Forum: HF, Funk und Felder Antennenbau, Eure Bilder.


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Beitrag #7147161 wurde vom Autor gelöscht.
von Flipper (Gast)


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Ralf L. schrieb:
> Interressant ist vielleicht noch, wie man eine transportable
> Sendeantenne möglichst schnell auf- und abbauen kann und sie trotzdem
> auf eine relativ hohe Position montieren kann. In unserem Fall sind das
> zwei mal Lambda, also 6 Meter.
>
> Dafür haben wir einen 3 teiligen Stahl-Teleskopmast auf einen
> Gelenkbolzen (Schweißkonstruktion) entwickelt. Die Montage der Antenne
> erfolgt in einer bequemen waagerechten Position. Danach wird der Mast
> mit 3 Leuten um 90° nach oben geschwenkt und mit zwei Zeltseilen an der
> Dachreling vom VW Bus fixiert :)

:D- schöne Konstruktion.

Heute gibt es ja richtig stabile Teleskopmasten aus Fieberglas zum 
Zusammenschieben. Ich habe da einen 10m Mast, den man mal eben im 
Rucksack verstauen kann. Das ist schon super.

von Ralf L. (ladesystemtech)


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Flipper schrieb:
> Ich habe da einen 10m Mast, den man mal eben im Rucksack verstauen kann.
> Das ist schon super.

Das ist wirklich super. Wenn 1x Lambda (3m) als Mindestsendemasthöhe 
genügt, dann reichen auch zwei übereinander gesteckte Besenstiele, die 
mit drei Zeltseilen abgespannt werden. Dadurch lässt sich das ganze 
Antennenequipment sogar noch mit dem Fahrrad transportieren.

Damit kann man dann eine, auf einer 90 Minuten langen 
Chromdioxidaudiokassette vorproduzierte, Minisendung abspielen ;)

von otto (Gast)


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J-Antenne für Handfunke in wenigen Minuten zusammen gebaut.

BNC-Adapter aus der Messtechnik
Bananenstecker
starrer Kupferdraht (Hab einfach genommen was da war. Mit Schweißdraht 
wäre es vielleicht schöner)

von otto (Gast)


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Flipper schrieb:
> Heute gibt es ja richtig stabile Teleskopmasten aus Fieberglas zum
> Zusammenschieben. Ich habe da einen 10m Mast, den man mal eben im
> Rucksack verstauen kann. Das ist schon super.

Hast du einige Tipps wie man den auf freiem Feld aufstellen kann? Mit 
Kabelbindern an irgend ein Geländer fest machen kann jeder. Aber wie 
kann man den auf freiem Feld aufstellen? Wie befestigt man den Fußpunkt? 
Wie spannt man ab? Besondere Knotentechnik am Mast?

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo otto.

otto schrieb:

> Hast du einige Tipps wie man den auf freiem Feld aufstellen kann? Mit
> Kabelbindern an irgend ein Geländer fest machen kann jeder.

Eben.

> Aber wie
> kann man den auf freiem Feld aufstellen?

Indem man etwas hinstellt/hinbaut, was die Funktion des 
Geländers/Halters übernimmt. z.b. indem man irgendwo einen Baumpfahl 
einschlägt.

> Wie befestigt man den Fußpunkt?
> Wie spannt man ab? Besondere Knotentechnik am Mast?

Knoten halten in erster Linie über Reibung*). Es langten für mich aber 
bisher die Haushaltsüblichen. Kenntnisse von Seglern und Pfadfindern mit 
einigen Semestern Knotenkunde mögen nützlich und zeitsparend sein, aber 
es geht bei mir auch ohne.

Ansonsten ist von Deiner Fragestellung viel in dem Thread 
Beitrag "Re: GFK-Schiebemast - Bezugsquellen?"
diskutiert worden.

*) Für Theoretiker: Insbesondere ist hier die Euler-Eytelwein-Formel und 
der "Umschlingungswinkel" eine Nummer. 
Siehe:https://de.wikipedia.org/wiki/Euler-Eytelwein-Formel

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
Http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
von Kilo S. (kilo_s)


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otto schrieb:
> Hast du einige Tipps wie man den auf freiem Feld aufstellen kann?

https://www.pearl.de/a-NC2171-3504.shtml

Ich nehme solche für meinen 15m Heavy Duty GFK Mast von DX-Wire.
Drei Leinen zur Abspannung am obersten Drittel des Mast und gut ist.

Ich muss aber auch immer mit Anhänger fahren, 1,35m Transportlänge hat 
der Mast.

von waldheini (Gast)


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Ralf L. schrieb:
> Aus einer handelsüblichen PL-Buchse kann man sich mal eben schnell
> "Quick and Dirty" eine Groundplane-Antenne basteln.

Na das ist ja wirklich Standard. Kennt jeder.

von Ralf L. (ladesystemtech)


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Kilo S. schrieb:
> Ich muss aber auch immer mit Anhänger fahren.

Die skurrilste Geschichte, die wir mal gemacht haben, war eine 
VHF-Yagiantenne mit Zeltseilen auf einem Fahrradanhänger montiert, um 
ein Video von der Fahrt zu übertragen.

Die Videokamera lag im Anhänger und filmte die Fahrt in Fahrtrichtung. 
Der selbstgebaute Fernsehsender hat eine Leistung von 2 Watt und sendete 
im Fernsehband III auf Kanal 5 (Bildträger = 175,25 MHz und Tonträger = 
180,75 MHz). Ein zweiter Mann saß zu Hause vor dem Fernseher und 
zeichnete die Fahrt per Videorecorder auf.

Bild und Ton waren natürlich stark gestört und die Fahrt endete bereits 
nach 700 Metern Luftlinie, wegen zu schwacher Feldstärke. Immerhin 
musste eine Bandbreite von mindestens 5,5 MHz übertragen werden :-)

von Ralf L. (ladesystemtech)


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waldheini schrieb:
> Na das ist ja wirklich Standard. Kennt jeder.

Natürlich. Der einzige Vorteil ist, dass man ein- und dieselbe 
Groundplane-Antenne wegen ihrer Einstellbarkeit, auch ohne Matchbox für 
verschiedene Sendefrequenzen mit immer gutem Stehwellenverhältnis nutzen 
kann.

von Ralf L. (ladesystemtech)


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Ralf L. schrieb:
> Der selbstgebaute Fernsehsender hat eine Leistung von 2 Watt...

Als Transistor werkelt in der Endstufe ein MRF237 im B-Betrieb. Der 
werkseitig eingebaute Baluntransformator in der VHF Yagiantenne hat die 
2 Watt Sendeleistung zwar gut überstanden, trotzdem habe ich danach 
nochmal Versuche mit einem Koaxbalun (Halbwellenumwegleitung) aus einem 
verlustarmen RG213 Koaxkabel gemacht. Davon gibt's leider keine Fotos.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Genau diesen Balun hatte ich auch an meiner 4 Elem. Yagi vor langer 
Zeit.

War wohl auch Standard bei Schleifendipolen.

von Helmut (Gast)


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Jetzt kommen wieder Geschichten aus dem letzten Jahrtausend wie üblich 
in diesem Forum. Bin zwar auch schon 60, aber so bin ich dann doch nicht 
in einer Zeitschleife hängen geblieben.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Helmut schrieb:
> Jetzt kommen wieder Geschichten aus dem letzten Jahrtausend wie üblich
> in diesem Forum

Schön.

Was ist eigentlich dein Beitrag? Hast du Bilder von Antennen? Oder 
willst du bloß rummotzen?

von Kilo S. (kilo_s)


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Helmut schrieb:
> Jetzt kommen wieder Geschichten aus dem letzten Jahrtausend

Na und?

