Forum: Haus & Smart Home Kostal PV-Wechselrichter wacht nicht von selbst auf


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von wolfgng (Gast)


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hinz schrieb
Es mag dir wie Zauberei vorkommen, aber das war 08/15, außer dass du
meine Hände ersetzen musstest.


Hallo hinz ,
ich hoffe, dass du und natürlich auch alle anderen bisher von Corona 
verschont geblieben  sind und es auch in Zukunft bleiben. Ich melde mich 
nochmal, weil der Elektronikteufel mich schon wieder erwischt hat. Die 
Heizung ist es nicht, die läuft seit einem halben Jahr immer noch 
tipptopp.
Leider habe ich seit ein paar Tagen ein Problem mit meinem 
Photovoltaik-Wechselrichter Kostal Pico 8.3. Bevor ich mir einem neuen 
bestelle, kann ich nicht umhin auf diesem Weg einen Rettungsversuch zu 
starten. Ich habe ein wenig Hoffnung, dass das Problem für mich alleine 
zwar unlösbar, für dich vielleicht auch wieder nur 08/15 ist. Meine 
Hände kann ich zur Verfügung stellen.
Der Fehler stellt sich folgendermaßen dar:
Der Wechselrichter geht morgens nicht selbstständig in den 
Standby-Betrieb und fährt dann natürlich auch nicht an, obwohl die 
Anlage (7,82kwp) genügend Spannung liefert. Das Ausschalten des 
DC-Lasttrennschalters am Wechselrichter und der Sicherung im 
Sicherungskasten (Wechselrichter wird ganz stromlos) und ein 
Wiedereinschalten nach 5-10 Minuten führen dazu, dass alles normal 
startet und dann den restlichen Tag auch normal läuft. Nachdem sich der 
Wechselrichter nachts ausgeschaltet  hat, geht er morgens dann nicht 
wieder alleine in den Standby und das Spielchen beginnt von vorne.
Wenn ich die Sicherung abends aus- und wieder einschalte, nachdem sich 
der Wechselrichter mangels Lichteinfall die Netzeinspeisung beendet hat, 
geht er am nächsten Morgen dann wieder problemlos in den Standbybetrieb 
und fährt an.
Nach dem Abnehmen der Abdeckung konnte ich äußerlich folgenden 
Unterschied zwischen Fehlerzustand und Normalzustand erkennen:  Auf der 
DC-Trennstelle (siehe Foto) sind 2 Led´s. Im Fehler-Zustand blinkt die 
linke, rote (D81) und die rechte, grüne (D80) bleibt aus, auch wenn es 
draußen hell wird. Im Normalzustand blinkt die linke LED und die rechte 
leuchtet grün nachdem das Gerät in den Standbybetrieb gegangen ist.
Der Fehler trat vor einem halben Jahr schon einmal für etwa 5 Tage auf, 
war dann aber bis letzte Woche verschwunden und ist jetzt leider wieder 
da.
Eine Störung wird nicht angezeigt.
Eine Anfrage beim Kostal-Vertragshändler, der mir vor 10 Jahren die 
Anlage montierte, ergab folgende Analyse: „Ihr Wechselrichter hat einen 
internen Fehler und steigt bei höherer
Leistung aus“.
Bin für jeden Tipp dankbar.

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> Unterschied zwischen Fehlerzustand und Normalzustand erkennen:  Auf der
> DC-Trennstelle (siehe Foto) sind 2 Led´s. Im Fehler-Zustand blinkt die
> linke, rote (D81) und die rechte, grüne (D80) bleibt aus, auch wenn es
> draußen hell wird. Im Normalzustand blinkt die linke LED und die rechte
> leuchtet grün nachdem das Gerät in den Standbybetrieb gegangen ist.

Und was leuchtet/blinkt in der Nacht?

von wolfgng (Gast)


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H. H. schrieb:
> Und was leuchtet/blinkt in der Nacht?

Die linke rote LED blinkt weiter und die grüne geht nach Einbruch der 
Dunkelheit irgendwann aus. Ich schaue aber heute Nacht nochmal nach.

von wolfgng (Gast)


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Nachtrag zur Fehlerbeschreibung:
Es reicht morgens schon, wenn ich kurz die Sicherung aus- und wieder 
einschalte, um das Ding zu motivieren.Den DC-Trennschalter kann ich 
dauerhaft eingeschaltet lassen. Alleine mittels ein- und ausschalten des 
DC-Trennschalters geht das Gerät nicht in Betrieb.

von Sam W. (sam_w)


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Das klingt nach einem Problem mit dem Hilfsnetzteil oder einer 
Umschaltung, falls das Netzteil von DC oder AC aus starten können soll.

Scheint wohl häufiger vorzukommen:
https://www.photovoltaikforum.com/thread/153266-kostal-piko-startfehler/
Ist zwar ein 5.5, aber der Aufbau ist vermutlich ähnlich.
Kondensator C4 mit 10uF stabilisiert die Betriebsspannung des 
Schaltregler-ICs NCP1200. Die gehen gerne mal ein, ist eine häufige 
Ursache bei Schaltnetzteilen. Dann verweigern die den Start.
Ist das Netzteil erstmal angelaufen, wird der NCP1200 aus einer 
Hilfswicklung versorgt und nicht über den VH-Pin (über Widerstände aus 
dem Zwischenkreis).

So oder ähnlich könnte es im 8.3 aussehen:
http://stan.wex.pl/images/p8.png
Der "C4" aus dem Thread wäre dann C10 mit 47µF. Allgemein sind Werte von 
10-47µF gängig.

Zum Testen bietet sich evtl. die angesprochene Methode mit dem Fön an. 
Erwärmen und schauen, ob es anspringt.
Der relevante Bereich ist im Bild markiert, das IC mit den 7 Beinen ist 
entweder der NCP1200 oder ein ähnlicher Schaltregler/PWM-IC.
Der angesprochene Elko liegt wahrscheinlich auf der Rückseite. Aber die 
Platine leitet die Wärme durch, für einen Test geht es auch ohne 
ausbauen.
Generell vorsichtig sein, Abstand halten und nicht reinfassen. Auch wenn 
der WR und AC bzw. DC-Trennschalter lange aus ist, können noch 
Kondensatoren geladen sein.

Bei den Picos scheint wohl ab und an auch ein Logik-IC (74HCT04) 
Probleme zu machen:
https://www.photovoltaikforum.com/thread/121493-kostal-piko-8-3-mit-fehler-bleibt-im-standby/?pageNo=2
Ist jetzt nicht direkt für das Anspringen des Netzteils relevant, aber 
kann andere Fehler verursachen.

Auf der polnischen Seite http://stan.wex.pl/ findet man links in den 
orangenen Kästen noch weitere Schaltbilder.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Sam W. schrieb:
[Viel Nützliches!]

Großes Lob!

von Sam W. (sam_w)


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H. H. schrieb:
> Großes Lob!

Danke :-) Wenn wir verfügbare Infos zusammentragen kommen wir schneller 
(oder überhaupt) zum Ziel.

Der Schaltplan scheint besser zum Bild zu passen:
http://stan.wex.pl/images/we.png

Man sieht oben links die beiden LEDs D80 (grün) und D81 (rot).

Nun sieht es so aus, dass zwei Netzteile verbaut sind.
Von der Pinanrdnung ist der 7-Beiner im Bild der TNY265GN, im Schaltbild 
oben rechts.
Dessen Beschaltung ist etwas spartanischer.

Die beiden Netzteile hängen aber zusammen. Wenn ich es richtig sehe, 
läuft der TNY265 immer und die daraus erzeugten 5V werden am Feedback 
des NCP1200 über R17 und den Optokoppler benötigt.

Da immerhin eine LED leuchten und blinken kann, muss der Mikroporzessor 
von NEC laufen. D.h. vermutlich sind die 5V ok, aber das zweite Netzteil 
mit dem NCP1200 startet nicht mehr oder hat ein anderes Problem.

Bislang erschließt sich mir noch nicht ganz, wann (ob) genau das 
angeschaltet wird und ob da eine Kopplung zur verfügbaren DC-Spannung 
besteht.
~
EDIT: Ok, der NCP1200 ist dafür zuständig, eine sehr hohe Spannung zu 
erzeugen (hintereinandergeschaltete Gleichrichterdioden und Wicklungen). 
Das geht dann in Richtung der DC-Seite, vermutlich wird damit eine 
Prüfspannung für die Isolationsmessung erzeugt.
Wenn die Spannung fehlt, kann der Test nicht abgeschlossen werden und 
die DC-Relais schließen nicht. Somit speist der WR auch nicht ein.
Allerdings wäre das in meinen Augen eine Fehlermeldung wert, aber 
vielleicht gibt es einfach keine.
~
Immerhin könnte der Mikroprozessor über die mit X und dem roten Punkt 
beschriftete Leitung entweder messen, oder aber auch in das Feedback des 
NCP1200 über TS431 eingreifen.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Sam W. schrieb:
> D.h. vermutlich sind die 5V ok, aber das zweite Netzteil
> mit dem NCP1200 startet nicht mehr oder hat ein anderes Problem.

ACK, und es wäre nicht überraschend wenn mal wieder der kleine Elko die 
Ursache wäre.
Der scheint den Polen ja auch schon verdächtig.

von wolfgng (Gast)


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Erst einmal vielen Dank für die Hinweise. Da werde ich mich jetzt mal 
durcharbeiten.

von wolfgng (Gast)


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Sam W. schrieb:
> Zum Testen bietet sich evtl. die angesprochene Methode mit dem Fön an.
> Erwärmen und schauen, ob es anspringt.
> Der relevante Bereich ist im Bild markiert, das IC mit den 7 Beinen ist
> entweder der NCP1200 oder ein ähnlicher Schaltregler/PWM-IC.
> Der angesprochene Elko liegt wahrscheinlich auf der Rückseite. Aber die
> Platine leitet die Wärme durch, für einen Test geht es auch ohne
> ausbauen.
> Generell vorsichtig sein, Abstand halten und nicht reinfassen. Auch wenn
> der WR und AC bzw. DC-Trennschalter lange aus ist, können noch
> Kondensatoren geladen sein.

So, ich als Nicht-Elektroniker bin soweit durch und mein "Kochrezept" 
beginnt so:
1. Heute Nacht werde ich mir anschauen, was die beiden LED´s machen.
2. Morgen versuche ich die Sache mit dem Fön.
3. Messen der C10 Elko-Kapazität. Dazu habe ich aber noch Fragen und 
muss mir  erst ein Messgerät besorgen.Ich denke, dass mein 
Lidl-Multimeter das nicht kann.

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> 3. Messen der C10 Elko-Kapazität. Dazu habe ich aber noch Fragen und
> muss mir  erst ein Messgerät besorgen.Ich denke, dass mein
> Lidl-Multimeter das nicht kann.

Nein, und zur Messung müsstest du ihn auch auslöten. Das ist aber nicht 
so einfach wie bei dem kleinen Keramikkondensator deiner 
Heizungssteuerung.

von Sam W. (sam_w)


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H. H. schrieb:
> Nein, und zur Messung müsstest du ihn auch auslöten.

Genau, und nach dem Auslöten kann man ihn besser gleich ersetzen.

wolfgng schrieb:
> 1. Heute Nacht werde ich mir anschauen, was die beiden LED´s machen.
> 2. Morgen versuche ich die Sache mit dem Fön.

Klingt sinnvoll.
Hier ist das zu
http://stan.wex.pl/images/we.png
passende Bild der Platine:
http://stan.wex.pl/images/we_g.jpg

Der rote Trafo ist auch auf deinem Bild mit den 2x 4 Pins sichtbar und 
gehört zu der HV-Erzeugung mit dem NCP1200.
Der und der verdächtige Elko C4 müssen ziemlich direkt links daneben 
liegen.
Der von mir markierte Bereich passt für einen Versuch mit dem Fön.

Unten sieht man den Trafo, den der TNY265 treibt. Rechts davon sieht man 
die Gleichrichtung und den 5V-Regler (I3), der korrekt arbeiten müsste.


Laut Bedienungsanleitung kann der WR wohl ein paar Sachen wir "DC-Status 
(Angaben für den Service)" mitloggen, aber wenn die Oberfläche nicht 
eingerichtet oder zugänglich ist, lohnt es sich nicht unbedingt, da Zeit 
zu investieren. Zumal die Codes nicht näher erläutert werden.

: Bearbeitet durch User
von wolfgng (Gast)


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Gut, ich mache dann erst einmal Schritt 1 und 2 und werde morgen das 
Ergebnis präsentieren. Wenn es funktioniert, kann ich ja einen Fön mit 
Zeitschaltuhr vor dem Gerät montieren.

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> Wenn es funktioniert, kann ich ja einen Fön mit
> Zeitschaltuhr vor dem Gerät montieren.

:-)


Es wird sich schon eine Möglichkeit zum Ersatz des Elkos finden.

von wolfgng (Gast)


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Ich wollte mir sowieso einen neuen Lötkolben zulegen.

von wolfgng (Gast)


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Ergebnisse:
Schritt 1: LED´s beobachten
21 Uhr: WR geht in den Leerlauf/LED rot(D81) blinkt weiter/ LED grün 
(D80) bleibt an
21:10 Uhr: WR geht auf AUS/LED rot(D81) blinkt weiter/ LED grün (D80) 
bleibt an
21:55 Uhr: LED rot(D81) blinkt weiter/ LED grün (D80) leuchtet nicht 
mehr

Schritt 2: Fön
Den Schritt konnte ich leider nicht machen, da sich der Wechselrichter 
heute entschlossen hat, selbstständig ans Netz zu gehen. Da er im 
Augenblick so schön einspeist (12:55 Uhr: 8000W AC-Leistung) lasse ich 
ihn heute in Ruhe. Morgen früh schaue ich nach und dann, falls er nicht 
anfährt, kommt der Fön zum Einsatz. Ansonsten muss der Fön wohl warten, 
bis der Fehler wieder auftritt.

Kann ich den Kondensator nur ausgelötet messen?
Vielleicht habt ihr ja noch eine Idee, was ich noch machen könnte.

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> Schritt 2: Fön
> Den Schritt konnte ich leider nicht machen, da sich der Wechselrichter
> heute entschlossen hat, selbstständig ans Netz zu gehen. Da er im
> Augenblick so schön einspeist (12:55 Uhr: 8000W AC-Leistung) lasse ich
> ihn heute in Ruhe. Morgen früh schaue ich nach und dann, falls er nicht
> anfährt, kommt der Fön zum Einsatz. Ansonsten muss der Fön wohl warten,
> bis der Fehler wieder auftritt.

Dann hab einfach die Geduld.


> Kann ich den Kondensator nur ausgelötet messen?

Mit deinem Messgerät noch nicht mal ausgelötet.


> Vielleicht habt ihr ja noch eine Idee, was ich noch machen könnte.

Geduld, s.o.

von wolfgng (Gast)


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o.k., schönen Feiertag.

von wolfgng (Gast)


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von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Bis 20µF theoretisch ja (ohne das Gerät zu kennen, sieht wie ein 
Billigheimer aus, aber ich kenne es halt nicht um das genauer bewerten 
zu können).

Wieviel Kapazität soll der Kondensator, den Du messen möchtest, denn vom 
Aufdruck her haben?

