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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Alte VFD-Anzeige übrig, möchte gerne eine Uhr damit bauen


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Autor: Serge W. (musikfreund)
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Hallo liebes Forum,

folgendes: Ich habe vor Jahren mal irgendwo ein Fl-Display ausgebaut und 
würde es gerne nutzen, um eine Uhr damit zu bauen.

Grundlagen in Eletronik sind vorhanden, löten kann ich auch. Ein Bild 
kann ich nachreichen, bin gerade nicht vor Ort. Habe auch schon 
Netzteile und eine Digitaluhr mit LED-Anzeigen aufgebaut/ nachgebaut, 
allerdings ohne Multiplex.

Das ist auch das Stichwort: Multiplex

Die Anzeige kann man sich wie folgt vorstellen (weil gerade kein Bild 
und kein Datenblatt zur Hand):

- Anzeigefeld ist *88:88*, davon sind die Anschlüsse des ersten 
Segments herausgeführt sowie der Dezimalpunkt. Das sind wohl die Anoden. 
Dann habe ich 5 Gitter sowie Heizung/Katode.

Leider finde ich keine Anleitung oder einen Schaltkreis, der das könnte. 
Eine Hoffnung war, dass es vor 30 Jahren mal Radiowecker mit VFD gab und 
auf deren Schaltplänen, wie man sie im Netz findet, erledigt das alles 
ein einziges IC, das man aber nirgends mehr bekommt.

Nun meine Frage: Wie könnte ich weiter vorgehen? Vielleicht ist die 
Lösung gar nicht weit, und ein µC könnte diese Aufgabe übernehmen?

Auf Youtube hat mal jemand eine Funkuhr mit ebenfalls unbekanntem VFD 
gebaut, allerdings mit Raspberry Pi und riesen Drahtverhau. Das muss 
soch auch einfacher gehen?

Ich hätte noch einen alten Radiowecker mit LED Anzeige übrig, wird aber 
bis aufs Gehäuse nicht helfen denke ich?.

Vielen Dank euch schonmal (im Forum gibt es ähnliche Themen, hab 
gesucht, aber vielleicht nicht gut genug).

Grüße, Serge W.

PS: Uhren gibt es wie Sand am Meer, aber mir geht es darum, etwas zu 
lernen! Und hab Spaß am Löten und mich weiter zu bilden.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Serge W. schrieb:
> Nun meine Frage: Wie könnte ich weiter vorgehen? Vielleicht ist die
> Lösung gar nicht weit, und ein µC könnte diese Aufgabe übernehmen?

Das VFD selbst kannst du nicht von einem Controller bedienen, da muss 
schon noch ein Anzeigetreiber dazwischen.  Die VFDs brauchen ca. 30 V 
Anodenspannung, die muss man dann schalten, die Gitterspannung 
ebenfalls. Üblicherweise sind alle „gleichnamigen“ Segmente aller 
Stellen als Anoden gemeinsam herausgeführt, und jede Stelle hat davon 
„ihr“ Gitter, mit dem man die entsprechende Stelle aktiviert. Ein 
Segment leuchtet nur dann, wenn sowohl Gitter- als auch Anodenspannung 
auf 30 V gegen Katode liegen.

Die Katoden sind direkt geheizt, und es empfiehlt sich, eine 
Wechselspannungsheizung vorzusehen, wobei das eigentliche 
Katodenpotenzial in der Mitte angezapft wird (das, gegen das die 30 V 
dann arbeiten). Wenn du nur einseitig und mit DC heizt, hast du sonst 
bei vielleicht 2 oder 3 V Heizspannung (wie viel es genau sein müssen, 
musst du im Datenblatt schauen) einen so großen Potenzialunterschied 
zwischen links und rechts, dass der Helligkeitsunterschied deutlich 
wird.

Ob du nun fertige VFD-Treiber benutzt oder das alles mit Transistoren 
schaltest, ist Geschmackssache.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Das hier habe ich vor Jahren mal gebaut. Die VFD-Treiber sind MAX6921, 
wobei sich die Nummerierung der Pins auf die PLCC-Bauform bezieht, die 
ich versehentlich geordert hatte damals.

Das VFD hier ist eine 5x7-Punkte-Matrix mit 20 Stellen. Deins wird 
vermutlich einfacher sein.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Jens M. (schuchkleisser)
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Autor: Ein VFD-Fan (Gast)
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Ich hab selbst ein paar Punktmatrix VFD's daheim. Im Datenblatt steht 
was von 12 Volt Ansteuerung der Gitter. Da die Ströme doch eher gering 
sind, könnte man z.B. Schieberegister aus der alten 4xxx CMOS Welt 
nehmen, die können doch bis 15V ab. Mit einer Kette Schieberegister 
bruacht es dann nur einen Pegelwandler der die 3,3V (oder 5V) Pegel vom 
Controller auf die 12V anhebt.

Ich würde aber zuerst mal vorsichtig mit dem Heizdraht anfangen: Strom 
durchgeben bis er grade so erkennbar glimmt, da wieder ein Stück zurück. 
Dann Spanung an eine Anode, leuchtet dann was . Das Spielchen 
wiederholen mit den anderen Anschlüssen.  Damit stellst du sicher dass 
dein VFD auch arbeitet. Kannst dann noch mit Gitter-Anschluss statisch 
probieren ob die Segmenten auch gut genung ein/ausschaltbar sind.
Wobei bei einer reinen 7-Segment Uhrzeit Anzeige evtl. nicht mal 
gemultiplext wird (ausporbieren macht hier schlau)

Viel Spass wünscht dir ein anderer VFD-Fan

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Jörg W. schrieb:

> Die VFDs brauchen ca. 30 V
> Anodenspannung, die muss man dann schalten, die Gitterspannung
> ebenfalls.

Ich habe es in Erinnerung, das man die Anoden auf eine Spannung
von ca. +5V legte und das Kathodenpotential auf ca -20V. Die
damals verwendeten Spezial-ICs (ich glaube NMos) kamen damit
besser zurecht.

> Die Katoden sind direkt geheizt, und es empfiehlt sich, eine
> Wechselspannungsheizung vorzusehen,

Ja, dafür war meist eine extra Trafowicklung vorhanden
 wobei das eigentliche

> bei vielleicht 2 oder 3 V Heizspannung (wie viel es genau sein müssen,
> musst du im Datenblatt schauen)

Falls man kein Datenblatt findet, kann man die Spannung langsam
hochdrehen, bis der Draht im Dunkeln leicht dunkelrot glüht.
Dann passt es.

> Ob du nun fertige VFD-Treiber benutzt

Irgendwo bei mir im Keller liegt noch eine solche,
schön grün leuchtende Uhr. :-)

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ein VFD-Fan schrieb:

> Ich würde aber zuerst mal vorsichtig mit dem Heizdraht anfangen: Strom
> durchgeben bis er grade so erkennbar glimmt

Aber im abgedunkelten Raum.

Besser wäre es, ein Datenblatt aufzutreiben. Noritake (von denen der 
Großteil der herumschwirrenden VFDs ist) ist eigentlich recht freundlich 
auch bei der Suche nach Datenblättern älterer Bauteile.

