Hallo,
bei der Suche nach einer leistungsfähigeren Alternative zu AVR ATMegas
bin ich oft auf die Aussage gestossen, dass ARM prozessoren
"kompliziert" seinen und "für Anfänger ungeeignet".
Was macht ARMs denn so kompliziert?
Grüsse
Piet
Hauptsächlich die Hardware rund um den ARM. Die ist bei jedem
Mikrocontroller anders, und scheint meist haarsträubend umständlich zu
sein.
Dann werden ARM Controller auch noch meistens in C programmiert, was
bedeutet, dass Du Dich erst mal mit Dingen wie Linker-Skripten
auseinandersetzen musst, falls das noch nicht jemand für den konkreten
Controller gemacht hat.
Wenn Du wirklich Rechenleistung brauchst, nimm einen Raspberry Pi oder
so was, und mach hardwarenahe Sachen in einem extra Controller den Du
per UART ansteuerst. Das ist einfacher, wenn Du schon Erfahrung mit
unixoiden Systemen hast.
Piet schrieb:> Was macht ARMs denn so kompliziert?
Nix. Wenn Du Dich vom ATMega zum ATXMega umstellen kannst, dann sind die
paar Kleinigkeiten zu einer ARM auch kein Hinderniss. In diesem Forum
wird oft gern mystifiziert.
Ein Rasperry-Pie als nächstbeste Alternative zu einem AVR ist der
dämlichste Vorschlag, den man an dieser Stelle machen konnte.
Christian Berger schrieb:> Dann werden ARM Controller auch noch meistens in C programmiert, was> bedeutet, dass Du Dich erst mal mit Dingen wie Linker-Skripten> auseinandersetzen musst, falls das noch nicht jemand für den konkreten> Controller gemacht hat.
Und andere Controller werden nicht in C programmiert? ^^
Wenn du es einfach haben willst nimm einen mbed. Einfacher kann man es
nicht haben. Ansonsten ist die NXP Entwicklungsumgebung auch nicht
kompliziert. Installieren, programmieren, flashen. Da gibts dann z.B.
die LPCXpresso Boards für kleines Geld.
ich würde dir für den einstieg ein lpc xpresso empfehlen da bekommst
einen debugger und einen großen cortex m3 oder m0 je nach dem für ~25€
da hast du eine fix fertig entwicklungsumgebung für linux/windows da
bekommst du anleitungen und tutorials und beispielprogramme alles mit..
also der Einstieg ist da nicht sonderlich schwer... mfg
http://www.watterott.com/de/LPC1769-LPCXpresso-Board <- mit dem hab ich
begonnen!
Sind sie doch gar nicht.
Ich musste mich letztes Semester mit CAN beschäftigen. Da hat sich die
Frage gestellt, welchen Controller ich nehme, um mit CAN etwas
herumzuexperimentieren. Erst wollte ich das Board von Olimex mit AT90CAN
drauf nehmen. Dann bin ich auf das STM32F4 DISCOVERY board gestoßen.
Das Board kostete weniger und hatte sogar ein Beschleunigungssensor
drauf, also hab ich es genommen. Nach einer zweitägigen Suchen nach
einer guten IDE, habe ich die von CooCox genommen (CoIDE ist perfekt,
mittlerweile gibt es sogar die kompletten Libs auch für Cortex M4
integriert) Nach einem Einarbeitungstag habe ich bereites UART und CAN
am Laufen, zwar nicht Interrupt gesteuert, aber immer hin.
Ich finde, dass man mit den fertigen Libs von STM sehr gut arbeiten kann
und man kommt auch schnell zu einem Ergebnis.
Christian Berger schrieb:> Hauptsächlich die Hardware rund um den ARM. Die ist bei jedem> Mikrocontroller anders, und scheint meist haarsträubend umständlich zu> sein.>> Dann werden ARM Controller auch noch meistens in C programmiert, was> bedeutet, dass Du Dich erst mal mit Dingen wie Linker-Skripten> auseinandersetzen musst, falls das noch nicht jemand für den konkreten> Controller gemacht hat.>> Wenn Du wirklich Rechenleistung brauchst, nimm einen Raspberry Pi oder> so was, und mach hardwarenahe Sachen in einem extra Controller den Du> per UART ansteuerst. Das ist einfacher, wenn Du schon Erfahrung mit> unixoiden Systemen hast.
Selten so einen Bullshit gelesen.
Piet schrieb:> Hallo,>> bei der Suche nach einer leistungsfähigeren Alternative zu AVR ATMegas> bin ich oft auf die Aussage gestossen, dass ARM prozessoren> "kompliziert" seinen und "für Anfänger ungeeignet".>> Was macht ARMs denn so kompliziert?>> Grüsse> Piet
Wenn man sich wirklich von Anfang an mit Startup und Linkerscripten
beschäftigt, dauert es lange bis wirklich alles läuft. Verwendet man
dagegen fertige Pakete (Ich habe mit LPCXpresso angefangen) kommt man
mit den modernen Cortex MUCs min. genauso schnell wie mit dem AVR ans
Ziel. Die Perepherie habe ich schnell gelernt in dem ich die
mitgelieferten Libs und das User Manual studiert habe. Wenn man alles
halbwegs beherrscht, dann kann man immer noch anfangen Startup und
Linkerscripte anzupassen.
Großer Vorteil ist halt das mit den LPCXpressos und den
STMDiscoveryboards und evtl. auch mit dem neuen TI Launchpad, gleich
einen ordentlichen Debugger mitkommt. Das vereinfacht imho den start
enorm.
MCUA schrieb:> Der ARM-Befehlssatz wurde zwar immer etwas verbessert,> ist aber im Grunde schon uralt, und veraltet.
Stimmt, der native ARM-Mode hat ein paar Fehler. Aber ist das für
C-Programme soo wichtig? Zumal man heute eher die Cortex-M Geräte in
ihrem Thumb2-Mode anpeilt, und für die gilt das nicht.
Das SimpleCortex Projekt ist auch einen Blick Wert:
http://www.brc-electronics.nl/
Dort ist der Debugger für die CooCox-IDE mit auf dem Board. Neben
Ethernet und SD-Karte. Dieser Debugger hat den Vorteil, dass er auch
unter Keil und IAR laufen soll. Der lpc-link auf dem XPresso-Boards ist
zwar nett aber ausschließlich mit der LPCXPresso Umgebung von CodeRed
kompatibel.
Für die kleinen M0 ist das auch interessant:
http://de.farnell.com/jsp/search/productdetail.jsp?sku=2136555
EMBEST - COLINKEX_LPC11C14 EVB - BORD
Da ist wieder neben dem Debugger ein LPC11C14 + Can Transiver drauf.
Ideal um zusammen mit der CooCox-Ide ins Cortex Geschäft einzusteigen.
Da diese Ide auch direkt mit dem St-Link Debug Adapter auf den
Evalueboards von ST umgehen kann, hat man wenigstens nur eine IDE wenn
man sich noch nicht zwischen STM32 und NXP LPC entschieden hat. Die
Attolic True Studio Geschichten für STM32 würde ich auf Grund der 32k
Begrenzung nicht mehr anfassen.
ARM ist sogar einfacher als AVR :-)
Für den Einsteiger macht ein Board Sinn, das mit vielen
Programmbeispielen kommt, die sofort laufen, gut kommentiert sind, und
die man dann selbst debuggen kann.
Ich habe mit diesem Board angefangen, alles drauf (Display, ADC, DAC,
CAN, USB, Ethernet), und 100 Beispiele:
https://www.olimex.com/Products/ARM/NXP/LPC1766-STK
Nimm dir n Cortex-M3, und schau dir CMSIS an. Dort wird dafür gesorgt,
dass du bei main() anfangen kannst, zu programmieren, wie du das vom AVR
her gewohnt bist.
Wichtig ist nur, dass du die Peripherals (UART zB) vorher einschaltest
(bei STM war das glaub ich APB2ENR), sonst werden die aus
Stromspargründen nicht geclockt und du landest ggf. im Hard Fault.
Die CMSIS hilft dir auch bei der config des Interrupt Controllers
(NVIC), siehe dazu core_cm3.h
Willst du einen vernünftigen JTAG/SW Debugger, mit dem du flexibel bist,
dann kaufe dir von Segger den JLink Edu (rund 50,-), dann kannst du mit
sämtlichen GNU's, Keil MDK, IAR und sonstigen spielen.
Meine persönlichen Lieblinge sind der STM32F103ZE (Keil MCBSTM32E) und
der LPC1768 (Keil MCB1700), mit MDK/RL-ARM und ULINK pro :-)
VG,
/th.
Lothar schrieb:> ARM ist sogar einfacher als AVR :-)
Das sagt doch keiner!!! Ich meine aber, dass man nach auch mit einem ARM
- anfangen könnte, weil es nicht so viel komplizierter ist.
Man hat ja wie gesagt, gut aufbereitete Bibliotheken zur Ansteuerung der
Peripherie. Man muss nur die Dokus der Bib's sich gut anschauen und dann
geht es.
Wo ich letztes Semester mit ARM anfing, haben mich die Bib's irgend wie
an Arduino Zeugs erinnert.
Ach ja genau, wenn wir schon von einem sehr einfachen einstieg reden,
dann sind die Arduinos meiner Meinung nach eine sehr gute Wahl.
Die sind in Deutschland zwar etwas teuer, aber wenn man über
www.aliexpress.com/ aus China bestellt, dann nicht mehr. Da gibt es auch
viel dazu passende Sensoren, Displays und so weiter.
Ich war bis vor einen Jahr noch gelegentlicher Bascom Programmierer und
beschäftige mich nun schon lange mit ARM, speziell mit STM32F4.
Was das umsteigen wirklich "schwer" macht ist:
1. Die Frage womit Programmieren. Denn die Beispiele von ST sind
ausschließlich nur mit sehr teuren IDE sofort lauffähig. Es sei denn man
benutzt eine Kickstart Version die auf 32K beschränkt ist.
2. Die Libs sind sehr aufgebläht und man braucht lange um da überhaupt
mal durch zu blicken.
3. Es gibt kein wirklich gutes Buch was einen Schritt für Schritt da
heran führt. Schon gar nicht in Deutsch.
Aber was es WIRKLICH schwer macht.
Man will am Anfang immer viel zu viel.
Mein Fazit. Fange nicht mit ARM an weil du eine Lösung suchst, sonder
einfach nur um ARM zu lernen.
Ich würde mir an deiner Stelle ein STM32F4Discovery besorgen. Kostet
keine 20 Euro. Wenn du danach googlest wirst du vieles dazu finden.
Dann als IDE die Cocoox IDE herunter laden und damit anfangen.Braucht
nicht erst umständlich eingerichtet werden wie Eclipse. Kostet nichts,
wird weiter entwickelt. Unterstützt viele Hersteller.
Gruß
Jörg
.
Ich finde, ARM und andere leistungsfähige Mikrocontroller (Infineon
XE/XC-Serie) sind, bis auf den Hardwareaufwand in der Programmierung
wesentlich einfacher. Man kann sogar sprintf verwenden, dividieren und
multiplizieren und sich in C austoben ohne schlechtes Gewissen, denn
kaum einer wird es schaffen, die Geschwindigkeits-Limits auszunutzen -
an die man bei 8-Bittern mit C relativ schnell herankommt (Beispiel:
sprintf geht auf vielen kleinen PICs bei MikroC nicht, da der Speicher
nicht ausreicht).
Was den Hardwareaufwand betrifft: Nur TQFP-Packages, manchmal mehrere
Versorgungsleitungen, nicht tolerant gegen Misshandlung (Überspannung,
Verpolung, ...) und nur 3.3V (manche sind 5V-tolerant was die IOs
betrifft)
C auf 8-Bittern wie AVR mag ganz nett sein, aber ich finde, man sollte
es nicht übertreiben. Einen Webserver würde ich daher eher auf einem ARM
implementieren, auch wenn es für den AVR einen C-Compiler, Chips mit
128K Flash und Webserver-Projekte gibt.
Ein weiterer Vorteil der ARMs ist: Du bekommst massig Flash und RAM zum
einem billigeren Preis als bei 8-Bittern. Ein ATMEGA1284P kostet mehr
als ein wesentlich leistungsfähigerer ARM mit mehr Flash und RAM.
Jörg B. schrieb:>> Mein Fazit. Fange nicht mit ARM an weil du eine Lösung suchst, sonder> einfach nur um ARM zu lernen.>> Ich würde mir an deiner Stelle ein STM32F4Discovery besorgen. Kostet> keine 20 Euro. Wenn du danach googlest wirst du vieles dazu finden.>> Dann als IDE die Cocoox IDE herunter laden und damit anfangen.Braucht> nicht erst umständlich eingerichtet werden wie Eclipse. Kostet nichts,> wird weiter entwickelt. Unterstützt viele Hersteller.
Das ist mal eine richtig gute Empfehlung!!!Würde ich so sofort
unterschreiben!!
oder man nimmt gleich SAM4S Xplain Kit (kostet auch keine 30$) und hat
SAM-ICE integriert, div. Sensoren drauf, Touch usw. und man kann diverse
Module draufstecken wie Zigbee Transceiver Module (vom RZ600 Kit), Wifi
Module (von Redpine oder H&D), Sensor module wie das Osram Proximity
Sensor board, oder boards mit 3D-ACc., Barometer, Kompass usw.
Atmel Studio 6 installieren und innerhalb von Minuten kann man ein
erstes Projekt starten. Riesen Vorteil: Subversion zur Versionskontrolle
kann per Plugin integriert werden - damit kann man vor/zurück "blättern"
in verschiedenen Experimenten ohne nervige Kopiererei von Ordnern.
Genau Suberversionskontrolle ist genau das was ein Anfänger braucht.
Genauso wie WIFI 3D-ADCs usw. :D
Atmel Studio ist zwar eine prima Sache. Sehr Modern und komfortabel weil
es auf Visual Studio aufsetzt. ABER man ist dann wieder auf einen
Hersteller festgelegt.
A. M. schrieb:>> Ich würde mir an deiner Stelle ein STM32F4Discovery besorgen. Kostet>> keine 20 Euro. Wenn du danach googlest wirst du vieles dazu finden.>>>> Dann als IDE die Cocoox IDE herunter laden und damit anfangen.Braucht>> nicht erst umständlich eingerichtet werden wie Eclipse. Kostet nichts,>> wird weiter entwickelt. Unterstützt viele Hersteller.>>> Das ist mal eine richtig gute Empfehlung!!!Würde ich so sofort> unterschreiben!!
Na ja, ich würde das so nicht unterschreiben. Das ist wie Fahrschule auf
einem Forme 1 Wagen. Wenn man den Schritt von 8 nach 32 Bit machen will,
ist das STM32VLDISCOVER deutlich besser geeignet. Mit der Doku zum
STM32F1xx hat man schon genug für lange Winterabende. Coocox hat
außerdem keine Registerdefinitionen für den STM32F4xx. Das heißt, das
Fenster was sonst die SFRs im Debugger anzeigt bleibt leer. Ist am
Anfang nicht so schön. Wenn man Ethernet will, fehlt beim
STM32F4Discovery der PHY. Mir fallen für diesen Boliden außer Audio und
co. nicht viele Anwendungen ein, die dessen Power auch benötigen.
@ OP: Dieselbe Frage stellte ich mir vor ein paar Monaten auch :-)
Ich habe mir damals auch das STM32F4DISCOVERY gekauft und mir Eclipse
passend eingerichtet (wir verwenden hier ausschließlich Linux). Dafür
gibt es auch passende Tutorien.
Die Einarbeitung ist nicht sooo schwer und auch nicht so dramatisch
anders als bei AVRs.
Wichtig ist, dass man langsam anfängt: also erstmal LED blinken lassen,
die Fähigkeiten der Ports kennenlernen, dann vielleicht mal einen Timer
programmieren usw. - und irgendwann mal die "hohen Weihen" DMA etc.
Für mich waren die STM-Libs sehr hilfreich - andere verfluchen sie ;-)
Linkerskripte sind nicht dramatisch - das macht Eclipse automatisch
(wenn man die Anleitungen befolgt :-), so dass man schnell
Erfolgserlebnisse hat.
Wenn Du etwas mehr Geld ausgeben möchtest/kannst: wir haben uns dieses
Set hier für etwa 107 Euro bestellt - da ist ein STM32F4DISCOVERY mit
dabei, dazu eine Menge Module, um nach Herzenslust zu testen und zu
basteln:
http://www.wvshare.com/product/Open407V-D-Package-B.htm
Die gibt es übrigens auch bei ebay.
Es gab hier auch neulich einen Thread, wo jemand diese Module benutzte:
Beitrag "STM32F4 overclocken"
Chris D.
Christian Berger schrieb:> dass Du Dich erst mal mit Dingen wie Linker-Skripten> auseinandersetzen musst,
Daran verging bei mir mal gut eine Woche, ungelogen! Es war zu der Zeit,
als Keil gerade von ARM gekauft wurde. Es war nicht leicht, im Netz
Linker-Beispiele zu finden. Normalerweise braucht man nicht zwingend ein
Linker-Script, aber wir mußten verschiedene Code-Bereiche an bestimmte
Adressen legen.
Dann hat der ARM verschiedene Modes wie Exceptions und Interrupts, aber
auch teils umschaltbaren ARM- und Thumb-Mode für Code. Übrigens ist es
kein RISC, sondern ein CISC, Complex Instruction Code. Aber man kommt
damit zurecht, wenn man vorher auf einem 8051 arbeitete. Ich erfreute
mich sogar an Assembler-Schnipseln. Beim Assembler muß man auch
vorsichtig agieren, denn es ist eine Pipelined-Maschine. Bei Chinesen
und Koreanern fand ich im Internet die besten Assembler-Beispiele. In
Europa und USA nicht. So profitiert und lernt man auch mal von Chinesen,
es muß nicht immer umgekehrt sein.
Die Codegrößen beeindruckten mich gelegentlich. Teils 2 Befehle, wofür
man beim 8051 eine Riesen-Schlange Code generieren muß. So machte der
32-Bitter richtig Spaß.
Es waren bei mir übrigens die LPC21xx von NXP, mit denen ich es zu tun
hatte. Atmel versuchte uns mal mit ARM zu bekehren, aber die vielen 8-
und 16-bit-Register gefielen mir nicht. Was macht man im 32-Bitter mit
16-bit-Timern? Die hat man auch im 8051. Das ist beim LPC2000
durchgängig in 32 bit gehalten. OK, das ist 5 Jahre her, da hat sich
inzwischen sicher überall noch was getan.
Für den ARM spricht die weltweite Verbreitung in vielen µC vieler
Hersteller. D.h., man würde bei einem Umstieg immer wieder einen alten
Bekannten finden.
Wenn ich mal vom 8051 bekehrt werden sollte, im Augenblick reichen sie
mir, dann überlege ich wieder sowas wie die LPC2000. Bzw. was mit
ARM-Cortex.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Teils 2 Befehle, wofür> man beim 8051 eine Riesen-Schlange Code generieren muß.
Geht aber auch umgekehrt, z.B. 8051: "MOV P1.3, C".
Lade atomar einen IO-Pin mit dem Carry-Bit.
Das dürfte den ARM ne Menge Befehle kosten.
Es gibt nicht die CPU für alles.
Steueraufgaben lassen sich mit 8Bittern oft erheblich einfacher lösen.
Peter
NUTOS (http://www.ethernut.de/) im aktuellen SVN Head
(http://ethernut.svn.sourceforge.net/viewvc/ethernut/trunk/) kennt viele
AVR8, AVR32, AT90, AT91, NXP17 und STM32 Bausteine und Boards. Nach dem
Bauen der Konfigurationsdateien und dann der Bibliotheken für das Board
kann man dann schnell einigermassen portable Programme schreiben, ohne
sich um viele Details wie einer formatierten Ausgabe mit fprintf oder
das Schreiben eines Schedulers kümmern zu müssen. Durch die kooperativen
Threads muss man sich auch nicht zu viele Gedanken um die
Datenkonsistenz machen. Selbst das HTTP Server Beispiel ist portable.
> Was macht ARMs denn so kompliziert?
Nichts. Ein Projekt mit einem CortexM3 ist mit geeigneter IDE genauso
schnell umsetzbar wie ein Projekt mit einem AVR bei gleichem
Anfangskenntnissstand. Ich habe das selbst erlebt, als ich zwei Leuten
den STM32 nahegebracht habe. Die Hürden sind sehr gering, da es für ein
paar Euro gute Evalboards gibt und die IDE komplett kostenfrei ist
(Coocox)
Tja, also ich hab mich vor Kurzem auch mal in die ARM Richtung begeben.
Ich hab eigentlich von 0 auf fast 100% an einem Tag geschafft.
