Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik uC's und Elektronik vor 1990


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von Egal (Gast)


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Hi Leute,

wir sind im aktuell im Jahre 2021 wo es selbstverständlich ist, dass man 
fancy Tools wie z.B. CAD-Software mit 3D-view, schnelle USB-Debugger und 
gute IDEs für uC Programmierung hat.

Ich frage mich grad aber nur, wie man z.B. vor Windows Zeiten gearbeitet 
hat?

Klar hat man ganz früher die Layouts von PCBs oder auch ICs noch 
händisch gezeichnet. Was waren denn so die ersten CAD-tools, hat da 
jemand noch Bildschirmfotos und wie haben die Entwicklungsumgebungen 
früher ausgesehen?

Wäre super spannend wenn Ihr mir mal einen Einblick geben könntet :)


Danke!

:
von Olaf (Gast)


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Kauf dir die c't DVD.

Titel       : Platinen-Layout aus dem Spectrum
Untertitel  : Teil 1: Automatisches Entflechten mit Z80
Autor(en)   : Florian Sachse
Zeitschrift : c't 8/84, S. 37
Schlagwoerter: Know-how

Das Programm hab ich damals abgetippt. Bestimmt ist daraus spaeter Eagle 
entstanden. :-D

Und so hat man z.B den Assemblercode fuer den MCS48 erzeugen koennen:

Titel       : MACRO 48
Untertitel  : MCS48-Assembler mit dem MACRO 80 schreiben
Autor(en)   : Herbert Nabereit
Zeitschrift : c't 8/84, S. 44
Schlagwoerter: Know-how, Assembler

Olaf

von MaWin (Gast)


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Egal schrieb:
> Was waren denn so die ersten CAD-tools, hat da jemand noch
> Bildschirmfotos und wie haben die Entwicklungsumgebungen früher
> ausgesehen?

Kannst du selber:

Das war mein erstes PCB CAD Programm

https://smores.tistory.com/m/810

und nach Mikroprozessoren wie SC/MP und Z80 das mein erster 
Mikrocontroller:

https://shrubbery.net/~heas/willem/kmitl/C11evb.htm

Manche andere haben noch früher angefangen.

von Spess53 (Gast)


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Hi

>Ich frage mich grad aber nur, wie man z.B. vor Windows Zeiten gearbeitet
>hat?

Wozu braucht man für CAD-Software Windows?

MfG Spess

von Edson (Gast)


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Ist zwar nicht on topic, aber für mich gabs vor 1990 nichts Anderes als 
den C64, was keine Tastatur hatte war für mich nicht mal ein Computer ;)
Hat sich doch einiges geändert seitdem...

von Tomas pk. (Gast)


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Hatte damals auf dem IBM XT oder war es der 286er? Eagle :-)

von Tomas pk. (Gast)


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Eagle lief natürlich noch unter DOS

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Ich hab' hier noch ein kariertes DIN-A5 Schulheft rumliegen, wo ich 
damals alle Z80 Maschinenbefehle nach Wert des OpCodes sortiert 
eingetragen hab'.
Also von 0 = NOP bis 255 = RST 38h; dann noch die mit 2 Byte OpCode.
Das hab' ich dann hergenommen, um auf dem ZX81 Software zu 
disassemblieren.
War ne Scheissarbeit, die OpCodes aus "Programmierung des Z80" (Boah, 
das hat 50 Mark gekostet, dafuer haett's auch fast 10 Lustige 
Taschenbuecher gegeben), wo sie alphabetisch geordnet drinnenstanden, in 
das Heft zu uebertragen :-)

Mal gucken, ob ich noch BASIC kann:

10 FOR N=0 TO 100
20 PRINT PEEK N
30 NEXT N

Dann die Ausgabe davon per diesem Heft disassembliert...
Erst spaeter gabs dann ein ZX81 Rom-Listing als Buch, mit Kommentaren, 
etc.

Gruss
WK

von Stefan F. (stefanus)


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Egal schrieb:
> Was waren denn so die ersten CAD-tools

Ich hatte Bartels Auto Engineer (bae), das war allerdings schon unter 
Windows. Davor nur Stift und Klebefolie.
https://www.google.com/search?q=Bartels+Auto+Engineer+dos&client=firefox-b-e&sxsrf=ALeKk00Mvn0d086SMIffDRd7sExbeCNNmg:1611086679507&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=2ahUKEwjtse_J5ajuAhUSa8AKHRC2AGEQ_AUoAXoECAcQAw&biw=1432&bih=783

Meine erste IDE war Turbo Pascal von Borland unter DOS, dann kam Borland 
Pascal unter Windows, dicht gefolgt von Microsoft Visual Studio 6 (oder 
war es noch 5?). Damit hatte Microsoft die Messlatte sehr hoch gehängt. 
Heute würde vermutlich niemand mehr mit weniger arbeiten wollen.

Mikrocontroller hatte ich zu dieser Zeit aber noch mit einfachen 
Texteditoren in Assembler (und seltener in C) programmiert.

von Harald (Gast)


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Spess53 schrieb:
> Wozu braucht man für CAD-Software Windows?

Kleiner Riss in Deinem Raum-Zeit-Kontinuum? Macht nix!

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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AutoCAD 3 usw. hatte ich auch unter DOS, allerdings erst auf einem 386er 
SX (mein erster DOOM Rechner :-P). Autocad 10 oder 11 waren dann die 
letzten ohne Windows, wimre.
 Aber natürlich konnte man Z80 und MCS51 mit einem Assembler unter DOS 
programmieren - oder mit dem Apple][. War eben mit EPROMs jonglieren. 
Allerdings hatte ich für MCS51 ein Board mit IntelHex Loader, das aus 
dem RAM Programme laufen liess, eine kleine Eigenkonstruktion.

von Der müde Joe (Gast)



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Angefangen hat's mit ätzfesten Stiften. Dann kamen die Abreibe-Symbole. 
Mit denen haben wir jahrzehntelang gearbeitet. Das Ergebnis waren die 
Leiterplatten mit den schön geschwungenen Leiterbahnen. Anschließend 
ging's mit den ersten CAD-Workstations weiter. Waren Maschinen auf 
8-Bit-Basis, meistens mit Z80.

von Bürovorsteher (Gast)


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PADS (CAD) von PADS Inc. lief 1991 unter DOS und das ganz hervorragend.
Die Software passte auf vier Disketten mit 1,44 MB.

von Olaf (Gast)


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> Wozu braucht man für CAD-Software Windows?

Es gab damals sicher schon CAD-Software fuer Unixworkstation. Aber
so teuer das du das vielleicht bei Sony oder anderen dicken
Firmen gefunden hast, aber sicher nicht bei Privatleuten.

Meine erstes Computerlayout hab ich mit GFA-Draft auf dem Atari ST 
gemalt. Als Bild!
Die Vorlagen hab ich mit einem selbst umgefummelten Drucker von einer 
PDP11(vom Flohmarkt) ausgeplottet. (HPGL Interpreter in MCS51 Assembler) 
Da waren megafette Schrittmotoren drin. Wenn man damit einen Kreis von 
ungefaehr 20mm geplottet hat dann hat man die Eigenresonanz der Kiste 
getroffen (ich war jung und kannte nur Vollschritt) und mein Papa hat 
besorgt an meine Tuer geklopft weil er dachte in meinem Kinderzimmer 
materialisiert sich der Teufel persoenlich. :-D

Olaf

von Olaf (Gast)


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> PADS (CAD) von PADS Inc. lief 1991 unter DOS und das ganz hervorragend.

Jetzt wird mir so einiges klar. Erstaunlich das sich diese Software bis 
heute gehalten hat.

Olaf

von Wolfgang (Gast)


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Egal schrieb:
> Wäre super spannend wenn Ihr mir mal einen Einblick geben könntet :)

Platinenlayout auf 6809, programmiert in Forth - natürlich mit grünem 
Monitor.

von oerks (Gast)


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Neben Eagle 4 gab es auch noch Orcad.
Eigentlich: Neben Orcad gab es auch Eagle 4.

Die umgekehrt komische Bediendung von Eagle war damals schon
gewoehungsbeduerftig.

An "Platine 64" will ich lieber nicht erinnert werden.

von Gerhard O. (gerhard_)


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PCBs:
1966-1968: Buerokartonleiterplatten mit Nadel fuer Loecher und 
Drahtverbindungen
1968-1972: Erste PCB mit Nagellack + Fe3CL2
1972-1987: Tuschezeichnung im Masstab 2:1, Photo Negative, KPR-Prozess
1987-1992: Tango V3.12, MSDOS auf zwei Disketten, Orcad fuer SCH
1997+: CNC Engraver/Milling Machine, Protel Versionen
uC:
1985+: MCS-48 (8039), Z80, 6802, MC68HC11
Computers: HP-41C, HP-71B, HP-85A/B, TurboC, TurboPascal, QB45, FORTRAN

Alles altes Zeugs...

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Hm, ich meine ich hätte 87/88 auf nem 286er mit Eagle angefangen. Genau 
weiss ich es nicht mehr, ungefähr müsste es aber stimmen.

von landerBart (Gast)


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Das hab ich annodunnermal Beruflich genutzt, konnten sich nur
Firmen leisten, lief aber noch  auf DOS:

https://www.computerwoche.de/a/spea-gibt-version-5-0-von-topcad-frei,1153341

von Bernd N (Gast)


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Tomas pk. schrieb:
> Eagle lief natürlich noch unter DOS
Das galt auch für andere Entwicklungs Software für 8x51 MCs und auch für 
die ersten C Compiler aus dieser Zeit. Also kein Problem. Windows 
braucht es dafür nicht.

von landerBart (Gast)


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landerBart schrieb:

>
> https://www.computerwoche.de/a/spea-gibt-version-5-0-von-topcad-frei,1153341

Der passende Computer 1989 dazu: z.B. ein COMPAQ Deskpro ohne Monitor
aber mit  85MBytePlatte 2MByteRAM+33MHzCPU:  22490 DM
           Coprozessor (FPU) extra + 3890 DM

http://www.cc-computerarchiv.de/

von Stefan F. (stefanus)


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Meine erste Platine hatte ich gefräst - bzw. meine Schwester. Sie konnte 
mit dem Dremel viel besser umgehen, als ich.

von Mark S. (voltwide)


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In den 70ern Leiterbahnen malen mit dem Rotring Rapidograph und 
wasserfester Tinte, dann Klebebänder und Klebesymbole (Leymann & Brady), 
teilweise im Massstab 4:1 wovon dann ein Reprofilme erstellt wurde, 
Protel TRAX (damals Vollschrott), ORCAD, Eagle und heute KiCAD.

von René F. (Gast)


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landerBart schrieb:
> Das hab ich annodunnermal Beruflich genutzt, konnten sich nur
> Firmen leisten, lief aber noch  auf DOS:
>
> https://www.computerwoche.de/a/spea-gibt-version-5-0-von-topcad-frei,1153341

Interessant, kannte SPEA nur als Testsystem Hersteller.

von landerBart (Gast)


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von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Hier hatte ich schonmal ein Foddo von einer Platine von mir aus der Zeit 
hochgeladen:
Beitrag "Re: Sound auf IC speichern und auf befehlt abspielen lassen"
Da war die Layoutsoftware noch recht analog bei mir:
Autorouter: Karopapier und Bleistift
Dann Karopapier auf Platine mit Tesafilm fixieren und Loecher fuer die 
Pins der Bauteile bohren; mit Edding oder aehnlichen Filzstiften die 
Leiterbahnen malen, trocknenlassen und dann aetzen.
Ich hatte aber damals schonmal ueberlegt, evtl. mit dem Thermodrucker 
vom ZX81 auch Layouts zu drucken und hatte mich noch geaergert, weil 
iirc 2.54 mm ungefaehr 7 Pixeln auf dem Thermopapier entsprachen und 
nicht 8.
Und auch schon klar war, dass das ein Riesenaufriss wird, bis das auf 
der Platine ist.</oppa erzaehlt vom krieg>

Gruss
WK

von MaWin (Gast)


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Dergute W. schrieb:
> Da war die Layoutsoftware noch recht analog bei mir:

Ich glaube, er frahzte nicht, wie das Hobbyisten damals gemacht haben, 
sondern Profis.

von Manfred (Gast)


Angehängte Dateien:

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Der müde Joe schrieb:
> Dann kamen die Abreibe-Symbole.
.. und Klebebänder von Brady. So etwa 1986 habe ich damit eine 
doppelseitige Prozessorkarte geklebt, 6502, 6522, 6532, EPROM, SRAM 
(teuer!) und Akkupufferung. In doppelter Größe, der 
Leiterplattenhersteller hat die dann auf 1:1 verkleinert.

Eine Firma in der Nachbarstadt hatte schon ein CAD-System in gut 
Gefrierschrankgröße, müsste eine kleine VAX gewesen sein. Das Ding 
machte Autorouting, aber die Ergebnisse waren unbrauchbar.

1993 wurde dann ein µC von Motorola interessant, den hat mein Kollege in 
Eagle auf dem PC layoutet. Schaltungstechnik war nicht sein Ding, aber 
er hatte Spaß daran, tagelang am Bildschirm zu malen.

Ein Platinchen, etwa so groß wie ein Arduino-Uno, mit 8 Stellen 
LED-Display, das Display kann ASCII und hat einen eigenen 
Zeichengenerator. Für das Ding hatte ich in der Prüftechnik diverse 
Anwendungen, aber auch zuhause als Küchentimer und in der 
Garagentorfernsteuerung. Natürlich alles in Assembler geschrieben.

Au man, hätte man damals schon Arduinos gehabt ...

von Harald W. (wilhelms)


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Egal schrieb:

> Was waren denn so die ersten CAD-tools,

Auto CAD gibts seit 1982.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Damals mit TangoII-PCB plottete ich die Layouts auf dünnen Mylarfolien 
im Masstab 1:1 auf einem HP7450A da es 0.2mm Plotterstifte mit richtiger 
Zeichentusche und gab. Das funktionierte sehr gut zum direkten 
Photoresist belichten und ersparte die Reprokosten und Zeitverzögerung. 
Man musste nur die Belichtungszeit etwas verlängern. Aber mit Windows NT 
konnte man allerdings Tango nicht mehr benutzen und später gab es dann 
auch die speziellen Plotterstifte nicht mehr.

Sobald ich Zugang zu einen IBM 12R Laserdrucker hatte, ging es dann auch 
ohne Plotter wieder super weil der Drucker eine sehr gute Tonerdichte 
produzierte. Der Photoresist wurde immer einwandfrei belichtet. Mit dem 
modernen Brother Laserdrucker geht das leider auch nicht mehr. Für 
solche Zwecke waren die alten Drucker wesentlich nützlicher.

Der Fortschritt verursacht regelmäßig gewissen Ärger wenn man 
existierende Prozesse am Leben erhalten will. Reprofilmherstellung geht 
auch nur noch auf dem Umweg von Photoplotting von PDFs o.ae.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Egal schrieb:
> und wie haben die Entwicklungsumgebungen früher ausgesehen?

Kommandozeilencompiler oder -assembler

Die erste IDE, zumindest eine solche mit größerer Verbreitung, dürfte 
Turbo-Pascal gewesen sein. Das gab's schon unter CP/M, und der Name 
„Turbo“ war Programm, denn das lief um mindestens eine Größenordnung 
schneller als das, was man zuvor mit in der Regel Mehrpass-Compilern auf 
Disketten so benutzt hat. Noch dazu konnte man zumindest kleinere 
Programme (wegen der RAM-Limitierung) direkt in den RAM compilieren, der 
zwischen dem Turbo-Pascal selbst (untere Adressen) und dem 
Betriebssystem (obere Adressen) noch frei war. Größere Programme musste 
man als externe Compilate ablegen und starten, weil dann die 
Turbo-Pascal-IDE beiseite gelegt werden musste, um den Speicher frei zu 
bekommen.