Ralf L. schrieb:
> Die skurrilste Geschichte, die wir mal gemacht haben, war eine
> VHF-Yagiantenne mit Zeltseilen auf einem Fahrradanhänger montiert, um
> ein Video von der Fahrt zu übertragen.

Find ich Klasse!

von Flipper (Gast)


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Helmut schrieb:
> Jetzt kommen wieder Geschichten aus dem letzten Jahrtausend wie
> üblich in diesem Forum. Bin zwar auch schon 60, aber so bin ich dann
> doch nicht in einer Zeitschleife hängen geblieben.

Ich bin noch ein richtiger Jungspund und finde es dennoch schön was die 
alten Hasen so erzählen.😁

Mach dich mal ein wenig locker. Das Leben bietet auch helle Seiten. 
Warum immer alles negativ sehen? 😉

Beitrag #7149274 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Kilo S. (kilo_s)


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Wer von euch kennt sich hier gut mit der HB9CV aus?

Laut diesem Rechner: https://www.changpuak.ch/electronics/HB9CV.php

Kann man eine HB9CV problemlos mit dem VC über ein Paar MHz "Anpassen". 
Nun habe ich meine zerlegbare HB9CV von Wimo Testweise mit einem VC 
versehen. Allerdings konnte ich damit die Anpassung nur Minimal um 
145MHz herum verschieben.

Ziel ist wie immer 149MHz, ich will versuchen ob ich auf ein Gateway 
komme ohne die Antenne nochmals 3m Höher setzen zu müssen. (die 
vorherige L/2, die musste dafür an den 5m Mast)

Ich habe natürlich jetzt angefangen die Antenne schon umzubauen. 
(Elemente kürzen, Matching usw..) Allerdings wundere ich mich wieso das 
anscheinend doch nicht klappt?

von Kilo S. (kilo_s)


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Noch eines meiner "Projekte":

"Fuchskreis" für VHF. (Meine "typische" Halbwelle in anderer Bauform)
In die Bananenbuchse habe ich vorsichtig ein M5 Gewinde geschnitten, an 
die alte CB Antenne (3 Kanal Quarzgerät, ca. 1,20m lang) habe ich unten 
einfach eine M5 schraube mit flachem Kopf gelötet.

Man muss das Gehäuse noch etwas beschweren, sonst kippt das ganze sehr 
leicht bei der langen Antenne als Hebel. Allerdings kann man ja auch 
Draht als Strahler benutzen und das ganze so als leichtes Gebilde an 
einen Mast hängen. ;-)

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo kilo S.

Kilo S. schrieb:

> Man muss das Gehäuse noch etwas beschweren, sonst kippt das ganze sehr
> leicht bei der langen Antenne als Hebel.

In einen PRC6 oder BC611 Format findest Du nicht nur ein elektrisches 
Gegengewicht sondern auch ein mechanisches. ;O)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Steve L. (stevel)


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Geb ich auch mal meinen "Senf" dazu:
Vor 2 Jahren gebaut nach DK7ZB: Duoband-Yagi 2m/70cm (4ele/5ele).

Leider noch nicht drehbar montiert.

Steve

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Kilo S. schrieb:
> Kann man eine HB9CV problemlos mit dem VC über ein Paar MHz "Anpassen".
> Nun habe ich meine zerlegbare HB9CV von Wimo Testweise mit einem VC
> versehen. Allerdings konnte ich damit die Anpassung nur Minimal um
> 145MHz herum verschieben.

Hallo Kilo S.

Die Frequenz ist stark von der Geometrie der Antenne abhängig, da 
solltest du dich an den Vorgaben orientieren.
Jedoch die Anpassung an den Fußpunkt mittels VC ist etwas kritisch.
Ziehen kannst du die Frequenz so gut wie garnicht, die ist von der 
Geometrie abhängig, du kannst mittels VC nur auf minimales SWR 
einstellen und das gelingt am besten auf der Resonanzfrequenz. Obwohl 
ich im Originalzustand nie zufrieden war mit dem SWR. Abseits derselben 
kriegst du das SWR nicht gescheit in den Griff.

Ich hatte mir damals mit der HB9CV etwas besonderes einfallen lassen, 
auch weil mir hier immer der Saarländische Rundfunk bei meinem 
Semcoset-Tuner durchgeschlagen hat. Das war absolut störend, vor allem 
wenn ich auf den Berg gefahren bin um etwas dx zu machen.

Mein Kunstgriff war folgender: Da wo normalerweise ein VC von der 
PL-Buchse zum gamma-match gelegt wird, habe ich eine Spule mit 5Wdgn. 
auf 10mm Kern gelegt und einen VC (3-30pF) dann vom Einspeisepunkt 
(gamma match) zur Masse der PL-Buchse, also einen Serienschwingkreis.

Damit war der Saarl.Rundfunk getilgt und ich konnte die Antenne auf ein 
traumhaftes SWR abgleichen.

Schade, daß sie nicht überlebt hat.

von Kopfklatsch (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Schön.
> Was ist eigentlich dein Beitrag? Hast du Bilder von Antennen? Oder
> willst du bloß rummotzen?

Schön.

Immerhin hast du jetzt einen wertvollen Beitrag geschrieben. Gut 
gemacht.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Phasenschieber S. schrieb:
> Obwohl ich im Originalzustand nie zufrieden war mit dem SWR.

Kann mich jetzt eigentlich nicht so recht beklagen.

Das ist die HB9CV hier auf dem Dach. Zwar hinter ca. 15 m Kabel 
gemessen, aber das gute SWR muss sie natürlich auch schon direkt an der 
Antenne haben.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Jörg W. schrieb:
> Kann mich jetzt eigentlich nicht so recht beklagen.

Naja, beklagen ist nicht der richtige Ausdruck in meinem Fall, das SWR 
brachte ich nie unter 1,3, was ja im Prinzip nicht schlecht ist, aber es 
war mir nicht gut genug.

Der Hauptgrund meiner Modifikation war jedoch, wie geschrieben, das 
Durchschlagen des Saarl. Rundfunks. Das passierte zwar nur bei meinem 
Transistortuner, dem MTTU2 von Semcoset in Verbindung mit der HB9CV; es 
gab damals kaum Alternativen, aber mir war das portable Funken wichtig 
und auf dem Berg war das ganz schlimm.

Eigentlich wollte ich primär nur ein Filter auf die Antenne setzen und 
als quasi "Abfallprodukt" bekam ich eine Anpassung mit einem SWR von 
nahezu 1.
Selbst in den "Ecken" des 2m-Bandes konnte ich die Antenne auf SWR 1 
trimmen.

Die Antenne funktionierte dabei hervorragend, habe mit 2W Sendeleistung 
hier aus dem Saarland heraus (Höcherberg) Stationen in der Schweiz 
gearbeitet.

Vielleicht hilft das ja jemanden der mit der Leistung seiner HB9CV 
hadert.

von Wolfgang S. (wolfgangsch)


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Zwar nicht meine letzte, aber meine größe Antenne. Eine Magnetische Loop 
für 630m :)

von Funker (Gast)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Das passierte zwar nur bei meinem
> Transistortuner, dem MTTU2 von Semcoset (...)  es
> gab damals kaum Alternativen

Das war einfachste Billigtechnik (1967) für Arme. Mit Bipolar-
Transistoren in der HF-Eingangsstufe. Der zugehörige ZF-Verstärker
besass nicht einmal ein Keramik-Filter zur Selektion, sondern
lediglich LC-Kreise.

Dagegen stattete Semcoset damals seine teureren Bausteine weitaus
hochwertiger aus. Wie etwa FETs im Eingang, oder auch Quarzfilter
in der ZF.

Phasenschieber S. schrieb:
> Die Antenne funktionierte dabei hervorragend, habe mit 2W Sendeleistung
> hier aus dem Saarland heraus (Höcherberg) Stationen in der Schweiz
> gearbeitet.