Benutzt habe ich
* Codesourcery G++ Lite von Mentor
Hier steckt der ARM-Compiler drin und diverse Tools (heißt alles
zusammen "Toolchain") drin, die für das Bauen von Binaries für ARM
Prozessoren notwendig sind. Das heißt hiermit lassen sich Binaries für
alle üblichen ARM Prozessoren erzeugen.
Diese Toolchain wird dabei ganz gut von "Mentor" gepflegt und ist sehr
aktuell
* Eclipse mit CDT Plugin für C/C++ Entwicklung
Hier hackst du den Code ein, statt Eclipse könnte man theoretisch auch
einen normalen Texteditor nehmen.
* GNUARM Plugin für Eclipse
Hier wird Eclipse dann praktisch. Mit dem Plugin kann man gängige ARM
Toolchains in Eclipse einbinden und hat für Compileroptionen und Co
dann eine grafische Oberfläche
* OpenOCD als Programmiertool
Hiermit wird das Binary auf den ARM übertragen.
Das "schwierigste" war Linkerscripts und Startup Code zu schreiben. Hier
gibts im Gegensatz zu den AVRs nichts fertiges, sondern man muss für
jedes Projekt ein neues Linkerscript basteln, bzw. ein bestehendes auf
die Eigenschaften des neuen Prozessors abändern.
Man bekommt jedoch bei den Chipherstellern üblicherweise Pakete mit
Scripts drin, die man dann als Vorlage nehmen kann.
Ich muss aber auch gleich Vorweg sagen, dass ich nicht vor habe
irgendwelche Libraries von den Chipherstellern zu benutzen (in meinem
Falle war das die STM32 StdPeriph Library). Diese sind öfter mal buggy
und schlecht zu durchschauen.
Ich programmiere lieber mit dem CMSIS Headerfile zu dem entsprechenden
Chip (Das Pendant zu <avr/io.h>) und dann weiter auf Registerebene nach
Datenblatt.
Also ich komme mit den Teilen von TI sehr gut zurecht.
zb:
http://www.ti.com/tool/eks-lm3s1968
Haben auch eine komplette unbegrenzte IDE (wenn man den
CodeComposerStudio auswählt) inklusive Debugger und sehr umfangreiche
und gut dokumentierte Bibliotheken dabei.
Außerdem gibt es ein freies RTOS für den µC direkt mit dazu.
Beim SimpleCortex ist die Auswahl an Tutorials und Beispielen
bestechend, es scheint alles sorgfältig dokumentiert.
http://www.brc-electronics.nl
Ausserdem sind alle Ausgänge rausgeführt, die ich brauche, und die
Geometrie ist Arduino Shield kompatibel...
Weil ARM den grässlichen LD/ST-Flaschenhals hat (*) sind fast immer
etliche Mem-zugriffe ZUSÄTLICH nötig, was viele Takte kostet und die
Sache unterm Strich (egal bei wieviel Bits) viel langsamer macht. Schon
deshalb halte ich diese Architektur (zumindest im typ Embedd-Bereich)
für veraltet.
(*)auch schnelle IO-Befehle, bsp CM0+, ändern daran nichts
Peter Dannegger schrieb:> Wilhelm Ferkes schrieb:>> Teils 2 Befehle, wofür>> man beim 8051 eine Riesen-Schlange Code generieren muß.>> Geht aber auch umgekehrt, z.B. 8051: "MOV P1.3, C".> Lade atomar einen IO-Pin mit dem Carry-Bit.> Das dürfte den ARM ne Menge Befehle kosten.
Bzw. eher eine Menge Datenbits, weil er keine Einzelbits verarbeiten
kann.
Dazu fand ich in einem uralten Buch von 1987 was interessantes, der
Autor war noch bei VALVO Hamburg: Anhand von zwei Beispielen wurde eine
EXOR-Verknüpfung von 2 bits im 8051 gezeigt. Dummerweise hat der ja für
den Einzelbitprozessor nicht den XRL-Befehl, man mußte die Verknüpfung
mit ANL und ORL und Negierungen schrittweise machen. Aber es wurde nur
mit dem Bitprozessor gearbeitet, ohne Bittests und bedingte
Verzweigungen, und im weiteren Beispiel gezeigt, wie man diesen Code mit
einem Bittest und Sprungbefehl noch halbieren kann.
D.h., der Bitprozessor alleine ist auch nicht immer das optimalste. Man
mußte ja damals noch jedes Byte sparen, wo es nur geht, weil die
gängigen EPROMs meist 2-8k Bytes hatten. Heute würde man sagen:
Krümelsucherei. Interessant aber trotzdem.
Zur Zeit plage ich mich in Assembler selbst noch mit so einer alten
Mühle mit 4k EPROM. Zum Wegwerfen ist das Board aber zu schade, es
funktioniert ja einwandfrei. Und einiges bekommt man mit Assembler schon
auch in die 4kB hinein.
Der 8051 war ja auf Assembler und sparsamen Code getrimmt, man beachte
die 1-Byte-Befehle. Das stammt wohl noch aus der Zeit des 8048, als man
wirklich auch mal nur 256 Byte EPROM hatte.
Ebenfalls schaue ich mir zur Zeit ein SiLabs-8051-Derivat an, das ich
auf einem Demo-Board habe. Gigantische 128k SRAM, und das Ding hat einen
ADC mit DMA, der direkt ohne den Prozessor ins RAM schreibt. Das ist
ebenfalls sehr interessant, hat aber außer dem Core wirklich nicht mehr
soviel mit dem Ur-8051 zu tun. Es war mal ein Geschenk eines Vertreters
von einem Distributor, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul,
werde mich damit auch mal näher befassen. Etwas komplexer von der
Handhabung ist es schon, alleine die Crossbar zur Pinkonfiguration, oder
die multiplen SFR-Pages.
> Es gibt nicht die CPU für alles.> Steueraufgaben lassen sich mit 8Bittern oft erheblich einfacher lösen.
Du meinst mit sowas wie dem 8051, der einen Bitprozessor und eine Menge
Flags hat. Das ist richtig. Die vielen Flags sind schon oft optimal als
Merker.
Dennnoch würde ich auch einen ARM für solche Aufgaben verwenden, und
über eine Struktur ein Doppelwort in 32 bits zerlegen. Sowas machte ich
mit dem ARM auch schon, klappt genau so gut wie wirklich einzelne Flags.
Was solls, wenn man heute Megabyte Codespeicher hat.
Die Speicher werden immer riesiger, so daß man kein Byte mehr sparen
muß. Über dies machte ich dann auch noch einen Performancetest des
LPC2000 gegen ein SiLabs-Derivat mit 8051-Kern. Der ARM schnitt auch
noch im Energieverbrauch erheblich günstiger ab, auch wenn man erst das
Gegenteil annehmen möchte.
> Peter
Wilhelm
Wieviele Prozent eines Controller-Programms von beispielsweise 50KB
(optimierter) Grösse machen komplexe Bit-I/O? Und wird das absolut
gemessen mehr, wenn das Programm weiter wächst?
Peter Dannegger schrieb:> 51Peter Dannegger schrieb:> Geht aber auch umgekehrt, z.B. 8051: "MOV P1.3, C".> Lade atomar einen IO-Pin mit dem Carry-Bit.> Das dürfte den ARM ne Menge Befehle kosten.>
Wir reden hier von Cortex M3/4. Dort gibt es Bitbanding was atomar auf
einzelen Bits zugreifen kann.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Dummerweise hat der ja für> den Einzelbitprozessor nicht den XRL-Befehl, man mußte die Verknüpfung> mit ANL und ORL und Negierungen schrittweise machen.
Hab ich noch nie so probiert. Ich machs immer auf die einfache Art ("jnb
BIT1", "cpl BIT2").
Wilhelm Ferkes schrieb:> Zur Zeit plage ich mich in Assembler selbst noch mit so einer alten> Mühle mit 4k EPROM.
Inzwischen haben viele 8051 ja 64kB Flash. Mein größtes C-Programm
braucht auch nur 40kB (seit 1995 gewachsen). Damals war es ein 80C652 +
extern EPROM, SRAM, jetzt ist es ein AT89C51RE2.
Was mich am ARM7 stört, sind diese umständlichen SET- und
CLEAR-Register.
Beim Cortex M3 soll man das ja nicht mehr benötigen, der kann ein oder
mehrere IO-Bits gleichzeitig ändern.
Peter
Peter Dannegger schrieb:> Wilhelm Ferkes schrieb:>>> Dummerweise hat der ja für>> den Einzelbitprozessor nicht den XRL-Befehl, man mußte die Verknüpfung>> mit ANL und ORL und Negierungen schrittweise machen.>> Hab ich noch nie so probiert. Ich machs immer auf die einfache Art ("jnb> BIT1", "cpl BIT2").
OK, ich nenne das besagte Beispiel mal, damit du besser siehst, was ich
meine.
E1 und E2 sind Eingänge Flags, der Ausgang ist Carry. Die
Wahrheitstabelle EXOR kennst du ja.
1
MOV C, E2
2
ANL C, /E1
3
MOV F0, C
4
MOV C, E1
5
ANL C, /E2
6
ORL C, F0
7
8
; das selbe optimiert:
9
10
MOV C, E2
11
JNB E1, $+4
12
CPL C
> Beim Cortex M3 soll man das ja nicht mehr benötigen, der kann ein oder> mehrere IO-Bits gleichzeitig ändern.
Sowas sollte ich mir echt mal zu Weihnachten gönnen, wenn auch
Selbstbeschenkung. ;-)
Peter Dannegger schrieb:> Beim Cortex M3 soll man das ja nicht mehr benötigen, der kann ein oder> mehrere IO-Bits gleichzeitig ändern.
Mit dem ARM Bitbanding des Cortex M3 geht immer nur 1 Bit auf
einmal. Für mehrere Bits gleichzeitig wirds wieder herstellerspezifisch.
NXP verwendet ein Maskenregister, ST kombiniert 16 Set- und 16
Reset-Bits in einem 32-Bit Register, bei den LM3 werden 8 Bits aus der
Adresse als Maske verwendet. So können mehrere Bits gleichzeitig auf
beliebige Werte gesetzt werden.
A. K. schrieb:> NXP verwendet ein Maskenregister,
Bei den LPC2000 konnte man wohl IOPIN direkt lesen und beschreiben. Aber
ich muß das nachschauen, weil länger her.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Sowas sollte ich mir echt mal zu Weihnachten gönnen, wenn auch> Selbstbeschenkung. ;-)
Mach das!
Besorgt Dir ein STM32F4DISCOVERY. RS bietet die für 12,xx netto an.
Wenn Du schon Controller programmiert hast, dann sollte der Einstieg
nicht allzu schwer fallen.
Häng Dich da rein, Du hast doch die Zeit.
Und dann bietest Du Deine Dienste als STM32-Spezialist an.
Gute Leute in dem Bereich werden gesucht.
Chris D.
Chris D. schrieb:> Wilhelm Ferkes schrieb:>>> Sowas sollte ich mir echt mal zu Weihnachten gönnen, wenn auch>> Selbstbeschenkung. ;-)>> Mach das!> Besorgt Dir ein STM32F4DISCOVERY. RS bietet die für 12,xx netto an.>> Wenn Du schon Controller programmiert hast, dann sollte der Einstieg> nicht allzu schwer fallen.>> Häng Dich da rein, Du hast doch die Zeit.>> Und dann bietest Du Deine Dienste als STM32-Spezialist an.>> Gute Leute in dem Bereich werden gesucht.>> Chris D.
Danke, Chris. Das Hobby und die Materie kann mir nichts und niemand
vergällen, und es macht mir wieder Spaß. Ich war ja schon total auf Null
abgesackt, und fast reif für unter die Erde. Bei augenblicklicher
Gesundheitsstörungen, wo erwerbsmäßig so gut wie nichts läuft. Ich war
heute beim Hartz-Amt, und die Beraterin weiß bei allen ungeklärten
Gesundheitsumständen im Augenblick überhaupt nichts mit mir anzufangen,
verschob einfach die Dinge auf einen neuen Termin in ein paar Monaten.
Wenigstens war das Gespräch dort fair und freundlich. Wer weiß? Ich bin
gerade dabei, zu lernen, daß Zukunftsdenken nicht alles ist, aber noch
einiges sein kann.
Allerdings, bei dem schönen STM32-Board fehlt mir sicher wieder eine
relativ unlimitierte Entwicklungsumgebung, wenn ich keine Vollversion
für 3000€ kaufen will. Bezahlen kann ich teuere Tools im Augenblick
nicht. Und: Bekomme ich bei RS was als Privatmann?
Sonst hatte ich immer mal die Olimex-Boards im Auge, z.B. hier aus dem
Forums-Shop. Sie sind erheblich günstiger als beispielsweise ein Keil
MCB2100.
Wilhelm Ferkes schrieb:> A. K. schrieb:>>> NXP verwendet ein Maskenregister,>> Bei den LPC2000 konnte man wohl IOPIN direkt lesen und beschreiben. Aber> ich muß das nachschauen, weil länger her.
Klar, aber das bringt nichts ein, weil man nur selten 32 Bits
gleichzeitig setzen will und für partielle Modifikation getrennte Loaad
und Store-Befehle braucht - was in Verbindung mit Interrupts arg
ungünstig ist.
Ausserdem besteht der Sinn dieser Methoden auch darin, beispielsweise 4
LCD-Bits in einem Rutsch definieren zu können, auch wenn sowohl 0 wie 1
drin vorkommt.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Danke, Chris. Das Hobby und die Materie kann mir nichts und niemand> vergällen, und es macht mir wieder Spaß.
Siehste. Mach es wie ich und Dein Hobby zum Beruf :-)
> Ich war ja schon total auf Null> abgesackt, und fast reif für unter die Erde. Bei augenblicklicher> Gesundheitsstörungen, wo erwerbsmäßig so gut wie nichts läuft. Ich war> heute beim Hartz-Amt, und die Beraterin weiß bei allen ungeklärten> Gesundheitsumständen im Augenblick überhaupt nichts mit mir anzufangen,> verschob einfach die Dinge auf einen neuen Termin in ein paar Monaten.> Wenigstens war das Gespräch dort fair und freundlich. Wer weiß? Ich bin> gerade dabei, zu lernen, daß Zukunftsdenken nicht alles ist, aber noch> einiges sein kann.
Eben. Man sollte schon auch jetzt leben, aber warum nicht mal zu neuen
Ufern aufbrechen? So etwas wirkt sich übrigens auch durchaus positiv auf
die Gesundheit aus.
> Allerdings, bei dem schönen STM32-Board fehlt mir sicher wieder eine> relativ unlimitierte Entwicklungsumgebung, wenn ich keine Vollversion> für 3000€ kaufen will.
Wir arbeiten uns gerade unter GNU-GCC-GDB/Eclipse ein - das kostet Dich
nur das Durchlesen der Tutorien im Netz und Einarbeitung.
Ansonsten benötigst Du wirklich keine finanziellen Mittel.
> Bezahlen kann ich teuere Tools im Augenblick> nicht. Und: Bekomme ich bei RS was als Privatmann?
Das war nur ein preisliches Beispiel. Es dürfte noch andere Anbieter in
ähnlicher Preislage geben. Ansonsten hat hier im Markt neulich jemand
diese Boards günstig verkauft.
Steckbrett und Strippen für eigene Aufbauten wirst Du ja haben.
Ansonsten: Dealextreme - sehr preiswert und passable Verbinder.
> Sonst hatte ich immer mal die Olimex-Boards im Auge, z.B. hier aus dem> Forums-Shop. Sie sind erheblich günstiger als beispielsweise ein Keil> MCB2100.
Wie auch immer. Hauptsache, Du unternimmst etwas.
Dann schreibst Du ein schönes Tutorium über den STM32, wie man mit dem
GDB debuggen kann, mit guten Beispielen, erklärst die Takterzeugung, wie
man die für Timer berechnet, wie DMA funktioniert usw. und baust Dir
daraus eine ordentliche Homepage.
Dann schreibst Du Abstraktionsbibliotheken z.B. für Grafikerzeugung und
setzt Dich vielleicht mit einem RTOS auf dem STM32 auseinander.
Dazu dann noch "Wilhelms Programmschnipsel", wo jede Woche irgendeine
einfache pfiffige Routine angeboten wird.
Irgend so etwas eben.
Und ruckzuck hast Du reichlich Leser, die mit Fragen kommen und Hilfe
benötigen. Und da sind dann auch schnell mal Firmen dabei.
Du wärst nicht der erste, der so zu Projekten und Arbeit kommt.
Finanzieller Aufwand: gleich Null
Chris D.
Chris D. schrieb:> Besorgt Dir ein STM32F4DISCOVERY. RS bietet die für 12,xx netto an.
Da hier gerade die Spezialisten so schön versammelt sind und ich mit
allem Möglichem Erfahrungen habe, bloss nicht ARM, eine konkrete Frage:
Kann ich mit dem Discovery auch Hard- und Software für eine Steuerung
mit einem NXP LPC1769 o.Ä. entwickeln, oder sollte man da besser ein Kit
speziell mit dem gewünschten Prozessor beschaffen? Und umgekehrt, nützt
mir eine Ausrüstung für LPC was für STM32? Ich vermute mal der Teufel
liegt da wo er immer liegt, im Detail.
Ach ja, wenn wir schon dabei sind, bieten eigentlich Hochpreissysteme
wie IAR/Keil noch grosse Vorteile?
Ein möglicher Kunde hat auch beklagt, bei seinem derzeitigen System
(LPC2917) wäre ein Echtzeit-Bestriebssystem im Einsatz, für das er 100
000 Euro bezahlen müsste, um es selbst weiter zu nutzen - macht sowas
Sinn? Was soll daran so überlegen sein? Nicht dass ich sowas ernsthaft
in Betracht ziehen würde, ich müsste das ja auch den Kunden in Rechnung
stellen.
Gruss Reinhard
Chris D. schrieb:> Wilhelm Ferkes schrieb:>>> Danke, Chris. Das Hobby und die Materie kann mir nichts und niemand>> vergällen, und es macht mir wieder Spaß.>> Siehste. Mach es wie ich und Dein Hobby zum Beruf :-)>>> Ich war ja schon total auf Null>> abgesackt, und fast reif für unter die Erde. Bei augenblicklicher>> Gesundheitsstörungen, wo erwerbsmäßig so gut wie nichts läuft. Ich war>> heute beim Hartz-Amt, und die Beraterin weiß bei allen ungeklärten>> Gesundheitsumständen im Augenblick überhaupt nichts mit mir anzufangen,>> verschob einfach die Dinge auf einen neuen Termin in ein paar Monaten.>> Wenigstens war das Gespräch dort fair und freundlich. Wer weiß? Ich bin>> gerade dabei, zu lernen, daß Zukunftsdenken nicht alles ist, aber noch>> einiges sein kann.>> Eben. Man sollte schon auch jetzt leben, aber warum nicht mal zu neuen> Ufern aufbrechen? So etwas wirkt sich übrigens auch durchaus positiv auf> die Gesundheit aus.>>> Allerdings, bei dem schönen STM32-Board fehlt mir sicher wieder eine>> relativ unlimitierte Entwicklungsumgebung, wenn ich keine Vollversion>> für 3000€ kaufen will.>> Wir arbeiten uns gerade unter GNU-GCC-GDB/Eclipse ein - das kostet Dich> nur das Durchlesen der Tutorien im Netz und Einarbeitung.>> Ansonsten benötigst Du wirklich keine finanziellen Mittel.
OK, das wird wie beim SDCC für den 8051 sicherlich gehen.
>> Bezahlen kann ich teuere Tools im Augenblick>> nicht. Und: Bekomme ich bei RS was als Privatmann?>> Das war nur ein preisliches Beispiel. Es dürfte noch andere Anbieter in> ähnlicher Preislage geben. Ansonsten hat hier im Markt neulich jemand> diese Boards günstig verkauft.>> Steckbrett und Strippen für eigene Aufbauten wirst Du ja haben.> Ansonsten: Dealextreme - sehr preiswert und passable Verbinder.
Ja, sicher.
>> Sonst hatte ich immer mal die Olimex-Boards im Auge, z.B. hier aus dem>> Forums-Shop. Sie sind erheblich günstiger als beispielsweise ein Keil>> MCB2100.>> Wie auch immer. Hauptsache, Du unternimmst etwas.>> Dann schreibst Du ein schönes Tutorium über den STM32, wie man mit dem> GDB debuggen kann, mit guten Beispielen, erklärst die Takterzeugung, wie> man die für Timer berechnet, wie DMA funktioniert usw. und baust Dir> daraus eine ordentliche Homepage.>> Dann schreibst Du Abstraktionsbibliotheken z.B. für Grafikerzeugung und> setzt Dich vielleicht mit einem RTOS auf dem STM32 auseinander.>> Dazu dann noch "Wilhelms Programmschnipsel", wo jede Woche irgendeine> einfache pfiffige Routine angeboten wird.>> Irgend so etwas eben.>> Und ruckzuck hast Du reichlich Leser, die mit Fragen kommen und Hilfe> benötigen. Und da sind dann auch schnell mal Firmen dabei.>> Du wärst nicht der erste, der so zu Projekten und Arbeit kommt.>> Finanzieller Aufwand: gleich Null
Von meinen ollen 8051-ern könnte ich mich wirklich mal los eisen.
