Christoph E. schrieb: > bei den TIP35C erhielt ich von einem Verkäufer > scheinbar fakes, da die Schaltung damit nicht funktionierte. Wenn ich Teile direkt aus CN oder ähnlich nichtvertrauenswürdigen Quellen beschaffe, messe ich die in der Regel durch, bevor ich die in ’ne Schaltung stecke. Gerade bei Transistoren reicht ja häufig schon der bekannte Transistortester, um Nieten auszusortieren.
@Jack: Das habe ich natürlich auch gemacht mit meinem Transistortester und beide Chargen zeigten fast idente Werte bzgl. U_f und hFE. Von einer Charge funktionierte aber kein Einziger in der Zeilentrafoschaltung... Kleines Projekt für Zwischendurch mit Alltagsbezug: Dosenkalorimeter zur Bestimmung des Brennwerts von Lebensmittel. Dazu musste ich mir sogar gegen meinen Willen eine Bierdose kaufen. Hasse dieses Zeugs... Als Lebensmittel verwende ich Walnüsse. Bin schon gespannt, ob die wirklich dann ordentlich brennen.
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Christoph E. schrieb: > Als Lebensmittel verwende ich Walnüsse. Bin schon gespannt, ob die > wirklich dann ordentlich brennen. Fake-Kerzen (zum Essen, aus Apfel und Walnußdocht) funktionieren ganz gut. Die eigentümliche Geruchsentwicklung konnte ich mir noch lange merken.
Christoph E. schrieb: > @Jack: Das habe ich natürlich auch gemacht mit meinem > Transistortester > und beide Chargen zeigten fast idente Werte bzgl. U_f und hFE. Von einer > Charge funktionierte aber kein Einziger in der Zeilentrafoschaltung... Ja, wenn’s die Spannungsfestigkeit betrifft, lässt sich das nicht mit dem Tester prüfen. > Kleines Projekt für Zwischendurch mit Alltagsbezug: Dosenkalorimeter zur > Bestimmung des Brennwerts von Lebensmittel. Dazu musste ich mir sogar > gegen meinen Willen eine Bierdose kaufen. Hasse dieses Zeugs... > > Als Lebensmittel verwende ich Walnüsse. Bin schon gespannt, ob die > wirklich dann ordentlich brennen. Nix für ungut, aber die Zeit ist verschwendet. Mit dem Aufbau lässt sich im Grunde nur in Erfahrung bringen, ob und wie gut ein Stück Nahrungsmittel brennt, aber keinerlei Aussage über den Energiegehalt treffen. Eine Bierdose hätte es auch nicht sein müssen, gibt auch manche Zuckerwasser- oder Aspartambrausesorten in Dosen.
Jack V. schrieb: > Eine Bierdose hätte es auch nicht sein müssen Viel interessanter ist doch, wie das Bier zum Brennen gebracht werden soll.
Christoph E. schrieb: > Hallo! > > In den letzten Jahren haben sich bei mir doch das eine oder andere > Physikprojekt für die Schule (z.B. Abschlussarbeit) angehäuft. > Vielleicht ist es auch für euch von Interesse. > > Thematisch sind sie recht breit gestreut. Schwerpunkt liegt aber eher im > Bereich Hochspannung, Radioaktivität und Sensoren für unterschiedliche > physikalische Größen. > > Hier mein YouTube-Kanal mit einigen Beispielen: > > https://www.youtube.com/user/stopperl16/videos > > Lg aus Österreich, stoppi Das selbstgebaute Segway würde mich interessieren. Hast du nähere Infos dazu?
@bachelorcan: https://stoppi-homemade-physics.de/segway/ Auf diese Quelle hättest du aber mit minimaler Recherche auch selbst kommen können. Die Links zu meiner Homepage sind nämlich zuhauf hier, wie auch unter jedem meiner Youtube-Videos zu finden ;-) In den letzten 2 Wochen habe ich mich ein wenig um kleinere Projekte gekümmert die da wären 1.) Sehr einfaches Experiment zur Photonenenergie in Abhängigkeit von der Farbe: Die Schüler sollen herausfinden, dass etwa die Photonen roten Lichts eine geringere Energie besitzen als "blaue Photonen". Dazu regel ich einfach mit einem Potentiometer die Spannung von 0-5V hoch und die verschiedenfärbigen LEDs, welche alle parallel an dieser variablen Spannung liegen, beginnen unterschiedlich früh zu leuchten. Die IR-LED leuchtet als erste, allerdings benötigen die Schüler zur Sichtbarmachung ein Smartphone, deren Kamera natürlich für IR empfindlich ist im Gegensatz zum menschlichen Auge. Also gleich zwei Dinge auf einmal gelernt... Link: https://stoppi-homemade-physics.de/bandluecke-photonenenergie/ 2.) Kelvin-Generator: Dieser arbeitet nur mit Wasser und ist sehr einfach aufgebaut. Man benötigt lediglich 2 Metalldosen, 2 Ringelektroden und ein Wasserreservoire. Das durch beide Ringelektroden fließende Wasser erzeugt eine Hochspannung zwischen den beiden Dosen. Ist diese hoch genug, zündet eine kleine Funkenstrecke bzw. die Neonglimmlampe leuchtet kurz auf. Link: https://stoppi-homemade-physics.de/kelvin-generator/ 3.) Brennwert von Lebensmitteln: Wie manche von euch auf die Idee kommen, dass ich Bier entzünden möchte ist mir schleierhaft. Der Aufbau ist fast fertig, die äußere Blechdose konnte aus der Metalldonne gefischt werden. Das ist Recycling ;-) Link: https://stoppi-homemade-physics.de/brennwert-von-lebensmittel/ 4.) Airzooka bzw. Vortexkanone: Diese arbeitet mit dem sog. Bernoulliprinzip, wonach im Bereich schnell strömender Luft ein Unterdruck herrscht. Beim Möbelhändler habe ich mir eine kleine 7 Liter Mülltonne besorgt. Die dünne transparente Tischdecke und das 4 mm Gummiseil sind auf dem Weg zu mir. Kann man zwar um ca. 50 Euro kaufen, aber selbst gemacht ist ungleich spannender und lehrreicher. 5.) Mendocino-Motor: Auch diesen gibt es z.B. bei Amazon um rund 30 Euro zu erwerben. Mal schauen, ob meine Selbstbauvariante günstiger ist. Dieser spezielle Motor zeichnet sich dadurch aus, dass er erstens mit Licht angetrieben wird und zweitens dass er schwebt. Dafür sind geschickt angeordnete Magnete notwendig. Die Achse bekomme ich bereits zum Schweben. Jetzt fehlt nur noch der Rotor mit Solarzellen und Kupferlackdrahtspulen. Link: https://stoppi-homemade-physics.de/faszinierende-motoren/ 6.) Bau eines simplen Lautsprecher bestehend aus Magnte, Spule und Pappteller. Ist für Schüler bestimmt lustig, wenn sie dann tatsächlich Musik wahrnehmen können. Im Labor habe ich mit den jungen Schülern immer gerne ein Grammophon gebastelt. Auch da fanden sie es immer sehr spannend, wenn Musik ertönte.
Christoph E. schrieb: > @bachelorcan: https://stoppi-homemade-physics.de/segway/ DANKE Christoph: Das ist echt super, ich hatte vor so vielen Projekten den Überblick verloren und das eigentliche nicht gefunden. Als dummer angehender Physiker muss ich mich da mal reinfuchsen, momentan sind viele Details noch böhmische Dörfer für mich. So viele Projekte parallel zum Studium würde ich gar nicht schaffen, echt cool !! Ich würde an deiner Stell ebei den vielen Projekten ein Excel anlegen mit einer Spalte Projektname mit kurzer Beschreibung und eine Spalte mit Link zur Doku/Projekt, so ist es recht unübersichtlich.
Es geht weiter mit dem Mendocino-Motor: Die erste Variante mit den kleinen 0.5 V Solarzellen hat leider keinen Erfolg gebracht. Ich habe leider auch einen viel zu dicken Draht für die Spulen verwendet. Dadurch konnte ich wegen Platznot nur 90 Windungen umsetzen, was einen viel zu geringen Widerstand zufolge hatte. Damit war die 0.05 W Solarzelle heillos überfordert. Für die zweite Variante habe ich mir auf Amazon 2V- und 3V-Solarzellen bestellt mit ca. 0.35 W und einer Größe von rund 50 x 50 mm. Die beiden Spulen habe ich nun mit 0.15 mm Kupferlackdraht gewickelt. Es wurden je 220 Windungen, was einen Widerstand von ca. 34 Ohm ergibt. Das ist schon deutlich vielversprechender. Auf Amazon gibt es fertige Mendocinomotoren ab ca. 30 Euro. Da liege ich preislich bereits deutlich darüber mit meinem Selbstbau. Also wirtschaftlich ist dieses Projekt bestimmt nicht. Aber durch den Selbstbau lernt man wieder etwas dazu, es macht Spaß und am Ende, wenn es denn funktioniert, kann man auch ein klein wenig Stolz auf sich sein ;-) Wenn die Solarzellen angekommen sind, kann ich ja wieder über Fortschritte berichten...
Christoph E. schrieb: > Spulen habe ich nun mit 0.15 mm Kupferlackdraht gewickelt. Mir sind grad wider paar Spulen die für E_Magnete gemacht wurden und hier rumliegen in die Hand gefallen. Da ist recht dünner Draht drauf, der könnte Dir möglicherweise nützen. Bei einer hab ich mal nachgesehen. Leider grad keine Mikrometerschraube da, der Messschieber ist da ja eher ein Schätzinstrument, scheint sich da um 0,05mm Draht zu handeln. Wenn Du möchtest kann ich Dir ein paar der Spulen zusenden, will da nix für haben.
@Steffen: Vielen Dank fürs Angebot, das ist sehr nett von dir. Aber da ich in Österreich lebe, ist es wohl ziemlich unwirtschaftlich. Habe nämlich gerade auf Amazon noch weiteren Kupferlackdraht besorgt, 600 m 0.15mm um nicht einmal 15 Euro. Warte immer bis ich 40 Euro beisammen habe, dann zahle ich für die Bestellung keinen Versand. Dein 0.05er ist vermutlich auch deutlich zu dünn. Damit erziele ich bei nur 100 Windungen 135 Ohm, was viel zu viel ist. Die bestellten Solarzellen liefern 2-3 V und rund 100 mA. Von daher sollte der Spulenwiderstand im Bereich um die 20-30 Ohm liegen... Meine Mülleimer-Airzooka-Vortexkanone ist auch fertig. Jetzt stehen dann erste Tests auf dem Programm. Nebelmaschine habe ich auch zuhause für die Vortexringe... Mehr Informationen: https://stoppi-homemade-physics.de/airzooka-vortexkanone/ P.S.: Nicht dass es mich sonderlich ärgert, aber kann mir einer von euch die Bewertungen hier erklären. Da stelle ich 6 neue, in meinen Augen spannende Projekte vor und erhalte +2, für den ersten Zwischenstand bzgl. meines Mendochinomotors +1/-1 und der simple Link zu einem Youtube-Video (über den ich mich aber gefreut habe) räumt +4 ab? Der in meinen Augen völlig sinnbefreite Kommentar "Viel interessanter ist doch, wie das Bier zum Brennen gebracht werden soll." bringt stolze +2 (die -1 sind von mir)... Irgendwie krank diese Welt bzw. dieses Forum...
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Christoph E. schrieb: > kann mir einer von euch > die Bewertungen hier erklären. Da stelle ich 6 neue, in meinen Augen > spannende Projekte vor und erhalte +2, für den ersten Zwischenstand > bzgl. meines Mendochinomotors +1/-1 und der simple Link zu einem > Youtube-Video (über den ich mich aber gefreut habe) räumt +4 ab? Der in > meinen Augen völlig sinnbefreite Kommentar "Viel interessanter ist doch, > wie das Bier zum Brennen gebracht werden soll." bringt stolze +2. Kann ich machen, aber bist du sicher, dass du das wirklich möchtest? Beim letzten Mal, als du gefragt hattest, warum deine Videos so wenig und Andere mit, deiner Ansicht nach, viel weniger tollen Videos soviel Aufmerksamkeit bekämen, hatte ich im Verlauf stark den Eindruck, dass du da eigentlich™ nicht eine tatsächliche Antwort, sondern viel lieber eine Bestätigung dafür haben wolltest, dass der Fehler bei den anderen Leuten zu suchen wäre, die nur zu dumm wären, die Qualität deiner Videos würdigen zu können. Andere Leute aufgrund ihrer durch einen Mausklick ausgedrückten Ansicht „krank“ zu nennen, halte ich übrigens für ziemlich daneben.
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Christoph E. schrieb: > Irgendwie krank diese Welt bzw. dieses Forum... Nochmal: Du bist mit deinen Experimenten im falschen Forum! Dumm ist, wer trotz entsprechender Hinweise immer wieder den gleichen Fehler begeht. Und richtig fies ist, dann die anderen als Krank zu bezeichnen. Die Welt ist nicht Krank. Ich wüsste einen der krank ist, aber ich bin kein Psychologe, deswegen behalte ich das für mich.
