Forum: Offtopic Alte_Elektronik_Basteleien


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Holm T. (Gast)


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G. O. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Ich habe zusammen mit einem
>> Bekannten einen Programmer gebaut bei dem in einem RAM von 1KB mittels
>> 1,2,4,8 Schaltern das Bitmuster gespeichert werden konnte,
>
> Diese Verfahrensweise ist mir bekannt. Tatsächlich geht die vorgestellte
> Programmiereinrichtung auf einen Schaltungsvorschlag zurück, der von TI
> im TTL-Kochbuch 1972 veröffentlich wurde. Da ich allerdings keine Eproms
> sondern besagtes PROM programmieren wollte, habe ich mir diese
> "Luxusversion" ausgedacht. Sie sollte die Fehleranfälligkeit, die der
> Interpretation von DIP-Schalterstellungen innewohnt, durch deutliches
> Anzeigen von Daten und Adressen einen Riegel vorschieben, denn ein
> fehlprogrammiertes Eprom kann man löschen und erneut beschreiben, ein
> PROM ist nach falscher Programmierung einfach nur Schrott.

Das waren keine Dip-Schalter bei mir, das waren Tastenschalter wie die 
Wellenschalter an einem Radio und sowohl die Adresse als auch die Daten 
wurden hexadezimal auf der 9-stelligen VQD30 angezeigt.

Gruß,

Holm

von Al. K. (alterknacker)


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Ehe die Teile sich auflösen will ich es mal hier sichern.
Dürfte ca.2000 entstanden sein.
War ein Testgerät für DMX 8 Kanal Dimmersteuerung.
per Jumper wurde die 4 Kanal Block ADR gesetzt.

Das Teil steuerte dann die Dimmerendstufen.

von Al. K. (alterknacker)


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Hallo,Hallo;
Hier noch mal eine Stromversorgung 5V,12V mit normal Analogregler.
Steuerbare Spannung von 0-13V mit Transistor mit Strombegrenzung bis 
300mA
Mit Steuereingang! für PWM

Aufgebaut  ca 1995-Mein Enkel schaut sich die Teile im Netz gerne an.
Vielleicht kommt er wieder zur Elektronikbastelei.

: Bearbeitet durch User
von Dietmar S. (didi2)


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Nichts großes…

Als ich 1994 meinen Ford Escort kaufte, störte mich als erstes, dass 
beim Ausmachen der Zündung die Kassette mit angedrückter Andruckrolle im 
Autoradio blieb. Wirklich unschön.

Da hab ich mir kurzerhand eine Autoejekt-Schaltung ins Radio eingebaut.

Ich komme gerade drauf weil ich beim Aufräumen den Schaltplan wiederfand 
und ich noch immer fassungslos davor sitze, was für einen Blödsinn ich 
da zusammen konstruiert hab.

Der Witz an der Sache ist, dass das Ding tatsächlich mehr als 16 Jahre 
lang tadellos - bis zur Verschrottung der Karre -  seinen Dienst 
verrichtete :)

von Dietmar S. (didi2)


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Schade, das meiste habe ich schon vor über 10 Jahren in der Bucht 
verkauft oder in Einzelteile zerlegt. Irgendwann bereut man es wieder. 
In den 90ern habe ich gebastelt was das Zeug hielt.

Dokumentiert habe ich früher fast nichts, das Keyboard-Interface für den 
Elektor Formant-Synthesizer (vorletztes Foto), habe ich aus dem Kopf auf 
die Platine geroutet. Ich hatte nur eine Skizze (letztes Foto) mit einer 
wirklich sehr ungefähren Vorstellung. Hat auf Anhieb funktioniert, 
obwohl ich da vom Design her einen echten Knaller eingebaut habe, der 
sich nur wegen der Trägheit der Relais nicht auswirkte. Sie werden jetzt 
halt nicht mit Gleichstrom sondern mit 200Hz angesteuert. Und dies ist 
mir erst vor etwa einem Jahr aufgefallen, also über 20 Jahre später...

Wie man an den Relais erkennt, war ich damals einer der Abnehmer für 
DDR-Restbestände bei Pollin. Hab heute noch welche davon.

Ansonsten habe ich leider nur noch ein paar Leichenteile und Platinen 
von Testaufbauten gefunden.

Vom TV-Testbildgenerator ist nur sehr wenig übrig
- Horizontal- und Vertikal-Sync
- Steuerung komplett ausgeschlachtet
- Winziges Bruchstück vom Kreisgenerator
- Testaufbau vom Farbbalkengenerator, der sogar noch funktioniert

DCF77-Uhr
Da ist nur ein Teil des Testaufbaus übrig

DNR-Rauschunterdrückung
Auch hier leider nur noch zwei Platinen vom Testaufbau.
Realisiert mit LM1894, hat super funktioniert. Zum Testen habe ich 
Atlantis von Donovan genommen, total verrauscht und perfekt um die 
Verzögerung einzustellen. Gut dafür war auch die Dire Straits CD 
Communicate, ebenfalls total verrauscht. Erst vor einigen Tagen habe ich 
überlegt das System noch einmal aufzubauen, mit einigen Verbesserungen.

: Bearbeitet durch User
von Peter B. (olduri)


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So, da möchte ich auch mal eine alte Bastelei vorstellen. Sinus- und 
Rechteckgenerator, Wien-Brücke mit nachschaltbarem Schmitt-Trigger.
Das Gerätchen hat mir lange Zeit gute Dienste geleistet.

Gut, ich hätte es jetzt vor dem Fotografieren putzen können, aber 
vermutlich wäre dann auch "der Lack ab" gegangen.

Das Gehäusematerial fand ich auf einem Schrottplatz, als ich nach Teilen 
suchte, meinen 400-Mark-Käfer am Laufen zu halten. Tut mir heute noch 
leid, dass ich damals nicht den ganzen Posten dieser RAL-Plastikplatten 
mitgenommen habe, lässt sich hervorragend bearbeiten, das Zeug.

Die Skalenscheibe wurde mittels einer Bohrmaschine rund geschliffen und 
bei einem Kumpel, der einen F-Zähler hatte, mit Frequenzmarken versehen.