Platinen habe ich auch alles Mögliche gemacht, was hier genannt wurde: 
direktes Zeichnen mit Stiften oder einem dünnflüssigen Spirituslack (von 
dem ich wahrscheinlich noch irgendwo einen eingetrockneten Rest habe :), 
da war man froh, wenn man es schaffte, zwischen zwei Pins im 
2,5-mm-Abstand noch einen Leiterzug kurzschlussfrei hindurch zu routen. 
Später Abreibesymbole, funktionierten so la-la. Die Platinen meines 
CP/M-Computers sind schon fotomechanisch gemacht, gezeichnet auf 
aluminiumverstärktem Karton (normaler Karton ist in Abhängigkeit von der 
Luftfeuchtigkeit nicht ausreichend maßhaltig). Allerdings hatte ich 
nicht genügend davon, um alles im üblichen Maßstab 2:1 zeichnen zu 
können. Der Karton war mit blauer Farbe (die bei der Reproduktion mit 
vorwiegend blau empfindlichen fotomechanischen Filmen keinen Kontrast 
erzeugte) im 5-mm-Raster bedruckt, was bei dem im Osten üblichen 
2,5-mm-Raster und 2:1 dann genau dem Pinraster entsprach. Ich musste 
mich mit einem Maßstab von 1,5:1 begnügen, was beim Zeichnen etwas 
"Gehirnfasching" verursacht hat, weil jedes zweite Pin dann in der Mitte 
des Raster platziert werden musste.

Erste Mikrocontroller (damals im Osten noch "Einchip-Mikrorechner" 
genannt, was es eigentlich sehr treffend charakterisiert) waren 
Z8-Clones. Die waren nicht schlecht, wenngleich das Design vermutlich 
eher nicht tauglich wäre für Compiler, die mit irgendwie in 16er Blöcken 
zusammen gefassten RAM-Pages kaum was anfangen können, da die exakte 
Zuordnung ja erst vom Linker kommt. Damit habe ich die Ansteuerung für 
ein mechanisches Druckwerk (elektromechanische Schreibmaschine) sowie 
für drei verschiedene Tastaturen gebaut, die wir unter Kollegen 
aufgetrieben und benutzt haben (einmal C64, einmal IBM-PC/II, die dritte 
habe ich vergessen).

: Bearbeitet durch Moderator
von michael_ (Gast)


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Erstmal bin ich erstaunt über die Ansammlung von Alten Säcken! :-)
Die das noch kannten.

Gerhard O. schrieb:
> Sobald ich Zugang zu einen IBM 12R Laserdrucker hatte, ging es dann auch
> ohne Plotter wieder super weil der Drucker eine sehr gute Tonerdichte
> produzierte.

Schön. Beruflich und über Gerber war das sicher kein Problem.
Aber privat war das uninteressant.
Die Platinen waren übersichtlich und wurden gemalt.
Mehrere konnte man über das Fotoverfahren machen.

Für mich wurde es erst interessant mit den ersten Tintenstrahl-Druckern.
Mit dem Epson 500 ging das dann prima.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Harald schrieb:
>> Wozu braucht man für CAD-Software Windows?
>
> Kleiner Riss in Deinem Raum-Zeit-Kontinuum?

Es gab viel an Grafikprogrammen natürlich schon unter MS-DOS. Einziger 
Haken: für jede Grafikhardware jenseits des bissel Standard-VGA musste 
jede von denen dann eigene Hardwaretreiber mitschleppen.

Unix-Worstations hatten damals schon X11 und damit eine 
Abstraktionsschicht. Die CAD-Programme der Halbleiterindustrie liefen 
über Jahrzehnte auf Workstations von Sun oder HP, die durchaus nicht so 
ganz preiswert waren. Es ist keine 20 Jahre her, dass ihnen da PCs mit 
Linux den Rang abgelaufen haben, weil man mehr "Bang per buck" heraus 
bekam. Zumindest bis vor ein paar Jahren (mittlerweile arbeite ich nicht 
mehr in der Branche) waren unixoide Systeme in der Halbleiterei für die 
Entwicklung völlig normal. Der typische IC-Entwickler hatte dann einen 
Unix-Arbeitsplatz (typisch auf Linux) „zum Arbeiten“ und einen 
Windows-Rechner für Word, Outlook und all sowas.

von michael_ (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Es gab viel an Grafikprogrammen natürlich schon unter MS-DOS. Einziger
> Haken: für jede Grafikhardware jenseits des bissel Standard-VGA musste
> jede von denen dann eigene Hardwaretreiber mitschleppen.

Das war aber normal. Und die Auflösung sehr begrenzt.
Auf den Bildschirm passte nicht so viel wie heute.
Es gab aber gerade bei CAD die Alternative als Tablet.
Nein, nicht was man heute darunter versteht.

Die Menüs waren darauf ausgelagert.
Mit der 7-Tasten Maus konnte man da gut arbeiten.
Zum digitalisieren von Vorlagen heute noch unentbehrlich.

Jörg W. schrieb:
> Die CAD-Programme der Halbleiterindustrie liefen
> über Jahrzehnte auf Workstations von Sun oder HP, die durchaus nicht so
> ganz preiswert waren.

Ich habe mal CAD-Maschinenbau Lehrgang gemacht.
Auf SUN Workstation mit 40MHz CPU. Das System war von 1988.
Alles lief flüssig ab.
Außer Finite Elemente. Das dauerte manchmal (Stunden).
Und drucken konnte man auch. Auf dem Flur stand ein Laser in 
Schuhschrankgröße.
Eingebleut wurde, erst "Save" zu mchen. Der ganze Kram konnte da beim 
Druck abstürzen.
War eine abenteuerliche Zeit.

Obwohl es im Handel schon IBM-PC mit wahnsinnigen 160MHz gab.

von Gerhard O. (gerhard_)


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michael_ schrieb:
> Beruflich und über Gerber war das sicher kein Problem.

Nein. Das war direkter 1:1 Druck vom CAD Programm ohne irgendwelche 
Gerber Dateien von zuhause. Das "Malen" mit Tusche auf Mylar machte ich 
viele Jahre. Ich hatte dazu eine Parallel Lineal Zeichenplatte wo man 
dann mit breiten Tuschehaltern (Kalligraphiefedern) die Bahnen direkt im 
rechtwinkligen und 45 Grad Winkel am Brett Lineal zeichnen konnte. Das 
ging sehr schnell und sah fast so konsistent wie CAD aus. Für 45 und 90 
Grad dienten Plastik Dreiecke. Für die PADs hatte ich eine Schablone mit 
allen möglichen Lochformen einschließlich ICs. Ging ziemlich gut.

Waren eigentlich auch schöne Zeiten. Das einzige was ich nicht vermisse 
ist das Fehlen von DRC zwischen Schaltplan und Layout. Das war immer 
sehr zeitraubend und man fand kaum immer alle Fehler. Da ist CAD 
unbestritten ein großer Fortschritt.

In der Lehre machten wir Layouts im Negativ Verfahren wo man nur die 
Isolationen um die Strukturen mit Rotring Zeichenstiften anfertigte, 
ähnlich wie beim CNC Gravieren. Diese Methode verschwendete sehr wenig 
Kupfer.

von Gerhard O. (gerhard_)


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michael_ schrieb:
> Erstmal bin ich erstaunt über die Ansammlung von Alten Säcken! :-)
> Die das noch kannten.

Auch alte Säcke sind noch zu irgendeinen Zweck gut;-)

von Lothar (Gast)


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Auf meinem ARM2 Rechner von 1987 lief eine C/C++ IDE / Debugger und ein 
grafisches PCB Design Tool

Das alles läuft heute noch auf einem Pi - und so viel besser sind 
Eclipse CDT und EAGLE gar nicht:

https://en.wikipedia.org/wiki/Acorn_Archimedes

https://en.wikipedia.org/wiki/Acorn_C/C%2B%2B

http://www.mbelect.co.uk/RISCOS/

von Roland F. (rhf)


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Hallo,
Egal schrieb:
> Ich frage mich grad aber nur, wie man z.B. vor Windows Zeiten gearbeitet
> hat?

Platinenlayout mit Reibe- b.z.w. Kelbesymbolen, dann auf einem AtariSTe 
(und nachher AtariTT) mit Platon, das ganze auf Folien ausgedruckt.

Software für einen ST62 (wenn ich mich richtig erinnere hatte das Ding 
32 Byte RAM) auf einem IBM-PC mit dem entsprechenden Assembler und dem 
dazugehörigen Programmiergerät entwickelt. Der Test der Software bestand 
dann darin das Binärfile in eine EPROM-Version des ST62 zu brennen, 
auszuprobieren und im Fehlerfall den Baustein mittels eines 
UV-Löschgerätes wieder zu löschen. War die Software fertig, wurde sie in 
eine OTP-Version des ST62 gebrannt.

Ich darf gar nicht mehr dran denken.

rhf

von Thorsten S. (thosch)


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Ich habe in den 1980er und frühen 1990er Jahren auch noch die 
Abreibesymbole (von Seno, Edding, Brady) benutzt, um meine 
Platinenlayouts auf Folie im Maßstab 1:1 zu erstellen. Bei 
Polygonflächen hab ich nur die Umrisse damit gemacht und mit 
Zeichentusche gefüllt.

Wobei ich Einzelstücke auch oft auf Lochrasterplatine mit Cu-Lackdraht 
aufgebaut habe.
Nicht ganz so kunstvoll und in so hoher Packungsdichte wie bei ChaN 
(ELM),
aber immerhin bekam ich auf 'ner Eurokarte so mehr unter, als mit einer 
selbstgeätzten doppelseitigen Platine.
Z.B. eine Karte mit Z80A CPU, CTC, 2x SIO-0, 2xPIO, 5 Fassungen für 
Speicher-ICs (EPROM, EEPROM, RAM) und komplett gepuffertem Systembus.

Zur Software-Entwicklung nutzte ich anfänglich ein CP/M System mit 
MACRO-80
für die Firmware meiner Z80-basierten Boards, mit wordstar im 
non-document-mode als Editor.

Später (etwa von 1991-1995) dann einen Z80-Crossassembler auf einem 
286er PC unter MS-DOS. Zu dieser Zeit nutzte ich meist einen 
selbstgebauten EPROM-Emulator mit gepuffertem SRAM, der per Druckerport 
geladen werden konnte.

Erst in den 1990er Jahren fing ich auch irgendwann an, Layouts 
elektronisch mit EAGLE zu realisieren.

von Olaf (Gast)


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> Erst in den 1990er Jahren fing ich auch irgendwann an, Layouts
> elektronisch mit EAGLE zu realisieren.

Damals war es meine Aufgabe als Hiwi an der Uni jeden Tag morgens
die Raubkopien von Eagle von den Rechnern zu loeschen an denen die
Studenten dann spaeter arbeiteten. Und eine Stunde spaeter waren
die wieder neu installiert.
Das erklaert vielleicht wieso Eagle in Deutschland so eine Verbreitung
hat. :)

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Egal schrieb:
> Ich frage mich grad aber nur, wie man z.B. vor Windows Zeiten gearbeitet
> hat?

Eine frühe Demo https://www.youtube.com/watch?v=6orsmFndx_o Praktisch 
nutzbar war das sicher noch nicht.

> Klar hat man ganz früher die Layouts von PCBs oder auch ICs noch
> händisch gezeichnet.

Gezeichnet und geklebt. https://www.youtube.com/watch?v=7weZ0TNRcuw 
Kleben so ab 6:10. Man beachte allerdings auch den Turbo-Radierer kurz 
ab 4:40. Damit war man der Boss.

> hat da
> jemand noch Bildschirmfotos

He, in den 90ern hatte man für solchen Firlefanz wie Bildschirmfotos 
nicht genug Speicherplatz. Da musste man schon mal im Betrieb zwischen 
Programm- und Datendiskette wechseln weil Programm und Daten nicht 
gleichzeitig auf eine Diskette passten.

> und wie haben die Entwicklungsumgebungen
> früher ausgesehen?

Kommandozeile oder, wer der King war, hatte eine Workstation mit ein 
paar Megabyte (5 MB, 10 MB) Plattenplatz. Zum Beispiel von HP oder Sun. 
Sun hatte mit SunView eine der ersten für Ingenieure auf damaliger 
Hardware brauchbaren grafischen Desktop 
https://en.wikipedia.org/wiki/SunView für die es für damalige 
Verhältnisse brauchbare CAD-Software gab. NAtürlich wahnsinnig teuer.

Bei HP erinnere ich mich mit etwas gearbeitet zu haben dass sich, glaube 
ich, Starbase nannte. Dazu ein Tablett mit Stifteingabe und die Tastatur 
hatte ein Handrad.

Wer kein Unix auf seiner Workstation hatte der hatte zum Beispiel eine 
VAX-Station. Für die gab es sehr viel CAD.

In der Zeit versuchte auch Steve Jobs mit NeXT in den Markt zu kommen. 
Ich war damals auf eine Veranstaltung auf der Jobs den NeXT persönlich 
vorstellte. Der Mann war ein Showman vor dem Herren. Die ganze 
Vorführung extrem durchgeplant und durchgestylet. Wohl gemerkt in den 
90ern, wo Computerverkäufer sonst eher wie Gebrauchtwagenverkäufer 
auftraten.

Eine andere Traummaschine der Zeit war die SGI Indigo. Für die Zeit 
unglaubliche Grafikleistung auf dem Desktop.

So langsam setzte sich auf den Workstations X11 durch. Allerdings in 
1001 herstellerspezifischen Versionen und zuerst, im Vergleich zu z.B. 
SunView zu zäh und langsam. X11 CDE kam zu spät, war ein 
Designed-by-Committee und konnte sich schlussendlich nicht gegen das 
aufkommende Windows NT durchsetzen.

von Stefan F. (stefanus)


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michael_ schrieb:
> Erstmal bin ich erstaunt über die Ansammlung von Alten Säcken! :-)

Die jüngeren kommunizieren offenbar über modernere Plattformen.

von Jens M. (schuchkleisser)


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oerks schrieb:
> Neben Eagle 4 gab es auch noch Orcad.
> Eigentlich: Neben Orcad gab es auch Eagle 4.

Wette nich?
In den neunzigern hatte man noch Eagle 2.6

Olaf schrieb:
> Das erklaert vielleicht wieso Eagle in Deutschland so eine Verbreitung
> hat.

Wie war das? Load Error 95?

Kennt eigentlich irgendwer UltiBOARD?
Die hatten so lustige Werbung mit Menschen als Schachfiguren und so.
Sah man überall, keiner kennts.

von Peter D. (peda)


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Zu DDR-Zeiten habe ich mit Orcad einen Schaltplan erstellt, dann an 
einer Grafikstation die Bauteile plaziert, die Netzliste eingelesen und 
dann die Gummifäden geroutet. Heraus kam dann ein Lochstreifen, der in 
die Fertigung gegeben wurde. Diese machte dann die 2-Lagen Platine ohne 
Durchkontaktierungen.
Die Grafikstation hatte ein Digitalisiertablett, d.h. nicht die 
Mausbewegungen, sondern die Absolutposition wurde ausgewertet. Der 
Hauptrechner war sehr schwach, wenn da mehr als 4 Leute eingeloggt 
waren, ging nichts mehr und ich brauchte ~10min, um die Sitzung zu 
schließen.
Für den PC mit Orcad gabe es einen Zeitplan, wo man sich rechtzeitig 
eintragen mußte.

von Georg G. (df2au)


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Leicht oT

Wolfgang schrieb:
> natürlich mit grünem Monitor.

