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Forum: HF, Funk und Felder China NanoVNA - Erfahrungen?


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
Autor: Max G. (l0wside) Benutzerseite
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Guten Abend zusammen,

über diesen etwas abgeglittenen Thread 
Beitrag "Workshop: „Praktische Nutzung von Vektoranalysatoren in der HF-Technik - VNWA“ Hamradio 2019" bin ich auf die 
China-VNWA für 50 Euro aufmerksam geworden. Nachdem ich für so ein Ding 
nur selten Verwendung habe (zum einen würde ich mein Selbstbau-LISN 
gerne mal charakterisieren, zum anderen vielleicht einmal im Jahr eine 
RFID-Antenne vermessen), würde der Preis ganz gut zur Wichtigkeit passen 
;)

Per Google habe ich zu den Teilen nicht wirklich etwas gefunden, weder 
im EEVBlog noch hier. Hat jemand der Anwesenden entweder Erfahrungen 
damit, einen passenden Suchbegriff oder einen Link auf einen Bericht, 
Test oder was auch immer?

Danke, Max

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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such nach nanoVNA, ist eigentlich von einem Japaner entwickelt, der 
Chinese baut es nur nach, wobei (minimal) verbesserte hardware/firmware 
und sehr simple pc software

https://gen111.taobao.com/
https://drive.google.com/open?id=1-JViWLBOIzaHTdwdONX2RP8S4EgWxoND
https://github.com/hugen79

Im Prinzip ein besseres minivna (display/idee), software ist aber noch 
sehr basic, und das macht sehr viel aus.

Ahja, vergleich zum Agilent E5062A hat der Chinese auch gemacht:

https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=zh-CN&tl=en&u=http%3A%2F%2Fbbs.38hot.net%2Fthread-756047-1-1.html

Es ist also nicht von bayerischen Jungfrauen geflochtenes VNA,
tut aber messen (und wie W.S. schrieb - man braucht kein Rollator mit PC 
oben drauf schieben um mal etwas zu messen).

: Bearbeitet durch User
Autor: Max G. (l0wside) Benutzerseite
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Danke für den letzten Link, ich glaube, den hätte ich nie gefunden. 
Selbst mit "NanoVNA" taucht bei mir dieser Thread schon auf der ersten 
Google-Seite auf.

Ich glaube, ich bestelle einfach mal einen. Falls jemand der Anwesenden 
dann einen Vergleich mit z.B. einem MiniVNA machen will, stelle ich das 
Gerät dafür gerne zur Verfügung.

Autor: VNWA-Interessent (Gast)
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Max G. schrieb:
> Guten Abend zusammen,
>
> über diesen etwas abgeglittenen Thread Beitrag "Re: Workshop:
> „Praktische Nutzung von Vektoranalysatoren in der HF-Technik - VNWA“
> Hamradio 2019" bin ich auf die China-VNWA für 50 Euro aufmerksam
> geworden. Nachdem ich für so ein Ding nur selten Verwendung habe (zum
> einen würde ich mein Selbstbau-LISN gerne mal charakterisieren, zum
> anderen vielleicht einmal im Jahr eine RFID-Antenne vermessen), würde
> der Preis ganz gut zur Wichtigkeit passen ;)
> ... Danke, Max

Das war ja auch der Sinn meiner ersten Anfrage dort, aber der TE hat 
keinen Plan und möchte lieber Geräte ohne Display für 440€ promoten -

also falls wer Erkenntnisse hat, bitte her damit - gibts unter nano-VNA 
in der Bucht und auch bei Alibaba für 54$ = 50€ und dort stehten auch 
einige Daten.

Autor: VNWA-Interessent (Gast)
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Thomas R. schrieb:
> ist eigentlich von einem Japaner entwickelt, der
> Chinese baut es nur nach, wobei (minimal) verbesserte hardware/firmware
> und sehr simple pc software ...

vielen Dank für die Links,

[+ hoffentlich wird dieser Thread nicht von einem übermütigen Mod mit 
Präferenzen für bayrische Jungfrauen kastriert.]

Autor: Erik D. (erikms5)
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Max G. schrieb:
> Ich glaube, ich bestelle einfach mal einen.

Hatte ich auch schon dran gedacht, aber was sagt denn der Zoll dazu 
(CE-Zeichen usw.)?

Autor: Ralph B. (rberres)
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Thomas R. schrieb:
> Es ist also nicht von bayerischen Jungfrauen geflochtenes VNA,

Ich finde der Thomas Bayer hat es nicht verdient, das man so abfällig 
über sein Projekt herzieht. Er hat immerhin eine sehr komfortable 
Software ( wenn auch PC-basierend ) geschrieben, welche sich hinter den 
Messgeräteschmieden nicht zu verstecken braucht, und steckt auch sehr 
viel seiner sicherlich knapp bemessener Freizeit in das Projekt, um es 
1. aktuell zu halten, und 2. um die Fragen in diversen Foren zu 
beantworten.

> tut aber messen (und wie W.S. schrieb - man braucht kein Rollator mit PC
> oben drauf schieben um mal etwas zu messen).

Es tut sicherlich auch hinreichend genau messen.

Aber die persöhnliche Akzeptanz für solch ein Gerät hängt sicherlich 
auch davon ab wie komfortabel und unkompliziert so ein System zu 
bedienen ist.

Und da muss man sich halt überlegen. Will man einen Gerät welches man in 
der Hand hält und vollkommen autark arbeitet mit dafür eingeschränkten 
Bedienungsumfang? ( Hier würde ich eher nach Antennenanalyzer schauen ),

oder will ich eine Lösung fürs Labor? ( Hier würde mich der PC nicht 
stören, sondern es hilft im Gegenteil bei der Archivierung der erhobenen 
Daten ).

Ich selbst habe schon mehrere Systeme testen dürfen. ( u.a den VNA3 von 
Thomas Bayer , den nicht mehr erhältlichen Antennenanalyzer aus dem 
Verlag Funkamateur, wie heist das Teil doch gleich noch ? ; aber auch 
moderne Kisten von Rohde&Schwarz in der 40000€ Fraktion ).

