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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Webradio basteln


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Autor: Marc (Gast)
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Ich würde gerne ein Webradio basteln und bin im Moment auf der Suche 
nach den Komponenten.

Die Requirements sind:

- Stand alone fähig
- Akku, netzunabhängig
- soll Podcasts spielen können
- eventuell ein UKW-Modul haben
- Soll Podcasts können
- Soll ein Display haben
- Mit einem Tastendruck soll es sich einschalten lassen und den letzten 
Sender starten
- Ein paar "Hotkeys" für gespeicherte Sender
- Ein Poti für die Laustärke haben

Ein Raspberry-Pi wird wahrscheinlich die richtige Wahl sein. Ein ESP32 
würde wahrscheinlich zu aufwendig.

Kennt jemand ein gutes Beispiel Projekt?

Autor: Heinz (Gast)
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Autor: Frank (Gast)
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Marc schrieb:
> - Akku, netzunabhängig
Das ist ein Punkt. Theoretisch hätte ich gesagt nimm einen Raspberry Pi 
W. Der braucht aber anscheinend auch mindestens 120mA. Dazu kommt sicher 
noch was für die Endstufe (auch im Leerlauf).
Das geht auf einem ESP bestimmt sparsamer.

> - eventuell ein UKW-Modul haben
Würde ich mir überlegen. Wenn dann mindestens DAB+. UKW wird es 
wahrscheinlich nicht mehr so lange geben(wobei Totgesagte ja länger 
leben).
Nachteil ist auch... Du brauchst eine Antenne und einen weiteren Chip 
der auch wieder zusätzlich Strom benötigt.

> - Soll ein Display haben
Bei Batterie Betrieb würde ich evtl E-Ink ins Auge fassen.

> - Mit einem Tastendruck soll es sich einschalten lassen und den letzten Sender 
starten
Also entweder der Controller kann von sich aus Deep-Sleep um Strom zu 
sparen oder du brauchst einen Power Management IC.

> - Ein Poti für die Laustärke haben
Ein Encoder geht auch und bietet mehr Möglichkeiten.

Autor: Marc (Gast)
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Autor: Heinz (Gast)
>https://github.com/Edzelf/Esp-radio

Danke für den Link. Eine interessante Idee, die Hauptaufgabe der 
dekodierung an einen spezial-Chip auszulagern:
http://www.vlsi.fi/en/products/vs1053.html

Autor: Frank (Gast)
>Datum: 03.05.2018 08:16

>Marc schrieb:
>> - Akku, netzunabhängig
>Das ist ein Punkt. Theoretisch hätte ich gesagt nimm einen Raspberry Pi
>W. Der braucht aber anscheinend auch mindestens 120mA. Dazu kommt sicher
>noch was für die Endstufe (auch im Leerlauf).
>Das geht auf einem ESP bestimmt sparsamer.

Das wäre die Frage. Wenn WIFI eingeschaltet ist, braucht der ESP wohl 
auch über 100mA, falls ich richtig informiert bin.

Der Vorteil des ESP könnte die Langzeitstabilität im Vergleich zum RasPi 
sein, weil man die SD-Karte nicht zerschießen kann.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

https://github.com/earlephilhower/ESP8266Audio

der ESP32 kann es in Software, Ausgabe hier über I2S-DAC.
Von SD-Card hat mein Bekannter mit Flac bis 24Bit/192kHz getestet...
Ich habe bisher nur kurz per WLAN MP3 getestet. Man muß etwas die 
Bufferzurodnungen anpassen wenn man wie ich hier ein sehr ausgelastetes 
2,4GHz Band hat. Diplay hatte ich nur zum Test dran und habe den 
jeweiligen Titel-TAG ausgegeben.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Frank (Gast)
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Marc schrieb:
> Das wäre die Frage. Wenn WIFI eingeschaltet ist, braucht der ESP wohl
> auch über 100mA, falls ich richtig informiert bin.

Im Sleep Modus aber halt nicht. Beim Raspi gibt es das nicht vernünftig. 
Da hast du nur die Möglichkeit sauber herunter zu fahren und dann aus zu 
schalten. Da brauchst du definitiv externe Hardware.

Marc schrieb:
> Der Vorteil des ESP könnte die Langzeitstabilität im Vergleich zum RasPi
> sein, weil man die SD-Karte nicht zerschießen kann.

Die Boot Zeit ist mit Sicherheit auch schneller beim ESP.

Autor: Marc (Gast)
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Autor: Michael U. (amiga)
>https://github.com/earlephilhower/ESP8266Audio

Super Link. Erstaunlich, was für professionelle, aufwendige Bibliotheken 
es für den ESP gibt und das ohne Floating Point. Das ist schon eine 
andere Klasse als die 8-Bit Aera-AVR.

Autor: Frank (Gast)
>> - eventuell ein UKW-Modul haben
>Würde ich mir überlegen. Wenn dann mindestens DAB+. UKW wird es
>wahrscheinlich nicht mehr so lange geben(wobei Totgesagte ja länger
>leben).
>Nachteil ist auch... Du brauchst eine Antenne und einen weiteren Chip
>der auch wieder zusätzlich Strom benötigt.

Bei Adafruit kosten die UKW-Module ca. 20$
https://www.adafruit.com/product/1958

Ein DAB+ Modul habe ich keines gefunden.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Marc schrieb:
> Bei Adafruit kosten die UKW-Module ca. 20$
> https://www.adafruit.com/product/1958

das ist ein FM-Transmitter, damit sendest Du auf einer UKW-Frequenz mit 
sehr geringer Sendeleistung um z.B. einen MP3-Player in einem Radio zu 
empfangen, das keinen LineIn hat.

Empfänger wäre sowas:
https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Delectronics&field-keywords=RDA5807M

Spielt verblüffend gut wenn man halbwegs starke UKW-Sender verfügbar 
hat.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Marc (Gast)
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>das ist ein FM-Transmitter,

Uh, da das habe ich glatt übersehen. Wer kommt schon auf die Idee, dass 
man einen FM-Transmitter kaufen kann?

