. Sicher kann man dort je nach Wissens- und Erfahrungsstand auch aufsteigen. Wenn man also schon mal das eine oder andere Jahr berufstätig war und Erfahrungen gesammelt hat, springt für beide Seiten was raus, das ist doch OK, oder? Ich selbst stellte mich als Absolvent auch bei Dienstleistern vor, und erfuhr gelegentlich, daß solche Dienstleister auch Ingenieure unter Vertrag haben, auch über 60-jährige, die zum Spitzenpreis (z.B. mehr als 80k oder 100k Euro) langjährig an ihrem Wohnort verbleiben und dort in ein-und derselben Firma dauerhaft leihweise eingesetzt werden. Möglicherweise stellt der Kunde (Firma vor Ort) absolut niemanden fest ein, sowas gibt es. Die zahlen als Ausgleich für die Festanstellung lieber mehr an den Dienstleister, und davon profitieren wiederum alle. Solange es keine großen Schwankungen in der Wirtschaft gibt, wird das sicher gut funktionieren. Und wenn ich demnächst mal über 50 bin, über eine Menge Know How verfüge, und es in meiner Firma nicht so gut gehen sollte oder ich ausrangiert werden sollte: Da würde ich ganz sicher mal bei Brunel & Co. anfragen!
Datum: 28.06.2007 08:14
> Mein Betreuer ruft mich regelmäßig an um sich zu > erkundigen, ob alles gut läuft oder ob man irgendwo was ändern lol Das hört sich so an, als wärst du in einer therapeutischen Maßnahme. BTW, Bei einer Arbeitnehmerüberlassungsfirma zu arbeiten wäre mein Ding nicht, allerhöchstens kurzfristig, als Sprungbrett um bei einem anderen Betrieb fest angestellt zu werden.
Datum: 04.07.2007 18:04
Bruneller sind grudsätzlich Dreckschweine kann man nur sagen. So wie die mit Ihren Angestellten umgehen....eine Frechheit. Wie wir eingestellt wurden wurden uns blühende Landschaften versprochen - und 4 Monate später als mal kein Auftrag da war mussten wir unseren ganzen Urlaub nehmen und dann wars das. Kündigung... Für den Anfang sicherlich mal ganz lustig, aber nur für den Anfang und für den der keine Famielie hat, denn Geld gibts nich viel für den Scheiß. Also Finger weg von dem Dreck..!
Datum: 04.07.2007 18:08
>Wie wir eingestellt wurden wurden uns blühende Landschaften >versprochen- und 4 Monate später als mal kein Auftrag da war >mussten wir unseren ganzen Urlaub nehmen und dann wars das. >Kündigung... Sollte eigentlich vertraglich geregelt sein. Ich kenne die Verträge von Brunel und es ist ja wohl auch leicht einzusehen, dass Brunel dich bei fehlender Aufträge nicht beliebig lange bezahlt.
Datum: 09.07.2007 20:30
Hi Leute, ich bin selber nach dem Studium jetzt ein Jahr bei Brunel und bewerbe mich zur Zeit sehr fleißig. Hab auch schon ein paar VGs gehabt, leider noch nichts Passendes dabei oder Absage. Warum will ich weg und würde diesen einfachen und schnellen Weg (von der Bewerbung zur Einstellung 5 Tage) nicht erneut gehen? Anfangs war ich über die gute Bezahlung >40500€ und mit den angeblichen Perspektiven ganz zufrieden. Nur, nach einem Jahr stelle ich fest, dass mir zwei Dinge sehr gehörig gegen den Strich gehen: 1. Ich als Externer renne immer mit dem A-Schild rum (=Aushilfskraft oder Aussätziger). Das verdeutlicht mir rein formal jeden Tag meine dolle Lage. Nicht drin aber auch nicht ganz draußen, sondern als Sonderling geführt dazwischen. 2. Hier muss ich dem Forum wirklich Recht geben, es gibt nur Schrottarbeiten für mich, bei denen ich mein Talent in keiner Weise ausspielen kann. Wenn ich das nicht schnell beende, ist das ein Makel in meinem Lebenslauf. Ich als "begnadeter µ-Ctrl Programmierer" (Zitat eines Bekannten) mit sehr guten Hardwarekenntnissen kümmer mich aktuell um die Beschaffung von Kühlanlagen für die Bandendetests. Das ist zum Schreien. 3. Es fehlt die Perspektive, die einen auch mal schlechte Arbeit ertragen läßt. Denn was nützt mir Engagement als Aushilfskraft, wenn ich mit dem Beschaffen von "Kühlanlagen" niemanden beeindrucken kann, der mir dann eine Übernahme oder fachliche Perspektive gibt. Fazit für mich: Nach dem Studium nicht bei den Consultern arbeiten, auch wenn die an jeder Ecke lungern und dich mit schönen Texten volllullen. Dort erlebst du keinen richtigen Berufseinstieg, der deinen Wert auf dem Arbeitsmarkt erhöht und dir somit dauerhaft befriedigende Beschäftigung bietet.