Nur bei sehr seltenen, extremen Überreichweiten kann so eine
Verbindung über eine Distanz von mehr als etwa 300km klappen.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Wolfgang S. schrieb:
> Eine Magnetische Loop
> für 630m :)

Wow, meine Anerkennung sei dir gewiss 👍

Du schreibts im Begleittext, daß die Antenne "still under development" 
sei, hast du seit 1918 nochmal etwas daran verändert?

Interessant auch dein "Outdoor-Shack", ohne große Umwege und Zuleitungen 
direkt an die Antenne :-)

Ich nehme an, voll ausgestattet mit Dusche WarmWasser und Toilette? ;-)

...und die YL bringt dir regelmäßig das Essen in die Hütte ;-) ???

von Gerhard O. (gerhard_)


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Naja, von wegen einfachem Gerät. In meiner Jugend (1968) machte ich 
einmal beim BBT in OE7 mit. Mit einem Semcoset AM Transceiver "Brotdose" 
und leichten 10-Element Yagi auf dem Ellmauer Halt (2344m) mit nur ein 
paar hundert mW in AM schafften wir sogar eine Verbindung mit der UK.
https://en.wikipedia.org/wiki/Ellmauer_Halt

Und wer die Brotdose nicht kennt:
http://ve6aqo.com/semcoset.htm

: Bearbeitet durch User
von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Gerhard O. schrieb:
> Und wer die Brotdose nicht kennt:

Nur zu gut :-)
Zu dieser Zeit gab es fast keine Alternativen.

Gerhard O. schrieb:
> Naja, von wegen einfachem Gerät.

Der "Funker" ist nicht hier aufgetaucht um sich am Thema zu beteiligen, 
der will nur stänkern und deshalb ignoriere ich solche Posts.

zur Brotdose: Ich hatte genau diese etwas modifiziert. Das Geraffel mit 
der starren Quarzfrequenz zum Senden hat mich von Anfang an genervt, 
sodaß ich den Senderteil komplett neu entworfen und gebaut habe, 
natürlich mit VFO.

Aber nochmal zur Antenne: Die HB9CV war für portablen Betrieb die 
beliebteste Antenne mit dem höchsten Gewinn in Relation zur Größe.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Und wer die Brotdose nicht kennt:
>
> Nur zu gut :-)
> Zu dieser Zeit gab es fast keine Alternativen.
>
> Gerhard O. schrieb:
>> Naja, von wegen einfachem Gerät.
>
> Der "Funker" ist nicht hier aufgetaucht um sich am Thema zu beteiligen,
> der will nur stänkern und deshalb ignoriere ich solche Posts.
>
> zur Brotdose: Ich hatte genau diese etwas modifiziert. Das Geraffel mit
> der starren Quarzfrequenz zum Senden hat mich von Anfang an genervt,
> sodaß ich den Senderteil komplett neu entworfen und gebaut habe,
> natürlich mit VFO.
Mein Begleiter, schraubte das Gehäuse der Brotdose mit einem zweiten 
gleichartigen (Leistner?) Gehäuse zusammen. Darin hatte er einen 
Varios-48 VFO und Dynamik Compressor a la. Dycom3. Ich war da nur 
Begleiter und "Träger", weil ich für eine AFU Lizenz um diese Zeit noch 
zu jung war und von einer Brotdose nur träumen konnte. Ich hatte schon 
den Eindruck, daß der RX recht ordentlich funktionierte und sehr 
trennscharf war. Später baute der OM in die Brotdose noch einen 
FM-Zusatz mit dem SO-41P(TBA120). Das war dann die Zeit der ersten 
FM-Relais. Der Varios-48 war für NBFM leicht modifizierbar. Vor dem 
Umschwung auf Kanalfunk war es eine schöne Zeit auf UKW zu arbeiten. Man 
rief CQ und versprach übers Band zu drehen...
Derselbe OM schenkte mir später eine Semco MB103 28MHz Empfängerbord für 
AM und SSB. Dazu baute ich mir einen DL6SW FET-Converter um einen 
ordentlichen 2-m RX zu haben. FM Demodulation mit TBA120S. TX mit 
QQE03/12 und 12MHz VFO. Damit ließen sich schon ganz gut erste Schritte 
zu machen.
>
> Aber nochmal zur Antenne: Die HB9CV war für portablen Betrieb die
> beliebteste Antenne mit dem höchsten Gewinn in Relation zur Größe.
Ich hatte während meiner Lehrzeit in Rosenheim auch nur eine (Eigenbau) 
HB9CV Antenne zur Verfügung im Studentenzimmer. Funktionierte vom 
dritten Stock mit einem uralten KFT160 ganz gut.

von Wolfgang S. (wolfgangsch)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Wolfgang S. schrieb:
>> Eine Magnetische Loop
>> für 630m :)
> Wow, meine Anerkennung sei dir gewiss 👍
> Du schreibts im Begleittext, daß die Antenne "still under development"
> sei, hast du seit 1918 nochmal etwas daran verändert?
> Interessant auch dein "Outdoor-Shack", ohne große Umwege und Zuleitungen
> direkt an die Antenne :-)
> Ich nehme an, voll ausgestattet mit Dusche WarmWasser und Toilette? ;-)
> ...und die YL bringt dir regelmäßig das Essen in die Hütte ;-) ???
Das ist nur das Zuhause vieler Spinnen und des Rasenmähers. Ich wohne im 
Haus nebenan. Zum Häuschen führen über verschlungene Wege 50m RG213.
Verbessert habe ich nichts großes mehr. Die Antenne hatte mal 86m 
Umfang, den ich dann auf 80m verkleinerte um die Antenne im Sommer auf 
Ganzwellenschleife für 80m zu betreiben. Ansonsten blieb alles gleich. 
Also passt so. Eigentlich ist die sehr einfach zu bauen, Du brauchst nur 
ein bisschen Platz ...

Mit der Antenne wurde ich mit 250W schon in USA gehört :)

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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@ Gerhard O.

ich würde sehr gerne mit dir weiter darüber kommunizieren, möchte aber 
nicht dem TO den Thread kaputt machen.

Deshalb Entschuldigung für den Ausflug ins OT.

von Kilo S. (kilo_s)


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Wolfgang S. schrieb:
> Mit der Antenne wurde ich mit 250W schon in USA gehört :)

OK, also 250W in. Welchen Wirkungsgrad erreicht die Loop?

Phasenschieber S. schrieb:
> ich würde sehr gerne mit dir weiter darüber kommunizieren, möchte aber
> nicht dem TO den Thread kaputt machen.

Nein alles gut, auch über entsprechende technische Aspekte darf hier 
gerne zu jeder Antenne diskutiert werden.

Ich hab ja selbst auch in die Runde gefragt ob jemand die Aussage zur 
HB9CV bestätigen kann. ;-)

von Dirk O. (dirk_sdr)


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Hier auch mal mein "Senf" zu selbstgebauten Antennen, und zwar von ELF 
bis VLF.
Da ich nur ein Appartment im 3. OG zur Verfügung habe (ohne Erlaubnis 
für Außenantennen und RF-Ground), sind die mein Versuch, in dem Bereich 
überhaupt etwas zu empfangen.
Die 3 Antennen im Bild sind:

1. ELF-Antennenspule mit Abschirmung:
52850 Windungen 0,15mm auf 32mm Plastikrohr, Länge der Wicklung ca. 
250mm.
3 Kerne 28mm können in die Spule eingeschoben werden:
A. Polyamid Kern (Luftspule),
B. Eisenkern,
C. Mn-Zn-Ferritkern

2. VLF-Magnetspule mit Abschirmung:
713 Windungen 0,6mm isol. Schaltdraht primär, 43 sekundär auf 117mm 
Plastikrohr, Länge der Wicklung 84mm. Kein Kern (Luftspule).