Sag mir endlich mal jemand: Wirf das Zeug weg!!!
Und kauf dir für einen Fuffi oder Hunni was neues, topmodernes.
Und wenn die Boards mich früher mal 1000 DM gekostet haben. Genau daran
hängt man, daß es mal teuer war.
Ich habe einen Neffen auf dem Gymnasium, der sich letztens schon mal für
ein Medizininformatik-Studium bei E-Technik interessierte, den ich mit
den ollen Boards noch begeistern könnte. Man kann darauf über die
Cross-Compiler (SDCC) komplett C programmieren, auch wenn man reine
PC-Programmierung nicht möchte. Und mal eine LED blinken lassen. Ich hab
ja hier alle Hilfe dazu gemacht, Tools, Oberflächen wie Geany, Teraterm
als Terminal, den SDCC, Bootloader für den 8051 geschrieben, so daß das
auch einfach funktionieren würde...
> Chris D.
Wilhelm
> Beim Cortex M3 soll man das ja nicht mehr benötigen, der kann ein oder> mehrere IO-Bits gleichzeitig ändern.
bestenfalls nur für IO, nicht für Mem.
>Mit dem ARM Bitbanding des Cortex M3 geht immer nur 1 Bit auf>einmal.
Ja, zwar atomic, aber benötigt auch mehrere Takte.
Und irgentwas MATH auf Mem oder IO angewandt geht überhaupt nicht.
Der Flaschhals ist immer da! Deswegen veraltet!
MCUA schrieb:>> Beim Cortex M3 soll man das ja nicht mehr benötigen, der kann ein oder>> mehrere IO-Bits gleichzeitig ändern.> bestenfalls nur für IO, nicht für Mem.>
Und warum wird z.B. beim STM32F4xx folgendes definiert:
#define SRAM1_BB_BASE ((uint32_t)0x22000000) /*!< SRAM1(112 KB) base
address in the bit-band region */
#define SRAM2_BB_BASE ((uint32_t)0x2201C000) /*!< SRAM2(16 KB) base
address in the bit-band region */
>>Mit dem ARM Bitbanding des Cortex M3 geht immer nur 1 Bit auf>>einmal.> Ja, zwar atomic, aber benötigt auch mehrere Takte.>
Mehrere Takte bei 168 MHz gegen einen takt bei 16 MHz?
> Und irgentwas MATH auf Mem oder IO angewandt geht überhaupt nicht.> Der Flaschhals ist immer da! Deswegen veraltet!
Beim AVR zumindesten sind die Register fuer die Bitmanipulations Befehle
im OPCODE kodiert. Da ist mit "Math" auch nichts
Uwe Bonnes schrieb:> Beim AVR zumindesten sind die Register fuer die Bitmanipulations Befehle> im OPCODE kodiert. Da ist mit "Math" auch nichts
Lass mal. Für ihn ist alles veraltet, was nicht von Renesas stammt.
Abdul K. schrieb:> Carambola-Board
Das ist doch 1) überhaupt kein ARM und 2) ein SoC um Linux drauf laufen
zu lassen. Da ist ein Cortex M3 eher näher an AVRs dran, als an einem
SoC.
Ich begriff die Anfrage einfach eher in Richtung welche neue Plattform
für kleine Projekte. Der Preis ist jedenfalls kaum zu schlagen.
Ethernet-Hausbus z.B.
Reinhard Kern schrieb:> Kann ich mit dem Discovery auch Hard- und Software für eine Steuerung> mit einem NXP LPC1769 o.Ä. entwickeln, oder sollte man da besser ein Kit> speziell mit dem gewünschten Prozessor beschaffen?
Nein, lass es. Beide MCs haben zwar einen ARM Kern, aber bei der
Peripherie kocht jeder Hersteller sein komplett eigenes Süppchen, so das
selbst ein simpler GPIO bei NXP anders behandelt wird als z.B. bei ST.
Von Timern und ADCs mal ganz zu schweigen.
Du brauchst ein Board mit einem NXP, am besten ein dem Original sehr
ähnlichen. Wenn das ein Super-Selbst-Gebritzeltes Echtzeitsystem ist,
schau dir mal RTOS an, vermutlich haben die Jungs da gekupfert, bzw.
ganze Blöcke übernommen.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Zur Zeit plage ich mich in Assembler selbst noch mit so einer alten> Mühle mit 4k EPROM. Zum Wegwerfen ist das Board aber zu schade, es> funktioniert ja einwandfrei. Und einiges bekommt man mit Assembler schon> auch in die 4kB hinein.
Willem, ich hab mir damals(tm), als ich mit den 8051/31 ne Menge gemacht
habe, als erstes ein Board mit 8k EPROM und 8k Static RAM gebaut, wobei
im EPROM ein trickiger Monitor war, der Programme per Intel HEX ins RAM
gespielt hat. Eine verbogene Vektortabelle konnte IRQs im RAM ausführen
und so war es easy, Programmfetzen und -Blöcke zu testen, bevor man sie
ins Zielsystem geschossen hat.
Ich hab den Monitor mal angehängt, vllt. kann ja jemand was mit
anfangen. Die Syntax ist allerdings für einen historischen Assembler
namens A51.exe
Piet schrieb:> bei der Suche nach einer leistungsfähigeren Alternative zu AVR ATMegas
Hier hatte ich auf eine Alternative zu "ARM" aufmerksam gemacht.
Beitrag "Verlosung RX210 Promo-Board"
Gerade der RX210 kann wie ein ATmega auch mit 5V betrieben werden.
Leistungsfähiger sind dann die RX62 oder RX63 Serien.
> Beim AVR zumindesten sind die Register fuer die Bitmanipulations Befehle> im OPCODE kodiert. Da ist mit "Math" auch nichts
Der ist auch verkorkst.
>Lass mal. Für ihn ist alles veraltet, was nicht von Renesas stammt.
Quatsch. Es geht drum welchen Befehlssatz eine CPU unterstützt, das hat
nichts mit bestimmter Firma zu tun. Ausserdem hat auch Renesas veraltete
CPUs.
Schon alleine, dass eine CPU ein bestimmten IO-Bereich überhaupt hat bzw
ganz bestimmte Befehle nur auf IO anwendbar sind,
zeigt schon, dass es Flickschusterei ist.
Denn dadurch sind (fast) alle MATH-Befehle auf alles was IO ist (und
auch auf (kleinere) Mem-Bereiche), eben NICHT anwendbar.
MCUA schrieb:> Und irgentwas MATH auf Mem oder IO angewandt geht überhaupt nicht.> Der Flaschhals ist immer da! Deswegen veraltet!MCUA schrieb:> Quatsch. Es geht drum welchen Befehlssatz eine CPU unterstützt, das hat> nichts mit bestimmter Firma zu tun. Ausserdem hat auch Renesas veraltete> CPUs.>>> Schon alleine, dass eine CPU ein bestimmten IO-Bereich überhaupt hat bzw> ganz bestimmte Befehle nur auf IO anwendbar sind,> zeigt schon, dass es Flickschusterei ist.> Denn dadurch sind (fast) alle MATH-Befehle auf alles was IO ist (und> auch auf (kleinere) Mem-Bereiche), eben NICHT anwendbar.
Welche 32-bit Architektur ist deiner Meinung nach dann nicht veraltet?
MCUA schrieb:> Denn dadurch sind (fast) alle MATH-Befehle auf alles was IO ist (und> auch auf (kleinere) Mem-Bereiche), eben NICHT anwendbar.
Was ist denn so schlimm daran, dass man nicht den Cosinus eines
Temperaturfühlers in einem Befehl berechnen kann? Und welcher Prozessor
kann das denn? Ich habe schon viele Architekturen programmiert, aber das
ging nie anders als einen i/O-Wert in ein Register oder einen
Speicherplatz zu laden und dann weiter zu verarbeiten. Mir ist auch
nicht bekannt, dass ein PID-Regler o.Ä. deswegen nicht funktioniert.
Gruss Reinhard
Jörg B. schrieb:> Die Frage womit Programmieren. Denn die Beispiele von ST sind> ausschließlich nur mit sehr teuren IDE sofort lauffähig. Es sei denn man> benutzt eine Kickstart Version die auf 32K beschränkt ist.
32K sind für einen Einsteiger doch erstmal genug.
Vorteil davon : Es läuft wunderbar miteinander. Ich muss nicht erst 1000
Sachen konfigurieren.
Matthias Sch. schrieb:> Wilhelm Ferkes schrieb:>> Zur Zeit plage ich mich in Assembler selbst noch mit so einer alten>> Mühle mit 4k EPROM. Zum Wegwerfen ist das Board aber zu schade, es>> funktioniert ja einwandfrei. Und einiges bekommt man mit Assembler schon>> auch in die 4kB hinein.>> Willem, ich hab mir damals(tm), als ich mit den 8051/31 ne Menge gemacht> habe, als erstes ein Board mit 8k EPROM und 8k Static RAM gebaut, wobei> im EPROM ein trickiger Monitor war, der Programme per Intel HEX ins RAM> gespielt hat. Eine verbogene Vektortabelle konnte IRQs im RAM ausführen> und so war es easy, Programmfetzen und -Blöcke zu testen, bevor man sie> ins Zielsystem geschossen hat.> Ich hab den Monitor mal angehängt, vllt. kann ja jemand was mit> anfangen. Die Syntax ist allerdings für einen historischen Assembler> namens A51.exe
So einen MON8052 habe ich auch.
Na, ich hab noch die Optomini-Boards mit dem SAB80C517A, die sind auch
in Code und Daten mit Speicher je 64k voll ausgebaut, also 64k EPROM und
64k SRAM. Einer von 2 UARTS der µC hat LWL-Transceiver. Das fand ich
auch kaum sonstwo. Der UART ist damit gigantisch schnell, bei Quarz
18MHz eben 1,5 Megabaud. So daß ich aus dreien mal ein Ringnetz bauen
könnte.
So ganz übel finde ich die alte Scheixe nicht unbedingt, zumal ich da in
C arbeite.
Den Monitor und Bootloader für HEX-Download habe ich im Quellcode, und
selbst an meine Bedingungen optimiert. Vor allem, man flasht damit
niemals Flash kaputt, Testcode geht immer ins SRAM.
Für ein endgültiges Programm habe ich noch den EPROMMER. Und einige
EPROMs.
Ich dachte eben mal etwas panisch, ich müßte gelegentlich an was neues
dran, wie das STM32F4DISCOVERY. Das schaute ich mir heute näher an. Sehr
schön natürlich.
Wenn ich "Monitorprogramm" schon höre, dann bekomme ich die Krise. Haben
damals in der Schule mit Z80s rumgefummelt, die sowas hatten. Zu der
Zeit war ich aber schon voll in den AVRs mit In-Circuit
Programming/Debugging drin.
Ein totaler Rückschritt ;-) Die Leute von "damals" tun mir leid. Damals
war halt nicht alles besser.
David P. schrieb:> 32K sind für einen Einsteiger doch erstmal genug.> Vorteil davon : Es läuft wunderbar miteinander. Ich muss nicht erst 1000> Sachen konfigurieren.
Und wenn dann die Anwendung etwas größer wird wirft man alles weg, sucht
sich ne neue IDE und fängt von vorne an. Oder gibt viel Geld aus.
David P. schrieb:>> Die Frage womit Programmieren. Denn die Beispiele von ST sind>> ausschließlich nur mit sehr teuren IDE sofort lauffähig. Es sei denn man>> benutzt eine Kickstart Version die auf 32K beschrän
Wenn es nicht gerade ST sein mus.
Sieh die mal die Stellaris Evalboards LM3Sxxx von TI an.
Kosten zwischen ~50 und 100 €
Beim Board gibt es einen Jtag Debugger eine komplette unbegrenzte IDE (
CodeComposerStudio) und ausführliche Libs. Es ist sogar ein freies RTOS
für den µC dabei.
Simon K. schrieb:> Zu der> Zeit war ich aber schon voll in den AVRs mit In-Circuit> Programming/Debugging drin.
Was machst du denn damit? Deine Denkfehler finden?
Indessen, ich gebe zu, es ist etwas bequemer.
Bei einem modernen ARM hatte ich mal einen Debugger, der buggy war.
Damit macht man dann auch: Nichts.
Ansonsten: Nachtrag:
Diese Optonet-Mini-Boards mit SAB80517 hatten Ende der 1990-er einen
Kaufpreis von 450DM. Ich bestellte nur die Leerplatinen, die es
alternativ alleine gab. Das Buch mit Beschreibung und Schaltbildern und
Diskette hatte ich schon. Bestellte für die Leerplatinen die Bauteile.
Kam dann mit einem Viertel Kosten hin, die Aufbauarbeit nicht gerechnet,
aber das war unproblematisch.
MCUA schrieb:> Schon alleine, dass eine CPU ein bestimmten IO-Bereich überhaupt hat bzw
Hat ARM nicht. Manche ARM-Cores, und zwar nur die Cortex-M, haben
innerhalb des einen Adressraums festgelegte Bereiche mit bestimmten
Eigenschaften. Na und?
> ganz bestimmte Befehle nur auf IO anwendbar sind,
Welche wären das?
Ralph schrieb:> David P. schrieb:>> 32K sind für einen Einsteiger doch erstmal genug.>> Vorteil davon : Es läuft wunderbar miteinander. Ich muss nicht erst 1000>> Sachen konfigurieren.>> Und wenn dann die Anwendung etwas größer wird wirft man alles weg, sucht> sich ne neue IDE und fängt von vorne an. Oder gibt viel Geld aus.
Oder man segmentiert in 32k Blöcken ...
Ralph schrieb:> David P. schrieb:>> 32K sind für einen Einsteiger doch erstmal genug.>> Vorteil davon : Es läuft wunderbar miteinander. Ich muss nicht erst 1000>> Sachen konfigurieren.>> Und wenn dann die Anwendung etwas größer wird wirft man alles weg, sucht> sich ne neue IDE und fängt von vorne an. Oder gibt viel Geld aus.
Quatsch. Es geht doch einfach nur darum am Anfang nicht zu viele
Baustellen gleichzeitig aufzumachen. Sobald man ein lauffähiges Programm
hat und etwas Erfahrung hat mit dem ARM, kann man ja auch auf eine
andere Toolchain/IDE umsteigen.
> David P. schrieb:>>> Die Frage womit Programmieren. Denn die Beispiele von ST sind>>> ausschließlich nur mit sehr teuren IDE sofort lauffähig. Es sei denn man>>> benutzt eine Kickstart Version die auf 32K beschrän>> Wenn es nicht gerade ST sein mus.> Sieh die mal die Stellaris Evalboards LM3Sxxx von TI an.> Kosten zwischen ~50 und 100 €> Beim Board gibt es einen Jtag Debugger eine komplette unbegrenzte IDE (> CodeComposerStudio) und ausführliche Libs. Es ist sogar ein freies RTOS> für den µC dabei.
Komplett unbegrenzt? Totaler Unsinn.
http://processors.wiki.ti.com/index.php/Licensing_-_CCSv4#Free_Licenses
Es gibt eine EVAL License, die kann man zeitbegrenzt nutzen und eine
Bundle License:
----
We include a free version of CCS with many of our community boards, DSKs
and EVM (Evaluation Module) kits. These kits come with a development
board, software and CCS. The CCS will only work with the onboard
emulation on the board.
----
Ganz toll. Ansonsten das Gleiche wie bei jedem Hersteller: Eine komplett
unbegrenzte IDE kostet ein paar Tausend Dollars.
Simon K. schrieb:> Ganz toll. Ansonsten das Gleiche wie bei jedem Hersteller: Eine komplett> unbegrenzte IDE kostet ein paar Tausend Dollars.
Rowley Crossworks: $1500 kommerziell, $150 nichtkommerziell (kein
Limit).
Fritz schrieb:> Welche 32-bit Architektur ist deiner Meinung nach dann nicht veraltet?
Aus vergangenen Diskussionen würde ich mal drauf tippen, dass ihm die
SuperH Familie von Renesas vorschwebt. Eine Architektur, die für
Controller-Anwendungen gut konstruiert ist.
Ich teile aber nicht den Eindruck, dass der Rest der Welt deshalb
einpacken und heimgehen sollte, nur weil die SH-2A über umfangreiche
Möglichkeiten der Einzelbitmanipulation im Speicher verfügen und mehrere
Registerbanks existieren.
Ist der SuperH nicht eine steinalte load/store RISC Architektur?
Bei Renesas sehe ich nur den RX mit Vorteilen gegenüber M0/M3. In Sachen
RISC /CISC steht der RX allerdings auch nicht sooo gut dar wenn man sich
mal die Benchmarkergebnisse von EEMBC ansieht. Der PIC32 übertrifft ihn
sogar leicht.
Simon K. schrieb:> Ganz toll. Ansonsten das Gleiche wie bei jedem Hersteller: Eine komplett> unbegrenzte IDE kostet ein paar Tausend Dollars.
CoCoox kostet nichts.
> CoCoox kostet nichts.
und ist darüber hinaus extrem komfortabel und gespickt mit Beispielen.
Es gibt sogar eine Funktion zum automatischen Generieren einer
Filestruktur inklusive Möglichkeit per Klick entsprechende
Peripherieelemente einzufügen.
Ich habe bis heute nicht verstanden, warum offenbar so wenige Leute
diese Software nutzen.
Die komplette IDE ist in etwa 15 Minuten eingerichtet und nach einer
halben Stunde blinkt die LED. Nichts mit stundenlanger Konfiguration
oder so ;)
Stefan schrieb:> Bei Renesas sehe ich nur den RX mit Vorteilen gegenüber M0/M3.
Mag sein, ich merke bloss immer wieder, dass MCUA gegen ARM stänkert und
gewöhnlich irgendwelche Renesas aufgrund irgendwelcher Details der
Implementierung in den Himmel lobt, ob nun SHx oder RX oder was auch
immer. Oft mit zweifelhaften Argumenten - ich hoffe ja noch, dass er mal
erklärt, was er oben mit seinen angeblichen I/O-Befehlen beim ARM meint
oder weshalb ein Controller keinen I/O-Bereich im Adressraum haben
sollte.
Kein Controller taugt für alles. Manche sind beim Bitgepfriemel besser
als ARM, darunter auch die "veralteten" Oldtimer der 51er-Klasse.
Andererseits kann man mit einem einzigen Entwicklungssystem
(Compiler/IDE) für ARM eine grosse Zahl verschiedener Controller
verschiedener Hersteller abdecken. Und manchmal sind ARMs einfach
kleiner und billiger (Renesas RX in SO20? Cortex-M0 wirkt da passender),
oder auch viel schneller (Cortex-Ax, wer's braucht).
Jörg B. schrieb:> Simon K. schrieb:>> Ganz toll. Ansonsten das Gleiche wie bei jedem Hersteller: Eine komplett>> unbegrenzte IDE kostet ein paar Tausend Dollars.>> CoCoox kostet nichts.
Ist aber auch keine IDE, die von einem Hersteller bereitgestellt wird
und ist demnach nichts "offizielles". Aber ja, die ist echt nicht
schlecht und unterstützt ganz schön viele Programmiergeräte.
stm schrieb:> Es gibt sogar eine Funktion zum automatischen Generieren einer> Filestruktur inklusive Möglichkeit per Klick entsprechende> Peripherieelemente einzufügen.
Hmm naja, ich halte da nicht so viel von. Mit dem Hinzufügen der
Peripherieelemente meinst du sicher die STM StdPeriph Library, die ich
jedoch nicht verwendete.
Kann man eigentlich das Verwenden dieser Library in der IDE
deaktivieren, oder funktioniert die nicht ohne?
stm schrieb:>> CoCoox kostet nichts.>> und ist darüber hinaus extrem komfortabel und gespickt mit Beispielen.> Es gibt sogar eine Funktion zum automatischen Generieren einer> Filestruktur inklusive Möglichkeit per Klick entsprechende> Peripherieelemente einzufügen.>> Ich habe bis heute nicht verstanden, warum offenbar so wenige Leute> diese Software nutzen.
Das könnte daran liegen, dass die anderen Leute schon viele IDEs haben
kommen und gehen sehen - viele sterben plötzlich, weil die Jungs keinen
Bock mehr haben.