Edit:

Kleine Elkos kann man auch einfach auf Verdacht tauschen wenn man löten 
kann. Das ist schnell erledigt, kostet nicht viel und wenns nichts 
bringt weiß man immerhin, daß die Mühle ein größeres Problem hat.

: Bearbeitet durch User
von wolfgng (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Wieviel Kapazität soll der Kondensator, den Du messen möchtest, denn vom
> Aufdruck her haben?

Ich habe die Platine noch nicht ausgebaut und der Kondensator sitzt auf 
der Rückseite.

Sam W. schrieb:
> So oder ähnlich könnte es im 8.3 aussehen:
> http://stan.wex.pl/images/p8.png
> Der "C4" aus dem Thread wäre dann C10 mit 47µF. Allgemein sind Werte von
> 10-47µF gängig.

H. H. schrieb:
> Dann hab einfach die Geduld.

Hast Recht gehabt. Heute morgen ist er nicht von selbst angesprungen.

Sam W. schrieb:
> Der von mir markierte Bereich passt für einen Versuch mit dem Fön.

Frisch gefönt läuft er jetzt wieder. Etwa 10 Sekunden habe ich die 
markierte Stelle erwärmt und schon war er im Standby (Grüne LED D80 ging 
an) und ist dann in den Einspeisebetrieb übergegangen. Bin mal wieder 
vollkommen erstaunt.

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> Ich habe die Platine noch nicht ausgebaut

Du weißt, dass du dazu nicht nur die Netzsicherungen abschalten musst?


Besorg dir doch ein defektes gleiches Gerät, da kannst du dann in Ruhe 
die Baugruppe reparieren.

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> Frisch gefönt läuft er jetzt wieder.

Das ist ein Klassiker, der Innenwiderstand des Elkos hat zugenommen, und 
durch die Erwärmung sinkt er wieder auf ein ausreichend kleines Maß.

Möglicherweise kannst du den Elko auch drin lassen, und einen zweiten 
bedrahteten parallel dazu löten.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Naaaaaaaaaaaaaaaaa nicht so'n Pfusch mit defekte Elkos drinnenlassen.

An dem Punkt würde ich wirklich alle Elkos in dem Bereich einfach auf 
Verdacht tauschen. Das Problem bei ausgetrockneten Elkos ist nämlich, 
daß die von der Kapazität her oft noch in Ordnung sind wenn man sie 
misst. Da braucht man schon ein richtiges Kondensator-Testgerät was auch 
den ESR messen kann.

Also Messung sparen, Kondensatoren besorgen und wenn man nicht selbst 
gut löten kann, dann machen lassen!

von H. H. (hhinz)


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Ben B. schrieb:
> Naaaaaaaaaaaaaaaaa nicht so'n Pfusch mit defekte Elkos
> drinnenlassen.

Ach je, ich schäm mich ja auch ein ganz kleines Bisschen.


> An dem Punkt würde ich wirklich alle Elkos in dem Bereich einfach auf
> Verdacht tauschen. Das Problem bei ausgetrockneten Elkos ist nämlich,
> daß die von der Kapazität her oft noch in Ordnung sind wenn man sie
> misst. Da braucht man schon ein richtiges Kondensator-Testgerät was auch
> den ESR messen kann.

Der Komponententester von Kübbeler&Co ist schon mal nicht schlecht.


> Also Messung sparen, Kondensatoren besorgen und wenn man nicht selbst
> gut löten kann, dann machen lassen!

Repaircafe wäre da eine gute Adresse, aber in Zeiten von Corona....

von wolfgng (Gast)


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H. H. schrieb:
> Du weißt, dass du dazu nicht nur die Netzsicherungen abschalten musst?

Ja, Hauptsicherung raus, DC-Lasttrennschalter aus, Steckverbinder zu den 
Modulen trennen, lange genug warten, bis die Kondensatoren leer sind 
(laut Bedienungsanleitung mindestens 5 Minuten), werde ich erst machen, 
nachdem der WR sich abends ausgeschaltet hat.

H. H. schrieb:
> Besorg dir doch ein defektes gleiches Gerät, da kannst du dann in Ruhe
> die Baugruppe reparieren.

Da schau ich heute mal nach, ob was im Angebot ist.

H. H. schrieb:
> Repaircafe wäre da eine gute Adresse, aber in Zeiten von Corona....

Ist leider noch geschlossen. Letzter Eintrag war vom Oktober 2020.

Ben B. schrieb:
> Also Messung sparen, Kondensatoren besorgen und wenn man nicht selbst
> gut löten kann, dann machen lassen!

Ich habe in der Nachbarschaft rumgefragt und einer arbeitet in einer 
Firma, die eine eigene Elektronikabteilung hat. Er würde meine Platine 
zur Messung und Reparatur mitnehmen. Ich werde das wohl versuchen. In 
meinem Fall besser als selbst löten, obwohl mich das schon interessieren 
würde.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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H. H. schrieb:
> Repaircafe wäre da eine gute Adresse, aber in Zeiten von Corona....

CoViD-19++, aus Gendergründen solle nicht mehr die weibliche Bezeichnung 
Corona verwendet werden. ;o)

H. H. schrieb:
> Ach je,

Wenn an den Elko nicht gut heran zu kommen ist, ist das verständlich. 
Wenn es damit geht, dann liegt Gewissheit vor, das schuldige Teil 
gefunden zu haben, hat Zeit einen wirklich guten Ersatz zu suchen und zu 
beschaffen.

Zu den Zeiten vor den günstigen Boards bestand ein Behelf aus einem 
NE555, dessen Ausgang über einen Widerstand an den Elko gelegt wurde und 
parallel wurde mit einem Voltmeter im mV-Bereich der AC-Anteil gemessen.

Nicht zur Nachahmung sei noch erwähnt, für die Messung unter Spannung 
wurde das Teil um einen Abblockungskondensator ergänzt mit einer 
9V-Blockbatterie betrieben.

von Sam W. (sam_w)


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wolfgng schrieb:
> Frisch gefönt läuft er jetzt wieder.

Super :-) Dann liegt der Verdacht endgültig auf C4 (10 µF).
Den mal tauschen (lassen) und dann schauen, ob alles läuft, wie es soll.
Kurze Info hier wäre nett, gerade auch falls es funktioniert.

Wenn das mit der Firma doch nicht klappt, einfach mal hier im Forum 
nachfragen mit ungefährer PLZ-Angabe. Per Versand ginge auch, könnte ich 
oder viele andere hier sicher machen.

von wolfgng (Gast)


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Sam W. schrieb:
> Kurze Info hier wäre nett, gerade auch falls es funktioniert.

Kommt auf jeden Fall. Denke, dass es nächste Woche klappen könnte, muss 
ich aber noch absprechen.

H. H. schrieb:
> Möglicherweise kannst du den Elko auch drin lassen, und einen zweiten
> bedrahteten parallel dazu löten.

Mir ist lieber, dass der rauskommt. Wenn ich die Platine ausgebaut habe, 
seh ich ja, ob ich mir das Aus- und Einlöten zutraue.Ansonsten hab ich 
ja jetzt auch noch die Nachbaroption.  Die Möglichkeit mit dem defekten 
Ersatzgerät stelle ich zunächst hinten an.

Sam W. schrieb:
> Wenn das mit der Firma doch nicht klappt, einfach mal hier im Forum
> nachfragen mit ungefährer PLZ-Angabe. Per Versand ginge auch, könnte ich
> oder viele andere hier sicher machen.

Noch ne Option. Superklasse!

Vielen Dank an alle für die wertvollen Tipps, durch die ich schon 
richtig weit gekommen bin, obwohl mir Elektronik immer ein Buch mit 
6,99... Siegeln bleiben wird. Jedenfalls bin ich sehr optimistisch. Mal 
seh´n, ob es am Ende funktioniert. Bis dahin guck´ ich mir noch ein paar 
Lötvideos auf Youtube an.

von H. H. (hhinz)


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Er wäre kein Fehler zunächst mal ein Foto der anderen Seite der Platine 
zu machen. Nachtarbeit bietet sich da an. Und darauf achten, dass man 
die Bauteile im relevanten Bereich gut erkennen kann, insbesondere die 
Beschriftung.

von wolfgng (Gast)


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H. H. schrieb:
> Er wäre kein Fehler zunächst mal ein Foto der anderen Seite der Platine
> zu machen. Nachtarbeit bietet sich da an. Und darauf achten, dass man
> die Bauteile im relevanten Bereich gut erkennen kann, insbesondere die
> Beschriftung.

Heute wird das nichts mehr bei mir, mach ich morgen Nacht.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Beim Löten musst Du halt schauen ob Du die alten raus oder runter (SMD) 
bekommst, ohne die Leiterbahnen der Platine zu beschädigen. Wie leicht 
oder schwer das ist weiß man immer erst wenn man es probiert. Das Lot 
ist heute immer bleifrei, das macht sich schon mal nicht ganz so leicht 
beim Auslöten bzw. es wird leichter, die Platine durch zuviel Hitze zu 
beschädigen (Hitze und Bewegung löst Leiterbahnen besonders schnell).

Polarität merken, am besten vorher gute Fotos machen. Elko verpolt 
einlöten gibt Spaß beim Einschalten.

Einlöten ist kein Problem, das Auslöten ist die Kunst.

von H. H. (hhinz)


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Ben B. schrieb:
> Einlöten ist kein Problem, das Auslöten ist die Kunst.

ACK, das ist nichts für Lötanfänger.

von wolfgng (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Einlöten ist kein Problem, das Auslöten ist die Kunst.

H. H. schrieb:
> ACK, das ist nichts für Lötanfänger.

Überzeugt! Ich mache es nicht selbst.

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> Ben B. schrieb:
>> Einlöten ist kein Problem, das Auslöten ist die Kunst.
>
> H. H. schrieb:
>> ACK, das ist nichts für Lötanfänger.
>
> Überzeugt! Ich mache es nicht selbst.

Naja, mit zwei kleinen Lötkolben und einer helfenden Hand mit Pinzette 
würdest du es schon hinbekommen. Aber wenn du jemand mit Übung an der 
Hand hast...

von Sam W. (sam_w)


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wolfgng schrieb:
> Wenn ich die Platine ausgebaut habe,
> seh ich ja, ob ich mir das Aus- und Einlöten zutraue.

Beim Zusammenbau auf jeden Fall darauf achten, dass die Schrauben bzw. 
Distandzbolzen fest sitzen. Im Photovoltaik-Forum gab es wohl auch schon 
Verbindungen an diesen Stellen, die im Laufe der Zeit verschmort sind.

von H. H. (hhinz)


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Sam W. schrieb:
> wolfgng schrieb:
>> Wenn ich die Platine ausgebaut habe,
>> seh ich ja, ob ich mir das Aus- und Einlöten zutraue.
>
> Beim Zusammenbau auf jeden Fall darauf achten, dass die Schrauben bzw.
> Distandzbolzen fest sitzen. Im Photovoltaik-Forum gab es wohl auch schon
> Verbindungen an diesen Stellen, die im Laufe der Zeit verschmort sind.

ACK!

von wolfgng (Gast)


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Sam W. schrieb:
> Beim Zusammenbau auf jeden Fall darauf achten, dass die Schrauben bzw.
> Distandzbolzen fest sitzen. Im Photovoltaik-Forum gab es wohl auch schon
> Verbindungen an diesen Stellen, die im Laufe der Zeit verschmort sind.

Da steht im Photovoltaikforum in der Antwort von Kostal  auf eine 
Ersatzteilanfrage: "Ihr Wunsch nach einer kostengünstigen Lösung ist 
durchaus verständlich und nachvollziehbar, dennoch müssen wir weiterhin 
den Versand einzelner Platinen zur Selbstmontage ablehnen.Die 
Leiterplatten werden auf stromführenden Bolzen montiert und bedingen 
eine Montage mit einem definierten Drehmoment."

Da ich den Drehmomentwert nicht kenne, muss mit Gefühl fest, aber noch 
nicht abgedreht gut sein. Das klappt schon. Ich habe mal ein Bild der 
Strom führenden Bolzen eingestellt.
Auf dem anderen Bild habe ich die Stelle markiert, wo der C4 sitzen 
müsste.

Heute morgen ist der WR auch wieder mal ungefönt angesprungen.

von H. H. (hhinz)


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Kannst ja mal nachsehen aus welchem Material Schrauben und Bolzen sind.

Da gibts dann Tabellen für das Nennanzugsmoment.

von wolfgng (Gast)


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H. H. schrieb:
> Kannst ja mal nachsehen aus welchem Material Schrauben und Bolzen sind.
>
> Da gibts dann Tabellen für das Nennanzugsmoment.

Als Autoschrauber würde ich mal auf 1-2Nm tippen. Tabellen sind 
natürlich besser.

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Kannst ja mal nachsehen aus welchem Material Schrauben und Bolzen sind.
>>
>> Da gibts dann Tabellen für das Nennanzugsmoment.
>
> Als Autoschrauber würde ich mal auf 1-2Nm tippen. Tabellen sind
> natürlich besser.

Kommt ja auch aufs Gewinde an. 2Nm bei M4 in Messing ist schon deutlich 
zu viel.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Yep, in Nm angegeben ist das Soll oft "merkwürdig wenig" und man kommt 
mit einem einfachen Schraubendreher schon oft drüber. Aber wenn man das 
nicht mit roher Gewalt festballert, geht's eigentlich auch nicht kaputt.

Genau das Gleiche wie mit dem Kondensator auslöten, das ist kein 
mystischer Zauber. Ein informierter Laie mit etwas Gefühl in den Fingern 
und dem richtigen Werkzeug (gut heizende Lötstation mit vernünftiger 
Lötspitze und Entlötpumpe) kriegt sowas schon hin. Erstmal sehen was das 
für eine Bauform ist, dann kann man ihm auch sagen wie's am besten ab 
geht. Bislang sieht's wie SMD aus und dann ists durchaus machbar.

von wolfgng (Gast)


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H. H. schrieb:
> Er wäre kein Fehler zunächst mal ein Foto der anderen Seite der Platine
> zu machen. Nachtarbeit bietet sich da an. Und darauf achten, dass man
> die Bauteile im relevanten Bereich gut erkennen kann, insbesondere die
> Beschriftung.

Ben B. schrieb:
> Polarität merken, am besten vorher gute Fotos machen. Elko verpolt
> einlöten gibt Spaß beim Einschalten.

Ich hoffe, die Fotos sind in Ordnung. Die Platine habe ich dafür nicht 
ausbauen müssen, hab nur das Handy dahinter gehalten und mit Makro 
geknipst.
Ich habe noch entdeckt, dass einer der Eingangsstecker (Nr. 2 im Bild) 
in den Wechselrichter gebrochen ist und nicht mehr fest im Gehäuse des 
WR sitzt. Ist wahrscheinlich schon beim Einbau vor 10 Jahren passiert. 
Bisher gab es aber noch keine Isolationsfehlermeldung.

von APW (Gast)


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Einige Lötstellen sehen komisch aus auf den Bildern. (Der 
MELF-Widerstand R16 oder der eine Pin des Wima-Kondensators)
https://www.mikrocontroller.net/attachment/516806/Platinenbolzen.jpg
https://www.mikrocontroller.net/attachment/516892/C4_1.jpg

Der, der daran rumlötet, soll mal die Lötstellen checken.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Bilder sind super.

