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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Suche 3D Drucker


Autor: Markus Müller (mmvisual)
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Hallo,

Ich bin auf der Suche nach einem 3D Drucker und wollte euch für Tipps 
fragen.

Vorweg, meine Preisvorstellung: ca. 2000.

Die Randbedingungen die ich mir ausgedacht hatte:

- Umschlossenes Gehäuse damit es drin warm bleibt
- Düse mit mindestens 350°C
- Ausdruck von Platinen, 0402 sollte problemlos möglich sein
- Fähig für Carbon-Material
- Sollte von einer Firma kommen die noch länger am Markt sein wird, 
wegen SW-Updates

Herausgesucht hatte ich mir bisher 2 Modelle:

Creatbot DX Series
- Nachteil: SW ist aus 2016 und je nach Einstellung buggy in der 3D 
Darstellung
- Vorteil: Bei Platinen kann man sehr einfach den Versatz nach unten 
justieren, damit sind die unteren Drähte weg.


Zortrax M200
- Vorteil: SW kann ab Schnittpunkt aufteilen, somit kann man Oberseite / 
Unterseite getrennt drucken und später zusammen kleben
- Nachteil: Druckbereich ist kleiner als bei Creatbot


Habt Ihr vielleicht noch einen Tipp/Empfehlung?
Oder gibt es noch etwas worauf man unbedingt achten sollte?

Dankeschön im Voraus!

Grüße Markus

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Markus M. schrieb:
> - Ausdruck von Platinen, 0402 sollte problemlos möglich sein

Ich bin mir nicht sicher, verstanden zu haben, was Du da willst.

Autor: Markus Müller (mmvisual)
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Die "günstigen" Geräte können feine Strukturen nicht gut drucken, bzw. 
zieht Fäden. Ich hab das schon mal bei einem "Prusa I3 DIY" gesehen. 
Allerdings habe ich keinen Vergleich gesehen ob es die teureren wirklich 
besser können.

Autor: Mario Hagen (djacme)
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Schick mir eine STL und ich kann dir die Tage zeigen wie das ergebniss 
auf nem Ultimaker 3 (mit nachträglich geschlossenen Bauraum) aussieht. 
Ich habe aber noch nicht ganz verstanden was wu mit platinen drucken 
wirklich meinst. Ich habe mal ein 3-D modell einer bestücken PCB mit dem 
UM3 gedruckt, da war 0402 drauf und das sah - mässig -aus.

Autor: Mario Hagen (djacme)
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Also da ist etwas 0402 (rot markiert) drauf. Das obere gedruckt auf 
einem UM3 aus PLA mit einer 04er Düse.
0402 ist 1*0,5mm klein, das ist für FDM schon grenzwertig. Sicher kann 
man eine 05er Wand drucken, aber bei nur 1mm Länge ist das ja nur ein 
klecks, da fällt halt jedes zentel Ungleichmässigkeit extrem auf.Und so 
ein "Schiss" ist dann eben nicht einmal ansatzweise eckig bei den 
entsprechenden Düsendurchmessern.

Das untere auf dem Bild ist SLA aus einem Form 2. Damit bekommt man 
solche Auflösungen gut hin.

Autor: Markus Müller (mmvisual)
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Dankeschön für die Bilder.
Man sieht zwar immer schöne Figuren die gedruckt wurden, jedoch bei 
technischen Dingen sieht das gleich ganz anders aus.

Autor: Enttäuschter ExDruckernutzer (Gast)
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Aus guten Grund...

Gut, zwar in eine ganz andern Liga (200Euro Bausatz - Geeetch I3) aber 
auch deine Liga liefert wohl keine gebrauchsfertigen, feinmechanischen 
Bauteile- teilweise - umfangreiche Nachbearbeitung oder Veredelung 
scheint auch bei 2000Eur + Maschinen Standard zu sein wenn es sich nicht 
um groben "Spielkram" handelt.
Der Hype der um 2014/2015 über die Bedeutung von 3D Druckern bei uns 
Endanwender gemacht wurde ist meiner Meinung total übertrieben - 
hochwertige Einzel- und Ersatzteile (die auch was mechanisch aushalten 
müssen und komplizierte Formen haben) sind eigentlich nur als 
Hobbyprojekt sinnvoll - Geldsparen ist nicht und das erstellen der Teile 
ist bei weiten auch nicht so einfach wie es "damals" in den Massenmedien 
und so manchen YouTube Kanal dargestellt wurde.

