mikrocontroller.net

Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Physikalische Größen und Einheiten in der Schule


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Markus (Gast)


Bewertung
13 lesenswert
nicht lesenswert
Mal eine kurze Frage an die Eltern unter Euch:
9. Klasse Gymnasium Niedersachsen, Physiklehrer erklärt den Schülern, 
sie mögen ohne Einheiten rechnen und diese am Endergebnis 'anhängen', 
also z.B.
anstatt
50 V * 2 A = 100 W

schreiben die Schüler
50 * 2 = 100 W

Ist das heutzutage so üblich? Zwar kann ich mich gut erinnern, wie sehr 
uns Schüler damals der Einheitenfetischismus der Lehrer auf den Senkel 
ging, aber daß mittlerweile darauf größtenteils verzichtet wird, da 
rollen sich mir die Zehennägel auf...

von Christian M. (Firma: magnetmotor.ch) (chregu) Benutzerseite


Bewertung
-7 lesenswert
nicht lesenswert
So Buchstaben verwirren nur! Die reinen Zahlen ergeben ja dasselbe! Man 
darf die jungen Leute nicht überfordern!

Gruss Chregu

von Nick M. (muellernick)


Bewertung
12 lesenswert
nicht lesenswert
Markus schrieb:
> schreiben die Schüler
> 50 * 2 = 100 W

Da hat irgendwer was vergessen. Und zwar die Einheitenrechnung.
Würde man schreiben 50 * 2 = 100 [V * A = W] dann wäre es i.O.

Aber so? Das ist ein Verbrechen. Der Lehrer gehört im Kultusministerium 
hingehängt und dann umgeschult auf Genderwissenschaftssimulant.
Ich würde mich da echt beschweren und Konsequenzen einfordern.

von VoM (Gast)


Bewertung
5 lesenswert
nicht lesenswert
Ich ziehe die Diskussion gerade mit meiner Tochter + Mathelehrer durch.
(Der Lehrer ist ne Vollh...)

Es gibt nichts wichtigeres als mit Einheiten zu rechnen.
Wir ziehen das gerade in Prozentrechnung durch.

Warum?
Ich sehe schon bei den Einheiten, ob ich falsch rechne.
Dann noch etwas Verständnis dazu, welche Größenordnung im Ergebnis raus 
kommen sollte und Fehler sind schon fast nicht mehr möglich.

Aktueller Stand: Fehler und Tochter wollen es beide nicht so recht 
verstehen.

von HKN (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Christian M. schrieb:
> So Buchstaben verwirren nur! Die reinen Zahlen ergeben ja dasselbe! Man
> darf die jungen Leute nicht überfordern!
>
> Gruss Chregu

An einem Gymnasium sollte man schon so einiges fordern. Ich finde 
außerdem, wenn die Einheiten nicht mit angehängt werden, fördert das in 
keinster Weise das Verständnis - z.B. bei der Berechnung einer 
Geschwindigkeit: Aus 100 km / 1 h werden auch ja 100 km/h.

von Guest (Gast)


Bewertung
-16 lesenswert
nicht lesenswert
Christian M. schrieb:
> Man darf die jungen Leute nicht überfordern!

Klar du bringst deine Kinder bestimmt auch Freitags zum demonstrieren 
für die Zukunft....
Es gehört einfach dazu mit Einheiten zu rechnen, allein schon zur 
Kontrolle ob die Gleichung stimmt wenn ich Watt erwarte und es kommen 
V/A oder sowas raus weiß ich da passt was nicht. Genau so ist es 
sinnvoll von wichtigen Einheiten die SI Einheit zu kennen.
Und dann wenn sie ihr Abi geschenkt bekommen haben gehen sie zur Uni und 
wundern sich. Da fragt keiner mehr ob das arme Kind vielleicht wegen 
Faulheit überfordert ist.

von A. S. (achs)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Ohne Einheiten rechnen ist eine Sünde. Mit Einheiten rechnen überfordert 
die Lehrer. Deshalb der pragmatische Weg, der es für viele einfacher 
macht und für die, die das später brauchen (Handwerker, MINT-Studenten), 
schwieriger.

So wie lesen durch schreiben es für viele einfacher macht, außer für 
jene, die sich nach der Grundschule schriftlich ausdrücken wollen.

von A. S. (achs)


Bewertung
8 lesenswert
nicht lesenswert
Guest schrieb:
> Klar du bringst deine Kinder bestimmt auch Freitags zum demonstrieren
> für die Zukunft....

Dir ist schon klar, dass Du und Chregu einer Meinung seid? Andernfalls 
Ironiedetektor kalibrieren.

von Guest (Gast)


Bewertung
-11 lesenswert
nicht lesenswert
A. S. schrieb:
>>
>
> Dir ist schon klar, dass Du und Chregu einer Meinung seid? Andernfalls
> Ironiedetektor kalibrieren.

Ich bin unempfänglich für Ironie ;)
Ich bin für die Einführung eines Ironie Smileys im Forum.

von mh (Gast)


Bewertung
8 lesenswert
nicht lesenswert
Guest schrieb:
> Klar du bringst deine Kinder bestimmt auch Freitags zum demonstrieren
> für die Zukunft....

Ist das jetzt abwertend gemeint?

Wenn ich Kinder hätte, würd ich mit ihnen zusammen demonstrieren gehen 
...

von Harald W. (wilhelms)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
HKN schrieb:

> Aus 100 km / 1 h werden auch ja 100 km/h.

Wenn man die Einheitenrechnung weglässt, werden daraus schnell 100kmh.

: Bearbeitet durch User
von Guest (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
mh schrieb:
> Ist das jetzt abwertend gemeint?

Ja ist es! Ich kann dir auch sagen warum. Viele von denen die da hin 
gehen, gehen da hin weil sie nicht zur Schule müssen. Wenn das Samstags 
wäre und so viele würden da hin gehen dann währe ich beeindruckt.

Versteh mich nicht falsch ich habe nichts gegen Demonstranten und ich 
bin auch dafür daß sich was ändert in der Hinsicht.

Sie sollten Freitags lieber zur Schule gehen und was lernen und Samstag 
oder Sonntag für sowas demonstrieren. So schaden sie sich nur selber. 
Den Lehrer interessiert nämlich nicht ob sie alles an Stoff durch 
bekommen. Und am Ende ist das Geschrei wieder groß, dass das Mathe Abi 
so schwer war und Sachen dran kamen die angeblich nicht im Unterricht 
waren. Und bei uns stehen Studienanfänger im Vorkurs die nicht wissen 
wie man mit sinus oder cosinus einen Winkel ausrechnet...

von Udo S. (urschmitt)


Bewertung
5 lesenswert
nicht lesenswert
mh schrieb:
> Wenn ich Kinder hätte, würd ich mit ihnen zusammen demonstrieren gehen

Dem stimme ich zu.

Harald W. schrieb:
> Wenn man die Einheitenrechnung weglässt, werden daraus schnell 100kmh.

Siehe die vielen "A/h" in diversen Threads hier im Forum :-)

von Wolfgang (Gast)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Nick M. schrieb:
> Würde man schreiben 50 * 2 = 100 [V * A = W] dann wäre es i.O.

Aber nur, wenn man die DIN 1304 völlig ignorier und das für i.O. 
befindet.

In der DIN 1304 steht "[..]" für die Maßeinheit einer Größe, also
z.B. [U]=V oder [I]=A.

von Harald W. (wilhelms)


Bewertung
4 lesenswert
nicht lesenswert
Guest schrieb:

> Sie sollten Freitags lieber zur Schule gehen und was lernen

Z.B. die Einheitenrechnung. :-)

von Thorsten H. (teeage)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Christian M. schrieb:
> Man darf die jungen Leute nicht überfordern!

Smiley vergessen?

von Udo S. (urschmitt)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Guest schrieb:
> Versteh mich nicht falsch

Ok das hatte ich tatsächlich, sorry.

Guest schrieb:
> Wenn das Samstags
> wäre und so viele würden da hin gehen dann währe ich beeindruckt.

Da hast du recht.

von Harald W. (wilhelms)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Udo S. schrieb:

> Siehe die vielen "A/h"

Aha.

von Udo S. (urschmitt)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Wolfgang schrieb:
> In der DIN 1304 steht

Ich glaube nicht dasss die DIN (oder ISO) im Lehrplan vorkommt und 
ausserdem haben die Schulen keine Exemplare, weil bei uns ja ein 
Monopolist sich an den Normen unverschämt bereichern darf.
Das gibts nicht mal in der erzkapitalistischen USA.

von Odo (Gast)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Typisches Trollthema, damit die ganzen µCNet-Spießer sich mal wieder 
echauffieren können. Na ja, es ist ja Winter.

von Georg M. (g_m)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Markus schrieb:
> anstatt
> 50 V * 2 A = 100 W
>
> schreiben die Schüler
> 50 * 2 = 100 W
>
> Ist das heutzutage so üblich?

Ja, das ist richtig.
In technischen Anwendungen darf man mit mA, kOhm, mV, µH, µF, mAh, km/h, 
Liter/Minute etc. rechnen und muss das alles merken und berücksichtigen. 
In der Physik befreit man sich von diesen unnötigen Schwierigkeiten, und 
alle Einheiten sind dann automatisch richtig.

von mh (Gast)


Bewertung
5 lesenswert
nicht lesenswert
Guest schrieb:
> Ja ist es! Ich kann dir auch sagen warum. Viele von denen die da hin
> gehen, gehen da hin weil sie nicht zur Schule müssen. Wenn das Samstags
> wäre und so viele würden da hin gehen dann währe ich beeindruckt.

Wo ist der Unterschied zu Streiks von Verdi, IG Metall und Co?

Guest schrieb:
> Sie sollten Freitags lieber zur Schule gehen und was lernen und Samstag
> oder Sonntag für sowas demonstrieren. So schaden sie sich nur selber.

Und wenn sie am Samstag demonstrieren würden, wäre das allgemeine 
Interesse noch geringer. Stell dir mal vor, Lehrer oder Kindergärtner 
würde am Samstag streiken. Wer würde etwas an deren Arbeitsbedingungen 
ändern? Erst wenn die Eltern leiden, wird sich was ändern. Schüler haben 
keine Möglichkeit andere mit ihrem Streik zu schaden.

Guest schrieb:
> Versteh mich nicht falsch ich habe nichts gegen Demonstranten und ich
> bin auch dafür daß sich was ändert in der Hinsicht.

Genau den Satz, habe ich schon so oft gehört. Und ich habe es noch 
niemandem geglaubt. Nachbarn, Verwante und Kollegen, die diese Meinung 
vertreten fahren alle ausnahmslos SUVs.

Guest schrieb:
> Und am Ende ist das Geschrei wieder groß, dass das Mathe Abi
> so schwer war und Sachen dran kamen die angeblich nicht im Unterricht
> waren. Und bei uns stehen Studienanfänger im Vorkurs die nicht wissen
> wie man mit sinus oder cosinus einen Winkel ausrechnet...

Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Wer in der Schule 
lernen will, schafft das auch an den restlichen 4 Tagen + Freizeit. Wer 
nicht lernen will, findet immer ne Ausrede. Schule schwänzen oder in der 
Schule Däumchen drehen ist keine neue Erfindung.

von A. S. (achs)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
mh schrieb:
> Wo ist der Unterschied zu Streiks von Verdi, IG Metall und Co?

Dort verzichten die Streikenden auf ihren Lohn. Da Schüler keinen Lohn 
bekommen hinkt der Vergleich vielleicht.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


Bewertung
5 lesenswert
nicht lesenswert
Markus schrieb:
> anstatt
> 50 V * 2 A = 100 W
>
> schreiben die Schüler
> 50 * 2 = 100 W

Ja, das ist natürlich völlig falsch.

Anstatt

  50 V · 2 mA = 100 mW

würden die Schüler dann wohl schreiben:

  50 · 2 = 100 mW

Da 50 · 2 = 100 W und gleichzeitig 50 · 2 = 100 mW ist, muss

  100 W = 100 mW

sein. Cool, wenn ein 100W-Gerät nur noch 100mW verbraucht. Wenn wir auf
diese Weise unseren Energieverbrauch auf 1/1000 reduzieren, braucht es
auch keinen Friday for Future mehr, und die Kinder können in der Schule
wieder mehr lernen, bspw. den richtigen Umgang mit Einheiten :)

Die Webseite der Baden-Württembergischen Lehrerinnenfortbildung steht
übrigens auch für niedersächsische Lehrer offen:

  https://lehrerfortbildung-bw.de/u_matnatech/physik/gym/bp2004/fb3/modul4/4_rechnen/6_selbst_mat/muster.html

Hier wird die Einheitenarithmetik noch konsequent von Anfang bis Ende
durchgezogen. Das ist zwar etwas mehr Schreibarbeit, deckt aber auch so
manchen Umformungsfehler oder vergessene Einheitenkonvertierung auf. Die
Einheiten einfach wegzulassen ist Schlamperei, und die müssen die Kinder
nicht schon in der Schule lernen.

von mh (Gast)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
A. S. schrieb:
> mh schrieb:
>> Wo ist der Unterschied zu Streiks von Verdi, IG Metall und Co?
>
> Dort verzichten die Streikenden auf ihren Lohn. Da Schüler keinen Lohn
> bekommen hinkt der Vergleich vielleicht.

Ja, sie bekommen keinen Lohn, wenn sie nicht arbeiten. Sie können aber 
Streikgeld bekommen. Den Beitrag den man der Gewerkschaft zahlt, kann 
man ja durch eine erstreikte Lohnerhöhung ausgleichen.

von Harald W. (wilhelms)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Guest schrieb:

> Sie sollten Freitags lieber zur Schule gehen und was lernen
> So schaden sie sich nur selber.

Ich habe mich schon mal gefragt, was wohl passiert, wenn am Freitag
der Dreisatz durchgenommen wird und am Montag eine Mathearbeit nur
mit Dreisatzaufgaben geschrieben wird.

von Tobias B. (Firma: www.elpra.de) (ttobsen) Benutzerseite


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
A. S. schrieb:
> Dort verzichten die Streikenden auf ihren Lohn. Da Schüler keinen Lohn
> bekommen hinkt der Vergleich vielleicht.

Man geht arbeiten um Lohn und zur Schule um Bildung zu erhalten. Der 
streikende AN verzichtet auf Lohn, der streikende Schueler auf Bildung. 
Wieso soll da der Vergleich hinken?

von Guest (Gast)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Georg M. schrieb:
> In der Physik befreit man sich von diesen unnötigen Schwierigkeiten, und
> alle Einheiten sind dann automatisch richtig.

Also mein Physik Professor hat Punkte abgezogen wenn man keine Einheiten 
hatte ;)

Und egal im welchem Fachgebiet wir uns befinden, Einheiten sind nie 
verkehrt. Wenn du schon 20 Jahre damit arbeitest mag das nebensächlich 
sein als Schüler ist es allein zur Selbstkontrolle und für das 
Verständnis wichtig. Wurde hier glaube ich schon ein paar Mal erwähnt.

mh schrieb:
>...

Da sag ich jetzt nichts dazu. Ich vergleiche nicht Äpfel mit Birnen. Und 
ob du mir irgendwas glaubst ist mir sowas von egal, aber um dein 
Gewissen zu beruhigen ich fahre keinen SUV ;)

von mh (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Harald W. schrieb:
> Guest schrieb:
>
>> Sie sollten Freitags lieber zur Schule gehen und was lernen
>> So schaden sie sich nur selber.
>
> Ich habe mich schon mal gefragt, was wohl passiert, wenn am Freitag
> der Dreisatz durchgenommen wird und am Montag eine Mathearbeit nur
> mit Dreisatzaufgaben geschrieben wird.

Das gleiche, was zu meiner Schulzeit passiert wäre. Ein Teil der Schüler 
hätte keine Probleme, weil sie den Dreisatz auch ohne ihn in der Schule 
zu lernen verstehen. Ein Teil würde durchfallen, weil sie den Dreisatz 
niemals verstehen werden. Ein Teil würde am Wochenende lernen und der 
Rest würde so oder so nicht lernen.

von Guest (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Harald W. schrieb:
> Ich habe mich schon mal gefragt, was wohl passiert, wenn am Freitag
> der Dreisatz durchgenommen wird und am Montag eine Mathearbeit nur
> mit Dreisatzaufgaben geschrieben wird.

Popcorn für die Lehrer und Taschentücher für die Schüler? :D

Aber sie haben doch Samstag und Sonntag genug Zeit um den Stoff im 
Selbststudium nach zu holen.

von AVR (Gast)


Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
Guest schrieb:
> Aber sie haben doch Samstag und Sonntag genug Zeit um den Stoff im
> Selbststudium nach zu holen.

Selbststudium??? Viele Studenten können mit diesem Wort nichts anfangen 
und dann sollen die Schüler es machen?😂😂😂😂

von Alter Sack (Gast)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
AVR schrieb im Beitrag #6043074:
> Selbststudium??? Viele Studenten können mit diesem Wort nichts anfangen
> und dann sollen die Schüler es machen?😂😂😂😂

Gibt es den mittlerweile keine Hausaufgaben mehr für die Schüler?
Bei uns war es Gang und Gebe einzelne Kapitel aus dem Physikbuch als 
Hausaufgabe durch zuarbeiten.

von Udo S. (urschmitt)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Alter Sack schrieb:
> Bei uns war es Gang und Gebe einzelne Kapitel aus dem Physikbuch als
> Hausaufgabe durch zuarbeiten.

Man verklärt gerne seine eigene Vergangenheit, je länger desto mehr.
Die Schlagwörter sind: Retromanie, Nostalgie.

Beitrag #6043129 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Marten Morten (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bevor ich mich mit einem Lehrer individuell herumschlagen würde, was 
steht im Lehrplan?

Wenn da 10 * 2 = 20 W steht hat man verloren, da der Lehrer formal 
seiner Pflicht nachkommt und sich an den Lehrplan hält. Er sitzt am 
längeren Hebel, Diskussionen mit ihm sind zwecklos.

Wenn im Lehrplan 10 V * 2 A = 20 W steht kann man dem Lehrer über den 
formalen Beschwerdeweg einen Scheitel ziehen. Dazu muss man ebenfalls 
nicht individuell mit dem Lehrer streiten.

von Guest (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
AVR schrieb im Beitrag #6043074:
> Selbststudium??? Viele Studenten können mit diesem Wort nichts anfangen
> und dann sollen die Schüler es machen?😂😂😂😂

Also ich finde ja wer demonstrieren kann, kann auch Stoff selbst 
nacharbeiten. Weil offensichtlich lässt man ja beabsichtigt Stunden 
ausfallen in denen einem Wissen vermittelt wird. Demnach ist man sich 
mit etwas gesundem Menschenverstand auch sicher, dass man das versäumte 
selbständig nacharbeiten kann.🤔

von Walter K. (walter_k488)


Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
Harald W. schrieb:
>> Sie sollten Freitags lieber zur Schule gehen und was lernen
>> So schaden sie sich nur selber.
>
> Ich habe mich schon mal gefragt, was wohl passiert, wenn am Freitag
> der Dreisatz durchgenommen wird und am Montag eine Mathearbeit nur
> mit Dreisatzaufgaben geschrieben wird.

man sollte den Kids besser die Algebra-Grundlagen beibringen! Dann 
brauchen sie auch nicht sowas Bescheuertes, wie den Dreisatz lernen!

Wir sind früher im Osten ohne Dreisatz ausgekommen!

Und was die Einheiten betrifft: Es regt mich schon auf, wenn in den GEZ 
Medien vom "Ka Em Ha" schwadroniert wird - das waere nämlich Weg mal 
Zeit und hat mit Geschwindigkeit überhaupt nichts zu tun!

: Bearbeitet durch User
von Wühlhase (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Walter K. schrieb:
> man sollte den Kids besser die Algebra-Grundlagen beibringen! Dann
> brauchen sie auch nicht sowas Bescheuertes, wie den Dreisatz lernen!

Aha..die Grundlage jedlicher Inter- und Extrapolation ist also 
bescheuert. Und nicht etwa eine Grundlage...dann erkläre mal, wie du 
ohne Dreisatz von der Angabe auf dem Farbeimer darauf kommst, wieviel 
Wand du damit streichen kannst.


Walter K. schrieb:
> Wir sind früher im Osten ohne Dreisatz ausgekommen!

Schwachsinn. Mit Stütze kam man im Westen sicher auch ohne Dreisatz aus.


mh schrieb:
> Wenn ich Kinder hätte, würd ich mit ihnen zusammen demonstrieren gehen

Warum brauchst du Kinder, um da hinzugehen? Zieh dir nen schwarzen 
Kapuzenpulli an latsch da mit, dann fällst du auch nicht weiter auf wenn 
die sich nach 15min verkrümeln und was Besseres mit ihrer Freizeit 
machen.

von mh (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wühlhase schrieb:
> mh schrieb:
>> Wenn ich Kinder hätte, würd ich mit ihnen zusammen demonstrieren gehen
>
> Warum brauchst du Kinder, um da hinzugehen?

Wer hat gesagt, dass ich nicht hingehe?

von Bernd K. (prof7bit)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Christian M. schrieb:
> Man darf die jungen Leute nicht überfordern!

Ja, am besten konsequent gar nicht mehr unterrichten, wäre deutlich 
weniger stressig für die armen überforderten Kinder.

von Walter K. (walter_k488)


Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
Wühlhase schrieb:
> Walter K. schrieb:
>> man sollte den Kids besser die Algebra-Grundlagen beibringen! Dann
>> brauchen sie auch nicht sowas Bescheuertes, wie den Dreisatz lernen!
>
> Aha..die Grundlage jedlicher Inter- und Extrapolation ist also
> bescheuert. Und nicht etwa eine Grundlage...dann erkläre mal, wie du
> ohne Dreisatz von der Angabe auf dem Farbeimer darauf kommst, wieviel
> Wand du damit streichen kannst.

Jetzt mach Dich hier doch nicht so lächerlich!
Jeden simplen proportionalen Zusammenhang kann man als simple Gleichung 
darstellen:

5l Farbeimer ..reichen fuer 20qm, die Wand hat aber 57qm -->
 5l / 20qm = x / 57qm

nun noch umstellen und beide Seiten der Gleichung mit 57 multiplizieren 
...

das war so Klasse 5 oder 6 an der POS!

... deshalb braucht kein Mensch den Dreisatz!

von Walter K. (walter_k488)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Wühlhase schrieb:
> Walter K. schrieb:
>> Wir sind früher im Osten ohne Dreisatz ausgekommen!
>
> Schwachsinn. Mit Stütze kam man im Westen sicher auch ohne Dreisatz aus.

