Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Amt statt Autoindustrie – Warum die meisten Nachwuchstalente für den Staat arbeiten wollen


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von Modellarbeitnehmer (Gast)


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https://app.handelsblatt.com/karriere/traumjob-beamter-amt-statt-autoindustrie-warum-die-meisten-nachwuchstalente-fuer-den-staat-arbeiten-wollen-/26683194.html

Ein Viertel der Nachwuchstalente will im öffentlichen Dienst arbeiten, 
zeigt eine Studie. Woran liegt das? Und welche wirtschaftlichen Folgen 
hat das?

Für den Einzelnen mag die Beschäftigung im Staatsdienst gewinnbringend 
sein, doch gesamtwirtschaftlich beobachten Experten diese Entwicklung 
mit Sorge. „Deutschland lebt von der verarbeitenden Industrie, von 
pfiffigen Unternehmern, von Innovationen, die Arbeitsplätze schaffen. 
Das hat Deutschland reich gemacht – und nicht der öffentliche Dienst“, 
sagt der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen. Hinzu 
komme: „In der freien Wirtschaft arbeiten Menschen in der Regel 
produktiver als im öffentlichen Dienst.“

Gerade in Zeiten, in denen sich die Wirtschaft abkühlt und Branchen wie 
die Autoindustrie vom technischen Umbruch bedrängt werden, braucht 
Deutschland mutige Innovatoren. Doch in Umbruchzeiten wollten nur wenige 
junge Menschen Verantwortung übernehmen, so Soziologe Hurrelmann: „Das 
ist keine Faulheit, aber eine vielfach zu beobachtende Bequemlichkeit.“

Unternehmern wie Wolfgang Grupp stoßen solche Einstellungen sauer auf. 
„Wir tragen die jungen Leute zu sehr auf Händen“, sagt der Trigema-Chef 
dem Handelsblatt. So entstehe eine Anspruchshaltung wie bei keiner 
Generation zuvor. Viele wollten möglichst viel Freizeit und „nur dann 
arbeiten, wenn es anders nicht geht“. Das sei in einem Beamtenverhältnis 
sicher einfacher durchzusetzen, sagt Grupp.

Auch wenn der Staatsdienst für viele wie ein Traumberuf erscheint, im 
Alltag müssen sie sich mitunter auch auf ernüchternde Erfahrungen 
einstellen: Die Entscheidungswege sind oftmals länger als in der 
Wirtschaft, das Regelkorsett ist durch Verordnungen enger – und die 
Bezahlung oftmals schlechter, gerade je höher man in der Hierarchie 
angesiedelt ist. Beispiel IT-Führungskräfte: Sie kommen nach Daten der 
Beratung PwC in der Wirtschaft auf 160000 Euro pro Jahr, im 
öffentlichen Dienst ist es die Hälfte.

von Weich W. (hand_werker)


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Modellarbeitnehmer schrieb:
> Sie kommen nach Daten der
> Beratung PwC in der Wirtschaft auf 160000 Euro pro Jahr, im
> öffentlichen Dienst ist es die Hälfte.

Stimmt beides nicht meiner Meinung nach.

von wendelsberg (Gast)


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Modellarbeitnehmer schrieb:
> Bernd Raffelhüschen
Guck Dir an, von wem der sein Geld (seine vielen Nebenposten) bekommt, 
dann wird klar, dass der dieses Lied singt.

Modellarbeitnehmer schrieb:
> auf 160000 Euro pro Jahr, im
> öffentlichen Dienst ist es die Hälfte

Klar, mit 80000EUR/a ist man ja auch an der Armmutsgrenze. Wie 
schrecklich.

wendelsberg

von Undertaker (Gast)


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Modellarbeitnehmer schrieb:
> Unternehmern wie Wolfgang Grupp stoßen solche Einstellungen sauer auf.
> „Wir tragen die jungen Leute zu sehr auf Händen“, sagt der Trigema-Chef
> dem Handelsblatt. So entstehe eine Anspruchshaltung wie bei keiner
> Generation zuvor. Viele wollten möglichst viel Freizeit und „nur dann
> arbeiten, wenn es anders nicht geht“. Das sei in einem Beamtenverhältnis
> sicher einfacher durchzusetzen, sagt Grupp.

Für den Gutsherren will scheinbar auch niemand mehr arbeiten.

https://www.kununu.com/de/trigema-deutschland/kommentare

von Dummdiedumm (Gast)


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Absolut unverständlich.

Warum wollen die ganzen Nachwuchstalente nicht bei den Sklavenhändlern 
FÜR die OEMs arbeiten und sich von einem befristeten Vertrag zum anderen 
hangeln, wenn sie genauso gut beim Staat chillen können.

Die Jugend wird immer dämlicher

/s

von MaWin (Gast)


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Modellarbeitnehmer schrieb:
> Beispiel IT-Führungskräfte: Sie kommen nach Daten der Beratung PwC in
> der Wirtschaft auf 160000 Euro pro Jahr, im öffentlichen Dienst ist es
> die Hälfte

Bei PwC mag man das verdienen, im Billiglohnland Deutschland sicher 
nicht, da liegen die Löhne anders als bei Google und Microsoft.

Ich schätze Fachkräfte in Behörden, ob beim Amt für Wasserwirtschaft 
oder Bergbau, ob Strassenbau oder Zulassungsbehörden. Es ist viel 
einfacher, mit Fachkräften umzugehen die ihren Job verstehen, als mit 
Sesselfurzern. Leider gibt es letztere auch bei Behörden. Aber nicht nur 
dort, auch in Firmen sitzen zu viele Leute, die mehr Arbeit machen, als 
wegschaffen, und mit solchen Leuten ist der Umgang nervig.

Als eine Ex Beamtin werden wollte, haben alle gelacht. Inzwischen lacht 
keiner mehr, es ist ein anständiger Job unter anständigen 
Rahmenbedingungen, und bei der hohen Pension im frühen Alter kommt Neid 
auf.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Man kann den Text auch genau andersherum lesen: "Dreiviertel aller 
Nachwuchstalente wollen nicht im Öffentlichen Dienst arbeiten!"

Außerdem wird der gesamte Öffentliche Dienst als eine einheitliche Suppe 
zusammengefasst, ohne dabei zu berücksichtigen, dass es sich um sehr 
viele unterschiedliche Arbeitgeber und Tätigkeiten handelt. Wenn man 
zumindest die Aufteilung in Bundesbehörden, Landesbehörden, 
Kommunalbehörden und nichtbehördliche Einrichtungen wie z.B. Gerichte 
durchgeführt hätte, käme zwar in Summe auch noch ein Viertel heraus, 
aber pro Sammelbegriff für Arbeitgeber deutlich weniger.

Ich sehe es übrigens äußerst positiv, dass die Automobilindustrie im 
Ansehen junger Menschen deutlich abstürzt. Diese werden dann den 
heutigen volkswirtschaftlichen Wahnsinn, alles nur auf einen einzigen 
Industriezweig auszurichten, nicht mehr tragen wollen. Selbst zu Zeiten 
der Planwirtschaft im Ostblock gab es kein Land, das sich so sehr auf 
einen einzigen Wirtschaftszweig verlassen hätte wie es heutzutage 
Deutschland tut. Es ist völlig absurd, jedes Problem lösen zu wollen, 
indem man einfach mehr Autos produziert.

von Reinhold E. (reinhold_by)


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Im ÖD zählt nicht nur das Netto pro Monat.
Die Rentenansprüche, Medizinische Versorgung UND Unkündbarkeit, solange 
man nix anstellt.
Die Summe macht es interessant. Und leider ist der direkte Vergleich 
absichtlich erschwert. Man muss das Netto nach Abzug Krankenkasse und 
Altersversorgung vergleichen und das über das ganze Leben, also gerade 
auch die Rentenphase mit dazunehmen.
Mit Einführung der Versteuerung der allgemeinen Renten ist es ja ein 
Schritt zur Angleichung, wo es noch deutlicher wird wieviel besser die 
Versorgung im Rentenalter ist.
Einziges Problem im ÖD ist dass dort das Papier viel mehr zählt als 
tatsächliche Leistung.

Ich sehe hier nur kaum Möglichkeiten das in DE zu ändern. Ein Beamter 
kann absolut ohne Risiko Polit-Karriere probieren, der Angestellte oder 
Selbstständige muss sich das genau überlegen da diese Gruppen eben keine 
RÜckkehrgarantie über 10 Jahre haben und so bei Abwahl in ein Loch 
fallen.
Nicht umsonst sind die Beamten in den Parlamenten überrepräsentiert.
Und das führt in der Gesetzgebung natürlich zu Bevorzugung der eigenen 
Klientel, was menschlich normal ist.

von Gesamtschule äh -wirtschaft (Gast)


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Modellarbeitnehmer schrieb:
> doch gesamtwirtschaftlich beobachten Experten diese Entwicklung
> mit Sorge

Na dann...ich arbeite doch gerne für den gesamtwirtschaftlichen Benefit 
und würde den Experten Ihre Sorgen gerne nehmen, damit sie gut schlafen. 
Hoffentlich macht mein Chef auch mit. Ach nein, er hat mir im 
Mitarbeitergespräch schon wieder in den Arsch getreten und das geniale 
Industriegehalt steigt um ganze 1,5%. Gleichzeitig verdichten sich die 
Arbeit und Überwachung am Arbeitsplatz immer weiter. Einfach Geil.

von Dussel (Gast)


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Man muss zwischen Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst 
unterscheiden. Beamte werden mit Geld und anderen Privilegien 
überschüttet. Angestellte verdienen dagegen relativ (zur Industrie) 
wenig, haben oft befristete Verträge, nicht besonders viel Schutz usw.

Das 'Problem' ist halt, wenn aus der Industrie nur Absagen oder gar 
keine Reaktion kommen, während im öffentlichen Dienst Zusagen auf 
interessante Stellen kommen.

von Liebliches Coronavirus (Gast)


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Undertaker schrieb:
> Modellarbeitnehmer schrieb:
> Unternehmern wie Wolfgang Grupp stoßen solche Einstellungen sauer auf.
> „Wir tragen die jungen Leute zu sehr auf Händen“, sagt der Trigema-Chef
> dem Handelsblatt. So entstehe eine Anspruchshaltung wie bei keiner
> Generation zuvor. Viele wollten möglichst viel Freizeit und „nur dann
> arbeiten, wenn es anders nicht geht“. Das sei in einem Beamtenverhältnis
> sicher einfacher durchzusetzen, sagt Grupp.
>
> Für den Gutsherren will scheinbar auch niemand mehr arbeiten.
>
> https://www.kununu.com/de/trigema-deutschland/kommentare

Weißt du überhaupt, was so ein Turbinenhubschrauber alleine an Sprit pro 
Stunde alleine im Idle braucht oder die Betriebskosten? grins

Zum Thema: Der ÖD, gerade der Bundesangestelltentarif und die 
angeschlossenen Bundesbeamten haben seit 2011 ein Feuerwerk abgebrannt. 
Dazu hat die mittelständische Industrie im gleichen Zeitraum 
Reallohnsenkungen eingeführt. Einzige Möhre und Anker waren die fetten 
Konzerne, wo jeder sich mal für seine Opfer in der Industrie spätestens 
zur Hälfte seiner Karriere nen Stellplatz und den Gnadenhof versprach. 
Diese Wege wurden aber immer mehr verbaut und selbst junge 
High-Potential sehen, dass selbst der gelungene und frühe Einstieg ein 
russisches Roulette ist und wenn man nicht gekündigt wird, auf jeden 
Fall dauerhaft nach Asien muss.
So wandert die Horde jetzt zur öffentlichen Tränke, ein Schweinezyklus, 
die ÖD-Gehälter werden wieder sinken, derweil wird dabei wieder viel 
Industrie zumachen und auswandern. Ein Teufelskreis in den Abgrund.

von Fast track to /dev/null (Gast)


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Modellarbeitnehmer schrieb:
> Ein Viertel der Nachwuchstalente will im öffentlichen Dienst arbeiten,
> zeigt eine Studie. Woran liegt das? Und welche wirtschaftlichen Folgen
> hat das?

Da gilt nur für Juristen und andere Berufe für die man kein 'Talent' im 
Sinne von Thomas A. Edison, Werner Siemens oder Konrad Zuse braucht, 
sondern lediglich Durchaltewillen beim Auswendig lernen.

Klar, das für solche uninspirierten Langweiler das Beamtentum ein 
Traumjob ist.

von Axel L. (axel_5)


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Die Frage ist, was ein Nachwuchstalent ist.

Wer eher zum Beamtentum neigt, dürfte schon mal per Definition nicht 
darunter fallen.

von Hospitant (Gast)


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Andreas S. schrieb:
> Ich sehe es übrigens äußerst positiv, dass die Automobilindustrie im
> Ansehen junger Menschen deutlich abstürzt. Diese werden dann den
> heutigen volkswirtschaftlichen Wahnsinn, alles nur auf einen einzigen
> Industriezweig auszurichten, nicht mehr tragen wollen. Selbst zu Zeiten
> der Planwirtschaft im Ostblock gab es kein Land, das sich so sehr auf
> einen einzigen Wirtschaftszweig verlassen hätte wie es heutzutage
> Deutschland tut. Es ist völlig absurd, jedes Problem lösen zu wollen,
> indem man einfach mehr Autos produziert.

Mal wieder ein typischer "Andreas S."
Dir ist nicht zufällig entgangen, dass die BRD, im Gegensatz zum von Dir 
angeführten Ostblock, keine Planwirtschaft betreibt?
Wir haben hier kein ZK das mal eben beschließt, dass in den nächsten 
fünf Jahren wieder "mehr Autos produziert" werden müssen.

von EinnichtganzernstgemeinterBeitrag (Gast)


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> Zum Thema: Der ÖD, gerade der Bundesangestelltentarif und die
> angeschlossenen Bundesbeamten haben seit 2011 ein Feuerwerk abgebrannt.
> Dazu hat die mittelständische Industrie im gleichen Zeitraum
> Reallohnsenkungen eingeführt. Einzige Möhre und Anker waren die fetten
> Konzerne, wo jeder sich mal für seine Opfer in der Industrie spätestens
> zur Hälfte seiner Karriere nen Stellplatz und den Gnadenhof versprach.
> Diese Wege wurden aber immer mehr verbaut und selbst junge
> High-Potential sehen, dass selbst der gelungene und frühe Einstieg ein
> russisches Roulette ist und wenn man nicht gekündigt wird, auf jeden
> Fall dauerhaft nach Asien muss. So wandert die Horde jetzt zur
> öffentlichen Tränke, ein Schweinezyklus, die ÖD-Gehälter werden wieder
> sinken, derweil wird dabei wieder viel Industrie zumachen und
> auswandern. Ein Teufelskreis in den Abgrund.

Kommt schon gut hin, Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die 
Gehälter im öD sinken werden.
Im Gegenteil ich würde eher behaupten, dass einfach die Steuern für den 
Mittelstand gehoben werden (coronabeitrag, kommt schon Leute seid 
solidarisch wir müssen die Krise durchstehen, blablabla.).
Dadurch ist das wieder ausgeglichen und der Mittelstand ist sowieso viel 
zu Demonstrationsträge bzw. wie soll er auch demonstrieren gehen? Er 
muss ja seinen befristeten Arbeitsvertrag Verteidigen und Überstunden 
machen. Das wird dann höchstens abends am Stammtisch diskutiert.

Gleichzeitig wird der Mindestlohn angehoben, damit möglichst viele in 
die höhere Steuergruppe rutschen und aus der Sozialhilfe rausfallen und 
Zack der öD kann sich wieder auf die Schulter klopfen und die Pension 
erhöhen immerhin schreiben wir wieder die schwarze Null.

von Liebliches Coronavirus (Gast)


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Fast track to /dev/null schrieb:
> Klar, das für solche uninspirierten Langweiler das Beamtentum ein
> Traumjob ist.

Wenn das besser honoriert wird, schlagen auch mehr technisch Begabte 
diesen Weg ein. Auch werden die uninspirierten Langeweiler durch die 
gute Pflege und Futter ihr Gengut viel mehr reproduzieren, als der schon 
von der Industrie und Politik durchgerittene Ingenieurzuchthengst, der 
dafür kaum noch Ressourcen frei hat. Die Gesellschaft verschiebt sich 
damit zu uninspirierten Langeweilern, die sich kaum noch gegenseitig 
ernähren kann.

Beitrag #6515140 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Horst G. (horst_g532)


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Modellarbeitnehmer schrieb:
> -warum-die-meisten-nachwuchstalente-fuer-den-staat-arbeiten-wollen
>
> Ein Viertel der Nachwuchstalente will im öffentlichen Dienst arbeiten,

Ohne den verlinkten Artikel überhaupt geöffnet, geschweige denn gelesen 
zu haben, drängt sich mir hier bereits die erste Frage auf: Was genau 
zählt denn außer dem ÖD noch so zum "Staat" – oder seit wann sind ein 
Viertel "die meisten"?

von Autonarr (Gast)


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> Andreas S. schrieb:
>> Ich sehe es übrigens äußerst positiv, dass die Automobilindustrie im
>> Ansehen junger Menschen deutlich abstürzt. Diese werden dann den
>> heutigen volkswirtschaftlichen Wahnsinn, alles nur auf einen einzigen
>> Industriezweig auszurichten, nicht mehr tragen wollen. Selbst zu Zeiten
>> der Planwirtschaft im Ostblock gab es kein Land, das sich so sehr auf
>> einen einzigen Wirtschaftszweig verlassen hätte wie es heutzutage
>> Deutschland tut. Es ist völlig absurd, jedes Problem lösen zu wollen,
>> indem man einfach mehr Autos produziert.


Gerade die Autoindustrie hat auch einfach Gebildeten und der sonstigen 
breiten Mehrheit ein gutes Volkseinkommen beschert.
Zudem ist der Automarkt in Deutschland hinter den USA der Beste der 
Welt, nirgends kann man so günstig ein hochqualitatives Auto fahren.

Wenn das alles wegbricht, dann wird es insbesondere die ländlichen 
Regionen treffen und die Monostädte treffen, wo die Autoindustrie 
angesiedelt ist.

Ohne Autoindustrie werden nur noch die Arbeitnehmer-Elite wie 
Spezialisten und Beamte ein Einkommen haben, das zum würdigen Leben 
reicht.

von Autonarr (Gast)


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Ein Staat mit ordentlicher Verwaltung ist ebenfalls wichtig für den 
Wohlstand.
Siehe Frankreich und England, kaum Industrie für den Weltmarkt, aber 
durch gute Verwaltung dennoch in der G7.

von ÖDipus (Gast)


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Ich habe mich bereits ende meines Bachelor Studiums als absoluter 
Lowperformer geoutet. Den Schritt in den ÖD bereue ich nicht. Die 
anderen sollen gefälligst arbeiten, während morgens erstmal auf dem 
Smartphone Tetris spiele ;)

von Reinhard S. (rezz)


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Modellarbeitnehmer schrieb:
> 
https://app.handelsblatt.com/karriere/traumjob-beamter-amt-statt-autoindustrie-warum-die-meisten-nachwuchstalente-fuer-den-staat-arbeiten-wollen-/26683194.html
>
> Ein Viertel der Nachwuchstalente will im öffentlichen Dienst arbeiten,
> zeigt eine Studie. Woran liegt das? Und welche wirtschaftlichen Folgen
> hat das?

"Fachkräftemangel" und die Wirtschaft muss dann ja mal was springen 
lassen und kann den Ing. nicht mit 35k abspeisen, weil draußen schon 3 
neue warten :D

> Gerade in Zeiten, in denen sich die Wirtschaft abkühlt und Branchen wie
> die Autoindustrie vom technischen Umbruch bedrängt werden, braucht
> Deutschland mutige Innovatoren. Doch in Umbruchzeiten wollten nur wenige
> junge Menschen Verantwortung übernehmen, so Soziologe Hurrelmann: „Das
> ist keine Faulheit, aber eine vielfach zu beobachtende Bequemlichkeit.“

Dann sollens halt die alten machen, mein Gott. Ist Innovation abhängig 
vom Alter?

> Viele wollten möglichst viel Freizeit und „nur dann
> arbeiten, wenn es anders nicht geht“. Das sei in einem Beamtenverhältnis
> sicher einfacher durchzusetzen, sagt Grupp.

Das würd ich nun genau nicht so sehen.

> Auch wenn der Staatsdienst für viele wie ein Traumberuf erscheint, im
> Alltag müssen sie sich mitunter auch auf ernüchternde Erfahrungen
> einstellen: Die Entscheidungswege sind oftmals länger als in der
> Wirtschaft,

Schlimmer als im Konzern kanns nicht sein.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Hospitant schrieb:
> Mal wieder ein typischer "Andreas S."
> Dir ist nicht zufällig entgangen, dass die BRD, im Gegensatz zum von Dir
> angeführten Ostblock, keine Planwirtschaft betreibt?

Genau, in Deutschland herrscht keine Planwirtschaft.

> Wir haben hier kein ZK das mal eben beschließt, dass in den nächsten
> fünf Jahren wieder "mehr Autos produziert" werden müssen.

Ähem, genau das ist aber der Fall. Wie war es in der Wirtschaftskrise 
2008/2009: "Wir brauchen eine Abwrackprämie!" Und es kam eine 
Abwrackprämie, wie von der Automobilindustrie befohlen. Deren 
wirtschaftlicher Nutzen ist nach wie vor fraglich.

Klimakrise: "Wir müssen mehr 'klimafreundliche' Autos bauen!" Also 
werden Elektroautos und Hybridfahrzeuge gefördert. Letztere sind jedoch 
die reinste Verarschung, weil sie zu keinen geringeren Emissionen 
führen, sondern zu noch stärkerer Übermotorisierung.

Corona: "Als Erstes benötigen wir eine neue Abwrackprämie, um noch mehr 
Autos produzieren zu können!" Auch diesmal wurde ernsthaft solch eine 
Maßnahme diskutiert, aber der allgemeine Bewusstseinswandel (außer 
natürlich bei den Automobilhörigen) hat endlich zu geführt, dass solch 
eine Maßnahme nicht einfach durchgewunken wird.

von 21 Uhr ist Zapfenstreich (Gast)


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Autonarr schrieb:
> Zudem ist der Automarkt in Deutschland hinter den USA der Beste der
> Welt, nirgends kann man so günstig ein hochqualitatives Auto fahren.

