Hallo, in dem anderen Thread zum Thema Punktschweißen habe ich ja
angekünduigt, dass ich ein paar Versuche machen werde und dazu einen
eigenen Thread eröffne.
Hier isser also ;-)
Zunächst zum Verständnis noch Zitate aus dem letzten Post im anderen
Thread:
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> PS: Der Thread hat mich veranlasst, langsam auch meinen "MOT-Punkter"> anzugehen, ich habe gerade den Trafo vorbereitet. Wobei das ein MOT der> nächst höheren Wattklasse ist, das Ding muss deutlich mehr als 2000W> geliefert haben.> Getestet hat er 1,05V/Wdg im Leerlauf und ich würde wahrscheinlich 10-15> Windungen des bekannten "Schweißkabels" einfädeln können. Viel Raum für> Experimente.> Im Leerlauf brummt er vernehmlich, aber nicht beängstigend.> Dazu würde ich dann bei Gelegenheit einen eigenen Thread aufmachen.>> Oups, gerade mal eingefädelt. Mein dickstes Kabel hat rund 95mm2, davon> gingen 5 Windungen rein. Das nächst dünnere hst nur rund 40mm2, da> würden etwa 10 Wdg. reingehen, da dessen Isolierung dünner ist.
........
Old P. schrieb:> Aus der W. schrieb:>>....>> Dann brauchst Du doch nur 2-3 Windungen, oder?>> Sehr wahrscheinlich. Ich habe aber Luft zum experimentieren.> Mal sehen was geht.>> Old-Papa
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Heute nun das ganze Geraffel unter Strom gestezt.
Zunächst noch Fotos vom Urzustand und mit einer Messwindung.
Dann hatte ich ja gestern schon 5 Windungen dieses 95mm2 Schweißkabels
reingequetscht, mehr geht nicht. Doch heute erst die Kabelschuhe
verquetscht. Ich hatte nur noch offene, also kam noch ein Stück
Kupferrohr darüber, schaden kann das nicht. Löten ginge auch (mit
Bunsenbrenner), doch gelötet hat minimal mehr Übergangswiderstand.
Also, 780A bei den 5wdg mit 95mm2 sind doch weniger als ich erwartet
hatte.
Zum Test 2 wdg runter genommen, da waren es nur noch 554A.... Aha....
Vielleicht doch mehr Windungen? Ok, ich habe ja noch ein paar Ringe gut
45 Jahre abgelagertes 40mm2 Kabel... Also los...
Davon gingen dann maximal 10 Windungen drauf, leider mit jämmerlichen
329A.
Weniger ist doch mehr? Nu denne, ein paar Windungen abgenommen.
Bei 7wdg hatte ich immerhin wieder 520A, bei 6wdg dann 537A. Mehr ging
aber dann nicht, bei noch weniger Windungen gingen die Ampere wieder
runter.
Ok, inzwischen bracht der Himmel ein, ich musste mich nach drinnen
verziehen (solche Versuche mach ich lieber im Freien) und zunächst ein
Kaffee....
Nachher gehts weiter
Old-Papa
Oups, das letzt Foto ist doppelt?
Old P. schrieb:> Vielleicht doch mehr Windungen?
Das erste Bild macht mich stutzig: Ist das nicht so ein ehemaliger
Hochdrucklampen-Stelltrafo mal gewesen, also so einer, wo man zum Strom
drosseln ein Stück Trafoblech-Paket per Schraubantrieb zwischen Primär-
und Sekundär eintauchen lassen konnte?
Wenn ja, dann vergiß es, ich hatte als Student vor ... naja, Schwamm
drüber - aus so einem Teil mir auch mal eine Punktschweiße bauen wollen.
Vergeblich!
Das Verhältnis Wickelraum zu Kernquerschnitt ist einfach falsch. Der
Kernquerschnitt für ne Punktschweiße ist verhältnismäßig riesig. Die
tragbaren Punktschweißzangen sahen früher etwa so aus wie 4..5 EI130B
Kerne (oder noch etwas größer) aneinandergereiht, 1 Sekundärwindung,
vorn die Zange und hinten der Handgriff mit dem Knackschalter. Hab
selber mit sowas schon mal geschweißt, läßt sich grad so tragen. Für
Fließbandarbeit hängt das Ding an einem federgespannten Seil an einem
Kranausleger.
W.S.
Und weiter gehts....
Zunächst noch der Versuch mit 4,5wdg und dem 40mm2 Kabel, das reichte
nur noch für 416A.
Also wieder das dicke Kabel drauf....
Diesmal nur 4wdg, die 5. ist schon Quälerei. (das Foto ist etwas falsch
beschriftet ;-)) Hier dann 977A, das klingt schon gut.
Bei alle dem habe ich ein älteres Messgerät verwandt, das habe ich mal
in einer ganzen Kiste Messgeräte erstanden. Sehr aufwändig, muss mal
schweineteuer gewesen sein (aus ca. 1989), hat viele Funktionen (sogar
Grafik für Sinuskurven), die ich mangels Handbuch nicht alle verhirne.
Es hat eine Spitzenstromfunktion (die habe ich bisher benutzt) und eine
normale Amperefunktion mit Hold-Taste, die habe ich ab jetzt benutzt.
Beide Funktionen zeigen etwas unterschiedliche Werte an, ob diese
überhaupt stimmen ist erstmal egal, mir ging es bisher ja nur um
Tendenzen (was passiert wenn...?).
Die 977A wurden im Einschaltmoment noch deutlich übertroffen, so etwa
1150A habe ich kurz gesehen. Dann allerdings wird das Kabel schon warm,
die Ampere singen logischerweise.
Bei dieser Aktion wurden primär 6,42A gezogen, es ist also noch Luft....
Alle Versuche habe ich übrigens an einer ca. 7 Meter 2,5mm2
Verlängerungsschnur gemacht.
Alle Messungen bisher sind komplett im Kurzschluss entstanden, dazu habe
ich beide Sekundärenden mit einer M10er Schraube verdengelt.
Doch jetzt der finale Test: Dazu beide Kabelenden mit einer M6er
Schraube ungefähr 70mm lang verschraubt. Das freie Stück in der Mitte
war etwa 50mm lang. Zunächst kurzer test, Schraube raucht und glimmt....
Nu denne, volle Möhre!
Das war zu viel, sie hat nach ca. 10 Sekunden komplett aufgegeben und
ist langsam verloschen.
Als Punktschweißtrafo wird das allemal gehen, zumindest bis etwa 2x
1,5mm Blech.
