Hallo zusammen,
ich muss gestehen, dass meine Layoutfähigkeiten etwas eingerostet sind.
In Planung ist gerade ein über RS232 ansteuerbarer Dimmer. Da man hin
und wieder auch einen reinen Nulldurchgangsdetektor benötigt, habe ich
den in ein kleines Layout gepackt.
Nun die Frage an die Layoutprofis hier: Was kann man an dem Layout noch
verbesser? Was sollte anderst gemacht werden?
Danke schon einmal für eure Hilfe.
Grüße
lightninglord
Die zwei Leitungen auf Bottom kann man sparen, wenn man zwei Null Ohm
Widerstände als Brücke nutzt.
Und wenn man dann die SMD-Bauteile alle auf Bottom platziert, hat man
mit den THT Bauteilen zusammen eine einlagige Platine.
An der Eingangsklemme ist der Abstand zwischen Leiterbahn und unterem
Klemmenanschluss zu klein. Auch der Abstand zwischen den beiden
Anschlüssen dürfte für 230V zu klein sein (wenn es die Vorschriften
erfüllen soll - funktionieren tut allerdings sehr wahrscheinlich...).
Gruß Dietrich
Danke für die Verbesserungsvorschläge.
Ich hab fast alle umgesetzt. Naja der Anschluss bleibt, die 5.08mm
Anschlüße sind in deutlich mehr Bastelkisten zu finden, meine
eingeschloßen. Die Bottomlayerverbindungen sind nur Platzhalter für eine
Drahtbrücke, we möchte darf gerne auch 1206er SMD Jumper reinbasteln,
die Dateien sind ja online. Falls noch jemand weitere Vorschäge hat, ich
bin kritikfähig. Sobald ich zugang zu einem Oszi bekomm gibts einen
Testaufbau.
Was für Widerstände möchtest Du für R1 bis R4 verwenden? Wie sieht es
dort mit der Spannungsfestigkeit und den nötigen Abständen aus?
Für SMD und Netzspannung nehme ich normal immer mindestens 2 MELFs, dann
hält das auch mal nen Surge aus.
Daher mein Vorschlag:
http://www.dextrel.net/diyzerocrosser.htm
Die Schaltung kommt mit 2 Widerständen über Netzspannung aus. Außerdem
sind die Dioden nicht auf Netzspannung, Du kommst also mit z.B. 2 Stück
BAV99 hin.
GAR keinen Text ist allerdings auch wieder doof, da kriegt man gerne
spiegelverkehrte Boards danach...
(Der ursprüngliche Text hätte im übrigen schon gepasst, wenn ich richtig
geschätzt habe... Nach DIN EN 60664-1 F.4 brauchst du 2,5mm für
Baisisolierung. -- Isolierstoffgruppe III, Verschmutzungsgrad 2, 250V
eff.
Diese 2,5 mm dürfen "gestückelt" sein, solange die einzelnen Stücke >1mm
sind... (§6.2 der obigen Norm
(Disclaimer: Kriechstrecken sind ein sehr kompliziertes Thema -- es
kommt sehr auf die Einsatzgebiete (z.B Produktspezifische Normen) und
Details an!
Deswegen auch ein paar Annahmen oben)
)
Amateur schrieb:> C2 hat, wie bei den meisten direkt gespeisten Schaltungen, ein paar> Sonderwünsche.
Welche?
In diesem Fall muss es kein Sicherheitskondi sein, wegen den beiden R's
@ Amateur (Gast)
>>http://www.dextrel.net/diyzerocrosser.htm>C2 hat, wie bei den meisten direkt gespeisten Schaltungen, ein paar>Sonderwünsche.
Das ist unkritischer als man denkt, denn C2 sieht NICHT die
Netzspannung! Die fällt knapp nur je zur Hälfte über R1/R2 ab. Ich würde
noch ne bidirektionale 10V Suppressordiode parallel zu C2 spendieren,
dann sollte das auch Surges aushalten.
tobi schrieb:> GAR keinen Text ist allerdings auch wieder doof, da kriegt man gerne> spiegelverkehrte Boards danach...
