Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Schaltung, um einen Solenoid zu "stoßen", Aufwärtswandler?


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von Mike (Gast)


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Hi,

ich suche schon eine Weile nach einer Möglichkeit ein Solenoid kurz mit 
höherer Spannung zu stoßen, bin dabei auf Pressluftgewehre gestoßen, die 
genau das nutzen, genaue Schaltpläne finde ich nicht, aber auf den 
Bildern der Platinen sieht es nach Aufwärtswandler aus. Das Prinzip des 
Aufwärtswandlers ist mir grundsättlich klar, nur nicht wie ich das genau 
machen soll, bzw. wie das bei den PLG gelöst ist, dass es bei einer 
bestimmten Spannung stoppt den Kondensator zu laden. In den PLG's sind 
Mikrocontroller verbaut, die auch Luftdruck und andere Daten auswerten 
und anzeigen, denke die werden das irgendwie machen, nur brauche ich das 
alles nicht, sondern nur einen aus niedriger Spannung geladenen 
Kondensator, der sich auf Tasterdruck in den Solenoid entlädt und sofort 
wieder anfängt zu laden. Hab dann gedacht, dass man den Aufwärtswandler 
mit einem 555 erweitern kann, nur muss dieser eben irgendwann 
abgeschaltet werden, damit der Kondensator nicht weiter geladen wird, 
diesen Schritt habe ich mir dann abgeguckt und am Ende ist die 
angehängte Schaltung entstanden. Das Problem ist aber, dass der 
Kondensator sich über diesen, ich nenns mal so, Feedback-Spannungsteiler 
wieder entlädt, klar, eigentlich müsste es ja egal sein, dann wird der 
555 eben wieder aktiv und gibt den Impuls zum Laden, doch das 
funktioniert in der Simulation schon nicht mit dem Mosfet, ersetze ich 
ihn durch einen Transistor, lädt es soweit, bis die Simulation mit einem 
Fehler abbricht, da kann ich noch so viel am Spannungsteiler schrauben. 
Und nun bin ich am Ende meiner Ideen.

Was haltet ihr von meiner Schaltung? Denke ich da grundsätzlich in die 
richtige Richtung? Falls ja, warum klappt es nicht so, wie ich denke? 
Ist es einfach nur ein Problem der Simulation?

Würde mich sehr freuen, wenn ihr mir helfen könnt.

LG, Mike

: Verschoben durch Moderator
von Mike (Gast)


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Keiner eine Idee? :/

von Michael L. (michaelx)


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Liegt evtl. am Titel des Threads. ;-)

von Mike (Gast)


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Ja, denke ich auch schon, weiss aber nicht, wie ich das anders schreiben 
soll, hast du ne Idee?

von Tilo Renz (Gast)


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Nimm doch einen fertigen Schaltregler-IC. Da ist das mit der 
Rückkopplung und dem Abschalten schon dabei, ggf. auch der 
Schalttransistor.

Etliche dieser ICs messen auch den Strom und können so viel besser 
regeln als der 555, wo die Pulszeiten ja mehr oder weniger fest stehen.

von Mike (Gast)


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Schaltregler-IC lese ich gerade das erste Mal, kannst du mit da was 
konkreteres empfehlen, dass ich nachschlagen und gucken kann, wie ich 
das in die Schaltung einbaue?

Danke schonmal für diesen Begriff :)

von Huhu (Gast)


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Mike schrieb:
> Ja, denke ich auch schon, weiss aber nicht, wie ich das anders schreiben
> soll, hast du ne Idee?

Warum versuchst du es nicht deutsch?
"Eine Spule einschalten" ist zu einfach?

von Mike (Gast)


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Huhu schrieb:
> "Eine Spule einschalten" ist zu einfach?

Echt jetzt? Das hätte gereicht? Ja, scheint mal wieder so, dass ich zu 
komplex denke xD Und kurz fassen ist auch nicht gerade typisch für mich, 
daher sind Titel immer eine Herausforderung.

von Mike (Gast)


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Ist ein AS3843 sowas?

von Huhu (Gast)


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Mike schrieb:
> Huhu schrieb:
>> "Eine Spule einschalten" ist zu einfach?
>
> Echt jetzt? Das hätte gereicht? Ja, scheint mal wieder so, dass ich zu
> komplex denke xD Und kurz fassen ist auch nicht gerade typisch für mich,
> daher sind Titel immer eine Herausforderung.

