Netzteil - saukomischer Elko auf der Primärseite. Was macht der da?

Gast #6063995
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Hallo Leute,

mir wurde folgender Schaltplanauszug aus irgendeiner Stereoanlage 
zugemailt, wo der Eingang wohl zwischen 110-130-220-240V umgeschaltet 
werden kann.

Sieht auf den ersten Blick ganz normal aus.

Aber was um alles in der Welt macht denn dieser Elko da auf der 
Primärseite des Trafos? Und wofür sind die beiden Dioden? Eine 
Primärsicherung scheint es auch nicht zu geben.

Der Elko hat angeblich 1000µF/63V, die Dioden sind unbekannt.

Wer kann das Rätsel lösen?
Gast #6064015
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In gewissen "Hifi"-Gruppen wird immer wieder erzählt daß es im Stromnetz 
einen Gleichspannungsanteil geben würde der den Netztrafo asymetrisch 
magnetisiert und damit Störgeräusche, Brummen und so, erzeugt. Der Elko 
soll die Gleichspannung blocken, und die dioden verhindern daß sich der 
Elko bei Schaltspitzen auf mehr als 0,6V aufladen kann.

Ob man der Beschriebeung glauben soll überlasse ich anderen, meine 
persönliche Erfahrung jedenfalls ist daß ich nie Probleme diese probleme 
hatte.
#6064024
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Das ist ein sogenannter "Gleichspannungsfilter". Der soll geringe 
Gleichspannungsanteile* im Netzwechselstrom unterdrücken, die durch 
unsymetrische Wechselspannung entstehen.

Diese Gleichspannung würde schon bei geringen Werten einen hohen Strom 
durch den Eingangstrafo fließen lassen, da für sie nur der ohmsche 
Anteil der Primärwicklung wirkt. Dieser Strom magnetisiert den Trafo und 
sorgt für Verzerrungen bei der Übertragung aufgrund Verschiebung der 
Hysteresekurve.

Die Dioden sperren für Spannungen unter 0.7V. Der Elko sollte in dem 
Fall ein ungepolter Elko sein und läßt nur den Wechselspannungsanteil 
durch. Die Schaltung funktioniert nur, solange die Amplitude über dem 
Elko kleiner als die Durchlassspannung der Dioden ist. Deswegen der 
ungewöhnlich große Elko.

*) Solche Gleichspannungsanteile entstehen bei primärseitiger 
Gleichrichtung. Zum Beispiel hatten frühere Heizgeräte mitunter zur 
Halbierung der Leistung einfach eine Diode, die eine Halbwelle 
weggeschalten hat. Heute ist das für große Lasten nicht mehr erlaubt.
Gast #6064027
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Da keine Absicherung vorhanden ist:
was würde denn passieren, wenn man z.B. versehentlich den 
Spannungswähler auf 110 stellt und dann rinn in die deutsche Dose... - 
was geht dann als erstes kaputt?

Für so einen (eigentlich nicht ganz abwegigen) Unfall bzw. Fehlbedienung 
gibt es hier also wohl keine Absicherung, aber gegen diese eher 
esoterische Gleichspannung schon. Ist das nicht merkwürdig?
Gast #6064041
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Sollte der Schalter auf 110V gedreht sein...

Dann wird auf der Sekundärseite des Trafos die doppelte Spannung 
rauskommen,
bei ohmschen Lasten führt das zu doppelt so hohen Strömen, macht in 
Produkt vierfache Verlustleistung.
Ein paar Transistoren und mehr werden das vielleicht nicht überleben, 
und es entsteht magischer Rauch bis die Schmelzsicherungen durchbrennen.
#6064043
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Fritz schrieb:
> was würde denn passieren, wenn man z.B. versehentlich den
> Spannungswähler auf 110 stellt und dann rinn in die deutsche Dose... -
> was geht dann als erstes kaputt?

Falls da wirklich keine Primärsicherung vorhanden ist, wird der Trafo 
nach ein paar Sekunden abbrennen.
Ob danach auch die Dioden sterben, ist belanglos, weil  auch auf der 
Sekundärseite einiges zu Bruch gehen wird. Der Elko wirds wohl 
überleben.
#6064047
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Hi,
also die Kernmaterialien sind doch heute besser als der "Billigkram" von 
damals. Sättigen sich nicht so leicht auf.

http://www.hifi-forum.de/viewthread-29-13427.html

So ein Netztrafo wird doch durch den Stromflusswinkel der 
sekundärseitigen Gleichrichterschaltungen viel eher belastet. Wenn der 
das abkann, machen sich primärseitiger 0,7V-DC-Offset nur verhältnismäßg 
geringfügig aus.

