Forum: Fahrzeugelektronik SRAM auslesen der von einer anderen CPU genutzt wird


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von Jens (jbdasky)


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Hallo zusammen,

mein Name ist Jens und bin was Mikroprozessoren angeht ein absoluter 
Neuling. Ich hoffe in diesem Forum Hilfe zu finden.

Thema:
Ich möchte einen SRAM auslesen, während er von einer anderen CPU in 
Nutzung ist. Verschiedene einzelne Adressen z.B. zw. 0x00 und 0xFF in 
einem kontinuierlichem Abstand auslesen. Diese dann mit einer Funktion 
in interpretierbare Werte umwandeln und auf einem Display wiedergeben.

der SRAM wäre folgender: "B58115"
https://shop.tvsat.com.pl/en_GB/p/3pcs-B58115-HM6264-SMD-SO28L-FUJITSU-BULK/26820

was die Hardware und die Software angeht bin ich absolut blank. Ich weiß 
nur was ich will.

Gibt es für meinen gewünschten Einsatzzweck fertige Hardware zu kaufen 
und kann mir jemand hierzu etwas empfehlen? Am liebsten wäre mir hierzu 
dann eine fertige Schnittstelle via USB für den Laboraufbau oder später 
als durchprogrammierte Stand-Alone-Variante.

Wenn es hierfür geeignete Hardware gibt, welche Software bzw. welche 
Codezeilen sind unabdingbar hierfür? Kann mir hierfür jemand etwas 
empfehlen?

Danke und viele Grüße,
JB

: Verschoben durch Moderator
von Nils (Gast)


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Kannst Du vergessen, Jens.

Speicherinterfaces sind nicht darauf ausgelegt, das ein zweites Gerät 
schreibend auf den Bus zugreift. Das wird im Fall einer Kollision (beide 
Geräte greifen überlappend auf den Bus zu) zu einem Fehlverhalten 
führen.

Was aber funktioniert ist, den Speicherbus zu überwachen. D.h. 
mitzuschnüffeln, was gerade gelesen oder geschrieben wird. Auch das ist 
aber Aufgrund der recht hohen Frequenzen nicht trivial.

Du kannst dann die Adressen, die Dich interessieren bei jedem 
Schreibzugriff hinterlegen, damit Du sie immer parat hast.

Eine fertige Lösung dafür ist mir nicht bekannt, und ich glaube nicht, 
das Du für so eine Aufgabe ohne FPGA auskommt.

Wäre insgesammt ein sehr ambitioniertes Projekt, auch für erfahrene 
Entwickler.

von olaf (Gast)


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> Gibt es für meinen gewünschten Einsatzzweck fertige Hardware zu kaufen
> und kann mir jemand hierzu etwas empfehlen?

Du kannst mal schauen ob es noch Dualport-Ram gibt. Waren aber schon
immer etwas exotisch, also selten und teuer.

Olaf

von Georg (Gast)


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Jens schrieb:
> Gibt es für meinen gewünschten Einsatzzweck fertige Hardware zu kaufen

Informiere dich über "dual port ram". Ist aber sehr exotisch und sicher 
auch teuer. Natürlich muss der vorhandene RAM ausgetauscht werden und 
das vorhandene System tiefgreifend modifiziert.

Georg

von Frank K. (fchk)


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Jens schrieb:

> Thema:
> Ich möchte einen SRAM auslesen, während er von einer anderen CPU in
> Nutzung ist. Verschiedene einzelne Adressen z.B. zw. 0x00 und 0xFF in
> einem kontinuierlichem Abstand auslesen. Diese dann mit einer Funktion
> in interpretierbare Werte umwandeln und auf einem Display wiedergeben.

Wahrscheinlich möchtest Du dann auch, dass die CPU davon nichts 
mitbekommt, nicht zwischendurch angehalten wird und nicht langsamer 
wird.

> der SRAM wäre folgender: "B58115"
> 
https://shop.tvsat.com.pl/en_GB/p/3pcs-B58115-HM6264-SMD-SO28L-FUJITSU-BULK/26820

> Gibt es für meinen gewünschten Einsatzzweck fertige Hardware zu kaufen

Nein. Wirst Du selber machen müssen. Und zwar nicht mit dem obigen SRAM, 
sondern mit dem hier:

https://www.renesas.com/eu/en/products/memory-logic/multi-port-memory/asynchronous-dual-port-rams/7005-8k-x-8-dual-port-ram

Das musst Du anstelle Deines Bausteins einbauen. Dieser Baustein hat 
nämlich eine Eigenschaft, die Du brauchst. Er hat nämlich zwei Sätze von 
Adress/Datenleitungen, d.h. er kann von zwei CPUs gleichzeitig und 
unabhängig gelesen und beschrieben werden. Damit kann Deine vorhandene 
CPU den Speicher über den ersten Port einfach so benutzen wie bisher, 
und Du kannst am zweiten Port mit einer weiteren CPU den Inhalt 
auslesen, ohne die vorhandene erste CPU zu stören.

Es gibt noch zwei weitere Möglichkeiten.

Die eine besteht darin, die originale CPU kurz anzuhalten und dann mit 
einer anderen CPU auf den Speicher zuzugreifen. Das wird beispielsweise 
bei Grafikkarten gemacht, wo sowohl der Prozessor als auch die GPU auf 
den Speicher zugreifen muss. Das stört natürlich die originale CPU, und 
ob das überhaupt ein gangbarer Weg ist, hängt stark vom System ab. Da 
gibts keine allgemeinen Aussagen, und ganz einfach ist das 
möglicherweise auch nicht.

Die andere Möglichkeit besteht darin, einen Logicanalyzer zu nehmen. Der 
kann digitale Signale lesen und den zeitlichen Ablauf abspeichern. Damit 
kannst Du dann einfach an den Leitungen mithören und aufzeichnen, 
welcher Wert wo hinein geschrieben wird. Du brauchst dafür allerdings 
ein Gerät, was mindestens 24 digitale Eingänge hat. Davon gibts nicht 
besonders viele, und ganz billig sind die auch nicht.

Beispiel: http://www.hantek.com/products/detail/14

Und: Du hörst nur passiv mit, kannst also nicht selber eingreifen. Dabei 
entstehen recht große Datenmengen, das Auswerten wird also etwas Arbeit.

Das sind im Wesentlichen Deine Optionen.

fchk

von Jens (jbdasky)


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Hallo Nils,

wie funktioniert dies dann bei z.B. Fehlerspeichern oder Sensordaten von 
Motorsteuergeräten wenn ein gleichzeitiger Betrieb nach deinen Worte 
nicht möglich ist? Wie wird dies hier gelöst?

In meinem Fall wird ein sram kontinuierlich von einer CPU mit Werten 
versorgt und schreibt diesen Wert in den sram an z.B. 0x36 (z.B. 
Batteriespannung). Über eine externe Schnittstelle wird diese Adresse 
dann kontinuierlich ausgelesen und über eine Tester ausgegeben.

Gruß Jens

von Harry R. (harry_r2)


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Es gab mal einen RAM-Simulator, siehe
https://www-user.tu-chemnitz.de/~heha/basteln/PC/Programmierger%C3%A4te/PEPS-III/
Ob/wo es sowas (in modern, USB statt LPT) fertig zu kaufen gibt... ?

Die Logic-Analyser-Version könntest du mit einem 8-Bit LA (für <20€) mal 
probieren, nur um ein Gefühl für Aufwand/Handling/Zugang zum SRAM /... 
zu bekommen.

von Grummler (Gast)


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Jens schrieb:

> Ich möchte einen SRAM auslesen, während er von einer
> anderen CPU in Nutzung ist.

"Beschreibe Dein eigentliches Problem, und nicht
Deine vermeintliche Lösung."

Soll heißen: Gehst Du davon aus, dass der RAM korrekt
funktioniert, aber Du möchtest wissen, welche Werte
die CPU wann liest und schreibt -- oder möchtest
Du prüfen, dass der RAM korrekt arbeitet -- oder
vielleicht noch etwas ganz anderes?


> der SRAM wäre folgender: "B58115"
> 
https://shop.tvsat.com.pl/en_GB/p/3pcs-B58115-HM6264-SMD-SO28L-FUJITSU-BULK/26820

Entgegen den Angaben auf der Webseite glaube ich, dass
der RAM-Typ ganz simpel "HM6264" lautet.

von Jens (jbdasky)


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Hallo Frank,

das mit dem pausieren und abwechselnd schreiben und lesen beantwortet 
dann denke ich meine zweite Frage, die an Nils gerichtet war. Besten 
Dank.

Die Variante mit einem Dualport-Ram ist aus meiner Sicht die schönere 
Lösung.
Kommt die CPU mit deinem verlinktem Dualport-Ram klar oder kann diese 
den Dienst quitieren? Oder kann ich diesen 1zu1 austauschen (richtig 
verkabelt natürlich vorausgesetzt)?

Nochmal um klarzustellen, ich will nur lesen. Nicht schreiben :-)

Speichergröße, Schreibgeschwindigkeiten, Timing?

Danke und Gruß,
JB

von Jens (jbdasky)


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Hallo Grummler,

ich weiß das der ram einwandfrei funktioniert.
Ich weiß das an mehren Hexadressen konkrete interpretierbare Werte 
liegen.
Diese möchte ich auslesen mit einer Funktion versehen und über ein 
Display wiedergeben.

HM6264 mag sein das dieser so heißt. Da auf meinem Baustein nur B58115 
steht und ich mich nicht auskenne habe diesen so genannt.

@ Harry einen ROM Emulator nutze ich bereits. Jetzt möchte ich dies 
analog für den SRAM realisieren. Wenn es sowas fertiges gibt wäre das 
natürlich auch eine schöne Lösung. Wie immer ist das Problem das man 
manchmal nicht weiß nach was man konkret suchen muss oder verwenden 
muss.

deswegen wende ich mich an die Spezies in diesem Forum :-)

Danke und Gruß,
Jens

von Nop (Gast)


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Jens schrieb:

> Diese möchte ich auslesen mit einer Funktion versehen und über ein
> Display wiedergeben.

Nein, das möchtest Du nicht. Das ist genau Deine vermeintliche Lösung 
für das eigentliche Problem, nicht das Problem selber.

Wenn Du dazu sagst, für welche Anwendung man so eine Lösung überhaupt 
brauchen sollte, dann könnten Leute womöglich eine bessere Lösung 
vorschlagen.

von M.M.M (Gast)


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Nils schrieb:
> Kannst Du vergessen, Jens.

War's nicht so, daß man genau das ehemals beim Atari ST gemacht hat?

> Speicherinterfaces sind nicht darauf ausgelegt, das ein zweites Gerät
> schreibend auf den Bus zugreift. Das wird im Fall einer Kollision (beide
> Geräte greifen überlappend auf den Bus zu) zu einem Fehlverhalten
> führen.

Man hat's damals abwechselnd gemacht, wenn ich recht erinnere.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Jens schrieb:
> Die Variante mit einem Dualport-Ram ist aus meiner Sicht die schönere
> Lösung.

Tja, aber wohl nur aus deiner Sicht. Das was du da machen willst, ist ja 
nix neumodisches, das ging schon vor >40 Jahren mit fast jedem 
Homecomputer, an den man einen TV oder Monitor anschliessen konnte. Aber 
so gut wie keiner hat Dualport-RAMs dafuer eingesetzt.

Kann mich da auch nur der Empfehlung anschliessen:
Beschreibe dein eigentliches Problem...

Gruss
WK

von automurkser (Gast)


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Ich kann Gedanken lesen.

"Ich will Werte aus meinem Steuergerät für mein 1.8T auslesen und auf 
fancy Anzeigen im Cockpit anzeigen lassen".

von Jens (jbdasky)


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Ich bin am Interpretieren meines Motorsteuergerätes und komme ohne diese 
Werte nicht weiter.

von automurkser (Gast)


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Dachte ich's mir doch...

von Grummler (Gast)


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Jens schrieb:

> Hallo Grummler,
>
> ich weiß das der ram einwandfrei funktioniert.
> Ich weiß das an mehren Hexadressen konkrete
> interpretierbare Werte liegen.

Okay. Verstanden.


> Diese möchte ich auslesen

Warum?
Warum möchtest Du die Werte erst dann auslesen, wenn
sie schon im Speicher stehen?

Warum genügt es nicht, sie dann zu protokollieren,
wenn sie gerade in den Speicher geschrieben werden?


Ich will Dich nur auf eine mögliche Scheuklappen
aufmerksam machen: In einem korrekt funktionierenden
System ändern sich die Werte im Speicher NUR dann,
wenn zuvor ein entsprechendes Kommando auf dem Systembus
aufgetaucht ist.

Es ist technisch wesentlich einfacher, den Systembus
mitzulauschen, als aus einem aktiv benutzten Speicher
Daten auszulesen, ohne das System zu stören.


> HM6264 mag sein das dieser so heißt. Da auf meinem
> Baustein nur B58115 steht und ich mich nicht auskenne
> habe diesen so genannt.

Sehr dubios.

von automurkser (Gast)


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Glaub mir, den Aufwand das Auszulesen lohnt nicht. Kauf dir ein 
freiprogrammierbares Steuergerät und gut ist.

von 60/40 (Gast)


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Dergute W. schrieb:
> Tja, aber wohl nur aus deiner Sicht. Das was du da machen willst, ist ja
> nix neumodisches, das ging schon vor >40 Jahren mit fast jedem
> Homecomputer, an den man einen TV oder Monitor anschliessen konnte. Aber
> so gut wie keiner hat Dualport-RAMs dafuer eingesetzt.

Da haben die Videochips auch nur stumpf die CPU angehalten, wenn die 
selber was auf dem Bus wollten.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Auweia. Naja, was solls: Also wenn ich auf einer einsamen Insel 
gestrandet waere, und meine einzige Moeglichkeit da wieder wegzukommen 
waere sowas, dann wuerde ich ein kleines FPGA hernehmen, und mit dessen 
BlockRAM (Was ueblicherweise eh Dualport) ist, "nach aussen" in die eine 
Richtung so tun, als waere ich ein B58115, in die andere Richtung halt 
meinen eigenen Shice anflanschen.
Wird nur beim Start des Ganzen etwas holprig, denn das FPGA muss nach 
poweron erstmal sich konfigurieren / konfiguriert werden, bis es das 
tut, was man gerne haette. Solange sollte das Steuergeraet im Reset 
bleiben.
Aber das Vorhaben ist - solange man nicht auf der einsamen Insel 
gestrandet ist - wirklich ein ziemlicher Hirnfurz.

Gruss
WK

von Jonas B. (jibi)


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Auf der einsamen Insel auf der FPGA-Boards an den Palmen wachsen wäre 
ich allerdings gerne mal :)

von Roland P. (pram)


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Jens schrieb:
> wie funktioniert dies dann bei z.B. Fehlerspeichern oder Sensordaten von
> Motorsteuergeräten wenn ein gleichzeitiger Betrieb nach deinen Worte
> nicht möglich ist? Wie wird dies hier gelöst?

Der Tester greift nicht direkt auf den Speicher zu, sondern schickt über 
CAN/K-Line/ISOwasweisich eine Anfrage an das/die Steuergeräte. Die CPU 
liest dann den Wert aus und schickt ihn dann zum Tester.

So wie s aus schaut, hast du folgende Möglichkeiten:

- Mit einem Dual Port RAM. Sollte funktionieren, wenn der Baustein vom 
Timing etc. passt. Aber du hast dann immer noch die Hürde, auf der 
anderen Seite einen Mikroprozessor dran zu schließen.

- Bus belauschen. Könnte je nach Bus-Geschwindigkeit sogar mit einem AVR 
gehen, ansonsten FPGA

- Ram emulieren. Deutlich komplexer.