Wie kommst du überhaupt auf "Solenoid stoßen"? Ich vermute mal, daß du 
es in einer englischen Bastelanleitung gelesen hast. Irgendwas in der 
Art "push a solenoid" oder so ähnlich.
Hierzulande sagt kein Mensch "solenoid" zu einer Spule.

von Mike (Gast)


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Ja, Solenoid habe ich ergooglet, stoßen ist eine Eigenkreation, deswegen 
in Gänsefüßchen, es soll halt eben nur kurz so kraftvoll wie möglich 
schalten, dass aber aus einer niedrigen Spannung, maximal 12 Volt.

von Mike (Gast)


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Bin einfach davon ausgegangen, dass eine Spule, die eine Eisenkern 
bewegt konkret als Solenoid bezeichnet wird.

von bei der Arbeit (Gast)


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Du brauchst einen "Hochsetzsteller". Gängige Bezeichnungen sind 
Step-Up-, Aufwärts- oder Boost-Regler.

https://www.mikrocontroller.net/articles/Standardbauelemente#Schaltregler
Alternativ mal beim Reichelt suchen.

Schaltregler gibt es wie Sand am Meer, es hängt halt von deinen 
Spannungen und dem geforderten Strom ab. Schau dir die Datenblätter an, 
dann findest du sicher einen passenden.

Kriterien
- Ein- und Ausgangsspannung, Strom
- Beschaffbarkeit
- Bedrahtet oder SMD
- Schalttransistor eingebaut? Wie viel sonstige Bauteile benötigt?
- Frequenz (bestimmt die Spulengröße)
- Wirkungsgrad


Das Problem, dass Strom durch den Spannungsteiler fließt lässt sich 
nicht vermeiden. Je nach Regler kann der aber ziemlich hochohmig sein.

von Der Andere (Gast)


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Was solls denn werden? Railgun?

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Mike schrieb:
> es soll halt eben nur kurz so kraftvoll wie möglich
> schalten, dass aber aus einer niedrigen Spannung, maximal 12 Volt.

vielleicht einen alten "ding-dong" Türgong ausschlachten?

Welche Beschleunigung des Stößels, und welche Krafteinwirkung (auf was?) 
willst du denn erreichen?

: Bearbeitet durch User
von Harald W. (wilhelms)


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Mike schrieb:

> Bin einfach davon ausgegangen, dass eine Spule, die eine Eisenkern
> bewegt konkret als Solenoid bezeichnet wird.

Das Wort "Solenoid" wird im Deutschen nur selten verwendet,
und wenn, dann für eine zylinderförmige Luftspule ohne Eisen.
Du meinst vermutlich eher einen Zugmagnet.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Ich häte da auch noch ein paar Fragen...

Mike schrieb:
> ein Solenoid
Wie sieht denn dein "Solenoid" aus?
Hast du da technische Daten?
Was ist "eine höhere Spannung"?

> wie das bei den PLG gelöst ist
Was ist ein PLG?

> ersetze ich ihn durch einen Transistor, lädt es soweit, bis die
> Simulation mit einem Fehler abbricht
Mit welchem Fehler?

> Ist es einfach nur ein Problem der Simulation?
Jede Simulation ist besntenfalls so gut wie die Modelle, die darin 
verwendet werden. Was kommt denn am OUT deines NE555 raus?

von Mike (Gast)


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Erstmal vielen Dank an an die Administration fürs Verschieben, nicht 
immer leicht einzuschätzen wo was hingehört.

@Bei der Arbeit Danke für die vielen Informationen, da habe ich erstmal 
was zu nachachlagen.

@Der Andere Hehe, ne, im Moment ist es nur reine Neugier, ursprünglich 
wollte ich damit einen Türgriff ersetzen, aber solche Ideen habe ich 
öfters und später denke ich, dass es nicht wirklich Sinn macht, das 
Interesse ist aber geweckt.

@Wegstaben Verbuchsler Tatsächlich habe ich eine 8 Volt Spule aus so 
einer Klingel, da ich nur experimentiere, habe ich erstmal nicht vor 
extra was zu kaufen, klar, IC's für ein paar Cent gehen immer. Ich habe 
mich auch gefragt, welche Spannung so eine Spule wie lange aushält, weil 
bei 12V fängt sie nach ca. 5 Sekunden an warm zu werden, was aber 
irgendwie klar ist, hab aber die Frage erstmal weggelassen, weil es 
vielleicht zu viel wäre, da es mir erstmal darum geht einen Kondensator 
aus niedriger Spannung zu laden.