Das ist nervig und bspw. für mich ein Grund, nicht mehr auf solche
Nischen zu setzen. Eclipse ist da einfach "sicherer".
Dazu kommt, dass ich eine IDE nicht nur für Mikrocontroller sondern auch
andere Dinge (Tcl/Tk, PHP, usw.) einsetzen möchte.
Und es ist natürlich unschön, dass es nur Win unterstützt. Auch das
können andere besser.
> Die komplette IDE ist in etwa 15 Minuten eingerichtet und nach einer> halben Stunde blinkt die LED. Nichts mit stundenlanger Konfiguration> oder so ;)
Die Einrichtungszeit sollte bei der Wahl einer IDE sehr weit hinten
stehen. Entscheidend ist, wie gut ich später damit zurecht komme.
Da spielt es dann keine Rolle, ob ich 15 Minuten oder zwei Stunden
benötige.
Chris D.
Chris D. schrieb:> Das könnte daran liegen, dass die anderen Leute schon viele IDEs haben> kommen und gehen sehen - viele sterben plötzlich, weil die Jungs keinen> Bock mehr haben.
Das war mein Argument oben mit "offizieller IDE" vom Hersteller.
> Das ist nervig und bspw. für mich ein Grund, nicht mehr auf solche> Nischen zu setzen. Eclipse ist da einfach "sicherer".
Auch wenn CooCox (und viele andere IDEs auf Eclipse basieren): Eben. Ein
selbst hergerichtetes Eclipse kann man immer wieder neu herrichten,
falls sich mal irgendeine Änderung ergibt. Bei 3rd Party IDEs ist man
dann auf das Anpassen der IDE durch den Autor angewiesen.
ARM hatte damals (kurz nach der CPU-Steinzeit) irgentwie "keine
Intension" etwas Neues zu bauen, deshalb hat man halt was Vorhandenes
(Studienobjekt betr. minimalistischer CPU) genommen und abgekupfert, und
das -mehr oder weniger- abgeändert. (Man muss wohl bezweifeln, ob sie
überaupt einen 6800 oder 8051 kannten)
Ja, ARM hat im OPcode weder sep IO-Befehle (wie bsp. 8085 oder AVR) noch
sep Bit-Manipul-befehle auf Mem (wodurch man sich sep IO-Befehle sparen
könnte wenn IO darin gemappt wäre), und hat schon gar nicht Befehle die
generell auch mit (zumindest kleinem) Mem direkt rechnen können, weshalb
nur LD/ST übrig bleibt, und es deshalb ein grässlicher Flaschenhals ist.
(Man trinkt aufm Oktoberfest Bier aus Krügen, nicht aus Flaschen)
(SH hat auch LD/ST-Architektur, mit ein paar Bit-Manipul-befehle auf
Mem. Will man was Anderes auf Mem anwenden, muss man auch durch LD/ST
durch. (egal ob Registerbänke oder nicht)
RL78 ist aufgebohrter Z80.)
(CPUs, die mit Mem direkt rechnen können (dadurch weniger Befehle (und
meist auch weniger Takte) nötig) gibt es ja mehrere, dann mit (mehr oder
weniger) anderen Macken.)
MCUA schrieb:> das -mehr oder weniger- abgeändert. (Man muss wohl bezweifeln, ob sie> überaupt einen 6800 oder 8051 kannten)
... die ultimativen Architekturen damaliger Zeit, verkannt oder
sträflich missachtet von den Schöpfern der ARM Architektur. ;-)
> irgentwie "keine Intension" etwas Neues zu bauen,
... und deshalb eine Art Architektur schufen, die keinen Vorgänger
hatte, garnicht anders sein konnte als neu. RISCs fielen damals nicht
grad vom Baum. John Cockes Erkenntnisse waren bei IBM nach wie vor
Betriebsgeheimnis, nur Berkeley&Co boten eine ähnliche Entwicklung.
Die Zeit, in der ARM entstand, war eine Zeit, in der Architekturen wie
VAX aktuell waren. Das war ein dominantes Vorbild vieler Designer, die
Blüte der CISC-Ära, an die auch NatSemi mit der 32000 und NEC mit der
V70 anknüpfen wollten. Motorola baute in die 68020 jenen Unsinn ein, den
sie später aus Coldfire wieder ausbauten. Und Intel versuchte recht
bald, die misratene iAPX 432 möglichst aus der Geschichte zu streichen.
Damals in den 80ern entstanden parallel zu diesen hochkomplexen Designs
ein paar einfachere, strukturell neue. Basierend auf der Erkenntnis
mancher, dass diese Komplexität eher behindert als nützt. ARM war eines
davon. Bei IBM hatte man immer noch Sorge, die eigenen Mainframes damit
zu bekämpfen. DEC verhob sich im Laufe der 80er derart an der
Weiterentwicklung der VAX, dass die Firma daran fast zugrunde ging.
Während sich dann z.B. MIPS darauf konzentrierte, das mit den jeweiligen
Möglichkeiten schnellste Design zu bauen, hatte Acorn/ARM eher vor, eine
zeitgemässe für den Zweck ausreichende Leistung mit geringem Aufwand zu
erreichen. Und entwickelte damit ganz nebenbei eine Architektur, die
aufgrund ebendieser Einfachheit die erste oder eine der ersten 32-Bit
Architekturen war, die sich problemlos als Core in Custom Chips einbauen
liess.
Als ich damals dem ARM2 Familie begegnete fiel mir das auch recht bald
auf. Nämlich dass dieses Design, obzwar konzipiert als Kern für
Acorn-Rechner, sich eher noch für leistungsfähige embedded Systems
eignet, für die 8/16-Bitter zu klein und die anderen 32-Bitter zu gross
und zu teuer sind.
Natürlich hatte man damals Fehler gemacht. Das Interrupt-Design der ARMs
(ausser den Cortex-Mx) ist Murks sobald man mehr als die zwei
Prioritäten benötigt, und die dynamischen Shifts stehen wahlweise dem
Registerfile oder der Pipeline im Weg.
A. K. schrieb:> Das Interrupt-Design der ARMs> (ausser den Cortex-Mx) ist Murks sobald man mehr als die zwei> Prioritäten benötigt,
Das zeigt meines Erachtens, dass die Entwickler eher rechenintensive
Anwendungen und keine leistungsfähigen Controller im Auge hatten.
Die SH70xx hatten schon Anfang der 90er 15 Prioritätsebenen für
Interrupts vorgesehen.
A. K. schrieb:> (Renesas RX in SO20? Cortex-M0 wirkt da passender)
Es gibt sicherlich eine Untergrenze für die Gehäusegröße, wo CPU+IO noch
sinnvoll genutzt werden können. Einige Zeitgenossen sehnen sich
sicherlich nach einem Cortex-M4 im 8-pol. DIP und sehen den LPC1114FN28
im schönen, breiten 28-pol. DIP als ersten Schritt in die richtige
Richtung. Beitrag "LPC111xFD (Cortex-M0) jetzt auch in DIL28"
(Ein Griff zum Herausziehen aus der Fassung wäre noch ganz nett :-)
Ohne jetzt über Prozessorreligionen zu streiten, ein Dokument, wie
Renesas selber ihre RX sehen.
http://www.google.de/url?q=http://am.renesas.com/media/products/mpumcu/rx/rx200/Meet_the_RX200.pdf&sa=U&ei=0xBgUIXRJ-Wg4gTF5IHIAg&ved=0CCcQFjAG&usg=AFQjCNEzdKq3i8oZoZzNHA655DTRoU6Zmw
A. K. schrieb:> Das Interrupt-Design der ARMs> (ausser den Cortex-Mx) ist Murks
Stimmt, dessen Entwickler müssen wohl richtig getrieft haben.
Ich glaube nicht, daß es noch andere Architekturen gibt, wo man zwingend
einen Spurious Interrupt Handler aufsetzen muß, damit es überhaupt
funktioniert.
Peter
m.n. schrieb:> Das zeigt meines Erachtens, dass die Entwickler eher rechenintensive> Anwendungen und keine leistungsfähigen Controller im Auge hatten.
Klar. Das Ding war ja quasi als C64 für Anspruchsvolle gebaut worden.
Die Nutzung als Controller ergab sich ungewollt.
Peter Dannegger schrieb:> Ich glaube nicht, daß es noch andere Architekturen gibt, wo man zwingend> einen Spurious Interrupt Handler aufsetzen muß, damit es überhaupt> funktioniert.
Spurious Interrupts gibts anderswo auch. Bei PCs landen die dann
technisch bedingt im niedrigst priorisierten IRQ7, dem für die
Drucker-Schnittstelle. Jedenfalls früher beim ursprünglichen
Interrupt-Controller, ob heute noch weiss ich nicht.
Die gibts immer dann, wenn (1) die Auslösung von IRQs nicht gleichzeitig
auch den Vektor definiert, sondern der erst mit dem Vektor-Zugriff
festgelegt wird und (2) ein Device so gebaut ist, dass es sich
nachträglich auch anders überlegen und einen IRQ-Request ggf. wieder
zurückziehen kann (16C550 mit FIFO).
ARM hatte keinen Interrupt-Controller vorgesehen und damit ist bei
Verwendung eines separates Moduls (1) vorgegeben.
Das eigentliche Problem auf das ich mich beziehe liegt aber woanders:
Die Verwendung von R14 des IRQ-Kontextes für die Return-Adresse vom
Interrupt. Weshalb der IRQ-Stack bei schachtelbaren Interrupts nicht als
IRQ-Stack verwendet werden kann und man im Handler erst umständlich mit
R14 und Register-Kontexten rumwurschteln muss. Ein MSR für die
Exception-Return-Adresse, wie das viele andere RISCs machen, wäre
sinnvoller gewesen.
MCUA schrieb:> weshalb> nur LD/ST übrig bleibt, und es deshalb ein grässlicher Flaschenhals ist.
Der Hauptnachteil ist, daß dadurch fast nichts atomar gemacht werden
kann und man ständig die Interrupts disablen muß.
Man müßte einfach nur ein Bit im Befehlswort reservieren, das einen
Befehl mit dem folgenden atomar macht. Damit könnten man bequem mehrere
IO-Bits manipulieren oder mit Interrupts konsistente Daten austauschen.
Statt der Clear-Register wäre das die weitaus bessere Lösung. Es fehlte
den ARM-Entwicklern wohl die praktische Erfahrung.
Peter
Peter Dannegger schrieb:> Man müßte einfach nur ein Bit im Befehlswort reservieren, das einen> Befehl mit dem folgenden atomar macht.
Präfix-Befehl ist eleganter. Zilogs Z8encore hat sowas fest auf 3
Befehle fixiert und Microchips 16-Bitter PIC24&Co mit wählbarer Anzahl.
Der Haken ist die dann eigentlich nötige Unterstützung durch den
Compiler, also sowas wie
atomic { ... }
> Statt der Clear-Register wäre das die weitaus bessere Lösung. Es fehlte> den ARM-Entwicklern wohl die praktische Erfahrung.
Einerseits dies. Es gab damals zwar Systeme mit deutlich höher
entwickelter Interrupt-Kultur, aber ARM hatte ursprünglich ja auch
keinen Controller im Auge. Allerdings hätte man das auch später
hinzufügen können.
Ich habe mir nicht alle Beiträge durchgelesen, also verzeiht bitte wenn
es schon erwähnt wurde oder am aktuell diskutierten Thema vorbei geht,
ich nehme nur Bezug auf den Ausgangspost:
Eine 'etwas' leistungsfähigere aber ebenso einfach zu handhabende
Controllerfamilie sind die MSP430 von TI, das sind 16-bitter die vom
'feeling' den AVRs in der Entwicklung her sehr ähnlich sind und in der
Anwendung auch bestimmt nicht komplizierter als die (8-bit) AVRs. Jeder
der mit einer der beiden Controllerfamilien vertraut ist, sollte sich
sehr schnell in die jeweils andere einarbeiten können. Für die MSPs gibt
es, genau wie für die AVRs, eine GCC-Toolchain.
Hardwaretechnisch benötigen sie auch keine kompliziertere Beschaltung
als die AVRs - einzig zu beachten ist, dass sie mit max. 3.3V laufen, 5V
ist bei den MSPs nicht. Allerdings benötigen sie auch nur diese eine
Versorgungsspannung. Achso, und falls das relevant sein sollte: Bis auf
einige wenige, sehr kleine - was die Ausstattung angeht, Vertreter der
MSP430-Serie gibt es diese nur in SMD-Gehäusen.
Weiterführende Lektüre und allgemein gute Infos im passenden Artikel:
http://www.mikrocontroller.net/articles/MSP430
Was ansonsten natürlich auch eine leistungsfähigere Version der
'normalen' AVRs darstellt sind die neuen XMEGA-AVRs und wenn man noch
mehr Performance benötigt gibt es da noch die AVR32-Serie - doch
letztere stellen ähnliche Ansprüche an Entwickler und Hardware wie auch
entsprechende Controller mit ARM-Architektur.
Wenn es allgemein nur um einen Controller eben mit ARM-Architektur geht
gibt es auch Derivate die in der Entwicklung sehr einfach handzuhaben
sind; zu nenen sind da wohl an erster Stelle die LPC-Serie von NXP oder
auch die STM32 von ST (mit letzteren habe ich allerdings keine Erfahrung
und mit den zu vorletzt erwähnten auch nur begrenzte)
Ich komme aus der AVR Welt und arbeite jetzt seit Mai mit dem STM32F407
Discovery.
Es gab große Umstiegsschmerzen, aber es hat sich gelohnt. Inzwischen
arbeitet man mit dem Cortex-M4 genau so einfach und unkompliziert wie
mit dem AVR.
Die Entwicklungsumgebung CooCox ist free und steht dem AVR-Studio in
nichts nach. Im Gegenteil, debuggen ist ein Genuss im Gegensatz zum AVR.
Das Discovery F4 kostet 16.77€ und ist günstiger als jedes AVR
Entwicklerboard. Zudem braucht man da keinen Programmer, weil das
Discovery alles schon am Board hat. Ein USB Kabel, etwas PC Software und
gut.
Ich würde niemanden mehr empfehlen mit dem AVR zu beginnen. Der Cortex
M4 ist wirklich genial!
Thomas Winkler schrieb:> Ich würde niemanden mehr empfehlen mit dem AVR zu beginnen. Der Cortex> M4 ist wirklich genial!
Es hängt immer davon ab, was man überhaupt machen will.
Z.B. ein Blinklicht würde ich doch lieber mit nem ATtiny13 machen.
Oftmals will man ne kleine Steuerung aufbauen und hat keine Lust, extra
für nur ein Stück ein Layout zu entwerfen und eine Platine zu fertigen.
Dann schnell mal eine Uniplatine genommen den ATtiny draufgepappt, 5V
angelegt und losgeproggt.
Manchmal existiert nichtmal ein Schaltplan. Was an den einzelnen IO-Pins
dranhängt, ist im h-File beschrieben.
Einen LQFP176 oder UFBGA176+25 möchte ich nicht mehr löten.
Peter
> irgentwie "keine Intension" etwas Neues zu bauen...
Neu an sich war das StudienProjekt schon, aber Neu_und_Praxistauglich
ist was anderes.
>Die Zeit, in der ARM entstand, war eine Zeit, in der Architekturen wie>VAX aktuell waren. Das war ein dominantes Vorbild vieler Designer, die>Blüte der CISC-Ära...
Ja, und ARM hatte das Gegenteil davon gemacht, Minimalistisch.
Sowohl das eine als auch das andere Ende hat extreme Nachteile...
...und ist deshalb veraltet.
Interrupt-Controller hat eigentlich nichts mit CPU zu tun, man kann ja
alles anflanschen.
Nur muss die CPU natürlich überhaupt INT-fähig sein und sollte nicht zu
lange dafür benötigen.
Auch das war bei ARM extrem schlecht.
----------------------------
Bit im OPcode für INT-enable wäre zwar besser als nichts und man könnte
sich zwar separate Befehle für INT dis-en-able ersparen,
jedoch so viele Befehle weniger wären das auch nicht, aber insbes.
sollte INT disable ja garnicht gemacht werden, weil dadurch die
INT-Latenz schon wieder viel zu lange wird.
Viel besser wäre/ist doch ein leistungsfähigerer Befehlssatz, der auch
Mem unterstützt, diese Befehle wären/sind dann auch automatisch atomic.
Aber ARM kann (wegen dem minimalistischen Befehlssatz) da nichts machen,
denn das wäre faktisch eine comlett neue Architektur.
Mal davon abgesehen daß die ARMs millionenfach eingesetzt werden und die
Geräte erstaunlicherweise funktionieren hast du uns immer noch nicht
verraten wer es deiner Meinung nach richtig macht.
> Das Discovery F4 kostet 16.77€
Etwas überteuert. Das Board bekommt man schon für 12 Euro :-)
Allen weiteren Ausführungen kann ich nur beipflichten. Ich war vorher
auch ein AVR-Fan, aber seit ich die STM32F1 und STM32F4 Reihe (und
einige von TI) kenne, will ich die AVRs nicht mehr. Mittlerweile kostet
das STM32F1Discovery Board nur noch 8 euro!!
Wenn ich was auf Lochraster aufbauen will, pack ich da einfach das ganze
Evalboard drauf und fertig. Selbst wenn es nur ein Blinklicht werden
soll. Für 8 Euro spielt das doch keine Rolle mehr...
Mittlerweile bietet Texas Instruments ein komplettes Evalboard mit einem
CortexM4 für unter 5 Euro an!!! Das Board ist auch als Programmer
nutzbar. Das ist doch eigentlich nicht mehr zu toppen ;)
Für den Preis bekommt man nichtmal eine Lochrasterplatine + Tiny +
Quarz.
Es gibt wirklich keinen Grund mehr für mich einen AVR zu nehmen. Alleine
die Leistung ist um Zehnerpotenzen größer :-))
Wenn sich ein großer AVR einen abrackert, schnarcht sich ein gleich
teurer CortexM4 mit FPU und DMA doch einen ab. ^^
Simon K. schrieb:> Wenn ich "Monitorprogramm" schon höre, dann bekomme ich die Krise. Haben> damals in der Schule mit Z80s rumgefummelt, die sowas hatten.
Ich redete von 1977-90. Da war noch keine Rede von AVRs oder so.
State-of-the-Art war der 8048,6502,Z80 und eben der 8051. Und wenn man
einen Monitor selber schreibt, macht das Spass und du lernst richtig
was. Eines der genialsten Stückchen Software ist m.E. der in 2kByte
geschriebene Monitor des Apple ][ von Steve Wozniak. Da können sich
einige Programmierer mal ne Scheibe von abschneiden, die sowas nicht mal
in 64 kByte hinkriegen.
>hier mal ein interessanter Link:>>CortexM4-Board von Texas Instruments für 4,7 Euro:
Finde ich nicht besonders interessant.
STM32F4 Discovery kostet zwar vier mal so viel,
bietet aber erheblich mehr Flash, RAM, Speed und Peripherie.
überschwenglicher_stm_fan schrieb:> hier mal ein interessanter Link:>> CortexM4-Board von Texas Instruments für 4,7 Euro:>> http://de.farnell.com/texas-instruments/ek-lm4f120...>> Noch Fragen? ^^
Ich finde es schon interessant.
Weil es günstig ist werden es sich viele kaufen und TI wird es
sicherlich auf Messen kostenlos verteilen.
Dadurch wird es sicher bald viele nette kleine Anwendungen dafür geben.
> Finde ich nicht besonders interessant.> STM32F4 Discovery kostet zwar vier mal so viel,> bietet aber erheblich mehr Flash, RAM, Speed und Peripherie.
Das stimmt schon. Ich habe selbst das STM32F4 Discovery (und bin total
überzeugt davon), aber ich sehe das 4-Euro Board eher als Alternative
für einen Attiny auf Lochrasterplatine. Denn man kann das Board ja
einfach als Modul sehen, was man auf seine Lochrasteranwendungen drauf
flanscht. Bei dem Preis kann man sich gleich ein paar auf Lager kaufen
^^
> eil es günstig ist werden es sich viele kaufen und TI wird es> sicherlich auf Messen kostenlos verteilen.
TI ist da ziemlich schlau. Die machen es im Grunde wie ST. Eine bessere
Werbung gibts eigentlich nicht, als den Markt mit billigen (oder auch
kostenlosen) Boards und Samples zu überschwemmen. Bei den AVRs kosten
die Programmer ja schon das Zigfache und repräsentieren obendrein eine
überholte Technik. Für den Preis von 38 Euro für einen AVR- Programmer
kann ich mir einen ST-Programmer für 1/4 des Preises nehmen.