Da reicht dann aber "TOP" oder "BOT" für.
R1 - R4 sind 1206er, die haben 200V workingvoltage, mit 2en bin ich mit
400V zwar knapp an den sqrt(2)*230V, dürfte aber reichen. Die maximale
Spannung an 1206er ist in etwa 400V, als 800V bei zweien. das ist schon
recht sportlich.
@robberknight
Die Schaltung von dextrel.net ist mir bekannt, die Schaltung von mir ist
aus diesem Forum hier, mit ein paar kleinen Änderungen. Diese erzeugt
deutlisch kürzere Pulse. Die dextrel-Schaltung hab ich auch versucht auf
kurze Pulse zu münzen, dann hat es mir (zumindest in SPICE) die Flanke
zu stark verschliffen. Mir ist wichtig, dass die steigende Flanke so
nahe wie möglich am echten Nulldurchgang liegt, bei gleichzeitig nicht
allzu großem Bauteilaufwand.
lightninglord schrieb:> Mir ist wichtig, dass die steigende Flanke so> nahe wie möglich am echten Nulldurchgang liegt, bei gleichzeitig nicht> allzu großem Bauteilaufwand.
Dann solltest du auf keinen Fall deine Schaltung bauen. Die Simulation
zeigt ein total unbrauchbares Verhalten. Siehe Anhang.
Meine oben verlinkte Schaltung dagegen braucht viel weniger Bauteile und
liefert Flanken, die wirklich dicht (<10µs) am Nulldurchgang liegen.
lightninglord schrieb:> Mir ist wichtig, dass die steigende Flanke so> nahe wie möglich am echten Nulldurchgang liegt, bei gleichzeitig nicht> allzu großem Bauteilaufwand.
Warum macht man da dann nicht eine einfache Strombegrenzung für den
Optokoppler und lässt den sich daraus ergebenden Versatz durch den
Controller wegrechnen? Spart einiges an Bauteilen.
Der Versatz muss erst einmal bestimmt werden, dazu sollte man mindestens
ein Oszilloskop besitzen, nunja hat auch nicht jeder. Das was ich nun an
Bauteilen spare, muss ich nachher durch Messen und Korrigieren wieder
rein holen, gewonnen hat man da m.M.n. nichts. Ebenso ist der Versatz
doch sehr von der Temperatur und vor allem von den Bauteiltoleranzen
abhängig, d.h. man müsste für jeden Aufbau einzeln den Versatz
bestimmen, das finde ich nicht praktikabel. Schließlich soll der
Nulldurchgangsdetektor einfach und dennoch präzise sein. Die 10Cent für
3-4 Widerstände und Standarddioden hat sogar der abgehalfterte Student
über ;-).
Die Schaltung von ArnoR schau ich mir auch mal an. Kann man ja in SPICE
schnell vergleichen. Da ist halt noch ein OPAmp bei, muss auch versorgt
werden, auch wenn hier scheinbar Singlesupply ausreicht
lightninglord schrieb:> Die Schaltung von ArnoR schau ich mir auch mal an. Kann man ja in SPICE> schnell vergleichen. Da ist halt noch ein OPAmp bei, muss auch versorgt> werden, auch wenn hier scheinbar Singlesupply ausreicht
Hää? Wo siehst du in meiner Schaltung einen OPV? Offenbar redest du von
irgend einer anderen Schaltung. Daher hab ich meine nochmal angehängt.
@ArnoR
Deine Simulation unterscheidet sich nicht von meiner, allerdings
solltest du dir mal den Ausgang des OK anschauen, der sieht meiner
Meinung nach doch recht brauchbar aus. Wenn man bedenkt das der
Simulierte OK nur ein CTR von 50% hatte und der OK im Schaltplan (PC817)
ein höheres CTR hat (mind. 80%), dann ist die Flanke am Ausgang noch
steiler. Der Strom durch R3 ist definitiv nicht der schönste, zumindest
was die Flanken angeht.
lightninglord schrieb:> Der Versatz muss erst einmal bestimmt werden, dazu sollte man mindestens> ein Oszilloskop besitzen, nunja hat auch nicht jeder.