@Harald Wilhelms Zugmagnet also, super, danke, für neue, vorallem 
richtige Begriffe bin ich immer dankbar, die Teile werden überall als 
Solenoid bezeichnet, Zugmagnet habe ich entweder überlesen oder es kam 
nicht vor.

@Lothar Miller Dachte da alleine aus Sicherheitsgründen schon an 
höchstens 50 Volt und da ich einen 40 Volt Kondensator habe, denke ich 
dass das die Spannung ist, vorausgesetzt die Klingelspule hält das für 
einen kurzen Moment aus, was ich aber bezweifle.

PLG = Pressluftgewehr Hier ist sowas zu sehen 
https://www.airrifle.co.za/threads/18335-The-Daystate-electronic-air-rifles-de-mystified

Die Fehlermeldung lauter "Singular Matrix", nutze iCircuit auf dem 
Handy, anbei ein Screenshot, hab die Schaltung etwas modifiziert, jetzt 
kommt der Fehler bei etwas über 15 Volt Ladespannung, da ist auch zu 
sehen was am OUT des 555 rauskommt.

Dankeschön an alle, dachte schon der die Frage ist begraben :)

von Mark S. (voltwide)


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"Singular Matrix" kommt z.B. wenn ein Bauteil überhaupt nicht 
angeschlossen ist. Also mal den Schaltplan sorgfältig prüfen.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Hi  Mike,
was soll's denn werden?

Hier wurde eine Bastelanleitung besprochen, die für Dich passen könnte:
Beitrag "Kurzschluß oder Fehler in der Platine"

Mit ein bisserl Suchen und Filtern findet sich brauchbare Info in dem 
Fred...

Cheerio,
 marcus

von Kurt A. (Gast)


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Was du brauchst ist mehr Strom.

Bei den Flipperautomaten bestehen die Zugmagnete für den Flipper aus 
zwei übereinander gewickelte Spulen. Die Spule für die hohe Schlagkraft 
besteht aus wenigen Wicklungen mit dickerem Kupferdraht. (hohe 
Stromaufnahme, nur kurz belastbar, kann durchbrennen) Danach wird 
umgeschaltet auf die zweite Wicklung. Diese besteht aus vielen Windungen 
mit feinen Draht. (Ist ausgelegt für Dauerbelastung) Da wird nur noch 
die Haltekraft benötigt.

von Harald W. (wilhelms)


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Kurt A. schrieb:

> Bei den Flipperautomaten bestehen die Zugmagnete für den Flipper aus
> zwei übereinander gewickelte Spulen. Die Spule für die hohe Schlagkraft
> besteht aus wenigen Wicklungen mit dickerem Kupferdraht. (hohe
> Stromaufnahme, nur kurz belastbar, kann durchbrennen) Danach wird
> umgeschaltet auf die zweite Wicklung. Diese besteht aus vielen Windungen
> mit feinen Draht. (Ist ausgelegt für Dauerbelastung) Da wird nur noch
> die Haltekraft benötigt.

Inzwischen gibt es da bessere Methoden: PWM.

von Marcus H. (Firma: www.harerod.de) (lungfish) Benutzerseite


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Kurt/Harald:
der TO hat uns ja schon eine Induktivität im Schaltplan genannt.
Wenn er jetzt noch Zeiten nennt oder gar die Anwendung erklärt, dann 
können wir die Schaltung auslegen.

von Kurt A. (Gast)


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Nimm dieses Teil:

Ebay-Artikel Nr. 291625317020

und lade einen Kondesator damit auf und entlade diesen mit einer 
Thyristorsteuerung über deine Magnetspule.

von Mike (Gast)


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Ok, da bin ich wieder.