Datum: 11.07.2007 21:34
Hallo, arbeite seit 7 Monaten ebenfalls bei Brunel, vorher war ich über einen anderen kleinen Dienstleister ca. 1.5 Jahre bei DaimlerChrysler tätig. Als dort das Projekt zu Ende war bin ich über einen Bekannten bei Brunel gelandet. War damals auf der einen Seite skeptisch, auf der anderen Seite heilfroh dass ich über Brunel kurzfristig einen passenden Job in einer Top-Firma in der Umgebung gefunden habe. Jetzt nach 7 Monaten muss ich sagen, dass ich als Bruneller keinerlei Verantwortung übernehme, tendenziell einfache Aufgaben mache und keine Perspektive sehe. Dabei sind die Voraussetzungen unter denen ich dort arbeite so gut wie sie besser nicht sein könnten: ein Kumpel von mir arbeitet seit langer Zeit in der Abteilung und ist quasi mein "Vorgesetzter" beim Kunden. Trotzdem habe ich wie alle meine Brunel Kollegen beim Kunden das Problem dass ich keine Verantwortung übernehme. Der Grund besteht meiner Ansicht darin, dass der Abteilungsleiter klare Grenzen für den Einsatz der Brunel- MItarbeiter gesetzt hat. Dazu gehört anscheinend dass für Brunel- MItarbeiter keine Übernahme vorgesehen ist und diese die internen lediglich "unterstützen" dürfen. Bei DaimlerChrysler war das ganz anders! Mit meinem Dienstleister Chef habeich damals zusammen das "Geschäftsmodell" formuliert. Wichtiger Eckpunkte waren dass unsere mitarbeiter generell viel Verantwortung in den Projekten haben, sich profilieren können, Kompentenzen aufbauen und später zu einem beliebigen Zeitpunkt übernommen werden dürfen. Bei Brunel muss der Kunde hingegen eine hohe Ablösesumme bei einer Übernahme bezahlen. Außerdem kann man sich über einfache "hilfstätigkeiten" nur schwer für eine Übernahme empfehlen. Brunel geht es ausschließlich darum möglichst viel Geld mit den Mitarbeitern zu verdienen! Habe jetzt ein Angebot von einer Consulting Firma bekommen, die mir ein anständiges Gehalt und vor allem eine fachliche Perspektive bieten. Lieber würde ich zwar als interner Mitarbeiter beim Kunden bleiben und sie würden mich wohl auch gerne übernehmen. Aber durch die beschissene Ablösesumme wird das wohl leider nichts, da diese erst nach einem Jahr nicht mehr bezahlt werden muss. Trotzdem muss ich sagen, dass ich mit Brunel bisher einigermaßen zufrieden bin. Das liegt aber weniger an Brunel als an der Tatsache dass der Kunde ein Top- Arbeitgeber ist. Das einzige was mir auf den Sack geht, ist dass ich nur einfache Aufgaben machen darf und wenig von den internen Abläufen mitbekomme, obwohl ich für den Kunden viel wertvoller wäre, wenn sie mir anspruchsvolle Aufgaben geben würden. Selber schuld kann ich da nur sagen, weil in 2 Wochen bin ich weg.
Datum: 15.07.2007 10:58
Wir holen uns auch immer Zeitarbeitssklaven in die Firma. Wenn sie ausgequetscht sind, holen wir uns einen neuen. Übernommen haben wir von diesen Pflaumen noch keinen.
Datum: 15.07.2007 21:57
Selber Pflaume! In einer Firma, in der so eine Unternehmenskultur herrscht, möchte ich nicht arbeiten. Wer Mitarbeiter nicht als Kapital begreift, bleibt max. durchschnittlich und wird nie groß innovativ werden können. Bin ja mal gespannt, wie und wo bei wachsendem Fachpersonalmangel die Firmen in Zukunft dann ihre Leute herbekommen. Ach ja, noch 'nen Deppen von Brunel & Co. Hurra, wir sind wieder wer... Totlach. Begreife mal, was diese Externen für eine Stimmung im Betrieb bedeuten, wenn bis 30% aller Leute so eingestellt sind.
Datum: 15.07.2007 22:19
>Bin ja mal gespannt, wie und wo bei wachsendem Fachpersonalmangel die >Firmen in Zukunft dann ihre Leute herbekommen. Nun, da deutsche Fachkräfte nicht mehr angemessen bezahlt werden und sich somit immer weniger junge Leute für einen entsprechenden Studiengang bzw. eine entsprechende Ausbildung entscheiden, werden die "Fachkräfte" halt aus dem Ausland geholt. Dank der Einführung von Bachelor und Master und der damit verbundenen Möglichkeit der EU-weiten Vergleichbarkeit der Studiengänge wird dies halt immer einfacher. Dumm nur, dass viele Firmen erst später merken, dass diese sogenannten ausländischen Fachkräfte zum Teil komplett unfähig sind.
