Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 3,3V um 24V AC Logik-Signal zu schalten


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von Felix H. (flix007)


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Hallo zusammen,

Ich habe eine Wärmepumpe, der ich über ein 24V AC Signal (oder 28 ... 
36V DC) sagen kann, dass sie die Temperatur anheben soll (um viel 
PV-Strom zu verbrauchen).
Ein 24V Trafo ist mit dabei und ich kann die Spannung an den Klemmen 24V 
und GND messen / abgreifen. Verbinde ich nun die 24V mit dem 
entsprechenden Eingang, dann hebt die Wärmepumpe die Vorlauftemperatur 
an.

Das ganze soll nun von einem ESP32 angesteuert werden. Der soll später 
noch mehr machen, z.B. Temperaturen über 1-Wire messen, etc.

Aus den 24V vom Trafo kann ich den ESP32 versorgen (Gleichrichter, 
Spannungsregler). Am besten verwende ich nur eine Diode, damit 24V AC 
und meine 3,3V DC einen gemeinsamen GND haben?!

Wie steuer ich nun die Eingänge der Heizung mit 24V AC an? Die brauchen 
vermutlich kaum Strom. Ich hätte gerne die "einfachste" Lösung. SSR mit 
Treiber-Transistor scheint mir übertrieben.
Wäre ein PR36MF22NSZF als SSR alleine ok, oder schaft der ESP32 nicht 20 
mA dauerhaft? Brauche das ganze 3x (für Absenkung und Sperre der 
Wärmepumpe). Geht das noch viel einfacher?

Wie lese ich 24V AC - Signale am ESP32 ein? Diode + Kondensator + 
Spannungsteiler? Mit welchen Werten geht man da am besten ins Rennen?

Grüße
  flix

von Ist egal... (Gast)


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Felix H. schrieb:
> damit 24V AC und meine 3,3V DC einen gemeinsamen GND haben?!

Weshalb müssen die beiden Spannungen eine gemeinsame Masse haben ?

von Irgendwer (Gast)


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2-fach Optokoppler antiparallel und jeweils mit Dioden gegen 
Reverse-Spannung und Leckstrom der Seriendioden schützen.

von Irgendwer (Gast)


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Oder auch einfach-Optokoppler in Brückenschaltung. Das geht auch, 
Diodenanzahl gleich aber ein Optokoppler gespart. Die etwas höhere 
Totzone um den Nullpegel dürfte piepegal sein.

von Irgendwer (Gast)


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Achso, Optokoppler eingebettet in der Brückenschaltung sollte man noch 
mit Zenerdiode oder VDR schützen.

von Manfred (Gast)


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Ist egal... schrieb:
> Weshalb müssen die beiden Spannungen eine gemeinsame Masse haben

Wenn Felix das beantworten könnte, müsste er hier nicht fragen.
Bei einem gemeinsamen Bezug könnte ich mir schon ein Triac als Schalter 
vorstellen - aber das Risiko ist hoch, dass hier unwissend Schaden 
angerichtet wird. Wenn es kracht, geht hier kein Lidl-Toaster für 12,95 
baden sondern ...

Irgendwer schrieb:
> 2-fach Optokoppler antiparallel und jeweils mit Dioden gegen
> Reverse-Spannung und Leckstrom der Seriendioden schützen.

Unfug, grober. Es gibt von Panasonic "Photo-MOS-Relays" AQV_irgendwas, 
in einem 6pin-Käfer zwei gegensinnige FETs für Wechselstrom geeignet. 
Datenblätter durchforsten, der ESP32 kann die direkt ansteuern.

von Joachim B. (jar)


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Felix H. schrieb:
> Wie steuer ich nun die Eingänge der Heizung mit 24V AC an? Die brauchen
> vermutlich kaum Strom. Ich hätte gerne die "einfachste" Lösung. SSR mit
> Treiber-Transistor scheint mir übertrieben.

Photomos Relais AQV252g mit 680 Ohm Vorwiderstand zu IR LED kann direkt 
AC schalten.

