In den USA kann man als "business man" (Anwalt, Banker, Börsenmaklter
usw.) viel mehr verdienen, als ein Entwickler in einer Firma. Deshalb
wählen nur wenige intelligente Leute als Werdegang den Ingeieursberuf
oder einen Job als Informatiker. Dieses bleibt meist eingewanderten
Personen vorbehalten. So kommen die USA schon seit Jahrzehnten auf
vielen Gebieten technologisch ins Hintertreffen (ein Weg, den wir
inzwischen auch zunehmend einschlagen). So hörten die USA schon lange
Post- und Telekomdienste ab und leiteten die Informationen an die
heimische Industrie weiter. Da ist das Abhören von Merkels Handy nur die
Spitze eines riesigen Eisbergs und Cisco nur ein Mosaiksteinchen.
Dass die USA so massiv vor Huawei warnen, ist nicht die Sorge um unsere
Geheimnisse, sondern das Bestreben um Dominanz und dass kein
"Partnerland" Entscheidungen trifft, die Amerikas Interessen
entgegenlaufen (siehe auch North-Stream 2).
China hat inzwischen auf vielen Technologiegebieten uns überholt und was
an Wissen noch fehlte, haben sie durch Zukauf der entsprechenden Firmen
ganz legal erworben. Dabei ist China noch wesentlich partnerschaftlicher
als die USA. Für unsere wirtschaftliche Zukunft wäre es besser, nähere
Wirtschaftbeziehungen mit China zu pflegen, von denen beide Partner
profitieren. Bei Wirtschaftsbeziehungen mit den USA profitiert nur die
USA, wie Daimler beim Erwerb von Chrysler schmerzlich erkennen musste
und aktuell Bayer beim Zukauf von Monsanto. (Gegen Monsanto gab es nie
Klagen wegen Glyphosat. Das kam erst, als Bayer der Eigentümer wurde.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.)