Eher ist das Autofahren in der EU speziell im Bürokratiemusterländle 
doch so teuer wie nirgendswo geworden?!
Die nächsten Jahre wird es absehbar noch viel gesalzener, was schon 
alleine den Unterhalt angeht. Neuwagenpreise unserer hier heimischen 
Premiumspezialisten sind trotz fast überall mittlerweiler identischer 
Ausstattung in der EU und speziell wieder am Deutschland am teuersten. 
Für den Preis und Unterhalt eines heimischen Oberklassenpremiumprimus 
kann man anderswo mittlerweile sich auch ein kleines Motorflugzeug 
leisten.
Gebrauchtmarkt durch realtitätsferne Abgasregulation und scharfe 
überteuerte Hauptuntersuchung kaputt gemacht, vieles geht heute deshalb 
direkt in den Export. (Polen, Tschechien usw.)

von Manfred (Gast)


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Undertaker schrieb:
> Für den Gutsherren will scheinbar auch niemand mehr arbeiten.
> https://www.kununu.com/de/trigema-deutschland/kommentare

Irgendetwas hat richtig gemacht: Trigema wurde 1919 in Burladingen 
(Baden-Württemberg) gegründet und existiert 100 Jahre später noch immer, 
während fast alle anderen Textilfirmen keine deutsche Fertigung mehr 
haben / nicht mehr existieren.

Wenn Wolfgang Grupp über die jungen Leute gesagt hat ".. So entstehe 
eine Anspruchshaltung wie bei keiner Generation zuvor." und dann noch

"Viele wollten möglichst viel Freizeit und nur dann arbeiten, wenn es 
anders nicht geht", mögen diese das nicht hören, aber es ist dennoch für 
viele zutreffend.

Ich sage bewusst für viele , da ich auch junge Leute erlebt habe, die 
zielorientiert und engagiert arbeiten.

von asdfbnjkl (Gast)


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21 Uhr ist Zapfenstreich schrieb:
> Gebrauchtmarkt durch realtitätsferne Abgasregulation

Na die wird ja hoffentlich zeitnah an die Gesetze angepasst, nachdem 
klar ist, dass Abschalteinrichtungen junmal verboten sind, ganz egal, 
welche abstruse Begruendung den Konzernrechtsverdrehern noch einfallen 
mag.

asdfbnjkl

von ÖD (Gast)


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Reinhard S. schrieb:
>> Auch wenn der Staatsdienst für viele wie ein Traumberuf erscheint, im
>> Alltag müssen sie sich mitunter auch auf ernüchternde Erfahrungen
>> einstellen: Die Entscheidungswege sind oftmals länger als in der
>> Wirtschaft,

Auch in der mega-freien Wirtschaft kann man ernüchternde Erfahrungen 
machen, das könnt ihr mir ruhig glauben:

- ANÜ beim Dienstleister
- kack-Chefs
- Firma macht zu
- Arbeit ist noch dröger als im Amt
- Firma ist voll mit Managern und irgendwas-Leitern, die ihre Psychosen 
vollumfänglich ausleben wollen
- Versprechungen werden nicht eingehalten
- als Mann wirst du Opfer von Gendermüll und Diverstiy-Scheiße, die 
Stelle kriegt jemand anders, weil du weder weiblich noch divers bist
- im Mittelstand Überstunden ohne Ende bei beschissenem Gehalt, während 
der Erbe-Inhaber die Sektkorken knallen lässt
- bei Bewerbungen wirst du aussortiert, weil du der inkompetenten HR 
nicht gefällst
- und so weiter und so fort

Muss nicht so kommen, aber ich würd nicht behaupten, dass Wirtschaft 
generell besser ist als Amt.

von sessel_furzer (Gast)


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ÖD? Jawoll!

Das hessische Landeskriminalamt schaltet aktuell Radiowerbung.
Mit HR3 werden Informatiker zur Bekämpfung der Cyberkriminalität
gesucht.

von Reinhard S. (rezz)


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Manfred schrieb:
> "Viele wollten möglichst viel Freizeit und nur dann arbeiten, wenn es
> anders nicht geht", mögen diese das nicht hören, aber es ist dennoch für
> viele zutreffend.
>
> Ich sage bewusst für viele , da ich auch junge Leute erlebt habe, die
> zielorientiert und engagiert arbeiten.

Wo widerspricht sich das? Nur weil man auf Arbeit gehen muss/es nicht 
anders geht kann man dort doch trotzdem zielorientiert und engagiert 
arbeiten?

Wie sagte schon ein Brot: "Je eher du damit anfängst, desto eher ist es 
vorbei"

von Gustl B. (-gb-)


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Modellarbeitnehmer schrieb:
> Ein Viertel der Nachwuchstalente will im öffentlichen Dienst arbeiten,
> zeigt eine Studie. Woran liegt das? Und welche wirtschaftlichen Folgen
> hat das?

Bei mir ist es anders herum^^ aber zu der Frage:

Der alte chinesische Fluch

> Mögest du in interessanten Zeiten leben.

ist jetzt Realität.
Gleichzeitig geht es uns gut genug. Auch mit einem Gehalt das man beim 
Staat verdient. Die Folge ist, dass die Leute lieber ein sicheres aber 
hoch genuges Einkommen wählen als ein noch höheres Einkommen das aber 
eine unsichere Zukunft hat. Guck dir die Automobilindustrie an oder 
andere große Firmen. Würdest du wetten wollen, dass es z. B. BWM 2040 
noch gibt? Und zwar nicht als Wette um einen Kasten Bier, sondern um z. 
B. ein Haus das man als Beamter abbezahlen kann, als Angestellter der 
seinen Job verloren hat aber nicht. Das ist eine Wette auf die Zukunft 
und die sieht ungewiss aus.

Die wirtschaftlichen Folgen hat sich die Wirtschaft selbst zugefügt. 
Wenn man den Anschluss verpasst, und zwar ohne Not und sehenden Auges, 
dann verlassen die gut ausgebildeten das sinkende Schiff oder gehen 
nicht an Bord. Es gibt auch Firmen im Land, die keine sinkenden Schiffe 
sind. Aber auch da gilt: Die Zukunft ist ein wenig weniger sicher als 
beim Staat.

Der Staat hat aber auch Nachteile. Man kann irgendwohin versetzt werden, 
und man kann ohne triftige Gründe nicht in Teilzeit arbeiten. Was will 
ich mit einem vollen Gehalt wenn der Job nicht viel Spaß macht und ich 
das Geld nicht brauche?

von Alopecosa (Gast)


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Gustl B. schrieb:
> und man kann ohne triftige Gründe nicht in Teilzeit arbeiten.

Wo und warum sollte das so sein? Ist überhaupt kein Problem. Zumindest 
nicht in Bayern beim StMI...

von Gustl B. (-gb-)


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Alopecosa schrieb:
> Wo und warum sollte das so sein? Ist überhaupt kein Problem. Zumindest
> nicht in Bayern beim StMI...

Echt? Also als Lehrer ist das nicht so wie mir gesagt wurde. 
Elternteilzeit geht natürlich und wenn man Angehörige pflegen muss oder 
so. Muss ich mich wohl doch mal informieren ...

von Bürovorsteher (Gast)


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Wer im ÖD ist, bekommt im Gegensatz zu mir als Selbstständiger (jawoll, 
mit Doppel-ST) ohne Probleme z.B. einen Kredit für den Kauf einer ETW. 
Die Sparkasse hatte heftig genickt, als meine Frau ihren Betriebsausweis 
gezückt hatte. Meine BWA dagegen fanden sie Scheiße...

von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Eigentlich ist doch eher das Gegenteil von dem wahr, was eingangs 
behauptet wird. Viele deutsche Konzerne sind überbürokratisiert. Ich 
habe Aussagen gehört wie: "Als ich vom ÖD in die Wirtschaft gewechselt 
bin, kam mir jede Behörde regelrecht agil vor. Hier im Konzern dauert es 
12 Wochen bis ein neuer Kugelschreiber genehmigt ist, nachdem man 50 
Formulare ausgefüllt hat."

Auch ist das Innovationspotential im ÖD höher. Ich habe einmal ein 
Praktikum in einem Hosting-Unternehmen gemacht, da wurden Server durch 
zeilenweises Kopieren von Befehlen aus einer Textdatei administriert. 
Ansible, Salt, Docker, Nix, Foreman, Terraform? Fehlanzeige! Bezahlung 
und Karrieremöglichkeiten waren ebenfalls schlechter als im ÖD.

Eine Führungsposition im Konzern mit 160k€/Jahre ist kaum zu bekommen.

Das Regelkorsett ist bei Konzernen enger, weil mehr Constraints 
herrschen: Markt, Rentabilität, Wettbewerb, Gesetze, Abmahnrisiken. Im 
ÖD ist es (fast) egal, ob Impressum Nutzungsvereinbarung oder 
Datenschutzerklärung korrekt sind, da Behörden nicht von Mitbewerbern 
abgemahnt werden können. -> weniger Bürokratie.

von Manfred (Gast)


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Gustl B. schrieb:
> man kann ohne triftige Gründe nicht in Teilzeit arbeiten.

Warum sollte man das wollen? Passt genau zu den Vorwürfen von Wolfgang 
Grupp, nur arbeiten, wenn es unvermeidbar ist.

von Gustl B. (-gb-)


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@ Alopecosa:

https://www.km.bayern.de/lehrer/dienst-und-beschaeftigungsverhaeltnis/teilzeit-und-altersteilzeit.html

Für Realschule also nur für "Sonderfälle", als "Sabbatjahr" oder Eltern- 
und Altersteilzeit. Finde ich schade, aber ist dann eben so. Dann 
bekommt der Staat eben keine Lehrer statt Lehrer die entspannt und 
motiviert in Teilzeit arbeiten.

Manfred schrieb:
> Warum sollte man das wollen?

Warum nicht? Warum soll ich Lebenszeit für etwas (Geld) opfern das ich 
nicht brauche? Lebenszeit kann man nicht zurückkaufen, die ist verlebt. 
Viele Leute unterschätzen wie kostbar Lebenszeit ist. Oder sie haben 
schlicht zu wenige Interessen für die sie Zeit benötigen würden.
Was will ich mit dem Geld im Alter? Werde ich überhaupt alt? Wird das 
dann noch was wert sein? Das ist eine Wette auf die Zukunft. Da lebe ich 
lieber jetzt ein Leben in dem ich meine Zeit mit dem verbringe was mich 
interessiert.

: Bearbeitet durch User
von Dussel (Gast)


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Gustl B. schrieb:
> Der Staat hat aber auch Nachteile. Man kann irgendwohin versetzt
> werden,
Und wo ist da der Nachteil? Man ist hunderprozentig abgesichert, während 
ein Arbeitnehmer fast jederzeit gekündigt werden kann und dann keine 
finanzielle Absicherung hat.

Gustl B. schrieb:
> Auch mit einem Gehalt das man beim
> Staat verdient. Die Folge ist, dass die Leute lieber ein sicheres aber
> hoch genuges Einkommen wählen als ein noch höheres Einkommen das aber
> eine unsichere Zukunft hat.
Wo bekommt man denn im Normalfall ein höheres Gehalt als ein Beamter?
Ein Beamter im höheren Dienst bekommt als Einstieg A13 
(https://karriere.unicum.de/berufsorientierung/berufsbilder/hoeherer-dienst). 
Das sind etwa 3300 € netto 
(https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/beamte/bund?id=beamte-bund&g=A_13&s=0&f=0&z=100&zulage=&stkl=1&r=by&zkf=0). 
Um das als normaler Angestellter zu bekommen, müsste man mit 76000 € 
brutto einsteigen (als Beispiel: 
https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tvoed/bund?id=tvoed-bund&g=E_15&s=4&stkl=1&r=by&kk=15.5&z=100&zkf=0&f=0&zulage=&zulageid=&stj=2020&zv=VBL)
Wo steigt man mit 76000 € ein?

Zitat aus der ersten Quelle: "In den meisten Fällen zählen die Berufe 
der Beamten /-innen im höheren Dienst zu den bestbezahlten Berufen im 
Bundesgebiet."

von Gustl B. (-gb-)


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Dussel schrieb:
> Gustl B. schrieb:
>> Der Staat hat aber auch Nachteile. Man kann irgendwohin versetzt
>> werden,
> Und wo ist da der Nachteil?

Der Nachteil ist, wie ich geschrieben hatte, dass man beliebig versetzt 
werden kann.

> Man ist hunderprozentig abgesichert, während
> ein Arbeitnehmer fast jederzeit gekündigt werden kann und dann keine
> finanzielle Absicherung hat.

Natürlich hat das beim Staat auch Vorteile, sogar sehr viele. Aber eben 
nicht nur. Wenn du irgendwo wohnst, deinen Freundeskreis hast und am 
anderen Ende des Bundeslandes deine Planstelle bekommst, dann ist das 
ein Nachteil. Ob der schlimm ist für den Einzelfall muss Jeder für sich 
entscheiden.

Dussel schrieb:
> Wo bekommt man denn im Normalfall ein höheres Gehalt als ein Beamter?

Ernsthaft? Quasi jeder der als Ingenieur, Maschinenbauer, Anwalt, Arzt, 
Notar, ... arbeitet kann das haben. Nicht einfach so, aber wenn er was 
drauf hat dann schon. Ich habe auch nicht geschrieben, dass Lehrer ein 
schlechtes Gehalt haben, im Gegenteil, das ist sehr gut. Aber wenn 
Jemand studiert hat mit Master/Diplom, dann kann der in der Wirtschaft 
oft mehr verdienen.
Und drunter verdienen Beamte ohne Studium nicht so irre viel. Guck dir 
mal das Gehalt von einem Streifenpolizisten an.

Dussel schrieb:
> Wo steigt man mit 76000 € ein?

Dann guck in deiner Tabelle mal etwas weiter. Dann wirst du sehen, dass 
Beamte im höheren Dienst hoch einsteigen, aber danach ändert sich nicht 
mehr viel am Lohn. Während du in der Wirtschaft zwar deutlich drunter 
einsteigst, dafür aber in den ersten Jahren oft 10% mehr bekommst je 
Jahr.

von SMA (Gast)


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SMA Solar Technology (Mitarbeiterzahl: 3124) wurde mal als 
eigenständiges Unternehmen aus der Universität Kassel heraus gegründet. 
Die vier Gründer waren alle mal im Öffentlichen Dienst tätig.

von 21 Uhr ist Zapfenstreich (Gast)


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Gustl B. schrieb:
> der in der Wirtschaft oft mehr verdienen.
> Und drunter verdienen Beamte ohne Studium nicht so irre viel. Guck dir
> mal das Gehalt von einem Streifenpolizisten an.

In vielen Bundesländern ist das gehobener Dienst, die absolvieren in 
ihrer Ausbildung ein "Studium". Ist zwar nur pro forma wegen der 
Beamtenlaufbahn und "Verwaltungsrecht" auch nur für 
steuerzahlerfinanzierte ABM-Tätigkeiten gut, wenn sie als 
Streifenpolizist "fertig sind" . Hat allerdings den Vorteil, dass durch 
Abi ein Großteil der Mentalitäten einer SS gleich ob weißer Hühne oder 
Bullen vom Bosporus ausgefiltert werden. Andere Bundesländer mit 
mittlerem Dienst rekrutieren Realschüler, was eigentlich vom Niveau 
damalige Hauptschüler waren. Dementsprechend skaliert auch heute die 
deutsche Polizeigewalt.

von Dussel (Gast)


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Gustl B. schrieb:
> Der Nachteil ist, wie ich geschrieben hatte, dass man beliebig versetzt
> werden kann.
Das ist im Vergleich zum Angestellten eben kein Nachteil. Der 
Angestellte kann genauso gezwungen sein, seinen Arbeitsplatz zu 
wechseln, aber eben ohne die Sicherheit.

Gustl B. schrieb:
> Ernsthaft? Quasi jeder der als Ingenieur, Maschinenbauer, Anwalt, Arzt,
> Notar, ... arbeitet kann das haben. Nicht einfach so, aber wenn er was
> drauf hat dann schon.
Jeder kann noch viel mehr haben, wenn er Lotto spielt.

Gustl B. schrieb:
> Dann guck in deiner Tabelle mal etwas weiter. Dann wirst du sehen, dass
> Beamte im höheren Dienst hoch einsteigen, aber danach ändert sich nicht
> mehr viel am Lohn. Während du in der Wirtschaft zwar deutlich drunter
> einsteigst, dafür aber in den ersten Jahren oft 10% mehr bekommst je
> Jahr.
Dann nehmen wir mal die letzte Stufe von A 13. Das entspricht beim Netto 
einem Angestelltengehalt von 97000€ 
(https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tvoed/bund?id=tvoed-bund&g=E_15%DC&s=6&zv=VBL&z=100&zulage=&stkl=1&r=by&zkf=0&kk=15.5). 
Es gibt in der Industrie sicher Angestellte, die mehr verdienen, aber 
das ist nicht die Regel. Nehmen wir mal zwei Quellen 
(https://www.get-in-engineering.de/magazin/gehalt/statistik und 
https://www.academics.de/ratgeber/chemieingenieur-gehalt) sind es auch 
später (oft deutlich) weniger.

von Gustl B. (-gb-)


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21 Uhr ist Zapfenstreich schrieb:
> In vielen Bundesländern ist das gehobener Dienst, die absolvieren in
> ihrer Ausbildung ein "Studium".

Ja, stimmt, hier in Bayern nicht. Da bekommen die A7. Ist nicht 
schlecht, ist aber auch kein Spitzengehalt. Da kann man mit 
Realschulabschluss in der Wirtschaft mehr verdienen.

Dussel schrieb:
> Gustl B. schrieb:
>> Der Nachteil ist, wie ich geschrieben hatte, dass man beliebig versetzt
>> werden kann.
> Das ist im Vergleich zum Angestellten eben kein Nachteil.

Lern bitte mal argumentieren. Ich habe das nicht mit einem Angestellten 
verglichen. Ich habe nur geschrieben, dass es ein Nachteil ist. Dass den 
Andere vielleicht ebenfalls haben ist mir ziemlich egal. Als 
Angestellter kann ich kündigen und mich wo anders bewerben. Als Beamter 
kann ich gar nicht kündigen sondern nur darum bitten aus dem 
Beamtenverhältnis entlassen zu werden. Und danach stehen die Chancen 
sehr schlecht wieder verbeamtet zu werden.

Dussel schrieb:
> Jeder kann noch viel mehr haben, wenn er Lotto spielt.

Jetzt vergleichst du Lotto mit so Berufen wie Notar, Anwalt, ... das hat 
nix mit Glückspiel zu tun, sondern damit für was man sich entscheidet 
und was man dafür leistet. Und dann gibt es deutlich mehr Leute die viel 
Geld verdienen als Leute die durch Lotto reich geworden sind, das hinkt 
also beidbeinig.

Dussel schrieb:
> Es gibt in der Industrie sicher Angestellte, die mehr verdienen, aber
> das ist nicht die Regel.

Natürlich ist das nicht die Regel. Es ist auch nicht die Regel, dass 
Jemand verbeamtet wird und A13 verdient. Denn wäre es die Regel, dann 
wäre das in Deutschland das Medianeinkommen. Und das ist es nicht. Es 
ist auch nicht die Regel, dass man Arzt oder Notar wird. Aber man kann 
das werden wenn man will und sehr fleißig ist. Und du kannst auch Lehrer 
werden wenn du das willst. Ich habe das studiert und könnte das jetzt 
werden wenn ich wollte. War gar nicht sonderlich schwer.
Bei deinen Aussagen wundert mich ja fast wieso wir einen Lehrermangel 
haben. Wieso werden denn nicht noch viel mehr Leute Beamte? Warum hast 
du dich dagegen entschieden?

von 21 Uhr ist Zapfenstreich (Gast)


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Gustl B. schrieb:
> Ja, stimmt, hier in Bayern nicht. Da bekommen die A7.

Ja zu Beginn, geht dann über A8, auf A9 und je nach Lage und Region paar 
Jahre vor der Pensionierung noch ne A9 mit Zulage, was in etwa der A10 
entspricht und die ruhestandsberechtigt ist.
Auf jeden Fall deutlich mehr, als das, was jeder angestellte Handwerker 
oder CNC-Dreher in den vielen kleinen Metallbuden in seinem ganzem Leben 
bekommt, die ebenfalls hart rackern und dafür sorgen, dass Deutschland 
auch zukünftig weiter kacken kann.

von Gustl B. (-gb-)


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21 Uhr ist Zapfenstreich schrieb:
> Auf jeden Fall deutlich mehr, als das, was jeder angestellte Handwerker
> oder CNC-Dreher in den vielen kleinen Metallbuden in seinem ganzem Leben
> bekommt,

Richtig. Mit Realschulabschluss oder Abitur ohne Studium kann man aber 
auch andere Berufe ergreifen. Fluglotse, Fachinformatiker, 
Mechatroniker, Elektroniker, ...
Natürlich verdienen Polizisten gut. Das will ich doch gar nicht 
abstreiten oder so, aber eben nicht so viel wie man in der Wirtschaft 
mit gleichem Schulabschluss verdienen könnte. Das ist bei vielen Beamten 
so, die werden gut bezahlt, aber das ist kein Maximalgehalt und wer will 
kann in der Wirtschaft mehr verdienen. Und wer dort nicht mehr verdienen 
kann, warum auch immer, der könnte ja Beamter werden. Warum werden denn 
nicht mehr Leute Polizist? Oder Finanzwirt, Kriminologe, 
Kriminaltechniker, Justizwachmeister, ... ?

von 21 Uhr ist Zapfenstreich (Gast)


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Gustl B. schrieb:
> Warum werden denn nicht mehr Leute Polizist? Oder Finanzwirt,
> Kriminologe, Kriminaltechniker, Justizwachmeister, ... ?

Manche Männer haben für die Einstellungskriterien nicht die richtige 
körperliche Statur und Länge auch jenseits der offiziellen Mindestgröße 
(inoffizielle subjektive Anforderungen des Prüfers) oder die Augen 
schwächeln bei Stereosehen oder Rot-Grün (offizielle). Schon ist die 
Sache von Beginn an durch. Oder leichte Verkrümmung der Wirbelsäule.

von Arno (Gast)


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Dussel schrieb:
> Dann nehmen wir mal die letzte Stufe von A 13. Das entspricht beim Netto
> einem Angestelltengehalt von 97000€
> 
(https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tvoed/bund?id=tvoed-bund&g=E_15%DC&s=6&zv=VBL&z=100&zulage=&stkl=1&r=by&zkf=0&kk=15.5).

Das stimmt nicht - zum Vergleich: 
https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/beamte/bund?id=beamte-bund-2020neu&g=A_13&s=8&f=0&z=100&zulage=&stj=2020&stkl=1&r=by&zkf=0

Jahresnetto, abzüglich Krankenversicherung: 47500€.