Sorry - aber das ist einfach nur dämlich! Du Mathematiker ;-).  lol

von Falk B. (falk)


Bewertung
3 lesenswert
nicht lesenswert
Walter K. schrieb:
> Wir sind früher im Osten ohne Dreisatz ausgekommen!

Wir hatten ja auch nix, nicht mal nen Dreisatz! ;-)

von was?! (Gast)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
@Mods: FridaysForFuture-Diskussionen bitte löschen. Hat nix mit dem 
Thema zu tun.

Zum Thema:
Hier in Schleswig-Holstein werden Einheiten in der 9. Klasse 
durchgenommen (eigene Erfahrung aus dem letzten Jahr)!
Dass das sehr sinnvoll ist, ist doch überhaupt nicht abzustreiten, der 
Faden hier kann geschlossen werden.

von Bernd K. (prof7bit)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Markus schrieb:
> schreiben die Schüler
> 50 * 2 = 100 W
>
> Ist das heutzutage so üblich?

Auf jeden Fall ist es schon mal falsch denn links und rechts vom 
Gleichheitszeichen steht was anderes. Das wird deutlicher und 
schmerzhafter wenn man durch 100 teilt, denn dann steht da:

1 = W

Einem Mathe- oder Physik- (oder sonstigem) Lehrer der sowas propagiert 
gehört sofort das Lehramt entzogen! Fristlos!

: Bearbeitet durch User
von Guest (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
was?! schrieb:
> @Mods: FridaysForFuture-Diskussionen bitte löschen. Hat nix mit dem
> Thema zu tun.

Ist schon schade das man in einem Forum nicht mehr diskutieren soll. Hat 
bisher keinen gestört zumal die meisten Beiträge zum Thema gehört haben. 
Aber vermutlich gibt es Menschen die einfach nicht anders können. 😔

von AVR (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
was?! schrieb:
> Hier in Schleswig-Holstein werden Einheiten in der 9. Klasse
> durchgenommen

Hört auf, die armen Einheiten zu vergewaltigen.

von Georg M. (g_m)


Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
Guest schrieb:
> Und egal im welchem Fachgebiet wir uns befinden, Einheiten sind nie
> verkehrt.

Einheiten sind immer da, sind mit inbegriffen.

U = 50V,  I = 2A
P = U * I = 50 * 2 = 100W

U = 50V,  I = 2mA
P = U * I = 50 * 2*10^-3 = 0,1W

von Walter K. (walter_k488)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Falk B. schrieb:
> Walter K. schrieb:
>> Wir sind früher im Osten ohne Dreisatz ausgekommen!
>
> Wir hatten ja auch nix, nicht mal nen Dreisatz! ;-)

Naja, aber hättet ihr in der Schule mehr als Dreisatz und Schillers 
Glocke gelernt - hättet ihr jetzt auch keine Lehrer an den Schulen, die 
auf Einheiten verzichten wollen!!!

von Guest (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Georg M. schrieb:
> Einheiten sind immer da, sind mit inbegriffen.
>
> U = 50V,  I = 2A
> P = U * I = 50 * 2 = 100W
>
> U = 50V,  I = 2mA
> P = U * I = 50 * 2*10^-3 = 0,1W

Das ist schwachsinnig. 50*2*10^-3 = 0,1W kann alles sein nur weil W im 
Ergebnis steht heißt das noch lange nicht das ich weiß was in der 
Gleichung stand. Und es geht ja darum das man Überprüfen kann ob die 
Formel die man da hat sinnvoll ist. Wenn du dir eine Formel herleitest 
z.B.

P = I^2*R  oder P = U^2/R

dann kannst du anhand der Einheiten prüfen ob diese Formel stimmt. Wenn 
man immer ohne Einheiten rechnet kann man das nicht. Das mag bei der 
Formel für die Leistung vielleicht trivial wirken aber wenn man 
komplexere Formeln hat dann ist das schon eine ganz andere Sache.

von Harald W. (wilhelms)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Falk B. schrieb:

>> Wir sind früher im Osten ohne Dreisatz ausgekommen!
>
> Wir hatten ja auch nix, nicht mal nen Dreisatz! ;-)

Gabs denn wenigstens nen Zweisatz?

von Fabian (Gast)


Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
50 V * 2 A = 100 W

ist ohnehin schon falsch. Es müsse

50 V * 2 A = 100 VA

heissen. Hier wird Schein- und Wirkleistung verwechselt.

von Udo S. (urschmitt)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Harald W. schrieb:
> Gabs denn wenigstens nen Zweisatz

Einsatz wurde gefordert, mehr Einsatz!

von Falk B. (falk)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Udo S. schrieb:
> Einsatz wurde gefordert, mehr Einsatz!

;-))))

von mh (Gast)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Fabian schrieb:
> 50 V * 2 A = 100 W
>
> ist ohnehin schon falsch. Es müsse
>
> 50 V * 2 A = 100 VA
>
> heissen. Hier wird Schein- und Wirkleistung verwechselt.

Wie kannst du
50 V * 2 A
ansehen, ob es um Schein oder Wirkleistung geht? Mal davon abgesehen, 
dass Watt die si-Einheit der Leistung ist. Egal ob Schein oder 
Wirkleistung.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
mh schrieb:
> Fabian schrieb:
>> 50 V * 2 A = 100 W
>> ist ohnehin schon falsch. Es müsse
>> 50 V * 2 A = 100 VA
>> heissen. Hier wird Schein- und Wirkleistung verwechselt.

Den hatte ich auch im Hinterkopf.
Aber hier geht es um 9. Klasse aka. Sekundarstufe I.
Da kennt man das mit Scheinen und Wirken noch nicht so. Man lernt man 
gerade so das es einen Unterschied zwischen Gleich- und Wechselstrom 
gibt.

Das mit Scheinen und Wirken in der E-Technik kommt entweder in der 
Berufsschule für entsprechende Berufe oder in der gymnasialen Oberstufe 
aka Sekundarstufe II.

Lernplan der "Elektrizität 2" in der Sekundarstufe I sind:

Grunderscheinungen statischer Elektrizität
Zusammenhang zwischen Spannung und Stromstärke
Umgang mit elektrischen Stromkreisen
Ladungstrennung,
Kondensator als Ladungsspeicher,
elektrostatische Kraftwirkung
Spannung und ihre Messung (Elektroskop, Voltmeter)
Widerstand,
Schaltpläne und Schaltsymbole,
Reihen- und Parallelschaltung,
Kirchhoffsche Regeln
Gleich-, Wechselstrom,
Elektrizität im Haus,
Nutzung von Elektrogeräten,
sicherer Umgang mit Elektrizität,
Gefahr durch Strom,
Verhalten bei Gewitter

mal am Beispiel aus Hessen nach 
https://kultusministerium.hessen.de/sites/default/files/media/g9-physik.pdf



zum Tema: Wenn ich heute nicht die Einheiten mitrechnen würde, würde ich 
doch nicht wissen was das da ist, was hinten rausgekommen ist.

: Bearbeitet durch User
von Ralf (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Markus schrieb:
> 9. Klasse Gymnasium Niedersachsen, Physiklehrer erklärt den Schülern,
> sie mögen ohne Einheiten rechnen und diese am Endergebnis 'anhängen',
> also z.B.
> anstatt
> 50 V * 2 A = 100 W
>
> schreiben die Schüler
> 50 * 2 = 100 W

Das ist doch grober Unfug. Es ist unbegreiflich. Zumal das Physikstudium 
(auch Lehramt) ja nicht ganz einfach ist.
Das hat sich auch mal der Lehrer Schmidt auf Youtube geleistet. Nachdem 
ich ihm klar gemacht habe, dass dies Unfug ist, hat er das Video 
gelöscht. Es gibt also noch Lehrer, die lernfähig sind.


Da sind so Sachen, dass man fast jedem Kind einen neuen Namen geben muss 
noch richtig harmlos, wie z.B. aus Spannungsabfall wird Spannungsfall; 
aus Kohlendioxid wird Kohlenstoffdioxid.


Und zum Thema Dreisatz:
Das gabs bei uns in der Schule auch nicht, Gymnasium in Hessen. Es gab 
höchstens Verhältnisgleichungen. Jeder Schüler, der das Wort Dreisatz in 
den Mund nahm, wurde vom Lehrer virtuell gesteinigt. Offiziell habe ich 
den Dreisatz nur von meinen Eltern gelernt. Es gibt solche grundlegende 
Sachen, die in der Schule einfach vernachlässigt werden. Das gilt z.B. 
auch für die Prozentrechnung. Kaum ein Abiturient kann das. (Im 
Sonderangebot wurde der Preis um 5% gekürzt. Die Ware kostet jetzt 76€. 
Wieviel hat die Ware vor der Preisreduzierung gekostet?) Auch der 
Zinseszinseffekt ist den wenigsten Schülern klar.

von Bernd K. (prof7bit)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Ralf schrieb:
> aus Kohlendioxid wird Kohlenstoffdioxid.

Grad mal zum Spaß nachgeschaut: Das Stickoxid darf anscheinend 
weiterhin Stickoxid heißen, oder es hat sich zumindest noch keiner 
getraut dort die Wikipediaseite ebenfalls umzubennenen.

Da hat die Politik ihre Finger im Spiel, dieses Wort ist einfach zu 
wichtig.

Kohlendioxid hingegen ist einfach nur als "Ceh-Oh-Zwei" in der ganzen 
Debatte bekannt, da kann man den vollen Namen ruhig ändern ohne die 
Wähler zu verunsichern.

Prost!

: Bearbeitet durch User
von Wolfgang (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Udo S. schrieb:
> Ich glaube nicht dasss die DIN (oder ISO) im Lehrplan vorkommt ...

Das ist doch kein Grund, hier im Forum der Norm widersprechende 
Schreibweisen zu verbreiten.

Nick M. schrieb:
> Würde man schreiben 50 * 2 = 100 [V * A = W] dann wäre es i.O.

von Bernd K. (prof7bit)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wolfgang schrieb:
> Nick M. schrieb:
>> Würde man schreiben 50 * 2 = 100 [V * A = W] dann wäre es i.O.
>
> Aber nur, wenn man die DIN 1304 völlig ignorier und das für i.O.
> befindet.
>
> In der DIN 1304 steht "[..]" für die Maßeinheit einer Größe, also
> z.B. [U]=V oder [I]=A.

Ich hätt jetzt eher umgekehrt gedacht, nämlich um zum Beispiel bei einer 
Achsenbeschriftung die Maßeinheit der Größe anzugeben, zum Beispiel so, 
da ist s die Maßeinheit der Größe t:

[pre]
----------------------------------------------->
                                          t[s]
[pre]

aber ich hab auch irgendwo gelesen dass man genau das heute lieber so 
schreiben soll:

[pre]
----------------------------------------------->
                                          t/s
[pre]

von Nick M. (muellernick)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wolfgang schrieb:
> Das ist doch kein Grund, hier im Forum der Norm widersprechende
> Schreibweisen zu verbreiten.

Dazu ist die Norm zu neu.
Aber ich lass mir gerne zeigen, wie du die Einheitenrechnung darstellst. 
Die Norm kauf ich mir nicht, die ist mit 130 € zu teuer.

von Milo (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Markus schrieb:
> schreiben die Schüler
> 50 * 2 = 100 W
>
> Ist das heutzutage so üblich?

Nö, faaalsch!

von Walta S. (walta)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das alte Problem mit der Schule: jeder hat mal eine Schule besucht und 
somit glaubt jeder er ist ein Experte.

Ich würde mal so sagen: Wie lautet denn die Angabe? Wie die 
Aufgabenstellung?
Normalerweise sind wir nicht so zimperlich. Sofort schreit einer: 
„Schaltplan“ - „Was ist dein eigentliches Problem?“ - „Wo sind die 
Bilder?“ - „Mit so wenig Information können wir dir nicht helfen“

Und zum Thema Umweltschutz: Das Motto lautet „Schulstreik für das Klima“ 
- das muss an einem Schultag stattfinden sonst würde es ja heissen 
„Freizeit für das Klima“ oder sonstwie.

walta

von sid (Gast)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Christian M. schrieb:
> Man
> darf die jungen Leute nicht überfordern!

Das hat was mit der Faulheit der Lehrer zu tun und zwar 
AUSSCHLIESSLICH!

Grund: der Lehrer kann den Term

17 * 3.448 = 58.616 mit seinem Handy fotografieren und das sagt ihm ob 
das Ergebniss stimmt oder nicht.

17 V * 3.448 A = 58.616W versteht die Handapp aber nicht,
sie macht aus EinzelBuchstaben variablen die sie dann versucht 
aufzulösen.

hängt man sie nur ans Ergebniss
lautet die App-Antwort : W=1
(und das schafft der Lehrer grade noch als wahr zu interpretieren)

von Bernd K. (prof7bit)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
sid schrieb:

> Grund: der Lehrer kann den Term
>
> 17 * 3.448 = 58.616 mit seinem Handy fotografieren und das sagt ihm ob
> das Ergebniss stimmt oder nicht.
>
> 17 V * 3.448 A = 58.616W versteht die Handapp aber nicht,
> sie macht aus EinzelBuchstaben variablen die sie dann versucht
> aufzulösen.
>
> hängt man sie nur ans Ergebniss
> lautet die App-Antwort : W=1
> (und das schafft der Lehrer grade noch als wahr zu interpretieren)

Wenn diese Schilderung der Wahrheit entspricht dann ist es jetzt an der 
Zeit das Kultusministerium zu stürmen, die Verantwortlichen unter Arrest 
zu stellen und die Kontrolle zu übernehmen um diesem Treiben Einhalt zu 
gebieten bevor es zu spät ist!

: Bearbeitet durch User
von IchGlaubeEsNicht (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Da stellt der TO eine nicht belegte Behauptung ins Netz und der 
Teeren-und-Federn-Mob tobt durchs Internet.

Irgendwie erschreckend wie dünn die zivilisatorische Tünche bei so 
Manchen ist.

von J. T. (chaoskind)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
IchGlaubeEsNicht schrieb:
> Da stellt der TO eine nicht belegte Behauptung ins Netz und der
> Teeren-und-Federn-Mob tobt durchs Internet.
>
> Irgendwie erschreckend wie dünn die zivilisatorische Tünche bei so
> Manchen ist

Das "wenn das stimmt" hast du bei den Mobschreiern aber schon 
mitbekommen?

Im übrigen kann ich dem "Mob" nur zustimmen. Wenn mein Physiklehrer mir 
überhaupt irgendetwas beigebracht hat, dann "Einheiten, Einheiten und 
nochmal Einheiten".

 Früher hab ich das einfach so hingenommen. Mit den Jahren hab ich 
tatsächlich angefangen zu verstehen wieso.

Ich hab z. Zt mit einigen kaufmännischen Azubis zu tun. Deren 
Mathekenntnisse sind teilweise erschreckend unausgeprägt.

von Christian M. (Firma: magnetmotor.ch) (chregu) Benutzerseite


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Thorsten H. schrieb:
> Smiley vergessen?

Ja, an Bernd, Thorsten und Guest: Ich dachte das wäre offensichtlich. 
Sorry!

Gruss Chregu

von IchGlaubeEsNicht (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
J. T. schrieb:
> Das "wenn das stimmt" hast du bei den Mobschreiern aber schon
> mitbekommen?

Ich weiß nicht wie viele tausend Physiklehrer es gibt. Da ist es rein 
statistisch völlig normal, daß auch Schlechte dabei sind.

Für den einfachen Mob offenbar Grund genug mit Schaum vor dem Mund und 
Fackeln durchs Dorf zu toben.

J. T. schrieb:
> Deren
> Mathekenntnisse sind teilweise erschreckend unausgeprägt.

Auch völlig normal: Die Doofen sind immer die anderen.

von Wühlhase (Gast)


Bewertung
3 lesenswert
nicht lesenswert
Walter K. schrieb:
> Jeden simplen proportionalen Zusammenhang kann man als simple Gleichung
> darstellen:
>
> 5l Farbeimer ..reichen fuer 20qm, die Wand hat aber 57qm -->
>  5l / 20qm = x / 57qm
>
> nun noch umstellen und beide Seiten der Gleichung mit 57 multiplizieren

Und wenn du das hinkriegst, was hast du dann mit dem Dreisatz für 
Probleme? :)

von J. T. (chaoskind)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
IchGlaubeEsNicht schrieb:
> Ich weiß nicht wie viele tausend Physiklehrer es gibt. Da ist es rein
> statistisch völlig normal, daß auch Schlechte dabei sind.
>
> Für den einfachen Mob offenbar Grund genug mit Schaum vor dem Mund und
> Fackeln durchs Dorf zu toben.

Aber zwischen einem schlechten Physikleher und einem der so etwas völlig 
nebensächliches wie, hhmmmm nehmen wir doch mal Einheiten, weglässt, 
beim Ergebnis dann aber doch das W sehen will, liegen qualitative 
Unterschiede.
(Diese Aussage könnte stellenweise Spuren von Ironie enthalten)

Auch wenn ein Schlechter sich aus den statistisch Schlechten hervorhebt, 
könnte man ja einmal überdenken, ob er dem richtigen Beruf nachgeht. 
Statt das mit einem "ja is halt rein statistisch schon so" abzutun.

Auch gegen die Doofheit der immer anderen könnte es wenigstens punktuell 
helfen, schlechte Lehrer gegen didaktisch Begabte zu ersetzen. (Das mit 
den anderen doofen hab ich jetzt nicht mit zitiert, das kam ein Stück 
später im selben Post)

MfG Chaos

von J. S. (pbr85)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Georg M. schrieb:

> Einheiten sind immer da, sind mit inbegriffen.

> U = 50V,  I = 2mA
> P = U * I = 50 * 2*10^-3 = 0,1W

Ach ja? Wie sollen sie für Schüler inbegriffen sein, wenn sie von Anfang 
an (!) nicht lernen Einheiten zu benutzen und auch gar nicht wissen, was 
diese bedeuteten?

So etwas Dummes in einem Forum für Elektronik lesen zu müssen ist schon 
hart aber leider auch Normalzustand im liberalen Westen:

Youtube-Video "Modern Educayshun"

von mh (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
J. S. schrieb:
> Ach ja? Wie sollen sie für Schüler inbegriffen sein, wenn sie von Anfang
> an (!) nicht lernen Einheiten zu benutzen und auch gar nicht wissen, was
> diese bedeuteten?

Klar ... wenn sie es nicht lernen Einheiten zu benutzen. Sie lernen es 
aber! Oder hast du irgendwelche verlässlichen Daten, dass sie es nicht 
lernen?

von BWL (Gast)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Markus schrieb:

> Ist das heutzutage so üblich? Zwar kann ich mich gut erinnern, wie sehr
> uns Schüler damals der Einheitenfetischismus der Lehrer auf den Senkel
> ging, aber daß mittlerweile darauf größtenteils verzichtet wird, da
> rollen sich mir die Zehennägel auf...

Manager und BWL-Fuzzis brauchen keine Einheiten.

von Ralf (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Manche habens nicht so mit den Einheiten
Youtube-Video "Cem Özdemir in der ARD - GIGAbyte mäßiger Stromverbrauch"
Von einem Physiklehrer sollte man es aber erwarten.

von Wolfgang (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Bernd K. schrieb:
> Ich hätt jetzt eher umgekehrt gedacht, nämlich um zum Beispiel bei einer
> Achsenbeschriftung die Maßeinheit der Größe anzugeben, zum Beispiel so,
> da ist s die Maßeinheit der Größe t:
> ...
> aber ich hab auch irgendwo gelesen dass man genau das heute lieber so
> schreiben soll:
----------------------------------------------->
                                          t/s
Das habe ich schon in der Schule so gelernt und das war vor über 40 
Jahren.

Die Schreibweise ist auch völlig logisch: Man will z.B. die Größe t=10s 
darstellen. Diese Gleichung löst man nach dem Zahlenwert auf und bekommt 
10=t/s (Gl.1)

Die "10" steht als reiner Zahlenwert an der Achse und die physikalische 
Größe geteilt durch die Einheit beim Achsenpfeil, insgesamt zu lesen wie 
Gl.1.
s.a. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Physikalische_Gr%C3%B6%C3%9Fe#Formel-_und_Einheitenzeichen

von J. S. (pbr85)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Ralf schrieb:
> Manche habens nicht so mit den Einheiten
> Youtube-Video "Cem Özdemir in der ARD - GIGAbyte mäßiger Stromverbrauch"
> Von einem Physiklehrer sollte man es aber erwarten.

Wir haben auch bildungsferne Politiker, die was von Kobolden in Akkus 
labern. Und das sogar wiederholt und dazu noch im Plural, heißt die 
Dummschnäpfe hatte keine Ahnung, dass es sich um ein chemisches Element 
handelt.

Im ach so liberalen Westen ist es nämlich am wichtigsten eine Meinung zu 
haben, und zwar die politisch Korrekte. Was dann in vielen Bereichen auf 
primitives Auswendiglernen hinausläuft.

Verstehen ist da grundsätzlich hinderlich.

: Bearbeitet durch User
von Georg M. (g_m)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
J. S. schrieb:
> Ach ja? Wie sollen sie für Schüler inbegriffen sein, wenn sie von Anfang
> an (!) nicht lernen Einheiten zu benutzen und auch gar nicht wissen, was
> diese bedeuteten?

Schüler lernen Einheiten schon früh, aber sie schreiben einfach
5*2 - 3 = 7, und nicht
5 Äpfel * 2 - 3 Äpfel = 7 Äpfel,
und später einfach
100 * 2 = 200, und nicht
100km/h * 2h = 200km.

Die physikalische Formel lautet P = U*I, und nicht P[W] = U[V]*I[A], was 
dasselbe ist aber weniger übersichtlich.



J. S. schrieb:
> So etwas Dummes in einem Forum für Elektronik lesen zu müssen ist schon
> hart…

Zur Entspannung:
Youtube-Video "Mathehausaufgaben [subtitled]  | Knallerfrauen mit Martina Hill"

von Marek N. (bruderm)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Und was kommt da raus?
5 Äpfel * 2 - 3 Birnen = □

von J. S. (pbr85)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Georg M. schrieb:
> J. S. schrieb:
>> Ach ja? Wie sollen sie für Schüler inbegriffen sein, wenn sie von Anfang
>> an (!) nicht lernen Einheiten zu benutzen und auch gar nicht wissen, was
>> diese bedeuteten?
>
> Schüler lernen Einheiten schon früh, aber sie schreiben einfach
> 5*2 - 3 = 7, und nicht
> 5 Äpfel * 2 - 3 Äpfel = 7 Äpfel,
> und später einfach
> 100 * 2 = 200, und nicht
> 100km/h * 2h = 200km.