"Geiles" 3D Drucken ist teuer (Hardware und Verbrauchsware) aufwendig 
(viel lernen und austesten) und selten für sich alleine ausreichend - 
Metallbearbeitung bzw. fertige Industriekomponenten werden trotzdem für 
ein fertiges, komplettes Endprodukt benötigt.
Es hat einen "guten" Grund das bei Vorführungen meist irgendwelche 
Figuren oder sehr grober und einfacher Mechanischer Kram gedruckt wird.

In irgendeiner frühen Folge der "Big Bang Theory" wird darauf recht 
passend eingegangen:
Als Rechtfertigung warum ein teurer 3-D Drucker (wo die Folge entwickelt 
und gedreht wurde wohl noch deutlich teurer als heute) gekauft wurde (an 
der Finanzministerin vorbei...)diente eine Trillerpfeife - die wie die 
Protagonisten selbst feststellten für wenige Cent bei jeden 
Ramschhändler zu bekommen ist.
Kommt als Text nicht so gut herüber - sollte man selbst mal sehen ;-)
natürlich übertrieben, aber irgendwie auch noch heute zutreffend...

Entäuschter ExDruckernutzer

Autor: Mampf unterwegs (Gast)
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Denke da kommt wohl eh nur ein SLS Drucker mit Feindetailharz in Frage 
... das dürfte die Audwahl deutlich vereinfachen :)

Autor: Mario Hagen (djacme)
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Enttäuschter ExDruckernutzer schrieb:
>...umfangreiche Nachbearbeitung oder Veredelung
>scheint auch bei 2000Eur + Maschinen Standard zu sein wenn es sich nicht
>um groben "Spielkram" handelt.....
> hochwertige Einzel- und Ersatzteile (die auch was mechanisch aushalten
> müssen und komplizierte Formen haben) sind eigentlich nur als
> Hobbyprojekt sinnvoll - Geldsparen ist nicht und das erstellen der Teile
> ist bei weiten auch nicht so einfach....


> Entäuschter ExDruckernutzer

FULL ACK. Eigentlich Dein ganzer Beitrag FULL ACK

Und sogar in der SLS Metall-liga wo so ein Maschinen >500 000€ kostet 
und wegen dem feinsten Staub einen ganzen Reinraum, aufwendige Absaugung 
für die Prozesskamm, Schutzatmsphären für den Laser benötigt usw. kommt 
KEIN EINZIGES TEIL FERTIG RAUS. Das minimalste ist das Abtrennen des 
Werkstückes von der Trägerplatte auf die die erste Schicht gesinntert 
ist. Aber auch die Oberfläche ist halt nur gesinntert/Überhänge sind 
rauh usw, wer es glatt haben will der muss damit nochmal auf die CNC 
oder elektropolieren und vorher entsprechend Auftrag einplanen. Und ob 
ich nun mit einem Halb fertig Stück auf die 6 Achsen Maschine gehe um da 
etwas nachzubessern oder ob ich gleich nur einen Klotz einspanne und 
runterrödel macht auch keinen Elementaren unterschied mehr aus. Nur was 
ich anders garnicht  oder nicht wirtschaftlich herstellen kann wird 
gedruckt und soviel wie geht immer konnentionell nachgearbeitet.

FDM Liga <10k€ IST SPIELKRAM.
3D Druck macht weitestgehend nur dort Sinn wo etwas nicht auf andere 
Weise herstellbar ist. Aber Hobby muss ja nicht immer Sinn machen, 
solange es Spass macht oder man dadurch lernt ist es OK. Und ich habe 
halt gelernt was alles NICHT geht :-)

SLA z.B. Formlabs Form 2 steigt man so mit 4-6k€ mit Zubehör ein, 
Material und Prozesskammern sind auch finanziell nicht ganz zu 
verachten. Natürlich gibt es Einschränkungen, aber die Ergebnisse sind 
um Welten besser als dieser ganze Filamentkram(siehe unteres Bild weiter 
oben).
Aber oder insbesondere hier (wegen den Materialkosten) - vieles was sich 
anders herstellen lässt kann günstiger oder besser(Stabiler, 
langlebiger) sein. Ist nur die Frage ob das dann auch für jeden so 
"leicht" herstellbar ist - Zumindest für den Heimanwender. Mit einer 3 
achsigen Fräse kommt ja auch nicht sooo weit und danach wird es dann 
schnell Faktor 5 teuerer als z.B. ein Form2

Autor: Markus Müller (mmvisual)
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Naja, das liest sich fast so:

Gibt 4-6k€ für SLA aus oder kauf dir einen billigen für die "einfachen" 
Sachen.