Hab ein bisschen weiter rumprobiert und recherchiert, hab eine Schaltung 
gefunden, die so ziemlich dieselbe ist wie meine, nur wird der CTL vom 
555 nicht direkt vom Spannungsteiler geschaltet, sondern über einen 
Transistor, habs mal so umgebaut und noch etwas rumprobiert, nun bin ich 
dem Ziel deutlich näher, jetzt muss ich den Spannungsteiler irgendwie 
anpassen, was dort geschieht, kann ich aber nicht wirklich 
nachvollziehen. Lassen wir mal die Spule erstmal weg, es geht mir 
erstmal um einen Aufwärtswandler mit PWM durch den 555. Achso, wenn ich 
den Mosfet durch einen Transistor ersetze, dann erst läuft das ganze, 
mit dem Mosfet erreicht es nichtmal die Eingangsspannung, warum ist das 
so? Real kann ich aufgrund des Stroms keinen Transistor, sondern muss 
einen Mosfet nutzen oder?
Eigentlich ist jetzt die Hauptfrage, ob meine Schaltung nur zufällig 
funktioniert oder ob das schon eine ordentliche Schaltung ist, wie ihr 
sie auch machen würdet?

Die Sache mit der Spule kommt dann später, aber um schonmal gedachte 
Zeiten zu nennen: Es sollte etwa eine Sekunde vergehen zwischen 
Einschalten und Ausschalten der Spule, wäre natürlich umso besser, wenn 
diese Zeit einstellbar wäre, was aber wichtig wäre ist, dass es wieder 
abschaltet, auch wenn der Auslösetaster noch gedrückt ist, das ist aber 
dann wohl eine ergänzende Schaltung zu dieser.


Ich muss mal lernen mich kürzer zu fassen, sorry :/ Und mir ist 
aufgefallen, dass ich mit nem ganz anderen Namen schreibe wie sonst, 
kein Plan warum, wüsste nicht, dass jemand anderes mit meinem Handy 
geschrieben hätte, ist wohl aber so ziemlch egal.

von Mike (Gast)


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ouh, der Poti ist ein 100k, und steht auf 0, d.h. 1 Ohm oben, 100k 
unten, also brauche ich da wohl nur nen Pull-Down, mit dem Poti kann ich 
aber noch etwas justieren, kriege die Spannung am Kondensator nun auf 
etwas über 70 Volt.

von Kurt A. (Gast)


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Mike schrieb:
> mit dem Mosfet erreicht es nichtmal die Eingangsspannung, warum ist das
> so?

Welcher Mosfet Typ verwendest du?

Eventuell ist die Gatespannung zu klein und schaltet nicht richtig 
durch. Versuch es mit einem Logiklevel Mosfet.

von Mike (Gast)


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Stimmt, das wirds sein, in der App gibts leider nur die zwei Grundtypen 
und nur 2 Einstellungen, siehe Anhang.

von Kurt A. (Gast)


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Ups. Du hast die Schaltung auf einem Simulator. Ich kenne diese App 
leider nicht. Aber kannst du den Mosfet nicht konfigurieren? Lassen sich 
die Positionen Ids, Vgs und Vds nicht einstellen, wenn du auf die 
kleinen Kreise links von Bezeichnungen antippst?

von Mike (Gast)


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Ne, der Kreis und die Schrift werden nur farbig, k.P. was das bedeuten 
soll. Werds aber heute abend, wenn ich Zeit hab, aufm Breadboard 
stecken, muss das mal real testen. Erkennt man die Logik Level am 
Diodensymbol drauf? Sind es n- oder p-Mosfets? Mosfets sind noch 
komplett neu für mich, wird aber endlich Zeit.

von Kurt A. (Gast)


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Mike schrieb:
> Erkennt man die Logik Level am
> Diodensymbol drauf? Sind es n- oder p-Mosfets?

Das steht leider nur im Datenblatt. Es gibt beide Varianten. Aber 
p-Mosfet sind seltener. Nimm ein N-Mosfet der sollte funktionieren. 
Achte auf richtige Polung.

von Mike (Gast)


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Ja, ich probiere es erstmal mit nen BC547 Tranny, wenn er stirbt, dann 
nehme ich nen Mosfet, da gibt es ja auch nicht so "Standart"-Typen oder? 
Hab eh nur welche in alten PC-Netzteilen, da ich nur experimentiere, 
will ich alleine schon aus Zeitgründen nichts kaufen, nur wenns garnicht 
anders geht.

Vielen Dank Kurt, dafür, dass du dran bleibst :)

von Kurt A. (Gast)


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Mike schrieb:
> Ja, ich probiere es erstmal mit nen BC547 Tranny

Der ist zu schwach. Der raucht garantiert ab.