Nö, musst du nicht. Man kann das ganze in Software selbstkalibrierend
machen.
Ein Signal mit nur nem Optokoppler sieht etwa so aus, die positive
Halbwelle etwas länger als die negative:
Eingang positive negative positive Halbwelle
------------ ------------
----------- ---------------------- ---------
Nulldurchgänge ^ ^ ^
Der Zeitversatz zwischen Nulldurchgang und Flanken des
Optokopplersignals ist ganz einfach zu bestimmen:
Zeitversatz = (negative Zeit - positive Zeit) / 4
Den Zeitversatz kann man in regelmäßigen (längeren) Abständen ja
neuberechnen lassen.
lightninglord schrieb:> Deine Simulation unterscheidet sich nicht von meiner...
Wenn du jetzt noch sagen würdest welche Schaltung (deine oder meine?)
du simuliert hast. Für deine Schaltung habe ich nämlich ein ganz anderes
Ergebnis erwartet und auch erhalten (siehe Post vom 28.11., 19:13h).
> Der Strom durch R3 ist definitiv nicht der schönste
Wieder, in welcher Schaltung? Überhaupt sind deine letzten Beiträge
immer ohne Bezug und daher kaum einzuordnen.
Das von mir in Beitrag #3424656 gepostete Ergebnis bezog sich auf meine
Schaltung aus dem ersten Post. Hab dir mal die Datei für LT-SPICE
angehängt, du scheinst ja ein anderes Programm zu nutzen, vielleicht
kannstes ja trotzdem öffnen. Werde morgen im Zug mal deine Schaltung
simulieren, müsste ja dann in etwa dein Ergebnis herauskommen.
So ich hab nun mal beide Schaltungen mit SPICE verglichen. Meine
Schaltung (aus erstem Post) ist grün dargestellt. AronRs Schaltung ist
blau dargestellt. Zu sehen ist das Signal nach dem OK, also jenes,
dass auch im weiteren Schaltungsteil (µC oder was auch immer) genutzt
wird.
ArnoRs Schaltung (im Plot blau) liegt dichter am Nulldurchgang
(Schnittpunkt rote Linien). Wobei ich ArnoRs Schaltung noch etwas
verändert habe: R12 (in meinem Bild) der im Original 1k hatte wurde auf
100 reduziert. Der Strom durch den OK liegt trotzdem unter 20mA und die
Flanken des Ausgangspulses sind deutlich steiler.
Der Nachteil an ArnoRs Schaltung ist, das zumindest der Q6 (im
Schaltplan von mir) vom Typ 2N5771 sein muss. Die Schaltung von ArnoR
funktioniert nicht mit einem BC557 / BC857.
Wenn also ein 2N5771 in der Bastelkiste rumliegt, oder man eh Bauteile
bestellt, würde ich klar ArnoRs-Schaltung vorziehen (mit der
Modifikation R12 1k -> 100). Die Transistoren Q1,Q4,Q5 können auch durch
BC547 / BC847 ersetzt werden.
ad: Ich sehe gerade die Angelika hat leider weder den 2N5771 im
TO-Gehäuse noch im SOT-Gehäuse :-(. Weiß jemand vielleicht einen
Ersatztyp? Der 2N5771 ist nämlich abgekündigt.
Lord of Lightning schrieb:> So ich hab nun mal beide Schaltungen mit SPICE verglichen. ...
Keine Ahnung, welches Modell der 1N4007 nicht stimmt, jedenfalls ergibt
die Simulation in TINA das Verhalten, was ich oben gezeigt habe. Deine
Schaltung konnte ich in LTSpice nicht mit der 1N4007 simulieren, weil
das Modell fehlt. Mit z.B. einer MUR460 o.ä. sieht es noch viel
schlimmer aus, als ich oben mit TINA gezeigt hatte. Erst eine
unrealistische 1N4148 ergibt in LTSpice und TINA einen Verlauf wie in
deiner Simulation.
> Wobei ich ArnoRs Schaltung noch etwas> verändert habe: R12 (in meinem Bild) der im Original 1k hatte wurde auf> 100 reduziert. Der Strom durch den OK liegt trotzdem unter 20mA und die> Flanken des Ausgangspulses sind deutlich steiler.