- Das Steuergerät einfach fragen. Dürfte wohl der einfachste Punkt sein, 
WENN das Protokoll bekannt ist.

- ein anderes Steuergerät verwenden

Oder auf Vergaser und Unterbrecherzündung umrüsten ;-)

von Stefan F. (stefanus)


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Jens schrieb:
> Kommt die CPU mit deinem verlinktem Dualport-Ram klar

Vielleicht habe ich etwas überlesen, oder du hast vergessen anzugeben, 
um welche CPU es sich handelt. Um die Frage zu beantworten brauchen wir 
vermutlich auch den Schaltplan des Gerätes. Man kann ja nicht einfach so 
Kartoffelkisten durch Säcke voll Reis ersetzen. Das muss ja auch 
irgendwie zusammen passen.

Weißt du denn überhaupt wo genau welche Daten in welchem Format abgelegt 
werden?

: Bearbeitet durch User
von Jens (jbdasky)


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@ Grummel

im Speicher sind die End-Werte, die das MGS tatsächlich umsetzt. Im 
Laboraufbau kann ich im ROM rumspielen um Rückschlüsse auf den Einfluss 
von verschiedenen Codesegmenten und Kennfeldern auf diese Werte zu 
ziehen. Zusätzlich könnte ich diese loggen und wie beschrieben mir im 
Cockpit alternativ direkt anzeigen lassen.

"Warum genügt es nicht, sie dann zu protokollieren,
wenn sie gerade in den Speicher geschrieben werden?" Wenn ich wüsste wie 
ich dies umsetzen kann oder hier vorgehen muss wäre das auch eine 
Alternative.
Im sram weiß ich wo diese konkret stehen. Wie diese dahin kommen oder 
mit welchen Funktionen errechnet werden nicht.

MfG JB

von Rolf M. (rmagnus)


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Jens schrieb:
> "Warum genügt es nicht, sie dann zu protokollieren,
> wenn sie gerade in den Speicher geschrieben werden?" Wenn ich wüsste wie
> ich dies umsetzen kann oder hier vorgehen muss wäre das auch eine
> Alternative.

Wie schon gesagt wurde: Das ist deutlich einfacher, als nebenher noch 
selbst auf den RAM zuzugreifen, weil es nicht aktiv in die Kommunikation 
eingreift.

> Im sram weiß ich wo diese konkret stehen. Wie diese dahin kommen oder
> mit welchen Funktionen errechnet werden nicht.

Brauchst du ja auch nicht. Es geht nur darum, den Schreibzugriff der CPU 
mitzulesen. Wenn da als Ziel die Adresse auftaucht, die dich 
interessiert, merkst du dir die dazugehörigen Daten und hast deinen 
Wert.

von Jens (jbdasky)


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@ Roland:

es handelt sich um eine Bosch Motronic M1.7.2.

Ich habe die Möglichkeit über einen Tester auf diese Werte zuzugreifen. 
Allerdings steigt die Diagnose über 2600 1/min aus und ist insgesamt 
sehr langsam. Es handelt sich noch um eine ADS Schnittstelle ohne OBDII 
Funktion.
Soweit ich es im Kopf habe wurde es seitens Hersteller als D-Bus 
betitelt. Eine saubere Doku zu den Protokollen habe ich aber noch nicht 
finden können.
Einen frei erhältlichen Schaltplan zum Steuergerät sowie eine 
vollständige Funktionsbeschreibung gibt es nicht.

Gruß Jens

von Jens (jbdasky)


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Hallo Rolf,

> Brauchst du ja auch nicht. Es geht nur darum, den Schreibzugriff der CPU
> mitzulesen. Wenn da als Ziel die Adresse auftaucht, die dich
> interessiert, merkst du dir die dazugehörigen Daten und hast deinen
> Wert.

und wie setze ich sowas um? Wie lese ich den Schreibzugriff der CPU? Mit 
welcher Hardware und Software kann ich sowas umsetzen?

MfG JB

von Latsch (Gast)


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Nimm schnelleres RAM und ein paar Latches.

Beitrag #7319759 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jens (jbdasky)


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Sind hier immer viele Trolle unterwegs? Ich finde den Umgang und 
Kommunikation teilweise schon ein bisschen unverschämt.

von Erich (Gast)


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Mit deutlich weniger Aufwand liese sich was bauen,
das den aktuellen (= den letzten) SCHREIB-Zugriffswert auf EIN BYTE 
(=eine Adresse) deines Speichers erfasst und als hexadezimaler Wert 
anzeigt.
Mit Hex-Codierschalter ausgestattet wäre dies auch "schnell" 
umschaltbar.
Diese für mehrere Bytewerte gleichzeitig zu machen wäre aufwendiger.
Gruss

von Roland P. (pram)


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Jens schrieb:
> und wie setze ich sowas um?

Schau dir mal auf Seite 10 das Timing-Diagramm zum schreiben an.

Dann kannst versuchen, zu allen Daten + Adress Leitungen einen AVR zu 
hängen.
Da das Ram mit 1MHz angegebenen ist, könnte(!) ein 24MHz AVR reichen
Angenommen A0..A7 hängen an PORTA, A8..12 an PORTB und I/O an PortC, 
dann könnte das so funktionieren
1
 
2
while (PINA != 0x47 && PINB != 0x11) {}
3
PORTD = PINC

Das Programm wartet, bis die Adresse 0x4711 anliegt und liest dann den 
Wert ein und gibt ihn an PORTD wieder aus
Das ist natürlich noch nicht fertig (man muss noch CS /WR etc auswerten, 
die kannst noch an PORTB anschließen) aber ich hoffe vom Prinzip her 
sollte es klar sein.
Man muss sich da aber die Takte auszählen, die der AVR braucht, ob er 
mit dem Timing mit kommt. Rect viel andere Sachen wirdver aber nicht 
machen können.

Es geht aber wahrscheinlich auch mit einem Gattergrab oder einem EPROM 
und einem Latch.

von Jens (jbdasky)


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Hallo Erich,

das wäre zumindest schonmal ein Anfang mit dem ich weiterarbeiten 
könnte.
Manche Werte sind leider 2 Byte lang z.B. die Drehzahl. Es gibt aber 
auch genug Werte die mich interessieren, die nur ein Byte groß sind.

D.h. ich könnte aber mit einem konkreten sram Hexwert arbeiten und mir 
dann den nächsten einzeln separat anschauen.

Stehe ich wieder vor der Frage wie ich dies Hardware- und 
Softwaretechnisch umsetze :-)

MfG JB

von Roland P. (pram)


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Mit einem E(E)PROM und 8 Latches könntest du 8 Werte auslesen.
Das EPROM muss an der einen Stelle die dich interessiert, das Latch 
triggern

Beitrag #7319865 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Latsch (Gast)


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Jens schrieb:

> Nochmal um klarzustellen, ich will nur lesen. Nicht schreiben :-)

Auch da kann es aufgrund von Race Conditions zu Fehlern beim Zugriff auf 
Daten > Busbreite kommen.

von Jens (jbdasky)


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Zunächst einmal besten Dank an alle konstruktiven Beiträge.

So einfach wie ich es mir vorgestellt habe, ist es nach den bisherigen 
Beiträgen schonmal nicht. Meine größte Hoffnung hatte ich in einen 
RAM-Emulator gesetzt analog den eines ROM-Emualtors (ich verwenden 
Moates Ostrich). Ich habe schon mit analoger Messtechnik experimentiert. 
Hatte aber gehofft auf digitalem Wege ebenfalls weiterzukommen.

Einen sehr ähnlichen Schaltplan zu meinem Steuergerät habe ich hier 
gefunden sind nicht genau Baugleich aber ähnlich:
http://www.e30tuner.com/assist/m17re/Sch_Rev8Jan2018.pdf

Gruß JB

von LDR (Gast)


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Jens schrieb:
> es handelt sich um eine Bosch Motronic M1.7.2.

Da werkelt ein 80C515, AFAIR. Auch der ist natürlich kundenspezifisch 
bedruckt, so wie das bei Bosch völlig üblich ist.

von Jens (jbdasky)


Angehängte Dateien:

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Hallo LDR,

ja, da hast du recht analog der spezifischen B58115 für den SRAM.

Bild anbei.

Beitrag #7319951 wurde von einem Moderator gelöscht.
von oszi40 (Gast)


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Myclass schrieb im Beitrag #7319865:
> doch die Aufgabe  die stellst - ist nur im Speicher mitlauschen,

Ganz so einfach wirds wohl nicht. Es gibt einige zeitkritische und 
Lastfaktor-Fragen, die der TO ohne ausreichende HW-Kenntnisse wohl nicht 
in diesem Jahr beherrschen wird. Anfangen kann er schon. (Das verrät 
jetzt einer, der im letzten Jahrtausend CPU-Platinen repariert hat) :-)

Beitrag #7320014 wurde von einem Moderator gelöscht.
von LDR (Gast)


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Nils schrieb:
> Was aber funktioniert ist, den Speicherbus zu überwachen. D.h.
> mitzuschnüffeln, was gerade gelesen oder geschrieben wird. Auch das ist
> aber Aufgrund der recht hohen Frequenzen nicht trivial.

Ist doch nur ein 1MHz Bus eines MCS-51, und man kann ja hinter dem 
Adresslatch abgreifen. Die allermeisten Signale sind sogar am EPROM 
vorhanden, das macht es auch mechanisch unkompliziert.


> Du kannst dann die Adressen, die Dich interessieren bei jedem
> Schreibzugriff hinterlegen, damit Du sie immer parat hast.
>
> Eine fertige Lösung dafür ist mir nicht bekannt, und ich glaube nicht,
> das Du für so eine Aufgabe ohne FPGA auskommt.

Naja, ein FPGA ist da ziemlich übertrieben. Wenn es wirklich nur um 
einzelene Speicherstellen geht, dann reicht doch ein Komparator und ein 
8-Bit Latch, pro Speicherstelle natürlich.


> Wäre insgesammt ein sehr ambitioniertes Projekt, auch für erfahrene
> Entwickler.

Ehr eine Bastelei aus den '80ern.

von TempusAnus (Gast)


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Über OBD geht nicht?

von LDR (Gast)


Angehängte Dateien:

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Jens schrieb:
> Hallo LDR,
>
> ja, da hast du recht analog der spezifischen B58115 für den SRAM.
>
> Bild anbei.

Mit Kennzeichnung zurück.

von Georg G. (df2au)


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Dumme Frage an den TO: Woher weisst du, welche Daten an welcher Stelle 
stehen? Die Adressen sind nicht fix für die Motronic sondern ändern sich 
mit der Software Version.

Und noch ein Hinweis: Es gibt für die Steuergeräte spezielle Deckel, die 
die von dir gewünschte Funktion enthalten.

von LDR (Gast)


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TempusAnus schrieb:
> Über OBD geht nicht?

Das gabe es vor 30 Jahren nur ansatzweise.

von Jens (jbdasky)


Angehängte Dateien:

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Hallo Georg,

beim Tester gibt es digitale steuergerätespezifische Tabellen die diese 
Infos enthalten. Ein Abgleich beim Auslesen des Rams über den Tester 
bestätigt  einzelne Tabellenwerte. Wie gesagt steigt diese aber über 
2600 1/min aus.

Dem entgegen hatte ich es auf analogem messtechnischem Weg versucht dem 
MGS zu entlocken ob meine veränderten Werte des ROMS auch umgesetzt 
werden. Hierfür habe ich den Kabelbaum angezapft und geloggt. 
Prinzipiell funktioniert dies auch.. ich hatte nur gehofft es digital 
lösen zu können.

Beispiele analoger Messsignale für die Drehzahl 
KW,NW,Digital,Einspitzung und der Abgriff über eine ZZP-Pistole anbei.

Gruß JB

von Rolf M. (rmagnus)


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TempusAnus schrieb:
> Über OBD geht nicht?

Wohl eher nicht:

Jens schrieb:
> Allerdings steigt die Diagnose über 2600 1/min aus und ist insgesamt
> sehr langsam. Es handelt sich noch um eine ADS Schnittstelle ohne OBDII
> Funktion.

von olaf (Gast)


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32kb MCS51 dissambler ist zwar nicht gerade das worauf man ernsthaft
Bock haben sollte, aber immerhin machbar wenn einem das Problem
wichtig genug ist.

Olaf

von LDR (Gast)


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olaf schrieb:
> 32kb MCS51 dissambler

Das allermeiste sind eh Tabellen.

Beitrag #7320185 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Thorn in your side (Gast)


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Da es ja offensichtlich über das Reverse-Engineering von Autoelektrik 
geht, sollte man das ganze nach 
https://www.mikrocontroller.net/forum/fahrzeugelektronik verschieben und 
einen passenden Namen, bspw. "Chiptuning -Tool: ROM-Emulator für SRAM" 
o.ä. ins topic setzen.

von Jens (jbdasky)


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@ Myclass:
Eigentlich wollte ich auf dich und deine durchgehende unverschämte Art 
nicht weiter eingehen. Es gibts hier Nutzungsbedigungen im Umgang 
miteinandern die du mehr als einmal nicht einhälst. Allerdings scheinst 
du persönliche soziale Probleme zu haben oder aber die Intention haben 
mir und andere davon abzuhalten bei meiner Problematik zu helfen. 
Vermeintlich weißt du genau was man machen müsste oder wie ich besser 
ans Ziel komme, möchtest aber keine Infos teilen bzw. am liebsten diesen 
Post löschen. Keine Ahnungs was dein Problem genau ist. Das tut mir sehr 
leid für dich. Wenn´s dich stört beschäfftige dich doch anderweitig :-)

Ich bin hier zum ersten mal eingeloggt mit USER meinem echten Namen und 
mache auf kein Geheimnis daraus was ich vorhabe und möchte. Ich habe 
eine technische Frage. Nämlich wie man einen SRAM auslesen kann der in 
Benutzung ist... ich habe KEINEN PLAN wie man das macht deswegen frag 
ich danach.

Gruß JB

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Jens schrieb:
> Nämlich wie man einen SRAM auslesen kann der in
> Benutzung ist... ich habe KEINEN PLAN wie man das macht deswegen frag
> ich danach.

Mal zurück zur Technik: ich würde Datenbus, Adressbus, WR# und CE# 
abgreifen, puffern und parallel zum SRAM ein Dual Ported RAM 
anschließen, welches ich mit einem zweiten Microcontroller bei Bedarf 
auslesen kann.

: Bearbeitet durch User
von Thorn in your side (Gast)


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Jens schrieb:
> Ich habe
> eine technische Frage. Nämlich wie man einen SRAM auslesen kann der in
> Benutzung ist...

Und die einzi richtige Antwort: "geht nicht" akzeptierst du nicht?!
--
Das einzige was geht, wäre eine Aufzeichnung des Verkehrs am RAMBusses 
und daraus Rekonstruktion des Speicherinhaltes.

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Thorn in your side schrieb:
> Das einzige was geht, wäre eine Aufzeichnung des Verkehrs am RAMBusses
> und daraus Rekonstruktion des Speicherinhaltes.

Oder eben die Spiegelung in ein geeignetes RAM, wie ich es oben 
beschrieben habe. Also geht es doch.

von Thorn in your side (Gast)


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Wolfgang R. schrieb:
> Thorn in your side schrieb:
>> Das einzige was geht, wäre eine Aufzeichnung des Verkehrs am RAMBusses
>> und daraus Rekonstruktion des Speicherinhaltes.
>
> Oder eben die Spiegelung in ein geeignetes RAM, wie ich es oben
> beschrieben habe. Also geht es doch.

Nein den kann man nicht während des Betriebes auslesen. Und die 
typischen DualPort SRAM Probleme wie bei simaltonous Read and write 
werden auch nicht adequat behandelt. Abgesehen davon das keine diskreten 
DualPort Rams aka "geeignetes RAM" hersgestellt werden.