Felix H. schrieb:
> Wie lese ich 24V AC - Signale am ESP32 ein?

Optokoppler für AC, PC814 Serie mit antiparallel LEDs

Felix H. schrieb:
> Aus den 24V vom Trafo kann ich den ESP32 versorgen (Gleichrichter,
> Spannungsregler). Am besten verwende ich nur eine Diode, damit 24V AC
> und meine 3,3V DC einen gemeinsamen GND haben?!

besser einen Brückengleichrichter, Sieb-Elko, Stepdown Schaltregler.
Gemeinsame Masse braucht man dann nicht mehr!

: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Felix H. schrieb:
> Wie steuer ich nun die Eingänge der Heizung mit 24V AC an?
> Die brauchen vermutlich kaum Strom.
Ein Tipp aus der Praxis: mit einem Messgerät kann man aus der Vermutung 
Gewissheit machen.

> damit 24V AC und meine 3,3V DC einen gemeinsamen GND haben?!
Und was hättest du dann damit gewonnen?
Du musst immer noch umständlich mit einer Wechselspannung herumhampeln.

Felix H. schrieb:
> Wärmepumpe, der ich über ein 24V AC Signal (oder 28..36V DC) sagen kann,
> dass sie die Temperatur anheben soll
> Ein 24V Trafo ist mit dabei und ich kann die Spannung an den Klemmen 24V
> und GND messen / abgreifen. Verbinde ich nun die 24V mit dem entsprechenden
> Eingang, dann hebt die Wärmepumpe die Vorlauftemperatur an.
Und was passiert, wenn du zum Test einen Einweggleichrichter aus Diode 
und Elko vor den Eingang setzt, und den so mit den ebenfalls möglichen 
33Vdc (=24Vac*1,4) ansteuerst? Hebt die Pumpe dann auch an?

Wenn ja, dann mach wie von dir geplant die Einweggleichrichtung auf 
33Vdc mit nachgeschaltetem Buck-Regler zur Versorgung des µC. Aus den 
33Vdc kannst du dann die 3 Eingänge der Pumpe über simple Transistoren 
ohne Potentialtrennung ansteuern:
Beitrag "Re: Strombegrenzt schalten"
https://www.mikrocontroller.net/articles/Transistor bei "Schalten gegen 
+12V"

: Bearbeitet durch Moderator
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Felix H. schrieb:
> Am besten verwende ich nur eine Diode, damit 24V AC
> und meine 3,3V DC einen gemeinsamen GND haben?!

Würde ich nicht tun. Damit belastest du den Transformator unsymmetrisch, 
so dass er sich magnetisch auflädt.

> Wie steuer ich nun die Eingänge der Heizung mit 24V AC an?

Mit Relais. SSR oder mechanisch ist Geschmackssache.

> schafft der ESP32 nicht 20 mA dauerhaft?

Laut Datenblatt schafft er es.

> Wie lese ich 24V AC - Signale am ESP32 ein?

Typischerweise mit Optokoppler:
1
          2,2kΩ     Optokoppler
2
in + o----[===]---+---|>|---+------o in -
3
                  |         |
4
                  +---|<|---+
5
                     1N4148

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Manfred schrieb:
> 2-fach Optokoppler antiparallel ...
> Unfug, grober. Es gibt von Panasonic "Photo-MOS-Relays" AQV_irgendwas,

Vergleiche mal deren Preise

von oszi40 (Gast)


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Ob Optokoppler, Relais oder Sonstwas, es ist auch eine Frage der 
Störsicherheit und EMV. Aus der Ferne wüßte ich jetzt nicht, ob durch 
ungünstigen Aufbau irgendwelche Störimpule in die Logik gelangen.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Genau, Photomos hätte ich auch vorgeschlagen, hier ab Seite 6 sind die 
Typen aufgelistet. Auf Seite 19 sind Maximalspannungen und -ströme 
gelistet. Entweder nur 60V mit bis zu 4A (abs. max.) oder 400V mit 
weniger Strom:

https://www.panasonic-electric-works.com/pew/de/downloads/technical_information_photomos_en.pdf

von Ingo S. (schicki)


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Hallo,

ich verwende in solchen Fällen einen ACPL-844-300E der ist von Haus aus 
für AC und DC am Eingang ausgelegt.

