Forum: Platinen Platine mit LEDs (WS2812B V5) funktionert nicht


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von Yasin Y. (yasin_y418)


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Hallo in die Runde,

ich habe vor kurzem für ein Bastelprojekt eine Platine mit WS2812b V5 
(Modell mit eingebauten Kondensatoren) LEDs entworfen und sie durch 
JLCPCB produzieren (inkl. Bestückung) lassen. Leider leuchtet bei keinem 
der Platine auch nur eine einzige LED, wenn ich sie versuche über einen 
Mikrocontroller anzusteuern. Das Problem liegt definitiv nicht an dem 
Mikrocontroller oder der Programmierung, da sie mit anderen WS2812B LED 
Streifen funktioniert. Ich bin neu in dem Thema und bin überfragt, was 
die Fehlerquelle angeht. Ich habe mit einem Multimeter ein Diode Test 
durchgeführt und es sieht so aus, dass alle Leitungen in Ordnung sind. 
Ich habe den Schaltplan als Datei beigfügt und wollte fragen, ob da ein 
Fehler zu erkennen ist. Ich habe ihn mehrfach mit anderen Schaltplänen 
von ähnlichen Projekten verglichen und mir fällt kein Fehler auf. 
EasyEDA hat mir ebenfalls keinen Fehler beim Designregel-Check 
angezeigt. Ich würde mich über jeden Hinweis hinsichtlich weiterer 
Schritte zur Fehleranalyse freuen. Vielen Dank schon mal!

Beste Grüße
Yasin

von Andras H. (kyrk)


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Stromaufnahme?

von Andras H. (kyrk)


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Sonst womit hat JLCPCB gelötet? Die LEDs sind ja empfindlich was 
Tempertur angeht. Da braucht man eine Niedertemepraturlötpaste. Ohne 
das, gehen die LEDs relativ schnell beim Reflow kaputt.

von Patrick (dereine)


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Also ich hab für deine verwendete LED Stromaufnahmen (Full on) von 60mA 
im Internet gefunden. Das macht bei 81 LEDs 4,86A. Sicher, dass das dein 
Netzteil das auch packt?

Gruß

von Gunnar F. (gufi36)


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Hast du wirklich die DIN und DOUT nicht angeschlossen?

von Gerald B. (gerald_b)


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Die Stromaufnahme kann man zunächst als Fehlerquelle ausschließen, wenn 
man nur einen wandernden Leuchtpunkt durch die Kette schickt. Auch da 
kann man zusätzlich noch mit 10% Helligkeit arbeiten.
Ansonsten, wie hoch ist der Ausgangspegel am µC? 3,3V Logik ist 
"wackelig", d.h. außerhalb der Spezifikation. Kann gehen, muß aber 
nicht.
Erst wenn du das ausschließen kannst, würde ich wegen dem angesprochenen 
Lotproblem gucken.

: Bearbeitet durch User
von Yasin Y. (yasin_y418)


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Hallo Gunnar,

ich meine, dass ich sie angeschlossen habe? wodran erkennst du, dass ich 
sie nicht angeschlossen habe? Wenn das der Fehler ist (würde zwar 
wehtun, weil sehr dumm), aber dann wüsste ich wenigstens, was das 
Problem ist! Danke für deine Hilfe!

Gruß
Yasin

von Yasin Y. (yasin_y418)


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Hi Patrick,

ich steuere mit dem Netzteil Matrizen mit 256 WS2812B LEDs und habe 
damit keine Probleme. Die haben Stromaufnahmen bei 100% Leuchtkraft von 
50mA. Würde die Problemquelle daher ausschließen denke ich. Danke für 
deine Rückmeldung!

von Yasin Y. (yasin_y418)


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Gerald B. schrieb:
> Die Stromaufnahme kann man zunächst als Fehlerquelle ausschließen, wenn
> man nur einen wandernden Leuchtpunkt durch die Kette schickt. Auch da
> kann man zusätzlich noch mit 10% Helligkeit arbeiten.
> Ansonsten, wie hoch ist der Ausgangspegel am µC? 3,3V Logik ist
> "wackelig", d.h. außerhalb der Spezifikation. Kann gehen, muß aber
> nicht.
> Erst wenn du das ausschließen kannst, würde ich wegen dem angesprochenen
> Lotproblem gucken.