Datum: 29.07.2007 14:28
ich habe mich bei Ferchau, als gestandener Spezialist, beworben und wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Auf das Vorstellungsgespräch habe ich mich sehr gründlich vorbereitet. Während des Vorstellungsgesprächs habe ich den Eindruck gehabt, man will mich sofort einstellen. Das angebotene Gehalt war auch nicht schlecht, mit verträglich zugesicherten Lohnerhöhungen. Nachdem ich den Personalreferent 3 sehr ungenehme Fragen gestellt habe, wirkte er sehr unsicher und gab dadrauf sehr un überzeugende Antworten. Später bekam ich die Absage!
Datum: 29.07.2007 15:25
Cool! Man hat den Job und haut sich noch raus. Das ist wirklich ungeschickt. Die Fragen hättest Du auch im Nachhinein stellen können und dann kündigen, was sie wirklich so schlimm sind. Andererseits: Ferchau lebt vom Vermitteln! Sie schalten sich zwischen den Dienstnehmer und Dienstgeber und kassieren ab. Der einzige Vorteil ist der, daß man vor Beschäftigungslosigkeit gesicht war. Das war aber nur füher ein Vorteil: Man hatte ständg sein Gehalt, das bei etwa 80%-85% des Branchengehalteslag und war zwsichen 70% und 90% ausgelastet! Damit war das für viele ein gutes Geschäft. Heute ist es anders: Ferchau und andere haben immer eine Möglichkeit, einen unterzubringen, daher arbeitet man heute mit 100% Auslastung. Nur noch für Ferchau ein gutes Geschäft!
Datum: 29.07.2007 15:28
Notfalls wirst du in eine Schulung gesteckt, die dann womöglich noch über das Wochenende geht.
Datum: 29.07.2007 16:30
Die müsste dann aber bezahlt werden, weil sie Dienstzeit ist. Geht also von der normalen Arbeitszeit ab! Ändert also nichts an der Tatsache, daß man weniger arbeiten muss. Schulungen sind im Übrigen eine gute Form der Weiterentwicklung. Die Bezahlung bei Ferchau ist alerdings meist derart niedirg, daß ich mich immer wieder wundere, daß dort überhaupt jemand arbeitet.
Datum: 02.08.2007 12:18
Ich hab grad meinen Absprung aus der Personaldienstleistungswelt geschafft. Hoffe, dass ich nie wieder in die Not komme, bei sowas mitmachen zu dürfen, um überhaupt Arbeit zu haben. Mein Nachfolger wird grad beschnuppert - viel Spass. Fazit für mich: nach dem Studium lieber etwas angestrengter, räumlich flexibler und länger suchen, als auf die 'Seelenhändler' eingehen. Möglicherweise gibt's (kleine?) 'Seelenhändler', die deutlich besser mit ihrem Humankapital umgehen, als die großen bundesweit agierenden Unternehmen.
Datum: 02.08.2007 16:19
@cm Welche Erfahrungen hast du denn gemacht?
Datum: 07.08.2007 00:11
Ich bin seit 15 Jahren in einer Festanstellung. Bin von Beruf Mechatroniker, Elektroniker, beherrsche gut mehrere Programmiersprachen und Datenbanken u.v.m. Die SPS-Technik beherrsche ebenfalls gut. Verfüge über mehrere Jahre Erfahrung in der Entwicklung von mechatronischen Systemen. Verdiene ich aber nur ~3000 Euro Brutto/Monat bei 38h/Woche. Wenn ich Überstunden mache kommt noch was dazu. Keine Projektprämien, kein Dankeschön, einfach nur Mist. Jetzt habe ich mich bei mehreren Dienstleistern beworben, um bisschen die Luft zu schnuppern. Das angebotene Gehalt liegt zwischen 3500 und 3700 Euro bei 40h/Woche. Also ein Plus von 500-700 Euro! Was meint Ihr, lohnt sich besser für weniger Geld scheiße Arbeiten, bei schlechten Arbeitsklima und irren Chef zu machen, oder besser das Risiko Dienstleister anzugehen und etwas mehr verdienen. Wie sicher ist dann so ein Job bei einem Dienstleister? Kann man sich längerfristig an so eine Firma binden?