Luxus pur. Ich habe mit einer Teletype110 angefangen. Da der 
Arbeitsplatz in einem Großraumbüro mit überwiegend Zeichenbrettern war, 
gab es sofort Proteste der Kollegen und ich bekam innerhalb weniger 
Wochen einen Bildschirm.
Der Centronics Nadel-Drucker brachte mir dann ein Separee ein. Das bekam 
schnell den Namen "Affenkäfig" und jemand hängte ein Schild auf 
"Vorsicht! Insassen werfen mit Code".

von Hennes (Gast)


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Hallo

Olaf schrieb:
> Damals war es meine Aufgabe als Hiwi an der Uni jeden Tag morgens
> die Raubkopien von Eagle von den Rechnern zu loeschen an denen die
> Studenten dann spaeter arbeiteten. Und eine Stunde spaeter waren
> die wieder neu installiert.
> Das erklaert vielleicht wieso Eagle in Deutschland so eine Verbreitung
> hat. :)


Diesen Satz sollten sich auch heute -alle!- kommerziellen 
Softwareanbieter an jede (auch virtuelle) Wand hängen.

So (indem man kreative Kopien  indirekt zulässt,  Lizenzen eben nicht 
personalisiert werden, keine nur noch Abolösungen aufgenötigt werden, 
keine Onlineverbindung zu Nutzung des Programms zwingendnotwendig ist) 
gewinnt man zukünftige Kunden die dann auch mal tiefer in die Tasche 
greifen.

Auch wenn überhaupt nicht mein Gebiet - bei Spielen ("Games") dürfte das 
auch so sein.

Aber was ist?! - Adobe PS uws. ist bei mir seid der Abonities ein 
absolutes NoGo - echte freie Software, manchmal auch nur Freeware hat 
eine potentiellen (im kleinen auch mal bestehenden) Kunden abgezogen...
Und die Abonities und ein unabdingbarer Netzzugang ("gerne" auch mit 
Cloudzwang) ist nicht ein Alleinstellungsmerkmal von Adobe...

von alter Sack (Gast)


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Mir begegneten die ersten CAD Programme Ende der 60ziger Jahre. Waren 
wohl von der UNI Cambridge. Zu der Zeit liefen bei der IBM NC Maschinen 
zum Bohren von Leiterplatten. Und in der Firma in welcher ich mein Geld 
verdiente wurde ein Programm zum entzerren von Schaltplänen entwickelt. 
Die Rechnermieten zu der Zeit im 5 bis 6 stellugen DM Bereich. :-)

von Pille (Gast)


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Ich kenne Ultiboard ...allerdings nur in einer Demo Version auf Onsite 
Unix SYSV R4.2 (das damals auch bei mir zu Hause auf dem Rechner lief). 
Nachfragen bei Onsite dazu haben aber Nichts ergeben. Die wußten 
irgendwie selbst auch nicht so richtig wie die zu der Demodiskette 
gekommen waren.

Anfang der 90er hatte ich an der Uni schon mehrere OrCad Versionen auf 
einem EC1834 (schlechter XT Clone) am laufen und das funktionierte doch 
recht effizient. (Es gab eine Zeit vor Windows!)
Die höchste Bildschirmauflösung mit OrCad auf dem Ding war wohl 640x400 
B/W.
Die Graka konnte zwar 640x480 in IMHO 256 Farben aber dafür gabs keinen 
Treiber.
Ich habe Schaltpläne Layouts auf einem Sekonic SPL430 Plotter 
ausgegeben, später auch auf Laserjet II

Pille

von Chregu (Gast)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> michael_ schrieb:
>> Erstmal bin ich erstaunt über die Ansammlung von Alten Säcken! :-)
>
> Die jüngeren kommunizieren offenbar über modernere Plattformen.

Ich dachte, die "Alten" sind im Usenet!

Gruss Chregu

von MaWin (Gast)


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Hennes schrieb:
> So (indem man kreative Kopien  indirekt zulässt,  Lizenzen eben nicht
> personalisiert werden, keine nur noch Abolösungen aufgenötigt werden,
> keine Onlineverbindung zu Nutzung des Programms zwingendnotwendig ist)
> gewinnt man zukünftige Kunden die dann auch mal tiefer in die Tasche
> greifen.

Gerade CadSoft war für nahezu kriminelle Methoden der Lizenzumsetzungen 
berüchtigt.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Eagle_(Software)

Verbreitet war wohl hauptsächlich die 80x100 Demoversion, an der jeder 
lernen durfte, wie unbrauchbar die Libraries waren und wie 
absturzfreudig das unbedienbare Programm war. Und was wurde draus ? 
CadSoft ist Geschichte, die Software wurde verscherbelt. Wenn ich noch 
an die PVR Software denke, die vom CadSoft Programmierer stammte, wird 
mir klar, warum das so ein Schrott war.

Lediglich die schlechte Unterstützung bei Getber-Export führte dazu, 
dass die Leiterplattenhersteller Mitleid bekamen und Eagle-Dateien 
direkt akzeptierten.

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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Hallo zusammen,

ich habe in den 70er Jahren mit Edding auf Platine angefangen; ohne 
Bohren, nur Ätzen, Manhattan Style. Ging prima, war aber ein bisschen 
gross. Lange Zeit hatten wir im OV einen 'Platinenmann', der für Alle 
und Alles zuständig war. ;-)Dann umgesattelt auf selbstbeschichte 
Fotoplatten und Layout auf Folie gemalt.
Dann habe ich 'Rule' (DOS Vorgänger von Target) bekommen, dazu einen HP 
Tintenfix. Heute nutze ich immer noch Target, aber Platten beschichten 
ich schon lange nicht mehr.
Was heisst hier alte Säcke; vom Alter ja, aber doch vom Kopf nicht!
Jeder hier hat doch so seine Gesachichte.

73
Wilhelm

von HAL9000 (Gast)


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Hi !

Ich habe Ende der 1970er Jahre auf einem Intel MDS System angefangen.
Ausstattung: 2 8Zoll Disketten, TTY, nix Grafik. Programmiert wurde
in PL/M und Fortran unter ISIS.

Später wurde dann CREDIT angeschafft ein Editor.

Mein erster Rechner war selbstgebaut Z80 mit 64K Ram, zunächst mit
Lochstreifen später habe ich eine Platte drangestrickt 5MB fest,
5MB Wechselbar, Gewicht 80Kg. Die wurde dann später ersetzt durch
eine 40MB Festplatte von Quantum (2000DM) + SCSI-Controller 1000DM.
Ich habe dann noch eine Hardware drangestrickt um ISIS laufen zu lassen.

von STK500-Besitzer (Gast)


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Wurde "Ariadne" schon genannt?

Als Mechanik-CAD hatte ich auf einer lokalen Büromesse "Unigrafics" 
gesehen.
AutoCAD gab es auch schon.

von Stefan F. (stefanus)


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Chregu schrieb:
> Ich dachte, die "Alten" sind im Usenet!

Das sind die ganz-ganz alten. Dazwischen gab es noch das Fido Netz, das 
ich gerne nutzte.

von Dieter W. (dds5)


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Mein erstes "elektronisches" Layout entstand 1986 auf einem Commodore 
8032 mit Grafik-Erweiterungskarte (512x512 Pixel) und einem 
Zeichenprogramm ähnlich CorelDraw.
Es gab keine Symbole sondern alle Elemente mussten aus Linien und 
Kreisen zusammengesetzt werden.

In der Firma gab es zu dem Zeitpunkt ein Layoutsystem von Jordan aus 
Offenbach, das war ein Schreibtisch mit integriertem induktivem 
Digitalisierungstablett, einer PDP11 und einem Grafiksubsystem mit 21 
Zoll Trinitron Monitor. Kostete im Juli 1985 etwa 150000 DM.

Für die Softwareentwicklung gab es ein Philips PMDS II. Da drin steckte 
ein 68000 Unix Rechner mit 5MB Festplatte. Anpassung an die 
verschiedenen CPUs erfolgte über Adapterboxen. Mit DataIO 22 Programmer 
und Boxen für 8085 und 8051 waren dafür ca. 70000 DM zu berappen.

von Pille (Gast)


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PMDSII?
Das weckt Erinnerungen. Das war doch so ein "self contained" Rechner mit 
Tastatur und Monitor dran? Innen drin Doppeleuropakarten? Unix?

Wir haben an der Uni FG  mal ausrangierte Hardware von Motorola in 
München geschenkt bekommen, da war das Ding dabei. Es gab aber außer dem 
System auf de Platte keine Software dazu und nur sehr wenig Doku. Die 
Platte hatte eine Macke, ich habe das Ding durch aufräumen der 
Filesysteme wieder zum Laufen gebracht..ist aber im Endeffektauf dem 
Dachboden gelandet und mittlerweile sicher im Schrott. Da war auch noch 
ein ulkiger Motorola Rechner, irgendwaas mit VersaDos.. den hatte ich 
auch wieder zum spielen gebracht.
Des Weiteren gab es eine "Applicon Workstation" von Schlumberger die 
sich als MikcoVAX I mit QBUS zu Unibus Bridge und ulkigem 
Grafiksubsystem herausstellte..das Ding hat unter NetBSD noch lange FTP 
Server gespielt.

Pille

von Johannes S. (Gast)


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die ersten Layouts hatte ich mit so einem Dalo33 Etch Resist Stift auf 
das Kupfer gemalt. Meine zwei Stifte habe ich noch, müssten jetzt so an 
die 40 Jahre alt sein. Der Lack ist immer noch flüssig, die kann man 
immer noch benutzen.

von Hmmm (Gast)


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Egal schrieb:
> Was waren denn so die ersten CAD-tools, hat da jemand noch
> Bildschirmfotos

Nicht eines der ersten, aber schon im hobbytauglichen Preissegment:

https://www.stcarchiv.de/stc1988/02/pcb-layout

Egal schrieb:
> wie haben die Entwicklungsumgebungen früher ausgesehen?

http://www.hampa.ch/pce/pics/atarist-apps/pce-atari-2-tc-1.1.png

Wobei auch damals ein Texteditor mit Compiler oder Assembler dahinter 
ausgereicht hat.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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https://de.wikipedia.org/wiki/Zuken

Gründung   1976
CR-3000 für Unix zur Leiterplattenerstellung mittels CAD/CAM wurde 1988 
veröffentlicht.

CAD/CAM = Computer am Dienstag - Chaos am Mittwoch

Ich habe damals einen Bildschirm dafür gesehen, Vektorgrafik, keine 
Pixel.

Für den Apple II gab es soweit ich mich erinnere auch ein 
Leiterplattenprogramm. Ich hatte auf dem Atari ST "Platon"

: Bearbeitet durch User
von Carsten W. (eagle38106)


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Bei meinem Vater im Architekturbüro haben sie in den 70ern den ersten 
Rechner bekommen: Ein Monster von Olivetti. Mehrere Würfel mit 
Elektronik an einem gebogenen Spezialtisch befestigt. Volumenmäßig die 
Größe einer Waschmaschine und auch ungefähr der selbe Stromverbrauch. 
Rechenleistung ungefähr soviel wie ein programmierbarer Taschenrechner 
oder ZX80.

Gebootet wurde die Maschine mit einer länglichen Magnetkarte von einer 
extra Konsole mit speziellen Tasten für einzelne Maschinenbefehle.

Programm und Datenspeicher waren zwei spezielle Ausreverse 
Kassettenlaufwerke in die Compactcassetten mit einer speziellen 
Aussparung hinten in der Mitte passten.

An Speicher waren da nur 4 oder 8k RAM vorhanden. Aber ein riesen Cache 
in Form eines Laufwerkes mit 1/2" Magnet-Endlosband, welches in 
gekapselten Modulen eingelegt wurde. Der Motor zum Antreiben hatte einen 
zweistufigen Hochlauf und eine Magnetkupplung um das Band bei 
nichtgebrauch zu schonen.

Ein- und Ausgabe für die Anwender geschah mittels der 
Fernschreiber-Schreibmaschine Editor 4ST. Das Teil hatte auf dem Wagen 
einen Traktorantrieb für Endlospapier im A3 Querformat.

Damit wurden im Wesentlichen Statik und Wärmeschutz berechnet sowie 
Ausschreibungen durchgeführt. Der Computerraum - ja es gab einen 
speziellen Raum dafür - war nur zur Hälfte mit einem Antistatischen 
Teppich ausgelegt. Der war damals sauteuer. Man ging nur in den Raum, um 
den Rechner zu starten, die benötigten Eingaben zu machen. Solange der 
Rechner rechnete und druckte verliess man den Raum aus 
Lärmschutzgründen. Hinterher holte man dann den Ausdruck ab.

Da habe ich als Grundschüler voller Erfurcht vor gestanden.

Mit CAD (Allplan) für die Gebäude ging das erst 1986 los. Mit den ersten 
PCs. Der dazu gekaufte 19" Monitor war für damalige Verhältnisse riesig 
und hatte noch eine große Tiefe weil die Ablenkung noch nicht so gut 
war.
Kommentar vom Kollegen zum DOS-Bildschirm darauf: Da brauche ich ja 
nicht mehr hingehen. Das kann ich alles von meinem Platz aus lesen.

: Bearbeitet durch User
von michael_ (Gast)


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Carsten W. schrieb:
> Man ging nur in den Raum, um
> den Rechner zu starten, die benötigten Eingaben zu machen. Solange der
> Rechner rechnete und druckte verliess man den Raum aus
> Lärmschutzgründen. Hinterher holte man dann den Ausdruck ab.

Für Ausdrucke zu meinem Z80 Z-1013 hatte ich eine 
Typenradschreibmaschine besorgt.
Und ein Interface gebastelt.
Das Ding stand auf einem Kissen auf dem Fußboden.
Da habe ich dann auch lieber die Tür von außen zugemacht.

von Carsten W. (eagle38106)


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Selber habe ich dann in den 80ern erst mit einem Apple ][ Clone 
angefangen. 1987 kam dann ein Atari ST1040, der später mit einem 
PC-Speed und dann mit einem AT-Speed Modul aufgerüstet wurde.

Auf dem ST lief nativ ein CAD-Programm, dessen Name mir leider entfallen 
ist. Das war aber eigenlich nur ein spezialisiertes Malprogramm. Zum 
Programmieren gab es GFA-Basic mit Compiler. Die µCs habe ich damals 
mangels Software zu Fuß programmiert: Hex-Datei von Hand editiert. Dann 
mit einem selbstgeschriebenen Disassembler geprüft. Ins EPROM gebrannt, 
reingesteckt - ging nicht. Mit einem 20MHz Hameg Zweistrahler wurde 
debuggt. EPROMs hatte ich eine Hand voll. Wenn die alle beschrieben 
waren, wanderten sie für eine Viertelstunde unter die Höhensonne. (Waren 
dann immer schön warm und rochen nach Ozon.)

