Sandra schrieb: > Respekt, dass du das geklärt hast. > > Es ist doch eine ganz simple Schaltung, bei der man mit der Simulation > nicht viel falsch machen kann. So ganz zufrieden bin ich damit noch nicht. Mit der Simulation an sich schon, aber die Randbedingung könnte noch nicht passen. Meine Vermutung ist, dass Sample-Frequenz und Empfangsfrequenz doch nicht exakt gleich sind. Wenn ich die gleich einstelle, so dass die Vout I/Q gleich- bzw gegenphasig wie in deinen Plots werden, wird nichts mehr demoduliert und im FFT-View liegt das Signal weit außermittig. Gibt es doch eine "ZF"? Sandra schrieb: > Wenn die unterschiedlichen Picos nicht wesentliche Empfangs-Unterschiede machen, > was ich nicht annehme, dann empfängt man mit der selben Antenne mit der > INA-Schaltung Sender, die man mit dem Original nichtmal ansatzweise > erahnen könnte. Interessante Aussage. Versuche mal einen Testaufbau, dauert aber länger.
Ja, aber neben einem höheren Signalpegel ist gerade dann auch etwas Vorselektion wichtig, sonst hauen alle möglichen starken Signale auf verschiedenen Frequenzen in das zu hörende Endprodukt hinein. Nachtrag: das bezog sich auf Bjoern.
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Bjoern E. schrieb: > Sandra schrieb: >> Wenn die >> unterschiedlichen Picos nicht wesentliche Empfangs-Unterschiede machen > > Angeblich ist der Empfang beim Pico2 unerwarteterweise besser als beim > Pico, wenn ich das Gesagte in diesem Video richtig deute: > https://youtu.be/QfNhv-COuvU?t=79 > > > Mein RTL-SDR-Stick hat einen HF-Vorverstärker eingebaut, den man > zwischen 0 dB und 52 dB Verstärkung softwareseitig einstellen kann. > Wäre so etwas auch für einen Pico SDR denkbar? Nutze einen Pico2 auf einem Solder-Party RP2350 Stamp. Die haben auch einen RP2040 Stamp, leider gerade vergriffen. Sonst könnte ich das leicht testen. Einen automatisch zu/abschaltbaren 20dB Preamp habe ich auf meinem Aufbau realisiert. Die Frage ist eher, ob der Preamp wirklich nützlich ist. Kann ich noch nicht beantworten. Von einem nicht abschaltbaren rate ich ab. Zumindest wenn der um 20dB bringt.
INA-Schaltung ...gibt es da einen Plan, einen Link, oder habe ich was übersehen? Es ist ja so, dass ich hier einen Stationstransceiver stehen habe der bei mir die Referenz ist. Ich schaue schon ,ob das was ich mit dem Kenwood hören kann auch im Pico Rx zu hören ist. Der Kenwood ist mit seinen Bandfiltern und dem Preamp mit 20db schon im Vorteil. Manchmal ist nicht jeder Sender den man hört ein realer, sondern ein Mischprodukt. Da muss man Obacht geben. MfG
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Herbert Z. schrieb: > INA-Schaltung ...gibt es da einen Plan, einen Link, oder habe ich was > übersehen? Die Sparversion mit nur einem 4-fach-OP hat Sandra in den Simulationen dokumentiert. Die würde ich auch testen. Vielleicht noch eine Anmerkung zum Preamp: sowohl Dawson als auch "Joe G." hier im Thread verweisen darauf, dass dessen Einsatz an der Antenne hängt. Sehe das mittlerweile auch so. Bei einer kleinen Loop (YouLoop) im Zimmer sinnvoll, da kommt auch nur wenig Störgeräusch rein. Bei einem hoch aufgehängten Lambda /2 Strahler eher kontraproduktiv. Das Pico SDR verträgt nur rund -40dBm am Eingang bis es übersteuert. -60dBm mit Preamp werden an so einer Antenne schnell überschritten.
Wulf D. schrieb: > Das > Pico SDR verträgt nur rund -40dBm am Eingang bis es übersteuert Das wären nach meiner Umrechnung S9+50db. Hat man nicht alle Tage ohne Fullsize Antenne. Oft ist auch ein ATT nützlich zusätzlich zum Preamp. MfG
Herbert Z. schrieb: > Das wären nach meiner Umrechnung S9+50db. Hat man nicht alle Tage ohne > Fullsize Antenne. Schon, aber mit dem preamp sind es 20dB weniger und die sehe ich oft. Sowohl als Geräusch als auch als Nutzsignal.
Herbert Z. schrieb: >> Das >> Pico SDR verträgt nur rund -40dBm am Eingang bis es übersteuert Mein Umrechnung via Online Rechner ist offensichtlich Fehlerhaft. Wo anders werden -40dbm als 67dbµV beschrieben. Der Online Rechner gab viel mehr aus, hat wahrscheinlich das minus Vorzeichen nicht berücksichtigt. Es ist ein Graus!
-40dBm entspricht 2,2mV. https://www.mariohellmich.de/lostfound/files/dbm-table.pdf Übrigens hat das PicoSDR eine ZF implementiert. Default ist 4,5kHz. Kann man im Menü unter Hardware/IF anpassen. Dawson schreibt dazu in seiner Doku: "The receiver uses a low IF so the wanted signal is always offset from DC by a few kHz."
Die neue Firmware des PicoSDR unterstützt einen RAW I/Q Stream via USB. Im ebenfalls überarbeiteten User Manual findet man praktisch nichts darüber. Hätte mir Infos über Bandbreite, Abtastrate und Datenformat erhofft, Fehlanzeige. Also selbst ein wenig gemessen und im Sourcecode gewühlt. Die Abtastrate ist 15kHz, ziemlich ungewöhnlich. Es werden zwei Kanäle ausgegeben. Kanal 1 (L) beinhaltet I, Kanal 2 (R) ist Q. Die Bandbreite verändert sich mit der Einstellung im Menü. Kann sein, dass die der aktuell eingestellten Demodulation entspricht. Tabelle vom Manual:
1 | AM(kHz) AMS(kHz) LSB(kHz) USB(kHz) FM(kHz) CW(Hz) |
2 | Very Narrow 4.6 4.6 1.6 1.6 7.4 100 |
3 | Narrow 5.3 5.3 2 2 8.1 400 |
4 | Normal 6 6 2.3 2.3 8.8 600 |
5 | Wide 7.4 7.4 2.7 2.7 9.5 800 |
6 | Very Wide 14.9 14.9 3 3 10.2 1100 |
Default ist in der FW "Normal". Im testhalber zum Meßsender eingespeisten Multiton, AM-Modulation, mit 25Hz, 250Hz, 1kHz, 2kHz, 4kHz fehlte der 4kHz in der FFT. Erst bei "very wide" kam der unbeschadet durch. Außerdem gibt es einen ganz leichten Frequenzversatz von ca 20Hz (Bild). So richtig eben scheint der Frequenzgang auch nicht. Härtetest wäre ein DRM-Signal. Zwei passen zu meiner aktuellen Antenne, 9570kHz und 13750kHz. Als Decoder wollte ich eine Headless-Version der Dream-SW auf dem PC bauen, um das später auch mal embbeded verwenden zu können. Hat aber auf Anhieb nicht geklappt, immer irgend was mit Audio-Treibern. Mit GUI und einer neueren Version ging das Compilieren sofort, erstmal die genommen. Aus dem Pico kommt ein etwas seltsames Signal (Bild). Ziemlich breit, ca 10kHz. Ein sichtbarer Abfall zu niedrigeren Frequenzen: könnte auch am PicoSDR liegen. Am interessantesten ist der deutliche Frequenzversatz. Original nach Spec wären die drei Pilottöne auf 750Hz, 2250Hz und 3000Hz. So kann der Dream-Decoder damit nichts anfangen. Also Resample auf fs=48kHz, auf +/-10kHz TP gefiltert und Shift um +12,2kHz (Bild). Und schon gibt der Decoder einen rauschfreien Audiostream (aac 11,64kps) aus. Empfangspfad SNR um 17dB. Kleiner Audioschnipsel von 13750kHz im Anhang. Eine Stunde später gabs auf 9570 Nachrichten in deutscher Sprache. Müsste Radio Romania International sein. Der DRM-Decoder frisst dabei 5% der Rechenleistung eines Kerns. Ist ein 10 Jahre alter Core i5-4460. Der Pico2 RP2350 hat angeblich einen CoreMark von 666. Wahrscheinlich liegt eine Desktop-CPU mit SSE-Einheiten um Zenerpotenzen drüber. Aber ein neuerer Raspberry als CoPro-Compute-Modul dürfte das schaffen: auch wenn da der Schwanz mit dem Hund wedeln würde.