2K für ein Drucker ist schon eine Stange Geld, aber wenn in etwa das 
gleiche für einen 500€ Teil raus kommt, kann ich mir die 1500€ sparen.

Dankeschön für die gute Info!

Autor: Mario Hagen (djacme)
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Markus M. schrieb:
> 2K für ein Drucker ist schon eine Stange Geld, aber wenn in etwa das
> gleiche für einen 500€ Teil raus kommt, kann ich mir die 1500€ sparen.

Da sollte der Vorschlaghammer das 
"3D-Hype-supa-dupa-einfach-schnell-toll" einfach mal 
zuschmettern...Boden der Tatsachen und so .-)

Ob ein 500€ Drucker mit einem teurere Vergleichbar ist kann ich Dir 
nicht sagen weil ich selbst keine billigen getestet habe. Aber wenn man 
sich darum bewusst ist das 3D Filamentdruck Scheis... ähm nicht die 
wunderwaffe ist wie alle denken - das aber trotzdem machen will gut.

*Ich würde aber jedem raten dann zumindest ein gerät mit 2 Druckköpfen 
zunehmen* - ohne (lösliches) Stützmaterial das aus der 2. Düse 
mitgedruckt wird sind viele Sachen auch nicht druckbar oder erfordern 
halt wieder extrem viel Nacharbeit.

Autor: Markus Müller (mmvisual)
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Mal ein Screenshot von "Ultimaker Cura" Programm mit einer Platine. Zu 
sehen STM32 und SO8 und 0805er.

Asnicht Solid: Das 3D Bild
Ansicht Schicht: So wie der drucken würde.

Also die vielen feinen Beinchen sind schon mal alle weg. Ich gehe mal 
davon aus, dass die Software schon vorher weiß wie das Ergebnis aussehen 
wird.

Die Änderung der "Schichtdicke" macht bei den kleinen Dingen auch kein 
Unterschied. Jedoch das lösliche Stützmaterial ist schon wichtig, 
weshalb ein 2-Köpfer nötig ist.

: Bearbeitet durch User
Autor: Mario Hagen (djacme)
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Markus M. schrieb:
> Also die vielen feinen Beinchen sind schon mal alle weg. Ich gehe mal
> davon aus, dass die Software schon vorher weiß wie das Ergebnis aussehen
> wird.

ja, so umgefähr. Es ist ja auch eine Teilaufgabe der Software die 
camdaten so aufzuarbeiten das die produzierbar sind. Früher hier das CAM 
heute offenbar SLICER


> Die Änderung der "Schichtdicke" macht bei den kleinen Dingen auch kein
> Unterschied.

Ja,weil die Schichtdicke ja nur Einfluss auf Höhendeteils hat.

Wenn Du bei cura mal ALLE Paramter einblenden lässt erkennst Du wieviel 
Aufwand man mal so in einen Druck stecken kann, das ist dann alles 
finetuning.

Dein Modell wird ja nur eine Hüllkontur sein, da muss Cura dann halt 
z.B. überall Materialstärken für Wände und Decken einrechnen weil die in 
Deinem Modell (vermutlich) einfach 0 sein werden. Möglicher weise sind 
gewisse Teile deines modell dann z.B. kleiner als die Minimalen 
Wandstärken oder der Düsendurchmesser oder oder oder und fallen deswegen 
weg.
An diesen Parametern kann / muss man dann ggf anpassen. Wenn man viele 
so kleine SMD.-Winderstandskleckse druckt bilden sich vielleicht eher 
Fäden(siehe mein Bild oben), da muss man dann ggf an 
Materialrückzusparametern spielen usw. Das kann eine Endlosaufgabe sein, 
es geht immer hier noch etwas besser, da etwas genauer und dann wird es 
plötzlich woanders schlechter. Gerade weil ein Druck ja auch immer eine 
gewissen Zeit dauert kann  man sich damit gerne ewig 
beschäftigen..lernen..lernen...lernen :-)