Trotzdem sind die AVRs natürlich ganz nett. Aber irgendwie für mich
(auch im Hinblick auf Hobby-Basteleien) nicht mehr attraktiv. der STM
nicht im DIP-Gehäuse? Egal! einfach das Disc. Board auf die Lochraster
und fertig ^^
Für die paar Euro kaum der Rede wert.
Ja, stimmt schon. Habe mir vor kurzem auch ein F1 Discovery Board von
STM geholt. Bisher immer nur mit AVRs herumgeschustert.
Mittlerweile bin ich über die AVRs auch hinweg. Es gibt einfach zu viele
Vorteile pro ARM in den Projekten, wo ich sie einsetze.
Mal eine Frage zu den STMs:
Arbeitet man da, wie man es von den AVRs kennt, auf Registerebene mit
dem Controller oder läuft alles über Libraries des Herstellers?
Sascha W. schrieb:> Mal eine Frage zu den STMs:> Arbeitet man da, wie man es von den AVRs kennt, auf Registerebene mit> dem Controller oder läuft alles über Libraries des Herstellers?
Du kannst natürlich auch direkt auf Registerebene arbeiten (machen auch
viele). Die vielen Defines in den Headerdateien der Library bilden diese
nur auf Namen ab, unter denen sich man etwas vorstellen kann :-).
Chris D.
Richtig. Ich habe mit den ST libraries angefangen, da ist alles schön
überschtlich, verständlich und vorallem portabel (zwischen Cortex M0,
M1, M3, M4, natürlich nur ST).
Jetzt habe ich ein ziemlich zeitkritisches Projekt und mach es halt
direkt mit den Registern. Man kann ja ganz einfach in die lib sourcen
gucken und schauen welche Register verändert werden, wennman zu faul für
das Datenblatt ist ... ;-)
Die Initialisierung ist ja nicht zeitkritisch, daher mache ich die nach
wie vor mit den ST libs
> Die Initialisierung ist ja nicht zeitkritisch, daher mache ich die nach> wie vor mit den ST libs
Mache ich auch so. Die Libs sind meines Erachtens ganz gut organisiert.
Grade die Vorgehensweise über Strukturen zu gehen finde ich gut. Bei
zeitkritischen Sachen klicke ich einfach Rechtsklick auf die
entsprechende Funktion und lasse mir den Inhalt anzeigen und kopier den
direkten Registerzugriff und füge ihn direkt in meinen Code ein. Da wird
wohl jeder seine Methoden haben...
Alles in Allem bin ich grade bei der Initialisierung von Peripherie sehr
von den Libs überzeugt. Da wird es im Grunde ein Kinderspiel USART,
SPI,I2C usw anzusprechen. Das geht echt gut von der Hand. Ich finde es
mittlerweile fast einfacher als bei einem AVR.
Also ich muss sagen, dass ich direkt von Anfang an ohne die StdPeriph
Lib gearbeitet habe (ist ganz schön schwierig, bis man erstmal raus hat,
wie man die aus dem Template Projekt "rausoperiert").
Sooo stark vereinfacht die Bibliothek das nun auch nicht. Zeilenmäßig
wirds zumindest nicht wesentlich weniger im Programm.
Ok, man muss vielleicht nicht mehr so viel ins Datenblatt
herüberwechseln.
Wie auch immer, kann sich ja zum Glück jeder selbst aussuchen ;-)
Schonmal jemand was mit den Nuvoton Cortex M0 gemacht?
Ich hab hier ein NuTiny-SDK-120 rumliegen. Da ist ein Debugger mit dran,
den kann man abbrechen.
Der Core-Regler ist intern, d.h. man legt nur 2,5 .. 5,5V VDD an.
Die Eingänge vertragen 5V und auch der ADC soll bis UREF = 5V arbeiten
können.
Im Reset sind die Ports wie beim 8051 weak high, man braucht also keine
externen Pullups.
Laut Manual werden die Ausgänge von VDD versorgt. Können die wirklich 5V
liefern?
Das wäre dann ja ein voll 5V fähiger 32Bitter, wow.
Das Atomic-Problem fällt einem auch hier auf die Füße.
Man hat SFRs für einen 16Bit-Port setzen oder nur einen Pin.
Zusätzlich kann man auch ein Maske setzen, um Outputs zu schützen. D.h.
ein Interrupt kann Pins ändern, und diese Änderungen kann man schützen,
auch wenn der Interrupt gerade zwischen das Read-Modify-Write zuschlägt.
Mit 128kB Flash und 16kB RAM ist er sehr üppig ausgestattet.
Wie der Verbrauch im Vergleich zu einem 8051 ist, muß ich noch
ermitteln.
Die Hauptunterschiede des M0 zum M3 sind die fehlende Division und MPU.
Also nichts von Bedeutung.
Ich werde erstmal die 32kB Keil-Demo probieren.
Peter
überschwenglicher_stm_fan schrieb:> hier mal ein interessanter Link:>> CortexM4-Board von Texas Instruments für 4,7 Euro:>> http://de.farnell.com/texas-instruments/ek-lm4f120...>> Noch Fragen? ^^
Ich habe mir davon welche geordert. Sehr ordentliche Boards. Schön
klein, 2 User Taster und RGB LED USB . Kann von oben und oder unten was
drauf gesteckt werden. Für das Geld kann man wohl nicht mehr bekommen
zur Zeit finde ich!
Ich hab mir auch so TI Dinger (ek-lm4f120) besorgt. Da es Cortex-M4
sind, habe ich gehofft die sind so wie der STM32F407.
Leider haben die kein SDIO und nur 80MHz.
Trotzdem ist dieser Preis im Moment unschlagbar. Sicher kein Schaden
wenn man davon ein paar auf Lager hat.
Thomas Winkler schrieb:> Ich verwende CooCox für meinen F4. Bin sehr glücklich damit, und es> braucht nicht mal 40 Minuten es in Betrieb zu nehmen ...
Derart inspiriert habe ich es auch versucht. Mein inneres Timeout hat
mich wieder davon abgebracht.
"Build" funktioniert nicht. Ich soll eine gcc toolchain anwählen. Aber
das Fenster "Select Toolchain Path", in dem diese Anwahl erfolgen soll,
zeigt mir nicht an, was zu wählen wäre. Zu erahnen ist lediglich, daß
das Fenster zu klein ist und nicht alles anzeigt. Ein beherzter Klick
auf ok bringt nichts.
Ich liebe solche Weichware.
CooCox ist eine IDE, Flashtool und Debugger UI.
Dazu benötigt man eine Toolchain seiner Wahl, das ist bei CooCox nicht
integriert. Und dann muss man natürlich auch sagen, wo diese Toolchain
auf der Festplatte zu finden ist.
Dafür ist es kostenlos und unbeschränkt. Ich würde auch mit IAR oder
sonstwas arbeiten, aber die haben halt Preisvorstellungen, die für einen
Hobbyisten wie mich astronomisch sind. Da lohnt es sich schon, dass man
ein paar Dinge selbst installieren muss. :-D
Jedenfalls kann man mit CooCox sehr gut arbeiten, wenn es erst mal
richtig eingerichtet ist. Es ist schnell, komfortabel und schmiert nicht
ab.
Thomas Winkler schrieb:> Und dann muss man natürlich auch sagen, wo diese Toolchain> auf der Festplatte zu finden ist.
Das würde ich gerne tun, zumal ich zuvor, wie gewünscht, die
vorgeschlagene GCC-ARM Version installiert habe.
Nur, wenn mir diese geniale IDE die Fenster nicht so groß macht, daß
deren Inhalt auch zu sehen ist, kann ich ihr garnichts sagen.
Ist wohl doch eher etwas für Spezialisten.
Nachdem jetzt von CooCox wiederholt meine Firewall getriggert wurde,
schmeiß ich das Zeugs wieder in den Müll.
Ian schrieb:> Thomas Winkler schrieb:>> Ich verwende CooCox für meinen F4. Bin sehr glücklich damit, und es>> braucht nicht mal 40 Minuten es in Betrieb zu nehmen ...>> Derart inspiriert habe ich es auch versucht. Mein inneres Timeout hat> mich wieder davon abgebracht.> "Build" funktioniert nicht. Ich soll eine gcc toolchain anwählen. Aber> das Fenster "Select Toolchain Path", in dem diese Anwahl erfolgen soll,> zeigt mir nicht an, was zu wählen wäre. Zu erahnen ist lediglich, daß> das Fenster zu klein ist und nicht alles anzeigt. Ein beherzter Klick> auf ok bringt nichts.>> Ich liebe solche Weichware.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil. auf der Hauptseite der CoIDE ist ein
link der es beschreibt.
Download:
Note: This version has not integrated GCC compiler. Before using CoIDE,
you need to set GCC Toolchain first. Click here to see how to set.
http://www.coocox.org/CoIDE/Compiler_Settings.html
Wenn man denn gar nichts tun will sollte man es doch ganz lassen.
Glaub mal nicht, dass du bei Keil ohne welche Einstellungen dein
Programm in das Flash bekommst
Ian schrieb:> Nachdem jetzt von CooCox wiederholt meine Firewall getriggert wurde,> schmeiß ich das Zeugs wieder in den Müll.
Naja, hinter CooCox steht ja eine Chinesische Uni
(http://www.coocox.org/aboutus.htm). Ein Schelm, wer böses dabei
denkt...
Ich muss auch sagen, dass Coocox bislang die am simpelsten
einzurichtende IDE war die ich je nutzte. Nach 15 Minuten läuft
eigentlich immer alles.
Hab die Software jetzt schon auf 5 Rechnern eingerichtet und nie größere
Probleme gehabt.
Peter Dannegger schrieb:> Ich hab hier ein NuTiny-SDK-120 rumliegen. Da ist ein Debugger mit dran,> den kann man abbrechen.
Uhm, im Sinne von 'kannste knicken'? :-P Oder ist da eine
Sollbruchstelle im Board und du kannst den Debug Port entfernen?
Ich hab hier den VL Discovery mit der letzten unbeschränkten Vollversion
von Atollic TS. Ich ärgere mich zwar mittlerweile, das ich nicht gleich
den STM32F4 Discovery gekauft hab, aber alles in allem ist das schon
schön schon - installieren, Manual lesen und losprogrammieren ging
innerhalb eines Nachmittags. Das Atollic keine HEX files für den
Programmierer erzeugen wollte war ärgerlich, aber einfach zu lösen.
Ian schrieb:> Nur, wenn mir diese geniale IDE die Fenster nicht so groß macht, daß> deren Inhalt auch zu sehen ist, kann ich ihr garnichts sagen.> Ist wohl doch eher etwas für Spezialisten.
Wie bei jedem neuen Tool muss man sich auch mit CooCox
auseinandersetzen, um es zu begreifen.
Diese Zeit habe ich geopfert und nun bin ich davon vollends begeistert.
Das besagte Fenster ist - wie in der Anlage - trotz meiner leichten
Kurzsichtigkeit klar zu sehen.
>Das wäre dann ja ein voll 5V fähiger 32Bitter, wow.
Gibts mehrere.
>Die Hauptunterschiede des M0 zum M3 sind die fehlende Division und MPU.>Also nichts von Bedeutung.
Beim M0 sind weniger Register benutzbar und Speicherzugriffe müssen
ausgerichtet sein!
MCUA schrieb:> Beim M0 sind weniger Register benutzbar und Speicherzugriffe müssen> ausgerichtet sein!
@MCUA
Sorry, aber was ist mit Speicherzugriffe müssen ausgerichtet sein
gemeint?
Geht es dabei nur darum das jede Byte Variable nun ein doppel Word (bei
32-Bit Architektur) belegt? Ist der Speicher dann eigentlich noch
Byteweise adressierbar? Wäre ja Verschwendung?
Geht es dann hauptsächlich um einen Speicerverlust bei Datentypen
kleiner größe? Oder gibt es da andere Nachteile z.B. den geringeren
Datendurchsatz wenn nur eine Byte Variable dann statt z.B. 4 geladen
werden.
Bin noch nie darauf gestoßen ... aber bei AVR 8-Bit und ARM Cortex3
scheint das ja auch nicht vorhanden zu sein.
Finde hier einige Beiträge sehr interessant zu den
Prozessorarchitekturen und möchte allen für die Beiträg danken. Auch
wenn ein großteil wohl besser zu einer Diskussion des
http://www.mikrocontroller.net/articles/Mikrocontroller_Vergleich
Artikels passen würde ;)
Habe gerade zu meiner Frage auf:
http://www.mikrocontroller.net/articles/Digitaltechnik
Alignment auf größeren Prozessoren ganz unten gefunden, denke da ist
alles gesagt?
Hätte ja auch mal früher beim suchen klappen können ...
Der Unwissende schrieb:> Sorry, aber was ist mit Speicherzugriffe müssen ausgerichtet sein> gemeint?
Nicht ausgerichtet sind Wortzugriffe auf Daten, deren Adresse nicht
durch 4 teilbar ist. Meist ist diese Einschränkung von minderer
Bedeutung, insbesondere wenn man kein Ethernet verwendet.
> Geht es dabei nur darum das jede Byte Variable nun ein doppel Word (bei> 32-Bit Architektur) belegt?
Tut sie nicht.
> Ist der Speicher dann eigentlich noch> Byteweise adressierbar?
Ja.
@die Wissenden :)
Also geht es darum, dass dann kein Datentyp über 2 Felder liegen sollte,
z.B. bei 32 Bit ein long auf Adresse 2-5 liegt, da dann ersteinmal 0-3
geladen werden müsste und danach 4-7 um daraus den Datentyp
zusammenzubasteln?
Das sollte dann doch auch nicht nur bei den schon genannten ethernet
headern auftreten, sondern auch wenn alle Optimierungen ausgeschaltet
sind bei ungünstiger Reihenfolge der Variablendeklaration?
Also:
char a;
long b;
char c;
??? oder wird dann padding eingesetzt, was dann wiederum den
Speicherverbrauch belasten würde ... oder ist das einfach compiler
abhängig?
Der Unwissende schrieb:> Also geht es darum, dass dann kein Datentyp über 2 Felder liegen sollte,> z.B. bei 32 Bit ein long auf Adresse 2-5 liegt, da dann ersteinmal 0-3> geladen werden müsste und danach 4-7 um daraus den Datentyp> zusammenzubasteln?
Yep. Das ist selten vorteilhaft, weil es selbst bei Architekturen, die
damit umgehen können, stets langsamer ist als korrekt justiert.
High-Performance Implementierungen wie x86 kommen besonders schlecht
damit zurecht.
> Das sollte dann doch auch nicht nur bei den schon genannten ethernet> headern auftreten, sondern auch wenn alle Optimierungen ausgeschaltet> sind bei ungünstiger Reihenfolge der Variablendeklaration?
Nein, weil kein Compiler sie so packen wird, wie du das dir vorstellst.
Er wird ggf. Löcher lassen um das zu vermeiden. Es sei denn du verlangst
es ausdrücklich über irgendeine Spracherweiterung.
Peter Dannegger schrieb:> Das wäre dann ja ein voll 5V fähiger 32Bitter, wow.>> Das Atomic-Problem fällt einem auch hier auf die Füße.
Der oben erwähnte RX210 ist ebenfalls ein voll 1,6 - 5,5V 32Bitter,
weshalb er sich (auch) als AVR-Ersatz anbietet.
Das ARMe Atomic-Problem hat er jedoch nicht: BSET, BCLR, ... werden von
Ints nicht unterbrochen.
Und wenn man auf hohe Codedichte Wert legt, es gibt auch Befehle mit 1
Byte Länge. Das sind zum Beispiel kurze Verzweigungen oder auch NOP oder
RTS.
Die ARMs (M3/M4) sind schnell mit 1,25 DMIPS/MHz, wobei die mir
vorliegenden Zahlen dem M0 nur 0,9 DMIPS/MHz zubilligen.
Die RX sind mit 1,56 DMIPS/MHz schneller.
Wenn man mit 128kB Code auskommen kann, bekommt man für die RXe ein
vollständiges HEW (Editor/Compiler/Debugger), kostenlos, was HIER ja
absolut notwendig ist :-)
Die Demoversionen von KEIL und IAR sind insofern blöde, da man kein
Ass-Listing zu sehen bekommt. Gerade zur Abschätzung des erzeugten Codes
ist dies unbedingt notwendig.
Natürlich sind die STM32F4 schöne Teile, wenn es aber um
Controlleraufgaben geht, bleiben bei mir die RX auf Platz 1.
m.n. schrieb:> Die ARMs (M3/M4) sind schnell mit 1,25 DMIPS/MHz, wobei die mir> vorliegenden Zahlen dem M0 nur 0,9 DMIPS/MHz zubilligen.> Die RX sind mit 1,56 DMIPS/MHz schneller.
Aber nur auf den MHz gesehen. RX210 max 50 MHz =78 Mips F4 168 MHz
=210 Mips.
Jörg B. schrieb:> Aber nur auf den MHz gesehen. RX210 max 50 MHz =78 Mips F4 168 MHz> =210 Mips.
Der RX210 ist mit der kleinste der RXe. RX62/RX63 laufen mit 100MHz.
Wenn Du absolute Zahlen vergleichen willst, dann vergleiche bitte auch
die absoluten Preise von RX210 und STM32F4.
Bei Future.
RX210 100 Pin 64 KB Ram 512KB Flash 6,59€
STM32F4 100 Pin 194 KB Ram 512 KB Flash 6,78€
Für 3 mal soviel Ram und mehr als 2 fachen Durchsatz bin ich dann gerne
bereit 19 Cent mehr zu zahlen. ;)
Jörg B. schrieb:> Für 3 mal soviel Ram und mehr als 2 fachen Durchsatz bin ich dann gerne> bereit 19 Cent mehr zu zahlen. ;)
Damit Du den F4 mit 5V betreiben kannst schaltest Du wohl zwei in Reihe?
Das verdoppelt schon mal den Preis :-)
Für 3V Anwendungen kann man den RX621 o.ä. nehmen. Der macht dann 156
DMIPS bei 100MHz und braucht keine zusätzliche Interrupt-Blockaden für
atomare Befehlsabarbeitung.
Wenn man mehr RAM braucht, schließt man ein ext. SDRAM an.
Jetzt sag bloß noch, der F4 würde ext. SDRAM unterstützen?
Über Religionen läßt sich eben vortrefflich streiten. Das ist der
Hauptgrund, warum sich die Menschen weltweit ohne Unterlass die Köpfe
einschlagen - jeden Tag neu in den Nachrichten :-)
Ich bin ja nicht damit angefangen zu vergleichen... Wollte nur deine
Aussage, dass der RX210 schneller wäre im Vergleich zum F4, nicht so
stehen lassen.
Warum sollte der F4 keinen externen Ram unterstützen? Ab 144 Pin tut er
es.
Und die 3,3 V machen ja wohl den Kohl nicht Fett ;)
So genug gesülzt, schönen Abend noch...
Wer 5V braucht ist sicher gut bedient mit dem RX210. Aber wieso steht
hier jeder auf 5V? Moderne Technik läuft doch sowieso eher mit 3,3V (SD
Karten, CPLD, FPGA etc.).
Gut wenn man mit Retro Zeugs rum macht (6502, Z80, TTL) sind die 5V
praktisch. Aber auch die 3,3V Controller sind da einsetzbar mit etwas
Beschaltung.
m.n. schrieb:> Natürlich sind die STM32F4 schöne Teile, wenn es aber um> Controlleraufgaben geht, bleiben bei mir die RX auf Platz 1.
Dank der agressiven Werbung von ARM und der vielen Anbieter, sehe ich
leider keine Chance, einen anderen MC durchzusetzen.
Den Flaschenhals, daß alles aus 3 Befehlen besteht (Load, Operation,
Store) und damit nichts atomar ist, kann man einem Laien nur schwer
verklickern.
Damit die Zuweisungen nicht zu kryptisch werden, werde ich wohl erstmal
einige atomare Macros schreiben müssen.
Das Gewürge mit den Set- und Clear-Registern will ich auf keinen Fall im
Quelltext sehen, das muß irgendwie versteckt werden.
Vielleicht hat ja schon jemand sowas gemacht.
Peter
>Der RX210 ist mit der kleinste der RXe.
es gibt kleinere.
>Den Flaschenhals, daß alles aus 3 Befehlen besteht (Load, Operation,>Store) und damit nichts atomar ist, kann man einem Laien nur schwer>verklickern.
Die Wait-States wohl auch nicht.
Der schnellste STM32 läuft WorstCase dank Gurken-Flash nur mit ca 25MHz.
Der schnellste RX (nä. Jahr) mit 200MHz. Ist das jetzt 8 x schneller?
Nein eher 8..20x schneller, wegen effizienterem OP-Code.
RX geht mom. bis 2MB Flash.