> Dann Spanung an eine Anode, leuchtet dann was .

Anodenspannung ist allerdings nicht so kritisch wie die Heizung.

Harald W. schrieb:
> Ich habe es in Erinnerung, das man die Anoden auf eine Spannung
> von ca. +5V legte und das Kathodenpotential auf ca -20V. Die
> damals verwendeten Spezial-ICs (ich glaube NMos) kamen damit
> besser zurecht.

Ja, kenne ich auch, aber muss man heutzutage eigentlich nicht unbedingt 
so aufbauen.

Ich weiß ja nicht, ob Maxim nach wie vor so großzügig mit Bemusterung 
ist wie früher, so ein fertiger VFD-Treiber nimmt einem schon den ganzen 
Salat ab. :)

Autor: Janvi (Gast)
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VFD Röhre hatte ich auch mal als Uhr gebaut. Leider ging nach Jahren die 
Heizung kaputt. Die Uhr ist einem einzigen IC im DIP24 von Fairchild 
FCM7004
Gibts noch gelegentlich in der Bucht aber zu Preisen die nicht unbedingt 
empfehlenswert sind. Aber vielleicht hast du ja Glück. Ausser dem IC 
braucht man nur noch Trafo, Gleichrichterdioden und ein paar Pullup 
Widerstände

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Serge W. schrieb:
> Leider finde ich keine Anleitung oder einen Schaltkreis, der das könnte

PT6311
Ebay-Artikel Nr. 180954541719

Problem der VFD: Sie altern, nach 10 Jahren weitgehend blind.
Anderes Problem: Heizspannung/Betriebsspannung bekommt man am besten 
durch einen Trafo aus einem VFD betriebenen Gerät.

Das abgeildete verwendet einen Touch-Sensor
Ebay-Artikel Nr. 173334881351
unter dem Deckel für Snooze und wenn man 3 Sekunden hält zum 
ausschalten, die anderen Bedientaster sind auf der Rückseite.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Vor Jahren spielte ich mit einem ähnlichen VFD Display von einem 
Tischrechner herum. Als Ansteuerung verwendete ich den PT3611 mit PIC uC 
SPI Ansteuerung.

Alle erforderlichen Betriebsspannungen erzeugte ich aus 5V mittels 
LM9022 der die Heizspannung und zugleich mittels Spannungsvervielfacher 
die Elektrodenspannungen von rund -35V erzeugten. Die ganze Anordnung 
funktioniert einwandfrei wie man hier sehen kann:

Beitrag "Re: Zeigt her eure Kunstwerke (2)"

Leider ist der LM9022 nur noch im NOS Handel beziehbar. Macht aber die 
ganze Anwendung zum Kinderspiel. Schade.

Der PT3611 hat auch noch eine Keypad Schnittstelle mit integriert.
Im Anhang ist das Schaltbild. Vielleicht nützt es Dir etwas.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Michael B. schrieb:

> Problem der VFD: Sie altern, nach 10 Jahren weitgehend blind.

Auch wenn sie ausgeschaltet im Keller liegt?

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Harald W. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>
>> Problem der VFD: Sie altern, nach 10 Jahren weitgehend blind.
>
> Auch wenn sie ausgeschaltet im Keller liegt?

Das war zumindest nicht das, was der TE vor hatte …

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Jörg W. schrieb:

> Das war zumindest nicht das, was der TE vor hatte …

Ja, aber ich habe mich, angeregt durch diesen Thread,
dazu entschlossen, meine alte Uhr wieder zu reaktivieren.
:-)

Autor: Ach Du grüne Neune (Gast)
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Es gab doch in den 70er und 80er Jahren diese Leuchtziffernblöcke (nicht 
so schön wie auf dem Foto), die hatten 11 Anschlüsse auf der Rückseite, 
mussten nicht geheizt werden, für Industrieanzeigetafeln. Wie hießen die 
nochmal ...?

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Ach Du grüne Neune schrieb:

> Es gab doch in den 70er und 80er Jahren diese Leuchtziffernblöcke (nicht
> so schön wie auf dem Foto), die hatten 11 Anschlüsse auf der Rückseite,
> mussten nicht geheizt werden, für Industrieanzeigetafeln. Wie hießen die
> nochmal ...?

Hmm, ich kenne ähnliche Anzeigen nur bei Messgeräten
aus den sechziger Jahren. Das waren ganz einfach zehn
Plexiglasstücke mit eingravierten Ziffern und zehnGlüh-
lampen. Einen besonderen Namen kenne ich dafür nicht.

Autor: Ach Du grüne Neune (Gast)
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Harald W. schrieb:
> Das waren ganz einfach zehn
> Plexiglasstücke mit eingravierten Ziffern und zehnGlüh-
> lampen. Einen besonderen Namen kenne ich dafür nicht.

Ja genau. Und den Namen dafür bräuchte ich. Diese Anzeigen gibt es 
bestimmt noch auf dem Trödel oder im Internet zu kaufen, daraus kann man 
auch schöne Uhren im zeitlosen Design bauen. Die Glühlampen waren 
meistens für 24 Volt ausgelegt.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Ach Du grüne Neune schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Das waren ganz einfach zehn
>> Plexiglasstücke mit eingravierten Ziffern und zehnGlüh-
>> lampen. Einen besonderen Namen kenne ich dafür nicht.
>
> Ja genau. Und den Namen dafür bräuchte ich. Diese Anzeigen gibt es
> bestimmt noch auf dem Trödel oder im Internet zu kaufen, daraus kann man
> auch schöne Uhren im zeitlosen Design bauen. Die Glühlampen waren
> meistens für 24 Volt ausgelegt.

Guck mal hier:

http://www.decadecounter.com/vta/tubepage.php?item=10

https://spectrum.ieee.org/geek-life/hands-on/build-a-clock-with-lixies-the-nixietube-lookalike

http://www.vintagecalculators.com/html/calculator_displays.html

: Bearbeitet durch User
Autor: Ach Du grüne Neune (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> Guck mal hier:

Genau die meinte ich, aber unter 'light-pipe' finde ich im Internet nur 
Leuchtstoffröhren. Dafür muss es wohl noch eine andere Bezeichnung 
geben?

Autor: Serge W. (musikfreund)
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Jens M. schrieb:
> Ach du willst sowas:
> 
https://www.instructables.com/id/Arduino-VFD-Display-Clock-Tutorial-A-Guide-To-VFD-/
> bauen?

Ja, genau sowas in der Art. Danke für den Link!

Jörg W. schrieb:
> Die VFDs brauchen ca. 30 V
> Anodenspannung, die muss man dann schalten, die Gitterspannung
> ebenfalls. Üblicherweise sind alle „gleichnamigen“ Segmente aller
> Stellen als Anoden gemeinsam herausgeführt, und jede Stelle hat davon
> „ihr“ Gitter, mit dem man die entsprechende Stelle aktiviert. Ein
> Segment leuchtet nur dann, wenn sowohl Gitter- als auch Anodenspannung
> auf 30 V gegen Katode liegen.

Danke Jörg, auch für all die weiteren Beiträge von Dir und euch! Es ist 
so, wie von dir beschreiben, ein Datenblatt habe ich nicht, aber die 
Segmente funktionieren gut, hab auch mit den von Dir genannten 
Spannungen getestet. Wie gesagt, ein wenig Grundwissen hab ich ja.