Ein fertiger Schaltplan oder PCB gibt es hier:
https://www.schwabenplan.com/downloads/d03800.pdf

Die Schaltung setze ich selbst sehr gerne ein. Mit 12 bzw. 24 Volt DC 
oder AC AC die 3,3 bzw. 5,0 Volt DC eines MC-Eingangs schalten.

Viele Grüße
Ingo

von Nogura (Gast)


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Wie wäre es mit einem simplen Reed-Relais, z.B.

https://de.rs-online.com/web/p/reedrelais/6220783/

Das braucht aber noch einen Schalttransistor, da nur 70 Ohm 
Spulenwiderstand.

von Felix H. (flix007)


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Wow, vielen Dank für die vielen Antworten.
Um die Eingänge der Heizung anzusteuern werde ich das Photomos Relais 
AQV252g verwenden. Dann kann ich meine Schaltung per 
Brückengleichrichter + Step-Down versorgen und sie ist ansonsten 
galvanisch getrennt.
Der Eingang an der Steuerung zieht 4 mA Strom, gerade gemessen.

Leider musste ich feststellen, dass die Steuerung der Heizung die Relais 
für die Umwälzpumpen (Grundfoss) mit 230V ansteuert. Eigentlich wollte 
ich diese Signale ja mit einlesen und loggen. Allerdings sind mir die 
230V zu heiß. Gibt es eine Möglichkeit, um festzustellen, ob die 
Grundfoss Pumpe läuft? Vibration der Pumpe messen oder Versorgungskabel 
3x umwickeln und die induzierte Spannung messen?

Und zu guter letzt noch eine Frage: Ich verwende ein ESP-WROOM-32 
Entwicklungsboard. Darauf sitzt ein USB-Seriell Wandler. Das Modul kann 
über USB mit Strom versorgt werden. Intern ist dort eine Diode mit 
verbaut:
5V USB  -- |>| -- ESP32.
Wenn meine Spannungsversorgung (vom 24V Step-Down) jetzt ebenfalls per 
Diode auf das ESP32-Modul geht, dann kann nichts passieren - auch wenn 
ich USB und externe Spannungsversorgung gleichzeitig angeschlossen habe. 
Richtig?

von Peter R. (peter_r689)


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Also mein Vorschlag ist auch ein Relais. Der Schließer-Kontakt kann 
deine 24 V auf den notwendigen Eingang legen. Reed-Relais sind relativ 
Stromarm. die Ansteuerung mit einem ESP lässt sich über 
Schalttransistoren in Emitterschaltung realisieren. Bei der 
Stromversorgung sollte mindesten ein Spannungsregler genutzt werden. 
Aber die Wärmebelastung ist nicht zu unterschätzen. Bei 24 V - 3,3 V 
bleiben 20,7 V Spannungsfall übrig. Das mal den Strom von ca. 0,5 A 
macht das in der Spitzenbelastung ca. 10 W. Das ist ein kleiner 
Lötkolben. Besser ist die Nutzung eines Sperrwandlers (Schaltnetzteil). 
Damit bekommst du wenigsten die Wärme und Leistung runter. Einfach nur 
eine Z-Diode ist bei dieser Schaltung nicht empfehlenswert! Und ich 
denke auch... keine Dauerlösung.
Der ESP arbeitet mit 3,3 V
- Ausgänge lassen sich mit Relais schalten (Transistor in 
Emitterschaltung)
- Eingänge kann man mit Widerstandsteilern oder Optokopplern realisieren
- Für die Spannungsversorgung -> eine geeignete Schaltung ohne hohe 
Leistungsverluste

Ich denke, das ist nicht so ein triviales Projekt.

von foobar (Gast)


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> ein 24V AC Signal (oder 28 ... 36V DC)

Irgendwie klingt das eher nach maximalen als nach typischen Werten ...

von Manfred (Gast)


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Nogura schrieb:
> Wie wäre es mit einem simplen Reed-Relais, z.B.
> Das braucht aber noch einen Schalttransistor, da nur 70 Ohm
> Spulenwiderstand.