Später kam der 286. Da lief dann zu Studizeiten Eagle 2.6 drauf. Aber 
nur Layout. Schaltplan-Eingabe war zu teuer.

von Michael W. (miks)


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Hmmm schrieb:
> Nicht eines der ersten, aber schon im hobbytauglichen Preissegment:
>
> https://www.stcarchiv.de/stc1988/02/pcb-layout

Genau! Ein ähnliches Programm (Scooter-PCB) habe ich noch im Original 
hier. Wird von der Firma HK Datentechnik inzwischen kostenlos zum 
Download angeboten, z.B. um es auf einem PC unter STEem zu nutzen...

https://scooter-pcb.de/scooter-pcb-atari.html

: Bearbeitet durch User
von MCUA (Gast)


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Wurde "Ariadne" schon genannt?
Der Autorouter, den "Jeder" benutzen kann

von Engineer's Pride Parade (Gast)


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Egal schrieb:
> Klar hat man ganz früher die Layouts von PCBs oder auch ICs noch
> händisch gezeichnet.

Naja es gab da auch noch die Abreibefolien, also nix mit Teufelszeuch 
wie Computer und drucker, einfach zum Büroladen gegangen und die 
passende typofix gekauft und dan versatzstückweise draufgerubbelt:

Beitrag "FOSDEM Konferenz, Live streams KICad, horizon, LibrePCB"
https://www.ddrbuch.de/Elektronik-Elektro/Typofix-electronic-special-Schaltkreis-Mosaik-I::40366.html

https://i.ebayimg.com/images/g/qScAAOSwzEpfpkxN/s-l1600.jpg

Oder es würde halt gefädelt:
http://www.waveguide.se/?article=mc3-a-diy-8-bit-computer

Ja früher konnte man noch die Pins abzählen und traces setzen ohne 
foorprint-schematic annotation und anderen Hokuspokus.

von NichtWichtig (Gast)


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Digitalsimulation auf dem AMIGA - LogicWorks
War sehr hilfreich beim Studium.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


Angehängte Dateien:

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>Ariadne
Genau, für den Apple II
hier Seite 4, für schlappe 550 DM
und mehr als rechte Winkel konnte sie nicht.
Schräge Leiterbahnen mit 45 Grad, das war zu kompliziert damals.

Und immer kostenlos dabei "Das Posthörnchen-Spiel".
"Feindliche Posthörnchen sind in Ihren intergalaktischen Fernmeldebezirk 
eingebrochen..."
Damals gab es noch den Kampf zwischen Post und Modembenutzern.

: Bearbeitet durch User
von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


Angehängte Dateien:

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Ein Demofile zu Ariadne, mit dem Nadeldrucker ausgedruckt. Das war noch 
nicht reprotauglich, man musste es nochmal mit Abreibesymbolen 
nachzeichnen.

von Nigel (Gast)


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Ach ja, die guten alten Zeiten.
Tagelang Laboraufbauten auf Doppel Europakarten mit Wire-Wrap Technik 
aufgebaut und verdrahtet. Je mehr Verbindungen um so mehr bog sich die
Doppel Europakarte.
Falls keine Entwicklungskapazitäten bei uns frei waren, haben wir auch 
Extern Entwicklungsmuster fertigen lassen. Den Namen der Technik weiß 
ich leider nicht mehr (Multi-Wire?). Die Leiterplatte enthielt auf den 
Außenlagen nur Löt-Pads, wenn man die Leiterplatte gegen das Licht hielt 
konnte man im inneren ein Gewirr von Drähten sehen.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Es gab auch noch EasyCAD (eigentlich Mechanik) mit einer Erweiterung für 
Platinen. Das Intermezzo war aber kurz und teuer.

von MCUA (Gast)


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> und mehr als rechte Winkel konnte sie nicht.
> Schräge Leiterbahnen mit 45 Grad, das war zu kompliziert damals.
Etwas später ging auch 45°. Bloss mit der Benutzbarkeit war das so eine 
Sache.

von MCUA (Gast)


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> von einer PDP11(vom Flohmarkt)
Guter Flohmarkt

> Die umgekehrt komische Bediendung von Eagle war damals schon
> gewoehungsbeduerftig.
Das ist reine Geschmackssache (was zuerst kommt)!

> ... mit einer Erweiterung für Platinen
Es gab/gibt wohl einige Mechanik-CAD-Systeme, die hins. Platinen-Layout 
eine Erweiterung haben. Doch kann man das alles vergessen, wenn es nicht 
von grundauf für Platinen-Layout gemacht ist.

von Soul E. (Gast)


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MCUA schrieb:
> Wurde "Ariadne" schon genannt?
> Der Autorouter, den "Jeder" benutzen kann

Auf dem PC hiess das Ding dann "Eagle" und wird heute noch von AutoDesk 
vertrieben. Der Ariadne-Autor Klaus Schmidinger war einer der Gründer 
von CADsoft Computer.

von DM-5 (Gast)


Angehängte Dateien:

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Edson schrieb:
> vor 1990 nichts Anderes als den C64

C64 war doch Spielzeug.

1882 DM-V NCR Augsburg als OS- CP/M Control Program for Microcomputers 
seit anno 1974 ähnlich DOS. Damit hab ich Layouts erstellt.

von Percy N. (vox_bovi)


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DM-5 schrieb:
> CP/M Control Program for Microcomputers seit anno 1974 ähnlich DOS.

Um genau zu sein: PC-DOS und MS-DOS sind direkte Nachfahren von QDOS 
von SCS, und das war eine 1:1-Portierung von CP/M auf 8086.

von DM-5 (Gast)


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Percy N. schrieb:
> Um genau zu sein: PC-DOS und MS-DOS sind direkte Nachfahren von QDOS
> von SCS, und das war eine 1:1-Portierung von CP/M auf 8086.

OK, DOS als Weiterentwicklung für nur 40 US $ - aber so funktioniert 
Evolution.

https://www.homecomputermuseum.de/geschichten/software/betriebssysteme-cpm/

da kommen Erinnerungen hoch ;)

von Percy N. (vox_bovi)


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DM-5 schrieb:
> aber so funktioniert Evolution.

... und Herr Kildall hatte keine Lust, mit IBM abzuschließen  ...
Das Leben kann fies sein!

Btw: läuft der Decision Mate tatsächlich noch?

: Bearbeitet durch User
von Stefan F. (stefanus)


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DM-5 schrieb:
> Damit hab ich Layouts erstellt.

Auf diesem Bildschirm? Ich kann mir das gar nicht vorstellen, bekamst du 
dafür wenigstens genug Schmerzensgeld?

von Hmmm (Gast)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Auf diesem Bildschirm? Ich kann mir das gar nicht vorstellen

Das Foto täuscht, das sind immerhin 12" - der Atari SM124 war z.B. auch 
nicht grösser.

von Sebastian S. (amateur)


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In einer gut sortierten (UNI)-Bibliothek sollte sich so einiges finden 
lassen. Ganz ganz hinten im Gebäude.
Keine Ahnung ob die Funkschau ihre alten Hefte digitalisiert hat oder in 
welcher Bibliothek man die noch konserviert finden kann. Der Mittelteil 
war recht informativ.
Die alten Elektor gibt’s auf CD/DVD.
Auch die alte Elrad geistert auch noch im Netz herum.
Für mich war jahrelang die Elektronik eine Hilfe und der jährliche Gang 
(Fahrt, Stau) zur Hannover-Messe, wo man bei den großen Herstellern noch 
Daten- und Applikationsbücher (Kiloweise) bekam.

von Julius (Gast)


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Da auch nach Debugger und IDE gefragt wurde. Ursprünglich wurde 
programmiert in dem man Registerkarte mit dem Binärcode der 
Prozessorbefehle gestanzt hat. Debuggen ging natürlich nicht. Wenn es da 
einen Fehler gab konnte man die Registerkarte wegschmeißen.

von Julius (Gast)


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Grrr, meinte Lochkarten.

von Julius (Gast)


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von Soul E. (Gast)


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Sebastian S. schrieb:

> Auch die alte Elrad geistert auch noch im Netz herum.

Nachdem aus der Sonderbeilage "computing today" eine eigenständige 
Zeitschrift c't wurde, gibt es beim Heise-Verlag die Elrad-Hefte auf DVD 
für knapp 20 Euro.
https://shop.heise.de/elrad-archiv

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Johannes S. schrieb:
> die ersten Layouts hatte ich mit so einem Dalo33 Etch Resist Stift auf
> das Kupfer gemalt.

Au, ich auch... hat total häßlich ausgesehen, aber super nach giftigen 
Lösungsmitteln gerochen. Wenn ich Dalo höre, hab ich sofort wieder den 
Geruch in der Nase. Klebstoff schnüffeln ist ja sowas von 2000er...

von Stefan F. (stefanus)


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Wolfgang R. schrieb:
> Wenn ich Dalo höre, hab ich sofort wieder den
> Geruch in der Nase.

Dann kennst du sicher noch die gelben Bröckchen von Eisen(III)-Chlorid. 
Oder Klamotten die von Natriumpersulfat Fleckenweise entfärbt wurden.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Ich habe immer noch ein paar Kilo Eisenchlorid hier liegen, seit Jahren. 
Gekauft als es noch Bürklin in Düsseldorf gab (ja, die Pappnasen im 
weissen Kittel). Was macht man damit? Ich werde keine Platinen mehr 
ätzen. Schadstoffsammlung?

von Harald W. (wilhelms)


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H.Joachim S. schrieb:

> Ich habe immer noch ein paar Kilo Eisenchlorid hier liegen
> Was macht man damit? Schadstoffsammlung?

Das wäre wohl das einfachste. Du könntest es auch im nächsten
Klärwerk abgeben. Die schütten das säckeweise ins Abwasser.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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H.Joachim S. schrieb:
> Was macht man damit?

Im Marktforum für aufgerundetes Porto abgeben. Es gibt genügend Leute, 
die ihre Platinen noch selbst ätzen.

von Meister E. (edson)


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DM-5 schrieb:
> Edson schrieb:
>> vor 1990 nichts Anderes als den C64
>
> C64 war doch Spielzeug.

Ja, aber meins. ;)

> 1882 DM-V NCR Augsburg als OS- CP/M Control Program for Microcomputers
> seit anno 1974 ähnlich DOS. Damit hab ich Layouts erstellt.

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Julius schrieb:
> Da auch nach Debugger und IDE gefragt wurde. Ursprünglich wurde
> programmiert in dem man Registerkarte mit dem Binärcode der
> Prozessorbefehle gestanzt hat. Debuggen ging natürlich nicht. Wenn es da
> einen Fehler gab konnte man die Registerkarte wegschmeißen.

Julius schrieb:
> Grrr, meinte Lochkarten.

Die große Lochkartenzeit, zumindest meine, endete vor den 1990ern. Und 
Binärcode stand da auch nicht immer drauf, sondern meist FORTRAN. Bei 
anderen COBOL, ALGOL und ähnliche Hochsprachen.

Das sah grob so aus: Zuerst eine Reihe von Steuerkarten, dann das 
FORTRAN-Programm, dann wieder Steuerkarten, dann die Eingabedaten für 
das kompilierte Programm. Das war eine Wanne voll Karten die man, wenn 
man nicht selber die Berechtigung hatte den Kartenleser zu bedienen, 
beim Operator abgab.

Der Operator schob das irgendwann durch den Kartenleser in einen 
Supercomputer. Normalerweise fand man am nächsten Tag den Ausdruck in 
seinem Fach. Schon auf dem ersten Blick sah man ob was schief gegangen 
war. Waren es nur ein paar Blätter, dann hatte man einen Fehler im 
Programm und es konnte nicht kompiliert werden.

Assembler ging auch. Man durfte sich mit EBCDIC, 12 Bit langen Bytes 
(ja, wir hatten vier Bits mehr pro Byte) und 5 Byte langen Wörtern 
vergnügen. Zwei 6 Bit EBCDIC Zeichen passten in ein Byte. Ach ja, und 
der Supercomputer hatte keinen Stack. Der Rücksprung aus Unterprogrammen 
erfolgte über selbstmodifizierenden Code. Am Anfang eines Unterprogramms 
schrieb man die Rücksprungadresse zur Laufzeit in einen Sprungbefehl am 
Ende des Unterprogramms. Rekursion war des Teufels.

Es gab auch ein paar vorgefertigte Programme. Oh der Spaß SPICE von 
einer Magnetrommel laden zu lassen. Die Modelle und die Schaltung stand 
natürlich auf Lochkarten. Daher wird ein SPICE Programm heute noch 
manchmal "SPICE Deck" genannt. Mehr als eine Handvoll Bauteile und nur 
die Modelle die man wirklich brauchte sollte man nicht auf seinen Karten 
haben. Damit war der Supercomputer gut ausgelastet.

Unser Editor:

https://www.lml.badw.de/fileadmin/_processed_/5/f/csm_IBM_card_punch_029_516accb62c.jpg
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Okona-GfhR-IBM-Lochkartenschreiber.jpg

Das Ding rappelte und klapperte und war laut. Einen Stapel Karten rein 
oder eine Karte einzeln eingelegt. Ladetaste um die Karte zu lade. Dann 
fehlerfrei eine Zeile tippen. Was man tippte wurde sofort in die Karte 
gestampft. Vertippt? Karte auswerfen, wegschmeißen und eine neue Karte 
schreiben.

80 Zeichen pro Karte. Bei FORTRAN die ersten fünf Zeichen nur für 
Zeilennummern oder Kommentare, und nicht länger als Spalte 72. In die 
letzten Spalten konnte man eine Kartennummer setzen. Entweder zählte man 
mit oder hatte, wie bei der Maschine im ersten Link unter der mittleren 
Abdeckung mit dem rechteckigen Sichtfenster, eine Trommel sitzen, die 
das Kartenformat vorgab (Tabulator).

Da war nichts mit mal eben schnell ausprobieren. Da hast du deinen Code 
vorgeschrieben und fünf mal von Hand kontrolliert und im Kopf 
durchgespielt. Dann hast du die Karten gestampft und alle auch fünf mal 
von Hand kontrolliert. Mit der Abgabe der Karten begabst du dich in 
Gottes Hand und hast am nächsten Tag das Ergebnis gesehen.

: Bearbeitet durch User
von Bernd N (Gast)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Dann kennst du sicher noch die gelben Bröckchen von Eisen(III)-Chlorid.
> Oder Klamotten die von Natriumpersulfat Fleckenweise entfärbt wurden.

Entfärbt ist eine schöne Beschreibung für Löcher in der Hose :-) das 
Zeug hat nicht nur entfärbt.

von Dieter W. (dds5)


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Hannes J. schrieb:
> Mit der Abgabe der Karten begabst du dich in
> Gottes Hand und hast am nächsten Tag das Ergebnis gesehen.

Da gab es dann auch hin und wieder mal einen Studentenstreich und der 
Ausdruck umfasste 1000 Blatt mit der Aufschrift:

D
 i
  e
   s
    e
     s

       B
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         a
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von MCUA (Gast)


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> Wenn es da einen Fehler gab konnte man die Registerkarte wegschmeißen.
Das stanzen von 7/8 Bits (also Löcher) in die Lochkarte macht(e) den 
Befehl/Zeichen ungültig. S. a. ASCII bei diesem Loch-Code.

von MaWin (Gast)


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MCUA schrieb:
> Das stanzen von 7/8 Bits (also Löcher) in die Lochkarte macht(e) den
> Befehl/Zeichen ungültig. S. a. ASCII bei diesem Loch-Code.

Nicht ohne Grund steht der Code 1111111 also alle Bits gesetzt bzw. alle 
Löcher gestanzt bei den meisten Codes für RUBOUT (EO), gelöscht. Nicht 
in der Funktion für Backspace, sonder 'hier stand mal was aber jetzt 
nicht mehr'.
Das stammt aus der Lochkarten und Lochstreifenzeit.

von Harald W. (wilhelms)


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Hannes J. schrieb:

> Die große Lochkartenzeit, zumindest meine, endete vor den 1990ern.