Insofern eine an sich pfiffige Idee aber IMHO obsolet.
Abgesehen davon wären Dioden mit höherem Impulsstrom besser geeignet.
Die 1N4007 hat nur ca. 20A. Frage der Zeit, wann einem Dioden und dann 
der Elko um die Ohren fliegen.

ciao
gustav
Gast #6064054
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So, jetzt habe ich den Ausschnitt in etwas größer.

Das unten links soll die US- und Japan-Version sein, und die ist 
tatsächlich mit einer Schmelzsicherung versehen, wie man das eigentlich 
so kennt.

Da hätte man sich doch besser auch für Europa diesen ungewöhnlichen 
Kondensator gespart und stattdessen wie üblich einen Sicherungshalter 
eingesetzt mit einem Aufdruck mit dem zur jeweiligen Spannung passenden 
Wert, oder?
Angehängte Dateien:
#6064104
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Fritz schrieb:
> und stattdessen wie üblich einen Sicherungshalter
> eingesetzt mit einem Aufdruck mit dem zur jeweiligen Spannung passenden
> Wert, oder?

In Europa waren früher durchaus Sicherungen in Netzsteckern üblich. In 
England sind sie es wohl immer noch.

Auch fehlt ein Netzeinschalter, vielleicht ist auf dem Plan schlichtweg 
nicht der komplette Eingang drauf.

Karl B. schrieb:
> also die Kernmaterialien sind doch heute besser als der "Billigkram" von
> damals. Sättigen sich nicht so leicht auf.

Es geht ja auch nicht darum den in die Sättigung zu treiben. Schon ein 
geringer DC-Offset verschiebt die Hysteresekurve - das Prinzip wird bei 
der Förster-Sonde verwendet - und das verursacht Verzerrungen in der 
Übertragung des Netzsinus, Verzerrungen sind schlichtweg Oberwellen, 
Oberwellen werden hörbar.

Heute ist sowas reichlich obsolet, weil erstens der Netzsinus schon 
lange kein Sinus mehr ist, sondern durch Schaltnetzteile, Dimmer... mit 
Oberwellen verseucht, und zweitens man bessere Möglichkeiten hat sowas 
rauszufiltern, vom Eingangsfilter bis zu Verstärkern mit hoher 
Unterdrückung von Störungen auf der Speisespannung.

Disclaimer: Nein, ich habe keinen DC-Filter wie sie für Audiophile für 
mehrere 100 Eur angeboten werden, und ja ich halte das aus obigen 
Gründen für Quatsch.
#6064131
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Vermutlich ist das ein Ringkerntrafo ohne Luftspalt, d.h. der sättigt 
schon bei kleinem DC-Anteil und das kann zu hörbaren Vibrationen des 
Trafos führen.
Ob das in der Praxis wirksam ist, keine Ahnung. Zumindest wird es sehr 
selten verwendet, was gegen einen merkbaren Effekt spricht. Besser ist 
es, den Trafo ordentlich zu fertigen, so daß nichts vibrieren kann.

Der Elko ist mit 1mF auch sehr klein, d.h. ab ~150mA übernehmen eh die 
Dioden. Kann schon sein, daß der Blindstrom des Trafos >150mA ist. In 
ähnlichen Schaltungen sieht man eher 10..44mF.
#6064232
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Christoph db1uq K. schrieb:
> Sehr merkwürdig. Hat sich da jemand einen Scherz erlaubt wie in alten
> Tektronix-Handbüchern ?
> https://www.sm5cbw.se/tubes/humor.htm
> https://vintagetek.org/tektronix-schematic-cartoons/

wieso Scherz?

nur weil das von technisch nicht versierten Chefs nicht verstanden wird?
So war einer mal richtig böse als ich auf einer Testplatine ein kursives 
"jar" bildete, für den internen Gebrauch, dabei war es nur eine 
zusätzliche EMV Maßnahme oder Impedanzanpassung mit dem die Platine 
jahrelang gut funktionierte!
Chefs müssen das ja nicht verstehen :)
#6064450
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N.N. schrieb:
> Kann Gleichstrom auf der Primärseite bis zur Durchlassspannung
> abblocken, sorgt für weniger Sättigung des Trafos durch eben
> Gleichstrom.

Das ist Mumpitz.