Der Tip eines ahnungslosen Bastlers. In dem Aufbau sind 24V-AC als 
Speisung vorhanden, da fährt kein verständiger Mensch dreimal 50mA 
Relaisstrom auf der 3V3-Schiene. Einen Transistor braucht man zwar 
trotzdem, aber ich hätte dann 24V-Relais mit ca. 10mA direkt hinter dem 
Gleichrichter.

Felix H. schrieb:
> Um die Eingänge der Heizung anzusteuern werde ich das Photomos Relais
> AQV252g verwenden.

Das finde ich sinnvoll. Nicht zu geizig mit der Ansteuerung, da würde 
ich 5mA geben.

> Dann kann ich meine Schaltung per
> Brückengleichrichter + Step-Down versorgen und sie ist ansonsten
> galvanisch getrennt.

Beachte bitte die Spannung hinter dem Gleichrichter im Leerlauf, Du 
musst einen StepDown finden, der min. 40V verträgt.

> Leider musste ich feststellen, dass die Steuerung der Heizung die Relais
> für die Umwälzpumpen (Grundfoss) mit 230V ansteuert. Eigentlich wollte
> ich diese Signale ja mit einlesen und loggen. Allerdings sind mir die
> 230V zu heiß.

Man könnte kleine Trafos suchen und parallel zu den Pumpen klemmen, 230V 
auf 9V mit 1..2VA findet man. Eine andere Variante wäre ein 
Stromwandler, der über die Leitung gesteckt wird - teuer, aber ohne 
Eingriff an den 230V machbar.

Peter R. schrieb:
> bleiben 20,7 V Spannungsfall übrig.

Noch ein ahnungsfreier Bastlerbeitrag für die Mülltonne. Deine 20,7V 
sind Unfug, hinter dem Gleichrichter erwarte ich min. 34 Volt.

Felix ist da schon weiter und will einen Schaltregler verwenden, mit 
seinen PhotoMOS bekommt er sogar problemlos handhabbare Steuerströme.

> Ich denke, das ist nicht so ein triviales Projekt.

Ein µC und ein paar Relais sind knapp über Kindergarten, wenn man denn 
Grundlagen beachtet.

von Joachim B. (jar)


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Manfred schrieb:
> Das finde ich sinnvoll. Nicht zu geizig mit der Ansteuerung, da würde
> ich 5mA geben.

das Datenblatt vom AQV252g hat bei 3mA getestet und 1A geschaltet, 
ungeachtet dessen kann ein ESP natürlich auch 5mA treiben.
Jeder wie er mag.

von Manfred (Gast)


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Joachim B. schrieb:
> Manfred schrieb:
>> Das finde ich sinnvoll. Nicht zu geizig mit der Ansteuerung, da würde
>> ich 5mA geben.
>
> das Datenblatt vom AQV252g hat bei 3mA getestet und 1A geschaltet,
> ungeachtet dessen kann ein ESP natürlich auch 5mA treiben.
> Jeder wie er mag.

Kann er die 3mA auch nach 5 Jahren Betrieb noch garantieren?

Optokoppler haben ein Problem mit Alterung, von daher sehe ich etwas 
Reserve als sinnvoll an. Man kann jetzt natürlich spekulieren, ob ein 
höherer Strom die Alterung beschleunigt, bei drei oder fünf Milliampere 
gehe ich davon noch nicht aus.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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foobar schrieb:
>> ein 24V AC Signal (oder 28 ... 36V DC)
> Irgendwie klingt das eher nach maximalen als nach typischen Werten ...
Finde ich nicht, denn das würde ja bedeuten: maximal 28Vdc bis maximal 
36Vdc. Ja, was denn nun?