Hallo Gerald,

danke für den Hinweis! Ich arbeite mit einem Raspberry Pi Pico und nutze 
die Pin mit dem Ausgangspegel mit 5V. Somit kann ich auch diese 
Fehlerquelle ausschließen nehme ich an. Vll ist es ja wirklich das 
Lotproblem. Wäre es in diesem Fall der Fehler des Herstellers oder 
müsste ich das beim Bestellen irgendwo vermerken? Vll hat ja jemand hier 
bereits Erfahrungen damit gemacht. Falls nicht werde ichs herausfinden 
und hier Mitteilen.

von Yasin Y. (yasin_y418)


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Andras H. schrieb:
> Sonst womit hat JLCPCB gelötet? Die LEDs sind ja empfindlich was
> Tempertur angeht. Da braucht man eine Niedertemepraturlötpaste. Ohne
> das, gehen die LEDs relativ schnell beim Reflow kaputt.

Hallo Andras,

das werde ich in Erfahrung bringen. Das könnte natürlich die 
Fehlerquelle sein. Danke für den Hinweis!

von Gunnar F. (gufi36)



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Yasin Y. schrieb:
> wodran erkennst du, dass ich sie nicht angeschlossen habe?

für mich sehen die alle offen aus, siehe Screenshot.

von Crazy Harry (crazy_h)


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Gunnar F. schrieb:
> Yasin Y. schrieb:
>> wodran erkennst du, dass ich sie nicht angeschlossen habe?
>
> für mich sehen die alle offen aus, siehe Screenshot.

Und was sind die hellblauen Verbindungen?

von Falk B. (falk)


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Yasin Y. schrieb:

> Streifen funktioniert. Ich bin neu in dem Thema und bin überfragt, was
> die Fehlerquelle angeht.

Siehe Fehlersuche.

> Ich habe mit einem Multimeter ein Diode Test
> durchgeführt und es sieht so aus, dass alle Leitungen in Ordnung sind.

Das prüft man mit dem, Durchgangsprüfer, nicht dem Diodentest, auch wenn 
der ähnlich ist.

Erstmal muss die erste LED leuchten. Prüfe die Verbindungen von +5V, GND 
und DIN zum Stecker J1. Dann schließe dort deinen Mikrocontroller an und 
versuche, nur die 1. LED leuchten zu lassen. Miss die Spannung an der 
Vers orgung, wenn alles angeschlossen ist. Wenn du ein Oszi hast, miss 
das Signal DIN an LED1.

> Ich habe den Schaltplan als Datei beigfügt und wollte fragen, ob da ein
> Fehler zu erkennen ist. Ich habe ihn mehrfach mit anderen Schaltplänen
> von ähnlichen Projekten verglichen und mir fällt kein Fehler auf.

Sieht OK aus. Hoffentlich schließt du dein Eingangssignal NICHT an J2 an 
. . .

> EasyEDA hat mir ebenfalls keinen Fehler beim Designregel-Check
> angezeigt.

Und wie sieht das Layout aus? Zeig mal ein Bild vom realen Aufbau.

von Gunnar F. (gufi36)


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Crazy H. schrieb:
> Und was sind die hellblauen Verbindungen

ok, konnte ich nicht sehen...

Beitrag #7410631 wurde vom Autor gelöscht.
von Joachim B. (jar)


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wo sind die Stützkondensatoren pro LED?

