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Forum: HF, Funk und Felder Alte Röhrenradios abzugeben


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Autor: Wolfgang S. (wolfgang_s588)
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Hat jemand Interesse?

Abgabe erfolgt als defekt und ungeprüft und kostenlos.

Selbstabholer, kurzfristig in Stephanshausen/Geisenheim im Taunus.

: Bearbeitet durch User
Autor: Wolfgang S. (wolfgang_s588)
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Kein Interesse?

Freitag ist Elektroschrott, dann sind sie weg.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ich glaube, sowas musst du auf einem Funk-Flohmarkt verscherbeln, nicht 
hier.

Das zweite "Radio" links unten hat aber eine schöne Skala. :-) Das ist 
doch noch so'ne kreisrunde Bildröhre, bei der nur die Maske davor das 
Format bestimmt, oder? Das habe ich zum letzten Mal bei Fernsehern der 
1950er Jahre gesehen, die ich als Kind im Sperrmüll ausgeschlachtet 
habe.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Jörg W. schrieb:
> Das zweite "Radio" links unten hat aber eine schöne Skala. :-) Das ist
> doch noch so'ne kreisrunde Bildröhre, bei der nur die Maske davor das
> Format bestimmt, oder? Das habe ich zum letzten Mal bei Fernsehern der
> 1950er Jahre gesehen, die ich als Kind im Sperrmüll ausgeschlachtet
> habe.

Dürfte eine 43cm mit 70 Grad Ablenkung sein. Die runden waren 
üblicherweise nur ca. 30cm Diagonalen.
Ein ähnlicher TV steht bei mir auch noch im Keller und hofft auf 
genauere Begutachtung...

Die beiden "Gebißradios" oben sind sehr wahrscheinlich relativ 
uninteressant.
Das links unten ist interessanter und rechts unten besonders.
Es macht da aber keinen Sinn, nach Typenbezeichnung zu fragen, Taunus 
ivon Berlin zu weit weg und ob eine Bitte von mir nach Versand käme, 
müßte ich die Typenbezeichnung kennen und entscheiden.

Bei ebay ab 1 Euro anbieten nur an Selbstabholer mit kurzer Laufzeit 
könnten man versuchen.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: W.S. (Gast)
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Das Angebot ist kostenlos.

Also ab in den Elektroschrott.

Autor: Hubert M. (hm-electric)
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Zeig die Radios mal auf der Seite: https://www.radiomuseum.org/

Autor: Zeno (Gast)
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Was ist das für ein Teil unter dem rechten Radio?

Wo stehen denn die Teile?

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Zeno schrieb:

> Wo stehen denn die Teile?

Siehe erstes Posting …

Autor: michael_ (Gast)
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Wolfgang S. schrieb:
> Freitag ist Elektroschrott, dann sind sie weg.

Nein, mach das nicht! Hab etwas Geduld.

Wolfgang S. schrieb:
> Abgabe erfolgt als defekt und ungeprüft und kostenlos.

Was nichts kostet, ist nichts wert.
Schon die Netztrafos oder Ausgangsübertrager werden für viel Geld 
(20EUR)gehandelt.

Stell die an den Straßenrand und früh sind die weg.
Nicht der Schrottpresse überlassen!

Autor: Max (Gast)
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Das wär was fürs dampfradio Forum.
Auf jedem Fall zu schade um wegzuwerfen

Autor: Zeno (Gast)
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Jörg W. schrieb:
> Siehe erstes Posting

Ups habe ich überlesen. Leider zu weit weg von mir. Schade.

Autor: Norbert Schober (Gast)
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Hallo,

werden die Geräte auch einzeln abgegeben ? Ich währe an dem 
Weltblick-Fernseher und eventuell an dem Mende Radio links daneben 
interessiert. Wohne in Ingelheim, Abholung währe daher kein Problem.

Gruß,
Norbert

Autor: Diodenes (Gast)
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Michael U. schrieb:
> Die beiden "Gebißradios" oben sind sehr wahrscheinlich relativ
> uninteressant.

Das linke Radio dürfte ein Philips Capella 643 sein. Klingt recht gut 
und macht auch optisch schon ganz ordentlich was her.
Das rechte ist ein Grundig 941W - unspektakulär, aber durchaus ganz nett 
und gerade für Einsteiger recht übersichtlich. Leider sieht das 
vorliegende Exemplar etwas verschlissen aus - das "Gebiss" bräuchte 
vielleicht mal einen Zahnarzt ;-)

Michael U. schrieb:
> Das links unten ist interessanter

Das stilisierte M in der Mitte der Front weist auf (Nord-)Mende als 
Hersteller hin. Geräte anderer Herkunft hatten zwar auch zuweilen diese 
3 Streifen an der selben Stelle (z.B. das Riweco Paganini W661), die 
waren aber oben nicht bogenförmig verbunden.
Die Skala mit 3xK, M und L, und ganz unten dem nur angedeuteten 
UKW-Bereich (1 bis 100, drollige Skala...) lässt es eigentlich wie ein 
328 oder 435 aussehen, nur der mittlere Knopf will nicht recht dazu 
passen, der gehört eher zu einem M153 oder einem M185 - vielleicht hat 
er beim 328/435 etwas mit dem UKW-Nachrüstsatz UKW-E-1 zu tun, einem 
Pendler mit gattungstypischem Ruf. In jedem Fall dürfte das Gerät von 
etwa 1951 sein, auch wenn der Stil bis in die späten 30er Jahre 
zurückweist.

In der Praxis dürfte mit dem Apparat wohl nicht mehr viel anzufangen 
sein: die deutschsprachige AM ist tot, der Merkel-Clique sei Dank, und 
der FM-Empfangsteil ist eben wahrscheinlich kein Superhet (und 
vielleicht noch nicht einmal bestückt).

Trotzdem finde ich den Gedanken irre betrüblich, daß diese beiden Geräte 
auf dem Müll landen könnten.

Die anderen Apparate finde ich tatsächlich weniger prickelnd.
Na gut, die etwas mysteriöse Kiste rechts unten könnte wahrscheinlich 
durchaus sehr spannend sein - aber potthässlich ist sie halt leider 
auch. Wenn Frauen im Haushalt leben, dann halte ich sie sogar für 
einigermaßen unvermittelbar...
;-)

Autor: Wolfgang S. (wolfgang_s588)
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Bei Interesse einfach bei mir direkt per PN nachfragen.
Noch sind alle Radios verfügbar, es liegen jedoch schon Anfragen vor.

Autor: Henrik V. (henrik_v)
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Gute Forem zum Abgeben (Retten) der Geräte:
http://www.dampfradioforum.de/
http://www.wumpus-gollum-forum.de/forum/

Ein oder zwei Radios hätte ich ja abgeholt, aber ich sitze im Norden..

Gruß Henrik

Edit: Habe gerade gesehen im DRF ist schon ein Link :)
EDIT2: Bei Wumpus hab ich mal einen Link gesetzt.

: Bearbeitet durch User
Autor: Elektrofan (Gast)
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> ... die deutschsprachige AM ist tot, der Merkel-Clique sei Dank, ...

Auch die kleinste Marionette freut sich über Zuspruch, der anderen 
gebührt.

Autor: Wolfgang S. (wolfgang_s588)
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Henrik V. schrieb:
> Gruß Henrik

Danke

Autor: Diodenes (Gast)
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Elektrofan schrieb:
>> ... die deutschsprachige AM ist tot, der Merkel-Clique sei Dank, ...
>
> Auch die kleinste Marionette freut sich über Zuspruch, der anderen
> gebührt.

Marionettensprüche erregen einen Augsburger in etwa so sehr wie einen 
Eskimo eine Gefriertruhenversteigerung :-)

Wolfgang S. schrieb:
> Bei Interesse einfach bei mir direkt per PN nachfragen.
> Noch sind alle Radios verfügbar, es liegen jedoch schon Anfragen vor.

Grüß Dich, Wolfgang,

vielleicht lässt sich ja tatsächlich der eine oder andere Kandidat vor 
dem Müllbunker bewahren. Ich finde es jedenfalls schön, daß Du die 
Geräte überhaupt hier angeboten hast. Meinst Du, Du könntest noch die 
genauen Typenbezeichnungen herausfinden? Steht ja üblicherweise dick auf 
der Rückseite. Besonders bei dem Trumm rechts unten würde mich schon 
brennend interessieren, was das eigentlich ist ;-)

Wenn ich nicht 400km entfernt wohnte (und der alte Daimler nicht die 
ausgeschlagenen Traggelenke hätte...), dann würde ich Dir den Philips, 
den Grundig und den Nordmende abnehmen.

Ein Versand dürfte allenfalls bei dem kleinen Grundig in Frage kommen, 
die anderen sind zu schwer und würden ohnehin so gut wie sicher Schaden 
nehmen.

Sollte sich wirklich niemand finden, der die Kisten wegtransportieren 
kann, dann könntest Du immer noch die Röhren ziehen und vielleicht ein 
paar Drehknöpfe, dann wäre wenigstens ein bisschen was gerettet. Das 
ließe sich dann ggf. auch leicht per Forum oder zur Not auch per ebay an 
den Mann bringen und verschicken.

Viel Glück!

Autor: eric (Gast)
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Diodenes schrieb:
> Na gut, die etwas mysteriöse Kiste rechts unten könnte wahrscheinlich
> durchaus sehr spannend sein


Das Gerät erinnert mich an die Siemens Kammermusik-Schatullen,
seinerzeit das Beste vom Besten und auch heute noch unter Kennern
einiges wert.
Man müsste die Klappen rechts und links offen sehen.

Autor: Kilo S. (kilo_s)
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Diodenes schrieb:
> Sollte sich wirklich niemand finden, der die Kisten wegtransportieren
> kann, dann könntest Du immer noch die Röhren ziehen und vielleicht ein
> paar Drehknöpfe, dann wäre wenigstens ein bisschen was gerettet. Das
> ließe sich dann ggf. auch leicht per Forum oder zur Not auch per ebay an
> den Mann bringen und verschicken.

Drehko!

Autor: W.S. (Gast)
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Noch sind Anfragen möglich.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Wolfgang S.,
Ich habe eine Email geschickt.
Edi

Autor: Phalos S. (phalos_s)
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Wolfgang S. schrieb:
> Hat jemand Interesse?
>
> Abgabe erfolgt als defekt und ungeprüft und kostenlos.
>
> Selbstabholer, kurzfristig in Stephanshausen/Geisenheim im Taunus.

Sind die Geräte noch da?
Hätte ggf. Interesse und würde abholen (lassen)

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Ich denke, der Fernseher und die Radios sind alle weg. 2 Radios fanden 
den Weg zu mir, weil meine Familie in der Gegend Freunde besuchte.

Sehr schön, daß es noch Menschen gibt, die nicht aus jedem Objekt Profit 
machen wollen.
Das eine Gerät ist nämlich schon ein recht gutes Gerät, welches z. B. 
von Lautsprechergeiern geschlachtet würde, die Lautsprecher werden ja 
gern al Asiaten verscherbelt, die mögen ja die "endgoilen 
Fiehldkoil-Spieker", weniger wegen des Klangs, als wegen dem guten Feng 
Shui, weil die kein permanentes Magnetfeld besitzen.

@eric (Gast) hatte die richtige Vermutung: Es handelt sich um eine 
"Kammermusik- Schatulle", Modell 85W, Bestückung "Stahlröhren- Serie", 
Baujahre 1938/39 (die Endröhren haben den "Stahlröhrensockel", haben 
aber einen Glaskolben).

Das Gerät war von den Vorbesitzern an das Design ihrer Möbel angepaßt 
worden, glücklicherweise nur durch Aufklebe- Furnierimitat.
Schon nach 1 Stunde in der Hitze -es war heute sehr warm bei uns- wellte 
sich die Folie immer mehr, und ich konnte sie mühelos abziehen.
Zum Vorschein kam das Originalfurnier, mit einer winzigen Schadstelle 
von 5 x 8 mm. Natürlich muß noch der Klebstoff gründlich entfernt 
werden, und der Glanz wiederhergestellt werden (Hartöl).

Das andere Radio ist der Philips 643 mit Tastenschaden, ist aber nur die 
UKW- Taste innen gebrochen, und nach unten geklappt, leicht reparabel.

Beide Radios werden natürlich restauriert.

Und nur wenige Km weiter erwartete mich der Vorgänger der hier gezeigten 
Schatulle, ebenfalls kostenlos abgegeben, und die hat die berühmte AD1- 
Solo- Endstufe, mit einer AD1 sspezial von Siemens, die ich noch nie 
gesehen habe, sogar von Siemens selbst eingebaut (der Firma, nicht dem 
Gründer). Siemens hat sogar einen moderneren Hochtöner eingebaut, einen 
statischen Hochtöner ! Also eine Verbeserung des Werks selbst !
Bei Interesse kann ich dieses Gerät auch zeigen.

Wei geschrieben, ich freue mich, daß man noch Geräte ohne erheblichen 
finanziellen Aufwand bekommen kann- ich nenne mich nicht Sammler, möchte 
nicht funktionsuntüchtige Geräte anhäufen, und Gewinn damit 
erwirtschaften, sondern Geräte restaurieren, und im Bestzustand 
vorführbar halten.

Alle Geräte werden restauriert, und werden nie bei Ebay o. a. 
erscheinen. Eines Tages werden die Geräte vllt. museumsmäßig vorführbar 
sein.

: Bearbeitet durch User
Autor: R. K. (r_kohlhammer)
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Hallo "Edi M.",


Ich gratuliere zum Fang und schließe mich ebenfalls den Worten an, dass 
die Geräte einerseits vor der unterbittlichen Presse bewahrt wurden und 
dass zugleich sogar um des guten Willens und weniger des Geldes 
gehandelt wurde. Danke.

Ich wäre meinerseits beizeiten höchst interessiert, entweder an dem 
Fortschritten der Restaurierung aber natürlich auch am Endergebnis 
teilzuhaben.



MfG,
Kohlhammer

Autor: Matthias F. (atarist)
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Ich habe ja einen chronischen Nostalgie-Tick, auch wenn ich selber nicht 
viele alte Geräte besitze. Es ist einfach spannend die Entwicklung der 
klassischen Elektronik zu erleben und zu sehen, dass die Menschen damals 
alles andere als blöd waren und mit welchen Tricks der Elektronenfluss 
gesteuert und geregelt wurde. Was mich allerdings meistens an diesen 
alten Geräten stört, ist der Geruch. Ein einziges altes Röhrenradio in 
der Bude und du denkst du bist zu Besuch bei Urgroßvater. Irgendwie 
assoziiere ich damit den Geruch nach Tod. Ich weiß nicht, warum das so 
ist. Es hält mich aber leider davon ab, mir mehr klassische 
Unterhaltungselektronik zuzulegen.

Autor: nachtmix (Gast)
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Matthias F. schrieb:
> Ein einziges altes Röhrenradio in
> der Bude und du denkst du bist zu Besuch bei Urgroßvater. Irgendwie
> assoziiere ich damit den Geruch nach Tod. Ich weiß nicht, warum das so
> ist.

Vielleicht ist das lediglich die Ausdünstung des im Laufe der Jahrzehnte 
angesammelten Tabakrauchs.

Eine Zeitlang nach dem ersten Wiedereinschalten verschmort sicher auch 
der Staub auf den heissen Röhren und Widerständen und gibt dabei Gerüche 
ab.
Die hohe Zuverlässigkeit der heutigen Halbleiterschaltungen beruht ja 
nicht zuletzt darauf, dass es da wesentlich kühler zugeht.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Matthias F. schrieb:
>... Was mich allerdings meistens an diesen
> alten Geräten stört, ist der Geruch. Ein einziges altes Röhrenradio in
> der Bude und du denkst du bist zu Besuch bei Urgroßvater.
> ... Ich weiß nicht, warum das so
> ist. Es hält mich aber leider davon ab, mir mehr klassische
> Unterhaltungselektronik zuzulegen.

Harte Worte. Sollte aber nicht abhalten. Ich reinige die 
Restaurationskandidaten gründlich, Staub und Dreck muß weg, Hautfett, 
Fliegenschei..e, Tabakteer... es läßt sich entfernen, da geht durchaus 
mehr als 1 Arbeitstag drauf, und wenn nicht eine neue Lackierung 
aufgetragen wird, dann Mittel, die nicht nur die Farbe auffrischen, 
sondern auch einen angenehmen Geruch bringen.

Das gehört schon für eine Restauration. Ebenfalls selbstverständlich die 
ständige Pflege.
Ich denke, in dem Zimmer mit den ältesten Geräten mieft nichts.

OK, wenn von Interesse, berichte ich über die Oldies weiter.
Edi

Autor: Diodenes (Gast)
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Edi M. schrieb:
> OK, wenn von Interesse, berichte ich über die Oldies weiter.

Immer gern ;-) Aber mach Dir keinen Stress, gut Ding will Weile haben.

Im Sinne der Allgemeinheit möchte ich auch noch dem Wolfgang danken - es 
ist einfach schön, wenn solche herrlichen alten Geräte nicht einfach 
gedankenlos auf den Müll gepfeffert werden, vergelt's Gott!

Eine Frage hätte ich dann allerdings doch noch: um welchen genauen Typ 
hat es sich eigentlich bei dem Nordmende gehandelt? Hat das inzwischen 
einer rausgefunden?

Autor: Edi M. (edi-mv)
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So, hier möchte ich die andere Kammermusik- Schatulle vorstellen, 
Zustand bei Ankunft.
Vom Sohn des Erstbesitzers, auch schon stolze 85, und er wünscht, daß 
dieses Radio richtig schön restauriert wird.
und das werde ich auch tun.
Das Gerät hat über 40 Jahre keinen Strom gesehen, wie er sagte, und 
stand auf dem Dachboden.
Hinweis: Ich möge es nicht sofort an 230 V legen.
:-)

Erste Sichtung, ungereinigt:
Die Schatulle ist heller, als die weiter vorher vorgestellte.
Das Gerät ist 82 Jahre alt, aber sieht immer noch phantastisch aus !
Der Lack ist noch glänzend, hat nur einige sehr feine Kratzer.
Innen ziemlich verstaubt, aber kein Rost.
Alles komplett, an der Rückwand hängen ein Reparaturzettel und 
Reparatur- Abreißnummern von Siemens.
Der Röhrensatz ist Telefunken, außer der Endröhre, das ist eine Siemens 
AD1, diese hat einen sehr dicken, zylindrischen Glaskolben, so eine 
dicke Buddel habe ich noch nie gesehen, erinnert von der Form her an die 
Loewe- Mehrfachröhren.

Ich werde in den nächsten Wochen langsam an die Restauration der Geräte 
gehen. Ich nehme mir auch Zeit, ich weiß, daß man bei hektischem 
Arbeiten nur Fehler macht, und bei solch historisch wertvollen Stücken 
möchte ich das vermeiden.

Schaltungsmäßig sind die beiden Schatullen nach meiner Klassifikation 
"Mittelsuper der Oberklasse", keine Großsuper, sie haben keine HF- 
Vorstufe, keine Gegentakt- Endstufe, dafür aber mehrere Lautsprecher, 
sowie Bandbreitenverstellung, was bei Nahempfang oder Modulation mit 
höherer bandbreite einen sehr guten AM- Klang ermöglicht. Die ältere 
Schaulle hat eben die Endtrioden- Endstufe, die von Hifi- Fans geliebt 
wird, allerdings sind beide Schatullen reine AM- Empfänger, und die 
Lautsprecher normalerweise auch nicht mit heutigen HiFi- Chassis 
vergleichbar, bestenfalls im Tonabnehmer- Betrieb könnte man da 
Vergleiche versuchen.
Einen sehr guten AM- Klang sage ich aber für beide Geräte voraus. Ich 
werde davon auch Sounddateien anfertigen, um dies für Interessierte zum 
Vergleich einstellen zu können.