Jo, mit Zinn waren sie da an R16 etwas sparsam, würde ich auch 
nachlöten.

Normaler SMD-Elko. Also etwas bleihaltiges Elektronik-Lötzinn auf die 
Lötstelle, daß alles schön flüssig wird und Beinchen abheben, danach die 
andere Seite und Elko abnehmen. Den neuen Elko mit der richtigen Polung 
erst das eine Beinchen anlöten, dann das zweite und das erste danach 
nochmal nachlöten um mechanische Spannungen zu vermeiden. Sollte zu 
schaffen sein.

von H. H. (hhinz)


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Du hast den richtigen im Visier. Da sollte ein guter 10µF/25V Elko im 
4mm Durchmesser Gehäuse rein, z.B. Panasonic Serie FK.

Aber man hat da gut Platz und kann notfalls auch einen bedrahteten Elko 
einbauen, z.B. Panasonic FR.

von H. H. (hhinz)


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Ben B. schrieb:
> Also etwas bleihaltiges Elektronik-Lötzinn auf die
> Lötstelle, daß alles schön flüssig wird und Beinchen abheben, danach die
> andere Seite und Elko abnehmen.

Das geht schnell schief, und dann ist das Lötpad abgerissen.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Mir noch nicht, aber ist schon klar, daß es irgendwer wieder besser 
wissen muß.

Elko abkneifen und die Rest-Kontakte einzeln entfernen geht nicht. Elko 
und SMD-Heißluftstation sollte man mindestes eine Schutzbrille tragen 
damit nichts ins Auge geht.

Nachtrag @TE:
Bei dem losen Stecker musst Du was machen. Wenn die Isolation in der 
Durchführung noch intakt ist, kann man das mit Epoxidharz kleben, wenn 
nicht, muß der Anschluss ausgetauscht werden. Warum? Diese 
Wechselrichter sind meistens trafolos und dadurch kann Spannung aus der 
AC-Seite auf die DC-Seite gelangen bzw. der Wechselrichter "arbeitet" im 
abgeschalteten Zustand wie ein Brückengleichrichter. Kommt da nun 
irgendwas auf Masse, wird das IGBT-Modul zerstört. Ist die einfachste 
Möglichkeit, die meisten SMA-Wechselrichter zu töten. Erdschluss auf der 
PV-Seite während des Betriebs und das Ding ist hin, repariert auch 
keiner mehr.

von H. H. (hhinz)


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Bei so kleinen Elkos gibts einen einfachen Trick. Man biegt sich aus 
Kupferdraht (1,5-2,5qmm Installationsleitung) einen Ring, der minimal 
größer als der Elko ist. Den stülpt man über den Elko und lötet ihn auf 
beiden Seiten fest. Wenn man dann auf der Seite mit dem größeren Pad 
(meist der Minuspol) das Lot wieder aufschmilzt, geht die Wärme auch bis 
zum kleineren Pad rüber, und schmilzt dort ebenfalls das Lot. Dann kann 
man den Elko mit einer Pinzette leicht abnehmen, samt Ring.

: Bearbeitet durch User
von wolfgng (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Bei dem losen Stecker musst Du was machen. Wenn die Isolation in der
> Durchführung noch intakt ist, ............

Das abgebrochene Teil des Steckers hing noch in der Durchführung ins 
Gehäuse und hat so den Kontakt verhindert. Es wundert mich, dass der 
Erdschluss nicht schon längst passiert ist. Wahrscheinlich, weil in den 
letzten 10 Jahren niemand das Gerät angefasst hat. Einen neuen Stecker 
brauche ich auf jeden Fall. Bis dahin habe ich großzügig nachisoliert.

H. H. schrieb:
> Du hast den richtigen im Visier. Da sollte ein guter 10µF/25V Elko im
> 4mm Durchmesser Gehäuse rein, z.B. Panasonic Serie FK.

Auf dem Kondensator steht ja 10µF/16V. Spielt es keine Rolle, wenn ich 
einen 25V nehme.
Die Lebensdauerangaben für Kondensatoren klingen immer nach so wenig. 
Die 1000-5000 Stunden sind ja im Verhältnis zur Laufzeit meines 
Wechselrichters von 44000 Stunden so, dass schon alle Elkos kaputt sein 
müssten.

H. H. schrieb:
> Das geht schnell schief, und dann ist das Lötpad abgerissen.

Falls ich es selbst mache, werde ich vorher an einer alten Platine aus 
meinem ausgemusterten PC üben. Außerdem muss ich mir vorher noch 
vernünftiges Werkzeug besorgen. Gibt´s Empfehlungen für die untere 
Amateurklasse? Momentan habe ich nur einen dafür untauglichen Lötkolben, 
mit dem ich allerdings den Keramikkondensator der Heizungsplatine 
rausbekommen habe, und einen Lötkolben mit Absaugung.
Vorher geh ich aber noch mal kurz zum  Nachbarn. Dank eurer Hilfe bin 
ich ja schon so weit, dass ich jetzt ungern was versaubeuteln will.

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> Auf dem Kondensator steht ja 10µF/16V. Spielt es keine Rolle, wenn ich
> einen 25V nehme.

16V sind ehr knapp, deshalb meine Empfehlung einem 25V Elko zu nehmen.


> Die Lebensdauerangaben für Kondensatoren klingen immer nach so wenig.
> Die 1000-5000 Stunden sind ja im Verhältnis zur Laufzeit meines
> Wechselrichters von 44000 Stunden so, dass schon alle Elkos kaputt sein
> müssten.

Die Angabe gilt für 105° und Nennstrombelastung. Normal bleibt man da ja 
deutlich drunter.


> Falls ich es selbst mache, werde ich vorher an einer alten Platine aus
> meinem ausgemusterten PC üben.

Eine sehr gute Idee.


> Außerdem muss ich mir vorher noch
> vernünftiges Werkzeug besorgen. Gibt´s Empfehlungen für die untere
> Amateurklasse?

Da halte ich mich raus.


> Momentan habe ich nur einen dafür untauglichen Lötkolben,
> mit dem ich allerdings den Keramikkondensator der Heizungsplatine
> rausbekommen habe,

Ich würde damit auch den Elko bewältigen.


> und einen Lötkolben mit Absaugung.

Der ist was für THT, nicht für SMD.


> Vorher geh ich aber noch mal kurz zum  Nachbarn. Dank eurer Hilfe bin
> ich ja schon so weit, dass ich jetzt ungern was versaubeuteln will.

Wohl besser so.

: Bearbeitet durch User
von wolfgng (Gast)


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H. H. schrieb:
> Ich würde damit auch den Elko bewältigen.

Du sicher, ich sicher nicht. Da ich ja ehrgeizig bin, übe ich jetzt mit 
dem Ding an meiner PC-Platine.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Das Üben an PC-Platinen kann begrenzt helfen, das Gefühl dafür zu 
bekommen. Wenn Du was mit hohem Schwierigkeitsgrad willst, dann such Dir 
eine alte Platine, wo das Trägermaterial schön dick ist und dann noch 
solche Lötstellen auf großen Masseflächen mit vielen 
Durchkontaktierungen sind. Das zieht dermaßen viel Wärme weg, wenn man 
dort das Gefühl bekommt wann eine Lötstelle flüssig ist ohne alles zu 
zerbraten, kann man es eigentlich überall. Aber einen Elko kriegt man 
eigentlich überall mit recht wenig Aufwand runter, bei mehr als zwei 
Anschlüssen sieht's schon wieder anders aus, vor allem wenn das Bauteil 
intakt bleiben soll.

Natürlich kann man sich jetzt auch für richtig Geld 'ne passende 
SMD-Elko-Lötspitze kaufen, oder in stundenlanger Arbeit so'n Ding 
zurechtschnitzen... unser hhinz a.k.a Robin Hood des Lööötens schießt 
den Elko auch bestimmt mit Pfeil und Bogen aus 50 Meter Entfernung 
runter ohne die Platine dabei anzukratzen. Soll jeder machen wie er 
will.

Ich arbeite recht viel mit der RDS-80 Lötstation. Das Kabel zum 
Lötkolben ist zwar genau so herrlich flexibel wie 'ne NYM-Leitung, aber 
der Lötkolben ansich macht einen guten Job, hat genug Leistung und hält 
schon viele Jahre. Ein Kumpel ist mit der Lötstation auch zufrieden, den 
stört nicht mal das meiner Meinung nach zu starre Kabel.

Lötspitze kann man keinen genauen Tip geben, das hängt sehr vom 
Einsatzzweck ab. Was ich für Anfänger empfehlen würde wäre 'ne normale 
runde Lötspitze ohne irgendwelche Schnörkel, damit kann man schon viel 
erreichen. Die Dicke muß man so dick wie möglich wählen, um möglichst 
viel Hitze übertragen zu können und so dünn wie nötig, damit man noch 
drankommt und sieht was man tut.

Hoffe das hilft Dir weiter.

von wolfgng (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Aber einen Elko kriegt man
> eigentlich überall mit recht wenig Aufwand runter
Runter kommen sie alle, aber wie? Ohne Erfahrung zumindest für mich 
nicht ganz so einfach.
Nach der heutigen Lötprobierstunde mit ein paar verbrannten Bauteilen 
und abgerissenen Lötsockeln ist es mir tatsächlich gelungen einen 4mm 
SMD-Elko so auszulöten, dass er hinterher noch halbwegs intakt aussah. 
Allerdings erst, nachdem ich meinen Lötkolben etwas mit der Feile 
bearbeitet hatte, damit ich beim Löten das "Opfer" überhaupt sehen 
konnte. An eine Platine, die ich hinterher noch verwenden will, würde 
ich mich aber noch nicht rantrauen. Morgen übe ich weiter.
Schönen Sonntag zusammen.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Yep, da musst Du noch üben. Wie der Kondensator hinterher aussieht ist 
egal, aber Du darfst auf keinen Fall ein Lötpad abreißen.

Bei den beiden Kondensatoren sehen die Zinnreste auf dem jeweils rechten 
Anschluss ziemlich flach und matt aus. Das legt nahe, daß das Zinn dort 
niemals richtig geschmolzen ist, folglich hattest Du entweder zu wenig 
Hitze oder hast den Kondensator zu früh abgerupft.

Das Zinn muss flüssig sein bevor Du das Bauteil bewegst und gleichzeitig 
darfst Du nicht so viel Hitze einsetzen, daß das Harz der Platine 
verbrennt. Bei beidem löst sich sonst das Lötpad, am schnellsten geht es 
kaputt wenn eine heiße Lötstelle bewegt wird, wo das Zinn gerade so noch 
nicht flüssig ist. Wenn das Zinn flüssig ist und man das Bauteil ganz 
leicht antippt, sieht man meistens wie sich das Zinn bewegt.

Versuch mal ein klein wenig frisches Lötzinn auf die alten Lötstellen 
aufzutragen, quasi wie nachlöten. Am besten mit bleihaltigem 
Elektroniklot (brauchst sowieso eines mit Flußmittelseele). Erstens 
schmilzt die Mischung mit dem bleifreien Fabriklot bei geringeren 
Temperaturen und zweitens bekommt man mit frischem Lötzinn und frischem 
Flußmittel viel besser Wärme in die Lötstelle. Aber keine riesen Mengen, 
sonst muß man das Zuviel hinterher wieder entfernen oder riskiert, daß 
Tropfen über die Platine kullern und irgendwo klebenbleiben, wo man sie 
nicht mehr ohne Weiteres ab bekommt (z.B. an den gefühlt tausend 
Beinchen eines Controller-Schaltkreises).

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Wenn Du und der Nachbar, also mit zwei Lötkolben gleichzeitig an beiden 
Pads das Lötzinn zum Schmelzen bringt, geht der Elko am risikofreiesten 
von der Platine.

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> Morgen übe ich weiter.

Das mach mal, es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Ersatz für den Elko im Wechselrichter hast du schon?

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Ersatz für den Elko im Wechselrichter hast du schon?
Mindestens einen, ist ja der gleiche wie das, was er vom Mainboard 
Audio-Codec runtergezupft hat...

von wolfgng (Gast)


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Moin,
im Moment ist das, was ich mache ja noch risikofreies Gefrickel mit eher 
ungeeignetem Werkzeug, aber sehr lehrreich.

Ben B. schrieb:
> Versuch mal ein klein wenig frisches Lötzinn auf die alten Lötstellen
> aufzutragen, quasi wie nachlöten. Am besten mit bleihaltigem
> Elektroniklot (brauchst sowieso eines mit Flußmittelseele).

Werd ich gleich mal ausprobieren, es sind ja noch reichlich Bauteile auf 
meiner Übplatine. Lötdraht habe ich nur als L-Sn60PbCu2 DIN 8516, F-SW 
26 in 1mm. Sollte in Ordnung sein. Ich weiß nur nicht, ob dünneres nicht 
besser wäre.

Dieter D. schrieb:
> Wenn Du und der Nachbar, also mit zwei Lötkolben gleichzeitig an beiden
> Pads das Lötzinn zum Schmelzen bringt

Daran habe ich auch schon gedacht. Ich bediene die 2 Lötkolben und meine 
Frau hebt das Ding mit der Pinzette ab.

H. H. schrieb:
> Ersatz für den Elko im Wechselrichter hast du schon?

Nee, muss ich noch bestellen. Werde ich heute noch machen.

Heute morgen blieb der WR mal wieder aus und ich habe die Gelegenheit 
genutzt, die Fehlerstelle noch einmal zu lokalisieren. Mit Hilfe eines 
Spezialkondensatortestgerätes (siehe Foto), bestehend aus meinem Fön, 
einem zusammengerollten Blatt Papier und Panzerband konnte ich die 
Warmluft ziemlich genau auf den C4 bringen. Nach ca. 2 Sekunden war der 
WR in Betrieb.

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> Nee, muss ich noch bestellen. Werde ich heute noch machen.

Kannst ja vorher nochmal rückfragen, ob er auch geeignet ist.


> Heute morgen blieb der WR mal wieder aus und ich habe die Gelegenheit
> genutzt, die Fehlerstelle noch einmal zu lokalisieren. Mit Hilfe eines
> Spezialkondensatortestgerätes (siehe Foto)

Hat ausreichende Erfindungshöhe für Patentierung! ;-)

von H. H. (hhinz)


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Ben B. schrieb:
>> Ersatz für den Elko im Wechselrichter hast du schon?
> Mindestens einen, ist ja der gleiche wie das, was er vom Mainboard
> Audio-Codec runtergezupft hat...

Gebrauchter Elko unbekannter Qualität....

von wolfgng (Gast)


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H. H. schrieb:
> Kannst ja vorher nochmal rückfragen, ob er auch geeignet ist.

Mach ich.

Ich glaube, es wird schon etwas besser mit dem Auslöten.

von Sam W. (sam_w)


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wolfgng schrieb:
> Mit Hilfe eines
> Spezialkondensatortestgerätes (siehe Foto), bestehend aus meinem Fön,
> einem zusammengerollten Blatt Papier und Panzerband

Sehr coole Idee (zumindest für Kurzzeitgebrauch) :-)

Ben B. schrieb:
> Das legt nahe, daß das Zinn dort
> niemals richtig geschmolzen ist, folglich hattest Du entweder zu wenig
> Hitze oder hast den Kondensator zu früh abgerupft.