Zugegeben die preisgünstigen Lösungen können in der Messgeschwindigkeit 
lange nicht mit R&S mithalten, messen aber praktisch genauso genau, wenn 
auch mit weniger Messdynamik.

Zu den Geräten aus China kann ich nichts sagen, weil sie für mich 
persöhnlich nicht so interessant waren.

Ralph Berres

Autor: Max G. (l0wside) Benutzerseite
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So, Gerät ist bestellt. Für 47 EUR (und ggf. noch mal 10 für EUSt) kann 
man nicht viel falsch machen. CE-Zeichen muss ich mal schauen, ggf. 
argumentiere ich, darum würde ich mich als Gewerbetreibender selber 
kümmern. Wahrscheinlich interessiert´s keinen.

PC vs. Standalone: ist für ein Gerät, das ca. 363 Tage im Jahr im Regal 
einstaubt, nicht von zentraler Wichtigkeit. Eine USB-Buchse scheint das 
Ding zu haben, beim Rest lasse ich mich überraschen.

Ich würde versuchen, damit mal eine Antennenanpassung für RFID 
hinzubekommen und darüber einen kleinen Bericht hier zu schreiben. 
Anschließend würde es mich freuen, wenn einer der anwesenden Experten 
die Kiste mal einer genaueren Betrachtung unterziehen würde.

Gruß,

Max

Autor: Ralph B. (rberres)
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Max G. schrieb:
> Ich würde versuchen, damit mal eine Antennenanpassung für RFID
> hinzubekommen und darüber einen kleinen Bericht hier zu schreiben.

Wichtig ist vor allem das man sich mit dem Thema Messung mit einen VNA 
hinreichend auseinander gesetzt hat. Das gilt insbesonders was das 
kalibrieren des Messaufbaues betrifft.

Hierzu benötigt man natürlich das entsprechende Kalibrierkit 
hinreichender Qualität mit den Teilen Leerlauf Abschluss Kurzschluss und 
Durchgang.

Der VNA muss natürlich in der Software die Möglichkeiten bieten diese 
Tests auch durchzuführen und dessen Ergebnisse auch mit in die Rechnung 
einzubeziehen. Keine leichte Aufgabe für den Programmierer.


Hoffentlich kann dein bestelltes VNA das. Ansonsten wirst du nur 
Hausnummern messen und dich selber froh machen.

Ralph Berres

Autor: Max G. (l0wside) Benutzerseite
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Ralph B. schrieb:
> Hoffentlich kann dein bestelltes VNA das. Ansonsten wirst du nur
> Hausnummern messen und dich selber froh machen.

Ralph, bisher habe ich dich hier immer als konstruktiv und kompetent 
erlebt. Warum diese unsachliche Formulierung („dich selber froh 
machen“)? Ob das Ding taugt oder nicht, will ich ja herausfinden.

Dass eine Kalibrierung notwendig ist, ist übrigens zu mir 
durchgedrungen. Vermutlich ist kein Kalibrierkit dabei, dann muss ich 
eben noch eines besorgen.
Dass die Chinesen ein solches Gerät auf den Markt bringen, ohne sich 
über Kalibrierung Gedanken zu machen, ist zwar nicht völlig 
ausgeschlossen. Es ihnen vorab unterstellen würde ich es aber nicht, und 
du ja sicher auch nicht.

Autor: MarcOni (Gast)
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Max G. schrieb:
> Dass die Chinesen ein solches Gerät auf den Markt bringen, ohne sich
> über Kalibrierung Gedanken zu machen, ist zwar nicht völlig
> ausgeschlossen.

Genau das machen die Chinesen häufig. Billig produzieren und billig 
versenden. Subventioniert von der menschenrechtsverachtenden Regierung, 
die auf Rechte von Urhebern pfeift.

Denn nach guter chinesischer Machart ist es ein Clone einer Entwicklung, 
die Andere gemacht haben. Mit einer Software die andere geschrieben 
haben. Die geistige Arbeit haben also andere gemacht.

Man muss also nicht vor Stolz bersten, wenn  man so ein Geiz-ist-geil 
Chinateil promotet.

Autor: Ralph B. (rberres)
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Max G. schrieb:
> Ralph, bisher habe ich dich hier immer als konstruktiv und kompetent
> erlebt. Warum diese unsachliche Formulierung („dich selber froh
> machen“)? Ob das Ding taugt oder nicht, will ich ja herausfinden.

Hallo Max

Ich wollte ja nur darauf aufmerksam machen. Im Netz habe ich schon so 
manchen Antennenanalyzer gesfunden, welches zwar nach einen VNA Prinzip 
arbeitet aber eben keine Möglichkeit zur Kalibrierung bietet. 
Insbesonders nicht die Möglichkeit  die Kabel mit einzukalibrieren.


Wenn das Teil was du bestellt hast es kann um so besser.

Max G. schrieb:
> Dass die Chinesen ein solches Gerät auf den Markt bringen, ohne sich
> über Kalibrierung Gedanken zu machen, ist zwar nicht völlig
> ausgeschlossen. Es ihnen vorab unterstellen würde ich es aber nicht, und
> du ja sicher auch nicht.

Ich unterstelle mal garnichts. Ich weise lediglich darauf hin das man 
auf sowas achten muss.

Max G. schrieb:
> Dass eine Kalibrierung notwendig ist, ist übrigens zu mir
> durchgedrungen. Vermutlich ist kein Kalibrierkit dabei, dann muss ich
> eben noch eines besorgen.

Das ist löblich das du dich mit der Materie offenbar schon befasst hast.

Ich kenne aber viele die meinen man schließt so ein Gerät statt eines 
Senders an die Antenne an und liest das Ergebnis vom Display ab.

Da ich nicht weis wie deine Vorkenntnisse sind weise ich lediglich 
vorsorglich darauf hin.

So ich hoffe das sich das geklärt hat.

Übrigens ich bevorzuge als Darstellung das Smithdiagramm. Ich weis nicht 
jedermanns Sache.

