Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Keine offenen Stellen für Absolventen


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von OEM Praktikant (Gast)


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Alle deutschen OEMs bieten keine Stellen für Absolventen. Ich habe jetzt 
die ganze Nacht alle sämtlichen OEMs durchsucht.

Ich habe bald meinen Abschluss und die jungen Leute hier sind entweder 
Duales Studium Absolventen, die sofort übernommen wurden, oder sind 
Azubis, die ihren Techniker gemacht haben und jetzt ne Ingenieur Stelle 
besetzen.

Zwei Freunde wurden mit Vitamin B (Bruder war Abteilungsleiter, beim 
Anderen der Vater) mit W.Ing. Bachelor sofort angenommen.

Da ist so viel vergeudetes Potential. Es gibt so viele Aachen oder 
Karlsruhe Absolventen, die es drauf haben, aber keine Chance haben bei 
den OEMs, da es nunmal keine Stellen gibt (zumindest für uns Externe).

Als Studi bekomme ich natürlich mit, wie überfordert unsere Abteilung 
ist und wir den Projektdeadlines nicht hinterherkommen. Ein M.Ing. kam 
jetzt intern zu uns und hat sich „umgeschult“. Er hat vorher noch nie 
von Simulink, Java oder gar Linux Embedded gehört, aber besetzt ne 
Stelle im EE Bereich.

Das ist wirklich ungerecht. Man zwingt uns quasi zum Dienstleister zu 
gehen, wenn man in der Automobilbranche tätig sein will. Erst mal 5 
Jahre für 45k buckeln und dann „mal schauen“.

Von wegen Deutschland, das Land, in dem für ALLE die gleichen Chancen 
ergeben, etwas aus seinem Leben zu machen.

Fazit: OEMs nehmen nur Doktoranden, Vitamin B oder Absolventen aus dem 
duales Studium Programm.

von o.k. (Gast)


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Deine Meinung wurde zur Kentniss genommen. Es gibt keine Frage, also 
auch keine Antwort.

von Peter (Gast)


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tja.. mit dem Industrie 4.0 wird die Sache noch besser (ironie aus).

von Ingenieur aus dem Off (Gast)


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Die Thematik mit dem Besetzen über Vitamin B und der Auswahl nach 
anderen Kriterien als der objektiven Befähigung war irgendwie schon 
immer so, aber man muss zugeben, dass sie sich für euch deutlich 
verschärft hat:

Immer mehr Firmen haben erkannt, daß sie von Grossfirmen zur Ausbildung 
von Ingenieuren misbraucht wurden und wollten es verhindern, dass man 
ihnen die Leute wegkauft. Deshalb erfanden sie Duales Studium und 
Praktikum vor einer Anstellung, um die Studies an sich zu binden und gut 
auswählen zu können.  Früher konntest Du gar nicht genug können aber 
heute wird nur noch ausgebildet, was unbedingt benötigt wird, inklusive 
anerzogener Betriebsblindheit. Es erfolgt eine strenge Limitierung der 
Lerninhalte auf das, was andere nicht gebrauchen können und was man 
nicht bezahlen will. ERA macht da auch viel aus. Das Ziel ist klar: 
Möglichst wenig investieren und nicht zu viel bezahlen und den Mann dumm 
halten. Dabei benötigt niemand mehr breit ausgebildete Ingenieure.

Innerhalb dieses Systems wird hemmungslos gesiebt und sie können es sich 
erlauben, weil es einfach zu viele Studenten gibt. Die Mittelmässigen 
werden sogar bevorzugt, weil man die für die einfachen Tätigkeiten genau 
so heranzüchten kann, aber sicher ist, dass sie nicht in die Tiefe 
kommen, um Forderungen nach Weiterqualifikation zu stellen.

Es funktioniert auch deshalb, weil alle mitmachen und kaum noch 
Qualifizierte abwerben. Bevor man einen Erfahrenen einstellt, der das 
Wissen mitbringt und viel kostet, wird lieber was "Kleineres" 
eingestellt und mit ein paar Kursen fit gemacht.

Und warum funktioniert das System überhaupt? Warum werden kaum noch 
richtige Ingenieure weitergebildet? Es klappt, weil die wirklich 
anspruchsvollen Tätigkeiten, die eine kontinuierliche Entwicklung einer 
Person erfordern, immer mehr ausgelagert wird. Die Dienstleister blühen 
und es gibt Unterstützung auf allen Ebenen. Und dies wiederum ist der 
Fall, weil die echten Erfahrenen immer mehr abgebaut werden und nicht so 
schnell ausscheiden, wie der Bedarf sinkt. Also müssen die zu den 
Zeitarbeitsgebern und zum Billigtarif arbeiten, weil sie sonst 
arbeitslos werden und ihnen das Vermögen weggeplündert wird.

Als man in den 80ern angefangen hat, da war ein Ingenieur noch was wert. 
Der Markt war am wachsen und es gab ständig Bedarf für mehr. Heute sind 
die Ingenieure doch am Wenigerwerden. Gleichzeitig gibt es mehr 
Studenten. Und: Zu meiner Zeit gab es praktisch keine Frauen in den 
Ingenieurdisziplinen. Die konntest Du an einer Hand abzählen. Heute ist 
das equal!

All diese Umstände führen dazu, dass sich das Verhältnis von Angebot und 
Nachfrage sehr verschlechtert hat. Nachfrage für neue Ingenieure gibt es 
nur im Altersbereich zwischen 3-5 Jahren Berufserfahrung. Alle anderen 
sind überbesetzt.

Es gibt also nicht nur "keine offenen Stellen für Absolventen" sondern 
auch keine für Erfahrene. Ein paar wenige überleben in der 
Selbständigkeit aber die meisten fallen vom Karusell. Betrachtet man 
sich diejenigen, die mal ein Ingenieurstudium gemacht haben, so sieht 
man, dass die meisten zwar als Ingenieure starten, aber mit 50 nicht 
einmal jeder zweite noch als Ingenieur aktiv ist und von denen wiederum 
nicht einmal ein Drittel als Entwickler. Viele gehen ins Marketing und 
bewegen sich dann komplett von dem Gebiet weg, was sie einst studiert 
haben.

Bei mir war es erst Entwicklung von Elektronik, dann Produktmanagement 
für das Gerät, später für die gesamte Elektroanlage und nach einem 
Jobwechsel dann das PM für andere größere Anlagen. Dann kamen die 
Angebotsphasen für Neuinstallationen, die Diskussionen mit der 
ausländischen Kunden, das Knowhow bezüglich der Regularien dort und 
schließlich bin Ich bei dem Qualitätsmanagement gelandet und pflege die 
Doku, mache Vorgaben dafür und was man dazu in SAP an Masken einbauen 
muss. Ich formuliere, was die 25-jährigen SAP-Programmierer irgendwo 
machen- und was unsere Leute dann später testen müssen und was die 
Techniker an der Anlage an Infos einsammeln müssen.

Selber was programmiert habe Ich schon 15 Jahre nichs mehr, was verkauft 
worden wäre. Alles, was hier im Hobbylabor an Elektronik und 
Softwareentwicklung noch läuft, sind Heimprojekte. Und das Hobbylabor 
besteht inzwischen aus einem Schreibtisch und einem Schrank.

von FerdinandP (Gast)


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OEM Praktikant schrieb:
> Alle deutschen OEMs bieten keine Stellen für Absolventen. Ich habe jetzt
> die ganze Nacht alle sämtlichen OEMs durchsucht.

Absolventen haben da auch nichts zu suchen. Die haben eben Potential, 
aber das wars. Erfahrung ist im EE-Bereich wichtig. Entwickeln lernt man 
aber nicht beim OEM, auch nicht beim Leiher, sondern beim Tier1 und 
Tier2-Zulieferer. Beim OEM schreibst du dann nur noch Lastenhefte in 
DOORS, prüfst als Bauteilverantwortlicher das alles erfüllt ist und 
bringst die Komponente durch die Serienprozesse. Sollte dabei etwas 
nicht klappen, dann eskalierst du in deiner Ampelblatt in Powerpoint.

Es haben alle die gleiche Chance, sprich: Ungefähr die gleichen 
Bildungschancen. Danach trifft Angebot auf Nachfrage. Warum sollte VW 
durchschnittliche Absolventen einstellen, wenn sich tausende Ingenieure 
pro Stelle bewerben? 5 Jahre beim Verleiher erhöhen die Chance auch nur 
geringfügig, WENN deine Erfahrung auf die Stelle passt. Zulieferer passt 
schon besser, aber die Chance ist wegen Angebot und Nachfrage immer noch 
gering. Aktuell wird ja auch immer mehr nach Osteuropa, Indien und China 
verlagert, wozu die teuren Entwickler in DE bezahlen? 
Bauteilverantwortlicher, Projektleiter und Wasserkopf reicht doch 
wohl...

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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OEM Praktikant schrieb:
> Alle deutschen OEMs bieten keine Stellen für Absolventen. Ich habe jetzt
> die ganze Nacht alle sämtlichen OEMs durchsucht.

Wer's glaubt wird deppresiv.

von Curby23523 N. (Gast)


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Ingenieur aus dem Off schrieb:
> Gleichzeitig gibt es mehr
> Studenten. Und: Zu meiner Zeit gab es praktisch keine Frauen in den
> Ingenieurdisziplinen. Die konntest Du an einer Hand abzählen. Heute ist
> das equal!

Niemals. Ich bin noch keiner Frau im Beruf begegnet und im Studium war 
die Quote bei 5%.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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OEM Praktikant schrieb:
> Fazit: OEMs nehmen nur Doktoranden, Vitamin B oder Absolventen aus dem
> duales Studium Programm.
Und warum ist dein Traum einer vom OEM?

FerdinandP schrieb:
> Es haben alle die gleiche Chance, sprich: Ungefähr die gleichen
> Bildungschancen. Danach trifft Angebot auf Nachfrage
Und davor trifft Begabung und Wille auf Bequemlichkeit und Wunsch.

Ingenieur aus dem Off schrieb:
> Und: Zu meiner Zeit gab es praktisch keine Frauen in den
> Ingenieurdisziplinen. Die konntest Du an einer Hand abzählen.
> Heute ist das equal!
Da muss sich im letzten Jahr aber gewaltig was geändert haben, 2016 sah 
das noch anders aus:
https://www.ingenieur.de/karriere/arbeitsleben/frauen-erobern-den-ingenieurberuf/
Frauen sind nur dort "stark vertreten", wo sie schon immer "stark 
vertreten" waren: Bio, Chemie und Gesundheit. Aber im richtigen 
technischen Bereich krebst das immer noch bei "Eine von zehn" herum...

von Ing (Gast)


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OEM Praktikant schrieb:
> Alle deutschen OEMs bieten keine Stellen für Absolventen.

Das ist jetzt aber nichts Neues. Das war vor 15 Jahren eher noch 
schlimmer. Es gibt eben ein Überangebot an Bewerbern. So kommt es dass 
Leistung zweitrangig ist. Was wirklich zählt sind Beziehungen. Aber das 
war glaube ich schon immer so.

von Qwertz (Gast)


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OEM Praktikant schrieb:
> Das ist wirklich ungerecht.

Tolle Erkenntnis, und das merkst du erst jetzt gegen Ende eines 
Studiums? Ja, das Leben ist ungerecht, aber zu einem gewissen Teil ist 
das sogar gerade gut so, das schafft Anreize und auch ungeahnte Chancen 
für Leute wie mich.

> Man zwingt uns quasi zum Dienstleister zu
> gehen, wenn man in der Automobilbranche tätig sein will.

Wenn du das unbedingt willst (es zwingt dich ja keiner), dann musst du 
das Spiel eben mitspielen. Ehrlicherweise muss man aber auch dazu sagen, 
dass du als Absolvent noch sehr viel lernen musst, das nicht im Studium 
vorkam, daher besser erst mal kleine Brötchen backen!

von Ordner (Gast)


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OEM Praktikant schrieb:
> Alle deutschen OEMs bieten keine Stellen für Absolventen. Ich habe jetzt
> die ganze Nacht alle sämtlichen OEMs durchsucht.

Glaub ich nicht. Du kannst leicht das Ggenteil beweisen, indem Du deine 
Linkliste mit allen OEM's veröffentlicht. Dazu musst Du nur die History 
deines Browser der letzten Nacht hier einstellen, wenns größer ist, auch 
gern als gezippter Anhang.
So ne Linkliste ist sicher auch ausserhalb dieses Threads von 
gesteigerten Interesse.

von HerrStereo (Gast)


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Wenn du Entwicklung machen willst, was willst du dann beim OEM?

von Endwiggler hinter den 7 Bergen (Gast)


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Er möchte halt wie viele andere Ing-Absolventen sein Gehalt entwickeln, 
also 5500 x (13,25 + 0,275) + 400 Euro bei gleichzeitig 35h und 
maximierter Elternzeit. Unmöglich im KMU, selbst bei Tier1 wirds eng. 
Nur die OEM können noch ausreichend vergüten.

von Cyblord -. (Gast)


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Endwiggler hinter den 7 Bergen schrieb:
> Er möchte halt wie viele andere Ing-Absolventen sein Gehalt entwickeln

Dafür gibts heutzutage das DL-Bootcamp. Wer das möchte muss sich da halt 
erstmal 1-3 Jahre durchrobben, BE aufbauen und sich dann neu bewerben.

von Unwicht (Gast)


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Endwiggler hinter den 7 Bergen schrieb:
> Er möchte halt wie viele andere Ing-Absolventen sein Gehalt entwickeln

Ist das nicht selbstverständlich?! Wenn man eines der härtesten 
Studiengänge absolviert hat und anschließend weniger verdient als ein 
verdammter Fließbandarbeiter, dann fragt man sich wozu das ganze...

von Cyblord -. (Gast)


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Unwicht schrieb:
> Wenn man eines der härtesten
> Studiengänge absolviert hat und anschließend weniger verdient als ein
> verdammter Fließbandarbeiter

Irrelevant. Angebot und Nachfrage.

von Der Andere (Gast)


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OEM Praktikant schrieb:
> Von wegen Deutschland, das Land, in dem für ALLE die gleichen Chancen
> ergeben, etwas aus seinem Leben zu machen.

Warum, wenn alle erst mal zum Dienstleister müssen dann haben doch alle 
die gleichen Chancen.
So What?

Wenns dir hier so schlecht gefällt, dann wander aus.

Selber schuld wenn du nur in Großkonzerne willst, es gibt viel mehr und 
deutlich bessere kleinere Betriebe.

Du klingst wie ein verwöhntes Einzelkind von Helikoptereltern. Warum 
posten die nicht gleich noch hier?

von Max M. (maxmicr)


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Manchmal frag ich mich anhand der arbeitnehmerfeindlichen Kommentare, ob 
die Hälfte der Personen hier selber ein Unternehmen führen oder 
selbstständig sind...

von pumuckl (Gast)


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Max M. schrieb:
> ob
> die Hälfte der Personen hier selber ein Unternehmen führen oder
> selbstständig sind...

IGM-Konzernbeamte, die meinen, sie seien jetzt über dem normalen Plebs 
erhaben.

von Unwicht (Gast)


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Viele Absolventen technischer Studiengänge starten ganz eindeutig mit 
einem riesigen Handikap ins Berufsleben... ähnlich wie scheue Rehlein 
sind sie nicht gewappnet gegen die Psychotricks und haben 
unterentwickelte Persönlichkeiten. Im Studium wird man vollgebombt mit 
komplizierten technischen Inhalten und lernt nie wirklich mit Menschen 
umzugehen. Das ist aber eines der wichtigsten Fähigkeiten die man heute 
braucht im Berufsleben.
In einem BWL- oder Psychologiestudium gibt es massenhaft Seminare und 
Gruppenarbeiten. Es gibt Psychologiekurse im BWL-Studium. Man lernt wie 
Menschen ticken und wie man sie beeinflusst. Das alles fehlt einem 
Ingenieur, Mathematiker, Physiker usw.
Wahrscheinlich ist das so gewollt. Auf jeden Fall rate ich jedem 
MINT-Studenten sich nicht nur auf die technischen Inhalte zu 
konzentrieren, auch wenn das Studium etwas länger dauern sollte. Es ist 
eine Schande, dass jedes Jahr so viele gutausgebildete junge Leute die 
MINT-Schmieden verlassen und von niemanden ernst genommen werden, weil 
ihnen schlicht und ergreifend die Softskills fehlen. In meinen Augen ist 
das ein massives Versagen der Hochschulen.

von Max M. (maxmicr)


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Unwicht schrieb:
> In meinen Augen ist
> das ein massives Versagen der Hochschulen.

