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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Baumarkt EVG Leuchtstoffröhre Vor-Start-Messung


Autor: Martin G. (martin_g697)
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Hi!

Ich hab in meiner Bastelspeisekammer eine Leuchtstoffröhre mit EVG vom 
Baumarkt.

Ging bis jetzt ganz gut.

Hab aber schon eine Röhre tauschen müssen und jetzt ist mir die 2. auch 
kaputtgegangen. In 2 Jahren.

So, die Wendeln sind kaputt. Ich messe keinen Durchgang mehr an den 
Anschlüssen.

Die Lampe ist bis gestern problemlos gelaufen, und hat auch immer sofort 
gezündet. Also ist eigentlich das Gas und der Glaskolben OK, nur die 
Wendeln nicht. Keine schwarzen Ränder bei den Wendeln.

Woher weiß das EVG, daß die Wendel noch OK ist? Warum interressiert es 
das EVG überhaupt ob die Wendel da ist?

Wie könnte man das EVG austricksen, daß die Wendel noch da ist?

Einfach kurzschließen?

Hab zwischen den Wendelkontakten ca 26Vac gemessen.

Autor: Carsten W. (eagle38106)
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Diese Wendeln sind Heizdrähte. Die werden beim Start bzw. vor dem Zünden 
der Lampe aufgeheizt. Sonst kommen da keine Elektronen raus und die 
Lampe kann nicht leuchten. Manche billigen EVGs (oder defekte) 
übertreiben es halt mit dem Strom durch die Heizwendel.

Autor: MWS (Gast)
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Ein wenig Mühe hättest Du Dir schon geben und vorher suchen können:
https://www.elektropraktiker.de/ep-2003-09-715-715.pdf?eID=tx_nawsecuredl&falId=6416&hash=8a971b7d794a95f982c0335760b3a745

Eine neue Röhre kommt um die 10 Euro und dafür machst Du rum und 
schrottest ggf. das EVG?

Autor: Carsten W. (eagle38106)
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Hier kannst Du mal die Funktionsweise der Leuchtstofflampe nachlesen: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtstofflampe

Beitrag #5646803 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Thomas R. (r3tr0)
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Autor: oszi40 (Gast)
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Die Superleuchte schrieb im Beitrag #5646803:
> das EVG die Leuchte geschrottet

Kleiner Tipp am Rande: LED-Röhren mögen keine EVGs!!! Entweder neu 
verdrahten für LEDs oder gleich wegwerfen und für 4,50 Ersatz suchen.

Autor: Günter Lenz (Gast)
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>Wie könnte man das EVG austricksen, daß die Wendel noch da ist?
>
>Einfach kurzschließen?

Kann man so nicht beantworten, man müßte die Schaltung
kennen.

Die Heizwendel sind im normalen Betrieb nicht notwendig,
die sind nur kurzzeitig nötig wenn die Röhre noch kalt
ist. Die Zündspannung ist bei einer kalten Röhre höher.
Es gibt Leuchtstofflampen die mit Batterien betrieben
werden, zum Beispiel 24V bei der Eisenbahn, die haben
Transverter, die die Spannung auf über 1000V
hochtransformieren. Da zünden die Röhren immer,
da funktionieren auch Röhren mit durchgebrannten
Heizfäden. Die Heizfäden werden in diesen Geräten
überhaupt nicht benutzt. Die Leuchtstofflampen
sind Gasentladungslampen und brauchen grundsätzlich
eine Strombegrenzung, sonst werden sie zerstört,
weil sonst der Strom nach Zündung lawinenartig
ansteigen würde. Unterhalb der Zündspannung
funktionieren sie nicht, es fließt dann kein Strom.

Autor: Christoph Z. (rayelec)
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>Wie könnte man das EVG austricksen, daß die Wendel noch da ist?
>
>Einfach kurzschließen

Ich habe die unterbrochenen Wendel bei Energiesparlampen jeweils mit 
einem 100nF Folienkondensator überbrückt. Gewisse Lampen konnten danach 
noch monatelang betrieben werden. (War zu einer Zeit, als ESL noch DM 
20.- pro Stück kosteten. Ich habe mich dann jeweils aus der 
Recyclingkiste im Supermarkt bedienen dürfen)

Autor: Martin G. (martin_g697)
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Danke für die vielen Links zur Funktionsweise von Leuststoffröhren. Mich 
hat aber wie ihr seht nicht die normale uralte Technik interessiert mit 
Drossel und Starter, sondern wie die 5€ Baumarkt EVG Lösung das macht.

Ich habe jetzt mal gemessen.