DMIPS-Angaben sind nur statistischer Kram, der zudem noch für RISC
optimiert wurde. Man muss sich für einen Vergleich schon den konkreten
Befehlssatz, f, Takte usw anguggen.
>Das ARMe Atomic-Problem hat er jedoch nicht: BSET, BCLR, ... werden von>Ints nicht unterbrochen.
BMCnd , ADD/FADD dsp16[Rs],Rd , MOV(B,W,L) dsp16[Rs],dsp16[Rd] ,
auch nicht
Peter Dannegger schrieb:> Dank der agressiven Werbung von ARM und der vielen Anbieter, sehe ich> leider keine Chance, einen anderen MC durchzusetzen.
Na ja, ist halt so. Der F4 ist affenschnell!
> Den Flaschenhals, daß alles aus 3 Befehlen besteht (Load, Operation,> Store) und damit nichts atomar ist, kann man einem Laien nur schwer> verklickern.
Aber diese (Laien) werden es sein, die hier dann anfragen: "Mein
Programm läuft eigentlich gut, aber 2-3 mal am Tag bleibt es stehen.
Warum?". :-)
Der NUC120 ist ja auch nicht schlecht. Allerdings finde ich vier
Interrupt-Prioritäten nicht mehr zeitgemäß. Bei so vielen IO-Geschichten
sollte eine feinere Abstufung möglich sein.
Leider habe ich dazu kein vollständiges Datenblatt gefunden. Mich würde
interessieren, ob dieser NUC120 auch ein so 'beschränktes' DMA wie der
F4 hat. Beim F4 läßt sich nämlich anhand der SRC, DEST und CNT Register
nicht erkennen, wieviel schon abgearbeitet wurde. Die zeigen immer die
Startwerte an.
Diese Feinheiten zeigen sich erst, wenn man richtige Anwendungen hat und
nicht nur mit Demoboards herumspielt.
Thomas Winkler schrieb:> Aber wieso steht> hier jeder auf 5V? Moderne Technik läuft doch sowieso eher mit 3,3V (SD> Karten, CPLD, FPGA etc.).
Es ist nicht unbedingt die Nostalgie. 5V Technik ist zwar langsamer aber
auch störunanfälliger. Wenn ich lineare Inkrementalgeber einsetze, so
laufen diese in der Regel mit 5V mit einigen zig-mA. MOSFETs direkt
anzusteuern, ist mit 5V-Pegeln einfacher.
Bei einer stromsparenden Anwendung mit LiPo-Akku kann dieser direkt den
µC versorgen. Die ca. 4,2V Ladespannung werden problemlos verkraftet;
ein 3V-Design muß da passen. Zusätzliche Spannungsregler verbrauchen
Energie und 'Kohle'.
Es kommt eben immer darauf an, was man machen will/muß.
MCUA schrieb:>>Der RX210 ist mit der kleinste der RXe.> es gibt kleinere.
Das war auch meine Aussage.
> Der schnellste STM32 läuft WorstCase dank Gurken-Flash nur mit ca 25MHz.
Aber in der Praxis ist das eher WürstchenKäse. Alles in allem ist er,
wie gesagt, affenschnell :-)
Matthias Sch. schrieb:> Ich hab hier den VL Discovery mit der letzten unbeschränkten Vollversion> von Atollic TS. Ich ärgere mich zwar mittlerweile, das ich nicht gleich> den STM32F4 Discovery gekauft hab,
Matze, soll ich die Bestellung des STM32F4DISCOVERY jetzt doch besser
bleiben lassen? Ich werde da nach Lesen der Threads allmählich diffuser.
Wollte den eigentlich morgen bestellen. Es sollte nur mit Tools
funktionieren, die ich nicht kaufen muß. Sonst trete ich das wieder in
die Tonne.
>> Der schnellste STM32 läuft WorstCase dank Gurken-Flash nur mit ca 25MHz.>Aber in der Praxis ist das eher WürstchenKäse. Alles in allem ist er,>wie gesagt, affenschnell :-)
Ja, wenn man tolerieren kann/darf, dass ein Affe die 1-Mio-EU-teure
CNC-Maschine gegen die Wand fährt.
MCUA schrieb:>>> Der schnellste STM32 läuft WorstCase dank Gurken-Flash nur mit ca 25MHz.>>Aber in der Praxis ist das eher WürstchenKäse. Alles in allem ist er,>>wie gesagt, affenschnell :-)> Ja, wenn man tolerieren kann/darf, dass ein Affe die 1-Mio-EU-teure> CNC-Maschine gegen die Wand fährt.
Dann hat der Affe schlecht programmiert :-)
>Matze, soll ich die Bestellung des STM32F4DISCOVERY jetzt doch besser>bleiben lassen? Ich werde da nach Lesen der Threads allmählich diffuser.
Diffuser in welcher Richtung?
Wenn du bisher nur AVR programmiert hast bläst dir ein
STM32F4 mal frische Luft durchs Hirn. Der wird sich mit
allem langweilen was du ihm anzubieten hast.
>>>> Der schnellste STM32 läuft WorstCase dank Gurken-Flash nur mit ca 25MHz.>>>Aber in der Praxis ist das eher WürstchenKäse. Alles in allem ist er,>>>wie gesagt, affenschnell :-)>> Ja, wenn man tolerieren kann/darf, dass ein Affe die 1-Mio-EU-teure>> CNC-Maschine gegen die Wand fährt.>Dann hat der Affe schlecht programmiert :-)
Oder den Jitter nicht beachtet.
MCUA schrieb:>>>>> Der schnellste STM32 läuft WorstCase dank Gurken-Flash nur mit ca 25MHz.>>>>Aber in der Praxis ist das eher WürstchenKäse. Alles in allem ist er,>>>>wie gesagt, affenschnell :-)>>> Ja, wenn man tolerieren kann/darf, dass ein Affe die 1-Mio-EU-teure>>> CNC-Maschine gegen die Wand fährt.>>Dann hat der Affe schlecht programmiert :-)> Oder den Jitter nicht beachtet.
Was dasselbe ist.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Matze, soll ich die Bestellung des STM32F4DISCOVERY jetzt doch besser> bleiben lassen? Ich werde da nach Lesen der Threads allmählich diffuser.>> Wollte den eigentlich morgen bestellen. Es sollte nur mit Tools> funktionieren, die ich nicht kaufen muß. Sonst trete ich das wieder in> die Tonne.
Lass Dich mal nicht verrückt machen. Das ist eine solide Familie, die
gerade mit dem F4 eine Menge an Möglichkeiten bietet.
Die "schlimmen" Einschränkungen sind eigentlich keine, wenn man sich
halbwegs geschickt anstellt.
Gerade mit dem STM32 hab ich bisher gelernt, dass man 99% der
zeitkritischen Dinge von Timern und DMA erledigen lassen kann, ohne den
Kern in irgendeiner Weise zu belasten. Interrupts brauche ich fast gar
nicht mehr (im Gegensatz zum AVR bspw.)
Wichtig ist: Schritt für Schritt einarbeiten - sonst wirst Du erschlagen
:-)
Chris D.
Ich denke das atomic-Problem wird deutlich überbewertet. Wenn man einen
M4 auch nur ein bisschen ausreizen will in Punkto Flash, dann hat man
soviel Code an der Backe, dass das bei vielen für 2 Leben reicht wenn es
selbst geschrieben ist. Das meiste besteht dann aus Libs. TcpIp Stack,
Softwarecodec u.s.w. Alles ziemlich High-Level. Die Softwareteile wo das
atomic-Problem eine Rolle spielt sind dagegen mehr als vernachlässigbar.
Da kann man damit leben. Und für viele Sachen sind die SET und CLR
Register besser als das verodern oder verunden. Normaler Zugriff auf
int ist auch unalignt atomic bei den Cortexen. 5V an den Eingängen
können auch viele M3 schon ab.
>Ja, wenn man tolerieren kann/darf, dass ein Affe die 1-Mio-EU-teure>CNC-Maschine gegen die Wand fährt.
Sich auf die paar Eigenheiten der Controller einzustellen ist nun
wirklich nicht so schwer. Immer noch besser als PSTR-Orgie beim avr.
>>Ja, wenn man tolerieren kann/darf, dass ein Affe die 1-Mio-EU-teure>>CNC-Maschine gegen die Wand fährt.>Sich auf die paar Eigenheiten der Controller einzustellen ist nun>wirklich nicht so schwer.
Klar, brauchst für harte Echtzeit-Fähigkeit ja 'nur' den ganzen
betreffenden Code auf unlineare ASM-Befehle hin abzuklopfen
MCUA schrieb:> Klar, brauchst für harte Echtzeit-Fähigkeit ja 'nur' den ganzen> betreffenden Code auf unlineare ASM-Befehle hin abzuklopfen
Wo fangen bei dir harte Echtzeit-Fähigkeiten an? Taktgenaues Timing von
Pingewackel ist am extremen Ende davon und meistens keine Forderung.
Harte Echtzeit-Bedingungen lassen sich quantifizieren und das muss man
dann auch in jedem Einzelfall tun. Und folglich in jedem Einzelfall
entscheiden, welche Lösung die sinnvollere ist. Wer jeden allerkleinsten
Jitter vermeiden muss, der ist in dieser Controller-Klasse falsch und
mit CPLDs/FPGAs besser dran (oder beispielsweise XMOS).
Was sind eigentlich nichtlineare Befehle? Wenn du damit alle Befehle
meinst, deren Laufzeit nicht unverrückbar z.B. 2 Takte beträgt: Je höher
die Leistungsfähigkeit einer CPU oder eines Controllers, desto variabler
werden die Befehle. Allein DMA verhagelt schon die exakte
Reproduzierbarkeit.
Peter Dannegger schrieb:> Das Gewürge mit den Set- und Clear-Registern will ich auf keinen Fall im> Quelltext sehen, das muß irgendwie versteckt werden.
Gegen saubere Modularisierung und Layering der Software sprich ja nun
wirklich nichts. Wer bei nichttrivialen Programmen explizites
Pingewackel quer durch den ganzen Quelltext streut, der hat meist etwas
falsch gemacht.
Ich kann allerdings diese Verteufelung solcher Register nicht so recht
nachvollziehen. Klar, es kann ungewohnt sein. Aber es kann auch
Möglichkeiten bieten, für die man per Befehlssatz schon hochkomplexe
Bitfeld-Befehle benötigen würde. Wenn man mehrere Bits eines Ports, aber
nicht alle, gleichzeitig auf einen beliebigen Wert setzen will.
A. K. schrieb:> Was sind eigentlich nichtlineare Befehle? Wenn du damit alle Befehle> meinst, deren Laufzeit nicht unverrückbar z.B. 2 Takte beträgt: Je höher> die Leistungsfähigkeit einer CPU oder eines Controllers, desto variabler> werden die Befehle.
PS: So trifft das ebenfalls auf Renesas RX zu.
A. K. schrieb:> MCUA schrieb:>> Klar, brauchst für harte Echtzeit-Fähigkeit ja 'nur' den ganzen>> betreffenden Code auf unlineare ASM-Befehle hin abzuklopfen
Harte Echtzeitfähigkeit heisst erstmal nur, dass etwas definitiv
innerhalb einer gewissen Zeitspanne reagieren muss - mehr nicht.
> Wo fangen bei dir harte Echtzeit-Fähigkeiten an? Taktgenaues Timing von> Pingewackel ist am extremen Ende davon und meistens keine Forderung.
So sehe ich das auch. Wenn ich es taktgenau und schnell benötige, dann
wird das bspw. über Timer erledigt.
> Harte Echtzeit-Bedingungen lassen sich quantifizieren und das muss man> dann auch in jedem Einzelfall tun. Und folglich in jedem Einzelfall> entscheiden, welche Lösung die sinnvollere ist. Wer jeden allerkleinsten> Jitter vermeiden muss, der ist in dieser Controller-Klasse falsch und> mit CPLDs/FPGAs besser dran (oder beispielsweise XMOS).
Genau so sehe ich das auch. Und gerade bei 1 Mio. teuren Maschinen kommt
es auf die paar Euro wirklich nicht an. Da wird man kaum einen
Controller einsetzen, der so hart an seiner Leistungsgrenze eingesetzt
wird, dass man die Befehle einzeln aussortieren muss.
Dann nimmt man einen FPGA und jemanden, der sich damit auskennt (ich
nicht) aber sicher keinen Controller, den man totoptimieren muss.
Schon die Arbeitszeit, die man dort reinsteckt, macht das sonst
unwirtschaftlich.
> Was sind eigentlich nichtlineare Befehle? Wenn du damit alle Befehle> meinst, deren Laufzeit nicht unverrückbar z.B. 2 Takte beträgt: Je höher> die Leistungsfähigkeit einer CPU oder eines Controllers, desto variabler> werden die Befehle. Allein DMA verhagelt schon die exakte> Reproduzierbarkeit.
Und in 99% der Fälle ist die auch nicht nötig. Wenn sie nötig ist, gibt
es bessere Lösungen (Timer, FPGA, etc.)
Chris D.
Lass dir das F4 Discovery nicht vermiesen! Der STM32F4 ist einfach nur
genial. Wenn man aus der AVR Welt kommt, eröffnet sich mit dem F4 eine
völlig neue, faszinierende Welt!
Thomas Winkler schrieb:> völlig neue, faszinierende Welt
Na mag schon sein, wenn es aber darum geht schnellstmöglich zur
optimalen Produktlösung zu kommen sollte man sich nicht vom schönen
Preis/Leistungsverhältnis der ARM-Hardware Sand in die Augen streuen
lassen! Mit im Paket sind hier ein deutlich erhöhter Aufwand in und für
die Softwareentwicklung. Wo es leistungsmäßig erforderlich ist mag
dieser unumgänglich sein, nur zu oft aber tut es auch ein 8-Bitter.
Verliebtheit in schnelle,leistungsfähige Hardware ist wenig zielführend,
ebenso wie erweiterte und flexible, aber letztlich ungenutzte
Konfigurationsmöglichkeiten die Entwicklung eher komplizierter machen.
> PS: So trifft das ebenfalls auf Renesas RX zu.
Wenn der RX so toll wäre, wäre Renesas nicht kurz vor der Insolvenz:
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/autoindustrie/:autoelektronik-toyota-konsortium-soll-renesas-retten/70094252.html> Na mag schon sein, wenn es aber darum geht schnellstmöglich zur> optimalen Produktlösung zu kommen sollte man sich nicht vom schönen> Preis/Leistungsverhältnis der ARM-Hardware Sand in die Augen streuen> lassen! Mit im Paket sind hier ein deutlich erhöhter Aufwand in und für> die Softwareentwicklung. Wo es leistungsmäßig erforderlich ist mag> dieser unumgänglich sein, nur zu oft aber tut es auch ein 8-Bitter.> Verliebtheit in schnelle,leistungsfähige Hardware ist wenig zielführend,> ebenso wie erweiterte und flexible, aber letztlich ungenutzte> Konfigurationsmöglichkeiten die Entwicklung eher komplizierter machen.
Die ARM-Programmierung ist auch für Einsteiger nicht schwieriger als
AVR. Schwierig wird es natürlich bei grossen ARMs mit viel Peripherie.
Für den Einsteiger empfiehlt sich daher ein kleiner ARM, z.B. LPC1114,
den gibt es sogar als DIP fürs Steckbrett:
Beitrag "DIP-ARM Samples von Arrow"
Aber auch beim F4 Discovery kommt man durch die vielen Beispiele gut
rein.
Richtig, und das discovery passt auch auf das Steckbrett oder
Lochraster.
Sicher, wenn man vom AVR umsteigt auf den ARM muss man zeit investieren.
Das ist wohl bei jedem Plattformwechsel so.
Aber ich wage jetzt zu behaupten: sobald man sich die Grundbasis an Code
geschaffen hat, ist man mit dem F4 Discovery genauso schnell wie mit dem
AVR. Das gilt natürlich auch für den Renesas oder diesem TI Cortex-M4.
Ich würde jedenfalls nicht mehr auf AVR zurückgehen. Selbst wenn es nur
eine blinkende LED sein soll, seit es dieses 5€ Board von TI gibt.
Peter Dannegger schrieb:> Den Flaschenhals, daß alles aus 3 Befehlen besteht (Load, Operation,> Store) und damit nichts atomar ist, kann man einem Laien nur schwer> verklickern.
Der Anfänger sollte sich auch erst mal besser mit 8051, PIC, AVR o.ä.
amüsieren, bis er kein völliger Laie mehr ist. Besser sogar noch mit
einem 8085 oder 8048. ;-)
Ich besitze noch das Buch von Günter Schmitt zum 8085. Das ist zwar
schon 30 Jahre alt, aber er als Professor schlägt einfache µC und µP zum
Einstieg vor.
Man fängt ja auch klein an, nicht groß.
Na ja, die Dinge bei modernen µC sind halt etwas komplexer als beim
Standard-8051, aber man kann damit umgehen. Ich selbst hatte so einen
Brassel mit einer Variablen in den LPC2000 mal. Kein Voll-Laie mehr,
ahnt man aber, was so alles passiert. Und man bekommt es auch selbst
heraus. Wenn man sie an zwei Stellen verwendet, kann es passieren, daß
auf einmal mitten im Lesevorgang ein anderer Wert drin steht. Dann muß
man sie halt atomarisieren. ;-)
Oder die Handler für Spurious- und Surprise-Interrupt, Nesting
Interrupts, oder Interface zwischen Assembler und C einmal im THUMB-Mode
und einmal im ARM-Mode.
Oder Assembler-Befehle zählen, um die Laufzeit zu ermitteln. ;-)
Wenn man das aber alles ein mal weiß, ist es gut.
Chris D. schrieb:> Wilhelm Ferkes schrieb:>> Matze, soll ich die Bestellung des STM32F4DISCOVERY jetzt doch besser>> bleiben lassen? Ich werde da nach Lesen der Threads allmählich diffuser.>> Wollte den eigentlich morgen bestellen. Es sollte nur mit Tools>> funktionieren, die ich nicht kaufen muß. Sonst trete ich das wieder in>> die Tonne.> Lass Dich mal nicht verrückt machen. Das ist eine solide Familie, die> gerade mit dem F4 eine Menge an Möglichkeiten bietet.
Grundsätzlich interessiert er mich nach wie vor. Muß nur noch mal die
Bestellung absenden. ARM an sich kenne ich noch von den LPC2000. Dort
mußte ich mich ja auch mal ganz alleine einarbeiten.
> Die "schlimmen" Einschränkungen sind eigentlich keine, wenn man sich> halbwegs geschickt anstellt.
Das denke ich auch so.
> Gerade mit dem STM32 hab ich bisher gelernt, dass man 99% der> zeitkritischen Dinge von Timern und DMA erledigen lassen kann, ohne den> Kern in irgendeiner Weise zu belasten. Interrupts brauche ich fast gar> nicht mehr (im Gegensatz zum AVR bspw.)
Oha, sowas ist mir neu. Wie kommt man ohne Interrupts aus? Wenigstens
Timer betreibt man doch nur im Interrupt. Kannst du das näher erläutern?
Die LPC2000 waren gegenüber dem 8051 schon affenartig schnell, so daß
wir damals sogar auf die meiste Interruptpriorisierung verzichten
konnten, und alle Interrupts gleich priorisiert als IRQ anordneten. Wir
brauchten für eine präzise Zeitmessung nur eine einzelne höhere
Priorisierung, den FIQ. Das reichte.
Haben die Cortex-M4 eigentlich auch noch diese ARM- und THUMB-Modes mit
Umschaltung und gemischter Verwendung im Code, wie im LPC2000?
> Wichtig ist: Schritt für Schritt einarbeiten - sonst wirst Du erschlagen>> :-)
Ach was, vor dem µC habe ich keine Panik, ganz im Gegenteil. Ich freue
mich mal auf was moderneres.
Eher werde ich Kopfschmerzen bekommen, eine Toolchain vollständig und
problemlos ans Laufen zu bekommen. Bzw. erst mal die richtigen
Komponenten zusammen suchen. Es gibt ja hier bereits einen älteren
Thread, wenn man in der Forensuche nach dem Board sucht. Den SDCC mit
Geany als Oberfläche und Batch-Files bekam ich immer noch hin. Und
Debugging auf meine eigene alte Art.
Bei den Discovery-Boards wird ja sicher nicht viel im Lieferumfang dabei
sein, nicht mal das Mini-USB-Kabel. Bei dem Preis habe ich dafür aber
auch vollstes Verständnis.
> Chris D.
Willem
klopp die AVRs in die Tonne ;-)
Sicherlich ist der Umstieg zunächst mal ein gewisser Aufwand. Aber ich
kann aus Erfahrung sagen, dass man sich mit einem stm32F4 genauso
schnell etwas aufbauen kann wie mit einem AVR. Die Bibliotheken sind
umfangreich und gut dokumentiert und es gibt massig Beispiele im Netz
(oder bei freien IDEs wie Coocox schon per Klick integrierbar. --> da
blinkt die LED schneller als man sich einen Tee kochen kann).