Wenn man an einer Fachhochschule studiert muss man zwangsläufig ein 
Pflichtpraktikum absolvieren, außerdem haben viele der Studenten dort 
bereits zuvor eine Berufsausbildung abgeschlossen, etwas 
Menschenkenntnis nimmt man daraus mit, denke ich.

: Bearbeitet durch User
von Nein..nein (Gast)


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OEM Praktikant schrieb:
> Alle deutschen OEMs bieten keine Stellen für Absolventen. Ich habe jetzt
> die ganze Nacht alle sämtlichen OEMs durchsucht.

OEM Praktikant schrieb:
> Da ist so viel vergeudetes Potential. Es gibt so viele Aachen oder
> Karlsruhe Absolventen, die es drauf haben, aber keine Chance haben bei
> den OEMs, da es nunmal keine Stellen gibt (zumindest für uns Externe).

Quatsch. Wenn es jemand drauf hat, nicht nur fachlich, dann findet der 
einen Weg an einen Entscheider heranzutreten.
Bedenke: Viele Stellen sind überhaupt nicht ausgeschrieben.
Deshalb: Bewirb dich nicht, sondern verkaufe dich, biete dich an.
Gehe Wege die andere nicht gehen.

https://www.youtube.com/watch?v=XQUwxFzLkT0

von Qwertz (Gast)


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Unwicht schrieb:
> Es ist eine Schande, dass jedes Jahr so viele gutausgebildete junge
> Leute die MINT-Schmieden verlassen und von niemanden ernst genommen
> werden, weil ihnen schlicht und ergreifend die Softskills fehlen.

Ja, Softskills sind für die Karriere wesentlich wichtiger als 
Hardskills, das ist auch meine Erfahrung. Ich finde das aber auch ganz 
richtig so.

Unwicht schrieb:
> Ist das nicht selbstverständlich?! Wenn man eines der härtesten
> Studiengänge absolviert hat und anschließend weniger verdient als ein
> verdammter Fließbandarbeiter, dann fragt man sich wozu das ganze...

Erstens musst du die langfristig wesentlich bessere berufliche 
Perspektive eines Absolventen sehen, und zweitens arbeitet der 
Fließbandarbeiter sehr wahrscheinlich im Schichtbetrieb, da sei ihm das 
relativ hohe Nettogehalt mehr als gegönnt, wer würde da schon freiwillig 
mit ihm tauschen wollen? Ich bestimmt nicht.

von Cyblord -. (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Ich bestimmt nicht.

Ebenso. Lieber jetzt dann nachm Mittagessen nochn Spaziergang an der 
frischen Luft, Nachmittagskäffchen und dann ist auch schon Feierabend, 
wo es doch heute so schön sonnig wenn auch frisch ist.

von Endwiggler hinter den 7 Bergen (Gast)


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Man sagt nicht umsonst, wer geschützt mit IGM schafft, der braucht keine 
Kur mehr, da ist Kur jeden Tag angesagt.

von Der Andere (Gast)


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Endwiggler hinter den 7 Bergen schrieb:
> Man sagt nicht umsonst, wer geschützt mit IGM schafft, der braucht keine
> Kur mehr, da ist Kur jeden Tag angesagt.

Ich möchte dich mal im Schichtbetrieb am Band sehen und z.B. LKW 
zusammenschrauben.

Wahrscheinlich arbeitest du aber gar nicht und hast jetzt noch nicht mal 
gefrühstückt.

von Mad (Gast)


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OEM Praktikant schrieb:
> OEMs

Max M. schrieb:
> .. außerdem haben viele der Studenten dort
> bereits zuvor eine Berufsausbildung abgeschlossen,...

Was ein Blödsinn.

von Horst Tappert (Gast)


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1. wer keine offenen Stellen für Absolventen findet hat leider am Markt 
vorbei studiert
2. wer kostenlos Studiert wird in der Regel später auch kostenlos 
arbeiten
3. einzige Person die für 1 & 2 verantwortlich ist sieht man täglich im 
spiegel

von Qwertz (Gast)


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Endwiggler hinter den 7 Bergen schrieb:
> Man sagt nicht umsonst, wer geschützt mit IGM schafft, der braucht
> keine Kur mehr, da ist Kur jeden Tag angesagt.

Sag das nicht, der ein oder andere Kollege ist bore-out gefährdet, da 
könnte eine Kur schon sinnvoll sein.

von Dipl Ing ( FH ) (Gast)


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> Zwei Freunde wurden mit Vitamin B

Ja , damit geht ALLES , wirklich ALLES ...

> Erst mal 5 Jahre für 45k buckeln und dann „mal schauen“.

Obergrenze ist meistens um die 30 K€ mit Vitamin B geht natürlich auch 
deutlich mehr ...

> Warum sollte VW durchschnittliche Absolventen einstellen, wenn sich
> tausende Ingenieure pro Stelle bewerben?

Pro Stelle sollen es 500 bis 1000 Bewerber sein ...

> Wenn man eines der härtesten
> Studiengänge absolviert hat und anschließend weniger verdient als ein
> verdammter Fließbandarbeiter
> Irrelevant. Angebot und Nachfrage.

Das stimmt , der Markt gibt es her ...

Kurze Zusammenfassung der Lage

ES WIRD NICHT BESSER !!!

von Endwiggler hinter den 7 Bergen (Gast)


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Der Andere schrieb:
> Endwiggler hinter den 7 Bergen schrieb:
>> Man sagt nicht umsonst, wer geschützt mit IGM schafft, der braucht keine
>> Kur mehr, da ist Kur jeden Tag angesagt.
>
> Ich möchte dich mal im Schichtbetrieb am Band sehen und z.B. LKW
> zusammenschrauben.
>
> Wahrscheinlich arbeitest du aber gar nicht und hast jetzt noch nicht mal
> gefrühstückt.

Was ich mache, geht dich nichts an, kannst ja als erster rausrücken, was 
du beruflich machst? Wohl Betriebsrat, IGM-Gewerkschaftsfunktionär, 
Ombudsmann?
Hier ging es erstens um Akademiker mit IGM-Vergütung, 2., als würde es 
die IGM kümmern, wenn viele Schichtler als Leiher und Werkverträgler den 
gleichen Dreck oder noch mehr Drecksarbeit für die Hälfte an Kohle und 
andere zusätzlichen Leistungen erledigen müssen.
Oder dass im KMU in der Produktion auch in Schichtarbeit rangeklotzt 
werden muss mit dem gleichen Druck, die Stückzahlen und Deadlines zu 
erreichen, nur ebenfalls ohne die IGM-Leckerli.

von Zocker_52 (Gast)


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> Autor: Endwiggler

Der Mann kennt sich aus !

von Der Andere (Gast)


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Sorry aber wie kann man so blöd sein.
Jetzt wird auf die IGM eingeschlagen, statt selber versuchen sich zu 
organisieren und Verbesserungen zu erreichen neidet man es den Kollegen, 
die eine Verbesserung erreicht haben.
Die Arbeitgeber lachen sich ins Fäustchen wenn sie so Typen wie dich 
lesen.

Und ich muss dich enttäuschen, ich bin nicht mal IGM Mitglied und 
arbeite in einer Firma ohne Tarifvertrag.

von Qwertz (Gast)


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Der Andere schrieb:
> statt selber versuchen sich zu organisieren und Verbesserungen zu
> erreichen neidet man es den Kollegen, die eine Verbesserung erreicht
> haben.

Neid ist auch eine, manche behaupten sogar die höchste Form der 
Anerkennung.

von Bb O. (bbox)


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Ihr Neidhammel! :-)

von HBich (Gast)


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Habe schon in einem Konzern gearbeitet, wo ein Teamleiter Entwicklung 
nicht mal eine formale Ausbildung hatte, sondern durch extrem lange 
Werksangehörigkeit und Mauscheleien zu seiner Position gekommen ist und 
genauso auch eine minderleistende Abteilung aufgebaut hat, die aus 
irgendeinem Grund aber nie im Fokus stand, weil sie die Aufgabe, 
einfache PID-Regler zu bauen, unter 5 Mitarbeitern aufteilten.

von Endwiggler hinter den 7 Bergen (Gast)


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Diese Abteilung war garantiert selbstragend.

von DL Performer (Gast)


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OEM Praktikant schrieb:
> Das ist wirklich ungerecht. Man zwingt uns quasi zum Dienstleister zu
> gehen, wenn man in der Automobilbranche tätig sein will. Erst mal 5
> Jahre für 45k buckeln und dann „mal schauen“.

Ein Großteil der Wertschöpfung vollzieht sich bei den DLs.

Die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes durch die Agenda 2010 war an 
sich ja eine gute und fraglos notwendige Angelegenheit und hat das fast 
schon unreformierbare Deutschland - den einst kranken Mann Europas - zur 
Nummer 1 gemacht.
Traurig nur, dass die dazu erforderlichen Unannehmlichkeiten und 
Einschnitte auf Arbeitnehmerseite eben nicht von allen Arbeitnehmern 
einheitlich und brüderlich geschultert werden, sondern sich alsbald 
schon eine Gesellschaft aus zwei Klassen gebildet hat.

Auf dass andere Länder, die vor vergleichbaren Herausforderungen stehen 
eine Lehre daraus ziehen mögen.

von Nicht benötigter (Gast)


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OEM Praktikant schrieb:

> Ich habe bald meinen Abschluss und die jungen Leute hier sind entweder
> Duales Studium Absolventen, die sofort übernommen wurden, oder sind
> Azubis, die ihren Techniker gemacht haben und jetzt ne Ingenieur Stelle
> besetzen.

Die meisten, die studieren, studieren, weil sie keinen vernünftigen 
Ausbildungsplatz bekommen haben, oder eingesehen haben, dass ihnen für 
das Handwerk oder das Kaufmännische die Begabung fehlt. Dann soll es 
halt theorie und Fachwissen richten, aber das klappt eben nicht.

>
> Zwei Freunde wurden mit Vitamin B (Bruder war Abteilungsleiter, beim
> Anderen der Vater) mit W.Ing. Bachelor sofort angenommen.

Das war schon immer so, und ist in Deutschland weniger schlimm als in 
anderen Ländern.

>
> Da ist so viel vergeudetes Potential. Es gibt so viele Aachen oder
> Karlsruhe Absolventen, die es drauf haben, aber keine Chance haben bei
> den OEMs, da es nunmal keine Stellen gibt (zumindest für uns Externe).

Da wird nichts "vergeudet". Diese Leute werden einfach nicht benötigt.
Das einzige, was vergeudet wurde, und zwar von diesen Leuten, ist ihre 
eigene Zeit.

Lies mal hier: Beitrag "Re: Analyse einer Bewerbungsabsage ;-)"

von Qwertz (Gast)


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Nicht benötigter schrieb:
> Da wird nichts "vergeudet". Diese Leute werden einfach nicht benötigt.
> Das einzige, was vergeudet wurde, und zwar von diesen Leuten, ist ihre
> eigene Zeit.

Chapeau, das ist sehr treffend auf den Punkt hin formuliert!

Beitrag #5325959 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5325973 wurde von einem Moderator gelöscht.
von DL Performer (Gast)


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Endwiggler hinter den 7 Bergen schrieb im Beitrag #5325973:
> Wenn andere Länder dieses Rezept, für längere Zeit Gehaltssteigerungen
> deutlich unter Produktivitätsfortschritt + gewünschte Inflationsrate
> einführen, also salopp gesagt, Lohndumping betreiben,

Ein anderer Teil des Erfolgsrezeptes ist neben der Anpassung der Löhne 
auch die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes (auf AN-Seite, versteht 
sich):
Die Arbeitslosenraten wurden auch dadurch erfolgreich gesenkt, dass es 
für die Unternehmen eben kein Existenzrisiko mehr darstellt, 
versehentlich unpassende Mitarbeiter einzustellen und dann entsprechende 
Fehlentscheidungen nur durch einen arbeitsrechtlichen Hürdenlauf wieder 
korrigieren zu können.

von Nop (Gast)


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DL Performer schrieb:

> Die Arbeitslosenraten wurden auch dadurch erfolgreich gesenkt, dass es
> für die Unternehmen eben kein Existenzrisiko mehr darstellt,
> versehentlich unpassende Mitarbeiter einzustellen und dann entsprechende
> Fehlentscheidungen nur durch einen arbeitsrechtlichen Hürdenlauf wieder
> korrigieren zu können.

Das war es auch früher nicht - Probezeit 6 Monate galt auch schon vor 20 
Jahren. Wenn ein Chef bei einem neuen in einem halben Jahr nicht 
bemerkt, ob er taugt oder nicht, dann hat die Firma ganz andere 
Probleme.

von DL Performer (Gast)


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Nop schrieb:
> Das war es auch früher nicht - Probezeit 6 Monate galt auch schon vor 20
> Jahren. Wenn ein Chef bei einem neuen in einem halben Jahr nicht
> bemerkt, ob er taugt oder nicht, dann hat die Firma ganz andere
> Probleme.

Aber was soll ein Unternehmen machen, wenn erwartete Aufträge doch nicht 
kommen oder die gewissenhafte Kapazitätsplanung zu falschen Zahlen über 
den Ressourcenbedarf geführt hat? Irgendwer muss solche Risiken 
schließlich tragen...

von Nop (Gast)


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DL Performer schrieb:

> Aber was soll ein Unternehmen machen, wenn erwartete Aufträge doch nicht
> kommen oder die gewissenhafte Kapazitätsplanung zu falschen Zahlen über
> den Ressourcenbedarf geführt hat?

Betriebsbedingte Kündigung. Auch das war schon vor 20 Jahren kein 
Problem. Das Märchen, daß man nie wieder Leute loswird, war auch früher 
schon genau das.

von Anton (Gast)


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Nop schrieb:
> DL Performer schrieb:
>
> Aber was soll ein Unternehmen machen, wenn erwartete Aufträge doch nicht
> kommen oder die gewissenhafte Kapazitätsplanung zu falschen Zahlen über
> den Ressourcenbedarf geführt hat?
>
> Betriebsbedingte Kündigung. Auch das war schon vor 20 Jahren kein
> Problem. Das Märchen, daß man nie wieder Leute loswird, war auch früher
> schon genau das.

Schlecht für's Image. Ist doch viel besser, wenn man einfach abbestellen 
kann. ;)

von abc (Gast)


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Nop schrieb:
> DL Performer schrieb:
>
>> Aber was soll ein Unternehmen machen, wenn erwartete Aufträge doch nicht
>> kommen oder die gewissenhafte Kapazitätsplanung zu falschen Zahlen über
>> den Ressourcenbedarf geführt hat?
>
> Betriebsbedingte Kündigung. Auch das war schon vor 20 Jahren kein
> Problem. Das Märchen, daß man nie wieder Leute loswird, war auch früher
> schon genau das.

Moment. Es ging doch darum, dass die IGM-Unternehmen auch weiterhin neue 
Mitarbeiter wollten, verständlicherweise.
Gerade (auch) in diesen Unternehmen saßen vor 20 Jahren die quasi 
Unkündbaren. Nicht unkündbar des Gesetzes wegen, sondern wegen 
Tarifvertrag und Gewerkschaft. Da war es einfacher/besser, den ganzen 
Standort zu zumachen oder die Abteilung zu verlegen.

von Nop (Gast)


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abc schrieb:

> Moment. Es ging doch darum, dass die IGM-Unternehmen auch weiterhin neue
> Mitarbeiter wollten, verständlicherweise.

Na dann brauchen sie ja auch nicht zu kündigen, wenn sie eh mehr Leute 
brauchen.

von abc (Gast)


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Nop schrieb:
> abc schrieb:
>
>> Moment. Es ging doch darum, dass die IGM-Unternehmen auch weiterhin neue
>> Mitarbeiter wollten, verständlicherweise.
>
> Na dann brauchen sie ja auch nicht zu kündigen, wenn sie eh mehr Leute
> brauchen.

