Kennt jemand dieses Netzteil?

OP #7573257
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Hallo,

das Netzteil hatte ich mir mal vor ewig langer Zeit bei Conrad oder Reichelt gekauft. Irgendwann gab es mal einen Kurzschluß und seit dem liegt es rum. Als Leistungstransistoren waren 2N3055 verbaut. Das Hauptproblem ist, da ist ein blau-gelbes Kabel abgekniffen, wo sicher mal ein Temperaturfühler dran war. Ich habe keine Ahnung wo der sein kann.

Kennt das Netzteil jemand, oder hat vielleicht sogar einen Schaltplan?

Gruß Reinhard

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#7573333
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Hallo, von APEL Italy habe ich nur bei radiomuseum dieses Teil https://www.radiomuseum.org/r/unknown_apel_stabilized_power_supply_ps_40_g.html gefunden. Das wird Dir aber nicht weiterhelfen.

Als Spannungsregler in Deinem Teil ist der im Forum bekannte und kontrovers diskutierte MC1723CP https://www.allaboutcircuits.com/electronic-components/datasheet/MC1723CP--Motorola/ verbaut. Bzw. die Varianten LM723 etc. wurden kontrovers diskutiert.

#7573389
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Reinhard T. schrieb:

Das Hauptproblem ist, da ist ein blau-gelbes Kabel abgekniffen

Nicht nur das, auch der rückseitige Kuhlkörper mit den 2 Leistungstransistoren fehlt, da wäre der Temperatursensor drauf gewesen.

Blau-gelg verbunden, Netzteil läuft blau-gelb getrennt, Netzteil ist aus, ein Bimetall-Thermoszat mit vielleicht 98 GradC, weil 2N3055 im TO3 immerhin 200 GradC aushalten.

Eigentlich sieht das Netzteil nach Eigenbau aus. Es liefert bipolar 1.5-15V, also plus 1.5-15 und minus 1.5-15 um ein schwarzes 0, und zeigt beide Ströme an, die Spannung aber nur von einem, umschaltbar.

OP #7573566
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Alexander S. schrieb:

Als Spannungsregler in Deinem Teil ist der im Forum bekannte und kontrovers diskutierte MC1723CP

Der soll stark rauschen, meinst du das? Beitrag "Der Spannungsregler 723 als Rauschgenerator"

Hier habe ich eine schöne Seite gefunden: http://www.pegons-web.de/2power1.html#g723

Tim schrieb:

Schau doch mal auf die Platinenrückseite, wo die Leitungen angeschlossen sind. Vielleicht lässt sich dann auf die Funktion schließen.

Ich habe die Platine ausgebaut, und versuche den Schaltplan mal teilweise nachzuzeichnen.

Michael B. schrieb:

Das Hauptproblem ist, da ist ein blau-gelbes Kabel abgekniffen

Nicht nur das, auch der rückseitige Kuhlkörper mit den 2 Leistungstransistoren fehlt, da wäre der Temperatursensor drauf gewesen.

Die habe ich, es sind zwei Kühlkörper und die bilden die komplette Rückseite.

Michael B. schrieb:

Blau-gelg verbunden, Netzteil läuft blau-gelb getrennt, Netzteil ist aus, ein Bimetall-Thermoszat mit vielleicht 98 GradC, weil 2N3055 im TO3 immerhin 200 GradC aushalten.

Ich habe einfach keine Ahnung mehr, was da dran war. Vor allem es sind zwei getrennte Kühlkörper und da kann ja nur einer überwacht worden sein.

Tim schrieb:

Das Netzteil datiere ich auf Ende 1970er, ein cooles Teil für damals.

Das kann hinkommen.

Andrew T. schrieb:

KTY-81, verbaut thermisch gekoppelt am Kühlkörper der Endstufentransistoren dieses Doppelnetzgerätes.

Wie ich schon oben geschrieben hatte, ich zeichne diesen Bereich mal nach. Einer von den MC1723 hat übrigend einen Riss und das ist auch der Kanal wo der 2N3055 defekt war.