Ich hatte mal so ein ähnliches Modul mit SI7403. Da sitzt auch gleich 
ein Verstärker und Klinkenbuchse mit drauf.

Autor: Marc (Gast)
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Eine prinzipielle Frage zur Softwarearchitektur:

Wenn ich den DLF-mp3 Stream hier nehme:
http://st01.dlf.de/dlf/01/128/mp3/stream.mp3

1. TCP-Verbindung zum Stream herstellen
2. Einen Teil laden
3. in den MP3-Decoder schieben
4. goto 1

Wie groß muss der Stream-Ausschnitt für den MP3-Decoder sein?

Autor: Frank (Gast)
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Marc schrieb:
> Ein DAB+ Modul habe ich keines gefunden

Hab zwar nicht richtig gesucht, aber teilweise wird von T1_L4A_8290C 
geschrieben. Kostet um die 15-20$. Kenne das Modul aber nicht.

Hatte mal eines von Silicon Labs an einem Controller dran. Lief wie eine 
Eins. Habe aber auf die schnelle nichts gefunden.

Autor: Horst (Gast)
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Michael U. schrieb:
> Spielt verblüffend gut wenn man halbwegs starke UKW-Sender verfügbar
> hat.

Ich würd eher sagen, die sind erschreckend taub. Ohne Kabelanschluss hab 
ich aus denen noch nichts rauschfreies rausbekommen.
Ich bin auf ESP32 mit VS1053 umgestiegen.

Autor: Marc (Gast)
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>Hatte mal eines von Silicon Labs an einem Controller dran. Lief wie eine
>Eins. Habe aber auf die schnelle nichts gefunden.

Es gab hier ja schon mal einen Beitrag mit DAB-Modul:
Beitrag "DABPi - FM/DAB Empfänger mit Si4688 für Raspberry Pi"

Aber die Module scheinen wohl nicht so geläufig. Ich habe auch keine 
Bezugsquelle für ein Modul statt des blanken ICs gefunden.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Horst schrieb:
> Ich bin auf ESP32 mit VS1053 umgestiegen.

ESP8266 mit VS1003 existiert hier als Spielerei, ist aber grenzwertig 
bei ausgelastetem WLAN. Der Ram-Buffer ist zu knapp.
Wird bei Gelegenheit durch ESP32 und I2C-DAC ersetzt, MP3 in Software 
macht er ohne Probleme.

Mit dem radiomodul war ich wohl sicher im Vorteil, Berlin hat ja genug 
starke UKW-Sender. Ernsthaft eingesetzt habe ich es aber nur in einem 
Puppenhausradio....

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Holger W. (holgerw)
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Ich hab das hier nachgebaut und läuft recht gut:
http://esp8266-server.de/Internetradio.html
Allerdings funktioniert die Kommunikation mit dem VS1053 nicht richtig, 
da muss ich nochmal genauer ran. Im Moment als Badradio aber ohne PIR, 
Licht an, Radio an. Am Anfang stottert es ein wenig, dann aber stabil.

Holger

Autor: Pete K. (pete77)
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Ich habe das hier nachgebaut: 
https://github.com/karawin/ESP8266-WebRadio
Mit Smartphone-Steuerung.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

meine existierende Lösung ist nur ein Streamplayer für einen eigenen 
IceCast-Stream, hat also sonst keinerlei Bedienmöglichkeit. Aussetzer 
habe ich wenn hier die Latenz im WLAN stark ansteigt, weil alle im 
unmittelbaren Umkreis beschließen im Internet rumzukramen. Wochenende 
abends...
Deshalb wechsle ich da auf den ESP32, beim Test hat der das Dank 
ausreichned Ram stabil überlebt.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Marc (Gast)
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>Deshalb wechsle ich da auf den ESP32, beim Test hat der das Dank
>ausreichned Ram stabil überlebt.

Hast Du eventuell ein einfaches Code-Beispiel dafür? So ohne alles. 
Einfach fixe URL, keine Bedienoberfläche und Stream direkt auf 
Audio-Out?

Das wäre ein ziemlich guter Startpunkt für alle, die eigene 
Modifikationen machen möchten.
Der erste Link auf das ESP8266 Radio ist ziemlich überladen und eignet 
sich nicht ohne größeren Aufwand.

Autor: Marc (Gast)
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Ich sehe gerade, genau hinschauen hilft.
Der Link zum ESP-Audio-Treiver oben beinhaltet ein Beispiel:
https://github.com/earlephilhower/ESP8266Audio/blob/master/examples/StreamMP3FromHTTP/StreamMP3FromHTTP.ino

Autor: Ulf L. (ulf_l)
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Marc schrieb:
> Ich würde gerne ein Webradio basteln und bin im Moment auf der Suche
> nach den Komponenten.
>
> Die Requirements sind:
>
> - Stand alone fähig
> - Akku, netzunabhängig
> - soll Podcasts spielen können
> - eventuell ein UKW-Modul haben
> - Soll Podcasts können
> - Soll ein Display haben
> - Mit einem Tastendruck soll es sich einschalten lassen und den letzten
> Sender starten
> - Ein paar "Hotkeys" für gespeicherte Sender
> - Ein Poti für die Laustärke haben
>
> Ein Raspberry-Pi wird wahrscheinlich die richtige Wahl sein. Ein ESP32
> würde wahrscheinlich zu aufwendig.
>
> Kennt jemand ein gutes Beispiel Projekt?

Hallo

Ein älteres Smartphone oder Tablet hätte auch schon alles was du 
brauchts. Wenn's also nicht unbedingt um's basteln geht, wäre das auch 
noch eine Alternavie.

Gruß Ulf

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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> Ein älteres Smartphone oder Tablet hätte auch schon alles
> was du brauchts

Exakt, und es kann dazu noch Youtube und Backrezepte anzeigen. Wir 
nutzen so ein Gerät seit ein paar Jahren in der Küche, mit schön 
kompakten Logitech Lautsprechern. Die klingen besser als (fast) jedes 
Radio, das man sich kaufen kann.