Dein Beispiel-Angestellter mit 97000€ brutto hat seine 
Krankenversicherung schon bezahlt und trotzdem mit 49800€ knapp 5% mehr 
netto als ein Beamter in A13.8.

Du vergisst vermutlich, dass Beamte auch eine Kranken(teil-)versicherung 
bezahlen müssen und rechnest die Jahressonderzahlung der Angestellten 
nur im Brutto ein.

Real entspricht die A13.8 wohl eher rund 87.000€ Jahresbrutto. Das 
haben, insbesondere wenn man Vergünstigen wie privat nutzbare 
Dienstwagen einrechnet (die der öffentliche Dienst nicht kennt) und auch 
im gleichen Dienstalter schaut (um die 20 Jahre, also ab Lebensalter 
45-50) in der freien Wirtschaft sicherlich gar nicht mehr so wenige 
Studierte. Und das bei tariflich weniger Wochenarbeitszeit, die bei 
Beamten des Bundes derzeit 41h beträgt.

MfG, Arno

von Undertaker (Gast)


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Manfred schrieb:
> Gustl B. schrieb:
> man kann ohne triftige Gründe nicht in Teilzeit arbeiten.
>
> Warum sollte man das wollen? Passt genau zu den Vorwürfen von Wolfgang
> Grupp, nur arbeiten, wenn es unvermeidbar ist.

Warum sollte man arbeiten wollen???

Was interessiert mich das Geschwätz von irgendeinem 
Unternehmerenkelchen?

von Mikroweller (Gast)


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Die nächste Regierung wird ein Amt für Verbrenner Technologie und 
Fertigung gründen. Für die ganzen Dinos hier im Forum.

von Holger W. (Gast)


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Weich W. schrieb:
> Modellarbeitnehmer schrieb:
>> Sie kommen nach Daten der
>> Beratung PwC in der Wirtschaft auf 160000 Euro pro Jahr, im
>> öffentlichen Dienst ist es die Hälfte.
>
> Stimmt beides nicht meiner Meinung nach.

Deine Meinung ist deine Meinung. Warum so viele da arbeiten wollen sieht 
man an Beispielen von Universitäten. Es passiert quasi nichts, wenn 
etwas nicht fertig wird. Hauptsache es wurde versucht.

von Aha (Gast)


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Arno schrieb:
> Dein Beispiel-Angestellter mit 97000€ brutto hat seine
> Krankenversicherung schon bezahlt und trotzdem mit 49800€ knapp 5% mehr
> netto als ein Beamter in A13.8.

Ein Riesenunterschied.

von Bid (Gast)


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Aha schrieb:
> Ein Riesenunterschied.

Dafür lohnt sich die ständige Überwachung und Gängelung in der Industrie 
doch volles Rohr. Ich weiß gar nicht, was alle haben.

von Dodo (Gast)


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Also ich arbeite in der Automobilindustrie. Und tatsächlich habe ich 
erst gestern darüber nachgedacht mich mal nach Beamtenstellen 
umzuschauen.

Modellarbeitnehmer schrieb:
> Die Entscheidungswege sind oftmals länger als in der
> Wirtschaft

Das wage ich, vor allem im Bezug zur Automobilindustrie, fast schon zu 
bezweifeln. Haben wir ein Problem in unserer Steuergerätesoftware, dann 
musst du in X-Gremien gehen (tlws. 4-5) bis eine Entscheidung gefällt 
wird. Dazu teilweise noch Vorbereitungstermine. Der ganze Prozess dauert 
schonmal 3-4 Monate, bis dann überhaupt eine Entscheidung gefällt wird 
das Problem zu beheben oder eben nicht.
Bis der Kunde auf seinem Fahrzeug das Update (und das dann auch nur, 
wenn er der Werkstatt genau das Problem schildert was das Update behebt, 
sonst nicht) dann erhält, vergehen gern auch mal 2 Jahre. Ineffizienz in 
Reinstform.

Modellarbeitnehmer schrieb:
> und die Bezahlung oftmals schlechter, gerade je höher man in der Hierarchie
> angesiedelt ist.

Das stimmt vermutlich erstmal, aber ich denke als Beamter gibt es 
regelmäßig geregelte Gehaltssteigerungen. Bei uns gibt es nichts 
festgelegtes, hast du Glück und genug die Rückseite deiner Vorgesetzten 
im vergangenen Jahr geküsst, bekommt man gnädigerweise 3%. Meistens 
bekommt man aber gar nichts. Und das hängt noch nichtmal mit der 
Zufriedenheit mit deiner Arbeit zusammen.

Ein Punkt ist bei den Staatsjobs noch wichtig: OEM Jobs sind meist an 
teure Industrieorte geknüpft, welche hohe Mieten verlangen. Die 
Beamtenjobs gibt es auch in schönen anderen Städten mit niedrigerem 
Mietniveau. Dadurch kann man schon ein schöneres Leben haben als in 
einer furchtbaren Stadt zwischen Nürnberg und München zu hocken.

von AVR (Gast)


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Holger W. schrieb:
> Deine Meinung ist deine Meinung. Warum so viele da arbeiten wollen sieht
> man an Beispielen von Universitäten. Es passiert quasi nichts, wenn
> etwas nicht fertig wird. Hauptsache es wurde versucht.

Das schlimme ist, diese Denkweise wird beim Berufseinstieg in Firmen 
fortgeführt. Nur das das eventuell zum Rausschmiss am Ende der Probezeit 
führen kann, hat den Absolventen wohl keiner erzählt.

von DBMCU (Gast)


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Dodo schrieb:
> musst du in X-Gremien gehen (tlws. 4-5) bis eine Entscheidung gefällt
> wird. Dazu teilweise noch Vorbereitungstermine. Der ganze Prozess dauert
> schonmal 3-4 Monate

Geil. Das kenne ich aus der Chemieindustrie genauso. Über die Vielzahl 
der Termine gerät oft die Sache komplett aus de Fokus, denn es spielen 
sich Machtkämpfe, alte Rechnungen, Eitelkeiten und Hidden Agendas in den 
Vordergrund. Konzern at it's best. Dilbert lässt grüßen.

von MosFeratu (Gast)


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Modellarbeitnehmer schrieb:
> Ein Viertel der Nachwuchstalente will im öffentlichen Dienst arbeiten,
> zeigt eine Studie. Woran liegt das?

Eine rationale Entscheidung. Wer die Lebenseinkommen (als die Summe, 
nicht das worüber Beamte jammern) zwischen Industrie und Beamten 
vergleicht und das zur "Arbeitsdichte" und Arbeitsplatzsicherheit in 
Relation setzt muss entweder blöd oder sehr gut sein um in heutigen 
Zeiten in der freien Wirtschaft anzufangen.

> Und welche wirtschaftlichen Folgen hat das?
Keine da die erstklassigen Köpfe eh nicht in Deutschland bleiben und die 
Stellen so oder so besetzt werden.

von Beamtenkind (Gast)


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Wenn es Beamte so gut haben, warum bewerbet ihr euch nicht einfach?

Ich habe ein paar Beamte im Bekanntenkreis die händeringend nach Leuten 
suchen.
Sind eher kleine Kommunen in Bayern, aber keiner bewirbt sich, bzw. die 
Bewerber springen ab, weil:

1. Bessere Angebote aus der freien Wirtschaft vorliegen (Gehalt, 
Arbeitszeit, interessantere Aufgabengebiete)

2. Die meisten Beamten interessanterweise lieber in die Großstädte 
wollen (München, Regensburg, Passau). Arbeit beim Land Bayern ist nunmal 
attraktiver als Arbeit in ner kleinen Kommune.
Ist ja wie hier der Vergleich mit Konzern oder Klitsche.

Gerade Baubranche ist super gefragt. Also jeder der bissl Ahnung von 
Statik hat kann sich ja gerne bewerben und dem göttlichen Beamtendasein 
frohlocken.

Bedeutet halt nur noch Mal 2? Jahre Ausbildung und erstmal mikriger 
Angestellter.
Keiner wird instant zum "Beamten auf Lebenszeit".

Übrigens ist ein Standortwechsel als Beamter extrem schwer. Die neue 
Kommune müsste euch komplett mit Pensionskosten etc. abwerben. Da gehen 
die Kosten für einen 40 jährigen Beamten leicht in den mittleren 
sechsstelligen Bereich.
Dazu kommt daß ihr auch nicht kündigen könnt wenn, weil ihr sonst alle 
Pensionsansprüche verliert. Wenn euch da der Chef nervt gibt's nur 
aussitzen.

Mit ist klar, dass Beamte ihr Vorteile und es vllt auch besser als 
mancher in der freien Wirtschaft haben. Aber so viel besser? Das halte 
ich für fraglich.

von Stefan M. (schwanzlurch)


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Hier wird so viel Müll erzählt, da wird mir fast schlecht. Ich wohne 
nicht allzu weit von Trigema. Grupps auftreten in den Medien spricht 
Bände. Selbst wenn der sehr gut zahlen würde, ich würde ich keinen Tag 
bei dem verbringen. Er ist übrigens nicht der einzige verbliebene 
Textilunternehmer in der Region das nur mal so nebenbei.

Wäre Doofland nicht so überreguliert würde derjenige der fleißig und 
zielstrebig ist sich selbstständig machen und für den eigenen Erfolg 
arbeiten (macht er selbst ja auch). Als abhängig Beschäftigter hast du 
einen Vertrag zu erfüllen, in der Regel hier 40 h / Woche und nicht 
mehr. Das ist speziell hier in der Region unüblich (unbezahlte 
Mehrarbeit zur Standortsicherung bei gleichzeitig glänzenden Bilanzen e. 
t. c).

Ich hoffe das die Automobilindustrie einen dauerhaften Niedergang 
erfährt, vielleicht führt das wieder mal zu etwas mehr Vernunft bei der 
Bevölkerung des Exportweltmeisters (Stichwort "Fachkräftemangel").

Was bringt jungen Menschen (bin selbst Mitte 50) ein Einkommen mit 80 K€ 
wenn sich Grundstückspreise (hier auf dem Land) für unbebautes Bauland 
innnerhalb 14 Jahern VERDOPPELT haben? Von Baupreisen mal gar nicht 
geredet. Wenn Mieten hier ebenfalls in einer Höhe sind das sie einen 
großen Teil des Einkommens auffressen. Ein Gesundheitssystem das im 
Gegensatz zu den 80er und 90er Jahren abgefuckt ist. Steuern und Abgaben 
Rekordhöhe erreicht haben und immer weiter steigen. Und last but nor 
least jeder von Nazis sülzt wir aber langsam und stetig richtung DDR 
driften.

Mich kotzt diese Gesellschaft nur noch an.

von Den O. (denon)


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Amen

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Stefan M. schrieb:
> Was bringt jungen Menschen (bin selbst Mitte 50) ein Einkommen mit 80 K€
> wenn sich Grundstückspreise (hier auf dem Land) für unbebautes Bauland
> innnerhalb 14 Jahern VERDOPPELT haben? Von Baupreisen mal gar nicht
> geredet.

Das ist nur eine einseitige Betrachtung, da dabei die niedrige 
Verzinsung von Immobiliendarlehen unterschlagen wird. In der 
hochgelobten Zeit waren Zinsen von 8% oder mehr (Spitze 12%) absolut 
üblich. Bei durchschnittlichen finanziellen Verhältnissen zahlte man 
insgesamt mehr für Zinsen als für die Immobilie. War man jedoch liquide 
genug, um ohne Darlehen auszukommen, reduzierte man natürlich auch seine 
Zinserträge auf Habenseite ganz gewaltig.

Die heutige Situation ist jedoch äußerst gefährlich: die Zentralbanken 
bzw. die zuständigen politischen Entscheidungsträger wissen ganz genau, 
dass sie eine unglaubliche private und geschäftliche Pleitewelle 
auslösen würden, wenn sie die Leitzinsen wieder auf ein "normales" 
Niveau anheben würden.

Für die öffentliche Hand ist das auch äußerst zweischneidig: wie ich 
vorgestern in einer Reportage gehört habe, hat der Bund bei den 
derzeitigen negativen Guthabenzinsen durch die ganzen coronabedingten 
Sonderausgaben bis jetzt schon 7 Mrd. Euro an Zinsgewinnen erzielt. 
Perverserweise führt das dazu, dass sich die entsprechenden 
Finanzierungen durch die Zinsen von selbst tilgen.

von Dussel (Gast)


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Gustl B. schrieb:
> Lern bitte mal argumentieren.
Du auch.
> Ich habe das nicht mit einem Angestellten
> verglichen. Ich habe nur geschrieben, dass es ein Nachteil ist.
Das Thema ist, warum so viele in den öffentlichen Dienst (hier in der 
Disskussion Beamtendienst) wollen. Und da ist der Kündigungsschutz, auch 
mit potentieller Versetzung, ein großer Vorteil für die Beamten.
Ansonsten könnte man auch als Nachteil anführen, dass Beamte arbeiten 
müssen. Das ist nach deiner Logik auch ein Nachteil am Beamtentum, passt 
aber meiner Meinung nach nicht hierher.

Aber gut, wir haben das wohl unterschiedlich interpretiert.

Gustl B. schrieb:
> Und danach stehen die Chancen
> sehr schlecht wieder verbeamtet zu werden.
Und wie stehen die Chancen auf (Wieder-)Verbeamtung für einen 
Angestellten?

Gustl B. schrieb:
> Und du kannst auch Lehrer
> werden wenn du das willst.
Ja und? Dann wäre ich trotzdem Angestellter.

Gustl B. schrieb:
> Wieso werden denn nicht noch viel mehr Leute Beamte? Warum hast
> du dich dagegen entschieden?
Zum einen, weil ich damals das Bild vom unterbezahlten überarbeiteten 
Staatsdiener im Kopf hatte. Hätte ich damals gewusst, wie gut es Beamten 
geht, hätte ich anders gedacht.
Zum anderen, weil ich das Pech habe, eine Krankheit zu haben. Die ist 
angeboren und dafür kann ich so wenig wie andere für ihre Hautfarbe oder 
ihr Geschlecht, aber das spielt ja keine Rolle.

Arno schrieb:
> Dein Beispiel-Angestellter mit 97000€ brutto hat seine
> Krankenversicherung schon bezahlt und trotzdem mit 49800€ knapp
> 5% mehr netto als ein Beamter in A13.8.
>
> Du vergisst vermutlich, dass Beamte auch eine
> Kranken(teil-)versicherung
> bezahlen müssen und rechnest die Jahressonderzahlung der Angestellten
> nur im Brutto ein.
Da ist allerdings auch nicht eingerechnet, was ein Angesteller bezahlen 
müsste, um bei Arbeitslosigkeit adäquat abgesichert zu sein, etwas, was 
beim Beamten schon mit drin ist. Die Privatvorsorge, um eine 
beamtenähnliche Rente zu bekommen, auch nicht.

Arno schrieb:
> die der öffentliche Dienst nicht kennt
Also auch ein Angestellter im öffentlichen Dienst nicht.

Beamtenkind schrieb:
> Ich habe ein paar Beamte im Bekanntenkreis die händeringend
> nach Leuten
> suchen.
> Sind eher kleine Kommunen in Bayern, aber keiner bewirbt sich,
> bzw. die
> Bewerber springen ab, weil:
Ich wohne in einer kleinen Kommune in Bayern und hätte hier auch gerne 
eine sichere Stelle. Wegen obengenannten Grundes (Krankheit) kommt es 
für mich nicht in Frage, aber hast du mal Beispiele im Bereich 
Elektrotechnik/Informatik.

Beamtenkind schrieb:
> Bedeutet halt nur noch Mal 2? Jahre Ausbildung und erstmal mikriger
> Angestellter.
Soweit ich weiß, kann man nach drei Jahren Berufserfahrung ohne 
Ausbildung einsteigen, oder?

von (prx) A. K. (prx)


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Beamtenkind schrieb:
> Gerade Baubranche ist super gefragt.

... und bekanntlich bietet diese Branche enorme Einkommenschancen.

von Undertaker (Gast)


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Stefan M. schrieb:
> Mich kotzt diese Gesellschaft nur noch an.

+1!

von Beamtenkind (Gast)


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Dussel schrieb:
> Ich wohne in einer kleinen Kommune in Bayern und hätte hier auch gerne
> eine sichere Stelle. Wegen obengenannten Grundes (Krankheit) kommt es
> für mich nicht in Frage, aber hast du mal Beispiele im Bereich
> Elektrotechnik/Informatik.

Wenn den Zeitungsberichten zu trauen ist, werden auch Informatiker 
gesucht die aber halt eher nicht in Kommunen sondern vom Land.
Zu Elektrotechnik kann ich nicht viel zu sagen die könnten aber bestimmt 
einen Quereinstieg in Informatik machen.
Da hier auch öfter Maschinenbauer unterwegs sind, würde für diese ein 
Quereinstieg in die Baubranche in Frage komme. Kann gut sein, das man 
als e-techniker ebenfalls berücksichtigt wird.

Dussel schrieb:
> Soweit ich weiß, kann man nach drei Jahren Berufserfahrung ohne
> Ausbildung einsteigen, oder?

Das weiß ich leider nicht.
Ich kann nur von Personen berichten, die sich sofort beim Staat beworben 
haben. Die mussten alle durch diese Anwärter Ausbildung.
Für mich kam es aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen nie in Frage das 
Beamtentum anzustreben daher habe ich mich auch nicht weiter mit 
beschäftigt.
Ich möchte nicht in einem Bereich arbeiten, in dem Leute pünktlich den 
Stift fallen lassen und trotzdem befördert werden, während die etwas 
schlechter ausgebildeten (schlechtere Noten oder fh statt Uni, kein 
Doktor etc.) die Arbeit machen müssen und auf Grund veralteter 
Einstellung keine Stufe mehr hochgelassen werden.
Ab einem bestimmten Alter wird es auch noch extrem schwierig den 
Beamtenstatus zu bekommen. Ich glaube in Bayern liegt das Höchstalter 
bei 44 Jahren. Kann sich aber natürlich bereits geändert haben

von Weich W. (hand_werker)


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Stefan M. schrieb:
> Ich hoffe das die Automobilindustrie einen dauerhaften Niedergang
> erfährt

Pass auf was du hoffst. Dreimal darfst du raten, wer das alles bezahlen 
darf.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Modellarbeitnehmer schrieb:
> Auch wenn der Staatsdienst für viele wie ein Traumberuf erscheint, im
> Alltag müssen sie sich mitunter auch auf ernüchternde Erfahrungen
> einstellen: Die Entscheidungswege sind oftmals länger als in der
> Wirtschaft, das Regelkorsett ist durch Verordnungen enger – und die
> Bezahlung oftmals schlechter, gerade je höher man in der Hierarchie
> angesiedelt ist. Beispiel IT-Führungskräfte: Sie kommen nach Daten der
> Beratung PwC in der Wirtschaft auf 160000 Euro pro Jahr, im
> öffentlichen Dienst ist es die Hälfte.
Der Staatsdienst ist der Traumberuf aufgrund der Berufssicherheit und 
des hohen Verdienstes - das war in den frühen Jahren der BRD völlig 
anders, da galt für Beamte: Berufssicherheit und miese Bezahlung.
Heute dagegen stehen beide Parameter auf Optimum für Beamte.
Was nützt Dir 160k pro Jahr anstelle von 80k als Beamter, wenn die 
Kündigung kommt und danach Dein Einkommen auf sagen wir mal auf 50k 
dauerhaft sinkt ... oder gar H4 droht; gibt's ja auch noch?
Ich kenne sogar einen konkreten Fall wo dann jemand Selbstmord beging, 
weil genau dieser GAU drohte.
(Erst 140k, dann Kündigung und Alg1 und dann hätte H4 gedroht).
Genau das kann als Beamter nicht passieren!
Die Differenz von 80k Jahresgehalt kann man bei guten Wirtschaften nach 
und nach auch per passiven Einkommen reinholen.
Logisch, daß Staatsdienst der neue Traumberuf ist.

: Bearbeitet durch User
von Ferdls Grossneffe (Gast)


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Diese "Meldung" wird alle halbe Jahr rausgehauen - seit 20 Jahren.
Personalmarketing aus der ÖD-Hölle, damit sich überhaupt mal wieder 
jemand bewirbt oder man weiss dass es schlechter bezahlte Stellen gibt.

Ich habe mich schon mehrmals zum Spass auf einige dieser Stellen 
beworben um zu sehen was die wirklich bieten, denn es sind die 
immergleichen Stellen offen, teilweise schon seit mehreren Jahren.

Um es kurz zu machen, der Ablauf war immer der selbe:
Versprochen wird erst mal die erwartbare Eingruppierung in die entspr. 
Tarfifstufe.
Als es dann an den Vertrag ging, versuchte man 1-2 Stufen niedriger 
einzugruppieren, der Zuschlag wurde auch auf ein Taschengeld 
eingedampft, das ist die Masche dort. Und nat. ausnahmslos befristet auf 
2 Jahre aber "ganz sicher" wird der Vertrag verlängert.

Bei einigen anderen Stellen kam gar keine Antwort, da rief vorher mal 
einer an der gar nicht fassen konnte dass ich wirklich an der Stelle 
Interesse hätte, der hat mich wenigstens gleich vorgewarnt, dass die 
Eingruppierung niedriger sein wird.

Auf Golem oder in einem anderen IT-Forum hat mal jemand geschrieben dass 
seine Freundin, völlig IT-ahnungslos als BWL-Absolventin bei der Polizei 
als IT-Forensikern genommen wurde, vermutlich Frauenquote. Die ruft ihn 
dauernd an und fragt ihn Dinge wie "Was ist ein Subnetz? Was ist 
OSI?,..."
LOL

von Dussel (Gast)


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Beamtenkind schrieb:
> Wenn den Zeitungsberichten zu trauen ist, werden auch Informatiker
> gesucht die aber halt eher nicht in Kommunen sondern vom Land.
> Zu Elektrotechnik kann ich nicht viel zu sagen die könnten aber bestimmt
> einen Quereinstieg in Informatik machen.
> Da hier auch öfter Maschinenbauer unterwegs sind, würde für diese ein
> Quereinstieg in die Baubranche in Frage komme. Kann gut sein, das man
> als e-techniker ebenfalls berücksichtigt wird.
Das ist war nichts Neues, aber trotzdem danke.