Daher kommt also der Spruch, man Vergleicht Äpfeln mit Birnen! Dein 
Beitrag ist die Verkörperung davon.

Sie lernen es nur im Bezug auf so primitive und anschauliche Beispiele, 
aber sobald es abstrakter und komplizierter wird in den Zusammenhängen, 
tun sie es eben nicht. Schön wäre es ....

100km/h *7200s wäre dann was? 720000km*s/h? Vielleicht ohne das /h? Oder 
der beliebte Unsinn kW/h? Man kann Physik eben nicht ohne Einheiten 
verstehen. Sobald es um Aufgaben geht, die nicht nach auswendig 
gelerntem Schema F gehen, versagt man.

Ich habe übrigens eine Zeit lang in einem Physiklabor als Tutor 
gearbeitet, und so mancher Student war überrascht, wenn ich ihm sagte, 
er solle seinen Messwert einfach mit 1000 multiplizieren oder dadurch 
teilen. Dass man dafür einfach bei der Einheit das Vorzeichen k 
hinzufügen oder entfernen muss, war für sie nicht ersichtlich.

: Bearbeitet durch User
von Guido B. (guido-b)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Georg M. schrieb:
> Die physikalische Formel lautet P = U*I, und nicht P[W] = U[V]*I[A], was
> dasselbe ist aber weniger übersichtlich.

Das ist nicht richtig. Die eckige Klammer bedeutet die Einheit des
Argumentes. Was ist die Eiheit von W, V oder A?

von Wolfram Alpha (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Marek N. schrieb:
> Und was kommt da raus?
> 5 Äpfel * 2 - 3 Birnen = □

5 Äpfel * 2 - 3 Birnen = 7 + log(Äpfel * Birnen)

von Gustl B. (-gb-)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich habe das Referendariat hinter mir in Mathe/Physik für die Realschule 
in Bayern.
Bei uns war das so (und das finde ich auch vernünftig):
In Physik muss mit Einheiten gerechnet werden. Es ist aber natürlich 
korrekt wenn die Einheiten wo möglich ausgeklammert werden.
50 V • 2 A ist ja ausgeschrieben
50 • 1V • 2 • 1A. Das kann man jetzt vertauschen weil Multiplikation und 
die 1er weglassen. Dann kommt 50 • 2 • V • A raus. Das ist OK.

Den Schülerinnen und Schülern wurde auch erklärt wieso man mit Einheiten 
rechnet. Klar weil es so korrekt ist, aber wichtiger für die Schüler 
ist, dass man sein Ergebnis überprüfen kann. Leider wird aber das 
Umstellen vom Gleichungen sehr vernachlässigt oder ist eben mangelhaft. 
Die Schüler wissen also oft nicht welche Größe rauskommen sollte und 
können ihre Rechnung so auch nicht überprüfen. Es geht leider immer mehr 
in Richtung Auswendiglernen ...

In Mathe ist das anders. Ich habe zwar immer mit Einheiten vorgerechnet 
oder verbessert, aber in den Prüfungen wurde die Einheit nur beim 
Ergebnis verlangt. Genauso wie gültige Ziffern. Das finde ich zwar ein 
praktisches Konzept, aber eigentlich hat es was mit Genauigkeit zu tun. 
Aber die Regel lautet leider nur, dass das Ergebnis maximal so viele 
gültige Ziffern haben darf wie der gegebene Wert mit den wenigsten 
gültigen Ziffern hat. Aus 1,234m + 1mm wird dann 1m. In Mathe spielen 
die gültigen Ziffern keine Rolle und in Physik wird sich das auch ändern 
und es werden sinnvolle Ziffern verwendet. Eine konkrete Regelung kenne 
ich aber noch nicht.

Ich finde ja auch, dass in der Schule zu früh mit Buchstaben gerechnet 
wird. Gerade in der Physik. Dadurch werden Formeln mit Buchstaben 
gelernt und die Bedeutung verschwindet. Man sieht regelmäßig, dass 
unpassende Formeln verwendet werden in denen ähnliche Buchstaben 
vorkommen. Ich finde es sehr sinnvoll auch bei Rechnungen die Buchstaben 
auszuschreiben. Klar, nach einiger Zeit nicht mehr, aber am Anfang 
stehen dann schön die Begriffe in der Rechnung.

Meine Meinung zum Bildungssystem hat ein Russe vor langer Zeit gut 
zusammengefasst. Hier ist sie, ja, nehmt euch die Zeit:
https://faculty.utrgv.edu/eleftherios.gkioulekas/OGS/Misc/ARUSSIAN.PDF

: Bearbeitet durch User
von Maxe (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Guido B. schrieb:
> Georg M. schrieb:
>> Die physikalische Formel lautet P = U*I, und nicht P[W] = U[V]*I[A], was
>> dasselbe ist aber weniger übersichtlich.
>
> Das ist nicht richtig. Die eckige Klammer bedeutet die Einheit des
> Argumentes. Was ist die Eiheit von W, V oder A?
Naja, die Aussage vom Georg ist bloedsinn, aber die beiden Gleichungen 
stellen tatsaechlich dasselbe dar.
Die ueberzahligen und unnoetig geklammerten Einheiten kuerzen sich 
naemlich raus.

Man koennte auch schreiben:
P[W][MPa]*Pi = U[V]N*I[A/(mm^2)]*u_Einheitskreis/d_Einheitskreis

gekuerzt kommt man wiedee auf das vertraute
P = U * I

von Marek N. (bruderm)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Gustl B. schrieb:
> Aus 1,234m + 1mm wird dann 1m.

Wasn das für ein Quatsch?
Dann wird also aus 1,99 m + 1 cm = 1 m?
Ähm Tschuldigung,  ich meinte natürlich aus 1,99 + 1 = 1.
Ihr habt sie doch nicht mehr alle!

von Jemand (Gast)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Marek N. schrieb:
> Gustl B. schrieb:
> Aus 1,234m + 1mm wird dann 1m.
>
> Wasn das für ein Quatsch?
> Dann wird also aus 1,99 m + 1 cm = 1 m?

Seinen Beitrag hast du offensichtlich nicht verstanden.

von Nick M. (muellernick)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
J. S. schrieb:
> Dass man dafür einfach bei der Einheit das Vorzeichen k
> hinzufügen oder entfernen muss, war für sie nicht ersichtlich.

Dualer Student Informatik hier: Kennt nicht die Faktoren k, m, µ, n usw. 
Kann dabei nur blöd schauen und 5 Minuten später nur noch mehr einen auf 
Superschlaui machen.

von Bernd K. (prof7bit)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Guido B. schrieb:
> Die eckige Klammer bedeutet die Einheit des
> Argumentes. Was ist die Eiheit von W, V oder A?

Die Einheit steht in der eckigen Klammer, das ist die (sehr) alte 
Schreibweise wenn man die Einheit einer Größe angeben will, dann 
schreibt man sie in eckigen Klammern dahinter, das hat man früher 
(halbes Jahrhundert+) auch oft für Achsenbeschriftungen in Plots oder 
für Spaltenbeschriftungen in Tabellen benutzt (neuerdings gibts aber 
Normen die das verbieten):

Zeit[s] | Spannung[V] | Temperatur[°C]
---------------------------------------
0         12            22
1         13            22

Allerdings ist das hier nicht unbedingt der gefragte Anwendungsfall, 
zunächstmal gilt P=U*I IMMER, auch wenn man später lieber in 
Pferdestärken statt Watt weiterrechnen will, es ist nämlich 
selbstverständlich daß man beim Rechnen mit Zahlen natürlich IMMER AUCH 
irgendwelche Einheiten angeben muss, ein konkreter Zahlenwert für eine 
Größe kommt NIEMALS ohne Einheit daher, ansonsten wäre es unvollständig 
und bedeutungslos, deshalb schreibt man die immer neben die Zahl damit 
sie niemals verloren geht!

Später kann man die alle auf eine Seite ziehen, ausklammern, wegkürzen, 
umrechnen (und auch der Umrechnungsfaktor hat eine Einheit) oder 
irgendwas damit machen (in nachvollziehbareer Weise) aber erstmal müssen 
sie da stehen damit man überhaupt sieht was man da überhaupt 
hingeschrieben hat und was die Zahlen bedeuten!

: Bearbeitet durch User
von Nick M. (muellernick)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Betrifft ja nicht nur die Schule.
Eben Sendungsverfolgung UPS nachgesehen. Da steht beim Gewicht (ist ja 
eigentlich die Masse) "KGS". Irnkwie der Plural? Also sind 5 Volt als 5 
Vs zu schreiben? OK, da ist Hopfen und Malz verloren.

Obwohl, die Einheiten sind gesetzlich, also könnte man dagegen sehr wohl 
auch rechtlich vorgehen.

von auch betroffener Vater (Gast)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Gustl B. schrieb:
> Aber die Regel lautet leider nur, dass das Ergebnis maximal so viele
> gültige Ziffern haben darf wie der gegebene Wert mit den wenigsten
> gültigen Ziffern hat. Aus 1,234m + 1mm wird dann 1m.

Genau das sind die Referendare/Lehrer, um die es eingangs ging, weil 
diese die Grundlagen nicht begriffen haben.
Ja, ein Ergebnis darf nicht mit mehr Stellen angegeben werden, als die 
Eingangswerte bieten. Jedoch müssen zunächst die Einheiten normiert 
werden, also entweder 1234mm + 1mm  oder aber 1,234m + 0,001m

Das Ganze passiert bei uns in BW jedoch bereits in der Grundschule, 3. 
und 4. Klasse.  Da werden Gewichte, Währungen, Längeneinheiten und 
Zeiteinheiten in den unterschiedlichen Schreibweisen (SI-Vorsätze, 
Einheiten) addiert und zuvor normiert.

Im Gymnasium hat sich dann bewährt, zunächst den aktuell gültigen 
Bildungsplan und viel informativer, die darauf aufbauenden 
Beispielcurricula anzusehen, wenn man verstehen möchte, was denn der 
Lehrer vermitteln soll.

Hier hat sich -gegenüber meiner eigenen Schulzeit- einiges geändert, 
etliches zum Besseren, manches nicht (jedoch subjektive Sicht der 
Dinge).

Für BW gibt es das z.B. hier:
https://www.schule-bw.de/service-und-tools/bildungsplaene/allgemein-bildende-schulen/bildungsplan-2016/beispielcurricula/gymnasium

Hier wird nicht darauf eingegangen, wie die Rechenschritte auszusehen 
haben, sondern nur darauf, dass die grundlegenden Zusammenhänge 
verstanden werden.

Daraus leitet sich jedoch meiner Meinung nach die Tatsache ab, dass in 
jeder Rechnung die Einheiten mitgezogen werden, da diese ja den 
Zusammenhang der ansonsten abstrakten Zahlenwerte darstellen.

Der Physiklehrer hier macht das etwas anders, als der aus dem 
Eingangsposting.  Er möchte zunächst nur eine Rechnung mit den 
physikalischen Größen sehen, ohne dass Werte dabeistehen. Für eine 
Parallelschaltung von zwei Widerständen, die mit einem Widerstand in 
Reihe hängt, sähe das so aus:

1 /(1/R1 + 1/R2) + R3

Danach darf dann mit den Zahlenwerten gerechnet werden, hier ist es ihm 
dann egal, ob noch Einheiten dabeistehen.  3/4 der Punkte gibt es dabei 
für den ersten Teil, wenn das numerische Ergebnis dann noch stimmt, gibt 
es den Rest der Punkte.

Finde ich persönlich ziemlich fair, da hier wirklich auf Verständnis 
geprüft wird.

von mh (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nick M. schrieb:
> Obwohl, die Einheiten sind gesetzlich, also könnte man dagegen sehr wohl
> auch rechtlich vorgehen.

Echt? Was muss ich dafür tun?

von Weg mit dem Blödsinn (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nick M. schrieb:
> "KGS"

Steht bestimmt für "kranke Gewichts Scheiße"
:-)

von Bernd K. (prof7bit)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nick M. schrieb:
> Eben Sendungsverfolgung UPS nachgesehen. Da steht beim Gewicht (ist ja
> eigentlich die Masse) "KGS".

Das ist ne amerikanische Firma. Da drüben auf der anderen Seite des 
Teiches herrscht ne vollkommen andere Kultur und man hat ein vollkommen 
anderes Verhältnis zu Wissenschaft und Logik. Dort wird die Ignoranz zum 
Lebensstil erhoben und öffentlich zelebriert, man schert sich dort nen 
Dreck um irgendwelche korrekte Schreibweisen, Einheiten, etc. Präzision 
im Ausdruck und dergleichen hat dort drüben überhaupt keine Bedeutung! 
Mit denen kann man über sowas auch gar nicht diskutieren, die verstehen 
gar nicht was man überhaupt meint wenn man mit so nem Thema anfängt, das 
ganze Konzept ist denen fremd!

von Jemand (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
auch betroffener Vater schrieb:
> Jedoch müssen zunächst die Einheiten normiert werden, also entweder
> 1234mm + 1mm  oder aber 1,234m + 0,001m

Was soll das bringen? Was hat das überhaupt mit den signifikanten 
Stellen im Ergebnis zu tun?

von Sven (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Bernd K. schrieb:

> Da drüben auf der anderen Seite des Teiches herrscht ne vollkommen andere
> Kultur und man hat ein vollkommen anderes Verhältnis zu Wissenschaft und
> Logik. Dort wird die Ignoranz zum Lebensstil erhoben ...

Dein chauvinistisches Geschreibsel entlarvt dich als gedankenlosen 
antiamerikanischer Schwätzer und Wichtigtuer.

von Guido B. (guido-b)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Bernd K. schrieb:
> Die Einheit steht in der eckigen Klammer, das ist die (sehr) alte
> Schreibweise wenn man die Einheit einer Größe angeben will, dann
> schreibt man sie in eckigen Klammern dahinter, das hat man früher
> (halbes Jahrhundert+) auch oft für Achsenbeschriftungen in Plots oder
> für Spaltenbeschriftungen in Tabellen benutzt (neuerdings gibts aber
> Normen die das verbieten):

Neuerdings ist nett formuliert, gilt seit mehr als 50 Jahren und
das Einheitenwesen ist gesetzlich. :)

von Le X. (lex_91)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Endlich mal wieder ein geschmeidiges Thema für die Klugscheißer und 
Korinthenkacker.

von Gustl B. (gustl_b)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
auch betroffener Vater schrieb:
> Das Ganze passiert bei uns in BW jedoch bereits in der Grundschule, 3.
> und 4. Klasse.  Da werden Gewichte, Währungen, Längeneinheiten und
> Zeiteinheiten in den unterschiedlichen Schreibweisen (SI-Vorsätze,
> Einheiten) addiert und zuvor normiert.

Dann ist das bei euch anders. Bei euch ist auch der Karlsruher 
Physikkurs zugelassen. Das ist ein wunderbares Konzept. Hier in Bayern 
werden Mechanik, Wärme, Elektrik komplett getrennt unterrichtet. Dabei 
sind viele Sachen ähnlich. Z. B. Trägheit. Ein Körper verhält sich träge 
weil er nicht beliebig schnell Energie aufnehmen oder abgeben kann. Er 
dauert also etwas bis es zu Stillstand kommt. Das ist auch bei der 
Wärmelehre so. Ein Körper kann seine Wärme nicht in null Zeit loswerden. 
Es dauert also ihn zu erwärmen oder abzukühlen. In der Elektrik kann ein 
geladener Körper seine Ladungen nicht instantan loswerden oder 
aufnehmen. Auch das dauert.
Und alles drei hängt vom Widerstand ab. Dem elektrischen der den 
Ladungen im Weg steht, dem thermischen, also Isolation, die den 
Wärmeaustausch verschlechtert und in der Mechanik eben die Befestigung 
an den Untergrund. Ist der Koffer auf dem Autodach unbefestigt, so kann 
er seine Bewegungsenergie beim Bremsen des Autos nicht über das Auto in 
den Boden abgeben. Unbefestigt bedeutet keine Verbindung, großer 
Widerstand. Ist der Dachkoffer festgeschraubt so ist der Widerstand zum 
Auto hin gering, er kann also bei Bewegungsänderung gut Energie auf und 
abgeben.

Grob so macht das der KPK, er lehrt also ein Verständnis wie das 
zusammenhängt. Ist erstmal gewöhnungsbedürftig wenn man es selbst anders 
gelernt hat, aber ich mag den sehr gerne. Gibt es frei im Netz, darf in 
Bayern aber noch nicht unterrichtet werden.

Ja auch in Bayern sollten Aufgaben so gelöst werden dass da zuerst steht 
was gegeben ist, dann eine Rechnung nur mir den Formeln bis auf einer 
Seite die gesuchte Größe steht, und dann wird eingesetzt. Das hängt aber 
vom Lehrer ab, der hat da Freiraum ob der Schülern Punkte abzieht wenn 
die nicht so rechnen.

auch betroffener Vater schrieb:
> Ja, ein Ergebnis darf nicht mit mehr Stellen angegeben werden, als die
> Eingangswerte bieten. Jedoch müssen zunächst die Einheiten normiert
> werden, also entweder 1234mm + 1mm  oder aber 1,234m + 0,001m

Nun, uns wurde das so beigebracht glaube ich. Aber ja, macht keinen 
Sinn, hatte ich ja geschrieben. Ich würde es auch so wie du rechnen.
Ich hatte in Mathe eine 5. Klasse, da haben wir sehr lange nur Größen 
umgerechnet. Aber in der 9. Klasse ist das eben wieder weg weil es 
dazwischen nicht gebraucht wird.

auch betroffener Vater schrieb:
> Danach darf dann mit den Zahlenwerten gerechnet werden, hier ist es ihm
> dann egal, ob noch Einheiten dabeistehen.  3/4 der Punkte gibt es dabei
> für den ersten Teil, wenn das numerische Ergebnis dann noch stimmt, gibt
> es den Rest der Punkte.

Das ist hier nicht so, bei den Zahlen muss irgendwo also gerne auch erst 
am Ende vom Bruchstrich die Einheit stehen. Die Punkte gibt es hier 
üblicherweise auf
Gegeben, also nur hinschreiben was gegeben ist.
Formel, aber nur wenn die nicht in der Formelsammlung steht oder keine 
FS verwendet werden darf.
Umstellen der Formel. Da auch gerne mehrere Punkte.
Einsetzen, also nur die gegebenen Werte statt der Buchstaben schreiben.
Umrechnen von Größen, wenn eben nötig.
Ausrechnen, da dann auf die Zahl und auf die Einheit.
Ergebnis, auch auf Zahl und Einheit.

Wenn die Formeln passend umgestellt werden muss nur sehr wenig gerechnet 
werden. Also das 3/4 kommt schon hin.

: Bearbeitet durch User
von auch betroffener Vater (Gast)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Gustl B. schrieb:
> Bei euch ist auch der Karlsruher Physikkurs zugelassen.

Damit schneidest Du ein Thema an, bei dem es einen naturwissenschaftlich 
gebildetene Menschen das kalte Grauen überkommen kann.
Nein, ich meine nicht den KPK. Den finde ich auch recht brauchbar.  Aber 
die Diskussionen, die sich die Deutsche Physikalische Gesellschaft und 
die Physikdidaktiker darüber geleistet haben, schlägt die Leistungen 
etlicher Forentrolle um Längen.  Aus den Diskussionen wird aber auch 
teilweise klar, woran es in unserem Bilsungssystem krankt.

Ein Gruppe von Didaktikern haben sich einmal grundlegende Gedanken 
gemacht, wie man jahrhundertelang gewachsenes Wissen sinnvoll so 
strukturieren kann, dass nicht alle Schüler durch alle Irrungen und 
Wirrungen der Erkenntnisprozesse geführt werden müssen. Die Verteufelung 
des KPK durch die DPG nahm dabei Formen an, die in der Geschichte 
bislang eher bei der Inquisition zu finden waren.

Die folgenden Artikel fassen das ganze Drama recht gut zusammen:
https://scilogs.spektrum.de/relativ-einfach/fachdidaktik-und-fachwissenschaft/
https://scilogs.spektrum.de/graue-substanz/didaktik-der-physik/

von Gustl B. (-gb-)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Exakt! Ich habe in Regensburg studiert und dort auch als studentische 
Hilfskraft recht lange in der Physikdidaktik gearbeitet. Dort ist der 
Herr Rincke der Chef der Didaktik (ohne Ihn würde ich den KPK nicht 
kennen, der ist in Bayern sehr unbekannt) - und er ist ein Verfechter 
FÜR den KPK und hat auch entsprechende Texte geschrieben.

http://www.physik.uni-regensburg.de/forschung/rincke/Allgemeines/stellungnahme_online_strunk_rincke.pdf
http://www.physik.uni-regensburg.de/forschung/rincke/Allgemeines/dpg-thesen-diskussion01.pdf

von mh (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
auch betroffener Vater schrieb:
> Die folgenden Artikel fassen das ganze Drama recht gut zusammen:
> https://scilogs.spektrum.de/relativ-einfach/fachdidaktik-und-fachwissenschaft/
> https://scilogs.spektrum.de/graue-substanz/didaktik-der-physik/

Der Thread bringt überraschend etwas Interessantes zu Tage. :-)

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
wenn ein Leerkörper 50 x 2 rechnen lassen will,
soll er halt die Einheiten weg lassen. Das ginge dann auch so.

Da man sich hier aber in der 9.Klasse befindet,
sich mithin also in die untere Emanationsebene
der Schulabschlüsse bewegt,
weiss ich eigentlich garnicht, was man dazu sagen soll.

Früher hätte man in dem Alter (nur ein paar Monate später)
mit normalen Berufsausbildungen begonnen.
Wenn Firmen jammern, dass es kaum noch brauchbare Azubis mehr gibt,
kann ich das sehr gut verstehen...

von Gustl B. (-gb-)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
● J-A V. schrieb:
> wenn ein Leerkörper 50 x 2 rechnen lassen will,
> soll er halt die Einheiten weg lassen. Das ginge dann auch so.

Was willst du damit sagen? Dass 50 V • 2 A das Gleich ist wie 50 • 2? 
Ist eben nicht richtig. Wie das Schüler später rechnen ist denen 
überlassen, aber in der Prüfung müssen die Einheiten passen.
50 V • 2 A = 50 • 2 • V • A = 100 W ist aber auch OK. Hatte ich oben 
schon  geschrieben ...

von Senfdazugeber (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Le X. schrieb:
> Endlich mal wieder ein geschmeidiges Thema für die Klugscheißer und
> Korinthenkacker.