Yasin Y. schrieb:
> Ich arbeite mit einem Raspberry Pi Pico und nutze
> die Pin mit dem Ausgangspegel mit 5V.

abgesehen davon welcher Pico gibt 5V am GPIO aus?

das sieht wieder zu 100% zu einer Vera*sche aus

: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)


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Yasin Y. schrieb im Beitrag #7410631:
> Crazy H. schrieb:
>> Gunnar F. schrieb:
>>> Yasin Y. schrieb:
>>>> wodran erkennst du, dass ich sie nicht angeschlossen habe?
>>>
>>> für mich sehen die alle offen aus, siehe Screenshot.
>>
>> Und was sind die hellblauen Verbindungen?
>
> Die hellblauen Verbindungen sind die Anschlüsse für DIN und DOUT. Ich
> habe die Farben der Leitungen unterschiedlich gestaltet, damit der Plan
> übersichtlicher ist. Würden die Verbindungen dann nicht auch fehlen,
> wenn ich den Schaltplan in eine Leiterplatte umwandle? Weil da wurden
> sie genau so angezeigt wie die Leitungen für +5V und GND. Würde jetzt
> mal davon ausgehen, dass diese Fehlerquelle auszuschließen ist.

Miss doch einfach mal ob die Verbindungen bestehen. Eigentlich müsste 
man die Verbindungen auch auf dem PCB sehen. Zeige mal ein Foto davon.

von Markus M. (adrock)


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Ich würde prüfen:

- Sind die LEDs richtig rum montiert?

An der ersten LED:

- Stimmt die Versorgungsspannung an Pin 3 (GND) und Pin 1 (5V)?

- Ist das Datensignal korrekt mit Pin 4 (DIN) verbunden?

- Ist am Pin 4 irgendeine Veränderung sichtbar wenn Du auf dem Raspberry 
ein Signal raufschickst? Also erst einmal vielleicht nur die statischen 
Pegel für "0" und "1" prüfen. Die LEDs wollen wenigstens 2.7V für ein 
High-Signal sehen.

Das die LEDs beim Löten kaputtgegangen sind kann ich mir so erst einmal 
nicht vorstellen. Im Datenblatt ist der Peak mit 240 Grad angegeben, 
sieht jetzt für mich nicht nach Niedertemperatur aus?

Aus eigenen Erfahrungen kann ich sagen dass diese LEDs da relativ 
unproblematisch waren, ich habe schon ein paar hundert von der kleineren 
Version (WS2812-2020) per Hand mit Heißluft gelötet, ohne großartig auf 
Prozessparameter zu achten, und nicht eine war danach defekt. Ich würde 
JLCPCB auch nicht unterstellen dass sie da völlig ahnungslos sind.

von Peter N. (alv)


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Yasin Y. schrieb:
> danke für den Hinweis! Ich arbeite mit einem Raspberry Pi Pico und nutze
> die Pin mit dem Ausgangspegel mit 5V.

Der Pico gibt nur 3,3V an den GPIOs aus!

Du hast DIN der ersten Led doch nicht etwa an VSYS angeschlossen?

Ansonsten sollte der Pico eine RGB-Led an 3,3V problemlos ansteuern 
können.
Versorg also mal eine einzelne RGB-Led mit 3,3V. Funktioniert die, 
schließ die weitere RGB-Led-Kette mit 5V versorgt hinter diese erste 
RGB-Led an...

: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Andras H. schrieb:
> Da braucht man eine Niedertemepraturlötpaste.

Da ist das Datenblatt der WS2812B V5 anderer Meinung.
So ungewöhnlich sieht die Spezifikation im Abschnitt "4. SMT Reflow" 
nicht aus. Lötzinn ist bleifrei mit 217°C.

von Rainer W. (rawi)


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Yasin Y. schrieb:
> Ich würde mich über jeden Hinweis hinsichtlich weiterer
> Schritte zur Fehleranalyse freuen.

Wie sieht dein Layout aus?
Im Schaltplan hast du Pin 1 der LED mit einem Punkt markiert, beim 
Package der LED ist Pin 3 mit einer Abschrägung markiert. Warum setzt du 
die Markierung im Schaltplan anders als im Package. Passt dein Layout 
und dein Bestückungsplan?

: Bearbeitet durch User
von Yasin Y. (yasin_y418)


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Hallo zusammen!

Vielen dank für die Unterstützung und alle Hinweise!