#7573607
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Reinhard T. schrieb:

Alexander S. schrieb:

Als Spannungsregler in Deinem Teil ist der im Forum bekannte und kontrovers diskutierte MC1723CP

Der soll stark rauschen, meinst du das? Beitrag "Der Spannungsregler 723 als Rauschgenerator"

Wie im zitierten Beitrag erwähnt gilt der xx723 eigentlich eher als rauscharm, siehe z.B. Beitrag "Low Noise mit LM723"

Kontrovers diskutiert wurde der xx723 in vielen Beiträgen, z.B. in Beitrag "LM723 Regelbares Netzteil von 0-30V/0-3A" Beitrag "Womit baut man heute Speisungen? LM723?" Beitrag "Wer kennt die Schaltung (Netzgerät) ?" Beitrag "Netzteil LM723 mit Print" Beitrag "Probleme mit Labornetzgerät"

#7573830
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Reinhard T. schrieb:

es sind zwei getrennte Kühlkörper und da kann ja nur einer überwacht worden sein.

Was spricht gegen zwei Bimetall-Schalter, einer je KK, in Serie? Oder einer, der zwischen beiden KK eingeklemmt war?

Michael B. schrieb:

Blau-gelg verbunden, Netzteil läuft
blau-gelb getrennt, Netzteil ist aus, ein Bimetall-Thermoszat

Scheint mir zumindest eine sehr plausible Vermutung. Was spricht also dagegen, es einfach mal zu versuchen, also erstmal noch ohne Bimetall, blau-gelb zu verbinden?

Natürlich könnte theoretisch auch ein beliebiger analoger Temp.sensor (NTC, Pt100, Thermocouple) verbaut gewesen sein, derr aber in jedem Fall eine aufwendigere (und damit fehleranfälligere) Auswertung benötigen würde, ohne dafür einen wirklichen Mehrwert zu generieren.

Das Teil hat ja keinen µC bei dem noch ein ADC-Pin frei gewesen sein könnte, so wie das bei einem modernen NT denkbar wäre; das würde vmtl. einen NTC zur billigeren Variante machen.

OP #7574005
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Michael B. schrieb:

Bestückungsdruck, das zweite Amperemeter tiefer und schräger,

Das ist nur lose. Die Platine sieht wirklich wie handgemalt aus, drauf steht 28.01.16. Das Datum kanns nicht sein. Die MC1723 sind scheinbar beide defekt, habe erst mal Neue bestellt.

Michi S. schrieb:

Was spricht gegen zwei Bimetall-Schalter, einer je KK, in Serie? Oder einer, der zwischen beiden KK eingeklemmt war?

Die Kühlkörper stoßen ja seitlich gegeneinander und sind da verschraubt. Sicher war dort so ein Schalter verbaut, da wirst du Recht haben. Er ist am Eingang Compensation angeschlossen, der meistens nur mit einem Kondensator beschaltet wird. Der andere Anschluß liegt auf Masse. In Schaltnetzteilen wird dieser Eingang aber zum Schalten verwendet, wäre also plausibel. Auf jeden Fall läuft es auch, wenn da nichts angeschlossen ist.

Vielen Dank für die Unterstützung!

Gruß Reinhard

#7574077
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Reinhard T. schrieb:

Alexander S. schrieb:

Als Spannungsregler in Deinem Teil ist der im Forum bekannte und kontrovers diskutierte MC1723CP

Der soll stark rauschen, meinst du das? Beitrag "Der Spannungsregler 723 als Rauschgenerator"

Links zu kontroversen Diskussionen hatte ich ja schon weiter oben gegeben. Die kontroversen Diskussionen fangen meistens mit provozierenden Fragen wie

Harald K. schrieb:

Und, bitte, warum will man sich noch ein "Labor"netzteil mit LM723 antun?

an. Dabei geht es hier auch ja nur darum ein altes Netzteil, möglichst mit Originalteilen, zu reparieren und die Funktionsweise zu verstehen. Es geht nicht darum ein neues Netzteil zu bauen oder zu kaufen.

OP #7574094
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Alexander S. schrieb:

Dabei geht es hier auch ja nur darum ein altes Netzteil, möglichst mit Originalteilen, zu reparieren und die Funktionsweise zu verstehen. Es geht nicht darum ein neues Netzteil zu bauen oder zu kaufen.