Da fühlst Du Dich wohl. Das glaube ich aufs Wort!

von Karl (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo

auch vor den Zeiten des Internet, der Foren und der sozialen Medien gab 
es Fake News bzw. die Kunst des aus dem Zusammenhang reißen.

Es soll doch tatsächlich Schüler geben die Vorgänge im Unterricht "etwas 
gestrafft" und optimal für sich formuliert weitergeben...
Jeder der mehr oder weniger weit zurück in seine Vergangenheit schaut 
wird das bestätigen können...
Gutgläubige Eltern oder oft noch unkritischere Großeltern, Tanten, Onkel 
nehmen das dann aber, trotz besseres Wissens, als vollkommen korrekte 
und unabhängige Tatsachenbeschreibung an.
Und da, im Gegensatz zur Vorinternetzeit, in der schönen Welt der 
Sozialen Medien und Foren von jederen Geschichten (aus "erster" Hand) 
verbreiten kann... Na dann entsteht halt das Kasperele Theater wie z.B. 
hier.

Und selbst wenn die Aussage des Lehrers so zutreffen sollte, muss man 
das im jeweiligen Zusammenhang sehen, es gibt viele Gründe das so wie 
beschrieben mal kurzzeitig verfahren wird -
Es handelt sich um ein Gymnasium und die 9Klasse und nicht um ein Physik 
oder E-Technikstudium.
Und (leider) gehört Physik immer noch zu den "ungeliebten" Fächern in 
den Lehrplänen - mehr als 3 Schulstunden pro Woche gibt es nicht, meist 
sogar noch weniger.
Hab ich vor nun über 30 Jahren auch schon "blöd" gefunden - dafür jeden 
"xygrrr"-Tag Fremdsprachen, Deutsch, Mathematik und zweimal in der Woche 
des bei mir verhassten (da war ich allerdings in der Minderheit) 
mindesten eine Doppelstunde Sport...

Karl

von Gustl B. (-gb-)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
● J-A V. schrieb:
> Wenn Firmen jammern, dass es kaum noch brauchbare Azubis mehr gibt,
> kann ich das sehr gut verstehen...

Das liegt an anderen Dingen.
1. Bequemlichkeit. Heute will niemand mehr hart arbeiten - auch nicht 
als Azubi wenn man daheim bequem daddeln könnte.
2. Verständnis fehlt oft. In den meisten Unterrichtsfächern lernen 
Schüler, dass sie mit Auswendiglernen Erfolg haben. Und das wenden sie 
dann auch auf Mathe und Physik an. Was die an Formeln können ist 
teilweise erstaunlich, aber umstellen oder richtig anwenden geht dann 
daneben.
Ich hatte oben einen Text von Herrn Toom verlinkt, hier nochmal:
https://faculty.utrgv.edu/eleftherios.gkioulekas/OGS/Misc/ARUSSIAN.PDF
Er beschreibt wie es in den USA ist. Und das sehen wir jetzt auch hier.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gustl B. schrieb:
> ● J-A V. schrieb:
>> wenn ein Leerkörper 50 x 2 rechnen lassen will,
>> soll er halt die Einheiten weg lassen. Das ginge dann auch so.
>
> Was willst du damit sagen? Dass 50 V • 2 A das Gleich ist wie 50 • 2?
> Ist eben nicht richtig. Wie das Schüler später rechnen ist denen
> überlassen, aber in der Prüfung müssen die Einheiten passen.
> 50 V • 2 A = 50 • 2 • V • A = 100 W ist aber auch OK. Hatte ich oben
> schon  geschrieben ...

[ ] Du hast meinen Post gelesen

von Gustl B. (-gb-)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ja, klingt wirr. 50 • 2 hat keine Einheiten, da muss man auch keine 
weglassen.

von Jochen (Gast)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Gustl B. schrieb:
> 2. Verständnis fehlt oft. In den meisten Unterrichtsfächern lernen
> Schüler, dass sie mit Auswendiglernen Erfolg haben. Und das wenden sie
> dann auch auf Mathe und Physik an. Was die an Formeln können ist
> teilweise erstaunlich, aber umstellen oder richtig anwenden geht dann
> daneben.

Na das war aber schon immer so. Und das sage ich als 50jähriger. Bei 
unserer Schulbildung zählen Palaverpseudowissenschaften mehr als 
Naturwissenschaften und Mathematik.

von Gustl B. (-gb-)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Zum Teil. Guck dir mal das Abi von vor 40 Jahren an und die 
Abschlussprüfung von der Realschule. Das war gefühlt schwerer und zwar 
deutlich.

Ich kann das nicht ganz beurteilen weil ich noch nicht so alt bin, aber 
was ich gesehen habe ist, dass Lehrer ihre Schulaufgaben und so an das 
Leistungsniveau anpassen. Da gibt es viele Lehrer die das Niveau 
kontinuierlich senken. An den Unis gibt es jetzt auch eigentlich überall 
Brückenkurse. Weil eben Schüler mit Abi nicht mehr für ein Mathestudium 
vorbereitet wurden.

Aber ist natürlich toll, weil man kann sagen dass wir jetzt noch mehr 
Abiturienten haben und auch viele Leute studieren.
Gleichzeitig entwertet es die Realschule und die Hauptschule (= 
Mittelschule in Bayern). Wo man früher mit einem Hauptschulabschluss 
noch problemlos eine Lehre anfangen konnte, bei der Sparkanne oder so, 
da werden jetzt gute Realschüler oder Abiturienten genommen.

Für die Politik ist Bildung aber auch ein unattraktives Ziel. Wer Geld 
in Bildung investiert macht nur etwas für Leute die (großteils) nicht 
wählen dürfen und die Folgen werden erst in >10 Jahren spürbar. Da ist 
der Politiker nicht mehr in der Politik. Er wird also nicht 
wiedergewählt werden weil er sich jetzt für Bildung einsetzt.
Also macht man etwas für die Wirtschaft was auch nebenbei so aussieht, 
als sei es gut für die Bildung. iPad-Klassen und so Zeug. Moderne 
Active-Smart-Tafeln. Alles Unsinn und halbgares Zeug. Ja, es gibt dann 
"Learningapps" für iPad und co., aber was wird da gelernt? Das sind oft 
so Wortpuzzel mit Begriffen die zugeordnet werden müssen oder andere 
Dinge, aber fast immer nur zum Auswendiglernen. Verständnis kommt davon 
nicht.
Diese Smartboards sind auch eher hinderlich für alle Beteiligten.
Dazu hatte ich schon etwas bei Heise geschrieben:
https://www.heise.de/forum/Mac-i/News-Kommentare/Apple-stellt-neues-guenstiges-iPad-vor/Fuer-die-Schule-hoechstens-als-Heft-oder-Buchersatz-aber-nicht-mehr/posting-32114060/show/

Ich finde es geht in die falsche Richtung, Klassenzimmer werden kleiner, 
Tische der Schüler werden kleiner, aber mehr teure IT die nicht das 
erfüllt was man sich erhofft. Ich würde gerne noch mal sehen, dass man 
eine Klasse oder an einer Schule so unterrichtet wie vor 40 Jahren. Oder 
dass man in einer Ortschaft/Gemeinde auch nochmal die Kinder so erzieht 
wie damals. Ja, war vielleicht nicht so angenehm, aber das Ergebnis war 
besser glaube ich. Ich weiß das nicht, aber ich vermute das eben in 
Hinblik auf Aufmerksamkeitsspanne, Frustrationstoleranz, 
Diskussionskultur, ...

von Anselm 6. (anselm68)


Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
...und die Einheit gehört zur ZAHL!

wer "50 V" schreibt gehört gesteinigt!Eins Eins ELF

von Nick M. (muellernick)


Bewertung
3 lesenswert
nicht lesenswert
Anselm 6. schrieb:
> wer "50 V" schreibt gehört gesteinigt!Eins Eins ELF

Nein, wer so einen Unsinn verbreitet gehört gesteinigt + geteert + 
gefedert.

Vor Einheiten (incl. Faktoren) gehört ein Leerzeichen.
Siehe SI.

von Marek N. (bruderm)


Angehängte Dateien:

Bewertung
5 lesenswert
nicht lesenswert
Nick M. schrieb:
> Vor Einheiten (incl. Faktoren) gehört ein Leerzeichen.
> Siehe SI.

Genauer gesagt, ein geschütztes Leerzeichen: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Schreibweise_von_Zahlen#Ma%C3%9Feinheit
Dann werden nämlich Maßzahl und Maßeinheit bei Zeilenumbrüchen nicht 
"zerrissen".

von M.A. S. (mse2)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Markus schrieb:
> Ist das heutzutage so üblich?

Ich hoffe nicht!

von M.A. S. (mse2)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
VoM schrieb:
> Ich ziehe die Diskussion gerade mit meiner Tochter + Mathelehrer durch.

Mathelehrer ticken in dem Punkt gerne anders als Physiklehrer.

A. S. schrieb:
> Mit Einheiten rechnen überfordert die Lehrer.
Wie gesagt: evtl. die MATHEMATIKlehrer.
Ein Physiklehrer, den das überfordert, hätte sein Fach verfehlt.

: Bearbeitet durch User
von Manno (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
M.A. S. schrieb:
> Markus schrieb:
>> Ist das heutzutage so üblich?
>
> Ich hoffe nicht!

Der ist doch bloß ein Troll. Sieht man doch schon an der Mehrheit der 
Reaktionen.

von Nick M. (muellernick)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Marek N. schrieb:
> Genauer gesagt, ein geschütztes Leerzeichen:

Da hast Du absolut recht!

von Gustl B. (-gb-)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
M.A. S. schrieb:
> Mathelehrer ticken in dem Punkt gerne anders als Physiklehrer.

Das sind sehr oft die gleichen Menschen. Ich z. B.. Aber das wird eben 
unterschiedlich gehandhabt. In Mathe ist das mit den Einheiten eher 
locker und wird teilweise von der Fachschaft oder gar dem Lehrer selbst 
festgelegt wie der das will. Da geht es eben auch hauptsächlich um 
andere Dinge die im Fokus stehen. Eigentlich alle Mathelehrer wollen die 
korrekte Einheit beim Ergebnis. In den Zwischenschritten darf die 
manchmal fehlen. Ich habe da drauf bestanden, dass sie immer dabei 
steht, aber wenn da eine lange Rechnung war und alles war in der 
gleichen Einheit, dann ist das OK wenn die Einheit nur einmal am Ende 
steht (ausser bei Produkt und Quotient wenn also eine Potenz einer 
Einheit herauskommt oder man Einheiten kürzen kann). Aber man gibt in 
Mathematik üblicherweise keine Punkte auf die Berechnung der Einheit 
ausser eben beim Kürzen oder einer Potenz. Wenn die Einheit aber beim 
Ergebnis fehlt wird schon ein halber oder ganzer Punkt abgezogen.
Das ergibt eben keinen Sinn als Antwort auf eine Frage wie "Ein Brett 
ist 5 m lang. Andrea zerschneidet es in 20 gleich lange Teilstücke. Wie 
lang ist so ein Stück?"
Die Antwort 25 ergibt hier keinen Sinn. 25 cm oder 0,25 m wäre hier 
richtig.
Und es macht einen Unterschied ob es gerade um das Umrechnen von 
Einheiten geht (das steht auch im Mathelehrplan) oder nicht.

Was den Schülern noch viel schwerer fällt ist aber die Schreibweise mit 
Potenz. Ich habe hier mal ein Arbeitsblatt mit Lösung hochgeladen. Wer 
Fehler findet, immer her damit.
Aber das ist etwas, dass die Schüler gerade in Physik immer können 
müssen da sie sonst jedes Mal Punkte verlieren weil sie eben die 
gültigen Ziffern verletzen.

von Bernd K. (prof7bit)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
M.A. S. schrieb:
>> Mit Einheiten rechnen überfordert die Lehrer.
> Wie gesagt: evtl. die MATHEMATIKlehrer.

Auch (und gerade!) einem Mathematiklehrer müsste es eigentlich die 
Zehennägel hochrollen wenn links und rechts vom Gleichheitszeichen nicht 
das gleiche steht. Mathematiker sollten doch sogar noch viel 
formalistischer sein als hemdsärmelige Physiker die die Sprache der 
Mathematik nur als Werkzeug benutzen, die Mathematiker sollten die 
eigentlichen Hüter und Bewahrer dieser Sprache sein.

: Bearbeitet durch User
von mh (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
In der "echten" Mathematik braucht man keine Einheiten. Auch in der 
Physik wird man häufig im ersten Schritt die Einheiten los.

von Gustl B. (-gb-)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bernd K. schrieb:
> Auch (und gerade!) einem Mathematiklehrer müsste es eigentlich die
> Zehennägel hochrollen wenn links und rechts vom Gleichheitszeichen nicht
> das gleiche steht.

Richtig und ich finde das gruselig, wass an manchen Grundschulen gelehrt 
wird. Ein Teil meiner letztjährigen 5. Klasse kam von einer Grundschule 
an der "Kettenrechnung" verwendet wurde, aber eben falsch. Das sind 
manche Schüler bis zum Schuljahresende nicht losgeworden. Obwohl ich das 
immer angestrichen habe, mit Begründung und korrektem Lösungsweg. Das 
war für mich sehr zeitraubend und die Schüler hat das in jeder Prüfung 
mehrere Punkte gekostet.

Was meine ich? Solche Aufgaben (im Beispiel mit +, wird aber auch mit 
anderen Rechenzeichen falsch gemacht):

13+8+9+25

Die Schüler rechneten dann:

13+8+9+25=13+8=21+9=30+25=55

Und das ist grob falsch, weil dann nicht auf immer beiden Seiten des 
Gleichheitszeichen der gleiche Wert steht.
Das sind aber so Probleme, gegen die man als Mathelehrer ankämpft. Auch 
manche Eltern waren überrascht warum das ein Fehler ist, sie rechnen ja 
auch so.

von Tobias B. (Firma: www.elpra.de) (ttobsen) Benutzerseite


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
mh schrieb:
> Auch in der
> Physik wird man häufig im ersten Schritt die Einheiten los.

Als Physiker wuerde ich sagen, dass man sie nicht im ersten Schritt los 
wird, sondern sie erst im letzten Schritt verwendet.

Was man haeufig macht ist, dass man Naturkonstanten 1 setzt (siehe 
https://de.wikipedia.org/wiki/Nat%C3%BCrliche_Einheiten und 
beispielsweise https://de.wikipedia.org/wiki/CGS-Einheitensystem).

von mh (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tobias B. schrieb:
> Als Physiker wuerde ich sagen, dass man sie nicht im ersten Schritt los
> wird, sondern sie erst im letzten Schritt verwendet.

Ich habe häufig geschrieben. Bei dem was ich in den letzten Jahren so 
gemacht habe, wird zuerst "entdimensionalisirt". Damit man mit 
handlichen dimensionslosen Kennzahlen hantieren kann. Z.B. Reynolds- und 
Prandtl-Zahl.

von Josef G. (bome) (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Marek N. schrieb:
> Nick M. schrieb:
>> Vor Einheiten (incl. Faktoren) gehört ein Leerzeichen.
>> Siehe SI.
>
> Genauer gesagt, ein geschütztes Leerzeichen:
> https://de.wikipedia.org/wiki/Schreibweise_von_Zahlen#Ma%C3%9Feinheit
> Dann werden nämlich Maßzahl und Maßeinheit bei Zeilenumbrüchen nicht
> "zerrissen".

Besser wäre ein auf der Grundlinie liegender Bindestrich.

Beitrag "Re: 8bit-Computing mit FPGA"

von Marek N. (bruderm)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Bist du etwa der Typ mit den Hex-Ziffern?

von Karl K. (karl2go)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gustl B. schrieb:
> Verständnis fehlt oft. In den meisten Unterrichtsfächern lernen
> Schüler, dass sie mit Auswendiglernen Erfolg haben. Und das wenden sie
> dann auch auf Mathe und Physik an.

Na und? Das war vor 30 Jahren nicht anders. Da gab es genauso 
Auswendiglern-Schüler, die aufgeschmissen waren wenn die Aufgabe 
andersrum gestellt wurde.

Gustl B. schrieb:
> Das war gefühlt schwerer und zwar
> deutlich.

Als jemand der vor 30 Jahren Abi gemacht hat und heute die Aufgaben 
seiner Kinder sieht, bei Hausaufgaben hilft und Stoff übt kann ich dir 
versichern: Das ist nur gefühlt so.

Im Gegenteil sind Ansprüche enorm gestiegen, die Lehrer erwarten heute 
Hausarbeiten, sowas haben wir früher nicht gemacht. Auch dem geschuldet, 
dass die Schüler mehr Möglichkeiten haben. Hausarbeit ohne Quellenangabe 
= schlechtere Bewertung. Quellenangaben haben wir nie gemacht. Für 
Kurzvorträge wird Powerpoint und gedruckte Handouts erwartet.

von Achim (Gast)


Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
> Im Gegenteil sind Ansprüche enorm gestiegen

Unglaubwürdig. Heute macht jeder Dödel sein Abi.

> Für Kurzvorträge wird Powerpoint

Wenn die Note von Powerpoint abhängt, sagt das doch schon alles.

von Nicht W. (nichtsowichtig)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Was eine sinnlose Diskussion. Lass dein Kind einfach die Einheiten 
mitschreiben, wie es sich gehört. Solange das kein Punktabzug gibt ist 
doch alles gut.

von Karl K. (karl2go)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Achim schrieb:
> Unglaubwürdig. Heute macht jeder Dödel sein Abi.

Sprichst aus Erfahrung, wa?

Achim schrieb:
> Wenn die Note von Powerpoint abhängt, sagt das doch schon alles.

Nein, die Note hängt nicht vom PP ab, es geht auch Impress oder ein PDF, 
Letzteres ist eh als Fallback am besten, wenn die PP Version auf dem 
Schullaptop mal wieder veraltet ist.

Die Anforderungen sind schlichtweg gestiegen, während wir früher den 
schnell vor der Stunde noch handgeschriebenen Stichpunktzettel hatten 
wird heute schon ein wenig Visualisierung gewünscht.

von Gustl B. (-gb-)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Karl K. schrieb:
> Na und? Das war vor 30 Jahren nicht anders. Da gab es genauso
> Auswendiglern-Schüler, die aufgeschmissen waren wenn die Aufgabe
> andersrum gestellt wurde.

Ja, richtig, aber das Problem ist eher, dass die Kinder die nur 
auswendig lernen damit heute großteils weiterkommen. Eben weil in 
Fächern wie Mathe und Physik ein Großteil der Punkte in jeder Prüfung 
durch Reproduktion zu holen ist. Ich habe letztes Jahr in einer 6. 
Klasse in Mathe eine Transferaufgabe gestellt. Und zwar zum 
Konstruieren. Wir hatten  schon alles Mögliche konstruiert in der 
Schule, Senkrechte, Mittelsenkrechte, Parallele, ... und jetzt sollte in 
einer Aufgabe ein gleichschnekliges, rechtwinkliges Dreieck konstruiert 
werden, bei dem die Katheten jeweils 5 cm lang sind.

Nun, klar, da muss man jetzt kurz denken, aber wir hatten in der Schule 
ähnliche Dinge gemacht, haben immer zuerst eine Skizze gezeichnet und 
dann markiert was davon etwas ist das wir konstruieren können und so 
wurde dann Schritt für Schritt die Aufgabe gelöst.

Tja in der Prüfung wurde diese Aufgabe von sehr wenigen Schülern gelöst 
und in der nächsten Sprechstunde waren die Eltern da. Andere Lehrer 
meinten zu mir, dass man keine Transferaufgaben stellt. Das könne man in 
einem 1er Zweig (das ist der Mathe Zweig) machen, aber sie setellen 
keine solchen Aufgaben. Habe ich dann auch nicht mehr gemacht. Und dann 
bestanden meine Prüfungen eben nur aus Aufgaben die nach einem bekannten 
Schema gelöst werden konnten, nur mit anderen Zahlen oder anderem Text.

Karl K. schrieb:
> Im Gegenteil sind Ansprüche enorm gestiegen, die Lehrer erwarten heute
> Hausarbeiten, sowas haben wir früher nicht gemacht.

Ja, stimmt, es werden da alle möglichen Kompetenzen gefördert, aber die 
fachlichen Inhalte bleiben dabei vielleicht auf der Strecke.

Wir in Bayern haben seit 3 Jahren einen neuen Lehrplan, den Lehrplan 
Plus. Da geht es um Kompetenzen, kompetenzorientierter Unterricht.
https://www.isb.bayern.de/download/15913/isb_lehrplanplus_handreichung.pdf
Ich finde das auch nicht schlecht, sondern gut! Z. B. mathematisch 
argumentieren sollten die Schüler tatsächlich können. Aber: Die 
fachlichen Inhalte (das Rechnen) sind nicht weniger geworden und es gibt 
nicht mehr Unterrichtsstunden. Wenn ich also Stunden für Kompetenzen 
verwende, dann habe ich die nicht mehr um rechnen zu üben. So krass ist 
das nicht, das überschneidet sich oft, aber die Zeit fehlt an allen 
Enden. Der Oberwitz ist aber, dass noch nicht feststeht wie zukünftige 
Abschlussprüfungen aussehen werden. Müssen da Schüler auch mathematisch 
argumentieren, modellieren, ... oder doch nur rechnen? Wenn ich jetzt 
also viel Zeit für die Kompetenzen verwende wäre das später doof wenn 
die Abschlussprüfung so wie bisher kaum Kompetenzen prüft. Anders herum 
wäre es doof jetzt nur rechnen zu trainieren wenn dann später 
Kompetenzen geprüft werden. Aber das steht noch nicht fest und die 
Lehrer hängen da etwas in der Luft.

von Karl K. (karl2go)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Gustl B. schrieb:
> haben immer zuerst eine Skizze gezeichnet und
> dann markiert was davon etwas ist das wir konstruieren können und so
> wurde dann Schritt für Schritt die Aufgabe gelöst.

Und genauso wird das zumindest in TH am Gymnasium gemacht. So steht das 
auch im Lehrbuch und so sind auch die Aufgabenhefte gestaltet.

Ich mach regelmäßig Hausaufgabenhilfe, ich kann dir sagen, hier ist das 
so.

Und natürlich werden Transferaufgaben gestellt. Natürlich krachen da 
manche Schüler dran, aber das war früher auch schon so.