Datum: 07.08.2007 11:14
Hallo gefrusteter, du bekommst ja in erster Linie dein Geld vom Dienstleister, während du deiner Arbeit beim Kunden nachgehst. Ist dieser mit dir zufrieden und macht dir die Arbeit dort Spaß, dann ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass dich der Dienstleister dort abzieht. Schließlich steht ja auch sein Ruf auf dem Spiel. Nach einer gewisen Zeit beim Kunden (vielleicht ein Jahr) wird dieser dir ein Übernahmeangebot machen. Vom Gehalt wird dies definitiv nicht unter dem des Dienstleisters liegen; prima Sache also. Macht dir die Arbeit keinen Spaß und ist der DL fair, kannst du mit ihm reden und evtl. findet ihr gemeinsam einen neuen Wirkungskreis; auch prima. Sollte sich nach 14 Tagen herausstellen, dass du der Tätigkeit nicht gewachsen bist, so bedeutet das bei einem DL -entgegen einer normalen Firma- i. d. R. nicht die Arbeitslosigkeit; auch nicht schlecht. Allerdings muß man hier klar unterscheiden. Natürlich gibt es DL, die dich zu einem lausigen Gehalt einstellen, kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie keine Fahrkostenbeihilfe zahlen, und sich von den Urlaubstagen genau an die gesetzlichen Vorgaben halten. Aber bei solchen Unternehmen muß man ja nicht anfangen. Ich selbst fing for zwei Jahren bei einem der größten Dienstleister an, ich wurde in einer kleineren Firma eingesetzt und fand auf diese Weise quasi meinen Traumjob. Das Gehalt war von Anfang an gut, ich hatte mit 2100 Euro Netto mehr als meine meißten Komilitonen, die in normalen Firmen eingestiegen sind. Hatte allerdings auch praxisbezogen während des Studiums gearbeitet, hat sich dann wohl doch positiv ausgewirkt. Von einem Kumpel, der auch bei diesem DL gearbeitet hat, weiß ich, dass das Einstiegsgehalt in der Regel doch niedriger ist. Naja und heute bin ich bei dieser kleinen Firma direkt angestellt und die Arbeit macht mir unverändert viel Spaß. Der DL war stets sehr fair zu mir, der Vertrag enthielt keinerlei krumme Paragraphen und sonst kann ich nichts negatives berichten. Was mir allerdings aufgefallen ist, der Dienstleister hat viele verschiedene Niederlassungen die wohl alle irgendwie auf eigene Rechnung arbeiten; egal, ist ihr Problem. Naja viel Gelaber aber wenn dir die Arbeit definitiv keinen Spaß macht, dann wende dich an Dienstleister. So schlecht ist es nicht und es kann bei dir ja definitiv nur besser werden. Schlechte Arbeit zu schlechtem Lohn macht keinen Sinn. Gute Arbeit zu schlechtem Lohn schon eher naja und gut ARbeit zu gutem Lohn ist natürlich das Optimum :) Nur für den Fall das mir jemand Schleichwerbung vorwirft, ich spreche hier nicht von Brunel als Dienstleister. Ich habe mit diesem Unternehmen keinerlei Erfahrung gesammelt.
Datum: 07.08.2007 11:41
Das klingt mir nach meiner Erfahrung zu positiv. Ich bleibe bei meiner Meinung/Einschätzung, dass die DL, vielleicht einfach mangels Alternative - einen zu Tätigkeiten schicken, bei denen du dich nicht beweisen kannst, was in dir steckt oder was dich interessiert. Die Idee über diesen Weg deinen Traumberuf zu finden, gelingt dann nur wenigen. Bei meinem ersten Einsatz meinte der mich betreuende Kunde, dass man nicht länger als 2 Jahre bei einem DL sein kann, ansonsten dies einen Makel im beruflichen Lebenslauf darstellt und einen die Firmen dann noch ungerner einstellen. Und wenn auch die Kohle und die Rahmenbedingungen stimmen mögen (war bei mir durchaus der Fall), von ihr allein konnte ich nicht glücklich werden. Wenn du dir Ziele im Berufsleben setzt, wird es nicht einfach diese über einen DL zu erreichen.
Datum: 10.09.2007 21:48
Mist, ich wollte diese Woche ein Bewerbungsschreiben für Brunel aufsetzen. Selten eine Webseite gesehen, auf der so interressante Jobs angeboten werden. Arbeite gerade für Siemens VDO was ja jetzt von Continetal übernommen wurde. Da Continental ein Drecksladen ist, wollte ich es mal woanders versuchen. Ich dachte das man gerade bei Dienstleistern enorm viel Erfahrung sammeln kann und auch Abwechslung hat. Allerdings weiß ich auch, wie das so bei uns mit den Externen läuft. Die werden mehr so für die Routinearbeiten eingesetzt. Das eigentliche Know How bleibz bei uns in der Abteilung.
Datum: 12.09.2007 22:27
>Da Continental ein Drecksladen ist, wollte ich es mal woanders versuchen.
Sehr qualifizierte Aussage!
Datum: 13.09.2007 09:16
das sind witzbolde... nachdem ich es von ihnen schriftlich habe, dass ich für die 'speziellen Anforderungen im Dienstleistungsbereich' untauglich bin, gibt es jetzt, fast vier jahre später, ne einladung zu nen bewerberseminar. schon dreist... kopfschüttel
Datum: 27.09.2007 21:35
Ich habe mich bereits bei allen großen Dienstleistern beworben und mich in Vorstellungsgesprächen vorgestellt. Ich kann euch nur einen guten Rat geben, wenn ihr irgendwo bei einem Drecksladen arbeitet und Respekt vor sich selbst habt, bleibt lieber da wo ihr seid! Dienstleister sind nur übergangsweise, für Arbeitslose und Berufseinsteiger, gut. Macht euch selbst das Leben nicht schwerer, als es sowieso ist.
