Datum: 12.01.2008 12:58
Hallo, ich suche als Rückmeldung für meine Stromstoßschalter spezielle Optokoppler die ich ohne Vorwiderstand direkt an 230V anschließen kann, gibt es so etwas überhaupt oder muß ich mich damit abfinden vor jeden Optokoppler noch ein Widerstand einzubauen? Viele Grüße Sven
Datum: 13.01.2008 14:56
moin moin, guggst du da : http://www.mikrocontroller.net/attachment/6335/0-det.jpg iss das was ? vlg Charly
Datum: 13.01.2008 23:24
leider nein. Ich wollte nicht so einen großen Aufwand betreiben ich habe bei mir ca. 80 Stromstoßschalter die abgefragt werden wollen. Ich hatte gehofft es gibt einen Optokoppler der eine eingebaute Konstantstromquelle o.ä. hat und somit in einem breiten Spannungsbereich (inkl. 230V) betrieben werden kann. Oder muß ich doch auf Magnete und Reedkontakte ausweichen?
Datum: 15.01.2008 14:57
Die Lösung mit Konstantstromquelle ist so kompliziert nicht. Brauch auch relativ wenig Platz und Bauteile. Zentrale Bauteile sind www.supertex.com/pdf/datasheets/LND150.pdf Optokoppler mit VDE Zulassung und 1mA Strom. Sonst braucht man noch eine 1N4007 (ggf. Brücke), irgendwie 2-3 Widerstände. Z-Diode, wenn "aktiv" oberhalb bestimmter Schaltschwelle (sonst schon bei ca. 10 Volt, bis 500V !). A.W. kann ich auch die vollständige Schaltung mit dem LND150 nachsehen (ist schon Jahre her...).
Datum: 15.01.2008 15:01
Nachtrag: "Bastelschaltung" mit Folien-Kondensator + R statt Konstantstrom-IC ist auch denkbar. Aber Kondensator ca. 0,1 uF / 250V AC (mind. 400DC) ist groß und kostet auch Geld. VDE-zugelassener Optokoppler ist Pflicht !
Datum: 15.01.2008 17:38
Hallo Klaus, Deine Variante mit dem LND150 gefällt mir schon ganz gut, würdest du mal bitte nach dem Schaltplan nachsehen. Wo kann der Privatanwender den LND150 in Germany kaufen? Welche Optokoppler sind z.B. VDE zugelassen?
Datum: 21.01.2008 12:12
Hallo, momentan habe ich auch eine derartige Schaltung in Planung. Ich will 8 Optokoppler jeweils mit Gleichrichtung und dem klassischen kapazitiven Spannungsteiler auf eine Platine mit bereits feststehenden Abmessungen unterbringen. Mir bereiten derzeit die Kondensatoren die grössten Probleme. In entsprechender, sicherer Ausführung kommt ein 100nF mit AC 275V immerhin noch mit 'nem Rastermass von 15 mm daher (zB Reichelt MP3-X2 100N). Wenn ich die nötigen Sicherheitsabstände mit berücksichtige, passt es in meinem Fall derzeit nicht auf die Platine. Ein Optokoppler mit nur 1mA Diodenstrom wäre tatsächlich ein interessanter Ansatz. Frage: Welcher Typ ist gemeint? Eine Art Fertigbaustein, also 230AC rein und Transistor oder Logik-Pegel raus wäre natürlich die ideale Lösung. Aber da sind wir wahrscheinlich wieder bei nahezu unbezahlbaren Spezialbauteilen... Oder hat wer noch ne Idee? Gruss, Gerd
Datum: 21.01.2008 13:16
@ gerdme (Gast) >Ein Optokoppler mit nur 1mA Diodenstrom wäre tatsächlich ein >interessanter Ansatz. Frage: Welcher Typ ist gemeint? Fast alle, die sind dann nur nicht mehr so schnell. Für 50 Hz reicht es aber immer noch dicke. Und mit kleiner Konstantstromquelle ist das auch spannungsunabhängig. MfG Falk
Datum: 21.01.2008 22:31
Hallo, Du brauchst nicht unbedingt X2-Kondensatoren. Diese brauchst Du nur in sicherheitskritischen Schaltungen. Du realisiert Deine galvanische Trennung ja mit dem OK. Nur da mußt Du die Luft-und Kriechstrecken einhalten. Da der C primärseitig nur den OK versorgt, reicht hier ein 400-500V Typ. Ggv. kannst Du sogar 2 x 1206 SMD-Kondensatoren in Reihe nehmen. Ich selbst verfolge noch einen anderen Ansatz. Ich verwende die ADUM-Serie von Anlog Devices. Diese Koppler brauchen "überhaupt keinen" Strom. Allerdings muß der Koppler mit einer Gleichspannung von etwa 5V und 0.3mA versorgt werden. Diese erzeuge ich, wie schon gehabt, mit einem C und einem R in Reihe. Das ganze stablisiere ich noch mit zwei Z-Dioden. Da der Strom mit 0.3mA recht klein ist, reichen auch sehr kleine C´s. Die Erkennung des Schaltsignals mache ich dann mit einem einfachen Spannungsteiler.