Wohl eher in den früher 1970ern. Lochstreifen gabs noch etwas länger.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Harald W. schrieb:
>> Die große Lochkartenzeit, zumindest meine, endete vor den 1990ern.
>
> Wohl eher in den früher 1970ern.

FORTRAN-Praktika an Großrechnern wurden hierzulande auch Mitte der 
1980er Jahre noch auf die von Hannes beschriebene Weise durchgeführt.

Ich bin da gerade so drum herum gekommen, da unsere Abteilung gerade 
frisch einen PDP-11-Clone bekommen hatte. Der war zwar langsamer als 
eine richtige PDP-11, aber dafür aus einheimischen Rohstoffen :), musste 
also nicht importiert werden (weder aus dem Westen wie eine PDP-11 noch 
aus dem Osten wie eine CM-4 (SM-4) – Importe waren immer etwas zäher in 
der Beschaffung). Und: da gab's einige Terminals dran, sodass man seinen 
Kram interaktiv editieren und testen konnte.

Außerdem waren wir mit einem guten Vorrat an Tapes gesegnet, sodass man 
auch als Student schon ein persönliches Tape für die Datensicherung 
bekommen konnte. Den Hintergrund dieser „Tape-Schwemme“ hatte ich erst 
später erfahren: die waren an Großrechnern der Uni aussortiert worden, 
weil sie nicht mehr zuverlässig waren. Da aber die typische Anwendung 
auf diesen Großrechnern nur die ersten ca. 10 % des Materials runter 
genuddelt hat, wurden die Tapes kurzerhand in unserer Abteilung gekürzt, 
eine neue Spiegelmarke drauf gesetzt, und man hatte „Speicher ohne Ende“ 
– naja, gemessen an damaligen Verhältnissen. ;-)

: Bearbeitet durch Moderator
von Georg G. (df2au)


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Harald W. schrieb:
> Wohl eher in den früher 1970ern. Lochstreifen gabs noch etwas länger.

War bei uns anders (Ende der 60er). Die Anfänger gab es nur Lochstreifen 
(5 Kanal). Wer sich etwas auskannte, trennte die Zeilen mit 10cm "BU". 
So konnte man Zeilen rausschneiden und spleissen.

Lochkarten durften nur die Spezialisten verwenden.

Der Rechner war eine Zuse Z22.

von Harald W. (wilhelms)


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Georg G. schrieb:

> Der Rechner war eine Zuse Z22.

Naja, der Z22-Röhrenrechner stammt aus den späten 1950ern.
Da hat man sicherlich in den 1970er-Jahren nicht mehr
ernsthaft mit gearbeitet. Vielleicht stammen einige Erin-
nerungen hier im Forum ja auch aus der DDR. Da war man
wohl in der Rechnertechnik mindestens fünf Jahre zurück
gegenüber der Technik in Westdeutschland.

von Georg G. (df2au)


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Harald W. schrieb:
> mindestens fünf Jahre zurück

Das war an der TU-Braunschweig, nah an der Demarkationslinie, aber 
westlich.
An die große ICL kam man als normaler Student nicht dran.
Es mag dich erschrecken: Mit der ollen Zuse konnte man recht gut 
arbeiten, besser als mit Logarithmentafeln.

von Joachim B. (jar)


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mit

Der müde Joe schrieb:
> Dann kamen die Abreibe-Symbole.
> Mit denen haben wir jahrzehntelang gearbeitet.

und Klebe Rollen habe ich auch noch meine ersten Platinen gemacht, 
selbst mit Photolackbeschichtet, selbst belichtet mit "Kryptonlampen" 
und selbst entwickelt und geätzt.

Programmiert mit HEX Codes auf Karopapier MC6502, LH5801/5803.

Man war jung und konnte die paar Bytes <64K und das OS fast noch im Kopf 
beherrschen.

https://www.masswerk.at/6502/6502_instruction_set.html
https://www.kaibader.de/kicad-design-files-for-the-lh5801-sharp-microprocessor/

von Soul E. (Gast)


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Joachim B. schrieb:

> Man war jung und konnte die paar Bytes <64K und das OS fast noch im Kopf
> beherrschen.

Und man konnte hexadezimal Kopfrechen. Für die relativen Sprünge vom 
6502 musste man den Offset ausrechnen.

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Dieter W. schrieb:
> Hannes J. schrieb:
>> Mit der Abgabe der Karten begabst du dich in
>> Gottes Hand und hast am nächsten Tag das Ergebnis gesehen.
>
> Da gab es dann auch hin und wieder mal einen Studentenstreich und der
> Ausdruck umfasste 1000 Blatt mit der Aufschrift:

Das konntest du auch ungewollt hinbekommen. Das erste Zeichen einer 
FORTRAN Ausgabeanweisung steuert den Drucker. Eine 1 bedeutet neues 
Blatt. Vergaß man das und druckte lange Tabellen mit Zahlen von denen 
viele mit 1 begannen ging es rund. Dann wurde der Account gesperrt, es 
lag ein roter Zettel im Fach und man musste persönlich beim Operator 
antreten.

Harald W. schrieb:
> Hannes J. schrieb:
>
>> Die große Lochkartenzeit, zumindest meine, endete vor den 1990ern.
>
> Wohl eher in den früher 1970ern. Lochstreifen gabs noch etwas länger.

Ich habe mich nur am Threadtitel orientiert :)

Soul E. schrieb:
> Und man konnte hexadezimal Kopfrechen.

Hexadezimal? Oktal und man war der König :)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Hannes J. schrieb:
> Oktal und man war der König :)

Oktal fand ich immer hässlich. Aber bei der PDP-11 und ihren 
Betriebssystemen war das der Standard. Dann gab's noch "radix-50", 
oktale 50 (also dezimale 40) Zeichen, von denen man drei Stück in einem 
16-Bit-Wort unter bekam.

von Bernd (Gast)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Die jüngeren kommunizieren offenbar über modernere Plattformen.
Ja und mit moderneren Sprachen:
http://www.chatzeichen.de/chat_abkuerzungen/

Da braucht man dann erstmal einen Reassembler um was zu verstehen.

Die neueste Entwicklung ist dabei die Kommunikation über (aus meiner 
Sicht) unverständliche Kurzvideos.
Bandbreite kostet ja nix mehr...

von Al. K. (alterknacker)


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...und es gab auch den Steuerrechner PS2000,
erinnere mich nur da das Teil auch octal programmiert wurde.
Glaube das Teil wurde in Karl-Marx-Stadt produziert.
es wurde der "1 Bit Prozessor" aus TTL Schaltkreisen zusammengestellt,
so habe ich es in der Erinnerung.

von Stefan F. (stefanus)


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Bernd schrieb:
> Die neueste Entwicklung ist dabei die Kommunikation über (aus meiner
> Sicht) unverständliche Kurzvideos.

Und immer schön laut, damit alle Menschen in der Umgebung unfreiwillig 
mit kriegen müssen, wie wichtig man ist. Das ist der neue 
Exhibitionismus.

: Bearbeitet durch User
von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Besonders befremdlich finde ich das mit Ohrwürmern (Airpods) und 
Freisprechmikro.
Wenn Leute früher laut (mit sich selber) sprechend durch die Gegend 
liefen, hatte das i.a. gesundheitliche Gründe.

von Soul E. (Gast)


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Früher wurde man auch blöd angeguckt wenn man mit seiner Armbanduhr 
gesprochen hat.

Toll finde ich auch die Freisprechanlagen im KFZ. Ob die Leute wissen 
dass sie beim Telefonieren die komplette Kreuzung zudröhnen und man als 
Radfahrer daneben jedes Wort mithört?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Ähem, Jungs & Mädels, die dauerhafte Beschwerde über die Jugend (kennen 
wir ja schon seit Sokrates) ist nicht Thema dieses Threads.

Bitte diskutiert das woanders wenn ihr meint, dass das überhaupt in das 
Themenfeld von mikrocontroller.net passt.

von R. M. (rmax)


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Harald W. schrieb:

> Naja, der Z22-Röhrenrechner stammt aus den späten 1950ern.
> Da hat man sicherlich in den 1970er-Jahren nicht mehr
> ernsthaft mit gearbeitet.

Das Exemplar der FH-Karlsruhe war immerhin bis 1971 in Betrieb:

https://zkm.de/de/werk/zuse-z22

von Al. K. (alterknacker)


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: Bearbeitet durch User
von Entwickler (Gast)


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an dieser technischen Entwicklungsgeschichte finde ich besonders 
interessant, wie eine Sache auf der vorhergehenden Aufbaut. Man benötigt 
komplexe Programme, um komplexe mehrlagige Leiterplatten sinnvoll zu 
entwickeln. Und wenn man das dann kann, kann man noch komplexere und 
leistungsfähigere Hardware entwickeln und das ganze setzt sich fort. 
Auch in der Chip-Herstellung kann man das beobachten. Alles baut 
aufeinander auf.

Irgendwann muss diese Entwicklung in eine technologische Singularität 
laufen. Bedingt durch die explonentiellen Verläufe liegt diese 
vermutlich näher als wir alle denken.

In der Natur kann man diese Verläufe ebenfalls beobachten. Es hat 
zunächst milliarden von Jahren nur primitives Leben gegeben, bis dann in 
der kambrischen Explosion die Komplexität in einem vergleisweise 
winzigen Zeitraum rapide zugenommen hat.

von Entwickler (Gast)


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An die Nachwelt: Ich vermute, dass man eines Tages diesen Thread 
vielleicht wieder ausgraben wird (digitale Archäologie). Ich möchte 
diesen fernen Menschen meine Grüße zukommen lassen. Ich bin vermutlich 
längst zu Staub zerfallen, da ich leider nicht in den Genuss der 
biokybernetischen Symbiose mit Bewusstseinsinterface gekommen bin und 
somit nur eine Lebenserwartung von 80 Jahren habe.

von Manfred (Gast)


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Joachim B. schrieb:
>> Dann kamen die Abreibe-Symbole.
>> Mit denen haben wir jahrzehntelang gearbeitet.
>
> und Klebe Rollen habe ich auch noch meine ersten Platinen gemacht,
> selbst mit Photolackbeschichtet, selbst belichtet mit "Kryptonlampen"
> und selbst entwickelt und geätzt.

Auh ja, 1:1 auf Folie geklebt habe ich auch gemacht und die Platinen mit 
Photolack aus der Sprühdoese beschichtet, war recht fehleranfällig.

Ich habe im Neckermann Kaufhaus ein Einzelstück Höhensonne billig 
bekommen. Aus Holz einen Ständer, auf dem die waagerecht auflag, Platine 
/ Folie mit einer Glasplatte fixiert. Da das zu warm wurde, daneben den 
Axiallüfter eines Heizlüfters.

Mit Ätznatron entwickelt, mit Eisendreichlorid geätzt - und Äger mit 
Mutti, weil die Flecken aus der emailierten Badewanne nie wieder raus 
gingen. Das müsste so etwa Mitte bis Ende 70er gewesen sein

Zuhause hat sich dann irgendwann erledigt, als wir Platinen in der Firma 
gepanscht haben. Das kam ein paar Jahre später auch aus der Mode, 
nachdem die Firma einen Rahmenvertrag mit einem Leiterplattenfertiger 
hatte, Laborplatinen zum Pauschalpreis.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Manfred schrieb:
> Ich habe im Neckermann Kaufhaus ein Einzelstück Höhensonne billig
> bekommen. Aus Holz einen Ständer, auf dem die waagerecht auflag, Platine
> / Folie mit einer Glasplatte fixiert.

Ich habe ziemlich lange mit einer HQL150 belichtet (und auch EPROMs 
gelöscht). Das war so eine Straßenbeleuchtungslampe, die hat außen einen 
großen Glaskolben mit der Leuchtschicht, drin ist ein kleines 
Quarzglasröhrchen mit der eigentlichen Quecksilberdampflampe. Wenn der 
äußere Kolben gebrochen war, war die Lampe für ihren regulären 
Einsatzzweck Schrott, so ist sie dann mal zu mir gewandert.

Am Anfang noch offen betrieben, einfach die Vorschaltdrossel auf den 
Bohrmaschinenständer gelegt, eingeschaltet und schnell das Weite 
gesucht. Stank heftig nach Ozon, und wenn man ein paar Sekunden noch mit 
der Hand in der Nähe blieb, stank die Haut schon irgendwie. Später habe 
ich sie dann in eine Blechkiste gebaut und einen Blech-Drehflügel davor 
zum Dosieren des Lichtstroms. Das hat auch die Ozonentwicklung drastisch 
reduziert. Hab ich genutzt, bis sie vor ein paar Jahren nicht mehr 
zünden wollte.

von Olaf (Gast)


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> Ich habe ziemlich lange mit einer HQL150 belichtet (und auch EPROMs
> gelöscht). Das war so eine Straßenbeleuchtungslampe, die hat außen einen

Hey, hab ich auch gemacht. Allerdings mit der 250W version.
Da musste ich zum belichten immer mein Kinderzimmer verlassen und
danach waren dann bestimmt auch alle Muecken tod. :-D

Olaf

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Wahrscheinlich verkriechen sich die Mücken auch. :) Ich hatte den 
Vorteil, dass meine Bastelecke einen großen Vorhang davor hatte, damit 
war man zumindest außerhalb der direkten UV-Strahlung, aber natürlich 
nicht außerhalb der Ozonwolke.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Ich habe lange direkt auf die Platine gepinselt. Mit Aufkommen der ICs 
wurde das natürlich unpraktikabel. Mit Abreibekram habe ich sehr 
gemischt Erfahrungen - ich glaube da gabs im Osten sehr viel 
überalterten Kram. Hielt nicht, Mikrorisse etc.
Dann war ich beim ZFTM in Dresden (1982?) und bekam auf Betteln mein 
erstes Fläschchen Fotolack (den Geruch habe ich heute noch in der Nase, 
so ein dunkelrotes Zeug, aus der IC-Fertigung).
Blieb das Problem UV - der Lack war irgendwie nicht kompatibel mit der 
Höhensonne aus der Praxis meines Vaters. Vielleicht lag es auch einfach 
an der Belichtungsdauer oder am Entwickeln, keine Ahnung. Die Höhensonne 
ist jedenfalls den thermischen Tod gestorben, das gab Ärger:-).
Meine erste fotochemisch hergestellte Platine (Z80) funktionierte 
irgendwann tatsächlich. Mit einer zerdepperten HQ-Lampe vom 
Schrottplatz, die sollte dort aber eigentlich die Wege beleuchten.

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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H.Joachim S. schrieb:
> den Geruch habe ich heute noch in der Nase,
> so ein dunkelrotes Zeug, aus der IC-Fertigung

AZ1350H

Ich habe heute noch was im Keller davon. :-)

Der Lack, der von den Scheiben beim Beschichten runter geschleudert 
worden ist, hat offenbar sehr viele Bastler damals beglückt. ;-)

von Gerhard O. (gerhard_)


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Bei mir wars in den siebziger/achtziger Jahren Kodak KPR. Entwickler und 
Photolack stank höllisch. Funktionierte aber sehr gut. Den Photolack 
trug ich mit speziellen aufgerollten Wattestreifen auf und dann backte 
man die Beschichtung 20m unter IR Heizungsstäbe. Der Vorteil des 
auftragbaren Photolack war, daß man auch spezielle Substrate wie z.B. 
Rogers Duroid damit beschichten konnte.

Leider habe ich für KPR keine Bezugsquelle mehr. Mit Negativ 
Laminierfolie ginge es vielleicht auch. Nur macht die Herstellung der 
Negativmasken daheim mehr Arbeit weil Reprofirmen auch nur noch spärlich 
zugänglich sind.