Autor: Marc (Gast)
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>Ein älteres Smartphone

Genau. Allerdings habe ich keines, will keines oder kurz: Der Dreck 
kommt mir nicht ins Haus.

Ich weiß, das ist für die meisten Leute unvorstellbar, selbst wenn sie 
sich mit der Technik und deren Folgen beschäftigen ... würden.

Autor: Marc (Gast)
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Mit dem Smartphone lassen sich auch zwei meiner "Requirements" aus dem 
ersten Post nicht erfüllen:

- Mit einem Tastendruck soll es sich einschalten lassen und den letzten
Sender starten
- Ein Poti für die Laustärke haben

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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> Mit einem Tastendruck soll es sich einschalten lassen
> und den letzten Sender starten

Aber mit zwei Tastendrücken. Ist jetzt kein großer Unterschied, würde 
ich mal sagen.

Wenn du auf dem Android Device die Entwicklereinstellungen aktivierst, 
kannst du dort festlegen, dass das Gerät nie in Bereitschaft wechselt 
und dass das Display immer (schwach) beleuchtet wird. Ich finde das für 
stationären Betrieb sehr praktisch. Und dann hast du wirklich nur einen 
Tastendruck!

> Ein Poti für die Laustärke haben

In meinem Fall ist das Bestandteil der Logitech Boxen, schön mit Kabel 
dran, damit ich es an eine bequeme Stelle ans Küchenregal kleben kann.

Autor: Marc (Gast)
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>Aber mit zwei Tastendrücken.

Wischen zum entsperren? Dann die Radio App suchen, vorher noch Whatsapp 
und Facebook checken und schnell noch eine Mail beantworten um dann das 
Radio zu starten und während der Radiodoku noch schnell was in Amazon 
bestellen.

Ich will einen haptischen Knopf, da drücke ich drauf und höre dann 
konzentriert das Programm. Sozusagen das "Ein-Klick-dann-hören-Patent".

Aber zurück zum praktischen:
Ich überlege gerade, welchen Verstärker ich nehmen sollte. Vielleicht 
den I2s von Adafruit:
https://www.exp-tech.de/module/audio/7277/adafruit-i2s-3w-class-d-amplifier-breakout-max98357a

In der Audiolib gibt es auch eine Option "PDM" bei der ich vermute, dass 
es sich um PWM-handelt.
https://github.com/reaper7/ESP8266Audio/commit/6a221f95c79e31a70fb97af17a8ce91b177bcef6

Vielleicht wäre das auch eine erste Optionn.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

ich hatte bisher nur einen I2S-DAC mit dem UDA1334A dran, kann dazu also 
nicht viel sagen. In meinem ESP8266-Player mit dem VS1003 hängt ein 
PAM8403 dran, hat etwas Nerven gekostet bis nichts mehr irgendwie 
irgendwo reingesaut hat. Macht jetzt aber auch was er soll.
PS: mein Player hat ein Laustärkepoti aus alten Zeiten. Mit 
Loudnessbeschaltung. Der ehemalige Sony-Center klingt damit verblüffend 
gut und ausgewogen.
Stereo gehört bei mir irgendwie dazu, selbst wenn die Bsisbreite nur 
15cm ist..

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Marc (Gast)
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>Stereo gehört bei mir irgendwie dazu, selbst wenn die Bsisbreite nur
>15cm ist..

Ich habe dieses kleine Sonyradio, welches ich immer mitnehme. Das Sony 
ist nur Mono, hat aber einen guten Sound und ich bin ziemlich zufrieden 
mit dem was es kann. Aber im Ausland kriegt man die deutschen Sender 
nicht, also schwebt mir das Webradio vor.

Für den Teensy gibt es dieses schöne stereo I2S DAC Board:
https://www.oshpark.com/shared_projects/TyqlhCdw

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

die PT8211 ICs habe ich mir mal für ein paar Cent aus China schicken 
lassen, liegen hier irgendwo...
Muß man vermutlich etwas mit den I2S-parametern der ESP8266Audio lib 
rumspielen, weil der Chip nur "Japanese or called LSBJ (Least 
Significant Bit Justified)" Format versteht. Ist aber kein unlösbares 
Problem.

Als Modul spart das Arbeit, es scheint aber nicht real kaufbar zu sein, 
Paypal geht dort nicht und bei den Distributoren auf die er verweist, 
gibt es das nicht wirklich...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Pete K. (pete77)
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Michael U. schrieb:
> In meinem ESP8266-Player mit dem VS1003 hängt ein
> PAM8403 dran, hat etwas Nerven gekostet bis nichts mehr irgendwie
> irgendwo reingesaut hat.

Hallo Michael,
was hast Du unternommen, damit der PAM8403 nicht mehr so rumsaut? 
Eingangsfilter/Ausgangsfilter? Evtl. Schaltplan?

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

das war etwas seltsam mit dem PAM8403-Modul. So hat er in keiner Weise 
erkennbare Störungen verursacht. Ich hatte ESP8266-12 und VS1003 
Breakout und das PAM-Modul auf einem Steckbrett zum Aufbau und 
programmieren. ESO über AMS117, VS-Modul mit eigenem Regler und den PAM 
alles zusammen am USB. Mit dem PAM8403 am USB als Versorgung hatte ich 
schonmal im Vorfeld experimetiert, es war ein Poti mit losen, aber recht 
kurzen Drähten am Eingang und auf sehr leise gestellt. An den Ausgängen 
über ca. 20cm Kabel jeweils ein 8 Ohm Lautsprecher.
Die USB-Versorung brach beim lauter stellen ohnehin zusammen, war mir 
bekannt und hatte hier auch keine Folgen für USB.

Das spielte dann irgendwann relativ leise eben, aber ohne jede Störung 
meinen Stream. Also den PAM + getrennt und aus einem 5V 2A 
Steckernetzteil versorgt. Jetzt machte es auch schön Krach und war 
immernoch völlig störungsfrei.
Ich bin da nicht unerfahren, auch auf einem Steckbrett auf Masseführung, 
Leitungslängen usw. zu achten.