Ralph Berres

Autor: MarcOni (Gast)
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Der Nano VNA stammt ursprünglich von einem Entwickler, der sich edy555 
nennt.

Er hat sein Projekt auf github veröffentlicht.
https://github.com/ttrftech/NanoVNA

Das Schaltbild (pdf) hier:
https://github.com/ttrftech/NanoVNA/raw/master/doc/nanovna-sch.pdf

Autor: W.S. (Gast)
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Ralph B. schrieb:
> Ich finde der Thomas Bayer hat es nicht verdient, das man so abfällig
> über sein Projekt herzieht.

Das hat hier keiner. Aber es gibt durchaus etwas darüber noch zu sagen: 
Bayer hat ne Professur, wird also aus Steuergeldern bezahlt und ist im 
Prinzip gehalten, sowohl zu forschen als auch zu lehren. Es gibt jedoch 
unter den Funkamateuren durchaus einige, deren merkantile Seite für 
meinen Geschmack ein bissel zu sehr ausgeprägt ist - und Bayer gehört 
dazu. Sowas mögen recht viele Leute nicht besonders gut leiden.

Und noch ein Wort zu den diversen Antennen-Analysatoren:

Antennen stehen nicht gar zu häufig im Shack selbst, sondern eher 
draußen, weswegen ein leichtes und tragbares Gerät für deren Ausmessung 
mir eher geeignet erscheint als eines, das noch einen PC benötigt. Wenn 
das tragbare Gerätchen jedoch zu fipsig ist, so daß man sich für's 
Display noch ne Lupe wünschen würde, dann ist das auch ein bissel 
suboptimal.

Wolfgang Kiefer hat hier ja ausführlich seine Bemühungen mit dem 
Analysator von EU1KY vorgestellt, der auf der Basis der für alle drei 
Geräte gleichen Front-Hardware und einem (mir zu teuren) Dicovery-Board 
beruht. Der hat m.W. ein etwas größeres Display.

Allerdings wollen mir alle drei Versionen nicht so recht behagen. Grund 
dafür ist deren prinzipielle Funktionsweise, bei der man quasi den 
Kaffeesatz zuvor zurecht kalibrieren muß, um überhaupt etwas damit 
messen zu können.

W.S.

Autor: Ralph B. (rberres)
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W.S. schrieb:
> Antennen stehen nicht gar zu häufig im Shack selbst, sondern eher
> draußen, weswegen ein leichtes und tragbares Gerät für deren Ausmessung
> mir eher geeignet erscheint als eines, das noch einen PC benötigt.

Dafür war das Gerät vom Thomas Bayer eigentlich wenn überhaupt nur 
sekundär gedacht.

Es war dafür gedacht, dem Funkamateur ein bezahlbares Gerät , welches 
als Alternative zu den teuren Geräten der Edelschmieden zu sehen ist.

Es ist sogar einer der wenigen Geräte was das 23cm Band noch mit 
eingeschlossen hat, wenn auch mit nur 60db Dynamikumfang.

Um das zu erreichen wurde ein etwas unkonventionelles Verfahren 
angewendet, welches zwar durchaus mit etwas Skepsis zu betrachten ist, 
aber durchaus funktioniert.

Der beue VNA5 aus dem Verlag Funkamateur ist übrigens ein recht 
brauchbares und bezahlbares Antennenanalyzer bis 600MHz , welches 
anscheinend auch dem Thomas Bayer gefällt, denn er hat seine Software 
auch für das Gerät angepasst. Es ist ein Gerät welches auch ohne PC 
arbeitet, und welches auch gestattet das komplette Antennenkabel mit 
einzukalibrieren.

Eines darf man bei all den preiswerten Analyzern nicht vergessen. Es 
sind kompromisslösungen stark zu Gunsten des finanziellen Aufwandes.

Da müssen andere Schwerpunkte, wie schnelle Messreihen Genauigkeit auf 
ein zehntel db gleichzeitig mit einen Dynamikbereich von 100db und mehr 
über den gesamten Frequenzbereich ein wenig auf der Strecke bleiben.

Dafür bezahlt man dann auch nicht den Gegenwert eines PKWs der gehobene 
Klasse.

W.S. schrieb:
> Wolfgang Kiefer hat hier ja ausführlich seine Bemühungen mit dem
> Analysator von EU1KY vorgestellt, der auf der Basis der für alle drei
> Geräte gleichen Front-Hardware und einem (mir zu teuren) Dicovery-Board
> beruht. Der hat m.W. ein etwas größeres Display.

Es werden sicherlich noch mehr preisgünstige brauchbare Lösungen, die 
sich alle mehr oder weniger ähneln, auftauchen.

W.S. schrieb:
> Allerdings wollen mir alle drei Versionen nicht so recht behagen. Grund
> dafür ist deren prinzipielle Funktionsweise, bei der man quasi den
> Kaffeesatz zuvor zurecht kalibrieren muß, um überhaupt etwas damit
> messen zu können.

Dann must du R&S für 49000 € kaufen. Vergesse aber nicht,die Kabel für 
3000 € und das Kalibrierkit für 6000 € mit einzuplanen.

Ralph Berres

Autor: PostalDude (Gast)
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> weswegen ein leichtes und tragbares Gerät

Selbiges gilt auch zum Einmessen von (13.56 MHz) RFID-Antennen.
Da noch mit einem Notbook herummurxen zu muessen, waere mir nichts.

Bei mir hat sich dafuer ein Palstar ZM-30 bewaehrt.

Wird leider nicht mehr gebaut.

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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Ralph B. schrieb:
>
> Ich finde der Thomas Bayer hat es nicht verdient,
> das man so abfällig
> über sein Projekt herzieht.

das überlasse ich den Geschichtsschreibern

> Er hat immerhin eine sehr komfortable
> Software ( wenn auch PC-basierend ) geschrieben, welche sich hinter den
> Messgeräteschmieden nicht zu verstecken braucht,

ich habe auch nix anderes geschrieben, von der hardware sind ca. 10 VNAs 
die ich mir angeguckt habe sehr ähnlich gehalten. Alle sind an sich auf 
der hardware Seite sehr günstig aufgebaut, der Unterschied liegt in der 
Software.