Wenn Du nur noch Unkündbare hast, dann musst Du gerade besonders nach 
Leuten schauen, die auch mal produktiv sind.

von Nop (Gast)


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abc schrieb:

> Wenn Du nur noch Unkündbare hast, dann musst Du gerade besonders nach
> Leuten schauen, die auch mal produktiv sind.

Wenn ein Chef es nicht schafft, Arbeitsanweisungen zu geben, sind nicht 
die Mitarbeiter das Problem. Und wenn ein Mitarbeiter keine Weisungen 
ausführt, gibt's Abmahnung und, oh Wunder, Kündigung.

Im Übrigen sind IGM-Betriebe meist Großunternehmen, und die sind nicht 
etwa wegen der IGM so schwerfällig, sondern weil das Unternehmen sich 
mit einem unglaublichen Wasserkopf an Overhead selbst lähmt.

Abgesehen davon versüßt man Managern doch selbst komplette Unfähigkeit 
beim Abgang mit Millionengagen. Da ist es auf einmal kein Problem, Leute 
mit genug Geld zum Gehen zu bewegen.

von abc (Gast)


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Nop schrieb:
> abc schrieb:
>
>> Wenn Du nur noch Unkündbare hast, dann musst Du gerade besonders nach
>> Leuten schauen, die auch mal produktiv sind.
>
> Wenn ein Chef es nicht schafft, Arbeitsanweisungen zu geben, sind nicht
> die Mitarbeiter das Problem. Und wenn ein Mitarbeiter keine Weisungen
> ausführt, gibt's Abmahnung und, oh Wunder, Kündigung.

Nein. So einfach ist das nicht mit Betriebsratapparat (hauptberufliche 
Betriebsrätler), Gewerkschaften und vielleicht noch Kinder und 
Unterhaltspflicht. Dann musst Du beweisen, dass der nicht richtig 
arbeitet und das ist extrem mühsam. Gerade die gewerkschaftlich gut 
Vernetzten wirst Du überhaupt nicht los.

Tarifliches Gehalt ist das eine. Aber wer produktiv/wertvoll für das 
Unternehmen ist, der braucht keinen Kündigungsschutz. Keine 
Diskriminierung  Älterer ist gut. Aber Unternehmen waren nie dafür 
gedacht, die im Vergleich nicht mehr Nützlichen durchzufüttern. Wegen 
dieser Angst werden eben auch Ältere lieber gar nicht mehr eingestellt, 
das ist auch ohne Tarif relevant.


> Im Übrigen sind IGM-Betriebe meist Großunternehmen, und die sind nicht
> etwa wegen der IGM so schwerfällig, sondern weil das Unternehmen sich
> mit einem unglaublichen Wasserkopf an Overhead selbst lähmt.

Sicher ging Zeitarbeit von IGM-Unternehmen und der Gewerkschaftsnahen 
SPD aus. Kleine Unternehmen brauchen das nicht.

von OEM Praktikant (Gast)


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Danke für eure Antworten.

Ich habe diesen Thread durch Frust eröffnet. Ich weiß, dass viele junge 
Leute sehr enthusiastisch im automobilen Umfeld arbeiten wollen. Aber 
zuerst beim DL schuften ist angesagt.

Ich habe mich auf den Hinweis eines Foristen soeben an Tier 1 Zulis 
beworben. Zum Glück haben sie wenigstens Stellen für Absolventen, jedoch 
auch nur wenige und nur in „Engineering“ und nicht in F&E.

Könnt ihr Tier 2 Zulis benennen?  Tier 1 sind ja Conti, Bosch und 
Schaeffler. Welche Zulis sind dann noch Tier 2?

Und nein, ich bin nicht verwöhnt. Ich will nur das beste rausholen 
finanziell gesehen und gleichzeitig so viel lernen wie möglich. Ich 
vergleiche und Ingenieure mit Fußballern. Wir sind 18-20 Jahre alt und 
warten nur darauf, bis Real Madrid oder Barcelona (Daimler, BMW, 
Siemens) und abkauft. Wenn nicht, gehen wir halt zu Dortmund (Conti, 
Bosch) oder gar Eintracht Frankfurt (Perschau) :D

Hamburger SV wäre dann Prünel.

von OEM Praktikant (Gast)


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Sorry zweimal „uns“ statt „und“.

von Dipl Ing ( FH ) (Gast)


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> Ich will nur das beste rausholen finanziell gesehen

Das wird schwierig bis unmöglich ...

PS -->> Der Arbeitsmarkt für Mintler ist TOTAL im A.......h

Sorry ist aber die Wahrheit !

von Bb O. (bbox)


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Bei den Schrottkarren, die heutzutage produziert werden, ist es auch 
EGAL!

Merke dir nur eines: Wer rastet, der rostet! Und nichts war umsonst.

Viel Erfolg!

von Danilo (Gast)


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OEM Praktikant schrieb:
> Ich
> vergleiche und Ingenieure mit Fußballern. Wir sind 18-20 Jahre alt und
> warten nur darauf, bis Real Madrid oder Barcelona (Daimler, BMW,
> Siemens) und abkauft. Wenn nicht, gehen wir halt zu Dortmund (Conti,
> Bosch) oder gar Eintracht Frankfurt (Perschau) :D
>
> Hamburger SV wäre dann Prünel.

Hier waere aber beim HSV ggf. mehr zu verdienen bei ca. 55 Mio € 
Lizenzspieleretat.

Und allzu viel leisten musst Du da auch nicht.

Nen richtigen Erstligavertrag bekommt der Absolvent ja auch eher nicht. 
Ich sehe den im Aufstiegskampf in die erste Liga.

von ganzeinfach (Gast)


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Nils N. schrieb:
> Ingenieur aus dem Off schrieb:
>> Gleichzeitig gibt es mehr
>> Studenten. Und: Zu meiner Zeit gab es praktisch keine Frauen in den
>> Ingenieurdisziplinen. Die konntest Du an einer Hand abzählen. Heute ist
>> das equal!
>
> Niemals. Ich bin noch keiner Frau im Beruf begegnet und im Studium war
> die Quote bei 5%.

Die Frauen gehen alle in die IGM-Betriebe, die sind nicht so doof und 
lassen sich gnadenlos ausbeuten.

von FerdinandP (Gast)


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OEM Praktikant schrieb:
> Könnt ihr Tier 2 Zulis benennen?  Tier 1 sind ja Conti, Bosch und
> Schaeffler. Welche Zulis sind dann noch Tier 2?

Ob Tier1 oder 2 kann auch projektabhängig sein. In dem einen Projekt ist 
Conti Tier1 und im nächsten Tier2.

Bosch, Conti, ZF, Schaeffler, Valeo, Siemens, Rheinmetall Automotive, 
Thyssenkrupp, Hella, Webasto sind die großen Player. Da kommt meist 
nicht so einfach rein wie bei kleineren wie Elringklinger, Marquardt, 
Preh, dSpace, Phoenix Contact, vector informatik, emtas, usw usw

von FerdinandP (Gast)


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ganzeinfach schrieb:
> Die Frauen gehen alle in die IGM-Betriebe, die sind nicht so doof und
> lassen sich gnadenlos ausbeuten.

Ich arbeite in einem Entwicklungsbereich mit einem jungen 
Durchschnittsalter von Anfang 30, wo von ca. 100 Ingenieuren nur 4 
weiblich sind. Und deren Aufgaben liegen im Bereich Mechanical Design, 
Doku, Qualität... Im Studium, was weniger als 10 Jahre her ist, betrug 
der Frauenanteil (leider) nur 5%. So viel zum Thema "equal".

von Claus M. (energy)


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OEM Praktikant schrieb:
> Von wegen Deutschland, das Land, in dem für ALLE die gleichen Chancen
> ergeben, etwas aus seinem Leben zu machen.

Wer behauptet denn sowas? Die OECD jedenfalls nicht...

von Mark W. (kram) Benutzerseite


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Claus M. schrieb:
> OEM Praktikant schrieb:
>> Von wegen Deutschland, das Land, in dem für ALLE die gleichen Chancen
>> ergeben, etwas aus seinem Leben zu machen.
>
> Wer behauptet denn sowas? Die OECD jedenfalls nicht...

Die Behauptung stimmt doch. Alle haben die gleichen Chancen. Wie beim 
Lotto. :-)
Was man eigentlich moechte ist eine Jobgarantie.

von Gästchen (Gast)


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OEM Praktikant schrieb:
> Alle deutschen OEMs bieten keine Stellen für Absolventen. Ich habe jetzt
> die ganze Nacht alle sämtlichen OEMs durchsucht

Bitte schreibe es an Autoren der Artikel über Fachkräftemangel, damit 
die Lügner auch mal Rückmeldung bekommen.

von Cyblord -. (Gast)


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Gästchen schrieb:
> Bitte schreibe es an Autoren der Artikel über Fachkräftemangel, damit
> die Lügner auch mal Rückmeldung bekommen.

Absolventen sind keine Fachkräfte.

von Aberhallo (Gast)


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Ohne Vitamin B geht es zum Leiher

von Furz (Gast)


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Mein Vorschlag: Um all die Leiher zu umgehen, geh lieber in eine 
IT-Beratung.

Beispiele: KPMG, Capgemini (Blau), Sopra Steria, Deloitte, PWC, ...

Dort machst du denn zum Beispiel Java-Programmierung. In die Sprache 
kannst du dich einarbeiten, als Ing. sollte das Programmieren ja bekannt 
sein.

Ganz erhlich, was willst du bei den Leihern? In der IT-Beratung wirst du 
wenigsten gut behandelt. Quereinsteiger nehmen die allemal.

von Aberhallo (Gast)


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Vorsicht, manche Leiher tarnen sich als Berater.

von Aberhallo (Gast)


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Die Verleiher lachen sich ins fäustchen. Kassieren Geld ohne Ahnung zu 
haben. Leistungsloses Einkommen sozusagen.

von Ing123 (Gast)


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Muss dem zustimmen. Suche seit August. Es ist kaum was offen. 
Dienstleister haben mich auch noch nicht unter bekommen, trotz gutem 
Profil.

Bei meinen Komillitonen sehen ich, dass es viel einfach ist, wenn man 
bereits im Job ist. Als Absolvent musst du aber halt erst mal rein 
kommen.

Traurige Sache.

von Qwertz (Gast)


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Ing123 schrieb:
> Als Absolvent musst du aber halt erst mal rein kommen.
>
> Traurige Sache.

Ja, total traurig, mir kommen gleich die Tränen. Ist das normalste der 
Welt, das Problem hatten schon sehr viele Leute vor dir.
Aus Sicht eines Arbeitgebers ist ein Bewerber mit erster Berufserfahrung 
natürlich attraktiver als ein frischer Absolvent, wer will ihnen das 
verübeln?

von Qwerty (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Ing123 schrieb:
>> Als Absolvent musst du aber halt erst mal rein kommen.
>>
>> Traurige Sache.
>
> Ja, total traurig, mir kommen gleich die Tränen. Ist das normalste der
> Welt, das Problem hatten schon sehr viele Leute vor dir.
> Aus Sicht eines Arbeitgebers ist ein Bewerber mit erster Berufserfahrung
> natürlich attraktiver als ein frischer Absolvent, wer will ihnen das
> verübeln?

Wer ihm das verübeln will?

Ich!

Warum? Weil ich nicht nur studiert habe, sondern auch immer als 
Werkstudent tätig war. Mehrere Semester. Ist das etwa keine 
Berufserfahrung?

Total traurig, nicht wahr?

Beitrag #5327019 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Qwertz (Gast)


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Qwerty schrieb:
> Weil ich nicht nur studiert habe, sondern auch immer als Werkstudent
> tätig war. Mehrere Semester. Ist das etwa keine Berufserfahrung?

Nein, ist es nicht. Werkstudent ist Werkstudent, nicht vergleichbar mit 
echter Berufserfahrung, wenn auch besser als nichts.

> Total traurig, nicht wahr?

Nein.

von Henry G. (gtem-zelle)


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Qwerty schrieb:

>
> Warum? Weil ich nicht nur studiert habe, sondern auch immer als
> Werkstudent tätig war. Mehrere Semester. Ist das etwa keine
> Berufserfahrung?

Werkstudent ist doch keine Berufserfahrung.

von Nr. 7 (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Qwerty schrieb:
>> Weil ich nicht nur studiert habe, sondern auch immer als Werkstudent
>> tätig war. Mehrere Semester. Ist das etwa keine Berufserfahrung?
>
> Nein, ist es nicht. Werkstudent ist Werkstudent, nicht vergleichbar mit
> echter Berufserfahrung, wenn auch besser als nichts.

Wo soll denn deiner Meinung nach die Berufserfahrung bei einem 
Absolventen herkommen?

von Qwertz (Gast)


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Nr. 7 schrieb:
> Qwertz schrieb:
> Qwerty schrieb:
> Weil ich nicht nur studiert habe, sondern auch immer als Werkstudent
> tätig war. Mehrere Semester. Ist das etwa keine Berufserfahrung?
>
> Nein, ist es nicht. Werkstudent ist Werkstudent, nicht vergleichbar mit
> echter Berufserfahrung, wenn auch besser als nichts.
>
> Wo soll denn deiner Meinung nach die Berufserfahrung bei einem
> Absolventen herkommen?

Von einem Job für Einsteiger, z.B. Junior Developer/Consultant. Den gibt 
es aber ohne Beziehungen nicht beim OEM. Also entweder zum KMU oder 
Dienstleister und erste Berufserfahrung sammeln, dabei noch kleine 
Brötchen backen. Das große Geld kommt dann später nach dem ersten 
Wechsel fast von selbst.

von Nr. 7 (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Von einem Job für Einsteiger, z.B. Junior Developer/Consultant. Den gibt
> es aber ohne Beziehungen nicht beim OEM. Also entweder zum KMU oder
> Dienstleister

Auch KMUs und Dienstleister nehmen nicht gern Einsteiger weil sie auch 
Erfahrene haben können.

von Cyblord -. (Gast)


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Nr. 7 schrieb:
> weil sie auch
> Erfahrene haben können.

Können sie nicht, weil zu teuer.

von Nr. 7 (Gast)


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Abradolf L. schrieb:
> Nr. 7 schrieb:
>> weil sie auch
>> Erfahrene haben können.
>
> Können sie nicht, weil zu teuer.

Meine Erfahrung spricht dagegen.

von Qwertz (Gast)


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Nr. 7 schrieb:
> Meine Erfahrung spricht dagegen.

Du musst halt fleißig weiter suchen und dich entweder gut oder billig 
verkaufen, irgendein Unternehmen wird dir schon eine Chance zum Einstieg 
geben. Andere Absolventen schaffen das ja auch, und die wirtschaftliche 
Lage und damit die Chancen sind doch aktuell gut wie nie.

von OEM Praktikant (Gast)


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Was haltet ihr von Leoni, Dürr und Konsorten?

Dr. Google sagt die zahlen IGM. Gilt das auch für Junior Stellen?

Ansonsten vielen Dank für die Antworten!

P.S.: In diesem Forum liebe ich es, wie man DL fertig macht. Muss immer 
wieder schmunzeln.

von Nr. 7 (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Nr. 7 schrieb:
>> Meine Erfahrung spricht dagegen.
>
> Du musst halt fleißig weiter suchen und dich entweder gut oder billig
> verkaufen, irgendein Unternehmen wird dir schon eine Chance zum Einstieg
> geben. Andere Absolventen schaffen das ja auch, und die wirtschaftliche
> Lage und damit die Chancen sind doch aktuell gut wie nie.

Sagst du so einfach. Aber wenn man die kleinste Unregelmäßigkeit im 
Lebenslauf hat und nicht gerade zu den 10% der besten des Jahrgangs 
gehört, funktioniert das eben nicht. Da bleibt dann nur ein Billigjob 
für den man kein Studium gebraucht hätte und der einem auch nicht weiter 
bringt.

von HBich (Gast)


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Nr. 7 schrieb:
> Qwertz schrieb:
>> Nr. 7 schrieb:
>>> Meine Erfahrung spricht dagegen.
>>
>> Du musst halt fleißig weiter suchen und dich entweder gut oder billig
>> verkaufen, irgendein Unternehmen wird dir schon eine Chance zum Einstieg
>> geben. Andere Absolventen schaffen das ja auch, und die wirtschaftliche
>> Lage und damit die Chancen sind doch aktuell gut wie nie.
>
> Sagst du so einfach. Aber wenn man die kleinste Unregelmäßigkeit im
> Lebenslauf hat und nicht gerade zu den 10% der besten des Jahrgangs
> gehört, funktioniert das eben nicht. Da bleibt dann nur ein Billigjob
> für den man kein Studium gebraucht hätte und der einem auch nicht weiter
> bringt.