Datum: 27.09.2007 22:23
Na, das einzige was bei einem Dienstleister nicht rosig ist, ist die laue Bezahlung. Man hat aber die Chance wenn es einem in einem Laden nicht gefällt, ohne Probleme zu sagen der Dienstleister soll einem ein paar neue Einsatzgebiete in der Umgebung nach Wunsch vorschlagen. Wenn es einem irgendwo richtig gut gefällt kann man sich in dem Laden selber bewerben oder vielleicht wird man von dem Laden sogar abgeworben. Man kann viele Unternehmen kennenlernen und kann die jeweils positiven Aspekte übernehmen. Also wie gesagt, das einzige was bei einem Dienstleister hunds miserabel ist, ist die miese Bezahlung. Und vielleicht das man in einer neuen Firma dem Chef zeigen muß, dass man fachlich was kann um anspruchsvollere Aufgaben zu bekommen. Aber die (Bezahlung) ist ja wie überall Verhandlungssache. Wenn ich die Wahl habe zwischen einem Unternehmen desen Tätigkeitsbereich mir gefällt sowie zusagt und einem Dienstleister, gewinnt klar das Unternehmen. Habe ich eine beschissene Tätigkeit in einem Unternehmen und die Möglichkeit bei einem Dienstleister zu arbeiten, gewinnt der Dienstleister. Die Zukunft liegt meines Erachtens eh bei Dienstleistern da diese Form das non plus Ultra an flexibilität darstellt. Einige Spezis wird ein Unternehmen immer benötigen der Rest muß verschiebbar sein. Selbständigkeit oder Ingenieurbüros sind eine Form von Dienstleistung. Wer viel sieht, kann sich leichter selbständig machen. Aber wie gesagt, das Manko ist die Bezahlung. Aber das hat nichts mit dem Dienstleister direkt zu tun sondern dass es keinen Mangel an Ingenieuren gibt wie oft behauptet. Die Masse drückt dann halt den Preiß. Da die Menscheit wächst, strömen jeden Tag ca. 100.000 niegel nagel neue Arbeitskräfte auf den Weitweiten Arbeitsmarkt. Die Abgänge sind in dieser Zahl mit drinn. Nu, Dank modernster Technik für deren Entwicklung auch immer weniger Menschen benötigt werden, werden letztlich auch immer weniger Fachkräfte benötigt. Also....die Masse drückt den Preiß. Und unser Arbeitswahn führt uns in eine Sackgasse.
Datum: 09.11.2007 15:12
Ich kann die ganze Diskussion um Brunel und Dienstleister nicht verstehen... Ich habe nach meinem Studium (Wirtschaftsingenieurwesen; Note 1) eine Bewerbung geschrieben... und zwar an Brunel. Meine Einstellung war nach einer Woche sicher und mir wurden die Füsse geküsst, in Form von Gehalt, Projekten, Auto und Verantwortung. Wer schlechte Erfahrungen mit seinem Job hat, sollte meiner Meinung nach nicht eine Branche verurteilen, sondern den Fehler bei sich suchen! Grüße
Datum: 20.11.2007 17:26
>eine Bewerbung geschrieben... und zwar an Brunel. >Meine Einstellung war nach einer Woche sicher Das heisst, Du hast bei dem erst Besten unterschrieben ??????? Du bist wie ein Zitronenhändler, der das erste mal mit seinen Früchten auf dem Markt ist, den er nicht kennt und seine gesamte Ernte auf Jahre hinaus an den ersten Kunden verschachert hat, der ihm ain Angebot gemacht hat. Das ist nicht sonderlich ökonomisch gedacht, oder? - Man fragt sich allen Ernstes, wie Du es in BWL zu einer 1 gebracht hast. Mann, Mann, Mann, >Also....die Masse drückt den Preiß. ... und die, die sich unter Wert verkaufen. Sicher hat er der Dame, die rechts am Eingang sitzt, zu tief in den Ausschnitt geguckt!