: Bearbeitet durch User
Autor: eric (Gast)
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Hi Edi,

gratuliere zu dem Doppelfund.
Soviel Glück hat man nur selten im Leben.
Ich bin selbst Liebhaber alter Radios
und weiss, wie man sich freut.

Gruß eric

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Und ich junger Esel als Zwölfjähriger nahm gerade solche Radio der 
Bauteile wegen und des Ergründens in den sechziger Jahren auseinander. 
Sogar der Lautsprecher mußte wegen des Kupferdrahtes der (Sieb) 
Erregerwicklung dran glauben. Auch eine Stahlröhre mußte das Zeitliche 
segnen weil ich wissen wollte was in dem schwarzen Stahlkörper 
drinsteckt. Damals kannte ich den historischen Wert leider noch nicht. 
Heutzutage tut das einem leid. Da ging es aber um jedes Bauteil. Mit den 
paar Schilling Taschengeld kam man nicht sehr weit. AZ11, EL11, EBC11, 
EF11, EBC11 hießen sie...

Ich kann mich auch noch erinnern wie viele KW Sender es damals noch gab. 
Die ganze Skala war in der Nacht mit Sendern lebendig. Sogar an die DDR 
Zahlensender mit der eigenartigen Frauenstimme "Neujen, fuenef..."kann 
ich mich noch gut erinnern. Dann gab es auf MW/LW damals noch die 
Ostblock Störsender mit dem komischen blubbernden Geräusch.

Jedenfalls wünsche ich viel Freude mit dem Fundus.

: Bearbeitet durch User
Autor: TeePunkt (Gast)
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Das gehört in ein Museum, und zwar in die Rubrik als kleinen 
Unternehmern in Deutschland noch Tür und Tor offen standen um innovative 
Produkte zu entwickeln.

Dahinter aber unbedingt die Tür versperren, damit die faulen Schweine 
die jetzt Deutschland zunichte machen diese Zeitaufnahmen nicht auch 
noch ruinieren.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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@Alle:
Danke für die guten Wünsche !
:-)

@eric (Gast),

Und das Beste: Ich hatte schon meine (finanziellen) Radio- Erwerbe 
beendet, weil ich meine Themen abgeschlossen habe. Die letzten Radios 
kommen zum Ende des Jahres, dann kann ich alle DDR- Großsuper(-Chassis, 
wegen Baugleichheit bei manchen Geräten) präsentieren, bis auf 2 von 
1948/49, die nirgends mehr auffindbar sind- sowie Radios aus allen 
Jahrzehnten der Radiotechnik.
Nun eben noch geschenkt diese Spitzengeräte, ja, da freue ich mich schon 
wahnsinnig- gerade weil diese ja auch klanglich besonders sein sollen, 
und ich denke, diese Radios werden da sicher nicht enttäuschen.

Gerhard O. schrieb:
> Die ganze Skala war in der Nacht mit Sendern lebendig. Sogar an die DDR
> Zahlensender mit der eigenartigen Frauenstimme "Neujen, fuenef..."kann
> ich mich noch gut erinnern. Dann gab es auf MW/LW damals noch die
> Ostblock Störsender mit dem komischen blubbernden Geräusch.

Die Skalen meiner Radios sind auch heute noch nachts lebendig, ich habe 
eine gute Langdraht- Antenne, da hören die alten Radios in China die 
Flöhe husten.

Der genannte Zahlensender war m. W. russisch. Sendete aber in deutscher 
Sprache, wohl für Agenten, Konsulate oder Botschaften in Deutschland.
Sie können ihn auf meiner Seite hören(Aufnahme nicht von mir).

Und- es gibt noch Zahlensender. Einen konnte ich am 12.5.2015 empfangen. 
Ebenfalls auf dieser Seite zu hören. Aufgenommen mit einem Vorkriegs- 
Großsuper von Blaupunkt, der auch bei mir steht.

Der Störsender mit dem blubbernden Geräusch störte einst den Sender RIAS 
("Radio im amerikanischen Sektor"), ich kenne das Geräusch gut, in 
Berlin konnte man das Geräusch in Sendepausen hören. Je weiter man sich 
von Berlin entfernte, um so stärker wirkte die Störung.
Der Sender stand als Museumsstück in den 90ern im Turm des "Werk für 
Fernsehelektronik", jetzt wohl im "Industriesalon Schöneweide".

Hier die Seite:
http://edi.bplaced.net/?Projekte___Langdrahtantenne_fuer_historische_Radios___Teil_7-_Video-_Empfangsbericht-_Erfolg_fuer_die_neue_Antenne&search=zahlensender

Autor: Edi M. (edi-mv)
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So, wie versprochen, weiter Bericht zu den Uralt- Radios.
Noch weng Fotos, mu´ß ich noch aufarbeiten.

Die Kammermusik- Schatulle von 1937 (A- Röhren, Topfsockel) funktioniert 
wieder !
Da der ehemalige Besitzer schon 85 ist, und die Auferstehung des alten 
Familienstücks erleben möchte, habe ich die Schatulle gleich auf den 
Tisch genommen, und Videos angefertigt.

Ich habe das Chassis und Gehäuse sorgfältig gereinnigt, und vor dem 
ersten Strom nach 42 Jahren Ruhe erst mal die Netz- Entstörkondensatoren 
4700 pF entfernt, kommen später neue Kondis rein. Dann die 
Koppelkondensatoren 10000 pF an den Steuergittern der NF- Röhren- das 
Risiko, den Netztrafo oder die wertvolle AD1 zu killen, ist es nicht 
wert, die alten Dinger noch zu verwenden.
Die Lade- und Siebelkos 16 MüF hatten "Hahnenkämme" aus ausgetretenem 
und getrockneten Elektrolyt- abgelötet, und Panasonic- Lackfilm- 
Kondensatoren je 2 x 10 MüF rein, erst mal provisorisch als 4-fach Block 
ans Chassis geklammert, später kommt ein Blechgehäuse drüber, Aussehen 
etwa der alten Blockkondensatoren. Muß nicht 100% original, jedoch 
authentisch aussehen, da bin ich schmerzfrei. Kann man ja auch 
problemlos rückbauen, nur wozu alten Schrott verwenden.
Die Lackfilm- Kondensatoren verknusen 850 V, und müßten ewig halten.
Die uralten Elkos bleiben einfach funktionslos an ihrem Platz.
Probleme wegen des ESR gibt es bei Röhrenradios mit solch geringen Elko- 
Kapazitäten nicht.

Die Röhren... Wahnsinn- die NF- Röhren auf Funke gemessen: AC2 und AD1 
haben Werte wie Neuröhren ! Auch die HF- Röhren gut bis sehr gut ! Das 
Magische Auge sehr gute Emission, die LÖEuchtschicht aber verbraucht.

Na dann... Strom ran.
Auf Anhieb funktioniert die Schatulle auf allen Wellenbereichen und TA !
Die NF- Vorröhre rauscht, ansonsten funktioniert alles. Die 
Senderpositionen... unglaublich- Skalentrieb exakt an den Skalengrenzen 
(dünne Stahlseile), die Eichung: Ohne Nachgleich- immer noch perfekt !

Und der Klang ?
Ich habe einige Videos in der Verwendung als Tonabnehmer angefertigt- 
nicht im Abhörraum mit Meßmikrophon, einige Entfernung, um dem 
ehemaligen besitzer das ARdio in Verwendung zu zeigen, aber die 
verwendete Videocam hat recht gute Audio- Eigenschaften.

Ich denke, die Videos zeigen, daß die Schatulle recht gut klingt.

Hier die Demo- Videos:

Empfang auf KW und LW:
https://vimeo.com/353228630

Keyboard live gespielt, eigene Komposition, Radio als Verstärker:
https://vimeo.com/353217951

Ein superschönes, klassisches Musikstück, 325 Jahre alt, ich liebe es, 
habe es in mehreren Versionen, mit verschiedener Instrumentierung, es 
ist auch nicht lang, sehr gut für Vergleich:

Kanon in D- Dur von Pachebel, Orgel in der Regenbogen- Kirche, 
Nijverdal, Holland, hohe Dynamik:
https://vimeo.com/353216850

Kanon in D- Dur von Pachebel, Kinderchor und Band "Trans Siberian 
Orchestra"
https://vimeo.com/353219771

Kanon in D- Dur von Pachebel,gespielt von Robert Tiso auf der Glasharfe, 
sehr hohe Töne:
https://vimeo.com/353224055

Hier moderne Musik, Flug über ein russisches Kunstprojekt "Archstone 
Stoyannye", Aufnahme mit einer Drone, Musik mit vielen Tieftönen:
https://vimeo.com/353223774

Bisheriger Klangeindruck:
Auch wenn die berühmte AD1 in der Schatulle werkelt- die Schatulle ist 
ein 82 Jahre altes AM- Radio, NF- Schaltung und Ausgangsübertrager  für 
die Wiedergabe von AM- Rundfunk und damaligen Schallplatten gedacht. Der 
Klang ist für damalige Geräte sehr gut, nur Röhren-Großsuper der 50er 
und 60er Jahre sind dann doch besser. Aber da sind ja schon 2- 3 
Jahrzehnte dazwischen !

Höhen sind vorhanden, aber trotz statischem Hochtöner (von Siemens in 
den 50ern fachgerecht eingebaut) zu schwach. Ich muß noch untersuchen, 
ob Beschaltung und Hochtöner in Ordnung sind.
Mitten: Da gibt's nichts zu meckern, das ist der Bereich, den AM und 
Schellackplatte bietet, und da ist der Klang ausgewogen.
Tiefen- Sehr gut bei Musik mit klassischen Instrumenten, moderne Musik 
mit Tiefen aus dem Synthesizer- das geben NF und Lautsprecher nicht mehr 
her.
Aber: Bei Kirchenorgelmusik läuft die Schatulle zur Hochform auf. OK, da 
gibt es auch Orgeln mit extremen Tiefen, etwa eine Orgel in Kaliningrad 
mit 16 Fuß- Registern, aber das sind ja auch Ausnahmen.

Ich habe Urlaub- Weiter geht es mit der Restauration und Fotos, aber 
auch mit der anderen Schatulle, die ich ebenfalls in Arbeit nehmen 
werde, mal sehen, mwie sich die Endpenthode EL12spez gegen die AD1 
schlägt-

: Bearbeitet durch User
Autor: Zeno (Gast)
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Gerhard O. schrieb:
> Damals kannte ich den historischen Wert leider noch nicht.
> Heutzutage tut das einem leid. Da ging es aber um jedes Bauteil. Mit den
> paar Schilling Taschengeld kam man nicht sehr weit. AZ11, EL11, EBC11,
> EF11, EBC11 hießen sie...

Ging mir leider genau so. Da sind dann doch einige Schätzchen über den 
Jordan gegangen. Man kann es leider nicht mehr rückgängig machen.
Andererseits waren solche Kisten in den 60'zigern noch heiß begehrt und 
fristeten ihr Dasein in irgendwelchen Werkstätten, Garagen etc..

Autor: Zeno (Gast)
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@Edi
Schön das das alte Schätzchen wieder tut.

Zu den Elkos : Es ist doch kein Problem die alten Dinger vorsichtig auf 
zu bördeln und den Inhalt zu entfernen. Dannach die neuen Kondis in das 
Gehäuse einbauen und das Ganze wieder verschließen. Da die Bördelung 
unten ist, sieht man davon im Nachhinein auch nichts mehr und das Ganze 
sieht dann auch mehr nach Orginal aus. Du gibst Dir doch ansonsten auch 
viel Mühe die alten Schätzchen zu restaurieren, dann solltest Du auch 
noch diesen Schritt tun, zumindest bei den Bauteilen wo so etwas möglich 
ist.

Ansonsten gute Arbeit!

Autor: Edi M. (edi-mv)
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@Zeno,
Ich kenne das, und kann das auch.

Andere Radiofreunde entfernen übrigens einen Drahtanschluß eines 
Kondensators, und löten den neuen Kondi daneben an.

Aber- ich bin da schon pragmatisch. Ich habe eine Anzahl der genannten 
Kondensatoren erworben, aber die sind eckig, und passen selbst vom 
Volumen her nicht in die runden Alubecher. Gibt natürlich runde 
Ausführungen, aber so billig sind die auch nicht, und da müßten auch 
passende Ausführungen her.. Elko würde auch gehen, aber das wäre ein 
Austausch, da würden also auch die Originalteile weg sein. Oder kleine, 
moderne Leiterplatten- Elkos, in die alten Becher, ja.

Ein Blockkondensator- Nachbau ist m. E. zeitmäßig passend, und die 
erwartbare Ewig- Haltbarkeit der Nicht- Elkos ist für mich schon 
ausschlaggebend. Und das ist ja auch ggf. schnell rückbaubar. Unter dem 
Chassis ist das auch nicht zu sehen, wenn man die Rückwand abnimmt.

Sammlervorstellungen von 100%iger Originalität, möglichst originale 
Teile noch verwenden, Gehäuse mit Dreck und Keim, genannt "Patina" 
usw... Nein, ist nicht mein Ding- ich versuche, so zu arbeiten, daß es 
fachgerecht ist, zeitgemäß aussieht, und ein Hersteller von damals das 
als gute Arbeit akzeptiert hätte.

So, jetzt sind wir aber vom Thema weg... ich denke, guter Empfang und 
Klang sind wichtig, und für ein 82 Jahre altes Radio spielt die 
Schatulle gut.

Autor: R. K. (r_kohlhammer)
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Hallo,



Zunächst: offenbar eine gelungene und einfache Reparatur. Die Videos 
veranschauenlichen das ganz fabehalft. Wer solche Radios nach der 
Reparatur vor sich spielen hat, weiß, mit welchem Druck und mit welcher 
Atmosphäre sich der Klang einem aufschwingt, ja geradezu aufdrängt. Ein 
wunderbares Gefühl jedenfalls.

Ich persönlich habe von diversen Stellen gehört, dass diese netzseitigen 
Filterkondensatoren in der Größenordnung von 5nF an sich gar nicht 
notwendig seien - manche bauen die alten aus, um danach gar keine mehr 
einzusetzen. Was ist davon zu halten?

Das Gerät befindet sich auch in Zukunft in fähigen Händen, Danke!



MfG,
Kohlhammer

Autor: Zeno (Gast)
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Edi M. schrieb:
> Sammlervorstellungen von 100%iger Originalität, möglichst originale
> Teile noch verwenden, Gehäuse mit Dreck und Keim, genannt "Patina"
> usw... Nein, ist nicht mein Ding- ich versuche

100% Orginalität wird wohl nur in ganz seltenen Ausnahmefällen 
funktionieren, da es eben die Orginalteile nicht mehr beschaffbar sind. 
Da hilft dann eben nur Fake und da wäre ich dann auch bereit etwas mehr 
auszugeben.

Was die Gehäuse anbelangt, bin ich ganz bei Dir. Die sollten schon 
ordentlich aussehen und gehören ordentlich aufgearbeitet. Ist zwar viel 
Arbeit und man braucht Geduld, aber am Ende ist es halt ein 
Augenschmaus.

Ich habe auch noch so ein altes Schätzchen (AEG von 1938) stehen das auf 
seine Restaurierung wartet. Ich habe das Teil vor 2 Jahren auf dem 
Trödelmarkt gekauft. Das Gehäuse hat ein paar Schrammen, aber die 
bekommt repariert. Habe auch schon angefangen defekte Kondensatoren zu 
tauschen. Leider hat irgendwann das Seil vom Wellenschalter/Bandanzeige 
den Geist aufgegeben. Das werde ich durch feindrähtige Litze ersetzen 
müssen - es muß lötbar sein. Mal sehen wann ich dazukomme weiter daran 
zu arbeiten.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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@Kohlhammer,

Jaa, ist schon schön, wenn so ein Radio gut klingt. Aber im Vergleich zu 
moderneren Radios ist es bestenfalls gut, muß man auch zugeben. Ich war 
auch selbst neugierig, wie gut die beliebte AD1- Endstufe klingt.
Nun- einem heutigen HiFi- Gerät reicht sie nicht das Wasser, aber 
verstecken muß sie sich auch nicht, es gibt heute noch genug Schrott, 
dem die uralte Maschine den Auspuff zeigt !

@Zeno,
So ist es, 100%ige Originalität ist nur sehr selten möglich, nur Geräte 
der allerersten Generation, meist batteriebetrieben, ohne 
Blockkondensatoren und Elkos, können so noch funktionieren.
Ich halte es mit der authentischen Funktion, so weit wie möglich, aber 
ich übertreibe es auch nicht. Da wird dann eben eine Si- Diode an den 
Anschlüssen eines Selengleichrichtes plaziert, dieser trägt die Diode, 
evtl. einen Schutzwiderstand, ist aber selbst nicht mehr angeschlossen, 
macht man mit einer Spirale aus Draht mit Kunststoffmantel, der die 
Diodendrähte hält. Die Diode ist abgetarnt, in einem passenden 
Gewebeschlauch versteckt.
Warum Diode ? Selbst unbenutzte Selengleichrichter aus alten 
Lagerbeständen sind gealtert, und haben keine hohe Lebenserwartung mehr.

Größere Kondensatoren verstecke ich ggf. nicht, die Hauptsache ist die 
Funktion.
Regel: Eine fachgerechte Reparatur muß nicht unbedingt versteckt werden.

In dem Siemens ist ja auch eine historische Reparatur mit Umbau auf 
einen statischen Hochtöner durch den Hersteller durchgeführt worden, so 
dieser Umbau ok ist, bleibt er auch so. Ist auch Geschichte des Radios.

Und: Meine Kondensatoren haben immer ein schwarz- grünes Etikett mit 
"Edi- Logo"- es werden sowieso ALLE Papierkondensatoren getauscht, wozu 
das verstecken- es ist nicht real, daß alle Kondensatoren noch 
funktionieren.
Blechkisten- Blockkondensatoren bekommen einfach einen kleinen Aufkleber 
in diesem Stil, ebenso Abklebe- Etiketten für ZF- Filter- 
Abgleichöffnungen, usw.

Aber sowas ist eben persönliche Entscheidung.
Nur bei den allerersten Radios versuche ich, möglichst alle originalen 
Bauteile neu zu befüllen- manchmal geht das aber nicht. Etwa bei meinem 
Telefunken "Arcolette", die hat eine RC- Parallelkombination im 
Messingrohr, gehalten in Federbronze- Bügeln, die konnte ich nicht 
reparieren oder fälschen, da werkelt nun eine passende, große 
Glassicherung, an die ich die Teile angelötet habe.

@Kohlhammer,
die Netz- Entstörkondensatoren sind nicht umsonst eingebaut worden, 
können Störungen durch Fremdeinstreuungen verringern, oder auch die 
eigene Abstrahlung. Meist kann man sie entfallen lassen, aber in manchen 
Fällen sind sie wirksam, nach meiner Erfahrung etwa bei Störungen durch 
klassische Leuchtstoffröhren- Leuchten. Ich baue sie immer ein, wenn sie 
vorher drin waren.

@Zeno,
Seil für Bandanzeige sollte sich ersetzen lassen, feine Stahlseile gibt 
es für Modellbau, 0,1 bis 0,5 mm, da findet sich schon was. Kann man 
notfalls löten, ich nehme dafür Aderendhülsen der Elektroinstallation, 
da gibt es auch sehr kleine, etwa solche für Litze 0,5 qmm.
Wobei es für die reine Bandanzeige meist auch Textilseil tut.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Hier mal einige Beispiele, Gegenüberstellung Originalteil- 
wiederbelebtes oder nachempfundenes Teil (Stilnachbau).

Die Stilnachbauten sehen aus wie aus jener Zeit stammende Siemens- 
Papierkondensatoren, diese waren damals gelb- blau, meine sind grün- 
schwarz, mit meinem Logo, Kapazitätswert und Anfertigungsdatum.
Die dunkel- rotbraune Elkoröhrchenfarbe kriegt mein Drucker nicht hin- 
sind eben hell- rotbraun.