Mein Gott, was soll dieser Defätismus. Die 10% besten eines Jahrgangs? 
wer sollen die sein? Sind diese in einer zentralen Datenbank 
eingetragen, in der alle Arbeitgeber recherchieren können?

Unregelmäßigkeit im Lebenslauf sind noch kein Todesurteil, können mehr 
als kompensiert werden von den Absolventen, wenn sie es ernst meinen und 
auch ernst machen.

von Karl (Gast)


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Bei Leoni habe ich mich vor einigen Jahren schonmal beworben. Seltsamer 
Laden. Die hatten damals noch nichts von Bewerbungen per Email gehört. 
Obwohl auf ihrer Website eine Email für Bewerbungen angegeben war 
wussten die bei meiner telefonischen Voranfrage nichts davon und wussten 
auch nicht ob sie PDF lesen können.

von HBich (Gast)


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Henry G. schrieb:
> Qwerty schrieb:
>
>>
>> Warum? Weil ich nicht nur studiert habe, sondern auch immer als
>> Werkstudent tätig war. Mehrere Semester. Ist das etwa keine
>> Berufserfahrung?
>
> Werkstudent ist doch keine Berufserfahrung.

Aha, und wieso machen das die Studenten neben ihrem straffen Lernpensum, 
wenn es so wenig wertvoll ist und an Berufserfahrung nicht rankommt?

Beitrag #5327342 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5327349 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Qwertz (Gast)


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HBich schrieb:
>> Werkstudent ist doch keine Berufserfahrung.
>
> Aha, und wieso machen das die Studenten neben ihrem straffen Lernpensum,
> wenn es so wenig wertvoll ist und an Berufserfahrung nicht rankommt?

Das schrieb ich bereits: weil es besser als nichts ist. Aber richtige 
Berufserfahrung ist es deshalb immer noch nicht.

Beitrag #5327361 wurde von einem Moderator gelöscht.
von IGM-Recke (Gast)


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Qwertz schrieb im Beitrag #5327361:
> Im Gegenteil, er kann
> der eigenen Karriere sehr förderlich sein.

Genau so läuft das im Konzern: Der jeweilige Chef setzt sich für eine 
Leute ein und fördert die Karriere der Leistungsträger und das macht der 
aus gutem Grund. (Es mag ausnahmen geben, aber die Chefs stehen dann eh 
schon auf dem Abstellgleis und machen nur noch ihren Job).

Qwertz schrieb im Beitrag #5327361:
> Wo ist das Milchmädchen?

Das Rennt doch schon Jahrelang von ihm davon unser Finanzgenie ist immer 
noch weit von seinem Zeil weg.

von IGM-Recke (Gast)


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IGM-Recke schrieb:
> Zeil

Ziel!

von Gerald (Gast)


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Ich kann es nur bestätigen. Alleine eine Stelle für eine Bachelorarbeit 
zu finden die mich interessiert war ein einziger Krampf. Bin zwar noch 
in der Firma, aber die Bezahlung ist unter aller Kanone.

Einstiegsgehalt:38k 40h/w 26urlaubstage
Gehalt nach 3 Jahren: 41k 30urlaubstage
Keine Weihnachtsgeld oder ähnliches gibt es.
Ist nen KMU (Niedersachsen) mit 300 Mitarbeitern. Es ist einfach nur 
traurig. Ich kann nur jedem raten es sich 3 Mal zu überlegen ob man Mint 
studiert.

Wenn man studiert dann nur dual in einem tarifgebundenen Unternehmen.

von imst800 (Gast)


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Ingenieur aus dem Off schrieb:
> Immer mehr Firmen haben erkannt, daß sie von Grossfirmen zur Ausbildung
> von Ingenieuren misbraucht wurden und wollten es verhindern, dass man
> ihnen die Leute wegkauft. Deshalb ...

Genau dieser Satz trifft den Nagel auf den Kopf. Dies ist der Grund 
weshalb die KMU (fast) keine Absolventen mehr einstellen. Nach der zwei- 
bis dreijährigen Einarbeitung sind die Leute weg und heuern bei den 
"OEMs" oder direkt bei den Großkonzernen an. Diese freuen sich über top 
ausgebildete Leute. Wenn ich hier den Thread so verfolge, reibe ich mir 
die Augen mit welchen Vorstellungen manche "Absolventen" unterwegs sind. 
Den Panamera als Geschäftswagen gibt's als Absolvent nicht.

Gruß

von Hartmut der Weise (Gast)


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Ich habe nach meiner Technikerausbildung 53k€/a im Kleinbetrieb 
40h/Woche und 26 Tage Urlaub in Sachsen Anhalt. Man wird nicht nach 
unnützen Wissen bezahlt! Warum wollen alle nach Tarif bezahlt werden, da 
wäre ich eine arme Kirchenmaus.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Unwicht schrieb:
> Endwiggler hinter den 7 Bergen schrieb:
>> Er möchte halt wie viele andere Ing-Absolventen sein Gehalt entwickeln
>
> Ist das nicht selbstverständlich?! Wenn man eines der härtesten
> Studiengänge absolviert hat
Wieviel Studiengänge kennst due?
Und was ist ein harterStudiengang?
> und anschließend weniger verdient als ein
> verdammter Fließbandarbeiter,
Was verdient der Pfleger beim Ambulanten Pflegedienst?
Was verdient ein Koch oder Maler im Handwerk?
> dann fragt man sich wozu das ganze...
Um einen dauerhaften überschusss von hochqualifizierten Arbeitskräften 
zu haben!
Denk mal darüber nach!
Und auch warum in der Öffentlichkeit von den Leithammeln immer und immer 
wieder vom Fachkräftemangel gesprochen wird.
Obwohl wir seit Anfang der 80`ziger sowas nicht haben.

von Mathematiker (Gast)


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Ich frage mich, was dieser OEM-Praktikant sich einbildet, dass er meint, 
die Industriebeamten-Tempel würden ihn mit Handkuss einstellen. Vor 
knapp 8 Jahren bin ich mit dem Mathestudium fertig geworden, hatte aber, 
trotz bestem Abschluss in meinem Semester, noch nie ein Jobangebot von 
einer IGM-Wohlfühlbude erhalten. Einmal wurde ich von Siemens zwecks 
Praktikum eingeladen, habe mir aber nur anhören dürfen, dass ich ein 
Theoretiker sei und keine Ahnung von Arbeit hätte (so der ungefähre 
Wortlaut). Scheinbar war den Siemens-Beamten etwas langweilig und sie 
haben wieder einen dummen Studenten zum Niedermachen gebraucht, 
sozusagen als Vorbereitung und Übung für die anschließenden Gespräche 
mit Dienstleistern. So sieht der vielbeschworene Fachkräftemangel in 
diesem Land eben aus.

Stattdessen sitze ich nun seit Jahren beim Dienstleister, werde alle 
paar Jahre an irgendwelche Konzerne weiterverkauft und darf dort die 
SAP-Probleme der Industriebeamten lösen, welche natürlich trotz 
überschaubarer Ausbildung wesentlich bessere Konditionen genießen. Ich 
kann fast schon froh sein, dass ich bei einem Entwicklungsdienstleister 
gelandet bin, der remote entwickelt und die Reise-/Hotelkosten 
übernimmt. Meines Wissens geht es noch viel schlimmer! Mittlerweile 
erhalte ich aber ein Gehalt, das im Bereich der 
Absolventen-Einstiegsgehälter namhafter Industrieoasen liegt. Diese 
Masche dient ausschließlich den Dienstleistern, Konzernen und 
Industriebeamten, während diejenigen, welche die Arbeit vollrichten, nur 
die Krümel abbekommen.

Wenn ich nochmal jung wäre, würde ich mir den Stress und die Kosten 
eines Mathe-Studiums nicht mehr antun, sondern sofort eine popelige 
Ausbildung bei einem IGM-Konzern beginnen. Je jünger man ist, desto 
besser die Chancen, dort reinzukommen. Dann müsste ich heute viel 
weniger arbeiten und hätte das gleiche Geld. Alternativ wäre eine 
Karriere als Politiker oder Staatsbeamter denkbar, aber bitte schön kein 
MINT-Studium, bei dem man hinterher nur die Probleme irgendwelcher 
Kapitalisten unter Selbstausbeutung lösen darf und dann den A-Tritt als 
Dank bekommt. Als MINTler wird man obendrei oft von Frauen gemieden bzw. 
hat in der Sturm-und-Drangzeit ganz andere Probleme als Parties zu 
feiern, d.h. viele (darunter ich) haben nicht nur einen miesen Job, 
sondern können auch eine Familiengründung vergessen.

Wenn schon ich, trotz Top-Abschluss und jahrelanger Berufserfahrung kein 
IGM-Pöstchen erhalte, warum meint dann dieser OEM-Praktikant, er hätte 
mit seinem wie auch immer gearteten Abschluss ein Recht darauf? In 
Südeuropa sucht knapp ein Viertel der Berufsanfänger aufgrund der hohen 
Arbeitslosigkeit "irgendeinen" Job, trotz Studium. Einige arbeiten dann 
auf dem Bau, trotz Studium. Warum meint der OEM-Praktikant dann, er 
hätte einen Top-Job verdient?

Die Industrie in diesem Land ist auf dem absteigenden Ast, d.h. 
Arbeitsplätze werden permanent ins billige Ausland ausgelagert (vgl. 
Mitarbeiterentwicklung bei Siemens in den letzten Jahrzehnten) oder an 
billige Dienstleister vergeben, die man schön im Preis drücken kann. Das 
Weltsozialamt Deutschland wird mittlerweile schon fast als 
Billiglohnland gehandelt, da es eine überaus unterdurchschnittliche 
Lohnentwicklung aufweist.

Ich kannte an meiner Uni zwei Personen, die nun bei Audi bzw. Conti 
arbeiten. Der eine ist bei fast jeder Matheklausur durchgefallen, der 
andere hätte sein Vordiplom fast nicht geschafft. Der Einstieg war nur 
über Vitamin B möglich. Die Konzerne sind wohl nicht an fähigen Leute 
interessiert, sondern nur an solchen, die nicht allzu viel kosten (aber 
immer noch mehr als ein Dienstleisterknecht verdienen), irgendwie die 
Arbeit hinbekommen (sofern man das Monitoren von Dienstleistern als 
Arbeit bezeichnen kann) und aufgrund ihrer überschaubaren 
Leistungsfähigkeit von ihrem Pöstchen abhängig sind. Ohne starke 
Gewerkschaften wären diese Leute verloren, weswegen viele auch um ihren 
Job fürchten. Ein Knecht beim Dienstleister hat keine Angst um seinen 
Job (zumindest ich nicht), da ein Wechsel zum nächsten Dienstleister 
ohne Probleme und ohne Gehaltsverlust möglich wäre.

Aktuell habe ich wieder zwei Bewerbungen am Laufen (IGM bzw. IGBCE). Da 
ich aber seit ein paar Wochen nichts mehr gehört habe, rechne ich wieder 
mit einer Absage, sofern ich diese überhaupt bekomme. Angesichts dieser 
miesen Bedingungen als händeringend gesuchte Fachkraft lebe ich sparsam 
weiter und hoffe mit spätestens 50 mein Arbeitspensum zurückschrauben zu 
können. An das Märchen einer MINT-Karriere glaube ich ohnehin bald nicht 
mehr.

Kleiner Tipp für alle Automotive-Verzweifelten: Kauft keine Audis, BMWs, 
Daimlers, etc. Wenn diese Auto-Konzerne mich nicht haben wollen, dann 
will ich ihre Dreckschleudern auch nicht, bleibe einfach bei meinem 
ausländischen Kleinwagen, der mich auch von A nach B bringt und deutlich 
weniger kostet!

von Mathematiker (Gast)


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Cha-woma M. schrieb:
> Unwicht schrieb:
>> Endwiggler hinter den 7 Bergen schrieb:
>>> Er möchte halt wie viele andere Ing-Absolventen sein Gehalt entwickeln
>>
>> Ist das nicht selbstverständlich?! Wenn man eines der härtesten
>> Studiengänge absolviert hat
> Wieviel Studiengänge kennst due?
> Und was ist ein harterStudiengang?
>> und anschließend weniger verdient als ein
>> verdammter Fließbandarbeiter,
> Was verdient der Pfleger beim Ambulanten Pflegedienst?
> Was verdient ein Koch oder Maler im Handwerk?
>> dann fragt man sich wozu das ganze...
> Um einen dauerhaften überschusss von hochqualifizierten Arbeitskräften
> zu haben!
> Denk mal darüber nach!
> Und auch warum in der Öffentlichkeit von den Leithammeln immer und immer
> wieder vom Fachkräftemangel gesprochen wird.
> Obwohl wir seit Anfang der 80`ziger sowas nicht haben.

Ich kann Cha-woma M. nur recht geben, der Mann weiß wovon er spricht. 
Selbst beim Entwicklungsdienstleister verdient man mehr als in 
Pflegeberufen oder in der Gastronomie. Wieso meint der OEM-Praktikant, 
er müsste mehr verdienen als ein hart arbeitender Pflegemitarbeiter oder 
Koch?

Sei froh, dass du etwas (ohne hohe Kosten) lernen durftest! Das 
erweitert den Horizont und ist mehr wert als ein paar Euro mehr auf dem 
Konto. Milliarden andere Menschen haben das Privileg eines Studium 
nicht!

Mache deine Arbeit gut und du wirst ein vernünftiges Gehalt bekommen. 
Lebe sparsam und lege dein Geld verantwortungsvoll an. Das sind alle 
Ratschläge, die ich und wohl viele andere hier auch dir geben können. 
Dann kommst du langfristig weiter und bist am Ende reicher als viele 
übersatten IGM-Beamte.

Ich habe damals ein Praktikum bei Conti dank Vitamin B bekommen. Dort 
hat man trotz des hohen Gehaltes ständig gelästert, mehr noch als bei 
meinem jetzigen Dienstleister.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Genau!

Mathematiker schrieb:
> Ich frage mich, was dieser OEM-Praktikant sich einbildet, dass er meint,
> die Industriebeamten-Tempel würden ihn mit Handkuss einstellen.

Frag ihm, da wirste eine Antwort in der Art hören.
"Des hamm`s gsaagt!"

Trotz Internet und der offenen Wissensgesellschaft gelingt es offenbar 
den Smartphone-Zombies  nicht sich Informationen zu beschaffen und diese 
auch zu validieren.
Was aber auch den verbeamteten Lehrern zu verdanken ist. Die sehen sich 
als Inkarnation des staatstragenden Bildungsbürgers.
Da wird dann das Wohl des Staates (und die Sprudelden Steuergelder) als 
oberstes Ziel verfolgt.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Mathematiker schrieb:
> Ich habe damals ein Praktikum bei Conti dank Vitamin B bekommen. Dort
> hat man trotz des hohen Gehaltes ständig gelästert, mehr noch als bei
> meinem jetzigen Dienstleister.

Aber denen wird`s auch noch vergehen!
Die Zeiten werden härter!

von IchGlaubeEsNicht (Gast)


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>Trotz Internet und der offenen Wissensgesellschaft gelingt es offenbar
>den Smartphone-Zombies  nicht sich Informationen zu beschaffen und diese
>auch zu validieren.

Das Problem wird dann auch noch durch Leute deines Schlages verschärft.

>Was aber auch den verbeamteten Lehrern zu verdanken ist. Die sehen sich
>als Inkarnation des staatstragenden Bildungsbürgers

Du müßtest das alberne Gefasel noch der Vollständigkeit halber um deinen 
sonst üblichen Parteibuch-Kampfbegriff ergänzen.

Damit der Blödsinn auch rund wird.

von Nicht schon wieder... (Gast)


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@Mathematiker
Ich kenne deine Posts hier. Sie strotzen nur so vor Neid, Enttäuschung 
und Pessimismus. Dass du auch mit Frauen Probleme hast, liegt nicht an 
deinem MINT-Abschluss sondern an deiner Einstellung.

Hier mein Ratschlag an dich und all die anderen Pessimisten hier:
Schaut nach vorn! Bewerbt euch laufend und arbeitet an eurer 
Persönlichkeit und eurem Auftritt!