VNA5 ist auch sehr ähnlich, wobei der verbaute MCP3911 ist etwas
besser als TLV320AIC3204 in dem nanoVNA.

> und steckt auch sehr viel seiner sicherlich knapp bemessener
> Freizeit in das Projekt,

1 - ich will da nix unterstellen, aber ich kann wetten er
hat sich mindestens Gedanken zum VNA während der von uns
allen bezahlten Arbeitszeit gemacht

2 - für die er jetzt auch Geld kassiert.

Das ist alles auch mehr oder weniger ok, soll man aber mit
den Lobeshymnen nicht übertrieben.

>
> Zu den Geräten aus China kann ich nichts sagen, weil sie für mich
> persöhnlich nicht so interessant waren.
>

wie ich geschrieben habe, nanoVNA ist von einem Japaner entwickelt 
(frontend ähnlich VNWA von DG8SAQ - nur ADC/DSP OnBoard statt PC)
und von einem Chinesen verbessert (bis 900MHz) und gebaut/zum
verkauf angeboten.

MarcOni schrieb:
> Man muss also nicht vor Stolz bersten, wenn  man so ein
> Geiz-ist-geil Chinateil promotet.

wie jetzt? den armen Chinesen der 3 Monate nach einer Lösung gesucht 
hat, das nanoVNA auf 900MHz zu erweitern, der PCB gebaut hat und Kits 
anbietet darf ich 15EUR nicht verdienen lassen, aber an den deutschen 
Entwickler 100EUR abdrücken ist kein Problem?


Eddy55 hat das Projekt über ein Jahr entwickelt, und irgendwann 
aufgegeben - und das Projekt für alle freigegeben. Somit dürften sich 
andere Inspiration holen, wie z.b. für VNA5 (wenn man sich die 4->5 
Entwicklung genau anguckt). Eddy55 hat sich auch beim DG8SAQ für die 
Inspiration bedankt, wir haben also irgendwie alle was davon.

Autor: Ralph B. (rberres)
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Thomas R. schrieb:
> Eddy55 hat das Projekt über ein Jahr entwickelt, und irgendwann
> aufgegeben - und das Projekt für alle freigegeben.

mag alles sein. Doch Thomas Bayer hat vermutlich zusammen mit seinen 
Studenten einen Volks-VNA entwickelt zu einer Zeit, wo es nur die 
High-End Kisten von den Nobelfirmen gab.

Ich erinnere mich noch an den ersten noch auf Lochrasterplatinen 
aufgebauten Prototyp den er damals in der CQ-DL vorgestellt hatte. Noch 
mit Parallel-Schnittstelle zum PC. Relativ früh ist er wohl eine 
Kooperation mit SDR-Kits
eingegangen, der dann die Hardware serienreif gemacht hat, und 
vertreibt.

Er hat sich dann ausschließlich um die Software gekümmert, welche mit 
immer mehr Funktionen erweitert wurde und noch wird.

Egal ob man ihm unterstellt das während seiner Arbeitszeit gemacht zu 
haben, oder nicht, hat er den ambitionierten HF-Bastler ein bezahlbares 
Handwerkszeug in die Hand gegeben. Und seine Studenten haben dabei was 
gelernt. Ich finde da nichts schlimmes dabei.

Erst danach kamen die ersten vektoriellen Antennenanalyzer. Bis dahin 
wussten die zahlreichen Anbieter von SWR-Analyzer nicht mal, was 
vektorielles messen bedeutet.

Nchdem der Norbert Graupner seinen Antennenanalyzer in der Funkamateur 
vorgestellt hat, kamen plötzlich ähnliche Konzepte wie Pilze aus dem 
Boden, die alle ähnliche Konzepte haben wie das Gerät von Thomas Bayer.

Auch wenn man das hier nicht hören will, bin ich dem Thomas Bayer für 
sein
Projekt dankbar und keineswegs neidisch wie so mancher hier.

Das irgendwann die Chinesen auch aufspringen war ja eigentlich zu 
erwarten.

Ralph Berres

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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Norbert Graupners Antennenanalyzer habe ich mir in der ersten Version 
gekauft, da war ich etwas voreilig. Die spätere Version konnte man auf 
Zweitormessungen umbauen, soll allerdings etwas aufwendig sein. Durch 
den verwendeten DDS kann er maximal 160 MHz wenn ich mich noch richtig 
erinnere.

Mein miniVNA tiny reicht bis 3 GHz, damit will ich mal eine Antenne für 
EsHailsat2 vermessen, mal sehen wie gut das klappt. Thomas Baiers ( mit 
"i") VNA geht nur bis 1,3 GHz, ist aber sicher das professionellere 
Gerät.
Beitrag "Re: Kennt jemand den mini-VNA Tiny 1-3000 MHz?"
da hatten wir eine längere Diskussion zum miniVNA.

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Beitrag #5864457 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5864566 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Erik D. (erikms5)
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hat jemand eine Idee, wo man den joystickähnlichen Schalter kaufen kann?

Autor: Ralph B. (rberres)
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Christoph db1uq K. schrieb:
> homas Baiers ( mit
> "i") VNA geht nur bis 1,3 GHz, ist aber sicher das professionellere
> Gerät.

Es gab in dem englischsprachigen Forum vom Thomas Bayer Beispiele, wo 
das Gerät auch im 13cm Band benutzt wurde. Allerdings mit 
Dynamikeinschränkungen und mit gewisse Vorsicht. Man muss die Ergebnisse 
dann interpretieren können.

Aber machbar ist das.

Es hat zumindest eine recht komfortable Benutzeroberfläche auf dem PC.