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Stoppi, Ich lese Deine Berichte immer mit großer Freude! Auf Bewertungsknöpfe drücke ich nicht und sehe mir die Bewertungen nicht an. Letzteres würde ich Dir auch empfehlen. Mach weiter mit Deinen Projekten und zeige sie vor. Ist nun mal so: Wer Deine Berichte mit Interesse liest schreibt nichts, wer meckern will schreibt. Jörg
Nemopuk schrieb: > Christoph E. schrieb: >> Irgendwie krank diese Welt bzw. dieses Forum... > > Nochmal: Du bist mit deinen Experimenten im falschen Forum! > sagt wer? Ich finde die Experimente schon passend fuer ein Elektronikforum (oder willst Du die 10te Uhr sehen?). Seine Selbstbau-Elektronik und auch die Auswahl der Experimente sind schon gut, Baumarkt-Physik halt. Eher aus der Zeit gefallen von wg. Aufmerksamkeitsspanne (or lack of) und Mathe-Phobie des Publikums. Aber das kannst Du Christoph nicht ankreiden, im Gegenteil. Es ist jetzt ja wieder die Zeit, fahre Montag mal nach Koeln und gucke den ersten Wagen des Zuges an: "Jeck, loss Jeck elans[*]". Ist schon sehr viel Wahres dran. P.S.: [*]Fuer die Nur-Hochdeutschen (aus dem General-Anzeiger):
1 | Dann erweitert sich die Bedeutung auf: Jeck, lass den anderen Jeck gewähren. Und um es auf den Punkt zu bringen, heißt das so viel wie „Leben und leben lassen“. Mehr Toleranz ist schon fast nicht möglich. |
Christoph E. schrieb: > Nicht dass es mich sonderlich ärgert, aber kann mir einer von euch > die Bewertungen hier erklären. Kennst du eigentlich die Unix-Philosophie? Ich vermute mal, die Projekte in der Projekt-Ecke bekommen eine weit höhere +Zahl, weil sie einen a) stärkeren Realitätsbezug haben und b) einen stärkeren Forenbezug. Lies dir doch einfach mal ein paar Beiträge im Hauptteil durch, und lass dir dazu was einfallen.
Danke für eure Beiträge... Es ist ja absolut nicht so, dass ich etwa mit einer +2 Bewertung zum Beispiel nicht zufrieden wäre. Freue mich über wirklich jede positive Resonanz. Aber es ist halt eigenartig, wenn in meinen Augen völlige Müll-Beiträge wie z.B. eben jener zum Brennwert von Lebensmittel von Ralf oder simple "das wird nicht funktionieren"-Kommentare wie von Jack mehr positive Resonanz kreieren. Ich gebe immer dann eine lesenswert-Stimme wenn der Beitrag Wissen vermittelt, Informationen bzw. Hilfe liefert, qualitätvoll ist, das Forum bereichert oder einfach als Wertschätzung für viel Mühe. Damit bin ich aber scheinbar eher in der Minderheit. Viele/die meisten geben scheinbar ein lesenswert, wenn einer provokant ist, motzt, klugscheißt oder polarisiert. Im Gegensatz zu den Besserwissern, Schwaflern und Nörglern gehe ich ein Risiko ein, indem ich etwas abliefere, mit dem ich auch "scheitern" kann bzw. Wissenslücken offenbaren kann. Zudem stecken hinter fast jedem meiner Beiträge nicht selten viele Stunden an Arbeit/Beschäftigung. Das ist bei den Kommentaren der erstgenannten Gruppe in keinster Weise gegeben. Die rotzen einfach in Sekunden einige Zeilen hin, das wars. Nur von diesen Leuten lebt mMn ein Forum in keinster Weise. Die leben einfach nur schmarotzerhaft von jenen subjektiv immer weniger werdenden Mitgliedern, die etwas abliefern. Und als Dank bekommen nicht die Macher die Resonanz, sondern die Lauten und sich vordrängenden. Ich habe ja eine ausführliche Homepage. Ich habe hier diesen Faden, um eben ein wenig Resonanz zu generieren. Sei es einmal ein aufmunternder Kommentar, eine Frage zu meiner Vorgehensweise beim einen oder anderen Projekt oder etwa ein Tipp, wie man es etwa besser machen könnte. Stattdessen meldet sich oft die "Funktioniert nie"-Fraktion und erhält dafür auch noch positives Feedback. Ich traue mich wetten, wenn ich den Unkenrufen zum trotz konkret den Brennwert von Nüssen mit meinem simplen Aufbau annähernd bestimmen könnte, wäre die Resonanz geringer. Und das ist für mich befremdlich bzw. in meinen Augen krank... Und zum Thema falscher Ort: Viele meiner Projekte beinhalten Elektronik, Arduino, Hochspannung usw., also denke ich mir nicht wirklich falsch platziert. Es gibt hier ja auch teilweise sehr "erfolgreiche" Fäden etwa zur täglichen Nahrungsaufnahme. Da passt Physik in all seinen experimentellen Facetten natürlich in ein technisch/naturwissenschaftliches Forum deutlich weniger. Kann man verstehen, muss man aber nicht... Ad Experimente: Für die Erzeugung einer rheoskopischen Flüssigkeit habe ich mir auf aliexpress Pigmentpulver bestellt. Damit sollten sich Strömungen sehr schön visualisieren lassen. Bin schon gespannt.
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Christoph E. schrieb: > Ad Experimente: Für die Erzeugung einer rheoskopischen Flüssigkeit habe > ich mir auf aliexpress Pigmentpulver bestellt. Damit sollten sich > Strömungen sehr schön visualisieren lassen. Bin schon gespannt. Wir haben auch ein paar rheologische Experimente gemacht, ging sehr gut. Man konnte sogar ganz schnell Effekte auf der Waage sehen... https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acsomega.8b02424 Kleiner Scherz...
Wenn hier aber der Ort ist, an dem sich die vorhandenen Teilnehmer begeistert über Kochrezepte, Speisen und Getränke unterhalten, dann ist das halt so. Nennt sich "normative Kraft des Faktischen". Es haben sich halt mehrheitlich Köche, Feinschmecker, Hausmänner in Schürzen, Vielfraße und leidenschaftliche Trinker versammelt und sind geblieben. Gerne auch Alt-Herren im Rentenalter :"Heute gab's das...". Punkt. Du kannst jetzt als Lehrer noch tausendmal Zensuren vergeben, wie "krank", "krankes Forum" oder "befremdlich". Das zeigt nur, für wie wichtig und richtig Du selbst Deine vergebenen Zensuren hältst. Das ist halt Dein Lebensinhalt. Das gesamte restliche Forum zensiert eben auch Dich. Mangelnde Resonanz? Ja, vielleicht ist den Teilnehmern ein gutaussehendes Essensfoto von Semmel-Hamburgern einfach mehr wert. Interessanter, reizvoller, appetitlicher, suchs Dir aus. Dein Gejaule über selbst erhaltene Zensuren, als Lehrer, nervt langsam. Die wortreichen Jammerbeiträge, stets gepaart mit einer erneuten Diagnose des Facharztes Dr. med. Stoppi, die da lautet: Ihr, das Forum, seid "krank". Weisst Du was? Fick Dich!
Nicht irre machen lassen von den Nörglern etc.
Finde Deine Beiträge passen schon hierher, da gibt es einige die mehr
daneben sind (zum Glück meistauch bald im dev/null gelandet). Außerdem
stehts ja bei offtopic also wo ist das Problem?
Find es klasse das sich jemand damit beschäftigt Physik für andere,
besonders auch Kinder, anschaulich macht. Das ist aller Ehren wert.
> Aber da ich in Österreich lebe, ist es wohl ziemlich unwirtschaftlich.
Na ich bin öfters in Dornbirn und da im Spielboden Stammgast (sehr
empfehlenswert der Laden besonders die Konzerte dort). Im Sommer auch
öfters in den Bergen dort unterwegs.
Kann also leicht was da auf die Post geben, falls sich da was ergibt. Da
ich letztens bei ner Firmenauflösung dabei war liegt so einiges noch rum
das mir zu schad für den Müll war. Die stellten E-Magnete für die
Industrie her möglicherweise was Brauchbares dabei.
Unbegründete Bewertungen sind eher aussagearm. Entweder man belasst es dabei oder gibt konstruktive FB. So viel Zeit sollte man sich schon nehmen. Kein Forum Participant ist gezwungen, Beiträge die nicht seinem Niveau entsprechen zu lesen. Unser bekannt, berüchtigter Minusmann hat es sein oder seinem ja-sager Bot ein Lebenswerk gemacht, das Forum mit aussagefehlenden Minuspunkten zu überschütten. Die Gescheiten übersehen es. Aber es lässt schon gewisse Rückschlüsse auf die Person zu, die es wert findet, sich auf diese Weise zu profilieren. Daß man manchmal eine Wut auf andere hat , die absichtlich oder vermeintlich ihm auf die Füsse gestiegen sind, ist verständlich - muß man aber solche "Grudges" oder Knacks ein Leben lang ernähren? Einmal soll doch Schluß sein mit solchen Emotionen und die Welt wieder mit freundlicheren Augen anzugehen. Der Einzige der am Ende wirklich darunter leidet ist derjenige selber, und ein sich selbst schwer gemachtes Leben nimmt einem niemand ab und muß in seiner eigenen Sülze schmoren. Ein wahrlich gerechtes Schicksal für diejenigen die niemandem oder sich selbst vergeben können und nicht ins Reine kommen. Solche armen Mitglieder der Gesellschaft sollten einem eher leid tun. Ohne sachliche Begründung sind Bewertungen also sinnlos. Klicken kann nämlich jeder. Eine intelligente Stellungnahme aber, erfordert Einsatz.
Christoph E. schrieb: > Aber es ist halt eigenartig, wenn in meinen Augen völlige > Müll-Beiträge wie z.B. eben jener zum Brennwert von Lebensmittel von > Ralf oder simple "das wird nicht funktionieren"-Kommentare wie von Jack > mehr positive Resonanz kreieren. Ich würd’s in dem Fall nicht als „positive Resonanz“ werten, sondern als sachliche Zustimmung – in diesem Fall dazu, dass das „Experiment“ vertane Zeit wäre. Ich meine: Es sollte eigentlich klar sein, dass der geplante Aufbau für die Bestimmung des Brennwertes von Lebensmitteln (Bier fällt da auch im weiteren Sinne drunter, falls du Ralfs Beitrag nicht einordnen konntest) vollkommen ungeeignet ist, und ich wundere mich ein bisschen, dass es dir selbst nicht aufgefallen ist. Hybris? Wie auch immer: Wer wahllos andere Leute als Schwafler, Nörgler, Besserwisser und krank hinstellt, weil sie ihn aus seiner Sicht nicht angemessen huldigen sondern es gar wagen, Kritik anzubringen, und sie darüber hinaus auch nicht jeden Hirnfurz in ’nem Elektronikforum und auf YT ausbreiten müssen, der sollte sich über direktere Worte in seine Richtung nun wirklich nicht wundern – das ist die Geschichte mit Wald, Echo und so. Du willst Respekt? Sei selbst respektvoll. It’s that easy.
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Zitat Jack: "und sie darüber hinaus auch nicht jeden Hirnfurz in ’nem Elektronikforum und auf YT ausbreiten müssen..." ...im Gegensatz zu mir oder was? Mitglied Jack: 15.04.2019, 18:12, Beiträge: 6564 Mitglied Stoppi: 23.10.2007, 11:23, Beiträge: 1207 Zum Kalorimeter: Bier ist ein Lebensmittel? Och, das wusste ich jetzt wirklich nicht. Danke dass du es mir sagst... Wer aber nur einen kurzen Moment seiner Zeit geopfert hätte und sich meine Skizze vom Kalorimeter angeschaut hätte, bevor er lieber etwas völlig sinnfreies postet, der hätte erkannt, dass mein geplanter Aufbau gänzlich ungeeignet für den Brennwert von Flüssigkeiten ist. Das war auch nie meine Intention... Ich habe nichts gegen Kritik aber ich höre sie lieber aus dem Munde jener, die schon selbst die praktische Erfahrung gemacht haben. Hast du, Jörg, schon einmal ein Kalorimeter gebastelt? Ich nehme an, nein. Kategorische bzw. rein theoretische "Geht so nicht"-Sprüche habe ich nämlich schon sehr oft zu hören bekommen und bisher konnte ich ich würde sagen 95% meiner Experimente zu meiner Zufriedenheit umsetzen. Dass ich mir konkret vom Kalorimeter keine nur 5%ige Abweichung erwarte sondern eher mit so 50% rechne, ist doch sonnenklar. Es soll für die Schule sein am besten von Schülern gebastelt. Also möglichst einfach, möglichst günstig. Wenn dann die Schüler mit einem solchen Kalorimeter experimentell selbst (!) herausfinden, dass etwa der Brennwert von Fett deutlich höher ist als jener von Kohlenhydraten, dann haben denke ich alle gewonnen. Und nicht mehr will ich anregen im besten Falle...
Christoph E. schrieb: > ...im Gegensatz zu mir oder was? > > Mitglied Jack: 15.04.2019, 18:12, Beiträge: 6564 > > Mitglied Stoppi: 23.10.2007, 11:23, Beiträge: 1207 Was genau willst du damit sagen? Dass du den Kontext nicht erfasst hast? Oder den Sinn eines Forums? Kein Problem, passiert. Christoph E. schrieb: > Ich habe nichts gegen Kritik aber ich höre sie lieber aus dem Munde > jener, die schon selbst die praktische Erfahrung gemacht haben. Hast du, > Jörg, schon einmal ein Kalorimeter gebastelt? Ich bin verwirrt: Meinst du nun mich? Wenn ja: Ich heiße nicht Jörg, und nein, ein Kalorimeter habe ich nicht gebaut. Brauche ich aber auch nicht, um zu wissen, wie eines funktioniert, worauf es dabei ankommt und um zu erkennen, dass dein Aufbau wesentliche Anforderungen nicht erfüllt. Ähnlicher Kram in anderem Kontext war Teil meiner ersten Ausbildung (Verbrennungslehre, Energie, Verhalten in Medien, Übergänge in andere Medien, Strömungslehre, etc., jeweils hoch- und runtergerechnet). Auch hab ich mehr als genug chemische Experimente mit Verbrennungshintergrund durchgeführt um zu wissen, dass ein auf dem Papier höherer Energiegehalt einer Substanz nicht sehr viel darüber aussagt, ob und um wieviel Grad mehr als mit einer anderen Substanz man damit Wasser erwärmen kann, wenn man sie darunter an der Luft verbrennt. Und dabei sind noch nicht mal so Sachen wie Wassergehalt gemeint, die bei Lebensmitteln das Ergebnis teilweise mehr beeinflussen, als der tatsächliche Energiegehalt. Ich hab ein wenig ein Problem damit, von dir als Schwafler, Nörgler, Besserwisser und als krank bezeichnet zu werden – ich empfinde das als beleidigend. Das ist der Grund, warum ich hier schreibe. Du weißt nicht, was ich bereits gemacht habe und was nicht. Dieses Forum ist nicht der geeignete Ort für meine Art von Projekten; entsprechend sind die wirklich vorzeigbaren Sachen hier nicht zu finden. Was ich mit Elektronik (das ist so’n bisschen zentrales Thema dieses Forums, wie ich mitbekommen habe) mache, ist überwiegend Mittel zum Zweck: Möglichst einfach und tut den Job (KISS), hundertfach gesehen und damit nix, womit ich mich hier profilieren wollte.
