Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Schaltkreis im DIL64


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von Axel R. (Gast)


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Ich habe einen DIL "Riesen" gefunden. Der Atmega32 liegt als Vergleich 
daneben.
Firma ist TRW. steht drauf. Weiterhin:
8626/AD
1019J1C
Hat jemand eine Idee, worum es sich handeln könnte?
Danke
Axelr.

von D. V. (mazze69)


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TRW hat u.a. 16-bit Multiplizierer in so einem Gehäuse produziert.
Genaueres müßte ich morgen meinen Unterlagen entnehmen können.

von Tuttermier (Gast)


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Es ist das Muttertier.

von Marek N. (bruderm)


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Im C64 war doch auch mal so ein fettes IC drin, oder?

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Marek N. schrieb:
> Im C64 war doch auch mal so ein fettes IC drin, oder?

Nein. Da war nichts mit mehr als 40 Pins verbaut.

Das gab es im Commodore Amiga und im Atari ST -- und in alten Macs, 
nämlich den 68000. Der wurde im DIL-Fladengehäuse hergestellt.

von Helmut L. (helmi1)


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Marek N. schrieb:
> Im C64 war doch auch mal so ein fettes IC drin, oder?

Im Amiga war sowas drin:  68000 der Klassiker unter den DIL64

von Dieter W. (dds5)


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Laut Datenbuch ist es ein 9 Bit 15MS/s Video A/D Wandler.
Das riesige Gehäuse könnte der Verlustleistung von 2,5W geschuldet sein.

Wenn man sich dagegen vor Augen hält, dass ein PIC32MZ einen 12 Bit 
Wandler mit 28MS/s enhält...

von ass (Gast)


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Marek N. schrieb:
> Im C64 war doch auch mal so ein fettes IC drin, oder?

Der C64C hatte ein 64poliges ASIC, in dem das PLA und ein paar TTL Chips 
integriert waren. Nix aufregendes. Der Pinabstand war aber nicht der 
normale 100mil sondern kleiner.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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ass schrieb:
> Der C64C hatte ein 64poliges ASIC

Ah, I stand corrected. Dachte an die Ur-Version.

> Der Pinabstand war aber nicht der
> normale 100mil sondern kleiner.

Nannte sich "Shrink-Dip", in der Bauform gab es auch mal den HD64180 
(einen aufgemotzen Z80-Clone von Hitachi, der später von Zilog 
aufgekauft und leicht verändert als Z180 vertrieben wurde).

Das Rastermaß war 0.07", etwas unter 1.8mm.

von D. V. (mazze69)


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Auch gab es mal einen Doppel_8255 (PIO) in so einem "Shrink-DIP".

von Axel R. (Gast)


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der hier hat alledrings schon 0.1inch, ist also keine "Shrink Version".
@Dieter
Kann ich bitte eine Kopie vom Datenblatt bekommen?

Danke
Axelr.

von ass (Gast)


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Und dann gabs noch den M50734: ein 6502 mit I/O, UART, A/D im 64pin 
Gehäuse:

http://en.wikipedia.org/wiki/M50734

von Dieter W. (dds5)


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Sorry Axel, das war ein wenig geschummelt.

Mein Wissen habe ich aus dem 1986er IC-Master und mehr steht da leider 
auch nicht drin.

Die volle Bezeichnung ist eigentlich TDC1019 plus Angaben über den speed 
grade (15MS/s oder 18MS/s). Die Leistung ist so hoch weil es ein Wandler 
in Flash-Technik ist, also 512 Analog Komparatoren mit nachgeschaltetem 
512 zu 9 Encoder.

Auch Onkel gockel gibt sich sehr zugeknöpft.

Vielleicht hat Christoph Kessler ein Datenbuch, ich habe von TRW nur was 
(sehr altes) über HF-Transistoren.

von Christian B. (casandro) Flattr this


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Ich glaube ich hätte schon mal irgendwo im Internet was über TBCs 
gesehen, das war wohl einer der wichtigen Einsatzzwecke für die Dinger.

von Thomas D. (thomasderbastler)


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Gibt es noch solche schöne antike ICs in noch größere Gehäuse ?

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Thomas der Bastler schrieb:
> Gibt es noch solche schöne antike ICs in noch größere Gehäuse ?