Ralph Berres

Autor: Max G. (l0wside) Benutzerseite
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Gerät ist inzwischen angekommen. Es sind drei Kalibriernormale (open, 
short und 50 Ohm) dabei. Einen passenden Menüeintrag zur Kalibrierung 
gibt es natürlich auch.
Anleitung gibt es keine dazu, nur den OSHW-Vermerk auf der Rückseite mit 
Github-Link. Theoretisch wäre wohl Batteriebetrieb möglich, praktisch 
habe ich bisher nur einen Mini-USB-Port zur Spannungsversorgung 
gefunden. Da kann man natürlich eine Powerbank dranhängen, aber auch da 
düfte eher nichts Wechselspannungsfreies rauskommen.
Der mechanische Aufbau ist interessant. Das Ganze hat etwa 
Spielkartenformat. Die Seiten sind offen, Deckel und Boden als leere 
Leiterplatten ausgeführt. Siehe Bilder.

Jetzt würde ich gerne als erstes mein handgestricktes LISN vermessen. 
Etwas bedröppelt stelle ich fest, dass ich im Labor praktisch keinerlei 
SMA-Steckverbinder oder -Adapter liegen habe. Muss also mal wieder bei 
TME bestellen gehen...

Autor: Andi (Gast)
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Und funktioniert dass ding?

Autor: Trons (Gast)
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Auf der Hamradio konnte ich mit dem Ding etwas spielen. Nach meiner 
Einschätzung ist bei dem kleinen Ding die Kalibrierung Käse und 
Messungen sind mit einem VNWA nicht zu vergleichen. Ein 
Kalibrierstandart ohne Angabe der elektrischen Parameter ist nicht zu 
gebrauchen und die werden nicht mitgeliefert. Ich konnte einem OM über 
die Schulter schauen, der die Kalibrierelemente an einem großen Gerät 
vermessen hat. Die Kalibrierelemente will ich nicht geschenkt bekommen. 
Auch ist es für mich persönlich gruselig zu bedinen und der Bildschirm 
viel zu klein.
Ich hoffe, dass niemand glaubt, dass die kleine Kiste mit echten 
Messgeräten wie dem VNWA von DG8SAQ zu vergleichen ist. Beim VNWA sind 
Kalibriermodelle vollständig vorhanden und die Messergebnisse sind 
korrekt, was hinreichen oft nachgewiesen worden ist.
Für mich ist der NanoVNA ein Spielzeug und keine Messgerät.

Autor: DH1AKF W. (wolfgang_kiefer) Benutzerseite
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Für ca. 50 € einen Vektor- Analysator? Kaum zu glauben...
Gestern schickte mir ein Funkfreund sein original verpacktes Gerät zur 
Begutachtung. Ich war verblüfft, dass diese kleine Kiste sich sofort 
einschalten ließ und Kommandos akzeptierte.
Natürlich kommt man bei einem solch komplexen Gerät nicht ohne 
Bedienungsanleitung aus. Die gesamte Software und die englische 
Bedienungsanleitung sind hier zu finden (insgesamt 20 MB):
http://myosuploads3.banggood.com/products/20190527/20190527043616NanoVNA.rar

Das Schaltbild zeigt einen SI5351A als Taktgenerator, dreimal den SA612 
als Mischer, einen Audio- Codec TLV320AIC3204 mit drei benutzten 
Eingängen sowie als Mikrocontroller den STM32F072 (Cortex M0, 48 MHz 
Takt), angeschlossen ist ein Touchscreen. Der steuernde Takt wird einem 
VCTCXO 26 MHz entnommen.
Stromaufnahme 120 mA, Akku hat 400 mAh Kapazität

Mich hat zunächst die Software interessiert:

- Open Source bei GitHub, Takahashi Tomohiro ist der Verfasser
- ChiBIOS als RTOS
- Ausgabe der Daten für die Weiterverarbeitung im PC, Auswerteprogramm 
ist
verfügbar.
Ich bin erst einmal begeistert und beschäftigt...

: Bearbeitet durch User
Autor: Florian W. (florenzw)
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Trons schrieb:
> Ein
> Kalibrierstandart ohne Angabe der elektrischen Parameter ist nicht zu
> gebrauchen
Short, Open, 50Ohm?

> Auch ist es für mich persönlich gruselig zu bedinen und der Bildschirm
> viel zu klein.
Der VNWA hat gar kein Display.

> Ich hoffe, dass niemand glaubt, dass die kleine Kiste mit echten
> Messgeräten wie dem VNWA von DG8SAQ zu vergleichen ist.
Bevor man soetwas in die Welt hinausschreit, sollte man nachgemessen 
haben.
Außerdem gibt's da noch einen Preisunterschied zu berücksichtigen :-)
Und der NanoVNA ist Open Source.

Autor: DH1AKF W. (wolfgang_kiefer) Benutzerseite
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Trons schrieb:
> Ich hoffe, dass niemand glaubt, dass die kleine Kiste mit echten
> Messgeräten wie dem VNWA von DG8SAQ zu vergleichen ist.

Ja, dann vergleichen wir doch mal:
VNWA von DG8SAQ, Funktionsprinzip und Blockschaltbild (Seiten 4/5):
http://www.sdr-kits.net/documents/VNWA_HELP.pdf
Und nun der NanoVNA: (siehe Anhang).
Wir stellen fest, dass beim NanoVNA
- das gleiche Messprinzip verwendet wird,
- die gleichen Mischer (NE612),
- ein Audio- Codec mit 3 Eingängen, den man also nicht umzuschalten 
braucht), - einen Doppel- Oszillator,
- aber zusätzlich ein Mikrocontroller nebst Touchscreen, wodurch der PC 
oder Laptop entfällt.
Ich meine, man bekommt hier sehr viel für ca. 50 €, im Vergleich zur 
DG8SAQ- Hardware (ab 589 €).

: Bearbeitet durch User
Autor: Roland Stephan DK8RST (Gast)
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Eine Frage an die Runde:

Diskutieren wir hier, oder
trägt jemand seine Meinug vor, oder
wollen wir die Info an uns nieder machen, oder
gibt es etwas anderes.