Problem ist wie gesagt die Ansteuerung, ohne Multiplex kann ich halt
11:11, 22:22, 33:33 usw. anzeigen lassen. Wer denkt sich sowas aus, nur 
um ein paar Anschlusspins zu sparen :/

Das VFD ist übrigens genau so eines wie auf dem Link von Jens.

Ich bleibe dran, danke und gute Nacht, Serge

: Bearbeitet durch User
Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Ach Du grüne Neune schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Guck mal hier:
>
> Genau die meinte ich, aber unter 'light-pipe' finde ich im Internet nur
> Leuchtstoffröhren. Dafür muss es wohl noch eine andere Bezeichnung
> geben?
Hier ist die Modellbezeichnung:
http://www.electricstuff.co.uk/auctions.html

http://www.industrialalchemy.org/articleview.php?item=1093

http://www.electricstuff.co.uk/venner.html

: Bearbeitet durch User
Autor: Serge W. (musikfreund)
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Ach Du grüne Neune schrieb:
> Dafür muss es wohl noch eine andere Bezeichnung
> geben?

Edge Lit Display, suchst Du sowas?

Autor: Serge W. (musikfreund)
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Oder als Neuauflage in LED Technik auch "Lixie" genannt.

Autor: Olaf (Gast)
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> Problem ist wie gesagt die Ansteuerung, ohne Multiplex kann ich halt
> 11:11, 22:22, 33:33 usw. anzeigen lassen. Wer denkt sich sowas aus, nur
> um ein paar Anschlusspins zu sparen :/

Ich denke du wolltest etwas lernen oder nicht? :-)

Ohne Multiplex wuerden groessere Anzeigen soviel Pinne brauchen das sie 
nicht mehr realisierbar waeren. Ausserdem duerfte die Anzahl der Pinne 
auch wichtig fuer die Preisbildung und die Zuverlaessigkeit sein.

Es ist aber kein Problem Multiplex mit einem Microcontroller 
hinzubekommen. Und wenn man das macht dann kann man ueber 
unterschiedliche Timings auch die Helligkeit beeinflussen. Und dann muss 
man auch ploetzlich nicht mehr potentialfrei mit AC heizen sondern kann 
einfach eine passende Gleichspannung anlegen und so 
Helligkeitsunterschiede ausgleichen. Auch wenn es natuerlich 
grundsaetzlich moeglich ist sich ein kleines DCAC Netzteil selber zu 
bauen. Lernt man auch wieder was. :-)
Und man braucht auch keine SpezialICs es reicht auch einfach ein 
Schieberegister mit nachgeschaltetem Transistor fuer die hohen 
Spannungen. CMOS-Gatter werden in aller Regel nicht funktionieren weil 
man mit 15V nicht auskommt. Man sollte allerdings darauf achten das die 
Transistoren schnell schalten koennen damit man kein nachglimmen beim 
Multiplex erlebt.

Olaf

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

2x UDN2981 und 2x 74HC595 erledigen die Ansteuerung doch ohne Probleme. 
Wenn man die wenigen mA unnötigen Stromverbrauch in Kauf nimmt, reichen 
auch einige Widerstände und 2x TPIC6B595 direkt.
Und wenn man das Display bei den Versuchen schrottet, muß man eben 
Ersatz bestellen...
https://www.pollin.de/p/vakuum-fluoreszenzdisplay-futaba-4-lt-46zb3-4-digit-121537
Meist sind die Anzeigen mit Ua und Ug nahe 0V dunkel getastet, wenn 
nicht, muß man die Heitung eben auf ca. +4V hochlegen, um so die 
negative Ug/Ua zu bekommen. Bei den 4-5-stelligen geht auch Heizung mit 
Gleichspannung noch ohne merkliche Helligkeitsdifferenz zwischen der 
ersten und letzten Stelle.
Noch einen ESP8266 dran, um die Uhrzeit per NTP zu holen und fertig.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Serge W. schrieb:

> Problem ist wie gesagt die Ansteuerung, ohne Multiplex kann ich halt
> 11:11, 22:22, 33:33 usw. anzeigen lassen. Wer denkt sich sowas aus, nur
> um ein paar Anschlusspins zu sparen :/

Multiplexen war auch bei LED-7-Segmentanzeigen völlig üblich.

Wenn du nicht multiplexen willst, musst du sowjetische ИВ-12 nehmen. :-)

http://tec.org.ru/board/ehlekrovakuumnye_pribory/indiuvtornye_pribory/iv_12/185-1-0-2076

Autor: Serge W. (musikfreund)
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Olaf schrieb:
> Ohne Multiplex wuerden groessere Anzeigen soviel Pinne brauchen das sie
> nicht mehr realisierbar waeren. Ausserdem duerfte die Anzahl der Pinne
> auch wichtig fuer die Preisbildung und die Zuverlaessigkeit sein.

Jepp, jetzt ist der Groschen gefallen ;)

Michael U. schrieb:
> muß man die Heitung eben auf ca. +4V hochlegen, um so die
> negative Ug/Ua zu bekommen.

So ähnlich wie die -Ug1 bei Audioröhren, oder? Das ist mir ein Begriff.

Jörg W. schrieb:
> Multiplexen war auch bei LED-7-Segmentanzeigen völlig üblich.

Ja, Asche auf mein Haupt, ich bin von den einzelnen Segmentmodulen 
ausgegangen, sorry.

Aber habt vielen Dank, super Forum und Leute hier!

Ich melde mich, wenn es erste Fortschritte gibt.

Schönen Tag allen zusammen :)

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Serge W. schrieb:

> Edge Lit Display, suchst Du sowas?

Solche Anzeigen wurden früher von vielen Herstellern gebaut.
Ich nehme an, jeder hatte da seinen eigenen Namen. Sie wurden
auch ziemlich schnell durch andere Anzeigen verdrängt; ich
vermute, wegen der begrenzten Lebensdauer der Glühlampen.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Serge W. schrieb:
> So ähnlich wie die -Ug1 bei Audioröhren, oder?

So ähnlich, ja.

Allerdings ist die Beschleunigungsspannung bei VFDs so gering, dass die 
Röhre normalerweise bereits mit 0 V Ug1 voll „gesperrt“ ist, und man 
letztlich eine positive Spannung an g1 anlegt, damit sie wirklich 
leuchtet.

Was Michael beschreibt ist der Fall, wo das nicht ausreicht, sodass man 
bei Ug1 = 0 V noch ein Restleuchten hätte.

Autor: Ach Du grüne Neune (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> Hier ist die Modellbezeichnung:

Genau die. Danke.

Serge W. schrieb:
> Edge Lit Display

Sieht auch gut aus.

Harald W. schrieb:
> Sie wurden
> auch ziemlich schnell durch andere Anzeigen verdrängt; ich
> vermute, wegen der begrenzten Lebensdauer der Glühlampen.