Bei einer neuen Röhre haben die Wendeln im kalten Zustand 2.4 Ohm.
Also ziemlich niedrig.

Habe mich doch getraut bissl zu spielen. Habe die Spannung an einer 
Wendel im Betrieb gemessen. Da sind ca 115 Vac drauf. Dauernd. Hab den 
Strom noch nicht gemessen.

Das heißt, das dumme Teil heizt dauernd meine Wendeln. Jetzt weiß ich 
auch warum die so schnell kaputtgehen.

Autor: Günter Lenz (Gast)
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Martin G. schrieb:
>Da sind ca 115 Vac drauf. Dauernd.

Das ist ein Meßfehler, im Normalbetrieb ist
da 0V drauf. Mach mal ein Schaltplan wie
du gemessen hast.

Autor: Günter Lenz (Gast)
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Es kann höchstens bei einer durchgebrannten Röhre
so sein, bei einer intakten nicht.

Autor: Carsten W. (eagle38106)
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Martin G. schrieb:
> Da sind ca 115 Vac drauf

Du mißt mit Deinem DMM Hausnummern, weil das eine Wechselspannung mit 
40-80kHz nicht darstellen kann. Brauchst schon ein Oszilloskop dafür. 
Plus Trenntrafo, an dem die Lampe hängt.

Wären das echte 115Vac, dann wären die Heizwendeln in 
Sekundenbruchteilen durchgebrannt.

Autor: Martin G. (martin_g697)
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> Wären das echte 115Vac, dann wären die Heizwendeln in
> Sekundenbruchteilen durchgebrannt.

Das Ergebnis hat mich auch verwundert, denn eine im kalten Zustand 3 
Ohmige Wendel sollte wirklich durchbrennen.

Hab direkt mit dem DMM an den Wendelkontakten gemessen.

Ich glaube da muß ich nochmal messen.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Günter Lenz schrieb:

> Die Heizwendel sind im normalen Betrieb nicht notwendig,
> die sind nur kurzzeitig nötig wenn die Röhre noch kalt
> ist.

Auch im gezündetem Zustand fliesst ein Strom durch die Heizwendel,
nämlich der Betriebsstrom der Lampe. Durch das Glühen der Wendel
werden also mehr Elektronen erzeugt.

Autor: Carsten W. (eagle38106)
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Manchmal kann man das Leuchtmittel mit einer durchgebrannten Heizwendel 
in einer Leuchte mit EVG drehen und weiter verwenden.

An diesen EVGs werden Leuchtmittel nur mit drei Leitungen angeschlossen. 
Die Topologie mancher EVGs kommt mit einer Heizwendel zum Zünden der 
Leuchte aus.

Letztendlich reichen im Betrieb auch nur zwei Leitungen wie bei einer 
Lampe mit KVG aus. (Dort kann man nach dem Zünden den Starter entfernen 
und die Lampe brennt trotzdem weiter.) Wie schon zuvor von Harald 
geschrieben: Der Lampenstrom, der durch die Heizwendel durch die Röhre 
zur anderen Seite fließt, der reicht aus, die Temperatur zu halten.

Autor: Martin G. (martin_g697)
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Das heißt auch, daß die Lebensdauer einer Leuchtstoffröhre verlängert 
werden kann, wenn man sie alle paar Monate mal 180° in der Fassung 
dreht. Denn da werden die Wendeln an beiden Seiten abgenutzt.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Martin G. schrieb:

> Das heißt auch, daß die Lebensdauer einer Leuchtstoffröhre verlängert
> werden kann, wenn man sie alle paar Monate mal 180° in der Fassung
> dreht. Denn da werden die Wendeln an beiden Seiten abgenutzt.

Es gibt wohl nur sehr wenige VGs mit einer solchen Schaltung.

Beitrag #5647019 wurde vom Autor gelöscht.
Autor: Martin G. (martin_g697)
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Meine 36W Osram Leuchten haben sogar noch einen Metallring um den 
Wendeln. Galvanisch getrennt. Also denke ich, wird die Wendel damit über 
das ionisierte Gas kurzgeschlossen. Oder wozu ist das da drin?

Autor: Carsten W. (eagle38106)
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Martin G. schrieb:
> Meine 36W Osram Leuchten haben sogar noch einen Metallring um den
> Wendeln.

Den Ring haben sie eigentlich alle. Verhindert, daß die Leuchtschicht im 
Bereich der Heizwendeln durch Material von den Heizwendeln geschwärzt 
wird.

