Oszilloskop zu verschenken

#7809829
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Die Anforderungen an den einzelnen Standorten der Repaircafés scheinen recht unterschiedlich zu sein. Ich bin seit 10 Jahren in 2 Einrichtungen tätig aber an den Einsatz eines Oszilloskops kann ich mich nicht erinnern. In den 2 bis 3 Stunden kann man nach meiner Erfahrung kaum so weit in ein Problem "eintauchen" dass da großartige Fehleranalysen mit Oszi möglich wären.

#7810367
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Michael G. schrieb:

Bloß nicht. Das letzte, was Du in der Schule als Lehrer haben möchtest, sind Einzelstücke.

Nicht nur das, solche Dinger landen dann direkt in der Verwertung. Bei meinen Jungs in der Schule haben die 4x UNI-T Geräte mit 100Mhz stehen. Die können die auch direkt übers Smart Board (was früher mal ne Tafel war, ist seit einigen Jahren nen riesen Monitor) oder aufs digitale Flipbook ausgeben lassen.

Wie viele Menschen es nicht verstehen daß wir im Jahr 2025 angekommen sind und das letzte Jahrtausend schon eine geraume Zeit hinter uns gelassen haben.

Außer ein paar alten Nostalgikern, ewig gestrigen, der alten Zeit nachtrauernden alten Männern möchte heute wirklich niemanden mehr mit so etwas arbeiten oder sich so ein Klopfer irgendwo hin stellen.

#7810409
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Rene K. schrieb:

Außer ein paar alten Nostalgikern, ewig gestrigen, der alten Zeit nachtrauernden alten Männern möchte heute wirklich niemanden mehr mit so etwas arbeiten oder sich so ein Klopfer irgendwo hin stellen.

Vielleicht bin ich ein ewig gestriger, aber ich sehe durchaus einen didaktischen Vorteil in der Einfachheit und Direktheit (Hardware-Schalter und Potis statt Drehgeber und Menüs) analoger Oszis. Es gibt einen Grund, warum Geräte wie das HM 203 wirklich überall waren und sich so lange gehalten haben.

#7810423
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Rene K. schrieb:

Außer ein paar alten Nostalgikern, ewig gestrigen, der alten Zeit nachtrauernden alten Männern möchte heute wirklich niemanden mehr mit so etwas arbeiten oder sich so ein Klopfer irgendwo hin stellen.

Erinnert mich irgendwie an die Fernsehwerbung: "Das geht heute anders, einfach .... und schon ..."

Warum sollte man heute den jungen Leuten noch schreiben beibringen? Tippen und Wischen reicht doch. Und wer nicht lesen kann lässt sich den Text eben vorlesen.

#7810427
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Dieter W. schrieb:

Die Anforderungen an den einzelnen Standorten der Repaircafés scheinen recht unterschiedlich zu sein. Ich bin seit 10 Jahren in 2 Einrichtungen tätig aber an den Einsatz eines Oszilloskops kann ich mich nicht erinnern. In den 2 bis 3 Stunden kann man nach meiner Erfahrung kaum so weit in ein Problem "eintauchen" dass da großartige Fehleranalysen mit Oszi möglich wären.

Ich bin von dieser Aussage ziemlich überrascht und habe dazu folgende Meinung:

  • nicht nur die Anforderungen sind unterschiedlich, sondern auch die Rahmenbedingungen wie auch die Qualifikation der Ehrenamtlichen
  • wer im Hobby die Einsatzvielfalt von Oszis kennen- und schätzengelernt hat, möchte dieses Equipment nie mehr missen und da das augenscheinlich bei Dir nicht der Fall ist, formuliere ich bewußt etwas flapsig, dass bei Reparaturen von Staubsaugern, Toastern und Kaffeemaschinen dieses Meßmittel überflüssig ist.
  • in den wenigen Öffnungsstunden eines Repaircafes zählt jede Minute Effizienz in der Fehlersuche und -beseitigung und da sind schnell erledigbare Messungen häufig zielführender
(Firma: Starfleet) #7810432
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Hardware-Schalter und Potis statt Drehgeber und Menüs

Die Jugend wird damit aber nicht groß, für die Jugend ist dies eben genau andersrum. Für sie ist ein Menü, ein Bildschirm, das didaktisch richtige - sie sind damit groß geworden, und ausschließlich damit.

Und die Urgrosseltern sind mit den Erklärung des Dorfpriesters groß geworden, da hat man eine Kerze in die Kirche gestellt damit es mit der Ernte passt. Oder was "Lebendiges" mitverbaut, damit der Damm stehen bleibt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bauopfer

aber ich sehe durchaus einen didaktischen Vorteil in der Einfachheit und Direktheit

Nicht nur didaktisch, sondern auch im Handling. An einem "Schalter-scope" sieht man schnell wenn ein Eingang auf AC oder DC steht, bei modernen Scopes ist so eine Konfiguration schon mal in einigen "Submenus" vergraben und wird lediglich mit eine kryptischen Marke angezeigt.

Und es gab Zeiten, da war die Benutzung des "Autoset"-Knopfes für Lehrlinge verboten, die solten gefälligst lernen welche Einstellungen am scope auf die gestellte Messaufgabe passen. Nix mit "black magic" für bequeme Technikbanausen.

#7810504
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Rainer Z. schrieb:

Diese Geräte werden also ebenfalls längst vertickt.