Bei einem Umbau eines analogen Rx mit ZF 455kHz wird diese auf 12kHz gemischt damit das für DREAM passt. Wenn die eingestellte ZF des Pico RX bei 4,5kHz liegt kann das nicht gehen. MfG
In dem Bild sehe ich lediglich einen Hochpass und einen Buffer, sonst nichts. Dachte, mein Text und die Spektren wären halbwegs verständlich. Die ZF des Pico hat wenig mit der DRM-Fähigkeit zu tun. Mehr die Bandbreite und Qualität der Signalverarbeitung. Dawson trickst ganz schön um Rechenzeit zu sparen. Das Spektrum wird hin- und hergeschoben, Abtastraten konvertiert und Gleichspannung abgetrennt (der eigentliche Grund für die ZF) und mehrere Filter hintereinander geschaltet: ein CIC- (Cascaded-Integrator-Comb) und zwei Halbband-Filter. Für die AM-Demodulation nutzt er z.B. Vollweg-Gleichrichtung und geht über die Magnitude. Wurzel ziehen ist aber für so einen kleinen Controller zu aufwändig und so nimmt er eine Näherungsformel: Mag ~=Alpha * max(|I|, |Q|) + Beta * min(|I|, |Q|) Alles ziemlich trickreich, aber in meinem DRM-Beispiel hab ich die Daten vor dem Demodulator abgenommen. DRM nutzt OFDM und das kann der Pico nicht. Demodulieren würde er noch schaffen, aber mit der ganzen Kanal- und Quellendekodierung wäre der überfordert. Wie auch immer, mein PoC hat funktioniert, der Dream-Dekoder konnte mit meinem aufbereiteten Signal was anfangen. Der Pico liefert das IQ-Signal mit leichten Frequenzversatz im Basisband. Kann man doch im letzten Post sehen. Im Gegensatz zu einer AM- oder FM-Modulation ist das Spektrum nicht symetrisch zu Null. Den 12kHz-Versatz für den Dekoder hab ich hinzugerechnet. Keiner macht so was heute analog, schon gar nicht in einem SDR. Mathematisch ist das eine Multiplikation mit exp(j*2*pi*f*n/fs). Der 12kHz-Versatz dient sicher nur dazu, damit das Signal durch eine PC-Soundkarte verlustfrei übertragbar wird. Sonst würde eine Lücke um 0Hz entstehen. Da kann man bestimmt noch optimieren. Das Signal vom PicoSDR lieferte ein SNR von 17dB. Im Netz fand ich eine Minute lange WAV-Dateien der Deutschen Welle und RTL, aufgesetzt auf einen 12kHz-Träger. Die haben ein SNR von über 20dB. Das Spektrum dieser Signale ist symetrisch zu Null (Bild). Vielleicht verdaut das der Dream-Decoder besser. Oder das Empfangssignal war besser, da direkt vor der Haustür empfangen. Meines kam aus Rumänien. Oder man muss die komplexen I/Q-Signale vor dem Abspeichern geeignet auf reale Signale umrechnen. Oder ... wie auch immer, wer Ideen und etwas Interesse an digitaler Signalverarbeitung hat, kriegt das bestimmt noch besser hin.
Alle analogen Umbaumaßnahmen aus der Vergangenheit die ich kenne, um DRM nachzurüsten, benutzten Mischer die von der letzten ZF, meist 455kHz ein Signal auf 12kHz für die Dream Software bereitgestellt haben. Der Schaltplanauszug von eines autarken DRM Empfänger zeigt nur den Ausgang, da steht auch klar 12kHz. Der Rest der Schaltung hilft dir nicht weiter in Verbindung mit dem Pico RX. Wenn du einen analogen RX umbauen willst, habe ich geeignete Mischer-Schaltungen irgendwo auf der Festplatte die ich nur suchen muss. Hinweis: Höhere DREAM Versionen als 2.1.1 32bit bescherten den Nutzern Probleme. MfG
Herbert Z. schrieb: > Hinweis: Höhere DREAM Versionen als 2.1.1 32bit bescherten den Nutzern > Probleme Habe Dream aus den Quellen selbst zusammengesetzt und funktioniert so weit. Ansonsten think digital. Es geht um ein SDR. Will kein analoges Gerät umbauen, wozu?
Wulf D. schrieb: > > Ich sehe aus meiner Sicht drei Optimierungen, die es wert wären in der > Praxis zu testen: Diff nach Original vs. INA nach Sandras Vorschlag vs. > "Doppelt Balanced" mit Übertragern nach dem Optimierungs-Paper. > > Da eh ein Muxer brach liegt und es 4-fach OPs gibt ist der Mehraufwand > gering. > Müsste sich ggf. kleine Test-Subboards bauen. Nachdem die Verwirrung durch meine Wahl Empfangsfrequenz gleich der Samplefrequenz bei der Simulation geklärt ist, nochmal Simulationen mit einem 4,5kHz (ZF-)Frequenzversatz. Die ursprüngliche Schaltung mit nur einem OPV als „Differenz-“Verstärker für jeweils I- und Q-Signal. Dann die Schaltung mit zwei OPVs als INA und das dann auch noch mit zwei 1:2 Mux (z.B. 74HCT4053) statt dem 3253 1:4 Mux. Zum Schluss dann die Simulation der Double-Balanced Schaltung mit beiden 1:4 Mux des 3253. Kurz zusammen gefasst, die „Differenz-“Verstärker ergeben ca. 6dB mehr Signaldämpfung als die INA-Schaltung. Die Verwendung von 1:2 Multiplexern hat den Vorteil, dass die On-Zeiten der Schalter eine halbe Periode betragen, so dass ein langsamer schaltender 74HCT4053 dann auch bis 30MHz Empfangsfrequenz nutzbar ist, aber andererseits zusätzliche ca. 6dB Signaldämpfung gegenüber einem 1:4 Mux mit einer Viertelperiode On-Zeiten hat. Das gleicht sich dann soweit aus, wenn man die INA-Verstärker nimmt und man somit in etwa die selben Ergebnisse wie die Original-Schaltung hat. Double-Balanced ergibt für die Empfangseigenschaften praktisch keine Vorteile, außer dass die Abstrahlung der Samplefrequenz über die Antenne deutlich verringert wird (ist in der Simulation so nicht einfach darstellbar und auch nicht dargestellt).
Klasse Simulationen! Jetzt sehen die Vout auch exakt so aus wie auf dem Oszilloskop :-) Ok, auch ohne Frequenzversatz funktioniert der Empfänger in der Theorie: praktisch bekommt man wohl den Gleichspannungsoffset im Signalprocessing schlecht in den Griff. Interessant auch der 1:2-Mux, wäre nicht drauf gekommen. Aber da der außer eine Eignung für langsamere Schalter nichts bringt, lassen wir den mal außen vor. Wie angekündigt, ein Testboard für drei der Tayloe-Varianten. Ist noch nicht gerouted. Beabsichtige einen Vergleichstest am Meßsender und an einer realen Antenne. Bei Interesse verschicke ich eine PCB, werde vier über haben. Ggf auch weitere Bauteile.
Wulf D. schrieb: > > Interessant auch der 1:2-Mux, wäre nicht drauf gekommen. Aber da der > außer eine Eignung für langsamere Schalter nichts bringt, lassen wir den > mal außen vor. > Statt die Verwendung eines 3253 einen 74HCT4053 einzusetzen hat noch den Vorteil, dass es diese noch im DIL-Gehäuse gibt, wie auch den vierfach OPV TS974. Man könnte auch den 1:4 Mux des 3253 durch die vier Analogschalter eines 74HCT4066 ersetzen, den es auch noch im DIL-Gehäuse gibt, wenn man die PIO-Programmierung der RP2040/RP2350 entsprechend ändert, so dass die vier notwendigen Schaltsignale erzeugt werden. Der 74HCT4066 sollte so auch noch für 30MHz schnell genug schalten, aber das hab ich nie selber probiert.
Sandra schrieb: > Der 74HCT4066 sollte so auch noch für 30MHz schnell genug schalten, aber das > hab ich nie selber probiert. Das wird eng, die schnellste 4066-Variante ist die genannte 74HC(T)4066.
1 | |
2 | tpd ten tdis Ron |
3 | 74CBTLV3253 0,25ns 4ns 5,5ns 5 Ohm |
4 | 74HC4066 4ns 21ns 25ns 50 Ohm |
5 | |
6 | tpd: Propagation delay time |
7 | ten: enable time |
8 | tdis: disable time |
Da liegen Generationen zwischen. Zudem braucht der 74HC4066 mindestens 4,5V Betriebsspannung um diese Werte zu erreichen.
Beim Durchmessen der TP-Filterbank (habe drei TP-Filter, das erste ist bei 2 MHz) hat sich noch ein interessantes Phänomen gezeigt: außerhalb der Empfangsfrequenz sorgen die sample- / hold Kondensatoren von 56nF für eine nennenswerte Dämpfung des Signals vor den Eingängen der Operationsverstärker. Die bilden einen Spannungsteiler mit dem Ausgangswiderstand der Filterbank (z.B. 50 Ohm). Das erhöht ein Stück weit die Robustheit gegenüber starken Signalen außerhalb der Empfangsfrequenz. Dafür kann man Sandras Simulation auch gut nutzen: habe die Empfangsfrequenz fe=1MHz vom HF-Signal fx getrennt und dies von 0,5MHz bis 1,5MHz in 50kHz-Schritten durchgefahren. Den HF-Pegel deutlich erhöht und die Differenzspannung V(I0-I180), also vorm OP, ausgewertet (rote Marker im Bild). Im zweiten Bild eine Vergrößerung vom Plot: 50kHz neben der Empfangsfrequenz beträgt die Signaldämpfung knapp 10dB. Bei 500kHz sind es bereits 30dB Dämpfung. Auch eine Art Vorselektion.