Also endgültiger Einbau. ESP + AMS1117-Regler + VS1003 mit Klebepads 
innen an die Rückwand des Centers geklebt. Mittig das Lautstärkepoti 
rein, rechts das PAM8403 Modul. Störabstand völlig im Eimer, fiepen, 
zirpen...
Masseführung experimentell optimiert, besser, aber nicht gut und 
brauchbar.

Nach dem langen Text jetzt der Witz: die betriebsspannung des 
PAM8403-Moduls über eine stromkompensierte Drossel auf der Kramkiste 
geführt, eigentlich viel zu lange Leitungen an beiden Seiten (ca. 10cm 
weil ich sonst beim Testen nicht zum Löten rangekommen wäre). Absolute 
Ruhe, keinerlei Störungen mehr... Keine wirkliche Ahnung, warum, FN-GND 
des PAM ist weiterhin mit GND-Poti und dem VS1003 verbunden, diese 
Drosselseite also eigentlich überbrückt, diese Verbindung mußte auch 
bleiben!
Ich habe auch den Eindruck, daß eher der PAM-Chip von außen gestört wird 
und Interferenzen dann in seinen Wandlern intern erzeugt. UKW-Empfang 
mit einem Billg-Scan-Empfänger und relativ schwachen UKW-Sender blieb 
auch mit PAM in direkter Antennen- oder Empfängernähe völlig ungestört.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Marc (Gast)
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>Nach dem langen Text jetzt der Witz: die betriebsspannung des
>PAM8403-Moduls über eine stromkompensierte Drossel auf der Kramkiste
>geführt, eigentlich viel zu lange Leitungen an beiden Seiten (ca. 10cm
>weil ich sonst beim Testen nicht zum Löten rangekommen wäre). Absolute
>Ruhe, keinerlei Störungen mehr...

Ich stelle mal ein wenig Vermutungen an: Das PAM-Modul ist ein Class-D 
Verstärker. Bei 2.5W und 5V fließen 0.5 A. Die Schaltfrequenz liegt zwar 
im MHz Bereich, aber es könnte trotzdem zu Einbrüchen der 
Spannungsversorgung kommen. Eventuell würde auch ein zusätzlicher 220nF 
+ 100uF zur Glättung reichen.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Marc schrieb:
> Eventuell würde auch ein zusätzlicher 220nF
> + 100uF zur Glättung reichen.

das waren natürlich die ersten Versuche, zumindest konnte damit ich den 
Klang der Störungen verändern...
Ich bin ehrlich, ich suche da nicht weiter weil es jetzt ok ist und ein 
Einzel-Bastelprojekt bleibt.

Ich habe gestern mal die PT8211 DACs rausgkramt und einen auf einen 
Adapter gelötet und an den ESP32 gehangen, spielt erstmal.
Beim Kramen habe ich auch noch einen ausgelöteten MS6313AS gefunden, der 
spielt auch.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Marc (Gast)
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Jetzt komme ich in die Phase des "praktischen Experiments".
Die erste Schwierigkeit: von den ESP32 Modulen gibt es verschiedene mit 
unterschiedlichem PinOut. Nach einiger Suche bin ich endlich auf das zu 
meinem passende gestoßen.

Problem Nr.1: Das Blink-Beispiel geht nicht, weil im ESP32 Framework 
LED_BUILTIN nicht definiert ist ( ich weiß auch nicht, an welchem Pin 
bei meinem ESP32 die LED hängt ).
Problem Nr.2 : Das AnalogReadSerial Beispiel geht nicht. Auf dem 
Terminal erscheinen Zeichen, die aussehen, als wenn die Baudrate nicht 
stimmt.
Nach einigem Probieren und Messen mit dem Oszi: Der ESP32 hat wohl ein 
Problem, die richtige Taktfrequenz zu finden. Statt 9600 Baud sehe ich 
manchmal 6200 Baud. Die PLL schein wohl nicht immer einzurasten.
Es ist auch schon vorgekommen, dass nach einiger Zeit die Baudrate 
stimmt und die Zeichen korrekt erscheinen. Wenn ich den "EN" Knopf auf 
dem Board drücke, kommen die Zeichen gleich korrekt.

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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Erhöhe mal die Distanz zwischen dem Modul und der Platine um ca. 1cm. 
Das hat bei mir mal den Empfang drastisch verbessert und Instabilitäten 
behoben.

Und dann habe ich das gefunden:
6 pins SD0 - SD3, CMD and CLK (GPIO8 - GPIO11) are used as datalink 
between on-board flash and ESP32

Diese Pins solltest du nicht belegen, auch nicht in ein Steckbrett 
stecken, da dessen Kontakte hohe Kapazitäten haben. Ich habe mit diesem 
ESP32 keine Erfahrung, aber bei ESP8266 konnte ich Instabilitäten auf 
Steckbrett unter anderem durch Abschneiden der Pins beheben, die zum 
Flash Speicher führen.

Ist diese Stromversorgung Ok? Steckbretter und Dupont Kabel haben oft zu 
hohe Innenwiderstände. Außerdem hilft es (zumindest beim ESP8266), einen 
100µF Kondensator an VCC (3,3V) und GND direkt auf das Modul zu löten, 
falls nicht bereits vorhanden.

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Marc schrieb:
> Die erste Schwierigkeit: von den ESP32 Modulen gibt es verschiedene mit
> unterschiedlichem PinOut. Nach einiger Suche bin ich endlich auf das zu
> meinem passende gestoßen.

ja, ich habe da inzwischen ein lustiges Sammelsurium an Varianten...

Den Effekt, daß der ESP32 nicht immer sauber startet wenn ich ihn 
geflasht habe, kenne ich auch, denke ich nicht drüber nach, drücke ich 
eben Reset (EN). Ich habe auch ein Modul, wo die Steuerung über RTS/DTS 
ganicht geht, obwohl alles richtig bestückt aussieht. Letztlich habe ich 
es ignoriert und drücke da eben PROG von Hand. Keine Lust gehabt, es 
beim Chinesen zu reklamieren.