Ich würde gerne einen Screenshot von meinem Layout und ein Foto von der 
tatsächlichen Platine anhängen, aber irgendwie lässt die Seite es nicht 
zu. Wenn ich auf "Weitere Datei anhängen" klicke, passiert nichts. Per 
Drag & Drop klappt es auch nicht. Tut mir leid, scheine zu unfähig zu 
sein.

was die 5V mit dem Raspberry Pi Pico Board betrifft, habe ich scheinbar 
eine falsche Info mitgeteilt. Es geht mir hier um keine Vera*sche... 
Aber da hätte ich mich natürlich genauer informieren müssen. Ich werde 
heute Abend nach der Arbeit alle Punkte in Ruhe durchgehen! Einen 
schönen Abend wünsche ich allen!

von Yasin Y. (yasin_y418)


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Rainer W. schrieb:
> Yasin Y. schrieb:
>> Ich würde mich über jeden Hinweis hinsichtlich weiterer
>> Schritte zur Fehleranalyse freuen.
>
> Wie sieht dein Layout aus?
> Im Schaltplan hast du Pin 1 der LED mit einem Punkt markiert, beim
> Package der LED ist Pin 3 mit einer Abschrägung markiert. Warum setzt du
> die Markierung im Schaltplan anders als im Package. Passt dein Layout
> und dein Bestückungsplan?

Hallo Rainer,

das ist mir vorhin auch bereits aufgefallen, aber auf der EasyEDA 
Plattform konnte ich das entsprechende LED-Modell direkt über die 
LCSC-Electronics Plattform in den Schaltplan einfügen. Daher bin ich 
davon ausgegangen, dass das so seine Richtigkeit haben wird. Werde 
wahrscheinlich eine LED von der Platine entfernen und die Verbindungen 
nach Package Angaben herstellen.

von Peter N. (alv)


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Yasin Y. schrieb:
> Wenn ich auf "Weitere Datei anhängen" klicke, passiert nichts.

Nach "Weitere Datei anhängen" mußt du wieder auf "Datei auswählen" 
klicken.

von Falk B. (falk)


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Yasin Y. schrieb:
> Ich würde gerne einen Screenshot von meinem Layout und ein Foto von der
> tatsächlichen Platine anhängen, aber irgendwie lässt die Seite es nicht
> zu. Wenn ich auf "Weitere Datei anhängen" klicke, passiert nichts. Per
> Drag & Drop klappt es auch nicht. Tut mir leid, scheine zu unfähig zu
> sein.

In der Tat. Beim ersten Mal hat es ja auch zu einem Anhang gereicht. Das 
könnte man ja wiederholen . . .
Wenn man auf "Weitere Datei anhängen" click, wird das Dateiauswahlfeld 
leer und der Dateiname erscheint weiter unten in der Liste.

Beitrag #7410833 wurde vom Autor gelöscht.
Beitrag #7410835 wurde vom Autor gelöscht.
von Yasin Y. (yasin_y418)



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Hier ein hineingezoomter Screenshot von einem Teil meines Layouts und 
ein Foto von der tatsächlichen Platine!

von Gabriel M. (gabse)


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Dann ist eindeutig das Footprint / Die Zuordnung falsch:
Quelle:
https://www.tme.eu/Document/64e8d425b90f84990264129a9679149c/WS2812B-V5.pdf

von Joachim B. (jar)


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und natürlich wie ich dachte

Joachim B. schrieb:
> wo sind die Stützkondensatoren pro LED?

siehe Bild

von J. W. (w_j)


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Die Stützkondensatoren sind nicht nötig

von Joachim B. (jar)


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J. W. schrieb:
> Die Stützkondensatoren sind nicht nötig

jaja und genau deswegen sind die auf jeden Stripe und i.d.R. an jeden 
IC.

von J. W. (w_j)


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Joachim B. schrieb
> jaja und genau deswegen sind die auf jeden Stripe und i.d.R. an jeden
> IC.

jaja normalerweise sind die auch nicht im IC verbaut. Hier allerdings 
schon. Schau in das Datenblatt. :)
Und andere Stripes verwenden auch nicht zwangsläufig die WS2812B-V5

von Rainer W. (rawi)


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Yasin Y. schrieb:
> Hier ein hineingezoomter Screenshot ...