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Wulf D. schrieb: > Müsste Radio Romania International sein. BTW: Frequenzwechsel auf Sendeperiode B25 erfolgt am Sonntag, den 26. Oktober 2025. DRM Sendungen von Tiganesti: 17:00-18:00 UTC (=MEZ-1) 9720 kHz fra Beam Europa 18:00-19:00 UTC 9570 kHz engl " " 19:00-20:00 UTC 7235 kHz deutsch " " Weitere Sendungen in DRM von RRI: 04:00-05:00 UTC 15250 kHz engl Beam Indien 06:30-07:00 UTC 21470 kHz engl " " 13:30-14:00 UTC 9580 kHz chinesisch Beam Asien 22:00-23:00 UTC 17570 kHz spanisch Beam S-Amerika dann noch Beam Italien: 19:00-19:30 UTC 5955 kHz von Saftica Und BBC WS auf 3955 kHz 06:00-07:00 UTC Viel Spaß 73 und good DX ciao gustav P.S.: Der Audioausschnitt handelte vom Hörertag am 2. November, wo das diesjährige Thema "Cyberkriminalität" lautet. Näheres hier: https://www.rri.ro/en/useful-information-en/useful-information/2025-listeners-day-on-rri-id935924.html Natürlich auch in der deutschen Sendung: https://www.rri.ro/de/hoererecke/hoereraktionen/rri-hoerertag-2025-id939877.html
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Karl B. schrieb: > BTW: > Frequenzwechsel auf Sendeperiode B25 erfolgt am Sonntag, den 26. Oktober > 2025. Danke für die Infos. Mit Verschiebungen in der Uhrzeit hätte ich gerechnet, aber nicht in der Frequenz. > P.S.: Der Audioausschnitt handelte vom Hörertag am 2. November, wo das > diesjährige Thema "Cyberkriminalität" lautet. Auch interessant, incl websites. Hatte das in englischer Sprache schon Mitte Oktober auf 13750kHz gehört. Das war das stärkste DRM-Signal was reinkam. Nachdem ich mir einen Nano-VNA gegönnt hab, weiß ich auch warum. Und dass BBC-Empfang aussichtslos war. Da wäre noch etwas Antennenbastelei angesagt, auch mit den verschobenen Frequenzen.
Wulf D. schrieb: > … > … ein interessantes Phänomen gezeigt: außerhalb > der Empfangsfrequenz sorgen die sample- / hold Kondensatoren von 56nF > für eine nennenswerte Dämpfung des Signals vor den Eingängen der > Operationsverstärker. Die bilden einen Spannungsteiler mit dem > Ausgangswiderstand der Filterbank (z.B. 50 Ohm). > > … > > Dafür kann man Sandras Simulation auch gut nutzen: habe die > Empfangsfrequenz fe=1MHz vom HF-Signal fx getrennt und dies von 0,5MHz > bis 1,5MHz in 50kHz-Schritten durchgefahren. Den HF-Pegel deutlich > erhöht und die Differenzspannung V(I0-I180), also vorm OP, ausgewertet > (rote Marker im Bild). > > Im zweiten Bild eine Vergrößerung vom Plot: 50kHz neben der > Empfangsfrequenz beträgt die Signaldämpfung knapp 10dB. Bei 500kHz sind > es bereits 30dB Dämpfung. Auch eine Art Vorselektion. Wunderbar, dass du so die Wirkungsweise der Sample-Kondensatoren in Verbindung mit den im Signalweg davor liegenden Widerständen (Ron der Analogschalter und Impedanz der Signalquelle) als RC-Tiefpass, wie ihn Tayloe beschrieben hat, nachgewiesen hast. Kennzeichen eines RC-Tiefpasses 1. Ordnung ist ja die oberhalb der Grenzfrequenz mit 20dB je Frequenzdekade zunehmende Signaldämpfung. Wie lange hat denn die komplette Simulation gedauert? Die sonst übliche AC-Analyse kann man ja bei den geschalteten Sample-Signalen nicht verwenden, um so den Frequenzgang einfach ermitteln zu können.
Sandra schrieb: > Wie lange hat denn die komplette Simulation gedauert? Die sonst übliche > AC-Analyse kann man ja bei den geschalteten Sample-Signalen nicht > verwenden, um so den Frequenzgang einfach ermitteln zu können. Der schon betagte Core i5-4460 hat auf allen Kernen rund 10h über Nacht dran gerechnet. Waren 21 Durchläufe einer Transientenanalyse. Hatte die Einschwingzeit von original 150ms auf 100ms verkürzt. Wäre ich mit mit der .meas - Direktive besser klar gekommen, gäbe es eine schönere Darstellung der Ergebnisse.
Hallo zusammen! Ich habe im Internet eine Schaltung für eine Vorselektion gefunden welche drei Bandpässe ( 3-6/ 6-12/12-30MHz) besitzt die man mit 8 Variocap-Dioden auf Resonanz ziehen kann. Das war mal ein Bausatz der nicht mehr vertrieben wird und der Eigentümer der Rechte hat alles für Nachbauer freigegeben. Sogar eine Platine im Sprint Format ist dabei welche ich gestern nach meinem Geschmack frisiert habe. Zusätzlich habe ich 2 SMA Buchsen eingefügt, statt der Pfostenleiste für ein und Ausgang. Bei Interesse würde ich das hier reinstellen. MfG
Herbert Z. schrieb: > Ich habe im Internet eine Schaltung für eine Vorselektion gefunden > welche drei Bandpässe ( 3-6/ 6-12/12-30MHz) besitzt die man mit 8 > Variocap-Dioden auf Resonanz ziehen kann. Interessant! Hatte mich schon öfters gefragt, warum der Original-Entwurf nur Tiefpässe und keine Bandpässe vorsieht. Das Gerücht mit der Empfindlichkeit auf dreifacher Empfangsfrequenz hielt ja keiner Nachprüfung stand. Und Weitab-Selektion gegen extreme Pegel wäre ja in beiden Richtungen wünschenswert. Wozu muss man die BP ziehen?
Wulf D. schrieb: > Wozu muss man die BP ziehen? Damit sie auf jeder Empfangsfrequenz exakt schmal und spitz im Durchlassbereich sind....und das auf jeder Frequenz. Das macht schon einen Unterschied zu den breiteren Fenstern. MfG
Bitte! https://www.qrphamradiokits.com/miscellaneous/bp-1a-3-30mhz-filter/#cc-m-product-12129163149 Für die Kapazitätsdioden habe ich eine Einkaufsquelle. Drehkos sind auch teuer und selten zu bekommen. MfG
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Danke. Verstehe, ist ein in Abschnitten durchstimmbares Resonanzfilter. Bin nicht sicher, ob das einen merklichen Performancegewinn bringt, aber ein Versuch ist es wert. Benötigt leider eine separate Abstimmung. Berichte mal, falls du es testen wirst. Bei meinem geplanten Tayloe-Mischer-Vergleichstest ist mir leider ein kleines Malheur passiert: habe einen OP falsch rum auf die Testplatine gelötet. Das nahm zwar nicht der OP, aber das Picoboard krumm. Dauert bis Ersatz kommt. Man sollte auch im Layout alle IC in gleicher Richtung platzieren…
Wulf D. schrieb: > Bin nicht sicher, ob das einen merklichen Performancegewinn bringt, aber > ein Versuch ist es wert. Ich denke, alles was der Mischer nicht aufgebürdet bekommt kann nur ein Vorteil sein. Es gibt da so ein Dreierbündnis ( Filter , Verstärker Dämpfungsglied) welche richtig benutzt ein besseres Hörerlebnis bringen indem sie S/N verbessern helfen.
Wulf D. schrieb: > Das nahm zwar nicht der OP, aber das Picoboard krumm Kostet Gottseidank nicht die Welt...nur etwas Zeit. Kann immer mal passieren...