Der Trafo wird mit Wechsel(!)spannung betrieben. Er wird bei jeder 
Halbwelle völlig ummagnetisiert. Sollte die eine Halbwelle ein bißchen 
größer sein, als die andere, entmagnetisiert sich der Trafo von 
alleine*. Es ist keineswegs so, daß sich dieser Offset "ansammelt", bis 
der Trafo in die Sättigung gerät.

Wer daran glaubt, daß locker gewickelte Lautsprecherkabel für besonders 
luftige Höhen sorgen, dem kann man diesen Kondensator auch als 
besonderes Feature verkaufen.

*Nebenbei bemerkt, kann man einen Trafo auch mit sekundärseitiger 
Einweggleichrichtung betreiben, ohne daß was schlimmes passiert.
Und wenn ein Verstärker die Netzspannung inklusive Oberwellen hörbar 
macht, ist er eh für die Tonne.
Gast #6064466
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> Das ist Mumpitz.


Ich hab es ausprobiert:

Parallel zu meinem Verstärker ein 1kW-Tauschsieder mit einer Diode
in Reihe.
Ja, dann brummt der Trafo geringfügig stärker.

Ist im Normalfall sicher irrelevant; solche Diodenschaltungen sind
für grössere Leistungen nicht erlaubt.
(Ausser bei Haartrocknern?)

> Der Trafo wird mit Wechsel(!)spannung betrieben.
- der im Beispiel eine kleine Gleichspannung überlagert ist.
Gast #6064516
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Sven S. schrieb:
> *Nebenbei bemerkt, kann man einen Trafo auch mit sekundärseitiger
> Einweggleichrichtung betreiben, ohne daß was schlimmes passiert.

...weil die Spannung über L_prim (die grundlegende Ursache
für den Magnetisierungsstrom) ja trotzdem ein Sinus ist.

Sven S. schrieb:
> Es ist keineswegs so, daß sich dieser Offset "ansammelt", bis
> der Trafo in die Sättigung gerät.

Nö, es werden nicht "die Offsetwerte aufeinandergestapelt". Aber
sollte der Offset schon von Anfang an hoch genug sein, um weit
genug in den abflachenden Bereich der Hysteresekurve vorzudringen,
kann es dann trotz gleichbleibenden Wert des DC-Stromes zu einem
weiteren Vordringen (in den Bereich tiefer Sättigung) kommen.

Die überlagerte AC kann doch nicht einfach immer alles "richten".
Du denkst anscheinend, Gefahr bestünde erst, wenn I_DC > I_AC,
oder wie?
Gast #6064536
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K.I. schrieb:
> um weit
> genug in den abflachenden Bereich der Hysteresekurve vorzudringen,

...wobei auch der Wert von L_prim kleiner wird. Dadurch steigt dann 
währenddessen auch der Strom an - und der wirksame Offset. Und so:

> kann es dann trotz gleichbleibenden Wert des DC-Stromes zu einem
> weiteren Vordringen (in den Bereich tiefer Sättigung) kommen.
#6064612
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Peter D. schrieb:
> Das kann ich bestätigen.
> Bei mir brummt der Trennstelltrafo, wenn ich die Heißluftpistole
> anschalte.
> Das ist also kein Mumpitz.

Ihr seid doch alle die Klugscheisser, die die Welt vermisst!
Wer, bitteschön, hört sich gerade die Moldau von Smetana an, und 
schaltet gerade in dem Moment, wo es darauf ankommt, die Heißluftpistole 
an??
#6064679
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Es reicht eventuell schon ein halbes Volt Gleichspannung um den 
Magnetisierungsstrom zu vervielfachen. Im Anhnamg der Vergleich mit und 
ohne die Zusatzschaltung.
Das Ganze hängt natürlich davon ab wie nahe der Trafo beim Normalbetrieb 
schon an der magnetischen Sättigungsgrenze betrieben wird.
Angehängte Dateien:
Gast #6064818
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Helmut S. schrieb:
> Es reicht eventuell schon ein halbes Volt Gleichspannung um den
> Magnetisierungsstrom zu vervielfachen. Im Anhnamg der Vergleich mit und
> ohne die Zusatzschaltung.

Ein Netztrafo wird normalerweise schwimmend angesteuert.
Also kein Potential zu irgendwas.