Beim SLA (Form 2) hingegen gibts wenige Parameter. Vieles geht einfach - 
der Prozess zwischen Drucker und Material ist da schon sehr eng 
abgesteckt. Und was nicht geht, das geht halt wirklich nicht.  (nein, 
ich bekomme leider kein Geld dafür das ich die Maschine so lobe)

Autor: Markus Müller (mmvisual)
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Hier sieht man schön, bei Ebene 29 wäre das auswaschbare Material (PVA) 
unter dem SO16 IC und unter den Pins.
Die Pins werden auch ohne das Zwischenmaterial erst bei Ebene 30 
gedruckt.

-> Die Pins und das SO Gehäuse würden bei Verwendung vom 
Auswaschmaterial "abgewaschen" werden.

Beim TSSOP38 sieht man gleich gar keine Pins.

Wohl sind bei Filament kleinere Strukturen als 1,2mm (= 3 Bahnen breite) 
wohl nicht Sinnvoll, denn das Zeug soll doch nicht nur da sein, sondern 
auch noch ein klein wenig Stabil.

Bei einem SLA würe es dieses Problem wohl erst gar nicht geben.

Für mich würde dann wohl eher ein SLA Verfahren in Frage kommen, da 
jedoch das Gerät auch meine Kinder nutzen sollen möchte ich ungern dass 
die mit der Harz-Masse Umgang haben.
Da muss ich wohl mit den Einschränkungen vom Filament System leben 
müssen :-/

Eine SD-Karte sollte der Drucker aufnehmen können damit er ohne PC 
drucken kann, bzw. genug eigener Speicher haben.

: Bearbeitet durch User
Autor: Markus Müller (mmvisual)
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Hier ein Video, Testbericht PC-Welt Form 1:

Youtube-Video "3D-Druck-Revolution? Formlabs Form 1+ im Test | deutsch / german"

Hier sieht man die Unterschied der Druckqualität. Angesprochen werden 
auch die laufenden Kosten.
Der Teil mit dem Harz, Abtrennen, Alkohol usw. ist absolut nicht 
Kindertauglich.

: Bearbeitet durch User
Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Mario H. schrieb:
> FDM Liga <10k€ IST SPIELKRAM.
> 3D Druck macht weitestgehend nur dort Sinn wo etwas nicht auf andere
> Weise herstellbar ist. Aber Hobby muss ja nicht immer Sinn machen,
> solange es Spass macht oder man dadurch lernt ist es OK. Und ich habe
> halt gelernt was alles NICHT geht :-)

Es kommt mMn immer darauf an, was man damit machen möchte.

Für Prototypen von Gehäusen oder auch Platinenausmaße finde ich das 
Verfahren vollkommen ausreichend. Wenn man dann noch mit einem 
entsprechenden Primer drübergeht, gibt das eine durchaus glatte 
Oberfläche.

Was ich immer mal testen wollte, war Strahlen (mit Glasperlen etc.), um 
zu schauen, wie gut das die Oberfläche glättet. Bin ich aber noch nicht 
zu gekommen :-(

Und man kann so natürlich bereits Strukturen erzeugen, die auf der CNC 
nicht möglich sind.

Jetzt, mit etwa 3 Jahren "Druckerfahrung" bin ich auch immer noch 
überrascht, wie stabil die Würstchendruckersachen doch sind. Selbst mit 
10% Infill kann ich mich problemlos auf viele unserer Drucke 
draufstellen, ohne dass diese Schaden nehmen.

> SLA z.B. Formlabs Form 2 steigt man so mit 4-6k€ mit Zubehör ein,
> Material und Prozesskammern sind auch finanziell nicht ganz zu
> verachten. Natürlich gibt es Einschränkungen, aber die Ergebnisse sind
> um Welten besser als dieser ganze Filamentkram(siehe unteres Bild weiter
> oben).

Ja, mir war das damals schon zu teuer - insbesondere brauchte ich 
größeren Druckraum. Und die laufenden Kosten sind einfach um ein 
Vielfaches größer.
Dazu kamen bei uns noch andere Anforderungen (Wechselkopf für Dispenser 
usw.).