Vielen Dank für den Link! Es finden sich noch weitere interessante Sachen dort .-)
Habe endlich die Messungen an verschiedenen Tayloe-Mischer durchgezogen. Bin dabei aber auf unerwartete Schwierigkeiten bezüglich Geräuschspannungen gestoßen. Als Messaufbau dient ein kompaktes 2-Layer Prototypenboard mit einer Steckfassung für einen Solder-Party RP2350-Stamp. Dazu das schon oben gezeigte Babyboard mit den drei Tayloe-Mischern - DIFF (Doppel-OP), - INA (Vierfach-OP) und - Balanced (Übertrager 50:200:200 + Doppel-Mux). Im Thread gibts Bilder von Schaltplan und fast fertiger Bestückung. https://www.mikrocontroller.net/attachment/682007/IMG_2806.jpeg https://www.mikrocontroller.net/attachment/681034/TayloeTestPlan.png Das Baby-Board hing über ca 6cm Flachbandkabel am Proto-Board, davon sind zwei Leitungen GND. Den Mischer auf dem Protoboard dabei deaktiviert. Kein Preamp, außer bei der allerletzten Vergleichsmessung bei -90dBm auf dem Protoboard. Meß- / Empfangsfrequenz 7 MHz AM, bei -60dBm und -90dBm. Die Empfangspegel vor den AD-Wandlern sind bei DIFF und Balanced vergleichbar, beim INA 10dB höher. Hatte nur 6 dB mehr erwartet. Alle OP mit 56k/220p im Gegenkopplungspfad. Verschaltung und Übertrageraufbau beim Balanced habe ich beim "Joe G." abgeschaut. Amidon FT37-43 mit 50uH : 200uH : 200uH. Zu den Schwierigkeiten: Das Prototypenboard zeigt ohne Preamp und Default-Gain=62dB im HW-Menü bei 7 MHz eine Geräuschspannung von ca -100dBm an. Das war für mich plausibel. Rückgerechnet entspricht das in etwa dem Quantisierungsgeräusch eines 12Bit-Wandlers (genauer wären es -103dBm). Hier wären mal Vergleichswerte von euren Aufbauten interessant! Beim Anschluß des Babyboards tritt eine deutliche Verschlechterung ein, verliere bei DIFF und INA rund 7 dB, der Balanced-Mischer noch deutlich mehr und ist für kleine Pegel praktisch kaum nutzbar. Versuchte die Geräuschquelle zu finden: auf den Versorgungsleitungen sieht es gut aus. Auch die Pegel der Muxer-Steuerung sind sauber, dennoch vermute ich hier das Problem. Kleine Längswiderstände (33 Ohm) zeigen minimal Wirkung, Messungen auf den Leitungen beeinflussen das Geräusch. Die Muxer-Takte zeigen starken Jitter. Vermute, dass der Störpegel ins Basisband faltet. Insbesondere der Balanced-Mischer fängt sich ordentlich was ein. Mit dem Störpegel macht ein Performance-Test an der Antenne kaum Sinn. Vielleicht wäre ein besser aufgebautes 4-Layer Board notwendig, wo per Digital-Muxer die gerade nicht benötigten Taktleitungen abschaltbar sind. Oder einen jitterfreien Generator (Si5351?) verwenden. Dennoch am Meßsender zwei Reihen mit -60dBm und -90dBm gefahren. Die Spektren im Bild sind vom Audio-Output und dienen der SNR-Abschätzung. Habe den 1kHz-Pegel vom Audio-Modulationssignal in Beziehung zum höchsten Störpegel gesetzt. Gab es zwei gleich hohe Störer, beide addiert. Weiß nicht, ob das eine korrekte Messung ist, aber auf jeden Fall vergleichbar. Die zweite Messreihe nur noch auf dem Proto-Board mit DIFF-Mischer wie im Original-Entwurf. Einmal mit dem RP2350-Stamp mit Pico 2 und einem Micro RP2040-Board mit Pico 1 und LDO: fast gleicher Formfaktor wie der Stamp, aber andere Anschlußbelegung und Raster: mit ca 3cm langen Leitungen einen Adapter gebaut. Hier lieferte das Pico1-Board auch 7 dB mehr Geräuschspannung. Keine Ahnung warum. Einiges mit Cs und Längs-Rs probiert, ohne Wirkung. Entweder ist der ADC im Pico 1 schlechter oder der Adapter verdirbt etwas. Leider ist der Pico 1-Stamp noch immer nicht lieferbar, so dass ein exakter 1:1-Vergleich warten muss. Am Ende läßt sich leider kein eindeutiges Fazit ziehen, zu uneindeutig die Ergebnisse. Interessant noch, dass der Preamp auch bei -90 dBm noch ein super SNR ermöglicht, aber die Übersteuerungsgefahr ab -60dBm erfordert eine Abschaltung / Dämpfung.
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Interessanter Vergleich. Vielen Dank für die Versuche! Bei der Schaltung zum Balanced-Board bin ich jedoch etwas verwirrt. Mit welcher Verstärkung laufen denn die beiden OPV’s? Fehlt hier nicht jeweils ein Widerstand bei den Eingängen? Ohne die zusätzlichen Widerstände existieren ja nur die Schalterwiderstände bzw. die minimalen Leitungswiderstände im Trafo.
Den Balanced-Mischer hatte ich mir hier abgeschaut, letzte Ausbaustufe: https://www.norcalqrp.org/files/Tayloe_mixer_x3a.pdf Wurde im Thread am Anfang schon diskutiert. Die OPs sehen als Eingangswiderstand den Übertrager von ca 200 Ohm. Ich denke das passt in etwa, da sich die Verstärkung praktisch kaum vom reinen DIFF-Design mit zwei OPs ohne Übertrager unterscheidet. Der Übertrager ist mit 5 leicht verdrillten Drähten parallel 12 Wdg. gewickelt. Einer bildet die Primärseite. Jeweils zwei sind in Serie verdrahtet und bilden die beiden Sekundärspulen. Also ein 1:2:2. Dennoch merkwürdig, warum ausgerechnet dieser Ansatz das meiste Störgeräusch liefert. Vielleicht ist mir ein Bug in der Beschaltung Muxer/OP unterlaufen. Bitte gern gegenprüfen! Habt ihr Werte zur Ruhe-Geräuschspannung? Also bei abgezogener Antenne, was zeigt euch das Display in AM für einen Pegel an? Den Jitter auf dem Muxer-Steuersignal hab ich mir mit meinem antiken, analogen Analyzer in höchster Auflösung (30Hz) angesehen: sieht im Nahbereich +/-12,5kHz gar nicht so schlimm aus, oder? Weiter weg +/-1MHz natürlich eine Katastrophe, aber da stört es vermutlich nicht. Mich würde interessieren, ob die -70dB Geräusch auf der Schaltspannung einen Einfluss haben.
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Wulf D. schrieb: > Habe endlich die Messungen an verschiedenen Tayloe-Mischer durchgezogen. > > … > > Die Empfangspegel vor den AD-Wandlern sind bei DIFF und Balanced > vergleichbar, beim INA 10dB höher. Hatte nur 6 dB mehr erwartet. … > Schöne Messungen und bestätigen meine Beobachtungen, dass man mit der INA-Schaltung noch Signale hören kann, die man sonst nicht mehr hören würde. Da ja alle Messungen mit dem Pico2 gemacht wurden, entfällt auch ein möglicher Unterschied zwischen Pico und Pico2. Dass die aus der Simulation zu erwartenden 6dB mehr beim INA und dass es praktisch deutlich mehr sind, bedeutet dann, dass die Simulation mit idealisierten Werten bei den DIFF Varianten zu ideale Ergebnisse liefert und in der Praxis nur deutlich schlechtere Werte erreicht werden. Der größere Unterschied kann ja kaum vom in der Praxis besseren INA als der idealisierten Simulation des INA stammen.
Sandra schrieb: > Dass die aus der Simulation zu erwartenden 6dB mehr beim INA und dass es > praktisch deutlich mehr sind, bedeutet dann, dass die Simulation mit > idealisierten Werten bei den DIFF Varianten zu ideale Ergebnisse liefert > und in der Praxis nur deutlich schlechtere Werte erreicht werden. Der > größere Unterschied kann ja kaum vom in der Praxis besseren INA als der > idealisierten Simulation des INA stammen. Was ist mit diesen Worten gemeint?
Ausgangspunkt zur Problematik waren meine Simulationen Sandra schrieb: > Bradward B. schrieb: >>> Noch eine Frage zum Tayloe-Mischer. >>> Welche Varianten benutzt ihr da? >> >> … >> >> Messergebnisse aus unterschiedlichen Aufbauten kenn ich jetzt nicht, mit >> Spice habe ich jetzt auch nicht unterschiedliche Varianten >> durchprobiert. >> … > > Spice ist da das Stichwort gewesen, dass ich mal etwas mit LTspice > simuliert habe, die originale Schaltung vom Pico SDR und dann eine > erweiterte Schaltung mit Instrumenten-Verstärkern als Kombination von > nur zwei OPVs im Gegensatz zur verbreiteten Schaltung mit drei OPVs. Die > ZIP-Datei enthält die zur Simulation mit LTspice verwendeten Dateien. > Die Simulationen sind zwar sehr idealisiert, aber trotzdem sehr > aufschlussreich. und Sandra schrieb: > … > > Außerdem hab ich noch ein paar Simulationen mit den Differenzverstärkern > gemacht. … > > Eine andere Simulation zeigt, dass die 82 Ohm Widerstände vor dem > positiven Eingang der OPVs praktisch keinen Sinn machen und einfach > entfallen können. > > Außerdem hab ich auch mal die Prinzipschaltung von Tayloe ohne > Koppelkondensatoren und ohne die niederohmigen Widerstände vor beiden > OPV Eingängen … > > Abschließend dann den 1kOhm Widerstand vom Multiplexer-Eingang zur > Referenzspannung durch eine Induktivität ersetzt, … Wo dann Wulf D. die 6dB mehr Signal erkannt hat, wenn auch nicht ganz richtig gedeutet Sandra schrieb: > … > > Wulf D. schrieb: >> … >> >> Ansonsten frage ich mich auch, was Optimierungen bringen. >> >> - 6 dB mehr Verstärkung Diff zu INA? Mit Sicherheit, aber für sich >> allein wertlos. >> >> - Weniger (Empfangs-) Rauschen? Keine Ahnung, wäre wertvoll. >> >> - Besseres S/N im Nutzsignal? Wäre schön, aber ist das so? >> > > Überlege nochmal genauer. Die Schaltung mit dem INA hat nicht 6dB mehr > Verstärkung, sondern die einfache DIFF-Schaltung hat 6dB mehr > Signaldämpfung, bevor das Signal verstärkt wird. Die Verstärkung beider > Schaltungen ist mit ca. 400 in etwa gleich. > > … und dann bei seinen Messungen mit 10dB deutlich mehr festgestellt hat Wulf D. schrieb: > Habe endlich die Messungen an verschiedenen Tayloe-Mischer durchgezogen. > … > > Die Empfangspegel vor den AD-Wandlern sind bei DIFF und Balanced > vergleichbar, beim INA 10dB höher. Hatte nur 6 dB mehr erwartet. … >
Es gab hier vor ein paar Wochen einen Thread "Die Natur von FT8" Beitrag "Die natur von FT8" War mir unbekannt, aber interessiert die Spec gelesen. Nicht besonders lang, aber alles andere als trivial. Überlegte, ob das gerade noch vom Pico SDR zu packen ist. Wurde auch schon in Dawsons Git als request angetragen, aber als kaum umsetzbar zurückgestellt: https://github.com/dawsonjon/PicoRX/issues/202 Egal, wollte es trotzdem probieren. Es gibt eine leistungsfähige PC-Software zur Dekodierung, wsjtx. Das Git gezogen gebaut, aber die SW braucht knapp 23 MByte und jede Menge Rechenleistung, viele Dimensionen oberhalb des Pico. Viel dichter dran ist der Code von Karlis Goba, YL3JG: https://github.com/SOTAmat/ft8_encoder Nutzte den als Basis für einen Versuch auf einem erweiterten Pico2 (PSRAM). Im Bild ein Screenshot vom winzigen Display und ein einminütiges Video(!) Hoffentlich lassen die das durchgehen, ist wenigstens ordentlich komprimiert. Ist ein reiner PoC (proof of concept) und musste wegen des Winz-Displays (128x64) etliche Kompromisse eingehen. Der Font ist nur drei Pixel plus eins breit. Konnte nur 5 Zeilen plus zwei Debug-Zeilen unterbringen. Time fehlt, erst mal nur die Nachrichten hochgezählt. Die Empfangsstärke ist mindestens 20dB zu hoch, weiß nicht wie das im wsjtx gerechnet wird. Anderes gleich mangels Breite weggelassen. Klar, hätte auch ein größeres anschließen können, aber für ein PoC erstmal ausreichend. Bei Interesse mehr Details, vielleicht passt das ins Wiki?