Ansonsten sind die Bildchen wohl selbsterkärend; man beachte vor allem 
die hervorragend durchdachte und ausgeklügelte Leitungsführung. 
Vermutlich dachte ich damals: Das Ding soll doch eh' schwingen. Die 
Amplitudenregelung geschieht mit einem FET, ansonsten hat das Dingens 
ein paar BC107 / 177 kompatible Transistoren, das Netzteil mit kleinem 
Printtrafo läuft über eine Vorwiderstand, der im Netzstecker 
untergebracht ist; Stabilisierung mit 10-er Diode und 2N1613-ähnlichem 
Si-Töpfchen als Emitterfolger. Dem Netzteil habe ich damals sogar eine 
selbstgätzte Platine und etwas Iso-Band spendiert ...

Zwar kann mein altes O'scope 2-Strahl, nicht aber das Generatorchen zwei 
Signale auf einmal, deshalb eine Bildmontage. Den Trimmer für den 
Arbeitspunkt des Schmitt-Triggers hätte ich wohl auch ein wenig 
nachstellen können, um ein schöneres Tastverhältnis zu bekommen.

Insgesamt lief das Teil nach XX-Jahren der Untätigkeit wieder prima, 
nachdem sich die Elkos nach 10 oder 20 Min. wieder ein wenig formiert 
hatten, ich Stufenschalter und Potis ein paar mal bewegt und den Trimmer 
für die Verstärkung ein wenig nachgestellt hatte.

Die Kurvenform sieht doch noch recht sinusmäßig aus, hört sich auch so 
an, und solange man nicht auf die Idee kommt, mal per Audacity oder so 
ein Spektrum zu ermitteln, ist auch alles gut.

Viel Spaß beim Angucken - OldUri

von Gerhard O. (gerhard_)


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Ich baute mir um Mitte der 70er Jahre einen ähnlichen FuG mit dem 
XR2206. Leider zerrupfte ich ihn nach Jahrzehnten da ich etwas besseres 
hatte.

Woher kamen eigentlich die schönen Linsenkopfschrauben her? Kriegt man 
die überhaupt als Privatabnehmer? Das meiste Halbzeug in der Richtung 
heutzutage sieht immer nach liebloser Massenfertigung aus. Die alten S&H 
Meßgeräte hatten immer das schön bearbeitete Präzision und vernickelte 
Halbzeug, Schrauben, Muttern Beilagenscheiben und waren mechanische 
Wunder in Konstruktionsdetail und eine wahre Augenweide. An solche 
Qualität kommt man wahrscheinlich heute nicht mehr ran, fürchte ich, 
weil man in den meisten neuzeitlichen Konstruktionen keinen Wert mehr 
legt das "zusammenhaltende Gesindel" in den Geräten zu sehen.

: Bearbeitet durch User
von Sven S. (schrecklicher_sven)


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Dietmar S. schrieb:
> und ich noch immer fassungslos davor sitze, was für einen Blödsinn ich
> da zusammen konstruiert hab.
>
> Der Witz an der Sache ist, dass das Ding tatsächlich mehr als 16 Jahre
> lang tadellos - bis zur Verschrottung der Karre -  seinen Dienst
> verrichtete :)

Wem geht es nicht so?

von Peter B. (olduri)


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Gerhard O. schrieb:
> Woher kamen eigentlich die schönen Linsenkopfschrauben her?

Damals gab's noch richtig schöne Metallwarenläden. Mit ganz vielen 
vollen Regalen und Holzschubladen.
Da konnte man glanzvernickelte Messingschrauben sich einzeln oder in 
ganzen Schächtelchen von einem Verkäufer geben lassen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Peter B. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Woher kamen eigentlich die schönen Linsenkopfschrauben her?
>
> Damals gab's noch richtig schöne Metallwarenläden. Mit ganz vielen
> vollen Regalen und Holzschubladen.
> Da konnte man glanzvernickelte Messingschrauben sich einzeln oder in
> ganzen Schächtelchen von einem Verkäufer geben lassen.

Danke für die Info. Bevor plastikverpackter Aldi und Co. Massen Ware. 
Für Frontplatten sehen Linsenkopfschrauben immer sehr gut aus.

von Al. K. (alterknacker)


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Gerhard O. schrieb:
>> Gerhard O. schrieb:
>>> Woher kamen eigentlich die schönen Linsenkopfschrauben her?

Habe Solche und Andere Anfang der 60er im ELMO Wernigerode
verarbeitet dürfen.
Müsste tatsächlich mal schauen ob noch einige in der 
Sammelsuriumschraubenkiste liegen.;-))


Hurra, eine gefunden!

In der Kiste sind auch Schrauben und Muttern unter 1mm!
Habe damit in den letzten 50 Jahren schon etliche Brillen repariert.

: Bearbeitet durch User
von Arno H. (arno_h)


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Wofür ist denn die Spezialschraube mit dem Abstandsröllchen in dem Fach 
unten links? ;)

Arno

von Jens M. (schuchkleisser)


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Für schief gebohrte Löcher, damit wenigstens der Kopf gerade bleibt.

von Helmut K. (hk_book)


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Gerhard O. schrieb:
> Woher kamen eigentlich die schönen Linsenkopfschrauben her? Kriegt man
> die überhaupt als Privatabnehmer?

https://www.buerklin.com/de/search/?text=linsensenkkopf

von Mani W. (e-doc)


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Hier mal mein Frequenzzähler mit 7216, gebaut so 1985 herum...

Schaltplan und diverse Unterlagen habe ich noch...


Das Abstauben habe ich mir jetzt mal erspart!

Und er funktioniert immer noch!

: Bearbeitet durch User
von Mani W. (e-doc)


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Und funktioniert noch nach gut 15 Jahren im Tiefschlaf...

: Bearbeitet durch User
von Mani W. (e-doc)


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Viele von uns haben noch mit Edding, Tuschestiften, Pergamentpapier,
Letraset und später mit Stoffbändern auf Folie 
Leiterplattenvorlagenerstellt, und das in sehr großem Ausmaß, 
doppelseitig oder auch mehr Lagen...

Viele hier im Forum haben eine Ausbildung in der Industrie der 70/80er,
schätze ich mal, und damit auch eine Ausbildung auf Drehbank, Fräse, 
etc...