Ferdls Grossneffe schrieb:
> Auf Golem oder in einem anderen IT-Forum hat mal jemand geschrieben dass
> seine Freundin, völlig IT-ahnungslos als BWL-Absolventin bei der Polizei
> als IT-Forensikern genommen wurde, vermutlich Frauenquote. Die ruft ihn
> dauernd an und fragt ihn Dinge wie "Was ist ein Subnetz? Was ist
> OSI?,..."
Das ist einer meiner großen Kritikpunkte am Beamtentum. Ich habe nichts 
dagegen, wenn Spezialisten gut verdienen und die, die sich in Gefahr 
begeben, zum Beispiel Polizisten, abgesichert sind.
Aber was ich aus erster Hand über Beamte mitkriege ist nicht selten, 
dass die aus ihrer sicheren Position in einer Scheißegalhaltung Mist 
machen und Kosten verursachen. Denen wird zehnmal gesagt, sie sollen 
keine Links in E-Mails anklicken und beim elften Mal legen sie wieder 
das halbe Netz durch einen Virus lahm. Das verursacht Aufwand und 
Kosten, aber den Verursachern passiert nichts. Die sind sicher und 
bekommen weiter ihr fürstliches Gehalt.

von Stefan M. (schwanzlurch)


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Das stimmt nur zum Teil so. Ich habe vor 14 Jahren selbst gebaut zu ca. 
2,5 %. Die Situation die du beschreibst war in der 80er Jahren (~10%). 
Da hat das Bauland hier 10 DM /m² gekostet. Ich habe 82 € / m² gezahlt. 
Heute sind es ca. 150 € / m². Das sind alles Gemeindepreise. Von privat 
darfst du noch viel mehr zahlen. D. h. innerhalb von 14 Jahren haben 
sich die günstigsten Grundstücke (weil von der Gemeinde gekauft) 
preislich verdoppelt. Mein damals gebautes Haus könnte ich locker zum 2 
fachen des damaligen Preises verkaufen. In meiner Nachbarschaft hat das 
jemand gemacht (selbe Grundfläche OHNE Keller). Das ist einfach krank 
und sonst gar nichts. Schon in den 80er und 90er Jahren gabe es 
Wohnraumknappheit. Die ist u. a. auch durch den "Fachkräfte" Zustrom aus 
EU Ländern und im Zuge unserer "Willkommenskultur" sicher nicht kleiner 
geworden. Ganz besonders in BW: Doofland gesammt ca. 200 Einwohner / 
km², Süddoofland (BW) 300 Einwohner / Km².

Andreas S. schrieb:
> Stefan M. schrieb:
>> Was bringt jungen Menschen (bin selbst Mitte 50) ein Einkommen mit 80 K€
>> wenn sich Grundstückspreise (hier auf dem Land) für unbebautes Bauland
>> innnerhalb 14 Jahern VERDOPPELT haben? Von Baupreisen mal gar nicht
>> geredet.
>

von MaWin (Gast)


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> Die ist u. a. auch durch den "Fachkräfte" Zustrom aus EU Ländern und im
> Zuge unserer "Willkommenskultur" sicher nicht kleiner geworden.

Engstirniger Kleinbürger & Spießer fällt mir zu deinem Beitrag ein.

von Undertaker (Gast)


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Dussel schrieb:
> Aber was ich aus erster Hand über Beamte mitkriege ist nicht selten,
> dass die aus ihrer sicheren Position in einer Scheißegalhaltung Mist
> machen und Kosten verursachen.

Die sind nicht von Anfang an so, die werden dazu erzogen. Da lernst du, 
dass es am einfachsten ist sich von der Sch.... treiben zu lassen, wenn 
du anfängst zu strampeln, ersäufst du darin.

Stefan M. schrieb:
> Ganz besonders in BW: Doofland gesammt ca. 200 Einwohner /
> km², Süddoofland (BW) 300 Einwohner / Km².

Zum Vergleich vor knapp 10 Jahren in der Ecke Ludwigsburg (das sind ca. 
15km Luftline nach Stuttgart) waren es knapp 500 €
/m² für erschlossenen Baugrund, Grundstücksgröße ca. 500 m².

Was dort heute augerufen wird, weiß ich nicht, aber das kann sich ja 
jeder selbst vorstellen.

von 外国人 (Gast)


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Ferdls Grossneffe schrieb:
> Diese "Meldung" wird alle halbe Jahr rausgehauen - seit 20 Jahren.
> Personalmarketing aus der ÖD-Hölle, damit sich überhaupt mal wieder
> jemand bewirbt oder man weiss dass es schlechter bezahlte Stellen gibt.

Was die Träumer hier glauben dass der offentliche Dienst bekommt, ist 
unglaublich weit an der Realität vorbei. Ich habe im Freundeskreis 2 
Bauingenieure, die im offentlichen Dienst mit Master Abschluss schön 
nach TVöD E11 für 3500 Brutto monatlich eingestiegen sind. Andere sind 
im gehobenen Dienst als Diplom Finanzwirt mit etwa 1900€ netto 
eingestiegen (A9 nach Abzug Eigenanteil private Krankenversicherung). 
Die allerallerallerwenigsten bekommen im offentlichen Dienst mehr als 
65k p.a. , sondern meist eher 50k bis 60k auch hier nachzulesen:

https://www.oeffentlichen-dienst.de/alles-wichtige-rund-um-das-thema-gehalt/300-grundschullehrer-gehalt-lehrergehalt.html

Heutzutage gibt es auch viel weniger Verbeamtungen, selbst bei Lehrern:

"Nach Angaben des Berufsverbandes sind in NRW rund 40.000 der insgesamt 
160.000 Lehrer angestellt. Die Forderung von 1.000 Euro mehr Gehalt 
würde jährlich also mindestens 480 Millionen Euro extra kosten. 
Bundesweit sind von den rund 800.000 Lehrern in Deutschland 200.000 
angestellt. Eine finanzielle Gleichstellung schlüge also mit rund 2,5 
Milliarden Euro im Jahr zu Buche. News4teachers / mit Material der dpa"

Auch wenn viele ältere Ingenieure hier Angst vor der Konkurrenz und 
wegen günstigerer Absolventen gekündigt zu werden haben, so gibt euch 
das noch lange nicht das Recht Lügen zu verbreiten. Die Wahrheit ist: 
Der offentliche Dienst ist sicher wie langweilig, aber auch schlechter 
bezahlt als die Industrie. Die mutigen, klugen, neugierigen und 
flexiblen Absolventen gehen in die Industrie. Das sollte auch so 
bleiben, sonst fällt Deutschland noch weiter zurück als wegen der Ü40 
Generationen ohnehin schon passiert ist.

von Arno (Gast)


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Dussel schrieb:
> Arno schrieb:
>> Dein Beispiel-Angestellter mit 97000€ brutto hat seine
>> Krankenversicherung schon bezahlt und trotzdem mit 49800€ knapp
>> 5% mehr netto als ein Beamter in A13.8.
>>
>> Du vergisst vermutlich, dass Beamte auch eine
>> Kranken(teil-)versicherung
>> bezahlen müssen und rechnest die Jahressonderzahlung der Angestellten
>> nur im Brutto ein.
> Da ist allerdings auch nicht eingerechnet, was ein Angesteller bezahlen
> müsste, um bei Arbeitslosigkeit adäquat abgesichert zu sein, etwas, was
> beim Beamten schon mit drin ist. Die Privatvorsorge, um eine
> beamtenähnliche Rente zu bekommen, auch nicht.

Jein, die Betriebsrente (die das Steuer-Brutto und das 
Sozialversicherungs-Brutto erhöht) ist in deinem Link schon abgezogen. 
Je nachdem, wie sich das in der Zukunft entwickelt, kann man damit wohl 
auch auf 70% Rentenniveau kommen (ich bin bezüglich der 
umlagefinanzierten Rentensysteme nicht so skeptisch wie die Vertriebler 
der privaten Rentenversicherer, die die öffentliche Meinung dazu 
beherrschen...).

Gesetzliche Arbeitslosenversicherung ist sicher im Allgemeinen nicht 
soviel Wert wie Verbeamtung auf Lebenszeit, das stimmt.

Andererseits: Wie sind eigentlich Beamte abgesichert, die ihre Stelle 
aufgeben wollen? Drei Monate Sperrzeit und dann neun bis 15 Monate ALG1, 
wenn sie nie eingezahlt haben, wird es ja wohl nicht sein...

> Arno schrieb:
>> die der öffentliche Dienst nicht kennt
> Also auch ein Angestellter im öffentlichen Dienst nicht.

Der Vergleich war doch "Amt" gegen "Wirtschaft"? Ich hatte gedacht, du 
hättest den TVöD-Rechner nur als Beispiel für einen Angestellten 
gebracht, sorry, wenn du Angestellte im TVöD mit Beamten vergleichen 
wolltest, hab ich dich falsch verstanden.

Dodo schrieb:
> Modellarbeitnehmer schrieb:
>> Die Entscheidungswege sind oftmals länger als in der
>> Wirtschaft
>
> Das wage ich, vor allem im Bezug zur Automobilindustrie, fast schon zu
> bezweifeln.

Das ist mehr eine Frage der Betriebsgröße. Je größer der Betrieb, umso 
mehr "da ist doch schonmal was vorgefallen, dagegen müssen wir uns 
absichern"-Unternehmensgedächtnis gibt es. Wer mit zehn Leuten seit zwei 
Jahren einen Imbiss betreibt, macht - beispielsweise - sicherlich andere 
Reisekostenregeln als jemand, der von seinem Chef seit zehn Jahren alle 
zwei Jahre gesagt bekommt, welche Klauseln gerade am anderen Ende 
Deutschlands an einem anderen Standort der 10.000-MA-Firma von irgendwem 
zu Ungunsten der Firma ausgereizt wurden. Oder welche Mängel die BG zum 
Anlass genommen hat, vor zwanzig Jahren bei Arbeitsunfall XY den 
Unternehmer in Regress zu nehmen.

Und da ist das Beamtenwesen sicherlich eher mit einer 160jährigen 
Siemens AG oder einer Telekom AG als mit einer zehnjährigen Biontech SE 
zu vergleichen.

> Modellarbeitnehmer schrieb:
>> und die Bezahlung oftmals schlechter, gerade je höher man in der Hierarchie
>> angesiedelt ist.
>
> Das stimmt vermutlich erstmal, aber ich denke als Beamter gibt es
> regelmäßig geregelte Gehaltssteigerungen.

"Höher in der Hierarchie" und "erstmal" widerspricht sich ziemlich - bei 
Beamten sicherlich mehr als in der Wirtschaft ;)

Die reinen Tarifgehälter steigen meist auch ungefähr jährlich (die 
Abschlüsse des TVöD werden meist so ähnlich auch für die Beamten 
übernommen) - deutlich weniger als in anderen Tarifverträgen, aber 
sicherlich nicht so niedrig wie in nicht tarifgebundenen Bereichen mit 
asozialen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ohne Verhandlungsmasse.

Dodo schrieb:
> Ein Punkt ist bei den Staatsjobs noch wichtig: OEM Jobs sind meist an
> teure Industrieorte geknüpft, welche hohe Mieten verlangen. Die
> Beamtenjobs gibt es auch in schönen anderen Städten mit niedrigerem
> Mietniveau. Dadurch kann man schon ein schöneres Leben haben als in
> einer furchtbaren Stadt zwischen Nürnberg und München zu hocken.

Ja, je weiter weg von den teuren Industriezentren es geht, umso 
reizvoller ist der öD. Auch, weil man dort andere KollegInnen hat als 
die, die nur dort sind, weil sie nix besseres gefunden haben.

MfG, Arno

von Dussel (Gast)


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Arno schrieb:
>> Arno schrieb:
>>> die der öffentliche Dienst nicht kennt
>> Also auch ein Angestellter im öffentlichen Dienst nicht.
>
> Der Vergleich war doch "Amt" gegen "Wirtschaft"? Ich hatte gedacht, du
> hättest den TVöD-Rechner nur als Beispiel für einen Angestellten
> gebracht, sorry, wenn du Angestellte im TVöD mit Beamten vergleichen
> wolltest, hab ich dich falsch verstanden.
Meiner Meinung nach entweder Beamter gegen Angestellter oder 
öffentlicher Dienst gegen Wirtschaft.
Da es aber im öffentlichen Dienst aber sowohl Beamte als auch 
Angestellte gibt, deren Bedingungen sich deutlich unterscheiden, halte 
ich die Zusammenfassung des öffentlichen Dienstes für nicht so sinnvoll.
Die Tabellen des öffentlichen Dienstes habe ich als Quelle benutzt, weil 
die Gehälter aller Angestellten im öffentlichen Dienst damit offen sind. 
Bei Industriegehältern wäre es schwieriger, präzise Informationen zu 
finden.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Stefan M. schrieb:
> Die Situation die du beschreibst war in der 80er Jahren (~10%).

Exakt.

> Da hat das Bauland hier 10 DM /m² gekostet. Ich habe 82 € / m² gezahlt.
> Heute sind es ca. 150 € / m². Das sind alles Gemeindepreise.

Meine Schwester und mein Schwager haben Ende der 1980er Jahre lange Zeit 
nach einem innenstadtnahen Baugrundstück oder Haus gesucht. Die üblichen 
Preise in ordentlichen Wohngegenden in und um Kiel lagen bei DM 150,- 
bis DM 300,- pro Qudratmeter. Nicht erschlossene Baugrundstücke am Arsch 
der Welt waren aber in der Tat deutlich billiger.

> Schon in den 80er und 90er Jahren gabe es Wohnraumknappheit.

Vielfach war diese sogar noch viel ausgeprägter als heutzutage. Während 
meiner Studienzeit (Uni Kiel) liefen etliche obdachlose Studenten in den 
Veranstaltungen herum, die keine Wohnungen fanden. Und einige Wohnklos 
waren wirklich unbeschreiblich bzw. an vertragliche Nebenbedingungen 
(bis hin zu sexuellen Gefälligkeiten) geknüpft, die heute jeder Richter 
in Windeseile zerlegen würde.

> Die ist u. a. auch durch den "Fachkräfte" Zustrom aus
> EU Ländern und im Zuge unserer "Willkommenskultur" sicher nicht kleiner
> geworden. Ganz besonders in BW: Doofland gesammt ca. 200 Einwohner /
> km², Süddoofland (BW) 300 Einwohner / Km².

Das ist doch Hetze vom AfD- oder CSU-Provinzstammtisch. Die 
Bevölkerungszahl in ziemlich konstant, aber die Ansprüche vieler 
Menschen sind deutlich gestiegen: mehr Wohnfläche, bessere Wohnungen, 
innenstadtnahes Wohnen. Es wurde und wird mehr gebaut als abgerissen.

Einen erheblichen Anteil daran hat eben die Landflucht, insbesondere aus 
strukturschwachen Regionen in den neuen Bundesländern. Dort bekäme man 
viel Wohnraum und Grundstück für sehr kleines Geld.

Ich gehe schwer davon aus, dass die Nachwirkungen von Corona zu einer 
deutlich vermehrten Heimarbeit und somit Dezentralisierung führen. In 
den letzten Jahrzehnten musste ein Großteil der Gaststätten auf dem Land 
schließen, weil die Kunden wegzogen. Wenn solch ein Dorf heutzutage 
richtig fette Internetzugänge bereitstellt und die überfällige 
Modernierung und Neueröffnung des Dorfkruges vorantreibt, dann brennt da 
die Bude, boxt der Papst und bohnert der Hamster!

: Bearbeitet durch User
von Undertaker (Gast)


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Andreas S. schrieb:
> Das ist doch Hetze vom AfD- oder CSU-Provinzstammtisch.

Wie man klar hier nachvollziehen kann hat die Anzahl der Menschen in 
Deutschland in den letzten Jahren stark zugenommen:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2861/umfrage/entwicklung-der-gesamtbevoelkerung-deutschlands/

Und das schlägt sich konsequent im Wohnungsmarkt nieder, Angebot und 
Nachfrage.

von Ferdls Grossneffe (Gast)


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Da ist noch so ein Fall:
(nur lesbar mit Anmeldung)
https://www.computerbase.de/forum/threads/gehaelter-in-der-it.1668797/page-60#post-24998726

Dort gehts um eine Eingruppierung in höhere Stufen:
Zitat: "Leider nicht also die eine Person Quereinsteigerin, vorher im 
Marketing Werbetexte verfasst. Gelernte Fotografin also irgend eine 
Ausbildung in dem Bereich. (Genauen ausbildunsnamen kenne ich leider 
nicht)
Also vor dem Einstieg bei EG12 S4 0.0% Erfahrung im IT Bereich. Ist 
eingestiegen bei der Behörde als IT-Berater wurde mit ITIL Schulungen 
bombardiert."

Da hats noch mehr so Fälle.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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外国人 schrieb:
> Was die Träumer hier glauben dass der offentliche Dienst bekommt, ist
> unglaublich weit an der Realität vorbei. Ich habe im Freundeskreis 2
> Bauingenieure, die im offentlichen Dienst mit Master Abschluss schön
> nach TVöD E11 für 3500 Brutto monatlich eingestiegen sind. Andere sind
> im gehobenen Dienst als Diplom Finanzwirt mit etwa 1900€ netto
> eingestiegen (A9 nach Abzug Eigenanteil private Krankenversicherung).
> Die allerallerallerwenigsten bekommen im offentlichen Dienst mehr als
> 65k p.a. , sondern meist eher 50k bis 60k auch hier nachzulesen:
Warum glaubst Du reißen sich die jungen Leute um einen Beamtenjob, wenn 
da so wenig verdient wird?
Auch in der Privatwirtschaft wird beileibe nicht so gut bezahlt;
mehr als 60k Jahresgehalt, da mußt Du schon gut sein und 160k 
Jahresgehalt ist die Ausnahme der Ausnahmen.
In der Privatwirtschaft heißt Leistung nämlich auch Leistung und 
Konkurrenz gibt es da auch noch bis zum Schluß.
Beim Dienstleister und da landet das Gros der Absolventen gibt's weit 
weniger als 3500 Brutto im Monat.
Mehr als 60k im Jahr und Dein Job als Nicht-Beamter wird je nach Segment 
sehr unsicher - von Dauer-H4 oder Dauer-Dienstleisterdasein, was Dir bei 
Kündigung durchaus drohen kann mal ganz zu schweigen.
Natürlich gibt es auch Angestellte mit einem quasi Beamten ähnlichen Job 
- das ist aber eine Ausnahme! Glückwunsch, wenn Du Teil der Ausnahme 
bist ... die Mehrheit ist es nicht.

外国人 schrieb:
> Heutzutage gibt es auch viel weniger Verbeamtungen, selbst bei Lehrern:
warum auch? Verbeamtung ist auch nicht immer notwendig.
Als Lehrer hast Du sowieso Privilegien, die ein normaler Arbeitnehmer 
nicht hat.

> "Nach Angaben des Berufsverbandes sind in NRW rund 40.000 der insgesamt
> 160.000 Lehrer angestellt. Die Forderung von 1.000 Euro mehr Gehalt
> würde jährlich also mindestens 480 Millionen Euro extra kosten.
> Bundesweit sind von den rund 800.000 Lehrern in Deutschland 200.000
> angestellt. Eine finanzielle Gleichstellung schlüge also mit rund 2,5
> Milliarden Euro im Jahr zu Buche. News4teachers / mit Material der dpa"
Warum sollten angestellte Lehrer genauso viel verdienen wie Ihre 
verbeamteten Kollegen - das Beamtenmodell kann man in diesem Bereich 
komplett auslaufen lassen. Die verbeamteten Lehrer verdienen sowieso 
zuviel und die angestellten Lehrer eben das was ein normaler 
Angestellter in Deutschland so verdient.
Geh mal ins Ausland und schaue Dir die Gehälter der dortigen Lehrer an 
... dann wird Dir erst einmal richtig schlecht!

外国人 schrieb:
> Auch wenn viele ältere Ingenieure hier Angst vor der Konkurrenz und
> wegen günstigerer Absolventen gekündigt zu werden haben, so gibt euch
> das noch lange nicht das Recht Lügen zu verbreiten. Die Wahrheit ist:
> Der offentliche Dienst ist sicher wie langweilig, aber auch schlechter
> bezahlt als die Industrie.
langweilig stimmt und der zweite Part ist falsch bzw. eine Lüge 
Deinerseits.
Du lebst offenbar noch in der 60 oder 70er Jahren?
Da war Beamter ein schlecht-bezahlter Job - inzwischen herrscht 
Gleichstand!
ABER:
Du mußt den Job als Beamter erst einmal bekommen - es gibt nämlich einen 
neuen Trick und der nennt sich Befristung!
Ganz sicher wirst Du nicht Beamter, weil Befristung eine schicke 
Variante ist genau das zu unterbinden. So baut man überflüssige Beamte 
langfristig ab.
Du hast offenbar vom aktuellen Arbeitsmarkt überhaupt keine Ahnung mehr 
?!

> Die mutigen, klugen, neugierigen und
> flexiblen Absolventen gehen in die Industrie. Das sollte auch so
> bleiben, sonst fällt Deutschland noch weiter zurück als wegen der Ü40
> Generationen ohnehin schon passiert ist.
Vergiß einfach mal Deinen nationalen Patriotismus!
Die Realität spricht eine ganz andere Sprache und die jungen Leute sind 
auch nicht alle so dumm wie Du das gern möchtest.
Du bekommst eine Entlohnung egal ob als Beamter oder Angestellter und 
mußt selbst sehen das Beste daraus zu machen - dieser Staat ist so 
gesehen eine große Behinderung das eigene Ziel zu erreichen!
Hier ist die Abgabenlast viel zu hoch und das wird jeder spätestens bei 
Renteneintritt merken, wenn er nicht Beamter ist.

: Bearbeitet durch User
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Undertaker schrieb:
> Wie man klar hier nachvollziehen kann hat die Anzahl der Menschen in
> Deutschland in den letzten Jahren stark zugenommen:

Der Großteil der Wohimmobilien dürfte auch schon etwas älter sein. 
Deswegen darf man die Einwohnerzahlen von 2019 auch nicht mit denen von 
2011 o.ä. vergleichen, sondern mit dem vorherigen Höchststand von 
2002/2003. Und da sieht der Zuwachs minimal aus.

Allerdings muss man ggf. genau hinschauen, wer als Gesamtbevölkerung 
erfasst wird, z.B. Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft oder 
Deutsche Staatsbürger mit dauerhaftem Wohnsitz im Ausland.

von Undertaker (Gast)


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Robert K. schrieb:
>> Die mutigen, klugen, neugierigen und
>> flexiblen Absolventen gehen in die Industrie. Das sollte auch so
>> bleiben, sonst fällt Deutschland noch weiter zurück als wegen der Ü40
>> Generationen ohnehin schon passiert ist.
> Vergiß einfach mal Deinen nationalen Patriotismus!