Auch die Laminiervorrichtung muß besondere Eigenschaften erfüllen. Der 
Fortschritt kann schon recht anstrengend sein wenn man regelmäßig 
deswegen immer neue Prozesse ausprobieren muß. Damals funktionierte für 
zwei Jahrzehnte alles von A-Z. Danach wurde der Bezug solcher Mittel für 
mich zunehmend schwerer.

Seitdem mache ich Spezialsubstratbearbeitung eigentlich nur noch mit der 
Eigenbau CNC Graviermaschine. Das hat den Vorteil einer fehlenden 
Unterätzung und die Wände der Kupferbahnen sind exakt vertikal und sehr 
hoher Genauigkeit der gefrästen Konturen. Allerdings braucht man dann 
dafür dann spezielle, teure Flachfräser. Mit den billigen China V 
Gravierern braucht man nicht anzufangen weil man die Genauigkeit nur 
schwer im Griff hat.

Naja, wir sollen froh sein, normale Leiterplatten heutzutage 
erschwinglich beziehen zu können. Das ist halt der Ausgleich fürs 
Verlorene vergangener industrieller Epochen.

von Joachim B. (jar)


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Manfred schrieb:
> Auh ja, 1:1 auf Folie geklebt habe ich auch gemacht und die Platinen mit
> Photolack aus der Sprühdoese beschichtet, war recht fehleranfällig.

dummerweise, ja man war jung und unwissend, lernte ich erst später das 
es Unterätzungen gibt und das man besser spiegelverkehrt klebt und 
belichtet.
Als ich das dann wusste hatte ich nie wieder eine Platine selbst 
gemacht.

von michael_ (Gast)


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Olaf schrieb:
> Da musste ich zum belichten immer mein Kinderzimmer verlassen und
> danach waren dann bestimmt auch alle Muecken tod. :-D

Die Kakeleken im Keller haben überlebt :-)

Aber den ersten Kontakt zu einem Computer, den man angreifen konnte, 
hatte ich als Jungstudioso.

Ich glaube, es war ein C-8205 (?).
Habe dazu sogar die Bedienberechtigung.
Da wurde das mit den Hölzchen wegnehmen vorgeführt.
Das Mistding hat immer gewonnen :-(

Danach das erte Programm mit ALGOL.
Ich denke, es war ein D4A.
Mein Programm zur Entladekurve eines Kondensators wurde sogar in 
Schul-Biblio übernommen (Brust Klopf).
Aber Löscher im Lochstreifen nachstanzen oder zukleben war normal.

von Olaf (Gast)


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> Die Kakeleken im Keller haben überlebt :-)

Aber so ein offener HQL strahler hilft bestimmt auch gegen Corona-Viren.
Wenn sich das rumspricht dann macht das jeder!

Olaf

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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michael_ schrieb:
> Aber Löscher im Lochstreifen nachstanzen oder zukleben war normal.

Yup, den Handstanzer kenne ich auch noch. :)

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


Angehängte Dateien:

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>Höhensonne
mit 300 Watt ziemlich heiß
Irgendwann viel später habe ich mir einen Belichter mit UV-LEDs gebaut.

Beitrag #6559928 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Al. K. (alterknacker)


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Jörg W. schrieb:
> Ich habe ziemlich lange mit einer HQL150 belichtet (und auch EPROMs
> gelöscht)

Das war auch meine Option.Drossel aber gegen einen Lastwiderstand
getauscht.
Es war glaube ich ein 300 Watt Lötkolben.

von Gero D. (srswift)


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Hallo,

ich geb hier auch mal meinen Senf dazu.

Die Computerei begann für mich während der Schulzeit, ende der 70er. Es 
gab in der Stadt eine "Station Junger Naturforscher", dort war ein 
Matheclub. Als Neuling musste man auf einem SER-2c ein Programm zur 
Berechnung einer Quadratwurzel schreiben, was auch funktionierte, um 
"richtig" aufgenommen zu werden. (Das war nicht gar zu einfach, weil der 
SER nur ganzzahlig dividieren konnte). Falls die berüchtigte 
"Überlauf"-Lampe innerhalb von 30 Sekunden aufleuchtete kostete es eine 
Runde Cola für alle. Das Programm entstand auf einem Zettel in 
Maschinensprache und wurde dann in einen Lochstreifen gestanzt. Wenn man 
die Wurzelprobe bestanden hatte, durfte man an den C8205 ran, das war 
dann schon ein "richtiger" Computer. 33Bit Wortbreite, mit FIPS oder 
GIPS als "Betriebssystem". Schreibmaschine als Ausgabegerät. Ich 
erinnere mich noch an eine provisorische Speichererweiterung, wir haben 
bestimmte Daten auf dem Lochstreifenstanzer herausgeschrieben und über 
eine Umlenkrolle an der Decke am anderen Ende wieder in den Rechner 
eingelesen. So hatten wir noch mal ein paar KiloBytes frei im Raum 
hängen.
Ich hab dann eine ganze Weile an einem Programm zur Auslegung eines 
Flugmodells gewerkelt. (was dann später auch irgendwie geflogen ist).

Mein erster "eigener" Rechner war auch ein Eigenbau. Hatte als AC-1 
angefangen, war nie "richtig" fertig, später wurde es dann ein Z-1013 
mit allen möglichen Modifikationen und SCP (das CP/M des Ostens).

Die Leiterplatten entstanden damals per Lackstift auf dem KukaBama, mit 
EisenIIIClorid oder Ammoniumpersulfat. Der Knackpunkt waren immer die 
dünnen Bohrer, die brachen schneller ab, als der "Bastelbedarf" 
Nachschub hatte. Leiterplattenlayout geschah zwischen den Ohren.

gero

von Johannes S. (Gast)


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ich hatte zum Belichten einen Exoten von meinem Vater abgestaubt, waren 
damals ganz neu. Habe ewig danach gegoogelt und nichts gefunden weil ich 
die Bezeichnung nicht kannte, jetzt habe ich sie gefunden: HPR 125 Watt.
Viel UV, die brauchte ein paar Minuten bis zur vollen Lichtstärke, da 
bin ich auch immer aus dem Zimmer gegangen. Die Vorlage mit Pappe 
abgedeckt, Belichtungszeit war wimre mit ca. 30 s schon sehr kurz.
Ein paar Exemplare scheint es ja noch zu geben.
http://lampes-et-tubes.info/dlhg/dl240.php?l=e
http://www.christianjoost.de/109-philips-hpr-125w-high-pressure-mercury-vapor-reprographic-lamp-4056.html

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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Hallo zusammen.

von Crazyhorse:

...Bürklin in Düsseldorf gab (ja, die Pappnasen im weissen Kittel)

Die Kittel waren zwar etwas schmuddelig, aber ihre Nasen trugen sie 
immer höher als jeder Prof, Arzt oder Lehrer. Kaufwünsche ohne die 
richtige Bestellnummer oder wohlmöglich noch Fragen stellen. Das wurde 
mit dem Blick einer hochgezogenen Augenbraue abgewimmelt. Ich kenne es 
von der Kölnerstr. und später vom Wehrhahn. Dann haben Nadler und Arlt 
zugemacht und deren 'Spitzenpersonal' hat dann bei Bürklin angefangen.
... und hier wird über Reichelt gemeckert!

73
Wilhelm

von Stefan F. (stefanus)


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Wilhelm S. schrieb:
> Die Kittel waren zwar etwas schmuddelig, aber ihre Nasen trugen sie
> immer höher als jeder Prof, Arzt oder Lehrer. Kaufwünsche ohne die
> richtige Bestellnummer oder wohlmöglich noch Fragen stellen. Das wurde
> mit dem Blick einer hochgezogenen Augenbraue abgewimmelt. Ich kenne es
> von der Kölnerstr. und später vom Wehrhahn.

Ich erinnere mich. Wie habe ich diesen Laden genau deswegen gehasst! 
Traurigerweise ist das so ziemlich die einzige Erinnerung an Bürklin, 
die mir geblieben ist.

Ich: Ich hätte gerne 100 mal 10kΩ 1/4 Watt Kohle
Er: Artikelnummer?
Ich: Weiß ich nicht, fragen sie ihren Klapper-Computer.
Er: Ohne Artikelnummer keine Ware. Auf Wiedersehen.

... Ein Tag später ...

Ich: Ich hätte gerne 100 mal Artikel 2412135612
Er: Die sind gerade nicht verfügbar.
Ich: Dann nehmen ich die eben in Metall oder 12kΩ
Er: Artikelnummer?
Ich: Woher soll ich die wissen, glauben sie ich habe den Katalog 
auswendig gelernt? Geben Sie mir mal einen, dann such ich die Nummer 
heraus.
Er: Den Katalog müssen sie kaufen und an der Warenausgabe empfangen.
Ich denke: Leck mich doch am Arsch! Und gehe Wieder.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6561118 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Chregu (Gast)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Er: Den Katalog müssen sie kaufen

Wenn man denn die Art. Nr. vom Katalog wüsste...

von Olaf (Gast)


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> die Bezeichnung nicht kannte, jetzt habe ich sie gefunden: HPR 125 Watt.

High-Pressure? Sind das nicht die Teile die man nur mit Schutzbrille 
wechseln darf falls sie explodieren?

Olaf

von Pille (Gast)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
[..]
> ... Ein Tag später ...
>
> Ich: Ich hätte gerne 100 mal Artikel 2412135612
> Er: Die sind gerade nicht verfügbar.
> Ich: Dann nehmen ich die eben in Metall oder 12kΩ
> Er: Artikelnummer?
> Ich: Woher soll ich die wissen, glauben sie ich habe den Katalog
> auswendig gelernt? Geben Sie mir mal einen, dann such ich die Nummer
> heraus.
> Er: Den Katalog müssen sie kaufen und an der Warenausgabe empfangen.
> Ich denke: Leck mich doch am Arsch! Und gehe Wieder.

Den Typ hätte ich vor Ort im Laden frisch aufgeschäumt, wäre mir ein 
Fest gewesen :-)

Pille

von Gerhard O. (gerhard_)


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Komisch, den gleichen überheblichen Eindruck wie diese Buerklin Anekdote 
bekomme ich auch in Apfelgeschäfte und Handiebuden. Dort wird scheinbar 
die Verarschung der Kunden auch auf die Spitze getrieben.

Alles steril in Glasvitrinen vom Kunden getrennt mit Apothekenpreise 
versehen ausgestellt und generell unfreundliche und herablassende 
Verkäufer. Speziell bei den Äpfelanbietern ist das so.

Finde ich insgesamt gesehen sehr ekelhaft. Was man sich wohl dabei 
denkt? Das erlaubt gewisse Rückschlüsse zu ziehen was man dort von der 
Klientele Insbesonders und im Allgemeinen denkt.

Geht das nur mir so?

: Bearbeitet durch User
von Gerald B. (gerald_b)


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Ich hab Mitte der 80er meine Leiterplatten (TTL-Gräber) zuerst auf 
Kästchenpapier entflochten und wenn ich wußte, wieviel Leiterzüge an 
einer bestimmten Stelle durch müssen, habe ich auf Millimeterpapier 
maßstabsgerecht gezeichnet. Dann wurde das Millimeterpapier auf eine 
Fensterscheibe geklebt und durchgepaust, um es spiegelverkehrt zu haben.
Dann wurde ein Sück Leiterplattenrohmaterial zurechtgesägt, das 
Millimeterpapier aufgeklebt und die Löcher gebohrt.
Danach wurde das Millimeterpapier, ohne es zu zerreißen entfernt, die 
Leiterplatte mit Scheuermilch metallisch blank poliert und anschließend 
habe ich mit einer Schreibfeder und lötfähigem Schutzlack, der mit 
Kopierstiftmine lila gefärbt war, die Leiterzüge gezeichnet.
Anfangs ätzte ich mit Ammoniumpersulfat, später besorgte ich mir in der 
Drogerie Salzsäure und 30% Wasserstoffperoxid.
Als die Chinaplatinen in Mode kamen, habe ich mir vor ca. 6 Jahren 
gerade noch rechtzeitig die Premium Hobbyversion von Eagle gekauft, da 
ich die vollen 100x100mm nutzen wollte.

Beitrag #6561501 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Percy N. (vox_bovi)


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Warum hat augenscheinlich niemand eine dieser verstellbaren 
Ausziehfedern benutzt, die früher nahezu jedem Zirkelkasten beilagen?

von S. R. (svenska)


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Gerhard O. schrieb:
> Geht das nur mir so?

Nee, das ist tatsächlich so - absichtlich.
Da ist viel Psychologie dabei.

Beitrag #6561566 wurde von einem Moderator gelöscht.
von W.S. (Gast)


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Percy N. schrieb:
> Ausziehfedern...

Hast du jemals versucht, damit irgend etwas zu Papier zu bringen, ohne 
daß sowohl das Papier, also auch die nähere Umgebung als auch man selbst 
danach mehr Tuschekleckse als Linien aufwiesen?

Ich hatte das damals alles ausprobiert und diese Dinger (einschließlich 
der ganz kleinen am Nullenzirkel) dann für unbenutzbar erklärt.

W.S.

Beitrag #6561579 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Percy N. (vox_bovi)


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W.S. schrieb:
> Hast du jemals versucht, damit irgend etwas zu Papier zu bringen, ohne
> daß sowohl das Papier, also auch die nähere Umgebung als auch man selbst
> danach mehr Tuschekleckse als Linien aufwiesen?
>
Das geht durchaus, wenn man mit ruhiger Hand und der eichtigen Tusche 
ans Werk geht. Nervig war aber die lange Trockenzeit mancher Tuschen, 
speziell "Etching Ink" für Overheadfolien. Dadurch fiel diese Tusche für 
Leiterplatten aus, sofern mehr als ein Trafo, Gleichrichter und 
Ladekondensator unterzubringen waren. Oder man hatte sehr viel Zeit ...
> Ich hatte das damals alles ausprobiert
Das beantwortet immerhin meine Frage ;-)
> und diese Dinger (einschließlich
> der ganz kleinen am Nullenzirkel) dann für unbenutzbar erklärt.
Die am Fallnullenzirkel waren tatsächlich Mist, zumal die nie im 
korrekten Winkel ausgerichtet werden konnten. Aber die wollte man 
allenfalls für Pins verwenden, und da waren Durchreibesymbole allemal 
die bessere Wahl.

von 60/40 (Gast)


Angehängte Dateien:

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So zwischen 1985-1987 Layout mit Edding direkt auf die Platine gemalt 
und dann geätzt.

Dann mit C64 und "Platine 64" experimentiert... war Mist ohne 
Laserprinter.

Anfang der 90er dann mit diesem Windows Paint direkt Layouts gemalt, 
sogar Zweiseitig. Durchkontaktierungen per zweiseitigen löten der 
Bauteile.
Ging mit Laserprinter auf Pergament super gut zu Belichten.
Belichter war eine Sonnenbank...

Seit 1998 bis heute Eagle. Bin ich immer noch zufrieden mit, denn 
"Meine" Anforderungen sind gering genug das es immer noch ein vollkommen 
ausreichendes Tool ist. Bin bei Version 5.5.0 stehengelieben. Allerdings 
ätz und bohr ich das nicht mehr selber seit es soo billig geworden ist 
das machen zu lassen.