Und auch da hat man Einschränkungen. Haltbare Gewinde in Gehäuse bspw. 
kann man per FDM recht einfach "erzeugen", indem man Schraubenmuttern 
passend einlegt und dann einfach weiterdruckt. Geht bei SLA schon nicht.
Ebenso mehrfarbiger Druck. Ich hab hier acht Farben zur Auswahl, die ich 
auch noch beliebig lange lagern kann. Und ich kann durchscheinend und 
opak drucken.

Man muss - wie immer - abwägen :-)

> Aber oder insbesondere hier (wegen den Materialkosten) - vieles was sich
> anders herstellen lässt kann günstiger oder besser(Stabiler,
> langlebiger) sein. Ist nur die Frage ob das dann auch für jeden so
> "leicht" herstellbar ist - Zumindest für den Heimanwender. Mit einer 3
> achsigen Fräse kommt ja auch nicht sooo weit und danach wird es dann
> schnell Faktor 5 teuerer als z.B. ein Form2

Das Problem hab ich hier nicht ;-)

Aber klar: wenn es wirklich langlebig und genau sein muss, dann wird das 
aus dem Vollen gefräst.

Man muss sich dessen immer bewusst sein: Drucker dieser Preisklasse sind 
Prototypendrucker.

Bzgl. Pulversintern habe ich jetzt auf der formnext ein interessantes 
Verfahren gesehen, das tatsächlich eine Art Massenproduktion erlaubt. 
Dort wird wie sonst auch Schicht für Schicht an Pulver aufgerakelt, aber 
dann an den relevanten Stellen per Tintenstrahler ein spezieller 
Haftvermittler aufgetragen. Man erhält so zum Schluss einen Pulverwürfel 
(da waren es 500x500x500mm), in dem man "schwebend" mehrere hundert 
Teile unterbringen kann. Nach dessen Fertigstellung wird das komplette 
Ding per Mikrowellen aufgeheizt, und zwar so, dass nur die Stellen mit 
Haftvermittler fest verbacken werden.

Nach dem Preis dieser - vollautomatischen - Anlage habe ich allerdings 
nicht gefragt ;-)

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: .... (Gast)
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Ich hab den M200. Ich glaube nicht, dass der 0402 sinnvoll druckt.
Weil:
1) Radius der ecken ist 0.4mm  (wei 0.8er nozzle)
2) Dünnste linie 0.8 (nozzle)
3) Abmessungen mit z.B. 1mm können nicht gut dargestellt werden.
4) zuverlässige dimensionen erhält man ab 1.4mm wanddicke.

Es ist ein 1A Drucker und der Support von Zortrax ist auch echt gut 
drauf!
Aber man darf von FDM-Drucken auch nur das erwarten, was FDM liefern 
kann.

Autor: Johannes S. (jojos)
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Markus M. schrieb:
> Beim TSSOP38 sieht man gleich gar keine Pins.

darf ich fragen warum du soviel Wert auf 'Platinendrucken' mit auch noch 
so hoher Detailgetreue legst? Elektrisch macht das Drucken in Kunststoff 
ja nicht viel Sinn :-) Oder soll das nur eine Referenz für gute 
Auflösung sein?
Wenn es darum geht ein massgeschneidertes Gehäuse zu bauen geht das 
besser mit einer virtuellen Platine im CAD. Ein 3D Modell der Platine 
können ja mittlerweile mehrere E-CAD Programme und im M-CAD kann man 
viel besser irgendwelche Details ausmessen.

Dann zu den Kosten:
Es gibt heute durch die Massenproduktion ja schon gute&günstige Drucker, 
der CR-10 wird da z.B. häufig genannt. Viele behaupten damit genauso 
gute Drucke zu erzeugen wie mit einem viel teureren Ultimaker und das 
glaube ich auch. Bei dem teuren bekommt man erstmal bessere Qualität der 
Komponenten, vermutlich auch besser zusammengebaut und justiert. Aber 
das Druckverfahren ist ja gleich und ein schlechtes Bauteil Design wird 
auf beiden den gleichen Mist erzeugen.
Zwei Materiale drucken zu können ist sicher gut, habe dazu auch mal 
einiges gelesen. Es hat aber wieder seine eigenen Tücken und man kann 
auch nicht einfach beliebig mischen wenn die Drucktemperaturen zu 
Unterschiedlich sind. Da muss man wirklich viel probieren.
Ich habe nur einen gempimpten Vellemann K8200, heute sind aber schon die 
CR10, i3, A6/A8 deutlich günstiger und besser. Es kostet auf jeden Fall 
einige Zeit bis man wirklich brauchbare Teile produzieren kann, mit 
einem teuren Drucker eben etwas weniger wenn der schon ein gutes Setup 
mitbringt. Den Slicer muss man aber in beiden Fällen studieren, jedes 
Druckteil hat seine eigenen Tücken und die Slicer Einstellungen haben 
grossen Einfluss auf den Druckerfolg.