Gustl B. schrieb:
> und in der nächsten Sprechstunde waren die Eltern da

Das ist eher ein Problem, früher haben die Eltern ihr Kind 
zusammengefaltet dass es halt besser aufpassen soll. Heute stehen sie 
eher vor dem Lehrer.

von Gustl B. (-gb-)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Karl K. schrieb:
> Und genauso wird das zumindest in TH am Gymnasium gemacht.

War auch an der Realschule im Bayerischen Wald so an der ich war, aber 
das ist eben nicht an jeder Schule so.

Karl K. schrieb:
> Das ist eher ein Problem, früher haben die Eltern ihr Kind
> zusammengefaltet dass es halt besser aufpassen soll. Heute stehen sie
> eher vor dem Lehrer.

Das ist auch eine Sache der Kultur. Ich habe einige Migranteneltern 
erlebt die auch ihre Kinder zusammengefaltet haben. Da gab es schnell 
ein Handyverbot bei schlechten Leistungen. Und statt Nachhilfe wurde die 
Einstellung vertreten, dass Kind müsse sich nur mal konzentriert an den 
Schreibtisch setzen und üben statt daddeln. Dieses Spiel Fortnite 
scheint da so eine Pest zu sein. Viele Eltern fühlen sich da machtlos 
und scheuen den Konflikt mit ihren eigenen Kindern.

von J. S. (pbr85)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Gustl B. schrieb:
Viele Eltern fühlen sich da machtlos
> und scheuen den Konflikt mit ihren eigenen Kindern.

Was soll man auch von liberaler, antiautoritärer Erziehung erwarten?

von Gustl B. (-gb-)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Ich glaube ja das ist oft Bequemlichkeit. Kind(er) haben gehört dazu, 
ist sowas wie ein Statussymbol, aber das selber erziehen, das will man 
nicht. Das kostet Zeit, Geduld, Nerven, ... und das gerade in einer Zeit 
in der alle Beteiligten den ganzen Tag aufs Smartphone gucken oder sonst 
wie abgelenkt sind. Aber was die Leute haben ist eben Geld. Also wird 
versucht die Erziehung durch Geld zu erschießen. Kinder bekommen teure 
Spielsachen die Geräusche machen und dann wenn sie älter werden Tablett 
und Smartphone, dann eine Switch, ...
Wenn die schulischen Leistungen nicht passen wird teure Nachhilfe 
bezahlt.

Die genauen Gründe kenne ich nicht, es sieht manchmal wie moderner 
Ablasshandel aus. Man kümmert sich wenig um die Kinder, kauft sich aber 
von der Schuld frei indem man eben viel Geld für das Kind ausgibt.
Aber vielleicht glauben manche Eltern auch wirklich sie täten den 
Kindern einen Gefallen.
Oder es ist Bequemlichkeit, wenn ich dem Kind eine Switch und Spiele in 
die Hand drücke, dann habe ich meine Zeit für mich.
Vielleicht auch eine Mischung aus mehreren Dingen.

Ich bin da kein Experte, aber was ich beobachten konnte und was mir 
Eltern erzählt haben finde ich zu einem großen Teil nicht gut. Das ist 
aus meiner Sicht selbst verschuldet. Dicke Autos und schickes Haus haben 
wollen, dann gehen natürlich beide arbeiten, und dann aber noch Kinder 
erziehen geht eben nicht einfach so. Vielleicht sollte man sich mal von 
ein paar Statussymbolen befreien, hat dann mehr Zeit und kann auch diese 
Zeit mit den Kindern verbringen.
Ich bin da aktuell ziemlich schockiert wie viele sehr gut verdienende 
Eltern sehr schnell nach der Geburt wieder arbeiten gehen. Die bräuchten 
das nicht, das geht nur um Luxus, die große Glotze, die Autos, die 
Urlaube, ...
Das hat vermutlich einen Grund wieso Menschenkinder früher (bei 
Naturvölkern) >3 Jahre lang gestillt wurden und viel mit den Eltern 
zusammen waren.

Will sagen:
Wir machen in unserer modernen ach so bequemen Gesellschaft viele Dinge 
radikal anders im Vergleich zu dem wofür der Mensch ausgelegt ist. Und 
das alles ohne Not, nur damit es noch etwas bequemer wird.
Die Folgen sind egal, weil die erst nach einer Latenz eintreten und uns 
jetzt akut noch nicht betreffen.

von Karl K. (karl2go)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Gustl B. schrieb:
> Ich habe einige Migranteneltern
> erlebt die auch ihre Kinder zusammengefaltet haben. Da gab es schnell
> ein Handyverbot bei schlechten Leistungen.

Ich kenne auch einige Nichtmigranteneltern, da gibt es Handyverbot bei 
schlechten Leistungen.

Ich kenne auch einige Intriganteneltern, die versucht haben einen 
unliebsamen Lehrer beim Rektor anzuschwärzen und loszuwerden.

Nur ist es sinnvoll, das zu verallgemeinern? Alle Eltern verhätscheln 
ihre Kinder, alle Kinder können nix mehr. Was soll das?

Und ja, wir hatten auch vor 30 Jahren Schüler im Abi, die waren nur dort 
weil die Eltern das wollten, die haben nur Scheisse gebaut und ihr Abi 
grad so geschafft.

von Gustl B. (-gb-)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Karl K. schrieb:
> Ich kenne auch einige Nichtmigranteneltern, da gibt es Handyverbot bei
> schlechten Leistungen.

Ja, gibt es. Sollte es mehr geben.

"Pauschalaussagen sind immer Scheiße!"

Aber richtig, so Verallgemeinerungen helfen nichts, wir bräuchten 
eigentlich Lösungsansätze.

Noch was zur Bequemlichkeit, da hatte ich letztes Jahr mal was 
geschrieben. Ich finde tatsächlich Bequemlichkeit ist eines der 
Hauptprobleme bei uns.
https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Hitze-und-Duerre-Klimabericht-fuer-2017-zeigt-deutliche-Trends-der-Erwaermung/Bequemlichkeit/posting-32815613/show/

von michael_ (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Gustl B. schrieb:
> Karl K. schrieb:
>> Im Gegenteil sind Ansprüche enorm gestiegen, die Lehrer erwarten heute
>> Hausarbeiten, sowas haben wir früher nicht gemacht.
>
> Ja, stimmt, es werden da alle möglichen Kompetenzen gefördert, aber die
> fachlichen Inhalte bleiben dabei vielleicht auf der Strecke.

Hä?
Vor 60 Jahren war das normal.
Gern habe ich das nicht gemacht. Bin lieber stromern gegangen.

Heute ist das anders. Da können Schüler von Stunde zu Stunde 
entscheiden, was sie lieber machen wollen.
Die Schüler liegen auf dem Bauch auf einer Coutsch und lesen in einem 
Buch.
Wer will, oder schläft da ein.

von Bla (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Erziehung ist schwerer geworden. Die ganzen Ablenkungen wie Internet, 
Smartphone, 5000-TV Programme und alles was damit im Zusammenhang steht, 
gab es früher eben nicht. Dann die ganzen Online-Communities wo die 
Kinder schlechtes Benehmen und Null-Bock-Mentalität von anderen 
übernehmen. Man sagt, man wird so wie die 5 nächsten Personen in der 
eigenen Umgebung. Zur Umgebung gehören auch die Online-Communities. Und 
es ist eben sehr einfach, sich die falschen Freunde auszusuchen, 
Hauptsache sie sind cool.
Ja ich höre mich jetzt sehr alt an:) Ich will ja nicht sagen, dass man 
auf all die modernen Möglichkeiten verzichten soll, denn sie bieten ja 
auch Vorteile wenn man sie sinnvoll nutzt.

von michael_ (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Bla schrieb:
> Erziehung ist schwerer geworden.

Was haben wir damals die Lehrer geärgert und zur Weißglut gebracht.
Natürlich bereut man das später.

In der DDR hieß das damals, dass die Patienten in der Klapsmühle zu 50% 
Lehrer waren.

von Zeno (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Christian M. schrieb:
> So Buchstaben verwirren nur! Die reinen Zahlen ergeben ja dasselbe! Man
> darf die jungen Leute nicht überfordern!

Ach die armen jungen Leute - man was waren wir überfordert.

Sobald mit realen Werten gerechnet wird, werden die Einheiten während 
der Rechnung mitgeführt.
Eine physikalische Größe ist das Produkt aus einem Zahlenwert und einer 
physikalischen Einheit (kann man hier 
https://de.wikipedia.org/wiki/Physikalische_Größe nachlesen), d.h. die 
physikalische Größe wird vollständig in die Formel eingetragen, also 
Wert und Einheit. Die Einheit kann schon sich maßgeblich auf das 
Ergebnis auswirken.

Um mal bei dem Beispiel des TO zu bleiben:
50 V * 2 A = 100 W
Jetzt machen wir mal aus  den 50V 50mV und den 2A 2mA. Zahlenmäßig kommt 
jetzt auch 100 heraus, aber was ist das jetzt W, mW oder µW? Es sind 
100µW. Das bekommt man aber nur richtig heraus, wenn man mit den 
Einheiten rechnet.

Das ist ja einfache Formel, es gibt aber Formeln wo man schnell die 
Übersicht verliert.

von michael_ (Gast)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Zeno schrieb:
> Sobald mit realen Werten gerechnet wird, werden die Einheiten während
> der Rechnung mitgeführt.

Kaum.
Normalerweise werden am Anfang die Einheiten herausgekürzt.
Es bleibt nur die End-Einheit.

von Karl K. (karl2go)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
michael_ schrieb:
> Heute ist das anders. Da können Schüler von Stunde zu Stunde
> entscheiden, was sie lieber machen wollen.

Kannst du einen Scheiss erzählen. Weder können Schüler das selbst 
entscheiden, noch liegen die auf dem Bauch rum.

Im Gegenteil sitzen die auf Stühlen, da würde in jeder Firma der 
Betriebsrat überdrehen wenn sowas die Angestellten hingestellt bekämen.

von michael_ (Gast)


Bewertung
-4 lesenswert
nicht lesenswert
Karl K. schrieb:
> Kannst du einen Scheiss erzählen. Weder können Schüler das selbst
> entscheiden, noch liegen die auf dem Bauch rum.

Nee!
Kam vorige Woche auf dem MDR.
Es wurde neue Schulmethoden von "innovativen" Vorzeigeschulen gezeigt.
Mit dem neumodischen Zeug wie Mediathek kannst du dir das sicher noch 
ansehen.

Was waren wir als DDR-Bürger entsetzt, dass im Westen Sofas in den 
Klassenzimmern standen.
Heute stehen hier auch Sofas rum.

von Herr M. (herrmueller)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ohne Einheiten müsste man sich ja die ganzen Rechenwege merken.
Ich schaue erst, was ich am Ende haben will,
 zB km/h und sehe dann, dass ich km duch Stunden teilen muss.
Oder Newton = kgm/s2

von Karl K. (karl2go)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
michael_ schrieb:
> Kam vorige Woche auf dem MDR.

Hach Gottchen, da hat mal eine Schule was ausprobiert und sofort droht 
wieder der Untergang des Abendlandes.

Du tust ja gerade so, als würde das jede Schule verpflichtend übernehmen 
müssen.

Aber wehe der Arbeitgeber stellt keinen Pausenraum mit Ruheecke zur 
Verfügung, da wird sofort der Betriebsrat angespitzt.

Genau der gleiche Scheiss wie "die Kinder lernen nicht mehr richtig 
schreiben". Meine Kinder haben beide Schreibschrift gelernt, in TH und 
ST, und jetzt sogar Extrakurs Kalligrafie - in der dritten Klasse.

Die schreiben besser als ich es jemals konnte, trotz Abi vor 30 Jahren.

von 1tagfliege (Gast)


Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
scjreibschreift ist was für nicht techniker ... in der schmierschule 
ok...

aber sonst brauch man das nicht

von Percy N. (vox_bovi)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gustl B. schrieb:
> Ich glaube ja das ist oft Bequemlichkeit. Kind(er) haben gehört dazu,
> ist sowas wie ein Statussymbol, aber das selber erziehen, das will man
> nicht. Das kostet Zeit, Geduld, Nerven, ... und das gerade in einer Zeit
> in der alle Beteiligten den ganzen Tag aufs Smartphone gucken oder sonst
> wie abgelenkt sind. Aber was die Leute haben ist eben Geld. Also wird
> versucht die Erziehung durch Geld zu erschießen. Kinder bekommen teure
> Spielsachen die Geräusche machen und dann wenn sie älter werden Tablett
> und Smartphone, dann eine Switch, ...
> Wenn die schulischen Leistungen nicht passen wird teure Nachhilfe
> bezahlt.
>
> Die genauen Gründe kenne ich nicht, es sieht manchmal wie moderner
> Ablasshandel aus. Man kümmert sich wenig um die Kinder, kauft sich aber
> von der Schuld frei indem man eben viel Geld für das Kind ausgibt.
> Aber vielleicht glauben manche Eltern auch wirklich sie täten den
> Kindern einen Gefallen.

Vermutlich von allem ein bisschen.

Literaturtipp:
Anja Maier
Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter
Von Edeleltern und ihren Bestimmerkindern

Je nach persönlicher Einstellung entweder sehr amüsant zu lesen, oder 
aber eher deprimierend.

Allerdings: Vollständige Ignoranz hinsichtlich des Leistungsstandes des 
kostbaren Nachwuchses kriegen auch die größten Deppen hin. Die fallen 
dann aber anders auf.

von egonotto (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

@ Gustl B.: Schau Dir mal "Der langsame Tod der Analysis" von Thomas 
Sonar an. (http://www.mathematikinformation.info/pdf2/MI57Sonar.pdf).

MfG
egonotto

von Karl K. (karl2go)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
egonotto schrieb:
> @ Gustl B.: Schau Dir mal "Der langsame Tod der Analysis" von Thomas
> Sonar an.

Hach Gottchen wieder so ein "früher war alles besser" und "der 
Taschenrechner ist der Tod der Mathematik" Rant.

Die Aufgaben auf dem Zettel bekomme ich heute noch aus dem Kopf hin. Und 
genau das haben Schüler auch heute noch im Abi.

Dennoch bin ich im Studium in Mathe erstmal von 1 (Abi) auf 4 (erstes 
Semester) abgeschmiert, weil da die Anforderungen und der Lehrstil ganz 
anders waren.

Andererseits standen in meinem Tafelwerk noch Logarithmentafeln, und wir 
haben auch den Umgang damit gelernt. Hab ich im Studium und in 20 Jahren 
als Ing nie wieder gebraucht, kein einziges Mal.

Dass die Schüler heute zwingend einen grafischen Rechner brauchen, der 
eine Kurvendiskussion komplett alleine macht - die Dinger waren bei uns 
noch streng verboten - liegt nicht an der Dummheit der Schüler, sondern 
an der hervorragenden Lobbyarbeit der Hersteller, die sogar den genauen 
Typ vorschreiben.

Genauso wie die Schulbuchverlage erfolgreich zu jedem Fach Arbeitshefte 
und weiterführenden Kram anbieten, den die Lehrer dankbar annehmen, die 
doofen Eltern bezahlen und die Schüler mit rumschleppen müssen. Wir 
haben damals gestöhnt, als es in Englisch noch das Workbook zum Lehrbuch 
gab. Heute gibts die Arbeitshefte zu Deutsch, Mathe, Heimatkunde... 
bereits ab der ersten Klasse.

Aber Schulbücher aufm Tablet - das ist ja des Teufels.

von Gustl B. (gustl_b)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Danke!

Es ist eben die Frage was der Zweck der Schule ist. Schüler auf das 
Leben vorbereiten? Alles schwammig. Ich muss hier in meinem 
Elektronikhobby nicht selber rechnen können. Das wird in den 
Taschenrechner oder bei komplizierten Aufgaben in Wolfram Alpha getippt. 
Das geht heute einfach so. Wozu also schriftlich dividieren oder gar 
Polynomdivision oder ...
Den Werkzeugkasten Mathe den brauche ich kaum, Physik hat mir bisher 
wenig Software abgenommen wobei ... Kirchhoffsche Gesetze rechnen macht 
auch der Spice Simulator.
Vielleicht ist das diese neue Welt die sich auch dauernd verändert. Da 
würde es dann schon passen Kinder genau darauf vorzubereiten. Eine Lange 
Aufmerksamkeitsspanne ist vielleicht auch nicht mehr nötig.
Ist jetzt auch egal ob man das gut oder schlecht findet, die Welt geht 
in diese Richtung.

von Achim B. (bobdylan)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Gustl B. schrieb:
> Das hat vermutlich einen Grund wieso Menschenkinder früher (bei
> Naturvölkern) >3 Jahre lang gestillt wurden und viel mit den Eltern
> zusammen waren.

Hat es, und zwar einen Guten!

Nachzulesen in "Eine kurze Geschichte der Menschheit" von Yuval Noha 
Harari. Das Buch sollte außerdem zur Pflichtlektüre erklärt werden.

von Zeno (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
michael_ schrieb:
> Normalerweise werden am Anfang die Einheiten herausgekürzt.
> Es bleibt nur die End-Einheit.

Dann rechnest Du trotzdem mit Einheiten und fügst sie nicht erst nach 
Abschluß der Messung hinzu.
Mathematische Gesetze gelten halt auch für Einheiten, man darf sie gemäß 
der mathematischen Gesetzmäßigkeiten umrechnen und zusammenfassen.

von Zeno (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
1tagfliege schrieb:
> scjreibschreift ist was für nicht techniker ... in der schmierschule
> ok...
>
> aber sonst brauch man das nicht

Stimmt! Schreibschrift ist genauso unwichtig wie Orthographie. Hast Du 
gerade mit Deinem Post eindrucksvoll bewiesen.

von MaWin (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Yippieeeh, ist schon Freitag ...

von Marek N. (bruderm)


Bewertung
-4 lesenswert
nicht lesenswert
Bla schrieb:
> 5000-TV Programme

Fernsehen ist schon lange keine Konkurrenz mehr.

Bla schrieb:
> Dann die ganzen Online-Communities wo die
> Kinder schlechtes Benehmen und Null-Bock-Mentalität von anderen
> übernehmen.

Du meinst µC.net?

Gustl B. schrieb:
> und jetzt sollte in
> einer Aufgabe ein gleichschnekliges, rechtwinkliges Dreieck konstruiert
> werden, bei dem die Katheten jeweils 5 cm lang sind.

Mein Ansatz:
* Wähle Punkt O.
* Ziehe Gerade g so dass O € g
* Ziehe um O einen Kreis k mit dem Radius r = 5 cm
* Schnittpunkte von k mit g bilden die Punkte P und P'
* Ziehe um P und P' jeweils einen Hilfskreis h bzw. h' mit dem Radius 2r
* Die Schnittpunkte von h und h' bilden die Punkte H und H'
* Ziehe Gerade f so dass {P; P'} € f
* Die Schnittpunkte von f mit k bilden die Punkte N und N'
* Ziehe Gerade e so dass {N; N'} € g
* Die Dreiecke {NOP; NOP'; N'OP; N'OP'} bilden das gesuchte 
rechtwinklige Dreieck mit der jweiligen Kathetenlänge r = 5 cm

So, und das ist bei mir fast 24 Jahre her!

von Achim B. (bobdylan)


Bewertung
-4 lesenswert
nicht lesenswert
Zeno schrieb:
> unwichtig wie Orthographie

Orthographie ist zwar ein schönes Hobby, welches man auch zum Beruf 
machen kann, aber ich finde nicht, dass man Vogelkunde unbedingt an 
Schulen unterrichten muss. Jedenfalls nicht sehr ausführlich.

von Achim B. (bobdylan)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Marek N. schrieb:
> So, und das ist bei mir fast 24 Jahre her!

Damals habt ihr statt € aber noch DM geschrieben, stimmts?

von M.A. S. (mse2)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Achim B. schrieb:
> Marek N. schrieb:
>> So, und das ist bei mir fast 24 Jahre her!
>
> Damals habt ihr statt € aber noch DM geschrieben, stimmts?


Marek N. schrieb:
> Mein Ansatz:
> * Wähle Punkt O.
> * Ziehe Gerade g so dass O € g

Das Euro-Symbol als Ist-Element-Von-Symbol zu missbrauchen ist schon ein 
starkes Stück.
Und überhaupt, Marek:
Du hättest lieber ein Rezept für irgend eine leckere Speise 
veröffentlichen sollen, davon hätten wir mehr gehabt...  ;)

von Gustl B. (-gb-)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Achim B. schrieb:
> Hat es, und zwar einen Guten!
>
> Nachzulesen in "Eine kurze Geschichte der Menschheit" von Yuval Noha
> Harari. Das Buch sollte außerdem zur Pflichtlektüre erklärt werden.

Ich lese gerade Sapiens.
Und sonst kann ich "Die Biologie des menschlichen Verhaltens" sehr 
empfehlen.

Marek N. schrieb:
> Mein Ansatz:

Die Schüler sollten das nur konstruieren, es musste nichts beschrieben 
werden. Aber in etwa so hätte ich das erwartet. Aber es geht schon damit 
los, dass viele Schüler an der Stadtschule feinmotorisch echt schlecht 
waren. Ich will da jetzt nicht groß auf Gründe eingehen, vermute es wird 
heute weniger gebastelt und so, aber die Bedienung vom Zirkel war eine 
große Herausforderung. Generell so Dinge wie Ordentlichkeit waren nicht 
OK. Wenn etwas gezeichnet werden sollte das 8 cm lang ist, dann war das 
oft 8,2 cm lang. Und das trotz Karoheft. Und dann gab es die, die keinen 
Zirkel dabei hatten. Oder generell nur unzureichendes Material. Stifte 
die leer oder stumpf sind oder aus denen die Tinte irgendwo herausläuft.
Ich kann das nur mit meiner Schulzeit vergleichen. Ich hatte einen 
Füller und später dann Kugelschreiber und natürlich auch ein Geodreieck 
und so, aber da habe ich drauf aufgepasst. Das Dreieck war bis zum Abi 
ein Dreieck und nicht wie ich es jetzt oft sehen durfte ein Vieleck.

von Le X. (lex_91)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Marek N. schrieb:
> So, und das ist bei mir fast 24 Jahre her!

Bist halt der Geilste!

von Le X. (lex_91)


Bewertung
5 lesenswert
nicht lesenswert
Gustl B. schrieb:
> Und dann gab es die, die keinen
> Zirkel dabei hatten. Oder generell nur unzureichendes Material. Stifte
> die leer oder stumpf sind oder aus denen die Tinte irgendwo herausläuft.