Eure tollen Mathe-Noten interessieren in den Unternehmen kein Schwein! 
Überwindet endlich mal das "Mathe-Trauma" aus eurem Studium. Echt krass, 
wie viele MINTler einen Mathe-Komplex haben. Einerseits konntet ihr 
wegen der Mathematik im Studium keine Frauen kennenlernen (böse Mathe!) 
und andererseits will euch kein OEM trotz eurer geilen Mathe-Noten 
einstellen. Hört auf, euch auf Mathe zu fixieren.

In einer Firma zählen ganz andere Faktoren. Persönlichkeit, 
Team-Fähigkeit, Auftreten, Zuverlässigkeit und Integrierbarkeit.

Niemand will einen Jammerlappen, der sich auf seine tollen 
Mathe-Kenntnisse etwas einbildet, sonst aber nur Negativität ausstrahlt. 
Auch Frauen wollen so jemanden nicht.

Schaut nach vorn und legt euch ein positives Mindset zu!

Gruß
Techniker (mit ganz wenig Mathe) aus dem 35-h-IGM-Disneyland

von nicht benötigter (Gast)


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Hallo Mathematiker.

Mathematiker schrieb:
> Mache deine Arbeit gut und du wirst ein vernünftiges Gehalt bekommen.

Wenn er seine Arbeit gut macht, wird er sich irgendwann (hoffentlich) 
auf einem guten Facharbeiter oder Techniker Gehalt wiederfinden.

Um wirklich viel zu verdienen müsste er wirklich ausserordentlich gut 
sein. Solche Leute sind eher selten.
"Gut" bedeutet hier ein ganzer Strauss von Qualitäten, wo das Fachliche 
zugehört, aber bei weitem nicht langt.

> Lebe sparsam und lege dein Geld verantwortungsvoll an. Das sind alle
> Ratschläge, die ich und wohl viele andere hier auch dir geben können.

"Lebe sparsam" kostet Lebensqualität, und Geld "verantwortungsvoll" 
anlegen
ist ein Wiederspruch in sich. Geld anlegen ist immer auch zocken.

Natürlich zockt es sich besser, wenn man über Vitamin B weiss, wo es 
sich in nächster Zeit lohnt, besonders gut etwas anzulegen. Dann 
kassierst Du das Geld derer mit ein, die diese Informationen nicht 
hatten, wegen mangelndem Vitamin B.

Hier zeigt sich, dass man nicht nur vitamin B haben muss, sondern dass 
das Vitamin B auch noch von einem selber irgendwie abhängig sein muss. 
Zu viele Leute leben davon, dass sich andere verzocken.

> Dann kommst du langfristig weiter und bist am Ende reicher als viele
> übersatten IGM-Beamte.

Langfristig heisst, er ist dann zu alt, um wirklich noch Spass an dem 
Geld zu haben.

Um sich in IGM wohlzufühlen muss man auch Herdentier sein. sonst artet 
das in eine Mobbingschlacht aus.

von PraisTheEast (Gast)


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Unwicht schrieb:
> unterentwickelte Persönlichkeiten. Im Studium wird man vollgebombt mit
> komplizierten technischen Inhalten und lernt nie wirklich mit Menschen
> umzugehen. Das ist aber eines der wichtigsten Fähigkeiten die man heute

bisher noch ja, wird sich aber ändern!

Wenn die Chinesen mal übernehmen dann kannst du den europäischen BWL, 
WIng. oder Psychologie Absolventen vergessen. Dort herrschen andere 
Bräuche und Sitten und die Chinesen legen noch Wert auf "richtige" 
Arbeit.

Ob dir das dann allerdings so gefällt?

von nicht benötigter (Gast)


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Nicht schon wieder... schrieb:

> Hier mein Ratschlag an dich und all die anderen Pessimisten hier:
> Schaut nach vorn! Bewerbt euch laufend

Ja. Aber gebt auf, hochqualifizierte Stellen haben zu wollen. Es gibt 
zig kleine Verleiher, die Händeringend nach Hilfskräftrn im GaLabau, 
Lager, Auslieferung, Bewachung oder sonstwas suchen.

Das ist besser, als sich mit Harz gängeln zu lassen.


> und arbeitet an eurer
> Persönlichkeit und eurem Auftritt!

Das stimmt nur halb. Für wirklich an seiner Persönlichkeit etwas zu 
"ändern" ist er zu alt. Er kann bestenfalls lernen, eine Persönlichkeit 
zu schauspielern. Ich habe zweimal erlebt, wie Boss-Darsteller 
überfordert wurden, und ihr Büro zu Kleinholz machten.....auch eine 
Form, seine Karriere endgültig aber eindrucksvoll zu beenden. ;O)

>
> Eure tollen Mathe-Noten interessieren in den Unternehmen kein Schwein!

Richtig.
Manche sagen zwar, das würde zeigen, das man sich intensiv und 
erfolgreich mit Problemen auseinandersetzten kann, aber das ist eher ein 
Trost, weil jedem klar ist, das man für den Rest des Lebens mit einem 
solchen Trauma leben muss.

> Überwindet endlich mal das "Mathe-Trauma" aus eurem Studium. Echt krass,
> wie viele MINTler einen Mathe-Komplex haben. Einerseits konntet ihr
> wegen der Mathematik im Studium keine Frauen kennenlernen (böse Mathe!)
> und andererseits will euch kein OEM trotz eurer geilen Mathe-Noten
> einstellen. Hört auf, euch auf Mathe zu fixieren.

Wobei sie meistens noch nichteinmals wirklich gut in Mathe sind. Das 
Trauma entstand ja, weil keine echte Begabung dafür vorhanden war.

Jedenfalls lassen sich seelische Trauma nicht endgültig überwinden. nur 
lindern.

>
> In einer Firma zählen ganz andere Faktoren. Persönlichkeit,
> Team-Fähigkeit, Auftreten, Zuverlässigkeit und Integrierbarkeit.
>

Ja.

> Schaut nach vorn

Nach vorne schauen bedeutet hier eher, sich nach einer Alternative zur 
Karriere umzusehen.....was aber bleiben wird, ist ein lebenslanger Hass 
auf Leistungsträger.

> und legt euch ein positives Mindset zu!

Lediglich Psychopathen meinen, alles sei erlernbar. Für sie selber gilt 
das ja auch, in form einer Darstellung, aber für alle anderen ist das 
"positive Mindset" entweder eine zusätzliche Belastung.

von nicht benötigter (Gast)


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PraisTheEast schrieb:

> Wenn die Chinesen mal übernehmen dann kannst du den europäischen BWL,
> WIng. oder Psychologie Absolventen vergessen. Dort herrschen andere
> Bräuche und Sitten und die Chinesen legen noch Wert auf "richtige"
> Arbeit.

Ja. Aber den europäischen Kaufmann, Ingenieur, Techniker oder 
Facharbeiter genauso.

Der Grund, das hier so viele Ingenieure als Handlanger arbeiten, ist 
doch, weil deren Job schon billiger und besser in China oder Malaysia 
gemacht wird.

Du kannst nicht nach belieben besser werden. Irgendwann ist eine Grenze 
erreicht.

von abc (Gast)


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nicht benötigter schrieb:
> PraisTheEast schrieb:
>
>> Wenn die Chinesen mal übernehmen dann kannst du den europäischen BWL,
>> WIng. oder Psychologie Absolventen vergessen. Dort herrschen andere
>> Bräuche und Sitten und die Chinesen legen noch Wert auf "richtige"
>> Arbeit.
>
> Ja. Aber den europäischen Kaufmann, Ingenieur, Techniker oder
> Facharbeiter genauso.
>
> Der Grund, das hier so viele Ingenieure als Handlanger arbeiten, ist
> doch, weil deren Job schon billiger und besser in China oder Malaysia
> gemacht wird.

Nein. Der Grund ist, dass sich Entwicklung nach Fernost auslagern lässt, 
die Müllabfuhr, Reinigungskraft und Lager-Einräumer aber nicht. Auch der 
Kaufmann, der hier vor Ort etwas verkaufen soll, kann nicht in Fernost 
sitzen.

von nicht benötigter (Gast)


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abc schrieb:
>> Der Grund, das hier so viele Ingenieure als Handlanger arbeiten, ist
>> doch, weil deren Job schon billiger und besser in China oder Malaysia
>> gemacht wird.
>
> Nein. Der Grund ist, dass sich Entwicklung nach Fernost auslagern lässt,
> die Müllabfuhr, Reinigungskraft und Lager-Einräumer aber nicht. Auch der
> Kaufmann, der hier vor Ort etwas verkaufen soll, kann nicht in Fernost
> sitzen.

Auch Müllabfuhr, Reinigungskraft und Kaufmann hier vor Ort brauchen eine 
zahlungskräftige Kundschaft vor Ort, damit sie jemand einstellt oder 
ihnen etwas abkauft.

Die Igenieurstellen verschwinden zuerst, irgendwann folgt der Rest.

von abc (Gast)


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nicht benötigter schrieb:
> abc schrieb:
>>> Der Grund, das hier so viele Ingenieure als Handlanger arbeiten, ist
>>> doch, weil deren Job schon billiger und besser in China oder Malaysia
>>> gemacht wird.
>>
>> Nein. Der Grund ist, dass sich Entwicklung nach Fernost auslagern lässt,
>> die Müllabfuhr, Reinigungskraft und Lager-Einräumer aber nicht. Auch der
>> Kaufmann, der hier vor Ort etwas verkaufen soll, kann nicht in Fernost
>> sitzen.
>
> Auch Müllabfuhr, Reinigungskraft und Kaufmann hier vor Ort brauchen eine
> zahlungskräftige Kundschaft vor Ort, damit sie jemand einstellt oder
> ihnen etwas abkauft.
>
> Die Igenieurstellen verschwinden zuerst, irgendwann folgt der Rest.

Das ist nur eine pessimistische Betrachtungsweise. Allein aus dem 
Wegfall der Entwicklung kann man das nicht schlussfolgern. Zunächst 
einmal ist einfach nur der Einräumer ist in D wertvoller als ein 
Entwickler (oder Naturwissenschaftler) und genauso ist es der 
IGM-Delegierer.

von F. B. (finanzberater)


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Mathematiker schrieb:
> Alternativ wäre eine
> Karriere als Politiker oder Staatsbeamter denkbar, aber bitte schön kein
> MINT-Studium, bei dem man hinterher nur die Probleme irgendwelcher
> Kapitalisten unter Selbstausbeutung lösen darf und dann den A-Tritt als
> Dank bekommt.

Dann werde doch einfach selbst zum Kapitalisten. Ich habe leider auch 
den Fehler gemacht, zu denken, Leistung würde sich lohnen, und zu spät 
mit dem Investieren angefangen. Habe sogar auf einen möglichen Job beim 
IGM-Konzern verzichtet. Naja, war aus heutiger Sicht wohl ein Fehler. 
Dafür werde ich momentan in meiner Klitsche fürs Nichtstun bezahlt, da 
es keine Arbeit gibt. Das ist auch ganz schön. Wenn ich mein 
Klitschengehalt auf die produktive Arbeitszeit umrechne, dann habe ich 
momentan einen Stundenlohn, von dem jeder IGMler nur träumen kann.


Mathematiker schrieb:
> Wenn schon ich, trotz Top-Abschluss und jahrelanger Berufserfahrung kein
> IGM-Pöstchen erhalte, warum meint dann dieser OEM-Praktikant, er hätte
> mit seinem wie auch immer gearteten Abschluss ein Recht darauf?

Vergiss es. Ich hab auch einen Top-Abschluss, aber das zählt nichts. 
Wenn ich sehe, wer von den ehemaligen Kollegen aus der Klitsche jetzt 
beim IGM-Konzern ist, bestätigt das nur meine These. Einer war 50% der 
Zeit krank und hat ein Vierer-Arbeitszeugnis bekommen, das dann nach 
seiner Beschwerde noch auf eine Drei nachgebessert wurde. Der Zweite hat 
als Entwicklungsleiter ein Großprojekt an die Wand gefahren, so dass die 
Klitsche den größten Kunden verloren hat und es nur noch eine Frage der 
Zeit ist, bis sie endgültig bankrott geht. Der Code des Dritten hat 
nicht das gemacht, was er machen sollte, weil er nicht mitgedacht hat. 
Alle sind jetzt im IGM-Konzern. Aber die IGM-Konzerne werden halt vom 
Staat verhätschelt und mit Steuergeldern gefördert. Siehe jüngste 
Forderung des VW-Chefs nach staatlicher Förderung der E-Mobilität, weil 
diese Versager den Anschluss an China verloren haben. Und weil die 
Milliarden fehlen, die man für den Abgasbetrug bezahlen musste.

http://www.businessinsider.de/vw-deutschland-darf-in-der-e-mobilitaet-nicht-abgehaengt-werden-5963520


Und jetzt auch noch das: Der Steuerzahler soll die Nachrüstung der 
Diesel-Pkws aufkommen, anstatt dass man diese Betrüger verklagt und zur 
Rechenschaft zieht wie in USA. Oder vielleicht mal den Mitarbeitern das 
Gehalt kürzt, dann wäre auch Geld da für Forschung und Nachrüstung.

https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/dieselautos-experten-empfehlen-nachruestung-mit-steuergeldern/20970000.html

von F. B. (finanzberater)


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Mathematiker schrieb:
> Kleiner Tipp für alle Automotive-Verzweifelten: Kauft keine Audis, BMWs,
> Daimlers, etc. Wenn diese Auto-Konzerne mich nicht haben wollen, dann
> will ich ihre Dreckschleudern auch nicht, bleibe einfach bei meinem
> ausländischen Kleinwagen, der mich auch von A nach B bringt und deutlich
> weniger kostet!

Ich hab noch nie was anderes gekauft. Mein jetziges Auto hab ich 
gebraucht für unter 7.000 € gekauft und es hatte deutlich weniger als 
10.000 Kilometer.

von F. B. (finanzberater)


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nicht benötigter schrieb:
> Der Grund, das hier so viele Ingenieure als Handlanger arbeiten, ist
> doch, weil deren Job schon billiger und besser in China oder Malaysia
> gemacht wird.

Und weil man fürs Entwickeln keine Deutschkenntnisse benötigt, für den 
Kundenkontakt aber schon. Deswegen haben Entwickler im Gegensatz zu 
Projektmanagern mit importierter ausländischer Konkurrenz zu kämpfen. 
Vor einigen Jahren wurden auf Experteer mehrere Stellenanzeigen unserer 
Klitsche mit Gehaltsangabe veröffentlicht:

Senior Entwickler: 40-60k
Senior Projektmanager: 60-80k

Zum Schluss war ich in unserem Projekt der letzte deutsche Entwickler. 
War allerdings auch einer der bestbezahlten Entwickler in der Klitsche.

von Qwertz (Gast)


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Hartmut der Weise schrieb:
> Warum wollen alle nach Tarif bezahlt werden, da wäre ich eine arme
> Kirchenmaus.

Falsch. In nach IG Metalltarif zahlenden Unternehmen wird nachweislich 
im Schnitt deutlich mehr bezahlt als bei nicht tarifgebundenen 
Unternehmen, dazu gibt es Studien. Das gleiche dürfte auch für die IGBCE 
gelten.

von IGM-Recke (Gast)


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F. B. schrieb:
> Zum Schluss war ich in unserem Projekt der letzte deutsche Entwickler.
> War allerdings auch einer der bestbezahlten Entwickler in der Klitsche.

Du sitzt auf einem richtig schönen Pulverfaß und von der Lunte ist nicht 
mehr viel übrig.

Das ist dir bewußt?

von F. B. (finanzberater)


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abc schrieb:
> Das ist nur eine pessimistische Betrachtungsweise. Allein aus dem
> Wegfall der Entwicklung kann man das nicht schlussfolgern. Zunächst
> einmal ist einfach nur der Einräumer ist in D wertvoller als ein
> Entwickler (oder Naturwissenschaftler) und genauso ist es der
> IGM-Delegierer.

Bei der Batteriezellentwicklung, die die größte Wertschöpfung beim 
Elektroauto bringt, hat Deutschland den Kampf gegen China schon 
aufgegeben. Womit soll dann hier in D noch Geld verdient werden?