Autor: Martin G. (martin_g697)
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Christoph Z. schrieb:
>>Wie könnte man das EVG austricksen, daß die Wendel noch da ist?
>>
>>Einfach kurzschließen
>
> Ich habe die unterbrochenen Wendel bei Energiesparlampen jeweils mit
> einem 100nF Folienkondensator überbrückt. Gewisse Lampen konnten danach
> noch monatelang betrieben werden. (War zu einer Zeit, als ESL noch DM
> 20.- pro Stück kosteten. Ich habe mich dann jeweils aus der
> Recyclingkiste im Supermarkt bedienen dürfen)

Das ist eine interessante Lösung. Recyclingkiste? :D
Habs sofort ausprobiert.
Und ja, sie geht.

Ich hab zwar 220nF an beiden Enden drangehängt, aber es ging.
Im Betrieb ist an denen kaum Spannung zu messen.

Zündvorgang: ca 1600V zw. den Röhrenenden.
Betrieb: ca 700Vac bis 900Vac.

Gemessen mit meinem DMM, ich werde da kein Oszi opfern.

Auch bei der gesunden Röhre ist diese Spannung zu messen. Also denke ich 
ist das OK.

Aber das die kaputte Röhre wunderbar weitermacht, als wenn nix passiert 
wäre, ist schon mal wunderbar.

Sobald die Kondensatoren wegkommen, schaltet das EVG aus.
Ich denke, ich werde mal dauerhaft die Kondis da einlöten, und weiterhin 
die alte Röhre verwenden. Ich denke die wird ewig halten.

Eigentlich ist es doch immer die Wendel oder der Starter der den Geist 
aufgibt.
Könnten wir nicht ein EVG machen, daß nicht kaputt geht, und die Röhren 
bis zum eingasen betreibt? Natürlich mit geeigneter Entstörung.
Hat das schon mal jemand gemacht?
Klar wird sich die Lampenindustrie das nicht gefallen lassen, aber einen 
Versuch wäre es doch Wert die Umwelt zu schonen.

Autor: flo do (Gast)
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Martin G. schrieb:
> Könnten wir nicht ein EVG machen, daß nicht kaputt geht, und die Röhren
> bis zum eingasen betreibt? Natürlich mit geeigneter Entstörung.
> Hat das schon mal jemand gemacht?
> Klar wird sich die Lampenindustrie das nicht gefallen lassen, aber einen
> Versuch wäre es doch Wert die Umwelt zu schonen.

Denk noch mal darüber nach. Welchem Zweck dienen die Glühwendeln?

Etwa, die Röhren schneller defekt... ("Lampenindustrie")? Falsch.

Dein Problem hast Du wohl anfänglich richtig erkannt: Hier, bei diesem
EVG, mag evtl. der Heizstrom zu hoch angesetzt sein, bzw. wäre ein etwas
längerer Aufheizbetrieb mit geringerem Strom (vor dem 1. Zündimpuls)
vielleicht besser.

Auf die Heizung von Anfang an zu verzichten, das wäre dann ein EVG
allein für den Betrieb von Röhren mit kaputten Wendeln - aber keine
gute Lösung für "gute Röhren"...

Autor: oszi40 (Gast)
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Martin G. schrieb:
> Ich denke, ich werde mal dauerhaft die Kondis da einlöten

... sofern sie diese Spannung vertragen?
Es wäre evtl. nützlich, die Einschaltströme mit gesundem EVG zu 
vergleichen. Evtl. ist im EVG ein Defekt?

Autor: Martin G. (martin_g697)
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Da man den Schaltplan dieser billig Baumarktlösungen nicht kennt, kann 
ich nicht sagen, ob sie defekt ist.

Sicher ist, dieses EVG heizt nichts vor, das Licht ist sofort da.

Die Kondis sind für 400V ausgelegt. Sollte reichen. Vor allem, im 
Betrieb sieht man da keine Spannung dran, nur beim Einschalten.

: Bearbeitet durch User
Autor: Thomas (Gast)
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Man kann ja auch LED Röhren nehmen. Dazu muss aber in der alten 
Halterung der Starter entnommen werden, und ein Dummy-Starter rein. 
Meist ist der grün gekennzeichnet.

Autor: hinz (Gast)
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Thomas schrieb:
> Man kann ja auch LED Röhren nehmen. Dazu muss aber in der alten
> Halterung der Starter entnommen werden, und ein Dummy-Starter rein.

Klappt bei EVG nicht so gut, einfach mangels Starter.


> Meist ist der grün gekennzeichnet.

So wie elektronische Starter auch...

Autor: Werner H. (werner45)
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Zur Info:  Die Betriebsspannung der Wendel ist nominell 6,3 V (wie bei 
den meisten Radioröhren). Dimmbar geschaltete TL-Lampen haben jeweils 
durchlaufende 6,3-V-Heiztrafos und Lampendimmer.