Alufrontplatten habe ich hunderte erstellt, mit Spiritus als Bohr- und
Fräsmittel, oft sogar mit Laubsäge und Schlichtfeile, manche wurden
auch graviert und mit Farbe eingelegt, Leiterplatten mit Fädeltechnik
auf Laborplatten gebaut etc...


Frontplatten wurden gebürstet mit Messingbürsten oder auch Sandpapier
in einem Schliff, das ganze noch mit viel Spiritus...


Man machte sich Gedanken, wie man ein Gerät möglichst gut aussehen ließ
als Prototype und man hatte auch handwerkliche Fähigkeiten, ohne die das
ganze nichts wurde...


Heute ist das eben anders geworden, die handwerklichen Fähigkeiten
werden ersetzt durch Computerprogramme und Simulationen...

Die Zeit hat sich ganz schwer geändert und hat Vor- und Nachteile...

Wie seht Ihr das?

: Bearbeitet durch User
von Stefan M. (derwisch)


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Mani W. schrieb:
> Wie seht Ihr das?

Sehr kritisch.
Es sieht zwar manches heute noch schicker aus als "damals", aber die 
handwerklichen Fähigkeiten und das Vermögen einmal selbst ( ohne Google 
) eine Lösung zu erdenken gehen flöten ( sind schon flöten gegangen ).

Heute können viele mit erstaunlichem Geschick einen 3D Drucker bedienen, 
aber an welcher Seite man eine Feile festhält... da wirds schon 
schwierig.
Das wäre noch als technischer Fortschritt argumentierbar, aber wo es 
mich gruselt ist folgender der Gedanke:

Handwerkliche Fähigkeiten und die weitergabe ( Lehre ) sterben damit 
aus.
Das Internet und alles was damit zusammenhängt ( Daten ) sind aber n.m.M 
sehr fragil und schnell weg vom Fenster ( Naturkatastrophe, Krieg... ).
Das erste was in so einem Fall versagt ist das WWW.

Und dann stehen viele junge Leute im Regen mit blassen, dünnen 
Computerfingern und wissen nicht, wie man eine wasserdichte Hütte 
baut...

Nicht dass es so kommen soll, aber das ist meine worst case Vision :-(

von Le X. (lex_91)


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Stefan M. schrieb:
> aber die
> handwerklichen Fähigkeiten und das Vermögen einmal selbst ( ohne Google
> ) eine Lösung zu erdenken gehen flöten

Unbelegte Behauptung.

von Walta S. (walta)


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Endlich kommen wir vom eigentlichem Thema weg. Wird ja auch Zeit. Sind 
schon zu viele schöne alte Sachen gezeigt worden.

walta

von Peter B. (olduri)


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Na denn will ich mal auch mit einem F-Zähler weitermachen, angeregt 
durch den gut ausgebauten Counter von Mani W. (e-doc), am 18.11 
vorgestellt.

Meiner ist der damalige "Funkschau-Mini-Zähler" mit ICM 7207, 7208 u. 
7209. Datum 7/1976. Er geht aber nicht mehr richtig.

Erweitert hatte ich das Ding um die Eigenkonstrukion von drei 
Zehner-Zählern sowie einen abschaltbaren Vorverstärker. (Da habe ich 
einfach die Torzeit vergrößert, und mit 10 sec. Torzeit ist die Messerei 
dann schon ganz schön langweilig) Die Umschaltung auf "Ereignismessung" 
war glaube ich auch nicht Standard.

Außerdem gab es dann noch ein Vorschaltgerät mit einem weiteren Teiler 
und Vorverstärker in gut abgeschirmter Teedose, der eigentlich bis 50 
MHz gehen sollte, aber bereits mit 27 Mhz so seine Schwierigkeiten 
hatte.

Und weil das Gerätchen so schön, obwohl nicht selbstgebaut ist, kommt 
jetzt noch als 4. Bild das 1. Teil meines damaligen Messgeräte-Parks, 
nämlich ein analoges Schätzeisen vom Feinsten.

So, nun habt Ihr wieder was zu gucken!

Aber hierzu möchte ich doch noch meinen Senf dazugeben:

"Die Zeit hat sich ganz schwer geändert und hat Vor- und Nachteile...
Wie seht Ihr das?"
Kann ich im Grunde nur zustimmen, und wenn ich mal ans Erzählen komme, 
jammere ich auch gerne mal: "Damals, ja damals konnte ich jedes Gerät, 
was irgendwo im Haus kaputt gehen kann reparieren, egal ob 
Waschmaschine, Fernseher oder Bügeleisen, heute kriege ich nicht mal so 
ein Plastik-Snap-In-verzahntes Minigerätchen auf, geschweige denn 
repariert."

Hat mal einer geantwortet: "Tja, die gute alte Zeit. Kaum einer kann 
heute noch richtig Kutsche fahren, und weiß schon gar nicht, wie man ein 
Wagenrad repariert, wenn es mitten in der Pampa zerspringt. Fahren alle 
nur noch mit den langweiligen Autos durch die Gegend."

Stimmt ja auch.

MfG, OldUri

Beitrag #6052118 wurde vom Autor gelöscht.
von Mani W. (e-doc)


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Ich befürchte, dass meine Nachricht an Raimund nicht angekommen ist...

Deshalb hier nochmal die Unterlagen vom 7216B...

von Ralph S. (jjflash)


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Hach, jetzt wollte ich einen neuen Thread aufmachen mit dem Titel. 
Nostalgische Elektronikbasteleien und wollte wissen was ihr so getrieben 
habt und stelle fest: einen solchen Thread gibt es hier schon.

Also kopiere ich einfach meinen Text hier hinein (nachdem ich hier die 
Beiträge gelesen habe):

------------------------------------------------------

Anekdoten von früher hätte ich viele und eine davon ist, dass ich das 
Autoradio (mit Kassette) lauter haben wollte und die gängigen Verstärker 
(das waren Teile, die man an den Lautsprecheranschluss angeschlossen hat 
- manchmal wurden die auch Nachbrenner / Booster bezeichnet - und dann 
war es lauter, aber meistens mies).