21.12.2017
Deutsche Autobauer verlieren Anschluss

http://www.fnp.de/nachrichten/wirtschaft/Deutsche-Autobauer-verlieren-Anschluss;art686,2859622

Ich habe mich hier übrigens durch entsprechende Investitionen frühzeitig 
und aussichtsreich positioniert. Mir kann es egal sein, ob die 
Produktion in Deutschland oder China erfolgt.

von IGM-Recke (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Falsch. In nach IG Metalltarif zahlenden Unternehmen wird nachweislich
> im Schnitt deutlich mehr bezahlt als bei nicht tarifgebundenen
> Unternehmen, dazu gibt es Studien.

Eingenlicht ist das traurig und sagt viel über den "Fachkräftemangel" 
aus.

von Nop (Gast)


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IGM-Recke schrieb:
> F. B. schrieb:
>> Zum Schluss war ich in unserem Projekt der letzte deutsche Entwickler.
>> War allerdings auch einer der bestbezahlten Entwickler in der Klitsche.
>
> Du sitzt auf einem richtig schönen Pulverfaß und von der Lunte ist nicht
> mehr viel übrig.
>
> Das ist dir bewußt?

Was läßt sich wohl daraus schließen, daß er zur Beschreibung der 
Situation die Vergangenheitsform gewählt hat?

von IGM-Recke (Gast)


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Er redet ja auch von "unserer Klitsche".

von F. B. (finanzberater)


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IGM-Recke schrieb:
> Du sitzt auf einem richtig schönen Pulverfaß und von der Lunte ist nicht
> mehr viel übrig.
>
> Das ist dir bewußt?

Natürlich. Bin deswegen seit Kurzem auch wieder auf Stellensuche. Aber 
es gibt ja auch noch Kündigungsschutz und Kündigungsfrist und danach ein 
Jahr ALG I. Also kein Grund, in Panik zu verfallen. In den nächsten 
Monaten wird die Firma auch noch nicht pleite gehen.

von Bb O. (bbox)


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Ich kriege schlechte Laune von den Beiträgen.

von F. B. (finanzberater)


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Nop schrieb:
> Was läßt sich wohl daraus schließen, daß er zur Beschreibung der
> Situation die Vergangenheitsform gewählt hat?

Das Projekt wurde an die Wand gefahren, die Klitsche gibt es noch.

von IGM-Recke (Gast)


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F. B. schrieb:
> IGM-Recke schrieb:
>> Du sitzt auf einem richtig schönen Pulverfaß und von der Lunte ist nicht
>> mehr viel übrig.
>>
>> Das ist dir bewußt?
>
> Natürlich. Bin deswegen seit Kurzem auch wieder auf Stellensuche.

Und warum wird das diesmal besser klappen, als die Jahre davor?

Wie lange bist du nun schon in der Firma tätig?

von abc (Gast)


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F. B. schrieb:
> abc schrieb:
>> Das ist nur eine pessimistische Betrachtungsweise. Allein aus dem
>> Wegfall der Entwicklung kann man das nicht schlussfolgern. Zunächst
>> einmal ist einfach nur der Einräumer ist in D wertvoller als ein
>> Entwickler (oder Naturwissenschaftler) und genauso ist es der
>> IGM-Delegierer.
>
> Bei der Batteriezellentwicklung, die die größte Wertschöpfung beim
> Elektroauto bringt, hat Deutschland den Kampf gegen China schon
> aufgegeben. Womit soll dann hier in D noch Geld verdient werden?
>
> 21.12.2017
> Deutsche Autobauer verlieren Anschluss
>
> 
http://www.fnp.de/nachrichten/wirtschaft/Deutsche-Autobauer-verlieren-Anschluss;art686,2859622

So wie heute auch mit Einräumen und Delegieren. Du tust ja gerade so, 
als ob heute in den OEMs heute alles nur hochproduktive, hochinnovative 
Mitarbeiter sitzen, die dann wegen E-Mobilität plötzlich nichts mehr zu 
tun haben.
Entscheidend ist nur, dass das Geld rein kommt. Wer's entwickelt hat 
oder fertigt, ist doch bereits heute komplett egal.

von nicht benötigter (Gast)


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Qwertz schrieb:

> Falsch. In nach IG Metalltarif zahlenden Unternehmen wird nachweislich
> im Schnitt deutlich mehr bezahlt als bei nicht tarifgebundenen
> Unternehmen, dazu gibt es Studien. Das gleiche dürfte auch für die IGBCE
> gelten.

Darum können es die sich ja auch nicht leisten, die zweite Garnitur 
einzustellen.
Ein Drittel unserer Gesellschaft findet letztlich überhaupt keine Arbeit 
mehr, und muss mühsam in der Statistik versteckt werden, damit das nicht 
auffällt. Es gibt die Todesspirale der Leistungsgesellschaft: Es muss 
die Leistung gesteigert werden, um Konkurenzfähig gegenüber dem Ausland 
zu bleiben Dadurch fallen Leute weg, weil sie nicht Leistungsfähig genug 
sind. Die Leistung muss von den verbliebenen alleine geschafft werden. 
Zusätlich müssen über Staat und Sozialabgaben die schon ausgefallenen 
finanziert werden, um politische Ruhe zu garantieren. Wegen der höheren 
Leistungsanforderungen fallen noch mehr Leute Weg... Und so dreht sich 
das ganze im Kreis.

von Bb O. (bbox)


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Hmm wir haben hier ca. 82 Millionen Einwohner. Davon sind laut Arge 32 
Millionen Sozialversicherungsplichtig und 7,5 Millionen Geringfügig 
beschäftigt d.h. nach Adam Riese 39,5 Millionen arbeiten und 42,5 
Millionen regeln wohl andere Dinge. Also haben wir ca. die Hälfte ohne 
Job und nicht eindrittel?

Arge:

https://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistik-nach-Themen/Beschaeftigung/Beschaeftigung-Nav.html

Bevölkerung:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Deutschland

: Bearbeitet durch User
von FerdinandP (Gast)


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Bb O. schrieb:
> Also haben wir ca. die Hälfte ohne Job und nicht eindrittel?

Mehrere Millionen sind selbständig tätig, dann gibt es noch einen großen 
Anteil Kinder und Rentner. Die Anzahl der Studenten liegt bestimmt 
locker um die 2 Millionen.

von Bb O. (bbox)


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Macht es nicht besser oder?

von abc (Gast)


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Sozialversicherungspflichtig beschäftigt bist Du mit 451EUR.
Darunter geringfügig beschäftigt. Das sind 7,5Millionen?

von abc (Gast)


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...ne, 4.7Millionen. Dh, die haben genug Geld (und machen deshalb nichts 
mit mehr als 450EUR bruttoLohn PRO MONAT) oder sie bekommen nichts 
anderes.

von Qwertz (Gast)


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nicht benötigter schrieb:
> Es gibt die Todesspirale der Leistungsgesellschaft

Ich würde diesen Effekt zwar nicht gar so dramatisch betiteln 
(Todesspirale klingt nach B-Movie), aber ansonsten gebe ich dir recht, 
Bernd. Es wird immer Gewinner und Verlierer in einer Gesellschaft geben, 
wir müssen nur schauen, dass nicht alles komplett aus dem Ruder läuft. 
Der soziale Frieden ist wichtig und nutzt am Ende allen. Ich zähle mich 
übrigens eindeutig zur Gewinnerseite.

von Bb O. (bbox)


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Ich korrigiere:

Ca:

1,5 Millionen Selbstständige
19 Millionen Rentner
11 Millionen Kinder (0-14)
3 Millionen Studenten

= 42,5-34,5 = 8 Millionen dauerhaft ohne Job.

= 9,76%

von Bb O. (bbox)


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Ich korrigiere:

Ca:

1,5 Millionen Selbstständige
19 Millionen Rentner
11 Millionen Kinder (0-14)
3 Millionen Studenten

= 42,5-34,5 = 8 Millionen dauerhaft ohne Job.

= 9,76%

Das tragen aber nur 39,5 Millionen daher die hohe Steuerlast d.h. die 
Schweiz ist Asozial :-)

von Qwertz (Gast)


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Bb O. schrieb:

Was ist mit Azubis und Privatiers?

von abc (Gast)


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Bb O. schrieb:
> Ich korrigiere:
>
> Ca:
>
> 1,5 Millionen Selbstständige
> 19 Millionen Rentner
> 11 Millionen Kinder (0-14)
> 3 Millionen Studenten
>
> = 42,5-34,5 = 8 Millionen dauerhaft ohne Job.
>
> = 9,76%

Nein.

https://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistik-nach-Themen/Beschaeftigung/Beschaeftigung-Nav.html

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte insgesamt   32.824.900
Ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte   4.726.700
=37.5 Millionen


Diese 4.7 Millionen als "mit Job" zu bezeichnen, finde ich unpassend. Es 
müssen nicht (alles) Arme sein (zB Hausfrauen). Jedenfalls kommen 
diejenigen nicht für ihre eigene Krankenkasse auf. (Auch mit 451EUR 
kommt man das nicht, zählt jedoch sozialversichungspflichtig)

von abc (Gast)


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Bb O. schrieb:
> Das tragen aber nur 39,5 Millionen daher die hohe Steuerlast d.h. die
> Schweiz ist Asozial :-)

Noch weniger richtig (davon abgesehen, dass es keine 39,5 Mio sind).
Von den 37,x werden wohl ca. 10Millionen? gar keine Lohnsteuer zahlen 
(wenn es schon 4,7 geringfügig Beschäftigte sind)

von Ralf (Gast)


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Deutschland geht gewaltig den Bach runter.
Ich kann derzeit bei Probebewerbungen auch ein Lied davon singen. In 
Heidelberg habe ich mich auf eine interessante Stelle für einen 
Projektleiter (erfahrener Ingenieur gesucht) bei einem der größeren 
Arbeitgeber der Region (ca. 3000 Leute) beworben. Man wollte mir mit 
Berufserfahrung und Verantwortung für Millionenprojekte max. 40.000 € 
zahlen.

Es läuft ganz gewaltig was schief in diesem Land. Ein befreundeter 
Informatiker hat mir ähnliches berichtet. Auch im IT-Bereich ist also 
nicht überall alles rund.

von Qwertz (Gast)


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Ralf schrieb:
> Es läuft ganz gewaltig was schief in diesem Land. Ein befreundeter
> Informatiker hat mir ähnliches berichtet.

Ach was, das sind doch Einzelfälle. Vielleicht lieber mal den Fehler 
auch bei einem selbst suchen als immer gleich anderen die Schuld zu 
geben. Und dreiste Firmen gibt es natürlich auch, aber was soll's, geht 
man halt zur nächsten.

von Bb O. (bbox)


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Ich korrigiere V2:

Ca:
1,5 Millionen Selbstständige
19 Millionen Rentner
11 Millionen Kinder (0-14)
3 Millionen Studenten
1,4 Millionen Azubis

82-40,3(SZV+Gering)=41,7-35,9=5,8 Millionen dauerhaft ohne Job. = 7,07 %

Dies Stämmen 32,8 Millionen = 40%

Steuerlast in DE = 41%

von Ralf (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Ach was, das sind doch Einzelfälle. Vielleicht lieber mal den Fehler
> auch bei einem selbst suchen als immer gleich anderen die Schuld zu
> geben. Und dreiste Firmen gibt es natürlich auch, aber was soll's, geht
> man halt zur nächsten.

Ach ja. Wie üblich in diesem Forum sind das alles Einzelfälle und man 
ist immer selber schuld. Diesen Bullshit liest man hier täglich.
Und wenn man mal 40 ist, kann man einen Jobwechsel vergessen besonders 
wenn es sich um eine qualifizierte Tätigkeit handelt.

von F. B. (finanzberater)


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Die Chinesen kaufen jetzt Daimler auf.

von Bb O. (bbox)


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Der Käser hat recht Ihr kauft alle keine Aktien hrhr

von F. B. (finanzberater)


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von abc (Gast)


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Bb O. schrieb:
> Ich korrigiere V2:
>
> Ca:
> 1,5 Millionen Selbstständige
> 19 Millionen Rentner
> 11 Millionen Kinder (0-14)
> 3 Millionen Studenten
> 1,4 Millionen Azubis
>
> 82-40,3(SZV+Gering)=41,7-35,9=5,8 Millionen dauerhaft ohne Job. = 7,07 %
     ----
Zählst Du immer noch die Angestellten doppelt? Habe Dich 2x drauf 
hingewiesen ;)

von Golem (Gast)


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Ralf schrieb:
> Ach ja. Wie üblich in diesem Forum sind das alles Einzelfälle und man
> ist immer selber schuld. Diesen Bullshit liest man hier täglich.
> Und wenn man mal 40 ist, kann man einen Jobwechsel vergessen besonders
> wenn es sich um eine qualifizierte Tätigkeit handelt.

Hier sidn eben sehr viele Betriebsblinde unterwegs, die in ihrer Blase 
leben und von der Welt wenig kapieren (wollen).

In DE sieht es inzwischen SO aus:

Beitrag "Bericht eines Selbständigen über Scheinselbständigkeit unter Ingenieur"
Beitrag "Keine offenen Stellen für Absolventen"

Beitrag #5328009 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Qwertz (Gast)


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Golem schrieb:
> Hier sidn eben sehr viele Betriebsblinde unterwegs, die in ihrer Blase
> leben und von der Welt wenig kapieren (wollen).

Na wenigstens gibt es noch Leute wie dich, die den Durchblick haben.
Ich bleibe trotzdem lieber in meiner angeblichen Filterblase, da ist die 
Stimmung wesentlich optimistischer. Ich habe jedenfalls keine 
Zukunftssorgen für mich und meine Familie. Deutschland ist tolles Land, 
und ich bin sehr glücklich, hier geboren zu sein und zu leben.

von Qwertz (Gast)


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Ralf schrieb:
> Ach ja. Wie üblich in diesem Forum sind das alles Einzelfälle und man
> ist immer selber schuld. Diesen Bullshit liest man hier täglich.

Kannst du die Wahrheit nicht ertragen?

> Und
> wenn man mal 40 ist, kann man einen Jobwechsel vergessen besonders wenn
> es sich um eine qualifizierte Tätigkeit handelt.

Woher weißt du das? Vom Hörensagen?

von Ralf (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Kannst du die Wahrheit nicht ertragen?

Ertragen? Ich nehme die Tatsachen wie sie sind. Anders gehts ja nicht

> Woher weißt du das? Vom Hörensagen?

Hörensagen und eigene Beobachtungen. Woher sollte ich es sonst wissen?

von Bb O. (bbox)


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@abc:

Du meinst, ich soll die 7,5 Millionen nicht einberechnen, da diese 
ständig umgeschichtet werden? + Unbekannte X, die sich nur knapp über 
der Gleitzone befinden?

Meine Berechnung ist schon OK! Das sind Daten, die de facto so 
existieren und zeigen, was derzeit an Arbeitslosigkeit existiert und 
immer existieren wird. (Nach oben offen. Leute die einfach rumhängen 
müssen!)

Es geht eher darum zu zeigen, dass hier weniger als die Hälfte das 
System tragen. Und das in Zukunft immer weniger werden...

Ich betreibe hier einfach mal die allumfassende ERLEUCHTUNG! Für die 
ganzen Leuchten...hrhr (Die ständig hier ausleuchten...)

: Bearbeitet durch User
von abc (Gast)


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Bb O. schrieb:
> @abc:
>
> Du meinst, ich soll die 7,5 Millionen nicht einberechnen, da diese
> ständig umgeschichtet werden? + Unbekannte X, die sich nur knapp über
> der Gleitzone befinden?


Nein, Du sollst die die Leute, die hauptberuflich 
sozialversicherungspflichtig sind und nebenberuflich 
sozialversicherungsfrei angestellt, nicht doppelt zählen, zum xten ;)

von Blub (Gast)


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Ralf schrieb:
> Und wenn man mal 40 ist, kann man einen Jobwechsel vergessen besonders
> wenn es sich um eine qualifizierte Tätigkeit handelt.

Ich bin Ü60 und letztes Jahr in einen IGM Konzern gewechselt, EG15 (BW).

von abc (Gast)


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Es wird auch Rentner, Selbstständige und insbesondere Studenten geben, 
die bereits als Angestellte gezählt werden. Aber lassen wir das. Nur 
wenigstens die 3 Zahlen aus obiger Statistik könntest Du wenigstens 
richtig wieder gegeben. Und da sind es 4,7 Millionen, die weniger als 
450brutto/Monat verdienen, nicht 7,x

von Qwertz (Gast)


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Blub schrieb:
> Ich bin Ü60 und letztes Jahr in einen IGM Konzern gewechselt, EG15 (BW).