Im Anhang Eagle Beispiele..

von Carsten W. (eagle38106)


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Ich kenne das unter dem Namen Trichterfeder oder Röhrchenfeder. Alles 
aus Metall. Konnte man am Zirkel befestigen oder an einem Griffstück für 
den "Stand-alone Betrieb". Damit habe ich mit Edding-Tusche meine ersten 
Platinen gezeichnet und dann mit FeCl3 geätzt. In Mutters alter 
Bratpfanne auf dem Herd in der Waschküche. Einen Moment nicht aufgepaßt 
und schon war alles Kupfer weg! Oder beim Bohren ist ein Stück von der 
Pertinax-Platine abgebrochen.

Als das in den 80ern bezahlbar wurde, bin ich auf Film und 
Anreibesymbole umgestiegen. Und habe die Platinen fertigen lassen. 
Später habe ich auf spezielle Folie mit 1/10" umgesattelt.

Und dann kam der Atari ST (s.o.) und später der 286 und Eagle 2.6.

Beitrag #6561640 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6561651 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Lutz S. (lutzs)


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Die PS2000 von Numerik war damals so um etwa 1983/84 meine erste SPS.

Ohne Schulung das erste Programm erstellt,

LE 001
UE 002
TA 001

oder so ähnlich ...

Das wollte aber um keinen Preis der Welt laufen. Komplexeres 
funktionierte dagegen. Wie sich später herausstellte war es der 
Steuerung schlicht zu kurz, da gab es ein Limit, warum auch immer.

Das Schulungszentrum bei Numerik in Karl-Marx-Stadt war nett, für 
damalige Verhältnisse sehr modern und auch die Verpflegung gut ;-)

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6561860 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dietmar S. (Gast)


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Meine Platinen habe ich unter MS-DOS mit ELV Easy-PC entworfen. Das war 
schon ein sehr fortschrittliches Programm, das ein paar Hundert DM 
gekostet hat. Das Problem war nur, dass Mitte der 1990er kaum jemand 
einen Laserdrucker hatte, mit dem ich das Layout hätte ausdrucken 
können. So habe ich in meinem Wohnort ein kleines Schreibbüro ausfindig 
gemacht, bin mit der Diskette hingefahren und der Besitzer hat mir das 
Layout ausgedruckt. Es dauerte ca. 10 Minuten bis es aus dem Drucker 
kam.

Hier hatte ich es mal angeboten, wollte nur keiner (und ist jetzt aber 
weg), daneben eine meiner ersten Platinen, die ich damit entworfen habe:
Beitrag "[V] Layout-Software und Elektronik-Bücher"

von Harald W. (wilhelms)


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Gerhard O. schrieb:

> Alles steril in Glasvitrinen vom Kunden getrennt mit Apothekenpreise
> versehen ausgestellt und generell unfreundliche und herablassende
> Verkäufer. Speziell bei den Äpfelanbietern ist das so.

Einen bereits angebissenen Apfel würde ich sowieso nicht kaufen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Harald W. schrieb:
> Einen bereits angebissenen Apfel würde ich sowieso nicht kaufen.

Ähem – belasst den Thread bitte bei dem, wofür er gedacht war.

Wir brauchen hier nicht noch eine weitere Diskussion, ob Macs, Windows, 
Linux, Microsoft, …, großer Mist sind oder nicht.

von michael_ (Gast)


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Dietmar S. schrieb:
> Das war
> schon ein sehr fortschrittliches Programm, das ein paar Hundert DM
> gekostet hat. Das Problem war nur, dass Mitte der 1990er kaum jemand
> einen Laserdrucker hatte, mit dem ich das Layout hätte ausdrucken
> können.

Das kann sich jemand heute niemand mehr vorstellen.
Dass ordentliche Programme ordentlich Geld gekostet haben.
Wo man wegen der Höhe dann doch verzichtet hat.

Und mich haben Layoutprogramme nicht interessiert, bis es erschwingliche 
Tintenstrahler gab.
Ich hatte nur einen Nadeldrucker. Ging nicht.
Laser war nicht in Sichtweite.

Mit dem Tintenstrahler hat es dann Spaß gemacht.

von Hmmm (Gast)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Ohne Artikelnummer keine Ware. Auf Wiedersehen.

Ähnlich habe ich das damals bei Conrad erlebt.

Allerdings war es dort unterschiedlich, von problemloser Bestellung über 
"Nächstes Mal bitte die Artikelnummern dazuschreiben!" bis hin zu "Ohne 
Artikelnummern geht gar nichts!"

Aber wenn letzteres passierte, lagen immerhin ein paar Kataloge auf dem 
Tresen.

60/40 schrieb:
> Dann mit C64 und "Platine 64" experimentiert...

Auf dem C64 fällt mir noch Elektromat ein, allerdings nur für 
Schaltpläne.

Dietmar S. schrieb:
> Das Problem war nur, dass Mitte der 1990er kaum jemand
> einen Laserdrucker hatte, mit dem ich das Layout hätte ausdrucken
> können.

Plotter funktionierten auch sehr gut.

von Bernd K. (bmk)


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Harald W. schrieb:
> Hannes J. schrieb:
>
>> Die große Lochkartenzeit, zumindest meine, endete vor den 1990ern.
>
> Wohl eher in den früher 1970ern. Lochstreifen gabs noch etwas länger.

Das erinnert mich an mein Studium in den 70er Jahren.
Etwa 1973/1974 hatten wir unter anderem das Fach EDV.
Eines der Themen war die Programmiersprache Fortran.

Nachdem wir unser Programm händisch in ein Fortran Formular eingetragen 
haben, wurden diese eingesammelt und von einem Assistenten in Lochkarten 
umgewandelt und damit die Maschine gefüttert.

Besonders spannend war dann das Ausgabeergebnis per Trommeldrucker.
Das war ein Monstrum mit erheblichem Lärmpegel. Die Trommel bestand aus 
200 Scheiben und jede einzelne Scheibe enthielt auf dem Umfang alle 
Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Die Trommel rotierte nach 
meiner Erinnerung unglaublich schnell.

Die weitere Anordnung war dann Farbband, Papier und Klöppel. Natürlich 
200 Klöppel, die jeweils Millisekunden genau zum richtigen Zeitpunkt 
zuschlagen mussten, um das richtige Zeichen innerhalb einer Umdrehung 
der Walze zu treffen.

Der Ausdruck wurde seinerzeit als 'Tanz der Buchstaben' bezeichnet, weil 
der Trefferzeitpunkt der Klöppel nie zu 100% justiert werden konnte.

Soweit zu meiner Erinnerung bezüglich Lochkarten.
Ein Spruch unseres Dozenten ist mir noch heute in Erinnerung:

"Denn das größte Glück auf Erden - ist Lochen und gelocht zu werden"

von blubb (Gast)


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Ken Sherriff hat gerade über einen IBM Technology Sample Kit (1948-1986) 
gebloggt:
http://www.righto.com/2021/01/examining-technology-sample-kit-ibm.html

von Olaf (Gast)


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> Das kann sich jemand heute niemand mehr vorstellen.
> Dass ordentliche Programme ordentlich Geld gekostet haben.
> Wo man wegen der Höhe dann doch verzichtet hat.

Irgendwie hab ich den Eindruck das sich das damals noch weniger Leute 
vorstellen konnten. .-)

Olaf

von Schlaumaier (Gast)


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Es gab damals sogar schon eine komplette Freeware-CD mit Programmen für 
DOS 3.11. Ich glaube die hab ich sogar noch herum liegen. ;)

Mir fallen zwar die Namen nicht ein, aber ich hatte Layout-Software für 
den C=64 und für den Amiga 500. Das Teil auf den C=64 hatte sogar ein 
verdammt guten Autorouter. Hat sich bloß bei mehr als 200 Punkten zu 
Tode gerechnet. Was bedeutet : Autorouter starten, Monitor ausmachen und 
schlafen gehen.

Nach so 10-24 Std. war dann das Ergebnis da. Leider musste ich das dann 
mit den Klebe-Dingern (sieh 3. Foto oben vom " Der müde Joe") auf eine 
Kupferplatine rubbeln, ätzen und das war's.

Das war zu der Zeit als ich noch Folien aus den Zeitung ausbelichtet 
habe und dann nach gebaut. Einige der Teile haben sogar funktioniert.

Lang lang ist es her.

von Percy N. (vox_bovi)


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Schlaumaier schrieb:
> Es gab damals sogar schon eine komplette Freeware-CD mit Programmen für
> DOS 3.11

Hört, hört!

von Nichtverzweifelter (Gast)


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CD-ROM schon zu Zeiten von DOS 3.11?
Klingt ähnlich glaubhaft wie Lochstreifen Mitte der Achtziger Jahre 
weiter oben im Thread.

von Percy N. (vox_bovi)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> DOS 3.11

Wann soll es denn ein DOS 3.11 gegeben haben?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Nichtverzweifelter schrieb:
> CD-ROM schon zu Zeiten von DOS 3.11?

Du wirst es kaum glauben, aber Wikipedia konstatiert, dass die CD-ROM 
von Sony bereits 1979 vorgestellt worden ist.

Sicher, massenhafte Verbreitung erlangte sie wohl erst Anfang der 1990er 
Jahre, aber da war MS-DOS durchaus noch aktuell – dann üblicherweise 
schon in höheren Versionen, aber MS-DOS 3.x war mehr oder weniger der 
"kompatible" Standard, die höheren Versionen nicht so dominant. Ist 
ähnlich wie CP/M, bei dem 2.2 der Standard war, die 3er Versionen 
weniger. Insofern also keineswegs verwunderlich, wenn jemand Freeware 
für MS-DOS 3.x da als CD-ROM zusammengestellt hat.

Dinge wie ATAPI-Laufwerke, die man an die P-ATA-Schnittstelle hängen 
konnte, kamen erst später auf, aber es gab einerseits natürlich 
SCSI-Laufwerke, für die es auch MS-DOS-Treiber gab, andererseits eine 
Reihe proprietärer Laufwerke mitsamt eigenen Schnittstellenkarten. Die 
"Mitsubishi CD-ROM" sind mir da noch ganz gut in Erinnerung:

https://www.mitsubishielectric.com.au/344.htm

Sieh an, was steht da ganz oben auf der Seite?

"MS-DOS device drivers are available here."

> Klingt ähnlich glaubhaft wie Lochstreifen Mitte der Achtziger Jahre
> weiter oben im Thread.

Schade, dass ich die Lochstreifen vom BASIC-Timesharing-System auf der 
KRS4201 (war wohl ein Honeywell-Nachbau) aus meiner Studienzeit 
irgendwann mal weggeworfen habe, ansonsten hättest du sie dir hier gern 
besichtigen können um zu sehen, dass es sowas wirklich noch gab.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Percy N. schrieb:
> Nichtverzweifelter schrieb:
>> DOS 3.11
>
> Wann soll es denn ein DOS 3.11 gegeben haben?

Krümelkackerei … er wird wohl ein 3.30 gemeint haben, oder halt 
allgemein 3.x.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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@Percy, wir widersprechen uns doch gar nicht!
"Ich" habs nicht erfunden (die "Version 3.11")

@Jörg:
Hatte niemand (Sony...), was aber in der ersten Hälfte der Achtziger 
Jahre bereits massig in der Schule getauscht wurde: CompactCassetten und 
Disketten für C64. Firmen (Schülereltern) hatten bereits IBM-PC und 
XT-kompatible mit Harddisk.

von Reihaus (Gast)


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Hat denn keiner Mitte der sechziger die Platinen mit Kerzenwachs 
beschichtet und die Isolierkanäle mit der Reißnadel freigemacht. 
Anschließend Salzsäure.

von Olaf (Gast)


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> Du wirst es kaum glauben, aber Wikipedia konstatiert, dass die CD-ROM
> von Sony bereits 1979 vorgestellt worden ist.

Den ersten CD-Brenner den ich gesehen habe war von JVC. Die Software 
dazu lief unter DOS. Und das war ein Brenner und zwar so 91 oder 92. 
Damals als ein Rohling 15DM gekostet hat. Ich weiss noch wie wir beim 
brennen immer gebetet und geschwitzt haben das der Microsoftdreck den 
der Saftladen Betriebsystem nennt nicht hustet und mal wieder 15DM 
vernichtet.

Das hier war das erste CD-Rom das ich gesehen habe:

https://www.ebay.de/itm/RARE-Mitsumi-CD-Rom-Drive-Laufwerk-CRMC-LU005S-Single-Speed-/113711152096

Und das war schon extrem verbreitet. Jeder hatte das oder das direkte 
Nachfolgemodel mit Schublade. Das muss so Mitte 80er gewesen sein.

BTW: Ich kann garnicht glauben das heute einer dafuer echt Geld ausgibt. 
Erstaunlich!

Olaf

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

Jörg W. schrieb:
> Du wirst es kaum glauben, aber Wikipedia konstatiert, dass die CD-ROM
> von Sony bereits 1979 vorgestellt worden ist.

prinzipiell richtig. Ich habe Mitte 1993 meinen ersten CD-Brenner 
gekauft, es gab auf dem Markt 2 Versionen, den Kodak und den Philips 
CDD521, im Prinzip baugleich. Preis ca. 6000 DM, Geschwindikeit 2-fach, 
Buffer 256kB, SCSI.
Rohlinge gab es in Berlin in einem Laden: Sound-Man-Shop. Mit etwas 
handeln bekam ich bei 10 Stück einen Stückpreis unter 30 DM...
Software Easy-CD v??? kostete nochmal rund 2000 DM, Adaptec 1542 usw. 
war auch nicht gerade billig.
Rechner war ein 386DX40 mit 16MB Ram und als Datenplatte eine 1GB IBM 
SCSI.
Den Fortschrittsbalken beim Brennen konnte und mußte man abschalten, an 
der Maus durfte man auch nicht wackeln, ein Buffer unerrun Abbruch und 
ein versauter Rohnling waren die Folge...
Es gibt noch eine CD aus dieser Zeit, die ist auch noch fast komplett 
lesbar.
Gerade mal gegoogelt, das Mitsumi LU005 war wohl das erste bezahlbare 
CD-Laufwerk für PC, müßte am Anfang um die 500 DM gekostet haben.

Lang ist es her...

Gruß aus Berlin
Michael

Beitrag #6562132 wurde von einem Moderator gelöscht.
von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Fällt mir gerade ein: da gabs auch noch eine Erweiterung für EasyCAD, 
damit habe ich auch mal ganz kurz gearbeitet. Weiss nicht mehr wie das 
hiess.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Olaf schrieb:
>> Du wirst es kaum glauben, aber Wikipedia konstatiert, dass die CD-ROM
>> von Sony bereits 1979 vorgestellt worden ist.
>
> Den ersten CD-Brenner den ich gesehen habe war von JVC.

Es ging ja erstmal um CD-ROM, also die industriell gefertigten.

> Die Software
> dazu lief unter DOS. Und das war ein Brenner und zwar so 91 oder 92.
> Damals als ein Rohling 15DM gekostet hat. Ich weiss noch wie wir beim
> brennen immer gebetet und geschwitzt haben das der Microsoftdreck den
> der Saftladen Betriebsystem nennt nicht hustet und mal wieder 15DM
> vernichtet.

Mein Chef brachte damals ganz spontan so einen Brenner an, und ich habe 
viele Abende nach Feierabend damit verbracht, das Teil in FreeBSD zum 
Laufen zu bekommen.