Dicke Blockkondensatoren bekommen einen Aufkleber, manchmal lackiere ich 
sie mit Felgenlack Silber, wenn sie zu vergammelt sind.

Dann ein Chassis, Originalzustand vor der Restauration, dann mit den 
Stilnachbauten von Kondensatoren, und aufgeklebten Etiketten als 
Abdeckung der Abgleichlöcher. Vorher waren Etiketten einer Werkstatt 
drauf, die ich zerstören mußte. Die Etiketten sind Phantasie- Etiketten, 
mit dem Körting- Zeichen und meinem Logo daneben. OK, die Spuren der 
Werkstattarbeiten von vor ...zig Jahren sind nur noch in Fotos erhalten.

Die Restaurationsarbeiten im 2. Foto sind eindeutig zu erkennen.

Ich finde, das sieht sauberer aus, als die vergilbten Papierchen von 
anno Zopf, die ja teilweise zerstört werden müssen, um abgleichen zu 
können.
Gilb- und Dreckfarben nachbilden... geht, aber nachgedruckte Spinnweben, 
und die Farbe von Wrasen und Fliegenschei..e dazu ist doch nicht so 
geil- ich finde neue Etiketten schöner.

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Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Also die Schatulle mit der AD1 … Ich bin ganz hin und weg.

LG
old.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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R. K. schrieb:
> Ich persönlich habe von diversen Stellen gehört, dass diese netzseitigen
> Filterkondensatoren in der Größenordnung von 5nF an sich gar nicht
> notwendig seien - manche bauen die alten aus, um danach gar keine mehr
> einzusetzen. Was ist davon zu halten?

Edi M. schrieb:
> @Kohlhammer,
> die Netz- Entstörkondensatoren sind nicht umsonst eingebaut worden,
> können Störungen durch Fremdeinstreuungen verringern

Umsonst nicht, aber unnötiger Weise. In den meisten
Fällen verursachen sie Störungen, die ohne sie nicht
hörbar sind.
(AM-Bereich, FM eh nicht.)
Dann besteht noch die Brandgefahr.

In dem Röhrenradio werkelt weder ein Schaltnetzteil,
noch ein Rechner oder ein D-Amp und schon mal gar kein
"harter" Gleichrichter. Was pro-Argumente wären.

Das beste Filter ist der Netztrafo selbst.
Viele Konstrukteure haben das erkannt, andere nicht.

LG
old.

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Autor: Volker S. (sjv)
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Aus der W. schrieb:
> Edi M. schrieb:
>> @Kohlhammer,
>> die Netz- Entstörkondensatoren sind nicht umsonst eingebaut worden,
>> können Störungen durch Fremdeinstreuungen verringern

In den 30er Jahren werden die Sinn gehabt haben, da es noch viele 
Störquellen (z.B. Motoren) gab.
Die Entstörtechnik ist erst aufgrund der damaligen Rundfunk-Störungen 
entstanden.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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@Oldeurope,

Freut mich, daß Ihnen die Schatulle zusagt.

Leider muß ich Ihre Aussagen zu technischen Sachen korrigieren.

>Umsonst nicht, aber unnötiger Weise. In den meisten
>Fällen verursachen sie Störungen, die ohne sie nicht
>hörbar sind.
>(AM-Bereich, FM eh nicht.)
>Dann besteht noch die Brandgefahr.
...
>Das beste Filter ist der Netztrafo selbst.
>Viele Konstrukteure haben das erkannt, andere nicht.

Eigentlich sollten Sie von Berufs wegen wissen, wozu die Kondensatoren 
drin sind.
Die wurden nämlich NICHT eingebaut, um Überbestände an 5000pF- 
Kondensatoren profitabel an Kunden zu verscheuern.
Daß diese Kondensatoren hörbare Störungen ERZEUGEN, lese ich zum ersten 
Mal.
Aber von Ihnen... das ist natürlich was anderes... :-)
OK... das Knistern, wenn die Uralt- Kondis abbrutzeln, ist ja auch 
hörbar... .-)
Ebenso "Brandgefahr". Daß uralte Bauteile, die inzwischen Schrott sind, 
gefährlich sind, da besteht kein Zweifel.
Diese Kondensatoren in ihrer Verwendung an dieser Stelle sind aber keine 
Zeitbombe.
Die Konstrukteure von einst hatten schon so einiges erkannt.

Ganz nebenbei... sollen die Kondensatoren auch Störungsaussendungen DES 
GERÄTES ins Netz dämpfen.

Ob man die Kondensatoren "braucht"... Ist etwa so, wie mit den 
"Stoßfängern" beim Auto. Geht auch ohne.

Ich arbeitete in den 70er/ 80er Jahren in einer Werkstatt mit unzähligen 
Leuchtstoffröhren- Leuchten, da gab es einen "Störteppich", ein 
"Knarren", das in vielen Geräten erheblich gedämpft wurde, wenn man die 
defekten Netz- Entstörkondensatoren ersetzte.

Viele Geräte von damals brauchten die Kondensatoren tatsächlich nicht, 
da die Störfestigkeit an anderer Stelle erreicht wurde, etwa durch 
Verblockungen der betriebsspannungen an/ in den Stufen des Empfängers- 
da wurden diese Netz- Entstörkondensatoren erst gar nicht eingebaut.
Und ja, der Netztrafo ist ja auch selbst ein "Filter", jedoch ist die 
Wirkung begrenzt.
Und ja, die heutigen Störungen (von Schaltnetzteilen) können von den 
4,7nF- Entstörkondensatoren allein kaum mehr gedämpft werden.

@Oldeurope, Sie haben Schaltungstechnik sicher mal gelernt- wenn Sie 
meinen, das ist quatsch... ich hatte es Ihnen schon vor langer Zeit 
empfohlen: schreiben Sie neue Fachbücher mit IHREM Wissen, und streiten 
Sie mit Fachleuten.

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Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> Eigentlich sollten Sie von Berufs wegen wissen, wozu die Kondensatoren
> drin sind.

Rotzfrech sind Sie. Außerdem spielt es in diesem Forum
keine Rolle ob man Professor oder Autodidakt ist.
Und bitte unterlasse dieses Sie. Das ist in diesem Forum
nicht gern gesehen und in Rom benimm Dich bitte wie ein Römer.

Edi M. schrieb:
> Daß diese Kondensatoren hörbare Störungen ERZEUGEN, lese ich zum ersten
> Mal.
Stimmt auch nicht, das Thema hatten wir schonmal.

Eigentlich ganz einfach erklärt:
HF-Spannung zwischen L und N wird durch den Kondensator
kurzgeschlossen. Deshalb fließt nun ein HF-Strom welcher
ein Störfeld erzeugt.
Die Induktivität des Netztrafos verhindert das.

Edi M. schrieb:
> Diese Kondensatoren in ihrer Verwendung an dieser Stelle sind aber keine
> Zeitbombe.

X-Kondensatoren brennen leider sehr häufig ab.

Edi M. schrieb:
> Die Konstrukteure von einst hatten schon so einiges erkannt.

Ja, die haben in einer Zeit gelernt, als gasgefüllte Gleichrichterdioden
verwendet wurden. Die müssen entstört werden.

Edi M. schrieb:
> Ich arbeitete in den 70er/ 80er Jahren in einer Werkstatt mit unzähligen
> Leuchtstoffröhren- Leuchten, da gab es einen "Störteppich", ein
> "Knarren", das in vielen Geräten erheblich gedämpft wurde, wenn man die
> defekten Netz- Entstörkondensatoren ersetzte.

Ich hatte Dir schon damals geschrieben, dass man den Entstörkondensator
in der Leuchte anzubringen hat. Also!

LG
old.

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Autor: Edi M. (edi-mv)
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@Oldeurope,

>Ich hatte Dir schon damals geschrieben, dass man den Entstörkondensator
>in der Leuchte anzubringen hat. Also!

Entstörkondensatoren mögen damals in Leuchten sinnvoll gewesen sein, 
aber die Hersteller bauten sie eben nicht ein. In einem Raum alle 
Leuchten entstören, ging, aber in einem gesamten Gebäude eher nicht.

>>Ja, die haben in einer Zeit gelernt, als gasgefüllte Gleichrichterdioden
verwendet wurden. Die müssen entstört werden.

Die Konstrukteure von damals hatten wohl in diesr von Ihnen genannten 
Zeit gelernt- aber ich denke, daß sie sich beruflich weiterentwickelten.

Sie dagegen schreiben seit langer Zeit Sachen, die fachlich ziemlich 
unterirdisch sind.

>HF-Spannung zwischen L und N wird durch den Kondensator
>kurzgeschlossen. Deshalb fließt nun ein HF-Strom welcher
>ein Störfeld erzeugt.

Daß man viele Wickel- und Keramik- Kondensatoren damals mit einem (mit 
einem aufgedrucktem Ring) gekennzeichneten "Außenbelag" herstellte, der 
an die HF- mäßig "kalte Seite", also Erde bzw. Chassis, gelegt wurde, 
ist auch so ein Fachwissen, welches Sie vllt. nicht kennen, oder einfach 
übergehen.
Damit sollte kein elektrisches Feld vom Kondensator ausgehen.

Übrigens wirkte sich die "Falschpolung" eines solchen Kondensators, 
insbesondere Abblockkondensatoren an  Röhrenstufen, aus genannten 
Gründen bisweilen mit "unerklärlichen Effekten" aus, etwa 
Schwingneigung.
Klar, denn die HF an der Elektrode ist ja dann am Kondensator- 
Außenbelag, der die HF abstrahlen kann, was zu Rückkopplungen führen 
kann.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

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Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> Entstörkondensatoren mögen damals in Leuchten sinnvoll gewesen sein,
> aber die Hersteller bauten sie eben nicht ein. In einem Raum alle
> Leuchten entstören, ging, aber in einem gesamten Gebäude eher nicht.

Du wirfst Entstör- und Kompensationskondensator durcheinander.

Edi M. schrieb:
> Sie dagegen schreiben seit langer Zeit Sachen, die fachlich ziemlich
> unterirdisch sind.
>
>>HF-Spannung zwischen L und N wird durch den Kondensator
>>kurzgeschlossen. Deshalb fließt nun ein HF-Strom welcher
>>ein Störfeld erzeugt.

Soll ich es Dir vorsimulieren?
Mit dem Du im Forum kommt bei Dir leider auch nicht an.

Edi M. schrieb:
> Daß man viele Wickel- und Keramik- Kondensatoren

Ganz andere Baustelle.

Ich hoffe, ich konnte Dir helfen.

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Autor: Edi M. (edi-mv)
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@Oldeurope,

An den genannten Kondensatoren ist eine vom Netz kommende Störspannung 
durch HF- Kurzschluß stark gedämpft (einigermaßene Erdung 
vorausgesetzt), und es gibt kein nennenswertes elektrisches Feld, 
welches netzseitig (unter dem Chassis) ins Gerät strahlt. Die 
Netzzuleitung KÖNNTE abstrahlen, aber unters Chassis kommt nichts, und 
antennenseitig sind die Schwingkreise vor.

Daß ein Netztrafo ebenfalls zur Störunterdrückung beiträgt, da die 
Kondensatoren ja nur dämpfen, jedoch meist nicht 100%ig alle Störungen 
unterdrücken können, ist klar.

@Oldeurope, Sie müssen mir nichts vorsimulieren.
Sie haben nicht verstanden, also sind die Voraussetzungen falsch.

Ich hoffe mal, wie können weitere Diskussionen zu diesem Thema hier 
vermeiden, vielleicht könnten Sie, @oldeurope, hier einen eigenen 
Beitrag zu diesem Thema schreiben, und zur Diskussion stellen.

Meine Vorschlag an Sie: Sie haben ja schon andere Theorien 
veröffentlicht, die Kritik ernteten.Schreiben Sie endlich ein Fachbuch 
mit IHREM Wissen oder Unwissen, und stellen Sie es der Fachwelt zur 
Begutachtung.

Autor: Wolfgang S. (wolfgang_s588)
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Als TO dieses Thread bin ich nach so viel Mist nun endgültig er aus.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> @Oldeurope, Sie müssen mir nichts vorsimulieren.
> Sie haben nicht verstanden, also sind die Voraussetzungen falsch.

Du musst nur verstehen, dass in einem Wechselstromkreis
mit Kondensator ein Strom fließt.
Schaffst du das?

In HF-Funk und Felder ist das Thema derart passend …

LG
old.

Autor: Zeno (Gast)
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@Aus der W.:

Was bist Du nur für ein Stinkstiefel. Warum rotzt Du den Edi M. so an? 
Er hat sachlich diskutiert und wird von Dir in diesem Post 
Beitrag "Re: Alte Röhrenradios abzugeben" in einer 
Art und Weise abgekanzelt die schon weit unter der Gürtellinie ist.
Man darf schon anderer Meinung sein, aber die sollte man dann schon 
sachlich vortragen und sich dabei nicht im Ton vergreifen. Das was Du 
hier wieder mal abgeliefert hast ist einfach nur unverschämt. Aber das 
kennen wir ja von Dir.

Offenbar bist Du aus anderen Foren nicht ohne Grund raus geflogen.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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@Oldeurope,
Das habe ich befürchtet- schon sind Leute genervt. Machen Sie ihre 
eigene Beitragsfolge auf.

Wolfgang S,
Wäre schade... ich berichte ja weiter, ich beschäftige mich gerade mit 
dem Gerät im Bild des Eröffnungsbeitrags, einer Schatulle, die von Ihnen 
inseriert wurde.

Ich denke, die wird heute noch Töne von sich geben. Ich berichte.

Autor: Zeno (Gast)
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@Edi
Bitte lasse Dich von dem Typen nicht beeindrucken. Antworte am besten 
gar nicht auf seine Posts.
Berichte bitte weiter über den Fortgang der Restauration. Es ist doch 
schön wenn so alte Technik der Nachwelt erhalten wird.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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So, die Schatulle ist auf dem Tisch.

Auf der Gehäuse- Innenseite ist ein Stempel, der das Herstellungsdatum 
ausweist: April 1939.

Bei der Reinigung fand ich dann einen "Einwohner"... ich kenne viele, 
üblich sind  Holzwürmer, Insekten oder Mäuse- hier fand sich ein kleiner 
Vogel.
Ob ich den restaurieren kann...

Als erste Maßnahme habe ich den Röhrensatz geprüft.
Auch bei dieser Schatulle sind alle Röhren gut bis sehr gut !
(die grünen Aufkleber mit Angaben und Bewertung stammen von mir)
Vor allem die Endröhre EL12/375 ist top- sehr schön.

Diese Geräte waren damals teuer (um 450 RM ! umgerechnet zu heute: um 
2000 Euro !), und wahrscheinlich wurden sie von den Besitzern öfter in 
die Werkstatt geschickt, und verbrauchte Röhren und Teile getauscht.

Dann werde ich jetzt die Elkos und Koppelkondensatoren tauschen, und 
"Saft geben".

: Bearbeitet durch User
Autor: Karl B. (gustav)
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Hi,
Edi M. schrieb:
> An den genannten Kondensatoren ist eine vom Netz kommende Störspannung
> durch HF- Kurzschluß stark gedämpft (einigermaßene Erdung
> vorausgesetzt), und es gibt kein nennenswertes elektrisches Feld,
> welches netzseitig (unter dem Chassis) ins Gerät strahlt. Die
> Netzzuleitung KÖNNTE abstrahlen, aber unters Chassis kommt nichts, und
> antennenseitig sind die Schwingkreise vor.

Hi,
schöne Audiobeispiele aus der Urzeit:
Rundfunk-Empfangsstörungen, 1. Teil
https://www.radiomuseum.org/dsp_audio_station.cfm?station_id=201
Clip: 2521

"Und hier hören wir einen Störer...Den Rückkoppler....Machen Sie es etwa 
manchmal auch so?..."Hi.;-)

Die im Audiobeitrag vorgeschlagenen Entstörmaßnahmen sollten direkt an 
den Störer angeschlossen werden.
Eine passive Entstörung am Netzspannungseingang des Radioapparates ist 
nicht so wirksam, wenn überhaupt. Denn die Störungen kommen ja durch die 
abgestrahlte HF des Störers auch über die Antenne rein. Wenn Störungen 
direkt am Ort der Entstehung unterdrückt werden können, ist das allemal 
besser, dann breiten sie sich auch nicht derart aus.

Die 5 nF Kondensatoren am Gleichrichter sollen eine Brummodulation 
verhindern. Gerade im MW-Bereich kann man das hören, wenn die fehlen.
Heute nimmt man die, um die trägerspeichereffektbedingten Spitze am 
Halbleiter in gedämpfte Schwingungen umzuformen. Das Problem hatten die 
alten Gleichrichter noch nicht in dem Maße.

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
Autor: Edi M. (edi-mv)
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Bitte lesen, worum es geht. Und da hier mitgelesen wird, und wieder 
Halbwissen geschrieben wird, muß ich leider antworten:

Karl B. schrieb:

> Eine passive Entstörung am Netzspannungseingang des Radioapparates ist
> nicht so wirksam, wenn überhaupt.
Falsch.
Entstörkondensatoren waren damals nötig, wirksam, und darum nicht 
unnütz.
Heute gibt es Netzfilter, teils aufwendig, mit Drosseln und 
Kondensatoren.
Beide Bauteile werden produziert, weil sie wirksam sind.

> Denn die Störungen kommen ja durch die
> abgestrahlte HF des Störers auch über die Antenne rein.
Dahinter sitzen aber selektive Schwingkreise.
Störungen, die über die Netzleitung kommen, müssen am Netzeingang 
abgefangen werden.

> Wenn Störungen direkt am Ort der Entstehung unterdrückt werden können,
> ist das allemal esser, dann breiten sie sich auch nicht derart aus.
Es geht darum, bereits entstandene Störungen, die über das Stromnetz 
kommen, fernzuhalten.

> Die 5 nF Kondensatoren am Gleichrichter sollen eine Brummodulation
> verhindern. Gerade im MW-Bereich kann man das hören, wenn die fehlen.
Es geht überhaupt nicht um die Parallelkondensatoren zu 
Selengleichrichtern und Dioden.

Im Anhang ein Ausschnitt aus Springstein "Kurzwellen- und 
Ultrakurzwellen- Empfänger- Technik".

Ich bitte darum, die Diskussion betreffs der historischen 
Entstörkondensatoren jetzt zu beenden, oder eine Beitragsfolge dazu 
aufzumachen !
Edi

: Bearbeitet durch User
Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> Ich bitte darum, die Diskussion betreffs der historischen
> Entstörkondensatoren jetzt zu beenden, oder eine Beitragsfolge dazu
> aufzumachen !

Dann mach du doch einen neuen Thread auf für deine
mechanischen Arbeiten, wenn du diese Diskussion
nicht magst. Hier ist HF, Funk & Felder
und da passt das Thema Entstörkondensatoren.

Edi M. schrieb:
> Karl B. schrieb:
>
>> Eine passive Entstörung am Netzspannungseingang des Radioapparates ist
>> nicht so wirksam, wenn überhaupt.
> Falsch.

Ist korrekt. Und wenn man wie du, Edi, da noch einen
x-y Kondensator hin setzt, machst Du es in den meisten Fällen
schlimmer.
Du ignorierst einfach, dass der x-Kondensator erst einen
Störsignalstrom auf der Netzleitung verursacht
und der y-Kondensator das Chassis gegenüber der Antenne
mit Störpegel beaufschlagt, der dann hörbar wird.

LG
old.

: Bearbeitet durch User
Autor: Karl B. (gustav)
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Aus der W. schrieb:
> Du ignorierst einfach, dass der x-Kondensator erst einen
> Störsignalstrom auf der Netzleitung verursacht

Hi,
full ack.
Unterscheidung von Gleich- und Gegentaktstörungen.
Von der Störer-Seite aus gesehen.