Zweifel lassen sich dann so ausräumen:
https://www.google.com/search?q=heizung+24V+ac

Und wenn der Eingang für die "üblichen" 24Vac ausgelegt ist, dann kann 
er naheliegenderweise auch den Scheitelwert der Spannung ab: 24Vac*1,41 
= 34Vdc

Und weil so ein Trafo auch mal +10% augibt, sollte man die Schaltung 
durchaus auf 38V auslegen.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Felix H. schrieb:
> Eigentlich wollte
> ich diese Signale ja mit einlesen und loggen. Allerdings sind mir die
> 230V zu heiß. Gibt es eine Möglichkeit, um festzustellen, ob die
> Grundfoss Pumpe läuft? Vibration der Pumpe messen oder Versorgungskabel
> 3x umwickeln und die induzierte Spannung messen?

Nach außen wird die Zuleitung zur Pumpe ziemlich neutral sein, weil der 
Strom ja nicht nur hin sondern auch wieder zurück fließt.

Wenn du an die Enden der Leitung heran kommst, dann könntest du L oder N 
durch einen Stromwandler stecken. So etwas in der Art:
https://www.amazon.de/ARCELI-SCT-013-000-Nichtinvasiver-Sensor-Split-Core-AC-Stromwandler-Arduino/dp/B07MY361ZW

Die Fotos im Angebot zeigen, wie es geht.

: Bearbeitet durch User
von Nogura (Gast)


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Manfred schrieb:
> Nogura schrieb:
>> Wie wäre es mit einem simplen Reed-Relais, z.B.
>> Das braucht aber noch einen Schalttransistor, da nur 70 Ohm
>> Spulenwiderstand.
>
> Der Tip eines ahnungslosen Bastlers. In dem Aufbau sind 24V-AC als
> Speisung vorhanden, da fährt kein verständiger Mensch dreimal 50mA
> Relaisstrom auf der 3V3-Schiene. Einen Transistor braucht man zwar
> trotzdem, aber ich hätte dann 24V-Relais mit ca. 10mA direkt hinter dem
> Gleichrichter.

> Beachte bitte die Spannung hinter dem Gleichrichter im Leerlauf, Du
> musst einen StepDown finden, der min. 40V verträgt.
>
> Noch ein ahnungsfreier Bastlerbeitrag für die Mülltonne. Deine 20,7V
> sind Unfug, hinter dem Gleichrichter erwarte ich min. 34 Volt.

Du solltest dich mit dir selbst mal auf einen Wert einigen? Du würdest 
also bei 40 Volt ein 24 Volt Relais einsetzen?

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Nogura schrieb:
> .... also bei 40 Volt ein 24 Volt Relais einsetzen?

Es gäbe auch 24V AC Relais. Früher gab es auch Relais, da stand 24V AC / 
60V DC drauf.

von Manfred (Gast)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Wenn du an die Enden der Leitung heran kommst, dann könntest du L oder N
> durch einen Stromwandler stecken. So etwas in der Art:
> 
https://www.amazon.de/ARCELI-SCT-013-000-Nichtinvasiver-Sensor-Split-Core-AC-Stromwandler-Arduino/dp/B07MY361ZW

An sowas in der Art habe ich gedacht, als ich Stromwandler schrieb. 
Jetzt müssen wir ihm nur noch einen geeigneten Typ suchen. Mit 1Volt 
Ausgang bei 30A wird das nicht so einfach, der Amazonverkäufer hat nicht 
zufällig einen ADS1115 abgebildet.

Nogura schrieb:
> Du solltest dich mit dir selbst mal auf einen Wert einigen? Du würdest
> also bei 40 Volt ein 24 Volt Relais einsetzen?

Entschuldige, dass ich nicht alles haarklein und kindersicher 
beschreibe. Es wäre nicht mein erstes Gerät, wo ich Relais oder Lüfter 
aus der unstabilisierten Spannung betreibe.