Wenn die Lötkolbenleistung etwas knapp ist, hilft auch Vorheizen ganz 
gut.
So ein handelsüblicher Fön macht teils bis zu 80°C, das hilft gerade mit 
großen Masseflächen. Wenn es langsam unangenehm wird, die Platine 
anzufassen, ist es so warm, dass es merklich besser geht. Zusätzlich 
etwas Zinn zuführen ist trotzdem gut.

: Bearbeitet durch User
von wolfgng (Gast)


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H. H. schrieb:
> Kannst ja vorher nochmal rückfragen, ob er auch geeignet ist.
Ist der geeignet?
https://www.ebay.de/itm/333420194642?hash=item4da1646b52:g:NM4AAOSw0vBUc44X

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ich würd den nehmen.

Vielleicht hat jemand aus dem Forum ja noch einen herumzuliegen, dann 
mußt Du nicht so viel Geld für so einen Mini-Elko ausgeben. Für mich ist 
bei so viel Geld für Kleinstteile immer der Punkt erreicht, wo ich einen 
guten aus der Restekiste suche, hat bislang auch noch keine Probleme 
gegeben.

von wolfgng (Gast)


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Ben B. schrieb:
> für so einen Mini-Elko

Sind ja 4 Stück, wenn ich es richtig verstanden habe. Den Rest hebe ich 
dann für das nächste Mal auf.

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Kannst ja vorher nochmal rückfragen, ob er auch geeignet ist.
> Ist der geeignet?
> Ebay-Artikel Nr. 333420194642

Unbekannte Qualität.

von wolfgng (Gast)


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von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Unbekannte Qualität.
>
> In der Artikelbeschreibung weiter unten steht doch Panasonic LR.

LR sind ganz andere Elkos, auch von der Bauform her.

Aber du hast doch recht, er schreibt EEEFK1E100R, also Panasonic FK, und 
die taugen.


> Oder der, ist aber vom gleichen Anbieter.
> Ebay-Artikel Nr. 233420119786

Halt nur 16V.

von wolfgng (Gast)


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H. H. schrieb:
> er schreibt EEEFK1E100R, also Panasonic FK, und
> die taugen.

Ich bestelle die 25V-Ausführung.

von wolfgng (Gast)


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Die Elkos hab´ich bestellt (sollten bis Mittwoch da sein) und der 
Elektroniker in der Firma,in der mein Nachbar arbeitet, lötet mir einen 
davon ein. Wenn nichts dazwischen kommt, ist das bis Freitag fertig  und 
der WR macht wieder alles alleine.

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> Die Elkos hab´ich bestellt (sollten bis Mittwoch da sein) und der
> Elektroniker in der Firma,in der mein Nachbar arbeitet, lötet mir einen
> davon ein.

Einlöten ist einfach.


> Wenn nichts dazwischen kommt, ist das bis Freitag fertig  und
> der WR macht wieder alles alleine.

Prima.

von wolfgng (Gast)


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Die Elkos sind angekommen. In der Beschriftung steht aber nichts von 
25V. Sind die richtig?

von Sam W. (sam_w)


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wolfgng schrieb:
> Sind die richtig?

Ja, das passt. Panasonic codiert die Spannungsfestigkeit über den 
Buchstaben vor der Serienbezeichnung.
Das E steht für die 25 V.
https://www.mouser.de/datasheet/2/315/ABA0000C1251-1138508.pdf

von wolfgng (Gast)


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Sam W. schrieb:
> Ja, das passt.

Danke.

von wolfgng (Gast)


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wolfgng schrieb:
> Die Elkos hab´ich bestellt (sollten bis Mittwoch da sein) und der
> Elektroniker in der Firma,in der mein Nachbar arbeitet, lötet mir einen
> davon ein. Wenn nichts dazwischen kommt, ist das bis Freitag fertig  und
> der WR macht wieder alles alleine.

Hat leider nicht geklappt. Die Platine ist wieder zurück, allerdings 
ohne neuen Elko. Der Kollege meines Nachbarn meinte, dass der 
Kondensator nicht verlötet, sondern verpresst sei, was man an der 
Rückseite der Platine erkennen könnte und er ihn nicht ohne Beschädigung 
der Platine herausbekäme. Ich habe die Stelle auf einem der Bilder 
markiert, kann mir aber nicht vorstellen, dass so ein Kondensator ohne 
Lötstellen funktioniert und dass er durch die Platine hindurch verpresst 
ist. Allerdings bin ich auch nicht so bewandert mit elektronischen 
Bauteilen. Ich dachte die SMD-Bauteile hätten den Vorteil, dass die 
andere Seite der Platine auch verwendet werden kann. Nun ja, was meint 
ihr dazu?

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> Der Kollege meines Nachbarn meinte, dass der
> Kondensator nicht verlötet, sondern verpresst sei, was man an der
> Rückseite der Platine erkennen könnte und er ihn nicht ohne Beschädigung
> der Platine herausbekäme.

Kompletter Unsinn!

von wolfgng (Gast)


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H. H. schrieb:
> Kompletter Unsinn!

Hab´ich mir gedacht. Wieder was gelernt, nie zu früh freuen. Nur gut, 
dass die nicht versucht haben, das Teil irgendwie rauszubekommen. Kaputt 
hätte ich es auch alleine bekommen.

von Sven L. (sven_rvbg)


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wolfgng schrieb:
> Hab´ich mir gedacht. Wieder was gelernt, nie zu früh freuen. Nur gut,
> dass die nicht versucht haben, das Teil irgendwie rauszubekommen. Kaputt
> hätte ich es auch alleine bekommen.

Was helfen kann, ist das Lötzinn auf der Platine mit frischem Lötzinn 
flüssig zu bekommen, da da noch frisches Flussmittel drin ist!

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Du könntest mal eine Bild von der Unterseite der gelieferten Elkos 
machen.

Diese Rundungsfläche auf der Rückseite soll auch etwas die Wärmeabfuhr 
unter dem Elko verbessern. Verpresst halte ich für sehr 
unwahrscheinlich. Könnte mit Wärmeleitkleber zusätzlich versehen sein, 
aber darunter befinden sich keine anderen durchlaufenden Leiterbahnen, 
die nicht zum Elkopad laufen.

: Bearbeitet durch User
von wolfgng (Gast)


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Dieter D. schrieb:
> Du könntest mal eine Bild von der Unterseite der gelieferten Elkos
> machen.

Ich kann da nix besonderes erkennen.

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> Ich kann da nix besonderes erkennen.

Da gibts auch nichts besonderes.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Voll der Profi.

Magst Du mir die Platine schicken? Wären dann aber 2x Versandkosten nach 
und von Berlin.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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wolfgng schrieb:
> Ich kann da nix besonderes erkennen.

Danke. Das hatte ich vermutet. Vermutlich ist beim anderen Elko das 
Plättchen auch gewöhnliches Plastik. Damit wäre das keine 
Thermofixierung während des Lötprozesses zur Realisierung großer Schock- 
und Vibrationsresistenzen.

Beim Auslöten nimm nicht die geringste Rücksicht auf das Plastikteil. 
Wenn Du die ganzen Beine besser flüssig bekommst, lass ruhig das Plastik 
dabei schmoren.

von H. H. (hhinz)


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Ben B. schrieb:
> Magst Du mir die Platine schicken? Wären dann aber 2x Versandkosten nach
> und von Berlin.

Ich denke Wolfgang kann das mittlerweise selbst. Man kommt ja an den 
Elko auch prima ran.

von Name: (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Normaler SMD-Elko. Also etwas bleihaltiges Elektronik-Lötzinn auf die
> Lötstelle, daß alles schön flüssig wird und Beinchen abheben, danach die
> andere Seite und Elko abnehmen. Den neuen Elko mit der richtigen Polung
> erst das eine Beinchen anlöten, dann das zweite und das erste danach
> nochmal nachlöten um mechanische Spannungen zu vermeiden. Sollte zu
> schaffen sein.

Bitte nicht.
Die Mischung aus verbleitem und bleifreiem Zinn ist nicht besonderst 
gut. Mindestens die mechanische Festigkeit ist Mist.

Man kann zur Reparatur verbleites Zinn nehmen, dann aber bitte so viel 
wie möglich bleifreie Zinn vorher mit Litze wegmachen.
Wenn die Lötstelle gut ist, nicht nachlöten, auch "wenns zu wenig Zinn 
hat".
"if it ain't broke, don't fix it"

Auch gilt: Keine "Elko-Kur" machen, sondern zu die defekten tauschen. Es 
gibt Elkos mit unterschidlichen Eigenschaften, man kann sich neue 
Probleme einziehen.
Ganz davon abgesehen, dass jeder Lötvorgang ein gewisses Risiko ist.

Ich würde mich erst einmal auf den im PV-Forum erwähnten Kondensator 
konzentrieren. Das Problem scheinen mehrere Leute gehabt zu haben, also 
ist es relativ wahrscheinlich, dass der Fehler hier liegt.

von H. H. (hhinz)


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Name: schrieb:
> Ich würde mich erst einmal auf den im PV-Forum erwähnten Kondensator
> konzentrieren. Das Problem scheinen mehrere Leute gehabt zu haben, also
> ist es relativ wahrscheinlich, dass der Fehler hier liegt.

Ist halt blöd, wenn man den Thread nicht liest.

von wolfgng (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Magst Du mir die Platine schicken? Wären dann aber 2x Versandkosten nach
> und Berlin.

H. H. schrieb:
> Ich denke Wolfgang kann das mittlerweise selbst. Man kommt ja an den
> Elko auch prima ran.

Vielen Dank für´s Angebot und das Zutrauen in meine Mega-Lötfähigkeiten. 
In einem Elektro-Laden bei uns im Ort habe ich eben noch nachgefragt und 
tätsächlich eine Radio-und Fernsehtechnikerin gefunden, die mir den Elko 
heute noch tauschen will. Heute nachmittag weiß ich dann mehr.

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> In einem Elektro-Laden bei uns im Ort habe ich eben noch nachgefragt und
> tätsächlich eine Radio-und Fernsehtechnikerin gefunden, die mir den Elko
> heute noch tauschen will.

Das klingt ja prima.


> Heute nachmittag weiß ich dann mehr.

<daumendrück>

von wolfgng (Gast)


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So, bin wieder zurück und die Platine ist auch schon drin. Ich brauche 
halt für alles ziemlich lange, weil ich mir 20zig mal die Fotos anschaue 
und nachdenke, damit hinterher alles so ist wie vorher. Der ganze 
Elektrik-Elektronik-Trick-Kram ist mir doch irgendwie suspekt. Der WR 
läuft wieder und speist auch fleißig ein. Morgen früh werde ich dann 
sehen, ob er von alleine anspringt.............................. oder 
nicht.
Die Repararatur (C4 auslöten, neuen einlöten, R16 beidseitig nachlöten) 
hat 5,- Euro gekostet, hab´aber noch was draufgepackt.
Morgen schreibe ich, ob der Rettungsversuch erfolgreich war.

von wolfgng (Gast)


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Guten Morgen,
wobei die Betonung auf "gut" liegt. Der WR ist kein Langschläfer mehr 
und hat heute morgen ohne zusätzliche Weckaktionen seine Arbeit 
aufgenommen. Offensichtlich war es dieser kleine C4, der die ganze Kiste 
lahm gelegt hat. Kleine Ursache, große Wirkung. Sieht ja fast so aus, 
als ob manche Kondensatoren schon so eingebaut werden, dass sie nach 
10-12 Jahren für den Ausfall des Gerätes sorgen. Vielleicht bin ich aber 
nur zu misstrauisch.

Vielen herzlichen Dank an alle, die mitgeholfen haben, den 
Wechselrichter wieder zum Laufen zu bringen.Ich werde euch 
weiterempfehlen.
Dazu gehören auch die Betreiber dieses Forums, durch das ich jetzt 
inzwischen bereits ein  Problem mit meiner Heizungssteuerung und eins 
mit meinem Wechselrichter lösen konnte.

von tue (Gast)


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wolfgng schrieb:
> Die Repararatur (C4 auslöten, neuen einlöten, R16 beidseitig nachlöten)
> hat 5,- Euro gekostet, hab´aber noch was draufgepackt.

Superfairer Preis - wer macht sowas?

von wolfgng (Gast)


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tue schrieb:
> Superfairer Preis - wer macht sowas?

Ein kleiner Laden für Radio- und Fernsehtechnik bei uns im Ort. Bei 
denen kaufe ich meinen nächsten Fernseher.

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> Sieht ja fast so aus,
> als ob manche Kondensatoren schon so eingebaut werden, dass sie nach
> 10-12 Jahren für den Ausfall des Gerätes sorgen.

In dem Fall kann man keine Absicht unterstellen.

von wolfgng (Gast)


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H. H. schrieb:
> In dem Fall kann man keine Absicht unterstellen.

Da bin ja beruhigt.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Sei froh wenn es 10..12 Jahre sind. Von anderen (auch deutschen) 
Herstellern bin ich anderes gewohnt. Was glaubst Du bei wievielen dieser 
Dinger schon nach 3..4 Jahren die Kontakte der ENS-Relais komplett 
verbrutzelt sind oder irgendwelche Stromsensoren die Grätsche machen... 
oder was es nach wenigen Betriebsjahren für Probleme mit kalten 
Lötstellen gibt, teils mit professionell nicht reparierbarem 
Platinenschaden durch die Wärmeentwicklung. Aufgepumpte 
Zwischenkreiskondensatoren sind bei einem großen deutschen Hersteller 
aus Niestetal selbst heutzutage noch ein gängiges Mittel gegen die 
Langlebigkeit seiner Produkte.

von Anarchist (Gast)


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H. H. schrieb:
> In dem Fall kann man keine Absicht unterstellen.

Ist das dein Ernst? Bei einem WR sollte die Lebensdauer schon
mindestens 20 Jahre betragen, ist ja keine Konsumelektronik.
Ein Solid Cap hätte hier deutlich länger gehalten.
Der neue ist 105° aber gerade mal 2.000h...

von H. H. (hhinz)


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Anarchist schrieb:
> H. H. schrieb:
>> In dem Fall kann man keine Absicht unterstellen.
>
> Ist das dein Ernst?

Ja.


> Bei einem WR sollte die Lebensdauer schon
> mindestens 20 Jahre betragen, ist ja keine Konsumelektronik.

Träumer.


> Ein Solid Cap hätte hier deutlich länger gehalten.

Der originale Nichicon Elko normalerweise auch.


> Der neue ist 105° aber gerade mal 2.000h...

Zum Glück hats im Wechselrichter keine 105°C.

von Anarchist (Gast)


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H. H. schrieb:
>> Der neue ist 105° aber gerade mal 2.000h...
>
> Zum Glück hats im Wechselrichter keine 105°C.