Edi M. schrieb:
> Dahinter sitzen aber selektive Schwingkreise.

Besonders bei LW- und MW-Empfang muss ich hier einen 
Symmetrierübertrager (Balun für AM-Bereiche) am Eingang verwenden, um 
die noch vorhandenen Signale aus dem üblichen Störnebel einigermaßen 
herausfiltern zu können.
Die serienmäßig im Gerät verbauten Schwingkreise am Eingang reichen da 
nicht aus.

Edi M. schrieb:
> Störungen, die über die Netzleitung kommen, müssen am Netzeingang
> abgefangen werden.

Das kannst Du nur mit wesentlich höherem Aufwand.
Abgeschirmte Netzzuleitung etc. Dann kommen über den Schirm immer noch
Gleichtaktstörungen rein. Du brauchst auf jeden Fall dann noch eine 
"saubere" Erdung. Und PE des Lichnetztes ist dafür denkbar ungeeignet.

Quellenangabe hierzu wäre auch gut.
https://www.mikrocontroller.net/attachment/425820/Stoerschutz-Kondensatoren.jpg

Wenn hier Artikel, aus dem Zusammenhang gerissen, zitiert werden finde 
ich nicht gut.
Aber lass mich raten. Das stand in einer Veröffentlichung von 1950.
Wo es noch vermehrt Freileitungen gab. Und Schuko noch ein Fremdwort.

Zitat:
Quelle:
https://www.elektropraktiker.de/nachricht/was-bedeutet-im-bereich-der-elektrotechnik-der-begriff-erde/

"...Elektronikerde (engl. electronic earth) und saubere Erde (engl. 
clean earth)

Diese beiden Begriffe bezeichnen einen unbeeinflussten (potentialfreien) 
Erdungsleiter – vergleichbar mit dem Schutzleiter PE eines IT-Systems – 
zur Sicherung der Funktionsfähigkeit insbesondere elektronischer 
Einrichtungen und der EMV.

starke Erde (engl. power earth) und schmutzige Erde (engl. dirty earth)

Hierbei handelt es sich in beiden Fällen um einen Potential führenden 
(„unsauberen“) Erdungsleiter – vergleichbar mit dem betriebsmäßig Strom 
führenden PEN-Leiter in einem TN-C-System..."

/Zitat Ende

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
Autor: Edi M. (edi-mv)
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@Karl B.,

Sie dürfen einem erfahrenen Radio_Restaurateur vertrauen, daß er die 
Betriebsweise der historischen Geräte kennt.
Und- sie auch so betreibt.

Ich installiere, warte, repariere beruflich TÄGLICH E- und Datenanlagen.

Ich verwende in den Räumen mit den alten Radios KEINEN SCHUKO.
Ich erde die Radios niemals mit dem PE- der ist hier störverseucht.
Ich habe eine Langdraht mit Blitzschutz, sowie eine eigene Erdplatte, in 
feuchtem Grund vergraben, für die Oldtimer- Radios.

http://edi.bplaced.net/?Projekte___Langdrahtantenne_fuer_historische_Radios

Ein Balun ist suboptimal, weil er für diese Geräte nie vorgesehen war.
Die Antenneneingänge sind demzufolge immer für hohe Impedanzen 
eingerichtet.
Obwohl es den Balun (eigentlich UNUN) zu der Zeit dieser Geräte 
gelegentlich gab, etwa für den Telefunken D860WK, der auch bei mir 
steht, da wurde ein Antennenübertrager plus den Balun  plus spezielles 
Koaxkabel angeboten.

http://edi.bplaced.net/?Restaurationsberichte___Restauration_Telefunken_Spitzensuper_D860WK_von_1939&search=d860

So, ich mache schnell ein Video fertig- kommt gleich.

Edi

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Hier der Bericht.

Wie angekündigt, Koppelkondi raus, um die Endröhre nicht zu killen, 
ebenfalls die Netzelkos, die schon "Hahnenkämme" aus ausgelaufenem, 
getrockneten Elektrolyt hatten.
Dabei mußte ich feststellen, daß jemand Si- Dioden über die Faden- 
Anodenstrecke gelötet hatte.
Leider schlampig gelötet.

Dazu kam, daß freie Kontakte der Röhrenfassungen beschaltet waren !
Das ist normalerweise Murks- manche Röhren nutzen ja freie Stifte für 
innere Verbindungen.
Einige Lötstellen warn offensichtlich alt, sieht fast so aus, als ob man 
das schon beim GHersteller so ausgeführt hat.
Nun ist das Chassis der Schatulle 85W wesentlich kleiner, als das der 
76W, man sparte Platz, und sparte vielleicht auch woanders ?

Ich verwende wieder 4 zusammengebundene Panasonic- 
Lackfilmkondensatoren.
Kommen später in ein Blechkistchen, wie die alten Blockis, auch hier 
bleiben die originalen Becherelkos funktionslos auf dem Chassis.

1 Widerstand ist schwarz gebrutzelt- vorsichtshalber ersetzt, ist 
Spannungsteiler- R vom Schirmgitter der ZF- Röhre.

Also dann- Saft drauf.

Im Anlauf stehen 450 V am Ladekondensator !
Immerhin können die Panasonic 850V verknusen- keine Gefahr.

Und- nach Anlauf der Röhren... funktioniert auch diese Schatulle auf 
Anhieb !

Auf Mittel- und Langwelle ist momentan kaum was zu hören, aber Kurzwelle 
bietet schon einige Sender in guter Qualität.

Hier das Video:

https://vimeo.com/353585539

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> Ich verwende in den Räumen mit den alten Radios KEINEN SCHUKO.
> Ich erde die Radios niemals mit dem PE- der ist hier störverseucht.
> Ich habe eine Langdraht mit Blitzschutz, sowie eine eigene Erdplatte, in
> feuchtem Grund vergraben, für die Oldtimer- Radios.

Die verseuchten N+L Leiter verbindest Du über Kondensatoren
dann mit deiner sauberen Erde. Schade drum.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> Dazu kam, daß freie Kontakte der Röhrenfassungen beschaltet waren !
> Das ist normalerweise Murks- manche Röhren nutzen ja freie Stifte für
> innere Verbindungen.
> Einige Lötstellen warn offensichtlich alt, sieht fast so aus, als ob man
> das schon beim GHersteller so ausgeführt hat.

[Ironie]Sie stellen hier gerade die Kompetenz
der Konstrukteure von damals in Frage!
Zeno, bestrafe den Sünder.[/Ironie]

: Bearbeitet durch User
Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Ach ja, zu der Schatulle:
https://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=10735&pid=125271#pid125271
Das ist noch in der Mediathek.
Das Arrangement mit dem Plattenspieler im Forum ist ausgesprochen
schön. Fein, dass man die Bilder im RBF neuerdings frei sehen kann.

LG
old.

: Bearbeitet durch User
Autor: Edi M. (edi-mv)
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Aus der W. schrieb:
> Ach ja, zu der Schatulle:
> https://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=10735&pid=125271#pid125271
> Das ist noch in der Mediathek.
> Das Arrangement mit dem Plattenspieler im Forum ist ausgesprochen
> schön. Fein, dass man die Bilder im RBF neuerdings frei sehen kann.
>
> LG
> old.

Kann ich auch bieten... steht eine 1949er Schatulle drauf.

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Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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+++ klasse!

Autor: Johann J. (johannjohanson)
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Edi M. schrieb:
> Hier mal einige Beispiele, Gegenüberstellung Originalteil-
> wiederbelebtes oder nachempfundenes Teil (Stilnachbau).

Ich habe einfach irgendein Zitat genommen.

Für mich ist es toll, wenn sich jemand dieser alten Schätzchen annimmt 
und diesen wieder Leben einhaucht. Ich habe eine kleine Philetta wieder 
zum Singen gebracht. Es hat mir viel Freude gemacht.

Wenn ich gute Musik hören will, dann nehme ich aber ein etwas moderneres 
Gerät mit richtig guten Boxen - das ist der Ton dann auch um Welten 
anders.

Ich will damit nichts "verunglimpfen" - für mich ist Historie halt 
Historie und Neuzeit ist Neuzeit. Schön, wenn ein altes "Schmankerl" 
wieder funktioniert - die Qualität (trotz "Röhrenton") ist halt nicht 
ganz zeitgemäß.

Ich liebe meine Philetta trotzdem :-)

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Johann J. schrieb:
> Ich will damit nichts "verunglimpfen"

Ich sage den Kunden, dass die Philetta von der Röhrenbestückung
eigentlich ein "ausgewachsenes" Radio ist.
Dann klemme ich die Schallwand am Werktisch an den Lautsprecherausgang
der reparierten Philetta.
Dann kommt der aha oho Moment.

LG
old.

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
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Und ich bedanke mich für die vielen schönen nostalgischen alten Radio 
Bilder.
Bitte mehr. Ich finde es schön die alten Sachen wiederzusehen.

Mein guter alter Grundig Satellit 201 (6001) macht es auch immer noch 
gut. Auf UKW ist die Klangqualität nicht schlecht. Mit einer 
Langdrahtantenne ist auch KW lebendig. Mußte anfangs den KW-Tuner 
Vorstufentransistor auswechseln und das Netzteil mit einem besseren 
Spannungsregler versehen weil der Alte in den Bässen immer in die Knie 
ging. Ab und zu ging die Netzteil Sicherung weil einer der NF 
Ge-Ausgangstransistoren ab und zu mit der Basis einen Kurzschluß aufs 
leitende Transistorgehäuse/Kühlblech machte. Nach Isolierung mit einem 
Glimmerplättchen hörte das Spuk auf.

Im Wohnzimmer habe ich noch einen alten funktionierenden Saba "Freiburg" 
mit drei LS. Der Klang ist auf UKW durchaus ansprechend. Auf KW bringt 
er mit einer Innendrahtantenne ziemlich viele Sender herein. Leider gibt 
es heutzutage sehr viele Störträger digital funktionierender Geräte im 
Umfeld. In der Hinsicht haben wir uns mit digital wirklich ins Bett 
gemacht. Was älteres habe ich leider nicht außer einen alten kanadischen 
Allstrom MW RX mit Loctalröhren aus den vierziger Jahren.

Ich baute in den siebziger Jahren für einen Bekannten noch einen MW RX 
mit ECH81, EF89, EABC80 und EL84. Der lief auch mindestens 20 Jahre bis 
er ihn nicht mehr brauchte.

Autor: Karl B. (gustav)
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Edi M. schrieb:
> Ein Balun ist suboptimal, weil er für diese Geräte nie vorgesehen war.
> Die Antenneneingänge sind demzufolge immer für hohe Impedanzen
> eingerichtet.

Hi,
siehe Bilder.
Es gibt eine Möglichkeit, auch AM über eine Dipolantenne einzuspeisen.
Dazu ist ein Antennenwahlschalter eingebaut.

Dann, der AM-Übertrager (BALUN) ist serienmäßig in dem 
Siemens-Haus-Antennenanlagen-Anschlusskabel vorgesehen gewesen.

Interessanterweise keine Dämpfungsglieder in der Wanddose, wie heute 
üblich,so dass jemand mit falschem Stecker die ganze Anlage mit 
Oszillator-Störstrahlung stören konnte.

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
Autor: Edi M. (edi-mv)
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Die uralten Radios können den transistorisierten und heutigen HiFi- 
Geräten nicht das Wasser reichen, aber auf anderem Gebiet durchaus die 
Nase vorn haben- nämlich auf AM.

Kaum ein Gerät der Nach- Röhrenzeit kommt an die Spitzen- Röhrenradios 
heran- eine Bandbreitenwahl haben Transistorgeräte selten. Wenn heutige 
Sender mit erhöhter Bandbreite senden, laufen die Röhrenoldies zur 
Höchstform auf, und lassen die Transikisten in den Auspuff gucken.

Ich habe hier eine Loewe- Transistor- Anlage von 1978, UKW und ein 
Verstärker mit traumhaften Werten, 50 Watt, Klirrfaktor 0,07%, usw., vom 
Klang her geht es nur meßmäßig besser. An meinen Boxen... ein Traum.
Aber auf AM... in den 70ern legte man keinen Wert mehr auf guten AM- 
Klang, die AM- Zeit war fast vorbei, nur noch Nachrichten und 
Dudelmusik.

Wo es der Empfangsteil nicht hergibt, kann auch so ein Traumverstärker 
nichts herholen. Da sind sogar die Vorkriegsgeräte top !

Hier der Vorkriegs- Super Telefunken D860WK von 1939, bitte über Anlage 
abhören: https://vimeo.com/302550939
https://vimeo.com/302552099

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Karl B. schrieb:
> Es gibt eine Möglichkeit, auch AM über eine Dipolantenne einzuspeisen.
> Dazu ist ein Antennenwahlschalter eingebaut.

Daß der UKW- Dipol für AM mitgenutzt wird, wurde in Radios der 50er und 
60er Standard.

Ansonsten interessant, der Balun.
Ich vermute, damals verwendete man noch selten Anlagen mit vielen 
Teilnehmern in weiten Entfernungen, so daß man auf Dämpfungsglieder 
verzichtete.

Gehört heutzutage öfter zu meinen Aufgaben, Installation Daten plus TV, 
Ermitteln von Kabellängen und Dämpfung, danach werden die 
Dämpfungsglieder bestimmt.
Aber ist auch alles für heutige TV- Frequenzen aus Satelliten- 
Receivern, nicht mehr UKW, und schon gar nicht mehr AM.

Autor: Karl B. (gustav)
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Edi M. schrieb:
> Aber auf AM... in den 70ern legte man keinen Wert mehr auf guten AM-
> Klang, die AM- Zeit war fast vorbei,

Hi,
für Ortssenderempfang noch tragbar.
Das selektive Seitenbandfading zum Beispiel bei Europawelle Saar im 
Kölner Raum aufgenommen nach Eintritt der Dunkelheit verschwindender 
D-Schicht ist
nicht mehr diskutabel gewesen.
Noch ein Beispiel
801 kHz Ismaning.
Um den Nahschwundeffekt in den Griff zu bekommen, hatte man sich 
senderseitig zur Maßnahme entschlossen, die Sendeantenne(n) bestehend 
aus mehreren Abschnitten übereinander mit mehreren phasenverschobenen 
Trägern anzusteuern.
Dazu nötige Umschaltpause gegen 18:00 Uhr.

Im Fernfeld (450 km nordwestlich) verzerrt es trotzdem mehr oder weniger 
periodisch wiederkehrend. Und dann das Problem mit der Mehrfachbelegung 
der Frequenzen und Überreichweiten.
Radio Amman Jordanien war in München ab 22:00 Uhr besser zu empfangen 
als Ismaning, weil die Orientalen bei der Wellenkonferenz darauf 
insistiert hatten, nicht auf den Raumwellenanteil zu verzichten.

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
Autor: Edi M. (edi-mv)
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Ja, Gustav, das waren die AM- Zeiten... trotzdem war's schön- ich 
erinnere mich an den Empfang von Radio Luxemburg auf 49m, bis Mitte der 
80er Jahre DER Reisesender.
Einige Kofferempfänger hatten "die grüne Luxemburg- Taste", die 
schaltbare 5 KHz- Sperre, um das Nachbarkanal- Pfeifen wegzukriegen.
Sonnabend die Hitparade war Pflicht, die Sketche mit "Familie Puvogel".

Nun ja- auch jetzt höre ich wieder gern Kurzwelle.
Und die Schatulle empfängt jetzt langsam wieder Mittel- und 
Langwellensender, auf Kurzwelle ist die Skale schon recht gut besetzt.



Als nächste Arbeiten stehen "Kondensatoren- Kuren" an, alle 
Papierkondensatoren raus.

Bei der 76W- Schatulle ist die Abstimmanzeigeröhre AM2 müde... ich habe 
noch eine neue AM1, die hat nur 1 Steuergitter, kein Gitter im 2, 
System, mal sehen, ob das geht.

Bei der 85W- Schatulle zeigt der Schattenzeiger (ein Drehspulinstrument 
mit breitem Zeiger, der vor einer Glühbirne plaziert ist) nichts, aber 
da habe ich noch ein Ersatzinstrument, liegt seit 40 Jahren bei mir in 
der Vitrine.

Dann Gehäuse der 85W, da ist ein 10cm großer Fleck, die Farbe zwar 
brauchbar, aber innerhalb des Flecks teilweise mattschwarze Stellen, wie 
verkohlt, eine Art Holzfäule, absolut stumpf, ohne Lack, und nimmt 
überhaupt nichts an, ich habe es mit Hartwachsöl versucht, das Zeug geht 
gut auf einem Holztisch, aber wird auf der Schatulle nicht hart, die 
Oberfläche bleibt leicht klebrig.

Also noch viele Kleinarbeiten.
Soweit aber  gut, Empfindlichkeit top, Klang gut. Triode/ Penthode- da 
finde ich, kein Unterschied.
Immerhin beschrieb man die ersten Endpenthoden mit Gegenkopplung als 
gleichwertig den Triodenendstufen, ja schrieb diesen Penthoden den Klang 
der Trioden zu !

Zitat D. Rudolph im RMorg:
"Die End-Triode AD1 wurde für relativ kurze Zeit als Lautsprecher-Röhre 
für damalige HiFi-Geräte, wie z.B. bei der Kammermusik-Schatulle 76W von 
Siemens 1937 verwendet.

Eine schaltungstechnische Neuerung war zu dieser Zeit das Aufkommen der 
Gegenkopplung im Radio. Das hatte zur Folge, daß der "Trioden-Klang" nun 
auch mit Penthoden in der Endstufe erreichbar war. Dadurch wurde die AD1 
mit ihrer Erfordernis einer recht hohen Steuerspannung am Gitter durch 
Penthoden wie die AL4 bzw. AL5 (später EL11 bzw. EL12) ersetzbar."
(https://www.radiomuseum.org/tubes/tube_ad1.html)

Die NF ist bei beiden gut, Koppelkondensatoren neu, die Kathodenelkos 
gerade noch brauchbar (kommen auch raus, klar).
Ich werde mal Vergleichs- Audios im TA- Betrieb machen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> Das hatte zur Folge, daß der "Trioden-Klang" nun
> auch mit Penthoden in der Endstufe erreichbar war.

Bedauerlich, dass du solche Thesen auch noch verbreitest.
Dein Professor sollte sich mal informieren was "Triodenklang"
ausmacht.

Edi M. schrieb:
> Ich werde mal Vergleichs- Audios im TA- Betrieb machen.

Ja klar. Über den Lautsprecher am Rechner kann man sich dann
von euren Thesen überzeugen.

Edi M. schrieb:
> Als nächste Arbeiten stehen "Kondensatoren- Kuren" an, alle
> Papierkondensatoren raus.

Schade drum. Und dann kommt ein moderner Kondensator
mit Edi-mv Aufkleber rein. Das gefällt mir nicht.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Aus der W. schrieb:
> Edi M. schrieb:
>> Das hatte zur Folge, daß der "Trioden-Klang" nun
>> auch mit Penthoden in der Endstufe erreichbar war.
>
> Bedauerlich, dass du solche Thesen auch noch verbreitest.
> Dein Professor sollte sich mal informieren was "Triodenklang"
> ausmacht.

Nicht "mein" Professor. Nicht mal "meine" Thesen. Was ich zitiere, ist 
MEINE Sache.
Der Prof hat mehr drauf als Sie, da bin ich sicher.

Wir wissen, was den "Triodenklang" ausmacht.
Als man die Penthoden einsetzte, waren NF- Frequenzbereich, Störabstand, 
Klirrfaktor noch in ganz anderen Dimensionen.
Es geht um Sachen, die 82 Jahre her sind.

> Edi M. schrieb:
>> Ich werde mal Vergleichs- Audios im TA- Betrieb machen.
>
> Ja klar. Über den Lautsprecher am Rechner kann man sich dann
> von euren Thesen überzeugen.