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Wulf D. schrieb: > Ist ein reiner PoC (proof of concept) und musste wegen des Winz-Displays > (128x64) etliche Kompromisse eingehen. Der Font ist nur drei Pixel plus > eins breit. Dann lass das doch durchscrollen, damit es lesbar(er) ist. Alles passt eh nicht drauf. Nicht schlecht btw.
> Nutzte den als Basis für einen Versuch auf einem erweiterten Pico2 > (PSRAM). Tolle Sache, genau richtig für die kommenden Ferientage. Kannst Du genauer angeben, worin die Erweiterung des Pico2 besteht ? Oder anders gefragt, genügen die Pico2, die man letztes Jahr gekauft hat oder sollte man auf die letzten Werkage noch schnell was bestellen/ zusammen suchen ?
Es wird sicher nur mit einem Pico2 gehen, da der eine schnellere FPU hat. Auch so wird die Rechenzeit knapp. Details dazu in der Tabelle, auch wenn die ziemlich erklärungsbedürftig ist. Eben so groß ist die Speicher-Hürde, der Decoder braucht praktisch das gesamte SRAM von 520kByte auf. Die Erweiterung besteht aus einem PSRAM, z.B. dem APS6404L. Das ist ein serieller RAM mit Quad-SPI-Interface im handlöt-freundlichen SO-8 Gehäuse. Den habe ich Huckepack auf den Flash auf meinem Pico2-Stamp gelötet und die sieben Leitungen "einfach" nach unten durchverbunden. CS separat an GPIO-8. Fällt kaum auf. Herausforderung ist hier das WSON-8-Gehäuse des Flash. Ist genau so groß wie so-8, aber "leadless". Nichts für SMD-Hasser und/oder schwache Nerven. Wenn ihr in euren Picoboards einen so-8-Flash habt, ist alles kein Problem. Ganz ohne externen Flash wird's schwierig, dazu später mehr. Ich habe genügend Chips vorrätig, musste eh bestellen. Kosten außer (teuren) Versand fast nichts (~1,50€). Bei Bedarf PM an mich, incl Adresse. Für den PSRAM habe ich eine Art simplen Treiber geschrieben, der Heap-Objekte per malloc / free aufnimmt. Eigentlich verwendet man auf Mikrocontrollern keine dynamische Speicherverwaltung, aber das hatte ich vom PC-Code übernommen und war hier ausnahmsweise hilfreich. Das serielle RAM ist natürlich viel langsamer als lokales SRAM, wird aber immerhin gecashed. Die gesamte Rechenzeit verlängert sich damit von 3,7s auf 5,9s => zu viel um zwischen zwei 15s-Sequenzen ein Ergebnis zu haben. Deshalb die FFTs in den 0,16s-Blöcken verteilt gerechnet, braucht jeweils 35ms. So bleibt am Ende eine Netto-Decodierzeit von 2,6s. Das passt gerade so. Jetzt geht's schon sehr in die Details, ist vielleicht nicht ideal das in Form eines Threads zu beschreiben. Irgend jemand (Joe?) hatte doch ein wiki angefangen, vielleicht passt das da besser rein. Hier könnte man Alternativen und Optimierungen diskutieren. Denke, da ist noch Potential. Zum Display: scrollen habe ich versucht, wird aber schwerer lesbar. Der Font ist einfach viel zu klein und grob. Aber der Pico SDR unterstützt ja prinzipiell ein größeres Display, hab mich nur noch nicht damit beschäftigt. Hab in den letzten 6w praktisch jede freie Minute daran gebastelt, muss jetzt erstmal umpriorisieren. Zu der Vorbereitung gehörte im ersten Schritt eine funktionierende PC-Implementierung, die Schritt für Schritt von der Abhängigkeit des File-Systems und der eigentlich wichtigen Echtzeituhr gelöst wurde. Nächster Schritt der Übergang auf den Pico als reiner Decoder. Als das lief, die Integration ins Pico-SDR. War wegen zahlreicher Hürden der größte Aufwand.
> Eben so groß ist die Speicher-Hürde, der Decoder braucht praktisch das > gesamte SRAM von 520kByte auf. > > Die Erweiterung besteht aus einem PSRAM, z.B. dem APS6404L. Das ist ein > serieller RAM mit Quad-SPI-Interface im handlöt-freundlichen SO-8 > Gehäuse. Den habe ich Huckepack auf den Flash auf meinem Pico2-Stamp > gelötet und die sieben Leitungen "einfach" nach unten durchverbunden. CS > separat an GPIO-8. > ... OK, vielen Dank für die Erklärungen, kombiniert mit Erfahrung aus einem anderen Projekt (Embedded Chess-Engine) versteh ich jetzt um welche "Erweiterungen" es geht: Der Arbeitsspeicher des RP2040/RP2350 ist mit 264k/520k für embedded schon recht groß, aber für manche Anwendungen, insbesonders die "aus dem PC-Bereich" zu klein. Auf dem normalen Platinchen Pico2 ist kein externer RAM. Da ich grad nicht selbst löten mag, hab ich mich mal nach Fix-und-Fertig-Platinchen mit mit externen Speicher umgeschaut und werd mir mal von Pimorino was mit 8MB PSRAM für ca. 15€ ordern, oder von Olimex das Pico2-XxL für 9€ * https://shop.pimoroni.com/products/pimoroni-pico-plus-2?variant=42092668289107 * https://www.olimex.com/Products/RaspberryPi/PICO/PICO2-XXL/open-source-hardware > Ich habe genügend Chips vorrätig, musste eh bestellen. Kosten außer > (teuren) Versand fast nichts (~1,50€). Bei Bedarf PM an mich, incl > Adresse. > Für den PSRAM habe ich eine Art simplen Treiber geschrieben, der > Heap-Objekte per malloc / free aufnimmt. Eigentlich verwendet man auf > Mikrocontrollern keine dynamische Speicherverwaltung, aber das hatte ich > vom PC-Code übernommen und war hier ausnahmsweise hilfreich. OK, schaun wir mal was bzgl. PSRAM so in der Doc steht: https://arduino-pico.readthedocs.io/en/latest/psram.html > Jetzt geht's schon sehr in die Details, ist vielleicht nicht ideal das > in Form eines Threads zu beschreiben. Irgend jemand (Joe?) hatte doch > ein wiki angefangen, vielleicht passt das da besser rein. Hier könnte > man Alternativen und Optimierungen diskutieren. Das wiki hatte ich (Bradward Boimler) als Excerpt des threads gestartet und da ich viele Beiträge von Joe als nützlich einschätze steht viel von Joe in dem wiki. Da kann jeder gern weiterschreiben, Erweiterung des Empfängers auf Digimodes ist sicher für einige interessant. Ja, es gibt viel zu tun für die anstehenden freien Tage ... * https://www.mikrocontroller.net/articles/SDR-Radio_mit_Raspberry_Pi_Pico > Hab in den letzten 6w praktisch jede freie Minute daran gebastelt, muss > jetzt erstmal umpriorisieren. > Als das lief, die Integration ins Pico-SDR. War wegen zahlreicher Hürden > der größte Aufwand. Ja, Pico Programmierung ist schon ein dickeres Brett, da traut sich nicht jeder ran. Insbesonders wenn die eigentliche Begeisterung auf Hardware bauen liegt ;-)
Hi! Hab da eine nette Animation gefunden welche die Funktion des KY-040 Encoders zeigt. Ich hätte gerne eine Up und Down Lösung mit veränderbarer Taktfrequenz. Ohne Eingriffe in die Software wird das nicht gehen, deswegen fällt das bei mir flach. Für externe Lösungen welche das gleiche Quadratursignal ausgibt wie der KY-040 fehlt mir die Idee.