Bei 65°C (Kondensatorinnentemperatur) sind das auch nur 32.000h.
Bei 10h Betrieb am Tag also nichtmal 10 Jahre. Also Murks.

von H. H. (hhinz)


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Anarchist schrieb:
> H. H. schrieb:
>>> Der neue ist 105° aber gerade mal 2.000h...
>>
>> Zum Glück hats im Wechselrichter keine 105°C.
>
> Bei 65°C (Kondensatorinnentemperatur) sind das auch nur 32.000h.

Unsinn!

von wolfgng (Gast)


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Tag 2 nach der Reparatur und schon wieder ein tadelloser Frühstart. 
Elektronik ist super, ...............solange sie funktioniert. Ärgerlich 
ist natürlich, wenn die Bauteile zu schnell defekt sind und dadurch die 
Geräte unbrauchbar werden (nicht jeder findet fachkundige und zugleich 
hilfsbereite Unterstützer).
Ich habe mir die PV-Anlage und eine Erdwärmeheizung auch deshalb 
angeschafft, weil ich damit das Gefühl hatte, etwas ökologisch 
Sinnvolles zu tun. Wenn die Laufzeit der Geräte aber zu kurz ist, kann 
das wohl kaum der Fall sein.
Beim Kauf meiner Heizung bin ich schon von 25-30 Jahren und beim 
Wechselrichter von 20 Jahren Laufzeit ausgegangen. Vielleicht klappt´s 
ja doch noch.

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> Beim Kauf meiner Heizung bin ich schon von 25-30 Jahren und beim
> Wechselrichter von 20 Jahren Laufzeit ausgegangen. Vielleicht klappt´s
> ja doch noch.

Bis jetzt wars ja nur jeweils eine Kleinreparatur.

von Anarchist (Gast)


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wolfgng schrieb:
> Beim Kauf meiner Heizung bin ich schon von 25-30 Jahren und beim
> Wechselrichter von 20 Jahren Laufzeit ausgegangen. Vielleicht klappt´s
> ja doch noch.

Die Scheinheiligkeit ist immer und überall.
Solange nicht der Plitz in den Wechselrichter reinfährt, lässt sich der 
ja reparieren. Ich denke mal soviel Restlaufzeit (EEG-Förderung) hast 
jetzt eh nicht mehr.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Also bei einem direkten Treffer in die Solarpanele macht der Blitz im 
Wechselrichter Tabula rasa. Das sind die Geräte, die schraubt man auf, 
schaut rein, schraubt sie wieder zu und schmeißt sie weg. Da bleibt so 
gut wie nichts da drin heil.

von wolfgng (Gast)


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H. H. schrieb:
> Bis jetzt wars ja nur jeweils eine Kleinreparatur.

Stimmt, aber ohne Hilfe hätte ich zwei neue Geräte gebraucht. Mein 
Heizungsbauer war ebenso nicht in der Lage den Fehler zu finden, wie 
mein PV-Anlagenbauer. Auch eine fähigen Elektroniker hatten sie nicht 
zur Hand.In den meisten Fällen bedeutet dies die Anschaffung eines 
Neuteils.

Anarchist schrieb:
> Ich denke mal soviel Restlaufzeit (EEG-Förderung) hast
> jetzt eh nicht mehr.

Immerhin noch 9 Jahre.

Ben B. schrieb:
> Also bei einem direkten Treffer in die Solarpanele macht der Blitz im
> Wechselrichter Tabula rasa.

Gilt das auch in Verbindung mit einem Überspannungsschutz?

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> Ben B. schrieb:
>> Also bei einem direkten Treffer in die Solarpanele macht der Blitz im
>> Wechselrichter Tabula rasa.
>
> Gilt das auch in Verbindung mit einem Überspannungsschutz?

Du müsstest die Solarpaneele in einen Faradayschen Käfig stecken.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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H. H. schrieb:
> Du müsstest die Solarpaneele in einen Faradayschen Käfig stecken.

Oder die Solaranlage von Hochhäusern umzingeln lassen. Dann nehmen die 
der Solaranlage alle Blitze weg.

(PS: Das Sonnenlicht aber auch.)

von wolfgng (Gast)


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H. H. schrieb:
> Du müsstest die Solarpaneele in einen Faradayschen Käfig stecken.

Passt aber nicht in mein Auto.

Dieter D. schrieb:
> Oder die Solaranlage von Hochhäusern umzingeln lassen. Dann nehmen die
> der Solaranlage alle Blitze weg.

Das Haus meines Nachbarn ist etwas höher als meins, vielleicht reicht´s 
ja.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Überspannungsschutz?
Von dem bleibt bei einem direkten Treffer
nur ein großer schwarzer Fleck übrig.

Es ist einfach viel zu viel Energie in einem solchen Blitz. Da können 
die Module auch noch so gut geerdet sein, die 5kV oder was die Isolation 
der Module aushält, nutzt da gar nichts... Ziel bei sowas ist einfach 
nur verhindern, daß irgend etwas brennt.

von wolfgng (Gast)


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Sam W. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Großes Lob!
>
> Danke :-) Wenn wir verfügbare Infos zusammentragen kommen wir schneller
> (oder überhaupt) zum Ziel.


Nach 2 Wochen "Langzeittest" möchte ich noch das Ergebnis präsentieren. 
Der Wechselrichter springt nach der Reparatur jeden Morgen brav an und 
verrichtet seine Arbeit, was bedeutet, dass wir das Ziel wohl erreicht 
haben.  Der C4-Kondensator war wohl offensichtlich die Ursache für die 
Aufwachprobleme. Noch einmal vielen Dank an alle, die konstruktiv an der 
Lösung meines Problems mitgearbeitet haben. Der Thread ist kann 
sicherlich sehr hilfreich für die Wechselrichterbesitzer sein, bei denen 
der gleiche Fehler auftritt.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Hey danke für Deine Rückmeldung, das machen leider viel zu wenige und 
man weiß daher nie was aus einer Sache geworden ist, nachdem man zu 
helfen probiert hat.

von H. H. (hhinz)


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wolfgng schrieb:
> Der C4-Kondensator war wohl offensichtlich die Ursache für die
> Aufwachprobleme.

Eben, ganz offensichtlich.


Als nächtes ist dann deine Waschmaschine dran. ;-)

von wolfgng (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Hey danke für Deine Rückmeldung

Ist doch selbstverständlich. So wird es für die nächsten halt einfacher.

H. H. schrieb:
> Als nächtes ist dann deine Waschmaschine dran. ;-)

Eher meine Kaffeemaschine, die zickt schon länger ein bisschen rum.
Bis dann.

von Stefan (Gast)


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Hallo Wolfgang,
Ich habe genau das gleiche Problem mit meinem Kostal PIKO 5.5.
Dieser ist knapp 11 Jahre alt und läuft, wenn er am Netz ist 
einwandfrei.
Sporadisch muss ich seit ca 4 Monaten den LS Schalter der Anlage 
betätigen und 5 Minuten warten, danach geht der Wechselrichter ohne 
Probleme zum Glück noch an das Netz und läuft mit sehr guter Leistung.
Heute ist er auch wieder ganz alleine ans Netz gegangen.
Hat sich deine Problem mit dem Austausch des C4 Kondensator dauerhaft 
gelöst?
Vielen Dank für deine Bemühungen und Rückmeldung.
Beste Grüße
Stefan

von wolfgng (Gast)


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Stefan schrieb:
> Sporadisch muss ich seit ca 4 Monaten den LS Schalter der Anlage
> betätigen und 5 Minuten warten, danach geht der Wechselrichter ohne
> Probleme zum Glück noch an das Netz und läuft mit sehr guter Leistung.

Hallo Stefan,
war bei mir etwa ein halbes Jahr auch so. Dann ist er gar nicht mehr 
alleine in den Einspeisebetrieb gegangen und ich musste jeden Morgen die 
Sicherung aus- und nach 5 Minuten wieder einschalten. Mein Solarmonteur, 
der die Anlage vor ca. 11 Jahren geliefert hat, meinte, dass sich die 
Ausfälle häufen werden und der WR irgendwann überhaupt nicht mehr zur 
Arbeit zu bewegen ist. Ein neuer WR neuerer Generation sollte etwa 
2000,-Euro kosten. Mit einer längeren Laufzeit als 12-15 Jahre sei nicht 
zu rechnen.

Stefan schrieb:
> Hat sich deine Problem mit dem Austausch des C4 Kondensator dauerhaft
> gelöst?

Seit der Reparatur vor 4 Wochen springt des gute Stück jeden Morgen 
zuverlässig ganz selbstständig an und liefert bei den derzeitigen 
Wetterbedingungen jede Menge Strom.
Mit der Fön-Methode kann man ohne Ausbau der Platine prima testen, ob 
der Kondensator defekt ist. Ich weiß allerdings nicht, ob die Platine 
beim Pico 5.5 genauso aufgebaut ist wie bei meinem 8.3. Das kannst du 
vielleicht anhand der eingestellten Bilder herausfinden.
Falls du einen Kondensator brauchst, kann ich dir einen schicken. Habe 
noch drei übrig, da ich nur im 4er-Pack bestellen konnte.

Viele Grüße
Wolfgang

von Stefan (Gast)


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Morgen Wolfgang,

vielen Dank für die schnelle Rückmeldung, und sehr erfreulich für dich, 
dass dein Wechselrichter wieder ohne Probleme läuft.

Ich hatte einen Elektriker einer Kostal Partnerfirma bei mir, er konnte 
aber keinen Fehler finden, wir haben dann mit der Kostalhotline telef. 
u. dort hieß es nur, der Wechselrichter würde aus welchen Gründen auch 
immer den Tagmodus nicht mehr herstellen, da dieser aus der Garantie 
sei, macht nur ein Austausch Sinn.
Angebot liegt mir aber noch nicht vor.

Da der piko aber super läuft, wenn er am Netz ist, möchte ich gerade 
bezüglich Thema Nachhaltigkeit diesen gerne weiter laufen lassen.

Ist es eventuell möglich, dass wir beide die Tage mal telef. und du mir 
deine Vorgehensweise genau erläuterst, dass wäre super da ich absoluter 
Leihe bin.
Würde dir dann über das Forum meine Mail Adr. schicken und könnten dann 
die Nr. austauschen.

Dir einen guten Start in den Tag.

Beste Grüße
Stefan

von Sven L. (sven_rvbg)


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Stefan schrieb:
> Ich hatte einen Elektriker einer Kostal Partnerfirma bei mir, er konnte
> aber keinen Fehler finden, wir haben dann mit der Kostalhotline telef.
> u. dort hieß es nur, der Wechselrichter würde aus welchen Gründen auch
> immer den Tagmodus nicht mehr herstellen, da dieser aus der Garantie
> sei, macht nur ein Austausch Sinn.
Es ist halt leider so, das  Installations- und Servicepartner nur ganze 
Baugruppen tauschen oder eben sogar das komplette Gerät, je nach dem, 
was der Hersteller eben vor gibt.

> Angebot liegt mir aber noch nicht vor.
Leider wird das wohl verglichen mit einem Bauteilwechsel recht teuer 
sein, wenn der Hersteller nicht aus Kulanz sagt, das so ein Ausfall 
nicht sein darf.

>
> Da der piko aber super läuft, wenn er am Netz ist, möchte ich gerade
> bezüglich Thema Nachhaltigkeit diesen gerne weiter laufen lassen.
Das Ganze ist durchaus löblich.
>
> Ist es eventuell möglich, dass wir beide die Tage mal telef. und du mir
> deine Vorgehensweise genau erläuterst, dass wäre super da ich absoluter
> Leihe bin.
Hier kommt halt der Punkt, an dem man nur eine nachdrückliche Warnung 
aussprechen kann! PV ist alles andere als ungefährlich, da sind 
teilweise Spannungen von bis zu 1000V und ordentliche Ströme im Spiel. 
Wenn man einen Fehler macht, kann man da ordentliche Lichtbögen ziehen 
oder schlimmeres.

Aus diesem Grunde suche Dir doch am Besten jemanden, der Dich da 
unterstützt, der kein absoluter Laie ist.

von wolfgng (Gast)


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Stefan schrieb:
> Würde dir dann über das Forum meine Mail Adr. schicken und könnten dann
> die Nr. austauschen.

Können wir machen. Meine Vorgehensweise kannst du ja anhand des Threads 
nachvollziehen und falls du dazu noch Fragen hast, werde ich dir gerne 
soweit möglich weiterhelfen. Ich bin allerdings auch nicht so versiert 
und hätte das Problem ohne vielfältige Hilfe sicher nicht beheben 
können.Was du dir am Ende zutraust, musst du dann selbst entscheiden. Im 
Zweifel, lieber jemanden suchen, der sich auskennt und nicht nur so tut.
Ich habe jedenfalls sehr viel Respekt vor den Spannungen, die da 
anliegen können, weshalb ich alle Arbeiten nur

- nachts (nachdem der WR auf "AUS" gegangen ist) und
- nach Ausschalten der Einspeisesicherung und
- nach Ausschalten des DC-Trennschalters und
- nach einer Wartezeit von ca. 30 Minuten mit anschließendem Abklemmen 
der   Strings

durchgeführt habe. Da ich noch da bin, scheinen keine wichtigen Punkte 
falsch gewesen zu sein.

von H. H. (hhinz)


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Stefan schrieb:
> Würde dir dann über das Forum meine Mail Adr. schicken und könnten dann
> die Nr. austauschen.

Wolfgang hat hier auch einen Account:

https://www.mikrocontroller.net/user/show/wolfgng



Und wenn du hier deine PLZ nennst, dann meldet sich evtl jemand aus 
deiner Nähe.

von Stefan (Gast)


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Hallo Wolfgang,
Vielen Dank für deine Bemühungen und anbei meine Mail Adresse.
Stolze1976@web.de
Freue mich von Dir zu hören und eventuell bekomme ich meinen piko auch 
wieder auf die richtige Bahn 😉

Beste Grüße
Stefan

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Stefan schrieb:
> und anbei meine Mail Adresse.

Da hättest Du Dich mal besser hier angemeldet, als Deine Emailadresse 
hier groß rein zu stellen. Ohje sind hier in Sachen des Datenschutzes 
einige schwach ...

von Kai123 (Gast)


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Hallo,
ich habe das gleiche Problem und mit der Fön Variante ist der 
Frequenzumrichter sofort wieder gestartet.
Kondensatoren sind bestellt und jetz muss ich halt noch löten
Drückt mir die Daumen dass alls glatt läuft
Gruß Kai

von Helmut Meyer (Gast)


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Hallo,
die Fehlerbeschreibung hier hat geanu das Symtom bei meinem Piko 5.5 
genau getroffen.
Ich habe daraufhin den Kondensator ersetzt und der WR startet nun wieder 
von alleine.

Deshalb möchte ich mich für die Hilfestellung ausdrücklich und herzlich 
bedanken.

Wer weiß, ob nicht vor einigen Jahren das gleiche meinen 2. WR betroffen 
hatte. Da habe ich für 1000 € ein Austauschgerät von Kostal bekommen.

Ist schon irre, wegen einem 10 ct Bauteil, den ganzen WR zu ersetzen.