Wozu denn das? Der Strom kann gar nicht viel größer werden, weil der
Basisstrom von den 100K geliefert wird und die Stromverstärkung ja nur
etwa 200 ist. Eine Flanke wird steiler, weil keine Übersteuerung mehr
vorliegt. Außerdem verändert das die Betriebsspannungsbalance.
Wenn du am Ausgang des OK ein steiles und verzögerungsarmes Signal
willst, solltest du nicht an der Schaltung davor rumspielen, sondern den
OK ausgangsseitig anders betreiben (Kaskode).
> Der Nachteil an ArnoRs Schaltung ist, das zumindest der Q6 (im> Schaltplan von mir) vom Typ 2N5771 sein muss.
Das stimmt so nicht, es gehen auch andere pnp`s, wie z.B. 2N3906, BF432,
BFT92...
Matthias Lipinsky schrieb:> Das Signal ist aber sehr unsymmetrisch.
Meinst du jetzt das Signal meiner Schaltung? Hast du dir mal die
Zeitverhältnisse angesehen? In deiner Schaltung ist das Signal etwa
350µs lang, das ist 17-Mal soviel wie in meiner Schaltung (bei der
Dextrel-Schaltung mit 1ms sogar das 50-fache). Außerdem hat auch deine
Schaltung eine Unsymmetrie von etwa 20µs, das ist so viel wie bei mir
die gesamte Impulsbreite.
Aber eigentlich ist nur die erste Flanke wichtig, nicht die zweite bzw.
die Symmetrie. Es kommt doch vor allem darauf an, dass die Flanke den
kommenden Nulldurchgang präzise anzeigt, und dazu muss sie möglichst
dicht am Nulldurchgang sein. Bei meiner Schaltung sind das nur ~10µs
gegenüber ~180µs bei deiner oder 500µs bei Dextrel. Wenn man so weit vom
echten Nulldurchgang entfernt eine Flanke liefert, ist es wichtig, dass
es eine sehr konstante Zeit davor erscheint, damit man das sauber
rausrechnen kann.
Außerdem hat auch deine
Schaltung eine Unsymmetrie von etwa 20µs, das ist so viel wie bei mir
die gesamte Impulsbreite.
Die Unsymmetrie in meinem Testaufbau ist etwa 10µs.
http://www.mikrocontroller.net/attachment/169158/20130210_173709.jpg>ber eigentlich ist nur die erste Flanke wichtig, nicht die zweite bzw.>die Symmetrie. Es kommt doch vor allem darauf an, dass die Flanke den>kommenden Nulldurchgang präzise anzeigt,
Naja, das kommt drauf an, wie das weiter verarbeitet werden soll. Wenn
Du nur die erste Flanke nutzt, um eine Verzögerung zu berechnen und um
dann einen Triac einzuschalten, mag das gehen.
Aber ich habe hier vor, statt eines Triacs zwei antiserielle MOSFETs zu
nutzen. (Ich will Schalter, Phasenan/abschnitt und
Schingungspaketsteuerung mit der gleichen Hardware unterstützen)
Und da habe ich mir das überlegt:
http://www.mikrocontroller.net/attachment/172783/phasenschnitt.PNG
So ich bins nochmal ;-)
Meine Schaltung aus meinem ersten Post habe ich mal auf Lochraster
aufgebaut. Leider habe ich meine Optokoppler in meiner Studentenbude
liegen lassen, also wurde eine Gabellichtschranke umfunktioniert. Dies
dürfte die Flanken etwas verschlechtert haben, aber für eine erste
Abschätzung dürfte das genügen.
Nachdem mein Weihnachtsgeschenk an mich gestern mit der Post kam, konnte
ich die Schaltung auch vermessen. Im angehängten Screenshot sieht man,
dass die fallende Flanke etwa um 3µS verzögert ist, dass dürfte für jede
Phasenschnittsteuerung genau genug sein. Selbst mit Verarbeitungszeit im
µC liegt der Fehler deutlich unter 1‰.