Die ersten Versionen vom DEC Alpha. Keramik, Pin-Grid-Array, runder 
natürlich vergoldeter Metalldeckel oben drauf mit zwei Stehbolzen zur 
Befestigung des Kühlkörpers.

http://cdn.cpu-world.com/CPUs/21064/S_DEC-21-35023-21.jpg

Auch nicht schlecht ist der Pentium Pro, vor allem eines: Groß.

http://img.tomshardware.com/us/2004/12/21/the_mother_of_all_cpu_charts/intel_s8_pentium_pro.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ef/Pentiumpro_moshen.jpg


Der Ur-Pentium geht auch noch, Keramik, Pin-Grid-Array im 0.1"-Raster 
(würde also in Lochrasterkarte passen), Keramik, vergoldete Beinchen und 
Deckel ... aber nicht so groß wie die vorgenannten.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/01/KL_Intel_Pentium_A80501.jpg/600px-KL_Intel_Pentium_A80501.jpg

: Bearbeitet durch Moderator
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Thomas der Bastler schrieb:
> Gibt es noch solche schöne antike ICs in noch größere Gehäuse ?

Ja, aus der Zeit stammen auch sehr viele Hybridbausteine in großen 
Gehäusen mit teilweise sehr ausgefallenen Pinanordnungen. Burr-Brown 
hatte damals vielkanalige A/D-Wandler mit eingebauten Multiplexers und 
Instrumentenverstärkern. Und von Sanyo gibt es etliche Audio-Verstärker 
in Hybridtechnik, allerdings mit deutlich weniger Pins.

http://3.bp.blogspot.com/-zCwpZr0vIGk/UoHHIHhmM5I/AAAAAAAAAGw/FOErMzb7g1U/s1600/BurrBrownHybrid.jpg

Zudem erinnere ich mich an ein sehr großes IC in einer (Brother?) 
Schreibmaschine, welches flach herausgeführte und erst in deutlichem 
Abstand vom Gehäuse geknickte Pins hatte. Da das IC sehr flach war, gehe 
ich von einem Einzelchip statt eines Hybrids aus.

von Axel R. (Gast)


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Da ist ja noch einer:
ADC1103
SHA 2A
Wieder der AtMega32 als Größenvergleich

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Die ersten Versionen vom DEC Alpha.

Wer DEC Alpha sagt, muss in demselben Atemzug eigentlich auch DEC Micro 
J11 erwähnen:

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:KL_DEC_J11.jpg

Und wie wäre es mit einer ganzen Sammlung solcher Bausteine auf einer 
VAX KA820AA:

https://en.wikipedia.org/wiki/File:DEC-VAX-KA820AA-CPU.jpg

Ich habe übrigens bei der Suche nach einem passablen Bildchen gerade 
gelernt, dass die alten Automatenspiele der Baureihe Atari System 2 auf 
einer PDP-11 basieren. Man lernt eben nie aus...

von Axel R. (Gast)


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Einen russischen habe ich noch. Auch so groß, wie der 1019
K1107PW3

von Axel R. (Gast)


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Wenn man mobil unterwegs ist, hat man keine Chance, beim Eierfone die 
Auflösung der Kamera zu ändern, um somit Einfluss auf die Dateigröße des 
Anhangs nehmen zu können? Kack

von Thomas D. (thomasderbastler)


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Hammer Bilder habt Ihr gepostet !
Absolute Faszination für mich diese antike super Sachen, was Ihr noch in 
der Schublade habt.

Mein größtes Schätzchen ist ein UAA-1003-1 und ein AY-3-8500
Was habt Ihr noch an schöne Sachen noch da ?

Apropo UAA-1003-1
Leider gibt mir das datenblatt keinen Auskunft, welche Antike Uhren IC 
zu dem passt.
habt Ihr einen Tipp ?
Hat jemand evtl, dieses alte Heft als PDF:
Funkschau (FS) (Heft 17 August 1981 Seite 63 ff Beitrag: "Sprechende 
Uhr"
das einizige was ich im Netz an Hinweis gefunden habe.

: Bearbeitet durch User
von Helmut L. (helmi1)


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Andreas Schweigstill schrieb:
> Wer DEC Alpha sagt, muss in demselben Atemzug eigentlich auch DEC Micro
> J11 erwähnen:
>
> https://commons.wikimedia.org/wiki/File:KL_DEC_J11.jpg

Lustig auch der Transistor links, der hat auf den Chips nicht mehr drauf 
gepasst.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Andreas Schweigstill schrieb:
> Wer DEC Alpha sagt, muss in demselben Atemzug eigentlich auch DEC Micro
> J11 erwähnen:

Naja, einem DEC Alpha konnte man in den 90ern recht problemlos begegnen, 
sogar Vobis hat so ein Ding mal verkauft.

http://www.heise.de/ct/artikel/Heisses-Eisen-285498.html

von 6A66 (Gast)


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Andreas Schweigstill schrieb:
> Wer DEC Alpha sagt, muss in demselben Atemzug eigentlich auch DEC Micro
> J11 erwähnen:
>
> https://commons.wikimedia.org/wiki/File:KL_DEC_J11.jpg

Ein wahres Prachtstück!!!

rgds

von Helmut L. (helmi1)


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von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Helmut Lenzen schrieb:
> Andreas Schweigstill schrieb:
>> Wer DEC Alpha sagt, muss in demselben Atemzug eigentlich auch DEC Micro
>> J11 erwähnen:
>>
>> https://commons.wikimedia.org/wiki/File:KL_DEC_J11.jpg
>
> Lustig auch der Transistor links, der hat auf den Chips nicht mehr drauf
> gepasst.