Beitrag #7320227 wurde vom Autor gelöscht.
von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Ich weiß jetzt nicht, welche Große der TO braucht, aber was ist an einem 
IDT 7132 auszusetzen? Das RAM läuft völlig asynchron...

von LDR (Gast)


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Wolfgang R. schrieb:
> aber was ist an einem
> IDT 7132 auszusetzen?

Wenn, dann doch gleich der große Bruder 7005, der passt mit 8kx8 besser 
zum 6264.

Mit einfachen Registern könnte man allerdings sogar per LEDs den 
Speicher im Auge behalten...

von mm (Gast)


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Wolfgang R. schrieb:
> ich würde Datenbus, Adressbus, WR# und CE#
> abgreifen

Ich auch, da es aber wohl ein Testaufbau ist, würde ich das der 
Einfachheit halber (wie bereits mehrfach vorgeschlagen) mit einem Logic 
Analyzer machen.

Jens schrieb:
> wie funktioniert dies dann bei z.B. Fehlerspeichern oder Sensordaten von
> Motorsteuergeräten wenn ein gleichzeitiger Betrieb nach deinen Worte
> nicht möglich ist? Wie wird dies hier gelöst?

Fehlerspeichereinträge und Sensordaten werden nicht von einer zweiten 
CPU aus dem RAM der ersten gelesen, sondern von der CPU, wo sie 
entstehen als Botschaft auf einem Bus und/oder per Diagnose zur 
Verfügung gestellt.

Während der Steuergeräteentwicklung gibt es darüberhinaus noch andere 
Möglichkeiten - z.B. kann man per XCP (früher CCP) u.a. auf beliebige 
Speicheradressen zugreifen. Diese Funktionalität ist aber in einem 
Seriensteuergerät (verständlicherweise) deaktiviert.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Wenn die CPU ROMlos betrieben wird, könnte man auch einen eigenen 
Debugger im EPROM passend unterbringen. Vermutlich wird die serielle 
Schnittstelle noch gar nicht benutzt. Ist natürlich nicht ganz einfach.

Multibyte-Variablen haben halt ohne Kenntnis der Datenstrukturen 
manchmal unsinnige Werte, da die Bytes nicht gleichzeitig geschrieben 
werden können.

Scheint auch eher die NMOS-Variante zu sein. Hab das DB nicht im Kopf.


Machbar, aber Riesenaufwand für was??

von LDR (Gast)


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Abdul K. schrieb:
> Vermutlich wird die serielle
> Schnittstelle noch gar nicht benutzt.

Doch, mindestens seit der Motronic 1.3, und eben für die Diagnose.

von Horst S. (h3aau)


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ein schönes altes bosch steuergerät.
das hat eine k/L-schnittstelle.
https://de.wikipedia.org/wiki/K-Leitung
und ein gesondertes testprotokoll mit dem im betrieb die betriebesdaten 
ausgelesen/gesetzt werden können. ist aber leider betriebsgeheimniss. 
die daten liegen in redudanter form in den tabellen vor. bei einigen als 
triplet damit bitfehler korigiert werden können. in solch einer tabelle 
änederungen vor zu nehmen ist recht aussichtslos. zudem sollte bei dem 
sg auch schon ein tunerschutz integriert sein. jedes bosch Steuergerät 
hat eine 10 stellige nummer diese beschreibt die hardware, die beiden 
nummern auf dem eeprom sind hardware = 0261203590 und software = 
1267358597. also für einen BMW E36 .schau mal ob du auf dem sg noch ein 
eingekreiste dreistellige zahl findest. das wäre die werkskennzahl.
den 80c515 könntest du mit einem datalogger/logicanalayser beobachten. 
wird dir aber nicht wirklich helfen. die motor-tabellen sind auf mehrere 
bereiche im RAM und EEPROM aufgeteilt. bei inkonsisten daten geht das sg 
dann schon mal gern in den notlauf. dabei werden alle dynamischen daten 
(also ram) durch defaults aus dem eeprom ersaetzt.
es gibt eine kleine englische firma die steuergeräte für tunig und 
rennmotoren herstellt. darunter sind auch "leere" sg die du selber 
konfigurieren kannst. die haben eigentlich für alle gängigen motoren 
software vorliegen. such mal nach DTA steuergeräte.

viel spass

: Bearbeitet durch User
von Thorn in your side (Gast)


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Wolfgang R. schrieb:
> Ich weiß jetzt nicht, welche Große der TO braucht,

Naja er hat ein Datenblatt eines 8k RAM's verlinkt, das sollte doch ein 
Hinweise sein.

> aber was ist an
> einem
> IDT 7132 auszusetzen?

Das er nur 2k hat.

Und natürlich das Grundproblem, das man über Port B den Inhalt einer 
Addresse liest, die gleichzeitig oder kurz darauf per Port A 
überschrieben wird. Da musste man schon das gesamte System anhelten 
während des auslesens, um ein konsistentes Abbild zu erhalten.

Dann schon lieber einen kleinen FPGA nehmen (Lattice) , den internen RAM 
als shadow ram nutzen und eine funktionierende Cohernce steuerung 
implementieren.

Ähnlich wie bei Cache: https://en.wikipedia.org/wiki/Cache_coherence

--
dann schon liebe Bus protokollieren ... und hoffen das der Prozessor 
keinenen Cache ohne Write-through hat, denn hilft  der Bus-analyzer auch 
nichts. Oder es ist ein prozessor mit vielen internen Register, da sieht 
man auch keine Tabellen übern Bus gehen.

von Thorn in your side (Gast)


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LDR schrieb:
> Wenn, dann doch gleich der große Bruder 7005, der passt mit 8kx8 besser
> zum 6264.

Stückpreis 45€, Lieferzeit 36 Wochen ...

von olaf (Gast)


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> Stückpreis 45€, Lieferzeit 36 Wochen ...

Ich sag doch, die Teile sind etwas exotisch.

Aber ueberlegt mal die Gelegenheit, ihr koenntet ein DualCore System 
bauen wo ein 6502 und ein Z80 auf ewig gemeinsam vereint vor sich hin 
tueddeln. Der eine fuellt den Speicher ueberlegen mit DJNZ und der 
andere genauso ueberlegen ueber die Zeropage. :-D

> es gibt eine kleine englische firma die steuergeräte für tunig und
> rennmotoren herstellt.

Aber vielleicht will er ja selber "eine kleine deutsche Firma" werden.
Allerdings setzt man sich dann hin und schmeisst den Disassembler an
und macht nicht Mimimi im Internet....

Olaf

von Jens (jbdasky)


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Hallo Horst,

Bild anbei mit ein paar Infos die ich auslesen konnte.
Ich nehme an, du meinst den Produktionscode "078".

Das SG verfügt über eine EWS. Für den Standalone-Betrieb bzw. Testaufbau 
musste ich die Codierung ändern um es mit einem Drehzahlsignal und 
diverser anderer Inputgrößen zum laufen zu bringen.

Der Tunerschutz der mir bekannt ist, wird über die Checksumme geregelt. 
Solange die Checksumme auf dem Eprom zu den geänderten Werten des Eprom 
passt funktioniert das ohne Probleme.

Danke für den Tipp mit DTA. Da mach ich mich mal schlau. Ein "freies" 
Steuergerät wäre natürlich möglich. Ist zum aktuellen Stand aber nicht 
mein Anspruch.

Wenn ich "nur" unter Volllast Zündung und Einspritzung anpassen möchte, 
muss ich nicht sofort ein komplettes "freies" Steuergerät herholen. Da 
ich das Steuergerät aber noch mehr verstehen möchte brauch ich halt ein 
paar Hilfswerte. In dem Fall die Endwerte von Zündung und Einspritzung 
nachdem diverse Kennfelder durchlaufen worden sind und ein "Endergebnis" 
liefern...

und dies war zumindest meine Idee es aus dem RAM (oder wie auch immer 
Digital) zu holen. Mit analoger Messtechnik gehts natürlich auch.

Gruß JB

von Lotta  . (mercedes)


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Interessant :-P

mal nen Einwurf...
Und wenn man am Anfang versucht den Anfang des EPROM zu disassemblieren,
ich meinen die Tabellen werden ja bei der Initialisierung in den
RAM übertragen, dann weiß man wenigstens deren Adressen im Ram.

So müßte man sich hardwaremäßig nur auf kleine RAM - Bereiche
konzentrieren was vielleicht einfacher ist.
( wenn Tabelle Adreßmäßig angesprochen wird, bring die Tabelle
in Sicherheit )

mfg

von Jens (jbdasky)


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Hallo Olaf,

das ist mein Hobby. Gründen will ich garnix. Ich hab den Karren selber 
und möchte halt soweit ich es kann alles selber machen.

Und mit dem Disassembler meinst du sicher sowas wie in meinem Bild.. 
Mimimi?
Ich versteh immer noch nicht ganz die Einstellung mancher hier :-(

Bzgl. Disassembler habe ich schon diverse Sachen gefunden die ganz 
nützlich sind. Ich steig aber trotzdem noch nicht ganz durch. Zumal ich 
nicht 100 % sicher bin ob ich den richtigen Disassembler genutzt habe 
oder die Stützstelle bzw. Einstiegstelle die korrekte ist. Außerdem habe 
ich auch nicht verstanden wann der Disassembler kapiert was Codebereich 
und Tabellenbereich ist.. naja anderes Thema.

Gruß JB

von Thorn in your side (Gast)


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olaf schrieb:
>> Stückpreis 45€, Lieferzeit 36 Wochen ...
>
> Ich sag doch, die Teile sind etwas exotisch.

Von der Lieferbarkei, nicht von der Funktion. Dann schon lieber gleich 
lieferbare FPGA, den man sich zum Dual-Port RAM mit Konsistenzcheck 
umfrimmeln kann. Beispielsweise Lattice iCE40UP5K: sofort ab 
Mouser-Lager, 10€ hätte dann 15kByte. Und Oscillator on board, ...

von Lotta  . (mercedes)


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Jens meinte:
> Und mit dem Disassembler meinst du sicher sowas wie in meinem Bild..
> Mimimi?
> Ich versteh immer noch nicht ganz die Einstellung mancher hier :-(

Warum nicht?
Als erstes muß man sich mit dem Prozzi beschäftigen.
Datenblatt einsehen, feststellen von welcher Addy der Proz startet.
Wo ist die Interrupttabelle?
Dann den Disassembler (zb IDA) auf die Startaddy ansetzen.
Meist ist dort ein Sprung, der die Interrupttabelle, die aus
lauter Sprüngen besteht, überspringt.
Darauf folgt die Initialisierung, einstellung des Stackpointers,
der Ports, der Zeitgeber, u.s.w. und der RAM Tabellen.
Dann werden die Interrupts enabelt und die Hauptschleife ausgeführt.


mfg

von LDR (Gast)


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Thorn in your side schrieb:
> Beispielsweise Lattice iCE40UP5K: sofort ab
> Mouser-Lager, 10€ hätte dann 15kByte. Und Oscillator on board, ...

Dann mach das doch dem TE, ist ja bestimmt übermorgen fertig.

von Thorn in your side (Gast)


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Jens schrieb:
> Ich versteh immer noch nicht ganz die Einstellung mancher hier :-(

Die ist ganz einfach, keiner will Dich oder Dein Projekt "an der Backe 
kleben haben", insbesonders wenn sich die vorgeschlagene Wunschlösung 
als unmöglich darstellt.

https://de.euronews.com/video/2016/10/10/nordamerikanische-meisterschaft-im-ehefrauen-huckepack

Beitrag #7320472 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jens (jbdasky)


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Hallo Lotta,

ich habe eine Vermutung das er vom EPROM bei 0x2000 einsteigt. Zumindest 
finde ich diese Adresshinweise im CPU internal RAM ganz am Anfang.

Ich habe mal in IDA was getestet. Da sind auch ein paar Schaltblöcke 
rausgekommen, konnte es aber nicht mehr reproduzieren. Da bin ich leider 
nicht so fit wie ich es gerne möchte. Ich weiß nicht was eine 
Interrupt-Tabelle ist.
Auch habe ich bei den Version von IDA die Frei sind keinen passenden 
Diassembler zum Chip gefunden.

Gruß JB

Beitrag #7320490 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Lotta  . (mercedes)


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Jens meinte:

> Ich weiß nicht was eine
> Interrupt-Tabelle ist.

Dann wirst Du das Projekt alleine nicht schaffen.
Du müßtest die dich interessierenden Variablen auslesen,
über USB mit nem Zeitstempel an nen Pc schicken und dort
auswerten. Das kann nur ein Programm.
Das wird ohne Programmierkenntnisse nicht klappen. :-((

Sag mal bitte, was auf der 1. Speicherzelle des EPROM steht.
0X00  oder was Anderes?

Was willst Du denn wirklich vom Steuergerät wissen / verändern?
Bis jetzt hältst Du dich ja ganz schön bedeckt...

mfg

von Markus F. (mfro)


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M.M.M schrieb:
> War's nicht so, daß man genau das ehemals beim Atari ST gemacht hat?

Da hat man das so gemacht.

Das ging aber nur, weil das Busprotokoll des m68k eine zeitliche Lücke 
liess, in die (ausreichend schnelles RAM vorausgesetzt) das Videosystem 
"eingrätschen" und dieses auslesen konnte, ohne dass die CPU etwas davon 
merkte.

Ob so was bei modernen Prozessoren nocht geht? Unwahrscheinlich.

von Georg G. (df2au)


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Lotta  . schrieb:
> Dann den Disassembler (zb IDA) auf die Startaddy ansetzen.

Es soll ganz gemeine Steuergeräte Entwickler geben. Die nutzen das 
Maskenrom im Prozessor, um die Peripherie auf Änderungen zu prüfen. Auch 
liegen alle sicherheitsrelevanten Funktionen im Maskenrom. Und dieses 
Maskenrom ist heftig gegen Auslesen oder andere Manipulationsversuche 
geschützt.

Der TO ist nicht der Erste (und auch bestimmt nicht der Letzte), der den 
Tuningschutz umgehen will. In Osteuropa gibt es Firmen, die das im 
Lohndrusch machen - gegen größere Mengen Bargeld. Das sind aber 
richtige Experten. Selbst für einen Top Hobbyelektroniker ist es eine 
Quelle für Frust ohne Ende. Ein gangbarerer Weg ist die Manipulation von 
Sensor Signalen. Aber auch da ist Vorsicht geboten. Das Steuergerät 
akzeptiert nicht alles ohne Murren.

von Thorn in your side (Gast)


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Markus F. schrieb:
> M.M.M schrieb:
>> War's nicht so, daß man genau das ehemals beim Atari ST gemacht hat?
>
> Da hat man das so gemacht.
>
> Das ging aber nur, weil das Busprotokoll des m68k eine zeitliche Lücke
> liess, in die (ausreichend schnelles RAM vorausgesetzt) das Videosystem
> "eingrätschen" und dieses auslesen konnte, ohne dass die CPU etwas davon
> merkte.

cycle stealing: https://en.wikipedia.org/wiki/Cycle_stealing

Manchmal wurde auch der CPU der Bus regelrecht 'geklaut' damit der DMA 
(direct memory access) ackern konnte.  Siehe commodore Amiga, der aber 
gleich einen ganzen Chipsatz (Agnus, Garry) für das bisserl DMA 
brauchte. Und nur die Denise bespielte das video (aus dem chipram).

Jahre später nannte man sowas UMA (Unified Memory architecture):
https://en.wikipedia.org/wiki/Shared_memory

von Jens (jbdasky)


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Hallo Lotta,

mein Epromfile anbei (Serie). 1. Speicherzelle ist 0x85.