Als was denn, und warum nur EG 15?

von Bb O. (bbox)


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Ich korrigiere V3:

Ca:
1,5 Millionen Selbstständige
19 Millionen Rentner
11 Millionen Kinder (0-14)
3 Millionen Studenten
1,4 Millionen Azubis

82-37,5(SZV+Gering)=44,5-35,9=8,6 Millionen dauerhaft ohne Job. = 10,5 %

Dies Stämmen 32,8 Millionen = 40%

(Von denen sich ein Teil knapp über der Gleitzone befindet und keine 
nennenswerten Abgaben leistet.)

Steuerlast in DE = 41% + MwSt. 19% / 7%

Oh je ich werde alt..

: Bearbeitet durch User
von Blub (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Als was denn, und warum nur EG 15?

Weil es geht.

von Jürgen W. (lovos)


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> Was wirklich zählt sind Beziehungen.

Ja, was ist daran so schlecht?
Warum sollte eine Firma einen total unbekannten einstellen, wenn sie 
schon den Vater/Bruder/Verwandten eines anderen Bewerbers gut kennen?

Das ist doch absolut logisch, und andere normale Mensch würde genauso 
handeln.

Es steht ja jeden frei, seine Studienzeit zu genießen und feiern, oder 
doch Kontakte zu Firmen herstellen, sich als Praktikant und Werkstudent 
hochdienen, damit man kein "total Unbekannter" mehr ist.

Edit:
Spätestens in 5 Jahren gleicht sich alles aus.
Die guten und die schlechten kommen immer an die Stelle die sie 
verdienen.

Ein Taugenichts, der über Beziehungen an eine Stelle gekommen ist, wird 
da nicht lange bleiben.
Der Experte ohne Familienanschluss wird nicht ewig beim Dienstleister 
rumhängen.
Jeder bekommt das, was ihm/ihr zusteht!

: Bearbeitet durch User
von Qwertz (Gast)


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Jürgen W. schrieb:
> Ein Taugenichts, der über Beziehungen an eine Stelle gekommen ist, wird
> da nicht lange bleiben.

Ja, er wird wahrscheinlich befördert

> Der Experte ohne Familienanschluss wird nicht ewig beim Dienstleister
> rumhängen.

Ja, zumindest nicht unbedingt beim gleichen Dienstleister.

Was bringt dich nur auf den Gedanken, dass sich alles nach ein paar 
Jahren automatisch angleicht? Das ist sicher nicht unbedingt der Fall. 
Vor allem im ersten Fall - wer erst einmal den Fuß in der Tür bei einem 
Konzern in Form einer Festanstellung hat, der bleibt in der Regel auch 
da. Und wer zu lange bei Dienstleistern beschäftigt war, für den haben 
sich bei der Karriere manche Türen eben für immer geschlossen.

von Jürgen W. (lovos)


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Qwertz schrieb:
> Was bringt dich nur auf den Gedanken, dass sich alles nach ein paar
> Jahren automatisch angleicht?

Lebenserfahrung!
Irgendwann hat mein ein Gespür für die Leute, die sich besonders schlau 
halten, und Wunder was meinen, was ihnen zusteht.

von Bb O. (bbox)


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1. Es gibt Kinder aus Arbeiter Familien, da gibt es einfach kein 
Vitamin-B.

2. Es sind nicht die Überflieger, die aber trotzdem hart für Ihre
Abschlüsse gekämpft haben.

3. Wenn man dann grundsätzlich sein Studium noch finanzieren muss, kann 
man sich nicht die ganze Zeit um Firmen / Praktika kümmern.

4. Werden diese Leute meistens dann einfach links liegen gelassen, weil 
es eben einfach nicht passt!

Und von diesen Menschen kenne ich einige!

Das ist doch recht asozial alles, weil damals niemand Ihnen wirklich mal 
die harten Fakten auf den Tisch gelegt hat. Die einfachen Leute sollen 
ja da bleiben und gar nicht oben mitspielen. Mal davon abgesehen, dass 
Sie den Leistungsdruck meistens nicht gewachsen sind und tatsächlich ein 
paar I.Q. Punkte fehlen.

Ergo gleicht sich da gar nichts aus, außer das Sie Ihr Leben verplempert 
haben und andere darüber lachen.

: Bearbeitet durch User
von Doorcloser (Gast)


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Jürgen W. schrieb:
> Warum sollte eine Firma einen total unbekannten einstellen, wenn sie
> schon den Vater/Bruder/Verwandten eines anderen Bewerbers gut kennen?

Weil das die Gleichberechtigung behindert und zu einem "Firmen-Adel" 
führt, mit dem Ergebnis, dass Stellen nicht mehr mit den geeignetsten 
Kandidaten besetzt werden. Das schädigt die Wettbewerbsfähigkeit des 
Unternehmens.
Verständlich ist es, der Mensch ist ein soziales Wesen. Aber dich würde 
es auch ärgern, wenn man jemanden mit einer 3.0 aber dem richtigen 
Stammbaum gegenüber dir mit einer 1.5 bevorzugt.

von IGM-Recke (Gast)


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Doorcloser schrieb:
> Aber dich würde
> es auch ärgern, wenn man jemanden mit einer 3.0 aber dem richtigen
> Stammbaum gegenüber dir mit einer 1.5 bevorzugt.

Warum eigentlich? Oder willst du etwa in einer solchen Firma arbeiten?

von IchGlaubeEsNicht (Gast)


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>dass Stellen nicht mehr mit den geeignetsten
>Kandidaten besetzt werden. Das schädigt die Wettbewerbsfähigkeit des
>Unternehmens.

Das müßte doch Top-Könnern wie dir Vorteile bringen. Die Luschen 
konzentrieren sich dadurch auf einige Unternehmen, die mangels 
Leistungsfähigkeit vom Markt verschwinden.

Für dich bleiben dann die Top-Stellen in den Top-Unternehmen.

von Jürgen W. (lovos)


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"für Ihre Abschlüsse gekämpft haben"

wenn man schon für Abschlüsse "kämpfen" muss, hat man am Markt der 
Produktiv-Personen verloren.

Aber es geht gar nicht um gute Abschlüsse. Das hat wenig Aussagekraft, 
ob man später für eine Firma/Organisation wertvoll ist.

Es geht z.B. um das Treffen von richtigen Entscheidungen.
Das lernt man nicht auf einer Schule.

Das können meistens Leute aus besseren Familien besser, als 
Arbeiter-Kinder, weil sie das Know-How schon in die Wiege gelegt 
bekommen haben.

Also,
OEMs suchen keine Leute, die Arduinos programmieren können und 
elektronischen Kleinkram beherrrschen.
Das machen Chinesen und Inder sowieso besser und billiger.

: Bearbeitet durch User
von Bb O. (bbox)


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Ja Jürgen, da ist was dran! Keine Frage! Trotzdem müssen die Großen auch 
dem "Kleinen" eine Perspektive geben. Das ist deren verdammte 
Verpflichtung! Das nennt man soziale Verantwortung und soziale 
Gerechtigkeit. Und hier scheiden sich wohl die Geister ...

von Doorcloser (Gast)


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Jürgen W. schrieb:
> "für Ihre Abschlüsse gekämpft haben"
>
>
> Das können meistens Leute aus besseren Familien besser, als
> Arbeiter-Kinder, weil sie das Know-How schon in die Wiege gelegt
> bekommen haben.
>

Darum haben die bei gleichen schulischen  Leistungen auch vielfach 
höhere Chancen auf einen guten Studienplatz an einer der neun deutschen 
"Grand Ecoles". Wurde denen auch in die Wiege gelegt.
Darum: Gymnasialempfehlungen ab jetzt direkt an das Haushaltseinkommen 
der Eltern koppeln. Entlastet den Steuerzahler!!

von IGM-Recke (Gast)


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Bb O. schrieb:
> Das nennt man soziale Verantwortung und soziale
> Gerechtigkeit.

Wurde abgeschafft, kein Bedarf mehr.

von Jürgen W. (lovos)


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Ich staune aber immer wieder, wie stark es in den Gehirnen der Studis 
verankert ist: Wenn man seine Hausaufgaben brav macht und auf Prüfungen 
lernt, um alles vorgekautes schön reproduzieren können, dann winken die 
super Posten.

Das ist totaler Bullshit.
Ich denke, es war richtig für Guttenberg, dass er seine Doktorarbeit von 
jmd machen hat lassen, und die Zeit nutzte zum Aufbauen von Connections.
Wenn er die Doktorarbeit selber geschrieben hätte, wäre er keine 
Minister geworden.
Und die Merkel brachte es auf dem Punkt: Ihr geht es darum was er ALS 
MINISTER kann, und NICHT ob er einen Dr-Titel hat oder nicht.

von IGM-Recke (Gast)


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Jürgen W. schrieb:
> Und die Merkel brachte es auf dem Punkt: Ihr geht es darum was er ALS
> MINISTER kann, und NICHT ob er einen Dr-Titel hat oder nicht.

Als Minister muß man nichts können. Und die Entscheidung mit dem Dr. 
Copy hat er alleine getroffen, dazu hat ihn keiner genötigt.

von Bb O. (bbox)


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In der Tat! Das GG ist auch nur noch auf einem Stück Papier vorhanden.

Jürgen hat ja nicht unrecht! Es ist jedes mal ein Wagnis diesen Leuten 
Entscheidungen zu überlassen. Das lehrt dann auch oft die Vergangenheit. 
Nur jeder fängt mal "klein" an. Und ein Meister ist noch NIE vom Himmel 
gefallen. Da baut man des Friedens Willen halt mal paar Knautschzonen 
und Airbags ein. Fertig! Nein das wird einfach "abgeschafft" -> Kein 
Bedarf. Nur die Mauern werden irgendwann nicht mehr schützen! Das ist 
ein viel größeres Problem.

von F. B. (finanzberater)


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IGM-Recke schrieb:
> Doorcloser schrieb:
>> Aber dich würde
>> es auch ärgern, wenn man jemanden mit einer 3.0 aber dem richtigen
>> Stammbaum gegenüber dir mit einer 1.5 bevorzugt.
>
> Warum eigentlich? Oder willst du etwa in einer solchen Firma arbeiten?

Nun ja, vielleicht weil der 1.5er mit seinem Klitschengehalt das 
IGM-Gehalt des 3.0er im IGM-Konzern subventionieren muss?

Bin anscheinend auch nicht der einzige, der ans Aussteigen denkt.

NEUE AUSSTEIGER
Die ausgebeutete Mitte hängt den Job an den Nagel

https://www.welt.de/wirtschaft/article173902739/Hochqualifizierte-Warum-viele-Deutsche-ihren-Job-an-den-Nagel-haengen.html

Ist ein Weltplus-Artikel und ich bin zu geizig, dafür zu bezahlen. 
Vielleicht kann jemand berichten, was in dem Artikel steht.


IchGlaubeEsNicht schrieb:
> Das müßte doch Top-Könnern wie dir Vorteile bringen. Die Luschen
> konzentrieren sich dadurch auf einige Unternehmen, die mangels
> Leistungsfähigkeit vom Markt verschwinden.

Wäre ja schön, wenn es so funktionieren würde. Tut es leider nicht, da 
die großen Konzerne dank Lobbyistenheer die Steuergelder in den Hintern 
geblasen bekommen. Habe doch erst vor ein paar Beiträgen das Beispiel 
mit den Diesel-Nachrüstungen auf Steuerzahlerkosten gebracht. Würde es 
freie Marktwirtschaft geben, würde es einige Großbanken und Autokonzerne 
gar nicht mehr geben.

von Ralf (Gast)


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Jürgen W. schrieb:
> Spätestens in 5 Jahren gleicht sich alles aus.
> Die guten und die schlechten kommen immer an die Stelle die sie
> verdienen.
>
> Ein Taugenichts, der über Beziehungen an eine Stelle gekommen ist, wird
> da nicht lange bleiben.
> Der Experte ohne Familienanschluss wird nicht ewig beim Dienstleister
> rumhängen.
> Jeder bekommt das, was ihm/ihr zusteht!

Was ein Unsinn.

von Jürgen W. (lovos)


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Ich denke, das Schulsystem "belohnt" die Sorte von Menschen, die gerne 
allein sind, sich stundenlang hinter Büchern und Computer verbringen 
können, aber sozialschwach sind.
Gute Noten im Schulzeugniss disqualifizieren bei Laufbahnen, wo es um 
soziale Stärken geht.

Richtig, als Minister muss man wenig können, was Berater viel besser 
wüssten, da geht es um soziale Stärke, und darum, dass man System 
versteht, und das für sich ausnützen kann.

Kurzum: bei den Top-Posten sind Leute, die wissen, wie man Regeln 
umgeht, besser dran, als die die Top-Performer, die Mathebücher 
auswendig vorbeten können.

von IGM-Recke (Gast)


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Jürgen W. schrieb:
> Gute Noten im Schulzeugniss disqualifizieren bei Laufbahnen, wo es um
> soziale Stärken geht.

Zur Erinnerung: Es gab vor langer zeit mal Noten für Betragen und 
Mitarbeit, das hat man abgeschafft.

Sozialkompetenz zeigt man heute im Vorstellungsgespräch oder während dem 
Praktikum.

von Doorcloser (Gast)


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Nicht schon wieder... schrieb:
> @Mathematiker
>
>
> Eure tollen Mathe-Noten interessieren in den Unternehmen kein Schwein!
> Überwindet endlich mal das "Mathe-Trauma" aus eurem Studium. Echt krass,
> wie viele MINTler einen Mathe-Komplex haben. Einerseits konntet ihr
> wegen der Mathematik im Studium keine Frauen kennenlernen (böse Mathe!)
> und andererseits will euch kein OEM trotz eurer geilen Mathe-Noten
> einstellen. Hört auf, euch auf Mathe zu fixieren.
>

Diese Mathe-Fixierung, sprich die oft übertrieben verkomplizierte 
Darstellung von technischen Sachverhalten ist eine Krankheit der 
deutschen Unis. Wenn ich etwas neues lernen will, dann halte ich mich 
fast ausschließlich an amerikanischen Büchern und 
Vorlesungsaufzeichnungen. Am wichtigsten ist es dort erst immer eine 
"intuition" und einen Überblick zu schaffen. Die Formeln kommen als 
Ergänzung am Ende.
Formelmalerei kann oft auch einfach bedeuten, dass der Dozent es selbst 
nicht verstanden hat.

von Max M. (maxmicr)


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Jürgen W. schrieb:
> Gute Noten im Schulzeugniss disqualifizieren bei Laufbahnen, wo es um
> soziale Stärken geht.

Also muss man mit Absicht schlecht sein, um gut zu sein?

: Bearbeitet durch User
von Bb O. (bbox)


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Nein. Es hat sich einfach seit 65 Jahren nichts verändert! TOP-Leistung 
oder TOP-Vitamin B. Alles dazwischen hat keine Chance.

: Bearbeitet durch User
von Jürgen W. (lovos)


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Max M. schrieb:
> Also muss man mit Absicht schlecht sein, um gut zu sein?

Nicht mit Absicht, aber man muss die Zeit richtig investieren, und 
schlechte Abschlüsse in Kauf nehmen.


V.a. geht es darum, das Wissen nicht vorzubeten, sondern ANZUWENDEN!

Jeder kennt das Gesetz der Preisbildung von Angebot und Nachfrage.

Seit dem Gedöns mit dem Fachkräfte- und Ingenieur-mangel war klar, dass 
dieses Gesetz von den Mächtigen eingesetzt wurde, um die Löhne in den 
Keller zu drücken.

Wer aber trotzdem in den letzten 6 Jahren ein Ingenieurstudium begonnen 
hat, hätte wissen können, was ihm erwartet.

Diese Lage heute war klar und vorhersehbar.

von F. B. (finanzberater)


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Doorcloser schrieb:
> Diese Mathe-Fixierung, sprich die oft übertrieben verkomplizierte
> Darstellung von technischen Sachverhalten ist eine Krankheit der
> deutschen Unis. Wenn ich etwas neues lernen will, dann halte ich mich
> fast ausschließlich an amerikanischen Büchern und
> Vorlesungsaufzeichnungen. Am wichtigsten ist es dort erst immer eine
> "intuition" und einen Überblick zu schaffen. Die Formeln kommen als
> Ergänzung am Ende.