Eine hochwertige Audiodatei kann man am Rechner abspielen. Es soll ja 
die Möglichkeit geben, einen Verstärker oder eine Stereoanlage 
anzuschließen.
Steht auch gelegentlich unter meinen Audiodateien.
Wer sich das mit 9,95 Euro- PC- Lautsprechern anhört...

> Edi M. schrieb:
>> Als nächste Arbeiten stehen "Kondensatoren- Kuren" an, alle
>> Papierkondensatoren raus.
>
> Schade drum. Und dann kommt ein moderner Kondensator
> mit Edi-mv Aufkleber rein. Das gefällt mir nicht.

Da die alten Kondensatoren ausnahmslos Schrott sind- geht es nur so.
Kein einziger Papierkondensator, auch nicht unbenutze Exemplare aus 
alten Lagerbeständen, schaffte die Werte, die sie als Neuteile einst 
hatten:
http://edi.bplaced.net/?Restauration_und_Erhaltung___Teile_unbesehen_wechseln_%3F

Die Arbeit des Neubefüllens ALLER Papierkondensatoren mache ich mir 
nicht, die Dinger sind dreckig und vergilbt, es ist wegen des Teers eine 
elende Sauerei, zudem sind einige Ausführungen so klein, daß ein 
moderner Kondensator nicht reinpaßt, und einige sind gegossene 
Ausführungen aus einem Duroplast- Material, etwa schwarze Telefunken- 
Kondensatoren mit erhabenen Schriftzeichen, oder solche ähnlicher Bauart 
der "WIMA- Bonbons", von einem anderem Hersteller, in oranger Farbe sind 
solche auch in der Schatulle drin. Diese Kondensatoren sind überhaupt 
nicht befüllbar.

Alle Papierkondensatoren mit Stilnachbauten ersetzt, die ein neu 
gedrucktes Etikett haben, gibt ein gleichmäßiges Bild, sieht sauber aus, 
und ist technisch korrekt, da die Werte und das EInbaujahr ablesbar 
sind.

Blockkondensatoren werden bei mir aber immer neu befüllt.

Daß @oldeurope meine Restaurationsweise nicht gefällt, geht mir am Arm 
vorbei.

Autor: Frank W. (frank_w)
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Hallo  oldeurope

höre nun endlich auf mit deinem Halbwissen.

Gruß Frank 73 DL9FW

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> Wir wissen, was den "Triodenklang" ausmacht.
> Als man die Penthoden einsetzte, waren NF- Frequenzbereich, Störabstand,
> Klirrfaktor noch in ganz anderen Dimensionen.
> Es geht um Sachen, die 82 Jahre her sind.

Ich habe nicht den Eindruck, dass ihr wisst was den "Triodenklang"
ausmacht. Zudem unterschätzt du die Eigenschaften der
Verstärker-Lautsprecherkombinationen von damals.

Edi M. schrieb:
> Da die alten Kondensatoren ausnahmslos Schrott sind

Falsch. Es kommt auf die Schaltungsumgebung an.
Aber dafür muss man Schaltungen verstehen.
Wer du @edi-mv schon beim einfachen Wechselstromkreis
mit Kondensator Verständnisprobleme hat, (siehe x-Kondensator
Diskussion weiter oben) muss halt recappen.

Edi M. schrieb:
> Blockkondensatoren werden bei mir aber immer neu befüllt.

Das ist sehr ärgerlich und wertmindernd wenn man einen neu
befüllten Block vorfindet.

Edi M. schrieb:
> Eine hochwertige Audiodatei kann man am Rechner abspielen. Es soll ja
> die Möglichkeit geben, einen Verstärker oder eine Stereoanlage
> anzuschließen.
> Steht auch gelegentlich unter meinen Audiodateien.
> Wer sich das mit 9,95 Euro- PC- Lautsprechern anhört...

Bei mir ist es eine Grundig Aktivbox 20

Dass du den Unterschied zwischen "Live" und "Aufzeichnung"
nicht hörst, ist bedauerlich. Ich kann das und bin da nicht
allein. Diese ganzen "Videos" in den Leute zeigen wie toll ihr
Radio klingt, finde ich albern.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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@Oldeurope,

Leider demonstrieren Sie ständig, daß Sie nur trollen wollen, das 
erkennen ja nun auch hier einige Mitleser.

Sie haben aufgrund Ihrer Ausbildung das Fachwissen, ich weiß, daß Sie 
dieses kennen...
...aber Sie verbreiten IHR Halbwissen und sogar- Unwissen.

Sie lesen hier mit, antworten aber grundsätzlich mit totalem Müll.

Tut das not ???

Demonstrieren Sie doch mal Ihre Restaurationen und Eigenbauten !
Aber mit fachlich korrekten Knowhow !!!
Schreiben Sie Fachbücher, lassen sie die Perlen Ihres Geistes leuchten, 
deklassieren sie uns Unwissende, machen Sie das Nobelpreiskommitee auf 
ihren überragenden Geist aufmerksam.

Oder schreiben Sie hier vernünftig !

Edi

Autor: R. K. (r_kohlhammer)
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Hallo,



Beim Restaurieren von Radiogeräten ist man sicherlich immer der 
Ambivalenz zwischen Historizität und Funktionalität verfangen, wobei die 
Authentizität in mancherlei Aspekt untergestellt werden muss - das Ding 
ist schließlich das, die goldene Mitte zu treffen - wie immer 
eigentlich. Und ich denke, dass die ein paar hinausgeworfenen 
Folienkondensatoren niemanden stören und von Wertminderung kann außerdem 
keine Rede sein.

Für mich wäre ein Gerät schließlich dann "mindertwertig", wenn es 
vielleicht zwar gut aussieht und die Inneren im Original sind, aber 
Funktionalität nicht oder nur eingeschränkt gegeben und das Anstecken 
ans Netz letztlich auch eine potentielle Gefahr darstellt. Außerdem 
werden "Edi M.s" Geräte nicht veräußert, sie haben insofern einen 
anderen Wert abseits eines finanziellen Tauschwertes - nämlich einen 
überzeitlichen, denn er sorgt dafür, dass diese alte Technik weiterhin 
in die kommende Zeit überführt wird - fachmännisch dazu - und das finde 
ich großartig.

Und die bedruckten Kondensatoren halten viel mehr, sehr viel mehr - 
achtung, jetzt kommt ein Sakrileg - als etwa jene roten WIMA-C's, die 
dann mit verlängerten Beinchen sich wie Seiltänzer unterm Chassis 
zwischen die Lötpunkte spannen.

Vielen Dank für die informativen Berichte und Bewegtbilder!



MfG,
Kohlhammer

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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R. K. schrieb:
> ein paar hinausgeworfenen
> Folienkondensatoren niemanden stören

Ein paar sind das leider nicht.

Edi M. schrieb:
> ALLER Papierkondensatoren

R. K. schrieb:
> etwa jene roten WIMA-C's

Mir sind zwei rote WIMAs lieber als
10 Edi-mv wo ich noch nichtmal erkenne
was der da wirklich rein getan hat.

LG
old.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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So ist es, @kohlhammer.
Ich finde es absolut toll, wenn Auto- Restaurateure ein Auto nicht aus 
Schrotteilen mit rostigem Äußeren, rissigen Reifen, klappernden Achsen, 
dröhnenden Antrieben, vergammeltem Lack und imitiertem Dreck bestücken, 
sondern so präsentieren, daß es fahrfähig ist, und auch so aussieht, als 
ob es gerade vom Band gefallen ist.

Daß man das nur mit sorgfältiger Restaurierung erreicht, ist jedem klar.

Und manchmal werden historische Technik- Gegenstände auch noch im 
technischen Bestzustand präsentiert, so kann man sich davon überzeugen 
kann, daß die alte Technik oft nicht so schlecht ist, wie man denkt- 
immerhin gibt es nicht mehr viele Leute, die wissen, wie präzise z. B. 
Skalentriebe und Eichungen, aber wie gut auch Empfindlichkeit und Klang 
der Radios waren, als diese noch neu waren.

Ein wenig davon möchte ich schon demonstrieren können.

Und ja, es stimmt, ich bin weg von "Sammler"- typischen Wertmaßstäben.
Wenn jemand eine mit Keim & Gammel auf dem Gehäuse verdreckte 
("Patina"), nicht oder schlecht funktionstüchtige Kiste finanziell mehr 
wert ist, als ein Radio, welches wieder jugendlich schön ist, und auch 
gut klingt... ist es eben so.

Autor: BastelIng (Gast)
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Die Lösung mit den entsprechend bedruckten Kondensatoren halte ich für 
sehr schön.* Einen Austausch, zumindest der Teerverkapselten und der 
alten braunen ERO-Dinger und anderen bekannten Übeltätern auch.




* ich halte es bei Restaurationen ähnlich der "Charta von Turin", die im 
Bereich der KFZ-Oldtimerestauration das möglichst unveränderte Original 
über den komplett renovierten Zustand stellt (moderner Neulack und alles 
verchromt was nicht bei 3 auf den Bäumen war). Mit Patina. Tausch und 
Reproduktionsteile sollten dann entsprechend dauerhaft auf z.B. der 
Unterseite gekennzeichnet werden, Reparaturen mit zeitgenössischen 
Materialien. Das wäre ja bei den dan selbstbedruckten Kondensatoren auch 
der Fall.

Ich gestehe - ab und an aber auch einfach moderne knallbunte 
Axial-Kondensatoren oder moderne Teile zu verwenden. Oft fixiere ich 
einen kleinen Beutel mit den alten Bauteilen ins Gerätegehäuse, dann 
sind die Originalteile nicht weg.


--
Wickelkondensatoren die irgendwie Röhren- Gittervorspannungen verändern 
können - oder Ausgangsübertrager auf die Anodenspannung kurzschließen 
können (SABA) gehöen ausnahmslos getauscht. Kein Ausprobieren vorher.
Als Stuent hat mir das Neuwickeln eines Freiburg 9 Ausgangstrafos 
gereicht.

--
Manchmal - aber ganz selten - belässt man wennmöglich die Bauteile:

Ich habe mal einen alten Maihak Studioverstärker vorsichtig über einen 
Regeltrenntransformator nach 50 Jahren Stillstand wieder angefahren - 
und die uralten Elkos dabei formiert, sowie deren Leckstrom mit einem 
Zangen Milliamperemeter überwacht und protokolliert. nach einer halben 
Stunde war das alles wieder im grünen Bereich. Dort sind aber auch 
anstelle üblicher Wickelkondensatoren MPs von Bosch in verlöteten Näpfen 
enthalten. Das Zeug ist und bleibt tropenfest.

--
Bei MP Kondensatoren kommt natürlich meine Lieblingsphobie ins Spiel. 
Die Füpllung mit PCB-haltigen Isolierölen. Im Konsumbereich selten 
(ggfs. die Motor-Phasenschieber beim Saba Suchlauf und beim Stradivari - 
das will ich nochmal prüfen, die würden dann ausnahmslos rausfliegen). 
Mir hat es auch in der Seele wehgetan, die Dinger aus einem alten 
Collinsempfänger 51J4 herauszuschrauben. Aber sie schwitzten schon an 
den Durchführungsstellen - da dann auch wegen der Umwandlungsgefahr in 
Dioxin nicht löten, sondern großzügig knipsen.
--
Genug abgeschweift.

Ich freue mich, dass die Radios in gute Hände gekommen sind. Bei den 
ersten Bilder ahnte ich auch- dass es eine Siemens Schatulle sein könnte 
- konnte es aber eigentlich nicht glauben. Schön dass Du uns hier an der 
Restauration teilhaben lässt.

vg

Maik

(und lasst euch nicht zu sehr von Stänkerern ärgern. Manche Menschen 
können  nicht anders als vermutlich schon krankhaft grudsätzlich zu 
widersprechen - sie wollen wohl nur Aufmerksamkeit erregen und begreifen 
nicht- dass sie sich nur immer weiter ins Abseits manövrieren).

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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BastelIng schrieb:
> Ausgangsübertrager auf die Anodenspannung kurzschließen
> können (SABA) gehöen ausnahmslos getauscht.

Den Kondensator lötest Du an +Ub und kannst ihn drin
und in Funktion belassen.

Das ist das was ich mit "Schaltung verstehen" und "entsprechend
handeln" meine.

Wenn jemand die Schaltung versteht, bleibt nach dem
Restaurieren halt mehr vom historischen Original übrig.

LG
old.

: Bearbeitet durch User
Autor: EErb (Gast)
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Edi M. schrieb:
> @Oldeurope,
>
> Leider demonstrieren Sie ständig, daß Sie nur trollen wollen, das
> erkennen ja nun auch hier einige Mitleser.
>
> Sie haben aufgrund Ihrer Ausbildung das Fachwissen, ich weiß, daß Sie
> dieses kennen...
> ...aber Sie verbreiten IHR Halbwissen und sogar- Unwissen.
>
> Sie lesen hier mit, antworten aber grundsätzlich mit totalem Müll.

Macht dieser Mensch nicht nur hier im Forum!
Ich antworte auf den geistigen Dünnpfiff dieses OM schon nicht mehr!

Autor: Maik .. (basteling)
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Noch eine kleinen Nachtrag:
-da ich ja auch noch "ein Problem" mit alten Autos habe. Dort habe ich 
beide Fälle (gut erhalten und heftige Patina). Einmal im Zustand 2 - 
glänzend  - und alles was gemacht wird- ist auf originale 
Auslieferzustandsanmutung und Erhaltung des "fast neu" Zustandes 
ausgelegt. Dann habe ich aber noch den Gegenentwurf dazu. Eine altes 
englisches Gefährt, Zustand 3-- dass nach 80 jahren noch den 
Originallack trägt, aber schon in großen Schuppen von der 
Aluminiumkarosserie abwirft. Sieht von außen aus wie ein Scheunenfund - 
ist aber nie vollumfänglich restauriert worden. Diese Patina - die hier 
natürlich schon an der Grenze zum Gammel manövriert so zu bewahren ist 
auch eine Herausforderung. Insbesondere wenn das Fahrzeug auch ab und an 
genutzt wird.  In den letzten Jahren hat sich die Einstellung dazu bei 
vielen Menschen geändert,da ja mehr als genug überrestaurierte Dinge da 
sind. Vor einigen Jahren wollten mir alle Wohlmeinend noch eine 
Neulackierung ans Herz legen - mittlerweile sagen fast alle - das muß so 
bleiben. Aber Geschmack und persönliche Vorlieben sind verschieden.

Wobei: was haben Asbestbremsbeläge und Kupplungsscheiben mit alten 
Papierkondensatoren gemein? Sie gehören durch sichere/ungefährliche 
Neuteile ersetzt. Selbiges gilt leider auch für originale Kabelbäume.

vg

Maik

Autor: Karl B. (gustav)
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Aus der W. schrieb:
> Wenn jemand die Schaltung versteht, bleibt nach dem
> Restaurieren halt mehr vom historischen Original übrig.

Hi,
was da ausgetauscht wurde, erkennt der Experte sofort.;-)

Übrigens, es gibt gute radiale Konds. zu kaufen, die auch noch fast so 
aussehen wie die Originale.

ciao
gustav

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Maik .. schrieb:
> Wobei: was haben Asbestbremsbeläge und Kupplungsscheiben mit alten
> Papierkondensatoren gemein?

Nichts.

Autor: Karl B. (gustav)
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Hi,
und wie klingt das nahezu im Original belassene Radio:

Beitrag "Re: Sind Röhrenradios noch etwas wert?"

Und auf Anraten von @Old...
wurde der Original Ratio-Elko dringelassen.

Wobei man den Kardinalfehler nicht machen sollte, und das Gerät beim 
"Reparieren" auf den Kopf zu stellen.
OK. Wurde hier nur für ein paar Minuten gemacht.

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
Autor: Edi M. (edi-mv)
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Den Ratio- Elko auf Anraten dringelassen ?
Kann man zwar tun, aber es ist eben ein alter Elko, und Elkos haben 
nicht das ewige Leben. Der Reststrom kann sich erhöhen, die Kapazität 
kann geringer werden- wenn ich eine Generalkur mache, fliegt auch der 
Elko.

Es muß kein Elko sein. Für die Funktion ist das nicht wichtig. Da diese 
Ratioelkos oft sehr verbaut sind, verwende ich Nicht- Elkos gleicher 
Kapazität.

Warum soll es ein "Kardinalfehler" sein, ain Radio auf den Kopf zu 
stellen ?
Das tue ich ständig.

OK, zur Bedienung muß sich der Reparateur dann auch auf den Kopüf 
stellen, ja das ist etwas lästig...
:-)

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Hier eine andere Art der Restauration.

Ein Gerät, welches ich als "restauriert" günstig erwarb.
Ich wollte wieder ein Radio mit dem mechanisch enorm aufwendigen 
"Monoknopf", darum eben auch ein Radio, an dem schon jemand die Finger 
hatte.

Tatsächlich hatte jemand dran gearbeitet, den LAutsprecher durch einen 
Visaton- Breitbänder ersetzt, und u. a. die "große Kondensator- Kur" 
gemacht.
Allerdings... die alten Teile einseitig abgelötet, und einen neuen Kondi 
eingebaut, den alten daneben plaziert.

OK, das machen einige Leute, das weiß ich.

Grund: Man kann das Radio schnell wieder in den Originalzustand 
versetzen, um den Wert zu steigern.

Aber... wer rüstet denn ein gut funktionierendes historisches Radio auf 
Schrottzustand zurück ???

Und- fachgerecht ist diese Arbeitsweise NICHT.

Das einseitig noch angeschaltete Bauelement ist eine parasitäre 
Kapazität. Bei einem Schwingkreiskondensator ist so die Resonanzfrequenz 
verändert. An anderer Stelle fängt die patrasitäre Kapazität Fremdfelder 
ein, oder bewirkt eine parasitäre Rückkopplung.
Und wenn der alte Kondensator nicht befestigt wird: wackelnde Gewichte 
lassen Drähte und Verbindungen brechen. Da reicht auch schon der 
Lautsprecher- Schall, ebenso mit verlängerten Drähten an "WSIMA- 
Klötzchen"- ich habe dies schon bei manchen Geräten gesehen, die so 
"restauriert" wurden. Es gibt vorgeschriebene Bauformen. Die roten 
Klötzchen ohne Abfangen einzubauen, ist NICHT FACHGERECHT !!!

Vom Aussehen her finde ich das Drinlassen des Schrotts auch unschön.

Allerdings sind auf der Oberseite einige moderne bunte Drähte zu sehen- 
das war ich, der Netztrafo hatte Windungsschluß, und wurde bei 
funktionierendem Radio glühend heiß- ein Görler- Universaltrafo, der 
noch mit 4V- Wicklungen gefertigt worden war, versorgt jetzt das Radio. 
Auch die Drähte am Netzspannungsschalter waren durch die Hitze 
zerfallen.
Irgendwann werde ich "Edi- Kondensatoren" einbauen, dann bekommen die 
Drähte einen braunen Gewebeschlauch drüber.
Der Visaton bleibt auch drin.

Das Radio funktioniert übrigens recht gut, nur der Wellenschalter hat 
Kontaktprobleme, ist zu oxydiert. Das Radio steht in der Werkstatt als 
Kontrollmonitor für's "Heimsenderlein".

: Bearbeitet durch User
Autor: Zeno (Gast)
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Leute beschäftigt Euch mal nicht so sehr mit dem "Aus der ...", der will 
nur provozieren.

@Edi
Gut gemacht!
Habe mich entschlossen es bei meinem Radio mit den Kondensatoren so wie 
Du zu machen - zumindest bei den Papierkondensatoren. Einige sind mit 
Teer vergossen das geht noch so halbwegs, während andere eine weiße 
Vergußmasse haben. Bekommt man zwar auch raus gepopelt und auch 
irgendwie wieder rein, aber wirklich ordentlich sieht es nicht aus. Da 
ist dann DEine Methode doch die bessere Wahl.