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@Jack: Ja, meine dich und nicht Jörg, war mein Fehler. Um etwa den Wassergehalt zu minimieren verwende ich eben zum Beispiel getrocknete Walnüsse und werde sie vor dem Experiment noch in den Backofen geben. Und wenn ich dir eines aufgrund meiner experimentellen Erfahrung sagen kann dann ist es das, dass man fast immer viel zu idealisiert in ein Experiment geht und sich der vielen Unwägbarkeiten nicht bewusst ist. Und reine Theoretiker bzw. Auch Schwafler haben eben keinen derartigen praktischen Erfahrungsschatz, oftmals nicht einmal das theoretische Wissen. @Jack: Wo habe ich dich persönlich als krank bezeichnet? Ich habe geschrieben, dass die Welt bzw. Dieses forum irgendwie krank ist. Und zwar geschuldet dem beobachteten Umstand, daß wir in einer Zeit leben, wo der laute Nörgler und Besserwisser mehr positive Resonanz erfährt als letztlich derjenige, der etwas tatsächlich umsetzt und tut oder zumindest probiert. Wir in einer Zeit leben, wo ein schneller provokanter Kommentar, einer ohne Substanz, einer ohne jegliche Anstrengung dahinter mehr zu bewirken scheint als einer mit qualitätsvollem Inhalt, einer mit Aufwand, einer mit Mehrwert. Dass ein Youtube-Video mit effekthaschendem thumbnail deutlich mehr clicks generiert als ein ehrliches Video, welches aber hält was es verspricht. Wie würdest du diesen Umstand bezeichnen? Normal, richtig...? Für mich ist das krank und dabei bleibe ich. Gerhard weist zum Beispiel oben darauf hin, dass intelligente Stellungnahme Einsatz erfordert. Ja, das stimmt. Aber was glaubt er etwa, wieviel Einsatz zum Beispiel mein Tunnelmikroskop benötigt hat oder mein Körperultraschallprojekt? Da rede ich von 100 Stunden aufwärts. Aber die Gesellschaft hat scheinbar verlernt zu erkennen, was hinter Leistungen steckt. Ich war selbst als junger Mann im Nationalteam. Habe dafür aber jeden Tag 7mal die Woche 4h trainiert und das über Jahre. Die heutige Gesellschaft sieht aber nur überspitzt die Preisverleihung bei Olympia, den Aufwand dahinter kaum. Und deshalb ist die Gesellschaft auch immer weniger bereit, langfristig sich mit einem Projekt abzumühen. Und genau diese Leute, von denen es scheinbar auch recht viele hier im Forum gibt, liken dann den größten Schwachsinn und ignorieren jene Sachen, die mühsam, unbequem, langwierig sind. Krank eben irgendwie diese Entwicklung...
Moin, "Gerhard weist zum Beispiel oben darauf hin, dass intelligente Stellungnahme Einsatz erfordert." Das bezog auf den Einsatz des "Kritik" übenden - habe natürlich nicht Dich gemeint. Das war definitiv nicht meine Absicht. Gerhard
Hatte ich eh so verstanden, Gerhard und dir beigepflichtet. Komischerweise erhält man immer die gleichen/ähnlichen Antworten auf die Frage an die Schwafler/Besserwisser, wo denn ihre Projekte eigentlich seien. Wie eben gerade bei dir, Jack. Da kommen häufig Antworten in der Art "ich bin in einem anderen Bereich aktiv", "es gibt schon gewisse Gründe, warum ich hier nichts zeige" usw. Man könnte "fast" den Eindruck bekommen, dass da eigentlich nichts vorhanden ist...
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Übrigens noch was zum Kalorimeter oben. Das musste ja vor dem Hintergrund von Messbemühungen leicht an Cargo-Kult im analogen Sinne erinnern. Weswegen der Videolink dazu oben so gut bewertet wurde, der Typ in dem Video geht nämlich echt in die Vollen. Versucht man das Zuhause, ohne wissenschaftliche Ausbildung, oder amtlichem Equip kann man sich a) leicht lächerlich machen, aber immerhin, wenn man sich bemüht kommt man b) zumindest auf die Spur davon, was wissenschaftliches Vorgehen eigentlich heißt: Standards und gute, wirklich widerspruchsfreie Messungen und gute Wiederholbarkeit. Messungen sind zwar oft kritisch - oder gerade nicht objektiv - aber man weiß in etwa warum - also die Transparenz hinsichtlich Messfehlern ist bei guten Leuten meistens da. Ganz grobe Anmerkungen wären dann a) Texte von Udo Pollmer lesen könnte viel spannender werden, trotz der gelegentlichen Dramatik darin - die Analysen sind meist sehr gut. b) Wissenschaftliche Genauigkeit, Messen, Messfehler, Messhintergründe, Evaluation, usw. da gibt es eine Menge Stoff zu. c) Erwartungsgleichung: Erreichtes: Erwartetes -> wenn man immer 100% erwartet, aber nur 90% liefert - dann muss man ja Dauerunzufrieden sein. Ein altbekannter Spruch heißt ja auch nicht umsonst: "Die Perfektion ist das Tote".
Christoph E. schrieb: > Komischerweise erhält man immer die gleichen/ähnlichen Antworten auf die > Frage an die Schwafler/Besserwisser, wo denn ihre Projekte eigentlich > seien. Wie eben gerade bei dir, Jack. Hatte ich dargelegt. Dass du’s nicht verstehst, liegt an dir. Deine stumpfen Provokationen werden mich auch nicht dazu bringen, mich mit den Sachen hier zu exponieren. Hat was mit OpSec zu tun, verstehst du nix von. Abgesehen davon wäre es mir auch zu flach, irgendwelche Dinge nachzubauen, mit von vorneherein bekanntem Ergebnis, sodass ich drauf hinarbeiten und meine Ergebnisse entsprechend interpretieren kann, das dann als meine Leistung hinzustellen und mich dadurch profilieren zu wollen. Du möchtest, dass ich die praktische Relevanz einer meiner Aussagen hier im Thread mal zeige, also dass es nicht unbedingt nur Schwafeln ist? Überlege gut – ich würde zeigen, dass mein Rat wohlgemeint und dazu gedacht war, dir Schaden vom Hals zu halten – es geht um den potentiellen Verstoß gegen das WaffG, dessen Vollzug du im späteren Verlauf bestätigt hast. Um eine Einordnung von „ist ja nur […]“ zu erleichtern: Kartoffelkanonen haben bereits zu Hausdurchsuchungen und Strafverfahren geführt, ebenso beispielsweise eine Taschenlampenatrappe an einer Erbsenpistole (Airsoft, wird über 0,5J vom WaffG erfasst, und Lampen an Waffen sind verboten). Soll ich dir also die praktische Relevanz aufzeigen? Antworte bitte eindeutig mit „Ja“ oder „Nein“. Im Falle von „Ja“ jammere später aber bitte leise. Sehr viele andere Sachen habe ich hier eigentlich nicht kommentiert – deinen Kalorimeter-Versuch falsifizieren kannst du selbst, wenngleich du das Ergebnis angesichts der Diskussion dann hier vermutlich nicht dokumentieren würdest. Ansonsten: Ja, ich denke, ich kann dich nun besser einschätzen. Danke, dass du dein Gesicht so klar gezeigt hast. Rbx schrieb: > Das musste ja vor dem > Hintergrund von Messbemühungen leicht an Cargo-Kult im analogen Sinne > erinnern. Tatsächlich trifft das auf einige der hier vorgestellten Versuche zu. Irgendwas stumpf nachgebaut, irgendwelche Sachen eigenwillig interpretiert und schöngeredet, damit das Ergebnis doch irgendwie passt, während eigentliche Zusammenhänge offenbar nicht klar waren, […]. Bei diesem hier war ich nur aufgrund meines Hintergrunds qualifiziert, das herauszustellen, während ich bei den anderen meinerseits erstmal Zeit für eine detaillierte Herausstellung benötigt hätte. Das dann für ’ne ähnlich unwissenschaftliche Reaktion, wie hier: Beleidigungen von oben herab, statt Austausch auf Sachebene? Dafür ist mir meine Zeit zu schade. Bin dann auch aus diesem Teil raus, werde mir aber die Freiheit nehmen, Probleme mit künftigen Beiträgen hier rauszupicken und breitzutreten. Weil ich halt ein Schwafler und Besserwisser bin – und das wird man nicht durch Toleranz.
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@Jack: Du kannst gerne meine hier vorgestellten Projekte schlecht machen und abqualifizieren. Sagt auch einiges über DICH aus. Ebenso wie deine Androhungen. Es ist mir sonnenklar, dass du natürlich ausschließlich einzigartige Projekte umsetzt, die komplett nur auf deinen Ideen und deiner Kreativität basieren. Umso trauriger, dass du sie uns nicht zeigst. Zum Kalorimeter nochmals: Dazu schrieb ich Eingangs "KLEINES Projekt für Zwischendurch mit Alltagsbezug". Was denkst du mit welchen Erwartungen ich an die Sache herangegangen bin? Wenn du meinen Beitrag weiter oben gelesen hättest, wüsstest du, dass ich von einer Ungenauigkeit von 50% ausgehe. Ich erwarte mir also in keinster Weise eine gute Übereinstimmung mit den tatsächlichen Werten. Das impliziert ja bereits der mehr als simple Aufbau. Wenn ich größere Erwartungen hätte, müsste ich wohl einen ähnlichen Aufwand betreiben wie Ben Krasnow, den ich mit Begeisterung in den letzten Jahren verfolge. ABER das will ich eben nicht, denn dieses Projekt ist als simples SCHULEXPERIMENT angedacht. Und mit diesem Hintergrund geht eigentlich deine an sich richtige Kritik aber völlig ins Leere bzw. ist hier nicht angebracht. Denn für die Schule mit wenig Zeit, Budget und auch Kompetenzen seitens der Schüler benötige ich alles nur keinen Präzessionsaufbau. Also was bringt mir dann deine Kritik konkret bei diesen Beabsichtigungen meinerseits? NICHTS, denn sie ist angesichts meiner Beabsichtigungen eben eine glatte Themenverfehlung. Wenn ich wie gesagt deutlich höhere Ansprüche gehabt hätte, dann wäre dies etwas anderes, so aber in keinster Weise. Ich nehme Kritik sehr wohl ernst und wahr, aber sie muss kompatibel zu meiner Projektintention sein, denn sonst bringt sie mir eben nichts. Ich liebe aber immer jene, die von der Couch aus Kritik äußern, was nicht alles besser, genauer, korrekter etc. an meinen Projekten umgesetzt werden hätte können. Denen sage ich ganz klipp und klar: MACHT ES DOCH EINFACH SELBST BESSER NACH EUREN VORSTELLUNGEN. Aber das geschieht eben niemals, komisch. Von daher bin ich bei Kritik zugegebenermaßen etwas sensibel. All meine Projekte, falls du das noch nicht überblickt hast, laufen unter der Prämisse: So einfach und günstig und dennoch so brauchbare Ergebnisse wie möglich. Mal liege ich mit meinen Ergebnissen um 30% daneben, mal sind es nur 5%. Wenn dies Schüler und Jugendliche nachbauen ist der Weg das Ziel und nicht, ob ich einen Tabellenwert auf die 5-te Nachkommastelle reproduzieren kann. Wenn dies zusätzlich gelingt, umso besser. Wenn nicht, auch kein Weltuntergang. Gestern hat mich ein Schüler aus Köln per Email zum Gaschromatographen mit Arduino kontaktiert, welchen er für eine Schularbeit im Fach Chemie umsetzt. Das ist genau das, was ich mit meinen Projekten bewirken möchte und warum ich sie der Öffentlichkeit zugänglich mache. Wenn du das, Jack, bis jetzt nach gut 300 Projekten noch immer nicht begriffen hast, kann ich dir auch nicht helfen. Übrigens, mein Mendocinomotor ist fertig und funktioniert. Gekostet hat er mich um die 50 Euro, zu kaufen wäre er um 30 Euro gewesen. Aber dann hätte ich kein Erfolgserlebnis gehabt und auch nichts gelernt...