3. LF-Rechteck-Luftspule:
53 Windungen 0,6mm isol. Schaltdraht primär, 4 sekundär. Maße primär: 
40x60cm.

Die Antennen 2 und 3 können mit Parallelkondensatoren und Drehko 
abgestimmt genutzt werden.
Frequenzbereiche:

1.A. 1..70Hz,
1.B. 1..9,3Hz,
1.C. 1..13Hz

2. 3..45kHz

3. 10..180kHz

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Hallo Dirk O.

erstmal Kompliment, tolle Arbeit.

Jetzt meine Frage: Hast du die gebaut um den U-Boot Funkverkehr 
mitzuhören?
Was spielt sich auf diesen sehr niedrigen Frequenzen ab, was einen 
solchen Aufwand rechtfertigt?

von Dirk O. (dirk_sdr)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Hallo Dirk O.
>
> erstmal Kompliment, tolle Arbeit.
>
> Jetzt meine Frage: Hast du die gebaut um den U-Boot Funkverkehr
> mitzuhören?
> Was spielt sich auf diesen sehr niedrigen Frequenzen ab, was einen
> solchen Aufwand rechtfertigt?
Ja, in dem Bereich sind auch die Marine-Sender, Zeitzeichen-Sender 
(DCF77) ...
2x im Jahr sendet auch SAQ Grimeton, interessanter Bereich.

von Ralf L. (ladesystemtech)


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Meine HB9CV für 145MHz wurde streng nach den allgemeinen Vorgaben 
gebaut. Was ich aber noch nicht wusste, ist dass man die Speisung 
Wahlweise sowohl am Direktor, als auch am Reflektor vornehmen kann.

Der Boom ist aus 12mm Kupferrohr. In der Mitte ist noch ein T-Stück mit 
Weichlot eingelötet. Das dient als Durchführung für den Gamma Match, 
weil hier aufgrund der Bohrung die Materialschwächung am größten ist 
(maximales Biegemoment) und gleichzeitig kann das T-Stück den Sendemast 
aufnehmen.

Jörg W. schrieb:
> Ich glaube, ich habe statt eines Trimmers dann nach dem Abgleich
> Festkondensatoren eingelötet, die sind langzeitstabiler, und vermutlich
> haben sie auch weniger Verluste.

Genau diesen Festkondensator habe ich hier auch eingelötet (vom 
Innenleiter der PL-Buchse zum Knick vom Gamma Match).

von dfIas (Gast)


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Ralf L. schrieb:
> Meine HB9CV für 145MHz wurde streng nach den allgemeinen Vorgaben
> gebaut. Was ich aber noch nicht wusste, ist dass man die Speisung
> Wahlweise sowohl am Direktor, als auch am Reflektor vornehmen kann.
Hmm, dann wäre aber der Phasenversatz negiert. Dreht das die ohnehin 
nicht so ausgeprägte Vorzugsrichtung auch nach hinten?

von Michael M. (michaelm)


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Ich habe mich mit den konstruktiven Einzelheiten der HB9CV noch nicht 
wirklich beschäftigt und höre von dieser Art des Speisepunkts (am 
Reflektor) zum ersten Mal. Ich lasse mich gerne aufklären... ;-)

dfIas schrieb:
> Hmm, dann wäre aber der Phasenversatz negiert.
Warum? Der Reflektor ist doch ebenso bei Lambda/16, jedoch gegenphasig. 
Ob die etwas unterschiedliche Länge (ca. 8%) mit zu berücksichtigen ist, 
lasse ich mal dahingestellt (Versuch + Irrtum?).
Allerdings könnte die gesamte Länge der Phasenleitung vom Speisepunkt 
(Trimmer) bis zum R.-Speisepunkt auch eine Rolle spielen.

> Dreht das die ohnehin nicht so ausgeprägte Vorzugsrichtung auch nach hinten?
Nein, weil der Reflektor eben diese 8% länger ist. Sonst würde er nicht 
als Reflektor wirken.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Michael M. schrieb:
> weil der Reflektor eben diese 8% länger ist. Sonst würde er nicht
> als Reflektor wirken.

Das ist falsch.

Die HB9CV besitzt keinen Reflektor.
Sie ist die minimale Version einer LPDA und somit besitzt sie zwei 
Strahler.

LPDAs werden im Allgemeinen dort eingespeist wo der 50Ω-Fußpunkt ist, 
das ist fast immer der Anschluß mit den kürzesten Strahlern.

Nach "hinten" Richtung längerer Strahler erhöht sich der Widerstand, was 
man mit einem größeren Abstand der Booms begegnet, bei der HB9CV wird 
das verwirklicht, indem der Gammamatch dort länger ist als am kurzen 
Strahler.

von Michael M. (michaelm)


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Phasenschieber S. schrieb:
> ...Das ist falsch...

Du kannst einem aber auch jede Illusion nehmen.... :-D

: Bearbeitet durch User
von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Michael M. schrieb:
> Du kannst einem aber auch jede Illusion nehmen.... :-D

Verzeih´ mir, hast mich halt mitten ins Hobbyherz getroffen 😊

Ich bin ein ganz großer Fan von LPDAs, habe mich ziemlich intensiv mit 
deren Besonderheiten beschäftigt.
Die HB9CV ist eine Minimalversion derselben und mit ihren 5+ dBd Gewinn 
eine herausragende Antenne.

Wem die "normalen" Beschreibungen dieser Antennen nicht akademisch genug 
sind, bitte hier eine ausführliche Abhandlung derselben:
http://www.wolfgang-rolke.de/antennas/ant_400.htm

nix für ungut ;-)

Beitrag #7169455 wurde vom Autor gelöscht.
von Baumfunker (Gast)


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Wolfgang S. schrieb:
> Mit der Antenne wurde ich mit 250W schon in USA gehört

Grossartige Antenne, gefällt mir sehr. ufb

Phasenschieber S. schrieb:
> Die HB9CV besitzt keinen Reflektor.
> Sie ist die minimale Version einer LPDA und somit besitzt sie zwei
> Strahler.

Danke für die Info. Ich hab zwar in meiner Jugend eine betrieben, aber 
damals noch nicht wirklich verstanden.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Dieser schöne Danebrog war jetzt für ein paar Tage der Mast für meine 
Groundplane. ;-)

Immerhin 10 m Draht senkrecht, erste Resonanz knapp unter 7 MHz, sodass 
die erste Halbwellenresonanz bei 12komma lag und nicht direkt im 
20-m-Band (das hätte man sonst kaum noch abstimmen können).

von Leuchti (Gast)


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Durchhang ist gar nicht so schlecht. Durch die schrägen Enden kommt 
sogar etwas Flachstrahlung dazu.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Habsch gerade heute Morgen gebaut.
Eine Topfkreis-Antenne für 863,5MHz.

Angeregt durch einen im Moment laufenden Thread, wo jemand nach einer 
863,5MHz-Antenne gefragt hat, ist mir eingefallen, daß ich ja ebenfalls 
Bedarf an einer besseren Versorgung dieser Frequenz habe.

Zum Verständnis: Meine Frau hat "Fledermaus-Ohren", die hört sogar Flöhe 
husten. Im Gegensatz zu mir, ich bin ziemlich schwerhörig und  aus 
diesem Grund benutzen wir schon seit Jahren fürs TV Kopfhörer im 865 
MHz-Bereich.
An und für sich, ist die Ausleuchtung im Haus ganz gut, aber wenn man 
sich mal an so einen Kopfhörer gewöhnt hat, dann läuft man auch mal im 
Garten damit rum und da kam es manchmal zu Aussetzern.