So kann man es ausdrücken. Ich brauche es nicht unbedingt, habe aber gerade Zeit und es interessiert mich einfach. Ganz original wird es dann aber doch nicht, die Messinstrumente sind Dreheisenmesswerke, ohne die Möglichkeit den Nullpunkt einzustellen. Das Voltmeter tausche ich auf jeden Fall, da habe ich was Schönes was ähnlich alt ist aber eine lineare Skala hat. Dan kann man dann auch 3V noch ablesen.

#7574138
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Harald K. schrieb:

Früher war zwar manches gut, aber vieles auch schlechter. Und, bitte, warum will man sich noch ein "Labor"netzteil mit LM723 antun?

Warum soll man so ein Netzteil weg werfen, wenn man es mit wenig Aufwand reparieren kann. Ich habe immer noch ein altes Statron 3201 im Einsatz. Das kommt sogar ganz ohne IC aus. Wenn das kaputt gehen sollte werde ich auch das reparieren. Das ist für für viele Dinge bei weitem ausreichend. Gerade wenn man viel Analoges macht, weis man die klassischen Netzteile mit Trafo zu schätzen.

#7574208
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Harald K. schrieb:

Früher war zwar manches gut, aber vieles auch schlechter. Und, bitte, warum will man sich noch ein "Labor"netzteil mit LM723 antun?

Z.B. weil mein Philips PE 1542 / 60 Labornetzgerät in Regelgeschwindigkeit und Rauschen auch heute noch locker mit meinen wesentlich teuereren u. modernen Agilent/Toellner/Statron7elektroautomatik mithält bzw. sogar besser als diese ist!

OP #8089619
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Hallo,

das Netzteil läuft noch, allerdings habe ich das Problem, das es beim Ausschalten zu einer massiven Spannungserhöhung kommt, ein Ladegerät habe ich mir damit schon geschrottet. Mir ist das schon immer an dem Zeigerinstrument aufgefallen, heute habe ich aber mal den Oszi angeschlossen. Stelle ich die Ausgangsspannung auf das Maximum (2x15V), dann habe ich einen Impuls von fast 60V, was der Summe der Spannungen der Siebelkos entsprechen würde. Auffallend ist, das die Höhe des Impulses immer unterschiedlich ist, manchmal fast nichts und manchmal scheinen beide Kanäle die Spannung voll durchzuschalten. Hängt vielleicht damit zusammen ob gerade im Nulldurchgang abgeschaltet wird, oder bei maximaler Amplitude, kann das sein? Es betrifft auch beide Einzelkanäle, den einen weniger,den anderen mehr, da sind es dann maximal 30V. Die Elkos sind ja uralt und meine Frage wäre, könnte es was bringen die zu wechseln, oder eher nicht? Einer der verbauten 100yF Kondensatoren wurde irgendwann mal durch einen 220yF Kondensator ersetzt, kann das auch eine Ursache sein? Ansonsten gibt es noch bei den beiden ICs (MC1723CP) zwei kleine Keramikkondensatoren. Viel Zeit möchte ich nicht mehr investieren, allerdings hänge ich auch an dem Gerät.

Gruß Reinhard

#8089621
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Reinhard T. schrieb:

Die Elkos sind ja uralt und meine Frage wäre, könnte es was bringen die zu wechseln, oder eher nicht?

Könnte. Muss nicht zwingend. Kann man messen.

Reinhard T. schrieb:

Einer der verbauten 100yF Kondensatoren wurde irgendwann mal durch einen 220yF Kondensator ersetzt, kann das auch eine Ursache sein?

Könnte. Muss nicht zwingend. Hängt davon ab, welche Funktion die haben. Auch: y steht für Yokto, also Quadrillionstel – vermutlich meintest du μF? Da hat sich als Ersatzzeichen das u durchgesetzt, weil’s auch ähnlich aussieht, aber noch nicht belegt ist.

#8089673
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Der Thread ist zwar schon alt, die Herkunft des Netzteils ist aber scheint es noch nicht ganz geklärt. Für mich sieht das nach Alpha Elettronica aus. Die produzierten in den 80ern viele solche Netzteile mit 723/2N3055. Deren Modelle hiessen auch AL… und waren in der Schweiz recht populär. Alpha Elettronica war wimre in Padua oder Umgebung. Die Buchstaben APEL würden da passen.

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