Und SD-Card:
Werden die Geräte >=2k sowieso alle haben weil billig zu realisieren, 
aber Komfort bietet das Turnschuhnetzwerk wirklich nicht. Das Slicen 
wirst du vorzugsweise am PC machen und das SD Card hin und her macht mir 
keinen Spass. Sinnvoll ist ein richtig verkabeltes LAN, das lässt sich 
aber einfach und für wenig Geld mit einem Raspberry + Octoprint = OctoPi 
nachrüsten. Da kann man auch einfach eine Webcam integrieren um lange 
dauernde Drucke von unterwegs zu kontrollieren (und ggf. abbrechen zu 
können).

Die teureren Renkforce Modelle vom Conrad sind glaube ich auch nicht 
schlecht, habe im Laden jedenfalls recht massive Teile gesehen.

Autor: Markus Müller (mmvisual)
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Johannes S. schrieb:
> Oder soll das nur eine Referenz für gute Auflösung sein?

Ja, nur als Referenz. In der Tat macht so eine Auflösung in der Platine 
keinen Sinn um zu Testen ob es in das Gerät passt, die Plastik-Platine 
würde nur schöner aussehen ;-)

Für mich ist es wichtig die Grenzen kennen zu lernen, damit ich 
hinterher nach einem teuren Kauf nicht feststellen muss dass es ein 
totaler Fehlkauf war.

Wer billig kauft, kauft zwei mal - nun die 3D Drucker sind alle nicht 
wirklich billig, daher sind eure Infos und Erfahrungen sehr wichtig!

Autor: Johannes S. (jojos)
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ok, da finde ich es aber spannender sich mit der Kombi ECAD/MCAD zu 
beschäfftigen. Ich hatte hier mal ein Projekt vorgestellt:
Beitrag "RFM69 12-Kanal Fernbedienung"
und auch der 'Nachtprojektor' von Mampf ist ein schönes Beispiel:
Beitrag "Nachtprojector - Mampfs Basteltagebuch"

Das Modell in Schichten <= 0,1 mm zu drucken dauert auch ein paar 
Stunden.

Und Eingangs hattest du noch die SW als Kriterium, da wäre nur wichtig 
das die nicht proprietär ist (Dremel hat glaube ich sowas). Die SW wird 
sowieso ständig weiterentwickelt und gerade bei den Slicern tut sich 
noch sehr viel. Die sind auch austauschbar und Objekte zerschneiden geht 
auch mit ext. Tools oder der Hostsoftware für den Slicer. Wenn man das 
Objekt im CAD hat ist das zerschneiden da auch eine einfache Operation 
und man wird es vorzugsweise da schon machen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Markus Müller (mmvisual)
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Ich habe doch noch eine Möglichkeit gefunden wie der 3D Drucker die 
feinen Pins drucken kann:
Platine Hochkant drucken.
Ist zwar auch noch nicht ganz Perfekt, jedoch besser als wenn sie flach 
liegt.

Autor: Guido B. (guido-b)
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Markus M. schrieb:
> Platine Hochkant drucken.

Dann musst du aber Stützen einplanen, sonst kippt das (zumindest
bei FDM). Habe ich mit beschrifteten Frontplatten schon durch ;-).

Autor: Johannes S. (jojos)
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Markus M. schrieb:
> Platine Hochkant drucken.

Ja, wenn nichts anderes als 0402 auf der Platine ist. Und eine größere 
Spule oder Ethernetbuchse die senkrecht absteht?
Jedes Objekt hat seine eigenen Tücken...
Und wenig Grundfläche und Hoch ist auch nicht ideal, kann man mit 
Brim/Raft entschärfen, ist aber wieder mehr Nacharbeit.