Kurzum, ich habe die Antenne berechnet, gebaut, vermessen und an den 
Sender angeschlossen.

Fazit: Wunderbar, bis in die hinterste Ecke meines Grundstücks keine 
Aussetzer mehr. Freu 😊

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Nach welcher Anleitung hast du sie gebaut?

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Abdul K. schrieb:
> Nach welcher Anleitung hast du sie gebaut?

Ich habe diese Antenne auf eben 863,5MHz umgerechnet:
Beitrag "Re: Berechnung Topfantenne für 863MHz"

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Bevor noch weitere Nachfragen kommen, zeige ich im Bild wie das 
Koaxkabel zugeführt wurde, etwas anders als im ersten Bild, aber mit 
demselben Ergebnis.

von Kilo S. (kilo_s)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Bevor noch weitere Nachfragen kommen, zeige ich im Bild wie das
> Koaxkabel zugeführt wurde, etwas anders als im ersten Bild, aber mit
> demselben Ergebnis.

Die Abmessungen wären (inklusive Verkürzung, also dem fertig 
abgestimmten Aufbau) hilfreich.

Vor allem die Position des Gamma Match (Abstand von Boden) und der 
Durchmesser des Topf.
Der Strahler ist da das geringste bei der Berechnung. (Um die 26cm Länge 
gesamt bis zum Dosenboden.)

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Kilo S. schrieb:
> Die Abmessungen wären (inklusive Verkürzung, also dem fertig
> abgestimmten Aufbau) hilfreich.

Okay, kein Problem:

Wellenlänge = 34,72cm (864MHz)
V = 0,96 = 33,33cm
λ/4 = 8,33cm = Topflänge
λ/2 = 16,66cm = Strahler

Der ganze Stab ist somit ~25cm lang

Topfdurchmesser = außen 32mm, innen 30mm
Strahlerdicke = 8mm

Einspeisung 20mm über Ground.

Ich denke, nichts vergessen zu haben.

von Kilo S. (kilo_s)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Der ganze Stab ist somit ~25cm lang

Ich hab ohne Kommastelle und VK gerechnet. ;-)

Phasenschieber S. schrieb:
> Ich denke, nichts vergessen zu haben.

Glaube auch, mit den Angaben + Bild kann die wohl jeder nachbauen.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Ich gedachte die bei WLAN zu verwenden/testen, aber wenn man das 
mechanisch umrechnet, wird es sehr eng.



Der als Impedanztransformer dienende Topfkreis sorgt wohl auch für die 
geringe Bandbreite??

Da gibt's doch dieses Theorem über die erreichbare maximale Bandbreite 
bei einer Impedanztransformation.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Abdul K. schrieb:
> Ich gedachte die bei WLAN zu verwenden/testen, aber wenn man das
> mechanisch umrechnet, wird es sehr eng.

Sperrtopfantennen bekommt man für 13 cm auch bereits fertig, und bessere 
WLAN-APs haben sowas (oder etwas vergleichbares) schon dran (wie man an 
der Länge von deren "Spargeln" erkennen kann).

Wenn du bei WLAN punkten willst, brauchst du mehr Gewinn als den einen 
Halbwellendipols (wobei du dann für legalen Betrieb die Sendeleistung 
reduzieren müsstest). Selbst eine logarithmisch-periodische Antenne ist 
ja nicht mehr sehr groß und hat schon mal deutlichen Gewinn gegenüber 
einem Dipol. Damit habe ich hier während der letzten Fußball-WM das 
Internet zur Hofparty gestreamt, um die Zuschauer dort versorgen zu 
können. ;-)

> Der als Impedanztransformer dienende Topfkreis sorgt wohl auch für die
> geringe Bandbreite?

Sicher auch mit, aber zu geringe Bandbreite ist bei diesen 
Sperrtopfantennen nicht so das große Thema.

: Bearbeitet durch Moderator
von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Das ist der gleiche Antennentyp? Hm.

Wo findet an den Routerantennen die Transformation statt? Sleeveantenne 
heißen die doch.

Eine sehr schmalbandige Antenne für WLAN wäre was für mich. Die die ich 
bislang sah, hatten alle mindestens 100MHz Bandbreite. Also alle Kanäle 
drin und noch ein ganzes Stück an den Seiten raus.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Abdul K. schrieb:
> Das ist der gleiche Antennentyp? Hm.

Zumindest ist das Grundprinzip das gleiche: ein endgespeister 
Halbwellendipol (damit 2 dBi Gewinn), und eine vorgelagerte 
Impedanztransformation für die hochohmige Einspeisung.

Damit sind die Antennen also ca. 0,7 λ lang, macht bei 13 cm Wellenlänge 
so um die 10 cm Gesamtlänge.

Wenn man sowohl 2,4 als auch 5,8 GHz haben will, muss man sicher noch 
bissel mehr Zirkus machen.

> Eine sehr schmalbandige Antenne für WLAN wäre was für mich.

Lohnt nicht. Erstens könnten dir der dadurch entstehende Phasengang in 
die Suppe spucken, und zweitens bekommst du eine Antenne kaum brauchbar 
so aufgebaut, dass sie einerseits die komplette Bandbreite für den 
gewünschten Kanal hat und andererseits steile Filterflanken in Richtung 
der Nachbarkanäle.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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5,8GHz ist eh uninteressant. Reichweite ist da ne Katastrophe, dank der 
Absorption in Hinternissen.

Der Phasengang ist eine interessante Frage! Da mittlerweile OFDM benutzt 
wird.

von Kilo S. (kilo_s)


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Für alle interessierten, Aldi hat heute Maßbänder für 1€ im Angebot.
(3m, 16mm breit)

Ich hab mir gestern schon welche gesichert und mein "Altes" zum 
antennenstrahler für meine HaFu L/2 umfunktioniert.

3 lagen übereinander, mit Hilfe von Lötfett ließ sich das Stahlband 
sogar problemlos mit 350 Grad löten!

Jetzt besorg ich nich schrumpfschlauch für die Hülle, dann wird auch 
endgültig abgestimmt inklusive einkürzen.

: Bearbeitet durch User
von Kilo S. (kilo_s)



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Oha, ausnahmsweise habe ich mich ja fast perfekt an das Optimum 
herangebastelt.
Ich will euch das nicht vorenthalten.

Mal wieder eine Magnetic Loop, VHF.

15mm CU, 45cm Umfang.

Erster Screenshot ist die Berechnung von dieser seite:
https://www.66pacific.com/calculators/small-transmitting-loop-antenna-calculator.aspx

Zweiter die Messung mit dem MiniVNA Pro BT und der App BlueVNA.

Drittes Bild die Antenne Selbst.

Noch ungesäubert und leider ohne Vorglühen gebogen, aber völlig egal!
Die Messung und die Berechnung stimmen so knapp überein, ich sehe das 
einfach mal als erfg trotz des kleinen kapazitiven Anteil der noch übrig 
ist.

: Bearbeitet durch User
von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Wenn du das var C weg lässt, hast du eine Halo :-)

von Kilo S. (kilo_s)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Wenn du das var C weg lässt, hast du eine Halo :-)

War die Halo nicht L/2? Also ein rundgebogener Dipol mit Gamma Match?

Ich überlege sie zur "QRO" Antenne umzubauen, mit kupferplättchen an den 
Enden und Kunststoffschraube und so. ;-)

: Bearbeitet durch User
von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Kilo S. schrieb:
> mit kupferplättchen an den Enden

Meinst du so? das ist eine klassische Halo.
https://en.wikipedia.org/wiki/Halo_antenna

Kilo S. schrieb:
> War die Halo nicht L/2? Also ein rundgebogener Dipol mit Gamma Match?

Ja genau.