Anpassen kann ich bisher Volllast Einspritzung und Zündung sowie den 
Drehzahllimiter. Teillast analog auch, habe ich bisher aber noch nicht 
für nötig gehalten.

Für die Zukunft noch weitere Themen wie Leerlaufdrehzahl anpassen. DISA 
Schaltschwellen (Drehzahlen anpassen oder ggf. auscodieren). 
Schubschaltung deaktivieren. Welche Tabellen mit welchen 
zusammenarbeiten, die Konstanten entschlüssen zw. 0x4000 und 0x4400 etc.

Größeres Thema noch wie die Klopfsensoren bzw. deren Schaltschwellen 
funktionieren und ggf. anpassen.

Der Wissensdurst ist auf jeden Fall nicht begrenzt..

Gruß JB

von Lotta  . (mercedes)


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Geil, Jens!
Bist Du ein Rennfahrer, Ralley oder ähnlich?

Georg G. ist nicht schlecht!
Die 8050iger Serie hat ein Pin, mit dem man wählen kann,
ob der Prozzi vom internen Prom oder vom externen PROM
ließt / bootet.
Schau bitte ins Datenblatt, welcher Pin das bei Dir ist
und schau bitte ins gerät, was da bei Dir dran hängt!


mfg

von Georg (Gast)


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Georg G. schrieb:
> Der TO ist nicht der Erste (und auch bestimmt nicht der Letzte), der den
> Tuningschutz umgehen will.

Aber wahrscheinlich der Unfähigste. Reengineering durch einen Angeber, 
für den ein Disassembler nur Mimimi ist und der nicht einmal weiss was 
eine Interupttabelle ist? Da braucht man darüber was davon legal ist 
garnicht erst nachdenken. Leider sind nicht alle Ganoven so unbedarft.

Georg

von Jens (jbdasky)


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Hallo Georg,

ich weiß immer noch nicht genau was du mit Tuningschutz meinst?

Das alte Steuergerät ist da relativ stumpf.
Passen EWS Code und Checksumme zum Auto funktionieren meine Änderungen.
Unter Volllast gabs damals auch keine Lambdaregelung... da wurde stumpf 
nach Kennfeld gefahren. Serienmässig läuft der Bock übrigends in 
diversen Drehzahlbereichen viel zu mager.

Beispielbild vorher nachher Lambda unter Volllast.

@Lotta:

Der interne CPU Ram teilt sich Bereiche von 0x0000 bis 0x1FFF. Den Eprom 
hängt er dann als Erweiterung bei 0x2000 (ab 0x2000) ran. Der erste 
Bereich vom Eprom 0x0000 bis 0x1FFF wird aber ans Ende geschoben 0x8000 
bis 0x9FFF. Zumindest wenn ich den "ROM" auslese. Ist nur die Zündung an 
und in Diagnose wird der Bereich anders bespielt als wenn ich Drehzahl 
dazu gebe und das MGS in Betrieb geht. Ich vermutete das meintest du mit 
den PINs oder?

Ich betreibe Motorsport als Hobby ja.

Gruß JB

von Lotta  . (mercedes)


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Jens meinte:

> Ich betreibe Motorsport als Hobby ja.
Ts... :-P

Nö. ich mein den 805... Prozessor.
Der hat nen maskenprogrammierten ROM drauf, es gibt aber welche
ohne ROM.
Den maskenprogrammierten ROM programmiert der Hersteller
bei Massengeräten wie Waschmaschinen u.s.w.
Um den Prozzi aber auch ohne den Maskenrom für kleinere Stückzahlen
mit externem ROM nutzen zu können, hat der Prozzi nen Pin, wo ich den 
Internen ROM ausschalten kann und den externen anschalten.

Nun hat mich Georg auf ne idee gebracht:
Warum soll der Prozzi nicht vom Masken ROM booten, und dann mittels
Portbefehl auf den extenen schalten, so das quasi nur die Hälfte des 
Programmes im externen Rom sind, die besonders geilen Funktion
aber im inneren, da wo nen Normaler nicht ran kommt?

ich mach nen Vorschlag:
Mach unter "Projekte und Code" nen Thread auf.
Ich werd am Wochenende mal ins Datenbuch schauen
ob dieser Prozzy so nen PIN hat,
und dann meine Freundin, Ida von Pleuselsplink auf das
EPROM loslassen, dann reden wir weiter, OK?

mfg

: Bearbeitet durch User
von Jens (jbdasky)


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Hallo Lotta,

kannst mich gerne separat kontaktieren. Von meiner ursprünglichen Thema 
im Titel sind wir ja mittlerweile weit weg :-D

Gruß JB

von Horst S. (h3aau)


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schon mal da reingeschaut?
https://www.mikrocontroller.net/attachment/3024/super.pdf

Einführung in das Mikrocontroller-System 80(C)515/80(C)535
Seite 11 von 228
enable) dient zum Demultiplexen des Adreß- und Datenbusses. Der externe 
Programmspeicher
wird durch das Signal PSEN (programm store enable) zweimal pro 
Maschinenzyklus
angesprochen. Der Anschluß EA (external access) informiert den 
Microcontroller darüber, ob er
außerhalb des internen ROM’s arbeiten soll oder innerhalb. Die 
Anschlüsse RD (read) oder WR
(write) dienen zum Ansprechen des externen Datenspeichers

ob der auch DMA fähig ist weiss ich nicht. könnte aber sein.

: Bearbeitet durch User
von oszi40 (Gast)


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Horst S. schrieb:
> angesprochen. Der Anschluß EA (external access) informiert den
> Microcontroller darüber, ob er

Falls er das kann, wäre noch zu klären, ob das zeitlich zum Programm 
passt, da externe Aufrufe oft etwas mehr Zeit brauchen.

von LDR (Gast)


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oszi40 schrieb:
> Horst S. schrieb:
>> angesprochen. Der Anschluß EA (external access) informiert den
>> Microcontroller darüber, ob er
>
> Falls er das kann, wäre noch zu klären, ob das zeitlich zum Programm
> passt, da externe Aufrufe oft etwas mehr Zeit brauchen.

Der 80C515 kann es eh nicht.

von Joachim B. (jar)


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Jens schrieb:
> Sind hier immer viele Trolle unterwegs?

ja denke ich bei fast jeder 2ten Frage!

von Thomas Z. (usbman)


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Der EA Anschluss dient dazu das interne ROM auszuschalten. Sprich man 
macht damit aus einem C515 einen C535(RomLess). Adressen > ROM liegen 
weiterhin am Adressbus an (alles ab 0x2000). Die Geschwindigkeit ist 
intern und extern gleich. Es ist in meinen Augen auch nicht klar wie das 
Eprom und SRAM in den Adressraum gemappt ist.

Wenn man das Binary anschaut, ist dort sowohl Code als auch Tabellen zu 
finden. Ein Disassembler hilft erst wenn man den Adressraum kennt.

von LDR (Gast)


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Thomas Z. schrieb:
> Es ist in meinen Augen auch nicht klar wie das
> Eprom und SRAM in den Adressraum gemappt ist.

Die haben ja bei MCS-51 getrennte Adressräume, also das EPROM (32KiB) 
von 0000h/2000h...7fffh und 8000h...ffffh, und das RAM (8KiB) von 
0000h...1fffh, 2000h...3fffh, usw.

von Roland P. (pram)


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Jens schrieb:
> Außerdem habe
> ich auch nicht verstanden wann der Disassembler kapiert was Codebereich
> und Tabellenbereich ist.. naja anderes Thema.

Das kapiert er auch nicht, (außer er ist so intelligent, dass er checkt, 
dass da nie ein JMP erfolgt)

Man muss beim Disassembler doch noch einiges von Hand machen 
(Codebereich und Datenbereiche erkennen und vor allem relativ genau 
wissen, wie der Prozessor funktioniert: Einsprungadresse, 
Interrupt-Tabellen, internes PROM,...)

Die Code/Tabellen-Bereiche "sieht" man übrigens, wenn man die Firmware 
in ein Bild konvertiert (https://github.com/ncarkaci/binary-to-image) 
Siehe Anhang.

Gruß
Roland

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Thorn in your side schrieb:
>> Oder eben die Spiegelung in ein geeignetes RAM
> Nein den kann man nicht während des Betriebes auslesen.
Weil das Steuerinterface des RAMs bekannt und unkompliziert ist, würde 
ich einfach die interessanten Adressen oder auch den gesamten 8k 
Speicherbereich mit einem FPGA mitloggen, davon in Registern oder im 
(DP)RAM eine Kopie anlegen und bereitstellen. Diese Speicherzellen 
können dann per SIO abgefragt und rausgeschrieben werden.

Das geht bei hinreichender Erfahrung mit weniger als 100 Zeilen 
VHDL-Code.

Wenn die Werte laufend neu (oder nur einmalig) geschrieben werden, 
könnte ich mir sogar vorstellen, ein gleiches SRAM zum Mitloggen über 
MUX parallel an den Bus zu schalten. Und dann, wenn mich der 
Speicherinhalt interessiert, einfach das RAM vom Steuergerät auf einen 
Auslese-µC umschalten.

Dabei muss natürlich beachtet werden, dass Daten korrumpiert sein 
können, weil gerade ein 16-Bit-Zugriff erst halb durch ist.

Horst S. schrieb:
> ob der auch DMA fähig ist weiss ich nicht. könnte aber sein.
Der 8051 ist nicht DMA-fähig. Der Bus hängt direkt am Takt. Man kann ihn 
also nur anhalten, wenn man den Takt gated. Dank statischem Design geht 
das, allerdings werden dabei dann auch die Timer abgehalten.

Roland P. schrieb:
> Man muss beim Disassembler doch noch einiges von Hand machen
Disassemblieren braucht überaus gute Prozessorkenntnisse und vor allem: 
viel Erfahrung. Da muss man erst mal mit einem einfachen 
selbstgeschriebenen(!) oder vom Compiler erzeugten Programm anfangen, 
damit man lernt, die "verdächtigen" Codesequenzen zu entschlüsseln und 
bestimmten Funktionen zuzuordnen.

Jens schrieb:
> Sind hier immer viele Trolle unterwegs? Ich finde den Umgang und
> Kommunikation teilweise schon ein bisschen unverschämt.
Hier begegnet dir der Querschnitt der dich umgebenden Menschen. Und da 
sind (ob angemeldet oder nicht!) auch ein paar dabei, die dir nur die 
Zeit stehlen. Mach das, was du im normalen Leben mit solchen Menschen 
auch tust: Ignoriere sie!

: Bearbeitet durch Moderator
von Drago S. (mratix)


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Wurde schon Buspirate erwähnt?

von Lotta  . (mercedes)


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Drago S. schrieb:
> Wurde schon Buspirate erwähnt?

Beachtet bitte dabei, das die 805... Prozzis
auch internes RAM, was zum Teil bitadessierung zuläßt
hat.
Ohne Disass der Initialisierung bekommt man dann
davon nix mit! :-O

mfg

von Max Murks (Gast)


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Drago S. schrieb:
> Wurde schon Buspirate erwähnt?

Es wurde von (richtigen) Logicanalyzern gesprochen,
der Buspirate scheint a bisserl lahm und hat zuwenig Anschlüße. Titat 
von der Website: "10Hz-1MHz low-speed logic analyzer"

von Lotta  . (mercedes)


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Ein absolut geiler Thread!!!

@Jens:
Das Du nen Eprom-Simulator hast weiß ich ja.
Hast Du auch ein TTL-Prüfstift und nen Durchgangsprüfer,
der zwischen purer Leiterverbindung und pn-Übergang
unterscheiden kann?


mfg

von Jens (jbdasky)


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@ Horst: Danke für den Tipp, bisher kannte ich nur die englische Version 
zu dieser CPU. Ich habe die auch schon etwas länger liegen. Allerdings 
mich noch nicht so intensiv damit befasst. Aber es notwendig - das ist 
mir bewusst.

@ Roland: Danke für den Tipp, ich hatte das glaube ich auch schonmal 
gefunden. Für einen ersten Start gut. Der Eprom kann in grobe 4 Blöcke 
unterteilt werden:
0x0000 bis 0x1FFF
0x2000 bis 0x3FFF
0x4000 bis 0x5AFF
0x5B00 bis 0x7FFF

@ Lotta: Einen TTL-Prüfstift und nen Durchgangsprüfer,
der zwischen purer Leiterverbindung und pn-Übergang
habe ich nicht.
Was ich zur Messung genutzt habe ist das:
https://www.dataq.com/products/di-1110/
Als Signalgenerator einen JDS6600.

Danke an alle für all eure konstruktiven Beiträge! Eine Menge neuer 
Inputs für mich.

Gruß JB

: Bearbeitet durch User
von Lotta  . (mercedes)


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Jens meinte:

> Was ich zur Messung genutzt habe ist das:
> https://www.dataq.com/products/di-1110/
> Als Signalgenerator einen JDS6600.

Du kannst mich ja ignorieren :-P
oder--
Du kannst Dir mal den EA-Pin des Prozessors ansehen,
beim Booten des Steuergerätes:

Ist er dauern auf "H"
Ist er dauernd auf "L"
Ist er kurz auf "H" wechselt dann zu "L"
Wechselt er in unregelmäßigen Abständen zw. "H" und "L"?

mfg

von Georg G. (df2au)


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Lotta  . schrieb:
> Ist er kurz auf "H" wechselt dann zu "L"
> Wechselt er in unregelmäßigen Abständen zw. "H" und "L"?

RTFM... EA ist dauerhaft auf High oder Low. Alles andere ist vom Timing 
her potentieller Selbstmord. Das interne ROM ist in der Motronic immer 
aktiv. Es enthält die Startroutinen und alles, was geheim bleiben soll. 
Schau dir im Datenblatt das Kapitel über Code Protection an.

Es wäre hilfreich, wenn auch der Unterschied zwischen RAM und (E)PROM 
beachtet würde. Das geht hier munter durcheinander. Und zum ..ten mal: 
Der 80C5xx hat getrennte Adressräume für RAM (Daten) und ROM (Code). Die 
dürfen durchaus an der gleichen Adresse liegen. Die CPU greift mit 
unterschiedlichen Signalen (PSEN und RD/WR) darauf zu.

von Thomas Z. (usbman)


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Lotta  . schrieb:
> Wechselt er in unregelmäßigen Abständen zw. "H" und "L"?

EA wird aus Sicherheitsgründen nur einmal beim Reset gesampled. Im 
laufenden Betrieb kann man das ROM nicht ein und ausblenden. Der Pin 
wird also sehr wahrscheinlich auf 1 liegen. (EA = 0 wäre romless)

von Jens (jbdasky)


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Hallo Lotta,

ich schau mal ich am Wochenende dazu komme. Wie ich die Antwort von 
Georg interpretiere, ist es aber wahrscheinlich nicht notwendig.

Vom Verständnis her möchte ich nichts durcheinander bringen wenn es so 
rüber gekommen ist @Georg.. ich habe verschiedene Dinge angesprochen.

EPROM - Externer ROM -> mein BIN File 0x0000 bis 0x7FFF (32 kB)

HM6264 - Externer SRAM -> was ich mit meiner ursprünglichen 
Fragestellung auslesen wollte - meine Einzelwerte von Interesse (8 kB)

CPU ROM: Gesamt 0x0000 bis 0x9FFF
0x0000 bis 0x1FFF lesbar.. CPU (8 kB)
erweitert angehängt von meiner BIN File
0x2000 bis 0x7FFF EPROM
0x0000 bis 0x1FFF EPROM

CPU internal RAM (256 Byte)

habe ich noch einen Speicher vergessen oder was verpeilt?

Gruß JB

von Thomas Z. (usbman)


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Jens schrieb:
> 0x2000 bis 0x7FFF EPROM
> 0x0000 bis 0x1FFF EPROM

das ist so nicht richtig!
ext Rom Adressen werden erst ab 0x8000 auf den Bus gelegt, laut DB (*) 
sind die ersten 32K ROM (0x000 - 0x7FFF) intern auch wenn das Ding 
vermutlich nur 8K oder 16k Rom hat.