Im Bereich der Funkamateure sind wir jetzt mal wieder konfrontiert dass 
irgend etwas, oder irgend jemand an den Frequenzen die wir nutzen 
rüttelt.
Zusätzlich steht die Frage im Raum warum haben wir immer weniger 
Menschen die sich in dem Bereich beschäftigen.

Wir sollten darauf achten, dass Kritik auch dazu führen kann, uns selber 
den Boden zu entziehen. Warum wird so häufig sofort Kritik geäussert, 
oder sind die Menschen tatsächlich so wenig bereit sich positiv mit den 
Dingen zu beschäftigen.

Und wo ist es eigentlich geblieben , dass wir , die Funkamateure als 
Spezialisten angesehen werden?

------------------------------------------------------------------------ 
--
Zum Thema Antenanalyser:

Ja die Selbstbauvarianten, sind keine kommerziellen Meßgeräte und auch 
weit weg von irgend einer Eichung.

Aber diese Geräte können einem breitem Forum Hilfe bieten sich an ein 
Kompliziertes Gebiet heran zu wagen und die Hürden zu veringern.

Wenn Bill Gates sich darüber gedanken gemacht hätte wären wir immer noch 
bei Großrechnern.

Ich bin mir sicher, dass ich jetzt und hier viel Echo erzeugen werde,

Dazu nur zwei Bitten,
1.lassen Sie uns, lasst uns hier bitte in der Sache diskutieren und
2 lasst uns doch in erster inie positiv diskutieren.
Besten Dank

VY 73 DK8RST , Roland

Autor: Elektrolurch (Gast)
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Frage:

Man findet bei den zahlreichen Anbietern zwei Versionen:

in schwarz, Lieferumfang: Gerät, USB-C Kabel, 2 x SMA Kabel, simpler 
Cal-Kit
in silber, Lieferumfang: Gerät, Cal-Kit

weiß jemand ob es  außer der Farbe einen Unterschied (Leiterplatte 
version o.ä.) gibt?

Ebay-Artikel Nr. 183828791112



Ebay-Artikel Nr. 382977936072

Autor: Andi (Gast)
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DH1AKF W. schrieb:
> Der steuernde Takt wird einem
> VCTCXO 26 MHz entnommen.

Ist in dem Chinading auch ein VCTCXO drin oder nur ein viel billiger XO?

Hatt wer von den Chinateil mal Deteilaufnahmen von der Platine?

Autor: DH1AKF W. (wolfgang_kiefer) Benutzerseite
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Andi schrieb:
> Hat wer von den Chinateil mal Deteilaufnahmen von der Platine?

: Bearbeitet durch User
Autor: Markus W. (dl8mby)
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Hallo Wolfgang,

danke für die Bilder mit dem Innenleben des VNA's

Kannst Du mal den Messpegel ermitteln mit dem der
VNA aud den DUT geht.

Falls < 0dBm, was ich stark annehme ist das mehr ein
Indoor-VNA (nicht geeignet um bei einem Fieldday
Antennen zu vermessen) - Aber trotzdem ein tolles
kleines Messgerät um die VNA Praxis zu vertiefen
und zu erlernen.

Markus

PS.: Wäre schön, wenn jemand testen könnte, wie das
Anbringen von Abdeckungen an den Vorgesehenen Stellen
über den Mischern die Messdynamik beeinflusst.
Dise hat man wohl aus Einsparungsgründen sein lassen.

@Wolfgang
Nochwas.
Du kannst ja einen Vergleich mit dem VNA von EU1KY
machen, wenn Du es nicht bereits vor hast.

Autor: DH1AKF W. (wolfgang_kiefer) Benutzerseite
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Markus W. schrieb:
> Kannst Du mal den Messpegel ermitteln mit dem der
> VNA aud den DUT geht.

Nach meiner Berechnung wird das Oszillatorsignal um ca. 8 dB gedämpft,
wenn die Antenne 50 Ohm hat.
Zur Kontrolle habe ich den EU1KY benutzt, der ca. -8 dBm anzeigt, 
gemessen bei 6 MHz.

Autor: DL2IAO (Gast)
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-12dBm bis 100MHz
-9dBm 100-300MHz
-18dBm bis -22dBm von <300 bis 900MHz
Mit dem Spekki gemessen

Autor: Andi (Gast)
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Wiso hatt das Ding zwischen 100-300Mhz an meisten Pegel. Und darüber und 
darunter schalgartig weniger?

Autor: Cheffe (Gast)
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Andi schrieb:
> Wiso hatt das Ding zwischen 100-300Mhz an meisten Pegel. Und
> darüber und
> darunter schalgartig weniger?

Diese Frage hier zu stellen ist nicht unbedingt zielführend. Wer soll 
die beantworten? Frage doch den Erbauer bzw. Vertreiber des VNA.


Cheffe

Autor: DH1AKF W. (wolfgang_kiefer) Benutzerseite
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Cheffe schrieb:
> Andi schrieb:
>> Wiso hatt das Ding zwischen 100-300Mhz an meisten Pegel. Und
>> darüber und
>> darunter schalgartig weniger?
>
> Diese Frage hier zu stellen ist nicht unbedingt zielführend. Wer soll
> die beantworten? Frage doch den Erbauer bzw. Vertreiber des VNA.
>
> Cheffe

Der verwendete Oszillator arbeitet offiziell bis 200 MHz, nach eigenen 
Versuchen mit dem EU1KY- Analysator sogar bis ca. 290 MHz. Für noch 
höhere Frequenzen wird in beiden Geräten die 3. Harmonische benutzt. Und 
bei einem Rechtecksignal ist diese um 2/3, also ca. 5 dB gedämpft.

Autor: Markus W. (dl8mby)
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@Wolfgang und Co,


Deine Erklärung klingt für die
Frequenz ab Marker #2 plausibel
ist aber für Marker #1 wohl nicht
zutreffend.

Bin mir jetzt nicht sicher ob der
Si5351A auch über eine Ausgangs-
Pegel Einstellung verfügt.

Wenn ja könnte das noch ein Fehler
in der FW des Analyzers beim Setzen
der Parameter via ST MC sein.