Auf alten Grafikarten oder Mainbord (in der nähe des CPU Sockel) findest 
geeignete Mosfet. Sind zwar SMD und nicht ganz einfach abzumachen. Jedem 
Anschluss einen Draht anlöten. Wenn möglich isoliert auf einen kleinen 
Kühlkörper klemmen. Schon ist er für das Steckbrett einsatzbereit. 
Passende Datenblätter findes du im Internet.

von Homo Habilis (Gast)


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Mike schrieb:
> ich probiere es erstmal mit nen BC547 Tranny

Ich kenne weder Deine Spule (Gleichstromwiderstand und Induktivität), 
noch durchschaue ich, was Du erreichen willst, aber 100mA Ic sind recht 
wenig.

von Mike (Gast)


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Habs letzte Nacht mal real probiert und nen 7812 gebraten, dann wird der 
BC547 definitiv abrauchen. Habs auch geschafft, dass ein 555 mir sein 
Inneres offenbarte, schön aufgeplatzt das Teil.
Danke für den Tipp mit den Grakas und Mobos Kurt.
Wie wird denn die Gatespannung ausgelegt? Der 555 gibt am OUT ja 
0V/Eingangsspannung raus, d.h. die Gatespannung muss hauptsache unter 
Eingangsspannung liegen oder?

von Mike (Gast)


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So wie ich das jetzt verstanden habe, muss die Gatespannung mind. 10 
Volt über Eingangsspannung liegen und deswegen brauche ich ein 
Logic-Level Mosfet, richtig?

von Kurt A. (Gast)


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Mike schrieb:
> Habs letzte Nacht mal real probiert und nen 7812 gebraten

Kein Wunder raucht dir der NE555 ab. 7812 ist ein Spannungsregler und 
kein Transistor.
Schau auf die Bezeichnung auf den Teilen und suche ein Datenblatt im 
Internet. So sparst du einige Teile.

Mike schrieb:
> So wie ich das jetzt verstanden habe, muss die Gatespannung mind. 10
> Volt über Eingangsspannung liegen und deswegen brauche ich ein
> Logic-Level Mosfet, richtig?

Jein. Die "normalen" Mosfet beginnen vorher zu leiten (Vgsth)und sind 
meistens mit 10V voll aufgesteuert. Bis zum vollen Aufsteuern haben sie 
einen grösseren Widerstand -> mehr Verlustleistung. Logiklevel Mosfet 
steuern mit Gatespannung von ca. 3-5V voll auf. Im Schaltbetrieb sollen 
die Mosfet mit einem möglichst schnellen spannungsanstieg am Gateeingang 
angesteuert werden, um die Verlustleistung klein zu halten.

Schau dir das Datenblatt des verwndeten Mosfet an.

Hier kannst du mehr lesen:
https://www.mikrocontroller.net/articles/FET

von Joachim B. (jar)


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ich hatte das mal gebaut um ein Magnetventil zu beschleunigen.
Nennspannung 12V und für 1ms 120V drübergelegt.

2 Netzteile

1x 12V
1x 120V auf einen dicken Kondensator, das 120V Netzteil muss ja keinen 
Dauerstrom bringen, nur den C nachladen.

2 Dioden zur Entkopplung

Einen Schaltransistor der für 1ms (per Timmer 555) die 120V aufschaltet.

von Mike (Gast)


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Aso, ne, den 7812 hab ich natürlich als Stromquelle genutzt und nicht 
als Transistor, aber dabei entsteht wohl ein Strom, der das eine Ampere 
des 7812 übersteigt.

Also geht auch ein Mosfet, das 10 Volt als UGS angegeben hat, wenn ich 
mit 12 Volt arbeite? Und wenn ich unter 10 Volt gehe, dann Logic-Level? 
Bei einem 9,6V Akku beispielsweise wäre die Verlustleistung schon zu 
hoch?

@Joachim Sehr einfach gelöst, aber mir gehts um eine Schaltung, die ich 
ebenso mit Akku wie Netzteil betreiben kann. Danke.

von Joachim B. (jar)


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Mike schrieb:
> @Joachim Sehr einfach gelöst, aber mir gehts um eine Schaltung, die ich
> ebenso mit Akku wie Netzteil betreiben kann. Danke.

wo ist dein Problem?


12V in + Stepup auf 120V + 2 Dioden + einen Schalttransistor + einen 
TLC555

von Kurt A. (Gast)


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Habe im Netz noch etwas gesucht und gefunden was für dich interessant 
wäre:
http://www.netzmafia.de/skripten/projekt/Roehren/wandler.html
Die Ausgangsspannung müsste noch angepasst werden.