Und das bringt leider meine Planung mit dieser Anzeige dann wiederum zu 
Fall. Schade.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Ach Du grüne Neune schrieb:

>> Sie wurden
>> auch ziemlich schnell durch andere Anzeigen verdrängt; ich
>> vermute, wegen der begrenzten Lebensdauer der Glühlampen.
>
> Und das bringt leider meine Planung mit dieser Anzeige dann wiederum zu
> Fall. Schade.

Heutzutage kann man die Glühlampen ja durch LEDs ersetzen.
Nimmt man RGB-LEDs, kann man sogar jede beliebige Farbe
einstellen.

Autor: Ach Du grüne Neune (Gast)
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Harald W. schrieb:
> Heutzutage kann man die Glühlampen ja durch LEDs ersetzen.
> Nimmt man RGB-LEDs, kann man sogar jede beliebige Farbe
> einstellen.

Das werde ich dann wohl auch so machen, auch wenn der eigenwillige Stil 
dabei verloren geht. Farbigkeit ist nicht so wichtig, Haltbarkeit aber 
schon.

Dann werde vier Jumbo-7-Segmentanzeigen verwenden. Flußspannung = 8 Volt 
pro Segment. Die sind schön groß und lassen sich noch mit dem CD4543 
ansteuern.

Aber ich will jetzt nicht weiter den Thread des TO's deswegen kapern. Er 
hat ja bereits sein Wunschdisplay gefunden und ich jetzt auch.  :)

Autor: Serge W. (musikfreund)
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Ach Du grüne Neune schrieb:
> Aber ich will jetzt nicht weiter den Thread des TO's deswegen kapern. Er
> hat ja bereits sein Wunschdisplay gefunden und ich jetzt auch.  :)

Kein Problem ;) Freunde alter Anzeigentechnik und Elektronik unter sich.
Wer nicht trollt, ist immer willkommen in "meinem" Thread.

Autor: Karl B. (gustav)
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Serge W. schrieb:
> - Anzeigefeld ist *88:88*, davon sind die Anschlüsse des ersten
> Segments herausgeführt sowie der Dezimalpunkt. Das sind wohl die Anoden.
> Dann habe ich 5 Gitter sowie Heizung/Katode.

Hi,
schau mal auch hier:

Beitrag "Re: Schaltplanvergleich russische Digitaluhr"

Im Originalschaltplan ist ein dicker Fehler, der zum Durchbrennen des 
Heizfadens führen kann.
Oben das von mir nachgemalte funktionierende Pinout der Röhre.


Viel Spaß

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
Autor: Pit S. (rotermexico)
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Es gibt gerade bei Pollin ein Vakuum-Fluoreszenzdisplay FUTABA 
4-LT-46ZB3, 4 Digit. Damit könnte man eine schone Uhr bauen... Wie kann 
man das? vieleicht arduino

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Pit S. schrieb:
> vieleicht arduino

Die Controllerplattform ist doch völlig nebensächlich. Eine Uhr auf 
einem Controller kommt gleich nach dem "Hello world" der blinkenden LED, 
was die Anforderungen an die Software betrifft, insbesondere wenn du 
sowieso nur 4 Stellen zur Verfügung hast.

Dreh- und Angelpunkt ist das Handling der "Hochspannung", also Gitter- 
und Anodenspannung. Dafür brauchst du irgendwelche Treiber, aber das ist 
weiter oben ja schon ausgiebig diskutiert worden.

Autor: nachtmix (Gast)
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Michael B. schrieb:
> Problem der VFD: Sie altern, nach 10 Jahren weitgehend blind.
> Anderes Problem: Heizspannung/Betriebsspannung bekommt man am besten
> durch einen Trafo aus einem VFD betriebenen Gerät.

Deshalb würde ich es mit zweimal überlegen mit einer ausgebauten und 
bereits benutzten Anzeige ein neues Projekt zu beginnen.

Autor: rulix (Gast)
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> Leider finde ich keine Anleitung oder einen Schaltkreis, der das könnte.
> Eine Hoffnung war, dass es vor 30 Jahren mal Radiowecker mit VFD gab und
> auf deren Schaltplänen, wie man sie im Netz findet, erledigt das alles
> ein einziges IC, das man aber nirgends mehr bekommt.
>
> Nun meine Frage: Wie könnte ich weiter vorgehen? Vielleicht ist die
> Lösung gar nicht weit, und ein µC könnte diese Aufgabe übernehmen?

Vor 10 Jahren hab ich ein altes Display aus einem Taschenrechner als 
RS232 Monitor  verwendet. Code kann man strippen und vereinfachen.
Im Bild als Monitor für einen Kondensator C-Wert lt. Bild in der .zip 
als Anhang

Autor: c-hater (Gast)
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Michael B. schrieb:

> Problem der VFD: Sie altern

Das ist mal sicher.

> nach 10 Jahren weitgehend blind.

Das allerdings längst nicht. Ich habe z.B. noch einen ollen VCR, gekauft 
1990(!). Das Teil ist also nunmehr fast 30 Jahre alt und war 20 davon 
nahezu ununterbrochen am Netz. An dem Teil funktioniert fast nichts 
mehr, ich benutze es nur noch (sehr selten) mal als TV-Modulator. Aber 
das Display leuchtet noch und zwar auch bei normaler Innenraumhelligkeit 
noch sehr gut lesbar. Selbst mit meinen Augen, an denen diese 30 Jahre 
auch nicht so ganz spurlos vorüber gegangen sind...

Ich kann mich aber auch an einen Radiowecker erinnern, der schon nach 5 
Jahren oder so tagsüber praktisch nicht mehr ablesbar war.

Es scheint da also durchaus Unterschiede zu geben. Vermutlich sowohl 
bezüglich der Qualtität der Displays selber als auch bezüglich des 
Konzepts der Ansteuerung. Bezüglich letzterem fällt bei dem VCR sofort 
eins auf: im Standby wird offensichtlich der Strom deutlich reduziert, 
das Display wird erheblich dunkler. Das dürfte der entscheidende Trick 
sein, der dem Display dieses lange Leben ermöglicht hat.

Autor: Karl B. (gustav)
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Pit S. schrieb:
> Es gibt gerade bei Pollin ein Vakuum-Fluoreszenzdisplay FUTABA
> 4-LT-46ZB3, 4 Digit. Damit könnte man eine schone Uhr bauen... Wie kann
> man das?

Hi,
dies Display hatte ich mir auch schon angesehen, Angebot ist nämlich gar 
nicht so neu.
https://www.pollin.de/productdownloads/D121537D.PDF

Wichtige Eckpunkte:
laut Dabla oben:
3V Heizspannung
Va +26V
Und Pinout: Segmente parallelgeschaltet. Also Multiplexing angesagt.

Also ziemlich ähnlich wie die Russenuhr-Displays.
Die Schaltung oben müsste dann auch damit gehen.

Beitrag "Re: Schaltplanvergleich russische Digitaluhr"

Also, anders als bei LEDs sind die VFDs relativ träge, so dass gerade 
beim Multiplexen auch Segmente nachleuchten, die momentan garnicht 
angesteuert werden. Deswegen nimmt man Decoder-Treiber in P-MOS-Technik, 
die die Spannung an der Anode über Pulldown-Widerstände in Minusbereiche 
fährt.
Die russischen ICs und der Äquivalenttyp CD4056 können das, ohne kaputt 
zu gehen.
Dadurch werden dann die Elektronen abgezogen. Oder wenn man das 
Kondensatormodell bevorzugt, parasitäre Kapazitäten werden umgeladen.


ciao
gustav.