Das ist auch konsistent zu einem IDA Disassembler Lauf.
Eprom : 0x8000 .. 0xFFFF (PSEN)
SRAM  : 0x0000 .. 0x1FFF (RD/WR)
CALLs nach 0x2xxx im Disassembly deuten auf 16K Rom hin.

(*)
https://www.infineon.com/dgdl/Infineon-D80515A-DS-v08_95-en.pdf?fileId=db3a304412b407950112b41a498e2a21

von Jens (jbdasky)


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Hallo Thomas,

danke für die Rückmeldung. So stehts im Datenblatt ja..
Zumindest gibt mir die o.g. Reihenfolge mein Tester so weiter wenn ich 
diese ROM-Adressen auslese.. 0x8000 bis 0xFFFF ist dann halt doppelt 
beim auslesen (EDIT: bzw. wäre dann korrekterweise der Bereich 0x2000 
bis 0x7FFF teilweise doppelt) - da gehts dann beim EPROM wieder von 
vorne los.

Gruß Jens

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7321379 wurde vom Autor gelöscht.
von Lotta  . (mercedes)


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Deshalb wollte ich ja wissen, ob der EA auf "H" oder "L"
liegt, wenn er auf dauernd "L" liegt liegen dann alle Routinen
im externen EPROM, auch die, die eventuell die "K" -Leitung
bedienen könnten. Wäre das nicht was, diese Routinen fürs
Projekt ausnutzen zu können?

Jens, was hast Du da ausgelesen?
Kannst du mal die Schnittstelle (n) beschreben?
Auch ich möchte lernen, wie ein Steuergerät aufgebaut ist.

mfg

von Horst S. (h3aau)


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moin,
wie ist den nun der hardware status?
/EA auf low oder high?

hatte diese motronic ( sie ist übrigens in deutschland/reutlingen gebaut 
worden) eigentlich schon den integrierten klopfregel-chip? müsste es 
eigentlich.

drehzahl nur das 60-2 signal oder auch noch das phasensignal?

k-line mit oder ohne l-line?

ein oder zwei lambda-sonden?

sonst hatten die kleinen dreier bmws ja nix besonderes.

wenn ich mich recht entsinne wurden die amd-rechner des 80515 nicht 
lange bei bosch verbaut. hauptlieferant wurde da recht schnell siemens 
(infinion).

: Bearbeitet durch User
von Lotta  . (mercedes)


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Unser Jens hält sich mit seinen Erkenntnissen ganz schön zurück. :-((
Der weiß schon mehr und läßt uns hier hängen.
Deshalb hatte ich ja die Idee ein Projekt zu eröffnen
wo jeder seine Erkenntnisse vergleichen und darauf aufbauen kann.

Sowas wie "Suche Heinz Schnidt in der Welt" funzt nicht!

Ich würde als Erstes feststellen, an welche Ports des Prozzis
die Schnittstellen gehen.
Gibts I2C?
Wo sind die Sensoren angebunden?

Dann im Disassebling nach diesen Adressen suchen um
diese dann zu benennen. Das ist wichtig!
Standardschnittstellen wie serial sind dann im Disassembling sichtbar.
So wird das Disassembling langsam immer durchsichtiger, und die
"geheimen / versteckten"  Routinen bleiben übrig.
So wie beim Decrypten die herausgefundenen Buchstaben langsam
Wörter ergeben, und man diese bereits erraten kann.

@Jens, hast Du mehere gleiche Steuerungen, um eine zu opfern?


mfg

von Jens (jbdasky)


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Hallo Lotta,

ich habe nicht alles sofort parat und wissen tue ich auch nicht sofort 
alles. Ich habe auch gesagt das ich am WE mal sehe ob ich dazu kommen. 
Außerdem hab ich dir noch meinen Kontakt direkt weitergeleitet sodass du 
mich mal anfunken kannst und ggf. einige Dinge schneller zu besprechen 
wären als hier zu schreiben. Die Option hast du immer noch..

Ich musste mich erstmal schlauch machen wo der EA PIN ist und 
sicherstellen das ich mir nichts beim messen zerschieße wenn ich direkt 
an der CPU rumfummele - das hatte ich mich bisher nämlich nicht getraut.

EA ist durchgehend auf High (1) und zwar mit 5V sobald die Zündung an 
ist oder ich Drehzahl hinzu gebe (das MGS in Betrieb setze). Weiter 
hatte aber Thomas bereits die korrekte Vermutung das dieser dauerhaft 
auf 1 ist. Weiter hatte ich auch schon geschrieben, dass ich in der Lage 
bin den internen CPU ROM auszulesen was EA 1 voraussetzt nach euren 
Infos.

@ Horst: Danke für die Info mit Reutlingen :-)

Die M1.7.2 hat eine Klopfregelung mit 2 Klopfsensoren (EDIT: mit je 
einem) zwischen Z1 und Z2 und Z3 und Z4 und nutzt diese auch aktiv.

Schau mal oben die rpm.PNG an. Da ist in folgender Reihenfolge das 60-2 
Drehzahlsignal, das Nockenwellensignal und der digitale Output des MGS 
für den Tacho zu sehen.

Für die Kommunikation werden TxD und RxD verwendet. Am Anfang zum 
Kommunikationsstart wird über RxD das MGS angefunkt um TxD freizugeben. 
Der Rest der Kommunikation erfolgt dann über TxD (K-Line wenn ich 
richtig Liege) in beide Richtungen und RxD wird nicht weiter verwendet.

Die Lambdaregelung erfolgt über nur einer Sprungsonde vor Kat.

Meine CPU ist von Siemens mit aufgedruckter Bezeichnung:
BD 267648
B 58024
A 9514EPB
(M) (C) Siemens 1984

Viele Grüße, JB

: Bearbeitet durch User
von Horst S. (h3aau)


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moin lotta (du bist w?)
projekt wäre eine gute idee und sicherlich mit der zeit auch für andere 
hilfreich. wenn aber keiner möchte................

von LDR (Gast)


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Horst S. schrieb:
> wenn ich mich recht entsinne wurden die amd-rechner des 80515 nicht
> lange bei bosch verbaut. hauptlieferant wurde da recht schnell siemens
> (infinion).

AMD war 2nd Source, mit den Masken von Siemens.

von Horst S. (h3aau)


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es lebt :-)
MGS = MSG ( MotorSteuerGerät) in boschspreche
dann hast du ja schon so einiges an infos.
ist das extene ram eigentlich an der kl30 (dauerplus)?
bei einigen geräten wurden so die angelernten daten gepuffert.
die serie von steuergeräten hat fehlermeldungen als bilnkcode über die 
zündungsanzeigelampe im tacho ausgegeben. war recht langsam so im 1 bis 
5 herz takt. bei einigen wenigen geräten waren damal auch schon eeproms 
für die festen daten und den fehlerspeicher drinn. meist kleine 
achtbeiner mit 256byte. weisst du wie die klopfsensoren funktionieren? 
zum testen der funktionen hatten die chip-entwickler damals recht 
abenteuerliche vorstellungen.

achja, wäre das nett ein schaltbild der büchse in der hand zu 
haben......

ich habe so beim durchlesen das gefühl das hier einige altgediente 
boschler sind. also einen gruss an alle.

: Bearbeitet durch User
von Jens (jbdasky)


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Hallo Horst,

natürlich MSG^^ Da war ein Dreher drin.

ich vermute stark, dass das externe RAM an Dauerplus ist und hier 
Fehlerspeichercodes abgelegt werden getestet habe ich es noch nicht. 
Weiter werden hier vermeintlich Adaptionswerte zur Leerlaufregelung und 
Lambdaregelung liegen und weitere Sachen von denen ich keinen Plan habe. 
Meine gewünschten HEX-Werte wie aktueller End-Zündwinkel die mir auch 
die Diagnose raushaut vermute ich auch hier. Was wieder zur 
ursprünglichen Fragestellung diese Threads führt :-)

Tatsächlich bin ich mir aber gerade nicht mehr 100 % sicher wenn ich den 
RAM auslese ob analog wie bei dem ROM-Auslesen ein Teil der Adressen in 
internen und externen RAM aufgeteilt werden... Hmpf..
Das es sich nur um den interen CPU RAM handelt (256 Byte) spricht 
dagegen das ich auch Werte nach den Adressen FF bekomme (und zwar 
andere).

Ich würde unheimlich gerne wissen wie die Klopfregelung funktionert und 
welche Kennfelder hierfür herangezogen werden. Von der Theorie her 
müssten hier das Signal z.B. 50 mV/g, die Frequenz (eine APS oder FFT 
Transformation intern) und der Kurbelwinkel zusammenspielen. Ich weiß es 
nicht. Wer mich aufschlauen kann sehr gerne.

Gruß JB

Ich wollte die Signaleingänge bei meinem Laboraufbau auch mal simulieren 
habe aber noch keine passende Modulation hierfür gefunden. Welche 
Spannung, Welcher Offset und mit welcher Frequenz muss ich das MSG 
füttern damit er Laborsignale akzeptiert.. Soweit bin ich leider nicht. 
Ich habs mal im Leerlauf mit einem Sinus von 6500 Hz +-1 V und einem 
Offset von +1V probiert - schluckt er aber nicht.

von Jens (jbdasky)


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@ Horst:

http://www.e30tuner.com/assist/m17re/Sch_Rev8Jan2018.pdf

ist zwar nicht das selbe MSG aber wahrscheinlich sehr ähnlich.

Vielleicht war die intern programmierte Diagnosefunktion des MSG auch 
garnicht dafür ausgelegt überhalb von 2600 1/min zu arbeiten. Ich weiß 
es leider nicht.

von Georg G. (df2au)


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Jens schrieb:
> dass ich in der Lage bin den internen CPU ROM auszulesen

Um was wollen wir wetten, dass du das nicht kannst?
Du siehst Daten und vermutest, dass sie aus der CPU kommen.
Selbst in den 90ern war der Ausleseschutz der 80C5xx schon richtig gut. 
Und Bosch wusste, wie man ihn aktiviert.

Zum Thema Klopfregelung gibt es Tausende Seiten Papier. Ganz grob: Der 
Klopfsensor (ein Piezo Kristall) misst relativ breitbandig das 
Verbrennungsgeräusch. Der Rechner filtert die für den Motor spezifischen 
Frequenzen raus und misst die Amplitude bei den Kurbelwellenwinkeln, bei 
denen Klopfen auftreten kann. Der Mittelwert dieses Signals wird mit der 
aktuellen Messung verglichen. Ist der aktuelle Wert um den Faktor X 
höher als der Mittelwert, dann hat es geklopft und die Zündung muss nach 
spät verstellt werden. Hat es nicht geklopft, kann gaaaaanz langsam und 
vorsichtig nach früh verstellt werden.

von Horst S. (h3aau)


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bezieht sich den anhang auf die klopfsignale?

der klopfsensorchip besteht aus einen gesteuertem vorverstärken (in 
zehnerstuffung) und einer nachgeschalteten filterbank ( mittenfrewuenz 
und bandbreite per 515 einstellbar). dieses wird je nach motortype und 
aktuellem betriebszustend vom 515 eingestellt und auf einen integrtor 
geleitet. dieser ist als analogausgang an den 515 gekoppelt. aus dem 
60-2 wird dann ein messfenster generiert über dessen zeitraum das 
klopfen erfasst wird und an dessem ende der 515 den wert einliest. ohne 
klopfen hat der nahe 5Volt und nimmt mit zunehmenden geräusch immer 
weiter ab. gibt ein schönes bild auf dem ozzi.

die signale des körperschallsensor liegen im 10..200mV bereich.
die filterbank von 1..20khz res. /300h..1khz band.
da diese regelung recht langsam sein kann sind nur die einstellungen für 
verst./filter und messfenster mit 60-2 syncron. die einrechnung in den 
zündzeitpunkt und die mengenanhebung erfolgt recht moderat.

welche verstärkung und filterbank da gerage aktiv ist hängt stark vom 
zustand des motors ab. je älter desto klapprieger halt.......

von Lotta  . (mercedes)


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Horst S. schrieb:
> moin lotta (du bist w?)
> projekt wäre eine gute idee und sicherlich mit der zeit auch für andere
> hilfreich. wenn aber keiner möchte................

Ja, weiblich 18 Jahre alt, kann seit 3 Jahren hören,
und interessiere mich brennend fürs Hacken von devices,
vor Allem in der Kommunikationstechnik, sowie Proggen in C++
/C++-Builder).
Ich hab nen Threadripper 32 Kerner mit 256 GB RAM,
unter Anderem läuft darauf ne Vollversion von IDA pro.
in der ich mich einigermaßen auskenne. (vollständig begreifen
kann das Proggy wohl niemand ohne ausreichende Engishkenntnisse.)

Wir haben übrigens auch eine er Ersten IDA's im Softwareregal
noch im weißen Plastikschuber mit 5,25 Zoll Diks. :-D

@Jens:
Nix für Ungut!!
Ich möchte bloß nicht, das hier mit kostenloser Arbeit unserer
OM's Geld verdient wird!

Leider ist meine e-Mail - Addy noch zur Zeit gesperrt,
weil mein Dad meinte ich bin unserem EDI vom Board hier zu
Nahe gekommen, (ma, der edi sit genauso geil wie mein verstorbener 
Opa);-)

Nun liegt unsere Admina in Corona, ich werd nochmal mit Vater reden 
müssen.

mfg

von Jens (jbdasky)


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Hallo Georg, hallo Horst,

danke für eure Infos.

@ Georg: Ich sehe Daten und vermute das diese aus der CPU kommen. Das 
kann man schon so sagen. Auf dem Eprom sind diese definitiv nicht zu 
finden. Ich halte es auch für möglich das manche bereiche von 0x0000 bis 
0x1FFF des internen ROM nicht lesbar sind und nur FF Werte rausgeben 
werden. Das es aber in Gänze nur irgendwelche vorgegaukelten Werte sind 
wäre jetzt aber auch sehr weit hergeholt ;-)

Der "vermeintliche" interne ROM spuckt mir Daten am Anfang aus. z.B. 
beginnend bei 0x0000 mit:
02 00 73 02 20 00 FF FF FF FF FF 02 20 10 FF FF
usw.
die Adressen  "2000" und "2010" passt wiederum sehr gut zum Eprom 
Code..(bei 16er Breite betrachtungsweise. Das BIN File ist ja anbei und 
das ist sicher kein Zufall..

@ Georg: Wenn diese nicht aus der CPU kommen dann woher? Weißt du mehr 
dann schlau mich bitte auf.

Gruß JB

: Bearbeitet durch User
von Lotta  . (mercedes)


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Hurraaaa! Es geht hoffentlich anständig weiter!

@Jens:
Machst Du bitte im Projektordner nen Thread auf!
Achja,
Kannst Du im externen Eprom mal einen Speicherplatz auf "L"
setzen, und schauen, ob Du irgend ne Fehlermeldung bekommst?
das gleiche dann bitte auch in irgendeinem  "FF" Block?

mfg

von Georg G. (df2au)


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Jens schrieb:
> Der "vermeintliche" interne ROM spuckt mir Daten am Anfang aus.

Verrätst du uns bitte, wie du die Daten ausliest? Bei der CPU reicht es 
nicht hin, sie im Reset zu halten und die Adressen anzulegen. Die möchte 
einige Signale passend haben, um mit dir zu reden. Das Datenblatt hilft 
dir weiter.

von Lotta  . (mercedes)


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Georg G. schrieb:
> Jens schrieb:
>> Der "vermeintliche" interne ROM spuckt mir Daten am Anfang aus.
>
> Verrätst du uns bitte, wie du die Daten ausliest? Bei der CPU reicht es
> nicht hin, sie im Reset zu halten und die Adressen anzulegen. Die möchte
> einige Signale passend haben, um mit dir zu reden. Das Datenblatt hilft
> dir weiter.