Verwechselst du das gerade mit einer neoliberalen Motivationsparole?

von Undertaker (Gast)


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Andreas S. schrieb:
> Der Großteil der Wohimmobilien dürfte auch schon etwas älter sein.
> Deswegen darf man die Einwohnerzahlen von 2019 auch nicht mit denen von
> 2011 o.ä. vergleichen, sondern mit dem vorherigen Höchststand von
> 2002/2003. Und da sieht der Zuwachs minimal aus.

2011 gabs den Zensus, falls es das war, was du nicht verstanden hast.

von BND Chefanalytiker (Gast)


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Was heißt denn eigentlich 外国人 ?
Ich spioniere hier für Xi Yinping?
Ente süss-sauer?
Wo sind meine Wan Tan?

Das letzte Zeichen sieht aus wie ein Vulkan. Ein klarer Hinweis, dass 
China Japan einnehmen will.

von Schweizer Käse (Gast)


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Robert K. schrieb:
> Geh mal ins Ausland und schaue Dir die Gehälter der dortigen Lehrer an

Ok. Ich gehe mal in die Schweiz. Ergebnis: Deutsche Lehrer sind 
unterbezahlt.

von Undertaker (Gast)


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Schweizer Käse schrieb:
> Ok. Ich gehe mal in die Schweiz. Ergebnis: Deutsche Lehrer sind
> unterbezahlt.

Besseres Bild:

https://www.google.com/search?q=jahreseinkommen+lehrer+deutschland&client=firefox-b-d&tbm=isch&source=iu&ictx=1&fir=0JA5s-JL7GjmAM%252CFYN9zhCnq7HSWM%252C_&vet=1&usg=AI4_-kQd8abcqcWhxoUwudRbYRVH1S18hg&sa=X&ved=2ahUKEwjVxL_S-NftAhXnAmMBHTKUACkQ9QF6BAgTEAE#imgrc=i9et7fGeBDLSlM

In der Schweiz verdient der Lehrer etwa so viel wie ein Ing. ich glaub 
in Deutschland steht der Lehrer besser da, als der Ing.

von Undertaker (Gast)


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Nebenbei hat der Lehrer auch etwa 65 Tage bezahlten Urlaub.

von Chinesischer Käse (Gast)


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Undertaker schrieb:
> 65 Tage bezahlten Urlaub

Das zeigt wohin sich die Industrie entwickeln sollte. Fortschritt heißt, 
dass die Effizienzgewinne den Arbeitern zugute kommen. Folge müssen 
steigende Einkommen und mehr Freizeit sein. Sonst bietet das System nur 
Scheinfortschritt (paar bunte Sachen bei MediaMarkt, die morgen schon 
wieder Müll sind) und das Fussvolk (Ings und Lehrer u.a.) neidet und 
beharken sich gegenseitig. Während man sich in der Upperclass die Hände 
reibt und immer reicher wird.

von 21 Uhr ist Zapfenstreich (Gast)


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Undertaker schrieb:
> In der Schweiz verdient der Lehrer etwa so viel wie ein Ing. ich glaub
> in Deutschland steht der Lehrer besser da, als der Ing.

Das liegt wohl daran, dass die Schweizer aber auch die Österreicher, 
oder wie fast alle um uns herum, sich ihr Gehaltsgefüge in der freien 
Wirtschaft nahezu erhalten haben. Nur in Deutschland hat man mit 
allerlei staatlichen Maßnahmen gezielt die Gehälter in der freien 
Wirtschaft ein bis zwei Stockwerke tiefergelegt. Deshalb steht der seit 
jeher eher mäßig zahlende ÖD und das damals notorische finanziell eher 
unattraktive Beamtentum auch auf einmal so gut da, weil da ist die 
Tieferlegung nicht passiert. Damit auch ein guter Maßstab, wie hoch die 
Gehälter in der freien Wirtschaft hier eigentlich sein müssten, wäre 
nicht das "beste Deutschland, das es jemals gegeben hat" dazwischen 
gekommen.

von Merkel (Gast)


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21 Uhr ist Zapfenstreich schrieb:
> Undertaker schrieb:
>> In der Schweiz verdient de

Es ist schon um 20.00 Uhr Zapfenstreich! Herrschaften...
Das Forum schließt auch von 20.00 - 5.00 Uhr damit der ganze Nonsens 
sich nicht pandemieartig verbreitet.

von Stefan M. (schwanzlurch)


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Ich habe nicht von Kiel geredet sondern vom Land und auch nicht von 
innenstadtnah. mit dem lesen hast du es wohl nicht so.


Andreas S. schrieb:
> Meine Schwester und mein Schwager haben Ende der 1980er Jahre lange Zeit
> nach einem innenstadtnahen Baugrundstück oder Haus gesucht. Die üblichen
> Preise in ordentlichen Wohngegenden in und um Kiel lagen bei DM 150,-
> bis DM 300,- pro Qudratmeter. Nicht erschlossene Baugrundstücke am Arsch
> der Welt waren aber in der Tat deutlich billiger.

Zum Thema AfD und CDU. Die CDU kann mann heute vergessen. Die gehört 
abgestraft bis ultimo. Deren Wähler sind die dümmsten Idioten die es 
gibt (immerhin aktuell  lt. Umfragen 36 %). Die AfD vertritt einige 
absolut überfällige Punkte. U. a. direkte Demokratie. Diesen Mist hier 
kann man nur noch Demokratur nennen und daran hat sich tatsächlich gar 
nicht geändert in den letzten Jahrzehnten. Es wäre höchste Zeit das die 
Bevölkerung das Recht bekommen würde über ihre Angelegenheit selbst zu 
entscheiden bsb. weise wäre das in der Vergangenheit Euro Einführung e. 
t. c. gewesen.

von 21 Uhr ist Zapfenstreich (Gast)


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Stefan M. schrieb:
> Es wäre höchste Zeit das die
> Bevölkerung das Recht bekommen würde über ihre Angelegenheit selbst zu
> entscheiden bsb. weise wäre das in der Vergangenheit Euro Einführung e.
> t. c. gewesen.

Ne, das ist nicht im Sinne des Erfinders. Es geht ja ums Abkassieren der 
Mehrheit und das kann mit direkter Demokratie nicht gehen, jedenfalls 
nicht dauerhaft. Das geht nur mit der Demokratur. Weil es dann aber 
irgendwann mal immer enger am Lift wurde, wurde auch ein Teil des 
Michels selbst im Westen wach. Erst WASG, die man dann tot gemacht hat. 
Dann wurde es brutal eng am Lift und die AfD taucht auf, die beim Spiel, 
plündere das Volk und verkauf es für dumm störte. Erst ignoriert, dann 
totgeschrieben und dann ab in die Nazi-Ecke geschoben. Aber 2/3 des 
Michels sind weiter auf Demokratur-Linie und deshalb mahlen die alten 
Mühle weiter.

von 外国人 (Gast)


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Robert K. schrieb:
> Warum sollten angestellte Lehrer genauso viel verdienen wie Ihre
> verbeamteten Kollegen - das Beamtenmodell kann man in diesem Bereich
> komplett auslaufen lassen. Die verbeamteten Lehrer verdienen sowieso
> zuviel

Robert K. schrieb:
> Auch in der Privatwirtschaft wird beileibe nicht so gut bezahlt; mehr
> als 60k Jahresgehalt, da mußt Du schon gut sein und 160k Jahresgehalt
> ist die Ausnahme der Ausnahmen. In der Privatwirtschaft heißt Leistung
> nämlich auch Leistung und Konkurrenz gibt es da auch noch bis zum
> Schluß.
> Beim Dienstleister und da landet das Gros der Absolventen gibt's weit
> weniger als 3500 Brutto im Monat.
> Mehr als 60k im Jahr und Dein Job als Nicht-Beamter wird je nach Segment
> sehr unsicher -

Unsinn. Ich kenne haufenweise Leute in der Privatwirtschaft, die 
strohdoof als Schichtarbeiter um 60k nachhause schleppen. Und ich kenne 
Ingenieure, die Null beitragen, sondern nur ihre Zeit absitzen oder 
sogar Leute von der Arbeit abhalten, und die gehen beim OEM mit 95k 
nachhause, bei Dienstleistern wie IAV mit 75k und bei Bertrandt noch mit 
60k p.a.

Kann es sein, dass du dir nicht vorstellen kannst, dass es Leute mit 
mehr Gehalt gibt, weil es in deinem kleinen Kreis nur 
unterdurchschnittliche Gehälter gibt? Deswegen solltest du den anderen 
wie z.B. Lehrern das Geld trotzdem gönnen, denn nur weil die Lehrer 
weniger bekommen, wirst du nicht plötzlich erfolgreich und kriegst mehr.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Robert K. schrieb:
> Natürlich gibt es auch Angestellte mit einem quasi Beamten ähnlichen Job
> - das ist aber eine Ausnahme!

Du irrst, das sind sehr viele - praktisch alle, die bei einem Konzern 
arbeiten; man nennt sie nicht umsonst scherzhaft "Konzernbeamte". Da 
lässt sich bei hohem Entgelt relativ entspannt arbeiten. Kein Stress und 
kein Chef im Nacken bei miesen Gehalt und unbezahlten Überstunden wie 
bei einer Klitsche. Aber ja, das gibt es natürlich auch in der freien 
Wirtschaft, die Spannbreite an Arbeitsbedingungen ist insgesamt riesig.

von F. B. (finanzberater)


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Senf D. schrieb:
> Du irrst, das sind sehr viele - praktisch alle, die bei einem Konzern
> arbeiten; man nennt sie nicht umsonst scherzhaft "Konzernbeamte". Da
> lässt sich bei hohem Entgelt relativ entspannt arbeiten. Kein Stress und
> kein Chef im Nacken bei miesen Gehalt und unbezahlten Überstunden wie
> bei einer Klitsche.

Unbezahlte Überstunden gibt es bei uns nicht. Gehalt ist fast IGM-Niveau 
plus günstige Miete und kaum Fahrtkosten. Job ist sicher.

Druck auf die Autobranche hält an. Noch härteres Jahr 2021. Bei den Jobs 
geht es ans Eingemachte. Doppelbelastung aus Technologieumbruch und 
Corona ist verheerend. Die Einschläge kommen immer näher.

https://www.produktion.de/wirtschaft/stresstest-2021-warum-der-druck-auf-die-autobranche-anhaelt-105.html

von Modellarbeitnehmer (Gast)


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F. B. schrieb:
> Senf D. schrieb:
>> Du irrst, das sind sehr viele - praktisch alle, die bei einem Konzern
>> arbeiten; man nennt sie nicht umsonst scherzhaft "Konzernbeamte". Da
>> lässt sich bei hohem Entgelt relativ entspannt arbeiten. Kein Stress und
>> kein Chef im Nacken bei miesen Gehalt und unbezahlten Überstunden wie
>> bei einer Klitsche.
>
> Unbezahlte Überstunden gibt es bei uns nicht. Gehalt ist fast IGM-Niveau
> plus günstige Miete und kaum Fahrtkosten. Job ist sicher.
>
> Druck auf die Autobranche hält an. Noch härteres Jahr 2021. Bei den Jobs
> geht es ans Eingemachte. Doppelbelastung aus Technologieumbruch und
> Corona ist verheerend. Die Einschläge kommen immer näher.
>
> 
https://www.produktion.de/wirtschaft/stresstest-2021-warum-der-druck-auf-die-autobranche-anhaelt-105.html

Ich denke, wenn die Autoindustrie in Deutschland abdankt, werden auch 
ganz viele vermeintliche sichere Beamtenjobs ganz schnell nicht mehr 
finanzierbar sein.

von 21 Uhr ist Zapfenstreich (Gast)


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2021ff. in Deutschland:
Ein Land wird demontiert/lässt sich demontieren

von Jo S. (Gast)


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Arno schrieb:
> Dussel schrieb:
>> Dann nehmen wir mal die letzte Stufe von A 13.
>> Das entspricht beim Netto einem Angestelltengehalt von 97.000€
>>
> Das stimmt nicht

Dussel hat das nur unklar formuliert. Er meint 97k€ brutto.

> Jahresnetto, abzüglich Krankenversicherung: 47500€.
>
> ein Beamter in A13.8

Im gehobenen Dienst.  ;)
Höherer Dienst (Qualifik.-Ebene 4): A13 während der Probezeit, danach 
A14-A15.
>
> Und das bei tariflich weniger Wochenarbeitszeit, die bei
> Beamten des Bundes derzeit 41h beträgt.
>
Arbeitszeit? --> Anwesenheitszeit!   ;)   :)

von Jo S. (Gast)


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Aha schrieb:
> Arno schrieb:
>> knapp 5% mehr

> Ein Riesenunterschied.

wahrlich riesig!   :)

von Jo S. (Gast)


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Dodo schrieb:
> Modellarbeitnehmer schrieb:
>> Die Entscheidungswege sind oftmals länger als in der Wirtschaft
>
> Das wage ich, vor allem im Bezug zur Automobilindustrie, fast schon zu
> bezweifeln.
> Der ganze Prozess dauert schonmal 3-4 Monate, bis dann überhaupt
> eine Entscheidung gefällt wird

Im öffentl. Sektor kann etwas 3-4 Jahrzehnte dauern. Z.B. die sinnvolle 
Umstellung an bayer. Hochschulen Mathe 1 und 2 auf 3 Teile (Mathe 1 bis 
3) zeitlich auszudehnen. Das dauerte rund 30 Jahre.

von Carl (Gast)


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Interessant, dass sich die Firmen wundern, dass junge Leute lieber zum 
Staat gehen, als für sie zu arbeiten.
Ich kann diese jungen Leute aber sehr gut verstehen.
Ich habe einfach keine Lust, in einem hässlichen Grossraumbüro zu 
hocken, mit einer Fläche von 1.5m^2 pro Person, und ich habe keine Lust, 
nach abgeschlossener Ausbildung als Elektroniker und Masterstudium in 
Elektrotechnik als "Junior" oder "Trainee" einzusteigen, und ich will 
auch nicht bei einem Sklavenhändler arbeiten.
Bei vielen Kollegen auch mit erlebt: sie durften nie an Neuentwicklungen 
mit arbeiten, sondern immer nur uralte Bugs fixen und hinter den 
alteingesessenen Entwicklern hinterher aufräumen. Da kommt man sich als 
Ingenieur nicht so ganz ernst genommen vor. Kein wunder schmeissen diese 
Jungen den Job hin und machen was anderes.

von Jo S. (Gast)


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Dodo schrieb:
> ich denke, als Beamter gibt es regelmäßig geregelte Gehaltssteigerungen.
Die Erfahrungsstufen sind zeitlich festgelegt.

> Bei uns gibt es nichts festgelegtes, hast du Glück,
> bekommt man gnädigerweise 3%. Meistens bekommt man aber gar nichts.

Jedes Jahr 3% mehr Leistungszulage?  --> Senkrechtstarter  ;)

> Ein Punkt ist bei den Staatsjobs noch wichtig: OEM Jobs sind meist an
> teure Industrieorte geknüpft, welche hohe Mieten verlangen. Die
> Beamtenjobs gibt es auch in schönen anderen Städten mit niedrigerem
> Mietniveau. Dadurch kann man schon ein schöneres Leben haben als in
> einer furchtbaren Stadt zwischen Nürnberg und München zu hocken.

Zw. N und M, damit kannst du nur IN meinen, nicht aber R.   :)

Der Dienstort bei Beamten wird vom Dienstherrn festgelegt. Bundesbeamte 
können im gesamten Bundesgebiet eingesetzt werden, Staatsbeamte im 
gesamten Bundesland. Sie können jederzeit (straf-) versetzt werden. 
Ihnen können unbeliebte Aufgaben zugewiesen werden (Verwendung), für die 
sie ungeeignet sind. Beamte genießen viele Privilegien, z.B. lebenslange 
Versorgung. Aber es gibt auch Nachteile und die muß man auch fair 
benennen.

von IGM Boomer (Gast)


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Carl schrieb:
> Ich habe einfach keine Lust, in einem hässlichen Grossraumbüro zu
> hocken, mit einer Fläche von 1.5m^2 pro Person, und ich habe keine Lust,
> nach abgeschlossener Ausbildung als Elektroniker und Masterstudium in
> Elektrotechnik als "Junior" oder "Trainee" einzusteigen, und ich will
> auch nicht bei einem Sklavenhändler arbeiten.

Ich will ich will ich will. Wie wärs erstmal mit Dankbarkeit, in einem 
beheizten Büro statt bei -5°C auf dem Bau für das halbe Gehalt arbeiten 
zu können? Wenn du so ein Highperformer bist, bekommst du dein 
Einzelbüro mit Massagestuhl und eigener Sekretärin früh genug.

von Dussel (Gast)


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Jo S. schrieb:
> Beamte genießen viele Privilegien, z.B. lebenslange
> Versorgung. Aber es gibt auch Nachteile und die muß man auch fair
> benennen.
Genau. Fair. Das erlebe ich aber oft nicht. Da werden Privilegien als 
Nachteile dargestellt und diese 'Nachteile' angeführt, wie schwer es 
Beamten hätten. (Damit meine ich jetzt nicht Gustl.)
"Beamte können entlassen werden, wenn sie Straftaten begehen." Ganz im 
Gegensatz zu Angestellten, die auch bei Straftaten natürlich eine 
sichere Stelle haben.
"Bei groben Verstößen können Beamte ihre Pensionsansprüche verlieren." 
Ja, dann wird er in der Rentenversicherung nachversichert und ohne 
eingezahlt zu haben so behandelt, wie jeder Angestellte, nur mit dem 
Unterschied, dass der Angestellte in der Zeit eingezahlt hat.
"Beamte können versetzt werden." Das steht natürlich im Gegensatz zu 
Angestellten, die sich darauf verlassen können, ihr Leben lang an einem 
Ort Arbeit zu haben.

Echte Nachteile können natürlich genannt werden. Dazu würde ich die 41 
Wochenstunden von Beamten gegen teilweise 35 Wochenstunden in der 
Industrie sehen.

von Pommes rot weiß (Gast)


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Man braucht die beamten doch als Feindbild. Sonst müsste man sich ein 
anderes suchen.
Das nennt man Projektion.

von Jo S. (Gast)


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Andreas S. schrieb:
> Die heutige Situation ist jedoch äußerst gefährlich: die Zentralbanken
> bzw. die zuständigen politischen Entscheidungsträger wissen ganz genau,
> dass sie eine unglaubliche private und geschäftliche Pleitewelle
> auslösen würden, wenn sie die Leitzinsen wieder auf ein "normales"
> Niveau anheben würden.
>
Deshalb werden die Zinsen vermutlich noch lange sehr niedrig bleiben und 
die Spekulation weiter antreiben, bis ...   :)

> hat der Bund ... bis jetzt schon 7 Mrd. Euro ...
... als Einnahmen verbucht (wg. der Kammeralistik werden die 
Negativzinsen über die gesamte Laufzeit aufsummiert und im Jahr der 
Kreditaufnahme als Einnahmen verbucht).
> Perverserweise führt das dazu, dass sich die entsprechenden
> Finanzierungen [Schulden] durch die Zinsen von selbst tilgen.

Naja, tilgen nur zum Teil über einen längeren Zeitraum, aber man kann 
seine Schulden kostenlos finanzieren - das reizt. Den größten Reibach 
machen die Banken, die die Kredite gewähren. Denn sie können sich mit 
Zentralbankgeld kostenlos refinanzieren - nene, nicht 1:1. Sie dürfen 
die verausgabten Darlehen mit Faktor 35 hebeln und dieses neu 
geschaffene Geld (Geldschöpfung) gewinnbringend weiter verleihen. 
Derzeit wird mit 850 Mrd. neuen Schulden für 2020 und 2021 gerechnet, 
einschl. EU-Lasten. Hebeln und mit angenommen 2% Zinsmarge weiter 
verleihen ....... Geld verdient Geld.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Pommes rot weiß schrieb:
> Man braucht die beamten doch als Feindbild. Sonst müsste man sich
> ein anderes suchen. Das nennt man Projektion.

Das ist ein sehr guter Punkt. Offenbar ist so ein Verhalten bei vielen 
Menschen fest in ihrer Psyche verankert.

Wie man an diesem Thread erkennen kann: Für einige schlecht bezahlte 
Ingenieure/Informatiker sind die Beamten, insbesondere Lehrer, das 
Feindbild. Statt ihren Hintern selber hochzubekommen, jammern sie lieber 
über eine Gruppe, die es angeblich ungerechterweise viel besser hat. 
Seltsam nur, dass sie diesen "Traumberuf" nicht selbst ergriffen haben.

Für Finanzberater mit Minderwertigkeitskomplexen in diesem Forum sind 
wiederum Konzernangestellte das Feindbild, weil sie angeblich 
ungerechterweise bessere Arbeitsbedingungen und höhere Gehälter 
erzielen.

Hauptsache, man kann seinen Frust irgendwie abladen, und jemand Anderes 
ist Schuld daran, dass man seinen eigenen Ansprüchen nicht genügt. Neid 
und Missgunst sind dabei die vorherrschenden Gefühle.

Zufriedene Zeitgenossen dagegen gönnen anderen Bevölkerungsgruppen die 
Butter auf dem Brot. Leben und leben lassen. Zudem hat jede Medaille 
zwei Seiten, aber das Gras scheint auf der anderen Seite stets grüner zu 
sein, weil man die Nachteile nicht sieht oder sehen mag.

von MaWin (Gast)


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Stefan M. schrieb:
> Das ist einfach krank und sonst gar nichts.

Nun, das nennt man Inflation.
Kein Wunder, da sich nach der Finanzkrise die Geldmenge verdoppelte, und 
nun in Corona erneut verdoppelt.

> Schon in den 80er und 90er
> Jahren gabe es Wohnraumknappheit.

Ja. Un in den 60gern. Nennt man Schweinezyklus. Es pendelt halt stets 
Angebot um Nachfrage, mit Verzögerung.

> Die ist u. a. auch durch den
> "Fachkräfte" Zustrom aus EU Ländern und im Zuge unserer
> "Willkommenskultur" sicher nicht kleiner geworden.

Doch, um 2008 war fast keiner an Neubauten interessiert. Kein sozialer 
Wohnungsbau mehr. Preise stiegen nicht. Erst die Geldschwemme der 
Finanzkrise hat den Wohnungsbau wieder angekurbelt. Dummerweise ist es 
nicht zur Geldschwemme in den Lohntüten gekommen.

> Ganz besonders in BW:
> Doofland gesammt ca. 200 Einwohner / km², Süddoofland (BW) 300 Einwohner
> / Km².