Damals wußte ich nicht wirklich wie das funktioniert (meistens waren da 
TDA2003 in Brücke drin wie ich heute weiß, aber damals nicht) und ich 
dachte mir, so als Lehrling im 2. Lehrjahr: selber bauen).

Als wurde mein erstes Auto (hätte ich heute super gerne wieder, nur im 
Vergleich zu damals nicht zu bezahlen: BMW 1602) um einen Eigenbau 
erweitert. Ich baute mir einen Brückenverstärker aus LM741 und BD245/246 
Transistoren.

Die Verstärkerschaltung reichte ich sogar bei meinem Meister als 
Fachbericht ein und er wurde böse, weil er meinte ich könne das nicht 
wissen, das Ding wäre abgeschrieben und ich mußte einen neuen Bericht 
schreiben.

Der Verstärker selbst war fürchterlich, er hatte keine zuerst keine 
thermische Stabilisierung und die Endtransistoren (damals teuer) sind 
mir ab und an abgeraucht, bis ich dahinter kam, woran das lag.

Zuvorderst hatte ich auch so etwas wie einen "akkustischen 
Drehzahlmesser" weil man die Zündimpulse mehr als nur deutlich hören 
konnte (aber lauter war es).

Es hatte ewig gedauert, bis ich das Prinzip von Drosselspule und 
nachgeschalteten Kondensatoren als passiven Tiefpass verstand und bis 
die Impulse weg waren (zumindest nicht zu hören).

Nur um dann wieder von vorne anzufangen und (weil noch nicht laut genug) 
ich die Versorgungsspannung erhöhen wollte und einen Zerhacker an die 
12V angeschlossen hab, damit die Endstufe mit ca. 30V lief (mehr wollte 
ich den OP's nicht zumuten). Natürlich habe ich mir auch Lautsprecher 
Chasis zerstört.

Das ganze muß 1982 gewesen sein (wegen erstem Auto).

Die Geschichte, ein Jahr zuvor (als Gemeinschaftsprojekt mit meinem 
Kumpel, der Automechaniker lernte) und etwas entstehen sollte, was man 
heute E-Bike nennt, ist eigentlich fatal, weil wir vom Schrott einen 
Anlasser eines NSU Prinz an ein Klapprad geschweißt hatten (die Nähte 
haben natürlich nicht gehalten und die Leistung des Anlassers war viel 
zu groß) und sollte also nicht erzählt werden.

JJ

PS: ein weiteres Klapprad führ mit einem umgebauten Scheibenwischermotor 
eines NSU Prinz ... nur war das irgendwie nicht schnell genug, Motor 
hatte wenn ich es richtig weiß so in etwa 80 bis 100W. Eigentlich ist es 
ein wunder dass ich noch lebe ... und ein Wunder, dass mein erstes Auto 
nicht in Flammen aufgegangen ist.

von Cyblord -. (cyblord)


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Die Geschichte bestätigt ein wenig die hier herrschenden Vorurteile 
gegenüber "Auto-Hifi-Schraubern".

von Dietmar S. (didi2)


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Nette Erinnerungen!

Ralph S. schrieb:
> PS: ein weiteres Klapprad führ mit einem umgebauten Scheibenwischermotor
> eines NSU Prinz ... nur war das irgendwie nicht schnell genug

Wieso, fuhr es immer vor und zurück? Sorry, das konnte ich mir jetzt 
nicht verkneifen ;-)

Ralph S. schrieb:
> ... und ein Wunder, dass mein erstes Auto
> nicht in Flammen aufgegangen ist.

Erinnert mich stark an meine Basteleien damals. War in der Zeit zwischen 
1987 und 1990. Dass das Licht im Takt vom Bass dunkel wurde, war ja noch 
harmlos. Ich hatte alle möglichen Spielereien à la James Bond eingebaut. 
Sogar eine LED-Schaltuhr in der Armlehne auf der Fahrerseite. Vor allem 
zwischen der Mitte des Armaturenbretts und des Sicherungskasten verlief 
ein ziemlich dicker Kabelstrang. Der Gesamtruhestrom sog öfter mal die 
Autobatterie leer. Alarmanlage (unheimlich wichtig für eine alte 
Rostlaube ;-)), 12V-Bordbuchsen, besagte Schaltuhr mit einem Heizlüfter 
und einem dicken NiCad-Akkupack als "Standheizung", diverse beleuchtete 
Rafi-Druckschalter für diverse Spielereien, 12V-Spannunsganzeige mit 
Digitaluhr. ATL-Hifiboxen liegend im Kofferraum, angeschlossen an eine 
Endstufe eines koreanischen Herstellers mit 2x 75W Sinus (selber 
nachgemessen, die Autoendstufe war damals ein Geheimtipp). Das alles in 
einen Fiat Ritmo eingebaut. Ich hatte Angst dass das Ganze mal durch das 
rostige Bodenblech kracht. Passiert ist aber nur dass ich mit dem 
Fahrersitz nach vorne kippte, als das rostige Blech eines Tages nachgab. 
Das war dann leider auch das Ende kurz vorm TÜV.

Hab gerade mal gestöbert und noch unvollständige Versuchsaufbauten der 
Digitaluhr gefunden (Foto). Erst habe ich es mit einem MM5314 versucht 
(rechts unten), aber da fehlte mir ja noch der Taktgenerator. Also habe 
ich die Original-Fiat-Uhr zerlegt (rechts oben) und mit einer Rohm 
LED-Anzeige aus einem Yamaha-CD-Spieler verbunden. Die Original hatte 
gemeinsame Anode, die Rohm-Anzeige gemeinsame Kathode, deswegen die 
Transistorversammlung auf der Lochrasterplatine. Hab sogar noch etliche 
Ersatz-IC aus der Fiat-Uhr, die hab ich damals bei Strixner und 
Holzinger gefunden. Die hatten irgendwie immer was ich brauchte, so 
lange es nur selten genug war.

: Bearbeitet durch User
von Ralph S. (jjflash)


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Cyblord -. schrieb:
> Die Geschichte bestätigt ein wenig die hier herrschenden Vorurteile
> gegenüber "Auto-Hifi-Schraubern".