Meine große Zange geht bis etwa 2x 3mm, sie wiegt aber auch knapp 30kg.
Ich hatte noch eine supergroße, doch die wog ohne Steuerung schon 170kg,
die habe ich verschrottet (Fehlkauf)
So, ich werde mir mal Gedanken machen, wie ich das mechanisch angehe.
Zumindest will ich auch in ganz kleine Ecken kommen, was mit meiner
großen nicht wirklich geht.
Kommt Zeit, kommen Ideen...
Old-Papa
W.S. schrieb:> Das erste Bild macht mich stutzig: Ist das nicht so ein ehemaliger> Hochdrucklampen-Stelltrafo mal gewesen, also so einer, wo man zum Strom> drosseln ein Stück Trafoblech-Paket per Schraubantrieb zwischen Primär-> und Sekundär eintauchen lassen konnte?
Nein, das Ding soll aus einer Mikrowelle einer Großküche sein. Die
meisten MOTs habe auch heute noch diese permanent eingeschobenen Bleche
zur Strombegrenzung.
Im Youtube kannst Du viele Zerlegeorgien sehen.
> Das Verhältnis Wickelraum zu Kernquerschnitt ist einfach falsch. Der> Kernquerschnitt für ne Punktschweiße ist verhältnismäßig riesig. Die> tragbaren Punktschweißzangen sahen früher etwa so aus wie 4..5 EI130B> Kerne (oder noch etwas größer) aneinandergereiht, 1 Sekundärwindung,> vorn die Zange und hinten der Handgriff mit dem Knackschalter.
Kenn ich, der Trafo der oben genannten 170kg Möhre liegt noch hier, kann
ich zeigen. Es soll ja auch keine Punktschweißzange für das Grobe
werden, dafür habe ich eine. Mir geht es eher um die feineren Dinge und
gelegentlich auch mal um Akkus zu punkten....
> Hab> selber mit sowas schon mal geschweißt, läßt sich grad so tragen. Für> Fließbandarbeit hängt das Ding an einem federgespannten Seil an einem> Kranausleger.
Ja, habe ich alles noch hier: Balancerring und Aufhängung, nur der
eigentliche Federbalancer ist sauteuer.
Hier noch ein Foto der 27kg-Zange mit Größenvergleichsnormal ;-) Der
komplette Restaurationsbericht ist in der CNC-Ecke zu finden.
Old-Papa
Oha...
Der Punk schweißt und die Ampere singen.... was man manchmal für
komische Sachen schreibt ;-)
Old P. schrieb:> Nein, das Ding soll aus einer Mikrowelle einer Großküche sein.
Die Maße hast du bisher nicht gepostet. Wie soll man sich das
anhand der Bilder sonst vorstellen und auf eigene andere Kerne
adaptieren?
Dr.Who schrieb:> Die Maße hast du bisher nicht gepostet. Wie soll man sich das> anhand der Bilder sonst vorstellen und auf eigene andere Kerne> adaptieren?
Ok, ich geh noch mal runter...
Ein Anhaltspunkt ist schonmal das Fluke, dessen Größe ist ja bekannt ;-)
Old-Papa
So, hier mal schnell gezeichnet. +/- 1mm
Moin
Deine Primärwicklung sieht, im Verhältnis zum Wickelraum, sparsam
bemessen aus.
Die Kopplung ist aufgrund der nebeneinander angeordneten Wicklungen auch
nicht so wie sie bei einem Punktschweißtrafo sein sollte...
Mit optimaler Anordnung sollte der erreichbare Strom 50% größer
ausfallen.
Versuche doch mal die Primärwicklung in die Mitte zu rücken und die
Schweißwicklung hälftig nach links und rechts zu verteilen.
MfG
Old P. schrieb:> Also wieder das dicke Kabel drauf....
Der Drahtwiderstand kostet Leistung.
Also gilt es diesen zu verringern.
Ich empfehle Dir "Super Lautsprecherleitung" von Knoll.
Die hat übrigens einen so hohen Leitwert, dass man sich die
Vierleitermessung schenken kann. Der Glaube versetzt Berge.
LG
old.
Armin X. schrieb:> Moin>> Deine Primärwicklung sieht, im Verhältnis zum Wickelraum, sparsam> bemessen aus.> Die Kopplung ist aufgrund der nebeneinander angeordneten Wicklungen auch> nicht so wie sie bei einem Punktschweißtrafo sein sollte...> Mit optimaler Anordnung sollte der erreichbare Strom 50% größer> ausfallen.> Versuche doch mal die Primärwicklung in die Mitte zu rücken und die> Schweißwicklung hälftig nach links und rechts zu verteilen.
Nö, wozu? Klar, die Primärwicklung könnte mit dickerem Draht besser
sein, doch mir reicht, das Ergebnis vollauf.Ich könnte primär auch neu
wickeln, doch dann muss ich den Kern zersägen.
@old,
noch mal, wozu? Für den angedachten Zweck sollte das allemal reichen,
für mehr habe ich ja anderes Schweißzeugs ;-)
Das Ding soll für kleine, sogar filigrane Gehäuse und auch mal für
Akkupacks sein, dass sollte mit dem erreichbaren Strom locker machbar
sein.
Die Stromwerte müssen so auch nicht stimmen, meine neuere Stromzange hat
gerade mein Sohn. Wenn die wieder hier ist, mach ich 2-3 neue Messungen.
Doch so dolle sollten die Abweichungen nicht sein.
Das Kabel wird auch noch zur Hälfte verkürzt, bisher hatte ich rund 2
Meter außerhalb stehen gelassen. Das wird schon....
Old-Papa
Aus der W. schrieb:> Das war ein Witz in Anspielung auf einen alten Giftzahn.> Kennst Du den Grundig-Knoll etwa nicht?
Nö... Habe wohl nichts verpasst ;-)
Den Draht der Primärwicklung kann ich leider nicht sehen, das ist alles
vergossen bzw. vacuumgetränkt. Etwa 1mm wird das sein und eine neue
Wicklung wäre kein Problem (mach ich bei der Größe auf der Drehmaschine
bei etwa 30U/Min.) Doch es müsste der Kern aufgeschnitten werden....
Im Original waren mehrere Sekundärwicklungen drauf (s. Fotos) und an der
Primärwicklung war ein größerer Kondensator verlötet. Danach hatte ich
vor Jahren (hier?) mal gefragt, Antwort war sinngemäß "ergibt zusammen
mit der Spule eine Resonanz auf 50Hz" 8-O) Möglich ist alles, doch es
muss auch nicht stimmen.