Nachdem nun klar ist, warum die LEDs so nicht funktionieren, hier noch 
ein Kommentar zum Layout: Wenn bei voller Beleuchtung insgesamt 4.86A 
fließen, müssen deine 0.5mm breiten Leiterbahnen zum Teil einen 
maximalen Strom von 1.2A verkraften. Das mag für die Leiterbahnen noch 
ok sein. Wegen ihres geringen Querschnitts und der geringen Oberfläche 
sind sie aber kaum in der Lage, als Kühlfläche für die LEDs zu dienen. 
Warum machst du die Versorgungsleiterbahnen nicht so breit, wie es die 
Leiterplatte zulässt und verteilst damit die Wärme besser auf die 
gesamte Oberfläche? Mit ein paar Vias könnte man sogar die bisher 
ungenutzten Unterseite mit dafür nutzen.

Beitrag #7410915 wurde vom Autor gelöscht.
von Yasin Y. (yasin_y418)


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Hallo nochmal! Ja, die Fehlerquelle ist nun klar! Vielen Dank für die
zahlreichen Tipps und Hinweise! Ich habe soeben eine LED von der Platine
gelöst und konnte sie durch die korrekte Verbindung nun ansteuern. Ich
verstehe aber absolut nicht, wie es passieren kann, dass die Anordnung
der Pins von den LEDs (GND und DIN) vertauschen. Ich habe es eben
nochmal getestet und es passiert automatisch, sobald ich den Schaltplan
in einen Leiterplatten Layout umwandle. Ich muss die PINs nun manuell
umbennenen, damit sie richtig angeordnet sind. Das kann doch nicht sein
oder liegt es an meinem Schaltplan?

@Rainer, ja, das werde ich nun berücksichtigen. Das habe ich erst nach
dem ich die Platinen bereits bestellt hatte auch verstanden. Ich bin
noch ein absoluter Laie und es ist die erste Platine, die ich entworfen
habe. Vielen Dank fürs mit auf den Weg geben!

Ich wünsche allen einen schönen Abend! Ohne eure Hilfe wäre ich defintiv
nicht so schnell dadrauf gekommen! Vielen Dank nochmal!

Beste Grüße
Yasin

von Joachim B. (jar)


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J. W. schrieb:
> Schau in das Datenblatt

ok, geschaut

von Falk B. (falk)


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Yasin Y. schrieb:
> Ich muss die PINs nun manuell
> umbennenen, damit sie richtig angeordnet sind. Das kann doch nicht sein
> oder liegt es an meinem Schaltplan?

Dein Bauteil der LEDs ist falsch definiert. Hast du das selber erstellt 
oder irgendwo her kopiert.

Und warum baust du so einen LED-Streifen selber? Die gibt es fertig für 
wenig Geld an jeder Ecke.

von Yasin Y. (yasin_y418)



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Falk B. schrieb:


> Dein Bauteil der LEDs ist falsch definiert. Hast du das selber erstellt
> oder irgendwo her kopiert.

Ich habe das Bauteil der LEDs direkt über die LCSC Electronics Plattform 
in den EasyEDA Editor eingefügt. Sobald ich den Schaltplan fertig hatte, 
habe ich ihn in ein Leiterplatten-Layout umgewandelt. Dort wurden dann 
scheinbar die GND und DIN Pins der LEDs einfach vertauscht (siehe 
Screenshots). Das ist mir als Laie einfach nicht aufgefallen. Zumal die 
Verbindungen im Layout Editor vormarkiert sind und der Editor mir gar 
nicht erlaubt, die Pins anders zu verbinden, als in dem Schaltplan 
vorgegeben.

> Und warum baust du so einen LED-Streifen selber? Die gibt es fertig für
> wenig Geld an jeder Ecke.

Das ist nur der Anfang von der Platine auf dem Foto. Die Form ändert 
sich oben noch. Ist ein Prototyp für eine Bastelidee.