Ist doch das normalste auf der Welt.
Herrgott, wie oft habe ich (und meine Mitschüler damals) den Zirkel 
daheim liegen gelassen?
Als Jugendlicher hat man vieles im Kopf, aber die Schultasche brav für 
den nächsten Schultag zu packen gehört nicht dazu.
Die Pflege der Stifte war auch nur was für Streber.
Zu 90% ist man mit nem Lineal und nem Kuli irgendwie durchgekommen. Das 
hat gereicht.

Tut doch mal nicht so als wären die Schulen in den 80er oder 90er 
strenge Eliteinternate nach englischem Vorbild gewesen.
Damals hatten wir genauso wenig Bock, waren genauso schlecht 
vorbereitet, haben im Bus noch die Hausaufgaben irgendwo abgekritzelt 
und gehofft dass wir nicht ausgefragt werden.
Ja und? Hat trotzdem locker gereicht.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Marek N. schrieb:
> * Ziehe Gerade g so dass O € g

Marek N. schrieb:
> So, und das ist bei mir fast 24 Jahre her!

da gabs schon den Euro?

von Marek N. (bruderm)


Angehängte Dateien:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Marek N. schrieb:
> * Ziehe Gerade f so dass {P; P'} € f

Entschuldigung, das muss natürlich heißen:
* Ziehe Gerade f so dass {N; N'} ∈ f

Aber sonst scheint der Ansatz zu klappen. Hab das mal eben in Geogebra 
durchgetickert.

von Gustl B. (-gb-)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Le X. schrieb:
> Tut doch mal nicht so als wären die Schulen in den 80er oder 90er
> strenge Eliteinternate nach englischem Vorbild gewesen.

Du hast schon Recht. Natürlich waren wir damals auch nicht brav, haben 
manchmal die Hausaufgeben und unser Zeig vergessen. Da gab es dann die 
Regel, dass es beim 3. Vergessen einen Hinweis nach Hause gab. Oder ein 
Kuchen gebacken werden musste. Und es wurden dann doch recht wenige 
Hinweise geschrieben oder Kuchen gegessen.

Es ist vielleicht auch weniger ein Unterschied zwischen den 80ern und 
jetzt als zwischen Stadt und Land. Ich durfte mir sowohl Land als auch 
Stadt angucken. Da war der Unterschied schon groß. Lag aber vermutlich 
auch am Klientel.

Jedenfalls letztes Jahr hätte ich in jeder Stunde Kuchen essen können 
oder mich dann nach dem Unterricht hinsetzen und Hinweise schreiben.
Das wurde aber an der Schule anders gehandhabt. Da wurden die 
Vergessensstriche von allen Fächern gesammelt und die Klassleitung hat 
dann bei 7 Strichen den Hinweis und bei 14 Strichen den Verweis 
geschrieben. Es gab viele Verweise - vor den Herbstferien.

An der Landschule war das deutlich entspannter. Es gab auch da einige 
Kandidaten, die öfters etwas nicht dabei hatten, aber die sind 
aufgefallen, die große Mehrheit hat ihr Zeug mitgenommen und die 
Hausaufgaben gemacht.

Marek N. schrieb:
> Aber sonst scheint der Ansatz zu klappen. Hab das mal eben in Geogebra
> durchgetickert.

Jap, Geogebra ist super!
Man kann das auch in einer anderen Reihenfolge lösen.
1. Zeichne die Gerade g.
2. Markiere einen beliebigen Punkt P \in g.
3. Ziehe einen Kreise k mit r = 5 cm um P.
4. Es entstehen die Schnittpunkte S1 und S2 aus k geschnitten mit g.
5. Ziehe jeweils um S1 und S2 einen Kreis mit r > 5 cm.
6. Diese beiden neuen Kreise schneiden sich wieder in 2 Punkten, zeichne 
eine Gerade h durch diese Schnittpunkte.
7. Jetzt hat man wieder den Kreis k um P und die vier Schnittpunkte von 
k mit g und h.

: Bearbeitet durch User
von Wühlhase (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
mh schrieb:
> Tobias B. schrieb:
>> Als Physiker wuerde ich sagen, dass man sie nicht im ersten Schritt los
>> wird, sondern sie erst im letzten Schritt verwendet.
>
> Ich habe häufig geschrieben. Bei dem was ich in den letzten Jahren so
> gemacht habe, wird zuerst "entdimensionalisirt". Damit man mit
> handlichen dimensionslosen Kennzahlen hantieren kann. Z.B. Reynolds- und
> Prandtl-Zahl.

Das ist auch ein Spezialfall, da du ein Verhältnis aus zwei Größen mit 
identischer Einheit hast. Das kommt hin und wieder vor, ist aber 
insgesamt doch vergleichsweise selten. Da kürzt sich die Größe raus 
(wahrscheinlich kriegt der Mathematiker bei diesem Satz Tourette, aber 
das ist dem Ingenieur egal).

Bei dem Beispiel vom Anfang des Threads geht das nicht, da ergeben beide 
Größen eine neue.

Wenn die Schüler irgendwann mal eine Formel umstellen sollen kann nach 
drei oder vier Zeilen und mehr oder weniger kreativen Rechenwegen 
niemand mehr die Lösung nachvollziehen.
Allein deshalb finde ich das Weglassen der Einheiten schon mehr als 
fragwürdig. Es zeugt eher davon, daß der Lehrer das Fach, das er lehren 
soll, selber unzureichend versteht.
Und das Weglassen der Einheiten verbessert weder das Verständnis, noch 
erspart es soviel Schreibaufwand als daß das eine Rechtfertigung wäre.

Es erspart dem Lehrer lediglich die Erklärungsnot, wenn die Kleinen 
fragen, warum sie das mitschreiben müssen.

von mh (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wühlhase schrieb:
> mh schrieb:
>> Tobias B. schrieb:
>>> Als Physiker wuerde ich sagen, dass man sie nicht im ersten Schritt los
>>> wird, sondern sie erst im letzten Schritt verwendet.
>>
>> Ich habe häufig geschrieben. Bei dem was ich in den letzten Jahren so
>> gemacht habe, wird zuerst "entdimensionalisirt". Damit man mit
>> handlichen dimensionslosen Kennzahlen hantieren kann. Z.B. Reynolds- und
>> Prandtl-Zahl.
>
> Das ist auch ein Spezialfall, da du ein Verhältnis aus zwei Größen mit
> identischer Einheit hast. Das kommt hin und wieder vor, ist aber
> insgesamt doch vergleichsweise selten. Da kürzt sich die Größe raus
> (wahrscheinlich kriegt der Mathematiker bei diesem Satz Tourette, aber
> das ist dem Ingenieur egal).

Du hast nicht so ganz verstanden was und warum das gemacht wird.

von Falcon (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
mh schrieb:

> (wahrscheinlich kriegt der Mathematiker bei diesem Satz Tourette, aber
> das ist dem Ingenieur egal).

Du bist bei VW beschäftig?

von Karl K. (karl2go)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gustl B. schrieb:
> Es gab auch da einige
> Kandidaten, die öfters etwas nicht dabei hatten, aber die sind
> aufgefallen, die große Mehrheit hat ihr Zeug mitgenommen und die
> Hausaufgaben gemacht.

Dafür gibts jetzt was, das nennt sich Bücherplan. Haben sich die Schüler 
selbst ausgedacht, von den Banknachbarn bringt jeder nach Plan eine 
Hälfte der für den Tag nötigen Bücher mit, damit sie weniger schleppen 
müssen.

Bisher noch keine Beschwerden von den Lehrern...

von Christian M. (Firma: magnetmotor.ch) (chregu) Benutzerseite


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Achim B. schrieb:
> Orthographie

Achim B. schrieb:
> Vogelkunde

Achim B. schrieb:
> Bewertung
>
>   -4

Du hast es gemerkt? Oder ein Smiley vergessen? ;-)

Gruss Chregu

von Gustl B. (-gb-)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Karl K. schrieb:
> Dafür gibts jetzt was, das nennt sich Bücherplan.

Sowas finde ich auch gut. Guck mal die kleinen Grundschüler an und 5. 
Klässler sind manchmal auch nicht wirklich viel größer. Die schleppen 
oft ziemlich viel mit sich rum. Das muss in der Tat nicht sein.

Ich bin aber gegen Tablettklassen. Man mag das ja sinnvoll einsetzen 
können, aber Buch und Heft auf der Bildschirmgröße ist einfach zu klein. 
Aber es passt zum Trend, die Tische werden auch kleiner. Ja, ganz früher 
waren die noch viel kleiner, aber zwischen drinnen waren die mal größer. 
Jetzt passt da kaum noch Federmäppchen, Buch und Heft hin.

von M.A. S. (mse2)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Christian M. schrieb:
> Achim B. schrieb:
>> Orthographie
>
> Achim B. schrieb:
>> Vogelkunde
>
> Achim B. schrieb:
>> Bewertung
>>
>>   -4
>
> Du hast es gemerkt? Oder ein Smiley vergessen? ;-)
>
> Gruss Chregu

Vogelkunde = Ornithographie

Rechtschreibung = Orthologie

Lehre von den Vogelhandschriften = Ornithographologistik?

:)

von asfndf,.asuavfvnrui3 (Gast)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Ornithologie oder Orthographie?
Du Vogelkundler.

von M.A. S. (mse2)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
<humorfreizone>

> Ornithologie oder Orthographie?
> Du Vogelkundler.

</humorfreizone>

: Bearbeitet durch User
von Achim B. (bobdylan)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Christian M. schrieb:
> Du hast es gemerkt?

Mir ist schon seit langem klar, dass es mit dem Humorverständnis in 
diesem Forum nicht weit her ist, und bin deshalb an 
mir-am-Arsch-vorbeigehende Negativbewertungen gewohnt.

von 1tagfliege (Gast)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Manche verstehen etwas gravierend falsch, es geht darum, dass man etwas 
versteht. keiner verlangt, dass man fehlerfrei arbeitet. schlimmer ist 
es wenn man fehler nicht einsehen kann (Politik zB). Und das nicht 
versteht.

Wenn wir mit der digitalsierung nicht gas geben in deutschland und das 
ab dem Kindergarten, werden wir in oaar Jahren richtig doof.
Ist ja schon so weit, dass ein Fachinformaktier einen bacholer ausbilden 
darf.

Fortschritt darf nicht aufgehalten werden durch Poltik und Wirtschaft.
Die Wirtschaft verlangt ja auch Computersysteme zur Berechnung.
Ein Ing. sollte verstehen, was da passiert, ein Techniker sollte das 
sicher anwenden können.
Und der Informatiker sollte beiden es genau erklären können.
Sonst sind die Ausbildungen wirklich wertlos.
Außerdem ist es sinnlos alles auswendig zu wissen, aber nix mit dem 
wissen zu können.
Jura und Medi zB verlangen viel Wissen aber auch dass man das wissen 
umsetzen kann.

von IchGlaubeEsNicht (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
1tagfliege schrieb:
> Wenn wir mit der digitalsierung nicht gas geben in deutschland und das
> ab dem Kindergarten, werden wir in oaar Jahren richtig doof.


Ach ja?!

https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2019-11/digitalisierung-schulen-bildungspolitik-schottland-economist

von Gustl B. (-gb-)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
1tagfliege schrieb:
> Wenn wir mit der digitalsierung nicht gas geben in deutschland und das
> ab dem Kindergarten, werden wir in oaar Jahren richtig doof.
> Ist ja schon so weit, dass ein Fachinformaktier einen bacholer ausbilden
> darf.

Ich behaupte mal, dass am Ende die besseren Informatiker, Mathematiker, 
... bei rauskämen wenn wir statt Digitalisierung in in der Schule 
ordentlich das Handwerkszeug beibringen würden. Sicherer Umgang mit 
Mathe, Verständnis in Physik, sicher in Rechtschreibung und auch 
Textverständnis.

Was bringen "Digital Natives", wenn die kein mehrseitiges Datenblatt 
lesen und verstehen können weil die Aufmerksamkeitsspanne zu kurz ist? 
Was bringen Programmierer die nur von Stackoverflow leben und selbst 
sofort die Flinte ins Korn werfen sobald es mal schwierig wird weil die 
Frustrationstoleranz so weit unten ist?

Da finde ich den aktuellen Trend recht gefährlich, dass Kinder immer 
Erfolge haben müssen. Ja, schön, aber das bringt nichts wenn man 
schwierige Dinge versteckt. Irgendwann kommen dann doch schwierige 
Herausforderungen und dann ist man unvorbereitet. Ich sage nicht, dass 
Kinder nie Erfolg haben sollten, aber Erfolg ist die Belohnung für Mühe. 
Ohne Mühe ist der Erfolg nichts wert.

von Karl K. (karl2go)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gustl B. schrieb:
> Was bringen "Digital Natives", wenn die kein mehrseitiges Datenblatt
> lesen und verstehen können weil die Aufmerksamkeitsspanne zu kurz ist?

Und bämm, schon biste wieder in der Entweder-Oder-Denke.

Kannst du dir nicht vorstellen, dass Leute das eine können ohne das 
andere zu lassen?

Ist aber anscheindend doch so: Jede Generation betet die Technik an, mit 
der sie aufgewachsen und verdammt die Technik, die danach gekommen ist.

von Gustl B. (-gb-)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Karl K. schrieb:
> Und bämm, schon biste wieder in der Entweder-Oder-Denke.

Ja, mag sein. Ich habe in den letzten Jahren mehrere klägliche Versuche 
gesehen Irgendwas mit Digitalisierung zu machen.

Mit irre viel Geld wurde Technik gekauft die den Unterricht nicht 
verbessert hat sondern im Beispiel mit den Smartboards den meisten 
Lehrern eher im Wege steht. Laptops hab es auch viele an der Schule, 
mehrere hohe Stapel und die verstauben im Schrank.
Eine andere Schule hat irre teuer WLAN bekommen. Ja, toll das hilft 
bestimmt beim Matheunterricht.

Ich kann mir tatsächlich einige tolle Dinge vorstellen die ich gerne 
hätte. Z. B. würde ich gerne mal Physikversuche in VR sehen. Also dass 
Schüler virtuell Versuche machen können die sonst entweder zu teuer oder 
zu gefährlich wären.
Auch in Mathe mit Geogebra kann man viel machen, aber das scheitert oft 
an der Stundenzahl. Ich kann nicht mehrere Stunden opfern um die 
Bedienung zu erklären. Vor allem wenn in den Prüfungen dann doch mit 
Lineal und Zirkel konstruiert werden muss. Da trainiere ich lieber den 
Umgang mit diesen Materialien.

Ich bin nicht generell gegen Digitalisierung, aber ich bin gegen das was 
ich bisher gesehen habe. Das hat einfach keinen Mehrwert geboten ausser, 
dass eben Digital mit dabei war.

von Karsten B. (kastenhq2010)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Beim Thema physikalische Einheiten muss ich immer an das Energielabel 
für Lampen der EU denken:

https://eulabel.de/wp-content/uploads/2013/09/Lampenetikett_Muster.png

Man beachte IV. Man könnte auf eine 5 W LED auch einfach "5 W" 
schreiben, aber das würde die Bevölkerung womöglich nur verunsichern.

von Guido B. (guido-b)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gustl B. schrieb:
> Auch in Mathe mit Geogebra kann man viel machen, aber das scheitert oft
> an der Stundenzahl. Ich kann nicht mehrere Stunden opfern um die
> Bedienung zu erklären. Vor allem wenn in den Prüfungen dann doch mit
> Lineal und Zirkel konstruiert werden muss. Da trainiere ich lieber den
> Umgang mit diesen Materialien.
>
> Ich bin nicht generell gegen Digitalisierung, aber ich bin gegen das was
> ich bisher gesehen habe. Das hat einfach keinen Mehrwert geboten ausser,
> dass eben Digital mit dabei war.

Das ist aber wirklich nicht einfach zu entscheiden. Ich war auch
entsetzt, dass in BaWü die geometrische Konstruktion in Mathe
fast ganz gestrichen wurde. Imho ist diese notwendig um eine
Vorstellung von Körpern im Raum zu emtwickeln und das Zeitfenster
hierfür ist sehr klein. Wer das mit etwa 12 nicht kann, kriegt es
nicht mehr hin. Es ist aber z.B. im Maschinenbau auch garnicht mehr
notwendig, da die CAD-Software natürlich 3-dimensionale Darstellung
beherrscht. Die Vorstellungsmöglichkeit ist obsolet.

Gut oder schlecht? Ich vermag das nicht zu entscheiden.

von Karl K. (karl2go)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gustl B. schrieb:
> sondern im Beispiel mit den Smartboards den meisten
> Lehrern eher im Wege steht.

Was aber nicht an der Technik liegt, sondern an den Lehrern. Die sich 
weigern mit der Technik zu arbeiten, diese teilweise boykottieren, z.B. 
mit Whiteboard-Stiften drauf rummalen.

Ich kenne Lehrer, die gerade im Physikunterricht Smartboards 
hervorragend einsetzen, Visualisierung von Bewegungsabläufen, Videos, 
Unterstützung bei Berechnungen...

Das Gleiche in Mathe, Koordinatensysteme, Graphen, Formeln, der Komfort 
vorbereitete Tafelbilder einfach aufrufen zu können, Tafelbilder 
abzuspeichern, in der nächsten Stunde an gleicher Stelle weiterzumachen.

Oder Geographie, einfach Karten aufrufen ohne die erst aus dem 
Kartenschrank holen zu müssen, Reinzoomen, verschiedene Kartenlayer, 
3D-Ansicht.

> Laptops hab es auch viele an der Schule,
> mehrere hohe Stapel und die verstauben im Schrank.

Liegt auch wieder nicht an der Technik, sondern an den Lehrern. Wenn der 
Lehrer sich von den Schülern zeigen lassen muss wie der Beamer 
angeschlossen wird für den Kurzvortrag ist das nur peinlich. Zuhause 
wissen sie doch auch, wie der Fernseher angeht.

von Karl K. (karl2go)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Guido B. schrieb:
> Das ist aber wirklich nicht einfach zu entscheiden. Ich war auch
> entsetzt, dass in BaWü die geometrische Konstruktion in Mathe
> fast ganz gestrichen wurde.

Das Schöne am Internet ist ja, dass man irgendwelche Behauptung 
gegenprüfen - und widerlegen kann: 
http://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/LS/BP2016BW/ALLG/SEK1/M/IK/7-8-9/03

von Karl K. (karl2go)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Karsten B. schrieb:
> Man könnte auf eine 5 W LED auch einfach "5 W"
> schreiben, aber das würde die Bevölkerung womöglich nur verunsichern.

Nein, da das nicht die Leistung, sondern die Energieverbrauch gemittelt 
auf 1000h ist.

Bei Lampen ist der prinzipbedingt gleich der Leistung. Bei einem 
Elektrogerät mit unregelmäßigem Leistungsprofil wie einem Kühlschrank 
allerdings nicht.

von Gustl B. (-gb-)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Karl K. schrieb:
> Was aber nicht an der Technik liegt, sondern an den Lehrern. Die sich
> weigern mit der Technik zu arbeiten, diese teilweise boykottieren, z.B.
> mit Whiteboard-Stiften drauf rummalen.

Schon mal mit so einem Activeboard gearbeitet? Ja, da sind auch 
spezielle Stifte dabei, aber die haben viele Nachteile:
- Zum Wechsel der Farbe muss man an den Bildschir/Tafelrand und auf die 
andere Farbe klicken
- Die Stifte malen teilweise schon wenn sie die Tafel nicht berühren.
- Die Striche haben keine Kantenglättung und sehen grausam aus, selbst 
mit kleinster Strichstärke kann man keine lesbaren kleinen Zahlen 
schreiben.
- Lineal funktioniert damit nicht, man muss aus einem Menü ein 
Linealwerkzeug aufrufen.

An der Kreidetafel habe ich ein paar Kreiden in der einen und das Lineal 
in der anderen Hand. Für dickere Striche halte ich die Kreide schräg.

Karl K. schrieb:
> Ich kenne Lehrer, die gerade im Physikunterricht Smartboards
> hervorragend einsetzen, Visualisierung von Bewegungsabläufen, Videos,
> Unterstützung bei Berechnungen...
>
> Das Gleiche in Mathe, Koordinatensysteme, Graphen, Formeln, der Komfort
> vorbereitete Tafelbilder einfach aufrufen zu können, Tafelbilder
> abzuspeichern, in der nächsten Stunde an gleicher Stelle weiterzumachen.
>
> Oder Geographie, einfach Karten aufrufen ohne die erst aus dem
> Kartenschrank holen zu müssen, Reinzoomen, verschiedene Kartenlayer,
> 3D-Ansicht.

Ja, dafür ist die super, aber: Es fehlt Platz.
Ich hatte an einer Schule eine Kreidetafel und da drüber weiße Wand an 
die ein Beamer hingeleuchtet hat. Da konnte ich also unter die 
Dokumentenkamera ein Buch/Heft legen, das über den Beamer zeigen und 
drunter an der Tafel etwas dazu rechnen.
Oder eben den PC an den Beamer hängen.
An einen anderen Schule war nur so ein Smartboard. Da konnte ich 
entweder etwas über die Kamera/PC zeigen oder etwas darauf rechnen. Gut, 
ich hätte immer die Tafelflügel gehabt, aber da gehen nur die 
Whiteboardmarker in den Farben Dunkelgrün, Dunkelblau, Dunkelrot und 
Schwarz. Toll und für eine Hälfte der Klasse schlecht zu sehen.
Beamer und Tafel waren mehr als doppelt so viel Fläche wie das eine 
Activeboard. Für mich bedeutete das eine massive Einschränkung zusammen 
mit schlechtem Eingabegerät. Ich habe dann am Laptop mit Wacom 
Bildschirm gearbeitet. Denn da kann man immerhin mehrere Dinge 
gleichzeitig zeigen.
In der Tafelsoftware ging entweder alles in Karo oder kein Karo. Toll. 
Wenn ich im Hefteintrag aber nur in einem kleinen Bereich Karos haben 
will hilft mir das nicht.
Übrigens:
Alles was du nach deinem ersten Absatz an Vorteilen geschrieben hast 
geht auch mit PC und Beamer, das sind keine Vorteile vom Activeboard.

Karl K. schrieb:
> Liegt auch wieder nicht an der Technik, sondern an den Lehrern. Wenn der
> Lehrer sich von den Schülern zeigen lassen muss wie der Beamer
> angeschlossen wird für den Kurzvortrag ist das nur peinlich. Zuhause
> wissen sie doch auch, wie der Fernseher angeht.