Nachdem es lief und noch etwas RAM in die Kiste nachgesteckt worden war, 
konnte man damit dann brennen, während man parallel was anderes tat, 
ohne dass der Brenner "verhungerte". ;-)


> Das hier war das erste CD-Rom das ich gesehen habe:
>
> 
https://www.ebay.de/itm/RARE-Mitsumi-CD-Rom-Drive-Laufwerk-CRMC-LU005S-Single-Speed-/113711152096

Stimmt, Mitsumi, nicht Mitsubishi. Meine Verwechslung …

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Das Mitsumi-Laufwerk habe ich auch noch, unter Linux gab es noch länger 
einen eigenen Treiber dafür. Im PC musste man dafür eine passende 
ISA-Karte einbauen.

Beitrag #6562145 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6562154 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Percy N. (vox_bovi)


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Jörg W. schrieb:
> Krümelkackerei … er wird wohl ein 3.30 gemeint haben, oder halt
> allgemein 3.x.
Gab es überhaupt ein "3.30"? Ein "4.01" ist mir als eiliger Bugfix 
bekannt, wie auch später das Gehedder von "6.2" bis "6.22". Aber in der 
3er Generation kenne ich nur zweistellige Versionsnummern.

Aber wenn schon Krümelkacken, dann richtig:
"3.11" klingt denn doch arg nach Windows - das war immerhin die am 
stärksten verbreitete Version vor '95. Und in dem Zusammenhang glaube 
ich auch schon deutlich eher an Freeware-CDs. Im Shareware-Bereich sind 
mir da noch Simtel, Nightowl und Pegasus in Erinnerung; selbst für CP/M 
gab es entsprechende Sammlungen. Ohne schnelles Internet waren die recht 
attraktiv. Allerdings war das nicht vor 1990.

Richtig ist allerdings auch, dass MSCDEX ab DOS 3.1 verfügbar war. Nur 
war damals diese Technik noch dermaßen kostspielig, dass eine 
Freeware-CD-ROM nicht ins Bild passt.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Es ging ja erstmal um CD-ROM, also die industriell gefertigten.

Genau, um die "Scheiben"! Und die, also die "Software", gab es 1979 
nicht. Und als Musik-CD eben erst ab 1983. Und statt Musik drauf mit 
Computer-Programmen noch später. Wie eben auch die CD-Rom Laufwerke für 
jedermann mit IDE Anschluss.
Philips gab eifrig eine farbige Zeichnung heraus mit dem laseroptischen 
Abtastverfahren ihrer Videobildplatte, statt Halbleiterlaser noch ganz 
neu mit gasgefülltem Laserrohr...anno 1972. Dieses PR-Foto verwendeten 
sie auch noch bei der Vorstellung des gemeinsam mit Sony entwickelten 
Audio-CD-Standards.

von Percy N. (vox_bovi)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Das Mitsumi-Laufwerk habe ich auch noch, unter Linux gab es noch länger
> einen eigenen Treiber dafür. Im PC musste man dafür eine passende
> ISA-Karte einbauen.

Ich erinnere mich an irgendein Gehühner mit der Soundkarte. Das 
Syquest-Lw wollte auch einen eigenen Anschluss; ebenso der Scanner. 
Erstaunlicherweise ließ sich QIC-80 am Floppy-Anschluss betreiben. Und 
wenn man Glück hatte, lief das sowohl unter DOS als auch Win.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Nichtverzweifelter schrieb:
> Wie eben auch die CD-Rom Laufwerke für jedermann mit IDE Anschluss.

SCSI-CD-ROM-Laufwerke gab es durchaus auch "für jedermann" (die waren 
auch nicht extrem teuer), und da man bei SCSI einen Bus hatte, ließen 
die sich natürlich schon immer parallel zu Harddisk, Tape etc. 
betreiben.  Ich muss spätestens Mitte 1994 eins besessen haben 
(vermutlich schon einiges früher), denn da hat mir Jordan Hubbard einen 
pre-Release von FreeBSD 2.0 auf einer CD-R in die Hand gedrückt (die 
erste CD-R, die ich gesehen habe - deren Siegeszug kam erst zwei, drei 
Jahre danach). Die habe ich auf jeden Fall schon lesen können.

Die Mitsumi-Laufwerke wurden ja auch schon genannt.

IDE war lange Zeit erstmal nur für Harddisks.

von Olaf (Gast)


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> Das Mitsumi-Laufwerk habe ich auch noch, unter Linux gab es noch länger
> einen eigenen Treiber dafür.

Das Mitsumi lief sogar bei mir in einer DEC-Alpha weil Linux dafuer 
einen Treiber hatte. Man brauchte fuer die Laufwerke auch noch kein 
SCSI. Die hatten entweder eine eigene Karte oder konnten an einer 
Soundkarte angeschlossen werden.
BTW: Die megateuren Medien die ich damals gebrannt habe sind heute noch 
lesbar, hab ich erst vor ein paar Monaten getestet.

Olaf

von Soul E. (Gast)


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Nichtverzweifelter schrieb:

> CD-ROM schon zu Zeiten von DOS 3.11?

Wie kommst Du auf "zu Zeiten von"? Es war die Rede von einer CD mit 
Programmen für DOS 3.11. Womit vermutlich auch eher MS-DOS 3.3 oder 
Windows 3.11 gemeint war. Die "Walnut Creek Simtel-20 MSDOS Archive 
CD-ROM" kannst Du Dir heute noch bei archive.org runterladen --  da ist 
haufenweise alte DOS-SW drauf.

von Joachim B. (jar)


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Percy N. schrieb:
> Aber wenn schon Krümelkacken, dann richtig:
> "3.11" klingt denn doch arg nach Windows

denke ich auch und kam mir sofort bei dieser Zahl in den Sinn!

von S. R. (svenska)


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Jörg W. schrieb:
> Stimmt, Mitsumi, nicht Mitsubishi. Meine Verwechslung …

Entweder Mitsumi oder Matsushita (Panasonic).
Beide proprietär, ein CR-562 (Dual Speed) steht noch auf dem Schrank.

Percy N. schrieb:
> Gab es überhaupt ein "3.30"?

Ja, DOS identifizierte sich immer zweistellig nach dem Punkt. Ich habe 
hier einen Nicht-PC, dessen System sich als "MS-DOS 3.10" identifiziert.

> Aber in der 3er Generation kenne ich nur zweistellige Versionsnummern.

Es gab auch MS-DOS 3.31 für Compaq, was immerhin schon FAT16 kannte. Der 
Rest der Welt musste noch warten.

Percy N. schrieb:
> Richtig ist allerdings auch, dass MSCDEX ab DOS 3.1 verfügbar war.

Womit dann auch geklärt wäre, dass CD-ROMs zwar sehr teure, aber keine 
Raketentechnik mehr war. Oder, dass MS-DOS erst ab 3.10 die 
Redirector-API besaß, mit der man sowas erst machen konnte. Mitgeliefert 
wurde es aber erst ab MS-DOS 6.

von Joachim B. (jar)


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Beitrag #6562324 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Hmmm (hmmm)


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Schlaumaier schrieb:
> Es gab damals sogar schon eine komplette Freeware-CD mit Programmen für
> DOS 3.11.

Damit dürfte Walnut Creek angefangen haben. Gegründet im August 1991, 
als CD-ROM-Laufwerke langsam in Consumer-PCs landeten, insbesondere 
durch Soundkarten mit "CD-ROM-Interface" und hierzulande das gute alte 
Mitsumi LU005S.

Allerdings war MS-DOS 3.x (3.11 gab es sowieso nicht) da schon etwas 
angestaubt, aktuell war zu dem Zeitpunkt bereits 5.0.

Jörg W. schrieb:
> Krümelkackerei … er wird wohl ein 3.30 gemeint haben, oder halt
> allgemein 3.x.

Prinzipiell ja, aber der bei Schlaumaier/Alexander/Pucki übliche Mix von 
Halbwissen, Hörensagen und purer Phantasie verleitet schnell zu 
genervten Reaktionen.

Jörg W. schrieb:
> SCSI-CD-ROM-Laufwerke gab es durchaus auch "für jedermann" (die waren
> auch nicht extrem teuer)

Sie waren schon deutlich teurer als das "IDE"-Zeug für die Soundkarte.

Ich habe ca. 1993 rund 250 DM für ein Sanyo-Schnäppchen ausgegeben, das 
leider auch nicht viel mehr taugte - bestimmte SCSI-Kommandos führten 
bei leerem Laufwerk dazu, dass sich der ganze Bus aufgehängt hat.

Jörg W. schrieb:
> IDE war lange Zeit erstmal nur für Harddisks.

Ja, zumindest offiziell kamen CD-Laufwerke erst 1997 mit ATAPI-4 dazu, 
ich meine mich aber zu erinnern, auch davor schon welche benutzt zu 
haben. FreeBSD 4.0 (2000 erschienen) hatte dann auch "burncd" für 
IDE-Brenner an Bord.

von Al. K. (alterknacker)


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Lutz S. schrieb:
> Das Schulungszentrum bei Numerik in Karl-Marx-Stadt war nett, für
> damalige Verhältnisse sehr modern und auch die Verpflegung gut ;-)

Da haste wirklich Recht.
Die Verpflegung ausgezeichnet, nur die Unterkunft war bei uns
ein bissel weit vom Schuss.
Nur die Quartierleute welche wir die 14 Tage nicht gesehen hatten, 
wurden
am zweiten Tage erzogen.
Hatten am 1. Tage schon die Heizung auf Froststufe gestellt und Regler
arretiert.
Abend haben wir die Bude nicht warm bekommen.
Dafür sehr ausführlich geduscht und Arretierung gelöst,dann den 
Heizungssteller abgeschraubt und sichtbar befestigt.
Heizung aber voll aufgedreht.

Nach 2-3 Tagen war alles o.k.
Der Gasverbrauch hatte wahrscheinlich überzeugt.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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S. R. schrieb:
> Entweder Mitsumi oder Matsushita (Panasonic).
> Beide proprietär, ein CR-562 (Dual Speed) steht noch auf dem Schrank.

Da gabs ja dann Soundkarten mit bis zu 3 Pfostenfeld 'Igeln' für 
verschiedene Laufwerkshersteller. Hier eine olle Aztech:
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:ISA-legacy-Soundkarte.jpg

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Matthias S. schrieb:
> Da gabs ja dann Soundkarten mit bis zu 3 Pfostenfeld 'Igeln' für
> verschiedene Laufwerkshersteller.

Vermutlich liegt es daran, dass ich zwar recht frühzeitig ein 
(SCSI-)CD-ROM-Laufwerk hatte, aber viele Jahre lang keine Soundkarte – 
sowas war mir nie über den Weg gelaufen. ;-)

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Jörg W. schrieb:
> Vermutlich liegt es daran, dass ich zwar recht frühzeitig ein
> (SCSI-)CD-ROM-Laufwerk hatte,

Das ging mir genauso. Ab etwa 1987 war ich für lange Jahre Macuser und 
unser erstes SCSI CD-ROM (von NEC) haben wir uns zu dritt geteilt. Mein 
Tischlerbrüderchen hat uns dafür sogar ein Case gebaut, damit wir es zu 
Mactreffs mitnehmen konnten. Hey, für ein paar Wochen waren wir damit 
die Kings :-)
Aber wenn man PCs gebaut hat, sind einem solche Soundkarten mit vielen 
Pieksern öfter begegnet.

: Bearbeitet durch User
von Al. K. (alterknacker)


Angehängte Dateien:

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Matthias S. schrieb:
> Aber wenn man PCs gebaut hat, sind einem solche Soundkarten mit vielen
> Pieksern öfter begegnet.

So eine wie Diese, oder zählen 2 Pikser nicht.;-))

von Hmmm (hmmm)


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Al. K. schrieb:
> Matthias S. schrieb:
>> Aber wenn man PCs gebaut hat, sind einem solche Soundkarten mit vielen
>> Pieksern öfter begegnet.
>
> So eine wie Diese, oder zählen 2 Pikser nicht.;-))

Davon zählt tatsächlich nur einer, der rechte Pikser ist für das 
optionale Wavetable-Board.

von Thomas G. (Firma: Frickelhauptquartier) (taximan)


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Ich kann mich noch entsinnen, Hobbytronic '95 oder '96; an jedem Stand 
Soundblaster mit Aktivboxen - zum weglaufen.

von Al. K. (alterknacker)


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Hmmm .. schrieb:
> Davon zählt tatsächlich nur einer, der rechte Pikser ist für das
> optionale Wavetable-Board.

Da haste recht, andere habe ich aber nicht mehr.

: Bearbeitet durch User
von Heute V. (Gast)


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Jörg W. schrieb:
[..]
> Schade, dass ich die Lochstreifen vom BASIC-Timesharing-System auf der
> KRS4201 (war wohl ein Honeywell-Nachbau) aus meiner Studienzeit
> irgendwann mal weggeworfen habe, ansonsten hättest du sie dir hier gern
> besichtigen können um zu sehen, dass es sowas wirklich noch gab.

Ich habe vor 2,3 Jahren einen Lochbandleser mit einem AVR elektrifiziert 
um noch hobbymäßig interessante Streifen vom KRS4201 und vom MRES 
einzulesen, hat funktioniert. Das war Z80 Quellcode der vor der Wende 
auf diesen Maschinen cross-assembliert worden ist. Stanzermechaniken 
habe ich auch noch, die werfe ich auch mal noch an. Keine Zauberei 
ehy...

Betreffs KRS4201.."Honeywell Nachbau" .. hatte ich auch hier und da 
schon gehört, hast Du eine Idee von welcher Honeywell Kiste? Ich wurde 
von einem Ami mal gefragt, habe nur die Schultern zucken können.

it_depends

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Heute V. schrieb:
> hast Du eine Idee von welcher Honeywell Kiste?

Nö, auch nur Hörensagen.

Einiges über diese Technik findet sich beim Förderverein der Technischen 
Sammlungen:

http://www.foerderverein-tsd.de/fileadmin/images/rechentechnik/kompendium/Informatik-DDR-Kompendium.pdf

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Al. K. schrieb:
> So eine wie Diese, oder zählen 2 Pikser nicht.;-))

Das ist ja normales IDE, das zählt nicht :-) Nee, die o.a. Aztech hatte 
alle 3 proprietären I/Fs: Sony, Mitsumi und Matsushita.
Den Rest hat dann ein Pille-Palle Adapter erledigt, LPT, Seriell, Floppy 
und IDE, denn die Mainboards waren ja dumm wie Dosenbrot. Lediglich die 
Tastatur konnte man direkt anschliessen.
Wir hatten damals mit Textautomaten der Firma Forster Elektronik 
(Landshut) viel Spass. Wenn man die Paritykarte gezogen hatte, konnte 
man mit der 'Dupliziere Lochstreifen' Funktion und einer Schleife durch 
Leser und Stanzer selbst modifizierende Texte drucken - auf einer 
umgebauten Adler Schreibmaschine, die in das massive Büromöbel 
eingelassen war. Irgendwann war dann der ganze Lochstreifen mit dem 
Korrekturcode durchlöchert. Da gab es zwei Typen von Lesern. Der 
'Schnellleser' arbeitete optisch, der normale Leser mit Bürsten.

: Bearbeitet durch User
von Michael U. (amiga)


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Hallo,

Heute V. schrieb:
> Betreffs KRS4201.."Honeywell Nachbau" .. hatte ich auch hier und da
> schon gehört, hast Du eine Idee von welcher Honeywell Kiste? Ich wurde
> von einem Ami mal gefragt, habe nur die Schultern zucken können.

wir hatten auch KRS4201, eine Fundstelle im Netz nennt Honeywell 
DDP-516.

Gruß aus Berlin
Michael

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Michael U. schrieb:
> wir hatten auch KRS4201, eine Fundstelle im Netz nennt Honeywell
> DDP-516.

Eine andere H316 :-)

Was auch immer.

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