Smile, ich war jung und wollte den Lärm, heute habe ich normales 
Autoradio und das ist zudem auch noch meistens aus (aus heutiger Sicht 
betrachtet hast du vollkommen recht) ! : - )

Aaaaaaaber: ich habe damals viel über "Problematiken mit 
Versorgungsspannungen gelernt" (und warum sich heute ein Mikrocontroller 
am Bordnetz eines Autos gerne selbst resetet oder sich aufhängt).

Dietmar S. schrieb:
> Wieso, fuhr es immer vor und zurück? Sorry, das konnte ich mir jetzt
> nicht verkneifen ;-)

Heeeeeey; sooooo doof waren mein Kumpel und ich nun auch nicht, das 
Getriebe wurde entfernt !

Dietmar S. schrieb:
> LED-Anzeige aus

... die gezeigte LED-Anzeige würde mir heute gefallen.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Komödie = Tragödie + Zeit

Namaste

von Dietmar S. (didi2)


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Ralph S. schrieb:
> ... die gezeigte LED-Anzeige würde mir heute gefallen.

Davon habe ich noch zwei Stück, die dritte wurde mit dem Auto 
verschrottet. Mir hat sie damals wegen den geraden Kanten der einzelnen 
Segmente gefallen, so dass ich gleich noch zwei bei Yamaha als 
Ersatzteil bestellte. An den Preis will ich heute lieber nicht mehr 
denken... Sollte ich sie mal hergeben, kannst Du sie gerne haben. Aber 
eigentlich will ich noch was damit machen.

Die Anzeige rechts ist aus einer schon damals uralten 
Nordmende-Fernbedienung. Die hatten eine Uhr eingebaut. In den 1970ern 
eine tolle Sache. Davon habe ich während meiner Ausbildung ein halbes 
Dutzend zusammengesammelt.

von Jörg P. R. (jrgp_r)


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Ralph S. schrieb:
> Die Geschichte, ein Jahr zuvor (als Gemeinschaftsprojekt mit meinem
> Kumpel, der Automechaniker lernte) und etwas entstehen sollte, was man
> heute E-Bike nennt, ist eigentlich fatal, weil wir vom Schrott einen
> Anlasser eines NSU Prinz an ein Klapprad geschweißt hatten (die Nähte
> haben natürlich nicht gehalten und die Leistung des Anlassers war viel
> zu groß) und sollte also nicht erzählt werden.

Ich hätte gerne diesen Part gelesen. Das ist genau nach meinem 
Geschmack.
Bitte lass mich Teilhaben, gerne auch per PN.

von Dietmar S. (didi2)


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Peter B. schrieb:
> So, da möchte ich auch mal eine alte Bastelei vorstellen. Sinus- und
> Rechteckgenerator, Wien-Brücke mit nachschaltbarem Schmitt-Trigger.
> Das Gerätchen hat mir lange Zeit gute Dienste geleistet.
>... //...
> Viel Spaß beim Angucken - OldUri

Mag vielleicht bekloppt klingen, aber diese alten Bauteile finde ich 
eine Augenweide. Besonders die rot lackierten Widerstände.

Ich habe so einen kleinen Schaukasten mit alten Bauelementen. Dafür 
suche ich schon länger nach 2-3 von diesen beigen 
Polyester-Kondensatoren (Synonym "Mustard"). Das kann man völlig 
vergessen. Die werden mittlerweile von den Hifi-Nerds gehandelt wie 
Diamanten.

Hab jetzt selbst mal ein paar bei Ebay reingesetzt, die ich aus einer 
Wersi-Orgel ausgelötet habe. Mal schauen was die so bringen. Ich suche 
allerdings größere, so ab 100nF (bzw. 100000pF, wie das oft so schön 
aufgedruckt war).

von Ralph S. (jjflash)


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Jörg P. R. schrieb:
> Ich hätte gerne diesen Part gelesen. Das ist genau nach meinem
> Geschmack.
> Bitte lass mich Teilhaben, gerne auch per PN.

Da gibts leider keine Bilder dazu, das einzige was ich dazu sagen kann 
ist das was aus meiner Erinnerung noch da ist:

Auf den Anlasser hatten wir einen Metallblock gesetzt, der eine 
selbstgemachte "Verbundachse" hatte auf der das Gegenstück des 
Anlasserzahnrads und eine Keilriemenscheibe saß.

Das Kettenblatt vom Innenlager des Fahrrads haben wir gelöst und da auch 
eine Keilriemenschreibe aufgeschweißt.

Hach, wie fühlten wir uns schlau, weil wie die "Verbundachse" in den 
Gefrierschrank gelegt hatten und das Zahnrad und die Riemenscheibe mit 
dem Bunsenbrenner erhitzt um beide auf eine Achse zu bekommen.

Letztlich hat es die Wicklungen des Anlassers zerstört.

von Anja Zoe C. (zoe)


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Ralph S. schrieb:
> Eigentlich ist es
> ein wunder dass ich noch lebe ... und ein Wunder, dass mein erstes Auto
> nicht in Flammen aufgegangen ist.

Naja, das können hier viele sagen; wenn ich mir überlege was wir damals 
alles angestellt hatten... Abgesehen von den etwas wilden Basteleien. 
Mit dem Fahrrad (mit Gepäck natürlich) den Großglockner raufgekeucht und 
dann mit Schnitt 60 runtergesaust.....

Autoverstärker hatte ich damals schön nach einem Elektorbausatz 
aufgebaut, im schönen Metallgehäuse mit passendem Kühlkörper auf der 
Rückseite. Dsa hat ganz gut funktioniert (Blaupunkt Autoradio mit diesem 
hübschen Doppelequalizer). In meinem Escort II hat der 
Selbstbauverstärker die Lautsprecher vorne angetrieben, hinten saßen die 
guten Canton Aktivboxen. Ich glaube, die hab ich noch, sollte ich mal 
wieder aktivieren.