Old-Papa
Tany schrieb:> Ich staune nur, warum die "Trafosexperten" von anderem Thread noch nicht> zu Wort gemeldet haben....
Kommt noch.... Oder Theorie trifft Praxis....
Es ist aber wie immer, so ganz unrecht hat die Theorie sicer nicht. Die
Physik bleibt in Theorie und Praxis immer gleich, wenn man die richtigen
Schlussfolgerungen zieht. (liege ich mitunter auch falsch)
Old-Papa
Old P. schrieb:> Das Kabel wird auch noch zur Hälfte verkürzt, bisher hatte ich rund 2> Meter außerhalb stehen gelassen. Das wird schon....
Denke ich auch. Dann bekommst Du mit weniger Windungen mehr Strom.
LG
old.
könnte man evtl noch ein paar Ampere heraus holen,
wenn man auf die Montageeisen verzichten würde?
Das Zeugs ist ja nicht gerade Trafoblech.
Ich glaub, dass es darin ganz gut wirbeln dürfte
● J-A V. schrieb:> könnte man evtl noch ein paar Ampere heraus holen,> wenn man auf die Montageeisen verzichten würde?>> Das Zeugs ist ja nicht gerade Trafoblech.> Ich glaub, dass es darin ganz gut wirbeln dürfte
Nun, den Teil der Theorie würde ich in den Bereich der akademischen
Diskussion und Wirkungen verschieben wollen ;-)
Bei jedem Trafo mit Befestigunsblech, den ich bisher kennen gelernt
habe, war das immer irgendwelches Blech, nie Dynamoblech. Ginge auch
nicht, durch den hohen Siliziumanteil im Dynamoblech ist das Zeugs sehr
spröde, der Trafo würde runter fallen.
Im Übrigen wird das ganze Gehäuse aus Stahlblech gefertigt (zumindest
Grundplatte und Vorderseite mit den Schweißarmen), was wäre da mit
Wirbelströmen?
Old-Papa
Aus der W. schrieb:> Old P. schrieb:>> Das Kabel wird auch noch zur Hälfte verkürzt, bisher hatte ich rund 2>> Meter außerhalb stehen gelassen. Das wird schon....>> Denke ich auch. Dann bekommst Du mit weniger Windungen mehr Strom.>> LG> old.
2m bei 95 qmm macht gerade ca. 0,40 mOhm aus.
wenn du aus 2m Kabel 2x2 Windungen machst, reduziert der Widerstand auf
0,1 mOhm
Old P. schrieb:> Bei jedem Trafo mit Befestigunsblech, den ich bisher kennen gelernt> habe, war das immer irgendwelches Blech, nie Dynamoblech
schon klar, aber Du willst doch eigentlich
möglichst viel herausausholen und man fährt Schweisskisten
per Kurschluss an die Grenze.
Hier im Test einzig durch den M6-Widerstand begrenzt,
im Endeinsatz durch Zange und Werkstücke.
In der Tat würde ich versuchen,
den Trafo nicht direkt aufs Bodenblech zu schrauben,
sondern vielleicht noch mal'n Zentimeter frei lassen
und zur Befestigung etwas aus Kunststoff versuchen
-Schrauben oder Gewindestangen aus Nylon
Jedes A zählt ;)
● J-A V. schrieb:> schon klar, aber Du willst doch eigentlich> möglichst viel herausausholen und man fährt Schweisskisten> per Kurschluss an die Grenze.
Will ich gerade nicht, dafür habe ich ja eine große Zange und noch
einige weitere Schweißgeräte (Mig/Mag, Wig, E-Hand, Plasmabrenner und
sogar noch Autogen ....)
> Hier im Test einzig durch den M6-Widerstand begrenzt,> im Endeinsatz durch Zange und Werkstücke.
"Zange" eher nicht, das habe ich (im Kopf) schon so konstruiert, dass
dort fast nichts verloren geht. Darf auch nicht, das wird dann seeeehr
warm.
> In der Tat würde ich versuchen,> den Trafo nicht direkt aufs Bodenblech zu schrauben,> sondern vielleicht noch mal'n Zentimeter frei lassen> und zur Befestigung etwas aus Kunststoff versuchen>
Der Trafo wiegt geschätzt rund 6-8kg, den spax ich nicht mit Nylon an
;-)
Mit Abstand vielleicht, vielleicht die ganze Bodenplatte auch aus
Pertinax.
Old-Papa
Update:
Hier als Beispiel die Innenansicht eines industriellen Punkters der
Monsterklasse (von einem befreundeten Bauschlosser). Beide Wicklungen
teilweise getrennt auf einem LL-Kern (der in wirklich nur ein Ii-Kern
ist), ein Teil der Primärwicklung ist unten auf dem sekundärem Schenkel.
Die Streuverluste waren entsetzlich, ich habe ewig an den
Primärwicklungen "gefeilt" um den halbwegs hart zu bekommen.
Der ist auch in einem kompletten Stahlgehäuse und auch mit
Stahlbefestigungen.
Old P. schrieb:> Hier als Beispiel die Innenansicht eines industriellen Punkters der> Monsterklasse
Ist ja sogar eine Röhre drin. :-)))
Mit den Blechfüssen ist alles in Ordnung.
Bei Dir sind sogar die Schrauben isoliert.
LG
old.
Aus der W. schrieb:> Ich empfehle Dir "Super Lautsprecherleitung" von Knoll.> Die hat übrigens einen so hohen Leitwert, dass man sich die> Vierleitermessung schenken kann.
Genau, da ist "Super-Kupfer" drin. Das leitet viieel bessser
als normales Kupfer. Zum Thema: man sollte mal mit dem bekannten
Querschnitt und Länge den Widerstand ausrechnen und mit dem be-
kannten Strom in Beziehung setzen. Vermutlich wird der Höchststrom
mindestens zur Hälfte durch den Wicklungswiderstand bestimmt.
hinz schrieb:> Old P. schrieb:>> Klar, die Primärwicklung könnte mit dickerem Draht besser>> sein,>> Gleichstromwiderstand und Magnetisierungsstrom gemessen?
Gemessen ja, doch nicht aufgeschrieben. Aus dem Gedächnis: ca. 2-3 Ohm
und ca. 200mA
Kann ich ja noch mal messen....
Old-Papa
Aus der W. schrieb:> Ist ja sogar eine Röhre drin. :-)))
Ein Thyratron! Röhrenfreaks bezeichnen das niemals als "Röhre" ;-)
Sowas, aber in der Kilowattklasse habe ich auch noch im Doppelpack
liegen, sogar mit Ansteuerröhre.