Das Psen Signal.
Respekt, Georg, Du bist der Beste hier!!

mfg

von Thomas Z. (usbman)


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Jens schrieb:
> 02 00 73 02 20 00 FF FF FF FF FF 02 20 10 FF FF

wenn das wirklich so ist: Das ist die Interrupt Vector Tabelle
1
0x0000: LJMP 0x0073    ;Reset
2
0x0003: LJMP 0x2000    ;ext IRQ
3
....
4
0x000B: LJMP 0x2010    ;Timer 0 IRQ

von Georg G. (df2au)


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Lotta  . schrieb:
> Das Psen Signal.

Ein letzter Hinweis: Das ROM lässt sich im geschützten Zustand nicht 
auslesen und der Schutz ist fest in der Maske definiert.
Man kann nur verifizieren, dass der richtige Code drin ist: Die CPU wird 
in den Zustand "verify" gebracht (simpel) und dann betet man ihr alle 
Daten vor, wie sie drin sein sollen. Am Ende gibt es dann ein Signal 
"jawoll, hast Recht" oder "das war nix, probier es noch einmal". Wenn 
man das für alle möglichen Bitkombinationen probieren will, muss man 
schon sehr alt werden.

Die Hardware ist im Datenblatt genau beschrieben, wenig Aufwand. Im 
eingebauten Zustand wird es vermutlich nicht funktionieren.

von Lotta  . (mercedes)


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Georg G. schrieb:
> Lotta  . schrieb:
>> Das Psen Signal.
>
> Ein letzter Hinweis: Das ROM lässt sich im geschützten Zustand nicht
> auslesen und der Schutz ist fest in der Maske definiert.
> Man kann nur verifizieren, dass der richtige Code drin ist: Die CPU wird
> in den Zustand "verify" gebracht (simpel) und dann betet man ihr alle
> Daten vor, wie sie drin sein sollen. Am Ende gibt es dann ein Signal
> "jawoll, hast Recht" oder "das war nix, probier es noch einmal". Wenn
> man das für alle möglichen Bitkombinationen probieren will, muss man
> schon sehr alt werden.
>
> Die Hardware ist im Datenblatt genau beschrieben, wenig Aufwand. Im
> eingebauten Zustand wird es vermutlich nicht funktionieren.

Georg,
Kann das Teil von innen augelesen werden etwa durch ne Routine
aus dem externen Eprom?

Hm. was da ausgelesen wurde, sieht wirklich wie ne Interrupttabelle 
aus..

mfg

: Bearbeitet durch User
von Thomas Z. (usbman)


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Jens schrieb:
> die Adressen  "2000" und "2010" passt wiederum sehr gut zum Eprom
> Code

schwierig:
1
EPROM:2000  mov RAM_35, SBUF  ; Serial Channel Buffer Register
2
EPROM:2003  setb    C
3
EPROM:2004  ret

mir fehlt da RETI anstatt RET.
Nun kann man auch im Interrupt per RET aussteigen, allerdings ist der 
Interrupt danach immer noch aktiv und man muss da manuell selbst 
irgendwann ein RETI bauen.

Kannst du die kompletten 8k des ROMs hier einstellen?

von Lotta  . (mercedes)


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Thomas Z. schrieb:
> Kannst du die kompletten 8k des ROMs hier einstellen?

Das wäre geil, wenn beim Proggen der Ausleseschutz "vergessen" worden 
wäre... :-P

mfg

von Jens (jbdasky)


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Hallo Georg,

du stellst mir die Frage obwohl du die Antwort weißt. Ich würde mich 
freuen wenn du mich aufschlaust. Ich fühl mich hier mittlerweile ganz 
schön aus der Reserve geholt und getestet :-(

Wenn ich in der Reihenfolge "Raten" soll bitte:
Über die korrekte Codereihenfolge über TxD

Über eine korrekte Anlage von einer fein definierten Spannung an einem 
oder mehrere PINs

Über das Verbinden einer oder mehrere PINs

@ Lotta: mal schauen ob ich die Tage dazu komme.
@ Thomas: Danke für deine Hinweise! :-)

Gruß JB

: Bearbeitet durch User
von Lotta  . (mercedes)


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Jens meinte:

> Hallo Georg,

> du stellst mir die Frage obwohl du die Antwort weißt. Ich würde mich
> freuen wenn du mich aufschlaust. Ich fühl mich hier mittlerweile ganz
> schön aus der Reserve geholt und getestet :-(

Georg machts genau richtig. Nur durch absolutes Brainstorming
in diesem Thread kann er uns aus der Reserve locken.
Wir müssen selbst erkennen, wenn wir in ner Sackgasse stecken.
nur durch Probieren, also durch Hacken werden wir die Grenzen testen
können

Red auch Du wie dir der Schnabel gewachsen ist.
Brainstorming ist nicht beleidigen, sondern "aus der Reserve locken"

Achja:
Hier gehts nicht darum, wer den "Längsten" hat,
(da würd ich ja sowso versagen... :-P) sondern ein ungewöhnliches
Problem mit ungewöhnlichen Mitteln zu lösen!!

Meine Hochachtung gilt allen Beteiligten!

Mercy.

: Bearbeitet durch User
von Horst S. (h3aau)


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moin,
lotta hat wieder ideen.....
"Kann das Teil von innen augelesen werden etwa durch ne Routine
aus dem externen Eprom?"
wer würde den schon das eprom raus nehmen und gegen ein eigenes ersetzen 
in dem erstmal nur jede menge NOPs sind und schlieslich einfach alle 
intr. sperrt, die uart von hand initialisiert, dann mit MOVC..... den 
programmspeicher ausliest und das über die uart sendet.
völlig bescheuerte idee...........
würde doch kein mensch machen.

von Thomas Z. (usbman)


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Horst S. schrieb:
> Lotta hat wieder ideen.....
> "Kann das Teil von innen augelesen werden etwa durch ne Routine
> aus dem externen Eprom?"

Das funktioniert im allgemeinen nicht. MOVC kann üblicherweise nicht den 
Inhalt vom internen ROM liefern, da kommt dann in ACC Unsinn oder 0xFF 
zurück. -> vgl Datenblatt Protection modes.

Das geht nur dann wenn nichts geschützt ist

von LDR (Gast)


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Beim 80C515 kommt es bzgl Ausleseschutz auf die Version an.

von Lotta  . (mercedes)


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Thomas Z. schrieb:
> Horst S. schrieb:
>> Lotta hat wieder ideen.....
>> "Kann das Teil von innen augelesen werden etwa durch ne Routine
>> aus dem externen Eprom?"
>
> Das funktioniert im allgemeinen nicht. MOVC kann üblicherweise nicht den
> Inhalt vom internen ROM liefern, da kommt dann in ACC Unsinn oder 0xFF
> zurück. -> vgl Datenblatt Protection modes.
>
> Das geht nur dann wenn nichts geschützt ist

Naja, Lotta hat wiedermal Ideen...
Hach, nun bin ich nach nem langen Tag zu Hause...

ich hatte folgendes gedacht:
IAR hat in seinem C-Compiler ein Zeiger, der Zeichenketen im ROM
aufnehmen kann und die dann im Programm benutzt werden können,
etwa sie in nen Puffer zu kopieren.

Nehmen wir an wir könnten im externen ROM in den freien "FF" Blöcken ein 
kleines throjanisches Pferd installieren, das durch ne andere original
aufgerufene Routine angesteuert wird, die interrupts aussschaltet
den Zeiger auf Null setzt und Byte für Byte doe Bytes des internen ROM
zu ner Schnittstelle, transferiert.
Die entsprechende Originalroutine würde dann statt des RET ein Sprung 
auf das Horseprogramm erhalten.

Dazu dürfte der EPROM aber nicht überwacht werden oder die Überwachung 
müßte umgangen werden.

Naja, war ja nur ne idee von mir...

mfg

von Horst S. (h3aau)


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> Das funktioniert im allgemeinen nicht. MOVC kann üblicherweise nicht den
> Inhalt vom internen ROM liefern, da kommt dann in ACC Unsinn oder 0xFF
> zurück. -> vgl Datenblatt Protection modes.
>
> Das geht nur dann wenn nichts geschützt ist

hmm..... wie lese ich dann daten aus dem internen rom wenn der movc 
nicht geht?

von Thomas Z. (usbman)


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Horst S. schrieb:
> hmm..... wie lese ich dann daten aus dem internen rom wenn der movc
> nicht geht?

https://www.infineon.com/dgdl/Infineon-D80515A-DS-v08_95-en.pdf?fileId=db3a304412b407950112b41a498e2a21

page 14:
"Effect: The access to internal ROM done by an externally fetched MOVC 
instruction is disabled. Nevertheless, an access from internal ROM to 
external ROM is possible."

Sowas ist auf fast allen MCS51 Controllern mit internem Code Speicher 
als Schutz eingebaut. Egal ob Mask Rom Eprom oder Flash

von LDR (Gast)


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Thomas Z. schrieb:
> Sowas ist auf fast allen MCS51 Controllern mit internem Code Speicher
> als Schutz eingebaut. Egal ob Mask Rom Eprom oder Flash

Außer der ersten Generation.

von Horst S. (h3aau)


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murks!
hatte ich übersehen.

von Lotta  . (mercedes)


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Hmm.

Dann meint Ihr wirklich, das wir keine Chance haben? :-O :-(((

mfg

: Bearbeitet durch User
von Lotta  . (mercedes)


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Georg und alle Anderen:

Ich hab nun mal IDA angeworfen.
Jens "Auslesung"
> Jens schrieb:
> 02 00 73 02 20 00 FF FF FF FF FF 02 20 10 FF FF

> wenn das wirklich so ist: Das ist die Interrupt Vector Tabelle
> 0x0000: LJMP 0x0073    ;Reset
> 0x0003: LJMP 0x2000    ;ext IRQ
> ....
> 0x000B: LJMP 0x2010    ;Timer 0 IRQ

ist , wenn der externe Eprom von Null an gestartet wird.
Es ist also der Anfang des Inhaltes des externen Eproms!!
Hilfst du mir bitte?
Liegt der externe Eprom direkt hinter dem Masken -Eprom?
Wo beginnt er dann Adeßmässig? Nach 8 Kb intern?

mfg

von Jens (jbdasky)


Angehängte Dateien:

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Hallo zusammen,

den "vermeintlichen" internen ROM habe ich vollständig versucht 
auszulesen. Allerdings funkt das MSG teilweise dazwischen. Einzelne 
Werte können falsch sein. Im großen und ganzen aber sollte es passen. 
Ich habe es mal durch einen Disassembler gejagt. Datei anbei.

Viele Grüße, JB

von Thomas Z. (usbman)


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Jens schrieb:
> Ich habe es mal durch einen Disassembler gejagt. Datei anbei.

bitte poste das als bin. Das passt soweit der Anfang ist die 
Vectortabelle.
Wenn meine Vermutung stimmt ist das interne ROM allerdings 32k.
Ganz genau kann man das nicht sagen, da unklar ist welche Version des 
80c515 zum Einsatz kommt.

von Lotta  . (mercedes)


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genau, Jens, häng bitte das Bin ran, damit ich IDA einsetzen kann.

Mercy

von Jens (jbdasky)


Angehängte Dateien:

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Bitteschön. Ich bitte euch dann um Info :-)

von Lotta  . (mercedes)


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Thomas meinte:
> Wenn meine Vermutung stimmt ist das interne ROM allerdings 32k.
> Ganz genau kann man das nicht sagen, da unklar ist welche Version des
> 80c515 zum Einsatz kommt.

der externe EPROOM ist 32Kb lang.
Ich vermute, das Jens immer den externen ausließt.
Nur fängt der externe ja nicht bei Null an , sondern nach 8KB!
Deshalb sieht der inkalt so miess aus

Jens:
Du hat doch das Datenblatt des Prozzis, Kannst Du das mal ranhängen?

mfg

von Lotta  . (mercedes)


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Jens, es bleibt dabei, es ist wieder der Extene Eprom,
auf NULL gemappt.
Wir müssen uns eingehend mit dem Prozzi beschäftigen,
wo endet der interne ROM, wo beginnt er externe,
damit wir wenigsten den externen disassemblieren können. :-((

mfg

von Thomas Z. (usbman)


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Lotta  . schrieb:
> Jens, es bleibt dabei, es ist wieder der Extene Eprom,
> auf NULL gemappt.

dann bedienst du IDA falsch. Für mich sieht das schon nach gültigem Code 
aus. Allerdings handgeklöppelter Assembler Code. Meine Flirt Tabellen 
können jedenfalls keinen C Compiler erkennen. Es ist definitiv kein Keil 
und wahrscheinlich auch kein IAR C Compiler im Spiel.

von Jens (jbdasky)


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Hallo Lotta,

sry dir das sagen zu müssen. Aber das 1. und 2. BIN sind zwei 
unterschiedliche Sachen. Den EPROM (externen Speicher) kann ich ja auch 
extern auslesen. Die zwei gehören auf jeden Fall zusammen mit 
unterschiedlicher Adressierung. Aus den beiden Dateien kann man eine 
machen wenn man diese richtig trennt und wieder zusammenfügt. Weiter 
oben mit meinem Post hatte ich das schonmal versucht zu erläutern. LDR 
hatte es auch angesprochen.

Ich habe nicht verstanden warum plötzlich von 32 kB internem ROM 
gesprochen wird.. Die Datenblätter die ich bisher gesehen habe sprechen 
dagegen.

Danke für deine Unterstützung und Interesse.

Gruß JB

von Jens (jbdasky)


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Hallo Thomas,

danke für die Rückmeldung. Ein paar Flussdiagramme hatte ich selbst mal 
nur dem EPROM hinbekommen. Das da nun plötzlich nix brauchbares bei rum 
kommt bezweifel ich.

Ein Einwurf. Welche Programmiersprachen gabs denn zu dieser Zeit 
überhaupt die auch industriell verwendet wurden und hierfür in Frage 
kommen? Was gabs denn noch als Alternative zu C großartig und wurde in 
der Industrie verwendet?

Danke und Gruß, JB

von Thomas Z. (usbman)


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Jens schrieb:
> Ich habe nicht verstanden warum plötzlich von 32 kB internem ROM
> gesprochen wird.

Schau in das Datenblatt was ich verlinkt habe.
Da steht eindeutig dass diese Variante 32k interner Code hat 
(83C515A-5).
Siemens hat einen ganzen Sack voll unterschiedler 80c515 Varianten 
gebaut.
Welcher bei dir genau drin ist wissen wir nicht.
Deshalb habe ich auch vermutet dass das ext Eprom erst ab 0x8000 
anfängt.

von Lotta  . (mercedes)


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Das weiss ich inzwischen... :-O

Pff.. ich hatte nich das alte Projekt drinne :-(((
ich mache ein neues!

es braucht sich keiner zu entschuldigen,da war ich schluderig.

bitte Jens machst Du bitte ein Protokoll,
ie du das Ganze ausgelesen hast?
Damit wir Anderen auch lernen können?

mfg

von Thomas Z. (usbman)


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Keil und auch IAR C51 war ab ca. 1985 verfügbar. Ich selbst habe um 1988 
mit einer gecrackten Keil V3.?? erste Gehversuche unternommen.