So so, du findest dein Land also doof. Wie wäre es mit Auswandern, das 
Gras ist jenseits des Zaunes doch grüner. Achsoja, dann wärst du auf die 
"Willkommenskultur" des Landes angewiesen und würdest schnell merken, 
dass es überall solche Stinkstiefel gibt wie dich, die Zugezogene eben 
NICHT willkommen heissen. Eine Welt mit dir kann schon ätzend sein.

von Billiglohnland (Gast)


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MaWin schrieb:
> Kein Wunder, da sich nach der Finanzkrise die Geldmenge verdoppelte, und
> nun in Corona erneut verdoppelt.

MaWin schrieb:
> Erst die Geldschwemme der
> Finanzkrise hat den Wohnungsbau wieder angekurbelt. Dummerweise ist es
> nicht zur Geldschwemme in den Lohntüten gekommen.

Bei deinen eigenen Antworten müsste dir doch auffallen, dass Stefan 
völlig recht hat mit seinem Beitrag?

von MosFeratu (Gast)


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Beamtenkind schrieb:
> Ich habe ein paar Beamte im Bekanntenkreis die händeringend nach Leuten
> suchen.
> Sind eher kleine Kommunen in Bayern, aber keiner bewirbt sich, bzw. die
> Bewerber springen ab, weil: ...

Naja, das Problem haben Firmen nicht minder.

Pommes rot weiß schrieb:
> Man braucht die beamten doch als Feindbild. Sonst müsste man sich ein
> anderes suchen.

Warum muss immer alles gleich einen emotionalen Hintergrund haben? Die 
Beiträge sind alle sachlich und du bringst hier eine Nullaussage rein.

> Das nennt man Projektion.

Gut erkannt, aber in der falschen Richtung.

Senf D. schrieb:
> Wie man an diesem Thread erkennen kann: Für einige schlecht bezahlte
> Ingenieure/Informatiker sind die Beamten,

Das geht in die gleiche Richtung, faktenfrei läösst sich nun mal am 
simpelsten diskutieren. Seid ihr alle unfähig eure Emotionen zu zügeln?

von MosFeratu (Gast)


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MaWin schrieb:
> So so, du findest dein Land also doof. Wie wäre es mit Auswandern, das
> Gras ist jenseits des Zaunes doch grüner.

Wo ist da die Logik? Wenn man etwas doof findet bedeutet es ja nicht so 
das anderes noch mehr doof ist. Doofland ist nun mal Forenprosa. 
Angesichts der politischen Problematik auch alles andere als Grundlos. 
Meine Begrifflichkeiten zur derzeitigen Lage würde sofort gelöscht.

von Friedrich Scherz (Gast)


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Tja, aufgrund von ...

- jahrzehntelanger Lohnzurückhaltung
- Schaffung von präkeren Arbeitsverhältnissen (Leiharbeit, Zeitarbeit, 
Werkverträge)
- massiver Auslagerung von Unternehmensteilen in Subunternehmen mit 
schlechteren Konditionen
- sehr großer Tarifflucht
- starkem Anwerben/Abwerben von Fachkräften aus der EU und mittlerweile 
der ganzen Welt zum Löhndrücken

... kann es schon mal passieren, dass der Öffentliche Dienst plötzlich 
die besseren und besser bezahlten Arbeitsplätze bietet. Da macht die 
Jugend eigentlich nichts falsch, wenn sie lieber in den ÖD geht.

Und ja, das Geld muss auch erwirtschaftet werden. Solange die 
Produktivität aber wesentlich stärker steigt als die Löhne, braucht man 
mit diesem Argument nicht kommen.

Beitrag #6517943 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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外国人 schrieb:
> Unsinn. Ich kenne haufenweise Leute in der Privatwirtschaft, die
> strohdoof als Schichtarbeiter um 60k nachhause schleppen.
vielleicht in Japan, wo Du Dich aufhälst :-)
Okay, Süddeutschland vielleicht auch noch.

> Und ich kenne
> Ingenieure, die Null beitragen, sondern nur ihre Zeit absitzen oder
> sogar Leute von der Arbeit abhalten, und die gehen beim OEM mit 95k
> nachhause,
tja, der Fisch stinkt vom Kopf - das ist logisch und sieht man übrigens 
noch besser bei Managergehältern.
Da geht es nicht um Ingenieurwesen oder Fachwissen - das ist reines 
Marketing & Showbusiness.

bei Dienstleistern wie IAV mit 75k und bei Bertrandt noch mit
> 60k p.a.
gibt ja noch andere Dienstleister und die zahlen schlechter - außerdem 
herrscht Konkurrenz gerade im Segment bis 60k.

> Kann es sein, dass du dir nicht vorstellen kannst, dass es Leute mit
> mehr Gehalt gibt, weil es in deinem kleinen Kreis nur
> unterdurchschnittliche Gehälter gibt?
Offenbar ist Dir nicht ganz klar, daß Deutschland nicht nur aus 
Süddeutschland  und irgendwelchen HighLevel-Arbeitnehmern besteht ... 
kann das sein?

> Deswegen solltest du den anderen
> wie z.B. Lehrern das Geld trotzdem gönnen, denn nur weil die Lehrer
> weniger bekommen, wirst du nicht plötzlich erfolgreich und kriegst mehr.
Das kann Dir oder mir vollkommen egal sein, was ein Lehrer oder eine 
Krankenschwester verdient, die im Schichtdienst arbeitet (was ein Lehrer 
wohl grundsätzlich ablehnen würde?).
Ich würde es der Krankenschwester eher gönnen als überbezahlten Lehrern 
... aber darum geht es hier gar nicht!
Lehrer sind nicht mehr wie früher Beamte, sondern mehr und mehr 
Angestellte.
Somit geht es den Lehrern von heute eben auch schlechter, weil Beamte 
nun mal Jobsicherheit + Topverdienst haben --- das ist in der Industrie 
nur der Creme de la creme vorbehalten (auf Dauer zumindest und darum 
geht es ja).
Und genau deshalb gibt es den Run auf Beamtenjobs.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Industrie adieu schrieb im Beitrag #6517943:
> Wenn es keine Jobs in der industrie gibt, dann geht man eben in den ÖD
> oder wird Lehrer.
auch da gibt's eine Altersbegrenzung, auch da gibt es massive 
Eintrittsbarrieren.
Versuch doch mal Quereinstieg als Lehrer ... dann lernst Du den 
Förderalismus aber mal so richtig kennen.

von I love Lehrer (Gast)


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Robert K. schrieb:
> Ich würde es der Krankenschwester eher gönnen als überbezahlten Lehrern

Was mich an dieser Einstellung nervt ist die völlige Missachtung der 
notwendigen Ausbildung. Die ständigen Rufe nach besserer Bezahlung in 
der Pflege mögen legitim sein. ABER: Fakt ist, dass 
Pflegeberufe/Krankenschwester etc. nur eine vergleichsweise kurze und 
intellektuell überschaubar anspruchsvolle Qualifikationsphase haben. Das 
sieht bei einem (guten) Gymnasiallehrer schon ganz anders aus. Die 
Ausbildung muss sich im Gehalt niederschlagen.

von Undertaker (Gast)


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I love Lehrer schrieb:
> Das sieht bei einem (guten) Gymnasiallehrer schon ganz anders aus.

Das mag bei einem Lehrer zwar deutlich länger dauern, der Output ist 
leider trotzdem bescheiden.

von I love Lehrer (Gast)


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Undertaker schrieb:
> der Output ist
> leider trotzdem bescheiden

Worin besteht der "Output" beim Lehrer? Nicht alles kann man mit 
Industriedenke erklären, auch wenn das manche meinen.

von Undertaker (Gast)


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I love Lehrer schrieb:
> Worin besteht der "Output" beim Lehrer?

Hast du in der Schule gefehlt?

Gegenfrage: Was ist denn eigentlich das Ausbildungsziel des 
Lehramtsstudiums?

von I love Lehrer (Gast)


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Undertaker schrieb:
> Ausbildungsziel des
> Lehramtsstudiums

Steht im Qualifikationsrahmen für Hochschulstudiengänge. In Kurzform:
- Fachwissen
- Pädagogische Kompetenzen

Bedenke: mind. 50% müssen von den Schülern selbst kommen. Lehrer 
produzieren kein Wissen/keine Bildung, sie vermitteln nur und führen 
etwas.

von Billiglohnland (Gast)


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I love Lehrer schrieb:
> Lehrer
> produzieren kein Wissen/keine Bildung, sie vermitteln nur und führen
> etwas.

Interessante Aussage - wofür brauchen wir dann Lehrer?

Meiner Ansicht nach ist das Schulsystem hochgradig renovierungsbedürfit, 
allem voram die Art, WIE Wissen vermittelt wird. Da helfen auch die 50% 
nichts, wenn die Methode einfach grundlegend falsch ist.

von I love Lehrer (Gast)


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Billiglohnland schrieb:
> WIE Wissen vermittelt wird

Es gibt ja die Theorie, dass vieles durch Online-Kurse ersetzt werden 
wird. Warum soll ich mir eine mittelprächtige Schulstunde/Vorlesung 
antun, wenn ich auch die beste jederzeit bei youtube anschauen kann? Nur 
funktioniert das für viele irgendwie auch nicht. Die brauchen eine 
Person und auch die direkte Ansprache damit was geht (wie später durch 
den Chef auch ;-))

von Billiglohnland (Gast)


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Ja schön, dass du dir selbst widersprichst. Gute Nacht.

von Thomas O. (kosmos)


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im ÖD gibt es eben noch Arbeitszeiten wo am Freitag zw. 13 und 14 Uhr 
der Hammer fällt und außerdem bringt die Zeit das Geld, nicht die 
Arbeit. Ist doch ganz klar warum die Jugend dort hin geht.

von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Ich denke ja, es gibt einfach zu viele "Gebrauchsakademiker" bzw. 
"Gebrauchsingenieure", also angestellte Hochschulabgänger, die immer 
wieder betonen, dass sie doch das, was sie im Studium gelernt haben, nie 
wieder brauchen.

Das sind so Ingenieure, die sich Autos mit manuellem Schaltgetriebe 
kaufen, mindestens 30 Jahre alt, gebraucht, weil heute zu viel 
Elektronik drin ist. Die nutzen auch kein Navi, weil man sich ja nicht 
bevormunden lassen will. Beleuchtet wird die Wohnung mit Glühbirnen, die 
vor dem Glühbirnenverbot noch schnell gehortet wurden. Außerdem 
schwärmen sie immer von den Innovationen - damals - als die EL34 auf den 
Markt kam. Diese Geschichte wiederholt sich dann endlos. Nur der 
"neumodische Kram" mit Mikroprozessoren und "so Software-Zeug", der 
taugt halt nicht, weil nicht so robust wie die EL34.

Sie wiederholen häufig auch: "Früher haben wir die Schaltpläne am 
Reißbrett gezeichnet und Layouts wurden mit Tusche auf Transferpapier 
übertragen. Da musste man noch wohlüberlegt und konzentriert arbeiten, 
sonst musste man wieder ganz von vorne anfangen, wenn man sich 
verzeichnet hatte. Heute klicken ja alle nur noch in diesem Eagle rum 
und dann kommt automatisch irgendwas raus."

Ebenfalls beliebt: "Heute ist überall nur noch DevOps, Blockchain, KI! 
Das hat doch nichts mehr mit Ingenieurskunst zu tun. Bei KI muss man ja 
nichts mehr können. Man wirft einfach irgendwelche Daten rein. Die KI 
lernt etwas und dann kommt was raus, das keine versteht."

Ebenfalls typische Aussagen von Gebrauchsingenieuren: "Ich habe die ganz 
Zeit schon auf Arbeit mit Technik zu tun. Im Urlaub will ich lieber 
etwas Fernsehen sowie Tomaten und Goldfische züchten." - In Wirklichkeit 
macht er auch auf Arbeit nichts mehr mit Technik. Er wurde nach und nach 
mit anderen Aufgaben beschäftigt, z. B. Urlaubsanträge bearbeiten.

von Undertaker (Gast)


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I love Lehrer schrieb:
> - Pädagogische Kompetenzen

Jeder, der in der Schule war hat gesehen, dass das mit Sicherheit nicht 
stimmt. Zumindest funktionieren diese "Pädagogischen Kompetenzen" in 
diesem Universum nicht.

Lehrer sind sogar besonders schlecht darin Wissen zu vermitteln. Warum 
eigentlich?

von Manfred (Gast)


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Billiglohnland schrieb:
> allem voram die Art, WIE Wissen vermittelt wird.

Ich erinere mich an zwei hervorragende Lehrkräfte, beides 
Seiteneinsteiger:

Die Frau xxx hat viele Jahre in der Industrie als 
Fremdsprachenkorrespondentin gearbeitet, mit der machte 
Englischunterricht Spaß, ich habe viel gelernt und spreche es seit 
Jahren fließend.

Dann noch der Herr Diplom-Chemniker Dr. yyy, ebenfalls in der Industrie 
gearbeitet, analytische Chemie - war auch toll und praxisnah.

Beide haben nicht irgendwelchen Kram aus den L_ee_rbüchern 
heruntergebetet, sie verstande ihr Metier!

Ach ja, aushilfsweise der Direktor der Handelsschule im 
Wirtschaftsunterricht, auch der Kerl konnte den Stoff sehr gut 
vermitteln!

Aber was, das waren über viele Jahre drei untypische Highlights, davon 
bräuchte man mehr.

von Warum nicht vom Staat (Gast)


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Beim Staat arbeiten ist sicher nicht das Schlechteste für 
durchschnittliche Leute. Freie Wirtschaft lohnt sich heute nur noch für 
die, die vom Gesamtpaket her überdurchschnittlich sind. Heisst 
Studiendauer, Noten, aber auch Auftreten und Soft Skills. Diese Leute 
steigen oft in grösseren Betrieben ein, häufig OEMs, werden nach guten 
Tarifen bezahlt, steigen häufig die Karriereleiter auf. Das ist aber nur 
ein kleiner Teil der Absolventen. Die Realität für durchschnittliche 
Absolventen heisst oft Berufseinstieg bei einem KMU ohne Tarif oder bei 
einem Dienstleister mit prekärer Beschäftigung. Ab einem gewissen Alter 
wird es zunehmend schwerer mit so einem Lebenslauf überhaupt wieder 
einen Job zu finden. Ab 45 fängt es oft schwerer zu werden, ab 50 
nochmal deutlich schwerer. Da bleibeben für viele nur notgedrungen 
irgendwelche fachfremden Jobs mit mässig bis schlechter Bezahlung, damit 
man nicht in das Hartz4 System abrutscht. Rutscht man mit 50 in Hartz4 
weil man nichts mehr findet, heisst das oft auch Altersarmut.

Das alles kann dem verbeamteten Lehrer nicht passieren. Da steht das 
Einstiegsgehalt fest und jede weitere Erhöhung mehr oder weniger auch, 
ebenso die Pensionsansprüche, wo man mit der GKV bei vergleichbarer 
Beschäftigung niemals hin kommt. Als Beamter auf Lebenszeit kann man mit 
50 nicht einfach so gekündigt werden aus wirtschaftlichen Gründen. Wenn 
die Alternative KMU ohne Tarif oder Dienstleister ist, dann doch lieber 
verbeamteter Lehrer, wenn der Job einem liegt.

von 外国人 (Gast)


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Warum nicht vom Staat schrieb:
> Freie Wirtschaft lohnt sich heute nur noch für die, die vom Gesamtpaket
> her überdurchschnittlich sind. Heisst Studiendauer, Noten, aber auch
> Auftreten und Soft Skills. Diese Leute steigen oft in grösseren
> Betrieben ein, häufig OEMs, werden nach guten Tarifen bezahlt, steigen
> häufig die Karriereleiter auf.

Konzern lohnt sich auch für durchschnittliche Absolventen. Sie klettern 
zwar seltener die Karriereleiter rauf, aber sie verdienen deutlich mehr 
als der gehobene Dient oder TVöD E11 oder 12 bringen würde. In den 
höheren Dienst kommen nur wenige. Vom öffentlichen Dienst schwärmen 
meist nur die Leute, die dort selbst nie gearbeitet haben. Ich habe 
diverse Freunde und Bekannte, die sowohl im IGM Konzern, IG BCE, KMU, 
als Dienstleister, als Selbständige oder im öffentlichen Dienst 
arbeiten. Am wenigsten jammern die Konzerndrohnen und die Selbständigen. 
Sie haben auch die teuersten Häuser und Fahrzeuge, wobei die 
Selbständigen jammern nicht die Zeit zu haben ihr Geld auszugeben 
(Montag bis Samstag 6 bis 18 Uhr). Dabei macht der Gas Wasser Scheiße 
Installateur mit Meister und Hauptschulabschluss sowie 2 Gesellen und 
einem Azubi etwa so viel Umsatz wie der Zahnarzt, wobei letzterer 
natürlich weniger Schwarz einnehmen kann.

Warum nicht vom Staat schrieb:
> Wenn die Alternative KMU ohne Tarif oder Dienstleister ist, dann doch
> lieber verbeamteter Lehrer, wenn der Job einem liegt.

Ein Viertel aller Lehrer sind heutzutage aber nicht verbeamtet, sondern 
Angestellte. Tendenz steigend.

Außerdem arbeitet man daran die Pensionen der Beamten an die gesetzliche 
Rentenversicherung anzugleichen. Wer heute ein junger Beamter ist, 
sollte nicht mehr mit so einer üppigen Pension rechnen.

von 外国人 (Gast)


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"Zwar sollten gemäß der Pläne keinesfalls alle Beamten, Selbstständige 
und Freiberufler von jetzt auf gleich in die Rentenkasse wechseln. Doch 
in einigen Jahren, ab 2030, sollten beispielsweise neu startende Beamte 
in die gesetzliche Rente einzahlen. Die Reaktionen aus dem Beamtenlager 
ließen nicht lange auf sich warten. Die Gewerkschaft dbb Beamtenbund 
etwa äußerte sich deutlich: „Dadurch würde alles nur teurer, aber nichts 
besser“, sagte Ulrich Silberbach, dbb-Bundesvorsitzender. „Der 
Bundesfachausschuss der CDU wäre gut beraten, seine Vorschläge zur 
Einbeziehung der Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung mit 
Fachleuten zu beraten. Wir sind gerne dazu bereit.“

und unser Renteneintrittsalter bleibt auch nicht bei 67 Jahren.

von Undertaker (Gast)


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Precht bringt es ganz gut auf den Punkt, wie schwachsinnig unser 
Schulsystem ist.

https://m.youtube.com/watch?v=on-O5v3UcBk

von I love no Lehrer (Gast)


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I love Lehrer schrieb:
>> Ich würde es der Krankenschwester eher gönnen als überbezahlten Lehrern
>
> Was mich an dieser Einstellung nervt ist die völlige Missachtung der
> notwendigen Ausbildung. Die ständigen Rufe nach besserer Bezahlung in
> der Pflege mögen legitim sein. ABER: Fakt ist, dass
> Pflegeberufe/Krankenschwester etc. nur eine vergleichsweise kurze und
> intellektuell überschaubar anspruchsvolle Qualifikationsphase haben. Das
> sieht bei einem (guten) Gymnasiallehrer schon ganz anders aus. Die
> Ausbildung muss sich im Gehalt niederschlagen.

Zitat Gerhard Schröder:

Lehrer alles faule Säcke.

(Ein par untypische Highlights mal ausgenommen)

Typischer Beruf für narzistische Psychopaten.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Warum nicht vom Staat schrieb:
> Beim Staat arbeiten ist sicher nicht das Schlechteste für
> durchschnittliche Leute.
falsch, das stimmt so nicht mehr - Du redest von früheren Zeiten.

> Freie Wirtschaft lohnt sich heute nur noch für
> die, die vom Gesamtpaket her überdurchschnittlich sind. Heisst
> Studiendauer, Noten, aber auch Auftreten und Soft Skills.
ebenfalls falsch - freie Wirtschaft lohnt sich nur noch für Leute mit 
Vitamin B oder Zugang zu den entsprechenden Seilschaften.
Ausländische Absolventen sind wegen der kürzen Schulzeit/Studiendauer 
und wegen des Bonus leicht im Vorteil.

> Diese Leute
> steigen oft in grösseren Betrieben ein, häufig OEMs, werden nach guten
> Tarifen bezahlt, steigen häufig die Karriereleiter auf.
Ja sicher, den Weg nach oben bestimmt immer die Seilschaft.

> Das ist aber nur
> ein kleiner Teil der Absolventen.
Warum wohl?

> Die Realität für durchschnittliche
> Absolventen heisst oft Berufseinstieg bei einem KMU ohne Tarif oder bei
> einem Dienstleister mit prekärer Beschäftigung. Ab einem gewissen Alter
> wird es zunehmend schwerer mit so einem Lebenslauf überhaupt wieder
> einen Job zu finden.
einmal Dienstleister, immer Dienstleister

> Ab 45 fängt es oft schwerer zu werden, ab 50
> nochmal deutlich schwerer.
ab 50 kannst Du als Ing. schon mal an die Frühverentung denken.

> Da bleibeben für viele nur notgedrungen
> irgendwelche fachfremden Jobs mit mässig bis schlechter Bezahlung, damit
> man nicht in das Hartz4 System abrutscht.
Ing. ist ein Beruf wie ein Profisportler - nur wenige können gewisse 
Altersgrenzen überschreiten; ob sie es können spielt dabei beim Ing. 
keinerlei Rolle.

> Rutscht man mit 50 in Hartz4
> weil man nichts mehr findet, heisst das oft auch Altersarmut.
aber nicht, wenn Du den Beamtenjob gewählt hast und genau deswegen 
wollen das ja auch so viele - weil sie das ganze Dummgequatsche nicht 
mehr glauben.
Bitte einfach mal auf die urprüngliche Fragestellung eingehen:
Warum wählen junge Leute heute lieber den Staatsdienst ?!


> Das alles kann dem verbeamteten Lehrer nicht passieren. Da steht das
> Einstiegsgehalt fest und jede weitere Erhöhung mehr oder weniger auch,
> ebenso die Pensionsansprüche, wo man mit der GKV bei vergleichbarer
> Beschäftigung niemals hin kommt.
Das gilt heute auch nicht mehr - viele Lehrer bekommen keine Verbeamtung 
mehr, sondern arbeiten als Angestellte, auch das geht ja!
Weiterhin mußt Du dann schon Lehramt studiert haben, sonst wird das 
sowieso nichts mit der Verbeamtung - Lehramt hat immer den Vorzug 
gegenüber allen anderen Bewerbern auch wenn der Bewerber mit Lehramt die 
schlechtere Quali hat.
Es ist m.E. auch richtig Beamte abzubauen wo es möglich ist ... aber das 
wäre ein anderes Thema.
Offenbar herrscht hier keinerlei Ahnung über den aktuellen Arbeitsmarkt 
- kann das sein?