Autor: Karl B. (gustav)
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Edi M. schrieb:
> Warum soll es ein "Kardinalfehler" sein, ain Radio auf den Kopf zu
> stellen ?
> Das tue ich ständig.

Hi,
solche Bemerkungen sind nicht zielführend.

Zitat:
"...Alte Radios und Fernseher können sehr heiss werden. Vermeiden Sie 
Hitzestau..."
/Zitat
Quelle:
http://www.welt-der-alten-radios.de/a--g-gefahren--139.html

Zitat:
"...Merkwürdigerweise funktionierte alles einwandfrei, wenn das Radio 
auf dem Kopf stand..."
/Zitat
Quelle:
https://www.elektronikbasteln.pl7.de/reparatur-roehrenradio-luxor-tapto-4694.html

Ein Abgleich sollte unter normaler Belüftungssituation erfolgen.

ciao
gustav

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> Den Ratio- Elko auf Anraten dringelassen ?
> Kann man zwar tun, aber es ist eben ein alter Elko, und Elkos haben
> nicht das ewige Leben. Der Reststrom kann sich erhöhen, die Kapazität
> kann geringer werden- wenn ich eine Generalkur mache, fliegt auch der
> Elko.

Ich kenne jetzt den Zusammenhang nicht mehr,
aber ein Kondensator der über 50 Jahre lang in Ordnung
ist und nie überbeansprucht wurde, der bleibt.
Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der noch neue Kondensatoren
überlebt.

Mein ESR Messgerät ist auch in der Lage die Kapazität des
Ratioelkos in eingelötetem Zustand zu messen.
Dann legt man aus dem Labornetzteil mit korrekter
Polung Spannung dran und schaut ob der Strom den
Sollwert hat.

Mal sehen wann die Widerstandskur bei euch in Mode kommt.
Im Ausland gibt es das schon.

LG
old.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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@Zeno,

Hier einige Tips:
Rolle aus einem Streifen Druckerpapier über einen Bleistift rollen, 
etwas Kleber, Kondensator rein.
Etikett darüberkleben.
Mit Kondensator auf einen Schwamm oder Styropor stecken, oben mit der 
Pinzette etwas Zellstoff als Hitzeschutz reinstopfen, mit Pistole 
Heißkleber einfüllen.
Warten, bis der Heißkleber kalt genug ist, umdrehen, Zellstoff und 
Heißkleber in die andere Seite.
Heißkleber gibt es bei Bedarf auch in Schwarz, wie originale 
Vergußmasse.
Da es keine Nachbildungen historischer Kondis sind, verzichte ich auf 
schwarze Seiten.

(Der Eigenbau- Elko enthält einen spannungsfesten Kondensator, nicht den 
darunter liegenden, dies ist nur ein ähnlicher !)

: Bearbeitet durch User
Autor: Maik .. (basteling)
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Und vielleicht noch etwas allgemeines zu alten Kondensatoren.
Ich habe in letzter Zeit öfters Probleme mit gealterten X und Y 
-Kondensatoren (Rifa Bomben) der 80ger Jahre gehabt. (HP Messgeräte, 
Revox Tonband...)

Mehrmals sind mir die Dinger hochgegangen, wenn Geräte aus dauerhaft 
klimatisch kontrollierter Umgebung kamen, und danach z.B. einige Stunden 
in schwülem Sommerwetter laufen mussten. Dass reichte dann bereits - um 
soviel Feuchtigkeit durch die mit Mikrorissen übersähten 
Kondensatorverkapselungen gelangen zu lassen - dass es bei anliegender 
Netzspannung kräftig knallte, rauchte und stank. Keinen Spaß macht das 
dann, wenn man einen älteres, aber hochwertiges Mesgerät für eine 
Antennenmessung nach draußen geschleppt hat und dass dann knallend 
ausfällt.
Da hat man dann richtig zu tun, wenn man alle Geräte diesbezüglich 
durchtauscht.

Also: der alte Kondensator, der nach Jahrzehnten trockener 
Dachbodenlagerung noch gut funktioniert, kann schnell in ein beliebiges 
Malheur umschlagen, wenn er nichtmehr unter kimatischen Idealbedingungen 
betrieben wird. Gartenparty, Küchendunst. Sommerschwüle...

Ein verwandtes Schadensbild ist auch die wild funkensprühende 
Hochspannungskaskade in mittelalten Röhrenfersehgeräten gewesen.

Mit besten Kondensatorgrüßen

Maik

Autor: Zeno (Gast)
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Edi M. schrieb:
> Hier einige Tips:
> Rolle aus einem ...

Danke für die Tips, die ich beherzigen werde. Du hast da deutlich mehr 
Erfahrung als ich und Deine restaurierten Schätzchen auf Deiner Webseite 
sprechen für sich.

Hab Dir mal Bildle von meinem Radio angehangen. Bisher habe ich es nur 
gereinigt und die Roststellen bearbeitet. Das ging gut mit einem leicht 
öligen Lappen. Der lose Rost ließ sich damit gut abwischen.
Die Röhren sind auch vollständig, die waren zum Zeitpunkt der Fotos zur 
Verklebung, da sich die Glaskolben alle von den Kunstoffsockeln gelöst 
hatten.
Bestückt ist das Gerät mit AK2, AF7, AL4, ABC1 und AZ1.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Autor: Edi M. (edi-mv)
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@Karl B.,

Ein Hitzestau macht Röhren nichts. Die arbeiten mit Hitze !

Die Chassisunterseite erreicht die Hitze nur bei Novalröhren durch das 
Röhrchen am Boden.
Da muß man dann schon aufpassen, daß man die Hitze nicht zu lange wirken 
läßt. Das war einst so bei einigen UKW- Tunern, wo Keramik- "Pillen- 
Kondensatoren" genau unter dem Röhrchen plaziert waren (DDR- Radios 
Standard- Tuner, etwa Capri, Rossini, TRX2010, Trommel- und erste 
durchstimmbare Fernseh- Tuner). Da platzten die Pillen aber bereits 
durch den Kamineffekt in normaler Betriebsklage- der Fehler war bekannt.

Für die Dauer von Restaurations- und Reparaturarbeiten kann man ein 
Radio oder einen Fernseher kopfstehend betreiben.
Darum haben die ja auch... Bodenplatten !
Mir ist jedenfalls nicht bekannt, daß Werkstätten Hebebühnen 
istallierten, um Radios oder Fernseher von unten her zu reparieren.
:-)

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> Aus der W. schrieb:
>>
> 
https://www.mikrocontroller.net/attachment/425938/DSCI1348_Edi-Kondis_oval_700.jpg
>>
>> Das sind also deine X-Y-Kondensatoren.
>
> Nein.

Wo in der Schaltung setzt du die denn ein?

Autor: Edi M. (edi-mv)
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@Zeno,

Nettes Radio. Ich empfehle, auch wenn das nicht original ist, eine 
schönere Lautsprecher- Bespannung zu verwenden, und das Gehäuse 
nachzubeizen, und mit Hartöl oder farblosem Lack ansprechend zu machen.

Tip: Bei Topfsockel- Röhren sind oft die Gitteruzuleitungen schadhaft. 
Die enthalten oft Keramik- Pillen, in denen sich ein dünner Draht zum 
Gitter befindet. Diese Keramikpillen sind oft verkeimt, dadurch 
stellenweise leitend, und geben Anlaß zu Krachern,m Aussetzern und 
unerklärlichen Störungen.
Die Federn im Topfsockel unbedingt reinigen !
Glasfaserpinsel, oder besser: Kontaktspray rauf, einwirken lassen, und 
blankpolieren mit einem weichen Schul- Radiergummi.

Versilberte Kontakte kann man auch in eine Alufolie wickeln, und in eine 
Kochsal- Lösung legen, etwa 5 Min bis 1 Stunde. Danach mit Wasser 
reinigen und mit Radiergummi polieren.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Aus der W. schrieb:
> Edi M. schrieb:
>> Aus der W. schrieb:
>>>
>>
> 
https://www.mikrocontroller.net/attachment/425938/DSCI1348_Edi-Kondis_oval_700.jpg
>>>
>>> Das sind also deine X-Y-Kondensatoren.
>>
>> Nein.
>
> Wo in der Schaltung setzt du die denn ein?

Das sind im Körting "Ultramar" Doppel- Kondensatoren, die als Abblocker 
an Röhrengitter oder Betriebsspannungsleitungen geschaltet sind.

Autor: Zeno (Gast)
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Edi M. schrieb:
> Ich empfehle, auch wenn das nicht original ist, eine
> schönere Lautsprecher- Bespannung zu verwenden, und das Gehäuse
> nachzubeizen, und mit Hartöl oder farblosem Lack ansprechend zu machen.

Der Austausch der Bespannung ist eh geplant, da die Bespannung wirklich 
nicht mehr schön ist.
Das Gehäuse ist mit Schellack gestrichen und hat ein paar kleine 
Schadstellen die aber teilweise schon mit passendem Material 
ausgespachtelt habe. Der Schellack hat schon einige sehr unansehnliche 
Fehlstellen, da wird es mit nachbeizen und Hartöl nicht getan sein. Ich 
habe mir eine Kollektion feiner Schleifpapiere, einen weichen 
Naturhaarpinsel und Schellack besorgt und werde das Gehäuse (Oberfläche) 
wohl da komplett neu machen. Ist zwar eine Schweinearbeit, aber ich 
denke das lohnt sich.
Wenn ich damit fertig bin schicke ich Dir persönlich mal ein paar 
Bilder. Das kann aber noch dauern da ich noch jede Menge andere Projekte 
am Laufen habe, die ich teilweise nicht alleine mache, und die müssen ja 
auch irgendwann mal fertig werden. Dann müssen ja auch noch die Brötchen 
verdient werden und der Tag hat eben nur 24 Stunden.

Danke noch mal für Deine Hinweise.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Ich dachte schon an den Sekundärwickeln der Mittelpunktschaltung.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Aus der W. schrieb:
> Ich dachte schon an den Sekundärwickeln der Mittelpunktschaltung.

Mit 0,1 µF... eher nicht.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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@Zeno,
Bespannung... da wird man bei Polstermöbel- Stoffen, aber auch leichten 
Kleiderstoffen und Bett/ Kissenbezügen fündig.

Im Bild ein Radio mit einem Stoff, den ich schön finde, ein Vorkriegs- 
NORA.

Und ein billiges Bakelit- Radio von 1950, original mit Bast bespannt, 
die Bespannung wurde durch die sehr heiße Endröhre (UEL51) verbrutzelt, 
typisch für diese Radios... ich setzte ein passenes Alublech als 
Reflektor an die Innenseite der Schallwand, und bespannte die 
Vorderseite mit einem Kissenbezug- Stoff.

Manche Stoffe sind dicht gewoben (gewebt), könnte die Höhen 
beeinflussen, bei den AM- Oldies besteht die Gefahr mangels solcher 
Höhen nicht, da darf man es schön für's Auge machen.

Autor: Karl B. (gustav)
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Hi,

Bezugsquelle der Kondensatoren im Bild:

https://atr-shop.de/

sehen denen vorher gezeigten sehr ähnlich:

https://www.mikrocontroller.net/attachment/preview/425938.jpg
Beitrag "Re: Alte Röhrenradios abzugeben"

Muss mal schauen, was die für Werte haben.

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
Autor: Edi M. (edi-mv)
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@Karl B.,

Diese Kondensatoren verwende ich. Die sind von Hause aus schwarz, könnte 
man auch so verbauen, nur die moderne Beschriftung paßt schlecht.

Autor: Claus H. (hottab) Benutzerseite
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@Edi M.

Tolle Projekte, die du mit Fachwissen realisierst!

Selbsternannte "Experten" werden dich nicht aus der Ruhe bringen.

Wer Hochfrequenzen wie Gleich-Spannungen/-Ströme ableitet, noch nichts 
von

und der Impedanz des Energienetzes (bzw. cos phi) gehört hat, wird wohl 
nicht die Komplexität der EMV verstehen.

Ich gehe mal davon aus, dass sich die Anzahl der elektrischen und 
elektronischen Geräte in den letzten 50 Jahren potenziert hat und somit 
auch die Anzahl der Störmöglichkeiten. Die richtige Entstörung in beide 
Richtungen setzt gute ET- und Gesetzeskenntnisse sowie Erfahrungen 
voraus.

Die hier weiterzugeben, ist ja der Sinn dieses Forums.

Claus

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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In dem "tollen" Thread:
Beitrag "Mit Uran, Glas und Eisendraht- Li- Ion- Ladegerät mit klassischem Bauteil"

Hatten wir die Diskussion zu den "Blinddärmen" schon einmal:
Beitrag "Re: Mit Uran, Glas und Eisendraht- Li- Ion- Ladegerät mit klassischem Bauteil"

Beitrag "Re: Mit Uran, Glas und Eisendraht- Li- Ion- Ladegerät mit klassischem Bauteil"
> Soweit ich das sehe, ist hier noch nichts
> gelöscht worden.

Inzwischen leider schon.

LG
old.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Aus der W. schrieb:
> Diskussion zu den "Blinddärmen"

@Oldeurope,

...wird langsam langweilig.

Schrieb ich doch schon:
Denken Sie sich doch mal ein interessantes Thema aus, lassen sie die 
Perlen Ihres Geistes leuchten, deklassieren sie uns Unwissende, machen 
Sie das Nobelpreiskomitee auf ihren überragenden Geist aufmerksam.

: Bearbeitet durch User
Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> Denken Sie sich doch mal ein interessantes Thema aus

Wenn du drauf bestehst, mach ich das gerne für dich.

Mach doch mal die Schatulle fertig und zeige uns weitere Bilder.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Aus der W. schrieb:
> Edi M. schrieb:
>> Denken Sie sich doch mal ein interessantes Thema aus
>
> Wenn du drauf bestehst, mach ich das gerne für dich.
>
> Mach doch mal die Schatulle fertig und zeige uns weitere Bilder.

Ich mache natürlich an beiden Schatullen weiter, da sie grundsätzlich 
funktionieren, stelle ich auf jeden Fall die Fotos nach Fertigstellung 
ein, ggf. wichtige Zwischenschritte.
Wird einige Tage dauern, da ich Teile bestellen muß, und mein Urlaub 
morgen zu Ende ist, auch steht noch ein Röhrenprojekt an, an dem ich 
schon einige Wochen arbeite, und kleinere Sachen, je nach Zeit und 
Materialsituation.

Wenn Sie,@oldeurope, ein Thema hier einstellen möchten -ich kenne ja 
Ihre bisherigen Veröffentlichungen- ja gern.
Bitte in einer eigenen Beitragsfolge.

Edi

Autor: Klaus R. (klaus2)
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Hallo edi,

Danke für die SEHR interessanten Einblicke!

Widmen wir uns mal wieder der Technik: Mir ist ein "Telefunken Dacapo" 
zugeflogen - weiß nicht ob es "erhaltenswert" ist aber ich möchte es 
versuchen. Zunächst interessiert mich aber, ob es technisch iO ist.

Zur Vorbereitung des Einschaltversuchens würde ich die Elkos wechseln 
und die Koppelkondensatoren (muss das?), dann mit 40W Glühobst ans Netz 
und Daumen drücken?

Danke, Klaus.

: Bearbeitet durch User
Autor: Edi M. (edi-mv)
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Klaus R. schrieb:
Mir ist ein "Telefunken Dacapo"
> zugeflogen - weiß nicht ob es "erhaltenswert" ist aber ich möchte es
> versuchen. Zunächst interessiert mich aber, ob es technisch iO ist.
> Zur Vorbereitung des Einschaltversuchens würde ich die Elkos wechseln
> und die Koppelkondensatoren (muss das?), dann mit 40W Glühobst ans Netz
> und Daumen drücken?

Es ist entscheidend, ob der "Dacapo" für SIE erhaltenswert ist.
Technisch io kann er nicht sein- Bauteile altern, und sind nicht mehr in 
der Toleranz, die berüchtigten Papierkondensatoren sind keine mehr, und 
werden in kurzer Zeit den Geist aufgeben, dabei ggf. andere Bauteile 
mitreißen. Das ist nun einmal so- und erfordert eben bestimmte Arbeiten.

EIne Vorschaltglühlampe empfehle ich nicht, die ist nur als Schutz gegen 
Vollkurzschluß sinnvoll, setzt aber die Betriebsspannung des Gerätes 
herab. Bestenfalls zum ersten Anwerfen.

!!!
EIn Trennstelltrafo ist aus Sicherheitsgründen DIE Empfehlung, gibt es 
bei Ebay sehr oft preiswert.
!!!

Für das erste Anwerfen kann man das so tun, wie Sie beschreiben- 
allerdings sind die berüchtigten 5nF (5000 pF) "Entstörkondensatoren" am 
Netzeingang oder an der Netztrafo- Sekundärseite unbedingt abzuknipsen, 
oder durch geeignete Ersatztypen zu ersetzen. Es geht durchaus ohne, ich 
erstze sie jedoch immer.

Mindestens den Koppelkondensator der Endröhre sollte man ersetzen, wenn 
es ein Papierkondensator ist, um die Endröhre zu schützen, ist der 
Kondensator nur gering leck, bekommt das Gitter 1 der Röhre eine 
positive Vorspannung, fängt an zu glühen, später die Anode, die Röhre 
wird überlastet.
So ein Papier- Koppelkondensator  müßte einen Isolationswiderstand 
größer 20 GOhm haben- haben die alten Dinger nie.

http://edi.bplaced.net/?Restauration_und_Erhaltung___Teile_unbesehen_wechseln_%3F

Zu wechseln wären ALLE Papierkondensatoren, ohne Diskussion- es sind 
durch schlechte Isolation keine Kondensatoren mehr, sondern RC- 
(Widerstand/ Kondensator-) Parallelschaltungen, das steht nicht im 
Schaltplan.
Jedoch haben sie an Abblockungen nicht so katastrophale Auswirkungen, 
dennoch beeinflussen die defekten Teile die Gesamtleistung.

Dann sind eben Reinigungs- und Wartungsarbeiten durchzuführen, etwa 
Tastensatz, Röhrenfassungen und Röhrenstifte reinigen und mit 
Kontaktmittel zu versehen, nicht vergessen: Tastensätze und mechanische 
Teile kamen bei der Produktion leicht gefettet, eingewickelt in 
Ölpapier, aus der Presse/ Stanze in die Chassismontage, darum waren 
diese Sachen einst leichtgängig und präzise. Skalenumlenkrollen und 
Lager, Knopfschrauben und Hebel sind zu ölen oder zu fetten, es reichen 
einige Tropfen Öl für ein qanzes Gerät.
Verbrauchte Röhren sind zu ersetzen, usw.

: Bearbeitet durch User
Autor: Klaus R. (klaus2)
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...es ist vor Allem technisch mal was anderes als uCs :) Ich schaue mir 
das Ganze mal an, vll habe ich noch einige Detailsfragen und melde mich 
dann. Wie gesagt - bevor es nicht spielt, fange ich mit dem Rest gar 
nicht an, auch werde ich nicht groß investieren - lohnt sich für mich 
nicht.

Rein aus Interesse: Wie reinigt man eigentlich die Chassis effizient? 
Bremsenreiniger und Zahnbürste? :)

Danke, Klaus.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Ich reinige das Chassis auch nur, soweit es mit vertretbarem Aufwand 
geht.
Normal sieht man das Chassis nicht.
Staubsauger und Pinsel reichen meist.

Nur, wenn arg Keim drauf ist, fettiger Wrasen, usw., versuche ich was.

Bremsenreiniger ist ein Lösungsmittel, welches andere Teile schädigen 
kann, verwende ich bestenfalls vorsichtig an einigen Stellen auf dem 
Lappen.

Wasser und Seife (Spülmittel) auf dem Lappen tun's aber auch.