Das man frei in der Luft druckt meckern die Slicer auch nicht an, die 
gehen vom idealen Drucker aus.
Da wundert man sich bei den ersten Versuchen schon warum der Drucker 
einfach in die Luft malt.

: Bearbeitet durch User
Autor: Dirk D. (dicky_d)
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Markus M. schrieb:
> Ich habe doch noch eine Möglichkeit gefunden wie der 3D Drucker die
> feinen Pins drucken kann:


Mit ner feineren Düse sollte das auch gehen.

Dauert dann aber nen bisschen länger.

Autor: Phil H. (heracoss)
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Ich hab Zuhause einen Prusa i3 Fake vom Chinesen des Vertrauens.
Hab dafür 150€ gezahlt. Dazu sind noch bestimmt 150€ draufgekommen an 
Upgrades, Linearlager, Zahnriemen, Zahnräder usw. und bin jetz ein mehr 
oder weniger stolzer besitzer eines 3D-Druckers.
Auf der Arbeit haben wir einen Makerbot 3 oder so stehen? Der ist für 
die Azubis zum "spielen". Der hat 3000€ gekostet glaube ich und damit 
kann man ordentlich was machen, allerdings kann man so richtig feine 
Sachen damit auch nicht so gut machen wie man es sich wünscht. Mein 
Drucker kommt da nicht ganz ran, aber in die Nähe der Qualität kann man 
kommen.
Ich glaube es ist besser sich ein Alugestellt zu bauen und dann 
hochwertige einzelteile zu nehmen damit kommt man mit 500€ auf 
ähnliche/gleiche Druckqualität wie bei den teuren.
Ich würde auch niemandem empfehlen einen zu besorgen, ich hab Spaß dran 
gehabt aber irgendwie keinen wirklichen Nutzen dafür.

Autor: Markus Müller (mmvisual)
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Dirk D. schrieb:
> Dauert dann aber nen bisschen länger.

Wenn der Drucker ohnehin mal 2 Tage steht, kann der auch so was 
spezielles verarbeiten ;-)

Autor: Hans (Gast)
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Phil H. schrieb:
> hochwertige einzelteile zu nehmen damit kommt man mit 500€ auf
> ähnliche/gleiche Druckqualität wie bei den teuren.

Habe einen Flyingbear Tornado geordert... in etwa der Preis; Lager in 
DE...

Bei interesse schreib' ich was wenn er da ist und läuft...

73

Autor: Bloedgelaufen (Gast)
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Warum druckt man überhaupt Platinen ? Als Plazhalter?

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Phil H. schrieb:
> Ich glaube es ist besser sich ein Alugestellt zu bauen und dann
> hochwertige einzelteile zu nehmen damit kommt man mit 500€ auf
> ähnliche/gleiche Druckqualität wie bei den teuren.

500 Euro?
WEnn man nich gerade 50x50cm Druckfläche haben möchte, dann kommt man 
mittlerweile mit WEIT weniger für einen sehr brauchbaren Drucker aus.

Am besten einfach mal diesen Thread hier lesen:
Beitrag "Prusa I3 3D Drucker"
(Da geht es um viel mehr Modelle als nur den Prusa I3...)

Ich habe mir auf Grund der Empfehlung aus dem Thread den Ender2 gekauft.
(vor einigen Wochen für ~150Euro inkl. Versand von deutscher 
Absendeadresse, also kein Zollrisiko)

Etwa 30min bis 45 Aufbauzeit für den kompletten Aufbau.
Von dem ersten Druck an gute Ergebnisse. (Aber unter Beachtung der Tipps 
und Hinweise aus dem Thread, zudem Erfahrung mit Ultimaker2+ beim AG)
Das Ding ist Modular aus einem Aluprofilsystem aufgebaut dessen Teile 
man auch hier bei diversen Anbietern bekommt. (V-Slot).
Aufrüstungen wie Vergrößerung des Druckbereichs oder Veränderungen am 
Hotend sind damit problemlos möglich.