Christoph E. schrieb: > @Jack: Du kannst gerne meine hier vorgestellten Projekte schlecht machen > und abqualifizieren. Sagt auch einiges über DICH aus. Ebenso wie deine > Androhungen. Es ist mir sonnenklar, dass du natürlich ausschließlich > einzigartige Projekte umsetzt, die komplett nur auf deinen Ideen und > deiner Kreativität basieren. Umso trauriger, dass du sie uns nicht > zeigst. Es ging nicht um Schlechtmachen oder Abwerten deiner Projekte. Ich werde nun halt Dinge, die mir auffallen, bei entsprechender Laune und Zeit kommentieren, statt aus Rücksicht drüberwegzulesen, weil es klar ist, dass du Probleme mit Kritik hast. Auch hatte ich bislang ein hohes Maß an Respekt angesichts der Ressourcen, die in deine Nachbauten geflossen sind. Wer aber Andere wiederholt beleidigen muss, sie als Schwafler, Nörgler, Besserwisser und implizit als krank bezeichnet und ihnen nun auch noch die Worte unter den Fingern verdrehen will, der muss dann halt damit leben. Das heißt allerdings nicht, dass ich deinen Kram nun mit besonderer Aufmerksamkeit auf Fehler prüfen würde, wie du zu unterstellen scheinst. Außerdem sind da durchaus auch ziemlich gute Dinge bei – nur manchmal halt auch ’n Griff ins Klo. Abgesehen davon weise ich die Unterstellung irgendeiner Androhung von meiner Seite ausdrücklich und mit Nachdruck zurück: Hättest du den Beitrag gelesen, wäre dir aufgefallen, dass es eine Frage war – deren Beantwortung weiterhin aussteht, btw. Wenn du mit „Ja“ antwortest, wirst du mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch direkt aus erster Hand erfahren, warum ich meine vorzeigbaren Projekte in diesen Zeiten hier nicht vorstellen werde. Also? „Ja“ oder „Nein“? Christoph E. schrieb: > Wenn du meinen Beitrag weiter oben gelesen hättest, wüsstest du, > dass ich von einer Ungenauigkeit von 50% ausgehe. Es gibt halt keine Ungenauigkeit, sondern schlicht kein plausibles, sinnvolles Ergebnis. Das wüsstest du, wenn du deinerseits meinen Beitrag gelesen hättest. Du zeigst deinen Schülern Unsinn, und das ist schlecht – in der gleichen Zeit könntest du das richtige Experiment skizzieren und erklären, warum es nicht mit einer Konstruktion wie deiner durchführbar ist. Das wäre den Schülern gegenüber fair.
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Zitat Jack: "Du zeigst deinen Schülern Unsinn, und das ist schlecht – in der gleichen Zeit könntest du das richtige Experiment skizzieren und erklären, warum es nicht mit einer Konstruktion wie deiner durchführbar ist. Das wäre den Schülern gegenüber fair." Seltenst so einen pädagogischen, didaktischen bullshit gelesen. Ich überlege, mir diese Zeilen auszudrucken und einzurahmen. Ich gehe einmal davon aus, deine Sichtweise soll rechtfertigen, warum du selbst deinen Hintern nicht hochbekommst und tust anstatt nur zu quasseln. Irgendwie verständlich, ich ticke aber komplett anders... Mehr möchte ich eigentlich dazu und zu dir nicht mehr sagen.
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Christoph E. schrieb: > Seltenst so einen pädagogischen, didaktischen bullshit gelesen. Ich > überlege, mir diese Zeilen auszudrucken und einzurahmen. Es wird heute also als pädagogisch sinnvoll angesehen, Schülern solche Experimente zu zeigen und ihnen dann Stuss über die Aussagefähigkeit zu erzählen? Dann wundert mich der fortschreitende Zerfall im naturwissenschaftlichen Bereich allerdings auch nicht mehr. Christoph E. schrieb: > Ich gehe einmal davon aus, deine Sichtweise soll rechtfertigen, warum du > selbst deinen Hintern nicht hochbekommst und tust anstatt nur zu > quasseln. Ich muss hier nichts rechtfertigen, und schon gar nicht vor Leuten, die mich fortwährend zu beleidigen versuchen, während sie sich selbst vor Entscheidungen drücken. Nochmal: Möchtest du, dass ich dir zeige, dass ich nicht nur geschwafelt habe, oder nicht? Mit möglicherweise™ den skizzierten Folgen; wenn du Lehrer im Beamtenverhältnis sein solltest, würde ich allerdings dringend zu „nein“ raten – aber die Wahl liegt bei dir. Sobald du zu einer klaren Antwort auf eine klare Frage in der Lage bist, freilich – nimm dir soviel Zeit, wie du dazu brauchst.
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@stoppi: don't feed the troll. Wenn Du mit Trollen diskutierst, werden die erst recht aktiv. Karl Valentin sagte mal "Nicht mal ignorieren"
Stephan S. schrieb: > don't feed the troll. Er könnte auch einfach aufhören, wahllos Leute zu beleidigen und ihnen aus der Luft gegriffene Dinge zu unterstellen. Aber das wäre vermutlich zu einfach.
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Heute habe ich den einfachen Freihandversuch "Rheoskopische Flüssigkeit" durchgeführt, da das Glimmer-Pigmentpulver von aliexpress angekommen ist. Für den Versuch benötigt man lediglich * Wasser * Glimmer-/Pigmentpulver (konkret habe ich silbriges bestellt) * durchsichtige 1 Liter Flasche * eventuell Lebensmittelfarbe zum Färben (benötigte ich nicht) Konzentration: Ich habe einen halben Teelöffel Pigmentpulver in 800 ml Wasser gelöst. Auf Anhieb erhielt ich wunderschöne Strömungsmuster. Nach dem Schütteln sehr stark verwirbelt beruhigt sich nach kurzer Zeit die Strömung. Mit diesem Experiment kann man bestimmt auch sehr gut den Schülern die Konvektion zeigen, indem man den Flaschenboden mit einer Wärmequelle erhitzt. So sehen sie eindrücklich, wie warmes Wasser/warme Luft nach oben steigt... Link: https://stoppi-homemade-physics.de/freihandversuche/
Es gibt natuerlich noch einfachere Experimente: Jemand bekommt bei einem Picknick eine geoeffnete Bierdose gereicht und ueberlegt, bevor er sie auf den unebenen Boden stellt: "Jetzt ist der Schwerpunkt in der Mitte; trinke ich etwas ab, so sinkt der Schwerpunkt, also steht die Dose besser; wenn sie ganz leer ist, liegt der Schwerpunkt wieder in der Mitte. Bei irgendeiner Fuellung muss er also am tiefsten liegen." Koennen Sie die Fuellung a) mit, b) ohne Differentialrechnung finden? (Ohne Differentialrechnung ist schwerer, aber interessanter; gilt die wesentliche Erkenntnis der "ohne-"-Loesung auch fuer unregelmaessig geformte Behaelter, z.B. Flaschen?) Solche Aufgaben findet man in: Vogel, Probleme aus der Physik, Studienbegleiter zu Gerthsen, Kneser, Vogel, 15.Auflage, 1986. Oder in dem "Nachfolgeprodukt" Gerthsen, Physik. Da sind die Aufgaben und Loesung in einem Buch zusammen :-)
@Thomas: Vielen Dank für den Hinweis. Ich habe sogar eine Laboreinheit zu diesem Thema und zwar ein Glaszylinder, der immer mehr mit Wasser gefüllt wird und durch Kippen der jeweilige Schwerpunkt bestimmt wird, der zuerst sinkt und danach wieder steigt... So, nun habe ich den Versuch mit meinem simplen 2-Dosen-Kalorimeter durchgeführt. Zuerst habe ich es mit nur einer freien Dose und der Walnuss probiert, um zu sehen, ob es dann mit dem 2-Dosen-Aufbau deutlich besser funktioniert. Ergebnis mit nur einer Dose: 11.85 kJ/g, die Abweichung vom Sollwert (= 28.2 kJ/g) beträgt 58 %. Dann mit Spannung den 2-Dosen-Aufbau getestet mit dem Ergebnis: 17.49 kJ/g, Abweichung 38 %. Damit bin ich mehr als zufrieden. Immerhin bin ich intuitiv von einer Abweichung von 50 % ausgegangen. Das war aber noch nicht der ganze Versuch. Fette haben ja einen Brennwert von 37 kJ/g und Kohlenhydrate nur von 17 kJ/g. Und genau diesen Unterschied hätte ich noch gerne experimentell darstellen wollen, wohlwissend dass dies schwierig bis unmöglich sein wird. Denn Kohlenhydrate brennen überhaupt nicht gut bis gar nicht. Den Beweis erbrachte ich (leider) mit getrockneten Gummibären (Zucker), Zuckerwürfel mit Docht und etwas Spiritus, getoasteten Brot, Hartweizengrießhörnchen, Toppas von Kellogg's und zuguterletzt mit Maisstangen vom Drogeriemarkt. Letztgenanntes brennte noch am besten aber nur kurz und mit sehr kleiner bzw. instabiler Flamme, sodass eine Verwendung für mein Kalorimeter nicht infrage kam. So blieb es bei quantitativen Messungen von sehr fettigen Lebensmitteln. Für die Schule kann ich dieses Experiment dennoch sehr empfehlen, da der Brennwert ja auf den Verpackungen allgegenwärtig ist. Zudem lernen sie etwas praktisches über die spezifische Wärmekapazität (von Wasser) und auch über die Mängel von diversen/einfachen experimentellen Aufbauten. Aber mit den eigenen Händen selbst getan und so Erfahrung gesammelt ist der beste Weg zu nachhaltigem Wissen. In diesem Sinne Heureka... Link: https://stoppi-homemade-physics.de/brennwert-von-lebensmittel/
Der radioaktive Zerfall ist ein sehr gutes Beispiel für eine in der Natur vorkommende exponentielle Abnahme. Für die Anzahl der noch nicht zerfallenen Atome N(t) gilt ja die Formel: N(t) = N_0 * exp(- ln(2)*t/tau_1/2). Nach der Halbwertszeit tau_1/2 ist nur noch die Hälfte vorhanden, nach 2*tau_1/2 nur noch 1/4, nach 3*tau_1/2 nur noch 1/8 usw. Uran-238 besitzt etwa die immens große Halbwertszeit von 4.5 Milliarden (!) Jahren. Sprich seit Beginn unseres Sonnensystems ist erst die Hälfte des Urans-238 zerfallen. Daher strahlt Uran auch eigentlich sehr, sehr schwach im Vergleich zu radioaktiven Isotopen mit deutlich geringerer Halbwertszeit. Hat die Schule etwa sehr große/übertriebene Bedenken gegen schwach radioaktive Stoffe, so eignet sich der Versuch "Bierschaumzerfall" als Analogon zur exponentiellen Abnahme. Und zwar wird die Höhe des Bierschaums h(t) in Abhängigkeit von der Zeit bestimmt. Hat der Lehrer zudem Bedenken wegen des alkoholhaltigen Biers, greift er einfach zu alkoholfreien Varianten. Dann ist dieses Experiment wirklich völlig ungefährlich ;-) Ich habe die Bierschaumhöhe nicht mit dem Lineal bestimmt, sondern per Videoanalyse. Dazu verwende ich immer die kostenfreie und tolle Software "Tracker". Ich erhalte wirklich eine sehr schöne exponentielle Abnahme mit der angeglichenen Formel: h(t) = 8.098 * exp(- 0.025 * t). Es gilt also: 0.025 = ln(2) / tau_1/2. Daraus folgt: tau_1/2 = 28.9 Sekunden. Möchte man die Aufmwerksamkeit der Schüler hoch halten kann man ihnen versprechen, dass sie dann zum Beispiel nach 10 Halbwertszeiten das alkoholfreie Bier austrinken dürfen ;-) Link zu einem guten Artikel: https://files01.core.ac.uk/download/pdf/228858928.pdf
Christoph E. schrieb: > Der radioaktive Zerfall ist ein sehr gutes Beispiel für eine in der > Natur vorkommende exponentielle Abnahme. Für die Anzahl der noch nicht > zerfallenen Atome N(t) gilt ja die Formel: N(t) = N_0 * exp(- > ln(2)*t/tau_1/2). > > Hat die Schule etwa sehr große/übertriebene Bedenken gegen schwach > radioaktive Stoffe, so eignet sich der Versuch "Bierschaumzerfall" als > Analogon zur exponentiellen Abnahme. Und zwar wird die Höhe des > Bierschaums h(t) in Abhängigkeit von der Zeit bestimmt. Hat der Lehrer > zudem Bedenken wegen des alkoholhaltigen Biers, greift er einfach zu > alkoholfreien Varianten. Dann ist dieses Experiment wirklich völlig > ungefährlich ;-) Ich bin Biertrinker, und es gibt einen Unterschied zwischen der Halbwertszeit zwischen Alk-Freien Bier und dem "normalen" Bier, oder auch zwischen Helles, Pils und Hefe-Weizen. Aber, ich komme noch mal zurueck auf meine Frage: Wo ist das Minimum des Schwerpunktes? (siehe Beitrag "Re: Physikprojekte") > Möchte man die Aufmwerksamkeit der Schüler hoch halten kann man ihnen > versprechen, dass sie dann zum Beispiel nach 10 Halbwertszeiten das > alkoholfreie Bier austrinken dürfen ;-) Non Vale!
@Thomas: Ah, du wolltest konkrete Ergebnisse zum Schwerpunkt. Da mich solche Fragestellungen sehr reizen, gerade eben die minimale Höhe des Schwerpunkts im Glas berechnet. Und dies natürlich ohne jegliche KI-Unterstützung... y_G,S .... Schwerpunktshöhe des Glases m_G .... Masse des Glases ro .... Dichte des Wassers/der Flüssigkeit A .... Fläche/Querschnitt des Glases Herleitung siehe Anhänge, q.e.d.
Der tiefste Schwerpunkt ist logischerweise dann erreicht, wenn er genau auf der Wasseroberfläche liegt... (m_w * h/2 + m_g * y_s_g) / (m_w + m_g) = h m_w.... Wassermasse h.... Wasserhöhe m_g.... Glasmasse y_s_g.... Schwerpunktshöhe vom Glas Das müsste eigentlich genau meine Lösung von oben ergeben...
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Christoph E. schrieb: > Der tiefste Schwerpunkt ist logischerweise dann erreicht, wenn er genau > auf der Wasseroberfläche liegt... Genau darum ging es. Und das Schoene ist, die Erkenntnis gilt fuer beliebig geformte Gefaesse.
Thomas W. schrieb: > Ich bin Biertrinker, und es gibt einen Unterschied zwischen der > Halbwertszeit zwischen Alk-Freien Bier und dem "normalen" Bier, oder > auch zwischen Helles, Pils und Hefe-Weizen. Ist klar, wie lange der Schaum steht und wie stark es Schäumt hängt stark vom Brauverfahren ab. Gab dazu sogar mal ne wissenschaftliche Untersuchung. Ne Weile her das ich davon hörte, weis nicht mehr wo. Glaube da kam auch raus das sich beim belgischen Bier der Schaum besonders lange hält. Bei den Industrie-Massenbieren wird oft auch ein nicht deklarierungspflichtiger Stoff zugegeben der für Schaum sorgen soll.
