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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik EWM Schweissgerät - Messer Griesheim


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Autor: Adi M. (mb700)
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Hallo liebe Kollegen,

Objekt der Begierde:
Messer Griesheim "integral inverter MIG 250 puls compact"
mit Innenleben von EWM

Zustand: es funktioniert teilweise
Stabelektrodenschweißen ohne Probleme

Allein es happert mit der Steuerung beim Schutzgasschweissen.

Vorläufige Diagnose eines Mitarbeiters einer 
Schweißgerätereparaturfirma: "es kommt aus dem Steuergerät nix raus und 
da krieg ich keine Teile mehr"

Naja, kann man so stehen lassen, es kommt zumindest das fürs 
Schutzgasschweißen nötige Signal nicht (vollständig) raus.

EWM macht keinen Support mehr. Gerät stammt aus den 90er Jahren.
Vorteil, keine SMD-Bauteile
Nachteil, die haben schon Software eingesetzt und es gibt nix mehr 
dafür.

Also Testaufbau selber machen. Oder selber neu programmieren, ....

Es scheint so was wie PROM-Bausteine in Sockeln auf den Steuerplatinen 
vorhanden zu sein. Sind aber Aufkleber drauf.

Werde demnächst die Platinen reinigen, alles wieder "geschmiert" 
zusammenbauen und einen Funktionstest machen.

Fragen: Hatte mal jemand schon den Wunsch solche PROMs aus dem Zeitalter 
auslesen zu wollen?
Wer kann da helfen? Wer hat Auslesegeräte/SW? Gibts noch so was zu 
kaufen?

Hatte mal jemand so ein altes EWM schon unter seinen Händen.
Mit welcher Info soll ich noch dienen?

Bitte nur sachdienliche Beiträge, alles andere wie "Schrott etc." 
vergeudet nur beiderseits Zeit. Und ist mir eh bekannt. Und, es hat sooo 
schöne rote Leuchtdioden.

Grüsse, Adi

Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Adi M. schrieb:
> Vorläufige Diagnose eines Mitarbeiters einer Schweißgerätereparaturfirma:
> "es kommt aus dem Steuergerät nix raus
Wie hat er das festgestellt? Gibt es einen Schaltplan für das Gerät?
> und da krieg ich keine Teile mehr"
Heißt auf gut deutsch: wir hätten da auch hübsche neue Geräte im 
Angebot. Und eigentlich habe ich auf dieses Ding keinen Bock.

Meine Erfahrung zeigt, dass nur in seltensten Fällen der Prozessor oder 
gar die PROMs Probleme machen. Meist ist es die Versorgung, die spinnt.

> es kommt zumindest das fürs Schutzgasschweißen nötige Signal nicht
> (vollständig) raus.
Oder es bewirkt nichts. Oder es wird gar nicht ausgelöst.

> Allein es happert mit der Steuerung beim Schutzgasschweissen.
Woran? Was wird nicht mehr angesteuert? Der ganze Rest funktioniert?

Autor: Rote T. (tomate)
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Hat's da zufällig Antifuse-PALs drauf, also PAL16L8 und Kollegen?

Hab mittlerweile auch 2 tote EWM WIG Sch(w)eissgeräte (billig gekauft, 
da tot), bei denen soweit ich das diagnostizieren konnte, immer jeweils 
die PALs verreckt sind. Hab die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben, 
dass mir noch eines Tages eins mit guten PALs über den Weg läuft und ich 
dann alle wieder hinbekomme.

EWM Schaltungen (zumindest von damals) sind übrigens in etwa so, 
Entwickler sucht sich ein paar exotisch, teure Bauteile aus, murkst 
damit eine Schaltung zusammen, kotzt das ganze aufs Board und lässt den 
2Layer Autorouter laufen.... Entsprechend schwierig ist's dann auch, 
rauszufinden, was die Schaltung eigentlich tun sollte, wenn sie nicht 
tut, was sie soll.