Gruß   -   Werner

Autor: Klaus (Gast)
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Zur Abrundung des Threads hier ein Link auf Schaltbilder von EVGs
http://www.pavouk.org/hw/lamp/en_index.html

Und nachfolgend Foto eines 5-Euro EVGs incl. Röhre vom Baumarkt.
Gibt es immer noch bei Hornbach und manchmal bei Obi (1x36 Watt 
Variante).
Beitrag "Re: Leuchtstofflampe zündet oft spät"

Autor: Andy R. (andy_r)
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Martin G. schrieb:
> Sicher ist, dieses EVG heizt nichts vor, das Licht ist sofort da.

Dann ist das ein sogenanntes Kaltstart EVG.
Nachteil ist das die Röhren bei jedem Einschalten recht stark altern.
Warmstart EVGs sind in der Industriebeleuchtung deshalb Standard.

Autor: Dieter (Gast)
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Von Seiten des TO wäre gut zu wissen ob die LL häufiger eingeschaltet 
wird (z.B. Bad, Keller, Garage) oder nur selten.
Es gibt auch den lebensdauerverkürzenden Gleichrichtereffekt bei diesen 
LL bei einigen Ausführungen des Wandlers.

Autor: Martin G. (martin_g697)
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Die LL sind in der Garage eingebaut, wo ein Bewegungsmelder die Lampen 
einschaltet und für ca 6min brennen lässt. Im Haus sind 17 Familien, 
also ist da täglich mindestens 34x Bewegung.

Eine dieser Lampen ist aber dauernd an, wegen Sicherheit etc.

Letztens ist diese dauerbrennende LL ausgefallen. RIP. ich bin stolz auf 
sie. Sie brannte ca. 18000h. Sie wurde nur bei Stromausfällen wieder 
gezündet. Stinknormale alte Drosselschaltung.

: Bearbeitet durch User
Autor: oszi40 (Gast)
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Martin G. schrieb:
> Stinknormale alte Drosselschaltung.

Behalte diese Drossel-Leuchte! Sie ist ideal für SCHNELLE LED-Umrüstung. 
Entweder nur LED-Röhre plus Starter tauschen (oder evtl. noch Drossel 
brücken falls sie brummte).

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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oszi40 schrieb:
> Die Superleuchte schrieb im Beitrag #5646803:
>> das EVG die Leuchte geschrottet
>
> Kleiner Tipp am Rande: LED-Röhren mögen keine EVGs!!! Entweder neu
> verdrahten für LEDs oder gleich wegwerfen und für 4,50 Ersatz suchen.

Die Substitute LED Röhren von Osram kann sogar direkt am 230V Netz 
betreiben.

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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Martin G. schrieb:
> Das heißt auch, daß die Lebensdauer einer Leuchtstoffröhre verlängert
> werden kann, wenn man sie alle paar Monate mal 180° in der Fassung
> dreht. Denn da werden die Wendeln an beiden Seiten abgenutzt.

Nein, sie werden nämlich mit Wechselspannung betrieben. Dadurch 
verbrauchen sich beide Seiten gleich schnell.

> sicher ist, dieses EVG heizt nichts vor, das Licht ist sofort da.

Dann braucht es keine Heizwendel, was aber deinem Urpsrungspost 
widerspricht. Es sieht also so aus, als ob dein EVG die Heizwendel 
überprüft, aber sie nicht verwendet. Macht das Sinn?

Ich habe mal gelesen, dass Schnell-Starter die Lebensdauer der Röhren 
drastisch herabsetzen, weil sie kälter starten, als vorgesehen. Wenn das 
stimmt, dann müsste dieser Nachteil auf dein EVG ebenso zutreffen.

In der Küche an der Decke nutze ich eine old-style Röhre mit 
Bimetall-Starter und Spule. Die läuft jetzt schon seit mehr als 15 
Jahren. Schlecht kann diese alte Startmethode (mit Vorheizen) also nicht 
sein.

: Bearbeitet durch User
Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Martin G. schrieb:
> Wie könnte man das EVG austricksen, daß die Wendel noch da ist?

das ganze wieder auf Standard-Technik umbauen.

und wenn eine Röhre nicht mehr will,
einen kleinen Hochspannungsimpuls an die Röhre geben.
Also an das Glas.

Zack isse an.

Dafür könnte man so einen Piezo-Zünder vom Feuerzeug nehmen.
das ist allerdings total fullemig.