Hier mal eine Beispiel Funktion. Da stören mich lediglich die ACALLs / 
AJMPs
1
code:0400 code_400:                               ; CODE XREF: code_E6A+2p
2
code:0400                                         ; code_E6A:code_E8Ep ...
3
code:0400                 push    PSW             ; Program Status Word Register
4
code:0402                 push    B               ; B-Register
5
code:0404                 push    DPH             ; Data Pointer, High Byte
6
code:0406                 push    DPL             ; Data Pointer, Low Byte
7
code:0408                 mov     DPH, RAM_75     ; Data Pointer, High Byte
8
code:040B                 mov     DPL, RAM_76     ; Data Pointer, Low Byte
9
code:040E                 mov     A, R2
10
code:040F                 inc     R2
11
code:0410                 setb    RS0             ; Program Status Word Register
12
code:0412                 movc    A, @A+DPTR
13
code:0413                 cjne    A, #0xFF, code_41A
14
code:0416                 setb    RAM_29.3
15
code:0418                 ajmp    code_45F
16
code:041A ; ---------------------------------------------------------------------------
17
code:041A
18
code:041A code_41A:                               ; CODE XREF: code_400+13j
19
code:041A                 clr     RAM_29.3
20
code:041C                 mov     C, ACC0         ; Accumulator
21
code:041E                 clr     ACC0            ; Accumulator
22
code:0420                 mov     DPH, RAM_73     ; Data Pointer, High Byte
23
code:0423                 mov     DPL, RAM_74     ; Data Pointer, Low Byte
24
code:0426                 mov     R7, A
25
code:0427                 inc     R7
26
code:0428                 movc    A, @A+DPTR
27
code:0429                 xch     A, R7
28
code:042A                 movc    A, @A+DPTR
29
code:042B                 mov     DPL, A          ; Data Pointer, Low Byte
30
code:042D                 mov     DPH, R7         ; Data Pointer, High Byte
31
code:042F                 jc      code_437
32
code:0431                 acall   code_46A
33
code:0433                 acall   code_493
34
code:0435                 ajmp    code_45F
35
code:0437 ; ---------------------------------------------------------------------------
36
code:0437
37
code:0437 code_437:                               ; CODE XREF: code_400+2Fj
38
code:0437                 acall   code_46A
39
code:0439                 mov     B, R1           ; B-Register
40
code:043B                 mov     A, R0
41
code:043C                 mov     R6, A
42
code:043D                 mov     A, R3
43
code:043E                 mov     R7, A
44
code:043F                 acall   code_46A
45
code:0441                 mov     A, R2
46
code:0442                 mul     AB
47
code:0443                 add     A, R1
48
code:0444                 mov     R1, A
49
code:0445                 mov     A, R7
50
code:0446                 jz      code_44A
51
code:0448                 acall   code_493
52
code:044A
53
code:044A code_44A:                               ; CODE XREF: code_400+46j
54
code:044A                 xch     A, R2
55
code:044B                 cpl     A
56
code:044C                 inc     A
57
code:044D                 add     A, R1
58
code:044E                 mov     R1, A
59
code:044F                 acall   code_493
60
code:0451                 xch     A, R7
61
code:0452                 jnz     code_457
62
code:0454                 xch     A, R7
63
code:0455                 ajmp    code_45F
64
code:0457 ; ---------------------------------------------------------------------------
65
code:0457
66
code:0457 code_457:                               ; CODE XREF: code_400+52j
67
code:0457                 mov     R3, A
68
code:0458                 mov     B, R6           ; B-Register
69
code:045A                 xch     A, R7
70
code:045B                 mov     R5, A
71
code:045C                 mov     A, R2
72
code:045D                 acall   code_4A2
73
code:045F
74
code:045F code_45F:                               ; CODE XREF: code_400+18j
75
code:045F                                         ; code_400+35j ...
76
code:045F                 clr     RS0             ; Program Status Word Register
77
code:0461                 pop     DPL             ; Data Pointer, Low Byte
78
code:0463                 pop     DPH             ; Data Pointer, High Byte
79
code:0465                 pop     B               ; B-Register
80
code:0467                 pop     PSW             ; Program Status Word Register
81
code:0469                 ret
82
code:0469 ; End of function code_400

von Horst S. (h3aau)


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die antwort zum compiler kann ich geben.
handgeklöpelter assembler code ist richtig. hier war noch optimierung 
wichtig da die kleinen cpu's zu schwach waren alles in einer 
kurbeldrehung zu berechnen.

offen für den kunden waren nur die tabellen und 
filtervectoren/koefizenten  um das motorlaufgefühl fest zulegen. diese 
liegen im externen eprom und konten sich schon mal alle 3 monate ändern.

in der software müsste ein testmodus stecken der für die 
serienproduktion zum testen verwendet wird, dieser erlaubt die steuerung 
aller msgfunktionen ohne motor simulation. kann sein das dieser durch 
die beschaltung mit unplausiebelen sensorwerten eingeleitet wird.

zur klopfregelung: das ist wohl noch die teil integrierte lösung ( extra 
pigipack). bei diesen war die filterbank am anfang noch fest bestückt 
und nur die verstärkung prog. bar.

irgendwie ist mir der pegel von /EA noch nicht klar oder habe ich das 
überlesen?

: Bearbeitet durch User
von Jens (jbdasky)


Angehängte Dateien:

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Hallo Horst,

danke für die Tipps und Hinweise.

der EA PIN ist dauerhaft auf 1 (High) mit 5 V sobald Zündung an oder 
Motor/Simulator in Betrieb.

Um Code grob von den Tabellen zu trennen hier die Hinweise zum EPROM:
Ende von 0x0000 bis 0x1FFF enthält diverse direkt lesbare Info´s zum 
Steuergerät und der Software und weitere grundlegende Einstellungen.

Bereich zw. 0x4000 bis 0x5AFF ist mit Tabellen und
Filtervektoren/Koeffizenten befüllt. Hier gibts auch eine 
"Kennfeld-Index-Tabelle", die auf weitere Tabellen hinweist.

Die Messrohdaten der Klopfsensoren sehen so wie auf dem angehängten Bild 
aus.

Bzgl. des 80c515 und des 80c515a.. Auf meinem 80c515 ist 1984 
aufgedruckt. Mein MSG wurde bis ca. 1995 verbaut.Ab wann wurde der 
80c515a hergestellt bzw. verbaut - kann man den nicht eher über das 
Baujahr/Einführung ausschließen?

Es gibt soweit ich es gelesen habe auch Unterschiede bei der PIN 
Belegung (3?) Kann ich die Unterscheidung der CPUs messtechnisch 
ermitteln?

Viele Grüße, JB

: Bearbeitet durch User
von Lotta  . (mercedes)


Angehängte Dateien:

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Ich hab heut Vormittag mal mit Jens' seinem Disassembler rumgespielt,
geil, und gar nicht so schlecht, siehe Anhang

gestartet mit "d52 -dbt Motorsteuerung.bin"
ohne die Anführungsstrichelchen, natürlich :-)

mfg

: Bearbeitet durch User
von Thomas Z. (usbman)


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Jens schrieb:
> Auf meinem 80c515 ist 1984 aufgedruckt

Das ist das Jahr der Einführung der Serie nicht das Produktionsjahr. Das 
Teil wurde anfangs noch in NMOS später dann in CMOS gebaut. Die ersten 
MCSUs waren 80535 (Romless NMOS) und 80515 (8kRom NMOS). Vieleicht kann 
sich noch jemand daran erinnern dass die CMOS Versionen abgeraucht sind 
wenn man diese in Board gesteckt hat was für NMOS konstruiert war.

Siemens hatte schon immer ein besonders Händchen was die MCU 
Bezeichnungen angeht. Viele wurden auch exklusiv im Automotive Umfeld 
eingesetzt so dass gar keine genauen Daten verfügbar sind.

Das ROM Binary verlängert alle Interrupts nach 0x20xx was ja auch 
sinnvoll ist damit man noch Einfluss auf die Interrupts hat. Das deutet 
erst mal auf eine 8K Version hin. Allerdings gibt der Epromcode dort 
keinen Sinn wenn man annimmt dass Eprom:0 -> ext:0x2000 gemapped ist. 
Nun ist es natürlich möglich dass das Eprom anders in den Adressraum 
eingeblendet wird.

Vielleicht hast du ja Infos wie Eprom Adressen im Adressraum der CPU 
liegen.

Das RAM ist ziemlich sicher ab 0x000 eingeblentet. An vielen Stellen 
wird mit MOVX @R1 / MOVX@R0 darauf zugegriffen (P2=0) ->PDATA 
Adressierung

Beitrag #7324567 wurde vom Autor gelöscht.
von Jens (jbdasky)


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Hallo Lotta, hallo Thomas,

danke für eure Hinweise.

Das Mapping des (gesamten) ROM vermute ich wie folgt:

ROM Gesamt 0x0000 bis 0xFFFF:

0x0000 bis 0x1FFF = interner CPU ROM
0x2000 bis 0x7FFF = 0x2000 bis 0x7FFF EPROM
0x8000 bis 0x9FFF = 0x0000 bis 0x1FFF EPROM
0xA000 bis 0xFFFF = 0x0000 bis 0x7FFF EPROM

Gruß JB

von Wolfgang (Gast)


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Jens schrieb:
> Im sram weiß ich wo diese konkret stehen. Wie diese dahin kommen oder
> mit welchen Funktionen errechnet werden nicht.

Gewöhnlich gelangen die Werte über einen Schreibzugriff ins SRAM. Da 
muss man nur bei Adresse und Daten zuhören.

von Thomas Z. (usbman)


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Jens schrieb:
> 0x2000 bis 0x7FFF = 0x2000 bis 0x7FFF EPROM
ja ab EPROM:0x2000 stehen entsprechende Interrupt Handler das sieht 
richtig aus.

> 0xA000 bis 0xFFFF = 0x0000 bis 0x7FFF EPROM
das dürfte dann irgend was gespiegeltes sein

man müsste also das Eprom Binary umsortieren damit man gültigen Disasm 
Code bekommt.

Ich habe 2 kurze Kopierfunktionen im internen Rom gefunden die Daten 
umkopieren. Davon gibt es sicher noch mehr.
Einen Aufruf hab ich mal manuell kommentiert
1
code:0B21 code_B21:                               ; CODE XREF: code:06D3j
2
code:0B21                                         ; code:code_6F0j ...
3
code:0B21                 mov     R1, #0x2E ; '.' ; src = x:0x2E
4
code:0B23                 mov     R0, #0x95 ; 'ò' ; dest = x:0x95
5
code:0B25                 mov     R5, #8          ; 8 bytes
6
code:0B27                 lcall   _pcopy_To_R0
7
code:0B2A                 jnb     F0, code_B42    ; done?
8
code:0B2D                 mov     A, #60          ; 60 loops
9
code:0B2F
10
code:0B2F code_B2F:                               ; CODE XREF: code_920+210j
11
code:0B2F                 dec     A
12
code:0B30                 jnz     code_B2F
13
code:0B32                 jb      RAM_29.2, code_B3A
14
code:0B35                 mov     SCON, #10010000b ; Serial Channel Control Register
15
code:0B38                 sjmp    code_B3D
16
code:0B3A ; ---------------------------------------------------------------------------
17
code:0B3A
18
code:0B3A code_B3A:                               ; CODE XREF: code_920+212j
19
code:0B3A                 mov     SCON, #1101000b ; Serial Channel Control Register
20
code:0B3D
21
code:0B3D code_B3D:                               ; CODE XREF: code_920+218j
22
code:0B3D                 mov     SBUF, RAM_35    ; Serial Channel Buffer Register
23
code:0B40                 setb    ES              ; Interrupt Enable Register 0
24
code:0B42
25
code:0B42 code_B42:                               ; CODE XREF: code_920+20Aj
26
code:0B42                 pop     DPL             ; Data Pointer, Low Byte
27
code:0B44                 pop     DPH             ; Data Pointer, High Byte
28
code:0B46                 pop     RAM_5
29
code:0B48                 pop     RAM_0
30
code:0B4A                 ret
31
code:0B4A ; END OF FUNCTION CHUNK FOR code_920

hier die zwei Kopierfunktionen
1
code:067C _pcopy_To_R0:                           ; CODE XREF: code_920+207p
2
code:067C                                         ; code:1904p ...
3
code:067C                 mov     P2, #0          ; Port 2
4
code:067F
5
code:067F code_67F:                               ; CODE XREF: _pcopy_To_R0+7j
6
code:067F                                         ; code:19E5p ...
7
code:067F                 mov     A, @R1
8
code:0680                 movx    @R0, A
9
code:0681                 inc     R0
10
code:0682                 inc     R1
11
code:0683                 djnz    R5, code_67F
12
code:0685                 ret
13
code:0685 ; End of function _pcopy_To_R0
14
code:0685
15
code:0686
16
code:0686 ; =============== S U B R O U T I N E =======================================
17
code:0686
18
code:0686
19
code:0686 _pcopy_To_R1:                           ; CODE XREF: code_14BF+27p
20
code:0686                                         ; code_14BF+3Dp ...
21
code:0686                 mov     P2, #0          ; Port 2
22
code:0689
23
code:0689 code_689:                               ; CODE XREF: _pcopy_To_R1+7j
24
code:0689                                         ; code:191Ap ...
25
code:0689                 movx    A, @R0
26
code:068A                 mov     @R1, A
27
code:068B                 inc     R0
28
code:068C                 inc     R1
29
code:068D                 djnz    R5, code_689
30
code:068F                 ret
31
code:068F ; End of function _pcopy_To_R1

von Horst S. (h3aau)


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wird doch langsam :-)

das bild hast du am laufenden motor aufgenommen?
schön wäre es wenn da auch noch das drehzahlsignal (60-2) oder die 
bezugmarke (nockelwelle) mit drauf wäre.

/AE ist nur zum zeitpunkt des cpu-reset wichtig. der wird aber 
eigentlich nicht mit der kl15 generiert. sonst würden die 
nachlauf-funktionen (z.b. benzinpumpe) nicht sauber gehen und es kein 
definiertes wiederstart verhalten ( zündung aus, einige sekunden warten, 
zündung an) geben.
hier ist die KL30 (12v Dauerplus) wichtig. mit aufschalten des 
hauptrelais geht es dann eigentlich los.

du bist schon ordentlich weit gekommen. schön.

kleiner tip: im debug listing würde ich mich von den interupts aus durch 
hangeln. also uart, timer und externe int. das gibt dann schon mal ein 
funktionsgerüst.

von Jens (jbdasky)


Angehängte Dateien:

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Hallo zusammen,

@ Lotta: da passt was nicht bei dem was du da zusammengesetzt hast. 
(Motorsteuerung.bin)

@ Thomas: ich habe es Neu zusammengefügt, so wie ich es für korrekt 
halte. Den Bereich 0xA000 bis 0xFFFF habe ich weggelassen.

@ Horst: ja das Bild ist bei einem Hochlauf aufgezeichnet worden. Keine 
SIM. Weiter oben habe ich die Drehzahlen "rpm.PNG" mal als Beispiel 
dargestellt. Ich komme aber mit der Abtastrate mit meiner Messhardware 
bei hohen Drehzahlen und der Anzahl der Messkanäle schnell an die 
Grenzen um dies noch sauber aufzeichnen zu können. Analog zum 
Klopfsensor. Für eine saubere Frequenzanalyse bis 10 kHz müsste ich 
schon mit ca. 26 kHz abtasten. Aua :-)

Danke für die Tipps.

Gruß JB

: Bearbeitet durch User
von Georg G. (df2au)


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Jens schrieb:
> Für eine saubere Frequenzanalyse

Was soll die bringen? Die BMW Ingenieure haben viele Stunden investiert, 
um die optimale Position der Klopfsensoren zu finden und den 
Eingangsfilter zu wählen. Da kannst du nichts verbessern.
Du kannst allenfalls die Leistung steigern indem du die Klopfregelung 
aggressiver machst über K-Faktoren und Timing. Aus eigener Erfahrung 
kann ich dir sagen, dass kurz vor dem Optimum sich das Motorgeräusch 
abrupt ändert. Im günstigsten Fall bist du dann mit einem neuen Satz 
Kolben dabei.

von Jens (jbdasky)


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Hallo Georg,

ich bin mir ziemlich sicher du weißt deutlich mehr, irgendwie pisst was 
ich hier poste. Warum weiß ich nicht.