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Autor: mb700 (Gast)
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Erst mal vielen Dank für die Antworten die so rasch gekommen sind.


@ Lothar:   angeblich hat er es ausprobiert. Schaltplan gibt es keinen. 
Ich darf Herrn Pfeifer Marius, ein EWM-Mitarbeiter zitieren: "Es gibt 
für ihr Gerät keinen Support mehr"
Die restlichen Fragen kann ich noch nicht beantworten. Ich dachte auch 
schon daran die PROMS rauszunehmen und wieder einzustecken, von aussen 
schauen die Kontakte aber gut aus.

Es funktioniert das Einfädeln und das Einschleichen des Drahtes. Ich 
denke ich sollte mal alles zusammenbauen und es selbst ausprobieren. 
Aber die Idee mit "es wird nicht verwertet" gefällt mir gut.


@ rote Tomate: Bitte welche EWMs hast du?
Ich denke dass die Geräte von damals modular aufgebaut waren, sodaß die 
Steuerung eines "integral inverter MIG 300", die optisch von außen ganz 
anders aussieht durchaus verwendbar wäre. Zumindest suggeriert das die 
Bedienungsanleitung die ich habe. EWM hat für andere Anbieter einfach 
eine etwas anders aussehendes Bedienfeld gemacht, glaube ich.
Was die PALs muss ich erst mal suchen, ich hab die Platinen heut nicht 
dabei.

Dank an alle, es wird etwas dauern bis ich dazukomm weiter zu machen.
Gruß

Autor: H.Joachim S. (crazyhorse)
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Lothar M. schrieb:
> oder
> gar die PROMs Probleme machen.

Naja, da habe ich andere Erfahrungen. Hatte schon genug Eproms, die im 
Lauf der vielen Jahre schon mal das eine oder andere Bit vergessen 
haben.

Autor: Rote T. (tomate)
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mb700 schrieb:
> EWM hat für andere Anbieter einfach
> eine etwas anders aussehendes Bedienfeld gemacht, glaube ich.

Ist bei mir auch so, hab ein Merkle Insquare 250 und ein Oerlikon 
ADW254, da ist jeweils eine EWM Platine drin, TRSQW2 im Insquare und 
TRSQW im Oerlikon.
Beitrag "Schaltplan EWM TRSQW2 für Merkle Insquare 250W 350W, ESS SquareARC 351 WIG-Schweissgeräte"

Nur dass die im MIG die gleichen Platinen wie im WIG verbaut haben, ist 
sehr unwahrscheinlich. Aber das die Schaltung in manchen Sachen ähnlich 
(schrottig) ist und die gleichen Bauteile das zeitliche gesegnet haben, 
könnte durchaus sein.

Autor: mb700 (Gast)
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Also, es dürfte tatsächlich die Stromversorung gesponnen haben.

Ich habe zwei 330 Ohm Widerstände entdeckt, deren Kunststoffummantelung 
in Fetzen hing. Troptzdem konnte ich den Wert noch ablesen. Die beiden 
waren parallel geschaltet und 1% Widerstände.

Nach deren Ausbau lag deren Wert deutlich ausserhalb der 1%

Nach dem Einbau neuer Teile leuchten nun alle LEDs auf den 
Steuerplatinen.

Endgültiger Schweißtest steht noch aus, da niemand den O-Ring 4 x 1 für 
den Eurostecker lagernd hat. Und ich das Schutzgas nicht so in die Luft 
blasen möchte.

Autor: E. H. (emax)
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Ha, lacht das Tüftlerherz :-)

Freut mich!



Lass dann mal hören, ob der Schweißtest geklappt hat.

: Bearbeitet durch User
Autor: h7925294@wu.ac.at (Gast)
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Fein, dass ich damit jemanden erfreuen konnte :-)

O-Ringe 4 x 1 in NBR 70 gabs dann doch beim Gummihänder meines 
Vertrauens.