Stark entlackte und verrostete Chassis habe ich manchmal mit Zinkspray 
hell vorgespritzt oder gepinselt, danach Felgenfarbe Silber drauf, die 
fällt richtig in "Flittern" auf's Chassis, das sieht fertig dann top 
aus.

Es gibt noch andere Methoden, Abbau feuchteempfindlicher Teile und rein 
in die Spülmaschine, was ich absolut ablehne, bis hin zum über- 
professionellen Restaurieren: Komplett- Abräumen des Chassis, 
Neugalvanisieren und Neubestücken.
Meine Meinung: Ein Chassis muß m. E. nicht unbedingt wie frisch gepreßt 
aussehen.

Nicht übertreiben- sauber reicht.

Autor: Klaus R. (klaus2)
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ACK.

Macht es evtl Sinn die Chassis nach einigen Vorbereitungen erstmal ohne 
Röhren an 230V zu legen und auf Rauchzeichen zu warten? Spg. prüfen?

Klaus.

: Bearbeitet durch User
Autor: Edi M. (edi-mv)
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Sehe ich nicht als so sinnvoll.
Auf Rauchzeichen warten auch nur Indianer.
OK, wenn man die übersieht, wird man vllt. selbst zum Schwarzfuß...
:-)

Ohne Röhren... da sieht man bestenfalls die Skalenlampen leuchten, wenn 
die noch leben.
Spannungen- da kann man ja nur die unbelastete Ausgangsspannung des 
Netztrafos messen -nicht sinnvoll- sowie die Heizspannungen, die nicht 
besonders kritisch sind.
Dann besser den ersten Versuch mit Vorschaltglühlampe (100W).

Autor: Klaus R. (klaus2)
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ACK.

Danke, Klaus.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Es ist entscheidend, ob der "Dacapo" für SIE erhaltenswert ist.
Technisch io kann er nicht sein- Bauteile altern, und sind nicht mehr in
der Toleranz, die berüchtigten Kohlewiderstände sind keine mehr, und
werden in kurzer Zeit den Geist aufgeben, dabei ggf. andere Bauteile
mitreißen. Das ist nun einmal so- und erfordert eben bestimmte Arbeiten.

Mindestens den Katodenwiderstand der Endröhre sollte man ersetzen, wenn
es kein Drahtwiderstand ist, um die Endröhre zu schützen, ist der
Widerstand niederohmig, bekommt das Gitter 1 der Röhre zu wenig 
Vorspannung, die Röhre wird überlastet.
So ein Kohlewiderstand muss genau den Nennwert haben- haben die alten 
Dinger nie.

Restauration_und_Erhaltung___Teile_unbesehen_wechseln_%3F

Zu wechseln wären ALLE Kohlewiderstände, ohne Diskussion- .
Jedoch haben sie an Abblockungen nicht so katastrophale Auswirkungen,
dennoch beeinflussen die defekten Teile die Gesamtleistung.


Der Spiegel

Edi M. schrieb:
> Es ist entscheidend ...

: Bearbeitet durch User
Autor: Edi M. (edi-mv)
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@Oldeurope,

Sie legen die Meßlatte für Trolligkeit aber mächtig höher...
Sie sollten den Dealer Ihres Vertrauens mal unter die Lupe nehmen- der 
Stoff ist mies.

Autor: R. K. (r_kohlhammer)
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Hallo,



Wie werden von euch eigentlich sehr verstaubte, teils durch die Hitze 
verkrustete Röhren gereinigt, ohne dass dabei die Beschriftung beim 
Reinigungsvorgang beschädigt oder ganz entfernt wird?



MfG,
Kohlhammer

Beitrag #5940128 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:

>  bekommt das Gitter 1 der Röhre eine
> positive Vorspannung, fängt an zu glühen

Berechne doch mal die maximal mögliche Leistung
am g1 die dabei entstehen kann und denke nach ob
das Gitter dann glühen kann.

LG
old.

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Beitrag #5940137 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5940161 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Edi M. (edi-mv)
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@Kohlhammer,

Da kann ich keinen allgemeingültigen Tip geben, manche Beschriftung löst 
sich durch Wasser, manche durch Lösungsmittel wie Alkohol, manche kann 
man schon trocken wegwischen.

Bei der AD1 der 76W- Schatulle hatte ich Glück- da war Klebeband um den 
Kolbenkopf gewickelt, mit dem eine Rolle Filz gehalten wurde, machte man 
zur Dämfung von Klirrgeräuschen oder Vermeiden akustischer Rückkopplung, 
tatsächlich leider der große Aufbau großer Endröhren der 30er oft an 
Mikrofonie.
So war dann trockener, sehr hart gewordener Isolierbandkleber auf dem 
Glas.
Ging aber mit Lappen und Isopropanol ohne Gewalt komplett ab. Das Glas 
um die Typenbeschriftung berührte ich nicht mit dem Lappen, das konnte 
ich mit einem Poliertuch trocken sauberwischen.

Manchmal geht es, manchmal nicht. Dann ich die Röhrenbeschriftung eben 
hin.  C'est la vie.

Beitrag #5940187 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Karl B. (gustav)
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Aus der W. schrieb:
> Mindestens den Katodenwiderstand der Endröhre sollte man ersetzen

Hi,
guck mal hin:
;-)

https://www.mikrocontroller.net/attachment/425922/AEG_1052_WU_Chassis_.jpg

ciao
gustav

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Karl B. schrieb:
> Hi,

Welch glücklicher Zufall. :)

_______________________________________________________

Ich habe jetzt nicht mitbekommen was gelöscht wurde.
Hat Edi schon den Gitterstrom berechnet?

LG
old.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Hier die 76W- Schatulle nach Reinigung, sowie die AD1, von Isoband und 
Kleberresten befreit. Die Beschriftung blieb erhalten.

Die Filzrolle bleibt, bei hohen Frequenzen bewirkt akustische 
Rückkopplung einen schlechten Klang, die Maßnahme wurde nicht umsonst 
gemacht.

Rechts auf dem Chassis eine Kunststoff- Klammer, die hält auf der 
Unterseite den Kondensator- Block.

Leider kann ich die ungebrauchte AM1 nicht verwenden, ich benötige eine 
AM2... die Abstimmanzeigeröhre arbeitet auch noch als NF- 
Verstärkerröhre, ist mir nicht gleich aufgefallen.
Bei der im Radio befindlichen AM2 hat's die Leuchtschicht hinter sich, 
aber immerhin haben die Röhrensysteme top Emissionswerte, die NF- Stufe 
dürfte noch viele Jahrzehnte funktionieren.

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Autor: Edi M. (edi-mv)
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Ich sehe gerade Löschungen... auch nicht mitbekommen...
Geht es nicht vernünftig ???

Da die Frage von Oldeurope noch steht:
Maximal könnte, wenn die Kathode es hergibt, der Strom fließen, der 
durch die Widerstände vor den Gittern/ Anoden möglich ist.

Wenn ein Koppelkondensator durchgeht, liegt das Steuergitter der 
Endröhre direkt am Anodenwiderstand der Vorröhre.

Übliche Widerstandswerte der NF- Vorstufe sind 2- 3 stellige Kiloohm. 
Diese liegen an der Anodenspannung 250- 300 V. Ergibt Strom im 1- bis 2- 
stelligen mA- Bereich. je nach dem -nicht vorgesehenen- Innenwiderstand 
der Kathoden- Gitterstrecke liegt dann eine Spannung am Steuergitter, 
die bei diesem Strom eine Leistung im einige Zehntelwatt- Bereich am 
Steuergitter umsetzen kann.

Die Anoden sind für 1- stellige Watt bemessen, die Gitter nicht, und das 
Steuergitter mit seinen dünnen Drähtchen um die heiße Kathode kann 
durchaus so belastet werden, daß es glüht. Dazu kommt die Überlastung 
auch der anderen Gitter und Anode, irgendwann kriegt die Lampe "dicke 
Backen".

Glühende Steuergitter bei defekten Koppelkondensatoren habe ich öfter 
gesehen. Tolle Sache, wenn ein Kunde den Techniker schon 
erwartungsfreudig mit "vorgeheiztem" Radio empfängt. Meist leuchtet nach 
einer Zeit sowieso alles in der Lampe, und dann stinken Siebwiderstände 
und Trafo.
Oft sah ich schon die Stäbe des Steuergitters, die durch die obere 
Glimmerscheibe des Röhrensystems gesteckt sind, glühen. Alles klar.

Einen alten Papier- Koppelkondensator in Geräten drin lassen, die 60- 80 
Jahre auf den Lampen haben, ist also die beste Möglichkeit, die Endröhre 
zu killen.

Aber das weiß @Oldeurope.
Keine Ahnung, warum der hier trollt.
Er nennt sich ja "aus der Werkstatt".
Ich sehe dabei immer seinen Lehrmeister, der ihm das zurief, und mit dem 
Zeigefinger auf die Werkstatt- Tür wies...
:-)

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Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> Leider kann ich die ungebrauchte AM1 nicht verwenden, ich benötige eine
> AM2... die Abstimmanzeigeröhre arbeitet auch noch als NF-
> Verstärkerröhre, ist mir nicht gleich aufgefallen.

Sicher?
Probiere die AM1 doch bitte mal mit den
im Bild angepassten Werten und berichte.

LG
old.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Darius, die AM1 hat kein 2. Steuergitter.
Die Schaltung bei RMorg ist die von der AM2.

Beitrag #5940660 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Edi M. (edi-mv)
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Man könnte tricksen, habe ich beim Graetz 48GW versucht, man muß ja eine 
NF- Stufe realisieren. ist mit Röhre aufwendig, und sieht nicht toll 
aus.
Die Russenfunzel 6EFS wird's auch nicht tun, hat auch kein zweites 
Steuergitter...
Ich werde versuchen eine AM2 zu bekommen.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> ..., die AM1 hat kein 2. Steuergitter.

Macht nichts. Mit dem 2. Gitter-Leuchtschirm (Gl),
kann man die Helligkeit einstellen.
Das machst Du dann halt über die Betriebsspannung.

Kannst die Beschaltung des Gl so lassen
oder Dir den 2Meg klauen und in Reihe zum 150K löten.

LG
old.

PS:
Ich schreibe hier nicht unangemeldet.

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Autor: Edi M. (edi-mv)
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Also das 1. Steuergitter an NF, dessen Anode anstelle des 2. 
Leuchtschirms, damit ich NF habe, und den 2. Leuchtschirm zur 
Helligkeitseinstellung ?
eine
Hmm... könnte gehen. OK, Anzeige wird es wohl nicht machen, dürfte aber 
eben grün leuchten. Oder flackert wild herum, quasi Anzeige der NF.

Ist die Frage, ob das 1. System so als NF- Stufe geht- sollte dann eine 
ähnliche Kennlinie haben, ansonsten muß man am Arbeitspunkt 
herumfrickeln, da hätte ich keinen Antrieb zu.
OK, das kann ich ja mal checken. Leider gibts die Kennlinien beider 
Systeme zum Vergleich so nicht, aber mit dem Funke kann man das ja 
relativ einfach machen.

Wenn's nur um grün geht, kann ich auch ein grünes Mikro- Glühbirnchen 
(habe ich) oder eine LED an der Vorderseite der AM2 plazieren, und aus 
der Heizung mitspeisen.

Ich denke mal drüber nach.
Danke für die Anregung.

Autor: Johann J. (johannjohanson)
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Aus der W. schrieb:
> Das ist sehr ärgerlich und wertmindernd wenn man einen neu
> befüllten Block vorfindet.

Erzähl mal was zu den Werten von den "alten Kisten". Das ist aus meiner 
Sicht rein ideell - und wenn die "Bonbons" nichts mehr taugen, muss man 
sie halt austauschen, wenn man das Teil noch nutzen will. Meine Philetta 
macht wieder Spaß und mehr will ich auch nicht.

Ansonsten - analog Briefmarkensammlung ...

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> Also das 1. Steuergitter an NF, dessen Anode anstelle des 2.
> Leuchtschirms, damit ich NF habe, und den 2. Leuchtschirm zur
> Helligkeitseinstellung ?

Nichts an der Fassung umlöten.

Edi M. schrieb:
> Hmm... könnte gehen. OK, Anzeige wird es wohl nicht machen, dürfte aber
> eben grün leuchten. Oder flackert wild herum, quasi Anzeige der NF.

Doch, die wird anzeigen und der NF-Pegel ist so klein, dass
Du nichts davon erkennst. Ist bei der AM2 übrigens auch so.

Edi M. schrieb:
> Ist die Frage, ob das 1. System so als NF- Stufe geht- sollte dann eine
> ähnliche Kennlinie haben, ansonsten muß man am Arbeitspunkt
> herumfrickeln, da hätte ich keinen Antrieb zu.

Habe ich schon für Dich getan.

Löte einfach erstmal die 2Meg in Reihe zum 150K
an der Anode der EM, ich hoffe Du findest den,
und schau mal wie sie geht.
Möglicherweise ist das dann zu basslastig und leise
bis Du die anderen Änderungen gemacht hast.

LG
old.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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@Oldeurope,

Das linke Steuergitter G1 der AM2 ist mit der Vergleichsspannung 
befeuert. Kann ich bei AM1 dann nicht so lassen.
Das rechte Steuergitter kriegt NF vom Lautstärkepoti. Die AM1 hat es 
nicht (das ist fest an der Kathode), also müßte die NF vom Poti ja 
irgendwo hin, sinnvollerweise an Steuergitter des linken Systems, und 
dessen Anode müßte dann natürlich die NF auskoppeln.

: Bearbeitet durch User
Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Also jetzt habe ich gerade die Peilung verloren.
Mich würden jetzt echt mal die Spannungswerte interessieren ...

Edi M. schrieb:
> Das rechte Steuergitter kriegt NF vom Lautstärkepoti. Die AM1 hat es
> nicht (das ist fest an der Kathode),

Die AM1 hat nur das rechte Steuergitter.

Ich sehe da jetzt keine Regelspannung auf dem Poti
und würde das mal testen.
(Man kann aber leicht die negative Regelspannung auf das Poti legen.)

LG
old.

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Autor: Klaus R. (klaus2)
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...ist der 0.01uF vor Röhre 5 der besagte "gefährliche" 
Koppelkondensator?

Klaus.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Hab's korrigiert- Vergleichsspannung. Dürfte positiv sein. Kommt von 
einem Drahtpoti.
Ich meine jetzt mit "rechts" und "links" die Anordnung auf dem 
Schaltplanausschnitt, den Sie gemacht haben.
Da ist eben im AM2- System "rechts" die NF drauf, das ist auf dem Sockel 
der Anschluß "gL", der ist auch der Sockelanschluß rechts oben.
Den ist bei der AM1 nicht belegt, da geht die NF also beim Aufstecken 
der AM1 ins Leere.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Klaus R. schrieb:
> ...ist der 0.01uF vor Röhre 5 der besagte "gefährliche"
> Koppelkondensator?
>
> Klaus.

Ja.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Ich werde jetzt mal die AM2- Systeme vergleichsmessen, dann Sockel und 
Fassung rauskramen, und die beiden Systeme umverdrahten, dann brauche 
ich nicht am Gerät herumlöten.
Weiß nicht, ob ich das heute noch schaffe.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Autor: Edi M. (edi-mv)
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Aus der W. schrieb:
> Aus der W. schrieb:
>> Also jetzt habe ich gerade die Peilung verloren.
>
> http://www.jogis-roehrenbude.de/Roehren-Geschichtliches/Mag_Augen/AM2.htm
>
> http://www.jogis-roehrenbude.de/Roehren-Geschichtliches/Mag_Augen/AM2.pdf


Ja, da verliert man schnell die Peilung.

Hier wird es deutlicher: "links" die Vergleichsspannung von Schirmgitter 
der ZF- Lampe, "rechts" die NF.
Und an der Stelle wäre für die AM1 das Gitter wech... das haben die 
gleich an die Kathode gelegt.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> Ich ... schaffe.

Ich glaube nicht, dass das etwas bringt.
Du wirst die Katode(nkombi) an Masse legen müssen,
einen Koppelkondensator in die Leitung vom
LS-Poti Schleifer zum Gitter und einen 2Meg zur
Regelspannung.

Hm. Soll man das alles machen? Die kostet ca.35€.
Ich würde eine kaufen.
Schon deshalb, weil das eine außergewöhnliche Röhre ist
und das Radio mit der AD1 sowieso.

LG
old.

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Autor: Edi M. (edi-mv)
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Aus der W. schrieb:
> Ich würde eine kaufen.
> Schon deshalb weil das eine außergewöhnliche Röhre ist.

Das schrieb ich ja schon um 17:30.

Nun- wenn die beiden Systeme (AM2 "rechts" und AM1 "links")als Triode 
gleich sind, dann braucht man nicht die Katodenkombi brücken, dann 
könnte man eben mit der "linken" Triode die NF- Verstärkung machen, und 
wahrscheinlich leuchtet die AM1, zeigt aber nichts an. Dazu eben der 
Umsockel- Versuch.
Ich denke aber, das wird nicht befriedigend funktionieren.
Ich berichte.

Edi

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Autor: Klaus R. (klaus2)
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...so, es regnet ja eh - also mal ran an die Kiste. Man sieht den 
Originalschmutz, aber Pinsel & Staubsauger brachten den alten Glanz 
hervor. Reicht so. Nun die Frage: Womit ersetze ich die 500V (wieso 
eigentlich 500V?) Teer-Papierkondensatoren, die alle rissig sind?

Klaus.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> Dazu eben der
> Umsockel- Versuch.

Ich verstehe nicht was Du da umsockeln willst.
Die Beschaltung passt doch.

Von Brückenschaltung, gegensinniger Regelspannung
an den Gittern sehe ich bei dem Siemens, im
Gegensatz zu den Beispielschaltungen, nichts.
https://www.mikrocontroller.net/attachment/426119/Beschaltung_AM2.jpg
Sollte ich mich irren, wird er mit der AM1 auch
mit kleinerem Ausschlag, anzeigen.
Natürlich 2,2Meg statt 150K an der Triodenanode.

LG
old.

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Autor: Klaus R. (klaus2)
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Der Koppel-C hat 0.022uF aber "nur" 12MOhm - böse? Habe sowas nicht da, 
bin aber "heiß" das Dingen auszuprobieren.
Die Elkos habe ich getauscht, die waren hin - ausser der Siebelko mit 
50uF, der hat 26uF aber ich hoffe der formiert sich schnell Genug wieder 
(mit der 40W Lampe in Serie).

Klaus.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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DArius, ich verstehe nicht, daß Sie das nicht in dem Schaltplan sehen, 
den sie hier einstellten... Das "rechte" Steuergitter kommt vom 
Lautstärke- Poti, und geht an den Gitteranschluß 4, der bei der AM1 
nicht belegt ist, weil die dieses Steuergitter an der Kathode hat !

Aber sei's drum... ich habe die Lampen auf dem Funke verglichen.
Merkwürdig: Der Anschluß 2 ist bei Funke mit g1 beaufschlagt ! Da ist 
aber die Anode 2 ! Und 3 soll Anode sein !
Allerdings funktioniert es so- da ist die Numerierung der 
Fassungskontakte wohl nicht korrekt.
Wie auch immer, die beiden Steuergitter und die beiden Anoden sind 
zusammengeschaltet, für Emissionsprüfung ist das ok.
Die beiden "Trioden"- Systeme sind bei AM2 nicht gleich.
Das rechte System hat etwa 10 mA, das andere fast nichts.
Aber- das Triodensystem der AM1 hat 10mA.
Also schnell ein Sockel und eine Fassung zusammengelötet, F, F, K 
durchverdrahtet, G1 an Anschluß 3, und die Anoden an 1 und 2 vertauscht.
Dann rein ins Radio.
Wie erwartet, leuchtet.
Aber- keine NF. Brummt leicht, und wenn man die AM1 anfaßt, bimmelt die, 
voll mikrofonisch.
OK, die Anoden vertauscht, sollte nicht funktionieren.
Tut aber genau dasselbe.