Den ADC habe ich noch nicht genutzt, zumindest bei den ESP32 Modulen.
Es gibt wohl im IDK auch immernoch ein paar Ungereimtheiten mit der 
Genauigkeit.

Stefanus F. schrieb:
> Erhöhe mal die Distanz zwischen dem Modul und der Platine um ca. 1cm.
> Das hat bei mir mal den Empfang drastisch verbessert und Instabilitäten
> behoben.

Deinen Hinweis verstehe ich bei seinem Modul jetzt nicht so richtig.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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> Deinen Hinweis verstehe ich bei seinem Modul jetzt nicht so richtig.

Ich hatte das mit so einem Modul:
https://www.mikrocontroller.net/attachment/345684/WIFI-Kit-8.jpg

Vermutlich geht es dabei um Reflexionen von der WLAN Antenne zu den 
anderen Bauteilen. Mein Modul hatte fast gar keinen WLAN Empfang und das 
Display zeigte oft Müll an, wenn ich es ohne Abstandshalter auf das 
Steckbrett setze.

Von mechanischen Aufbau her sind die beiden Module ja ähnlich.

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

alles klar, habe ich auch schon mal so gemacht, nur irgendwie Deine 
Anmerkung nicht richtig interpretiert.

Gruß aus Berlin
Michael

Beitrag #5420217 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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This topic has absolutely nothing to do with jamming. Your commercial is 
totally displaced. In addition I am sure that the use of your products 
is illegal in germany.

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Bild ist nur ein Schnellschuß, so sehen bei mir Steckbrett-Test meist 
aus...
Das ESP32-Wroom-Modul ist auf der Unterseite, Antenne schön dicht über 
den Steckbrett und den gelben Leitungen zum I2S-DAC.
Ich habe es dem Modul aber nicht gesagt und da es nur 3m und eine dünne 
Wand zum AP sind, gibt auch keine Probleme.

Spielt hier jetzt seit 45 Minuten einen Antenne Bayern Oldies Stream, 
bisher ohne Aussetzer. Heap sind noch 45...55kB frei, ich habe relativ 
großzügig Buffer zugewiesen.
Display zeigt nur die Titel-TAGs aus dem Stream an, aber noch völlig 
unformatiert. Soll ohnehin ein 2,8" mit Touch ran.
Qualität der Radio-Stremas mit 128kBit ist unterirdisch. Nicht wegen der 
128kBit, die nutze ich intern für meinen IceCast-Stream auch nur, aber 
völlig totkomprimiert, nur auf maximale Lautstärke, Dynamic gleich Null.

Ich werde ihn lieber wieder meinen Stream spielen lassen...

Gruß aus Berlin
Michael

: Bearbeitet durch User
Autor: Marc (Gast)
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Hier mal ein kleiner Test ganz ohne I2S-Dac mit dem Amiga MOD Player aus 
den Beispielen. Es hat mich jetzt einige Zeit gekostet, herauszufinden 
wie man den Sigma-Delta-Wandler softwareseitig benutzt und welcher Pin 
gebraucht wird, aber jetzt  kommt zumindest mal ein Signal.

Verwendet habe ich eine RC-Kombination aus den gerade rum liegenden 
Bauteilen:
R=330
C=100nF

Das Signal klingt leider ziemlich übersteuert. Ich bin mir ziemlich 
sicher, dass da ein Fehler in der Sigma-Delta-Wandler Implementierung 
ist, weil das normalerweise deutlich besser geht.
// Amiga Mod Demo 
// ESP32 using sigma delta DAC
// Output: GPIO22
//
// driver:
// https://github.com/earlephilhower/ESP8266Audio
//

#include <Arduino.h>
#include "AudioFileSourcePROGMEM.h"
#include "AudioGeneratorMOD.h"
//#include "AudioOutputI2S.h"
#include "AudioOutputI2SNoDAC.h"
#ifdef ESP32
    #include <WiFi.h>
#else
    #include <ESP8266WiFi.h>
#endif

// enigma.mod sample from the mod archive: https://modarchive.org/index.php?request=view_by_moduleid&query=42146
#include "enigma.h"

AudioGeneratorMOD *mod;
AudioFileSourcePROGMEM *file;
//AudioOutputI2S *out;
AudioOutputI2SNoDAC *out;

void setup()
{
  WiFi.mode(WIFI_OFF); //WiFi.forceSleepBegin();
  Serial.begin(115200);
  delay(1000);
  file = new AudioFileSourcePROGMEM( enigma_mod, sizeof(enigma_mod) );
//  out = new AudioOutputI2S();
  out = new AudioOutputI2SNoDAC(0); // I2S 0 interface, wird für Sigma Delta bentutzt, Pins: 22,25,26
  out->SetGain(0.9);

  mod = new AudioGeneratorMOD();
  mod->SetBufferSize(3*1024);
  mod->SetSampleRate(44100);
  mod->SetStereoSeparation(32);
  mod->begin(file, out);
}

void loop()
{
  if (mod->isRunning()) {
    if (!mod->loop()) mod->stop();
  } else {
    Serial.printf("MOD done\n");
    delay(1000);
  }
}

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Marc schrieb:
> Das Signal klingt leider ziemlich übersteuert. Ich bin mir ziemlich
> sicher, dass da ein Fehler in der Sigma-Delta-Wandler Implementierung
> ist, weil das normalerweise deutlich besser geht.

Das MOD klang bei mir auch mit I2S-DAC übersteuert, habe ich aber nicht 
weiterverfolgt. Hast Du mal Gain runtergesetzt? Bei meinen MP3 passt am 
DAC muß ich auf 40% bzw. 0.4 damit mir die Kopfhörer nicht von den Ohren 
fliegen. ;)

Ich habe gestern noch das 2,8" Display mit der TFT_eSPI rangehangen.
Touch nur angetestet, da muß ich seine (fehlende) Beschreibung zur 
Kalibrierung noch ansehen. Ich werde vielleicht nachher noch den SD-Slot 
anschließen und testen.