: Bearbeitet durch User
Autor: nachtmix (Gast)
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Karl B. schrieb:
> anders als bei LEDs sind die VFDs relativ träge, so dass gerade
> beim Multiplexen auch Segmente nachleuchten, die momentan garnicht
> angesteuert werden.

Das liegt allerdings nicht an den Displays, sondern an ungeschickten 
Ansteuerschaltungen, wie es ja auch aus deinem nächsten Satz hervorgeht.

Autor: Karl B. (gustav)
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nachtmix schrieb:
> Das liegt allerdings nicht an den Displays, sondern an ungeschickten
> Ansteuerschaltungen, wie es ja auch aus deinem nächsten Satz hervorgeht.

Hi,
an den verwendeten Uhren-Röhren liegt es eindeutig. Habe verschiedene 
ausprobiert.
Es gibt andere VFDs. Zum Beispiel die etwas komplexeren in 
Kassettendecks und so weiter mit den vielen Symbolen.
Aber auch da lassen Segmente nach, vor allem wenn mit Gleichstrom 
geheizt wird.
Mit mehr als 128 Hz Multiplexing Frequenz sieht man auf den Russen VFDs 
der genannten Art immer mehr "Ghosting". Auch wenn mit Negativspannung 
gearbeitet wird. Ohne geht es schon mal garnicht.

ciao
gustav

P.S.:
Andere ziehen "auf Masse". Jeder löst das Ghosting-Problem eben anders.

: Bearbeitet durch User
Autor: Holm T. (holm)
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Das mit der Trägheit der Röhre ist IMHO Unsinn. Die Röhre ist eine 
Vakuumröhren die über die Gitter gesteuert werden kann, die 
Grenzfrequenz dafür dürfte im Megaherzgebiet liegen.
Ghostingeffekte sind mir nicht neu, allerdings lassen die sich durch 
eine vernünftige Ansteuerung vermeiden, also dunkel tasten bevor die 
neuen Daten an die nächste Stelle ausgegeben werden und diese 
eingeschaltet wird.

BTDT.

Holm

Beitrag #5872691 wurde vom Autor gelöscht.
Autor: Pit S. (rotermexico)
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Die Lebensdauer ist wohl das geringste Problem. Habe es heute bekommen, 
ist nagelneu. Ich wollte eigentlich einen vorhandenen Radiowecker, der 
rote LED anzeige hat darauf. Einfach Heizspannung anlegen und die LED 
Ansteuerung verwenden. So einfach ist es wohl dann doch nicht. Ich hatte 
den Wecker gerade geöffnet... Platz ist. Genügend .. Aber wie die LED 
angesteuert werden, ist noch fraglich. Dazu brauche ich wohl Muße und 
viel schlechtes wetter

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Autor: Karl B. (gustav)
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Holm T. schrieb:
> Die Röhre ist eine
> Vakuumröhren die über die Gitter gesteuert werden kann, die
> Grenzfrequenz dafür dürfte im Megaherzgebiet liegen.

Hi,
hatte ich vorher auch gedacht, bis ich eines besseren belehrt wurde.
Für mich war mit dem Begriff Röhre eine Katodenstrahlröhre mit der 
typischen "Steilheit", der negativen Gittervorspannung, der Raumladung 
etc. verbunden.

VFD Röhren haben demhingegen andere Kennlinien.
Man kann damit auch keine "Verstärkerschaltungen" oder ähnliches 
aufbauen.
Sie sind auf die gegenüber in Röhrenradios verbauten "magischen Augen" 
verwendeten Anodenspannungen geradezu mickrigen Anodenspannungen 
optimiert.
Näheres dazu hier:
http://www.bastler-beutel.de/Download/Acrobat/digitron.pdf

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael B. (laberkopp)
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Karl B. schrieb:
> Man kann damit auch keine "Verstärkerschaltungen" oder ähnliches
> aufbauen.

http://www.nutube.us/

Autor: Gunnar F. (gufi36)
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Ich habe mit den Dingern vor 30 Jahren mal einen Frequenzzähler gebaut
(nun ja, er hat nicht wirklich viele Betriebsstunden drauf...)
Den kürzlich aus dem Schrank gezogen und er tut noch.
Habe die Wandlung von TTL auf 24V einfach mit TUN
(Transistor Universal NPN aka Elektor der 70er Jahre...)
in Emitterschaltung gemacht.
Und das gleichermassen für die Gitterspannungen und die Segmente.
MUX-Frequenz bei 1kHz, Kollektorwiderstände (glaube 100k). Funktioniert 
einwandfrei ohne "Geisterzeichen".
Die unterschiedlich hellen Digits kommen m.E. von der Verschlusszeit der 
Kamera im Smartphone. Sie erscheinen visuell gleich hell.

P.S. und das ohne Arduino & Co!
P.P.S.:Von den Displays im Bild habe ich noch eine ganze Schachtel voll!

Autor: Karl B. (gustav)
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Hi,
sicher gibt es eine ganze Reihe von Ansteuerschaltungen, die sich mit 
dem Vermeiden von unerwünschten Nachleuchteffekten befassen. Mir fällt 
da nur ein, die alten Röhrenfernseher hatten immer das sogenannte 
"Fahnenziehen". Dann natürlich heute aktuell, die 
Flachbildschirmfernseher haben da sicher auch was Passendes drin, um 
solche Effekte zu verhindern.
Man könnte natürlich diese Techniken in abgewandelter Form auch zur 
Verbesserung der VFD-Röhren-Anzeigen-Darstellung verwenden.
Da bin ich aber der Meinung, dass das sicher Overkill wäre.
Warum einfach, wenn es kompliziert geht.
Die Elektronika Uhren sind ja sehr populär gewesen im Ostblock, wurden 
in Millionenstückzahlen aufgelegt. Und waren wohl auf möglichst 
effektives Design hin ausgelegt. Aus der Schaltung stammt die Schaltung 
oben, die ich verwendete.
Mittlerweile gibt es auch Elektronika-Uhren billigst zu kaufen, die 
schon andere ICs verwenden. Habe meine Elektronika 12-41A mal 
aufgemacht, finde aber unter KA1016XM nichts im Netz.
Die Anzeige ist doch recht hell. Und das Durchschlagen der Segmente ist 
nur im Filmchen noch wahrnehmbar. Ob die jetzt mit der 
"Negativ"-Spannung arbeitet, oder mit anderen Impulsmustern zu besseren 
Ansteuerung, müsste ich noch herausfinden.
Laut Schema müssten es aber noch die Widerstände sein, die nach Minus 
ziehen.

Michael B. schrieb:
> Karl B. schrieb:
>> Man kann damit auch keine "Verstärkerschaltungen" oder ähnliches
>> aufbauen.
>
> http://www.nutube.us/

Ja, und mit Verstärkern mit VFD, ok. Das hatte ich früher auch schon mal 
gelesen, ist aber eine Spezialentwicklung. Das sind aber bestimmt Dinge, 
die man nicht unter normalen Röhrenverstärkern versteht.