Wer die möchte, -> Mail. Aber schonmal die Wasserleitung legen, die
Monster sind wassergekühlt.
Old-Papa
Old P. schrieb:>> Gleichstromwiderstand und Magnetisierungsstrom gemessen?>> Gemessen ja, doch nicht aufgeschrieben. Aus dem Gedächnis: ca. 2-3 Ohm> und ca. 200mA>> Kann ich ja noch mal messen....
Ist völlig plausibel, und für den Zweck angemessen.
Und deine Versuche zeigen ja wie wichtig ausreichender Querschnitt der
Sekundärwicklung/leitung ist.
Old P. schrieb:> interessante Tabellen
Kurzschlußstrom 740A
Leerlaufspannung 6,8V
gibt einen Ri von 9,2mOhm
Also bekommt er 3,4V*3,4V/9,2mOhm = 1258VA
da bestenfalls heraus.
LG
old.
Aus der W. schrieb:> Old P. schrieb:>> interessante Tabellen>> Kurzschlußstrom 740A> Leerlaufspannung 6,8V>> gibt einen Ri von 9,2mOhm>> Also bekommt er 3,4V*3,4V/9,2mOhm = 1258VA> da bestenfalls heraus.>> LG> old.
Schau Dir mal alle Videos an.... Der Hammer sind die selbst mit Messing
ausgegossenen Zangenarme! Er hat im Part 6 noch ein paar Trafoversuche
gemacht, wahrscheinlich mit anderem Kern, der kommt mir plötzlich größer
vor.
Zumindest schweißt das Ding nicht schlecht.
Old-Papa
Old P. schrieb:> Er hat im Part 6 noch ein paar Trafoversuche> gemacht
Und bestätigt genau das, wofür ich im anderen Thread
von hinz dumm angemacht wurde.
Weniger Primärwindungen mit entsprechend dickerem Draht
bringen mehr Leistung.
Ich selbst habe keine Verwendung für so ein Gerät.
Schweiße mit Schutzgas. In ein Blech ein Loch bohren
und dieses auffüllen, gibt doch auch eine Punktschweißung
oder?
LG
old.
Aus der W. schrieb:>> Und bestätigt genau das, wofür ich im anderen Thread> von hinz dumm angemacht wurde.> Weniger Primärwindungen mit entsprechend dickerem Draht> bringen mehr Leistung.
Das ja, doch schau seine Tabellen an, es gibt immer einen optimalen
Punkt, danach gehts wieder abwärts. Ist ja auch meine Erfahrung
sekundärseitig.
> Ich selbst habe keine Verwendung für so ein Gerät.> Schweiße mit Schutzgas. In ein Blech ein Loch bohren> und dieses auffüllen, gibt doch auch eine Punktschweißung> oder?
Nun, das kann ich auch, doch punktschweißen hat gerade im Gehäusebau
viele Vorteile. Weniger Wärme, weniger Verzug, es geht viel schneller
und man braucht diese blöde Schweißhaube nicht.
Mit meiner großen Zange habe ich auch schon filigran Gehäuse gearbeitet,
doch leider kommt man mit dem Ding nicht richtig in die Ecken. Und ein
Akkupack geht damit nur einmal ;-)))
Old-Papa
Aus der W. schrieb:> Weniger Primärwindungen mit entsprechend dickerem Draht> bringen mehr Leistung.
Du hast es immer noch nicht verstanden: Nur solange der Kern nicht in
Sättignung geht.
Wenn auf dem Originaltrafo eine weitere Wicklung mit großem Kondensator
drauf war, dann war das gleichzeitig ein magnetischer
Spannungskonstanter, um die Anodenspannung zu stabilisieren (für
Magnetrons wichtiger als für Senderöhren).
Ich kenne sowas vom Heiztrafo für Senderöhren.
Gruß - Werner
Old P. schrieb:> Das ja, doch schau seine Tabellen an, es gibt immer einen optimalen> Punkt, danach gehts wieder abwärts. Ist ja auch meine Erfahrung> sekundärseitig.
Das Ohmschegesetz wird ja nicht ausgehebelt. Viel Spannung = viel Ohms
in der Spule, wenig Spannung = (zu) viel Ohms im Objekt.
Um so mehr Kupfer (nicht Windungen) im Trafo, desto größer der Bereich
in dem es gut funktioniert. Einfach so testen, wird also nicht viel
bringen. Das sollte dann schon dem Praxiseinsatz möglichst nahe kommen.
Die zufällige Primärwicklung, macht das natürlich nicht unbedingt
einfacher.
Werner H. schrieb:> Wenn auf dem Originaltrafo eine weitere Wicklung mit großem Kondensator> drauf war, dann war das gleichzeitig ein magnetischer> Spannungskonstanter, um die Anodenspannung zu stabilisieren (für> Magnetrons wichtiger als für Senderöhren).> Ich kenne sowas vom Heiztrafo für Senderöhren.>> Gruß - Werner
Aha! Ich hätte zwar schwören können, dass das Ding an der Primärwicklung
war, doch Sinn ergibt es dort eher nicht. Ich habe den damals abgelötet
und mir "gemerkt" wo er war, doch Murphy hat sich vielleicht auch
gemerkt... ;-)
Zumindest erklärt das eventuell auch, warum da mehrere Wicklungen drauf
waren (vergleiche Detailbild weiter oben) Ganz außen wohl die
Heizwicklung, dann die feinen Drähte der Hochspannung und in der Mitte
die "Stabi-Wicklung"?
Letztlich auch egal, mich hatte ja nur Primär und der Kern interessiert.
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Teo D. schrieb:> Das Ohmschegesetz wird ja nicht ausgehebelt. Viel Spannung = viel Ohms> in der Spule, wenig Spannung = (zu) viel Ohms im Objekt.> Um so mehr Kupfer (nicht Windungen) im Trafo, desto größer der Bereich> in dem es gut funktioniert. Einfach so testen, wird also nicht viel> bringen. Das sollte dann schon dem Praxiseinsatz möglichst nahe kommen.> Die zufällige Primärwicklung, macht das natürlich nicht unbedingt> einfacher.
Stimmt, aber mit dieser Primärwicklung kann ich erstmal leben.