Ich habe mal den Webplayer von mir angehängt, stammt aus einem 
Webradio-Demo, allerdings habe ich fast alles wieder rausgeworfen, was 
nicht mit dem Player direkt zu tun hatte (Webserver, EEPROM-für das 
Speichern der letzten Einstellungen usw.). Mir ging es erstmal nur um 
seine Bufferverwaltung.
Das Demo aus der Lib StreamMP3FromHTTP ist bei mir auch lokal nur als 
Stottermaschine zu gebrauchen...

Wird langsam Zeit, darüber nachzudenken, was ich eigentlich daraus 
machen will...

PS: die Änderung des I2S-pins in der Lib habe ich nur gemacht, weil ich 
die beieinander haben wollte, die DMA-Buffer-Änderungen betreffen auch 
nur die I2S-Routine. Ist beides für Dich also unnötig.

Gruß aus Berlin
Michael

: Bearbeitet durch User
Autor: Marc (Gast)
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>Ich habe mal den Webplayer von mir angehängt

Danke dafür. Ich habe mal auf den Sigma-Delta-DAC umgestellt.
Mit dem Webstream ist es tatsächlich nicht mehr übersteuert. Das Problem 
liegt also beim MOD-Player.
Im Wesentlichen läuft es meistens ohne Aussetzer.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Marc schrieb:
> Im Wesentlichen läuft es meistens ohne Aussetzer.

ich vermute einfach mal, daß er mit dem Decoder oder/und der 
Sigma-Delta-Ausgabe aus dem Tritt kommen kann, wenn irgendwelche 
WiFi/Internetsachen intern zu lange für andere Beschäftigung sorgen. Die 
direkte Einbindung der Thread/Core-Verwaltung des RTOS in die ArduinoIDE 
fehlt ja noch, sonst könnte man da vermutlich besser eingreifen.
Der I2S-DAC, der direkt per DMA aus seinem Buffer bedient werden kann, 
stört das dann wenig bis garnicht. Zumindest, seit ich die Anzahl von 8 
auf 32 und die Größe von 64 auf 256 Byte? Word? erhöht habe. Das hat den 
meisten Einfluß auf das Verhalten gehabt.

Ich habe inzwischen die Touch-Kalibrierung noch in Gang gebracht und die 
SD-Karte angeschlossen. SD-Karte zickt aber noch, wird beim Testen nicht 
immer erkannt, eine will er garnicht. Vielleicht stört auch langsam mein 
Steckbrett etwas, sind ja nun schon 3 SPI-Slaves dran...

ok, scheint eher der SD-Slot auf dem Display bzw. dessen 
Spannungsversorgung zu sein. Mit einem externen SD-Card Modul mit 
eigenem Spannungsregler wird die Karte sicher erkannt.

Gruß aus Berlin
Michael

: Bearbeitet durch User
Autor: Marc (Gast)
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>ich vermute einfach mal, daß er mit dem Decoder oder/und der
>Sigma-Delta-Ausgabe aus dem Tritt kommen kann, wenn irgendwelche
>WiFi/Internetsachen intern zu lange für andere Beschäftigung sorgen.

Der Rechenbedarf durch den Sigma-Delta ist nicht so groß. Die I2S 
Schnittstelle wird quasi "unterlagert" dafür benutzt. Deshalb sind auch 
alle I2S Pins bei der Verwendung des Wandlers aktiv. Auf der Clock und 
der Select Leitung kann man das mit dem Oszi sehen.

32 Sigma-Delta-Bits werden in einer Loop berechnet und dann auf die 
I2S-Schnittstelle geschrieben, die ihrerseits DMA gebuffert sein dürfte.

https://github.com/earlephilhower/ESP8266Audio/blob/master/src/AudioOutputI2SNoDAC.cpp

Da Berechnen der 32Bit mit 44kHz Aufrufrate dürfte bei einem 160MHz 
Prozessor überschaubar sein.

Meiner Ansicht nach sind aber leichte Fehler im Code.
Der Buffer zur Berechnung der Sigma-Delta Bits müsste meiner Meinung 
nach als Pointer übergeben werden und nicht so,
void AudioOutputI2SNoDAC::DeltaSigma(int16_t sample[2], uint32_t dsBuff[8])

da ja der Buffer als Rückgabewert und Input für den I2S-Funktion dient.
Außerdem ist der Buffersize im Headerfile "4" und im Funktionskopf mit 
"8" angegeben, was auch nicht zueinander passt.

Außerdem sollte der Oversamplingparameter raus geworfen werden, weil es 
bei einer Änderung leicht zum Bufferoverflow kommen kann, weil die 
Buffergröße überhaupt nicht damit korreliert ist.

Vielleicht mag jemand mit guten C-Kenntnissen mal kurz auf die Funktion 
sehen, um meine Ansicht zu bestätigen.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Marc schrieb:
> Vielleicht mag jemand mit guten C-Kenntnissen mal kurz auf die Funktion
> sehen, um meine Ansicht zu bestätigen.

puuh... Das wäre was für meinen Bekannten, für mich ist das immer ein 
(durchaus willkommener) Anlaß, meine C/C++ Kenntnisse auszubessern...

Dann müßte ja aber die Änderung der DMA-Buffer in der AudioOutputI2S.cpp 
auch wirken. Das stammte von meinem Beaknnten, weil er ja unbedingt FLAC 
von SD-Card in 24Bit/192k abspielen wollte.

SD-Karte und FS belegen nach dem Einbinden der SD-Karte mal rund 30kB 
Ram, ich habe bei mir preallocateBufferSize erstmal auf 32k reduziert. 
11-15k frei zur Laufzeit war mir zuwenig.
Ich werde jetzt erstmal ein paar Button usw. auf das Display malen, um 
einen Wechsel Stream - SD-karte einzubauen.

Ist immernoch "Proof-of-Concept", keine Ahnung, was ich eigentlich draus 
machen will. ;)

Bild: "wie füllt man ein Steckbrett..."