Höchstens Unsymmetrie in der Kurvenform, hat aber nichts mit 
Gleichspannung zu tun.
Gast #6064831
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michael_ schrieb:
> Helmut S. schrieb:
>> Es reicht eventuell schon ein halbes Volt Gleichspannung um den
>> Magnetisierungsstrom zu vervielfachen. Im Anhnamg der Vergleich mit und
>> ohne die Zusatzschaltung.
>
> Ein Netztrafo wird normalerweise schwimmend angesteuert.
> Also kein Potential zu irgendwas.

Das Netz ist geerdet.


> Höchstens Unsymmetrie in der Kurvenform, hat aber nichts mit
> Gleichspannung zu tun.

Doch, genau damit hat das was zu tun.
#6064854
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michael_ schrieb:
> Höchstens Unsymmetrie in der Kurvenform, hat aber nichts mit
> Gleichspannung zu tun.

Doch, natürlich: Wenn ein Verbraucher nur eine Halbwelle zieht, wird 
diese Halbwelle bedingt durch die Leitungsverluste eine geringere 
Spannung haben. Dadurch ergibt sich eine Verschiebung zur anderen 
Halbwelle, und das entspricht genau einem Gleichspannungsoffset.

Elektrofan schrieb:
> Ist im Normalfall sicher irrelevant; solche Diodenschaltungen sind
> für grössere Leistungen nicht erlaubt.

Ich biete einen DDR-Brennofen, 16A auf 3 Phasen. Der hat zum Anheizen 
mit 50% Leistung einfach 3 fette Dioden auf Alukühlklötzen in Reihe der 
Heizspiralen.

Auch wenn sowas heute nicht mehr gebaut werden darf: Welcher Töpfer 
weiss schon, wie sein Ofen elektrisch funktioniert und ob das so erlaubt 
ist.

Und ja, diese Öfen arbeiten heute noch.
Gast #6065018
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>>> Elektrofan schrieb:
>> Ist im Normalfall sicher irrelevant; solche Diodenschaltungen sind
> für grössere Leistungen nicht erlaubt.

> Ich biete einen DDR-Brennofen, 16A auf 3 Phasen. Der hat zum
> Anheizen mit 50% Leistung einfach 3 fette Dioden auf Alukühlklötzen
> in Reihe der Heizspiralen.

Dann bau halt die Dioden und den Kondensator ein, wie in:
https://www.mikrocontroller.net/attachment/437676/Netzteilausschnitt_mit_komischem_Elko_und_Dioden.jpg

> Auch wenn sowas heute nicht mehr gebaut werden darf: Welcher Töpfer
> weiss schon, wie sein Ofen elektrisch funktioniert und ob das so
> erlaubt ist.

Gerne.

> Und ja, diese Öfen arbeiten heute noch.

Nit mööglich!    ;-)
#6065034
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Karl B. schrieb:
> Hi,
> also die Kernmaterialien sind doch heute besser als der "Billigkram" von
> damals. Sättigen sich nicht so leicht auf.

Unfug. Die Grundgesetzte gelten immer noch, ebenso die wesentlichen 
Materialeigenschaften.

> So ein Netztrafo wird doch durch den Stromflusswinkel der
> sekundärseitigen Gleichrichterschaltungen viel eher belastet. Wenn der
> das abkann, machen sich primärseitiger 0,7V-DC-Offset nur verhältnismäßg
> geringfügig aus.

Falsch, besonders bei recht großen Trafos mit 300VA und mehr.

Hier steht die Erklärung.

Beitrag "Re: Netzteil - saukomischer Elko auf der Primärseite. Was macht der da?"

DIer Grundlagen findet man hier

Transformatoren und Spulen

Dieses Dokument ist ebenfalls sehr lesenswert.

https://www.mikrocontroller.net/wikifiles/5/5d/Verlustarme_trafos.pdf
#6065345
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Karl B. schrieb:
> mich stört der Begriff "Gleichspannung".

Es ist ein Wechselspannung mit einem Gleichspannungsanteil. Für den 
Wechselspannungsanteil wirkt der Wechselstromwiderstand des Trafos, für 
den Gleichspannungsanteil nur der geringe Gleichstromwiderstand.

Und nein, die Trafos müssen nicht in die Sättigung gehen. Es reicht, 
wenn ein Gleichanteil im Magnetfeld die Hysteresekurve verschiebt.

Genau das nutzt man ja bei der Förstersonde, hier reicht das 
Erdmagnetfeld aus, um die Hysteresekurve so zu verschieben, dass man die 
Differenz zwischen den beiden Halbwellen als Messsignal bekommt.

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