Old-Papa
Old P. schrieb:> Aus der W. schrieb:>>>> Und bestätigt genau das, wofür ich im anderen Thread>> von hinz dumm angemacht wurde.>> Weniger Primärwindungen mit entsprechend dickerem Draht>> bringen mehr Leistung.>> Das ja, doch schau seine Tabellen an, es gibt immer einen optimalen> Punkt, danach gehts wieder abwärts. Ist ja auch meine Erfahrung> sekundärseitig.
Du machst da eine Leistungsanpassung. Die hat ein Maximum.
LG
old.
Aus der W. schrieb:> Wieviel Strom fließt den im Leerlauf?
Mist, die Fotos wollte ich vorhin schon posten...
Also ich habe noch etwas gemessen und gewogen.
Ruhestrom 0,33A
Voller Sekundärkurzschluss 9,5A (also mehr als ich gestern mit der Zange
gemessen hatte)
Gewicht 9,5kg.
Old-Papa
Harald W. schrieb:> Aus der W. schrieb:>>> Du machst da eine Leistungsanpassung. Die hat ein Maximum.>> Ja, bei Ri = Ra. Aber wie gross ist Ra bei einer Punktschweisszange?
Real wohl jedes mal etwas anders, zumindest im Handbetrieb. Im
Automobilbau, prozessgesteuert und mit exakt immer gleichem Materialien
sieht das wohl berechnenbarer aus.
Hier doch der Widerstand der Primärspule.
Old-Papa
Aus der W. schrieb:> Old P. schrieb:>> Ruhestrom 0,33A>> Zu wenig.> Welche Spannungen misst Du an den Abgriffen?>> LG> old.
Warum zu wenig?
Müsste ich mal machen....
Old-Papa
Stelltrafo und eine variable Ohmschelast würde für die Eckdaten
ausreichen.
Etwas vereinfacht:
http://www.energie.ch/messungen-an-transformatoren
Frag mich aber nichts genaueres. Ist 40J her und habs nur 1x im Leben
gebraucht, vor ~38J. :)
Old P. schrieb:> Warum zu wenig?
Weil das eine Auslegung für Dauerbetrieb ist,
die zu viele Windungen pro Volt benötigt.
Genaueres findest Du im Nachbarthread …
LG
old.
Aus der W. schrieb:> Weil das eine Auslegung für Dauerbetrieb ist,> die zu viele Windungen pro Volt benötigt.
Nein, das hat nichts mit Dauerbetrieb zu tun.
> Genaueres findest Du im Nachbarthread …
Nur ist es Unsinn.
hinz schrieb:>> Genaueres findest Du im Nachbarthread …>> Nur ist es Unsinn.
Leute! Kloppt euch bitte im Nachbarthread ;-)
Hier nun noch die Spannungen der Primärseitenanzapfungen. Das ist eine
ganz normale Anzapferei um 110, 115, 220 und 240V AC anzuhäkeln. 240
sind exotisch, aber für 230V geht das gut. Klar, ich könnte auf die
220er Anschlüsse gehen und hätte vielleicht 10% mehr Leistung, doch das
mach ich nur wenn nichts mehr geht.
Bald habe ich mein halbes Elektroniklabor in der Garage....
Hier also noch ein paar Werte zur Induktivität (sekundär offen und
kurzgeschlossen)
Da das Ding schonmal da und genauer ist, auch damit noch den reinen
ohmschen Widerstand primär gemessen.
Nun liegen aber fast alle Werte vor ;-)))
Old-Papa
Old P. schrieb:> Hier also noch ein paar Werte zur Induktivität (sekundär offen und> kurzgeschlossen)
Ziemlich viel Streuinduktivität wegen der ungünstigen
Wicklungsverteilung.
@hinz
"Man beachte, dass Uprimär von außen an die Primärspule angeschlossen
wird und eine fest vorgegebene Kurvenform wie Rechteck oder Sinus
besitzt. Uind wird dagegen vom sich ändernden Magnetfeld erzeugt, eine
Reaktion auf eine Änderung des Magnetfeldes. Im Regelfall sind beide
Spannungen fast gleich und nur der Unterschied ΔU = Uprimär - Uind ist
ausschlaggebend für den Betrieb der Primärspule.
Etwas unphysikalisch kann man auch so argumentieren: Die Primärspule ist
wie jede andere Induktivität ein konservatives Element und „versucht“,
das einmal vorhandene Magnetfeld beizubehalten:
„Will“ ein externer Strom das Magnetfeld verstärken, wird sofort
eine Gegenspannung (das ist das Minuszeichen der obigen Formel) erzeugt,
die den Stromanstieg bremst.
„Will“ ein externer Strom das Magnetfeld abschwächen, wird sofort
eine Mitspannung erzeugt, die einen zusätzlichen Strom erzeugt, der so
gerichtet ist, dass das Magnetfeld verstärkt wird (Lenzsche Regel)."
https://de.wikibooks.org/wiki/Physikalische_Grundlagen_von_Transformatoren#Betrieb_mit_eingepr%C3%A4gter_Spannung
hinz schrieb:> Old P. schrieb:>> Hier also noch ein paar Werte zur Induktivität (sekundär offen und>> kurzgeschlossen)>> Ziemlich viel Streuinduktivität wegen der ungünstigen> Wicklungsverteilung.
Mag sein, ist mir aber wurscht ;-)
Wie heißt es bei den Medizinern immer so schön: "Wer heilt hat Recht"
Also, wenn es funktioniert, nicht abbrennt oder abhebt, dann ist alles
in bester Ordnung.
Alles Weitere wäre eine akademische Diskussion, ich bin eher ein Mensch
der Praxis.
Als Nächstes kommt der mechanische Part. Material dafür ist gesichtet
und fehlendes im Zulauf, Bleistiftskizzen liegen bereit. Mehr braucht
Mensch nicht ;-)
Old-Papa
Ich habe eine Messung an einem 120VA 220V Trafo gemacht.
Um auf 0,5A im Leerlauf zu kommen, benötige ich primär
300V. Die Sekundärspannung steigt proportional.
Du würdest also mit einer passenden Primärwicklung
die Leistung nahezu verdoppeln!
(Was hinz schreibt ist damit definitiv falsch.)
LG
old.
Was war das denn für eine Löschaktion.
Einen harmlosen Technikbeitrag von mir hat es erwischt.
Das macht mir so keinen Spaß hier.
Falls jemand den Thread vor der Löschaktion gesichert
hat, bitte via email an mich.
(Adresse ganz unten im Profil auf meinem Blog.)
Old P. schrieb:> Hallo, in dem anderen Thread zum Thema Punktschweißen habe ich ja> angekünduigt, dass ich ein paar Versuche machen werde und dazu einen> eigenen Thread eröffne.