Bradward B. schrieb: > Da ich grad nicht selbst löten mag, hab ich mich mal nach > Fix-und-Fertig-Platinchen mit mit externen Speicher umgeschaut und werd > mir mal von Pimorino was mit 8MB PSRAM für ca. 15€ ordern, oder von > Olimex das Pico2-XxL für 9€ Siehe zu, dass alle für das SDR benötigten GPIO auf den Boards rausgeführt sind, sonst musst du doch wieder löten :-) > OK, schaun wir mal was bzgl. PSRAM so in der Doc steht: > https://arduino-pico.readthedocs.io/en/latest/psram.html Das Pico-SDK verwendet keine Arduino-Libs. pmalloc gibt's z.B. im Standard-C nicht. Hänge mal meine quick&dirty Implementierung an. Das rp_psram ist nicht von mir, das andere schon und außer in dem PoC nicht weiter getestet. Deshalb ohne Garantie! Hab das über Makros eingebunden, dann muss man den Original-Code nicht ändern:
1 | #define malloc(size) psram_malloc(size)
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2 | #define calloc(num, size) psram_calloc(num, size)
|
3 | #define free(ptr) psram_free(ptr)
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Einfach nur einen Buffer im PS-RAM platzieren geht so:
1 | uint8_t* psram_buffer = (uint8_t*)PSRAM_LOCATION; |
> Das wiki hatte ich (Bradward Boimler) als Excerpt des threads gestartet > und da ich viele Beiträge von Joe als nützlich einschätze steht viel von > Joe in dem wiki. Da kann jeder gern weiterschreiben, Erweiterung des > Empfängers auf Digimodes ist sicher für einige interessant. Ja, es gibt > viel zu tun für die anstehenden freien Tage ... Gut, dann werde ich das um ein Kapitel erweitern, aber erst in den ersten ruhigen Tagen des Neuen Jahres. > Ja, Pico Programmierung ist schon ein dickeres Brett, da traut sich > nicht jeder ran. Insbesonders wenn die eigentliche Begeisterung auf > Hardware bauen liegt ;-) Bin eigentlich auch eher der Hardware-Mensch. Allerdings mit Hang zur digitalen Signalverarbeitung. In den 80ern an der Uni noch in HW, im ersten Job HW und DSP-Assembler. Dann lange Zeit gar nichts mehr in der Richtung, nur zum Spaß ab- und zu mit AVR-Controllern gespielt. Würde bei einem PCB-Redesign des Pico SDR evtl sogar komplett auf ein Subboard verzichten. Die Steckerleisten (2mm Raster) kosten mehr als die ganzen Chips darauf. Hatte bei LCSC bestellt, da kommen keine 4€ zusammen. Ein QFM60 wäre schon so eine Art Endgegner in Sachen Handlötung. Reizen würde es mich. Tückisch beim RP2350 ist der Dual-Core. Hier ist einiges zu beachten, damit sich die Kerne nicht gegenseitig in die Quere kommen. Noch tückischer ist der ADC-DMA, von dem das Pico SDR reichlich Gebrauch macht: habe bisher kein Mittel gefunden, dass der Debugger bei laufendem ADC vernünfig funktioniert. Deshalb die vielen Simulationen ohne ADC und DMA.
Herbert Z. schrieb: > Hab da eine nette Animation gefunden welche die Funktion des KY-040 > Encoders zeigt. Ich hätte gerne eine Up und Down Lösung mit > veränderbarer Taktfrequenz. Interessant! Sandra hatte auch schon mal eine alternative Encoderlösung vorgeschlagen. Hatte selbst mal über den Einsatz eines iPod Nano Clickwheels nachgedacht. Läßt sich alles machen. Was meinst Du mit der Taktfrequenz? Die Empfangsfrequenz? Und die restlichen Funktionen auf dem Encoder lassen? Bevor man so etwas angeht, braucht man ein halbwegs ausgearbeitetes Konzept.
Wulf D. schrieb: > Was meinst Du mit der Taktfrequenz? Wenn ich zb. auf die "Down-Taste" drücke müsste sich die Frequenz in Schritten verringern. Das Tempo der Schritte möchte ich einstellen können (Poti zb.) Wulf D. schrieb: > Und die restlichen Funktionen auf dem Encoder lassen? Ja, wäre auch ok... Wichtig ist, dass auch Leute die von der Software keine Ahnung haben eine Änderung locker machen können....etwa so locker wie man den Pico mit seiner Software zum Leben erweckt....;-)
Herbert Z. schrieb: > Wenn ich zb. auf die "Down-Taste" drücke müsste sich die Frequenz in > Schritten verringern. Das Tempo der Schritte möchte ich einstellen > können (Poti zb.) > Was ist die „Down-Taste“? Wäre das in deiner Idee ein neues Bedienelement? Man kommt nicht umhin, zuerst ein klares Konzept von den gewünschten Abläufen aufzustellen. Dazu gehören alle neuen Bedienelemente oder Veränderungen in ihrer Funktion. Das hat erstmal nichts mit SW zu tun, müsste man bei einer Hardware-Umsetzung genau so machen. > Wichtig ist, dass auch Leute die von der Software keine Ahnung haben > eine Änderung locker machen können.... So schlimm ist das mit der Software gar nicht. Allerdings ist die Einrichtung des Pico-SDK und das Debuggen hier schon eine Hürde, die einem den Spaß verderben kann.
Wulf D. schrieb: > Was ist die „Down-Taste“? > Wäre das in deiner Idee ein neues Bedienelement? Das überrascht mich jetzt echt. Aber gut, ich erkläre es dir. Frequenz Up und Down Tasten tun das gleiche als wenn du die Frequenz mit dem Encoder rauf und runter drehst. Die "up" Taste verändert die Frequenz in Schritten nach oben, die "Down" Taste nach unten... je nach eingestellter Schrittweite. Wie schnell die einzelnen Schritte ablaufen, sollte man ändern können (Poti)zb. In Abhängigkeit von der eingestellten Schrittfrequenz sollte man auch Einzelschritte machen können( Kurzer druck auf die Taste) oder ein kontinuierliches verändern wenn man auf der Taste verbleibt. Kann man so etwas als Modul bauen welches 1:1 am Pico statt des Drehencoders angesteckt werden kann? Bräuchte natürlich eine Stromversorgung die der Encoder nicht benötigt. Fehlt noch was ? Ich habe nur die Idee, welche es schon an käuflichen Empfänger seit langem gibt. Nur die funktionieren ohne Pico. MfG
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Hi! Da der Muxer 200 Ohm am Eingang hat, werde ich vor dem Muxer noch einen 1:4 Balun setzen um so für optimale Verhältnisse zu sorgen. Außerdem vermindert so ein Übertrager das Rauschen, welches vom Koaxkabel kommt weil es dann vom Mixer entkoppelt ist. Wer nicht selber wickeln will bekommt im Shop vom Funkamateur einige zu kaufen. Man muss nicht den teuersten nehmen. MfG
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Herbert Z. schrieb: > Frequenz Up und Down Tasten tun das gleiche als wenn du die Frequenz mit dem > Encoder rauf und runter drehst. Die "up" Taste verändert die Frequenz in > Schritten nach oben, die "Down" Taste nach unten... je nach > eingestellter Schrittweite. > ... > Kann man so etwas als Modul bauen welches 1:1 am Pico statt des > Drehencoders angesteckt werden kann? Das ginge schon, wäre aber umständlich. Viel einfacher ist die Verwendung freier GPIO-Ports für zusätzliche Tasten, davon hat der Pico so einige. > Ich habe nur die Idee, welche es schon an käuflichen > Empfänger seit langem gibt. Kenne ich halt nicht. Mir schwebt seit einiger Zeit die Intergration eines Clickwheels vor, damit der Empfänger einhand-bedienbar wird. Das Clickwheel besteht aus einem kapazitiven Encoder und fünf Tasten: eine zentral wie ein haptischer Encoder und vier Tasten in jeder "Himmelsrichtung". Da könnte man West und Ost auf die vorhandenen Menütasten legen und Nord und Süd zusätzlich zum Encoder auf Frequenz auf / ab. Aber so richtig ausgegoren ist das nicht, hab noch keine zündende Idee für die Doppel- und Dreifach-Belegungen wie z.B. die Modulation umschalten. Zu viele sichtbare Tasten finde ich auch nicht so toll. Herbert Z. schrieb: > Da der Muxer 200 Ohm am Eingang hat, werde ich vor dem Muxer noch einen > 1:4 Balun setzen um so für optimale Verhältnisse zu sorgen. Außerdem > vermindert so ein Übertrager das Rauschen, welches vom Koaxkabel kommt > weil es dann vom Mixer entkoppelt ist. Sicher dass da 200 Ohm anstehen? Wäre ich nicht. Die Schalterei macht eine Messung schwierig, siehe auch meine Versuche mit einem Übertrager. Der hat am Ende nichts verbessert, im Gegenteil. Bin aber trotzdem auf deine Messungen gespannt.