Möchte auch noch Werbung machen für Bohemia-Seals, dort hab ich via 
Bucht 10 Stück um 1,29 inkl Versand ruck zuck bekommen. Diese sind einen 
Tick stärker, so genau kann ich das mit der Schiebelehre nicht messen. 
Musste meinem Auge vertrauen. Eventuell dichten diese stärkeren sogar 
zuverlässiger ab.

Bin auch nicht sicher ob NBR 70 das geeignete Material ist. Da die Gase 
aber inert sein sollten, müsste es egal sein. Bin aber für jeden 
Materialtip dankbar.

Bei allen alten Ringen ist irgendwie die Außenhaut des O-Ringes sichtbar 
aufgeraut und kleine Fetzen hängen dran.

Hab daher die neuen Ringe mit Silikonfett benetzt. Wieder nehme ich an 
dass die inerten Gase da kein Problem machen. Ist ja kein Sauerstoff 
drinnen (Die armen Apollo-Astronauten).

Gas ist noch auf dem Weg, es sind noch knapp 1000 km laut 
Sendungsverfolgung.

Suche übrigens günstige 37mm Vorschubrollen für EWM für 1,0  1,2 und 1,6 
Draht. Muss noch genau schauen was alles an Drahtstärken fehlt.

Autor: h7925294@wu.ac.at (Gast)
Datum:

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Der Schweißtest ohne Gas hat funktioniert:

Einfädeltaste drücken, Vorschubmotor fädelte ein

Brennertaste gedrückt: Gebläse läuft an,

Vorschubmotor setzt sich mit Einschleichgeschwindigkeit in Bewegung

Einschleichgeschwindigkeit ist die eingestellte halbe 
Vorschubgeschwindigkeit

Als der Draht das Werkstück erreichte hat es gefunkt.

Ohne Gas, hab ich das Experiment natürlich gleich mal beendet.

Sternspritzer mach ich zu Weihnachten.

Vielleicht schweiße ich schon kommendes WE

Autor: E. H. (emax)
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> Der Schweißtest ohne Gas hat funktioniert

Supa!

Zwei Fragen:

1. Was haste für das Ding bezahlt?
2. Wo kaufst Du Dein Gas? 1000Km, so lang ist ja ganz Deutschland kaum? 
:-o

(Es sei denn, Du sitzt ganz woanders ...)

Autor: E. H. (emax)
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Achja: Der leidige Support. So leicht kickt man Kunden raus, "kauf was 
Neues" :-(

Ich habe selber auch ein EWM, ein Jahr alt. Früher hatte ich mal ein 
Fronius. Ich kann mir vorstellen, dass der Support dort länger hält, die 
bauen für die Industrie. EWM baut zwar auch wirklich tolle Geräte, zielt 
aber auf Handwerker und Konsumenten.

Das Fronius war damals ein Knaller. Das Modell (Bezeichnugn hab ich 
nicht parat) wird heute gebraucht teurer gehandelt als ich damals neu 
bezahlt hatte. Das hat seinen Grund, und vielleicht zahlt sich das auch 
bei Gebrauchtware aus.

Autor: mb700 (Gast)
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Servus an Alle,

bin aus Österreich, einen Steinwurf ausserhalb Wiens
300 inkl 300A MIG-Brenner, sonst nichts dabei

Bin auch nicht so der tiefe Elektronik-Experte. Da gibs einen Beitrag, 
da hat jemand mit Reverse-engineering die Logikbausteine entzaubert.

Zum Fronius, ja hab ich auch, aber nur die kleinen tragbaren Dinger. Der 
Rest ist unbezahlbar.

Habe in Wien eine Vertretung, wenn ich durch die Halle gehe bis ich zum 
Teileverkauf komme, ist es manchmal so als ob ich durch ein Museum gehe. 
Die Dinger sind so beliebt, dass sie offenbar gerne repariert werden. 
Naja, wieder keine Überraschung wenn die neuen so teuer sind. EWM kommt 
mir da nicht billiger vor.