Also Fehlanzeige.
Nun gut, war nur ein Versuch, ich bastle nicht weiter rum, die AM1 ist 
unbenutzt, und die AM2 tut's von der Emidssion her noch sehr lange.

Ich werde eine AM2 ordern. Sicher sinnvoll, bei einem solchen Radio.
Wird dauern, die Kohle für Ersatzteile muß auch verdient sein, ich habe 
ja viele Baustellen und Projekte.

War ein Versuch. Danke für die Anregung.
So geht das doch...wieso sonst nicht ?

Also dann... warte ich, daß Sie ein Thema aufmachen, sie haben ja 
originelles Zeug gemacht.

Nebenbei können Sie das mal anschauen- auch nicht so alltäglich:
http://edi.bplaced.net/?Projekte___Mittelwellen-_Modulator_Heimsenderlein_mit_normaler_Radio-_Mischroehre

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Klaus R. schrieb:
> Der Koppel-C hat 0.022uF aber "nur" 12MOhm - böse? Habe sowas nicht da,
> bin aber "heiß" das Dingen auszuprobieren.
> Die Elkos habe ich getauscht, die waren hin - ausser der Siebelko mit
> 50uF, der hat 26uF aber ich hoffe der formiert sich schnell Genug wieder
> (mit der 40W Lampe in Serie).
>
> Klaus.

Das ist nicht böse, das ist teuflisch.
Der ist Schrott.
Der sollte 20 GOhm haben !!!

Der Gitterwiderstand z. B. 2 MOhm, der Kondi 12 MOhm, die Spannung an 
der Anode der Vorröhre z. B. 140 V, dann haben Sie einen Spannungsteiler 
20 V zu 120 V. Und die +20 V heben nicht nur die negative 
gittervorspannung der Endröhre (vllt. 6 V) auf, sondern jagen die Lampe 
in die Überlastung.
(war jetzt nur Beispiel)

Zu Isolationswiderständen siehe hier (zitierte Texte/ Bilder).
http://edi.bplaced.net/?Restauration_und_Erhaltung___Teile_uesehen_wechseln_%3F

Selbst die 12MOhm, wenn es damit gehen sollte, weil die Anodenspannung 
der Vorröhre niedrig ist- der Isolationswiderstand wird immer geringer, 
niemals größer.
Hatte ich beim Telefunken D860 WK anfangs einwandfreie Funktion, nach 
etlichen Stunden (Tagen) dann leicht schlechter Klang- der Koppel- C.

Die Papierkondensatoren haben es hinter sich. Ich habe unbenutzte, aus 
meinem ehemaligen Betrieb, aus den 80er Jahren- auch die sind Schrott.
Ursache ist wahrscheinlich Zersetzung des Papiers durch organische 
Säuren, oder Eindringen von Feuchtigkeit entlang des eingegossenen 
Zuleitungsdrahtes.

Ich habe keinen einzigen Papierkondensator, der 20 GOhm hat !

Den Elko- auch raus. Hat schon Kapazität verloren. Kann genausogut einen 
Kurzschluß machen., dann ist Gleichrichter oder Netztrafo hin. Für 
einige Tage mag's gehen, aber Schrott ist Schrott.

Nicht geil sein auf's Einschalten- lieber auf den schönen Klang, wenn 
alles gemacht ist. Soviel Zeit muß sein.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> Das "rechte" Steuergitter kommt vom
> Lautstärke- Poti, und geht an den Gitteranschluß

Gitter Triode, Vergleiche AU49 AU50
https://www.mikrocontroller.net/attachment/426108/AU49-AU50.png

> der bei der AM1 nicht belegt ist

der, der Triode und ist bei beiden Röhren gleich
und liegt am Schleifer vom LS-Poti.

Edi M. schrieb:
> Also schnell ein Sockel und eine Fassung zusammengelötet, F, F, K
> durchverdrahtet, G1 an Anschluß 3, und die Anoden an 1 und 2 vertauscht.
> Dann rein ins Radio.

Oh nein!

> Wie erwartet, leuchtet.
> Aber- keine NF.

Hast Du ja auch abgeklemmt mit Deinem Adapter.

> Brummt leicht, und wenn man die AM1 anfaßt, bimmelt die,
> voll mikrofonisch.
> OK, die Anoden vertauscht, sollte nicht funktionieren.
> Tut aber genau dasselbe.

Tu mal die AM1 ohne Zwischenadapter in die original
verdrahtete Fassung des Gerätes.
Ändere den Anode-Triode Widerstand von 150K auf ca. 2Meg.
Dann spielt das Radio schonmal und das Auge leuchtet.

LG
old.

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Autor: Edi M. (edi-mv)
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@Darius,

Wie kommt denn die NF vom Lautstärkesteller in die Lampe ???

Die geht, sowohl im 76W, als auch in der Applikationsschaltung, bei der 
AM2 an Kontakt 4 = gL, und diesen Anschluß hat die AM1 nicht !

Der Anschluß gT ist bei beiden Funzeln an Kontakt 3, aber da geht die 
Spannung vom Schirmgitter ZF- Röhre drauf. Und die hat keine NF.

Autor: Klaus R. (klaus2)
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Danke für ihre Ratschläge, Edi. Ich habe nun stufenweise mit 25W, 50W 
und 75W in Stufen erhöht (Vorschaltlampe), soweit alles unauffällig, die 
Röhren glimmen und Elko und Selen-GR bleiben unauffällig (Temperatur). 
Aus dem Lautsprecher hört man Brummen & Knacksen, wenn man am LS Poti 
oder dem Bereichswahlschalter dreht.
Sollte ich bei 75W schon UKW Empfang haben oder ist das noch zu wenig 
"Suppe" für das Gerät? Ich tausche, sobald ich einmal Empfang hatte - 
sonst lohnt es nicht und meine Erfahrung ist leider bei Röhren "nicht 
ausreichend".

Klaus.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> Wie kommt denn die NF vom Lautstärkesteller in die Lampe ???
>
> Die geht, sowohl im 76W, als auch in der Applikationsschaltung, bei der
> AM2 an Kontakt 4 = gL, und diesen Anschluß hat die AM1 nicht !

an GITTER-TRIODEEEEEEEEEEEEEEE
Siehe Schaltplan:
https://www.mikrocontroller.net/attachment/426099/AM1-AM2.png
links Leuchtchirm, rechts Triode.
und den Anschluss HABEN BEIDE gleich.



LG
old.

Autor: Klaus R. (klaus2)
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...da ich euren Thread nicht kapern möchte, bin ich hierhin umgezogen - 
vll hilft mir ja jmd etwas?

Beitrag "Telefunken Dacapo - kein Empfang"

Danke, Klaus.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Aus der W. schrieb:
> Edi M. schrieb:
>> Wie kommt denn die NF vom Lautstärkesteller in die Lampe ???
>>
>> Die geht, sowohl im 76W, als auch in der Applikationsschaltung, bei der
>> AM2 an Kontakt 4 = gL, und diesen Anschluß hat die AM1 nicht !
>
> an GITTER-TRIODEEEEEEEEEEEEEEE
> Siehe Schaltplan:
> https://www.mikrocontroller.net/attachment/426099/AM1-AM2.png
> links Leuchtchirm, rechts Triode.
> und den Anschluss HABEN BEIDE gleich.
>
>
>
> LG
> old.


An Kontakt 3, bei der AM2 = "gT" = "Gitter Triode" = Steuergitter LINKES 
SYSTEM (welches beide Röhren an Kontakt 3 haben) geht aber ohne Änderung 
nur die Spannung vom Schirmgitter.
Das rechte System "Leuchtschirm" mit Kontakt 2 = "l" und Kontakt 4 = 
"gl" ist die NF- Stufe. Und Kontakt 4 = "gl" ist das Steuergitter der 
NF- Stufe.
Darum habe ich ja mit dem Adapter die NF vom Poti von AM2- Fassung 
Kontakt 4 an AM1- Fassung Kontakt 3 = "gT" verfrachtet, sowie auch Anode 
von AM2 Kontakt 2 = "l" auf AM1 Kontakt 1 = "at" mit der NF- Auskopplung 
beschaltet- erfolglos.

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Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> Darum habe ich ja mit dem Adapter die NF vom Poti von AM2- Fassung
> Kontakt 4 an AM1- Fassung Kontakt 3 = "gT" verfrachtet, sowie auch Anode
> von AM2 Kontakt 2 = "l" auf AM1 Kontakt 1 = "at" mit der NF- Auskopplung
> beschaltet- erfolglos.

Ja voll normal. Ich hoffe, Du bekommst das wieder in den
Originalzustand zurück.

Dann den Widerstand auf 2Meg, EM1 reinstecken, spielt und leuchtet.
(Vorausgesetzt Du erwischst richtigen Widerstand.)

Edi M. schrieb:
> An Kontakt 3,

Nur mal so interessehalber … Welche Nummer hat die Katode bei Dir?

> Schirmgitter.

Diese Röhre besitzt kein Schirmgitter.

> Das rechte System "Leuchtschirm" mit Kontakt 2 = "l" und Kontakt 4 =
> "gl" ist die NF- Stufe. Und Kontakt 4 = "gl" ist das Steuergitter der
> NF- Stufe.

Jetzt solltest Du wissen welches das Lautstärkeppoti und das
Triodensystem ist.

Siehe Bildanhänge.

Viel Glück
old.

: Bearbeitet durch User
Autor: Edi M. (edi-mv)
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Hallo, @Oldeurope,

Tatsächlich- da war eine Änderung gemacht worden !
Ich kriege die Abschirmung der AM2- Fassung nicht runter, um die 
Kabelfarben zu verfolgen, aber ich vermute, daß die Anschlüsse der 
Systeme vetauscht wurden. Da nachgelötete Lötstellen und eine 
Kabelverlängerung sichtbar waren, habe ich die Anschlüsse 
wiederhergestellt.
Jetzt ist die NF auf der Seite aT und gT !
Jetzt kann ich die AM1 einstecken, spielt kurz, aber wird dann sehr 
leise, da stimmt eben der Arbeitspunkt nicht.
Ich werde mir noch genauer anschauen, was da gemacht wurde.

Edi

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Das Triodensystem der AM1 braucht einen hochohmigeren Arbeitswiderstand, 
2,2Meg. Steht auch in der RTT.
Beitrag "AM1 für AM2 einsetzen"
https://www.mikrocontroller.net/attachment/426099/AM1-AM2.png

Anbei die Schaltung von Regelien.
Beachtet auch die Kombi am gehörrichtigen Abgriff
des LS-Stellers, 20nF .

Vielleicht hat ja jemand ein Schaltbild bei dem alles stimmt?

LG
old.

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Autor: Edi M. (edi-mv)
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Ja, es gibt schon bei RMorg 3 Schaltbilder, bei denen Änderungen betr. 
der Lautsprecher- Schalter eingetragen wurden. Möglicherweise gibt es 
auch andere Änderungen in der Serie.
Ich kann die Strippen schlecht verfolgen, sind ganz unten im Chassis, 
und im Laufe der Zeit ist der Gewebeschlauch ans Blech angeklebt. Da ist 
auch ein modernerer Kunstfolie- C drin, vielleicht beim Wechseln einen 
Draht abgerissen und falsch angelötet- sieht aus, als waren die Anoden 
zusammengeschaltet.
Hat immerhin NF- Verstärkung gemacht, darum fiel es nicht auf- dunkel 
ist die Lampe ja sowieso, Leuchtschicht down.

Habe in die Abschirm- Fassung gelugt, jetzt scheinen die Anschlüsse zu 
sein, wo sie sein sollten.

Autor: Claus H. (hottab) Benutzerseite
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Leider habe ich Probleme die Nummerierung und Beschaltung der AM2 (s. 
Bilder) bei euch nachzuvollziehen.

gL ist bei RMorg das Steuergitter vom Leuchtschirm am Stift 5 und gT 
(StgTri) an Pin 6.

Die Schaltungsmuster steuern den Leuchtwinkel der AM1 über die Triode 
(Anode-Steuersteg aT) und die AM2 über gL (ev. auch über aT). Somit ist 
bei der AM2 die Triode für eine NF-Vorstufe verwendbar.

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Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Ich habe auch Probleme bei Edis Zählweise.
Deshalb die Frage, an welchem Pin er die Katode sieht.
(Ich würde so zählen, dass die Katode an Pin7 liegt.)

Die Bezeichnung Gitter-Leuchtschirm und Gitter-Triode
ist aber eindeutig, egal wie man zählt.

In Deinem Beispiel:
https://www.mikrocontroller.net/attachment/426212/AM2roehre2b.jpg
Kannst Du die AM1 einsetzen, wenn Du den 220K Widerstand auf
2,2Meg erhöhst. Du hast dann sowohl Anzeige als auch NF-Verstärkung.

LG
old.

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Autor: Edi M. (edi-mv)
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Ich habe die Zählweise des Funke- Röhrenprüfers verwendet.

Und selbst die ist schon merkwürdig, wie beschrieben.
Die Prüfung funktioniert dennoch korrekt.

Ich habe momentan nicht die Zeit, herauszufinden, warum das so ist.
Es funktioniert, und das ist erst mal gut.
:-)

Auffallend bei der Prüfung der AM2: Es werden einfach beide 
Röhrensysteme parallelgeschaltet.

Dabei fällt auf, daß die Leuchtschicht dunkler wird, wenn man eins der 
Systeme trennt.
Ich vermute, die merkwürdige Verschaltung in der Schatulle hatte genau 
den Zweck: Die beiden Systeme parallel zu betreiben, um noch etwas 
Leuchten zu gewinnen.

Ist jetzt so geschaltet, wie es Applikationsschaltung und Radio- 
Schaltplan vorsehen. Die AM2 ist noch drin, ich werde eine neue Röhre 
besorgen müssen, die AM1 benötige ich bei einem Projektgerät, da ist 
diese Lampe wegen Ihrer geringen Größe sehr vorteilhaft.

Beide Schatulle funktionieren mit fast allen Papierkondensatoren 
erstaunlicherweise einwandfrei auf allen Bereichen, empfindlich, Klang 
gut.. Die Koppelkondensatoren haben meßbare Isolationswerte8 Megohm und 
50 MegOhm, die waren natürlich sofort zu wechseln, die Netzentstörer 
sind abgeknipst, kommen aber auch neue Kondis rein.

Ich bedanke mich erst mal für Aufmrksamkeit und  Hilfe !
Ich berichte weiter.

Edi

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Autor: Edi M. (edi-mv)
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Ich habe in den Schaltplänen nachgeschaut.
Hier der Außenkontaktsockel im "Funke", von unten (Funke W19)
Zählt tatsächlich nicht 1-2-3-4, sondern 1-3-2-4.
(Gab's nicht mal ein Oldtimerauto mit dieser Zündreihenfolge ?)
Ich kenne nur die Zählweise in normaler Reihenfolge.
Sowas bringt schon durcheinander.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Ich bin jetzt beim Anfertigen von Kondensatoren (Stilnachbauten), 
solange bleiben die Schatullen betriebsbereit.

Die 1937er Schatulle steht im Wohnzimmer, die 1938er steht in der 
Werkstatt, und dudelt als "Monitor", nämlich für das "Heimsenderlein", 
welches für die UKW- freien Radios ein AM- Signal mit hoher NF- 
Bandbreite bietet. Das Heimsenderlein ist in Arbeit, aber 
funktionstüchtig.
Die Einkopplung erfolgt über einen Antennenverteiler.

Am Fenster steht dazu ein UKW- Radio, welches einen beliebigen 
Regionalsender empfängt, und über einen NF- Trenntrafo zum Modulator 
schickt. Sind auch 30er Jahre- Röhren drin, eine Oktode CK1,CBL1, CY2 
und ein Urdox, die ohne Heiztrafo auskommen- in diesem Falle in einer 
"Allstrom- Schaltung". '

Hier wird auch die AM1 Verwendung finden, die paßt exakt in die 
vorgesehene Öffnung, und benötigt auch innen wenig Platz, das Gehäuse 
ist "auf Knirsch gebaut", weil die Grundteile, aus denen es gebaut ist, 
nicht besonders groß sind. Hier ist die AM1 schon drin, aber nicht 
angeschlossen.

Keine begrenzenden NF- Filter, so bekommen die AM- Radios ein Signal, 
welches eine wesentlich bessere Höhen- und Tiefenwiedergabe ermöglicht, 
wenn es die Konzeption des Radios hergibt.
Später ist eine Vorstufe + Klangsteller- Stufe geplant, die Anhebungen 
und Absenkungen ermöglicht, ich denke an ein "Kuhschwanz- Filter".

Bei Geradeausempfängern, sowie guten Mittelsupern und Großsupern, die 
über eine Bandbreiten- Stellmöglichkeit verfügen, bei Geräten der 
Vorkriegszeit ist das bereits sehr oft der Fall, bringt das viel, die 
alten Radios laufen da zur Hochform auf, können endlich zeigen, was sie 
können.

Die Siemens- Vorkriegs- Schatullen haben von Hause aus Hochtöner, die 
1937 sogar einen statischen HT (von Siemens Mannheim 1950 im Laufe einer 
Überholung nachgerüstet !), damit sollte ein guter AM- Klang möglich 
sein.

Mein Eindruck ist allerdings, daß trotz Hochtönern zuwenig Höhen da 
sind. Wahrscheinlich legte man noch keinen Wert auf Höhen, wie sie UKW 
ermöglicht, AM und Schellack- Platten kommen da nicht hin.

Ich werde das auch untersuchen.

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Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> Hier wird auch die AM1 Verwendung finden

Wäre mir für die Anwendung zu schade.
Entweder in die Schatulle damit, oder
zu Tausch/Verkauf anbieten um die AM2
zu erhalten.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Wann schon Anwendung, dann richtig. In dem Kasten ist sie passend.
Aussteuerungsanzeige, vielleicht auch Ausgangssignal.
Wird auch abschaltbar gemacht, muß nicht immer an sein.

Eine AM2 oder eine Paralleltype  werde ich schon bekommen.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Edi M. schrieb:
> Aussteuerungsanzeige, vielleicht auch Ausgangssignal.

Da wäre ein schönes Instrument besser geeignet.
Optimal ist eine Peak-Anzeige die etwa eine halbe Sekunde
nachleuchtet. Muss ja nicht unbedingt eine LED sein.

Ich glabe, Du baust die AM1 nicht in die Schatulle,
weil Du den auf 2Meg zu ändernden Widerstand nicht
findest … geschweige denn die weiteren Änderungen
hin bekommst.

Autor: Edi M. (edi-mv)
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Aus der W. schrieb:
> Edi M. schrieb:
>> Aussteuerungsanzeige, vielleicht auch Ausgangssignal.
>
> Da wäre ein schönes Instrument besser geeignet.
> Optimal ist eine Peak-Anzeige die etwa eine halbe Sekunde
> nachleuchtet. Muss ja nicht unbedingt eine LED sein.

Ein geeignetes, passendes Instrument muß man auch erst mal haben.
Ich habe ja die Gehäusefront danach entworfen, was ich habe.

Und ein AM1- Abstimmkreuz kann der NF schnell folgen, ist ja nicht 
mechanisch... das klappert nicht so.
:-)

> Ich glabe, Du baust die AM1 nicht in die Schatulle,
> weil Du den auf 2Meg zu ändernden Widerstand nicht
> findest … geschweige denn die weiteren Änderungen
> hin bekommst.

Darius, ich dachte schon Sie hätten sich von der Trollkrankheit erholt.
Nun ja... ich seh's nicht so verbissen, schubweise kommt ja Grips durch.

Ich warte noch auf eine Beitragsfolge von Ihnen, wie Sie ja zugesagt 
haben.

Edi

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