Datum: 22.01.2008 16:20
@ Falk Da der OK wahrscheinlich jenseits der Datenblattspezifikationen betrieben wird, werde ich das mal auszutesten, mit welchem Mindeststrom der noch sauber Schaltet. Der Transistor müsste bei mir einen pullup von 10K schalten. Derzeit habe ich mich mit dem PC 817X angefreundet. In meinem Fall muss ich übrigens auch die Kanäle untereinander sauber trennen, da in einem normalen Drehstromnetz auch mal 400V-Potential zwischen benachbarten Kanälen anliegen könnte. @Frank B. Ein alternativer (nicht X2) Kondensator in 100nF wäre aber auch nich kleiner. Reihenschaltung von 2 C's könnte mein Platzproblem allerdings wieder etwas entschärfen... ADUM-Serie? - Interessantes Bauteil! Ohne zu selektieren, habe ich mal schnell gesucht (Stückpreise): Reichelt: :-( Segor: 8 bis 9,- Schukat: ab 3,25 netto Farnell: ab 3,17 netto Lässt der sich einkanalig als Schalter (letztendlich ähnlich wie bei einem OK) ansprechen? D.h. pro Kanal (zB meiner 8-Kanal-Karte) die übliche Kondensator/Gleichrichter-Schaltung + Stabilisierung an jeweils einen Isolator und hinten kommt ein Schaltsignal raus? Wie sieht etwa Deine Schaltung aus (So Du denn Schaltsignale und keine Datensignale überträgst)? Gruss, Gerd
Datum: 22.01.2008 16:30
@ gerdme (Gast) >Da der OK wahrscheinlich jenseits der Datenblattspezifikationen >betrieben wird, werde ich das mal auszutesten, mit welchem Mindeststrom >der noch sauber Schaltet. Hab ich vor einiger Zeit auch mal in einem Projekt gemacht. Selbst mit 100uA schalten die noch (HCPL 181 etc.). Schaltzeiten immer noch bei ca. 50us! > Der Transistor müsste bei mir einen pullup von >10K schalten. Derzeit habe ich mich mit dem PC 817X angefreundet. Warum 10k? Nimm einen externen Pull-up und gut. Bei ~50% CTR reichen bei 100uA 100k. >In meinem Fall muss ich übrigens auch die Kanäle untereinander sauber >trennen, da in einem normalen Drehstromnetz auch mal 400V-Potential >zwischen benachbarten Kanälen anliegen könnte. Das hat mit dem Optokopplerstrom nix zu tun. MfG Falk
Datum: 22.01.2008 21:24
Kleine Korrektur: Es sind in meinem Fall pullDOWN. Da die eh extern daherkommen, kann ich die natürlich noch etwas hochohmiger gestalten. Im Anhang mal einen Auszug (1 Kanal) meiner bisherigen Schaltung. Die Bauteil-Werte sind vorerst geschätzt. Schaltzeiten sind unkritisch, da eh gleichgerichtet und geglättet wird. Klar, der Hinweis auf die Trennung der Kanäle bezog sich auch nur auf den mehrkanaligen ADUM-Koppler von Frank B., von dem ich dann natürlich jeweils nur 1 Kanal benutzen kann. D.h., jeder OK oder ADUM-Koppler muss 230V gegen Massepotential, also faktisch Erde isolieren. Die Luft-und Kriechstrecken der Schaltungen untereinander müssen für 400V ausgelegt werden. Ich werde mal ne Testschaltung aufbauen und mit den Werten experimentieren. Keine Angst, ich habe einen Trenntrafo :-) Gruss, Gerd