Ich meine allerdings dass EWM ebenfalls in der Roboterschweißtechnik 
hoch aktiv ist und somit ebenso in der Industrie seinen Marktanteil hat.

Ich habe auch noch ein altes Pico 162 und Fronius 1500 Tig. Ich merke da 
keinen Unterschied, ja, gut, das F ist kleiner und leichter, aber sonst?

Das F ist eventuell etwas komplizierter zu zerlegen, weil als alles so 
kompakt gebaut ist. Ich habe beide zerlegt um sie zu reinigen und zu 
sehen ob irgendwas offensichtlich gemacht gehört.

Das EWM MIG 250 ist mir so über den Weg gelaufen und einen 
4-Motor-Vorschub ist schon was Feines im Vergleich zum ca 33 Jahre alten 
Cemont 160 vom Baumarkt. Und das ist ein Dreck im Vergleich zum EWM. 
Dennoch ich werde versuchen das kleine Cemont mit chinesischen Teilen 
wieder saloonfähig zu machen. Aber irgend ein Gerät muss funktionieren, 
damit ich die Rostlöcher an meinen Autos zuflicken kann. Erst nach 
langem Zögern habe ich mich entschlossen das Wagnis einzugehen, es hätte 
ja auch teurer Elektronikschrott sein können.

Autor: mb700 (Gast)
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@emax

Welche Schweißart(en) konnte das Fronius?
Vielleicht kannst ja mal rausfinden welche Type es war.

Niemals hätte ich ein Neugerät um den Preis eines Gebrauchtwagens 
erworben, das muss den Marketingstrategen aber auch klar sein.

Meiner Meinung nach machen funktionierende Altgeräte die allerbeste 
Werbung, weil kostenlos, für den Kauf von Neugeräten. Vorausgesetzt das 
Neugerät verdient seine Anschaffung wieder mehrfach zurück. Ansonsten 
wirtschaftlicher Schwachsinn.

Und es ist "nur" ein Schweißgerät, keine Modelleisenbahn oder was auch 
immer für ein Liebhaberobjekt.

Autor: E. H. (emax)
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> Welche Schweißart(en) konnte das Fronius?

WIG und E-Hand, ich glaube es hieß Magicwave 2200. Ich habs damals 
gekauft für 3k2 Euro, und 10 Jahre später für genau diesen Preis wieder 
verkauft. War ein 220A Gerät, ich habs auf dem Bau gebraucht. Atypische 
Verwendung, aber Materialdicken war egal: Es ging immer.

WIG hatte ich probiert, war auch ganz OK. Aber eingesetzt hatte ich es 
nur mit Elektroden. Ich hatte keine Ahnung von der Materie und damals 
nach dem Motto gekauft "viel hilft viel". Erst viel später wurde mir 
klar, was ich da für ein Schätzchen hatte.

Am Ende wars jedenfalls kein Verlust, und heute denke ich mir, hätteste 
besser behalten. Aber das EWM (Tetrix 230 AC/DC PULS) ist schon auch 
goil.

Autor: H.Joachim S. (crazyhorse)
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mb700 schrieb:
> Aber irgend ein Gerät muss funktionieren,
> damit ich die Rostlöcher an meinen Autos zuflicken kann. Erst nach
> langem Zögern habe ich mich entschlossen das Wagnis einzugehen, es hätte
> ja auch teurer Elektronikschrott sein können.