Steffen W. schrieb: > Thomas W. schrieb: >> Ich bin Biertrinker, und es gibt einen Unterschied zwischen der >> Halbwertszeit zwischen Alk-Freien Bier und dem "normalen" Bier, oder >> auch zwischen Helles, Pils und Hefe-Weizen. > > Ist klar, wie lange der Schaum steht und wie stark es Schäumt hängt > stark vom Brauverfahren ab. > Gab dazu sogar mal ne wissenschaftliche Untersuchung. Das (erste und letzte) Wort in D hat das Forschungszentrum Weihenstephan der TU Muenchen, speziell das Institut fuer Brau- und Lebensmittelqualitaet (https://www.blq-weihenstephan.tum.de/blq/produkte/). Die forschen aktiv an Bier, haben z.B. eine Hefe-Produktion und unterstuetzen Brauereien bei z.B. Verkehrsfaehigkeit und Produktverbesserung.
Für die möglichst standsicherere Bierdose ist der Schwerpunkt ja nur ein Punkt ;) Ich habe die Fragestellung eher so verstanden, dass der Füllgrad gesucht wird bei dem ein möglichst großer Impuls an der Oberkannte der Dose nicht zum Umkippen führt. Da wären dann Annahmen für die Standfläche (Untergrund, nachgiebig? ) nötig. Bei Getränkedosen ist das Gewicht der Dose selber wohl eher vernachlässigbar. D (und h) ist für die 0,3 und 0,5 Literklasse definiert ;) Die Bodenwölbung erstmal egal, wobei .. die Dosenkippung ist ja was dynamisches .. die Flüssigkeit hat auch noch Resonanzen... . (Bei Kaffee(Tee)tassen gerne genau bei Schrittfrequenz) Beliebig komplex und am schönsten bei gutem Wetter mit vielen Versuchsreihen in launiger Runde zu erörtern.
Christoph E. schrieb: > Möchte man die Aufmwerksamkeit der Schüler hoch halten So ähnlich gehen übrigens auch Vergessenskurven. Prinzipiell kann man das auch umgekehrt nutzen hinsichtlich der Wiederholungszeiten beim Lernen. Aber Lernen ist auch sehr abhängig von der Motivation - wobei äußere Anreize eher problematisch sind. Genaugenommen gibt es die fast immer, aber Belohnungsszenarien können auch sehr problematisch sein und allenfalls Gezücht hervorrufen. Man unterscheidet diesbezüglich auch zwischen natürlichen Reaktionen und konditionierten Reaktionen, die sich messbar unterscheiden. Wie wäre z.B. mal ein Besuch im Marie Curie Museum in Paris?
Rbx schrieb: > Wie wäre z.B. mal ein Besuch im Marie Curie Museum in Paris? Ziemlicher viel Andrang! Für Gruppen mindestens 6 Monate ausgebucht. Für Einzelpersonen Klappstuhl mitnehmen, wegen der Wartezeit.
H. H. schrieb: > Ziemlicher viel Andrang! Für Gruppen mindestens 6 Monate ausgebucht. Für > Einzelpersonen Klappstuhl mitnehmen, wegen der Wartezeit. Ist ja eigentlich nicht so schlimm, man kann sich ja länger drauf vorbereiten ;)
Ich überlege mir, in Zukunft auch in meiner kleinen Wohnung öffentliche Führungen anzubieten ;-) Ist ja auch randvoll mit Physik... Ein sog. Kelvingenerator stand auch noch auf meine To-do-Liste. Dabei handelt es sich um eine Influenzmaschine, die die Energie zum Aufbau der elektrischen Spannung aus zwei Wasserstrahlen bezieht, welche durch Ring- oder Zylinderelektroden in Auffangbecher fallen. Der Aufbau ist also sehr simpel und besteht eben nur aus einem Wasserreservoire, zwei Zylinderelektroden und zwei Auffangbecher. Die linke Zylinderelektrode ist mit dem rechten Auffangbecher leitend verbunden und vice versa. Trotz des sehr simplen Aufbaus hat sich "mein" Kelvingenerator als sehr zickig erwiesen. Also nicht wundern, wenn eurer Aufbau auch nicht gleich so funktioniert wie erwünscht. Schlussendlich habe ich aber 2-3 mm Funken erzielen können, mehr wollte ich eigentlich nicht. Zusätzlich habe ich eine Neonglimmlampe verbaut, die dann periodisch aufblitzt. Beim Kelvingenerator ist auf eine sehr gute Isolierung des Wasserreservoires und der beiden Auffangbecher zu achten. Ich verwendete hierzu 75 mm HT-Rohre aus dem Baumarkt. Die Hundefutterdosen von meiner Tochter passten perfekt in die breitere Öffnung der HT-Rohre. Zuerst funktionierte es aber mit den Dosen nicht bis ich feststellte, dass diese auf der Innenseite mit einer isolierenden Schicht versehen waren. Dieser Schicht rückte ich dann mit Salzsäure zu leibe. Die elektrische Leistung des Kelvingenerators ist mickrig. Man darf sich also keine intensiven Entladungen erwarten. Es fleißen auch nur Ströme im µA-nA-Bereich. Dennoch war es ein schönes Projekt und durch den einfachen und günstigen Aufbau eignet sich der Kelvingenerator sehr gut für ein Schülerprojekt oder Jugend forscht. Mehr Informationen: https://stoppi-homemade-physics.de/kelvin-generator/
Mit zwei Modelleisenbahnwaggons habe ich die Stoßgesetze für den elastischen Stoß überprüft. Am Waggonende habe ich hierfür einen aus Federblech gebauten Puffer angebracht, hat sehr gut funktioniert. Beim inelastischen Stoß sind die kinetischen Energien nach dem Stoß geringer als vorher. Die Differenz wird in Verformungsenergie und Wärme umgewandelt. Genau letzteres wollte ich mich einem einfachen Experiment nachweisen. Dazu benötigt man nur zwei größere polierte Stahlkugeln. Meine besitzen einen Durchmesser von 50 mm, stammen von Temu und kosteten nicht einmal 15 Euro. Die beiden Kugeln werden schnell zur Kollision gebracht und zwar genau mit dem Blatt Papier zwischen ihnen. Man erhält erstens relativ große Löcher, welche sich nicht durch eine vertikale Bewegung während des Kontakts erklären lassen und zweitens erkennt man an diesen bräunliche Verbrennungsspuren. Zudem riecht es nach verbrannten Papier. Auf diese Weise kann also die Erzeugung von Wärme beim inelastischen Stoß gezeigt werden, Heureka... Mehr Informationen: https://stoppi-homemade-physics.de/stossgesetze/
Ich setze meine Experimente ja gerne mit LEGO oder Matador um. Diesesmal ging es um einen Propellerteststand. Aus LEGO-Teilen baute ich schnell einen zweiseitigen Hebel, um die Schubkraft mit einer gewöhnlichen Küchenwaage zu messen. Ich bestimmte die Kraft F in Abhängigkeit von der Drehfrequenz f und der elektrischen Leistung P. Für die Funktion F(f) habe ich eine quadratische Abhängigkeit erwartet (einfache Herleitung gibt es auf meiner Homepage), welche sich experimentell auch sehr schön beweisen ließ, Heureka... Für die Leistung P fand ich F(P) = k * P, also eine lineare Abhängigkeit heraus. Mehr Informationen: https://stoppi-homemade-physics.de/propellerschub/
Fürs Physiklabor habe ich einmal eine verstellbare Kugelrollbahn gebastelt. Damit sollen die Schüler die schnellste Bahn zwischen dem fixen Start (0;0.2 m) und Ziel (0.8 m;0) herausfinden. Die Plastikschiene lässt sich einigermaßen beliebig verformen und dann klemmen. Damit Start und Ziel wirklich immer gleich bleiben verläuft die Drehachse der Verstellung exakt durch die Plastikleiste. Die Laufzeiten unterscheiden sich nur sehr gering. Um Messungenauigkeiten in den Griff zu bekommen, stoppen immer alle Schüler gleichzeitig. Danach wird der Mittelwert berechnet bzw. Ausreißer eliminiert. Haben die Schüler die schnellste Bahn experimentell ausfindig gemacht, zeichnen sie die Bahn in einen Graphen. Danach geht es zur Theorie. Mittels meines alten Computerprogramms in Visual Basic können die Laufzeiten theoretisch mittels Integralrechnung berechnet werden. Die Bahnen werden durch ein Polynom 4-ten Grades modelliert. Um die beste/schnellste Bahn zu ermitteln, variiert der Computer die Koeffizienten des Polynoms. Durch die Randbedingungen (Bahn durch Start und Ziel) sind nur noch 3 Koeffizienten frei wählbar. Die Schüler geben im Programm die Start- und Endwerte der jeweiligen Koeffizienten ein und die Schrittweiten. Danach probiert der Computer alles durch und spuckt am Ende die Koeffizienten der schnellsten Bahn aus. Zum Schluss zeichnen die Schüler mit diesen Koeffizienten das Polynom in denselben Graphen und vergleichen das experimentelle Ergebnis mit dem theoretischen. Mehr Informationen: https://stoppi-homemade-physics.de/schnellste-bahn/
Christoph E. schrieb: > Fürs Physiklabor habe ich einmal eine verstellbare Kugelrollbahn > gebastelt. Damit sollen die Schüler die schnellste Bahn zwischen dem > fixen Start (0;0.2 m) und Ziel (0.8 m;0) herausfinden. Ich befuerchte, damit ueberforderst Du Deine Schueler: Brachistochrone sind relativ komplex (https://de.wikipedia.org/wiki/Brachistochrone, besser die englische Version benutzen: https://en.wikipedia.org/wiki/Brachistochrone_curve), oder, auch Fermat's Principles (Prinzip des schnellsten Wegs, https://en.wikipedia.org/wiki/Fermat%27s_principle). Zu einer richtigen Loesung muessten die Schueler Variationsrechnung verwenden, und das ist schon Stoff der fortgeschrittenen Mathematik (theoretische Physik). Es aber ein schoenes Beispiel fuer ein physikalisches Problem/Aufgabenstellung, das sehr einfach und wohldefiniert ist, sich aber einer einfachen Loesung entzieht. Sehr schoen fand ich Deinen Propellerstand, fuer Schueler sehr gut geeignet.
Hallo Thomas. Ich bleibe bei dem Projekt "schnellste Bahn" sehr elementar mit der Variation von Polynomen. Das sollte für Schüler ca. der 9-10ten Schulstufe kein riesiges problem darstellen. Geraden und Parabeln kennen sie ja bereits. Sie variieren dann die Grenzen für die einzelnen Koeffizienten und die Schrittweiten, zuerst grob und dann feiner wenn bereits Werte vorliegen. Das ist denke ich auch sehr nachvollziehbar. Und das Experiment selbst ist auch überhaupt nicht komplex. Sie verstehen, je tiefer die Kugel, desto schneller. Und die schnellste Bahn ist dann ein Kompromiss aus längeren Weg aber eben deutlich höherer Durchschnittsgeschwindigkeit. Zudem sehen Sie dann auch praktisch, wozu Mittelwertsbildung dient, wenn jeder von Ihnen zeitgleich stoppt eventuell mit einigen Ausreißern aufgrund z.b. Von Fehlbedienung der Stoppuhr oder Schläfrigkeit ;-) Auf die genaue Form der Brachistochrone brauche ich eigentlich gar nicht näher einzugehen, würde sie nur erwähnen. Habe mit dem Experiment, welches mMn extrem gut Theorie/Programmierung und Experiment verbindet, bereits sehr gute Erfahrungen gemacht im Physiklabor. Bin aber der Einzige, der selbst konstruierte Experimente in seinen Unterricht integriert und das bei fast 90 Prozent meiner Laboreinheiten. Alle anderen gehen zum Schrank am Ende des Physiksaals und holen die fertigen Module oder Geräte raus. Wenn dann einmal etwas kaputt ist oder fehlt stehen sie da wie Kühe wenns donnert...
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Ich editiere das Zitat.... Christoph E. schrieb: > Hallo Thomas. Ich bleibe bei dem Projekt "schnellste Bahn" sehr > elementar mit der Variation von Polynomen. Das sollte für Schüler ca. > der 9-10ten Schulstufe kein riesiges problem darstellen. Geraden und > Parabeln kennen sie ja bereits. Sie koennen dann auch schon Kurvendiskussion machen. Obwohl ich mich noch erinnere dass fuer einige Schueler die Konzepte der Mathematik nicht zugaenglich waren. So wie bei mir mit den Konzepten der franzoesischen Sprache... Moi, je ne parle pas francais. > Und das Experiment selbst ist auch überhaupt nicht komplex. Sie > verstehen, je tiefer die Kugel, desto schneller. Und die schnellste Bahn > ist dann ein Kompromiss aus längeren Weg aber eben deutlich höherer > Durchschnittsgeschwindigkeit. Wenn man nur die Phaenomene siehst, ja. Das es im Endeffekt ein Optimierungsverfahren ist, hatte ich nicht mehr im Gedaechtnis (> 35 Jahre her) > Sie variieren dann die Grenzen für die > einzelnen Koeffizienten und die Schrittweiten, zuerst grob und dann > feiner wenn bereits Werte vorliegen. Das ist denke ich auch sehr > nachvollziehbar. Das ist der Fortschritt: Wir hatten nur eine Wang 2200 fuer Alle (https://en.wikipedia.org/wiki/Wang_2200) und die Datenerfassung sass vor der Tastatur :-) > Bin aber der Einzige, der selbst konstruierte Experimente in seinen > Unterricht integriert und das bei fast 90 Prozent meiner Laboreinheiten. > Alle anderen gehen zum Schrank am Ende des Physiksaals und holen die > fertigen Module oder Geräte raus. Wenn dann einmal etwas kaputt ist oder > fehlt stehen sie da wie Kühe wenns donnert... Aber dann kann jemanden zur Verantwortung ziehen (Blame-Game).