Ich sollte mir jetzt mal ein paar Tage freinehmen; ich hab mir zu 
Weihnachten den C64 Maxi geschenkt (nachdem mein eigener C64 im 19" Rack 
ein neues Zuhause gefunden hat), der wartet jetzt auf viele 
Spielstunden.

von Dietmar S. (didi2)


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Dietmar S. schrieb:
> Dokumentiert habe ich früher fast nichts, das Keyboard-Interface für den
> Elektor Formant-Synthesizer (vorletztes Foto), habe ich aus dem Kopf auf
> die Platine geroutet. Ich hatte nur eine Skizze (letztes Foto) mit einer
> wirklich sehr ungefähren Vorstellung. Hat auf Anhieb funktioniert,
> obwohl ich da vom Design her einen echten Knaller eingebaut habe, der
> sich nur wegen der Trägheit der Relais nicht auswirkte. Sie werden jetzt
> halt nicht mit Gleichstrom sondern mit 200Hz angesteuert. Und dies ist
> mir erst vor etwa einem Jahr aufgefallen, also über 20 Jahre später...

Fast 1 Jahr nach meinem Beitrag macht sich der Fehler plötzlich auch in 
der Praxis bemerkbar und manche von den 37 Relais flattern. Eine 
Katastrophe.

Jetzt versuche ich mich gerade an einer Modifikation in Form einer Hand 
voll Dioden auf die Rückseite gelötet und ICs Huckepack mit Widerständen 
dazwischen. Was ein Pfusch... Im Grunde müsste ich die Schaltung neu 
aufbauen.

von Dietmar S. (didi2)


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Welch Glück, es war nur eine Leiterbahn unterbrochen, jetzt funktioniert 
es wieder! Die vermeintlich fehlende Modifikation hatte ich doch beim 
Design berücksichtigt. Das kommt davon, wenn man keinen Schaltplan 
zeichnet.

Offenbar ein Fehler auf dem Film, da die Unterbrechung auch auf den noch 
unbestückten Platinen vorhanden ist. Warum der Fehler erst nach 22 
Jahren auftritt, ist mir ein Rätsel, da die Lücke ja recht groß ist.

: Bearbeitet durch User
von Dietmar S. (didi2)


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Heute habe ich mich dem alten Kram mal wieder angenommen und etwas 
"Reverse engineering" betrieben. Das heißt endlich mal die Schaltpläne 
zu den Platinen gezeichnet. Man kann seine Zeit sicher sinnvoller 
verbringen, aber es kam plötzlich so über mich...

Immer noch ist mir ein Rätsel, wie ich das Ganze damals aus dem Kopf auf 
die Platine bekommen habe. Ich hatte nur eine halbe Skizze als 
Gedankenstütze (letztes Foto). Ein "kleiner" Unterschied zu den 
Schaltplänen. Für die Schaltpläne habe ich heute länger gebraucht, als 
damals für das Layout. Ich habe noch die alten Dateien auf dem PC und 
vorhin festgestellt, dass ich das Layout für beide Platinen an einem 
Freitag Vormittag gebastelt hab.

von Oliver S. (phetty)


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Anfang der 90er ist dieses frühe Werk enstanden von dem ich neulich auf 
dem Dachboden die Zeichnung gefunden habe. Überlege grad noch mit 
welcher professionellen Software die entstanden ist...

Problem: Verstärker hat nur einen Eingang, in der modernen Welt gab es 
aber plötzlich Satreceiver, Computer, moderne CD-Spieler usw.
Lösung: DER Multiplexer

Hat sogar ganz gut funktioniert.

Nun meckert nicht wie stümperhaft das ist, meine Kenntnisse stammen aus 
einem Kosmos-Kasten, der Einsatz eines ICs war schon hohe Kunst!

: Bearbeitet durch User
von Dietmar S. (didi2)


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Schöne klassische Symbole. Dein Plan enthält immerhin mehr als meine 
Handskizze.

Den richtigen Schaltplan habe ich mit HobbyCi erstellt und mir erst mal 
einen "gescheiten" Elko gebastelt ;) Für komplexere Schaltpläne ist das 
Programm aber nichts. Eigentlich ist es toll, aber bei der Menge an 
Verbindungen wurde es am Ende so langsam, dass es nach jeder Änderung 
über 10 Sekunden brauchte um das Bild aufzubauen. Ich dachte ich werd 
nicht mehr fertig... Beim nächsten Mal nehme ich wieder KICad.

Mist ich hab die Werte für die Vorwiderstände vergessen. R19-R34 auf PCB 
1 und R21-41 auf PCB 2 sind 100k.

: Bearbeitet durch User
von Oliver S. (phetty)


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Vermutlich habe ich es dann mit Fädeldraht aufgebaut, das war ja mal der 
letzte Schrei!

Zapperment! Ich habe damals 30 DM für ein paar Rollen Draht 
ausgegeben???

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Aber da waren noch vier Farben drin. Heute gibt es nur noch gelb und 
rot.

von Sven L. (sven_rvbg)


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Oliver S. schrieb:
> Zapperment! Ich habe damals 30 DM für ein paar Rollen Draht
> ausgegeben???

Conrad war schon damals eine Apotheke!

von Dietmar S. (didi2)


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Sven L. schrieb:
> Oliver S. schrieb:
>> Zapperment! Ich habe damals 30 DM für ein paar Rollen Draht
>> ausgegeben???
>
> Conrad war schon damals eine Apotheke!

Wenn Du erst mal bei ASWO bestellt hattest, kam Dir Conrad wie ein 
Discounter vor. Aber stimmt schon, auch ich habe Ende der 1980er viel 
Geld bei Conrad gelassen.

So eine völlig unnötige Ausgabe in Form eines Digi-Scope-Converter 500 
(die Zahl stand auch für den Preis), staubte lange im Regal vor sich 
hin, bis ich das Teil dann endlich verkaufte.

Ein paar Dinge habe ich aber noch, eine kleines Digitalthermometer, das 
bis heute auf meinem Schreibtisch tadellos seinen Dienst verrichtet. Und 
letztens erst beim Aufräumen wiederentdeckt, Infrarotindikator IR-A2, 
eine Checkkarte um IR-Fernbedienungen zu testen. Ach ja und das 
Voltcraft 5050E Fet-Multimeter. Das Ding funktioniert seit 28 Jahren, 
obwohl ich es in den 1990ern tagtäglich extrem beansprucht habe.

von Sven L. (sven_rvbg)


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Naja Anfang der 80er war nicht meine Zeit. Ich glaube meinen ersten 
Conrad Katalog habe ich zwischen 95 und 98 geschenkt bekommen und hab 
den wie viele unterm Kopfkissen liegen haben. Irgendwie gab es alle, 
aber nichts war erschwinglich.