Wulf D. schrieb: > Sicher dass da 200 Ohm anstehen? Ich weiß es nicht , muss das glauben was das Netz hergibt an Informationen... Eine Messung bei 4 Schaltern des Muxers die da im Spiel sind ist nicht einfach. Ich werde das auf alle Fälle mal versuchen mit dem Übertrager. Kaufe den billigsten. Ich muss eine Verbesserung hörtechnisch mitbekommen können, messtechnisch fehlt mir das Equipment aktuell. Weniger Rauschen zb. oder besseres Signal muss auffällig sein.. wenn man nicht ganz taub ist und könnte man auch mit einer SDR Software sichtbar nachweisen. Was die Bedienung anbelangt bin ich echt im Nachteil weil ich von der Pico Software keine Ahnung habe. Den meisten Nachbauern wird es ebenso gehen. Deine Änderungen in der Software nutzen nur dir und denen die davon Ahnung haben. Es wäre was anderes wenn am Ende deiner Bemühungen wieder eine picorx.uf2 stehen würde welche man vor dir bekommen könnte. Schöne Feiertage rundum.
Herbert Z. schrieb: > Hi! > Da der Muxer 200 Ohm am Eingang hat, werde ich vor dem Muxer noch einen > 1:4 Balun setzen um so für optimale Verhältnisse zu sorgen. Außerdem > vermindert so ein Übertrager das Rauschen, welches vom Koaxkabel kommt > weil es dann vom Mixer entkoppelt ist. > Wer nicht selber wickeln will bekommt im Shop vom Funkamateur einige zu > kaufen. Man muss nicht den teuersten nehmen. > MfG S Das mit den 200Ohm in den Beschreibungen von Tayloe bezieht sich auf den resultierenden Widerstand der RC-Tiefpässe nach den Analog-Schaltern und vor den Eingängen der OPVs für die I/Q-Signale. Das sind der Theorie nach das Vierfache der ca. 50Ohm HF-Impedanz der Signalquelle vor den Analogschaltern. Das Vierfache, weil die Analogschalter jeweils nur für eine Viertel-Periodendauer durchgeschaltet werden. Da es einfache RC-Tiefpässe sind, sollte eigentlich die Signal-Quellimpedanz möglichst niedrig sein. Soweit die Theorie, in der Praxis macht es aber keinen Sinn das Empfangssignal einer Antenne mit ca. 50Ohm Impedanz herunter zu transformieren, weil es nicht (nur) um Leistungsanpassung sondern hauptsächlich um die im weiteren Signalverlauf Empfangsspannung geht. Eigentlich wäre da eine Hochtransformation sinnvoll, dies aber auch nur in bestimmten Grenzen unter Berücksichtigung der Erfordernisse für einen RC-Tiefpass. Bisher dachte ich, dass die Impedanz der Signalquelle vor dem Analog-Multiplexer möglichst kleiner/gleich dem Ron der Analogschalter entsprechen sollte. Seit meinen Schaltungs-Simulationen zeigt sich aber, dass Quell-Impedanzen um ca. 50Ohm optimal sind, unabhängig vom Ron der Analogschalter. Ursache wird wohl das spezielle Funktionsprinzip des Quadratur-Sample-Detektors mit Analogschaltern sein, kann dazu aber keine Theorie liefern.
Sandra schrieb: > Bisher dachte ich, dass die Impedanz der Signalquelle vor dem > Analog-Multiplexer möglichst kleiner/gleich dem Ron der Analogschalter > entsprechen sollte. Seit meinen Schaltungs-Simulationen zeigt sich aber, > dass Quell-Impedanzen um ca. 50Ohm optimal sind, unabhängig vom Ron der > Analogschalter. Ursache wird wohl das spezielle Funktionsprinzip des > Quadratur-Sample-Detektors mit Analogschaltern sein, kann dazu aber > keine Theorie liefern. Danke für dein Erklärung! Das mal mit einem 1:4 Übertrager an zu testen ist nicht viel Arbeit. Kann man ja wieder rausnehmen wenn er nicht passt. Meine Messtechnik ist nicht do umfangreich, dass ich da werkeln könnte wie es notwendig wäre. Ich denke aber, dann eine SDR Software auf dem PC welche ja ziemlich vergrößert Signal und Rauschpegel zeigt, Licht ins dunkle bringen kann. Im Moment bin ich etwas verunsichert weil Wulf meinte, die ZF befindet sich bei 4,5kHz. Sollte die nicht laut dem Rechenbeispiel bei 12 kHz liegen? 12kHz ist auch üblich bei DRM. Ich werde mal messen was der VFO bei 10MHz im Display an den Muxer liefert. Bei Analogen Systemen wäre die Differenz die ZF. Irgendwie habe ich das Gefühl, bei diesem Projekt ist vieles halt anders. Ich lerne da aber gerne dazu, ich habe das nicht studiert. Schöne Feiertage erstmal noch und einen guten Rutsch!
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Herbert Z. schrieb: > Sandra schrieb: >> Bisher dachte ich, dass die Impedanz der Signalquelle vor dem >> Analog-Multiplexer möglichst kleiner/gleich dem Ron der Analogschalter >> entsprechen sollte. Seit meinen Schaltungs-Simulationen zeigt sich aber, >> dass Quell-Impedanzen um ca. 50Ohm optimal sind, unabhängig vom Ron der >> Analogschalter. Ursache wird wohl das spezielle Funktionsprinzip des >> Quadratur-Sample-Detektors mit Analogschaltern sein, kann dazu aber >> keine Theorie liefern. > > Danke für dein Erklärung! Das mal mit einem 1:4 Übertrager an zu testen > ist nicht viel Arbeit. Kann man ja wieder rausnehmen wenn er nicht > passt. > Meine Messtechnik ist nicht do umfangreich, dass ich da werkeln könnte > wie es notwendig wäre. > Ich hab da noch einige T1-1T-X65+ (https://www.minicircuits.com/WebStore/dashboard.html?model=T1-1T-X65+) und könnte dir da 3 Stück für insgesamt 10€ Paypal-Überweisung (netto zuzüglich Paypal-Gebühr oder gebührenfrei für „Familie&Freunde“) einschließlich Versand abgeben. Da eine Wicklung eine Mittenanzapfung hat, kann man dann bei Nutzung nur einer Halbwicklung auch 1:4 bzw. 4:1 Impedanz-Transformation realisieren (untere Grenzfrequenz wird dann natürlich höher als die 80kHz bei 1:1 Transformation sein).
Sandra schrieb: > Ich hab da noch einige T1-1T-X65+ Danke für dein Angebot, aber ich bestelle das im Funkamateur Shop, weil ich von denen noch anderes brauche, dann rentiert sich der Versand mit den Kosten. Pay Pal habe ich nicht, nur VISA bzw. DEBIT. Manchmal überweise ich mit Formular auf ein Konto...
Herbert Z. schrieb: > Ich denke aber, dann eine SDR Software auf dem PC welche ja ziemlich > vergrößert Signal und Rauschpegel zeigt, Licht ins dunkle bringen kann. > Im Moment bin ich etwas verunsichert weil Wulf meinte, die ZF befindet > sich bei 4,5kHz. Sollte die nicht laut dem Rechenbeispiel bei 12 kHz > liegen? 12kHz ist auch üblich bei DRM. Welches Rechenbeispiel meinst du? Im Pico-SDR liegt die default-ZF bei 4,5kHz. Das ergaben die Messungen und außerdem findet man den Wert im Menü. Die Frequenz kann man ändern. Theoretisch kommt ein SDR auch mit 0Hz ZF klar, es gibt keine Spiegelfrequenz-Probleme. Praktisch bekommt man durch Ungenauigkeiten, auch wegen der Näherungsalgorithmen, Schwierigkeiten mit dem Gleichspannungsoffset mit der Gefahr des Zahlenüberlaufs. Deshalb die ZF, da filtert man die Gleichspannung einfach raus. Dass DRM-PC-SW-Decoder eine ZF von 12kHz verwenden, liegt einfach an den PC-Soundkarten: die tasten per default mit 48kHz ab, also Nyquist bei 24kHz. 12kHz liegt mittendrin, so läßt sich die maximale Bandbreite der Soundkarte nutzen. Geht auch anders, habe ich oben im Thread gezeigt. Was hast du genau vor? Wenn du eine PC-SW hinter den Pico hängen willst, würde ich die per USB aus dem Pico füttern. Der Pico hat zwei Option: 1. USB Stream. Dabei werden mit 15kHz demodulierte Audio-Samples ausgegeben. Den Pico erkennt der PC als "Aufnahmegerät - PicoRX: USB-Audio", jedenfalls unter Ubuntu. Die 15kHz Abtastrate sind schon ungewöhnlich, aber bisher kam jedes von mir benutzte Programm damit zurecht (Audacity, wsjtx). 2. USB RAW. Dabei werden die I/Q-Daten ohne Demodulation ausgegeben, auch mit 15kHz. Nutzte ich für die DRM-Empfangsversuche. Damit das ein PC-Decoder direkt verarbeit, vorher den Datenstrom mittels Script auf 12kHz transformiert. Direkt wirst du den Pico vermutlich nicht auf 12kHz ZF bringen, dafür ist die Abtastfrequenz zu niedrig (Nyquist!). Ist meiner Ansicht nach auch nicht nötig.