Christoph E. schrieb: > [...] Denn Kohlenhydrate brennen überhaupt nicht gut bis gar nicht. > Den Beweis erbrachte ich (leider) mit getrockneten Gummibären (Zucker), > Zuckerwürfel mit Docht [...] Hallo Stoppi, ich habe mal gelesen, mit etwas Asche auf/am Zucker(würfel) soll dieser gut brennen. Die Asche wirkt als Katalysator. VG - wolfi0 - PS: Ich finde Deine Aktivitäten/Veröffentlichung richtig gut. Vor allem auch als Anregung für interessierte Schüler + Physiklehrer.
@Wolfgang: Vielen lieben Dank für den Tipp, den ich natürlich ausprobieren werde... In den letzten Tagen habe ich meine ca. 100 (!) noch nicht veröffentlichten, aber bereits fertigen Youtube-Videos ein wenig überarbeitet. Die Übergänge sind nun fließend und nicht mehr abrupt und es gibt auch Kameraschwenks bei den Bildern. Alles wohl schon längst wieder überholt, für mich dennoch eine gewisse Verbesserung, um die sonst doch sehr statischen Videos ein wenig lebendiger zu gestalten. Vor die Kamera mag ich aber weiterhin nicht ;-) Dann möchte ich mittels zweier Mini-Beamer eine 3D-Projektion umsetzen. Ein Beamer ist bereist bei mir (nur 10 Euro per Abholung), ein weiterer um 24 Euro inkl. Versand kommt in einer Woche. Als Projektionsleinwand werde ich eine glatte Platte mit Zinkspray besprühen in der Hoffnung, dass die Polarisation des auftreffenden Lichts erhalten bleibt. Eine echte Silberleinwand werde ich mir nicht kaufen... Und für einen Heronbrunnen bestehend aus zwei Flasschen und einem Rohr habe ich mir auf Amazon solche Wasserwirbelverbinder gekauft, 10 Stück um 6 Euro. Brauche eigentlich nur einen, den Rest verschenke ich an neugierige Kinder und meinen Großcousin...
In die Rubrik Freihandversuche reiht sich der Pappteller-Lautsprecher. Im Physiklabor lasse ich die Schüler ein Grammophon aus Karton und einer Nadel basteln. Wenn sie dann damit eine alte Schallplatte abspielen und Töne hören, sind sie in der Regel überrascht und begeistert. Der Pappteller-Lautsprecher geht in diesselbe Richtung. Mit ihm kann man u.a. Musik abspielen, auch moderne ;-) Man benötigt nur zwei Pappteller, Kupferlackdraht, dickeres Papier bzw. dünnen Karton, Zylindermagnete, eine Audioquelle (z.B. einen uralten MP3-Player) und einen kleinen Verstärker. Letzterer hat 15 W Leistung und kostet um die 6 Euro. Der Kupferlackdraht hat einen Durchmesser von 0.15 mm. Bei 100 Windungen ergibt dies einen ohmschen Widerstand von ca. 10 Ohm. Man darf natürlich keine Hifi-Qualität erwarten, ich war dennoch ob der guten und lauten Hörbarkeit positiv überrascht. Dieser Freihandversuch eignet sich mMn sehr gut fürs Schullabor. Hat man 2 Schulstunden zur Verfügung, geht sich der Bau eigentlich ohne Probleme aus. Die Kosten belaufen sich ohne Magnete und Verstärker auf nicht einmal 2 Euro, mit Magnete und Verstärker sind es dann schon insgesamt 13 Euro... Mehr Informationen: https://stoppi-homemade-physics.de/freihandversuche/
Zwei hübsche Freihandversuche habe ich noch für euch und zwar das Knatterboot und den Heronsbrunnen. Im Knatterboot steckt doch mehr Physik als man zunächst vermuten könnte. Man kann aber die Schüler fragen, wie sie den Vortrieb erklären und dann etwaige Widersprüche aufdecken bzw. lösen. Knatterboote (engl. Pop pop boats) gibt es fertig für sehr kleines Geld zu kaufen. Ich habe eines selbst gebastelt aus einer halben Plastikflasche, Kupferrohr und Teelichtern. Als Fahrstrecke dient eine lange Blumenkiste, die ich bereits für ein anderes Experiment einmal benötigte. Der Heronsbrunnen ist auch sehr einfach zu basteln. Die Erklärung können wieder die Schüler formulieren. Diesmal gibt es aber keine versteckten Widersprüche. Heronsbrunnen können ganz schön lange laufen ohne äußeren Einfluss. Ist die mittlere Flasche allerdings leer bzw. die unterste voll, kommt er zum Erliegen. Man benötigt nur 3 Plastikflaschen, in Zeiten des Pfands gar nicht mehr so günstig ;-), Heißkleber, 3 Plastikrohre und Wasser. Mehr Informationen: https://stoppi-homemade-physics.de/freihandversuche/
James Watson und Francis Crick entdeckten 1953 die Doppelhelix-Struktur der DNA, den grundlegenden Aufbau des Erbmaterials als gewundene Strickleiter. Ihre Arbeit an der Universität Cambridge, basierend auf Röntgendaten von Rosalind Franklin, erklärte die Replikation des Lebens. Sie erhielten dafür 1962 den Nobelpreis. Im Februar 1953 entschlüsselten Watson und Crick die Struktur der Desoxyribonukleinsäure (DNA) als Doppelhelix. Die DNA besteht demnach aus zwei komplementären Strängen, die sich in einer Doppelhelix (wie eine Wendeltreppe) um eine gemeinsame Achse winden. Die Röntgenbilder, insbesondere das berühmte "Foto 51", sowie andere entscheidende Forschungsdaten von Rosalind Franklin wurden James Watson und Francis Crick von Maurice Wilkins zugespielt. Maurice Wilkins war ein Kollege von Rosalind Franklin am King’s College in London. Die beiden kamen nicht gut miteinander aus. Wilkins betrachtete Franklin oft als Assistentin, während sie eine eigenständige, hochqualifizierte Wissenschaftlerin war. Im Januar/Februar 1953 zeigte Wilkins, der wusste, dass Franklin bald das King's College verlassen würde, Watson das Foto 51, ohne Franklins Wissen oder Zustimmung. Den Nobelpreis bekamen dann Watson, Crick und Wilkins, Rosalind Franklin ging völlig zu Unrecht leer aus. Dies kam in der Geschichte der Naturwissenschaften leider sehr oft vor, dass Frauen in keinster Weise Gleichberechtigung erfuhren und ihre Arbeiten nicht gleich honoriert wurden wie jene von Männern. Sehr traurig... Nun zum Experiment: Man kann auch ohne Röntgenstrukturanalyse quasi die Struktur der DNA ergründen. Man benötigt lediglich eine kleine Glühlampe (in meinem Fall 24V/2W) und einen Laser. Wer möchte, kann das Ganze auch noch mit zwei Beugungsgittern mit 300 Linien/mm vertiefen. Leuchtet man mit dem Laser auf den vorsichtig gedehnten Glühfaden, so erkennt man im abgedunkelten Raum ein Beugungsmuster, was in etwa einem flachgedrückten Buchstaben X entspricht. Der Glühfaden ist ja im Grunde eine Schraubenfeder und diese kann wiederum als zwei gegeneinander geneigte Beugungsgitter betrachtet werden. Somit ähnelt der Glühfaden von der Struktur her sehr stark der Doppelwendeltreppe der DNA. Vergleicht man das mit der Glühbirne entstandene Beugungsmuster mit dem berühmten Foto 51, so sieht man eine Vielzahl an Ähnlichkeiten. Der Versuch ist so günstig durchzuführen und geschichtlich derart wichtig, dass er eigentlich in keinem Schullabor fehlen sollte. Zur Ergänzung können die Schüler dann auch noch das Beugungsmuster von zwei zueinander geneigten Beugungsgittern auswerten. Es sollte ein ähnliches Resultat liefern. Mehr Informationen: https://stoppi-homemade-physics.de/dna-struktur/
Mittels zweier günstiger LED-Beamer (zusammen 34 Euro) habe ich ja in den letzten Tagen versucht, eine 3D-Projektion umzusetzen. Dazu verwende ich normale Polarisationsfolien (z.B. von AstroMedia oder Amazon). Die Beamer enthalten allerdings LCDs und von daher benötige ich vor den Beamern keine weiteren Polarisationsilter. Problem ist nur, dass die Schwingungsebene bei beiden Beamern natürlich ident ist. Daher hatte ich die Idee, einen der beiden Beamer um 90° zu kippen. Inweiterefolge musste ich die beiden Bilder quadratisch zuschneiden und eines davon ebenfalls kippen. Auf diese Weise erhielt ich dann wirklich einen recht schönen 3D-Effekt. Damit die Polarisation bei der Reflexion an einer Wand erhalten bleibt, benötigt man eine sog. Silberleinwand. Anstatt diese für ab 70 Euro zu kaufen, habe ich einfach eine weiß beschichtete IKEA-Türe um 10 Euro mit Zinkspray von Amazon (12 Euro für 2 Dosen) besprüht. Klappt sehr gut... Und dann beschäftige ich mich im Moment noch mit der einfachsten Umsetzung einer Lasershow mit Arduino. Vor gut 20 Jahren hatte ich einen Laserprojektor mit Selbstbau-Galvos gebastelt. Dieser lief per COM-Schnittstelle am PC mittels der Software HE-Lasercan soweit ich mich noch erinnere. Diese Umsetzung ist natürlich 2026 nicht mehr zeitgemäß und habe nun versucht, mit Arduino eine möglichst einfache Umsetzung zu realisieren. Ich verwende simpleste Vektorgrafik, indem ich die Koordinaten der Eckpunkte eingebe. Ich kann auch bei den "Linien" dazwischen den Laser ein- bzw. ausschalten. Erste Versuche sind vielversprechend. Als Ansteuerung verwende ich PWM von Arduino, Tiefpassfilter zur Erzeugung einer analogen Spannung und dann einen OPV als Konstantstromquelle mit Shunt im Emitterpfad des Leistungstransistors (TIP120)...
So, heute habe ich erste Versuche mit meinen billigst-Laserprojektor auf Arduino-Basis durchgeführt. Die Ergebnisse waren sehr durchwachsen, andererseits habe ich mir aufgrund der trägen Selbstbau-Galvos nichts Besonderes erwartet. Als Testobjekt habe ich einen simplen Smiley ins Programm eingegeben. Nach etwas Feinjustage war dieser zumindest andeutungsweise zu erkennen. Aber wieder einmal war das primäre Ziel, interessierten Jugendlichen/Schülern das Prinzip eines Laserprojektors inkl. Vektorgrafik näherzubringen. Wer hochwertige Grafiken möchte, soll sich um 250 Euro ein kommerzielles Produkt kaufen. Dann hat er allerdings eine komplette black box und einen didaktischen Wert von nahezu 0... Mit meinem Lissajous-Lautsprecherprojektor habe ich es dann auch noch probiert anstelle der selbstgebauten Galvos. Das Ergebnis war deutlich schlechter, also schlecht^2 ;-) Vor 25 Jahren wurden im deutschen Laserforum https://www.laserfreak.net/forum/ Schrittmotoren als Ersatz für damals sündteure Galvos im Rahmen eines Bastelprojekts präsentiert. Verwendet wurden damals MOT-1 Schrittmotoren von Epson/Sanyo. Die gibt es leider schon lange nicht mehr zu kaufen. Sie hatten einen Schrittwinkel von 18 (!) Grad und einen Strangwiderstand von 160 Ohm. Es wurden mit ihnen aber keine vollständigen Schritte vollführt, sondern der Motor hing praktisch innerhalb eines einzelnen Schritts. Dafür sorgte eine Gegenspannung auf einer der beiden Wicklungen. Ich habe mir daher heute auf aliexpress 3 verschiedene Kleinstschrittmotoren mit 18° Schrittweite gekauft. Kann dann berichten, wie sie sich so geschlagen haben... Mehr Informationen: https://stoppi-homemade-physics.de/laserprojektor-arduino/
Letzte Woche habe ich mich ja mit einer einfachen Umsetzung einer Arduino-Lasershow bechäftigt. Da ich also im Lasermodus war, versuchte ich ein sehr altes Elektor-Laserprojekt nun mit Arduino umzusetzen und zwar ein Laserlauflicht. In der Elektor 9/2006 wurde dieses mit einem ATTiny 2313 umgesetzt, also knapp vor der Einführung von Arduino. Leider bekam ich es damals nicht im wahrsten Sinne des Wortes zum Laufen. Der Polygonspiegel auf einem Lüfter ohne Lüfterblätter war also bereits vorhanden, ich musste mich nur zum die Software und die Elektronik kümmern. Letztere besteht aus einer variablen Spannungsquelle mit dem LM317 für den Lüfter, einer Photodiodenschaltung zum Einlesen des Startimpulses und einem Lasertreiber mittels IRL510-Mosfet. Die Einstellung ist ein wenig kompliziert, da man ja die 7 Spiegel nicht ganz ideal auf den Lüfter aufkleben kann. Also muss man alle 7 Verzögerungen vor den einzelnen 7 Linien experimentell ermittelt. Dazu habe ich auf der Platine ein Potentiometer eingebaut. Mit diesem drehe ich solange, bis die nächst höhere Zeile mit der darunter befindlichen übereinstimmt. Einfachheitshalber nimmt man die Wortfolge IIIIIIII zum testen. Nach ca. 4 h war dann alles fertig. Ich brauchte deshalb so lange, weil ich es zuerst mit einer Motorsteuerung versuchte. Der Arduino sollte die Drehzahl einlesen und dann ggf. die Motorspannung erhöhen bzw. erniedrigen. Leider funktionierte es weder mit einer steuerbaren Konstantstromquelle mittels OPV, noch mit einer gewöhnlichen Transistoransteuerung. Die Brushlessmotoren der Lüfter sind also ziemlich zickig was deren Versorgung betrifft. Also alles wieder ausgelötet und eine einfache regelbare Spannungsquelle mit dem LM317 verbaut und auf die Arduino-Motorensteuerung verzichtet. Ist so einfacher aber funktioniert bestens. Zum Einstellen der Motorspannung verwende ich ein 10-Gang-Potentiometer (1 kOhm) für die Grob- und eines (100 Ohm) für die Feineinstellung. Anbei meine ersten Bilder vom Projekt...
