Billige Lipo-Akkus ohne Balancer - was passiert da?

Gast #6656423
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Hallo,

ich hätte in Anlehnung an diesen Thread von 2017 ( 
Beitrag "LiPo Akku laden ohne balancer?" oder 
Beitrag "Li-Ion ohne Balancer in Werkzeugen?" ) mal folgende Frage: Es 
gibt ja zahllose Nachbau-Werkzeugakkus auf diversen Online-Marktplätzen 
und sogar einige Original-Akkus (z.B. bei Bosch) die keinen Balancer 
zwischen den Zellen haben.
Dies bedeutet ja, das im Laufe der Zeit ein Teil der Zellen irgendwann 
weitaus mehr Ladespannung abbekommt, als vorgesehen. Trotzdem sieht man 
verhältnismäßig selten Berichte über abgebrannte Akkus.
Daher jetzt folgende Fragen:
1. Ab welcher Spannung besteht bei LiIon-Akkus eigentlich 
"Explosionsgefahr"? Ich habe bisher nur gefunden, das überladen bis 
4,35V wohl "nur" der Lebensdauer schadet.
2. Warum explodieren die Akkupacks so selten? Einige 18650er haben ja 
CIDs (Überdruckschalter, die den Akku bei Überdruck trennen), aber ich 
habe irgendwie Zweifel, dass die jede China-Hinterhofzelle hat.

Ich stelle die Frage insbesondere vor dem Hintergrund, dass ich mir 
überlege, ein paar Makita-Nachbauakkus zu kaufen und ich mich frage, wie 
"sicher" die so sind.

VG
#6656428
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Erstens, wenn du von Lithium Batterien redest solltest du immer 
nachfragen was für eine Chemie. Li-polymere? Li-Mangan? Gibt da viele 
und die haben alle unterschiedliche Eigenschaften/Spannungen.
Ist als ob du sagst "einfach Treibstoff ins Auto" ... ja welchen? ist 
alles was anderes.

Kann sein dass das meisst Lithium-Eisenphosphat Akkus sind, die sind 
"relativ ungefährlich".
Wenn da was passiert rauchen die nur ordentlich. Die stecken eine 
Tiefentladung auch besser weg als ihre Artgenossen.
Gast #6656444
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Weasel P. schrieb:
> Erstens, wenn du von Lithium Batterien redest solltest du immer
> nachfragen was für eine Chemie. Li-polymere? Li-Mangan? Gibt da viele
> und die haben alle unterschiedliche Eigenschaften/Spannungen.

Natürlich gibt es verschieden Chemien wie LiNiMnCoO2 etc. Was im 
jeweiligen Werzeugakku genau verbaut ist, weiß ich natürlich nicht. 
Allerdings würde ich jetzt davon ausgehen, dass sich die meisten 
Lithium-Metallionen-Akkus unabhängig von der genauen Chemie ähnlich 
verhalten.

> Kann sein dass das meisst Lithium-Eisenphosphat Akkus sind, die sind
> "relativ ungefährlich".
Halte ich für äußert unwahrscheinleich in Werkzeugakkus, auf Grund des 
viel höheren Preises als "Normale" Li-Ion Akkus und der niedrigeren 
Leistungsdichte sowie der anderen Zellspannung und dem anderen 
Ladeverhalten.
Gast #6656472
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Akku-Besorgter schrieb:
> und sogar einige Original-Akkus (z.B. bei Bosch) die keinen Balancer
> zwischen den Zellen haben.

Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Boschschrauber, blau, und in den 
Akkus nichts drin, außer der Zellen selbst. Die Erklärung, die ich mal 
gelesen habe war, dass die Zellen vom Zellen-Hersteller vsortiertor 
wären, dass anschließend Gleiches mit Gleichem gespart wird. Wie gut das 
funktioniert und obs stimmt??? Auf jeden Fall hatten/haben die Akkus 
keinerlei Schutz verbaut.
Gast #6656549
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Akku-Besorgter schrieb:
> Ich stelle die Frage insbesondere vor dem Hintergrund, dass ich mir
> überlege, ein paar Makita-Nachbauakkus zu kaufen und ich mich frage, wie
> "sicher" die so sind.

Lithium-Akkus sind von Haus aus NICHT sicher. Deshalb soll man die 
Dinger u.a. nicht unbeaufsichtigt laden. Reicht dir das Risiko noch 
nicht, dann kaufe Nachbauakkus von irgendwoher.

Es kommt die wärmere Jahreszeit, da nächtigt und wohnt es sich auch rel. 
angenehm unter einer Brücke, wenn die Hütte runter gebrannt ist.

Zur Brandgefahr von Lithium-Akkus hier guggen:
Beitrag "Re: E-Bike Akku explodiert (statt abzubrennen)"

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