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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Yasin Y. schrieb:
>> Dein Bauteil der LEDs ist falsch definiert. Hast du das selber erstellt
>> oder irgendwo her kopiert.
>
> Ich habe das Bauteil der LEDs direkt über die LCSC Electronics Plattform
> in den EasyEDA Editor eingefügt. Sobald ich den Schaltplan fertig hatte,
> habe ich ihn in ein Leiterplatten-Layout umgewandelt. Dort wurden dann
> scheinbar die GND und DIN Pins der LEDs einfach vertauscht (siehe
> Screenshots).

Keine Ahnung wie KiCAD das macht, frag die KiCAD Experten. Fakt ist, es 
ist ein Fehler in der Kombination Schaltplansymbol und Gehäuse 
(Footprint).
Finde raus warum das so ist, damit das nicht wieder passiert.

von Holger T. (holgert)


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Es geht nicht um KiCAD, sondern um EasyEDA.

Ich habe eben kurz damit rumgespielt. Möglicherweise sorgt das falsch 
definierte SPICE-Pin (siehe Screenshot WS2812_Symbol) für den Fehler. 
Die Pins im Footprint sind wohl richtig definiert. Dafür ist die 
Markierung des Pin 1 im Bestückungsdruck falsch (siehe Screenshot 
WS2812_Footprint).

Gut zu wissen, daß man mit solchen Tools sehr, sehr vorsichtig umgehen 
sollte.

Korrektur: Die Gehäusemarkierung befindet sich lt. Datenblatt wirklich 
an Pin3 (Wer macht sowas?) und ist im Footprint damit korrekt 
dargestellt.

: Bearbeitet durch User
von Yasin Y. (yasin_y418)


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Holger T. schrieb:

> Ich habe eben kurz damit rumgespielt. Möglicherweise sorgt das falsch
> definierte SPICE-Pin (siehe Screenshot WS2812_Symbol) für den Fehler.
> Die Pins im Footprint sind wohl richtig definiert. Dafür ist die
> Markierung des Pin 1 im Bestückungsdruck falsch (siehe Screenshot
> WS2812_Footprint).

Verstehe ich es richtig, dass ich jetzt manuell die definition anpassen 
und somit funktionsfähige Platinen produzieren lassen kann oder sollte 
ich lieber alles von vorne machen? Will nur verhindern noch mehr Geld 
aus dem Fenster zu schmeißen..

> Gut zu wissen, daß man mit solchen Tools sehr, sehr vorsichtig umgehen
> sollte.

Scheint so.

> Korrektur: Die Gehäusemarkierung befindet sich lt. Datenblatt wirklich
> an Pin3 (Wer macht sowas?) und ist im Footprint damit korrekt
> dargestellt.

Bedeutet es dann, dass der Fehler komplett bei mir liegt? Also die PINs 
der LED sind ja im Schaltplan anders Angeordnet (Pin 4 oben rechts und 
Pin 3 unten rechts), als im Footprint. Sehr irritierend.

von Falk B. (falk)


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Yasin Y. schrieb:

> Verstehe ich es richtig, dass ich jetzt manuell die definition anpassen
> und somit funktionsfähige Platinen produzieren lassen kann

Kann man.

> oder sollte
> ich lieber alles von vorne machen? Will nur verhindern noch mehr Geld
> aus dem Fenster zu schmeißen..

Lehrgeld.

>> Gut zu wissen, daß man mit solchen Tools sehr, sehr vorsichtig umgehen
>> sollte.
>
> Scheint so.

Ist immer so! Man kann bei jedem CAD-Programm die Zuordnung der Pins vom 
Symbol und Package vergurken. Das muss man halt immer solide prüfen und 
sich nicht blind drauf verlassen. Ich hab auch schon mehr als ein 
Bauteil mit sowas versemmelt, auch wenn das letzte Mal schon ne Weile 
her ist. Es waren zwar keine Pins verdreht, wohl aber der Footprint zu 
breit.