Man sollte einfach den Kopf frei machen von der Angst vor der
Komplexität. Einfach mal GPIOs ansprechen und LED blinken lassen. Dann
hat man verstanden wie man die Peripherie mit der vorhandenen Bib.
konfiguriert und die anderen Sachen wie USART, ADC usw geht dann flux
von der Hand.
Und wenn man einmal alles angesprochen hat gehen die nächsten Projekte
super schnell.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Haben die Cortex-M4 eigentlich auch noch diese ARM- und THUMB-Modes mit> Umschaltung und gemischter Verwendung im Code, wie im LPC2000?
Nein. Nur Thumb. Bei M0 nur Thumb, bei M3 und M4 als Thumb-2, was viele
Möglichkeiten von ARM zu Thumb hinzufügt und damit den
Performance-Nachteil aufhebt.
wutz schrieb:> da blinkt die LED schneller als man sich einen Tee kochen kann
Den Trick mußt du mir jetzt aber mal verraten, wie man in geringfügig
mehr als 250ms einen Tee kocht. ;-)
Vielleicht einen Mikro-Tee aus der Mikro-Küche.
> klopp die AVRs in die Tonne ;-)
Aach! Nicht doch! Ich werde meine 8051-er auch nicht in die Tonne
kloppen. Vielleicht sind sie mal ein Hilfsmittel, um mit den größeren
Controllern zusammen zu arbeiten. Z.B. über UART gekoppelt, wenn ich auf
dem 8051-Board schon was interessantes habe.
Beispiel: Eines meiner 8051-Boards hat den ollen
Keyboard-Display-Controller 8279 mit Tastatur-Matrix und 30 Tasten, der
den µC voll entlastet, und dem µC eine schon fertig entprellte Taste
sogar mit N-Key-Rollover sendet, wenn man das so programmiert.
Ein anderes 8051-Board hat 2x40 Zeichen LCD, und DCF77, was über RS232
auch ausgegeben wird. RS232 haben sowieso alle. Manche auch LWL am UART.
Oder die alten µC alleine. Für kleine Aufgaben.
Wenn ich mich nicht ganz täusche, ist sogar der olle 8085 aktuell der
meist produzierte µP bei Intel. Das hat Gründe.
Und es gibt auch noch 4-bit-µC.
A. K. schrieb:> Nein. Nur Thumb. Bei M0 nur Thumb, bei M3 und M4 als Thumb-2, was viele> Möglichkeiten von ARM zu Thumb hinzufügt.
Was bedeutet das jetzt konkret für mich? Keinen 32-bit-Code?
Wilhelm Ferkes schrieb:> Was bedeutet das jetzt konkret für mich? Keinen 32-bit-Code?
Thumb ist 32-Bit Code, codiert in 16 Bit breiten Befehlen. In Thumb-2
dürfen sie wieder etwas länger sein, d.h. einige sind in 32 Bits
codiert. Beipielsweise 3-Adress Operationen mit integriertem Shift und
die Möglichkeit, in 2 Befehlen eine 32-Bit Konstante zu laden. Auch die
bedingte Ausführung, ein Alleinstellungsmerkmal der ARM Architektur, ist
wieder da. Aber diesmal nicht als Teil jedes Befehls, sondern
codierungmässig günstiger als Präfix, der die Bedingungen von bis zu 4
Folgebefehlen definiert.
A. K. schrieb:> Thumb ist 32-Bit Code, codiert in 16 Bit breiten Befehlen.
Etwas kastriert allerdings. Der Code wird aus dem Programmspeicher auf
jeden Fall in 16 bit geholt, nicht in 32 bit.
ARM und THUMB hatten doch im ARM7TDMI-S einen Grund, oder? ARM-Code
direkt in 32 bit geholt ist etwas schneller, und THUMB spart etwas
Codelänge?
Aber seis drum. Mit THUMB kann man sicher auch auskommen.
man sollte bei den alten ARM7 chips nicht übersehen das das flash damals
meist extern war und nur mit 16 bit angebunden war. da macht dann thumb
schon wieder sinn. statt 2 speicherzugriffe nur noch einen.
Wilhelm Ferkes schrieb:> ARM und THUMB hatten doch im ARM7TDMI-S einen Grund, oder? ARM-Code> direkt in 32 bit geholt ist etwas schneller, und THUMB spart etwas> Codelänge?
Richtig. Und Thumb-2 ist die Synthese aus beidem. Performance wie ARM,
Länge wie Thumb. Wenn man ARMs Benchmarks ernst nimmt, dann sogar
schneller als ARM, weil nach Jahren der Divisionsabstinenz ARM plötzlich
festgestellt hat, wie wichtig die nur in Thumb-2 existierenden
Divisionoperationen sind. Und die deshalb viel häufiger als früher in
den Benchmarks auftauchen. ;-)
123 schrieb:> man sollte bei den alten ARM7 chips nicht übersehen das das flash damals> meist extern war und nur mit 16 bit angebunden war.
Nicht bei bspw. LPC2129 oder LPC2138. Die hatten ausreichend Flash, daß
man oft kein externes brauchte.
ARM7TDMI wurde 1994 definiert, da war interner Flash-Speicher noch nicht
sonderlich verbreitet. Es gibt allerdings ARM7TDMI Implementierungen,
deren Flash-Bandbreite für nativen ARM Code nicht ausrecht (Analog
Devices, Atmel). Bei den LPC2000 war das kein Problem.
A. K. schrieb:> Performance wie ARM,> Länge wie Thumb. Wenn man ARMs Benchmarks ernst nimmt, dann sogar> schneller als ARM,
Ich kenne es noch anders. Das ist aber schon 5 Jahre her, quasi
Mittelalter. Thumb erreichte (jetzt grob geschätzt) z.B. um die 70-80%
Speed gegenüber ARM, dafür brauchte THUMB nur 70-80% Codespeicher
gegenüber ARM.
Der THUMB-Mode war in den LPC2000 hauptsächlich deswegen drin, falls man
im ARM-Mode mit dem integrierten Flash nicht ganz aus kommt, und nicht
so zeitkritischen Code flashsparend in THUMB machen konnte.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Ich kenne es noch anders. Das ist aber schon 5 Jahre her, quasi> Mittelalter. Thumb erreichte (jetzt grob geschätzt) z.B. um die 70-80%> Speed gegenüber ARM, dafür brauchte THUMB nur 70-80% Codespeicher> gegenüber ARM.
Das bezieht sich auf Thumb, ich mich aber auf Thumb-2.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Der Anfänger sollte sich auch erst mal besser mit 8051, PIC, AVR o.ä.> amüsieren, bis er kein völliger Laie mehr ist.
Wenn man bei Nuviton (ehem. Winbond) nachschaut, wird man erstaunt
feststellen, daß die nicht nur Cortex M0, sondern auch neue 8051-er im
Programm haben.
Angefangen vom 12T Klassiker über 6T (Philips), 4T (Dallas) bis zum
schnellen 1T (Atmel).
Es muß also noch ein bedeutender Markt für die 8051-er existieren.
Peter
Peter Dannegger schrieb:> Es muß also noch ein bedeutender Markt für die 8051-er existieren.
Der 8051, schon 25 Jahre tot gewünscht, lebt!
Und ich bereue deswegen nicht, daß ich mal mit dem Ur-8051 begann.
Die ganzen interessanten SiLabs-Derivate, habe noch ein Board. Das
sollte ich auch mal auspacken.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Matze, soll ich die Bestellung des STM32F4DISCOVERY jetzt doch besser> bleiben lassen? Ich werde da nach Lesen der Threads allmählich diffuser.
Nee, nee, das ist schon das richtige. Die VL Dicovery haben den
STM32F103RB, und der ist im Vergleich zu einem XMega nicht wirklich der
Bringer, es gab sie halt um die Ecke hier bei Segor, und den STM32F4
Discovery nicht. Dieser ist deutlich schneller und hat die neuere
Architektur, und kostet nur ein paar Mäuse mehr. Es lohnt sich also, den
STM32F4 Discovery zu holen und nicht den VL Discovery (ValueLine).
Mit der Toolchain ist das so eine Sache. Ich hatte vor ein paar Monaten
noch die Atollic Jungs genommen, weil da alles fertig konfiguriert war
und sie keine Codebeschränkung hatten. Nun wollen sie Geld und sind
nicht besser als die anderen. Demnächst muss ich also mal mit CooCox
oder Eclipse auseinandersetzen, wobei Eclipse wohl die eierlegende
Wollmilchsau ist und verschiedenste Architekturen und Prozessoren
unterstützt. Die Konfiguration dauert aber - Internet und eine Menge
Zeit wird man wohl brauchen. Coocox muss ich mir mal anschauen, davon
hab ich null Ahnung.
Matthias Sch. schrieb:> Nun wollen sie Geld und sind> nicht besser als die anderen.
Genau das ist es ja, meine Fragen. Nicht, daß ich bei der Toolchain auf
einem Rest von 10% sitzen bleibe, und das streng limitiert ist. Oder
einen Teil davon gar nicht bekomme.
Ich muß ja mit den berühmten 374 Euronen Lebensunterhalt im Monat rund
kommen, du weißt sicher, was ich meine. ;-)
Aber sonst: Danke für deine Anmerkungen.
MCUA schrieb:> Der schnellste STM32 läuft WorstCase dank Gurken-Flash nur mit ca 25MHz.> Der schnellste RX (nä. Jahr) mit 200MHz. Ist das jetzt 8 x schneller?> Nein eher 8..20x schneller, wegen effizienterem OP-Code.
Das ist natürlich kompletter Unsinn. Würde man auf PCs deine
Interpretationskünste anwenden, dann wären sie heute kaum schneller als
vor 20 Jahren. Weil demzufolge jeder Befehl 100 oder 200 Takte benötigen
würde.
Richtig ist nur, dass die Pipeline der RX CPUs effizienter ist als die
sehr simple Pipeline der ARM7/Cortex-M Cores.
A. K. schrieb:> Richtig ist nur, dass die Pipeline der RX CPUs effizienter ist als die> sehr simple Pipeline der ARM7/Cortex-M Cores.
Wegen des schmalen Cores sind die ARM auch energiesparsam. Manch einer
zieht das ernsthaft als Kriterium heran, ich einst auch mal.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Wegen des schmalen Cores sind die ARM auch energiesparsam. Manch einer> zieht das ernsthaft als Kriterium heran, ich einst auch mal.
Da wirds etwas komplizierter. Ein kleiner Core frisst weniger Strom. Die
Frage ist dann, ob man mit einem pro Takt schnelleren Core bei deshalb
niedrigerem benötigten Takt mehr oder weniger Strom benötigt. Und die RX
sind unstrittig pro Takt schneller als die Cortex-M.
Die Antwort auf diese Frage hängt nicht zuletzt mit dem verwendeten
Herstellungsprozess und dessen Designrules zusammen.
Beispiel: Nvidias Tegra 3 hat sichtbar 4 Cores, technisch aber 5. Einer
davon ist mit low-power Designrules gebaut, mit entsprechend niedriger
Taktgrenze, die anderen sind auf Performance optimiert. Ist wenig los,
dann wird auf den low-power Core gewechselt und den anderen 4 wird der
Strom gekappt. Ohne diesen low-power Core wäre es möglicherweise
sinnvoller, den Job schneller abzuarbeiten um sich früher wieder
schlafen legen zu können (Intels Empfehlung für Atom).
Der krasseste Fall war Intels Pentium 4. Dessen Designrules waren so
sehr auf Performance getrimmt, dass er aufgrund der Leckströme auch
völlig ohne Takt schon eine aktive Kühlung benötigte.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Chris D. schrieb:>> Gerade mit dem STM32 hab ich bisher gelernt, dass man 99% der>> zeitkritischen Dinge von Timern und DMA erledigen lassen kann, ohne den>> Kern in irgendeiner Weise zu belasten. Interrupts brauche ich fast gar>> nicht mehr (im Gegensatz zum AVR bspw.)>> Oha, sowas ist mir neu. Wie kommt man ohne Interrupts aus? Wenigstens> Timer betreibt man doch nur im Interrupt. Kannst du das näher erläutern?
Prinzipiell hat man natürlich dieselben Möglichkeiten wie bei den AVRs,
aber z.B. durch DMA noch deutlich mehr.
Ein Beispiel, welches ich im Moment teste (ich arbeite mich ja selbst
noch ein :-)
Zwei Audiosignale werden per externem ADC mit je 16 Bit gewandelt und
per I2S an den STM32F4 geschickt. Gleichzeitig erzeuge ich per Timer
einen 100ns-Takt, der zwei DMA-Kanäle "befeuert". Der erste Kanal liest
die gewandelten Werte und speichert sie in je einem Ringpuffer. Der
zweite Kanal liest an anderer Stelle im Puffer die Daten wieder aus und
schiebt diese in die internen DACs (die allerdings nur mit 12 Bit
wandeln). Je nach "Abstand" der schreibenden und lesendenn DMA-Zeiger
ergibt sich dann eine entsprechende Verzögerung und zwar mit 100ns
Auflösung.
Das alles funktioniert nach Initialisierung der Module (I2S, DMA, DAC)
ohne ein Programm im Hintergrund. Der STM32F4 dreht also quasi Daumen
;-)
So kann man im STM32F4 intern viele "Strippen ziehen": wenn ein Text per
ausgegeben werden soll, lässt man den UART einfach nach Ende der
Zeichenübertragung an die DMA senden, dass sie gefälligst das nächste
schicken soll. Diese macht das und der UART sendet vollautomatisch das
nächste Zeichen.
Das alles geht komplett ohne Interrupts - und erheblich schneller:
wie gesagt: der obige Ringpuffer wird mit 10MHz befüllt und gelesen!
Chris D.
@A.K.:
Sehr interessant, Deine Einlassungen zu den Architekturen - lese ich
immer gerne und mit großem Interesse. Ich spreche sicher auch für
andere: Bitte mehr :-)
Chris D. schrieb:> Zwei Audiosignale werden per externem ADC mit je 16 Bit gewandelt und> per I2S an den STM32F4 geschickt. Gleichzeitig erzeuge ich per Timer> einen 100ns-Takt, der zwei DMA-Kanäle "befeuert".
Es gibt ja so manche Audiophile, aber mir war bisher noch keiner
begegnet, der deswegen Audiodaten mit 10MHz abtastet. Selbst bei
Fledermäusen wär das noch eine Grössenordnung zu schnell. :-)
> Zwei Audiosignale werden per externem ADC mit je 16 Bit gewandelt und> per I2S an den STM32F4 geschickt. Gleichzeitig erzeuge ich per Timer> einen 100ns-Takt, der zwei DMA-Kanäle "befeuert". Der erste Kanal liest> die gewandelten Werte und speichert sie in je einem Ringpuffer. Der> zweite Kanal liest an anderer Stelle im Puffer die Daten wieder aus und> schiebt diese in die internen DACs (die allerdings nur mit 12 Bit> wandeln). Je nach "Abstand" der schreibenden und lesendenn DMA-Zeiger> ergibt sich dann eine entsprechende Verzögerung und zwar mit 100ns> Auflösung.
Hallo Chris!
Ich interessiere mich auch sehr für die Möglichkeiten des STM32F4 und
habe auch schon einige Sachen mit dem Discovery Board getestet. Die DMA-
Geschichte interessiert mich besonders.
Habe ich das richtig verstanden, dass in deinem Beispiel der Timer einen
DMA-Request erzeugt und dann der DMA entsprechend im Takt dieser
Requests mit inkrementerendem Zeiger auf ein Array zugreift im Circular
mode?
Ich habe neulich überlegt ob es möglich wäre einen GPIO-Port per DMA zu
setzen. Allerdings konnte ich im Datenblatt im entsprechenden
Request-Mapping keinen GPIO-Port finden.
Ich wollte eine Sequenz auf dem GPIO-Port erzeugen (habe auch einen
Thread im Forum hinterlassen, aber da hat sich keiner gemeldet :-) ).
Wenn das ginge wäre das natürlich genial. Damit könnte man diverse
schöne Dinge machen, ohne das die CPU einen Finger rühren muss.
DMA-Anfänger schrieb:> Ich habe neulich überlegt ob es möglich wäre einen GPIO-Port per DMA zu> setzen. Allerdings konnte ich im Datenblatt im entsprechenden> Request-Mapping keinen GPIO-Port finden.
Der DMA-Kanal wird nicht auf den Port sondern auf den Timer gemappt.
Weil es dabei um die Auslösung geht. Worauf der Kanal dann konkret
zugreift, das ist per Adresse frei wählbar, darf also auch ein Port
sein.
> Der DMA-Kanal wird ja auch mit dem Timer assoziiert, nicht mit dem Port.> Weil es bei dieser Assoziierung um die Auslösung geht. Worauf der Kanal> dann konkret zugreift, das ist per Adresse frei wählbar. Das darf also> auch ein Port sein.
Das bedeutet für eine Sequenz auf einem GPIO-Port müsste ich lediglich
durch einen Timer Requests auslösen (Channel + Stream entsprechend der
Request-Mapping-Tabelle auf Timer konfigurieren) woraufhin dann mittels
DMA auf ein Array mit Werten (für die Sequenz) zugegriffen wird und als
Ziel (DMA_PeripheralBaseAddr) dann die Baseadresse des BSRR angegeben
wird?
Fast korrekt. Du musst schon die exakte Registeradresse angeben, nicht
die Basisadresse vom GPIO Registerblock. Also beispielsweise die Adresse
vom BSRR.
MCUA wird das aber bestimmt nicht imponieren, denn auch DMA ist nicht
gänzlich frei von Jitter. ;-)
A. K. schrieb:> Fast korrekt. Musst schon die exakte Portadresse angeben, nicht die> Basisadresse.
Ja genau - so habe ich es auch gemeint :-)
Klingt ziemlich genial das Ganze. Im Grunde kann man so ja wirklich
nahezu beliebig Daten zwischen Peripherie und Memory herumschieben ohne
CPU-Belastung. Das ist wirklich interessant.
Wenn man zum Beispiel WAV-Dateien abspielen will, geht das komplett ohne
CPU-Last.
Zu Chris Beispiel mit dem Ringpuffer fällt mir spontan ein Echo-Effekt
ein. Man könnte die Daten per DMA einlesen und dann verzögert und
schrittweise leiser wiedergeben. Dabei muss die CPU fast nichts machen.
Interessant wäre überhaupt die Nutzung als Effektgerät.
> MCUA wird das aber bestimmt nicht imponieren, denn auch DMA ist nicht> gänzlich frei von Jitter. ;-)
Kannst du das noch ein wenig näher erläutern?
Danke!
DMA-Anfänger schrieb:>> MCUA wird das aber bestimmt nicht imponieren, denn auch DMA ist nicht>> gänzlich frei von Jitter. ;-)>> Kannst du das noch ein wenig näher erläutern?
Die Zeit zwischen Ablauf des Timers, also Auslösung des DMA-Kanals, und
dem Zugriff des Kanals auf das Portregister ist nicht notwendigerweise
konstant. Je nachdem was zu dem Zeitpunkt der Auslösung grad auf dem Bus
passiert kann es sich paar Takte verzögern.
Chris D. schrieb:> Wie auch immer. Hauptsache, Du unternimmst etwas.>> Dann schreibst Du ein schönes Tutorium über den STM32, wie man mit dem> GDB debuggen kann, mit guten Beispielen, erklärst die Takterzeugung, wie> man die für Timer berechnet, wie DMA funktioniert usw. und baust Dir> daraus eine ordentliche Homepage.>> Dann schreibst Du Abstraktionsbibliotheken z.B. für Grafikerzeugung und> setzt Dich vielleicht mit einem RTOS auf dem STM32 auseinander.>> Dazu dann noch "Wilhelms Programmschnipsel", wo jede Woche irgendeine> einfache pfiffige Routine angeboten wird.>> Irgend so etwas eben.>> Und ruckzuck hast Du reichlich Leser, die mit Fragen kommen und Hilfe> benötigen. Und da sind dann auch schnell mal Firmen dabei.>> Du wärst nicht der erste, der so zu Projekten und Arbeit kommt.
Ich melde mich jetzt schon als potentieller Leser an ;-)
Habe mir eben das STM32F4DISCOVERY bestellt und möchte da versuchen
damit klar zu kommen. Es wird sicher holprig werden der Weg, aber
machbar ist es auf jedenfall.