Was den Pegel angeht ist er generell
zu klein um Vernünftig im Outdoor-Bereich
Antennen für KW zu vermessen.

Für Bauteilmessungen auf dem Tisch oder
für kleine UKW Antennen ist aber der VNA
hinreichend gut, wenn die FW korrekte
Messungen ermöglichen sollte.

Bei dem Preis könnte man ja es einfach mal
ausprobieren um sich sein eigenes Urteil
besser bilden zu können.

Die Tatsache, dass das Gerätchen bereits zwei
Ports besitzt ist ja durchaus reizvoll.

Markus

: Bearbeitet durch User
Autor: Simon (Gast)
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Markus W. schrieb:
> PS.: Wäre schön, wenn jemand testen könnte, wie das
> Anbringen von Abdeckungen an den Vorgesehenen Stellen
> über den Mischern die Messdynamik beeinflusst.

Die Bleche sind bei dem Gerät, welches ich erworben habe, dabei gewesen 
- sie werden in die kleinen "Füßchen" eingeklemmt. Es sind ganz 
offensichtlich manuell zugeschnittene Kupfer- oder Messing-Dünnbleche, 
man sieht deutlich Fingerabdrücke...

Leider habe ich keine weiteren Messgeräte, um deine Frage zu 
beantworten.

Ich habe das "schwarze" Gerät, Lieferung erfolgte mit Akku.
(ich glaube das "weiße" hat keinen Akku bestückt?)

Autor: Voodoogott (Gast)
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Simon schrieb:
> Ich habe das "schwarze" Gerät, Lieferung erfolgte mit Akku.
> (ich glaube das "weiße" hat keinen Akku bestückt?)

Ich glab es sollte mal Jeder sein Gerät zerlegen, hochauflösend 
Fotographieren und Posten zum vergleichen. Und angeben wo er es her 
hatt.

Bin noch am überlegen ob weis oder schwarz besser ist.

Autor: Kohlenbürste (Gast)
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Voodoogott schrieb:
> Bin noch am überlegen ob weis oder schwarz besser ist.

Malen und lackieren?

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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anscheinend clonen schon andere Chinesen den NanoVNA

hier die ggl gruppe https://groups.io/g/nanovna-users/topics

Autor: Andi (Gast)
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Thomas R. schrieb:
> anscheinend clonen schon andere Chinesen den NanoVNA
>
> hier die ggl gruppe https://groups.io/g/nanovna-users/topics

Dann hab ich ja anscheinend den richtigen bestellt. Bin gespannt wann es 
ankommt.

Autor: Dirk S. (Firma: Messtechnik Mittelstand) (schabadu)
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Nabend ... hier mal ein Erfahrungsbericht.

Bin gerade in Nord Norwegen unterwegs und nutze den kleinen VNA zum 
abstimmen einer GP mit Fußpunktspule auf 40m. Im KW Bereich funktioniert 
der NanoVNA (im Rahmen seiner Möglichkeiten) perfekt.
Feststellen der Resonanzfrequenz und des Fußpunktwiederstandes sind 
problemlos möglich.
Bei dem Preis bin ich soweit zufrieden.
Gruß Dirk

Autor: Günter König (Gast)
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Hallo Freunde,
die schwarze Ausführung des nanoVNA traf am Montag den 5.August hier 
ein. Bestellt am 23. Juli bei PinCei_DE, also sehr schnelle Lieferung. 
€50,-
Beste Abwicklung, perfekte Kommunikation in Englisch. Das Gerät erfüllt 
meine Erwartungen, die ersten Messergebnisse sowohl im Kurzwellenbereich 
bis über die 2m, 70cm und bis 600 MHz an Antennen zeigen für meine 
Zwecke eine absolut taugliche Funktion. Das ordentliche Kalibrieren 
unter der jeweiligen Messanordnung ist dabei wichtig. Meine 
Geräteversion enthält keine Abschirmbleche über den Mischern, jedoch 
sind die Felder mit lötbaren Feldgrenzen vorbereitet um Abschirmungen 
anbringen zu können.
Soweit meine bisherigen Erfahrungen.
73 Günter, dj8cy

Autor: VNWA-Interessent (Gast)
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Danke!

Autor: Harald (Gast)
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I am happy ;-)

Wirklicher Genauigkeitsvergleich ist noch ein offener Punkt.
Kann nur mit dem Redpitaya VNA und Richtkoppler (Funkamateur) und dem 
Kreuzzeigerinstrument im MFJ 971 vergleichen, wobei der TRX auch nicht 
unbedingt bei jeder Frequenz 50 Ohm hat.

Manchmal ist es bei Tageslicht nicht ganz optimal abzulesen, dafür aber 
klein und handlich.
Praktisch ist im Stimulus-Menü der Punkt "Pause Sweep".

Der 3fach-Taster wird vermutlich als erstes sterben.

Ein Gehäuse gibt es zum Selbstdruck bei ThingiVerse. Die Öffnung für den 
On/oFF Switch muss man etwas vergrößern.

Bisher nicht ans rennen bekommen habe ich die Software unter Windows10 
bzw. der VNA wurde nicht verbunden/ausgelesen.

Die 100 Messpunkte sind ein bisschen knapp, wenn man die 
Multibandantenne auf einen Blick abchecken will.

73

Autor: Hp M. (nachtmix)
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Voodoogott schrieb:
> Ich glab es sollte mal Jeder sein Gerät zerlegen, hochauflösend
> Fotographieren und Posten zum vergleichen. Und angeben wo er es her
> hatt.

Ich habe mir mittlerweile auch ein solches Teil zugelegt. Wie sich 
herausstellte, handelt es sich dabei leider um ein in einem obigen Link 
als "worse clone" bezeichnetes Gerät.
Allerdings habe ich dafür auch nicht die geforderten 4.888,00 Euro 
bezahlt, sondern 45 € geboten und dem Gegenvorschlag von 47€ zugestimmt. 
Incl Porto.
Dafür lag das Gerät, aus Bremen kommend, wirklich schon am nächsten Tag 
bei mir auf dem Tisch, und ich hatte alle Probleme mit dem Zoll 
umgangen.