Datum: 30.11.2007 21:05
Hallo Leute, ich verstehe die Diskussion nicht. 15 Stühle 15 Meinungen - keiner geht auf die Antworten des Vorgängers ein (es sei denn man kann sich polemisch lustig machen) - Schwarz / Weißmalerei steht im Vordergrund - kaum eine vernünftige Auseinandersetzung mit dem Thema 1. Dienstleister zahlen nicht unbedingt weniger oder mehr als andere Unternehmen (Brunel hat einen Tarifvertrag mit Verdi / Ferchau glaub ich mit der IG-Metall etc., unter den sie gehaltlich nicht drunter können) - somit liegen sie gehaltlich in einer ähnlichen Ebene wie produzierende Unternehmen oder Entwicklungsunternehmen. 2. Es gibt Dienstleister die "nur" ihre Mitarbeiter beim Kunden einsetzen (die dort allerdings auch herausfordernde Projekte machen oder teilweise den letzten Schrott machen müssen / in den meisten Fällen liegt die Wahrheit dazwischen - auch in der Festanstellung sind nicht alle Arbeiten und Projekte herausfordernd und toll) Es gibt Dienstleister die auch komplette Entwicklungsabteilungen erfolgreich betreiben (Brunel Carsynergies / mal im Netz schauen) und hierbei rede ich nicht nur von Brunel. 3. "Man wird nur ausgenutzt" - a) Stimmt auch nur dann, wenn man in einem schlechten Dienstleistungsunternehmen (oder eventuell in einer schlechten Niederlassung) gelandet ist. b) Glaubt hier einer wirklich, das Siemens (oder andere große / oder auch kleine Firmen) sich einen Dreck darum schert was aus den Mitarbeitern wird, wenn sie nicht mehr gebraucht werden (fragt mal bei BenQ). Ziel einer Firma ist in letzter Konsequenz die Maximierung von Gewinn - Wenn das mit Human Capital funzt schön, wenn nicht auch schön - so siehts aus - Schenken tut man euch nur was wenn man dafür auch was erwartet (und damit ist es auch wieder ein Deal) c) Brunel hat in Deutschland wieviel Niederlassungen (ne Menge) - genauso viele unterschiedliche Erfahrungen wird man wohl da machen - übrigens wie viele Niederlassungen hat eigentlich hmm z.B. RWE und werden die wohl alle gleich sein - oder gibt es da unterschiedliche - tolle oder nicht so tolle... 4. Gerade studierte Leute sollten wissen, das der einzelne empirische Eindruck nicht maßgebend ist und somit in der Lage sein differenzierter zu denken. 5. Hier reden die meisten nur davon was man bekommt (ich, ich, ich) und nicht von dem was man dafür leistet - schön das hier nicht einmal von Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber die Rede ist. Schön das hier der Arbeitgeber nur als Gelddruckmaschine verstanden wird und wenn man eine bessere Maschine findet tauscht man halt. Meines erachtens ist diese Verwahrensweise nicht anderes zu betrachten, als der Arbeitgeber der seine Mitarbeiter ausbluten lässt und dann rausschmeißt - oder wo liegt da der Unterschied. Ich möchte mich übrigens absolut davon distanzieren - nicht das einer meint ich fände das OK Fazit: Dienstleister sind nur so gut wie die Vorgesetzten die man hat (genauso wie in anderen Firmen) Dienstleister sind nur so fair wie die Vorgesetzten... Dienstleisterjobs sind genauso sicher wie andere Jobs... Man sollte halt schauen wo man unterschreibt - so oder so In diesem Sinne (und ja ich weiß wovon ich Rede 12 Jahre Berufserfahrung in produzierendem Umfeld, beim Dienstleister und im Entwicklungsbereich) So das war das Wort zum Sonntag
Datum: 30.11.2007 21:29
Ferchau bezahlt ganz sicher in der Höhe des Tarifvertrages, das kann ich besrtätigen. Doch hats Du mal gesehen ,wieviel das ist????? Alle Ingenieure werden seit 15 Jahren übertariflich bezahlt. Ich hatte bei meinem ersten Job sogar schon DM 500,- über Tarif. Jetzt sind es Euro 1800,-. (Mein Tarifgehaöt liegt bei der höchstmöglichen Einstufung nur bei 4400,-) >>Da Continental ein Drecksladen ist, wollte ich es mal woanders versuchen. >Sehr qualifizierte Aussage! Conti ist wie Siemens riesig gross (geworden) da findest Du alles, von Müll bis Gold.
Datum: 30.11.2007 22:13
... ich kenne die Tarifverträge sehr genau
>> Alle Ingenieure werden seit 15 Jahren übertariflich bezahlt.
...richtig und auch Ferchau bzw. Brunel bezahlen Übertariflich
(Tarifgehalt + Übertarifliche Zulage = Gesamtgehalt - dieses ist dann
Grundlage zur Berechnung aller weiteren Adons z.B. Weihnachtsgeld)
Bitte versteht mich nicht falsch - es gibt Licht und Schatten - das gibt
es aber bei allen anderen Firmen auch - 2 Dinge:
1. Nirgends wird so gelogen wie bei Gehältern, der Anzahl der Frauen die
man schon hatte und der PS Zahl seines Autos ;-))
2. Erfahrungsgemäß hatten die meisten die in meiner Zeit beim
Dienstleister in die Festanstellung gewechselt haben max. 500 - 1000
Euro brutto mehr, dafür aber die Reisekosten und Überstundenbezahlung
(Freizeitausgleich sehr witzig bei einer 45 - 55 Stundenwoche) etc.
weniger, wobei das ganze dann maximal gehopst wie gesprungen ist. Viele
meiner Kollegen haben sich übrigens trotz Angebot von renomierten Firmen
für den Verbleib beim Dienstleister entschieden (und das nicht nur, aber
auch aus finanziellen Gründen)
Datum: 01.12.2007 13:19
>auch Ferchau bzw. Brunel bezahlen Übertariflich
Also die Angebote, die ich bisher von denen hatte waren einfach läppisch
im Gegensatz zu gleichwertigen Stellen bei Endkunden. Ich frage mich
echt, wer dort überhaupt arbeitet und nicht direkt sich was sucht.