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Es sei noch angemerkt, das es von Princeton ein ganze Serie von Chips 
zur Ansteuerung von VFD gibt. Bekannt ist vor allem die PT63xx Serie.
http://www.princeton.com.tw/en-us/products/displaydriveric/vfd.aspx

Autor: VFD Enthusiast (Gast)
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Sieh

Matthias S. schrieb:
> Es sei noch angemerkt, das es von Princeton ein ganze Serie von
> Chips
> zur Ansteuerung von VFD gibt. Bekannt ist vor allem die PT63xx Serie.
> http://www.princeton.com.tw/en-us/products/displaydriveric/vfd.aspx

Siehe hier für erprobtes Schaltungsbeispiel:

Beitrag "Re: Alte VFD-Anzeige übrig, möchte gerne eine Uhr damit bauen"

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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VFD Enthusiast schrieb:
> Siehe hier für erprobtes Schaltungsbeispiel:
>
> Beitrag "Re: Alte VFD-Anzeige übrig, möchte gerne eine Uhr damit bauen"

Ah, hatte ich übersehen, weil da ein Zahlendreher drin ist. Du verbaust 
keinen PT3611, sondern einen PT6311 :-P

Autor: Holm T. (holm)
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Karl B. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Die Röhre ist eine
>> Vakuumröhren die über die Gitter gesteuert werden kann, die
>> Grenzfrequenz dafür dürfte im Megaherzgebiet liegen.
>
> Hi,
> hatte ich vorher auch gedacht, bis ich eines besseren belehrt wurde.
> Für mich war mit dem Begriff Röhre eine Katodenstrahlröhre mit der
> typischen "Steilheit", der negativen Gittervorspannung, der Raumladung
> etc. verbunden.
>
> VFD Röhren haben demhingegen andere Kennlinien.

Weil sie mit positivem Gitter arbeiten.

> Man kann damit auch keine "Verstärkerschaltungen" oder ähnliches
> aufbauen.

Doch, kann man denn  das wurde schon gemacht und im Internet 
publiziert..
was nicht heißt das das kein Blödsinn ist.

> Sie sind auf die gegenüber in Röhrenradios verbauten "magischen Augen"
> verwendeten Anodenspannungen geradezu mickrigen Anodenspannungen
> optimiert.

Freilich,  Niemand möchte einen Taschenrechner mit ein paar 100V 
Anodenspannung weil die sich nur ineffizient erzeugen und schalten 
lassen.

> Näheres dazu hier:
> http://www.bastler-beutel.de/Download/Acrobat/digitron.pdf
>
> ciao
> gustav

Ich bleibe dabei, Du machst was falsch.

Gruß,
Holm

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Holm T. schrieb:
> Freilich,  Niemand möchte einen Taschenrechner mit ein paar 100V
> Anodenspannung weil die sich nur ineffizient erzeugen und schalten
> lassen.

Naja, bei Nixies hat man auch 150 V geschaltet – OK, nicht ganz, aber 
funktioniert hat das schon.

Trotzdem war der Dreh bei den VFDs natürlich, dass man sie so weit 
gezüchtet hat, dass es eben auch PMOS-übliche Spannungen schon erledigen 
konnten.

Autor: Karl B. (gustav)
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Holm T. schrieb:
> Ich bleibe dabei, Du machst was falsch.

Hi,
was die russischen Ingenieure Deiner Meinung nach hätten besser machen 
können, würde mich auch interessieren. Die Schaltungen stammen nämlich 
nicht von mir, sondern sind millionenfach in den Elektronika-Uhren 
aufgelegt worden. Anbei noch das Originalschaltbild der zugrundegelegten 
Elektronika Uhr. "Meine" 12-41A ist schon eine anderes Modell, hat aber 
in Bezug auf die Röhrenansteuerung gewisse Ähnlichkeiten.
Hier ein paar offene "Geheimnisse": Synchronzähler. Dann, bei ca. 2mA 
Stromverbrauch genügt eine "einfache" Z-Diodenstabilisierung. Masse ist 
hochgelegt.
Die Katoden symmetrisch mit Wechselspannung direkt anheizen. Versatz des 
Massepunktes, um Katoden relativ potenzialmäßig "runterzuziehen".

Einige Verständnisschwierigkeiten in diesem Zusammenhang scheinen auch 
andere Forenmitglieder zu haben.
Beitrag "VFD Uhr mit KA1016XL1 IC"

Das ist übrigens die Schaltung "meiner" 12-41A.
Danke für Tip.

ciao
gustav

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Pit S. schrieb:

> Einfach Heizspannung anlegen und die LED
> Ansteuerung verwenden. So einfach ist es wohl dann doch nicht.

Man könnte anstelle der LED Optokoppler einbauen, die dann
die ca. 30V der VFD schalten könnten. Wegen Multipex wird
es dann allerdings schon etwas komplizierter.

Autor: Holm T. (holm)
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Jörg W. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Freilich,  Niemand möchte einen Taschenrechner mit ein paar 100V
>> Anodenspannung weil die sich nur ineffizient erzeugen und schalten
>> lassen.
>
> Naja, bei Nixies hat man auch 150 V geschaltet – OK, nicht ganz, aber
> funktioniert hat das schon.


...im Taschenrechner??
>
> Trotzdem war der Dreh bei den VFDs natürlich, dass man sie so weit
> gezüchtet hat, dass es eben auch PMOS-übliche Spannungen schon erledigen
> konnten.

Eben.

Gruß,

Holm

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Holm T. schrieb:

>> Naja, bei Nixies hat man auch 150 V geschaltet – OK, nicht ganz, aber
>> funktioniert hat das schon.

Nein, wegen des speziellen Verhaltens von Glimmlampen reichten
da 60V-Transistoren. Später mit Entwicklung von "Hochspannunngs"-
Transistoren wurde es dann einfacher.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Karl B. schrieb:
> Das ist übrigens die Schaltung "meiner" 12-41A.

In Bezug auf Heizung und negative Kathodenspannung ist das m.M.n. das 
Optimale. Wechselstromheizung für gleichmässige Helligkeit und negative 
Vorspannung des Filaments/Kathode für niedrigsten Aufwand bei der 
Ansteuerung von Gitter und Anode.

Heute nimmt man oft DC/AC Wandler für die Heizung, aber das Prinzip 
bleibt das gleiche.

Autor: Holm T. (holm)
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Karl B. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Ich bleibe dabei, Du machst was falsch.
>
> Hi,
> was die russischen Ingenieure Deiner Meinung nach hätten besser machen
> können, würde mich auch interessieren.

Warum sollte ich mir darüber Gedanken machen?
Ich habe im Wohnzimmer eine Uhr mit einzelnen VFDs stehen und IMHO mit 
ICs der Serie K176 bestückt. Von den ICs habe ich mir bei Evita.lt noch 
ein paar organisiert, liegen im Schrank.
Diese Uhr arbeitet ohne Multiplexing und hat demzufolge keine Effekte 
die darauf zurück zu führen wären

Des Weiteren habe ich eine einzelne Platine mit einem K145IK1901 
herumliegen mit einem 4-stelligen VFD IWL1-7/5, der IC multiplext 
wohl..auch hier gibts keine Nachleuchteffekte die stören würden.

