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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik ATX Trafo rückwerts befeuern


Autor: Alex S. (thor368)
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Tach Allerseits!

Ich hatte gestern mal wieder den Drang ordentlich Leistung durch die 
Gegend zu pumpen. Leider sind meine vielversprechendsten Projekte 
momentan idled, weil auf irgendwas, was unnütz viel Zeit braucht, 
gewartet werden muss.

Nach ein bisschen Graben in der Trafokiste viel mir dann ein alter ATX 
Trafo aus einem ursprünglichen ein halb kW Netzteil in die Hände. Das 
schien erstmal einen vielversprechenden Nachmittag zu ergeben.

Was ich hier jetzt auf dem Tisch liegen habe ist letztlich nur eine 
simple pull Endstufe die 15V in die ehemaligen 5V Wicklungen pumpt. 
Tastverhältnis ist 1:10 und ohne weitere Beschaltung scheint sich der 
Trafo bei 7kHz am wohlsten zu fühlen.

Um meine Ausgangsleistung grob über den Daumen peilen zu können, habe 
ich (stumpf ist Trumpf) eine 100W 230V Glühbirne an die ehemalige 
Primärseite des Trafos gehängt. Leider ist das Ergebnis weniger 
"erhellend" als ich mir erhofft habe. Ich bekomme, bei bester 
Abstimmung, leider nur wenige Watt durch den Trafo.

Gibt es hier freaks die einen ähnlichen Spieltrieb verspürt haben und 
mir eventuell weiterhelfen können?

Thor

Autor: Michael H. (michael_h45)
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Was soll denn ein ATX Trafo sein???
Du meinst doch wohl nicht den Übertrager aus einem ATX-SNT? Wobei ich 
dir auch die PFC-Drossel zutraue...

Darwin würde dir raten: nur zu, mach weiter mit Netzspannung!

Autor: Alex S. (thor368)
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Ja ganz richtig ich meine den großen Leistungsübertrager.

Das ist nicht mein erstes Projekt das mit Spannungen höher als 48V 
läuft.

Außerdem bitte ich darum sich auf konstruktive Kommentare zu 
beschränken. Den Sicherheitshinweis hab ihr nun geliefert.

Thor

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Alex S. (thor368)

>Außerdem bitte ich darum sich auf konstruktive Kommentare zu
>beschränken. Den Sicherheitshinweis hab ihr nun geliefert.

Naja. Also KDF war damal schon eine fragwürdige Sache, heute erst recht. 
Was dur brauchst sind ein paar Grundlagen. Die findet man im Artikel 
Royer Converter, Spule sowie Transformatoren und Spulen.

Und einfach mal hast was dann kannste was 15V in eine 5V Wicklung zu 
pumpen ist oft wenig sinnvoll. Diese Trafos arbeiten bei 20..100 kHz, 
deine 7 kHz sind also ein Phantom. Und warum 1:10 Tastverhältnis? Das 
sind meistens Flußwandler, die fühlen sich mit 50% Tastverhältnis recht 
wohl.

MFG
Falk

Autor: Wandlerflüsterer (Gast)
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Mit lächerlichen 7 kHz fühlt sich der Wandler vermutlich nur von "etwas 
unruhigem" Gleichstrom belästigt, echauffiert sich darüber entsetzlich, 
und funktioniert dementsprechend vorwiegend als Wärmequelle.

;-)


Bei älteren Netzteilen (Hausnummer: gute 10 Jahre) dürften 70 kHz 
Wandlerfrequenz den realen Verhältnissen - für die der Kern wie auch die 
Wicklungen ausgelegt sind - deutlich näher kommen.

Und moderne Schaltregler arbeiten nicht selten mit Frequenzen von 
mehrern bis vielen hundert Kilohertz, um den Leistungsdurchsatz bezogen 
auf das Wandlervolumen zu steigern.

Pi mal Daumen gerechnet wirst Du mit 7 Khz so - bei Verlusten in 
akzeptabler Höhe - nur ein Zehntel bis ein Hunderstel der Leistung durch 
den Wandler transformiert bekommen, für die er im originalen Netzteil 
ausgelegt ist.