Aber statt runzudisktutieren, sollte sich vielleich jeder mal seber
umhören und sich bewerben. Dann sieht man ja schnell was sie genau
bezahlen wollen.
Datum: 15.12.2007 12:52
Viele Leute schreiben hier, obwohl Sie von nichts eine Ahnung haben, erst denken, und dann in die Tasten hauen. Ich war schon in vielen Firmen festangestellt, bin nun seit mehrenen Jahren bei Brunel, und es gibt positives wie auch negatives zu berichten. Bereuen tue ich allerdings nicht das ich dort angefangen habe. Die Bezahlung ist nicht die allerbeste, aber ich bekomme mein Geld pünktlich, was bei manchen Läden nicht der Fall ist. Keine Kommentare von Euch, dies kann ich belegen. Aber zum Thema zurück, generell sei gesagt, wer abwechslung liebt, viele Unternehmen und sich Wissen aneignen möchte ist beim Dienstleister seiner Wahl erstmal gut aufgehoben. Dadurch habe ich jetzt meinen baldigen Arbeitgeber kennengelernt, ein absolutes Vorzeigeunternehmen, und auch die restlichen Konditionen sind durchaus gut. Ohne Brunel wäre ich vermutlich nie zu einen Job dort gekommmen. Und demnächst dort dann im Stammpersonal. In diesem Sinne, frohes Schaffen.
Datum: 14.01.2008 07:56
Hallo, also ich habe auch so meine guten bzw. schlechten Erfahrungen mit Brunel machen dürfen. Meinen Vertrag hatte ich vor etwa 1,5 Jahren in Bezug auf eine Projektstelle bekommen, die dann vom Kunden doch nicht besetzt wurde. War ärgerlich aber leider nicht zu ändern. Da hab ich dann die ersten zwei Wochen Wartezeit gehabt und bin dann für acht Wochen als „Vertretung„ für einen erkrankten Kollegen eingesprungen. OK, die Stelle war in einem anderen Bundesland aber sehr nett und angenehm. Aber das war leider nur in Vertretung und nach ca. acht Wochen beendet. Dann gab es noch zwei weitere kleinere Projekte, die aber vom Kunden vorzeitig, nach knapp sieben Wochen, beendet wurden und wir mit drei bzw. fünf Kollegen von Freitags auf Montag wieder in der Wartezeit waren. Was mich am meisten ärgert ist, dass ich nach etwa fünf Wochen Wartezeit zwanghaft in irgendein Projekt kam, wo ich von meinen Fähigkeiten her komplett fehl am Platze war. Montags der Anruf von Brunel, „Heute Mittag hast du einen telefonischen Termin mit XYZ“. War ein sehr kurzes Gespräch, er hätte ja meine Daten vom Teamleiter schon bekommen. Gut, für den Dienstag haben die dann meinen Projektstart vereinbart. Und dann ging es los. Meine Aufgabe im Projekt sagte mir gar nichts. Chef verärgert. Dann sollte ich auch noch ein Art Kunden-Support für Kunden aus Polen, Frankreich und Spanien betreuen. Das Problem war, ich habe diese Sprachen nie erlernt. „Aber in ihrer Vita, die ich erhalten habe steht, dass Sie diese Sprachen verhandlungssicher beherrschen!“ Das war mein miserabelstes Projekt bei Brunel. Toll ist auch, dass bei Projekten die länger als vier Wochen laufen und nicht im Pendlerbereich liegen, du dir eine eigene Unterkunft suchen musst. Das war bei den beiden Projekten Oben der Fall und ein gewaltiges Problem. Du hast den ganzen Tag keine Zeit dich um die Wohnungssuche zu kümmern und bist froh noch rechtzeitig was zu finden und dann wird das Projekt eingestampft. Kündigungsfrist drei Monate, dann steht man da alleine im Regen. Projekt endet, du kündigst die Wohnung. Noch knapp 15 Wochen doppelte Miete. Eine Woche Wartezeit. 14 Wochen doppelte Miete. Neues Projekt beginnt. Nach fünf Wochen neue Wohnung. 9 Wochen dreifache Miete. Nach ca. zwei Wochen, Projekt endet vorzeitig. 7 Wochen dreifache Miete. Nach sieben Wochen hat man dann halt nur noch für etwa 9 Wochen doppelte Miete aber das macht es nicht wirklich besser. Du kündigst wieder eine Wohnung und ballerst dein Gehalt für nichts raus. Das gab richtig Ärger mit der Frau. Als ich mir dann auch noch dumme Sprüche in Serie zu den doppelten und dreifachen Mieten anhören durfte war ich stark angepisst. Immer wenn ich in der Niederlassung war, wurde neues Personal rekrutiert und die bekommen für dich und andere kein vernünftiges Projekt auf die Beine, aber „Wir müssen wachsen“. Ich hatte noch etwa fünf Wochen Wartezeit, hab mich anderweitig umgesehen und gekündigt. Aus meiner Erfahrung kann ich von Brunel nur abraten. Meine damaligen Kollegen sind auch fast alle weg von Brunel. Bin jetzt fest bei einem Nichtingenieurdienstleister und fühle mich um Welten besser.