Datum: 26.01.2008 21:56
Eine ganz einfache Möglichkeit: Zwei Widerstände 220k eine Glimmlampe und ein Fotowiderstand und fertig ist der 230V Koppler. Das ganze ist nicht sehr schnell aber ausreichend für Netzspannung. Alle VDE Vorschriften sind leicht zu erfüllen. Gruß uwe
Datum: 02.02.2008 17:34
Solarki wrote: > Eine ganz einfache Möglichkeit: > Zwei Widerstände 220k eine Glimmlampe und ein Fotowiderstand > und fertig ist der 230V Koppler. Das ganze ist nicht sehr > schnell aber ausreichend für Netzspannung. Alle VDE > Vorschriften sind leicht zu erfüllen. Quick and very dirty, aber irgendwie trozdem ziemlich genial. Braucht wirklich wenig strom....(Aber Platz..)
Datum: 02.02.2008 22:48
Ja aber eine Glimmlampe hat eine mittl. Lebensdauer von nur 15000 Stunden, damit wäre im schlimmsten Fall nach 1 3/4 Jahr Schluß mit der glimmerei.
Datum: 22.04.2008 18:47
So, nun habe ich meine Schaltung für 4x 230V input fertig. Sie läuft seit einigen Tagen sehr zufriedenstellend. Bedingt durch den kleinen Kondensator am Eingang und dem "dicken" Elko am Gleichrichter ist die Schaltfrequenz nicht besonders hoch, schätze mal so bei 500 mS. Für meine Zwecke aber vollkommen ausreichend. Vorteil ist hier aber der mech. kleine Eingangskondensator, der mit nur 10nF daherkommt. Die gibt es halt noch im Rastermass 10mm. Die Transistoren müssen in meinem Fall jeweils einen weiteren Optokoppler, die bauseits bereits in einer SPS vorhanden sind, mit ca 14 mA treiben, was sie auch brav tun. Getestet habe ich die Schaltung mit bis zu 20mA. Da die Diode im Optokoppler mit unter 1 mA betrieben wird, muss der Ausgang nochmal (Strom-)verstärkt werden. Die LED vor dem Optokoppler ist übrigens eine übliche blaue Hochleistungs-LED, die leuchten bereits bei weniger als 1 mA deutlich wahrnehmbar. Die vorhandenen Optokoppler in der SPS konnte ich nicht direkt verwenden, da die für 230V-Potentiale nicht genug isoliert sind. Natürlich kann man die Ausgänge der Schaltung auch direkt (zB mit 10 kOhm pulldown) an die Eingänge eines Microcontrollers anschliessen. Eingangsseitig kommen die beiden mittleren Klemmen an den Null- bzw Neutralleiter, die beiden äusseren Klemmen werden mit den zu überwachenden Phasen beschaltet. Natürlich werden die einzelnen Zweige sauber im respektablen Abstand zueinander aufgebaut. Die Beinchen der Optokoppler werden dann nochmal ein Rastermass weiter auseinander gebogen, um den Abstand noch ein wenig zu vergrössern. Vielleicht kann ja wer die Schaltung gebrauchen :-) Gruss, Gerd
Datum: 22.04.2008 18:49
und hier noch der Auszug aus der Platine...
Datum: 23.04.2008 23:33
Mein 1Wire Hutschienenmodul hat einen AC-Optokoppler. Hat aber keine Kontroll-LED :-( http://www.ipsymcon.de/forum/showthread.php?t=4670
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