Bitte sei mir nicht böse. Klare Ansage:
Ich bin aus diesem Thema raus bis Du mindestens
2A @230V primär im Leerlauf hast und die Drahtstärke
so gewählt hast, dass die Primärwicklung zumindest
die Hälfte bis 2/3 vom Wickelraum einnimmt.
LG
old.
Aus der W. schrieb:> mindestens 2A @230V primär im Leerlauf hast
Hm...
2A sicherlich bißchen viel aber die Richtung stimmt schon. Ich würde
versuchsweise bis 1A erhöhen.
Sekundär wären, meiner Meinung nach, 2 Windungen reichen.
Beim Nachbarthread sind die Wicklungen definitiv nicht geeignet für
kurze große Entnahme von Energie.
Aus der W. schrieb:> Was war das denn für eine Löschaktion.> Einen harmlosen Technikbeitrag von mir hat es erwischt.> Das macht mir so keinen Spaß hier.> Falls jemand den Thread vor der Löschaktion gesichert> hat, bitte via email an mich.> (Adresse ganz unten im Profil auf meinem Blog.)
Nun, wenn sinnlose Beiträge gelöscht werden, dann erwischt es manchmal
auch ein paar Zeilen besseren Textes, wenn man sich auf Sinnlosposts
bezieht. Geht mir nicht anders, ist auch ok so.
> Bitte sei mir nicht böse. Klare Ansage:> Ich bin aus diesem Thema raus bis Du mindestens> 2A @230V primär im Leerlauf hast und die Drahtstärke> so gewählt hast, dass die Primärwicklung zumindest> die Hälfte bis 2/3 vom Wickelraum einnimmt.
Dann ist das so...
Vielleicht bossel ich das Dingens noch auseinander, doch wahrscheinlich
nicht heute und morgen. Ich habe auch noch einige Dutzend andere Trafos
im Regal, ähnliche Baugröße. Vielleicht findet sich da besseres.
Vielleicht, vielleicht.... Noch habe ich keine Not ;-)
Old-Papa
● J-A V. schrieb:> genau, mal an "2L" hängen.>> das muss fetzen muss das ;)
"2L" meint an 400V?
Das wäre dann wirklich der Porschekiller ;-)
Old-Papa
PS: Im Moment hat das Pause, ich repariere gerade einen Plasmaschneider
(SNT Totalausfall)
Old P. schrieb:> "2L" meint an 400V?
Ja.
> Das wäre dann wirklich der Porschekiller ;-)
Mit etwas Glück verhindert der Leitungsschutzschalter den Wicklungstod.
> PS: Im Moment hat das Pause, ich repariere gerade einen Plasmaschneider> (SNT Totalausfall)
Viel Erfolg!
Tany schrieb:> Old P. schrieb:>> SNT Totalausfall>> Dafür sind auch viele Experten hier im Forum unterwegs! :-)
Sicher, doch das Ding tut wieder.
2 IGBTs Kurzschluss, VIPer 20A tot, Widerstand der
Einschaltstrombegrenzung explodiert....
Statt 2 sind jetzt 4 IGBTs drin (war schon so vorbereitet), VIPer
erneuert, Widerstand auch, nun schneidet das Ding wieder bis zu 10mm
Blech.
Ein Problem war nur der fehlende Schaltplan, ich musste das ganze
Geraffel erst verhirnen.
Mein Schlosser ist glücklich (neue Platine sollte rund 700 Euro kosten)
ich bekomm das Material für den Punkter, wie das so ist unter
Freunden...
Kann also mit dem Punkter weiter gehen.
Old-Papa
hinz schrieb:> Old P. schrieb:>> Statt 2 sind jetzt 4 IGBTs drin (war schon so vorbereitet)>> Du hast aber schon NPT-IGBTs verwendet?
Nein, viel besser: NüNü-IGBTs aus orginal Mondkristallen!
Was Besseres gibbet nich ;-)
Old-Papa
Old P. schrieb:> hinz schrieb:>> Old P. schrieb:>>> Statt 2 sind jetzt 4 IGBTs drin (war schon so vorbereitet)>>>> Du hast aber schon NPT-IGBTs verwendet?>> Nein, viel besser: NüNü-IGBTs aus orginal Mondkristallen!> Was Besseres gibbet nich ;-)
Alles klar, du weißt gar nicht von was ich rede. Murks ruhig weiter.
Old P. schrieb:> Nein, viel besser: NüNü-IGBTs aus orginal Mondkristallen!> Was Besseres gibbet nich ;-)
Wurden die von den "Bären", die laut Nachbarthread auf dem Mond
ausgesetzt wurden, gebaut?
hinz schrieb:> Alles klar, du weißt gar nicht von was ich rede. Murks ruhig weiter.
Ja, ich weiß was Du da faselst. NPT = NPT (Non-Punch-Through) = Positive
VCE (ON) Temperature co-efficient. Und für die Praxis: Die kann man
"problemlos" parallel schalten.
IRGP4068 waren drin, IRGP4068 sind jetzt drin. was fällt Dir auf?
So, nun beruhigt? Du bist nicht der Einzige hier mit etwas Verstand....
(doch Du zeigst von Deinen Projekten hier rein gar nichts, bist
wahrscheinlich eh nur ein bla-bla-Schreibtischtäter)
Und weiter mit meinen Tests.
Seit heute habe ich mein geliebtes Extech EX845 zurück, also noch ein
paar Tests.
Vorher habe ich auf die 220V-Anschlüsse am Trafo umgelötet, wobei die
Zuordnung der Lötösen für mich zunächst nicht logisch war. Also habe ich
die Induktivitäten bei verschiedenen Varianten durchgeklingelt, da fand
sich dann eine logische Zuordnung (rund 260mH). Zur Sicherheit noch das
große Stelltrafomonster vom Hängeboden gewuchtet und langsam
aufgeregelt. Bei 230V zieht der Trafo jetzt rund 0,5A und beide brummen
knurrig (am Stelltrafodisplay abgelesen, die Zange zeigt noch Null an)
;-), die Primärspule bleibt aber kalt.
Dann wieder in bekannter Art sekundär kurz geschlossen und Power-On
(nein, er hängt nicht mehr am Stelltrafo)
Im Peak werden jetzt 1234A gemessen, real wieder um die 990A. Unter Last
liegen direkt am Trafo noch 233,6V an (ich vermutete Spannungsabfall auf
der relativ langen Zuleitung)
Primär werden Peak über 20A gemessen, in Dauer dann 14,6A.