Ich nehme mal an, du meinst mit "teurer Elektronikschrott" erstmal das 
Schweissgerät selbst.
Aber am Auto trotzdem aufpassen, da kann man durchs schweissen auch 
Elektronikschrott produzieren :-)

Autor: Max M. (micro2)
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Hab auch ein altes ewm integral mig 500 plus. Doch irgendwie haut die 
ganze steuerung bzw bedienung nicht hin. Ich kann die lt. Beschreibung 
vorhandenen jobs nicht anwählen bzw passt die beschreibung/ 
bedienungsanleitung mit dem möglichlkeiten am gerät selbst nicht 
überein. Hatte das problem schon mal wer? Will das ding nicht 
"entsorgen"

Autor: mb700 (Gast)
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Servus,
hast du das Gerät schon offen? Sicherungen hinten am Gerät? anschauen
Ich tippe auf die Stromversorgung.
Suche die SPW2 oder Spw3 Baugruppe. Ist  außen am Inverter
Auf der müssen die roten Led leuchten. Wenn diese finster, dann schau 
dir die Widerstände in der Nähe der roten Würfel (=Trafos) an.
Bei mir waren die zu heiß geworden, Werte lagen außerhalb der 1% Grenze, 
daher blieben Leds finster. Steuerung ging mit neuen Widerständen dann 
wieder, es hat aber nochmal irgendwo eine Kleinigkeit.
Gruß

Autor: Max M. (micro2)
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ja..hab das Gerät schon offen und auch tlw. die Netzspannung und die 
Sicherungen geprüft. Muss mir noch den Zustand der LED's anschauen und 
genauer prüfen. Das seltsame ist, dass ein schweißen möglich ist....nur 
eben keine Einstellungen lt. Bedienungsanleitung möglich sind. Bei 
drpcken der Tasten steht im Display was völlig anderes als in der 
Anleitung.

Autor: mb700 (Gast)
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Es könnte eben sein, dass eine Versorgungsspannung für die Steuerung 
fehlt, dann kann es zu solchen Erscheinungen des Halbfunktionierens 
kommen.

Stand das Gerät längere Zeit? Wenn ja, Staub? Feuchtigkeit? --> 
Kontaktfehler? Mäusenest mit Mäusepisse?  etc.

Es gibt Meßpunkte auf der Sperrwandlerplatine SPW/2 mit Sollspannungen, 
bin selbst bei mir noch nicht dazugekommen nachzumessen

Habe noch zwei Widerstände auf meiner SPW2 entdeckt, deren Umhüllung 
gesprungen ist, aber noch nicht abgeblättert. Müsste die mal auslöten 
und messen ob die noch in der Toleranz sind. Immerhin ist meine Kiste 
schon ein viertel Jahrhundert alt :-)

Kannst ein Bild von der Steuerung hochladen?

Ist sicher, dass die Anleitung zum Gerät passt?

Autor: cwagner1gmx.at (Gast)
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Muss ich mir heut genauer ansehen. Bzgl. der einzelnen Messpunkte inkl. 
Sollspannungen hab ich sogar das Service Manual für die Steuerung bei 
mir herumliegen.
Anleitung selbst sollte zu dem Gerät passen...das Problem war das ich, 
als ich das Gerät gebraucht gekauft habe und noch keine Anleitung dazu 
hatte einfach mal an den Einstellungen herumprobiert habe und da 
anscheinend etwas verstellt habe. Früher stand am Display beim 
einschalten und hochfahren immer "Job-Nr. xxx" und ist hochgelaufen. 
Jetzt tuts das ganze leider nicht mehr. Ich kann mich erinnern, das beim 
vermutlichen verstellen irgendetwas von "Schreibe EEPROM", 
"Initialisiere" usw. am Display stand und es seither herumspinnt... aber 
im Prinzip ist eine "Initalisierung" und Rückssetzen aller Jobs auf 
Werkseinstellung möglich. Aber es sollt hat nach der Initialisierung 
trotzdem mit der Bedienungsanleitung übereinstimmen. Na mal 
schauen...vielleicht ist während der Initialiserung etwas abgeraucht und 
deshalb spinnt die Steuerung

Autor: mb700 (Gast)
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Aha, dann würde ich sagen, dass du versehentlich in den Expert-Modus 
geraten bist.
Wenn du die Service-Anleitung mitbekommen hast, dann sollte aus der 
ersichtlich sein wie du aus diesem Modus wieder raus kommst.
Bisher hatte ich vermieden freie Jobnummern mit einem eigenen 
Schweißparamtetersatz zu belegen(= schreibe EPROM), weil teilweise die 
Grundfunktionalität nicht gegeben ist.