Anders formuliert: Deine Aussage "...nur wenige Watt durch den Trafo..." 
entspricht exakt dem zu erwartenden Ergebnis.

MfG

Autor: Spezi (Gast)
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Hallo,

PC-Schaltnetzteile (besonders die höherer Leistung) sind meist 
Gegentakt-(Fluss)Wandler.
Dann ist sowohl die Primär- als auch die Sekundärwicklung(en) des Trafos 
geteilt (also mit Mittelabgriff).
Will man sie vernünftig ansteuern, sollte man auch wieder eine 
Gegentakt-Stufe verwenden, sonst fehlt einiges an Leistung.

> scheint sich der Trafo bei 7kHz am wohlsten zu fühlen

Das war mit Sicherheit nicht die Schaltfrequenz des Netzteils. Die liegt 
weit über der Hörgrenze; wahrscheinlich sind es mind. 50kHz. Und für 
diese Frequenz wurde der Trafo ausgelegt.
Wenn man sie nicht kennt: Dann sitzt man halt im Dunklen ...   :-0

Und wie Falk sagte: 10% PWM sind auch unrealistisch.

Autor: Alex S. (thor368)
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@Spezi:

Danke, endlich mal was an das ich noch nicht gedacht habe: Die 
Sekundärseite ist symetrisch aufgebaut. Desshalb geht er in Sättigung.

Das muss ich gleich mal ausprobieren.

Thor

Autor: Michael H. (michael_h45)
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Mit Sättigung hat das aber auch dermaßen gar nichts zu tun...

Aber bloß nicht denken, geschweigedenn verstehen. Stumpf ist ja Trumpf.

Autor: David ... (volatile)
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Oh oh, das klingt mir schwer nach Fehler auf OSI-Layer 8 :(

Autor: Bernd K. (Gast)
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David ... schrieb:
> Oh oh, das klingt mir schwer nach Fehler auf OSI-Layer 8

OSI-Layer sind mir dank Wikipedia jetz klar, layer 8 gibts wohl nicht... 
was soll das dann jetzt heißen?

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Autor: David ... (volatile)
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Bernd K. schrieb:
> David ... schrieb:
>> Oh oh, das klingt mir schwer nach Fehler auf OSI-Layer 8
>
> OSI-Layer sind mir dank Wikipedia jetz klar, layer 8 gibts wohl nicht...
> was soll das dann jetzt heißen?

http://lmgtfy.com/?q=OSI-Layer+8

Autor: Transistorschmerz (Gast)
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Abgesehen von dem Fehler davor,würde ich mal kurz überlegen
-wie hoch der Einschaltstrom einer Glühlampe ist (>10) und
-wie hoch schon die ohmschen Verluste über Transistoren sind
-warum es unbedingt die 5V-Wicklung sein muß ...

Aus Felern wird man kluk.

Autor: Marko B. (glagnar)
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Die meisten aelteren ATX Netzteile haben eine Schaltfrequenz von ~20kHz.

Autor: Jochen (Gast)
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Inspiriert von diesem Beitrag 
<http://www.diyaudio.com/forums/power-supplies/1216... 
und ohne größere Kenntnisse von Übertragern in ATX-PSU oder 
Schaltnetzteilen, habe ich vor einigen Monaten mal eine Platine erstellt 
um eine symetrische Spannung für Audio-Endstufen (LM3886 o.ä.) zu 
erzeugen. Für die PWM Erzeugung habe ich den TL594 verwendet. Frequenz 
war glaub ich ~53kHz. Mit Leistungswiderständen am Ausgang hatte ich bei 
ca. 2x20W einen Wirkungsgrad von ca. 82%. Wenn ich die Tage mal Zeit 
habe, mache ich ein paar Bilder. Mit dem TL594 die Spannung zu regeln 
hat vorerst nur um positiven Zweig funktioniert. Die negative Spannung 
ist ohne Belastung der pos. Spg. immer eingebrochen. Bei voll 
ausgesteuerter PWM waren beide Spannungen stabil bei ca. 45Vdc.

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