Irgendwann hab es dann ein Elektronikereinstiegsset mit Netzgerät, 
Lötkolben, 2 Bausätzen und ein Multimeter war glaube ich auch dabei.

Ansonsten war die Bauteilequelle meistens der Sperrmüll.

von Dietmar S. (didi2)


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Sven L. schrieb:
> Naja Anfang der 80er war nicht meine Zeit.

Ab Ende der 1980er, vorher hätte mein Taschengeld nicht gereicht. Das 
habe ich immer bei Dahms in Mannheim ausgegeben. Einmal sind mein Kumpel 
und ich in der Pause von der Berufsschule zu einer Telefonzelle gefahren 
um unsere Bestellung bei Conrad aufzugeben. Das war natürlich unheimlich 
wichtig und vorrangig ;)

: Bearbeitet durch User
von Sven L. (sven_rvbg)


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Wenn man das so liest, dann kommen die Gefühle an die gute alte Zeit 
wieder hoch... War nicht alles schlecht früher! Auf jedenfall hat man 
auf den Kram für den man gespart hat aufgepasst!

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Sven L. schrieb:
> Conrad war schon damals eine Apotheke!

Selbiger hatte damals einen Antennenrotor zum unschlagbaren Preis von 
knapp über 100DM vertrieben.
Einen solchen habe ich hier und infolge der Weichmacher-Ausgasung bei 
den Plastik-Zahnrädern im Anzeigeteil, musste ich diese ersetzen und 
habe eine komplett neue Steuerung mit Anzeige gebaut, ist heute noch in 
Betrieb.

Der Rotor selbst hat Metall-Zahnräder, nur der Bedien/Anzeigeteil war 
hinfällig.

von Thomas R. (sunnyingtom)


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Mani W. schrieb:
> Ralf L. schrieb:
>> Die
>> Schaltung ist aus den Minispionebüchern von Günter Wahl.
>
> Das abgebildete Exemplar habe ich noch immer...
>
> 8.Auflage 1976, 1969 erstmalig...
>
>
> Und die Bauteile habe ich sicher noch

Sowas ist was für die Ewigkeit.
Ich war wohl reich, weil ich mir die Luxusversion gönnte.
Die habe ich auch heute noch ... mit über 940 Seiten auf vielen hundert 
unterschiedlichsten Minispionen!

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von Dietmar S. (didi2)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Antennenrotor

Das Steuergerät bei meinem war auch defekt, hat gerasselt wie bekloppt. 
Ich wollte mir auch eine elektronische Steuerung bauen. Hab mir für die 
Richtungsanzeige 100 LEDs gekauft (damals ziemlich teuer). Letztendlich 
wurde es dann aber nur ein Gehäuse mit zwei Tastern für links und rechts 
und einer LED. Die grünen 3mm LEDs liegen noch immer in meiner 
Bastelkiste.

von Fred P. (pruckelfred)


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Dietmar S. schrieb:
> habe ich immer bei Dahms in Mannheim ausgegeben.

Dahms kenne ich nur als Versandhändler. War damals, müsste 70er Jahre 
gewesen sein, ein sehr preisgünstiger Lieferant für Transistoren.

Schade, dass er nicht überlebt hat.

von Dietmar S. (didi2)


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Fred P. schrieb:
> Dietmar S. schrieb:
>> habe ich immer bei Dahms in Mannheim ausgegeben.
>
> Dahms kenne ich nur als Versandhändler. War damals, müsste 70er Jahre
> gewesen sein, ein sehr preisgünstiger Lieferant für Transistoren.
>
> Schade, dass er nicht überlebt hat.

Ja, das ist wirklich schade. Ich war oft dort, eines Tages war der Laden 
zu. Mein Onkel, der gleich um die Ecke wohnte, hat mir damals erzählt, 
dass der Chef mehr Zeit in Spanien verbracht hätte, als sich um den 
Laden zu kümmern. Ob's stimmt weiß ich nicht.

Die hatten einen riesigen Taschenrechner im Schaufenster, den man durch 
die Scheibe bedienen konnte. Das fand ich damals echt toll. In meiner 
Erinnerung bestimmt 80cm hoch und 60cm breit mit großen roten 
LED-Anzeigen (oder roten LEDs). Wie die "Tasten" funktionierten hätte 
mich eigentlich noch interessiert.

Ein Bauteil habe ich immer noch, einen 4k7 NTC. Ich erinnere mich noch 
wie so ein Typ mit langen Haaren mir mürrisch das Datenbuch auf den 
Tisch gedonnert hat und ich mir den NTC anhand einer Tabelle aussuchte.

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von Dietmar S. (didi2)


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von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Dietmar S. schrieb:
> Das Steuergerät bei meinem war auch defekt, hat gerasselt wie bekloppt.
> Ich wollte mir auch eine elektronische Steuerung bauen. Hab mir für die
> Richtungsanzeige 100 LEDs gekauft (damals ziemlich teuer).

Mir haben 30LEDS gereicht.

Die LEDs werden von einem Bargraph-Chip angesteuert.
Sowohl im Rotorgehäuse, alsauch im Steuergerät zur Richtungsvorgabe, 
habe ich mittels ausgeschlachteter Zahnräder aus einem alten 
Oki-Drucker, jeweils ein Poti angetrieben, welche an ihrem Schleifer 
eine Spannung ausgeben, welche wiederum über einen OPV verglichen 
werden.

Bei Spannungsdifferenz schaltet ein SSR so lange durch, bis keine 
Differenz mehr ist.

von Dietmar S. (didi2)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Mir haben 30LEDS gereicht.

64 wollte ich einbauen, aber die waren unterschiedlich hell, so dass ich 
eine Reserve gekauft habe.

> Die LEDs werden von einem Bargraph-Chip angesteuert.
> Sowohl im Rotorgehäuse, alsauch im Steuergerät zur Richtungsvorgabe,
> habe ich mittels ausgeschlachteter Zahnräder aus einem alten
> Oki-Drucker, jeweils ein Poti angetrieben, welche an ihrem Schleifer
> eine Spannung ausgeben, welche wiederum über einen OPV verglichen
> werden.