Testweise habe ich wieder sekundär eine halbe Windung mehr und weniger
getestet, bei beiden Varianten sinkt der Kurzschlussstrom auf etwa 850A
ab. Im Leerlauf liegen jetzt rund 3,3V sekundär an.
Ich lass das zunächst so, nun geht es an die Mechanik. Ein paar
Materialien dafür sind heute gekommen, den Rest wuppt "mein" Schlosser.
;-)
Old-Papa
Harald W. schrieb:> Wurden die von den "Bären", die laut Nachbarthread auf dem Mond> ausgesetzt wurden, gebaut?
Frag mal Hinz, der weiß doch immer alles... ;-)
Old P. schrieb:> Du bist nicht der Einzige hier mit etwas Verstand....
Ich zweifele nur bei manchen daran.
> (doch Du zeigts von Deinen Projekten hier gar nichts...)
Wozu auch.
Old P. schrieb:> aufgeregelt. Bei 230V zieht der Trafo jetzt rund 0,5A und beide brummen> knurrig (am Stelltrafodisplay abgelesen, die Zange zeigt noch Null an)
Du kannst 10 Wdg Litze um Deine Zange wickeln und schon hast Du
zehnfache Genauigkeit. :-)
> die Primärspule bleibt aber kalt.
Ein Grossteil des Magnetisierungsstroms ist wohl Blindstrom.
> Im Peak werden jetzt 1234A gemessen, real wieder um die 990A.
Hört sich doch schon ganz gut an.
Old P. schrieb:> Der Mann hat genau mein Humor, hat sich offenbar auch kurz verrannt und> interessante Tabellen. Sein Trafo ist ziemlich genau so groß wie meiner
Der hat den Trafo aber zerlegt und eine den Anforderungen entsprechende
Primärwicklung eingebaut die am Ende über die ganze Trafobreite geht was
die Kopplung der 140mm² Sekundärwicklung enorm verbessert.
Die Anordnung der Wicklungen deines Trafos ist dagegen ja schon die
Vorstufe zu einem Streufeldtrafo... ;-)
Armin X. schrieb:>> Der hat den Trafo aber zerlegt und eine den Anforderungen entsprechende> Primärwicklung eingebaut die am Ende über die ganze Trafobreite geht was> die Kopplung der 140mm² Sekundärwicklung enorm verbessert.> Die Anordnung der Wicklungen deines Trafos ist dagegen ja schon die> Vorstufe zu einem Streufeldtrafo... ;-)
Ja, das weiß ich (inzwischen) auch. Das Zerlegen wollte ich ja unbedingt
vermeiden.
Ich schau mal, was ich an Cul im Regal habe, wenn irgendwas um die
1,6-2mm dabei ist, dann überlege ich mir das ;-) Zurzeit ist 1,25er Cul
verbaut, wenn ich richtig gemessen habe.
Eine neue Primärwicklung hat nur Sinn, wenn sie mehr Kupfer und ein paar
Windungen weniger hat. Über die ganze Trafobreite kann ich ja dann auch
machen.
Aber eigentlich habe ich ja keine Not, für kleine Punktereien sollte das
Dingens auch so gehen.
Old-Papa
Armin X. schrieb:> Die Anordnung der Wicklungen deines Trafos ist dagegen ja schon die> Vorstufe zu einem Streufeldtrafo... ;-)
Es war ja auch ein Streufeldtrafo.
Old P. schrieb:> Auch die Punktschweisstrafos?
Nein. Die sind extrem kompakt und mit guter Kopplung gebaut um möglichst
viel Kurzschlußstrom heraus zu kitzeln.
Viele haben dazu eine lange Bauform um einen möglichhst breiten
Kupferkörper(mit integrierter Wasserkühlung) und größtmöglichem
Querschnitt als Sekundärwicklung durchzubringen.
Ein Schweißtrafo zum Elektrodenschweißen mit Streufeld ist dagegen extra
so gebaut, dass der (Primär)Strom, und damit auch die Leistung, im
Kurzschlußfall nicht durch die Decke geht.
Ein Schutzgasschweißgerät ist dagegen eher als Spannungssteifes Gerät
mit nur wenig Spannungsabfall beim Stromanstieg konstruiert.(Kein
Streujoch im Kern)
Ich habe erst ein 400A Schutzgaschweißgerät geschlachtet. Das hatte für
die Primärseite eine geteilte, aus ca 4 x 5mm starken Flachdraht
bestehende Primärwicklung die beiderseits der Sekundären Wicklung (ca 40
x 1,5mm Kupfer) angeordnet waren.
Den Trafo habe ich vor dem Zerlegen mal testweise einphasig an einem mit
32A abgesicherten 230V Anschluß in Betrieb genommen(eine Phase und N vom
dicken Anschluß in der Garage). Beim Kurzschließen hat es dann auch nur
kurz und heftig gebratzt, dann war die Netzsicherung durch... Die
Leerlaufspannung lag zuvor bei ca 30V.
Old P. schrieb:> Ich schau mal, was ich an Cul im Regal habe, wenn irgendwas um die> 1,6-2mm dabei ist, dann überlege ich mir das ;-)
Notfalls auch 2-4 1mm-Durchmesser-Drähte parallel - wenn man will.
Harald W. schrieb:> Old P. schrieb:>>> Und Ja, die meisten klassischen Schweißtrafos sind Streufeldtrafos.>> Auch die Punktschweisstrafos?
Bitte keine Scherzfragen. :) Als Entwickler wird man keinen Trafo
größer, schwerer, teurer machen, als nötig - wäre aber die Folge.
Mein Ansatz wäre übrigens (anges. d. angeblich hohen Lagerbestands)
die Verwendung eines zweiten, möglichst identischen Trafos parallel,
wenn es mir um wirklich deutlich mehr Strom ginge.
Man kann zwar mit geringerer L_p (bzw. L_m) ein klein wenig mehr
aus einem Kern herausholen - aber dieser Unterschied wäre mir zu
unbedeutend, es sei denn daß grade ein paar wenige % I_max fehlten.
Mag sein, daß bei einem MOT Kern durch eine Anpassung auf festere
Kopplung (was hier eben "Komplettumbau" bedeutet) was zu holen ist.
Mit dem Gedanken habe ich auch schon gespielt, nur noch nie so ein
passendes Teil (aus Gaststätte o.ä.) bekommen. Das Wickelfenster
ist (befreit) auch schön groß, da paßt dickes Zeug rein - super.