Viele Grüße
Helmut

von Kai123 (Gast)


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Die Kondensatoren sind angekommen aber der Frequenzumrichter läuft deit 
dem 2. mal Fönen tadellos von alleine an.
"Selbstheilung"

Ich habe mir eine überwachung geschrieben die jetzt mir ne Mail schreibt 
wenn der Frequenzumrichter mal über 15 Minuten von 7 Uhr bis 18 Uhr eine 
100 liefern sollte

Gruß und danke an alle die mir hier geholfen haben

Kai

von H. H. (hhinz)


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Kai123 schrieb:
> Die Kondensatoren sind angekommen aber der Frequenzumrichter läuft
> deit
> dem 2. mal Fönen tadellos von alleine an.
> "Selbstheilung"

Es kommen kühlere Tage...


> Ich habe mir eine überwachung geschrieben die jetzt mir ne Mail schreibt
> wenn der Frequenzumrichter mal über 15 Minuten von 7 Uhr bis 18 Uhr eine
> 100 liefern sollte

Der meldet sich sicherlich bald.

von Boljan (Gast)


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Guten Morgen Leidgenossen,
Habe auch einen Wechselrichter von Piko und zwar den 4.2.
seit ca. 1Woche habe ich auch das Problem ,dass er morgens nicht 
anspringt.
Nach Aus- Ein schalten des FI meldet sich der Wechselrichter und 
funktioniert einwandfrei. Am nächsten Tag wieder das selbe Spiel. 
Vermute mal dass bei mir dasselbe Problem ansteht wie bei Euch und ich 
den C4 (Kondensator) tauschen sollte. Müsste mir aber einen Techniker 
ins Haus holen. Laufen Eure Wechselrichter seit dem tausch noch 
tadellos? Für Antworten bin ich sehr Dankbar. Komme aus Österreich und 
habe bei uns nichts gefunden.

von Boljan (Gast)


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Wie Heiß darf man mit dem Föhn die Platine anheizen?

von Weltverschlimmbesserer (Gast)


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Boljan schrieb:
> Wie Heiß darf man mit dem Föhn die Platine anheizen?

Man sollte die Platine auf 350 Grad erhitzen bis sich alls Bauteile 
entlötet habe. Diese sollte man dann samt dem Rest des Inverters und den 
Panels entsorgen und sich anstelle ein Braunkohlekraftwerk in den Keller 
stellen.

von H. H. (hhinz)


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Boljan schrieb:
> Wie Heiß darf man mit dem Föhn die Platine anheizen?

Einfach aus 20-30cm Entfernung den Bereich des Elkos anföhnen, 
spätestens nach ganz wenigen Minuten muss der Wechselrichter anspringen.

von Boljan (Gast)


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Ok Danke werde es morgen Früh ausprobieren.

von Boljan (Gast)


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Weltverschlimmbesserer schrieb:
> Boljan schrieb:
>> Wie Heiß darf man mit dem Föhn die Platine anheizen?
>
> Man sollte die Platine auf 350 Grad erhitzen bis sich alls Bauteile
> entlötet habe. Diese sollte man dann samt dem Rest des Inverters und den
> Panels entsorgen und sich anstelle ein Braunkohlekraftwerk in den Keller
> stellen.

Sehr witzig Weltverschlimmbesserer,
dass es immer einige gibt die glauben lustig zu sein

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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>> ein Braunkohlekraftwerk in den Keller stellen.
> Sehr witzig Weltverschlimmbesserer,
> dass es immer einige gibt die glauben lustig zu sein
Sehr richtig, wo es doch so viele kleine Atomkraftwerke preiswert aus 
alten russischen U-Booten gibt, die man sich problemlos in den Keller 
stellen kann.

von Boljan (Gast)


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Ich hab noch eine Frage zum Kondensator
Muß es einer sein mit Kunstoffsockel oder kann es jeder sein mit 
2Füßchen zum einlöten. Hat wer Bilder oder einen Typen für mich. Ich 
weiß dass es ein 10uF/16 oder 10uF/25 sein muß.
Danke schon mal für Eure Rückmeldungen

von 100Ω W. (tr0ll) Benutzerseite


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Boljan schrieb:
> Ich hab noch eine Frage zum Kondensator
> Muß es einer sein mit Kunstoffsockel oder kann es jeder sein mit
> 2Füßchen zum einlöten. Hat wer Bilder oder einen Typen für mich. Ich
> weiß dass es ein 10uF/16 oder 10uF/25 sein muß.
> Danke schon mal für Eure Rückmeldungen

Meinst du SMD oder THT?

von Boljan (Gast)


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was heisst SMD oder THT ?

von 100Ω W. (tr0ll) Benutzerseite


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Boljan schrieb:
> was heisst SMD oder THT ?

Die Montageart des Bauteils.
SMD = Surface-mounted device 
(https://de.wikipedia.org/wiki/Surface-mounted_device)
THT = through-hole technology 
(https://de.wikipedia.org/wiki/Durchsteckmontage)

von H. H. (hhinz)


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Boljan schrieb:
> Ich weiß dass es ein 10uF/16 oder 10uF/25 sein muß.

Es muss unbedingt ein langlebiger Low-ESR Elko sein!

von Wolfgang Altmeyer (Gast)


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Boljan schrieb:
> Laufen Eure Wechselrichter seit dem tausch noch tadellos?
Seit der Reparatur vor etwa 10 Wochen läuft der WR ohne jegliche 
Ausfälle.

von Wolfgang Altmeyer (Gast)


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Weltverschlimmbesserer schrieb:
> Man sollte die Platine auf 350 Grad erhitzen bis sich alls Bauteile
> entlötet habe. Diese sollte man dann samt dem Rest des Inverters und den
> Panels entsorgen und sich anstelle ein Braunkohlekraftwerk in den Keller
> stellen

Blablabla...........

von Tom (Gast)



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Hallo zusammen auch ich hatte das Problem, dass der WR nicht mehr 
selbsttändig anlief. Dank dieses Theads läuft er nun wieder. Schuld was 
C4. Hab ihn gegen 25V/16mF ersetzt, jetzt ist alles wieder ok. 
Kosten0,05€ und 39 min Arbeitszeit.
Danke Euch allen!

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Für diese schlampige Reparatur müsstest Du Dir eigentlich selbst in den 
Hintern treten! xD

von wolfgng (Gast)


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Tom schrieb:
> Dank dieses Theads läuft er nun wieder.

Freut mich.

von Sam W. (sam_w)


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Tom schrieb:
> Hab ihn gegen 25V/16mF ersetzt

Damit keine Verwirrung aufkommt:
Sind wohl 16 uF bzw. 16 µF gewesen.

Allgemein sind 10 uF / 16 V verbaut. Etwas höher gehen mit der 
Maximalspannung ist kein Problem (also 25 V), bei Änderungen der 
Kapazität wäre ich vorsichtiger. Leicht höher wird unproblematisch sein, 
aber mehr als das Doppelte würde ich nicht machen. Zumal es keinen 
zusätzlichen Gewinn bringt, wenn man einen Elko guter Qualität 
verwendet.

von Tom (Gast)


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Ja sorry hab mich da vertippt. Es sind 25V 10mF.

von Sven L. (sven_rvbg)


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Tom schrieb:
> Ja sorry hab mich da vertippt. Es sind 25V 10mF.

Du scheinst aber irgendwie ein Einheitenproblem zu haben.

der eine spricht von µF (uF) Mikrofarad und Du mF Millifarat)!

von Ronny W. (Gast)


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Hallo,

danke an alle Beteiligten. Ich wollte nur zurück melden das mein Kostal 
5.5, nach rund 12 Jahren (rund 66000kWh), mit dem gleichen Fehlerbild 
ausgefallen ist. Nach dem Wechsel des C4 Kondensators springt der 
Wechselrichter nun Morgens wieder von alleine an.
Am ausgebauten defekten habe ich nur noch 3µF anstatt 10 µF messen 
können.

LG Ronny

von Michael (Gast)


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Hallo,
ich bin der Michael aus Graz, und auch mein PIKO 5.5 wachte nach etwas 
mehr als 10 Jahren Betriebszeit in der Früh nicht mehr auf.
Ein Bekannter esetzte vorgestern den ELKO C4 und alles läuft wieder. 
Beim ausgebauten ELKO konnte ein nur sehr geringer Innenwiderstand 
gemessen werden, also war er defekt.
Danke für die sachkundigen Hinweise, die mir viel Geld erpart haben!
Schöne Grüße!
Michael

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ein sehr geringer Widerstand (AC) ist eigentlich wünschenswert, aber 
vermutlich war der eben schon zu hoch.

von Drillis (Gast)


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Hallo zusammen,
Mein Kostal Piko 5.5 (Baujahr 2012) läßt sich auch nur noch von Hand 
(LSS aus und nach einigen Minuten wieder an) hochfahren.

Würde gerne den Kondensator C4 tauschen, kann mir jemand die genau 
Bezeichnung des Bauteils durchgeben und wo könnte ich so ein Teil 
bestellen?

Vorab schon mal vielen Dank.

Drillis

von H. H. (hhinz)


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Drillis schrieb:
> Würde gerne den Kondensator C4 tauschen, kann mir jemand die genau
> Bezeichnung des Bauteils durchgeben und wo könnte ich so ein Teil
> bestellen?

Die in Thread genannte Quelle ist nicht versiegt:

https://www.ebay.de/itm/333420194642

von Paul (Gast)


Angehängte Dateien:

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Hallo zusammen,
Ich besitze eine Anlage 10 kw mit ein Kostal Wechselrichter PIKO 10.1
Seid etwa 3 Tage hat er ein Fehler 3055 internerfehler und speist nicht 
mehr ein.
Ich habe einfach mal Euern Trick mit dem Föhn auf eine Kondensatoren 
Gruppe angewendet (siehe Foto),und sieht da funktioniert er wieder, das 
müsste ich aber jeden Tag machen, was natürlich nicht gerade angenehm 
ist.

Ich wäre froh ich wüsste welche Kondensator defekt ist
Bin sehr dankbar für jeden Ratschlag.
Bedanke mich im Voraus für Euer Hilfe.

Viele Grüße aus dem Saarland, Paul

von Paul (Gast)



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Hallo zusammen,
Noch 2 Wechselrichter Fotos.
Viele Grüße Paul

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Tausch alle Kondensatoren in dem Bereich. Die kosten nicht die Welt.

von Paul (Gast)


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Hallo
Ich finde leider nach der original Bezeichnung kein Kondensator im 
Internet, gibt es vielleicht Kondensatoren die anders gekennzeichnet 
sind aber die selben Werte haben
Viele Grüße Paul

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Möchtest Du Dir nicht lieber jemanden suchen, der sich mit sowas 
auskennt? Wäre doch irgendwie schade um den Wechselrichter, oder?

von H. H. (hhinz)


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von Mike M. (themik)


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Hallo zusammen,

ich wollte nur mal kurz ne Rückmeldung zu diesem Thema geben, und bei 
Gelegenheit ein Lob auf die polnischen Kollegen, die das heraus gefunden 
haben, aussprechen.

Kondensator C4 ist bei all diesen Modellen ein Problem, ich selbst habe 
den Piko 8.3, gestern Abend durch einen Kollegen (kann besser löten als 
ich) ersetzt. Und WR läuft wieder von alleine an. Hinweis, wenn man 
grade dran ist, den Widerstand R16 nachlöten der ist nur so hingerotzt.

Kauftipp für den Kondensator: 
https://www.reichelt.de/elko-smd-10-f-25v-2000h-low-esr-vf-10-25-p-b-p109203.html?&trstct=pos_0&nbc=1



Ich beziehe mich hier auf die Bilder von meinem Vorredner Tom(Gast) 
27.09.2021 19:20. Die Platine sollte aber bei allen Modellen der alten 
Piko Baureihe gleich sein.



Viele Grüße.

von H. H. (hhinz)


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Mike M. schrieb:
> Kauftipp für den Kondensator:
> 
https://www.reichelt.de/elko-smd-10-f-25v-2000h-low-esr-vf-10-25-p-b-p109203.html?&trstct=pos_0&nbc=1

Ich hatte nicht ohne Grund Panasonic FK empfohlen, die leben deutlich 
länger als die FP.

von Mike M. (themik)


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Vielleicht noch ein größeres Bild machen von dem kleinen Kondensator 
unter der markierten Stelle!

von Mike M. (themik)


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H. H. schrieb:
> Mike M. schrieb:
>> Kauftipp für den Kondensator:
>>
> 
https://www.reichelt.de/elko-smd-10-f-25v-2000h-low-esr-vf-10-25-p-b-p109203.html?&trstct=pos_0&nbc=1
>
> Ich hatte nicht ohne Grund Panasonic FK empfohlen, die leben deutlich
> länger als die FP.

Ist da jetzt was falsch an dem Kauftipp?

von Mike M. (themik)


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Paul schrieb:
> Hallo zusammen,
> Noch 2 Wechselrichter Fotos.
> Viele Grüße Paul

Vielleicht noch ein größeres Bild machen von dem kleinen Kondensator
unter der markierten Stelle!

von Drillis (Gast)


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Hallo zusammen,
kann man den C4 Kondensator auch als Laie wechseln?
Wie muss ich da vorgehen?

Vielen Dnak für eure Antworten

LG  Drillis

von Sven L. (sven_rvbg)


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Ganz ehrlich, wenn Du sowas fragen musst, dann suche Dir bitte Hilfe!

Auch in Wechselrichtern gibt es Teile, die nach dem Abschalten von AC 
und DC noch lange unter Spannug stehen könnten.

von Martin (Gast)


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Hallo,

ich wollte mich auch nur bloß bei allen Beteiligten die das mit dem C4 
herausgefunden haben bedanken!!

Mein Piko 8.3 ist genau seit dem Zeitpunkt ausgefallen, als ich am 
Vorabend die Vorsicherung des WR umgeschlossen habe und er deshalb für 
einige Zeit stromlos war. Am nächsten Tag kam er nicht wieder....

Nach dem Wechsel des C4 Kondensators springt der Wechselrichter nun 
Morgens wieder von alleine an.
Am ausgebauten defekten habe ich nach dem auslöten (da war er heiß) 
fast10µF messen können, aber man konnte zusehen, wie er beim Abkühlen 
die Kapazität verlor.
Ich habe einfach genommen, was ich zu Hause hatte und das war eben nur 
ein THT (bedrahteter) Kondensator.
Da ist genügend Platz in der Kiste, dass man diesen dort unterbringt und 
es funktioniert einwandfrei!

LG Martin

von Boris (Gast)


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Volle Zustimmung, Piko 8.3 heute mit exakt dem beschriebenen Fehlerbild 
vorgefunden, C4  gegen 47u/63V THT getauscht: Läuft wieder :). Vielen 
Dank an das gesamte Forum, fantastische Arbeit! (... und wie bereits 
eindringlich gewarnt: Vor der Platinendemontage die DC Stecker ziehen, 
AC-seitig vom Netz trennen und 5 Minuten warten.)

von Jürgen (Gast)


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Hallo Kollegen,
vielen Dank für die nützlichen Informationen. Habe einen Kostal Piko 
10.1, der auch nicht mehr "aufgewacht" ist. Nach Tausch des C4 läuft er 
wieder wie früher.