Ich komm beim besten Willen nicht mehr darauf, wie ich die LEDs 
ansteuern wollte. Aber so aufwendig hätte ich das damals nicht 
hinbekommen. Mit Mechanik hatte ich es noch nie, daran sind überhaupt 
die meisten Projekte gescheitert. Elektronik fertig, aber kein Gehäuse. 
Von beweglicher Mechanik ganz zu schweigen.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Dietmar S. schrieb:
> Mit Mechanik hatte ich es noch nie, daran sind überhaupt
> die meisten Projekte gescheitert. Elektronik fertig, aber kein Gehäuse.
> Von beweglicher Mechanik ganz zu schweigen.

Yep, ganz meinerseits.

Angesichts einiger grossartiger Projekte, die hier schon gezeigt wurden, 
traue ich mich fast nicht, meinen Müll hier zu zeigen.
Einen Schönheitspreis bekomme ich ganz sicher nicht, aber es 
funktioniert.
Deshalb zeige ich es hier.

Im Rotorgehäuse habe ich das 360°-Poti mittels Epoxy-Knetmasse 
festgeklebt. Hält bombensicher.
Die beiden weissen Zahnräder stammen aus dem Oki-Drucker.

Von dem Bargraph-Chip wurden 3 Stck. in Serie geschaltet.

von Dietmar S. (didi2)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Angesichts einiger grossartiger Projekte, die hier schon gezeigt wurden,
> traue ich mich fast nicht, meinen Müll hier zu zeigen.

Ist doch super geworden. Auch das mit den Zahnrädern, das hätte ich mir 
damals nicht zugetraut.

Das einzig tolle Gehäuse, das ich jemals hinbekommen habe, ist von einer 
Box mit Leistungswiederständen. Die habe ich mir gebaut um die 
Sinusleistung von Verstärkern zu messen. Schön mit Abreibebuchstaben und 
Auto-Klarlack drüber. Die LED-Bar ist von Conrad und die Wattangaben 
stimmen sogar. Nur die BNC-Buchsen haben keine Funktion. Ich hatte keine 
isolierten zur Hand und sie dann nie angeschlossen, weil ich so die 
Massen überbrückt hätte. Die Erdungsbuchse ist auch Unsinn. Aber 
ansonsten hat mir das Teil echt super Dienste geleistet. Die Widerstände 
können 50 Watt, ohne Kühlung halt nur kurzzeitig. Aber ich habe sie auch 
schon einige Minuten mit 75 Watt Sinus belastet, ohne dass sie geglüht 
haben.


> Im Rotorgehäuse habe ich das 360°-Poti mittels Epoxy-Knetmasse
> festgeklebt. Hält bombensicher.

Epoxy-Kleber ist schon eine tolle Sache. Ich habe eine Metallbuchse mit 
Uhu Endfest 600 in ein Metallgehäuse geklebt, das auf dem Dachboden 
jahrelang im Winter Minusgraden und im Sommer hohen Temperaturen 
ausgesetzt war. Als ich das später wieder zerlegte, konnte ich die 
Buchse nicht zurückgewinnen. Der Kleber war einfach nicht abzubekommen. 
Beim Versuch mit roher Gewalt schälte sich das Blech um den Kleber herum 
ab und der Rest Blech verblieb mit dem Kleber an der Buchse. Das hält 
also.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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So Leute, hier mal was um bei den VDE-Jüngern Schnappatmung einsetzen zu 
lassen ;-)

Treppenhauslicht über Schall (Geräusche) gesteuert.
Gebaut etwa Anfang der 80er Jahre, später das Relais durch Triac 
ersetzt.
Die Schaltunterlagen sind nie wieder aufgetaucht ;-)

Das Ding hatte nie einen Ausfall, schaltet täglich bestimmt einige 
Dutzend mal ein und reagiert auch Nachts auf Züge (Bahnstrecken etwa 2km 
Luftlinie), auf Luftverkehr (hier haben die schon die Räder raus) und 
vor allem auch, wenn die "Billigeinkäufer" sich an Türen und Fenster zu 
schaffen machen.
Am Tage ist das Teil durch Lichtsensor aus (außer bei dunklem Wetter).

Inzwischen pfeife ich (und Frau und Kinder) schon in fremden Fluren zum 
Licht, so ist das bei uns ins Blut übergegangen ;-)

Und NEIN! Das Ding wird nie ersetzt, auch wenn es wild aussieht. Es 
befindet sich unter der Decke, da kommt man kaum ran. Einen Deckel hatte 
ich mal, der ist seit Jahrzehnten verschütt gegangen.

So, nun könnt ihr mich verhauen....

Old-Papa
(ja, ich kann auch besser)

: Bearbeitet durch User
von Dietmar S. (didi2)


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Und ich fragte mich gerade was das Mikro da macht, bevor ich den zweiten 
Satz las ;)

Bei dem Teil fällt mir gerade ein, dass bei meinem Vater im Haus noch 
ein elektronischer Starter für Leuchtstoffröhren seinen Dienst 
verrichtet. Den habe ich aus der Elektor nachgebaut, da muss ich so 14 
gewesen sein. Das Teil hätte ich völlig vergessen, wenn ich nicht in 
diesem Thread heute gelesen hätte.

: Bearbeitet durch User
von Volker P. (_volker)


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Hallo,

es muss so um 1982/83 gewesen sein als die originale ZX-81 
Folientastatur nach exzessiver Nutzung ihren Geist aufgeben hatte. 
Reparaturversuche mit Silberleitlack brachte aber auf die Dauer nicht 
viel. Mein Onkel hatte damals einen Elektronikladen, daher kam ich auf 
die Idee eine neue Tastatur für den Zeddi zu bauen. Wenn mich meine 
Erinnerung nicht täuscht, kostete 1983 ein ITT Shadow Digitast um die 
4DM. Das wären knapp 160DM gewesen, aber dank Onkelchen ging es etwas 
günstiger. Die Beschriftung der Digitaster besteht aus der alten 
Folientastatur, Überzug mit Nagellack transparent und hat bis zum 
heutigen Tage gut gehalten.

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