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Marc (Gast)
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>Ist immernoch "Proof-of-Concept", keine Ahnung, was ich eigentlich draus
>machen will. ;)

Du könntest vielleicht .. ein Radio damit machen ;-)
Ich würde gerne automatisch solche Potcasts runterladen, speichern und 
abspielen können:

https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/rueckschau-sendungen-nachhoeren-und-nachlesen/-/id=660374/did=13778306/nid=660374/1rwsxor/index.html

Da weiß ich aber noch nicht, wie das Web-Technisch geht.
Es hat was, wenn man sich nicht immer durch Menues klicken muss, sondern 
einfach nur mit zwei Tasten auswählt und dann starten kann.
Das abspeichern hätte den Vorteil, dass man das Radio unterwegs mit im 
Auto abspielen kann.

>Bild: "wie füllt man ein Steckbrett..."

Sieht super aus :-) .. ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Ich habe gerade eine Stunde Radio nur mit dem ESP32, RC-Tiefpass und 
kleinem aktiv Lautsprechern gehört. Es funktioniert eigentlich ganz 
super. Durch den simulierten Sigma-Delta Wandler hört man ein ganz 
leichtes Rauschen, ganz wie in echten alten Radios, und etwas Knacken 
wie auf alten Plattenspielern.

Autor: Marc (Gast)
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Für eine bessere Soundqualität habe ich mir jetzt mal diese 
Stereo-I2S-DAC bestellt:
https://cdn-shop.adafruit.com/product-files/3678/UDA1334ATS.pdf

Autor: Marc (Gast)
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Hier der Webradio-Quick-Hack.
Ich habe einfach den Eingang des Potis eines billigen Radios von denen 
ich mal mehrere für je 5 Euro gekauft habe, angezapft und den 
330Ohm-100nF-Tiepass angelötet.

Das Radio lag leider ein paar Jahre im Keller und der Lautsprecherstoff 
auf der Vorderseite ist verschmutzt. Aber egal, für einen ersten 
Prototypen tut's das.

Auf der Powerbank steht 2200mAh. Sie hat einen Ein-Aus-Schalter und 
hoffentlich einen Tiefenentladeschutz. Durch die Powerbank spare ich die 
ganze Ladeelektronik.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

nette Idee. :-)
Nur der "Henkel" zum Wegwerfen oben stört etwas...

Ich habe erstmal einen voläufigen Aufbau gemacht, da das Steckbrett 
irgendwann zu instabil wird und mich die Software wohl noch etwas 
beschäftigen wird.
Die Touch-Abfragen sind noch etwas fragwürdig, Lautstärke und Save schon 
aktiv. Die Umschaltung auf die SD-Karte ist nur vorbereitet, Mute werde 
ich nachher noch einbauen und weiter über die Textausgaben des Titels 
nachdenken...
Die Listen für SD-Dateien bzw. Streamliste durchdenken und mal schauen.
Die Streamplay-Routine hat auch noch irgendein Problem hier wenn das 
WÖLAN hakt.

PS. den Brüllwürfel habe ich beim Kramen wieder gefunden, so kann ich 
wenigstens erstmal was hören ohne Kopfhörer am Programmierplatz zu 
nehmen.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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> der Lautsprecherstoff auf der Vorderseite ist verschmutzt

Ist doch gut, so sieht es authentischer aus.

Autor: Joachim B. (jar)
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Michael U. schrieb:
> PS. den Brüllwürfel habe ich beim Kramen wieder gefunden, so kann ich
> wenigstens erstmal was hören ohne Kopfhörer am Programmierplatz zu
> nehmen.

du Glücklicher, bei mir sind beide Akkus tot und die Kisten rühren sich 
nicht mehr, trotz Versorgung über USB, die Restpower reicht wohl nicht 
um die Kisten zu starten.
Öffnen ist auch nicht so einfach, dabei zerstört man das ganze geklebte 
Gehäuse, alles in Allem, ein doppelter Fehlkauf ob wohl sie im ersten 
Jahr echt nett sind diese kleinen BT Brüllwürfel.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Joachim B. schrieb:
> du Glücklicher, bei mir sind beide Akkus tot und die Kisten rühren sich
> nicht mehr, trotz Versorgung über USB, die Restpower reicht wohl nicht
> um die Kisten zu starten.

sehr ärgerlich.
BT hat der alte noch nicht, der hat aber schon ein paar Jahre auf dem 
Buckel, wurde aber kaum genutzt. Akku lädt und hat dann auch noch ca. 3h 
bei mäßger Lautstärke gespielt. Ich hatte vor Pfingsten noch einen 
bestellt, auch ohne BT, wollte einen möglichst identischen haben. Na 
gut, der neue hat jetzt auch eine USB-Buchse für einen Stick, der alte 
hatte die noch nicht, nur SD-Card.
Klingen aber zum Glück gleich genug, will die als Stereo-Boxen für die 
Spielerei nehmen.
Mal schauen, wieviel Glück ich habe...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Marc (Gast)
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Was mich bei den modernen Lautsprechern ( a.k. MP3-Brüllwürfel ) wundert 
ist, dass die Klangqualität im Vergleich zu den kleinen Lautsprechern, 
die es früher in Radios gab, viel besser ist. Insbesondere für die 
Basswidergabe braucht man ja eigentlich eine große Öffnung.
Meine These: Ursache ist die modernere Technik. Die Lautsprecher haben 
vielleicht bessere Magnete und einen größeren Hub. Eventuell könnten 
digitale Filter den Frequenzgang noch ausgleichen.
Weiß jemand Genaueres?

Autor: Marc (Gast)
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Gerade entdeckt ... hier hat einer mit den internen 8Bit DACs ein 
Stereo-Internetradio gebaut:

Youtube-Video "ESP32 Internet Radio"

Meiner Meinung nach ist die Soundqualität aber deutlich schlechter als 
der Mono-Sigma-Delta-Dac.

Leider gibt es keinen Link zum Code. Es hätte mich interessiert, wie der 
DAC eingebunden ist.