Quark, die sind gefragter denn je - alle reißen sich um diese Geräte weil die Haptik so gut ist! Keiner braucht neumodischen Kram - alles alte ist besser! Deswegen wird dieser Otto-Motor sich auch nie durchsetzen - Pferde sind viel besser!!!111elf

Kein Wunder das wir hier in Deutschland mittlerweile ein Digitales-Drittes-Welt Land sind und weit abgeschlagen allen anderen hinterher hängen. Traurig sowas, echt traurig.

#7810566
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Rene K. schrieb:

Rainer Z. schrieb:

Diese Geräte werden also ebenfalls längst vertickt.

Quark, die sind gefragter denn je - alle reißen sich um diese Geräte weil die Haptik so gut ist! Keiner braucht neumodischen Kram - alles alte ist besser! Deswegen wird dieser Otto-Motor sich auch nie durchsetzen - Pferde sind viel besser!!!111elf

Kein Wunder das wir hier in Deutschland mittlerweile ein Digitales-Drittes-Welt Land sind und weit abgeschlagen allen anderen hinterher hängen. Traurig sowas, echt traurig.

Mal ehrlich: Deine und andere Schöler sind oder erwünscht "stark" in der Digi-Technik.

Mit dem alten Geraffel jedoch heillos überfordert, das ist nun mal Fakt!

Sehe es bei jüngeren Kollegen, Junggesellen wie Lehrlingen - gebe denen ein DDM in die Hand, da sind sie die Größten. Anders bei ollen Analogen, da sind diese oft zu deppert den erforderlichen Meßbereich einzustellen. Noch besser ist dann die Suche bzw. raten, welcher Skalenteil nun der richtige ist - auch das ist Fakt.

MfG Eppelein

Beitrag #7810624 wurde von einem Moderator gelöscht.
(Firma: Starfleet) #7810753
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Wer übrigens glaubt, daß früher alles besser war und Verkaufsthreads nicht mit fachfremdem Unsinn zerredet wurden, kann hier mal den Stand von 2014 nachlesen:

Also gerade weil früher (auch) viel über Details diskutiert wurde, war früher besser:

So ein Oszilloskop ist halt "wertvoller" als dumbes Verbrauchsmaterial wie eine Rolle Klopapier.

Gast #7810995
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Crazy Harry schrieb:

Anfängern würde ich niemals ein modernes Digitaloszi in die Hand drücken.

Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Ein Anfänger ist mit einem geronten Oszi völlig überfordert. Keine 'Auto' Taste die ihm grundlegenste Überlegungen dazu abnimmt was er eigentlich erwartet zu sehen. Keine Speicherfunktion für unstete Signale, die Strahlintensität muss er einstellen und wenn er sich dusselig anstellt brennt er das Bild in die Röhre ein. Dazu die lustigen Kontaktprobleme alter Oszis.

Keine Messfunktionen, keine Bildschirmkopie auf USB, kein Farbdisplay keine Hilfefunktion. Und am schlimmsten: Kein hipper Youtuber mit Zickenbärtchen der einem das Lesen der Fachliteratur abnimmt.

Für diese bekloppte Messgeräte-Nostalgie wie toll doch früher alles war, muss man entweder völlig merkbefreit sein oder sich in einer winzigen Nische bewegen in der echte Analogdarstellung ein Vorteil ist.

Für alles andere sind die modernen digitalen Messgeräte ein Segen.

Wessen Sparschwein nicht mal ein Einsteiger Rigol, Owon, Siglent und co. hergibt, muss sich dann eben mit einer dieser unsäglichen alten Krücken behelfen. Ganz nett für einen armen Schüler, aber jeder ernsthafte Elektroniker sollte sich bessere Ausrüstung beschaffen.

(Firma: Starfleet) #7811009
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Mit dem alten Geraffel jedoch heillos überfordert, das ist nun mal Fakt!

Sehe es bei jüngeren Kollegen, Junggesellen wie Lehrlingen - gebe denen ein DDM in die Hand, da sind sie die Größten. Anders bei ollen Analogen, da sind diese oft zu deppert den erforderlichen Meßbereich einzustellen.

Auch bei den (alten) analogen Zeigerinstrumenten gibt es idiotensicher Varianten, insbesonders bei den Einbauinstrumenten. Eine Skale und gut. Der gravierende Nachteil der alten Instrumenten liegt IMHO eher in der bauartbedingten Ungenauigkeit von 5% und höher.

Ja, man braucht eine Schulung/Lernbereitschaft, um mit den alten Messinstrumenten umgehen zu können. Und diese Schulung war meines Wissens auch Bestandteil der Schulausbildung bspw. Physik-Praktikum. Soviel Zeit muß sein!

https://frankfurt.apollo.olxcdn.com/v1/files/dacbbo19rvng-RO/image;s=1000x700

Und wer damit überfordert ist für den gibt es auch andere Berufbilder.

#7811033
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Michael schrieb:

Wessen Sparschwein nicht mal ein Einsteiger Rigol, Owon, Siglent und co. hergibt, muss sich dann eben mit einer dieser unsäglichen alten Krücken behelfen. Ganz nett für einen armen Schüler, aber jeder ernsthafte Elektroniker sollte sich bessere Ausrüstung beschaffen.

Mein TDS420 wurde gegen ein Rigol ersetzt. Warum Rigol, weil es platzsparend ist...

Das TDS ist sauber verstaut und darbt dahin. Über Jahre gute Dienste erwiesen.

MfG Eppelein

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