> Die Schaltungen stammen nämlich
> nicht von mir, sondern sind millionenfach in den Elektronika-Uhren
> aufgelegt worden. Anbei noch das Originalschaltbild der zugrundegelegten
> Elektronika Uhr.

Davon gibts nahezu genau so viele wie Elektronika Uhren.

>"Meine" 12-41A ist schon eine anderes Modell, hat aber
> in Bezug auf die Röhrenansteuerung gewisse Ähnlichkeiten.
> Hier ein paar offene "Geheimnisse": Synchronzähler. Dann, bei ca. 2mA
> Stromverbrauch genügt eine "einfache" Z-Diodenstabilisierung. Masse ist
> hochgelegt.
> Das ist übrigens die Schaltung "meiner" 12-41A.

Na und? Was hat die für Probleme?

> Die Katoden symmetrisch mit Wechselspannung direkt anheizen. Versatz des
> Massepunktes, um Katoden relativ potenzialmäßig "runterzuziehen".

Ich schriebs schon oben, ggf. Stelle abschalten, neue Daten ausgeben und 
dann nächste Stelle einschalten (Dead Time). Nicht "gleichzeitig" im MC.
>
> Einige Verständnisschwierigkeiten in diesem Zusammenhang scheinen auch
> andere Forenmitglieder zu haben.
> Beitrag "VFD Uhr mit KA1016XL1 IC"

Wieso auch?
Ich kenne mich mit Röhren ganz gut aus, habe früher die Röhrenbude 
gehostet und jetzt das Nachfolgeforum und ich habe auch nicht nur einen 
Controller programmiert, aber unter Anderem auch ein Ding mit Futaba 
FV651G ..gabs mal bei Pollin. Da gibts für mich keine Geheimnisse. Die 
Ansteuerung erfolgte mit diskreten Transistoren aus einem 
Schieberegister, das Kathodenpotential war auf ca. 5V angehoben um die 
Stellen zuverlässig zu sperren.
>
> Danke für Tip.
>
> ciao
> gustav

..welchen meinst Du?

Gruß,

Holm

: Bearbeitet durch User
Autor: Peter D. (peda)
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Holm T. schrieb:
> Ghostingeffekte sind mir nicht neu, allerdings lassen die sich durch
> eine vernünftige Ansteuerung vermeiden, also dunkel tasten bevor die
> neuen Daten an die nächste Stelle ausgegeben werden und diese
> eingeschaltet wird.

So ist auch meine Erfahrung, Ghosting entsteht hauptsächlich durch 
Softwarefehler.
Natürlich kann auch die Miller-Kapazität schuld sein, wenn die Basis 
nicht schnell genug entladen wird. Also ein Schaltungsfehler.
Ich setze auch 2*20 Text-VFDs ein, da ist keinerlei Ghosting erkennbar.

Autor: Holm T. (holm)
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2. Teil.

Gruß,
Holm

Autor: Karl B. (gustav)
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Holm T. schrieb:
> Diese Uhr arbeitet ohne Multiplexing und hat demzufolge keine Effekte
> die darauf zurück zu führen wären

Hi,
hab ich auch.
Nur keine Weckfunktion. Darauf wollte ich nicht verzichten.
Und die ICs dafür gibt es ja noch.

Matthias S. schrieb:
> Heute nimmt man oft DC/AC Wandler für die Heizung, aber das Prinzip
> bleibt das gleiche.

Bei 12V Single Supply für Auto:
Und die abenteuerlichsten Spannungswandler für Anodenspannung.
(Zum Beispiel von der Quarzfrequenz-Taktoszillatorstufe kapazitiv 
angekoppelt.)


Holm T. schrieb:
> 2. Teil.
Wo ist da der Unterschied vom Prinzip her zu den anderen gezeigten 
Schaltplänen?

Holm T. schrieb:
> Ich bleibe dabei, Du machst was falsch.
>
> Gruß,
> Holm

Was?

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
Autor: Holm T. (holm)
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Karl B. schrieb:
>
> Holm T. schrieb:
>> 2. Teil.
> Wo ist da der Unterschied vom Prinzip her zu den anderen gezeigten
> Schaltplänen?

Das er in der rfe abgedruckt war.
>
> Holm T. schrieb:
>> Ich bleibe dabei, Du machst was falsch.
>>
>> Gruß,
>> Holm
>
> Was?
>
> ciao
> gustav

Du redest über die Rolle der Bedeutung wie das Neue Deutschland.

Gruß,
Holm

Autor: Karl B. (gustav)
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Hi,
nochmal von vorne:

Pit S. schrieb:
> Es gibt gerade bei Pollin ein Vakuum-Fluoreszenzdisplay FUTABA
> 4-LT-46ZB3, 4 Digit. Damit könnte man eine schone Uhr bauen... Wie kann
> man das? vieleicht arduino

So, jetzt kommen eine ganze Reihe von Vorschlägen, die aber bei @Pit 
offensichlich nicht besonders auf Resonanz stoßen.

Dann versuch ich's mal:

1.) Ins Datenblatt der Röhre schauen.
Heizspannung und Anodenspannung sowie, ob/wie Segmente intern schon 
verschaltet sind. Das Pinout herausfinden.

2.) Ist für jede Stelle jedes Segment extra herausgeführt, dann brauchte 
man für eine vierstellige Uhrenanzeige vielleicht 33 Pinne. Futabe 4 LT 
16 OD zum Beispiel. Da braucht man nicht multiplexen. Das heißt, die 
Stellen sequentiell ansteuern. (finde nichts mehr im Netz, out of sale)

OK. 4-LT-46ZB3 hat weniger Pinne. Ergo muss man die anders ansteuern.

3.) Heizspannungserzeugung. Bei Netzbetrieb. Welche Trafos haben die 
geforderten 1,2 V oder 2,7 V oder was nun genau im Datenblatt steht?

(Habe das Problem so gelöst, indem ich auf einen vorhandenen Trafo ein 
paar Windungen draufgefädelt hatte.(Etwa so 20 -30 Windungen.) Auch hier 
ist ein gewisses Maß an Experimentierfreude durchaus angesagt!)

4.) Die Uhr selbst dürfte kein Problem sein. Da gibt es genug 
Programmiervorschläge für, unter der Voraussetzung, man möchte mit den 
ATMEL AVRs oder ähnlichem arbeiten. (Der oben erwähnte Arduino braucht 
nicht noch extra erwähnt zu werden, da so wie so.)  Dann gibt es aber 
auch Spezialentwicklungen, wo mehrere ICs aufeinander auf diesen 
Verwendungszweck abgestimmt sind, die "Russen"-ICs zum Beispiel. Die 
können mit der CMOS-Serie zwar in etwa verglichen werden, bestimmte 
Gruppen unterscheiden sich aber, vor allem in der maximal zulässigen 
Taktung. Die K176-er eignen sich nun für diesen Zweck ganz gut, weil man 
ja auch nicht so hohe Taktfrequenzen braucht da.
So kommt man dann auf die "Russen"- ICs, die irgendwo mal von einem 
Laster heruntergefallen sein müssen, denn im Netz sind die doch recht 
preiswert zu haben. Dazu braucht man nicht extra nach Lettland oder 
Estland zu fahren, die allerseits bekannten Plattformen sind voll davon. 
(Ja, Evita hat vielleicht auch noch die Teile, die andere nicht mehr 
haben.)