Beitrag "Re: Fehler zum nachbauen :-)"

>
>> Korrektur: Die Gehäusemarkierung befindet sich lt. Datenblatt wirklich
>> an Pin3 (Wer macht sowas?) und ist im Footprint damit korrekt
>> dargestellt.
>
> Bedeutet es dann, dass der Fehler komplett bei mir liegt? Also die PINs
> der LED sind ja im Schaltplan anders Angeordnet (Pin 4 oben rechts und
> Pin 3 unten rechts), als im Footprint. Sehr irritierend.

Nein, normal!

Schaltplan richtig zeichnen

"Bauteile sollen im Schaltplan die Funktion möglichst übersichtlich und 
logisch darstellen. Die Anordnung der Pins im Schaltplan hat nichts mit 
der physikalischen Anordnung der Pads des Gehäuses zu tun, denn dafür 
gibt es das Gehäuse im Layout, siehe dieser Forumsbeitrag.

Beitrag "Re: eagle Schaltplan Bauteile drehen"

von Holger T. (holgert)


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Yasin Y. schrieb:
> Verstehe ich es richtig, dass ich jetzt manuell die definition anpassen
> und somit funktionsfähige Platinen produzieren lassen kann oder sollte
> ich lieber alles von vorne machen? Will nur verhindern noch mehr Geld
> aus dem Fenster zu schmeißen..

Entwerfe doch erstmal eine kleine Testplatine, nur mit J1, LED1 und 
LED2. Du klickst mit der rechten Maustaste auf jedes LED-Symbol und dann 
"bearbeiten". Für das Pin4 trägst Du die richtige Nummer in der Spalte 
SPICE ein. Verbindungsleitungen vervollständigen und PCB daraus 
generieren. Dann siehst Du doch, was generiert wird. Worauf Du achten 
mußt, weißt Du jetzt. (Ich habe und will keinen Login bei LCSC, kann das 
deswegen nicht testen.)

> Bedeutet es dann, dass der Fehler komplett bei mir liegt?
Das denke ich nicht. Allenfalls kannst Du Dir vorwerfen, nicht 
sorgfältig genug kontolliert zu haben. Passiert jedem mal.

> Also die PINs der LED sind ja im Schaltplan anders Angeordnet (Pin 4 oben rechts 
und Pin 3 unten rechts), als im Footprint
Das sehe ich nicht so, die Nummerierung läuft bei beiden jeweils 
entgegen des Uhrzeigersinns. Spielt aber in der Regel in den Tools keine 
Rolle, wo die Anordnung ist, sondern die zugehörige Benamung (in diesem 
Fall Nummerierung) stellt den Zusammenhang zwischen Symbol und Footprint 
her.

Edit: Syntax

: Bearbeitet durch User
von Andras H. (kyrk)


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Rainer W. schrieb:
> Da ist das Datenblatt der WS2812B V5 anderer Meinung.
> So ungewöhnlich sieht die Spezifikation im Abschnitt "4. SMT Reflow"
> nicht aus. Lötzinn ist bleifrei mit 217°C.

Das habe ich gefunden:
https://www.makerfabs.cc/article/why-ws2812-sk6812-failures-after-smt-soldering.html

Ich habe zu Hause selber paar LEDs gelötet. Hat leider nicht mit 
normalen methoden geklappt. Dann habe ich eine TinBismut paste 
ausprobiert. Danach waren alle LEDs gut gelötet.

https://www.somersetsolders.com/tin-bismuth-solder-paste-jars

Also mein Fazit ist, fürs zu Hause selber löten, würde ich auf jeden 
fall TinBismut Lötpaste empfehlen. Sonst im Industrie, da habe ich keine 
Erfahrung damit.

von Yasin Y. (yasin_y418)



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Holger T. schrieb:

> Ich habe eben kurz damit rumgespielt. Möglicherweise sorgt das falsch
> definierte SPICE-Pin (siehe Screenshot WS2812_Symbol) für den Fehler.
> Die Pins im Footprint sind wohl richtig definiert. Dafür ist die
> Markierung des Pin 1 im Bestückungsdruck falsch (siehe Screenshot
> WS2812_Footprint).