Ja, solche Lehrer gibt es in der Tat sehr viele. Für Vorträge wäre der 
Laptop auch sinnvoll, vor allem zur Erarbeitung des Vortrags in der 
jeweiligen Gruppe. Ich habe die Geräte in Mathe nur sehr selten genutzt, 
einfach weil der Lehrplan voll ist und da keine Zeit für Referate 
bleibt. Und selbst wenn Zeit bliebe, dann trainiere ich lieber Terme 
umformen oder sonst was.

von Karl K. (karl2go)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Gustl B. schrieb:
> Alles was du nach deinem ersten Absatz an Vorteilen geschrieben hast
> geht auch mit PC und Beamer, das sind keine Vorteile vom Activeboard.

Der Vorteil der Tafel ist hier: Sie ist einfach da und muss nicht erst 
rangeholt und aufgebaut und eingestöpselt und gestartet und die richtige 
Bildschirmauflösung ausgewählt werden.

Gustl B. schrieb:
> Schon mal mit so einem Activeboard gearbeitet? Ja, da sind auch
> spezielle Stifte dabei, aber die haben viele Nachteile:

Ach Gottchen, so oft wie ich als Schüler Kreide holen war, weil ich 
neben der Tür saß: Da kann man natürlich nicht verlangen, dass der 
Lehrer zum Umschalten auf eine andere Farbe mal an die Seite der 
Tafelfläche greift.

Das sind nun echt herbeigeredete Problemchen, weil du die Technik 
prinzipiell ablehnst.

Was ich an den Smartboards am meisten kritisieren würde - und das hat 
komischerweise kaum jemand auf dem Schirm - ist die proprietäre Software 
und damit die Herstellerabhängigkeit.

von Roland F. (rhf)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,
Guido B. schrieb:
> Es ist aber z.B. im Maschinenbau auch garnicht mehr notwendig,
> da die CAD-Software natürlich 3-dimensionale Darstellung
> beherrscht. Die Vorstellungsmöglichkeit ist obsolet.

Aber nur so lange wie die Software korrekt arbeitet und nur Fälle 
auftreten die die Software abdeckt.

rhf

von Gustl B. (-gb-)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Karl K. schrieb:
> Der Vorteil der Tafel ist hier: Sie ist einfach da und muss nicht erst
> rangeholt und aufgebaut und eingestöpselt und gestartet und die richtige
> Bildschirmauflösung ausgewählt werden.

Stimmt.

Karl K. schrieb:
> Ach Gottchen, so oft wie ich als Schüler Kreide holen war, weil ich
> neben der Tür saß: Da kann man natürlich nicht verlangen, dass der
> Lehrer zum Umschalten auf eine andere Farbe mal an die Seite der
> Tafelfläche greift.

Das mit dem Umschalten der Farbe war nur einer der Nachteile. Zugegeben, 
ein kleiner. Die schlechte Qualität der Stifte finde ich sehr viel 
schlimmer. Ist bestimmt auch von Modell zu Modell unterschiedlich, aber 
wenn ich Text geschrieben habe, dann wurden am Wortende oft Striche 
hingezeichnet obwohl ich den Stift schon von der Tafel gehoben hatte. 
Das musste ich dann immer wegradieren. Ich finde aber auch die Idee 
beknackt den Stift durch IR Sensoren(?) am Tafelrand erkennen zu wollen. 
Wieso macht man das nicht wie beim Smartphone? Dann könnte ich sogar mit 
dem Finger drauf schreiben. Oder wie bei Wacom das funktioniert super.

Ja, die Hauptnachteile kommen tatsächlich nicht vom Activeboard an sich, 
sondern weil das teilweise unfassbar schlechte Tafelsoftware ist und 
weil die Hardware mies ist. Ist eben meine Erfahrung. Ich habe ein 
ganzes Schuljahr damit gearbeitet und die beste Lösung war dann der 
Laptop mit Wacom Display und eigender Software (Sketchbook, ...).

Nachteile vom Activeboard selbst sind, dass
- immer ein Geräuschpegel da ist
- die Fläche gegenüber Beamer + Tafel deutlich kleiner ist
- die Schüler den ganzen Tag auf einen hellen Bildschirm gucken.

Aber auch das kann man lösen, da bin ich zuversichtlich.

Karl K. schrieb:
> Das sind nun echt herbeigeredete Problemchen, weil du die Technik
> prinzipiell ablehnst.

Das was derzeit da ist lehne ich ab, ja. Weil es etwas besseres gibt, 
eine normale Tafel + Beamer und Dokumentenkamera und meinetwegen ein 
Laptop auf dem Tisch wobei ich immer meinen Laptop mitgenommen habe.

Karl K. schrieb:
> Was ich an den Smartboards am meisten kritisieren würde - und das hat
> komischerweise kaum jemand auf dem Schirm - ist die proprietäre Software
> und damit die Herstellerabhängigkeit.

Kommt drauf an wie man es verwendet. Man kann das auch nur als Beamer 
verwenden und den Stift als Maus für den PC. Die Software hier hat 
Tafelbilder als Bild abgespeichert. Daher wollte ich die sowieso nicht. 
Ich will da Objekte haben die ich einzeln neu anordnen oder löschen oder 
verändern kann. Ein Bild ist da leider nicht sehr flexibel.
Das geht aber mit so Programmen wie Word schon recht ordentlich, wobei 
man da auch noch nicht ganz frei ist. Besser sind da Programme die 
Ebenen können oder für Layout gemacht wurden wie Indesign. Eine perfekte 
Lösung habe ich noch nicht gefunden.

von Roland F. (rhf)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,
Gustl B. schrieb:
> Mit irre viel Geld wurde Technik gekauft die den Unterricht nicht
> verbessert hat sondern im Beispiel mit den Smartboards den meisten
> Lehrern eher im Wege steht.

Ein Freund von mir arbeitet bei einer Firma, die in den letzten Jahren 
einen erheblichen Teil ihres Umsatzes mit dem Verkauf von "Smartboards" 
unter anderem an Schulen gemacht hat. Die Geräte kosteten so ab 6000,- 
EURO aufwärts. Auf meine Frage wie lange so ein Gerät hält, erzählte er 
mir das man von etwa 6 bis maximal 8 Jahren ausgehen kann. Wobei die 
eigentliche Hardware-Lebensdauer nicht das Problem wäre, sondern eher 
mechanische Beschädigungen z.B. des Displays und der Steckverbinder, 
sowie veraltete Firmware.
In Verhältnis dazu kostet eine herkömmliche Schultafel ab ca 850,- EURO 
(plus Neubeschichtung vielleicht alle 10 Jahre) und hält locker 40 
Jahre.

rhf

von Roland F. (rhf)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,
Karl K. schrieb:
> Ich kenne Lehrer, die gerade im Physikunterricht Smartboards
> hervorragend einsetzen, Visualisierung von Bewegungsabläufen, Videos,
> Unterstützung bei Berechnungen...

Es ist eine Unterschied ob man einen Bewegungsablauf auf einem 
"Smartboard" visualisiert oder ob man ihn real ausführt.

Ich stelle immer wieder fest, das viele Befürworter von mehr Technik in 
der Schule selbst "klassisch" ausgebildet worden sind. Und vergessen das 
es einen Unterschied macht ob man etwas nur visualisiert oder sich ein 
Video ansieht anstatt etwas mit den eigenen Händen auszuprobieren.

rhf

von Gustl B. (-gb-)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Roland F. schrieb:
> Wobei die
> eigentliche Hardware-Lebensdauer nicht das Problem wäre, sondern eher
> mechanische Beschädigungen z.B. des Displays und der Steckverbinder,
> sowie veraltete Firmware.

Zu den Steckverbindern:
Das ist meist ganz normal HDMI. Gut, HDMI ist lange nicht so robust wie 
DVI oder Displayport. Ja, es gäbe auch HDMI mit Verschraubung, wird aber 
nicht genutzt. Ja und das Problem sind da wirklich die Lehrer. Wir haben 
mehrere Dokumentenkameras weggeworfen weil die HDMI-Buchse von der 
Platine weggewackelt wurde oder die Buchse selbst ausgeleiert war. Da 
gehört eben eine Zugentlastung her. Ich kenne eine Schule, die haben für 
ihre Dokukameras Bleche fertigen lassen. Das Blech wurde hinten an die 
Kamera geschrauft (mit den Schrauben vom VGA-Port) und an dieses Blech 
wurden alle Kabel festgemacht. Dann konnte man die Kamera wunderbar 
nehmen und auf dem Tisch an verschiedene Stellen stellen ohne dass da 
komische Kräfte auf Buchsen wirken. Vielleicht muss man dann mal ein 
Kabel nachkaufen, OK, aber keine teuren Geräte.

Firmware funktioniert eigentlich auch weiter. Was fehlt sind dann 
vielleicht neue Features.
Die Activeboards hatten z. B. kein Wlan. Wenn man drahtlos vom 
Tablett/Laptop aus da ein Bild hinbringen will braucht man so einen 
Extradongel. Manche Lehrer hatten dann auch ein privates AppleTV hinter 
dem Activeboard mit HDMI angeschlossen, funktioniert auch.

Roland F. schrieb:
> Ein Freund von mir arbeitet bei einer Firma, die in den letzten Jahren
> einen erheblichen Teil ihres Umsatzes mit dem Verkauf von "Smartboards"
> unter anderem an Schulen gemacht hat.

Daran stört mir nicht, dass da Firmen reich werden, was mich stört ist, 
dass da jetzt echt fette Geldtöpfe sind und dann einfach beliebig 
gekauft wird. Ohne vorher zu gucken, ob die Geräte gut sind. Und nur 
weil die Eine Ausstattung zwar für manche Fächer und Lehrer passend ist, 
ist sie es für andere nicht. Zumindest nicht immer. Gerade im Physiksaal 
will ich große Tische, mit Steckdose. Auch wenn im normalen 
Klassenzimmer auf unpraktisch kleine Tische gesetzt wird.

von Karl K. (karl2go)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Roland F. schrieb:
> einen erheblichen Teil ihres Umsatzes mit dem Verkauf von "Smartboards"
> unter anderem an Schulen gemacht hat. Die Geräte kosteten so ab 6000,-
> EURO aufwärts.

Im Lehrmittelkatalog kostet auch ein Globus 50 Eur, den man bei Weltbild 
oder Amazon für 15 Eur bekommt. Dass Schulen gnadenlos abgezockt werden 
ist ja nichts Neues. Aber die Schulträger wollen das so: Sie dürfen nur 
bei den akkreditierten Händlern kaufen, egal was die für Preise abrufen.

Das ist aber wieder kein Problem der Technik, sondern des Systems. 
Schulbücher werden auch jedes Jahr 5-10 Eur teurer, bei über Jahren 
gleichem Inhalt.

Roland F. schrieb:
> Und vergessen das
> es einen Unterschied macht ob man etwas nur visualisiert oder sich ein
> Video ansieht anstatt etwas mit den eigenen Händen auszuprobieren.

Das stimmt allerdings, Brownsche Teilchenbewegung - damals als 8mm-Film 
gezeigt -, elektromagnetische Schwingung und Wellenausbreitung, 
Kepplersche Gesetze lassen sich wunderbar mit den eigenen Händen in Echt 
ausprobieren.

Warum muss das immer schwarz-weiss sein? Warum kann der Lehrer nicht 
Federpendel und Fadenpendel als Versuch zeigen und dann die 
Bewegungsabläufe an der interaktiven Tafel verlangsamt in ihren 
einzelnen Phasen darstellen?

Gerade die Physiklehrer haben leider eh zu wenig Zeit für Versuche, aber 
das war zu meiner Schulzeit auch schon so.

von Percy N. (vox_bovi)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Achim B. schrieb:
> Christian M. schrieb:
>> Du hast es gemerkt?
>
> Mir ist schon seit langem klar, dass es mit dem Humorverständnis in
> diesem Forum nicht weit her ist, und bin deshalb an
> mir-am-Arsch-vorbeigehende Negativbewertungen gewohnt.

Ich hätte mich nur zu gern angehängt, aber mir fiel nichts ein, was auch 
nur annähernd würdig gewesen wäre.
Soweit ich das beurteilen kann: Dein bester Joke dieses Jahr

Respekt!

von Zeno (Gast)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Achim B. schrieb:
> Orthographie ist zwar ein schönes Hobby, welches man auch zum Beruf
> machen kann, aber ich finde nicht, dass man Vogelkunde unbedingt an
> Schulen unterrichten muss. Jedenfalls nicht sehr ausführlich.

Autsch das tut weh! Orthographie hat natürlich nichts mit Vogelkunde zu 
tun. Orthographie bezeichnet die (Lehre von der) Rechtschreibung einer 
Sprache. Kann man z.B. hier https://de.wikipedia.org/wiki/Orthographie 
nachlesen.

Die Vogelkunde wird mit Ornithologie bezeichnet.
Deine Interpretation des Wortes Orthographie war also leicht daneben.

Warst Du Kreide holen als das in der Schule behandelt wurde?

von Zeno (Gast)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Le X. schrieb:
> Zu 90% ist man mit nem Lineal und nem Kuli irgendwie durchgekommen. Das
> hat gereicht.
>
> Tut doch mal nicht so als wären die Schulen in den 80er oder 90er
> strenge Eliteinternate nach englischem Vorbild gewesen.
> Damals hatten wir genauso wenig Bock, waren genauso schlecht
> vorbereitet, haben im Bus noch die Hausaufgaben irgendwo abgekritzelt
> und gehofft dass wir nicht ausgefragt werden.
> Ja und? Hat trotzdem locker gereicht.

Also bei uns hat die Mathematiklehrerin die Arbeitsmittel, wie Zirkel, 
Bleistifte, Dreiecke etc. kontrolliert, wenn Geometrie angesagt war. 
Zeichnen mit Füllfederhalter oder gar Kugelschreiber war ein NoGo mit 
eher unangenehmen Folgen. Hatte man wiederholt mangelhafte Arbeitsmittel 
vorzuweisen wurden die Eltern einbestellt.
Beim technischen Zeichnen wurden ebenfalls die Arbeitsmittel vom Lehrer 
kontrolliert.
Natürlich fanden wir das auch nicht so toll, aber da war unsere Meinung 
schlichtweg nicht gefragt. Im Nachhinein war's aber eine gute Sache, 
weil man sich dadurch ein ordentliches Arbeiten angewöhnt hat.
Das auf so etwas heutzutage nicht mehr geachtet wird, sieht man immer 
immer wieder. Wenn ich da so sehe was manche junge Kollegen an 
Dokumentation beim Kunden abgeben - ich würde vor Scham im Erdboden 
versinken.

von Percy N. (vox_bovi)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Zeno schrieb:

[...]

YMMD

von 1tagfliege (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
alle u 40 haben keine Ahnung.

es geht nicht darum womit ihr noch klar kommt sondern, ob eure Rente 
sicher ist...
Das haben die generationen vor euch ab 50 versemmelt. dank falscher wahl 
ents.

noch mal weg mit den Tafeln analog schreiben kann man im Kunstunterricht
Irgendwann wurde ja auch mal der Füller erfunden und der Kuli usw. ...

Klar reicht nicht nur die hardware in den Schulen die Lehrer müssen auch 
geschult werden, sonst muss es eben Arbeit für ITler geben in den 
Schulen. Die eine Brücke zur Technik Lehrer und Schüler schlagen.

Man sollte das Bildungssytem schnell reformieren. Die moderne Technik 
erlaubt bessere Lernerfolge. Jeder individuell ist mehr möglich.
Das ist eine große Chance auch mit KI ... Mein Lehrercouch virtuell

von Achim B. (bobdylan)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Percy N. schrieb:
> Zeno schrieb:
>
> [...]
>
> YMMD

Percy, irgendwer wird es ihm erklären müssen...

von mh (Gast)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Zeno schrieb:
> Also bei uns hat die Mathematiklehrerin die Arbeitsmittel, wie Zirkel,
> Bleistifte, Dreiecke etc. kontrolliert, wenn Geometrie angesagt war.
> Zeichnen mit Füllfederhalter oder gar Kugelschreiber war ein NoGo mit
> eher unangenehmen Folgen. Hatte man wiederholt mangelhafte Arbeitsmittel
> vorzuweisen wurden die Eltern einbestellt.

Wenn ein Lehrer wegen so einer Kleinigkeit meine Eltern einbestellt 
hätte, wäre das eine "eher Unangenehmes" Gespräch für ihn geworden. Wenn 
ein Lehrer mit soetwas nicht selbst klar kommt, sollte er sich nen 
anderen Job suchen.

von Achim B. (bobdylan)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
1tagfliege schrieb:
> Man sollte das Bildungssytem schnell reformieren.

Ja, und dich am Unterricht teilhaben lassen, damit du endlich mal 
lernst, deinen Kram in verständlich zu schreiben.

von Zeno (Gast)


Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
mh schrieb:
> Wenn ein Lehrer wegen so einer Kleinigkeit meine Eltern einbestellt
> hätte, wäre das eine "eher Unangenehmes" Gespräch für ihn geworden.

Wohl eher nicht. Zu meiner Zeit war ein Lehrer noch eine Respektsperson. 
Dieser Begriff ist heute völlig unbekannt. Heutzutage werden einfach 
alle nur dumm angemacht, egal ob Rettungssanitäter, Feuerwehrleute etc. 
und eben auch Lehrer.

Es ist eben keine Lappalie mit unzureichendem Werkzeug zu arbeiten. Da 
kann dann eben kein ordentliches Ergebnis heraus kommen.

Achim B. schrieb:
> Percy, irgendwer wird es ihm erklären müssen...

Das sagt der, der laufend Kreide holen war.

von Achim B. (bobdylan)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Zeno schrieb:
> Das sagt der, der laufend Kreide holen war.

Karl K. schrieb:
> Ach Gottchen, so oft wie ich als Schüler Kreide holen war...

Du verwechselt mich mit jemandem...

: Bearbeitet durch User
von mh (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Zeno schrieb:
> mh schrieb:
>> Wenn ein Lehrer wegen so einer Kleinigkeit meine Eltern einbestellt
>> hätte, wäre das eine "eher Unangenehmes" Gespräch für ihn geworden.
>
> Wohl eher nicht. Zu meiner Zeit war ein Lehrer noch eine Respektsperson.
> Dieser Begriff ist heute völlig unbekannt.

Meine Eltern hätten mich sicher nicht in Schutz genommen und mich 
vermutlich ordentlich zurecht gestutzt nach dem Anruf. Aber ein Lehrer, 
der nicht selbst mit einem Schüler fertig wird, der ein paar mal seinen 
Zirkel vergessen hat, sollte keinen Respekt erwarten. Respekt muss 
verdient werden und wird nicht automatisch mit nem Lehramtsstudium 
ausgehändigt.

Zeno schrieb:
> Heutzutage werden einfach alle nur dumm angemacht, egal ob
> Rettungssanitäter, Feuerwehrleute etc. und eben auch Lehrer.

Meine Eltern haben in ihrem Leben mehr als genug für die Allgemeinheit 
getan und soweit ich weiß niemanden "dumm angemacht". Hör also bitte auf 
unbegründet zu verallgemeinern.

Zeno schrieb:
> Es ist eben keine Lappalie mit unzureichendem Werkzeug zu arbeiten. Da
> kann dann eben kein ordentliches Ergebnis heraus kommen.

Es ist eine Lappalie. Und es hat zu meiner Schulzeit keine Probleme 
damit gegeben. Wenn ein Schüler hat seinen Taschenrechner vergessen hat, 
hat er sich einen mit seinem Nachbarn geteilt. Hat jemand mehrfach 
seinen Zirkel vergessen, musste er halt an der Tafel mit dem 
Kreidezirkel arbeiten. Wenn jemand seine Sportschuhe vergessen hat, 
musste er, wenn möglich, barfuß oder in Straßenschuhen am 
Sportunterricht teilnehmen.

von Joachim B. (jar)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Zeno schrieb:
> Zu meiner Zeit war ein Lehrer noch eine Respektsperson.

wann war denn das?

Respekt muss man sich immer verdienen, das gilt auch für Lehrer, zu 
meiner Zeit gab es gute Lehrende die meinen absoluten Respekt hatten und 
genauso miese Lehrende denen ich dann den Respekt schuldig blieb, 
gleichwohl duckte man sich mehr, ich eher weniger.

Zeno schrieb:
> Es ist eben keine Lappalie mit unzureichendem Werkzeug zu arbeiten. Da
> kann dann eben kein ordentliches Ergebnis heraus kommen.

auch heute sind einige wenige Lehrende offensichtich in der Lage "mit 
unzureichendem Werkzeug" gute Ergebnisse zu erzielen, wie in JEDEM 
Handwerk.

von René H. (Firma: anonymous) (hb9frh)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Joachim B. schrieb:
> auch heute sind einige wenige Lehrende offensichtich in der Lage

Meinst Du jetzt Lehrende oder Lernende? Stimmen tut beides :-)

von Joachim B. (jar)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
René H. schrieb:
> Meinst Du jetzt Lehrende oder Lernende? Stimmen tut beides :-)

ja das Kommutativgesetz gilt auch hier :)

Joachim B. schrieb:
> auch heute sind einige wenige Lehrende offensichtich in der Lage "mit
> unzureichendem Werkzeug" gute Ergebnisse zu erzielen

auch heute sind einige wenige Lernende offensichtich in der Lage "mit
unzureichendem Werkzeug" gute Ergebnisse zu erzielen

von Roland F. (rhf)


Bewertung
3 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,
Karl K. schrieb:
> Das stimmt allerdings, Brownsche Teilchenbewegung - damals als 8mm-Film
> gezeigt -, elektromagnetische Schwingung und Wellenausbreitung,
> Kepplersche Gesetze lassen sich wunderbar mit den eigenen Händen in Echt
> ausprobieren.

Du hast angefangen :-) :

- Brownsche Bewegung:
Ich zitiere mal die Wikipedia:
"Brown beobachtete 1827 unter dem Mikroskop, dass längliche, etwa 6–8 
Mikrometer große Partikel innerhalb in einem Wassertropfen schwebender 
Pollenkörner von Clarkia existierten, die freigesetzt unregelmäßige 
ruckartige Bewegungen machten (die Pollenkörner von rund 100 Mikrometern 
waren zu groß um an diesen selbst Brownsche Bewegung zu entdecken)"

Was man also braucht ist ein Wassertropfen, ein Mikroskop und ein wenig 
Blütenpollen. Mehr ist nicht notwendig um einen Effekt zu untersuchen, 
der von Albert Einstein in einer seiner berühmten Arbeiten von 1905 
erklärt wurde.
Aber es geht noch einfacher:
Youtube-Video "Physiktutorium: Brown'sche Bewegung"

- elektromagnetische Schwingung und Wellenausbreitung:
So hat Heinrich Hertz das 1886 gemacht, ich denke das das heute auch 
ohne große Schwierigkeiten nachbaubar ist.
http://www.dieter-heidorn.de/Physik/SS/K09_EMWellen/K2_ElmagWellen/K22_Hertz/K22_Hertz.html

Auf der folgenden Internetseite ist ein weiterer Schulversuch 
beschrieben wie man obige Wellen nachweist:
https://www.leifiphysik.de/elektrizitaetslehre/elektromagnetische-wellen/versuche/elektromagnetische-wellen-vom-dipol

- Kepplersche Gesetze
Das geht nun nicht mit in einem einfachen Schulversuch und da ist eine 
Simulation wirklich angebracht.