Autor: Marc (Gast)
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BTW .. am WE habe ich ein KRC-86B Bluetoothmodul in die Hände bekommen. 
Es hat erstaunlich schnell funktioniert: Einfach nur die LED, 
Stützkondensator und Batterie anlöten, Verstärker mit Lautsprecher 
anschließen und schon konnte man sich mit einem Android Tablet verbinden 
und Musik abspielen. Bei meinem Ubuntu-Laptop ging es leider nicht, 
warum auch immer ...

Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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Vermutlich unterstützt dein Laptop nicht Bluetooth 4 (BLE).

Autor: Marc (Gast)
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>Vermutlich unterstützt dein Laptop nicht Bluetooth 4 (BLE).

Das könnte sein. Wobei ich gedacht hätte, das BLE ( Bluetooth Low 
Energie ) technisch gar nicht in der Lage ist, das Audioprofil zu 
unterstützen.

Autor: Marc (Gast)
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Hier wird über ein DAB-Modul diskutiert:
Beitrag "DAB-Modul - IR-FB-Anschluss-Pin? WELCHER PIN?"

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

zu DAB habe ich meine eigene Meinung...
Ich habe kurz nach 2000 beim DAB-Feldversuch mitgemacht als der schon 
fast vorbei war. Einfach aus technischen Interesse. 999,-DM für entweder 
den Heim-Empfänger mit PC-Anbindung oder für die KFZ-Version mit 
Farbdisplay.
Ich hatte den Heim-Empfänger, Blaupunkt Autoradio mit Netzteil in einem 
Blechgehäuse, dazu die Bosch Empfangsplatine. Optisches Kabel zu einer 
ISA-Karte im PC. Mein BEkantter die KFZ-version, 3,5"? RGB-Display mit 
ein paar Tasten auf einem Schwanenhals, selbiges Blaupunktradio und 2 
Kisten im Kofferraum. 1x die Empfangsplatine in einer Blechkiste und 
dazu ein Industrie-Mini-PC mit interner USV. 486DX100 :-)
Empfang hier in Berlin brauchbar, im Auto aber noch etliche Löcher.
Infodienst gut aufbereitet, Berliner Kinoprogramm und solche Sachen gut 
aktuell gehalten.
Bei ihm ist das Blaupunkt im Auto gebleiben, der Rest wurde irgendwann 
ein paar Jahre später ausgebaut, Die Pflege der Dienst war mit Ende des 
Feldversuches gegen 0 gelaufen. Bei mir landete das Autoradio dann auch 
im Auto, der Rest im Keller.

Als DAB+ kam habe ich mir den USB-Stick geholt. Lief hier soweit 
problemlos, allerdings war gegenüber DAB mit 192kBit MP2 für mich die 
Qualität bei MP4 AAC mit 96, teilweise 64kBit, einfach schlecht.

Ich habe von wohl 3 Jahren eine Mini-Anlage von "DUAL" für wohl 25€ neu, 
defekt, gekauft. Fehler war bei den Geräten bekannt, ein 3,3V Regler für 
20ct und alles war ok. Gund war, daß der dort verbaute DAB-Tuner 
halbwegs bekannt und mit einer passenden Firmware auch durchaus seriell 
steuerbar war. Steht hinten als "Werkstattradio", ich habe den Tuner nie 
ausgebaut und umgeflasht, die Zutaten liegen sicher noch hier auf dem 
Rechner.

Solange UKW läuft, wird das bei mir für meine Nutzung bleiben, ich sehe 
keinerlei Vorteile für mich durch DAB.

PS. gerade erst genauer in den Thread geschaut: es geht um das Venice 
Verona 2 KINO4, das könnte sogar genau die Version sein, die ich hier 
hätte, vielleicht zerrupfe ich die "Anlage" doch mal...

Gruß aus Berlin
Michael

: Bearbeitet durch User
Autor: Marc (Gast)
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Hier noch die Verlinkung vom ESP als Bluetooth-Lautsprecher:
Beitrag "Re: Esp32 Bluetooth Audio"

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

da ich das "Webradio" mal wieder ausgegraben habe:
Beitrag "ESP32 Web-/SD-Card Player"
falls es noch jemanden interessiert.

Gruß aus berlin
Michael

Autor: avr (Gast)
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Marc schrieb:
> Da Berechnen der 32Bit mit 44kHz Aufrufrate dürfte bei einem 160MHz
> Prozessor überschaubar sein.

So wenig wird das gar nicht sein - die Schleife allein frisst eine 
Menge. Üblicherweise arbeitet man mit 64-fachem Oversampling, also ~3mio 
Bits/s. Der Delta-Sigma-Wandler auf github ist nur erster Ordnung und 
damit qualitativ sehr schlecht (SNR um 50db, je nach Oversampling). 
Anhören möchte man sich das nicht. Selbst bei zweiter Ordnung sind da 
noch hörbare Arktefakte drin.

Autor: Mar (Gast)
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>So wenig wird das gar nicht sein - die Schleife allein frisst eine
>Menge. Üblicherweise arbeitet man mit 64-fachem Oversampling, also ~3mio
>Bits/s.

Ja, ganz ohne Rechenaufwand geht's da nicht. Nehmen wir die 3msps mal 4 
Befehle wären es 12Mio Befehle/sec also bei 160MHz MCLK also ca. 8% der 
Rechenleistung.

>Der Delta-Sigma-Wandler auf github ist nur erster Ordnung und
>damit qualitativ sehr schlecht (SNR um 50db, je nach Oversampling).
>Anhören möchte man sich das nicht. Selbst bei zweiter Ordnung sind da
>noch hörbare Arktefakte drin.

Meine These ist, dass eine Sigma-Delta Vollaussteuerung bis zu den 
Spannungsgrenzen schafft. Ein Wandler höherer Ordnung muss mehr Energie 
in die unhörbaren Frequenzen schieben. D.h. müsst die Amplitude sinken 
und ein nachfolgender Verstärker muss das Signal mehr verstärken.
Bei meinem Radioaufbau mit dem ESP32 scheint mir die 
Versorgungspannungsschwankung stark auf den den Digitalpin zu wirken, 
dadurch entstehen leichte Knackgeräusche.

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