> Korrektur: Die Gehäusemarkierung befindet sich lt. Datenblatt wirklich
> an Pin3 (Wer macht sowas?) und ist im Footprint damit korrekt
> dargestellt.

Ich musste bei mir tatsächlich die Pin Nummer anpassen, damit es korrekt 
generiert wird (siehe Screenshot). Bei mir läuft die Nummerierung im 
Layout Editor scheinbar nach dem Sägezahnmuster, weshalb das Pad für die 
Pin mit der Nummer 3 immer rechts oben positioniert wird und nicht 
rechts unten.

Ich komme nicht drauf, was ich falsch mache oder warum die Plattform zu 
spinnen scheint. Kann es mir egal sein, dass im Layout das DIN Pad für 
die LED als Nummer 3 deklariert wird, obwohl im Datenblatt der LED Pin 4 
als DIN deklariert ist? Hauptsache die Traces verlaufen korrekt?

: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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Yasin Y. schrieb:
> Ich komme nicht drauf, was ich falsch mache oder warum die Plattform zu
> spinnen scheint. Kann es mir egal sein, dass im Layout das DIN Pad für
> die LED als Nummer 3 deklariert wird, obwohl im Datenblatt der LED Pin 4
> als DIN deklariert ist? Hauptsache die Traces verlaufen korrekt?

Das würde ich nicht machen. Man sollte bei sowas so weit wie irgend 
möglich 100% identisch zum Datenblatt arbeiten, sonst kommt Kuddelmuddel 
raus.

von Yasin Y. (yasin_y418)


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Falk B. schrieb:

> Das würde ich nicht machen. Man sollte bei sowas so weit wie irgend
> möglich 100% identisch zum Datenblatt arbeiten, sonst kommt Kuddelmuddel
> raus.

Ich habe es jetzt hinbekommen, indem ich im Schaltplan alle LEDs von der 
Bibliothek aktualisiert habe und jetzt muss ich nur noch bei allen LEDs 
die Spice Pin Nummer von DIN in der Definition von 3 auf 4 setzen. So 
wird auch alles korrekt generiert und ich muss dann noch die Traces neu 
legen.

von Holger T. (holgert)


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zu Bildschirmfoto_2023-05-11_um_15.26.33.png:
Bei meinem kurzen Test war das Pad 4 rechts oben (siehe 
WS2812_Footprint.png). Keine Ahnung, wie da bei Dir Pad 3 hinkommt. Mein 
Pad 3 war rechts unten. Ich habe bei meinem Versuch nichts anderes 
gamacht, als (siehe Bild LCSC_Electronics_LED_Bauteil.png) auf /EasyEDA 
Model/ geklickt.

> Hauptsache die Traces verlaufen korrekt?
Ja klar, letztendlich kommt es nur darauf an, was auf dem PCB 
miteinander verbunden wird. Aber schön ist sowas nicht und nach 3 Monden 
weißt Du auch nicht mehr, was richtig war und warum Du es so und nicht 
anders gemacht hast.

von Rainer W. (rawi)


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Yasin Y. schrieb:
> Also die PINs der LED sind ja im Schaltplan anders Angeordnet (Pin 4
> oben rechts und Pin 3 unten rechts), als im Footprint. Sehr irritierend.

Die Anordnung der Anschlüsse am Schaltplansymbol hat etwas mit 
Funktionsgruppen und Signalflussrichtungen zu tun. Wie das physische 
Bauelement aussieht, spielt dafür überhaupt keine Rolle. Je nach 
verwendetem Package können sich für ein Bauelement sogar die Pinnummer 
ändern.  Es gibt auch Bauelement (z.B. Logikgatter), von denen mehrere 
Gatter in einem Package sind, die aber im Schaltplan aus Gründen, die 
sich aus dem Signalfluss ergeben, als einzelne, unabhängige Symbole 
dargestellt werden.

Das Schaltplansymbol von easyEDA für die WS2812 ist ein Schiss - 
'tschuldigung, aber anders kann man das nicht betiteln.

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