Die Halo ist aber nicht dasselbe wie deine Loop, sieht nur verblüffend 
ähnlich aus.

Wiki meint dazu:

Obwohl sie auch eine Resonanzantenne ist, unterscheidet sich die 
Halo-Antenne von der Vollwellen-Rahmenantenne, die bei gleicher 
Betriebsfrequenz etwa doppelt so groß ist. Bei der Halo-Antenne ist jede 
Hälfte etwa eine Viertelwellenlänge lang und endet mit einem Stromknoten 
(Nullstrom und Spitzenspannung) an der Unterbrechung.
Dagegen enden die beiden Halbkreise einer Resonanzschleife (Loop), die 
jeweils eine halbe Wellenlänge lang sind, mit einem Spannungsknoten 
(Spitzenstrom und Nullspannung) gegenüber dem Speisepunkt, wo die 
Halbkreise verbunden sind.

Selbstresonanzschleifen (LOOPs) mit einem Umfang von einer vollen 
Wellenlänge, haben ein Strahlungsmuster das senkrecht zur Ebene der 
Schleife (entlang der Z-Achse im Diagramm) zuspitzt, aber innerhalb der 
Ebene der Schleife auf Null abfällt, ganz entgegen dem Strahlungsmuster 
einer Halo-Antenne.
Somit verhalten sich diese beiden Antennentypen trotz der 
oberflächlichen Ähnlichkeit grundsätzlich unterschiedlich.

: Bearbeitet durch User
von Kilo S. (kilo_s)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Die Halo ist aber nicht dasselbe wie deine Loop, sieht nur verblüffend
> ähnlich aus.

Ja, die Ähnlichkeit ist schon verblüffend.

Interessant wäre es, allerdings hab ich nur das Glück gehabt ein 
insgesamt 60cm langes Stück zu ergattern. Das ist bereits auf 45cm 
gekürzt und gebogen. Somit ist das nicht mehr machbar.

Es geht mir eher um die Optimierung des Kondensator, der soll 
spannungsfester werden.

Selbst bei nur 80% realer Effizienz gegenüber dem errechneten Werte ist 
das platzmäßig perfekt, noch dazu absolut unauffällig.

Mir geht mal wieder die Hausverwaltung auf'n Zeiger, da muss ich die 5/8 
mal ne Weile abbauen. Da kommt eine möglichst effiziente Loop gerade 
Recht!

von Flipper (Gast)


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@ Kilo S.

schickes Teil! Was ich mich grade frage ist, wie man die Bandbreite von 
den Loops eigentlich angibt. In deinem Diagramm stehen ja zwei Delta-f 
jeweils für VSWR <2 und <3.

Geht man nach der Güte ist es Bandbreite = f0/Q.

Ansonsten: Ziemlich cool diese kleinen Loops. Bisher habe ich das nur 
für Kurzwelle gebaut.

Noch eine Anmerkung/Idee. Könnte man die Loop-Röhre nicht noch 
versilbern und polieren? Dann würde ev. die Güte noch besser werden 
(Strom fließt ja fast nur an der Oberfläche). Wäre mal spannend da zu 
experimentieren wieviel man da herausholen kann.

von Kilo S. (kilo_s)


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Flipper schrieb:
> schickes Teil! Was ich mich grade frage ist, wie man die Bandbreite von
> den Loops eigentlich angibt.

Ich nehme immer die mit dem VNA gemessene Bandbreite bis SWR<2, es 
entspricht den aktuellen werten der Antenne an diesem Standort. Die sind 
mir da wichtig.

Flipper schrieb:
> Noch eine Anmerkung/Idee. Könnte man die Loop-Röhre nicht noch
> versilbern und polieren? Dann würde ev. die Güte noch besser werden
> (Strom fließt ja fast nur an der Oberfläche). Wäre mal spannend da zu
> experimentieren wieviel man da herausholen kann.

Ich denke schon, es wurde vor allem bereits helfen das Rohr mal sauber 
und rund zu biegen, die PL Buchse durch eine SMA/N zu ersetzen, den 
Kondensator durch zwei hartgelötete Kupferplatten zu ersetzen und den 
Abstand selbiger mit möglichst viel "Luft" dazwischen zu realisieren.

Die Güte hochtreiben durch polieren ect. kommt danach. Fürs versilbern 
hab ich leider nicht das Geld.

Vorher spare ich auf einen Vakuum Drehkondensator! Das wäre der absolute 
Traum, danach würde ich notfalls auch auf eine ganze Rolle 28mm CU Rohr 
sparen! Das wäre mal ne "geile" Loop.

: Bearbeitet durch User
von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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Kilo S. schrieb:
> Vorher spare ich auf einen Vakuum Drehkondensator

Spar zuerstmal auf 2 kleine Ferritkerne für den Ringmischer, damit es 
bei deinem 250MHz Konverter mal weitergeht. ;-)

73
Wilhelm

von Kilo S. (kilo_s)


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Wilhelm S. schrieb:
> Spar zuerstmal auf 2 kleine Ferritkerne für den Ringmischer, damit es
> bei deinem 250MHz Konverter mal weitergeht. ;-)

Ernst gemeinte Frage: Beginnende Demenz?

Ich hab hier doch schon lange zwei Mischer, einen davon bereits 
eingebaut. Ich komm nur aktuell nicht dazu mir ein paar Stunden am Stück 
für den LO Zeit zu nehmen.

Die Magnetic Loop hab ich in kurzen "Pausen" zurechtgekloppt, das 
zeitintensivste war das Biegen mit ca. 20 Minuten. ;-)

von Kilo S. (kilo_s)



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Flipper schrieb:
> polieren?

Hier übrigens nach einer groben Politur mit Stahlwolle Q von 206 auf 214 
angehoben und die Bandbreite etwas verringert.

von Kilo S. (kilo_s)



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Na denn wollt ich mal testen...


Q steigt deutlich an.

von Flipper (Gast)


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Kilo S. schrieb:
> Na denn wollt ich mal testen...
>
> Q steigt deutlich an.

Danke für die Tests. Das ist echt interessant welchen Einfluss das hat.

Kilo S. schrieb:
> Vorher spare ich auf einen Vakuum Drehkondensator! Das wäre der absolute
> Traum, danach würde ich notfalls auch auf eine ganze Rolle 28mm CU Rohr
> sparen! Das wäre mal ne "geile" Loop.

Leider hat der Lieferant meines Vertrauens fast keine mehr da, sonst 
hätte ich eine bestellt. Scheinbar sind das Fabrikate russischer 
Hersteller und da sieht es zunehmend mau aus. :(

von Michael M. (michaelm)


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Kilo S. schrieb:
> ... ganze Rolle 28mm CU Rohr sparen ...

Erst einmal: Einen Ring  ;-)
Zweitens: 28x1 weich als Ring habe ich noch nie gesehen. Mag sein, dass 
so etwas heute im Netz angeboten wird, aber in D verkauft das wohl 
keiner der üblichen bekannten Sanitär-Großhändler. :-(

Michael

von Kilo S. (kilo_s)


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Flipper schrieb:
> Leider hat der Lieferant meines Vertrauens fast keine mehr da, sonst
> hätte ich eine bestellt. Scheinbar sind das Fabrikate russischer
> Hersteller und da sieht es zunehmend mau aus. :(

Das Problem kenn ich nur zu genüge.
Dazu fehlt oft die Mechanik dazu, da muss man erst selbst alles passend 
herstellen. Das schreckt mich nicht mal ab, der Preis...

Michael M. schrieb:
> Zweitens: 28x1 weich als Ring habe ich noch nie gesehen.

Ja, ich glaub bei 22x1mm ist beim Ring Schluss. Das wäre immer noch gut 
genug.

https://123stahl-shop.de/Kupferrohr-22-x-10-mm-1-m-Ring-Laenge-frei-waehlbar--1043_31.html

52€ für drei Meter inklusive Versand...