Für solche Spielereien hab ich mir mal
von einem alten Gas-Herd den Anzünder gemopst.
Der ist baulich viel praktikabler zu händeln:
schöner roter Druckknopf und schon eine ca 30cm lange Leitung dran.

da kannst sogar den Starter ganz weg lassen und nur eben die Drossel
dran behalten, die ist auch dabei Pflicht.

Autor: Serge W. (musikfreund)
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Werner H. schrieb:
> Zur Info:  Die Betriebsspannung der Wendel ist nominell 6,3 V (wie bei
> den meisten Radioröhren). Dimmbar geschaltete TL-Lampen haben jeweils
> durchlaufende 6,3-V-Heiztrafos und Lampendimmer.
>
> Gruß   -   Werner

Exakt, genau solche Leuchten hab ich auch noch im Einsatz. Die zünden 
auch starterlos, allerdings braucht man die "dicken" T12 Röhren mit 
Zündstreifen und die sind "dank" der EU so gut wie verschwunden. Es gibt 
sie noch, aber teuer :/

Wer das nicht kennt, die Lampe wird über einen extra Heiztrafo dauerhaft 
beheizt, Rest ist einfach eine Drossel in Reihe und den Zündstreifen an 
Masse. Durch das Vorheizen (und viel Quecksilber in der Röhre*, ist so!) 
genügen dann 230V zum Zünden der Lampe. Der Heiztrafo sorgt dafür, dass 
die Lampe auch in gedimmtem Betrieb nicht auskühlt, einfach gesagt.

*TL-M RapidStart 8,8mg Hg
*neue Röhren (EU konform) < 3,0mg Hg

Schönen Abend, Serge

: Bearbeitet durch User
Autor: Serge W. (musikfreund)
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Martin G. schrieb:
> Zündvorgang: ca 1600V zw. den Röhrenenden.
> Betrieb: ca 700Vac bis 900Vac.
>
> Gemessen mit meinem DMM, ich werde da kein Oszi opfern.

Bei diesen Frequenzen um 40...kHz misst du Mist, bzw. dein Multimeter.

Die Brennspannung müsste so um die 100V liegen bei 36W.
Zündspannung klingt viel, ist aber beim "Kaltstart" durchaus möglich.

-------

PS. Es gibt eine ganz simlpe Schaltung aus DDR Zeiten, die immer wieder 
in diesem Zusammenhang gepostet wird, und ich jedesmal vergesse, sie 
abzuspeichern. Damit konnte man defekte Leuchtstofflampen mit 
Wendelbruch noch lange betreiben. Wer sich auskennt, weiß was ich meine. 
Aber ich finde die Schaltung nicht mehr.

Autor: S. M. (opusdiabolus)
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Simlpe Schaltung aus DDR Zeiten

Autor: Erleuchter (Gast)
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Autor: Stefanus F. (stefanus)
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S. M. schrieb:
> Simlpe Schaltung aus DDR Zeiten

"Alle genannten Nachteile werden mit der abgebildeten Schaltung 
vermieden"

Beschreibt der Artikel auch die Nachteile dieser Schaltung? Zum beispiel 
den hohen Einschaltstrom. Und das Feuerwerk, dass eine kurze 
Überspannung auslösen kann oder eine Mangelhafte isolation in einem 
Kondensator.

Die Dioden sind übrigens zu knapp bemessen. Nach meiner Erfahrung 
braucht man dort mindestens 1200V. (600V für Netzspannung und davon das 
Doppelte wegen der Spannungsverdoppelung).

Außerdem startet die Röhre mit dieser Schaltung kalt, was (soweit ich 
mal gelesen habe) ihre Lebensdauer drastisch verringert.

: Bearbeitet durch User
Autor: Bastler (Gast)
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Ich hatte das gleiche Problem: Wendel durch, EVG startet nicht mehr.
Da das sowiso eine Billiglampe war, den Tip hier aus dem Forum getestet:
Wendel kurzschliessen.
Seitdem brennt sie wieder.
(Aber natürlich keine Garantie, dass das Dein EFG nicht doch 
schrottet...
und meine leuchtet auch nur unter Aufsicht, wegen Brandgefahr usw.)

Aber vielleicht kann man einfach einen Widerstand über die Pins einlöten 
als "Wendelersatz"?
Natürlich startet die Röhre dann kalt und hat mehr Verschleiss, aber sie 
ist ja sowiso schon kaputt, oder? Und wenn man das Leben so noch 
verlängern kann tut man der Umwelt was gutes.

Autor: oszi40 (Gast)
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Bastler schrieb:
> tut man der Umwelt was gutes

Aufwand und Nutzen? Bei Obi neue Lichtleiste holen ca. 5€ und Widerstand 
online bestellen 6€ Porto?

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