Ich würde mich sehr freuen wenn du uns mit deinem Fachwissen 
aufschlaust. Es wäre schöner wenn man sich gegenseitig hilft anstatt mit 
seiner Fragestellung Unfähigkeit zu implizieren.

Nach wie vor möchte es verstehen wie das MSG werkelt. Ich hätte sehr 
gern am Anfang wo ich bloss mit einem Chipinhalt dagestanden habe 
jemanden gehabt, der mir gewisse Sachen genauer erklärt. Aber das macht 
kaum jemand leider.. Wie soll man was lernen wenn´s einem keiner 
erklärt? Dann muss man sich eben viele Dinge selbst erarbeiten. Und ich 
werd mich auch sicher nicht von meinen Zielen abbringen lassen wenn mir 
jemand sagt das ist quatsch oder das funktioniert nicht. Das möchte ich 
dann schon gerne selber entscheiden bzw. zu diesem Schluss kommen und 
eine eigene Aussage treffen zu können ohne irgendwas undetailiertes 
halbgarres nachzuplappern. Meine persönliche Meinung ist es, bestehendes 
erprobtes aus der Großserie an sein Bedürfnisse anzupassen (MSG). Und 
bei dem was ich bisher getestet habe, sollte man es immer Individuell an 
seine Bedürfnisse anpassen.

Welche "spezielle Deckel" meintest du denn?
Welchen "Tunerschutz" meinst du denn?
Hab ich eigentlich die "Wette" gewonnen?
Verrätst du uns bitte, wie DU die Daten ausliest?

Viele Grüße JB

: Bearbeitet durch User
von Thomas Z. (usbman)


Angehängte Dateien:

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Jens schrieb:
> ich habe es Neu zusammengefügt, so wie ich es für korrekt
> halte. Den Bereich 0xA000 bis 0xFFFF habe ich weggelassen.

das passt sehr gut. IDA zeigt schon im ersten Lauf fast alles in blau 
was bedeutet dass fast alles als Funktionen erkannt wird. Ein weiteres 
Zeichen für handgeschriebenen Assembler Code.

mehr als 32k handoptimierter ASM Code das ist ein ganz schöner 
Brocken...
Das lst File ist der fast unveränderte 1. Disassembler lauf.

von Lotta  . (mercedes)


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Jens meinte:

> @ Lotta: da passt was nicht bei dem was du da zusammengesetzt hast.
> (Motorsteuerung.bin)

Ich hab die beiden Files mit dem Total Commander zusammengeführt
da ich meinte, die liegen hintereinander, der 2. EPROM fängt
ja mit 0X2000 an
Was hab ich falsch gemacht / gedacht?

hilf mir, ich möchte auch lernen, dazu bin ich hier.

mfg

: Bearbeitet durch User
von Jens (jbdasky)


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Hallo Thomas,

vielen lieben Dank. Es ist ja jetzt schon einiges zusammengetragen 
worden. Ich bedanke mich nochmals für alle konstruktiven Beiträge und 
auch Einwürfe.

Würde mich freuen wenn das auch mal jemand anderem hilft und bei mir 
noch weitere Früchte trägt. Jetzt habe ich auf jeden Fall sehr viel wo 
ich weiter ansetzen kann.

Danke und Gruß,
JB

von Lotta  . (mercedes)


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OM's, wenn das handgemachter Code ist, warum ist der immer noch so
zerrissen? Da ist doch nix optimiert, oder?
Überlappen sich da beide EPROMS? Warum, wenn da einfach Bereiche 
weggelassen werden können?

Achja, bedenkt bitte, das ich schlappe 2 Jahre Erfahrung
hab ( die letzten 2 Jahre hab ich ja im Internat verbracht )
und das ich brennend lernen möchte.

mfg

: Bearbeitet durch User
von Thomas Z. (usbman)


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nun die Controller sind mindestens doppelt so alt wie du...
Ich versuch es mal.
MCS51 Controller können extern 64k Code + 64k RAM ansprechen. Code wird 
mit PSEN aktiviert, RAM mit RD/WR. Georg hat dazu ja schon was 
geschrieben
Controller mit internem ROM aktivieren PSEN nur wenn die Adresse nicht 
mehr im internen ROM liegt. Im einfachsten Fall schliest man einfach OE 
vom Eprom an PSEN, CE auf GND, A0..14 und D0-D7 an die MCU.
Die Konsequenz ist das 0x000..0x1FFF des Eproms erst mal nicht für die 
CPU sichtbar ist. Ab 0x2000 wird das externe Eprom dann "sichtbar". 
0x2000..0x7FFF des Eproms liegen für die CPU auch bei 0x2000..0x7FFF.

Bei der CPU Adresse 0x8000 gibts einen Überlauf da das Eprom kein A15 
hat.
Im Ergebnis bedeutet das die CPU sieht das Eprom nochmal von 
0x8000..0xFFFF.
Da wir aber nur 8K + 32K insgesammt haben reicht es eben nur 
0x0000..0x9FFF zu betrachten. Der Rest wird ignoriert da es sich nur um 
eine Spiegelung durch die unvollständige Dekodierung handelt.

von Georg G. (df2au)


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Dann mal der Reihe nach:

Jens schrieb:
> Welche "spezielle Deckel" meintest du denn?
für die Motronic Steuergeräte gibt es spezielle Gehäusedeckel (ETK), die 
Elektronik beinhalten und mit deren Hilfe das Steuergerät an einen PC 
angeschlossen werden kann. Das wird ergänzt durch eine Meßgeräte für 
diverse Größen (u.a. Lambda). Über dem ganzen thront eine Bosch 
Software, die alles verwaltet und auch eine GUI zum verstellen/messen 
bietet.

> Welchen "Tunerschutz" meinst du denn?
In der Steuersoftware sind einige Funktionen eingebaut, die Verhindern 
sollen, das die Daten manipuliert werden. Die Checksumme ist nur eine 
davon. Bei erkannten Manipulationen wird unterschiedlich eingegriffen. 
Aus Sicherheitsgründen ist es z.B. nicht zulässig, während der Fahrt den 
Motor abzustellen oder die Maximaldrehzahl ruckartig zu reduzieren.

> Verrätst du uns bitte, wie DU die Daten ausliest?
Die muss ich nicht auslesen. Die kann ich auf dem kleinen Dienstweg 
bekommen. Aber der Bootlader im CPU-ROM und die dort liegenden 
Funktionen sind für den Applikateur uninteressant. Und für die Daten im 
EPROM habe ich das DAMOS File, das mir alle Kennlinien, Kennfelder, 
Funktionen usw genau beschreibt.

Ich werde hier mit Sicherheit nicht aus dem Nähkästchen plaudern. Das 
würde maximalen Ärger mit meinem früheren Brötchengeber bedeuten. Ich 
kann nur mit kritischen Fragen versuchen, dich von den schlimmsten 
Einbahnstraßen fern zu halten. Was du vorhast, ist machbar. Das haben 
einige Leute in Osteuropa schon gezeigt. Die geben ihr Wissen aber nur 
gegen reichlich Bargeld weiter. Ansonsten wird in dieser Branche viel 
mit Schlangenöl gehandelt.

von Lotta  . (mercedes)


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Thomas Z. schrieb:
> nun die Controller sind mindestens doppelt so alt wie du...
> Ich versuch es mal.
> MCS51 Controller können extern 64k Code + 64k RAM ansprechen. Code wird
> mit PSEN aktiviert, RAM mit RD/WR. Georg hat dazu ja schon was
> geschrieben
> Controller mit internem ROM aktivieren PSEN nur wenn die Adresse nicht
> mehr im internen ROM liegt. Im einfachsten Fall schliest man einfach OE
> vom Eprom an PSEN, CE auf GND, A0..14 und D0-D7 an die MCU.
> Die Konsequenz ist das 0x000..0x1FFF des Eproms erst mal nicht für die
> CPU sichtbar ist. Ab 0x2000 wird das externe Eprom dann "sichtbar".
> 0x2000..0x7FFF des Eproms liegen für die CPU auch bei 0x2000..0x7FFF.
>
> Bei der CPU Adresse 0x8000 gibts einen Überlauf da das Eprom kein A15
> hat.
> Im Ergebnis bedeutet das die CPU sieht das Eprom nochmal von
> 0x8000..0xFFFF.
> Da wir aber nur 8K + 32K insgesammt haben reicht es eben nur
> 0x0000..0x9FFF zu betrachten. Der Rest wird ignoriert da es sich nur um
> eine Spiegelung durch die unvollständige Dekodierung handelt.

Hat der Controller nun nen Ausleseschutz oder nicht?
Wie seid ihr an den Internen ROM herangekommen?

Na klar Du hast Recht, der ganze Kram ist ja modulo, also wie das
analoge Uhrblatt aufgebaut.
Wenn ne unsigned Variable überläuft, fängt ja die Zählerei auch wieder 
von Vorn an--- :-O
Respekt, daran hab ich nicht gedacht...

Mir ist aber unverstädlich, warum beide Disassembler bei
der Interrupttabelle crashen. Ist das für sie so kompliziert?

mfg

von Thomas Z. (usbman)


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Lotta  . schrieb:
> Hat der Controller nun nen Ausleseschutz oder nicht?
> Wie seid ihr an den Internen ROM herangekommen?

Das musst du Jens fragen der hat das ja ausgelesen. Mir ist kein Weg 
bekannt einen gesetzten Lock zu umgehen. Ich gehe deshalb davon aus das 
kein Schutz gesetzt ist.

IDA kann das letzte Binärfile einwandfrei disassemblieren. Probiers aus 
du hast ja die Vollversion. Hast du mal in mein Listfile reingeschaut? 
da sind alle IRQs der Reihe nach aufgeführt

von Lotta  . (mercedes)


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Thomas Z. schrieb:

> IDA kann das letzte Binärfile einwandfrei disassemblieren. Probiers aus
> du hast ja die Vollversion. Hast du mal in mein Listfile reingeschaut?
> da sind alle IRQs der Reihe nach aufgeführt.
Werde ich machen, ich war gestern verdammt müde und ich komm jetzt
aus dem Schulnetz. :-P

Sag mal, wenn ich die beiden EPROMS zusammengeführt hätte
und den Gesamteprom dann beo 0X8000 abgeschnitten hätte,
wär das dann richtig?

RESPEKT!!
mfg

von Lotta  . (mercedes)


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Georg der Große meinte:

> für die Motronic Steuergeräte gibt es spezielle Gehäusedeckel (ETK), die
> Elektronik beinhalten und mit deren Hilfe das Steuergerät an einen PC
> angeschlossen werden kann.

Hast Du solchen Deckel mal gesehen?
Hat die Elektronik nen eigenen Prozzi oder ist da
"nur" Logic, Hühnerfutter und ne serielle Schnittstelle drauf?

mfg

von Thomas Z. (usbman)


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1
Adr Raum |  CPU ROM |  Eprom  |
2
---------+----------+---------+
3
0xFFFF   |          | 0x7FFF  |
4
         |          |         |
5
0xE000   |          |  Eprom  |
6
         |          | spiegel |
7
0xC000   |  invalid |         |
8
         |          |         |
9
0xA000   |          |         |
10
         |          | 0x0000  |
11
0x8000   |          +---------+
12
         |          | 0x7FFF  |
13
0x6000   |          | Eprom   |
14
         |          | valid   |
15
0x4000   |          |         |
16
         |          | 0x2000  |
17
0x2000   +----------+---------+
18
         |   ROM    | invalid |
19
0x0000   |          | 0x0000  |
20
---------+----------+---------+

1. Eprom code verdoppeln
2. die ersten 8k des Eprom codes wegschneiden
3. Rom Code + Epromcode
4. 0x000 - 0x9FFF speichern

Sowas kann man gut mit Eprom Programmiersoftware machen indem man die 
Buffer manipuliert. Nicht ohne Grund hatte ich vor Tagen mal 
geschrieben, dass der Disassembler erst dann sinnvoll eingesetzt werden 
kann wenn das komplette Codemapping bekannt ist.

von Georg G. (df2au)


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Lotta  . schrieb:
> Hast Du solchen Deckel mal gesehen?
Da ich meine Brötchen u.A. mit der Applikation der Motronic verdient 
habe, lies sich das nicht vermeiden :-) .

> Hat die Elektronik nen eigenen Prozzi oder ist da
> "nur" Logic, Hühnerfutter und ne serielle Schnittstelle drauf?
Da ist einiges an Intelligenz drauf. Schliesslich willst du ja im 
Betrieb ohne groß zu stören auch das Innenleben (RAM) der CPU 
inspizieren können.
Die Schnittstelle zum Laptop war der Druckerport, möglichst in 
bidirektionaler Ausführung. Falls dir beim Anblick einer RJ45 
Steckverbindung Zweifel kommen: Hier wurde nur ein Stecker 
zweckentfremdet.

von Lotta  . (mercedes)



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Georg G. schrieb:

> Die Schnittstelle zum Laptop war der Druckerport, möglichst in
> bidirektionaler Ausführung. Falls dir beim Anblick einer RJ45
> Steckverbindung Zweifel kommen: Hier wurde nur ein Stecker
> zweckentfremdet.

Absolut geil!
Dann weißt Du bestimmt auch, wieviel Pole der Header
im Steuergerät hat, wo die geile Elektronik dann innen
angeschlossen ist?

--------------------------
@Thomas!!
Das Mapping...
Mann, das nenne ich dann mal "Augenhöhe"!! :-O
Dein Listing  hab ich mir inzwischen angesehen. :-O
BOAHHH--- :-O  Machst du / ihr  weiter?

--------------------------
@Jens:
Ich hab mal ne PDF rangehängt, was die Wekstätten alles so haben.
Für mich ist ja alles neu und interessant.

In welchen Autotyp war die Steuerung eigendlich eingebaut?
Gibts da ne Seriennummer oder so die Du her mal posten könntest?

Ich bin mit Vater überein gekomen, sowie unsere Admina aufstehen
kann funzt die Email dann wieder, Ich send dir dann ne Mail.

Hey!  ich zitiere mal Herrn Mielke:  :-P

Ich liebe euch alle!!  :-)))))))))))


mfg

von Lotta  . (mercedes)


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@Jens und Georg:

hatten die Autos damals schon nen elektronischen
Tacho?
Dann müßte im Steuergerät ja auch EEPROM oder
gepufferter RAM für den Tachostand drinne sein,
nicht wahr?


mfg

von Georg G. (df2au)


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Lotta  . schrieb:
> EEPROM oder gepufferter RAM für den Tachostand

Der Wegstreckenzähler lebt im Kombiinstrument in einem EEPROM. In 
modernen Fahrzeugen hat er Zweit- und Drittwohnsitze in anderen 
Steuergeräten.

von Lotta  . (mercedes)


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Georg G. schrieb:
> Lotta  . schrieb:
>> EEPROM oder gepufferter RAM für den Tachostand
>
> Der Wegstreckenzähler lebt im Kombiinstrument in einem EEPROM. In
> modernen Fahrzeugen hat er Zweit- und Drittwohnsitze in anderen
> Steuergeräten.

@Georg:
Nicht schlecht... :-P
In diesem also nicht? :-P

@Jens:
Wie ließt Du die Daten aus?
Über OBD?
Mit "Delphi" ( was ja "Orakel" bedeutet )
oder über nen "offline looking system?"

Mein Respekt gilt allen Beteiligten!
mfg

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