: Bearbeitet durch User
von Flipper (Gast)


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Kilo S. schrieb:
> Fürs versilbern
> hab ich leider nicht das Geld.

Ich habe grade mal nachgeschaut. Das macht von der Leitfähigkeit gar 
nicht soviel Unterschied. Wenn ich richtig gerechnet habe sind das nur 
5% mehr Leitfähigkeit von Silber gegenüber Kupfer.

Silber: 6.1e7 S/m
Kupfer: 5.8e7 S/m

Hätte gedacht es wären mehr.

von Kilo S. (kilo_s)


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Flipper schrieb:
> Ich habe grade mal nachgeschaut. Das macht von der Leitfähigkeit gar
> nicht soviel Unterschied. Wenn ich richtig gerechnet habe sind das nur
> 5% mehr Leitfähigkeit von Silber gegenüber Kupfer.

Ich kann da garantiert noch einiges rausholen, wenn ich die Zeit dazu 
finde.

Auch ohne silber, da muss noch ein bisschen was gehen.

von Helge (Gast)


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Von meiner besten Antenne gibts kein Foto, ich hatte viel zu viel Angst 
:-)

Aus den USA mitgebracht eine ziemlich taube HR2510, die später in D als 
Lincoln verkauft wurde. Dem Käfer 2 extra-Batterien verpaßt. Beim Elpro 
in Braunschweig gabs Silberlitze teflonumhüllt, irgendwelche alten 
Bundeswehrreste. Bücherei durchkämmt, wie man eine Antenne berechnet. 
Rausgekommen: Berechnet eine 5/8 mit 3 Radiatoren, Angelschnur zum 
hochziehen und zum Veranken am Boden. PL-Buchse, dadran paar Meter 
RG214. Bei 11m immerhin <1,2:1, das viele rechnen war eine gute Idee. In 
den Elm gefahren, mittendrin ein flaches Tal, hohen Baum gesucht, das 
ganze mit halsbrecherischer Kletterei daran hochgezogen.

QSO mit Virgin Islands, gut 5 Minuten. Und das mit 25W. :-) Das war 
1991.

von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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Hier eine Möglichkeit des Versilberns ohne! hochgiftige Chemikalien.

http://www.on7lr.org/special/ag/ag.htm

Alles sollte ohne grosse Probleme beschaffbar sein.
Man sei sich darüber im Klaren, das ist nur dünn aufgetragen und nur 
wenige µm dick. Nix mit grossartig polieren o.ä.; ungeschützt wird es 
auch anlaufen.

73
Wilhelm

von Kilo S. (kilo_s)


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Wilhelm S. schrieb:
> Hier eine Möglichkeit des Versilberns ohne! hochgiftige Chemikalien.
> http://www.on7lr.org/special/ag/ag.htm

Der ist gut, bis auf das Silbernitrat gibt's das Zeug alles gut unter 
5€/250g.

Danke für den Link!

von Hobby B. (bastler2022)


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Guten Abend,

da hier gerade die Antennen Profis schreiben und ihre Eigenbauten oder 
Umbauten zeigen. Habe da mal eine Frage zu einem geplanten Umbau einer 
kleinen Marine Antenne. 
https://www.sirioantenne.it/images/pdf/manuals/id-253_cruiser_2000_21-09-1999.pdf
Hat so eine oder eine ähnliche Antenne von euch schon mal einer umgebaut 
und ihr Radiale aus Kupfer überzogen mit Bootslack oder V4A spendiert.
Anregungen oder Informationen dazu wären echt toll auch andere 
Vorschläge.
President SPA-01 Künstliche Masse ist vorhanden.
Leider keine Möglichkeit sie auf einer Metallplatte zu verschrauben.
Bilder vom Umbau wenn erfolgreich werde ich dann auch gerne noch nach 
liefern.

Gruß bastler2022

: Bearbeitet durch User
von Kilo S. (kilo_s)


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Hobby B. schrieb:
> Hat so eine oder eine ähnliche Antenne von euch schon mal einer umgebaut
> und ihr Radiale aus Kupfer überzogen mit Bootslack oder V4A spendiert.

Ja, ich denke das hat jeder schon mal.
Ist am ende genau das gleiche wie eine DV27 auf Backblech/Felge 
montiert.

Es reichen zwei radiale, Aufbau nach Schweißfuß GP. Sollte 
funktionieren.

Die SPA-01 lass weg, die Braucht es normalerweise nicht wenn du die 
radiale hast.

: Bearbeitet durch User
von Kilo S. (kilo_s)


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Hässlich wie die Nacht finde ich, aber QRO Geeignet. (Test mit 50W 
bestanden!)

Weder an Q noch an der Bandbreite gab es seither großartige 
Verbesserungen bzw. Änderungen.
Ich hab daher auch dieses mal keinen weiteren Screenshot von BlueVNA 
angehängt.

von Flipper (Gast)


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😎cool

Eine Frage zum Kondensator: wie verstellst du die Resonanzfrequenz? Oder 
betreibst du die Antenne nur auf einem Kanal?

von Kilo S. (kilo_s)


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Flipper schrieb:
> 😎cool
>
> Eine Frage zum Kondensator: wie verstellst du die Resonanzfrequenz? Oder
> betreibst du die Antenne nur auf einem Kanal?

Die Bandbreite bis SWR<2 beträgt im abgestimmten Zustand +/-400kHz.
Das Freenet 2m Jedermann band für das die Antenne konzipiert ist hat 
100kHz Bandbreite, passt also Locker 4 mal dazwischen.

Abgestimmt wird durch Biegen, es ist ne scheiß Fummelarbeit, die 
Kondensatorplatten (40x40mm, Größer wäre besser da ich dann noch einen 
größeren Abstand Realisieren könnte) können dadurch näher zusammen oder 
weiter auseinander geschoben werden.
Dabei reicht ein Schaschlikspieß/Zahnstocher mit dem man zwischen die 
Platten geht und diese leicht auseinander hebelt, oder aber je beide 
Halbkreise versucht halbwegs gleichmäßig nach unten zu biegen. Der 
resultierende Abstand ist auch ausschlaggebend für die 
Spannungsfestigkeit, alles über 1mm sollte problemlos bis zu 50W 
vertragen können. Die Spannung ist laut Rechner bei 50W und einer 
Effizienz von 88% bei ca. 800-900V.
Bei luft als Dielektrikum geht man von ca. 1200V/mm aus. Theoretisch 
also noch Luft nach oben.

Ich hätte die Antenne ja sogar absichtlich gern so schmalbandig wie nur 
irgend möglich, am liebsten wären mir 200kHz! Dafür müsste die aber 
vermutlich aus dem vollen gefräst sein um keinerlei zusätzliche 
Übergänge zu haben.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Kilo S. schrieb:
> Der resultierende Abstand ist auch ausschlaggebend für die
> Spannungsfestigkeit, alles über 1mm sollte problemlos bis zu 50W
> vertragen können.

Wenn du noch 'ne Glimmerscheibe dazwischen gelegt hättest, wäre die 
Spannungsfestigkeit deutlich höher geworden. Reicht ja, wenn man sie auf 
einer Seite festklebt.

von Kilo S. (kilo_s)


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Jörg W. schrieb:
> Wenn du noch 'ne Glimmerscheibe dazwischen gelegt hättest, wäre die
> Spannungsfestigkeit deutlich höher geworden. Reicht ja, wenn man sie auf
> einer Seite festklebt.

Ich habe keine Glimmerscheiben da, auch keine Reste als Isolator von 
irgendwelchen altgeräten.