Also glaube ich nach dem was du geschrieben hast, dass die Hardware 
deines MIG 500 Puls in Ordnung ist.

Findest du in deinen Unterlagen etwas vom Expert-Modus?

Autor: Max M. (micro2)
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Also nach heutigem testen kann ich sagen das die einzelnen platinen in 
ordnung sind. Led's leuchten entsprechend service manual und spannungen 
an den jeweiligen messpunkten passt auch. Somit vermute ich das einer 
der EPROM's der steuerung (masterplatine) hinüber ist....was das ganze 
nicht einfacher macht hinsichtlich fehlerbehebung

Autor: Max M. (micro2)
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Expert modus ist auch beschrieben....jedoch passen die schritte in der 
anleitung nicht mit der bedienung am gerät zusammen

Autor: mb700 (Gast)
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Also ich wäre da mal nicht so pessimistisch. Es gibt ja auch diesen 
Secure Mode und wer weiß noch alles.
Geht Modus umschalten mit der Jobtaste?
Bitte stell ein Bild von der Steuerung rein, von außen, sodass ich die 
Tasten gut lesen kann:
Hast du die "Betriebsanleitung Expertmodus für integral inverter MIG/MAG 
Schweißgeräte" Stand 23.3.1999     Art-Nr 099-004014-EWM00 ?

Diese hat laut Inhaltsverzeichnis 37 Seiten.

Autor: Max M. (micro2)
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anbei mal ein Foto von der Steuerung und die Bedienungsanleitung die ich 
mittlerweile zu dem gerät gesammelt habe - die Jobtaste gibt's bei 
meienr Steuerung nicht..hab die Integral Mig Progress. Theoretisch 
sollten die EPROM's bei den unterschiedlichen Schweißgeräten bzw, auch 
bei den Steuerungen die gleichen sei (siehe Service Manual)

Autor: mb700 (Gast)
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Schönes Gerät, meines ist genau das Gegenteil, somit das andere Ende der 
Klasse.

2mm Draht, geil, wie das der Vorschubmotor aushält :-)

Noch ein paar Ideen:
Was meint der kleine Aufkleber unter dem Hauptschalter, da ist nur 
"update" zu lesen.

Kann es sein, dass da mal Baugruppen getauscht wurden und gleich 
Software dazu, sodass es doch nicht zu deinen, allerdings eh sehr 
aktuellen Unterlagen, nicht passt?

Oder sind deine Unterlagen zu neu?

Welche Datumsangaben finden sich auf deinen Baugruppen? meist auf den 
Eproms zu lesen.

Der Knopf ganz links unten mit dem rechten Winkel und dem Vollkreis: 
macht der mehr als nur die LED darüber auszuwählen? Diesen hab ich in 
meiner Integral MIG Steuerung auch.

Kannst du MIG schweißen, so wie das Gerät grad auf dem Bild eingestellt 
ist?
Drahtvorschub mit Einschleichen und dann doppelt so schnellem Vorschub 
geht?

Autor: Max M. (Gast)
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Ja...drum will ich es auch wieder in Schwung bringen...hab noch gestern 
einen Kontakt gefunden, welcher auch ein defektes EWM mit gleicher 
Steuerung hat und mir seine Steuerung überlässt...eventuell lässt sich 
ja was retten.

Der Aufkleber mit "Update2.0" war auch meine erste Vermutung, das es 
damit was zu tun hat. Aber hier dürfte es sich nur mal um einen 
Baugruppentausch gehandelt haben bei welchem auch die Steuerungsplatine 
mit getauscht wird (siehe Service Manual).

Ja..kann damit schweißen. Es lässt sich auch der Drahtvorschub über den 
externen Drahtvorschubkoffer einstellen und verändern. Umstellen auf 
2-Takt, 4-Takt und Pulsfunktion geht auch..aber ich kann sonst keine 
Einstellungen vornehmen (Gasvorlauf, Gasnachlauf usw.) Irgendwie ganz 
seltsam eben.