> Die Zeit zwischen Ablauf des Timers, also Auslösung des DMA-Kanals, und> dem Zugriff des Kanals auf das Portregister ist nicht notwendigerweise> konstant. Je nachdem was zu dem Zeitpunkt der Auslösung grad auf dem Bus> passiert kann es sich paar Takte verzögern.
hmm... Wie sieht das aus, wenn ich nur einen Kanal eines Streams
aktiviere? Dann kommen mir für den entsprechenden Stream ja keine
Requests von anderen Kanälen in die Quere. Wie ich eben gesehen habe
gibt es ja auch noch Möglichkeiten die DMA-Priorität zu verändern (es
gibt 4 Stufen von low bis very high). Ich kann jetzt grade aber nicht
abschätzen wie stark der Jittereffekt schlimmstenfalls wird. Müsste man
sich wohl mal in der Praxis angucken.
> Dank der agressiven Werbung von ARM und der vielen Anbieter, sehe ich> leider keine Chance, einen anderen MC durchzusetzen.
Warum ist dann beim Halbleiter-Ranking oben kein ARM-Hersteller?
>Wer jeden allerkleinsten>Jitter vermeiden muss, der ist in dieser Controller-Klasse falsch und>mit CPLDs/FPGAs besser dran (oder beispielsweise XMOS).
Nein. Man verwendet keine CPLDs/FPGAs (auch nicht für ne teure
CNC-Maschine), wenn man nicht muss. Und manche Controller sind halt
besser als andere.
"Controller-Klasse" ist nicht definiert.
>Je höher die Leistungsfähigkeit einer CPU oder eines Controllers, desto >variabler werden die Befehle.
Achso, je besser desto besser. Das ist keine Aussage.
Und ARM kann selbst mit kleinen Mem-bereichen NICHTMAL rechnen,
geschweige denn bei "besseren" CPUs "besser" rechnen.
>> Der schnellste STM32 läuft WorstCase dank Gurken-Flash nur mit ca 25MHz.>> Der schnellste RX (nä. Jahr) mit 200MHz. Ist das jetzt 8 x schneller?>> Nein eher 8..20x schneller, wegen effizienterem OP-Code.>Das ist natürlich kompletter Unsinn.
Totaler Quatsch.
Bei Hard-Realtime sinds 25MHz.
Da kannst du reden (und hoffen) wie du willst. (oder musst extremen
Aufwand betreiben). Also was sind 200/25?
>Würde man auf PCs deine Interpretationskünste anwenden, dann wären>sie heute kaum schneller als vor 20 Jahren.
Humbug zum Quadrat.
Die etlichen Nachteile von ARM habe ja schon genannt.
Da kannst DU INTERPRETIEREN, wie du willst.
(Vergleich mit PCs ist Blödsinn, weil etliche Parameter ganz anders
sind)
>Weil demzufolge jeder Befehl 100 oder 200 Takte benötigen
Quatsch. hab ich nie behauptet.
>Richtig ist nur, dass die Pipeline der RX CPUs effizienter ist als die>sehr simple Pipeline der ARM7/Cortex-M Cores.
Quatsch.
OP-Code ist besser, Pipeline ist besser, Flash ist besser, Periferie ist
besser, UB-Bereich ist besser.
Anders gesagt (bei Ausführung ausm Flash), RX kann all das das, was (der
olle) ARM kann, und vieles mehr.
So, jetzt kannst du interpretieren.
DMA-Anfänger schrieb:> hmm... Wie sieht das aus, wenn ich nur einen Kanal eines Streams> aktiviere? Dann kommen mir für den entsprechenden Stream ja keine> Requests von anderen Kanälen in die Quere.
Die nicht, aber möglicherweise die CPU. Wenn die in der Zeit nicht
pennt, sondern langsame Peripheriebusse beansprucht. Der DMA-Kanal muss
warten bis der laufende Buszyklus beendet ist.
> abschätzen wie stark der Jittereffekt schlimmstenfalls wird. Müsste man> sich wohl mal in der Praxis angucken.
Müsste man auch ohne Scope mit dem Gerät selbst messen können.
Programmier einen DMA-Kanal auf einen mit vollem Takt laufenden Timer
und lese damit den Timer-Wert aus.
A. K. schrieb:> Chris D. schrieb:>> Zwei Audiosignale werden per externem ADC mit je 16 Bit gewandelt und>> per I2S an den STM32F4 geschickt. Gleichzeitig erzeuge ich per Timer>> einen 100ns-Takt, der zwei DMA-Kanäle "befeuert".>> Es gibt ja so manche Audiophile, aber mir war bisher noch keiner> begegnet, der deswegen Audiodaten mit 10MHz abtastet. Selbst bei> Fledermäusen wär das noch eine Grössenordnung zu schnell. :-)
Oh, das war wohl missverständlich :-)
Die Audioabtastung erfolgt mit 96kHz, nur das Schreiben in den
Ringpuffer mit 10MHz. Es sind also durchaus mehrere gleiche Werte im
Puffer.
Aber nur so erreiche ich eine Granulierung von 100ns bei der
Signalverzögerung.
Chris D.
MCUA schrieb:>>Je höher die Leistungsfähigkeit einer CPU oder eines Controllers, desto>>variabler werden die Befehle.> Achso, je besser desto besser. Das ist keine Aussage.
Die Aussage war: Leistungssteigernde Massnahmen in CPUs reduzieren die
Kalkulierbarkeit der Laufzeit einzelner Befehle. Die Laufzeit lässt sich
also nicht mehr allein durch einen Blick ins Manual bestimmen.
Und davon ist bereits RX betroffen, stärker als ein im RAM laufender
ARM7. Weshalb? Wie gross ist die worst case Laufzeit von sowas wie ADD
R1,R2? Laut Manual 1 Takt kann sie aber auch 2 Takte betragen. Das liegt
an der anderen Pipeline, bei ARM7 und Cortex-M tritt dieser Effekt
nicht auf.
> Bei Hard-Realtime sinds 25MHz.
Deine fragwürdige Ansicht zu "Hard-Realtime" wurde oben schon behandelt.
Die völlig falsche Rechnung mit 200/25 wird durch Wiederholung nicht
besser. Waitstates - auf die du offenbar raus willst - bremsen den Fetch
bei sequentiellem Code wenig bis überhaupt nicht, da beispielsweise ein
Prefetch in Verbindung mit (hoffentlich ausreichender) Flash-Bandbreite
das ausbügelt. Hauptsächlich nichtsequentieller Befehlsfluss ist davon
betroffen, sowie Datenzugriff auf Flash. Auf deine 25MHz käme man aber
nur, wenn jeder einzelne Befehl davon betroffen wäre, was nie der Fall
sein kann. Nicht einmal im worst case.
Übrigens behauptet diesen Unfug nicht einmal Renesas. Immerhin werben
die mit einem Wert um die 1,6 DMIPS/MHz gegenüber den 1,25 von
Cortex-M3, nicht von 10 DMIPS/MHz. Zwar gilt der ARM-Wert nur ohne
Waitstates, aber das hat nicht annähernd die Märchendimension, die du
hier zeichnest.
MCUA schrieb:>>Weil demzufolge jeder Befehl 100 oder 200 Takte benötigen> Quatsch. hab ich nie behauptet.
Das war eine Extrapolation aus deiner Ansicht, dass für "Hard-Realtime"
als Laufzeit einer Befehlssequenz unbedingt die maximal mögliche
Laufzeit jedes einzeln betrachteten Befehls ohne Berücksichtigung vom
Kontext addiert werden muss. Anders kommt man nämlich nicht auf deine
25MHz.
Nur ist das nicht zulässig. Nicht bei PC-Prozessoren und nicht bei ARMs.
Weder im Normalfall, noch im worst case.
> OP-Code ist besser,
Der Befehlssatz ist reicher und performanter, das Codierungsschema kann
in Fragen der Performance eine Rolle spielen, aber der Opcode ist
ziemlich schnuppe.
>Deine fragwürdige Ansicht zu "Hard-Realtime" wurde oben schon behandelt.
Hard-Realtime heisst nichts weiter, als dass innerhalb einer bestimmten
max-Zeit eine Sache erledigt sein muss.
fragwürdig ist da gar nichts.
Und mache CPUs sind da halt besser, manche schlechter geeignet.
>Die völlig falsche Rechnung mit 200/25 wird durch Wiederholung nicht >besser.
Deine undefinierte, falsche Aussage wird durch Wiederholung auch nicht
besser.
>Waitstates - auf die du offenbar raus willst - bremsen den Fetch>bei sequentiellem Code wenig bis überhaupt nicht, da der Prefetch das>ausbügelt. Hauptsächlich nichtsequentieller Befehlsfluss ist davon>betroffen, sowie Datenzugriff auf Flash. Auf deine 25MHz käme man aber>nur, wenn jeder einzelne Befehl davon betroffen wäre, was nie der Fall>sein kann. Nicht einmal im worst case.
HAHA. Deshalb sinds ja gerade worst case 25MHz.
Denn du weisst überaupt nicht WIEVIELE sequentielle Befehle aufeinander
folgen.
All das Zeugs ist nichts als Vermutung und Hoffnung.
Wenn du nicht extreme Anstrengungen hinsichtl der ASM.Befehle machst,
bleiben worstcase 25MHz, alles andere ist Wunschdenken.
(Der F4-Accel. brauch 4 Flash-Takte um Fuss zu fassen, und wenn danach
wieder kein seq. Code da ist gehts von vorne los, und gurgt vor sich
hin)
>Übrigens behauptet diesen Unfug nicht einmal Renesas.
Blödsinn. DMIPS ist, wie schon gesagt, nur irgenteine Variante von
vielen.
Renesas erwähnt das halt, weil andere es auch machen.
Es kommt aber immer auf den konkreten Fall an, nicht auf irgent ein
Statistik-Gequake.
Und natürlich gibt es Fälle, bei denen dieser Faktor auch auftaucht.
Und ein ARM Benchmark der ausm RAM läuft ist eine Lachnummer, hat mit
Realität extrem wenig bis nichts zu tun, weil schlichtweg nicht alles
reinpasst. (bzw kann man nur einen extrem kleinen Codteil darauf
anwenden).
Und zu
>RX kann all das das, was (der olle) ARM kann, und vieles mehr.
kannst du (ausser Hoffnung) definitv nichts entgegen setzen.
MCUA schrieb:> Und mache CPUs sind da halt besser, manche schlechter geeignet.
Und weshalb sollte mich jeder einzelne Takt stören, wen die geforderte
Zeitbedingung beispielsweise im Millisekundenbereich liegt?
> Denn du weisst überaupt nicht WIEVIELE sequentielle Befehle aufeinander> folgen.
Nein? Bei einer IBM650 wirds kompliziert, aber nicht so bei ARMs. Wann
sind hintereinander stehende und nacheinander ablaufende Befehle bei den
Cortex-M nichtsequentiell?
> (Der F4-Accel. brauch 4 Flash-Takte um Fuss zu fassen, und wenn danach> wieder kein seq. Code da ist gehts von vorne los, und gurgt vor sich> hin)
Den F4 kenne ich nicht konkret, das Flash-Interface der LPC2000 hingegen
besser. Und da kriege ich keinen Code zusammen, der deiner Vorstellung
entspricht.
> Renesas erwähnt das halt, weil andere es auch machen.
Also gut, wo erwähnt Renesas den eklatanten Vorsprung gegenüber der
Konkurrenz von Faktor 20 denn? Britisches Understatement ist in der
Branche ziemlich unüblich.
> Und ein ARM Benchmark der ausm RAM läuft ist eine Lachnummer, hat mit> Realität extrem wenig bis nichts zu tun, weil schlichtweg nicht alles> reinpasst. (bzw kann man nur einen extrem kleinen Codteil darauf> anwenden).
Was kein Problem ist, da kaum jemals mehr als ein paar Prozent eines
Programmes stark laufzeitrelevant sind. Einzelne Funktionen ins RAM zu
legen ist bei ARMs gängige Praxis und sehr real.
> RX kann all das das, was (der olle) ARM kann, und vieles mehr.> kannst du (ausser Hoffnung) definitv nichts entgegen setzen.
Habe ich auch nicht vor. Nur sehe ich summarum einen Vorsprung von eher
1,5 bei gleichem Takt, nicht 20. Das ist nicht zu verachten, aber nicht
annähernd die Dimension, die du skizzierst.
Ich habe auch nicht das geringste Problem damit, wen Leute Renesas
verwenden. Nur habe ich ein Problem mit dem Unsinn, den du regelmässig
verzapfst, wenn von ARM die Rede ist.
>Und weshalb sollte mich jeder einzelne Takt stören, wen die geforderte>Zeitbedingung beispielsweise im Millisekundenbereich liegt?
Aber nicht wenn ns sind.
>> Denn du weisst überaupt nicht WIEVIELE sequentielle Befehle aufeinander>> folgen.>Nein? Bei einer IBM650 wirds kompliziert, aber nicht so bei ARMs.
Wenn du die (wie andere auch) ja zählen kannst, dann wüsstest/weisst du,
dass gerade bei Steuerungsanwendungen extrem oft unseq. Codeeteile vorh
sind, und somit der Acc. fast immer ausser Betrieb ist
..was schon wieder auf beschr. worstcasefall hindeutet.
hinzu kommt, wenn INT auftr. (wenn nicht aus ram läuft) auch dann nicht
seq., also worstcasefall massgebend.
Statistik ist nicht Worstcase!
Eine CPU mit 25MHz Flash-f und 250MHz CPU-Takt heisst nichts anderes,
als dass sich die wirkl. f zwischen 25...250MHz bewegt. sind Worstcase
25 MHz.
>Also gut, wo erwähnt Renesas den eklatanten Vorsprung gegenüber der>Konkurrenz von Faktor 20 denn?
Steht im DB. Aus f's und einzelnen Bef. zu ersehen.
Natürlich kommt es auf die konkr Anwendung an, der Faktor ist nat. nicht
immer da. Man kann ja auch i.e. ARM-Code laufen lassen, dann ist der
Faktor weitaus geringer.
>Nur sehe ich summarum einen Vorsprung von grob>50% bei gleichem Takt.
Nö. konkret interessiert, nicht statistik.
>Nur habe ich ein Problem mit dem Unsinn, den du regelmässig>verzapfst, wenn von ARM die Rede ist.
Den Unsinn verzapfst du, denn du kannst Statistik nicht von WorstCase
unterscheiden. Auch dein Beispiel mit der Autobahnfahrt zeigt das.
Piet schrieb:> bei der Suche nach einer leistungsfähigeren Alternative zu AVR ATMegas
Piet, bleib bei AVR und nimm den Xmega, wenn nicht gerade viel mehr
Leistung oder es just für den Job nötig ist.
Moby schrieb:> Piet, bleib bei AVR und nimm den Xmega, wenn nicht gerade viel mehr> Leistung oder es just für den Job nötig ist.
Ist ein wenig offtopic, aber die XMegas laufen eben mit vollen 32 Mhz im
Core und bis zu 16Mhz in der Peripherie. Ich habe hier eine Applikation
( 3-Phasen Sinus BLDC) , die ich auf 3 verschiedenen Architekturen
implementiert habe: ATMega88/168 bei 8/16Mhz, XMega192A3 bei 32Mhz und
STM32F103 (netto ca.25Mhz). Die Hauptschleife misst, wieviel Zeit die
CPU 'übrig' hat und erledigt nebenbei die Konsole, der Motor läuft
komplett im Interrupt. Und siehe da, der XMega ist eindeutig der
flinkeste. Dazu sei gesagt, das ich bei allen 3 Projekten die jeweilig
passendste Peripherie benutze, also AWEX beim XMega und den 'Advanced
Timer' beim STM32. Beim Mega88 haste nur die drei Timer und musst den
Rest zu Fuss machen.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Genau das ist es ja, meine Fragen. Nicht, daß ich bei der Toolchain auf> einem Rest von 10% sitzen bleibe, und das streng limitiert ist. Oder> einen Teil davon gar nicht bekomme.
Dann schau dir Coocox an, soweit ich mitbekommen habe, ist da kein Limit
drin und es soll nach ein wenig (mehr) Konfigurationsgefummel brauchbar
laufen.
Ich hab immer überlegt, ob das Eclipsedings vllt. alles andere hier
ersetzen könnte, also von MIDE51 für 8051 Saurier über AVR Studio 4 und
6 bis zu Atollic für die STM32 - das ist aber, denke ich, ein
Wunschtraum.
> Ich muß ja mit den berühmten 374 Euronen Lebensunterhalt im Monat rund> kommen, du weißt sicher, was ich meine. ;-)
Oh, das kenne ich. Ich habe Monate, da wäre ich happy, wenn ich 374
Mäuse hätte.
Der Vergleich ARM:RX ist ein bißchen wie das Märchen Hase:Igel. RX ist
eine Gattung von einem Hersteller; ARM ist ein Oberbegriff für viele
Gattungen mehrerer Hersteller.
Wenn man sagt, ein ARM (speziell gemeint ein STM32F4) kann dies oder das
nicht, kann schnell jemand kommen und sagen: "Der ARM vom Hersteller xyz
kann das sehrwohl." Da kann man sich (ich) als Igel schnell totlaufen.
Reduzieren wir doch den "Vergleich" auf den STM32F4, der wegen seiner
äußerst günstigen Demoboards ein MUSS zum Spielen ist, und auf den
RX62N/RX621, der allerdings mit "nur" 100MHz betrieben werden soll.
So.
Und jetzt möchte ich gerne etwas zum DMAC sagen. Bei der Anwendung, die
Chris oben beschreibt, laufen Schreib- und Lesezeiger synchron von einem
Timer getriggert.
Das kann der F4.
Jetzt möchte ich aber den DMAC per ext. Anforderung triggern, um einen
Transfer (Byte, Burst, Block, ...) auszulösen. Der RX62 hat dafür einen
speziellen ExDMAC, der einen ext. EDREG zum Auslösen erlaubt und mit
EDACK quittieren kann. (Früher gab's dafür den 8257 :-)
Korrigiert mich, wenn ich falsch liege:
das kann der DMAC vom F4 nicht.
Dies zum DMA-Controller.
Solange man mit dem internen SRAM als Puffer auskommt, ist obiger
Ringpuffer kein Problem. Aber wie sieht es aus, wenn 16MB als Puffer
gefordert werden?
Wilhelm Ferkes schrieb:> Etwas kastriert allerdings. Der Code wird aus dem Programmspeicher auf> jeden Fall in 16 bit geholt, nicht in 32 bit.
Instruction memory wird bei allen ARM Prozessoren, spätestens seit ARM9E
in voller Busbreite addressiert. D.h. beim Cortex-M3 32bit. Die Befehle
werden dann erst im Prefetch buffer auseinanderklamüsert.
--
Marcus
A. K. schrieb:> Da wirds etwas komplizierter.
Grundsätzlich hast du Recht. Es sind viele Parameter im Spiel, bis zum
Halbleiterprozeß, das ist mir gar nicht unbekannt.
Chris D. schrieb:> Zwei Audiosignale werden per externem ADC mit je 16 Bit gewandelt und> per I2S an den STM32F4 geschickt.
Interessant. Exakt sowas hat ein mehr als 5 Jahre altes 8051-Board von
SiLabs, was ich noch hier rum liegen habe.
Der hat integrierte 16-bit-ADC, die direkt über DMA in allerdings
externe 128k SRAM schreiben. Das Eval-Board hat sogar 2 BNC-Buchsen,
also nicht mal eben nur für Netzfrequenz, die Samplingrate müßte ich mal
nachschauen, die Jungs gaben sich etwas Mühe.
Die blöde Demo ist ein Hex-Code, dummerweise kein Quellcode, wo eine FFT
gemacht wird, die grafisch auf einem eben so blöden PC-Tool ausgegeben
wird. Das kann man leider nur anschauen, und nichts dran bewegen oder
ändern.
Womit ich am Rande mal wieder sage: Der 8051 ist noch nicht weg. Und
wenn ein Teil von Fetischisten den aufrecht erhält, bis die ausgestorben
sind. ;-)
Ansonsten klingt die Sache mit dem Discovery-Board nach wie vor gut.
Wilhelm Ferkes schrieb:> klingt die Sache mit dem Discovery-Board nach wie vor gut
...klingt gut. Aber man muß schon den Göttern der Komplexität huldigen
und sich damit abfinden können daß alles komplizierter ist als für die
konkrete Anwendung nötig. Wer sich statt auf Tausend Tools und Treiber
lieber auf eine konkrete Anwendung konzentrieren möchte bleibt beim
Xmega- den kann man in der Tqfp-44 Variante sogar noch selber löten, das
eine Tool (Studio6) ist kostenlos und man hat noch eine Chance
assemblermäßig den Dingen auf den Grund zu gehen!
P.S. hab mir aus Neugier auch das Discovery besorgt- und alle schlimmen
Erwartungen s.o. bestätigt gefunden.