Gleichartige Relais haben ein Erregerleistung xxx mW, je mehr Spannung, 
desto geringer der Strom. Ziel der Übung ist, unnötigen Strom auf dem 
Spannungsregler zu vermeiden und auch Störungen von der 
Elektronikversorgung fern zu halten. Relais bekommt man leider nicht in 
beliebigen Spannungen, da guckt man im Datenblatt nach dem zulässigen 
Spannungsbereich und verwendet ggfs. einen Vorwiderstand.

Dieter D. schrieb:
> Es gäbe auch 24V AC Relais.

Wieder ein Klasse Hinweis, AC kann man ja bekanntermaßen mit einem µC 
problemlos steuern, oder habe ich da einen Denkfehler?

-------

Aber, mal den Thread ganz lesen, der Drops ist gelutscht:
Felix H. schrieb:
> Um die Eingänge der Heizung anzusteuern werde ich das Photomos Relais
> AQV252g verwenden.

von Felix H. (flix007)


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Hallo zusammen,

die Heizung verwendet intern eine Steuerung der Firma Carel, Model 
pCO5+. Deren 24V-Eingang zieht 5mA. Das kann der Optokoppler bestimmt 
auch noch in 100 Jahren liefern.
Und laut Datenblatt der Steuerung können die Eingänge auch mit 28 ... 
36V DC angesteuert werden. Das Ansteuerungsthema ist aber ausreichend 
beantwortet. Ich nehme den AQV252g als Optokoppler und steuere denn dann 
vom ESP32 auch mit über 5mA an. Da ich das ja nur 1x aufbaue kommt es 
auf ein paar Euro für den Optokoppler nicht wirklich an.

Der 24V Trafo, aus dem ich dann die Versorgungsspannung beziehe liefert 
gemessene 28V. Da muss ich also wirklich aufpassen, dass mein 
DC-DC-Wandler über 40V eingangsseitig abkann. Eigentlich will ich ein 
komplett fertiges Modul kaufen, wie man es auf ebay / amazon zuhauf 
findet.

Bleibt das Messen der 230V, ob die Pumpen laufen. Die verbauten Grundfos 
Pumpen haben eine Stromaufnahme von 0,04 - 0,54A (also zw. 3 und 70 
Watt). Ich weiß ehrlich gesagt nicht, auf Welche Leistung sie 
eingestellt sind - vermutlich 70W.
Ich komme an die Einzel-Adern dran, d.h. so ein Stromsensor wäre 
geeignet. Der verlinkte mit 30A aber vermutlich eher nicht, weil die 
Ströme ja viel geringer sind.

von bingo (Gast)


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da AC mit wenig Strom geschaltet werden soll, wäre doch ein kleines SSR 
zu überlegen, z.B. ein AQH3213 (die liegen hier gerade rum). koste wenig 
und kann direkt vom ESP ohne zusätzliche Treiber angesteuert werden, 
galvanische Trennung inklusive,

von foobar (Gast)


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> Carel, Model pCO5+. Deren 24V-Eingang zieht 5mA.

"These inputs are all optically isolated from the other terminals. They 
can work at 24 Vac, 24 Vdc and some at 230 Vac. [...] The 24 Vac or 28 
to 36 Vdc digital inputs have a resistance of around 5 kΩ."

Beschränkung: die Eingänge sind in mehrere Gruppen aufgeteilt, die 
jeweils einen gemeinsamen Ground haben.

> Das kann der Optokoppler bestimmt auch noch in 100 Jahren liefern.

Jo, doppelt gemoppelt hält besser ...

von Manfred (Gast)


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Felix H. schrieb:
> Ich nehme den AQV252g als Optokoppler und steuere denn dann
> vom ESP32 auch mit über 5mA an.

Laut Datenblatt schaltet der spätestens bei 3mA, ich würde nicht 
nennenswert über das doppelte gehen (6mA).

> Ich komme an die Einzel-Adern dran, d.h. so ein Stromsensor wäre
> geeignet. Der verlinkte mit 30A aber vermutlich eher nicht, weil die
> Ströme ja viel geringer sind.