5.) Die Pegelwandlung zur Ansteuerung der Röhren.
Gibt es auch was im Netz zu lesen.
Bleiben wir aber bei den "Russen"-Ics.
Der K176ID3 ist zugleich Decoder Treiber Latch und Röhrenansteuerung.
Braucht aber die Pull-down-Widerstände. Also Open drain, nicht totem 
pole. Oder sowas.

Und wer noch Lust hatte bis hierher zu folgen, kann sich ja jetzt die 
Uhr selber bauen. Fragen in diesem Zusammenhang sind willkommen.

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Holm T. schrieb:
> Du redest über die Rolle der Bedeutung wie das Neue Deutschland.

naja Holm, Du weißt doch: "die Basis ist die Grundlage aller Fundamente"

Mein Bekannter hat letztens was im Internet gefunden und mußte unbedingt 
Gehäuse drucken. Heraus kam dann eine Uhr mit einer IW-18. Ansteuerung 
macht ein MAX6921. Mit etwas Glück bezahlbar aus China zu finden.
Ansteuerung macht ein ESP8266.
Da die Röhre 5V Heizspannung hat, hängt sie direkt an den 5V, 
Helligkeitsunterschied über die Länge ist unauffälliog, sie will beim 
1:9 Mux sowieso rund 32V für gute Helligkeit.
Bild ist ...naja wegen der Lichtverhältnisse, der Link zum Original:
https://www.thingiverse.com/thing:3417955

Seine habe ich durch eigene ersetzt, was er da gestrickt hat, fand ich 
etwas "unpraktisch".

Den MAX6921 kannte ich bisher nicht, interessante Serie. Aufpassen: die 
Buchstaben dahinter geben das Pinout an, für eine IW-18 macht sich der 
MAX6921AWI wie beim Original gut.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Holm T. (holm)
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hier mal nuir als Ergänzung Fotos der Platine die sich noch rumtreibt, 
die Platine lag mal im Schrott mit defekten VFD, bei der Areb hab ich 
dann mal
für wenige Euros eine neue Röhre gekauft..funktioniert.. aber mangels 
Bedarf wieder demontiert.

Gruß,

Holm

Autor: Karl B. (gustav)
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Michael U. schrieb:
> Helligkeitsunterschied über die Länge ist unauffälliog, sie will beim
> 1:9 Mux....

Hi,
habe noch was in Bezug auf die "Russen"-Ics gefunden dazu:
"...um das Sperrverhalten der Fluoreszenzanzeigen zu verbessern, wurde 
das Tastverhältnis an T1 bis T4 beim K176IE18 gegenüber dem beim 
K176IE12 verwendeten 4:1 Verhältnis auf 32:7 verkürzt...."


Zufallsfund:
Ebay-Artikel Nr. 183560310853;


ciao
gustav

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Autor: Axel S. (a-za-z0-9)
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Karl B. schrieb:

> habe noch was in Bezug auf die "Russen"-Ics gefunden dazu:
> "...um das Sperrverhalten der Fluoreszenzanzeigen zu verbessern, wurde
> das Tastverhältnis an T1 bis T4 beim K176IE18 gegenüber dem beim
> K176IE12 verwendeten 4:1 Verhältnis auf 32:7 verkürzt...."

Wie bereits mehrfach gesagt: gegen das Ghosting hilft es, wenn man 
erst das gerade aktive Gitter abschaltet, dann die Segmente updated 
und erst danach das nächste Gitter einschaltet.

Wenn die Ansteuerung arg auf Kante genäht ist (hochohmige Ansteuerung 
des VFD oder fehlender Bias der Heizung) dann kann man noch extra Pausen 
einbauen. Im deinem oben zitierten IC wird dazu jede Stelle (vulgo: 
jedes Gitter) für 7 Taktzyklen aktiviert, dann 1 Takt Pause, dann das 
nächste Gitter. Macht für 4 Stellen gerade die genannten 32 Takte.

Die meisten modernen VFD-Treiber wie etwa der schon genannte PT6311 
machen das ebenso. Tatsächlich nutzen sie die Einschaltdauer des Gitters 
gleich zum Dimmen der Anzeige, wobei auch bei voll aufgedrehter 
Helligkeit ein Takt Pause zwischen den Gittern eingefügt wird. Sogar 
LED-Treiber wie MAX7219 machen das ähnlich, obwohl es da viel weniger 
kritisch ist.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

der oben erwähnte MAX6921 hat ja nur ein Schieberegister, wo man 
eigentlich beliebig Gitter und Anoden verteilen kann. Übernommen wird 
mit einem Latch-Impuls, also praktisch alte Segmente und Stellengitter 
aus, die neue Belegung an. Ghosting ist mir da nie aufgefallen. Die 
Ausgänge werden allerdings als Push-Pull angesteuert. das dürfte 
Raumladeeffekte nahezu verhindern.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Peter D. (peda)
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Michael U. schrieb:
> Bild ist ...naja wegen der Lichtverhältnisse

Nö, da fehlt einfach nur die notwendige Kontrastscheibe (grün oder 
blau).
Schau Dir mal kommerzielle Geräte an, da wirst Du nie ein blankes VFD 
sehen. Warum wohl?

Ähnlich ist es auch bei den Nixies. Kommerzielle Geräte haben davor 
immer eine rote Kontrastscheibe zum besseren Ablesen. Eine Ausnahme 
waren die Z570M (DDR), da war der Kolben schon rot eingefärbt.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Peter D. schrieb:
> Michael U. schrieb:
>> Bild ist ...naja wegen der Lichtverhältnisse
>
> Nö, da fehlt einfach nur die notwendige Kontrastscheibe (grün oder
> blau).
Nein, die Bemerkung bezog sich auf das schnell gemachte Foto. Mehr 
umgebungslicht war nicht am Ort und Blitz sorgt nur dafür, daß man die 
Anzeige nicht mehr erkennt.

> Schau Dir mal kommerzielle Geräte an, da wirst Du nie ein blankes VFD
> sehen. Warum wohl?

Warum habe ich (und auch der Ersteller im verlinkten Beitrag) wohl keine 
benutzt? Weil die Röhre sehr gut abslesbar ist und VFD im Gegensatz zu 
Nixie kein "Nebenleuchten" hat. Nixie haben je nach Gasfüllung das 
Problem, daß sie eine bläuliche Korona um die Ziffer bilden.
Das verringert die Schärfe der Darstellung und sieht unschön aus.
Meine damalige Nixie-Uhr mit Z750M hatte eine rote Folie davor und den 
Lack habe ich freigekratzt, weil das Gesamtbild der Uhr so besser 
aussah.

Gruß aus Berlin
Michael

: Bearbeitet durch User
Autor: Pit S. (rotermexico)
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Hallo..
Danke - ich hab was gefunden, die für mich wohl geeignete 
nachbauvariante
http://www.vwlowen.co.uk/arduino/vfd/vfd-clock.htm

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