Alle guten Dinge sind drei... Nach der Arduino-Lasershow und dem Arduino-Laserscanner probierte ich mich an einer Arduino-Propelleruhr. Ich verwendete bewusst kein fertiges Programm aus dem Internet und befragte auch nicht ChatGPT, denn ich wollte es wie immer eigenständig aus dem Boden stampfen. Daher kann es gut sein, dass es bereits elegantere Umsetzungen und Programmierungen gibt. Ich bin dennoch mit dem Ergebnis zufrieden. Einzige Archillesferse ist das Timing bzw. die komplette Auffüllung des Kreises. Ich lese mittels Hallsensor die Rotationsdauer ein und teile diese durch 120. Dies ist dann mein Zeitschritt/delay in der for-Schleife, welche von i = 0 bis i = 118 geht. Ich muss diesen Wert aber ein wenig reduzieren, da ja in der Schleife auch Abfragen und Ausgaben erfolgen, die natürlich auch etwas Zeit kosten. Wenn ich den Faktor zu groß (z.B. 0.98) wähle, dann wird der Arduino zum Teil nicht mehr unmittelbar vorm Einlesen des nächsten Hall-Pulses fertig und das ganze Display beginnt zu wandern. Wähle ich den Faktor zu klein (z.B. 0.92), dann entsteht zwischen dem letzten Minutenstrich und der 12 eine etwas größere Lücke, was natürlich auch stört. Also musste ich einen Kompromiss eingehen. Ganz perfekt ist es dadurch nicht, aber ich kann damit leben... Frohe Ostern von meiner Seite...
Christoph E. schrieb: > So, heute habe ich erste Versuche mit meinen billigst-Laserprojektor auf > Arduino-Basis durchgeführt. Die Ergebnisse waren sehr durchwachsen, > andererseits habe ich mir aufgrund der trägen Selbstbau-Galvos nichts > Besonderes erwartet. Vieleicht hilft dir das noch: https://elm-chan.org/works/vlp/report_e.html Unser Japanischer filigran Künstler hast das auch mal Realisiert.
Für meine Arduino-Lasershow möchte ich es neben meinen Selbstbau-Galvos auch noch mit Schrittmotoren probieren. Diese müssen dafür einen sehr großen Schrittwinkel (z.B. 18°/step) besitzen. Ich habe mir einige hoffentlich passende Modelle auf aliexpress bestellt. Bis diese ankommen, habe ich im letzten Elektronikgeschäft Österreichs (?) bei mir in Graz, Neuhold Elektronik, noch welche mit nur 7.5° Schrittwinkel besorgt. Resümee: Sie funktionieren, aber sogar schlechter als meine selbstgebauten Galvos. Der Smiley ist gerade noch so erkennbar. Ich hoffe, dass die kleineren auch deutlich flinker sind. Kann dann gerne hier berichten... Und dann habe ich mir noch eine Voltasche Säule aus Zink- und Kupfermünzen gebastelt. Genommen habe ich konkret 2 cent Münzen aus Kupfer und sehr alte 5 Groschen Münzen aus Zink. Diese musste ich zunächst einmal mittels Zitronensäure von ihrer Zinkoxidschicht befreien. Als Elektrolyt verwendete ich in Apfelessig getauchte Löschpapierstückchen. 12 Einzelzellen ergaben dann in Summe/Serie eine Spannung von 10.73 V. Damit konnte ich natürlich problemlos eine LED zum Leuchten bringen. Die Voltasche Säule ist nach ihrem Erfinder, Alessandro Volta, benannt, welcher diese um 1800 vorstellte. Sie war die erste elektrische Batterie, die eine praktische Bedeutung als Stromquelle erlangte. Mehr Informationen: https://stoppi-homemade-physics.de/elektrochemische-spannungsreihe/
Christoph E. schrieb: > Und dann beschäftige ich mich im Moment noch mit der einfachsten > Umsetzung einer Lasershow mit Arduino. Wenn die Galvos schnell genug sind, müsst ja vielleicht das hier klappen: Beitrag "Re: Oszilloskop-Musik"
@Christoph: Dafür sind meine Selbstbau-Galvos viel zu langsam, leider... Mit Feuerwerkskörper wollte ich ja die atomare Kettenreaktion nachstellen/simulieren. Dazu habe ich mir übers Internet insgesamt 25 Packungen Rotáček-Feuerwirbel gekauft. Das Experiment konnte ich dann gestern durchführen, da mich meine beiden Söhne + Freundin besucht haben, denn fürs Filmen benötigte ich eben zusätzliche Hilfe. Ich hatte keinerlei Erfahrung, ob die Anzahl der Feuerwerksspiralen (insgesamt 125) und der gewählte Kreis mit Blechumrandung von mir passend gewählt wurde. Ich rechnete u.a. auch damit, dass die Kettenreaktion überhaupt nicht startet oder stoppt. Zum Glück klappte aber alles bestens, wenngleich ich von der enormen Rauch- und Hitzeentwicklung doch sehr überrascht war. Feuerwehr tanzte aber glücklicherweise nicht an... Gekostet hat mich der ganze Spaß ca. 50 Euro, aber das war es mir völlig wert. Danke nochmals an M. + A. und L. für deren tatkräftige Unterstützung. Mehr Informationen inkl. Video: https://stoppi-homemade-physics.de/kettenreaktion/
Versuch zum Lambertschen Strahlungsgesetz/Kosinusgesetz (nicht zu verwechseln mit dem Lambert-Beerschen-Absorptionsgesetz!). Beleuchtet man eine milchige Platte mit einem Laser, so folgt aufgrund der diffusen Streuung die Intensität hinter der Platte dem Lambertschen Kosinusgesetz I(alpha) = I0 * cos(alpha). Senkrecht zur Platte ist also die Intensität maximal, nimmt dann mit zunehmenden Winkel ab um bei alpha = 90° (streifender Blick) auf 0 gesunken zu sein. Für den Aufbau verwendete ich u.a. Holzteile der österreichischen Firma MATADOR. Mit diesen habe ich schon als Kind gespielt/gebaut. Laser und Lichtdetektor (TIA mit der Photodiode SFH203) hatte ich noch im Fundus. Achtung: Wenn man keine punktförmige sondern eine flächige Lichtquelle hat, so erfasst die Photodiode mit ihrem Öffnungswinkel mit zunehmenden alpha eine immer größer werdende Fläche gemäß 1/cos(alpha). Genau dieser Faktor würde dann den Lambertschen Faktor cos(alpha) kompensieren und man würde keine abnehmende Intensität mit zunehmenden alpha feststellen. Daher verwende ich auch einen nahezu punktförmigen Laser für dieses Experiment...
Anbei noch die experimentellen Ergebnisse zum Lambertschen Kosinusgesetz der diffusen Streuung. Die Übereinstimmung Theorie-Experiment ist ziemlich gut, bin sehr zufrieden damit...
Vor ca. 5 Jahren hatte ich mit einem großen Heatpipe-CPU-Kühler und Peltierelementen bereits versucht, sehr tiefe Temperaturen zu erzielen. Als Heatpipe-CPU-Kühler kam ein Bequiet Dark Rock Pro 3 mit 250W TDP zum Einsatz. Damit konnte ich -64 °C erzielen, allerdings im Jänner auf dem Balkon, in der Wohnung waren es damals -62.4 °C. Einige Zeit davor hatte ich es schon einmal mit einer CPU-Wasserkühlung H100i von Corsair probiert, leider ging dann sehr schnell die Pumpe kaputt. Vor zwei Wochen packte mich dann wieder der Ehrgeiz, es nochmals mit einer Wasserkühlung zu probieren. Auf der österreichischen Verkaufsplattform willhaben bin ich sogleich auch fündig geworden: Eine Corsair H100i elite um nur 7 Euro direkt bei mir in Graz, da musste ich zuschlagen. Im Verkaufstext stand, dass die Kommunikation mit der Kühlung nicht mehr funktionierte. Alles aufgebaut und die Lüfter mit 12V und die Pumpe mit 12V und 5V versorgt. Leider schien die Pumpe nur schwach zu arbeiten, denn das Ganze zog bei 12V nur 0.3A. Da die Kommunikation tot war, konnte ich vom PC auch nicht die Pumpenleistung erhöhen. Der erste Versuch war leider ernüchternd: Die Pumpe schien eben fast nicht zu arbeiten und so erzielte ich nur ganz kurz lediglich -35 °C und der Kühlkopf wurde extrem heiß. Dies war dann der Todesstoß für die Pumpe... Der Ansatz es mit einer geschlossenen Kompakt-Wasserkühlung zu probieren missglückte also zweimal. Aufgeben wollte ich an der Stelle aber auch nicht. Daher sah ich mich nach einer offenen custom-Wasserkühlung um und fand bald eine gebrauchte Thermaltake Pacific C240 um nur 84 Euro inkl. Versand. Deren 12V/18W Pumpe ist erstens viel leistungsfähiger als jene im Kühlkopf integrierte und zweitens ist sie extern und kann demnach nicht durch Überhitzung so leicht sterben. Gestern das Ganze wieder in der Küche aufgebaut und die Pumpe einmal einige Zeit laufen lassen, damit die Luftblasen in den Schläuchen verschwinden. Dann mein 4-stufiges Peltierelement mit Wärmeleitpaste montiert und einen Versuch gestartet. Leider kam ich nach einigen Anläufen minimal nur auf -55.8 °C. Ehrlich gesagt war ich ziemlich enttäuscht, denn ich hätte erwartet, dass die Wasserkühlung dem Heatpipe-Kühler überlegen ist. Gehofft hatte ich ja etwas um die -70 °C. Jetzt ist die Frage, ob ich den 4-stufigen Peltierstack oben noch mit einem winzigen 5x5 mm Peltierelement erweitere. Das jetzige oberste Element, ein 0703, misst 10x10 mm. Dieses kann aber nur sehr wenig Wärme abführen und daher befürchte ich, dass es mit dem zusätzlichen 5x5 mm Peltier darüber überfordert wäre. Zudem kostet mich das Spezialpeltierelement wohl um die 35 Euro... Hat von euch vielleicht jemand ein 5x5 mm Peltierelement, welches er mir günstig verkaufen könnte? Es kann auch gut sein, dass all meine verwendeten Peltierelemente einen nicht perfekten Wirkungsgrad haben, da sie auf aliexpress oder ebay oft nur wenige Euro gekostet haben. Da gibt es ja preislich extreme Unterschiede zu anderen Anbietern. Ob diese dann qualitativ auch so viel besser sind und arbeiten kann ich nicht beurteilen. Mehr Informationen: https://stoppi-homemade-physics.de/hoch-und-tieftemperaturen/
Ich habe ja etliche Spektroskope gebastelt u.a. eines, welches anstelle eines Spalts einen reflektierenden Zylinder verwendet. Die reflektierten Strahlen der Sonne scheinen dann durch den Zylinder von einer schmalen Linie zu kommen. Die Lichtaufspaltung erfolgt mit einem gewöhnlichen Beugungsgitter mit 1000 Linien/mm. Damit man beim Betrachten bzw. Fotografieren keinen störenden Hintergrund warnimmt, habe ich dem ganzen Aufbau noch ein schwarzes Gehäuse spendiert. Richtet man das Spektroskop ca. im Winkel von 90° zur Sonne aus und blickt schräg auf das Beugungsgitter, so erblickt man ein schönes, kontinuierliches Sonnenspektrum. Schaut man genauer, so erkennt man darin einzelne Absorptionslinien, die berühmten Fraunhoferlinien. Auch die berühmte Balmerserie, welche beim Elektronenübergang im Wasserstoffatom von n > 2 nach n = 2 entsteht, ist zu erkennen, Heureka... Mehr Informationen: https://stoppi-homemade-physics.de/spektroskopie/
Christoph E. schrieb: > Richtet man das Spektroskop ca. im Winkel von 90° zur Sonne aus und > blickt schräg auf das Beugungsgitter, so erblickt man ein schönes, > kontinuierliches Sonnenspektrum. Schaut man genauer, so erkennt man > darin einzelne Absorptionslinien, die berühmten Fraunhoferlinien. Ich bin ja sehr positiv ueberrascht ueber die Aufloesung des Aufbaus. Ist auch ein sehr schoner Ansatz fuer Schueler, und vor allen Dingen Baumarkt-Physik.
