Hallo,
für mich klingt der Song von Tommy eher nach Wunst, also eher dem Wollen
denn dem Können geschuldet. Was der Tommy wohl nicht bedachte: Die
reflexionsfreie Argumentation auf der Basis von Dunning-Kruger hat,
ebenso wie bei Peter, den Pferdefuß der diesen Thesen innewohnenden
Paradoxie, welche diese zwar nicht zwangsläufig, doch aber
wahrscheinlich auf den Nutzer dieser steilen Thesen zurückfallen lässt.
In aller Bescheidenheit Namaste
Winne,
der weiß das was er weiß relativ wenig ist.
pS: Zu untersuchen wäre ferner in welchem direkten oder indirekten
Zusammenhang Peter und Dunnin-Kruger zueinander stehen. Persönlich
tendiere ich zu Kausalität, die Korrelation scheint mir hingegen
augenscheinlich.
Winfried J. schrieb:> der weiß das was er weiß relativ wenig ist.
Wobei diese wahre Einsicht bei manchen Leuten ironischerweise als
spezielle Form eines arroganten Elitarismus rüberkommt. ;-)
Der Song freilich würde genauso funktionieren, wenn man den "Dunning
Kruger" durch einen anderen darauf wartenden Begriff ersetzt. Klänge
aber etwas weniger modern.
Winfried J. schrieb:> für mich klingt der Song von Tommy eher nach Wunst
Zumal es mit steigender Strophenzahl den Eindruck macht, daß er
zusammengekratzt hat, was irgendwie passen könnte, um darauf seinen Reim
anzuwenden. Anfangs witzig, schnell langweilig.
A. K. schrieb:> Winfried J. schrieb:>> der weiß das was er weiß relativ wenig ist.>> Wobei diese wahre Einsicht bei manchen Leuten ironischerweise als> spezielle Form eines arroganten Elitarismus rüberkommt. ;-)
Mag sein aber gewonnene Einsichteen leugnen um nicht anzuecken heist den
einfachen Gemütern die Deutungshoheit zu überlassen. Das hat die
Menschheit noch nie voran gebracht. ist ja nicht das man Gefolschaft
erwarte, nur wen man die eignen Sicht vertritt, obgleich sie von der
Mehrhei nicht geteilt wird.
ist zwar in Nationalpatetische Zeiten wenig oportun, Aber das war meie
Sache noch nie. Ich bevorzuge Gegenwind, gern auch heftig. Das gibt
Auftrieb. Genügt diewrreichte Höhe dann ist es an der Zeit sich treiben
zulassen.
Namaste
Timm T. schrieb:> Winfried J. schrieb:>> für mich klingt der Song von Tommy eher nach Wunst>> Zumal es mit steigender Strophenzahl den Eindruck macht, daß er> zusammengekratzt hat, was irgendwie passen könnte, um darauf seinen Reim> anzuwenden. Anfangs witzig, schnell langweilig.
Stimmt, mit dem Nicht-Impf-Wahn hätte er aufhören sollen.
Aber rechte Gesinnung auf Dunning-Kruger schieben -> Fail.
Michael L. schrieb:> Stimmt, mit dem Nicht-Impf-Wahn hätte er aufhören sollen.> Aber rechte Gesinnung auf Dunning-Kruger schieben -> Fail.
<grins> Irgendwas fehlt immer, damit sich jeder angesprochen fühlt.
Der Dunning-Kruger ist ohnehin so eine oft überzogene Modebezeichnung.
Wenn du du dafür "Idiot" einsetzt passen zwar Rhythmus und Reim nicht
mehr, aber es wird klarer, was gemeint ist.
A. K. schrieb:> Michael L. schrieb:>> Stimmt, mit dem Nicht-Impf-Wahn hätte er aufhören sollen.>> Aber rechte Gesinnung auf Dunning-Kruger schieben -> Fail.>> <grins> Irgendwas fehlt immer, damit sich jeder angesprochen fühlt.
Jein. Ein ziemlich kluger Mann hat mal folgendes gesagt: "Man sollte
Dinge so einfach wie möglich machen, aber nich einfacher.", und:
"Probleme kann man niemals mit der gleichen Denkweise lösen, durch die
sie entstanden sind."
> Der Dunning-Kruger ist ohnehin so eine oft überzogene Modebezeichnung.
ACK. Dunning-Kruger ist für die allermeisten Verwender nur 'ne Keule,
ein Nichtargument, mit dem sie nach Belieben auf andere eindreschen, um
sich selbst zu beweisen, was besseres zu sein.
Michael L. schrieb:> ACK. Dunning-Kruger ist für die allermeisten Verwender nur 'ne Keule,> ein Nichtargument, mit dem sie nach Belieben auf andere eindreschen, um> sich selbst zu beweisen, was besseres zu sein.
Eben, nur mit integriertem Bumerangeffekt
Namaste
p.S. mir sind da heut Nacht wohl ein paar Buchstaben vom I-Pad gepurzelt
sorry dafür
Ein Paradox des Dunning-Kruger Effektes ist es aber, dass Menschen, die
den Dunning-Kruger Effekt als Ursache für Probleme anführen, oftmals
selber unter dem Dunning-Kruger Effekt leiden...
Das korrekte Wort wäre wohl Paradoxon... Dienstag morgen, sorry. ;)
Rekursion passt natürlich auch. Weil ich doof kapier ich nicht, dass ich
doof bin, und unterstelle den anderen, dass sie nicht kapieren, dass sie
doof sind, eben weil sie doof sind, usw...
Richtig!
Und wer bei anderen den Effekt erkennt, oder sonst irgendwie benennt,
befindet sich in dieser Rekursion (ohne Abbruchbedingung).
Z.B. an Kurt B. kann man sehen was diese Rekursion auf Dauer mit einem
macht. Und, da ich das bei ihm erkenne...
;-)