Ich würde sogar vermuten das dies kontraproduktiv sein könnte, ich will 
ja Q möglichst hoch treiben um die Bandbreite möglichst klein zu 
bekommen. Das heißt, in diesem Zustand (mit Oxid drauf ect.) ist sie 
noch weit entfernt davon, zusätzlich Kleber oder Lack auf der Oberfläche 
könnte die Güte (je nach Material, keine Ahnung was da geeignet ist) 
verschlechtern. Sekundenkleber oder Heißkleber verkneifen ich mir auch 
schon. Sonst wäre das Loch für den Gamma Match auch bereits gefüllt 
damit sich im inneren des Rohr kein Wasser sammeln kann.


Aber hey, für ein gratis Stück Heizungsrohr und zwei Kupferplatten aus 
alten Laptop Kühlungen ist das schon gar nicht so übel. ;-)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Kilo S. schrieb:
> Ich würde sogar vermuten das dies kontraproduktiv sein könnte, ich will
> ja Q möglichst hoch treiben um die Bandbreite möglichst klein zu
> bekommen.

Naja, Glimmer sollte dahingehend unproblematisch sein, das wurde und 
wird ja gern für hochwertige HF-Kondensatoren benutzt. Die Kleberschicht 
macht man so dünn, dass sie nicht ins Gewicht fällt.

Wenn ich in der Bucht nach "Glimmerscheibe" gucke: sowas scheint in 
Mikrowellenöfen vor der Austrittsöffnung des Hohlleiters als Schutz 
gegen Verdreckung zu sitzen. Da kann man bestimmt was auf dem 
Schrottplatz bekommen. ;-)

von Kilo S. (kilo_s)


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Jörg W. schrieb:
> Da kann man bestimmt was auf dem Schrottplatz bekommen. ;-)

Hier, leider nein.
Sowohl am Wertstoffhof als auch am Schrottplatz gilt: Bringen darfst du 
alles, Mitnehmen nichts!...

Aber unsere Mikrowelle macht eh bald den Abflug, der Trafo ist eh schon 
verplant nach der Ausmusterung. Da fällt ne Glimmerscheibe nicht auf.

Cyanacrylat würde sich dünn auftragen lassen, meinst du das lohnt da 
noch Glimmer zwischen zu Basteln? Theoretisch wäre das sogar gar nicht 
allzu schlecht, es würde die bereits Höhe mechanische Stabilität weiter 
verbessern. Bei Wind zittert das SWR durch das doch noch vorhandene 
Spiel ganz ordentlich, nicht bedenklich aber spürbar. Mit genug Glimmer 
dazwischen wäre der Bewegungsspielraum weg.

Dünne Glasscheiben könnte ich eventuell mit etwas Aufmerksamkeit 
organisieren, eckige dünne Flaschen stehen oft am Glascontainer, das 
könnte man zurechtschleifen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Kilo S. schrieb:
> Dünne Glasscheiben könnte ich eventuell mit etwas Aufmerksamkeit
> organisieren, eckige dünne Flaschen stehen oft am Glascontainer, das
> könnte man zurechtschleifen.

Da würde ich lieber Glimmer nehmen. Da ist zumindest klar, dass es 
HF-mäßig gut taugt (bei Glas könnte das von der Zusammensetzung 
abhängen), und es ist einfach zu bearbeiten.

Ob nun Cyanacrylat, sicher tut's auch ein dünn aufgetragener 
"Alleskleber", also irgendwas auf Nitrozellulosebasis. Die sind nicht 
ganz so eklig zu verarbeiten, das bekommt man vom Finger wieder runter.

von Kilo S. (kilo_s)


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Jörg W. schrieb:
> Da würde ich lieber Glimmer nehmen. Da ist zumindest klar, dass es
> HF-mäßig gut taugt (bei Glas könnte das von der Zusammensetzung
> abhängen), und es ist einfach zu bearbeiten.

Naja, nach dem hier sogar schon Konstruktionen im "Würstchenglas" 
gezeigt wurden gehe ich davon aus das sich der Einfluss wie bei meinem 
PP Radom in Grenzen halten könnte.

Jörg W. schrieb:
> Ob nun Cyanacrylat, sicher tut's auch ein dünn aufgetragener
> "Alleskleber", also irgendwas auf Nitrozellulosebasis. Die sind nicht
> ganz so eklig zu verarbeiten, das bekommt man vom Finger wieder runter.

Cyanacrylat (Sekundenkleber) ist Fettlöslich, Speiseöl bzw. Einfach 
bisschen arbeiten und schwitzen, das löst sich von ganz alleine. ;-)
Da hab ich Erfahrung mit.

von Flipper (Gast)


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Kilo S. schrieb:
> Die Bandbreite bis SWR<2 beträgt im abgestimmten Zustand +/-400kHz.
> Das Freenet 2m Jedermann band für das die Antenne konzipiert ist hat
> 100kHz Bandbreite, passt also Locker 4 mal dazwischen.

Okay, das macht Sinn. Im Prinzip wäre so eine Antenne ganz schick, weil 
sie halt auch wenig Platz braucht. Hast du da mal Vergleichsmessungen 
gemacht wie gut die spielt? Könntest ja (sofern sowas bei dir in der 
Nähe vorhanden ist) mal einen WEB-Sdr anfunken und Signalstärken mit 
einer Standard-Gummiwurst oder einer größeren 1/2 Lambda vergleichen.

Recht performant ist ja die Diamond RH770, die auf 2m Lambda/2 hat. Oder 
eine Blumentopfantenne etc...

von Kilo S. (kilo_s)


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Flipper schrieb:
> Hast du da mal Vergleichsmessungen gemacht wie gut die spielt?

Bei der QRO ML kam ich noch nicht dazu.

Allerdings Trotz aller Versuche die Effizienz so hoch wie möglich zu 
schrauben (der Rechner spuckt ca. 87% Wirkungsgrad aus) wird sie jeder 
anderen Antenne zumindest Sendeseitig unterlegen sein.

Flipper schrieb:
> Recht performant ist ja die Diamond RH770, die auf 2m Lambda/2 hat. Oder
> eine Blumentopfantenne etc...

L/2 baue ich ganz klassisch schon immer selbst, LC Kreis mit anzapfung.
Sowohl als Mobilstrahler mit SMA für direkt auf die Handfunke als auch 
als Stationsantennen. Die haben wie die ML den Nachteil daß sie gute 
spannungsfeste Kondensatoren brauchen.

Duobandantennen verwende ich so gut wie nicht. Also die 
Blumentopfantenne (Koax J Pole ect..) kommt aktuell nicht mit ins Rennen

Verglichen hab ich bis heute so einige verschiedene vom Wirkungsgrad her 
noch weniger effiziente Magnetic Loops mit den drei "Klassikern" 
L/4-L/2-5/8.

Interessant dabei ist das die L/2 alle, auch kommerzielle Antennen (die 
5/8 ist von Kathrein) blass hat Aussehen lassen. Mit der L/2 hab ich die 
selbe Distanz mit weniger sendeleistung überbrücken können als mit der 
5/8. Wobei ich den Einfluss des Standort nicht vernachlässigen kann. Die 
Antennen standen beide nicht frei.

Ob ich hier einen websdr in der Nähe habe. Hm, keine Ahnung. Ich hab 
selbst mittlerweile 4 eigene mit denen das spielen einfach zu viel Spaß 
macht. ;-)

Aber ich schaue Mal ob's einen gibt.

: Bearbeitet durch User
von Kilo S. (kilo_s)


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Leider gibt es für mich keinen auffindbaren WebSDR in "Testreichweite", 
Das nächste wäre Solingen. Liegt allerdings genau in der 
entgegengesetzten Richtung meines Freifeld.

Düsseldorf (auch privater Zugang) wäre zum testen extrem cool.

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