Viele Grüße

  Jürgen

von Norbert (Gast)


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Vielen Dank an das gesamte Forum, fantastische Arbeit!
Habe meinen Piko 8.3 mit exakt dem beschriebenen Fehlerbild vorgefunden. 
Nach Austausch des C4 fährt er wieder von selbst hoch :)
Danke auch für die vielen praktischen Tipps (Vor der Platinendemontage 
die DC Stecker ziehen, AC-seitig vom Netz trennen...)
LG
Norbert

von Rudi R. (19rudi)


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H. H. schrieb:
> 
https://www.darisusgmbh.de/shop/product_info.php/info/p47971_EEEFK1E471P-----SMD-Elko--Low-ESR-470uF-25V-10x10-2mm.html
>
>
> 
https://www.darisusgmbh.de/shop/product_info.php/info/p47951_EEEFK1V221AP-----SMD-Elko--Low-ESR-220uF-35V-8x10-2mm.html


Hallo,

mein Name ist Rudi.

Ich habe einen Piko 5.5 von 2012. Nachdem ich letzten Winter Probleme 
hatte, immer Sicherungen an-/ausschalten musste, lief er im Sommer 
wieder. Nun im Winter wieder Probleme. Obwohl ich selbst als Laie den 
Verdacht hatte, dass es wahrscheinlich ein Kondensator ist, da der 
Wechselrichter nach Stromunterbrechung wieder lief, habe ich letztes 
Jahr die gleiche Antwort von Kostal bekommen, wie alle anderen. Habe mir 
also mit der Sicherung beholfen, da ich nicht einsehe, wegen einer 
Kleinigkeit 1.000 € zu bezahlen. Und wenn man sich mal auf dem 
Wertstoffhof ansieht, was alles entsorgt wird, weil "gefällt nicht 
mehr", dann ist das ziemlich erschreckend, wie wir mit unseren Recourcen 
umgehen.

Daher bin ich super happy, diesen Thread gefunden zu haben, in dem sich 
offensichtlich fachkundige Leute die Mühe machen, anderen bei der 
Problemlösung zu helfen.

Habe gestern statt meiner Sicherung den Fön-Test benutzt. Und, was soll 
ich sagen - der WR sprang an.

Da ich nur Hobbybastler bin und Löterfahrung nur bei meinen 
Quadrokoptern oder der Modelleisenbahn habe, bin ich mir nicht sicher, 
welchen Kondensator ich nehmen soll.

Ich bin der Empfehlung von H.H. gefolgt. Jedoch sind hier Elkos mit 
470uF verlinkt. Wenn ich es richtig verstanden habe, benötige ich aber 
für den 5.5 Elkos mit 10uF?!.

Dazu habe ich auf der Seite drei gefunden:
https://www.darisusgmbh.de/shop/product_info.php/info/p47940_EEEFK1C100AR-----SMD-Elko--Low-ESR-10uF-16V-4x5-8mm.html

https://www.darisusgmbh.de/shop/product_info.php/info/p47964_EEEFK1E100R-----SMD-Elko--Low-ESR-10uF-25V-4x5-8mm.html

https://www.darisusgmbh.de/shop/product_info.php/info/p47973_EEEFK1V100UR-----SMD-Elko--Low-ESR-10uF-35V-4x5-8mm.html

Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass ich besser den mit 25V 
anstelle von 16V verbauen kann, obwohl wahrscheinlich ein 16V verbaut 
ist.

Bilder von meinem Elko habe ich leider noch nicht, da ich die Platine 
nicht ausbauen möchte, bevor das Ersatzteil nicht da ist.

Über eine fachkundige Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

LG Rudi

von Rudi R. (19rudi)



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Hier noch ein paar Bilder von der Platine und vom Typenschild, falls 
dieses hilft.

Gruß Rudi

von H. H. (hhinz)


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Rudi R. schrieb:
> Ich bin der Empfehlung von H.H. gefolgt. Jedoch sind hier Elkos mit
> 470uF verlinkt. Wenn ich es richtig verstanden habe, benötige ich aber
> für den 5.5 Elkos mit 10uF?!.

Bei den größeren Elkos ging es um was anderes.


> Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass ich besser den mit 25V
> anstelle von 16V verbauen kann,

Nur wenn er auch etwas größer ist, ist das von Vorteil.

von Rudi R. (19rudi)


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>> Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass ich besser den mit 25V
>> anstelle von 16V verbauen kann,
>
> Nur wenn er auch etwas größer ist, ist das von Vorteil.

Schon mal danke für die Antwort. Was meinst du mit größer? 5x5,8 statt 
4x5,8?

Da habe ich zum Beispiel den gefunden:
https://www.darisusgmbh.de/shop/product_info.php/info/p47947_EEEFK1V100AR-----SMD-Elko--Low-ESR-10uF-35V-5x5-8mm.html

Allerdings ist dieser mit 35V angegeben. Würde das auch gehen?

Gruß Rudi

von H. H. (hhinz)


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Rudi R. schrieb:
>>> Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass ich besser den mit
> 25V
>>> anstelle von 16V verbauen kann,
>>
>> Nur wenn er auch etwas größer ist, ist das von Vorteil.
>
> Schon mal danke für die Antwort. Was meinst du mit größer? 5x5,8 statt
> 4x5,8?

Ja.


> Da habe ich zum Beispiel den gefunden:
> 
https://www.darisusgmbh.de/shop/product_info.php/info/p47947_EEEFK1V100AR-----SMD-Elko--Low-ESR-10uF-35V-5x5-8mm.html
>
> Allerdings ist dieser mit 35V angegeben. Würde das auch gehen?

Der passt nicht mehr auf die Lötstellen.

von Martin F. (mc_fly_senior)


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Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob der Elko auf die Lötstellen passt,
da dies bei SMD ohne Kentnisse nicht ganz leicht ist,
nehmt lieber einen konventionellen THT mit Anschlußdrähten.
Diese Anschlußdrähte kann man zurechtbiegen wie sie am besten passen.
Platz ist auf dieser Leiterplatte genug!

von Michael (Gast)


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Hallo werte Forennutzer,

ich habe bei meinem Kostal PIKO 8.3 scheinbar das gleiche Problem.
Ich wollte nun den entsprechenden ELKO bestellen, musste jedoch 
feststellen, dass es zwei unterschiedliche Typen der Panasonic FK-Serie 
gibt.

Sie unterscheiden sich (für mich) lediglich durch die Buchstaben "R" 
bzw. "AR" am Ende der Hersteller Teile-Nr. (wobei der "AR" zur Zeit wohl 
nicht lieferbar ist....)

Welcher der beiden Typen ist der richtige?

1.
Panasonic, SMD Elektrolyt Kondensator 10μF ±20% / 25V dc, Ø 4mm x 5.8mm, 
bis 105°C, RS Best.-Nr.:537-0483, Hersteller Teile-Nr.: EEEFK1E100R

2.
Panasonic, SMD Elektrolyt Kondensator 10μF ±20% / 25V dc, Ø 4mm x 5.8mm, 
bis 105°C, RS Best.-Nr.:565-655, Hersteller Teile-Nr.:EEEFK1E100AR

Bereits vorab vielen Dank für Eure Unterstützung!
Gruß Michael

von Martin F. (mc_fly_senior)


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Dies ist nur wichting für den automatischen Bestückungsprozess.
"High temperature Lead-Free reflow (suffix : A✽)"
Spielt in Deinem Fall, wenn händisch eingelötet wird keine Rolle!

Gruß, Martin

von Daniel G. (antigravity)


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Ich hatte das gleiche Problem, es war ebenfalls der C4 mit 10uF. Messung 
hat einen Innenwiderstand von 150 Ohm, 0,01uF und 10% Vloss ergeben. 
Habe einen normalen Elko aus der Schublade eingebaut, funktioniert 
wieder. Macht keine Wissenschaft daraus mit den technischen Daten, da 
funktioniert jeder handelsübliche 10uF Elko aus China, wenn möglich 
105°C.

von H. H. (hhinz)


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Daniel G. schrieb:
> da funktioniert jeder handelsübliche 10uF Elko aus China

Die Lebensdauer zeigt dir was nötig wäre.

von Reinhard (Gast)


Angehängte Dateien:

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Paul schrieb:
> Hallo zusammen,
> Ich besitze eine Anlage 10 kw mit ein Kostal Wechselrichter PIKO 10.1
> Seid etwa 3 Tage hat er ein Fehler 3055 internerfehler und speist nicht
> mehr ein.
> Ich habe einfach mal Euern Trick mit dem Föhn auf eine Kondensatoren
> Gruppe angewendet (siehe Foto),und sieht da funktioniert er wieder, das
> müsste ich aber jeden Tag machen, was natürlich nicht gerade angenehm
> ist.
>
> Ich wäre froh ich wüsste welche Kondensator defekt ist
> Bin sehr dankbar für jeden Ratschlag.
> Bedanke mich im Voraus für Euer Hilfe.
>
> Viele Grüße aus dem Saarland, Paul

Ich habe einen ziemlich ähnlichen WR wie Paul, den Piko 15. Dieser macht 
auch Probleme und möchte nicht einspeisen. Der WR fährt normal hoch am 
DC Teil, Relais am DC Teil schließt, WR meldet "Anfahren". Er führt eine 
Isolationsprüfung durch, dann klackern die Relais für kurze Zeit am AC 
Board und der WR zeigt Fehlercode 3055 (interner Fehler) an. Elkos fönen 
hat nachweislich nichts gebracht. Messungen der Spannungen am DC board 
sehen gut aus mit dem Messgerät, 12.6 V, was genau zu den Bauteilwerten 
des Reglers passt. Sowie 5 V.
Was mich verwundert: Der WR versucht die AC Relais zu schließen, 
scheitert dabei an irgendetwas oder das Mainboard entdeckt einen Fehler. 
Am AC Board sind 4 LEDs am AC Board.
LED 1 geht an (gemeinsam mit dem Relais), dann LED 2 + 4, LED 4 geht 
aus, LED4 geht wieder an, und schließlich sind alle aus. Das innerhalb 1 
Sekunde und Fehler 3055 wird angezeigt. Der WR probiert dann nochmals 
dasselbe Prozedere. Bild vom AC Board ist angehängt.

Ich vermute irgendwelche Messparameter passen dem WR nicht, nur was 
genau? Messgerät und Oszilloskop hätte ich. Ideen? Macht es denn Sinn 
die IGBTs zur Probe abzuhängen? Spannungen mit dem Oszi nachmessen? Ich 
bin für alle Ideen dankbar.

von Reinhard (Gast)


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Hat vielleicht jemand mit dem Fehler 3055 mehr Informationen? Klackern 
bei euch die Relais am AC Board? Oder nur das Relais am DC Board?

Oder gibt es jemanden mit einem Piko 10, 12, 15, 17 oder 20, der mir 
sagen kann wie der WR hochfährt? Vor allem in welcher Reihenfolge die AC 
LEDs leuchten sollten. Leider ist die Firmware des Wechselrichters nicht 
sehr gesprächig und zeigt keinen sinnvollen Fehlercode, wie AC 
Spannungsfehler Phase 3. 😅

von Hans J. (hja)


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Hallo,
eventuell hat noch jemand bei dem Thread ein Ohr auf dem Gleis.
Ich habe einen Kostal Piko 8.3.SWAG, vermutlich BJ 2011, HW 500316, SW 
04.00 mit vermutlich gleichem Standby-Fehler. Tritt sporadisch alle Tage 
auf. Keine Fehlermeldungen oder rote LEDs auf der Frontseite. Nach 
Sicherung An/Aus läuft er wieder hoch. Heute morgen Deckel runter und 
besagte Platine (unten links) geföhnt und roten Trennschalter betätigt 
und er lief wieder.

Heute Abend will ich die Platine runterschrauben (mit allen Abkling- und 
Vorsichtsmaßnahmen) und den Kondensator durchmessen.

Frage: Ist beim 8.3.er der Übeltäter der C4 mit 10 mikroF oder der C10 
mit 47 mikroF ? Dies konnte ich aus dem obigen großartigen und 
hilfreichen Thread nicht ganz rauslesen, da teilweise auch Infos zum 
5.5. besprochen wurden. Ich vermute C4 und werde es heute abend auch 
sehen.
Die besagte Platine hat jedenfalls nicht die zwei SMD-LEDs unten.

Grüße und Danke vorab.
Hans

: Bearbeitet durch User
von Reinhard (Gast)


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Hallo Hans. Die LEDs sind nicht auf allen WR montiert, kann man aber 
nachbestücken. 330 Ohm Widerstand (220-470 oder so) plus eine 3582er 
LED.
C4 Kondensator ist ein kleiner SMD Elko mit 10 uF, low-ESR Typ am 
besten. Den kann man vorsichtshalber tauschen und hoffentlich hilft es.

von Hans J. (hja)


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Hallo Reinhard, Danke für die schnelle Rückmeldung.
Ggf. kannst Du nochmal weiterhelfen.
Der C4 zeigt nach Messung im eingebauten Zustand 6 uF.
Wenn das Messverfahren zulässig ist, sind das 40% weniger Kapa. Kann 
dies die Ursache für das Fehlverhalten sein?
Habe noch einen klassischen 10 mikroF/25 V in meiner Krabbelkiste.
Spricht etwas dagegen diesen als Interimslösung einfach parallel daneben 
zu löten? Dann wären es max. 16 uF.
Zielsetzung: Betrieb schnell bis Winter sicherstellen, danach 
ordentliche Reparatur oder Austausch.
Grüße Hans

von H. H. (hhinz)


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Hans J. schrieb:
> Spricht etwas dagegen diesen als Interimslösung einfach parallel daneben
> zu löten?

Nein.


> Dann wären es max. 16 uF.

Es geht mehr um den ESR.

von Reinhard (Gast)


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Ob nun 10 uF oder etwas mehr ist an der Stelle ziemlich egal. Der 
Hersteller des Chips empfiehlt zwischen 10 und 47 uF, dies hängt mit 
Gate Kapazität und Hochfahrzeit zusammen. Wichtig ist, dass der 
Kondensator genug Strom für den MOSFET liefern kann ohne dass die 
Spannung stark einbricht.

Besser ist es den Kondensator zu tauschen anstatt einen dazu zu basteln. 
Ich möchte hier nicht den Lehrer spielen. Daneben ist das Pad fürs Gate 
vom FET. Wenn man das mitlötet, dann geht nichts mehr. Nur als Hinweis.

von Hans J. (hja)


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OK, Danke für den Hinweis. Wenn mann im Gleitsicht-Alter ist, ist das 
schon eine Herausforderung. Zum Glück ist der Kondensator zumindestens 
an einer halbwegs gut erreichbaren Stelle verbaut. Ich schau es mir 
heute nochmal in Ruhe an und bestelle den Orginal-Kondensator.

von Hans J. (hja)


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Hallo,
vielen Dank für die Unterstützung. Nach gestrigem nächtlichem Tausch von 
C4 ist der WR heute morgen erstmalig wieder von alleine in Betrieb 
gegangen. Ich beobachte dies noch ein paar Tage und trage dann meine 
Vorgehensweise für zukünftig Betroffene nach. Vorab, da ich keine 
Erfahrung im SMD-Löten habe, habe ich, wie hier häufig empfohlen, einen 
Standard Elko 10uF, 50V, 105 Grad, low ESR verwendet.

von H. H. (hhinz)


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Hans J. schrieb:
> Vorab, da ich keine
> Erfahrung im SMD-Löten habe, habe ich, wie hier häufig empfohlen, einen
> Standard Elko 10uF, 50V, 105 Grad, low ESR verwendet.