Ein ballistisches Pendel stand noch auf meiner Liste. Bei diesem total inelastischen Stoß merken die Schüler, dass sie der Energieerhaltungssatz hier nicht weiter bringt im Gegensatz zum Impulserhaltungssatz. Als "Waffe" diente meine Luftdruckpistole, welche man zum Laden nur knicken muss, sodass teure CO2-Patronen entfallen. Zum Einsatz kommt sie u.a. für dieses Experiment im Physiklabor bzw. bei der Physikolympiade. Das Pendel ist ein gewöhnliches Fadenpendel mit einem Styrodurblock als Pendelkörper. Eine Aufhängung mit einer Metallleiste, welche sich nicht verdrehen lässt, wäre wohl eine bessere Wahl gewesen, denn das Fadenpendel verliert durch Rotation doch einen nicht geringen Teil der zur Verfügung stehenden Energie. Demzufolge lenkt das Pendel deutlich weniger aus als es theoretisch sollte und die aus dem Auslenkwinkel berechnete Projektilgeschwindigkeit ist demzufolge weitaus geringer als der Sollwert (100 m/s laut Verpackung). Bestimme ich aber nicht aus der Auslenkung des Pendels die Startgeschwindigkeit des Styrodurblocks, sondern mittels Videoanalyse, so erhalte ich deutlich bessere Resultate. Mittels 420 fps Video liegt das Resultat mit v = 107 m/s doch gut im Erwartungsbereich. In den nächsten Tagen werde ich im Hof den Versuch noch mit meiner 50 lbs Armbrust wiederholen. Mal schauen, ob dann die Abweichungen auch so groß sind. Die Geschwindigkeit des Armbrustpfeils kann ich dann aber zum Vergleich auch konkret mittels Videoanalyse bestimmen. Mehr Infos: https://stoppi-homemade-physics.de/ballistisches-pendel/ Und dann habe ich beim Ausmisten mein altes, sehr einfaches Theremin gefunden und gleich ausprobiert. Funktioniert noch immer nach rund 18 Jahren im Dornröschenschlaf. Allerdings kann man bei diesem Modell (ich habe 2 andere, bei denen man sowohl pitch als auch volume verändern kann) mit nur einer Antenne lediglich die Tonhöhe mittels der Handposition verstellen. Mehr Informationen: https://stoppi-homemade-physics.de/theremin/
Der Grieche Eratosthenes hat ca. 200 v.Ch. mittels einer sehr simplen Methode den Erdradius bestimmt. Am 21. Juni stand nämlich in Syene (heutiges Assuan) zur Mittagszeit nahezu genau senkrecht am Himmel. Zur selben Zeit warf ein Obelisk in Alexandria allerdings einen Schatten von ca. 7.5°. Alexandria befindet sich rund 800 km nördlich von Assuan. Daraus schloss Eratosthenes, dass der Winkel zwischen den beiden Städten ebenfalls 7.5° betrug. Mittels einfacher Schlussrechnung folgerte er, dass der Erdumfang 360/7.5 * 800 = 38400 km betragen muss. Damit lag er verdammt knapp am tatsächlichen Wert von ca. 40000 km. Ich möchte auf den Spuren von Eratosthenes wandeln und habe zwei Experimente vor. Einmal möchte ich den Erdradius auf seine Art bestimmen. Zum Glück ist die Freundin meines ältesten Sohnes Tschechin und sie besuchen zusammen regelmäßig ihre Heimat (Falkenau an der Eger). Dieses liegt rund 350 km weiter nördlich als mein Wohnort Graz. Bei einer Stablänge von 50 cm sollten sich die beiden Schatten im Hochsommer um ca. 4 cm unterscheiden. Mittels einer Gewindestange, zweier kurzer Aluleisten und einem Lot sollte die senkrechte Ausrichtung kein großes Problem darstellen. Die Durchführung ist für Juli angedacht. Die Sonne erreicht ihren täglichen Höchststand in Falkenau ca. 2 min später als in Graz... Und dann bastel ich gerade an einem Modell zur Veranschaulichung der Eratosthenes-Methode. Dazu habe ich mir aus einer Holzplatte und einer Kunststoffplatte einen Kreisbogen mit r = 80 cm gebaut. Jetzt fehlen nur noch der bei aliexpress bestellte Obelisk und Brunnen, dann kann ich eine Messung machen. Mehr Informationen: https://stoppi-homemade-physics.de/eratosthenes-erdradius/ Heute habe ich auch mein Magnesiumband angezündet. Der Feuerball ist wirklich gleißend hell. Magnesium verbrennt ja bei Temperaturen von 2000 - 3000 °C und kann/darf nicht mit Wasser gelöscht werden. Und weil alle guten Dinge 3 sind, löte ich gerade ein Stroboskop zusammen. Dies deshalb, weil ich beim Zusammenräumen auf 5 Stück U-förmige Stroboskopröhren gestoßen bin. Einen Zündtrafo hatte ich auch noch in meinem Bestand. Die 270V erzeuge ich mittels NE555 (Glückwunsch zum 55-jährigen Bestehen, ich bin somit gleich alt wie er ;-)) und umgedrehten 6V-Printtrafo. Ein erster Test verlief bereits erfolgreich. Ich kann mit dieser leistungsschwachen Ladeschaltung allerdings keine hohe Blitzraten erzeugen. Ist eher für gezielt getriggerte Einzelblitze gedacht. Bilder kann ich dann in den nächsten Tagen nachreichen...
Moin, Carl Sagan hat diese Geschichte mit Eratosthenes hier (TV Serie Cosmos) sehr schön erzählt: https://www.youtube.com/watch?v=G8cbIWMv0rI Deinen Experiment Gedanken finde ich toll. Wünsche den erhofften Erfolg und bin gespannt ob sich bei Deinem Versuch eine ähnliche Präzision erzielen lässt. Wir gaben heutzutage den Vorteil einer Sprechverbindung und genaue Uhren. Gruß, Gerhard
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Christoph E. schrieb: > Der Grieche Eratosthenes hat ca. 200 v.Ch. mittels einer sehr simplen > Methode den Erdradius bestimmt. Am 21. Juni stand nämlich in Syene > (heutiges Assuan) zur Mittagszeit nahezu genau senkrecht am Himmel. Zur > selben Zeit warf ein Obelisk in Alexandria allerdings einen Schatten von > ca. 7.5°. Alexandria befindet sich rund 800 km nördlich von Assuan. Woher wußte man damals, wie spät es 800 km weiter war? Oder ist der Gag, daß die Orte auf fast derselben Länge liegen und es daher nur um die Abweichung nach Norden geht, während die Sonne im Zenit steht? > Und dann bastel ich gerade an einem Modell zur Veranschaulichung der > Eratosthenes-Methode. Dazu habe ich mir aus einer Holzplatte und einer > Kunststoffplatte einen Kreisbogen mit r = 80 cm gebaut. Jetzt fehlen nur > noch der bei aliexpress bestellte Obelisk und Brunnen, dann kann ich > eine Messung machen. > Die 270V erzeuge ich mittels NE555 (Glückwunsch > zum 55-jährigen Bestehen, ich bin somit gleich alt wie er ;-)) und > umgedrehten 6V-Printtrafo. Ein erster Test verlief bereits erfolgreich. > Ich kann mit dieser leistungsschwachen Ladeschaltung allerdings keine > hohe Blitzraten erzeugen. Einwegkameras mit Blitz sind ideal für sowas. Werden aber glaube ich seit 20 Jahren nicht mehr hergestellt. :) Wenn man Netzspannung hat, geht auch zwei Trafos entgegengesetzt koppeln zur galvanischen Trennung (also z.B. 230-12---12-230V), und dann beliebig Strom mit Bums abzapfen.
Wollvieh W. schrieb: > Woher wußte man damals, wie spät es 800 km weiter war? Wenn die Sonne am höchsten steht, ist es Mittag :-)
Johann L. schrieb: > Wollvieh W. schrieb: >> Woher wußte man damals, wie spät es 800 km weiter war? > > Wenn die Sonne am höchsten steht, ist es Mittag :-) Das war es in Karlsruhe und Stuttgart auch. Erst durch die Eisenbahn merkte man, daß das zu unterschiedlichen Zeiten passierte. :) Mir kommt übrigens eine moderne Idee für Erastis Experiment: Was ist dünn, senkrecht, und überall in Deutschland verteilt? Laternen zwar auch, aber die sind vom Meßfehler her wohl noch ein bißchen zu kurz. Daher: Windräder. Der Mast ist zwar konisch, aber das kann man vielleicht umgehen. Dank GPS-Zeit müssen die auch nicht genau auf einer Länge stehen.
So, das Selbstbau-Stroboskop ist fertig und getestet. Als Kondensator für die Blitzlampe verwende ich 100 µF/ 330 V Blitzelkos von pollin. In 2s4p Konstellation betrug die Gesamtkapazität zunächst 200 µF. Damit waren die Lichtblitze allerdings 800 µs lang. Daher habe ich die Kapazität zuerst auf 50 µF (Blitzdauer 280 µs) und dann weiter auf 17 µF (Blitzdauer 135 µs) reduziert. Bei meinem alten kommerziellen Stroboskop hatte ich vor gut 20 Jahren auch schon einmal die Blitzdauer bestimmt und kam da auf nur 20 µs. Muss scheinbar dessen Kapazität noch einmal deutlich kleiner gewesen sein bzw. hatte die gezündete Blitzlampe einen geringeren Widerstand... Mehr Informationen: https://stoppi-homemade-physics.de/stroboskop/
Christoph E. schrieb: > So, das Selbstbau-Stroboskop ist fertig und getestet. Als > Kondensator > für die Blitzlampe verwende ich 100 µF/ 330 V Blitzelkos von pollin. In > 2s4p Konstellation betrug die Gesamtkapazität zunächst 200 µF. Damit > waren die Lichtblitze allerdings 800 µs lang. > > Daher habe ich die Kapazität zuerst auf 50 µF (Blitzdauer 280 µs) und > dann weiter auf 17 µF (Blitzdauer 135 µs) reduziert. Bei meinem alten > kommerziellen Stroboskop hatte ich vor gut 20 Jahren auch schon einmal > die Blitzdauer bestimmt und kam da auf nur 20 µs. Muss scheinbar dessen > Kapazität noch einmal deutlich kleiner gewesen sein bzw. hatte die > gezündete Blitzlampe einen geringeren Widerstand... > > Mehr Informationen: https://stoppi-homemade-physics.de/stroboskop/ Hallo Christoph, Nettes Projekt. Das hatte ich auch mal vor. Leider lief mir dann aber unerwartet ein Industriegerät in die Hände und aus dem Bauvorhaben wurde nichts mehr. Für mich ist es ein eminent wichtiges Werkzeug. Deshalb schlage ich vor, es in ein permanentes, handliches Gerät zu verwandeln, nicht nur um auch das Überleben des Bedieners zu gewährleisten;-) Ferner wäre ein integraler uC Frequenzzähler nett, um die Lichtblitzrate in den üblichen Maßeinheiten wie rpm und ppr angeben zu können. Mein uralter Digistrobe hat alle diese Eigenschaften. Auch rate ich für die Frequenzeinstellung etwas Aufwand zu betreiben und einen wirklich stabilen Trigger-Oszillator mit einem hochwertigen Zehngang-Poti und guten griffigen grossen Knopf zu versehen. Es ist sehr nützlich feinfühlig einstellen zu können. Eine nützliche Erweiterung wäre auch ein externer Fremdtrigger-Eingang, um drehende Objekte automatisch feststehen zu lassen, ohne dass man sich um Synchronisierung bemühen muss. Das wären meine Überlegungen dazu. Übrigens lassen sich auch sehr schnell drehende Objekte, die die maximale Blitzrate Deiner Schaltung und Blitzröhre übersteigen, durch die Formel RPM = D1*D2 / (D1-D2) bequem errechnen, indem man zwei Messungen macht, wobei D1 der höhere Drehzahlwert ist. Es wäre auch zu überlegen, es mit einem Lipo Akku zu betreiben, um nicht immer netzabhängig sein zu müssen. Auch aufpassen, die Blitzröhre bei schnelleren Blitzraten thermisch nicht zu überlasten und ihr Abkühlpausen zu gönnen. Mein Gerät: https://controlrepair.com/shop/cole-parmer-instrument-1964-digistrobe-102419#attr=786646 Gruß, Gerhard
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@Gerhard: Vielen lieben Dank für deine Hinweise und Anregungen. Verbesserungspotential gibt es eigentlich bei fast all meinen Aufbauten. "Problem" ist nur, dass mich dann komplett neue Projekte weitaus mehr reizen, als die "alten" zu optimieren. Ich hatte ja vor rund 2 Jahren bereits ein Osmometer gebastelt, um den osmotischen Druck anschaulich zu machen. Habe mir damals dazu eine günstige Dialyse-Membran auf aliexpress gekauft. Problem war, dass selbst bei geringer Zuckerkonzentration der osmotische Druck und damit die Steighöhe des Wassers zu hoch gewesen wäre. So blieb es dabei, nur die unterschiedlich starke Steiggeschwindigkeit des Zuckerwassers in Abhängigkeit von der Zuckerkonzentration aufzuzeichnen. Mehr Informationen: https://stoppi-homemade-physics.de/osmotischer-druck/ Es gibt aber einen noch wesentlich einfacheren Versuch zum Thema Osmose. Man benötigt dazu nur Kartoffeln, reines Wasser und Salzwasser unterschiedlicher Konzentration und eine Waage. Man schneidet 3 ca. gleich große Kartoffelquader aus den Kartoffeln. Dann füllt man 3 Gläser einmal mit normalen Wasser, mit Wasser + 1 TL Salz und dann noch mit Wasser + 2 TL Salz. Nun misst man die Größe und die Massen der 3 Kartoffelquader und gibt sie danach in je ein Glas. Nach ca. 1 h holt man sie raus und misst nochmals Größe/Volumen und Masse. Das Kartoffelstück im reinen Wasser ist schwerer und größer geworden und lässt sich nur schwer biegen. Denn durch die Osmose ist ein Nettostrom an Wasser in die Kartoffelzellen geflossen. Bei jenen im Salzwasser ist eine Massen/Volumenabnahme festzustellen und die Stücke sind nun deutlich biegsamer. Dies deshalb, weil nun durch die verglichen zu außen geringere Salzkonzentration in den Kartoffelzellen mehr Wasser aus den Kartoffeln geflossen ist als hinein. Es heißt ja auch, dass der Mensch ja nicht zu viel destilliertes Wasser trinken sollte. Denn dann würden die Zellen durch den Nettostrom in die Zellen hinein anwachsen und sogar ggf. platzen. Dieser Selbstversuch ist noch ausständig ;-) Mehr Informationen: https://stoppi-homemade-physics.de/freihandversuche/
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