> Als Beamter auf Lebenszeit kann man mit
> 50 nicht einfach so gekündigt werden aus wirtschaftlichen Gründen.
Du sagst es.

> Wenn
> die Alternative KMU ohne Tarif oder Dienstleister ist, dann doch lieber
> verbeamteter Lehrer, wenn der Job einem liegt.
Lehrer ist nur eine Möglichkeit von vielen Möglichkeiten in die 
Verbeamtung zu kommen und eben nur noch eine schwache Möglichkeit, weil 
in diesem Beruf die Verbeamtung abgebaut wird.
Außerdem mußt Du schon Lehramt studiert haben, sonst werden die 
Eintrittbarrieren leider sehr hoch!
Quereinstieg in diesen Beruf ist je nach Bundesland m.E. nur eine Farce 
bzw. Fassade nach außen hin.

von Warum nicht vom Staat (Gast)


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外国人 schrieb:
> onzern lohnt sich auch für durchschnittliche Absolventen. Sie klettern
> zwar seltener die Karriereleiter rauf, aber sie verdienen deutlich mehr
> als der gehobene Dient oder TVöD E11 oder 12 bringen würde. In den
> höheren Dienst kommen nur wenige. Vom öffentlichen Dienst schwärmen
> meist nur die Leute, die dort selbst nie gearbeitet haben. Ich habe
> diverse Freunde und Bekannte, die sowohl im IGM Konzern, IG BCE, KMU,
> als Dienstleister, als Selbständige oder im öffentlichen Dienst
> arbeiten. Am wenigsten jammern die Konzerndrohnen und die Selbständigen.

Das ist richtig. Wer es als durchschnittlicher Absolvent in einen 
Konzern schafft, hat es schön. Nur das schaffen immer weniger. Für viele 
durchschnittlichen Absolventen heisst es Arbeit beim Dienstleister oder 
einem KMU oder Tarifbindung.

Sicher kann man es auch als durchschnittlicher Absolvent in einem 
Konzern schaffen, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist nicht so hoch.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Warum nicht vom Staat schrieb:
> Das ist richtig. Wer es als durchschnittlicher Absolvent in einen
> Konzern schafft, hat es schön. Nur das schaffen immer weniger. Für viele
> durchschnittlichen Absolventen heisst es Arbeit beim Dienstleister oder
> einem KMU oder Tarifbindung.
und damit hat sich das Studium dann nicht gelohnt.
Überdurchschnittlich bedeutet auch nicht unbedingt mehr eine Zusage, 
wenn der Durchschnitt wegen Noteninflation einfach mal auf 2.0 oder 1.x 
angehoben wird.
Der Noten-Inflationsprozeß ist stetig.

> Sicher kann man es auch als durchschnittlicher Absolvent in einem
> Konzern schaffen, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist nicht so hoch.
wieder Unsinn - es hängt wesentlich vom Vitamin B ab und wer schlau ist, 
der läßt sich das Studium durch den Konzern finanzieren.

von Warum nicht vom Staat (Gast)


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Robert K. schrieb:
> Überdurchschnittlich bedeutet auch nicht unbedingt mehr eine Zusage,
> wenn der Durchschnitt wegen Noteninflation einfach mal auf 2.0 oder 1.x
> angehoben wird.
> Der Noten-Inflationsprozeß ist stetig

Richtig. Gute Noten ist heute Standard. Damit es für einen Konzern 
reicht, braucht man mehr. Praktikum dort wo man sich gut angestellt und 
Kontakte geknüpft hat als Beispiel.

Robert K. schrieb:
> wieder Unsinn - es hängt wesentlich vom Vitamin B ab und wer schlau ist,
> der läßt sich das Studium durch den Konzern finanzieren.

Ebenso richtig. Nur viele dachten nach dem Abi, von wegen duales Studium 
sei nichts ganzes und nichts halbes, man soll doch lieber an eine 
"richtige" Hochschule gehen. Nur in der Tat, wer sich in einem dualen 
Studium bei einem Konzern gut anstellt, hat häufig eine Festanstellung 
danach in der Tasche.

Für die grosse Mehrheit an Absolventen mit durchschnittlichen, also 
guten Noten und ohne besonderen Kontakte ist es fast aussichtslos bei 
einem Konzern unter zu kommen. Dann ist die Alternative "Arbeiten beim 
Staat" am Besten als Beamter meist besser als Dienstleister oder KMU. 
Vorallem kann der Beamte nicht mit über 50 einfach so aus 
wirtschaftlichen Gründen entlassen werden.

von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Warum nicht vom Staat schrieb:
> Das ist richtig. Wer es als durchschnittlicher Absolvent in einen
> Konzern schafft, hat es schön. Nur das schaffen immer weniger. Für viele
> durchschnittlichen Absolventen heisst es Arbeit beim Dienstleister oder
> einem KMU oder Tarifbindung.

Dann könnten wir doch versuchen Methoden zu erarbeitet, mit denen wir 
gemeinsam die Pfeifen an die Honigtöpfe führen.

von 21 Uhr ist Zapfenstreich (Gast)


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Warum nicht vom Staat schrieb:
> Für die grosse Mehrheit an Absolventen mit durchschnittlichen, also
> guten Noten und ohne besonderen Kontakte ist es fast aussichtslos bei
> einem Konzern unter zu kommen. Dann ist die Alternative "Arbeiten beim
> Staat" am Besten als Beamter meist besser als Dienstleister oder KMU.
> Vorallem kann der Beamte nicht mit über 50 einfach so aus
> wirtschaftlichen Gründen entlassen werden.

Er kann gar nicht entlassen werden, wenn er sich nix zu schulden kommen 
lässt, was eine Aufhebung des Beamtenverhältnisses entschieden von einem 
Gerichtsverfahren bewirken würde. Er kann nur versetzt werden, 
Bundesbeamte halt bundesweit, Landesbeamte halt nur in dem jeweiligen 
Bundesland.

Für Konzerne benötigt man heutzutage auch als Ingenieur neben guter 
Rechtschreibung, Fremdsprachen, Vitamin B, Dominanz als Mann so wie als 
Frau gutes Aussehen und Körperlänge. Entwickelt wird da ja nur kaum, es 
werden eher Visionen geschmiedet, überwacht, Zulieferer im Netz 
gehalten, auch in den "Auslandskolonien" geguckt, dass die Wertschöpfung 
stimmt und dem Chinesen und anderen für die Absatzmärkte Puderzucker in 
den Arsch geblasen. Dann müssen noch die Lobbyisten richtig aufgegleist 
und geschult werden, die dann unseren Politikern bzw. deren 
Staatssekretären "das Richtige" ins Ohr flüstern oder ihnen direkt in 
die Feder diktieren.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Robert K. schrieb:
> ab 50 kannst Du als Ing. schon mal an die Frühverentung denken.

Ja, das ist richtig. Aber anders als du denkst, weil man bis dahin 
finanziell seine Schäfchen im Trockenen hat. Man muss dann gar nicht 
mehr arbeiten, wenn man das nicht mehr möchte.

von Billiglohnland (Gast)


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Senf D. schrieb:
> Man muss dann gar nicht
> mehr arbeiten, wenn man das nicht mehr möchte.

Aber auch nur wenn man bis dahin schön das IGM Gehalt mitgenommen hat 
und sich keine all zu teure Frau angelacht hat. Ansonsten nicht.

von Mike (Gast)


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Und keine Familie hat. Denn sonst heißt es endlos rödeln in Schland.

von Warum nicht vom Staat (Gast)


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Billiglohnland schrieb:
> Senf D. schrieb:
>> Man muss dann gar nicht
>> mehr arbeiten, wenn man das nicht mehr möchte.
>
> Aber auch nur wenn man bis dahin schön das IGM Gehalt mitgenommen hat
> und sich keine all zu teure Frau angelacht hat. Ansonsten nicht.

Heutzutage ist in vielen teuren Regionen ein IGM Ingenieursgehalt auch 
kein Einkommen mehr, wo man mit 50 Privatier werden könnte. Ausser mit 
sehr frugalistischer Lebensweise und gutem Investmentplan. Will man das 
typische Leben was viele Paare sich wünschen, vorallem wenn zumindest 
ein Partner Ingenieur mit IGM Gehalt ist, geht das nicht. Eigenheim, 
zwei Autos, Sommer- und Winterurlaub, zwischen durch übers Wochenende 
mal einen Kurztrip, Kinder die studieren wollen und Bafög gibt es mit 
IGM Ingenieurgehalt natürlich nicht, dann ist man mit 50 noch himmelweit 
davon entfernt, "die Schäfchen im Trockenen" zu haben. Es ist möglich, 
aber für die Mehrheit eher nicht. Ich kenne eher solche, die bauen mit 
35 ein Haus und verschulden sich trotz IGM Teamleitergehalt auf die 
nächsten 30 Jahre, da geht ein Drittel vom Netto für den Hauskredit 
drauf. Wenn die mit 50 wegrationalisiert werden würden, wäre noch ca. 
die Hälfte vom Kredit abzubezahlen. Dann wollen die Kinder noch 
studieren => weit weg von "nicht mehr arbeiten müssen".

Das kann dem Beamten so nicht passieren.

von AVR (Gast)


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Billiglohnland schrieb:
> Aber auch nur wenn man bis dahin schön das IGM Gehalt mitgenommen hat
> und sich keine all zu teure Frau angelacht hat. Ansonsten nicht.

Das mit den teuren Frau ist einfach. Man darf für diese Frauen einfach 
nicht attraktiv wirken. Sprich normal aussehen und kein teures Auto 
fahren. Das reicht schon.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Warum nicht vom Staat schrieb:
> Das kann dem Beamten so nicht passieren.

Man kann es auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten: Der Beamte 
kann gar nicht früher aufhören, wenn er nicht gerade auf 
Dienstunfähigkeit macht, oder? Frühpensionierung mit 55 oder 60 wird 
wohl kaum möglich sein, auch nicht mit Abschlägen. Der Angestellte kann 
dagegen jederzeit einfach kündigen, wenn er keine Lust mehr hat, seine 
Rentenansprüche, die er bis zum Austritt aus dem Berufsleben gesammelt 
hat, bleiben ihm erhalten.

von (prx) A. K. (prx)


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Muss traumhaft gewesen sein, das Leben in der DDR. Egal wo, überall 
unkündbare Staatsangestellte mit gesicherter Rente.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Senf D. schrieb:
> Der Beamte
> kann gar nicht früher aufhören, wenn er nicht gerade auf
> Dienstunfähigkeit macht, oder?
LOL, offenbar kennst Du die Möglichkeiten nicht.
Man kann ja auch krank werden oder mal in Kur gehen ... mach das mal als 
normaler Arbeitnehmer.

von (prx) A. K. (prx)


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(prx) A. K. schrieb:
> Muss traumhaft gewesen sein, das Leben in der DDR. Egal wo,
> überall
> unkündbare Staatsangestellte mit gesicherter Rente.

PS: Addiere Corona, und die leidige Sache mit der Reisefreiheit 
relativiert sich auch noch.

von Warum nicht vom Staat (Gast)


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Senf D. schrieb:
> Man kann es auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten: Der Beamte
> kann gar nicht früher aufhören, wenn er nicht gerade auf
> Dienstunfähigkeit macht, oder? Frühpensionierung mit 55 oder 60 wird
> wohl kaum möglich sein, auch nicht mit Abschlägen. Der Angestellte kann
> dagegen jederzeit einfach kündigen, wenn er keine Lust mehr hat, seine
> Rentenansprüche, die er bis zum Austritt aus dem Berufsleben gesammelt
> hat, bleiben ihm erhalten.

Also das sehe ich eher als Luxusproblem an. Frühpension gibt es ja auch 
und wird teils auch angewendet. Der Angestellte kann jederzeit kündigen, 
aber beim heutigen Rentensystem mit Rente ab 67 und vielleicht in 10 
oder 20 Jahren ab 70 kann es sich nur leisten mit 55 oder 60 zu 
kündigen, wer ausreichend privates Vermögen besitzt und keine Schulden 
mehr abzahlen oder unterhaltspflichtigen Kinder (s.o.) mehr hat. Die 
Realität ist eher, dass viele die in der freien Wirtschaft, abseits von 
Konzern und IGM, auf die Strasse gestellt werden, kaum noch einen neuen 
Job auf vorherigen Niveau mehr finden. Heisst dann entweder 
Niedriglohnsektor oder Hartz4 bis zur Rente, davor aber erstmal Vermögen 
bis zum Schonvermögen aufbrauchen usw.
Probleme die der Beamte nicht hat. Für die High Performer natürlich 
klar, ist das Beamtentum nichts. Die machen Karriere und häufen bis 
Mitte 50 ausreichend Vermögen an. Aber ich spreche von 
durchschnittlichen Leuten, durchschnittlich im Sinne von akademischen 
Leistungen, aber auch von Soft Skills, Kontakten, Präsentation etc.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Senf D. schrieb:
> Der Angestellte kann
> dagegen jederzeit einfach kündigen, wenn er keine Lust mehr hat, seine
> Rentenansprüche, die er bis zum Austritt aus dem Berufsleben gesammelt
> hat, bleiben ihm erhalten.
Die einmal erworbenen Pensionsansprüche bei Beamten gehen auch nicht 
verloren.
Es hat schon Gründe warum alle in den Staatsdienst wollen.

von Dussel (Gast)


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Senf D. schrieb:
> Der Beamte
> kann gar nicht früher aufhören, wenn er nicht gerade auf
> Dienstunfähigkeit macht, oder? Frühpensionierung mit 55 oder 60 wird
> wohl kaum möglich sein, auch nicht mit Abschlägen. Der Angestellte kann
> dagegen jederzeit einfach kündigen, wenn er keine Lust mehr hat, seine
> Rentenansprüche, die er bis zum Austritt aus dem Berufsleben gesammelt
> hat, bleiben ihm erhalten.
Soweit ich weiß, wird der Beamte dann nachversichert, als hätte er 
während seiner Beamtenzeit eingezahlt. Er bekommt dann zwar (vielleicht) 
keine Pension mehr, aber immer noch die normale Rente, die ein 
Arbeitnehmer auch bekommt. Das Geld, das er vorher nicht in die 
Rentenkasse eingezahlt hat, bleibt ihm erhalten.

von (prx) A. K. (prx)


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Robert K. schrieb:
> Es hat schon Gründe warum alle in den Staatsdienst wollen.

Wollen alle in den Staatsdienst? Oder bloss ein paar Insassen von A&B?

: Bearbeitet durch User
von Thomas O. (kosmos)


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die Frühpensionierung beim Beamten schaut so aus, er meldet sich krank 
muss 1-2 mal im Jahr auf die Arbeit, dann kann er nicht 
Zwangspensioniert werden. Beim Arbeitnehmer geht das nicht so einfach, 
der bekommt nach 6 Wochen Krankengeld und kann ggf. gekündigt werden. 
Der Arbeitnehmer kann allerdings  1 oder 2 Jahre vor Rentenbeginn 
arbeitslos werden, den die Beiträge in seine Rentenversicherung werden 
dann weiter eingezahlt, er verlieht dann eben ein Jahreseinkommen aber 
hat die vollen Rentenansprüche, als hätte er bis zum Ende gearbeitet 
hätte oder aber er ist zum Schluß krank dann reduziert sich sein gehalt 
eben aufs Krankengeld, und wenn er gekündigt wird hat er noch das 
Arbeitslosengeld.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Robert K. schrieb:
> Die einmal erworbenen Pensionsansprüche bei Beamten gehen auch nicht
> verloren.

Doch, natürlich. Wenn der Beamte kündigt, dann verliert er seine 
Pensionsansprüche. Daher macht das natürlich auch keiner im gehobenen 
Alter, selbst wenn er dann in der GRV nachversichert würde. Beim 
niedrigen Beamtenbrutto kommt da nämlich nicht viel zusammen an 
Ansprüchen. Es bleibt dem Beamten also nur bis zum bitteren Ende 
durchzuhalten oder den ungewissen Weg der Dienstunfähigkeit zu 
beschreiten.

von Wühlhase (Gast)


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Robert K. schrieb:
> Die einmal erworbenen Pensionsansprüche bei Beamten gehen auch nicht
> verloren.
> Es hat schon Gründe warum alle in den Staatsdienst wollen.

Lass mal...die gehen schneller verloren als man denken mag. Einmal die 
eigene Meinung über AfD oder Flüchtlinge gesagt, seinen Aufgaben 
nachgegangen wo man besser wegschauen sollte...du fliegst zwar nicht für 
Faulheit oder gar Unfähigkeit, aber dafür gibt es andere Fallen.

Ansonsten halte ich die Meldung für überzogen oder vielleicht sogar ganz 
gelogen. Oder wer tut sich so einen Schwachsinn freiwillig an:
https://www.danisch.de/blog/2018/01/23/geistige-rollstuhlrampen-ii-deutsches-patent-und-markenamt/
https://www.danisch.de/dok/Gleichstellungsplan_Patentamt.pdf

von (prx) A. K. (prx)


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Sind das jene Leute, die als Beamte für einen Staat arbeiten, von dem 
sie der festen Überzeugung sind, dass es ihn überhaupt nicht gibt?

: Bearbeitet durch User
von Thomas1 (Gast)


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Robert K. schrieb:
> Ich würde es der Krankenschwester eher gönnen als überbezahlten Lehrern
> ... aber darum geht es hier gar nicht!


Die miesten Lehrer sind im Osten Angestellte. Da geht es schwerer. 
Überbezahlt sind eher Erzieherinnen.

von Warum nicht vom Staat (Gast)


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Wühlhase schrieb:
> Lass mal...die gehen schneller verloren als man denken mag. Einmal die
> eigene Meinung über AfD oder Flüchtlinge gesagt, seinen Aufgaben
> nachgegangen wo man besser wegschauen sollte...du fliegst zwar nicht für
> Faulheit oder gar Unfähigkeit, aber dafür gibt es andere Fallen.

Wenn man sagt, dass man die AfD absolut nicht mag und auch insbesondere 
ihre Haltung in der Corona Krise für ziemlich fahrlässig und schlecht 
findet? Wenn man sagt, dass es zwar auch eine Minderheit von Flüchtlinge 
gibt, die Probleme bereiten, aber der Großteil keine Probleme macht und 
froh ist, in Deutschland in Frieden leben zu dürfen?

Nun wir schweifen vom Thema ab. Einen Beamten zu entlassen ist möglich, 
aber die Hürden sind sehr hoch. Weitaus höher als beim Angestellten, 
insbesondere weitaus höher als beim Angestellten in einer KMU ohne Tarif 
oder gar bei einem Dienstleister.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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(prx) A. K. schrieb:
> Wollen alle in den Staatsdienst? Oder bloss ein paar Insassen von A&B?
Thema beachten, es geht um junge Leute

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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(prx) A. K. schrieb:
> Sind das jene Leute, die als Beamte für einen Staat arbeiten, von dem
> sie der festen Überzeugung sind, dass es ihn überhaupt nicht gibt?
eine Doppelmoral kann man sich doch zulegen - das wird doch überall so 
gemacht.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Thomas1 schrieb:
> Die miesten Lehrer sind im Osten Angestellte. Da geht es schwerer.
> Überbezahlt sind eher Erzieherinnen.
die können dann aber auch gekündigt wird - beim Beamten geht das nicht, 
maximal eine Versetzung und ansonsten optimale Freiheiten, die andere 
Berufsgruppen schlicht nicht haben ... deshalb wird ja auch abgebaut.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Wühlhase schrieb:
> Lass mal...die gehen schneller verloren als man denken mag. Einmal die
> eigene Meinung über AfD oder Flüchtlinge gesagt, seinen Aufgaben
> nachgegangen wo man besser wegschauen sollte...du fliegst zwar nicht für
> Faulheit oder gar Unfähigkeit, aber dafür gibt es andere Fallen.
na und? Diese Probleme hast Du als Angestellter ebenfalls und sogar im 
verschärften Maß.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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Senf D. schrieb:
> Es bleibt dem Beamten also nur bis zum bitteren Ende
> durchzuhalten oder den ungewissen Weg der Dienstunfähigkeit zu
> beschreiten.
LOL, jetzt kommen mir aber die Tränen - offenbar ist Dir nicht klar, daß 
es einem Beamten wegen der Quasi-Unkündbarkeit 1000mal besser geht?
Oder wie findest Du das, wenn man als Angesteller z.B. gar keinen Job 
oder nur Mülljobs finden kann bis zum Renteneintritt.
Werde doch mal z.B. mit 50 arbeitslos? Selbst eine H4 Berechtigung hast 
Du dann nicht, weil Du ja erst einmal Dein Vermögen aufbrauchen mußt.
Also bitte erzähle hier keine Märchen vom armen Beamten-Leben.
Ich kenne genug Beamte und weiß wie 'schlecht' es denen geht - da kommen 
selbst die Bauern trotz Wehklagen nicht ran ):

von (prx) A. K. (prx)


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Robert K. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>> Wollen alle in den Staatsdienst? Oder bloss ein paar Insassen von A&B?
> Thema beachten, es geht um junge Leute

Gibts die hier überhaupt? Oder philosophieren einige 
Geheimratseckenträger über Vorstellungen, die sie jungen Leuten 
zuschreiben?

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6520436 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Beamter (Gast)


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Undertaker schrieb:
> Nebenbei hat der Lehrer auch etwa 65 Tage bezahlten Urlaub.
Der Urlaub wird mit den Schulferien abgegolten, d.h. Zwangsurlaub zu 
nicht frei wählbaren Zeiten! In den Schulferien werden mehrere Wochen 
damit verbracht Klausuren zu korrigieren oder Unterrichtsmaterialien 
vorzubereiten. Unterm Strich bleibt auch nicht mehr als 30 Tage Urlaub.

ÖD schrieb:
> Auch in der mega-freien Wirtschaft kann man ernüchternde Erfahrungen
> machen, das könnt ihr mir ruhig glauben:
>
> - [...]
> - kack-Chefs
> - [...] ist voll mit Managern und irgendwas-Leitern, die ihre Psychosen
> vollumfänglich ausleben wollen
> - [...]
> - als Mann wirst du Opfer von Gendermüll und Diverstiy-Scheiße, die
> Stelle kriegt jemand anders, weil du weder weiblich noch divers bist
> - [...] Überstunden ohne Ende [...]
> - bei Bewerbungen wirst du aussortiert, weil du der inkompetenten HR
> nicht gefällst
> - und so weiter und so fort

All das kann dir auch im ÖD passieren.