Es war noch viel schlimmer: Sie hatten ihn schlicht beim Chipdesign 
vergessen ;-)

von Thomas D. (thomasderbastler)


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Oder ist es ein 7805 ?

von Thomas D. (thomasderbastler)


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Thomas der Bastler schrieb:
> Apropo UAA-1003-1
> Leider gibt mir das Datenblatt keinen Auskunft, welche Antike Uhren IC
> zu dem passt.
> habt Ihr einen Tipp ?
> Hat jemand evtl, dieses alte Heft als PDF:
> Funkschau (FS) (Heft 17 August 1981 Seite 63 ff Beitrag: "Sprechende
> Uhr"
> das einizige was ich im Netz an Hinweis gefunden habe.

Hat jemand was oder das alte Heft ?
Die beiden Threads haben mich nicht wirklich weitergebracht
Beitrag "Applikationsschaltung UAA 1003"

Ist der MM5387 das passende ?

Beitrag "Frage zu Datenblatt Vintage IC MM5316 und UAA1003"

: Bearbeitet durch User
von Axel R. (Gast)


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Beitrag "Re: Applikationsschaltung UAA 1003"

Wo ist jetzt gleich dein Problem?

Im Link vom Christoph ist alles erklärt...
Leider kann ich meinen VideoADC dort nicht erkennen, sondern DEINEN 
Anzeigebaustein!

Ich würde es schade finden, meine TRW-Riesen in der Verpackung lassen zu 
müssen oder gar weg zu schmeissen.

Axelr.

von Thomas D. (thomasderbastler)


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Jetzt sehe ich , das passende Uhren IC ist ein MM5387. passt

von Michael L. (michaelx)


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Weil grad schöne olle ICs gezeigt werden ...

Ich habe hier auch noch 64-Pins im Angebot, allerdings "nur" in QIL.

;-)

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Zum anfangs genannten TRW-IC:
TDC1019  "9-Bit General-Purpose Binary-Output ADC - Conv Rate 18 MSPS"
laut datasheetarchive.com

In meiner Sammlung von TRW-Kurzdaten ist der TDC1049 am ähnlichsten, der 
1019 ist nicht aufgelistet.

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von Axel R. (Gast)


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Danke für Deine Mühe!

Wo kann man sich denn noch hinwenden, wenn man (wenigstens) die Belegung 
von den Dingern wissen möchte? Oder doch Tonne oder Krfeidefelsen?
Ich werd sie der Army schenken. Geltow ist ja bei mir um die Ecke. Die 
haben sicher ein Museum für sowas.

von Wolf (Gast)


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Kurzkatalog 1985:
-Video-A/D-Wandler
-9 bit Auflösung
-Wandlungsrate 15 MHz
-Nichtlin. 0,3%
-Eingangssignalbandbreite 5 MHz
-Logik ECL
-Leistungsaufnahme 3,8W
-Temp.bereich 0/70°C
-Gehäuse J1 64pin DIP Keramik mit Kühlkörper (cavity down)
-C ? (C1= Keramic Chip Carrier)

Applikation:
-Videosignalwandlung (3-oder 4-facher Farbträger)
-Standbildspeicherung
-Mustererkennung
-Grafiksysteme
-Ultraschallanwendung zerstörfreie Diagnostik
-Radarsysteme
-Hochgeschwindigkeits-Datenverarbeitung
-Röntgenbildverarb.
-Meßwerterfassung

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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3,8 Watt damals bei 9 Bit und 18 Megasamples/sec

Heute z.B. für SDR-Empfang gern benutzt LTC2209
http://www.linear.com/product/LTC2209
16 Bit, 160 Megasamples/sec und nur 1,45 Watt im 64poligen quadratischen 
SMD-Gehäuse.

Ein LTC2208 und 2216 in Pieters WebSDR mit Fädeldrahtmontage:
http://wwwhome.cs.utwente.nl/~ptdeboer/ham/sdr/#nov2008
"Note that the wires may look thick, but they are 0.2 mm diameter, 
soldered in a 0.5 mm grid. "

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