Selbst mit Billigst-PLA Filament für unter 10Euro/kg bekomme ich 
Druckergebnisse die auch den Vergleich zu den Ergebnissen des 
Ultimaker2+ nicht scheuen müssen. Und zwar ohne riesen Aufwand. Im 
Thread sind einige Ergebnisse zu sehen. Insbesondere die von "MasterFX" 
zeigen was tatsächlich geht wenn man sich dann auch noch Mühe gibt.
Erstausstattung ist eine 0,4er Düse, man kann aber Problemlos mit 
größerer oder kleiner Düse arbeiten wenn man will.
Der einzige wirkliche Nachteil ist der relativ kleine Druckbereich von 
15x15x20cm. Und es ist halt ein Single Extruder...

Eine Modifikation habe ich gemacht, allerdings nicht weil es aus 
Qualitätsgründen sein musste sondern weil ich einen größeren 
Druckbereich wollte. ES hat mich keine 20 Euro gekostet und nun habe ich 
32x16x20cm...
Ein längeres V-Slot Profil, längerer Zahnriemen, Glasplatte und 
Konstantan aus der Bastelkiste als Heizung für das größere Druckbett. 
Läuft 1a.
Im Moment aberbeite ich gerade an einem Wechselkopfsytem um zwischen 
Verschiedenen Konfigurationen schnell umbauen zu können. (Single Head, 
Dual Head, Bowden- oder Direktextruder, Dispenser und vielleicht zum 
Spielen mal Laser...). Aber das alles nicht weil der Umbau nötig ist, 
sondern einfach weil es geht -Zerstörungsfrei!-.

Wenn man mit den originalen 15x15cm und single Extruder auskommt bekommt 
man wie geschrieben aber schon in der ORiginalkonfiguration wirklich 
gute Ergebnisse aus dem Stand! Dann ist man nach den 30min Aufbau mit 
Basteln durch. Ein "Nachbessern" um damit überhaupt arbeiten zu können 
ist NICHT notwendig.

Die nächst größere Variante die mittlerweile häufig empfohlen wird ist 
der CR-10. Dieser besteht ebenfalls aus diesen V-Slot Profilen und hat 
denselben Extruder. Aber einen anderen Aufbau und deutlich größere 
Druckfläche. (Aber auch ganz anderer Preis, dennoch unter 500 Euro)
Zu dem Gerät sind ebenfalls Beschreibung und Ergebnisse im anderen 
Thread zu finden. Dürfte Interessant sein wenn man ein großes Druckbett 
braucht oder zumindest ein "etwas" größeres aber keine Lust zum Basteln 
hat.

Wenn ich hier die Anforderung des TE Lese, also sehr hohe Auflösung, 
aber auch für gewissen Kinderkontakt geeignet, dann widerspricht sich 
das definitiv. Wenn beides so stehenbleiben soll dann würde ich bei dem 
vorhandenen Budget defintiv zu ZWEI Geräten raten.
Einen günstigen FDM mit dem auch die Kinder arbeiten können. Die 
geringen laufenden Kosten für alles wo man die Auflösung nicht braucht 
gibt es als Bonus dazu.
Und für die Dinge die wirklich hohe Auflösung brauchen dann einen SLA 
Drucker. Wenn man bedenkt das ein brauchbarer FDM Drucker nicht viel 
mehr kostet als 1-2 Harzfüllungen für einen SLA Drucker sicher nicht die 
dünnste Idee die sich je nach Druckhäufigkeit bei regelmäßiger 
Mitnutzung des FDM sogar als echte Sparmaßnahme entpuppen kann.

Oder man fängt mit dem FDM Drucker an und sieht dann erst ob man 
überhaupt einen weiteren SLA Drucker braucht. Falls nicht reicht das 
gesparte Geld immerhin schon für einen Familienurlaub. Ausserhalb der 
Hochsaison sogar in Südeuropa + Flug...

Gruß
Carsten

P.S.: Hier der Beitrag mit meinen ersten Druckergebnissen aus dem 
anderen Thread:
Beitrag "Re: Prusa I3 3D Drucker"
(Und es geht definitiv besser als auf den Bildern...)

: Bearbeitet durch User
Autor: Markus Müller (mmvisual)
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Anbei Bilder von Ausdrucken von Mario. Dankeschön dafür!

- Ultimaker Einfarbig
- Ultimaker 2 Farbig (leider ist das PLA ausgegangen, dafür sieht man 
die "innereien" ;-) )
- SLA Form 2

Feine Strukturen sind sehr schwierig zu drucken und eigentlich nur mit 
SLA sauber hin zu bekommen.

: Bearbeitet durch User

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