Datum: 14.01.2008 17:10
Also ich war auch fast ein Jahr bei Brunel und habe da so meine Erkenntnisse mitgenommen. Du bist beim Kunden eigentlich immer der Arsch. Du wirst von Brunel so gut wie nicht ernst genommen, nur im Bewerbungsgespräch, da wird dir das Blaue vom Himmel versprochen. Der Kontakt zum Kunden scheint auf Seiten von Brunel sehr schlecht zu sein, da Projekte fast immer vorzeitig und überraschend beendet werden. Mein persönliches Fazit. Ich, nie wieder! Mein Tipp. Lasst es sein.
Datum: 16.01.2008 19:58
Ihr armen Brunel-Geschädigten. Mein Beleid. Sucht euch einen guten Dienstleister, wo ihr auf Projektbasis arbeiten könnt. >einmal im Jahr gibt es das Sommerfest, zu dem alle Mitarbeiter aus >Deutschland eingeladen werden. Das kostet Brunel 10,- pro Mann. Geil. Ich gehe jedes Jahr auf 5 verschiedene Weihnachtsfeiern, 10 Erstgesprächsessen und 5 Projektabschlussessen bei den Dienstleister, für die ich tätig war und bin. (meistens 2 parallel). Macht so 20 Einladungen zum 5 Sterne Dinner.
Datum: 17.01.2008 13:39
Hallo Chef, hast du denn einen Tipp, welcher Dienstleister deiner Meinung nach gut ist? Bist du dann ein Freelancer, wenn du für mehrere Parallel arbeitest? Q
Datum: 17.01.2008 18:58
Nur ein ausgetrickster Dienstleister ist ein guter Dienstleister. Die Jungs ziehen mir viel zu viel Provision ab.
Datum: 18.01.2008 08:20
Hi, ich habe die Frage schom im anderen Forum gestellt. Vielleicht gibt's auch hier interessante Meldungen ... Hat jemad Erfahrung als Führungskraft oder mit Führungskräften bei BRUNEL? Gelten die gleichen negativen Einträge für "die andere Seite" - ich meine damitr die Arbeitgeberseite? Habe mich auf eine Stelle als Führungskraft beworben, die Projektteams zusammenstellen und neue Ingenieure rekrutieren soll ... 'Ne Antwort wäre sehr hilfreich ....
Datum: 28.01.2008 09:40
Ob jetzt "Zeitarbeitsbuden" das Gelbe vom Ei sind, mag mal dahingestellt sein ! Sicher wird es Leute geben, die mehr Glück gehabt haben, als Andere. Mal was ganz Anderes: Soweit ich informiert bin, sind gerade die Vermittler "Brunel" oder "Ferchau" doch eher für akademische Berufe zuständig. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, hier einige Beiträge zu lesen. DAS hört sich teilweise aber nicht nach Dpl. Inf's oder Dipl. Ing's an, sondern eher nach abgebrochene Hauptschule ! Da sind Beiträge dabei, da sträuben sich einem die Nackenhaare ! Wer bitteschön stellt denn jemanden für qualifizierte Berufe ein, der nicht einmal in der Lage ist, einen Satz richtig auszuformulieren oder mal ein paar Worte ohne fundamentale Rechtschreibfehler zu posten ? Wenn jemand z.B. nicht mal in der Lage ist, den Namen "Brunel" richtig zu schreiben, der sollte sich nicht wundern, wenn's nicht klappt !
Datum: 02.02.2008 21:54
Dieser "Chefingenieur" ist ja nun die Krönung ! Was bist'n du für einer ? Gibst du mit der Anzahl der Einladungen zu Weihnachtsfeiern an ? Dann scheints zumindest am Gehalt zu mangeln ! Wenn du ein Chefingenieur bist, bin ich der Papst !
Datum: 05.02.2008 17:08
Hallo, ich bin seit etwa 2 Monate bei Brunel an Bord und glaube, dass die Entscheidung dort anzufangen, der größte Fehler war den ich machen konnte. Bin jetzt in mein zweites Projekt und fühle mich rundum verarscht! Eigentlich bin ich Konstrukteur für