Aber bitte mach' die L_p nicht gleich so klein, wie manche hier
empfehlen - auf 1/4 verringern (bzw./= 120V~ Wicklung) ist Käse.
Im Vergleich zu RF-Ferrittrafos werden die für 50Hz um einiges
näher an der Sättigungsflußdichte (dauer-)betrieben. Zwar schon
ein Stück von tiefer Sättigung entfernt, aber eben nicht weit.
Du hast ja Stelltrafo etc., und wirst sicher hier mitteilen,
inwieweit schlußendlich "L_p(opt)" von "L_p(orig" differiert.
Viel Erfolg bei dem Teil, F. B.
Ahh, jetzt eben habe ich nochmal das erste Bild des Startbeitrages
genauer angeschaut.
War das womöglich ein Trafo mit einem großen MP-Kondensator an einer
Wicklung? Dann war das so ein "Spannungskonstanthalter" die waren trotz
der im Verhältnis zur Leistung großen Bauform mit einer kleinen
Primärwicklung ausgestattet.
Im Bild oben übrigens eine Hälfte der angesprochenen Primärwicklung die
nur, eben gemessene, 3 x 4mm stark ist und etwa 84 Windungen aufweist.
Gruß Armin
Harald W. schrieb:> Old P. schrieb:>>> Und Ja, die meisten klassischen Schweißtrafos sind Streufeldtrafos.>> Auch die Punktschweisstrafos?
Nein, natürlich nicht ;-)
@Armin,
hättest Du den ganzen Thread gelesen, dann wüsstest Du, dass fast alls
was Du schreibst schon diskutiert wurde.
Und Ja, ich kenne auch die Bauformen von Punktschweißtrafos, ich hatte
schon einige in den Fingern. Auch Fotos gibt es davon hier im Thread ;-)
Und noch mal Ja, auch mit wassergehühlter Wicklung steht einer in meiner
Werkstatt, auch das schrieb ich schon.
Old-Papa
FB schrieb:>...> Mein Ansatz wäre übrigens (anges. d. angeblich hohen Lagerbestands)> die Verwendung eines zweiten, möglichst identischen Trafos parallel,> wenn es mir um wirklich deutlich mehr Strom ginge.
Genau das habe ich gestern, beim "Umstapeln" meiner Trafos auch
überlegt.
Es finden sich dort zwei exakt gleiche Trafos mit etwa EI135er Kern,
nicht verschweißt, doch mit etwas kleineren Wickelfenstern. Die zurzeit
verwendete Kupferleitung würde nicht mehr durch passen (habe ich aber
noch nicht versucht). Andererseits hängen in der Werkstatt noch einige
Ringe Kupferflachdraht in etwa 3x5mm glasgewebeisoliert, welche
allerdings sehr störrisch sind.
Davon 6-8 parallel würde sich mit viel Kraft machen lassen. Es könnte
sogar nur eine "Windung" reichen, dann könnte man sogar 10-15 parallel
nehmen.
Nur: ich bin dann mit der Schweißleistung in der Region meines
vorhandenen Punkters, müsste mir ernsthaft Gedanken um Zwangskühlung
machen und die Kiste wird deutlich schwerer.
> Man kann zwar mit geringerer L_p (bzw. L_m) ein klein wenig mehr> aus einem Kern herausholen - aber dieser Unterschied wäre mir zu> unbedeutend, es sei denn daß grade ein paar wenige % I_max fehlten.
Etwas würde bei meinem Kern aber noch gehen, nur ich müsste ihn
zersägen, da verschweißt.
Das wäre natürlich machbar und wenn ich passenden Draht für primär
finde, dann mach ich das auch.
Ich bau das Gestell/Gehäuse heute (morgen, übermorgen...) auf, etwas
größer um noch Platz für Experimente zu haben.
Old-Papa
Nimm doch 4mm-Lautsprecherkabel (manchmal im Schrott zu finden), die
sind sehr flexibel und leicht durch ein enges Fenster fädelbar, wenn man
das PVC vorher einfettet. Und dann Wickelstränge wahlweise parallel
schalten. Für Kurzzeitbetrieb müßte die PVC-Isolierung genügen.
Ich habe hier EI190-Trafos für 11V und 210A (!) mit 10% ED. Die
Sekundärwicklung ist aus Kupferblech. Die Wickelarbeit war bestimmt sehr
mühsam. Die Trafos wurden zum Aufheizen eines Grafitrohres auf 2600 °C
für einige Sekunden benutzt, hat funktioniert. Blöderweise ist alles
lackiert und demnach schwer zerlegbar.
Könnte ich abgeben.
Gruß - Werner
Armin X. schrieb:> Im Bild oben übrigens eine Hälfte der angesprochenen Primärwicklung die> nur, eben gemessene, 3 x 4mm stark ist und etwa 84 Windungen aufweist.
Die insgesamt 168 Windung werden wohl auch zum Kernquerschnitt passen.
Werner H. schrieb:> Nimm doch 4mm-Lautsprecherkabel (manchmal im Schrott zu finden), die> sind sehr flexibel und leicht durch ein enges Fenster fädelbar, wenn man> das PVC vorher einfettet. Und dann Wickelstränge wahlweise parallel> schalten. Für Kurzzeitbetrieb müßte die PVC-Isolierung genügen.
Warum soll ich? Wenn Du alles gelesen hast....
Ich habe noch etwas dünneres und viel weicheres 40mm2 Kabel da. Davon
4-5 parallel würde wohl gehen.
Wenn nichts passt, PVC entfernen und mit Glasseide- oder Kaptonband
umwickeln (oder beides).
Mein erster (wirklich funktionierender) Schweißtrafo war ein uriges
Monster, gedacht für Kraftstrom konnte ich ihn eher mit Lichtstrom
betreiben (sonst Blech durch, bis ca. 6mm Elektrode hat der gewuppt) Für
diesen habe ich Blitzableiterdraht (ca. 12mm Aludraht, weich) mit
Glasseideband stramm umwickelt. Die rund 30 Windungen waren eine
fürchterliche Frickelei, aber mit dem Ding konnte ich meine ersten
Schweißarbeiten durchziehen (zunächst sein eigener Wagen)
Und da ich immer Fotos habe, so auch von diesem Möppel (nur Außen)
In der Werkstatt muss noch irgendwo ein Reststück vom umwickelten Alu
herumgammeln (muss mal suchen, ist gut 40 Jahre her ;-)
(Ihr seht, an Großtechnik mangelt es eher nicht -))
Old-Papa