Ich frage Aliexpress nach "current sensor" und finde nichts unter 5A 
Endwert und, wie üblich, fast nur unzureichende Produktbeschreibungen.
Ich würde mal auf Verdacht eine Platine dieser Art bestellen und messen, 
was da wirklich herauskommt:

https://www.aliexpress.com/item/1005001593842082.html?spm=a2g0o.cart.0.0.232e3c00Fk3PTe&mp=1
https://www.aliexpress.com/item/32842407404.html?spm=a2g0o.cart.0.0.232e3c00Fk3PTe&mp=1

bingo schrieb:
> wäre doch ein kleines SSR zu überlegen, z.B. ein AQH3213

Was am AQV252g verstehst Du nicht? Der passt absolut sauber zu der 
geplanten Anwendung.

foobar schrieb:
> "These inputs are all optically isolated from the other terminals.

> Jo, doppelt gemoppelt hält besser ...

Unsinniger Kommentar: Da wird nichts "doppelt gemoppelt", das 
PhotoMos-Relais ist der sinnvollste Weg, mit dem µC das AC-Signal zu 
schalten.

Man kann bestimmt auch andere Wege suchen, um sich dann Ärger mit dem 
Potentialbezug der 24V-AC zur Versorgung des µC einzuhandeln, das wäre 
dann grober Vorsatz.

von Felix H. (flix007)


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foobar schrieb:
> Jo, doppelt gemoppelt hält besser ...

Die Gruppe deren Eingänge ich nutzen möchte hängt schon an 24V AC. Um 
das vom ESP zu bedienen verwende ich halt nochmals einen Optokoppler.
Aber das Thema ist gegessen.

Die Ali-Express Sensoren werde ich mal bestellen. Guter Tip, danke!

"Leider" kommt da ja dann eine Sinus-Kurve raus als Spannungssignal von 
0 - 1V. Und ich bräuchte ein Binär-Signal "Strom fließt" ja/nein. Macht 
man das besser als Hardware-Schaltung (wie?) oder in Software auf dem 
ESP (wie?)

: Bearbeitet durch User
von ??? (Gast)


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Felix H. schrieb:
> "Leider" kommt da ja dann eine Sinus-Kurve raus als Spannungssignal von
> 0 - 1V. Und ich bräuchte ein Binär-Signal "Strom fließt" ja/nein.

Kondensator?

von Manfred (Gast)


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Felix H. schrieb:
> Die Ali-Express Sensoren werde ich mal bestellen. Guter Tip, danke!
>
> "Leider" kommt da ja dann eine Sinus-Kurve raus als Spannungssignal von
> 0 - 1V. Und ich bräuchte ein Binär-Signal "Strom fließt" ja/nein. Macht
> man das besser als Hardware-Schaltung (wie?) oder in Software auf dem
> ESP (wie?)

Ich schrieb "unzureichende Produktbeschreibungen". Ich vermute , dass 
eine dem Strom entsprechende Sapnnung geliefert wird. Ob die ein Sinus 
ist, oder eher krumm, weil die Pumpen im Phasenanschnitt laufen, kann 
man ebenfalls nur raten. Wenn der Verstärker das Signal auf 
handhabbare Werte anhebt, könnte man es mit dem A/D-Eingang des ESP 
auswerten, aber nochmal ob und wenn, Lotterie.

Es finden sich beim Chinamann auch Platinen mit Schwellwertschalter und 
Relais, aber auch da ohne konkrete Angaben.

Vielleicht doch nicht den Strom messen, sondern parallel zu den Pumpen 
einen kleinen Trafo setzen, wie in
Beitrag "Re: LED Nachtlicht optimieren" benannt?

Ich bin in der Meßtechnik relativ gut zuhause und würde anstatt Strom 
eher auf die Spannung gucken! Ich könnte mir auch vorstellen, ein 
Steckernetzteil parallel zur Pumpe zu klemmen und dessen Ausgang an den 
ESP anzulegen.

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