Es hat keinerlei Abschirmung über den Mischern und entsprechend fällt 
das Rauschen besonders in den Bereichen oberhalb 300MHz recht hoch aus.
Tatsächlich wird das Rauschen schon weniger, wenn man die Platine mit 
der hohlen Hand abschirmt.
Für die beigefügten Bilder hatte ich das Gerät mittels der beiliegenden 
SOLT-Bauteile im Bereich 50kHz-900MHz kalibriert.
Allerdings habe ich dafür nicht die mitgelieferten dünnen und gut 65 cm 
langen RG-174/U Kabel verwendet, sondern kurze Semi-Rigid-Leitungen.

Das Bild zeigt den Aufbau mit einem als Prüfling eingefügten 20dB 
Abschwächer, der bis 4 GHz gut ist.
Offenbar ist das Gerät schonmal repariert worden, denn am U5, dem 
Oszillator, befindet sich noch einige Flußmittelschmiere.
Evtl. befindet sich in Bremen eine Sammelstelle des Chinamanns, wo die 
Retouren eingesammelt und vielleicht sogar repariert werden.

Die Frequenzgenauigkeit ist erstaunlich gut. Wenn ich 100MHz CW 
einstelle, zeigt mein HP5340A 99.999933 MHz an, also 67 Hz oder 0,67ppm 
Abweichung.

Am Spekki sieht man stets die drei Spektrallinien: Grundfrequenz bis 
300MHz und die beiden Oberwellen (und deutlich schwächer weitere 
Harmonische).
Das ist bei diesem filterlosen Design ja auch nicht anders zu erwarten.
Erstaunt hat mich allerdings, das trotz der Oberwellen kein Aliasing 
auftritt. Ich habe 540 MHz SAW-Filter, deren Durchlasskurve tatsächlich 
an dieser Stelle im Display erscheint und nicht etwa auch bei 180 und 
270 MHz.


Mal sehen um wieviel das Rauschen (und Übersprechen) besser wird, wenn 
ich Abschirmungen über den Mischern anbringe.



P.S.:

Zwischen den beiden Koaxkabeln sieht man einen Kunstoffstift zur 
Betätigung des Touchscreens. Stammt wohl von einem Navi, aber damit geht 
es deutlich besser als mit den dicken Wurstfingern.

Tipp: Wenn man "Stimulus" aufruft, kann man den Sweepbereich oder CW 
eingeben. Wenn man in diesem Menü in die rechte untere Ecke des Schirms 
tippt, erscheint eine Tastatur, über die man die Frequenzen direkt und 
bequem eingeben kann.

Autor: Marek N. (bruderm)
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Moin,

gibt es ein zuverlässiges Indiz, um die Clones und Clone-Clones zu 
unterscheiden schon beim Bestellprozess?
Die Eidechse wäre ja einer davon.

Autor: nachtmix (Gast)
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Marek N. schrieb:
> gibt es ein zuverlässiges Indiz, um die Clones und Clone-Clones zu
> unterscheiden schon beim Bestellprozess?

Ich fürchte nicht.
Das Bild lässt sich ja noch leichter kopieren
Sogar beim Original habe ich Exemplare mit dünner und mit dickerer 
Schrift gesehen.
Außerdem ist nicht gesagt, dass Clones immer schlechter sein müssen.
Wenn es echte Clones sind, sind sie sowieso identisch, und wenn sie 
anders sind, ist evtl sogar etwas verbessert worden.

Ich habe noch einen weissen mit der Echse in der Pipeline, und dann wird 
man ja sehen, wie der sich verhält.

Autor: Andi (Gast)
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Ich hatte den hier gekauft:

Ebay-Artikel Nr. 113806519651

War der richtige und packt tatzächlich 80dB Dynamik.

Das Layout ist aber auch komplett anders als wie von Hp M.

Autor: Marek N. (bruderm)
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OK, danke, ich werde das beobachten.
Hab ja erst mal noch paar anderen Baustellen offen, nicht nur in der HF.

Autor: Hp M. (nachtmix)
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Andi schrieb:
> Ebay-Artikel Nr. 113806519651
>
> War der richtige und packt tatzächlich 80dB Dynamik.


Das hast du wie gemessen?

In diesem Bild habe ich mal drei dieser 20dB-Abschwächer verwendet.
Wie man sieht, ist die Messgenauigkeit bis 300MHz ganz passabel: Für die 
144MHz-Markierung werden 59.35dB Dämpfung angezeigt.
Richtig schlecht und verrauscht wird es erst ab 300MHz.
Das liegt daran, dass bis 299,999999 MHz am Ausgang die starke 
Grundwelle  verwendet wird, und die Mischer mit der gleichen Frequenz, 
aber aus dem 2. Oszillator betrieben werden.

Ab 300MHz wird als Ausgangssignal die deutlich schwächere 3.H von 
100..300MHz verwendet, und zusätzlich müssen die Mischer mit der noch 
schwächeren 5.H des 2. Oszillators auskommen, der hier von 60MHz..180MHz 
arbeitet.
Vermutlich macht man das um Mehrdeutigkeiten zu vermeiden, da 3 und 5 ja 
Primzahlen sind.
Dass die Mischer tatsächlich mit den genannten Frequenzen betrieben 
werden, erkennt man, wenn man den Spekki an den Rx-Port anschliesst. 
Dort kommt ein wenig des Sampling-Signals heraus.

Evtl. verbessert sich die Sitation, wenn man den Mischern im Bereich ab 
300MHz deutlich mehr LO-Signal anbietet.
Dazu müsste man aber erstmal den bislang nicht vorhandenen Schaltplan 
herauszeichnen und wohl auch noch einen Verstärker mit Hochpass 
reinpfriemeln.

: Bearbeitet durch User
Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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Note: Some parts of the source code contain content that is extended to 
1300MHz. That is an attempt for new hardware.

Aha, der chinese hat wohl gemerkt dass die cloner zu viel verkaufen :)

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