Naja, empfohlen hat das wohl niemand. Aber als Notlösung...

von Hans J. (hja)


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H. H. schrieb:
> Hans J. schrieb:
>> Vorab, da ich keine
>> Erfahrung im SMD-Löten habe, habe ich, wie hier häufig empfohlen, einen
>> Standard Elko 10uF, 50V, 105 Grad, low ESR verwendet.
>
> Naja, empfohlen hat das wohl niemand. Aber als Notlösung...

Hallo H.H., was spricht konkret dagegen die obige  Not-, als Dauerlösung 
zu belassen. Ist die Qualität und die Lebensdauer des obigen Standard 
Kondensator
(https://www.reichelt.de/index.html?ACTION=446&LA=0&nbc=1&q=rad%20fc%2010%2F50)
für diesen Einsatz schlechter als der im Thread empfohlene 
SMD-Kondensator? Beide sind von Panasonic.

von H. H. (hhinz)


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Hans J. schrieb:
> Hallo H.H., was spricht konkret dagegen die obige  Not-, als Dauerlösung
> zu belassen. Ist die Qualität und die Lebensdauer des obigen Standard
> Kondensator
> (https://www.reichelt.de/index.html?ACTION=446&LA=0&nbc=1&q=rad%20fc%2010%2F50)
> für diesen Einsatz schlechter als der im Thread empfohlene
> SMD-Kondensator? Beide sind von Panasonic.

Panasonic FC hat höheren ESR und geringere Lebensdauer. Das bedrahtete 
Äquivalent zu den empfohlenen Panasonic FK wäre die FR Serie.

Wenn man es richtig macht, dann spricht auch nichts gegen einen 
bedrahteten Elko, solange der Wechselrichter nicht transportiert wird.

von Reinhard (Gast)


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Zurück zum Piko 15 mit dem oben beschrieben Fehler 3055, wo am AC Boards 
die Relais anziehen bevor Fehler 3055 angezeigt wird.
Die 3 X2 Kondensatoren mit 10 uF am AC Board waren nicht mehr gut (einer 
hätte nur mehr 4 uF) und damit vermutlich zu wenig Glättung der 
Wechselspannung. Habe ich gegen neue getauscht.

Leider ist der Fehler immer noch da. Genau gleich, wie wenn man die 3 
Phasen vom Powerboard abhängt. Es scheint mir als würde die 
Spannungsmessung ein Problem anzeigen. Anderseits hat Paul gemeint, dass 
Fönen der Kondensatoren am DC Board einen Unterschied gemacht hat. Passt 
irgendwie nicht zusammen.

Was empfehlen die Experten?
Was sollte man sich mitm Oszi Messgerät ansehen? AC Testspannungen, DC 
Spannungen wenn die Relais einschalten?

von Reinhard (Gast)


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Ich habe inzwischen das AC Board vom Wechselrichter zu einem großen Teil 
reverse-engineered und einzeln überprüft. Das Board ist in Ordnung. 
Stromsensoren zeigen korrekte Ströme an, Spannungsmessung sieht gut, 
Fehlerstrommessung ist in Ordnung, und auch die Überstrombegrenzung 
zeigt korrekte Spannungen an.

IGBTs sind alle in Ordnung. Die Niederspannungen 5 und 12V sehen gut und 
stabil aus. Der Hersteller selbst möchte keinerlei Information preis 
geben, was der Fehler überhaupt bedeutet. Man kann eigentlich nur raten, 
warum der Wechselrichter am AC Board beginnt Relais anzuziehen und 
letztlich abbricht. Irgendein Parameter passt scheinbar nicht. Ob 
Spannung, Frequenz, Fehlerstrom oder das Datum.

Hat jemand Ideen oder gar einen PIKO NG 10, 15, 17, oder 20 und kann 
nachsehen wie der WR hochfährt?

von Michael Z. (zellm)


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Hallo zusamen,

ich habe hier auch einen Kostal Piko 8.3 vorliegen. Ob dieser Defekt 
ist, bzw. welches Problem vorliegt muss ich erst noch herausfinden.
Eventuell kann ich ja mit Messwerten aushelfen, die Euch bei der 
Fehlersuche weiterbingen.

Ich würde auf jeden Fall gerne am Thema dranbleiben und die Menge der 
Erkenntnisse mit euch zusammen vergrößern.

Viele Grüße
Michael

von Michael Z. (zellm)


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Ich habe inzwischen 5 defekte Kostal Piko (8 bzw. 10) in die Finger 
bekommen. Einer von denen hatte einen offensichtlichen Defekt an der 
großen Platine oben im Gehäuse (diverse verbrannte Leiterbahnen und 
Bauteile). Die anderen vier hatten alle das selbe Problem mit dem 
"brühmten C4" und laufen nach austausch desselben bislang wieder 
einwandfrei. :)

Gerade aktuell habe ich wieder zwei Piko 10 reinbekommen. Einer der 
beiden hat auch einen offensichtlichen Defekt an der oberen großen 
Platine. Der andere zeigt die "XXX" bei den aktuellen Messwerten. Ich 
habe daraufhin das Relais-PCBA gegen ein funktionierendes ausgetauscht, 
jedoch das Problem bleibt leider weiter bestehen...
Hat bereits jemand weitergehende Erfahrungen gesammelt ob es z.B. 
weitere bekannte Kondensatoren gibt die gerne den Dienst versagen?

viele Grüße
Michael

von Burgerking68 (Gast)


Angehängte Dateien:

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Hallo zusammen,

mein Kostal Piko 8.3 (BJ 2011) läuft seit geraumer Zeit auch nur an, 
wenn ich morgens die Sicherungen raus- und wieder reinswitche! Von daher 
habe ich den Verlauf dieses Threads sehr interessiert gelesen!
Leider hat jedoch heute morgen das "Anföhnen" von C4 nichts gebracht 
(nachdem der Piko mal wieder nicht anlief). Den von mir angeföhnten 
Punkt habe ich einmal auf dem beigefügten Bild blau umkreist...dahinter 
liegt doch der C4, oder?!

Was meint ihr: sollte ich trotzdem mal "auf Verdacht" den C4 Kondensator 
ersetzen lassen (ich selbst habe keine große E*-rfahrung und müßte es 
von extern Beauftragen), oder kann ich noch zum Testen eine andere 
Stelle hinter der sich ggfls andere potentiell fehlerahfte Kondensatoren 
versteckt haben mit dem Föhntrick zu Leben erwecken? Auch für sonstige 
Tricks bin ich echt dankbar!

Irritiert bin ich jetzt doch welche Kondensatoren als Ersatz für C4 
bestellt werden sollen!? Könnt ihr mal einen entsprechenden Link hier 
hinterlegen?

Danke für die ganzen Mühen:

Gruß:

Andreas

von Sam W. (sam_w)


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Burgerking68 schrieb:
> Den von mir angeföhnten
> Punkt habe ich einmal auf dem beigefügten Bild blau umkreist...dahinter
> liegt doch der C4, oder?!

Ja, die Stelle passt. Wie lange und heiß hast du denn geföhnt?

Burgerking68 schrieb:
> Was meint ihr: sollte ich trotzdem mal "auf Verdacht" den C4 Kondensator
> ersetzen lassen (ich selbst habe keine große E*-rfahrung und müßte es
> von extern Beauftragen), oder kann ich noch zum Testen eine andere
> Stelle hinter der sich ggfls andere potentiell fehlerahfte Kondensatoren
> versteckt haben mit dem Föhntrick zu Leben erwecken?

Tendenziell, und das zeigen ja auch einige Rückmeldungen hier, geht bei 
einem noch nie reparierten Gerät C4 als erstes (von den kleinen 
Kondensatoren) kaputt.

Großflächig erwärmen schadet für einen Test nicht, wenn man innerhalb 
der üblichen Betriebstemperaturen bleibt.

Burgerking68 schrieb:
> Könnt ihr mal einen entsprechenden Link hier
> hinterlegen?

Panasonic FK 10uF/25V:
https://www.ebay.de/itm/333420194642

Panasonic FK 10uF/25V:
https://www.ebay.de/itm/233420119786

Es gehen beide Typen. Original ist ein 16V-Typ verbaut. Mehr 
Spannungsfestigkeit schadet nicht und sorgt tendenziell für eine längere 
Lebensdauer.

: Bearbeitet durch User
von Hans J. (hja)


Angehängte Dateien:

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Hallo Andreas,

bei meinem 8.3 war der Anföhn-Test auch nur bedingt erfolgreich. Auf 
jeden Fall seit Tausch des C4 im Mai schnurrt die Kiste wieder ohne 
Probleme. Da ich nur klassische Löt-Erfahrung habe, habe ich den 
vorhanden SMD-C4 mit einer Spitzzange einfach mit andrücken abgedreht 
(Tipp hier irgendwo im Forum). Danach einen klassischen Elko an die 
vorhandenen Beinchen des alten SMDs angelötet.
Als Ersatz-Elko habe ich bei Reichelt den Elko: Art-Nr.:RAD FC 10/50
(Elko Radial, 10MüF, 50 V, 105 Grad, Low ESR, AEC-Q200) bestellt.

H.H hat dies noch wie folgt kommentiert:
Panasonic FC hat höheren ESR und geringere Lebensdauer. Das bedrahtete
Äquivalent zu den empfohlenen Panasonic FK wäre die FR Serie.
> Also hier ggf. gleich einen Elko der FR-Serie besorgen. Reichelt hatte diesen 
damals nicht verfügbar.
Wenn man es richtig macht, dann spricht auch nichts gegen einen
bedrahteten Elko, solange der Wechselrichter nicht transportiert wird.

Anbei zwei - vorher - nachher Bilder.

Wenn Du noch etwas brauchst, einfach melden.

Grüße Hans

: Bearbeitet durch User
von Burgerking68 (Gast)


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Sam W. schrieb:
> Burgerking68 schrieb:
>> Den von mir angeföhnten
>> Punkt habe ich einmal auf dem beigefügten Bild blau umkreist...dahinter
>> liegt doch der C4, oder?!
>
> Ja, die Stelle passt. Wie lange und heiß hast du denn geföhnt?

Hi, ich habe schon mehrere Minuten (2-3) den Föhn auf den Punkt 
gehalten..

>
> Burgerking68 schrieb:
>> Was meint ihr: sollte ich trotzdem mal "auf Verdacht" den C4 Kondensator
>> ersetzen lassen (ich selbst habe keine große E*-rfahrung und müßte es
>> von extern Beauftragen), oder kann ich noch zum Testen eine andere
>> Stelle hinter der sich ggfls andere potentiell fehlerahfte Kondensatoren
>> versteckt haben mit dem Föhntrick zu Leben erwecken?
>
> Tendenziell, und das zeigen ja auch einige Rückmeldungen hier, geht bei
> einem noch nie reparierten Gerät C4 als erstes (von den kleinen
> Kondensatoren) kaputt.
>
> Großflächig erwärmen schadet für einen Test nicht, wenn man innerhalb
> der üblichen Betriebstemperaturen bleibt.
ok, dann teste ich mal mit Tausch des C4 ob es danach wieder 
funktioniert
>
> Burgerking68 schrieb:
>> Könnt ihr mal einen entsprechenden Link hier
>> hinterlegen?
>
> Panasonic FK 10uF/25V:
> https://www.ebay.de/itm/333420194642
>
> Panasonic FK 10uF/25V:
> https://www.ebay.de/itm/233420119786
>
> Es gehen beide Typen. Original ist ein 16V-Typ verbaut. Mehr
> Spannungsfestigkeit schadet nicht und sorgt tendenziell für eine längere
> Lebensdauer.

Danke

von Burgerking68 (Gast)


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Hans J. schrieb:
> Hallo Andreas,
>
> bei meinem 8.3 war der Anföhn-Test auch nur bedingt erfolgreich. Auf
> jeden Fall seit Tausch des C4 im Mai schnurrt die Kiste wieder ohne
> Probleme. Da ich nur klassische Löt-Erfahrung habe, habe ich den
> vorhanden SMD-C4 mit einer Spitzzange einfach mit andrücken abgedreht
> (Tipp hier irgendwo im Forum). Danach einen klassischen Elko an die
> vorhandenen Beinchen des alten SMDs angelötet.
Dass mit der Spitzzange und dem abdrehen würde ich gerne mal sehen, kann 
es aber leider hier im Forum nicht finden...ich suche aber mal weiter

> Als Ersatz-Elko habe ich bei Reichelt den Elko: Art-Nr.:RAD FC 10/50
> (Elko Radial, 10MüF, 50 V, 105 Grad, Low ESR, AEC-Q200) bestellt.
>
> H.H hat dies noch wie folgt kommentiert:
> Panasonic FC hat höheren ESR und geringere Lebensdauer. Das bedrahtete
> Äquivalent zu den empfohlenen Panasonic FK wäre die FR Serie.
>> Also hier ggf. gleich einen Elko der FR-Serie besorgen. Reichelt hatte diesen
> damals nicht verfügbar.
> Wenn man es richtig macht, dann spricht auch nichts gegen einen
> bedrahteten Elko, solange der Wechselrichter nicht transportiert wird.
>
> Anbei zwei - vorher - nachher Bilder.

Danke, dafür..ich würde es -aufgrund meiner bisherigen Löterfahrungen- 
auch eher mit dem Auflöten eines klassischen Elkos probieren. Ich 
bestelle den Satz einmal bei bei Reichelt und gucke dann mal...

von Hans J. (hja)


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Das war irgendwo in einem Nebensatz. Einfach den SMD-Elko mit einer 
geeigneten Zange vorsichtig am Kopf packen, sachte gegen die Platine 
drücken und vorsichtig und mit Feingefühl den Kragen abdrehen. Dies ist 
auf jeden Fall für den  Non-SMD Löter ohne Profiwerkzeug sicherer, als 
die Platine und ggf. Bauteile im Umfeld durch Ablöten/Hitze zu 
ruinieren. Den Schritt aber erst machen, wenn Du alles für die Prothese 
gerichtet und durchgespielt hast. Die Arbeiten habe ich nachts 
durchgeführt, nachdem sich der WR abgeschaltet hat. Vor dem Ausbau der 
Platine habe ich alle Sicherungen (inkl. Hochvolt zur PV)zu dem WR 
getrennt. Des Weiteren ca. 30 min gewartet bis die anderen Elkos sich 
entladen haben. Für Arbeit habe ich bei Amazon noch einen Platinenhalter 
(Goobay 51220) für 10€ gekauft. Bei den Kabelverbindungen zur Platine 
vorher schauen, wo die Stecker (ggf. auf einer anderen Platine) sitzen 
und diese ebenfalls vorsichtig lösen.

von Thomas R. (sirtet)


Angehängte Dateien:

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Ich hab hier einen PIKO 15 mit dem Fehler 3055.
Ähnliche PCB Version wie Paul. Föhn auf die Kondensator Bank hat 
ebenfalls geholfen...
Jetzt brauche ich noch Hilfe beim Identifizieren der Elkos.
F1 470E WD und C1 220V WD...

47u 22u oder 470u 220u?

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