Da wird ein Normaler Mosfet und Transistor mit hoher Spannungsfestigkeit 
verwendet.

Daher sind die Mosfet von Graka und Mobos eher nicht geeignet.

Mike schrieb:
> Aso, ne, den 7812 hab ich natürlich als Stromquelle genutzt und nicht
> als Transistor, aber dabei entsteht wohl ein Strom, der das eine Ampere
> des 7812 übersteigt.

Sorry, habe nicht gewusst, dass du den Spannungsregler zur 
Stromversorgung drin hast. Der Schaltregler zieht kurze hohe 
Stromspitzen. Das mögen die 7812 nicht.

von Mike (Gast)


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Achso, sorry, den letzten Satz überlesen, aber ja, darum geht es ja 
hier, Aufwärtswandler mit 555, falls ich dich jetzt richtig verstanden 
hab.

von Joachim B. (jar)


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Mike schrieb:
> Aufwärtswandler mit 555

dann NE556 1/2 für aufwärts und 1/2 für die 1ms

von Mike (Gast)


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Kurt A. schrieb:
> Sorry, habe nicht gewusst, dass du den Spannungsregler zur
> Stromversorgung drin hast. Der Schaltregler zieht kurze hohe
> Stromspitzen. Das mögen die 7812 nicht.

Hab mir mal so ein kleines Bastelnetzteil gebastelt und darin war er. 
Und ja, jetzt weiss ich es auch ganz sicher, hehe

Wenn ich jetzt zum Elektronik-Händler um die Ecke gehe und mir einen FET 
kaufe, welchen Typ sollte ich wählen, auch wegen der Verfügbarkeit?

von Mike (Gast)


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@Joachim Du meinst den Zweiten für die Zeit das Ventil offen zu halten?

von Mike (Gast)


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Hab mir mal den Link zur Netzmaifa angesehen und FET's mit +-20 Volt 
Gatespannung hab ich mehrere gefunden, auf einem Mobo ist auch einer mit 
+-10 Volt, kann ich also einen von denen benutzen?

von Joachim B. (jar)


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Mike schrieb:
> @Joachim Du meinst den Zweiten für die Zeit das Ventil offen zu halten?

nein um nur für 1ms die 120V anzulegen, unabhängig vom Aufwärtswandler 
der den C auf 120V auflädt.

Ich hätte ja für die 120V einen LT1070 genommen.

http://cds.linear.com/docs/en/datasheet/10701fe.pdf
Voltage Boosted Boost Converter
Seite 10

: Bearbeitet durch User
von Mike (Gast)


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Hab mir das mal ne Weile angeguckt, kann mir aber kein Bild davon 
machen, wie ich da nen 555 einbinde. Hast du vielleicht nen Schaltplan 
Joachim?

von Joachim B. (jar)


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Mike schrieb:
> Hast du vielleicht nen Schaltplan
> Joachim?

nicht mehr, leider war vor 2002 da noch nicht mit eagle

aber monoflop auf 1ms mit 555 findet man, das wird mit dem on trigger 
für den Magneten angesteuert, die 12V werden mit einem Emitterfolger auf 
eine Diode geschaltet.
Die 120V werden auch mit einem Emitterfolger auf eine Diode geschaltet 
vom Monoflop und legen für 1ms die 120V auf, die 12V sind zwar auch an 
aber die wirken ja nicht durch die Dioden.

 12V ------|>|-----
                   |
120V ------|>|--------------- Magnet---
                                       |
GND -----------------------------------


Spannungsverlauf

120V    -
       | |
       | |
       | |
       | |
12V    | |____
       |      |
_______|      |_________

: Bearbeitet durch User
von Jakob (Gast)


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Gähn.

Könnte man nicht einfach über einen Vorwiderstand, der den
Haltestrom ergibt, einen passenden Elko aufladen?
Beim Einschalten liefert der Elko ordentlich Strom, danach wird
auf I = U / Rv begrenzt. FERTIG.

von Joachim B. (jar)


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Jakob schrieb:
> Könnte man nicht einfach

man kann vieles....

von Rurik (Gast)


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Diese Schaltung braucht nur 4 Bauelemente:
Taugt aber nix, wenn V+ zu klein!

Und die Umrechnung W(V+) <-> C ist bestimmt DER Overkill!

Hihi ;-)

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