Senf D. schrieb:
> Wenn der Beamte kündigt, dann verliert er seine
> Pensionsansprüche. Daher macht das natürlich auch keiner im gehobenen
> Alter, selbst wenn er dann in der GRV nachversichert würde. Beim
> niedrigen Beamtenbrutto kommt da nämlich nicht viel zusammen an
> Ansprüchen. Es bleibt dem Beamten also nur bis zum bitteren Ende
> durchzuhalten oder den ungewissen Weg der Dienstunfähigkeit zu
> beschreiten.

Beamte können nicht kündigen, da sie keinen Arbeitsvertrag haben. Sie 
bitten um ihre Entlassung. Eine Nachversicherung ist wegen der geringen 
Bruttobezüge völlig unattraktiv. Früher wurden sogar nur die 
Arbeitgeberanteile nachversichert, mittlerweile alles. Außerdem wird man 
nicht in der betrieblichen Altervorsorge, im ÖD z.B. die VBL, 
nachversichert, was die nachversicherte Rente stark schmälert.
Als Alternative gibt es das sogenannte Altersgeld, was die bisher 
erdiente Pension großen Abschlägen bei Höhe und anrechenbaren Zeiten 
"rettet".

von 外国人 (Gast)


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Beamter schrieb:
> In den Schulferien werden mehrere Wochen damit verbracht Klausuren zu
> korrigieren oder Unterrichtsmaterialien vorzubereiten. Unterm Strich
> bleibt auch nicht mehr als 30 Tage Urlaub.

Nur bei ehrlichen Lehrern und nur die erste Jahre bis das Material 
existiert.

von Undertaker (Gast)


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Beamter schrieb:
> Undertaker schrieb:
>> Nebenbei hat der Lehrer auch etwa 65 Tage bezahlten Urlaub.
> Der Urlaub wird mit den Schulferien abgegolten, d.h. Zwangsurlaub zu
> nicht frei wählbaren Zeiten! In den Schulferien werden mehrere Wochen
> damit verbracht Klausuren zu korrigieren oder Unterrichtsmaterialien
> vorzubereiten. Unterm Strich bleibt auch nicht mehr als 30 Tage Urlaub.

Zu meiner Zeit waren die Leherer nich so doof. Da wurden die Klausuren 
sogar teilweise während der Unterrichtszeit korrigiert, die Klasse macht 
dann "Stillarbeit". Kein Lehrer hat sich den Urlaub mit Klausuren 
versaut.

Und das Märchen von der Unterrichtsvorbereitung! Die 
"Unterrichtsvorbereitung" wird einmal gemacht und dann im Zweifel für 
die nächsten 20 Jahre recycelt. "Echte" Unterrichtsvorbereitung machen 
die allerwenigsten.

von Ferdls Grossneffe (Gast)


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Pro-Tipp für Lehrer und wie man sich in die Frührente schleicht:
http://lehrer-fruehrente.de/

von Joe (Gast)


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Stehe aktuell vor der Entscheidung nach der Promotion als verbeamteter 
wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Universität mit A13 oder bei 
einem OEM IG Metall 11a (Bayern) anzufangen. Wie realistisch ist es 
heutzutage beim OEM ohne Führungsverantwortung AT zu bekommen? Steht man 
mit Familie wirklich besser da als mit A 15?

von Ferdls Grossneffe (Gast)


Angehängte Dateien:

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Wahlbeamte müsst ihr sein! Volle Pensionsansprüche schon nach kurzer 
Zeit.
siehe PDF.

von Ferdls Grossneffe (Gast)


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Da ist noch einer:
https://www.weser-kurier.de/region/niedersachsen_artikel,-Geldsegen-fuer-Buergermeister-_arid,1527198.html

Wenn ich mich nicht irre gab es auch einen Fall da war eine Frau nur 
wenige Tage im Amt, ging danach gleich in Pension bei vollen Bezügen, 
finde das aber nicht mehr. Kam auch mal in den ÖR, der Link ist aber 
tot.

von AVR (Gast)


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Ferdls Grossneffe schrieb:
> Pro-Tipp für Lehrer und wie man sich in die Frührente schleicht:
> http://lehrer-fruehrente.de/

Der Staat hasst diesen Trick.

von 外国人 (Gast)


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Joe schrieb:
> Wie realistisch ist es heutzutage beim OEM ohne Führungsverantwortung AT
> zu bekommen?

Sehr unwahrscheinlich. Die einzigen u40 Kollegen mit AT sind bei uns 
hochbegabt und liefern deutlich mehr ab als die anderen. Einer mit 
Führungsverantwortung, die zwei anderen ohne. Vielleicht ist es in 
anderen Unternehmen anders, aber auch bei meinem vorhigen Arbeitgeber 
gab es die EG12 oder nur für alte Säcke. Die jungen Kollegen haben sich 
schon über die 11 gefreut, weil die meisten in der 10 sind.

von Undertaker (Gast)


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外国人 schrieb:
> Joe schrieb:
>> Wie realistisch ist es heutzutage beim OEM ohne Führungsverantwortung AT
>> zu bekommen?
>
> Sehr unwahrscheinlich.

Beim OEM ist das durchaus realistisch. Wobei bei jemanden der 
Führungsverantwortung per se ablehnt...

Das Andere nennt sich Fachlaufbahn (wenige Stellen) oder 
Projektlaufbahn, das ist dann aber Projektführung, keine 
disziplinarische Führung.

von Robert K. (Firma: Zombieland) (rko)


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(prx) A. K. schrieb:
> Gibts die hier überhaupt? Oder philosophieren einige
> Geheimratseckenträger über Vorstellungen, die sie jungen Leuten
> zuschreiben?
Frag Dich doch selbst :p

von 外国人 (Gast)


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Undertaker schrieb:
> Beim OEM ist das durchaus realistisch

Bin beim OEM, war vorher auch beim Zulieferer, habe Auslandserfahrung 
und spreche mit den Kollegen drüber. Keiner u40 ist bei uns AT von 80 
Leuten. Außer die 3 besagten Hochbegabten. Ich sagte nicht dass es 
unmöglich ist, nach geschmissen wird es aber auch keinem. So klingt das 
hier immer.

von Undertaker (Gast)


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外国人 schrieb:
> Keiner u40 ist bei uns AT von 80
> Leuten. Außer die 3 besagten Hochbegabten. Ich sagte nicht dass es
> unmöglich ist, nach geschmissen wird es aber auch keinem.

Ok, u40 ist schon schwieriger, aber ich denke einer von meinen ca. 50 
Abteilungskollegen hat AT und ich meine der ist noch nicht ganz 40. Zwei 
weitere sind aber auf dem Weg dahin. "Hochbegabte" u40 hab ich jetzt 
keine auf dem Radar, woran machst du das fest?

Und ja: Nachgeschmissen wird einem das nicht!

von Thomas O. (kosmos)


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wieso sollte ein Beamter um Entlassung bitten, er läßt das 
Beamtenverhältniss ruhen wenn er als Angestellter was besseres hat und 
später geht er wieder als Beamter in Pension wenn er so mehr 
rausbekommt.

Beitrag #6520783 wurde von einem Moderator gelöscht.
von F.B.s Ziehsohn (Gast)


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Abschaffen schrieb im Beitrag #6520783:
> ein beamter kann doch nicht mal bis 10 zählen ohne dass er seien
> sekräterin zur hilfe ruft. das sind lowperformer die das arbeiten
> verlernt haben. den ganzen bürokratie muss man abschaffen

Schon mal an einen Sprach- bzw. Rechtschreibkurs gedacht?

von 21 Uhr ist Zapfenstreich (Gast)


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Der VDI bangt um seine E- und M-Bauer, aber nicht, dass sie Billiglöhne 
und Arbeitslosigkeit erleiden, sondern weil sich weniger junges 
Frischfleisch in die Hochschulen einschreibt.
Vielleicht die Vorläufer, lieber Amt statt Industrie? Als Finanzbeamter 
mit bezahlter Ausbildung bekommt man mittlerweile deutlich und 
garantiert mehr als Karriereeinkommen als als KMU-Ing, der sich an 
vielen Fronten aufreiben muss. Oder die vielen Ingenieure, die ihren 
Popo heutzutage bei DLs feilbieten müssen.

https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/buero-co/weniger-studienanfaenger-der-maschinenbau-bangt-um-ingenieure-17113240.html

von 外国人 (Gast)


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21 Uhr ist Zapfenstreich schrieb:
> Als Finanzbeamter mit bezahlter Ausbildung bekommt man mittlerweile
> deutlich und garantiert mehr als Karriereeinkommen als als KMU-Ing

Falsch. Finanzbeamte im mittleren Dienst bekommen nach der Ausbildung 
etwa 1500 netto monatlich, Stkl 1.

von EhemaligerDiplFinanzwirt (Gast)


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>Falsch. Finanzbeamte im mittleren Dienst bekommen nach der Ausbildung
>etwa 1500 netto monatlich, Stkl 1.

FALSCH

Steuerbeamte gehen nach einer 2-jährigen Sachbearbeiterausbildung mit A6 
und 2122 netto nach Hause und haben dabei ein Lebensalter zwischen 19 
und 22 Jahren.
Folglich ist auch die private Krankenversicherung die ja nur zur Hälfte 
getragen werden muss mit ca. 150-200 Euro überaus billig.

Sind also ca. 1950 netto bei 100% Unkündbarkeit.
Bundesland Hamburg.
Achja, und im Finanzwesen wird immer verbeamtet!

Beitrag #6521563 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Stefan Schultz (Gast)


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Dienstleistungsgesellschaft schrieb im Beitrag #6521563:
>
> wer heute nicht in den ÖD geht ist selber schuld!
> nur idioten gehen zum dienstleister

Wenn es nur um Geld geht, stimmt das leider.

Die Politik hat mit Leiharbeit, Werkverträgen und exorbitanten Abgaben 
auf Einkommen große Teile der klassischen Berufe unattraktiv gemacht.

Mittlerweile tummeln sich haufenweise Ingenieure bei Dienstleistern und 
verdienen wenig.

Ich hatte mal die Chance als Beamter beim LKA unterzukommen.

Hätte es fast gemacht, wenn ich nicht ein Angebot von einem 
zukunftsfähigen OEM bekommen hätte.

von Jo S. (Gast)


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EhemaligerDiplFinanzwirt schrieb:
>>Falsch. Finanzbeamte im mittleren Dienst bekommen nach der
> Ausbildung
>>etwa 1500 netto monatlich, Stkl 1.
>
> FALSCH
>
> Steuerbeamte gehen nach einer 2-jährigen Sachbearbeiterausbildung mit A6
> und 2122 netto nach Hause und haben dabei ein Lebensalter zwischen 19
> und 22 Jahren.
> Folglich ist auch die private Krankenversicherung die ja nur zur Hälfte
> getragen werden muss mit ca. 150-200 Euro überaus billig.
>
> Sind also ca. 1950 netto bei 100% Unkündbarkeit.
> Bundesland Hamburg.
> Achja, und im Finanzwesen wird immer verbeamtet!

Danke für die Sachlichkeit!

Frage: Warum ehemaliger?

Zu "Lebensalter zwischen 19 und 22 Jahren".  Voraussetzung für die Ausb. 
im mittl. Dienst ist doch die mittlere Reife. Somit könnte man mit 16 
starten und wäre mit 18 fertig.

von Jo S. (Gast)


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Allgemein:
Alles hat Vor- und Nachteile. Jeder hat unterschiedliche Voraussetzungen 
und Wünsche. Wichtig ist, daß Person und Stelle zusammen passen.

Das emotionale Geflenne geht mir auf die Nerven.

von Pandur S. (jetztnicht)


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Minderleister wollen gegen ende der Karriere noch etwas auslaufen lassen 
und normale Leute knechten koennen.

von Warum nicht vom Staat (Gast)


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EhemaligerDiplFinanzwirt schrieb:
> teuerbeamte gehen nach einer 2-jährigen Sachbearbeiterausbildung mit A6
> und 2122 netto nach Hause und haben dabei ein Lebensalter zwischen 19
> und 22 Jahren.
> Folglich ist auch die private Krankenversicherung die ja nur zur Hälfte
> getragen werden muss mit ca. 150-200 Euro überaus billig.
>
> Sind also ca. 1950 netto bei 100% Unkündbarkeit.
> Bundesland Hamburg.
> Achja, und im Finanzwesen wird immer verbeamtet!

Man kann auch nach dem Abi ein duales Studium beim Finanzamt machen. Man 
bekommt dabei schon ein Gehalt, laut der Website weiter unten rund 1350 
Euro/Monat in NRW. Man muss kein Bafög oder Studienkredit später zurück 
bezahlen und keine bescheidenen Studentenjobs nebenbei annehmen. 
Besonders attraktiv für Abiturienten, deren Eltern nicht arm genug sind 
damit es für Bafög reicht, aber die nicht ohne weiteres ein Studium
komplett finanzieren können. Diese soziale Schicht ist relativ gross. 
Kein Bafög, aber keine reichen Eltern.

Danach wenn man verbeamtet einsteigt, hat man ein gutes Einkommen 3 
Jahre nach dem Abi und ist unkündbar. Dazu jährliche Steigerungen und 
eine Pension, wovon viele in der freien Wirtschaft, besonders beim 
Dienstleister oder in KMUs ohne Betriebsrente, von träumen können. Für 
die High Performer ist das nichts, die machen beim OEM Karriere und 
überrunden den Finanzbeamten bis 40 schon mehrfach. Aber für den 
Durchschnitt, wo die Alternative KMU ohne Tarif oder Dienstleister 
heisst? dann lieber zum Staat als Beamter. Mit ü50 vom Arbeitsmarkt 
abgeschrieben werden, kann man als Beamter jedenfalls nicht so leicht.

Laut folgender Seite kann man dort auch als Programmierer im 
Rechenzentrum arbeiten.
https://www.finanzverwaltung.nrw.de/de/studium-im-finanzamt

Als Beamter hat man durch die Unkündbarkeit einige Vorteile. Beamte sind 
bei Vermietern sehr beliebt, da sicheres Einkommen, gerade jetzt in 
Krisenzeiten. Auch viele Banken haben bei Krediten Sonderkonditionen für 
Beamte, da deren Job und Einkommen sehr sicher sind.

von MaWin (Gast)


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Undertaker schrieb:
> Lehrer sind sogar besonders schlecht darin Wissen zu vermitteln. Warum
> eigentlich?

Es hängt vom Schüler ab.
Bei dir war es wohl hoffnungslos.

von MaWin (Gast)


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Warum nicht vom Staat schrieb:
> Mit ü50 vom Arbeitsmarkt abgeschrieben werden, kann man als Beamter
> jedenfalls nicht so leicht.

Na ja, mit Ü50 sollte man als halbwegs fähiger Ing sein Schäfchen im 
Trockenen haben, Haus ist abbezahlt, Kinder flügge, da kann man den 
Arbeitsmarkt abschreiben und sich einen schönen Lenz machen.
Wozu noch mehr Reichtum anhäufen, um ihn mit ins Grab zu nehmen ?

von Den O. (denon)


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Als Ing. ja aber als derjenige der eins darunter angesiedelt ist nicht. 
Außerdem kommt je nach Situation auch noch dazu ob Kinder im Spiel sind 
oder nicht. Mit Kindern wird es auch für den normalen Ing. schwierig mit 
50 genug Kapital zu haben um sorglos in Rente gehen zu können.

Zusammengefasst kann man doch sagen der Staat bietet genug Gehalt um ein 
unbeschwertes Leben zu führen. Man wird nicht reich und die 
Austiegsmöglichkeiten sind sehr gering, aber es reicht in jedem Fall um 
sich über Geld keine Sorgen machen zu müssen.

Ich denke das ist auch der Hauptgrund warum viele junge Menschen für den 
Staat arbeiten wollen. Die Kulur ist im Wandel, viele legen keinen 
großen Wert mehr auf Materielles. Viele haben geschnallt das ein Haus 
mit allen zughörigen Kosten für sie unbezahlbar ist.
Warum also nicht zum Staat, ein brauchbares Gehalt kassieren, kein 
Stress und sorgenfrei weil man unkündbar ist.

Ich muss gestehen, ich bin beruflich sehr weit gekommen und verdiene 
sehr gut. Aber wenn ich nochmal 20 wäre würde ich vielleicht auch zum 
Staat gehen.

von woanders ist auch schön (Gast)


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Der Staatsdienst ist inzwischen tatsächlich deutlich attraktiver als 
noch vor 10 Jahren - sowohl für Beamte als auch Angestellte im öD.

60k p. a. sind auf jeden Fall drin, dazu Gleitzeit und viele 
Teilzeitmöglichkeiten, geregelte Arbeitszeiten, keine Auslandsprojekte, 
kein Renditedruck, kein Kundendruck, sinnstiftende Tätigkeit (Stichwort 
Gemeinwohl)

Was man aber nicht übersehen darf, sind folgende Nachteile:

1. einmal Staat, immer Staat
Zurück in die Wirtschaft zu gehen, ist fast unmöglich. Man ist quasi 
"gefangen" im Staatsdienst

2. Bürokratie
Ja, auch in vielen Firmen herrscht fast genauso Bürokratie wie im Amt. 
Dennoch ist es im Staatsdienst schon krass und neue Verordnungen wie z. 
B. in Coronazeiten können jederzeit erlassen werden. Die Arbeitsweise im 
Amt kennt auch jeder, nicht jeder mag es ;)

3. Sozialleistungen + Bezahlung
Die Leistungen können jederzeit gekürzt werden. Es gab und gibt 
Nullrunden. Pensionen und Zeitmodelle sind jedenfalls nicht in Stein 
gemeißelt. Die Bezahlung ist trotz Aufholeffekten z. T. deutlich 
schlechter als in der Wirtschaft

Im Großen und Ganzen lässt es sich beim Staat gut leben. Gerade die WLB 
ist unschlagbar. Im Staatsdienst ist pünktlicher Feierabend über Monate 
hinweg tatsächlich möglich, in der Wirtschaft fast schon undenkbar.

Die hohe Jobsicherheit ist gerade in Krisenzeiten natürlich noch mal 
mehr wert.

Mal abwarten wie die Wirtschaft darauf reagiert. In den nächsten Jahren 
gehen die Boomer in Rente, wodurch die Nachfrage nach Arbeitskräften 
wieder steigen wird.

von Warum nicht vom Staat (Gast)


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Den O. schrieb:
> Als Ing. ja aber als derjenige der eins darunter angesiedelt ist nicht.
> Außerdem kommt je nach Situation auch noch dazu ob Kinder im Spiel sind
> oder nicht. Mit Kindern wird es auch für den normalen Ing. schwierig mit
> 50 genug Kapital zu haben um sorglos in Rente gehen zu können.

Früher war das schon schwer, aber heute ist das ohne Erbschaft oder 
hoher Führungsposition fast unmöglich. Allein schon "mit 50 Haus 
abbezahlt und Kinder flügge". Viele werden erst Eltern zwischen 30 und 
40, oft eher ab 35. Ein Haus bauen oder kaufen tun die meisten auch erst 
ab 35, eher sogar Richtung 40. Mit 50 abbezahlt ohne Erbschaft oder 
Schwenkung schaffen viele nicht, besonders nicht wer heute noch kauft, 
bei den hohen Preisen. Da ist es eher so: Projektleiter Ingenieur mit 35 
baut ein Haus, Kredit muss bis 65 abbezahlt werden.

Wenn das Haus mal abbezahlt ist, fallen meist Reparaturen an. Selbst 
wenn man das aus Reserven bezahlen kann, bräuchte man noch weiteres 
Vermögen, um ab 50 ohne Job leben zu können. Selbst wenn einige es 
schaffen mit 50 ihr Haus abzubezahlen, schaffen es noch viel weniger 
Ingenieure, mit 50 so viel Vermögen zu besitzen, um nicht mehr arbeiten 
zu müssen.

Ich kenne da eher Fälle wie: Job als Ingenieur mit über 50 verloren, 
keinen neuen gefunden, zweitweise Hartz4, dann fachfremde Arbeit für 
wenig Geld und leben in einem Wohnklo zur Miete.

Das alles ist weit weniger wahrscheinlich, wenn man beim Staat als 
Beamter arbeitet.

Beitrag #6524918 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6524923 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6524925 wurde von einem Moderator gelöscht.
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Beitrag #6524934 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Codeauditor (Gast)


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Es gehen doch vorwiegend Frauen zum Staat. Warum? Weil dort eine 
Schwangerschaft kein Problem ist. In einem normalen Betrieb ist das ganz 
anders. Beim Staat kommen sie per Quote rein, bekommen gleich mehrere 
Kinder und fliegen nicht raus. Im normalen Betrieb werden sie erst gar 
nicht genommen und wenn doch sich später die Behauptung "sie wolle eh 
keine Kinder" als falsch herausstellt fliegt die demnächst raus, bevor 
das nächste Kind ansteht.

Was glaubt ihr warum so viele Weiber Lehrerin werden wollen? Nicht weil 
das ein Traumjob ist sondern weil man eben obige Vorteile hat + viel 
Urlaub.
Die nervige Lehre ist doch da nur Mittel zum Zweck, das ist halt die 
Kröte bei diesem Job, mit der kann man aber leben um 13:00Uhr ist ja 
schon Feierabend bei einer evt. 3-4 Tagewoche.

Die jungen Lehrerweiber damals in meiner Schule waren ständig schwanger, 
eine Klassenlehrin war praktisch nie anwesend, die Biolehrerin bekam 
auch ein Kind nach dem anderen, ausnahmslos alle jungen Dinger frisch 
nach dem Referendariat. Die einzigen Lehrerinnen die dauerhaft da waren, 
waren die älteren, die wurden dann später auch ausnahmslos 
Klassenlehrerinnen weil die jungen frisch verbeamteten Dinger gleich 
danach nen Braten im Rohr hatten, danach gleich wieder gekalbt ... bevor 
man da wieder Mehrarbeit mit der Umplanung hat, hat die jungen Dinger 
gleich als Klassenlehrerin gestrichen weil die eh alle schwanger wurden.

DESHALB geht man zum Staat, doch nicht wegen dem miesen Gehalt.

von Billiglohnland (Gast)


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Codeauditor schrieb:
> Nicht weil
> das ein Traumjob ist

Doch. Schau dich mal um in den westlichen Ländern, was die Frauen 
studieren und was sie in China studieren.

In China studieren sie das, was sie müssen (MINT), im westlichen Europa 
das, was sie wollen.

Beitrag #6526551 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Reinhard S. (rezz)


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Den O. schrieb:
> Mit Kindern wird es auch für den normalen Ing. schwierig mit
> 50 genug Kapital zu haben um sorglos in Rente gehen zu können.

Zumal die Kinder da schlimmstenfalls noch nicht aus dem Haus sind...

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