Wulf D. schrieb: > Direkt wirst du den Pico vermutlich nicht auf 12kHz ZF bringen, dafür > ist die Abtastfrequenz zu niedrig (Nyquist!). Ist meiner Ansicht nach > auch nicht nötig. Ich habe keine Ahnung von den digitalen Kriterien bei SDR. Ich kenne natürlich DC Mixer die mit 0 ZF auskommen und solche die nach der Phasenmethode auch eine Seitenbandunterdrückung bieten für SSB. Bei den von mir erwähnten 12KHz dachte ich , es wäre ein festgelegte Frequenz für SDR bzw. DRM. Klar, die kann man im Bereich den eine Soundkarte Kann überall hinlegen. Wenn 12KHz mehr Rechenarbeit ist als 4,5 oder 0Hz als ZF, dann sind die 4,5kHz plausibel. Ich stecke halt bei einem SDR nicht so tief drinnen, ist ja auch mein erster RX auf dieser Basis. Guten Rutsch rundummadum.
Je höher die Abtastrate, desto mehr Daten und dem entsprechend wird mehr Rechenleistung benötigt. Die ADC laufen mit 480kS/s. Im ersten Schritt wird über den Frequenzbereich (FFT) um den Faktor 16 auf 30kS/s reduziert. Später nochmal Faktor 2 auf 15kS/s. Das steht alles in der technischen Doku zum Pico, Teil 3 und Teil 4. Hier der Link auf Teil 3: https://101-things.readthedocs.io/en/latest/breadboard_radio_part3.html Teil 4 ist auch lesenswert für Leute mit geringerer Affinität zur digitalen Signalverarbeitung, da dort ein weiteres Anti-Alias-Filter hinter den OPs empfohlen wird (RC-TP). Beim PC spielt die Bandbreite praktisch gar keine Rolle, der hat Rechenleistung ohne Ende. Selbst der DRM-Decoder, ein wirklich dicker Brocken, hat nur einen Kern zu 5% ausgelastet. Bei einem 10 Jahre alten PC. Ebenso Guten Rutsch.
Wulf D. schrieb: > Je höher die Abtastrate, desto mehr Daten und dem entsprechend wird mehr > Rechenleistung benötigt. > > Die ADC laufen mit 480kS/s. Im ersten Schritt wird über den > Frequenzbereich (FFT) um den Faktor 16 auf 30kS/s reduziert. Später > nochmal Faktor 2 auf 15kS/s. Reicht nicht eigentlich auch aus, die "unnötigen" samples wegzulassen um die Bandbreite zu reduzieren? Oder ist dieses Vorgehen da um die Genauigkeit zu erhöhen, also Oversampling zu betreiben, 480kS/s zu 30kS/s?
Vor jedem zeitdiskreten Abtastvorgang muss man dafür sorgen, dass es keine Signale oberhalb der halben Abtastfrequenz gibt. Die falten sich sonst als Störungen (Alias) in das Nutzsignal. Vor der ADC-Abtastung sind im Pico zwei analoge RC-Tiefpässe erster Ordnung: - HF-Zweig mit 50Ω...200Ω + 56nF (47nF) - OP mit 56kΩ + 220p optional direkt vor dem ADC als dritten RC-Tiefpass: - 5,6kΩ + 2,2nF Im digitalen Zweig wird vor der Abtastratenreduktion auch mehrfach gefiltert und dabei immer auf optimale Recheneffizienz geachtet. Das Sigalprocessing läuft dabei weitgehend auf Core 1. Deshalb hatte ich den ft8-Decoder auf Core 0 implementiert, um den eigentlichen Empfang nicht zu stören. Es kann gut sein, dass das Oversampling des ADC auch etwas zur Genauigkeit beiträgt. Hatte vor kurzem mit den ADC neuerer ATtiny AVR-Controller experimentiert. Die nominale Genauigkeit deren ADC war nur mit mehrfachen Oversampling erreichbar. Vielleicht ist es beim Pico genau so. Misst man dessen Empfindlichkeit lässt die sich incl OP-Verstärkung auf die 12Bit ADC-Genauigkeit zurückführen. Die nächsten Tage müsste der Pico 1-Stamp eintreffen: bin auf dessen Empfindlichkeit gespannt. Da soll angeblich ein Bug im ADC sein, der beim Pico 2 korrigiert wurde.
Wulf D. schrieb: > > Es kann gut sein, dass das Oversampling des ADC auch etwas zur > Genauigkeit beiträgt. Hatte vor kurzem mit den ADC neuerer ATtiny > AVR-Controller experimentiert. Die nominale Genauigkeit deren ADC war > nur mit mehrfachen Oversampling erreichbar. > Vielleicht ist es beim Pico genau so. Misst man dessen Empfindlichkeit > lässt die sich incl OP-Verstärkung auf die 12Bit ADC-Genauigkeit > zurückführen. > Dazu hat TI mal was veröffentlicht, was die Verbesserung der ADC-Auflösung durch Oversampling betrifft (siehe Anhang).
Ziemlich optimistisch, 4-fach Oversampling bringt ein Bit zusätzliche Auflösung. Die ADC in den AVR fand ich bezüglich Stabilität grottenschlecht: mit 4-fach Oversampling hat der angeblich 12Bit ADC in einem Tiny1627 nur 10Bit stabil geliefert. Beitrag "[AVR] ADC oversampling, nutzbarer Wertebereich" Den ADC im Pico hab ich noch nicht separat getestet. Tendenziell ist aber mit höherem Oversampling etwas mehr Auflösung erreichbar.
Beim RPi Pico sind -zumindest bei Einzelmessungen- von den 12 Bit des ADC nur die obersten 8 Bit wirklich verwendbar. Die unteren 4 Bit sind eher ein Rauschgenerator. Möglicherweise ist das ja beim Pico 2 verbessert worden.
Udo schrieb: > Möglicherweise ist das ja beim Pico 2 verbessert worden. Laut Datenblatt Abschnitt "4.9.3. ADC ENOB" ein wenig. Der RP2040 (Pico 1), hat 8,7 Bit (ENOB: effective number of bits). https://pip-assets.raspberrypi.com/categories/814-rp2040/documents/RP-008371-DS-1-rp2040-datasheet.pdf? Der RP2350 (Pico 2) hat angeblich 9,2 Bit. Auch nicht sooo toll. Im AVR Datenblatt finde ich nichts. Mit insgesamt 32-fachen Oversampling wäre das nach der Tabelle 1 im von Sandra verlinkten TI-Dokument 2,5 Bit Gewinn - also am Ende doch fast 12 Bit. Alles etwas vage - aber die Messungen zur Empfindlichkeit bestätigen das. Leider ist der Pico 1- Stamp für die Gegenmessung noch immer nicht angekommen.
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Der Pico1 Stamp ist eingetroffen. Habe die Empfindlichkeits- bzw SNR-Messung auf meinem Prototypenboard nun auch mit einem Pico1 genau so aufgebaut, wie im November mit dem Pico2 Stamp. https://www.mikrocontroller.net/attachment/682371/Messergebnisse_Nov_2025.png Der Pico1 hat nach meiner Messmethode ein 10db schlechteres SNR. Die beiden stärksten Störer sind ziemlich dicht am Nutzsignal. Zur Erinnerung, das Nutzsignal war 7 MHz AM 30% mit 1KHz moduliert, Pegel -90dBm. Der Pico2 liefert 28dB SNR, der Pico1 nur 18dB. Ob das in der Praxis einen relevanten Unterschied macht, wäre zu erproben. Bei der SNR-Messung nur die Spitzen der Störer ins Verhältnis zum Nutzsignal zu setzen, ist vielleicht nicht optimal. Falls jemand eine bessere Rechenvorschrift hat, gern melden.
Wulf D. schrieb: > Ob das in der Praxis einen relevanten Unterschied macht, wäre zu > erproben. In einer ruhigen Umgebung irgendwo fernab von Elektro Smog Hört man die ca. 1,5 S-Stufen weniger Rauschpegel schon. Neben einer Energiesparlampe usw. wird ein guter Wert einfach zugedeckt. Wenn dem so ist, werde ich tatsächlich einen Pico2 kaufen und den Pico 1 austauschen. Ist bei mir kein Problem weil er im Sockel steckt. Momentan beschäftige ich mich mit einer Indoor Antenne. Ohne brauchbare Antenne hilft der beste Rx nichts. Meine mag Loop im Dachboden ist eher für Sendebetrieb gedacht wo man nicht oft die Frequenz wechselt. Bei einem RX mit dem man auch Rundfunk hören will und viel suchen muss, ist eine Antenne die man nicht abstimmen muss am besten. Ich habe da so eine Schaltung mit einer breitbandigen Magnetschleife plus Nortonverstärker. Mal sehen ... Solche Antennen sind oft besser als ein ungünstig und zu niedrig hängender Langdraht. Bin froh, dass ich den Dachboden nutzen darf und ein Installationsrohr von der 3 Etage in den Speicher für die Koaxkabel legen durfte.
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