Ich bin mir absolut sicher das die praktisch Durchführung obiger 
Versuche einen wesentlich größeren Effekt für das Verständnis der 
Sachverhalte haben, als die beste Multimedia-Simulation. Natürlich 
könnte man auch beides kombinieren, aber wenn es sich erst mal 
herumgesprochen hat das man in der Zukunft ja eigentlich gar keine 
Physik/Chemiesäle mit teurer Ausstattung mehr braucht, ist ganz schnell 
Ende mit realen Versuchen und Experimenten.

Karl K. schrieb:
> Warum kann der Lehrer nicht Federpendel und Fadenpendel als
> Versuch zeigen und dann die Bewegungsabläufe an der interaktiven
> Tafel verlangsamt in ihren einzelnen Phasen darstellen?

Schon den Ansatz halte ich für völlig falsch: die Schüler sollen den 
Versuch mit Federpendel und Fadenpendel selbst durchführen.
Vielen Jugendlichen fehlen heute elementare Fähigkeiten etwas mit ihren 
Händen b.z.w. ihrem Körper zu tun. Da gibt es Kinder (übrigens in der 
Mehrzahl Jungen), die nicht in der Lage sind eine kleine Kletterwand zu 
erklimmen, 18 Jährige, die es nicht schaffen für ein MRT 5 Minuten ruhig 
zu liegen oder junges, technisches Fachpersonal, das ein neues 
Mikrofonkabel durch Zwischenböden und Mauerdurchbrüchen ziehen will, 
weil es nicht in der Lage ist an das alte Kabel einen XLR-Stecker 
anzulöten.
Und anstatt solche Fähigkeiten real zu unterrichten werden mit Hilfe von 
Multimedia theoretische "Kompetenzen" vermittelt, die dann in der realen 
Welt versagen.

Versteh mich nicht falsch, ich lehne das Alles nicht grundsätzlich ab. 
Aber ich werde ziemlich wütend wenn permanent gefordert wird, alles und 
jedes   müsse "multimedialisiert" werden, weil "wir" sonst den 
internationalen Anschluss verlieren. Dafür stehen dann plötzlich wie aus 
dem Nichts große Geldmittel bereit, obwohl der finanzielle Aufwand 
offensichtlich nicht zu besseren Ergebnissen führt. Da wäre es besser 
man würde die Gelder in zusätzlich Lehrkräfte oder in die bauliche 
Instandhaltung stecken.

rhf

: Bearbeitet durch User
von M.A. S. (mse2)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Roland F. schrieb:
> Aber ich werde ziemlich wütend wenn permanent gefordert wird, alles und
> jedes   müsse "multimedialisiert" werden, weil "wir" sonst den
> internationalen Anschluss verlieren.

Das sehe ich genauso. Einer meiner ehemaligen Lehrer übrigens auch, er 
sagte mir, er baue in seinen Physikleistungskursunterricht immer mal den 
Gebrauch von Handwerkzeug ein, denn 'die wissen ja heute nicht, wo bei 
einer Zange vorne und hinten ist'.

von Karl K. (karl2go)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Roland F. schrieb:
> Ich bin mir absolut sicher das die praktisch Durchführung obiger
> Versuche einen wesentlich größeren Effekt für das Verständnis der
> Sachverhalte haben, als die beste Multimedia-Simulation.

Ja, sicher ist das so, nur:

Junge, wo lebst du? Meine Große hat jetzt in der 8. am Gymnasium 2 
Wochenstunden Physik. Wann bitte sollen die alle diese Versuche als 
Schülerversuch durchführen?

Das war auch bei uns schon so: Wir haben nur einen Bruchteil der 
möglichen Versuche gemacht.

Roland F. schrieb:
> weil es nicht in der Lage ist an das alte Kabel einen XLR-Stecker
> anzulöten.

Also sorry, aber ich hab im hochgelobten polytechnischen Unterricht 
weder in Physik noch in ESP* noch in Werken noch in PA* jemals einen 
Lötkolben in der Hand gehabt.

*) Wer nicht weiss was das ist, hat auch nichts verpasst.

Und ich kenn einige Handwerker - Dachdecker, Klempner - die zu mir 
kommen wenns darum geht einen Stecker anzulöten. Geht halt mit dem 
Dachrinnen-Brateisen schlecht.

Das will ich sehen wie du denen sagst dass sie nichts mit ihren Händen 
anzufangen wissen.

Das übliche "früher war alles besser" und "die Jugend von heute kann 
nichts" Gejammer mal wieder. Lass stecken.

von Selbst ist der Mann (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Karl K. schrieb:

> Also sorry, aber ich hab im hochgelobten polytechnischen Unterricht
> weder in Physik noch in ESP* noch in Werken noch in PA* jemals einen
> Lötkolben in der Hand gehabt.

Dafür brauchst Du Dich doch nicht zu entschuldigen. Wenn man Interesse 
hatte, dann konnte man bei der GST (Gesellschaft für Spocht und Technik)
z.B. die Laufbahnausbildung "Nachrichtensport" wahrnehmen. Dort bekam 
man außer dem Löten soviel wertvolle Kenntnisse vermittelt, wie man sich 
allein nie hätte draufschaffen können.

Aber: Man mußte eben selbst dran interessiert sein!

von Dagobert (Gast)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Hatte durch Zufall neulich in eines meiner alten Schulbücher geschaut 
und bin reihenweise über Notationen der Art
x |-> 3*x

gestolpert. Fand ich ziemlich verwirrend. Ein Nutzen ist mir dazu 
spontan auch keiner eingefallen. Macht man das heute immer noch so?

von Wolfgang (Gast)


Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
J. S. schrieb:
> Oder der beliebte Unsinn kW/h?

Dann nimm
MW/a

Vielleicht erscheint dir das dann sinnvoller.

von Wolfgang (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Maxe schrieb:
> Die ueberzahligen und unnoetig geklammerten Einheiten kuerzen sich
> naemlich raus.

Mit dem Argument kannst du dir jede Art von Gleichung sparen, weil bei 
einer Gleichung grundsätzlich auf beiden Seiten das Gleich steht und 
folglich gekürzt werden kann.

von IchGlaubeEsNicht (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Karl K. schrieb:
> Das übliche "früher war alles besser" und "die Jugend von heute kann
> nichts" Gejammer mal wieder. Lass stecken.

Wenigstens bewegt man sich damit im großen historischen Kontext:

https://bildungswissenschaftler.de/5000-jahre-kritik-an-jugendlichen-eine-sichere-konstante-in-der-gesellschaft-und-arbeitswelt/

von INGolf (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dagobert schrieb:
> Hatte durch Zufall neulich in eines meiner alten Schulbücher
> geschaut
> und bin reihenweise über Notationen der Art
> x |-> 3*x
>
> gestolpert. Fand ich ziemlich verwirrend. Ein Nutzen ist mir dazu
> spontan auch keiner eingefallen. Macht man das heute immer noch so?


Eigentlich eine gute Notation. x wird auf 3x abgebildet.

Heute schreibt man nur noch f(x) = 3x.

Der Vorteil der heutigen Notation ist, dass mit der Gleichung die 
Abbildung auch umgestellt werden kann.

von Joe F. (easylife)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Markus schrieb:
> lehrer erklärt den Schülern

Es geht eben nichts über Homeschooling.
Gerade wenn es um die angemessene Wertschätzung der Einheit geht.

: Bearbeitet durch User
von Dagobert (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
INGolf schrieb:
> Heute schreibt man nur noch f(x) = 3x.
>
> Der Vorteil der heutigen Notation ist, dass mit der Gleichung die
> Abbildung auch umgestellt werden kann.

Und, dass das auch mit mehreren Variablen problemlos funktioniert:
f(x, y) = sqrt(x^2 + y^2)

von Alex D. (allu)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Markus schrieb:
> Zwar kann ich mich gut erinnern, wie sehr
> uns Schüler damals der Einheitenfetischismus der Lehrer auf den Senkel
> ging, aber daß mittlerweile darauf größtenteils verzichtet wird, da
> rollen sich mir die Zehennägel auf...

Ok, als ich zum erstenmal damit konfrontiert wurde, war ich mir sicher 
der Lehrer spinnt. Heute weiß ich, er hatte recht!
Heute kann ich nicht mehr ohne. Stimmt die Ergebniseinheit nicht, war 
meine Rechnung mit Sicherheit falsch.

von mh (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dagobert schrieb:
> INGolf schrieb:
>> Heute schreibt man nur noch f(x) = 3x.
>>
>> Der Vorteil der heutigen Notation ist, dass mit der Gleichung die
>> Abbildung auch umgestellt werden kann.
>
> Und, dass das auch mit mehreren Variablen problemlos funktioniert:
> f(x, y) = sqrt(x^2 + y^2)

Wo ist das Problem mit
f: x, y -> sqrt(x^2 + y^2)

von Karl K. (karl2go)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Selbst ist der Mann schrieb:
> Man mußte eben selbst dran interessiert sein!

Ich habs auch ohne diesen paramilitärischen Verein geschafft.

von Dagobert (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
mh schrieb:
> Wo ist das Problem mit

Hatte da an sowas gedacht:
f(x, y)^2 = x^2 + y^2

von Bernd K. (prof7bit)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
mh schrieb:
> Dagobert schrieb:
>> INGolf schrieb:
>>> Heute schreibt man nur noch f(x) = 3x.
>>>
>>> Der Vorteil der heutigen Notation ist, dass mit der Gleichung die
>>> Abbildung auch umgestellt werden kann.
>>
>> Und, dass das auch mit mehreren Variablen problemlos funktioniert:
>> f(x, y) = sqrt(x^2 + y^2)
>
> Wo ist das Problem mit
>
> f: x, y -> sqrt(x^2 + y^2)
> 

Das erste ist C, das zweite ist CoffeeScript oder Haskell angehaucht..

von Zeno (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
mh schrieb:
> Zeno schrieb:
>> Heutzutage werden einfach alle nur dumm angemacht, egal ob
>> Rettungssanitäter, Feuerwehrleute etc. und eben auch Lehrer.
>
> Meine Eltern haben in ihrem Leben mehr als genug für die Allgemeinheit
> getan und soweit ich weiß niemanden "dumm angemacht". Hör also bitte auf
> unbegründet zu verallgemeinern.

Hab ich da jetzt jemanden auf den Schlips getreten? Oder hat da jemand 
meinen Satz völlig falsch verstanden?
Letzendlich ist's mir aber Rille.

von Zeno (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Roland F. schrieb:
> Schon den Ansatz halte ich für völlig falsch: die Schüler sollen den
> Versuch mit Federpendel und Fadenpendel selbst durchführen.
> Vielen Jugendlichen fehlen heute elementare Fähigkeiten etwas mit ihren
> Händen b.z.w. ihrem Körper zu tun.  ......

Du hast ja mit Deinen Statements völlig recht, nur interessiert das hier 
keinen. Lese Dir mal die Posts in diesen Thread durch, dann ist einem 
eigentlich sofort klar, das bis auf wenige Ausnahmen, das Niveau genau 
auf jenem Stand ist den Du bemängelst. Was erwartest Du wenn das 
Arbeiten mit ordentlichen Arbeitsmitteln, Respekt, etc. völlig 
nebensächlic h sind.
Solange Mittelmaß bzw. noch weniger gesellschaftfähig sind wird's wohl 
weiter bergab gehen - diesbezüglich sind wir da auf einem sehr guten 
Weg.

Es gab Zeiten da gab es mehr Nachfrage nach Lehrstellen als es freie 
Lehrstellen gab heute ist es umgekehrt. Fähige Bewerber auf 
Lehrstellen/freie Stellen werden immer rarer. Wenn man jemanden findet, 
dann hält der nicht durch und wirft früher oder später das Handtuch. Bis 
vor kurzem war ich noch der Meinung das an die Bewerber zu hohe 
Anforderungen gestellt werden. Zwischenzeitlich bin ich eines besseren 
belehrt worden und wenn ich mir hier einige Beiträge ansehe, dann werde 
ich in dieser Meinung nur bestätigt.

von Thomas (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Zeno schrieb:
> Bis vor kurzem war ich noch der Meinung das an die Bewerber zu hohe
> Anforderungen gestellt werden.

Das triffts aber schon. Egal ob Facharbeiter oder Ingenieur, den 
Arbeitgebern genügt heutzutage weder  die Berufsausbildung  noch ein 
abgeschlossenes Studium. Es wird natürlich auch die genau passende 
Berufserfahrung gefordert. Denn Kosten für Einarbeitung will natürlich 
keiner zahlen. Alles eine Folge der Fachkräfteschwemme.

P.S. Es heißt übrigens "dass an die..."

von Wühlhase (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Thomas schrieb:
> Das triffts aber schon. Egal ob Facharbeiter oder Ingenieur, den
> Arbeitgebern genügt heutzutage weder  die Berufsausbildung  noch ein
> abgeschlossenes Studium.

Ein abgeschlossenes Studium war einst mal eine Garantie dafür, daß der 
Bewerber was konnte. Unabhängig von der Note.

Das ist heute auch ins Gegenteil verkehrt: Bewerber mit guten Noten sind 
zu doof elementare Grundlagen praktisch anzuwenden, und wehe es wird 
etwas verlangt was in keienr Vorlesung dran kam.

von Joachim B. (jar)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Zeno schrieb:
> Solange Mittelmaß bzw. noch weniger gesellschaftfähig sind wird's wohl
> weiter bergab gehen - diesbezüglich sind wir da auf einem sehr guten
> Weg.

könnte was dran sein, die Studentenzahlen steigen, Mindestanforderung an 
Handwerkerlehrberufen ist nun MSA oder Abitur.

Warum können Schüler mit MSA nicht mal mehr die qm eines Zimmer 
ausrechnen?
Wie ist es möglich das es immer mehr Abiturienten gibt obwohl sich an 
der gausschen Verteilungskurve ja prinzipell nichts verändert hat?
https://de.wikipedia.org/wiki/Abiturientenquote_und_Studienanf%C3%A4ngerquote

von Karl K. (karl2go)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wühlhase schrieb:
> Bewerber mit guten Noten sind
> zu doof elementare Grundlagen praktisch anzuwenden

Gottchen, das Gejammer gabs zu meiner Studienzeit vor 25 Jahren auch 
schon.

Ein Haufen alter Männer jammert darüber, dass früher alles besser war. 
Ihr seid so lächerlich.

von Joe F. (easylife)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Karl K. schrieb:
> Ein Haufen alter Männer jammert darüber, dass früher alles besser war.
> Ihr seid so lächerlich.

Jammern über jammernde alte Männer ist nicht unbedingt weniger 
lächerlich ;-)

von Wühlhase (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Karl K. schrieb:
> Ein Haufen alter Männer jammert darüber, dass früher alles besser war.
> Ihr seid so lächerlich.

Ich glaube kaum daß ich schon als alter Mann durchgehen würde. Eher 
gehöre ich selbst zu der Generation, über die und deren Unfähigkeit in 
allem was einst selbstverständlich war, meist hergezogen wird.
Und zwar zu recht.

von Karl K. (karl2go)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Wühlhase schrieb:
> Eher
> gehöre ich selbst zu der Generation

Haha, das behauptet Philipp Amthor auch von sich.

von Wühlhase (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Laut Wikipedia ist dieser Herr 1992 geboren worden. Gilt das bei dir 
schon als alt?

von Bernd K. (prof7bit)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Wühlhase schrieb:
> Laut Wikipedia ist dieser Herr 1992 geboren worden. Gilt das bei dir
> schon als alt?

Er wurde in den Medien als der älteste 27-Jährige der Welt bezeichnet.

Vermutlich lässt sich das aber in diesem Fall gar nicht so genau mit 
unseren normalen Begrifflichkeiten ausdrücken denn dieser Mann scheint 
eigentlich gar keiner "Generation" anzugehören, zumindest keiner die uns 
bislang bekannt war, er wirkt eher wie ein Besucher aus einem sehr 
merkwürdigen Paralleluniversum.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Wühlhase schrieb:
> Laut Wikipedia ist dieser Herr 1992 geboren worden. Gilt das bei dir
> schon als alt?

für mich gilt so einer als Typ ohne Lebenserfahrung.
Und will anderen was erzählen.
so einer weiss z.B. überhaupt nicht was Arbeiten ist.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
● J-A V. schrieb:
> für mich gilt so einer als Typ ohne Lebenserfahrung.

Apropos "Typ" (und um die Diskussion wieder in Richtung des Threadthemas
zu lenken):

Das Rechnen mit Einheiten bzw. Dimensionen (engl. dimensional Analysis)
kann auch in der Softwareentwicklung helfen, Fehler zu vermeiden. In
vielen Programmiersprachen (darunter F#, C++, Haskell und Rust) kann die
Dimensionsprüfung mittels statischer Typprüfung umgesetzt werden und
damit bereits zur Compilezeit erfolgen. In F# wird dies bereits durch
die Sprache selbst unterstützt, in C++, Haskell und Rust sind dafür
entsprechende Bibliotheken verfügbar.

Hier ist ein Beispiel in Haskell mit dem Paket dimensional.

{-# LANGUAGE NoImplicitPrelude #-}

-- Berechnung der Kapazität eines Kugelkondensators

import Numeric.Units.Dimensional.Prelude  -- Größen, Dimensionen, Einheiten
import Numeric.Units.Dimensional.Codata   -- physikalische Konstanten
import Numeric.Units.Dimensional.NonSI    -- weitere Einheiten

-- Funktionssignatur (Datentypen der Argumente und des Funktionswerts)

sphericalCap ::
  Length        Double ->
  Length        Double ->
  Dimensionless Double ->
  Capacitance   Double

-- Funktionsdefinition
-- Formel aus https://de.wikipedia.org/wiki/Kugelkondensator

sphericalCap r1 r2 eps0 =
  _4 * pi * electricConstant * eps0 * r2 * r1 / (r2 - r1)


main = do

  -- Parameter des Kugelkondensators

  let r1   =  0.5 *~ inch         -- Radius der inneren Kugel
      d    =  2   *~ micro meter  -- Abstand zwischen den Kugeln
      eps0 = 37   *~ one          -- relative Permittivität
      r2   = r1 + d               -- Radius der äußeren Kugel

  -- Berechnung

  let cap = sphericalCap r1 r2 eps0

  -- Ausgabe in ausgewählten Einheiten

  putStrLn $ "r1   = " ++ showIn (milli meter) r1
  putStrLn $ "r2   = " ++ showIn (milli meter) r2
  putStrLn $ "eps0 = " ++ show                 eps0
  putStrLn $ "C    = " ++ showIn (nano farad)  cap

Ausgabe:

r1   = 12.7 mm
r2   = 12.702 mm
eps0 = 37.0
C    = 332.05203937673286 nF

Wie man sieht, werden die Argumente und der Funktionswert der Funktion
sphericalCap als spezifische physikalische Größen (bspw. Länge oder
Kapazität) deklariert, aber keinerlei Annahmen über die verwendeten
Einheiten getroffen.

Die Implementierung von dimensional ist sehr strikt und lässt
Rechenoperationen mit "nackten" Zahlen gar nicht mehr zu. Für skalare
Konstanten muss deswegen die Pseudoeinheit one verwendet werden
(kleine ganzzahlige Konstanten können alternativ als _1, _2, _3 usw.
geschrieben werden). Damit wird ein versehentliches Vergessen der
Einheiten unterbunden.

Für die Argumente und den Rückgabewert der Funktion erfolgt eine
Dimensionsprüfung anhand der Funktionssignatur. Bei der Addition und
Subtraktion von Variablen werden diese auf Dimensionsgleichheit geprüft.
Für die Multiplikation und Division wird anhand der Potenzregeln jeweils
die Dimension des Ergebnisses berechnet und diese in seiner weiteren
Verwendung berücksichtigt.

Angaben in Nicht-SI-Basis- oder davon abgeleiteten Einheiten werden
automatisch umgerechnet, so dass – wie im Beipiel gezeigt – auch
gemischte Einheiten (bspw. Zoll, mm und µm als Längeneinheiten)
verwendet werden können.

Für die Ausgabe an den Benutzer können die Ergebnisse mit showIn in
wählbare Einheiten (aber natürlich nur innerhalb der gleichen Dimension)
umgerechnet werden.

All diese Punkte tragen dazu bei, dass Fehler in Formeln, die Übergabe
unpassender Funktionsargumente, vergessene Konvertierungen und die
unpassende Verwendung von Ergebnissen mit recht hoher Wahrscheinlichkeit
bereits beim Kompilieren erkannt werden.

Für diejenigen, die gerne mehr zu dem Thema lesen möchten:

  https://gmpreussner.com/research/dimensional-analysis-in-programming-languages

von Markus (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Tochterchen kam gestern mit einer 2- in der Physik-Arbeit zurück, also 
scheint's ja halbwegs zu laufen (wobei die heutige Notengebung ohnehin 
ein Thema für sich ist....)
Wie hier schon angeklungen sollte ich den Lehrer fragen, ob er das mit 
den Einheiten tatsächlich so gesagt hat oder ob die Schüler ihn einfach 
falsch verstanden haben. Allerdings fehlt mir im Moment die Zeit und 
innere Ruhe, mich mit Lehrern auseinanderzusetzen; fällt doch hier auf 
der Arbeit kurz vor Jahresende allen Kollegen auf, daß noch dies und 
jenes Projekt beendet werden muß.... Und der Elternsprechtag war erst 
Mitte Oktober (der findet komischerweise nur einmal im Jahr statt 
anstelle einmal pro Halbjahr).

von Ralf (Gast)


Bewertung
-4 lesenswert
nicht lesenswert
Markus schrieb:
> Allerdings fehlt mir im Moment die Zeit und
> innere Ruhe, mich mit Lehrern auseinanderzusetzen

Von Diskussionen mit Lehrern ist ohnehin dringend abzuraten, wenn du 
deinem Kind keine Probleme mit den Lehrern aufbürden willst.