Unter der Best.Nr. 861 013 bietet Pollin einen digitalen Kompass für
6,50 EUR an. Hat zufällig schon jemand einen Kompass dieser Art zerlegt
und kann mir sagen, ob der darin enthaltene Sensor etwas taugt?
Also ich habe mir das Ding mal zugelegt, weil ich eine Sat-Schüssel bei
uns montiert habe.
Viel getaugt hat der nicht und am Ende habe ich einen simplen kleinen
normalen Kompass genommen. Damit hat's dann funktioniert.
Außerdem muß man ihn nach jedem Einschalten neu kalibrieren, indem man
sich einmal langsam um 360 Grad dreht.
> Außerdem muß man ihn nach jedem Einschalten neu kalibrieren, indem man
sich einmal langsam um 360 Grad dreht.
Das ist natürlich Mist. Aber ich habe eh vor, nur den/die Sensoren
herauszuoperieren und damit meinen eigenen Kompass zu bauen (für
Roboter).
Deshalb hätte mich interessiert, ob die enthaltenen Sensoren überhaupt
genau genug sind.
Bei meiner nächsten Pollin Bestellung werde ich mir mal so ein Teil
gönnen.
ich hab mal ein schmematic hiervon gehabt:
http://www.thinkgeek.com/geektoys/games/6b1d/
darin werden 2 im 90°-winkel zueinander liegende elkos, 1-2 opamps und
ein paar passive teile verwendet. das ganze orientiert sich am
magnetfeld der erde. leider finde ich die seite dazu nichtmehr, hab die
schaltung aber auf lochraster aufgebaut irgendwo hier liegen. muesste
ich nochmal reversen, waren aber nicht viele teile.
vielleicht kennt auch jemand die seite; oder das prinzip, was dahinter
steckt.
hier schonmal bilder von dem aufbau. in die "fassung" oben kam noch ein
bauteil zum abgleich. wahrscheinlich ein widerstand um eine verstaerkung
einzustellen.
Der einfachste empfindliche Magnetsensor für das Erdmagnetfeld den man
selbst bauen kann, ist die "Förstersonde" oder international
Fluxgate-Sensor genannt.
Es nutzt das Sättigungsverhalten eines ferromagnetischen Kerns, z.B. ein
Ferrit-Ringkern, wie ihn Reichelt auch anbietet. Eine Wicklung treibt
den Kern wechselweise (mit einer Rechteckschwingung mit genau
symmetrischem Tastverhältnis) in die Sättigung.
Eine Sekundärwicklung ist so aufgebracht, dass sich die
Induktionsspannungen des Primärfelds im ungestörten Fall gerade
aufheben, ähnlich wie man es auch für Metallsucher macht. Das
Erdmagnetfeld verursacht eine Störung, die Sättigung ist nicht mehr
symmetrisch und des entsteht eine Spannung an der Sekundärwicklung.
Durch Synchrongleichrichting mit der Rechteckschwingung erhält man eine
Spannung proportional zu Magnetfeld. Das gilt bisher nur für eine
Koordinatenrichtung, für alle drei Achsen braucht man drei Sensoren.
hier hab ich schonmal darüber geschrieben:
Beitrag "Suche Kompass-Modul, GPS-Modul und passenden Mikrocontroller"http://www.mikrocontroller.net/articles/Magnetfeldsensor
Das ist ein nichtinvertierender Verstärker mit 201-facher
Spnnungsverstärkung und ein "schwimmender" Komparator, der high oder low
ausgibt, je nachdem, ob der durchschnittliche Spannung gerade unter-
oder überschritten wird. Das funktioniert also nur dynamisch, wie es für
dieses Spielzeug ja möglich ist. In Elektor wurde mal ein Kompassensor
benutzt, der von einem Elektromotor angetrieben wurde, das könnte ein
ähnliches dynamisches Messprinzip sein. Damit hat man automatisch zwei
Koordinatenachsen erfasst.
bis jetzt konnte ich dem ding keine funktion entlocken. ich umkreise es
mit einem magneten und schaue mir den ausgang auf dem oszi an, aber es
kommt einfach nur eine grade linie raus. das es nur dynamisch
funktioniert kann gut sein, waere ja auch zu "einfach" so einen
funktionierenden kompass zu basteln. ich weiss allerdings, dass es
damals(tm) funktioniert hat und ich davon beeindruckt war.
ich werde mal weiter nach der webseite mit dem originalplan suchen.
Ein Parallelschwingkreis - ja da induziert das Erdmagnetfeld eine
Wechselspannung synchron zur Drehung.
Aber den Kondensator am Ausgang des Komparators meinen die hoffentlich
nicht ernst? Der sollte am Betriebsspannungspin darüber angeschlossen
sein, sonst schwingt der OP.
> Außerdem muß man ihn nach jedem Einschalten neu kalibrieren, indem man> sich einmal langsam um 360 Grad dreht.
Trifft diese Aussage nun auf den Pollin Kompass zu oder nich?
Hallo,
in dem Gerät werkelt ein KMZ52 von Philips.
Der Kompass an sich ist etwas umständlich zu bedienen. Ich werde wohl
das Teil ganz zerlegen und den IC auf meine eigene Platine löten.
Nachher mache ich noch ein paar Photos von der Platine.
Mitbastler schrieb:> Nachher mache ich noch ein paar Photos von der Platine.
Ich hab zufällig das Teil auch gerade beim Wickel aus Neugier (Wie geht
das? ;-) und finde diesen Thread.
Die Bilder liefere ich hier mal nach, da sie leider fehlen.
Der KMZ52 befindet sich auf der Rückseite wo das Display ist. Auf der
anderen Seite sind noch ein LM339 und ein LM324.
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