Der Knopf mit dem Vollkreis ist zur Anwahl von Gasvor-/ -nachlauf. 
Drahtrückbrand usw. Geht aber auch nicht...es leuchtet zwar die 
entsprechende LED z.b. bei Gasvorlauf - aber im Display steht die 
Schweißspannung zum ändern/anpassen.

Weiß du welche Typennummern auf deinen EPROM's auf der Masterplatine 
draufsteht??

Autor: Adi (Gast)
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Ich habe eine andere Steuerung, am WE kann ich die Nummern ablesen, 
eventuell finde ich die Fotos früher.

Ja, es gibt den Beitrag von Tomate, der ist ganz nett und vor allem hat 
er den Willen UND die Ausrüstung bis ganz ins Detail zu gehen.

Irgendwo tippe ich doch noch auf ein kleines Stromproblem bei dir, weil 
eine Taste nur die LEDs schaltet aber die Anzeige nicht umspringt, so 
ich das richtig verstanden habe.

 Vielleicht hilft der Steuerungstausch, wenn nicht dann schau ob du auch 
die SPW probehalber tauschen kannst.
Welche SPW ist bei dir verbaut? Ich meine es gibt SPW-1 SWP-2 und SPW-3. 
Eins und zwei sind, soweit ich das angeschaut habe nicht kompatibel, ob 
2 und 3 austauschbar sind, weiß ich nicht.

Wenn du die SPW-2 hast und ausbaust, dann achte darauf dass der kleine 
Flachstecker an der dahinter liegenden Platine ganz oben gesteckt ist, 
ist er versehentlich einen Pin darunter gibts Fehlfunktionen. Umstecken 
beseitigt diese, es wird scheinbar nichts kaputt dabei. Gilt sicher für 
Mig250/300, eventuell ist das bei den MIG500 anders weil du dahinter 
eine leistungsangepasste stärkere Platine, (deren Type mir nicht 
einfällt) hast

Generell ist es ein Segen, dass sich hier EWM-affine Menschen finden, 
die die Kraft aufbringen das Gerät wieder zum Laufen bringen zu wollen 
:-)

Autor: Adi (Gast)
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Noch eine Idee zum Knopf:
Tastenprellen?  Knopf langsam, stärker schwächer etc. drücken, 
herumspielen halt

Autor: Max M. (micro2)
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Naja..um so ein 500A Schutzgasschweißgerät wärs ja echt 
schade...vorallem weil der Fehler ja behebbar ist, wenn auch nicht so 
einfach. Als Platine habe ich die SPW-2 verbaut.
Eventuell nochmals zur Klarstellung bzw. weil ich mich auch nicht 
eindeutig ausgedrückt habe. Bei jedem Tastendruck passiert 
etwas....entweder leuchtet eine entsprechende LED auf oder das Display 
springt um. Jedoch steht im Display nicht das, was stehen sollte (siehe 
oben). Somit sollten alle Teile mit Spannung versorgt sein....muss mir 
mal die EPROM's genauer ansehen und das Datenblatt dazu ausfindig machen 
und die Spannung direkt dort messen.
Für jede weitere Unterstützung wäre ich danbkbar.

Autor: Adi (Gast)
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Die Migomat 250i bis 450i, um 1995 herum, scheinen auch EWM-Derivate zu 
sein.

letzte Seite der Bed-Anl enthält konzentriert die Bedeutung der LED auf 
den Baugruppen.

Vielleicht hilfts ja

Gruß

Autor: Adi (Gast)
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vertippt:   250i bis 500i

Autor: Adi (Gast)
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Die Bedienung der Mig-O-Mat auf jeweils einer A4-Seite.

Autor: Adi (Gast)
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Bedienung der Mig-O-Mat mit der einfachen Steuerung.

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