Bist du auch in der Lage, zu überprüfen, ob die Formel stimmt? Oder 
glaubst du nur, was andere dir erzählen? Bist du überhaupt zu 
selbständigem Denken in der Lage?

von Bb O. (bbox)


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Also in der Statik passen die Formeln, ansonsten würde hier alles 
einstürzen. Von daher ist es nicht alles Quatsch an der Uni und passt 
dann eher in die Schublade Verschwörungstheorien. Ob es gut ist mit was 
wir uns hier umgeben und in was wir leben ist wieder eine andere 
Geschichte. Da sollte man schon hinterfragen können. Unsere Profs 
wollten das! Die haben uns dazu animiert. Mit den Beweistechniken hat 
man ja einige Werkzeuge.

Die Prä­de­ter­mi­na­ti­on! :-)

: Bearbeitet durch User
Beitrag #5328307 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Denkste (Gast)


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Doorcloser schrieb:
> Nicht schon wieder... schrieb:
>> @Mathematiker
>>
>>
>> Eure tollen Mathe-Noten interessieren in den Unternehmen kein Schwein!
>> Überwindet endlich mal das "Mathe-Trauma" aus eurem Studium. Echt krass,
>> wie viele MINTler einen Mathe-Komplex haben. Einerseits konntet ihr
>> wegen der Mathematik im Studium keine Frauen kennenlernen (böse Mathe!)
>> und andererseits will euch kein OEM trotz eurer geilen Mathe-Noten
>> einstellen. Hört auf, euch auf Mathe zu fixieren.
>>
>
> Diese Mathe-Fixierung, sprich die oft übertrieben verkomplizierte
> Darstellung von technischen Sachverhalten ist eine Krankheit der
> deutschen Unis. Wenn ich etwas neues lernen will, dann halte ich mich
> fast ausschließlich an amerikanischen Büchern und
> Vorlesungsaufzeichnungen. Am wichtigsten ist es dort erst immer eine
> "intuition" und einen Überblick zu schaffen. Die Formeln kommen als
> Ergänzung am Ende.
> Formelmalerei kann oft auch einfach bedeuten, dass der Dozent es selbst
> nicht verstanden hat.


In amerikanischen Büchern findet sich aber auch zu viel Prosa, um 
populärwissenschaftlich für Dummys und Jedermann zu wirken.

Der interessierte Seiteneinsteiger hat seine Freude daran, aber der 
Student eher nicht, weil dieser dann keine richtigen Mathewerkzeuge zur 
Hand hat zur Lösung von Problemen.

Diese Papula-Mathebücher gehen in die gleiche Richtung der geglätteten 
Prosa-Mathematik für auf Oberstufen-Niveau.

von Dirty Deeds (Gast)


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>Keine offenen Stellen für Absolventen

Werden die Absolventen jetzt gegen Dekubitus geimpft, so daß sie davon 
verschont bleiben. Das wäre doch mal ein Fortschritt.

von Ex Dualer (Gast)


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OEM Praktikant schrieb:
> Ich habe bald meinen Abschluss und die jungen Leute hier sind entweder
> Duales Studium Absolventen, die sofort übernommen wurden, oder sind
> Azubis, die ihren Techniker gemacht haben und jetzt ne Ingenieur Stelle
> besetzen.

Genau über die Leute rümpfen viele Uni Studis gerne die Nase. Meinen sie 
sind auf ihrer Uni was besserers und duales Studium sei sowie nur Mist. 
Später sieht man dann, wer den längeren gezogen hat.

OEM Praktikant schrieb:
> Das ist wirklich ungerecht. Man zwingt uns quasi zum Dienstleister zu
> gehen, wenn man in der Automobilbranche tätig sein will. Erst mal 5
> Jahre für 45k buckeln und dann „mal schauen“.
>
> Von wegen Deutschland, das Land, in dem für ALLE die gleichen Chancen
> ergeben, etwas aus seinem Leben zu machen.

Was hast du als Absolvent den erwartet? 45k zum Einstieg sind doch nicht 
schlecht. Zeig erstmal Leistung, bewirb dich mit Erfarung und dann 
verhandle ordentlich nach. Wer richtig Geld machen will, ist im 
Ingenieurbereuf eh falsch. Die OEM Gehälter sind eben sehr 
überdurchschnittlich und keinesfalls Standard. Es gibt abseits von OEM 
auch noch genügend gute Jobs. Manchmal wenn man hier liest würde man 
meinen, ein Job ausserhalb von OEM sei gar kein Job.

von Qwertz (Gast)


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Ex Dualer schrieb:
> Wer richtig Geld machen will, ist im
> Ingenieurbereuf eh falsch. Die OEM Gehälter sind eben sehr
> überdurchschnittlich und keinesfalls Standard.

Genau diese zwei Sätze widersprechen sich jetzt aber.

von Bb O. (bbox)


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Im Jahr 2016 gab es in Deutschland 126.938 Absolventen in der 
Fächergruppe Ingenieurwissenschaften an Hochschulen in Deutschland.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/247927/umfrage/absolventen-in-der-faechergruppe-ingenieurwissenschaften-an-deutschen-hochschulen/

Tja es wird nicht leichter Freunde, der höheren Mathematik :-)

Man sollte vielleicht einfach mal eine Schauspielschule besuchen oder 
ein paar Theaterkurse belegen.

: Bearbeitet durch User
von Kurpfuscher (Gast)


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Dirty Deeds schrieb:
> Keine offenen Stellen für Absolventen
>
> Werden die Absolventen jetzt gegen Dekubitus geimpft, so daß sie davon
> verschont bleiben. Das wäre doch mal ein Fortschritt.

IGM-Konzernbeamte sind dagegen ebenfalls immun, ist 
Einstellungsvoraussetzung, sonst wird man da durch sein Betätigungsfeld 
invalide.

von FerdinandP (Gast)


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Bb O. schrieb:
> Tja es wird nicht leichter Freunde, der höheren Mathematik :-)

Was sind schon 126k Ing Absolventen in DE im vergleich zu den 2 Mio in 
China?

Angebot und Nachfrage. Alle die keine passende Stelle finden, machen 
halt was anderes.

von Kurpfuscher (Gast)


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Solange man seinen alten Job nicht dafür aufgegeben hat oder sich 
hemmungslos verschuldet hat, ist das alles auch keine Katastrophe. Zwar 
ärgerlich, aber keine Fahrkarte in die Obdachlosigkeit.

von Braucht man sie denn? (Gast)


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http://www.zeit.de/2017/17/mint-faecher-perspektive-studium-nachfrage-industrie-berufsausbildung

Laut dem Artikel richten sich 90% der minzigen Stellen an Techniker. 
Deswegen am besten auf einen mittelmäßigen Bachelor hinarbeiten, um 
nicht überqualifiziert zu sein. Besser eine möglichst schlechte FH als 
Uni.
Erwartungen herunterschrauben und nicht mehr leisten als sein muss. 
Engagement besser für den Bastelkeller aufheben.
Ach ja, Rechtschutzversicherung ist wichtig, Gewerkschaftsmitglied zu 
sein hält den Rücken frei.

von Bb O. (bbox)


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Schweisserschein reicht :-) Neuanschaffungen lohnen sich nicht.

: Bearbeitet durch User
von agent_p (Gast)


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Ich tippe diese Zeilen, obwohl ich vor Mitleidstränen kaum sehen kann.
Nach einer Nacht im Internet nichts gefunden und unfähig die bestehenden 
Kontakte zu nutzen.
Das wahre Leben ist hart aber unbarmherzig.

von Cyblord -. (Gast)


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F. B. schrieb:
> NEUE AUSSTEIGER
> Die ausgebeutete Mitte hängt den Job an den Nagel
>
> 
https://www.welt.de/wirtschaft/article173902739/Hochqualifizierte-Warum-viele-Deutsche-ihren-Job-an-den-Nagel-haengen.html

Die tl;dr-Version:

- Gutverdienende Fachkräfte gehen auf Teilzeit, weil sie angenervt sind 
von den hohen Steuern und Abgaben und dementsprechend auch kein 
Interesse haben für mehr Karriere mehr Stunden zu klopfen => Mehr Leben, 
mehr Hobby, weniger Konsum, weniger Arbeit
- Ein Abteilungsleiter eines Autokonzerns einer Auto betreibt 
Job-Sharing seines Postens mit einer Kollegin, arbeitet 20 Stunden, 
Mo-Mi.

von Nop (Gast)


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Abradolf L. schrieb:

> - Gutverdienende Fachkräfte gehen auf Teilzeit, weil sie angenervt sind
> von den hohen Steuern und Abgaben

Jo, 40h würde ich auch nicht wollen, und dank Teilzeitarbeitsgesetz kann 
der Arbeitgeber im Normalfall auch schlecht ablehnen.

Fakt ist mal, die Progressionsgrenzen wurden nicht der Inflation 
angepaßt, und dank progressiver Besteuerung lohnen sich die letzten 
Stunden unterm Strich am wenigsten. Arbeit lohnt sich in Deutschland 
nicht.

von PraisTheEast (Gast)


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nicht benötigter schrieb:
>> Nein. Der Grund ist, dass sich Entwicklung nach Fernost auslagern lässt,
>> die Müllabfuhr, Reinigungskraft und Lager-Einräumer aber nicht. Auch der
>> Kaufmann, der hier vor Ort etwas verkaufen soll, kann nicht in Fernost
>> sitzen.
>
> Auch Müllabfuhr, Reinigungskraft und Kaufmann hier vor Ort brauchen eine
> zahlungskräftige Kundschaft vor Ort, damit sie jemand einstellt oder
> ihnen etwas abkauft.
>
> Die Igenieurstellen verschwinden zuerst, irgendwann folgt der Rest.

Du hast es kapiert. Der Rest wird folgen!

Was den BWLern nicht in den Kopf will ist die Tatsache das die Chinesen 
gar kein Interesse haben bei uns Kaufleute oder Reinigungskräfte sitzen 
zu haben. Selbige kosten nur Geld und der billige Ramsch wird auch so 
gekauft (von der Palette runter). "zahlungskräftige Kundschaft" wird es 
dann in Europa und USA nicht mehr geben.
In China gilt es als Volkssport die "Langnasen" zu verar*chen.

Wobei ich Optimist bin und sage: Wenn manche BWLer und die nicht primär 
am Produkt beteiligten Personen mal weg sind, dann geht es in Europa 
wieder aufwärts.

von Qwertz (Gast)


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Abradolf L. schrieb:
> F. B. schrieb:
> NEUE AUSSTEIGER
> Die ausgebeutete Mitte hängt den Job an den Nagel
> https://www.welt.de/wirtschaft/article173902739/Ho...
>
> Die tl;dr-Version:
>
> - Gutverdienende Fachkräfte gehen auf Teilzeit, weil sie angenervt sind
> von den hohen Steuern und Abgaben und dementsprechend auch kein
> Interesse haben für mehr Karriere mehr Stunden zu klopfen => Mehr Leben,
> mehr Hobby, weniger Konsum, weniger Arbeit
> - Ein Abteilungsleiter eines Autokonzerns einer Auto betreibt
> Job-Sharing seines Postens mit einer Kollegin, arbeitet 20 Stunden,
> Mo-Mi.

Danke dir, Abradolf! Was hältst du denn von dem Artikel?

Teilzeit oder Job-Sharing rechtfertigen also den reißerischen Titel 
"hängt den Job an den Nagel"/"Aussteiger"? Die Arbeitszeit zu reduzieren 
ist keine Kündigung!

Sicher, dass ein Abteilungsleiter eines Autokonzerns noch zur 
Mittelschicht gehört? - Es wird ja so getan, als wenn die Leute aus der 
Mittelschicht im großen Stil einfach so auf ca. 40% ihres Nettogehalts 
(50% brutto) verzichten könnten, das glaube ich kaum, die Fixkosten 
sinken deshalb ja nicht. Man hat im Gegenteil mehr Zeit und Gelegenheit 
Geld auszugeben.

"Ausgebeutete Mitte" ist auch ganz schön reißerisch. Ja, die 
Mittelschicht zahlt eine sehr ordentliche Summe an Steuern und Abgaben, 
aber dafür bekommt sie auch weltweit gesehen eine gute staatliche 
Gegenleistung, unter Ausbeutung verstehe ich etwas anderes (Leistung 
ohne Gegenleistung).

Fazit: Der Artikel scheint mir eher zum neuen Programm "Welt minus" zu 
passen, d.h. für das Lesen bekommt man Geld. ;-)

von Nop (Gast)


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Qwertz schrieb:

> "Ausgebeutete Mitte" ist auch ganz schön reißerisch. Ja, die
> Mittelschicht zahlt eine sehr ordentliche Summe an Steuern und Abgaben,
> aber dafür bekommt sie auch weltweit gesehen eine gute staatliche
> Gegenleistung

Falsch. Die Mitte bezahlt den ganzen Zirkus hier. Die Unterschicht wird 
über Transferleistungen gefüttert, und die Oberschicht kauft sich die 
Gesetze zu ihrem Vorteil. Die Gewinne der Oberschicht werden dabei AUCH 
von der Mittelschicht erwirtschaftet.

von IGM-Recke (Gast)


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Qwertz schrieb:
> aber dafür bekommt sie auch weltweit gesehen eine gute staatliche
> Gegenleistung, unter Ausbeutung verstehe ich etwas anderes (Leistung
> ohne Gegenleistung).

Du bist zu einem verdammt anspruchslos und dürftest mit deiner Meinung 
recht alleine stehen.

von Qwertz (Gast)


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Nop schrieb:
> Falsch. Die Mitte bezahlt den ganzen Zirkus hier. Die Unterschicht wird
> über Transferleistungen gefüttert, und die Oberschicht kauft sich die
> Gesetze zu ihrem Vorteil. Die Gewinne der Oberschicht werden dabei AUCH
> von der Mittelschicht erwirtschaftet.

Solltest du bei dieser Sichtweise nicht versuchen, zu einer der beiden 
anderen Schichten zu gehören? Oder ist es in der Mittelschicht am Ende 
doch gar nicht so schlimm, wie hier häufig gejammert wird?

Ich selbst gehöre zur oberen Mittelschicht in Deutschland, und mir 
gefällt es dort sehr gut. Meine relativ hohen Steuern und (gedeckelten) 
Sozialabgaben zahle ich gerne. Eine hohe private Vorsorge aufzubauen ist 
dennoch sehr leicht möglich.

von Cyblord -. (Gast)


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Qwertz schrieb:
> Danke dir, Abradolf! Was hältst du denn von dem Artikel?

Da der Artikel im Wesentlichen nur ein paar Einzelfälle aufgreift und 
daraus auch keine Allgemeinplätze ableitet, beschränkt sich für mich der 
Informationsgehalt auf "ja gibt wohl Leute für die Arbeit nicht alles im 
Leben ist, ebenso wie bei mir".

von Kurpfuscher (Gast)


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Also wenn man sich den Zustand der öffentlichen Infrastruktur und den 
der Kranken- und Altenpflegestationen ob privat oder noch öffentlich 
anguckt, kommt nicht gerade das Gefühl von satter Gegenleistung auf. 
Hier versickern Milliarden in einem Geflecht von Korruption. Lobbyismus 
kann man das nicht mehr nennen, das sind schon bananenrepublikidentische 
Zustände hier.

von Qwertz (Gast)


Bewertung
3 lesenswert
nicht lesenswert
IGM-Recke schrieb:
> Du bist zu einem verdammt anspruchslos

Nein, nur realistisch. Viele, auch staatliche Leistungen, kosten nun 
einmal sehr viel Geld, das auch jemand bezahlen muss. Mir kommt es so 
vor, als ob viele Mitbürger das einfach nicht sehen wollen, denn das ist 
ja alles selbstverständlich und fällt kostenlos vom Himmel.

> und dürftest mit deiner Meinung
> recht alleine stehen.

Das mag sein, der typische Deutsche jammert ja lieber auf sehr hohem 
Niveau, wie schlecht es ihm doch geht. Mit der Realität hat das meistens 
allerdings nicht viel gemein.

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