Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Freilaufdode


von L.S. (lagerschaden)


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Ich möchte die folgende Schaltung von B.Kainka nachbauen 
https://www.elektronik-labor.de/Projekte/Gamma9.html er erzeugt damit 
die Hochspannung für ein Zählrohr.

Muss da nicht parallel zur Primärwicklung des Hochspannungstrafos eine 
Freilaufdiode rein?

: Verschoben durch Moderator
von Jens G. (jensig)


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L.S. schrieb:
> Ich möchte die folgende Schaltung von B.Kainka nachbauen
> https://www.elektronik-labor.de/Projekte/Gamma9.html er erzeugt damit
> die Hochspannung für ein Zählrohr.
>
> Muss da nicht parallel zur Primärwicklung des Hochspannungstrafos eine
> Freilaufdiode rein?

Wenn Du Die Freilaufspannung verhindern willst, und damit auch die 
Hochspannung auf Nutzseite, dann ja, ansonsten eher nicht. Zweiteres ist 
vorteilhafter für eine Hochspannungserzeugung ...

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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L.S. schrieb:
> Ich möchte die folgende Schaltung von B.Kainka nachbauen
> https://www.elektronik-labor.de/Projekte/Gamma9.html er erzeugt damit
> die Hochspannung für ein Zählrohr.
>
> Muss da nicht parallel zur Primärwicklung des Hochspannungstrafos eine
> Freilaufdiode rein?

Nein, da darf keine rein, aber ein Klemmglied wäre sinnvoll. Und die 
1N4007 sind eher wenig geeignet, UF4007 wäre sinnvoller.

von Michael B. (laberkopp)


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L.S. schrieb:
> Muss da nicht parallel zur Primärwicklung des Hochspannungstrafos eine
> Freilaufdiode rein?

Nein, dann würdest du ja gerade die Hochspannungserzeugung auf 
Sekundärseite kurzschliessen.

ABER: neben der Trafokopplung gibt es auch eine Streuinduktivitat und 
die produziert einen höheren Spannungsimpuls der irgendwohin muss.

Daher enthalten gute Flyback-Wandler einen DRC Snubber
1
plus
2
  |
3
  +---+-----+
4
  |   |     |
5
  R   C     S:Trafoprimarspule
6
  |   |     |
7
  +---+-|<|-+
8
      BA157 |
9
   ----1k--|< BF420
10
            |E
11
          Masse
Aber keine 1N4007, viel zu langsam, zumindest BA157, und am C entsteht 
normalerweise die rücktransformierte Ausgangsspannung (z.B. Eingang 10V, 
Trafo 1:5, Ausgangsspannung darf bis 1000V erreichen, dann entstehen am 
C 1000/5=200V, das ist normal, so viel muss der Transistor aushalten, 
und darüberhinaus wird noch Energie der Streuinduktivität dorthin 
geleitet und die soll vernichtet werden (uber den R der den C 
kontinuierlich entlädt) ohne dass die Spannung relevant weiter steigt.

Insgesamt ist die Schaltung von Kainka grober Laienmurks, kein 
Überstromschutz, kein Snubber, zu langsame Diode, ungeeigneter 
Transistor, zu schwache Transistoransteuerung.

Er hätte den MC34063 verwenden können der dafür gebaut ist oder MAX1771

Beitrag "Re: LT1073 Datenblatt: Ladungspumpe? Kaskade?"

macht ohne extra Schalttransistor 450V/1mA dank selbstgewickeltem 
Flyback-Trafo.

Oder eben ein Sperrschwinger mit 1 Transistor

Beitrag "Geigerzähler Hochspannung"

: Bearbeitet durch User
von Crazy Harry (crazy_h)


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Wieso fragst du Burkhard nicht selber? Er antwortet eigentlich immer und 
ist sehr nett.

von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


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von L.S schrieb:
>Muss da nicht parallel zur Primärwicklung des Hochspannungstrafos eine
>Freilaufdiode rein?

Nein, dann würde keine Hochspannung mehr rauskommen.
Sinnvoll wäre aber die Hochspannung parallel zum
Ladekondensator auf 400V zu begrenzen.
Geht mit Glimmlämpchen, die zünden bei etwa 100V.
Es müßten dann vier Stück in Reihe geschaltet werden.

https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/subminiatur-glimmlampe_230_v_0_25_w-320350

von Volker B. (Firma: L-E-A) (vobs)


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Günter L. schrieb:

> Sinnvoll wäre aber die Hochspannung parallel zum
> Ladekondensator auf 400V zu begrenzen.

Eleganter ist es, die Spannung über den ADC des Tiny13 zu messen.
Dazu einen (hochohmigen) Spannungsteiler zwischen dem Ausgang der 
Sekundärwicklung und der Diode (UF4007) gegen Masse schalten. Die 
Spannung muss dann während der Ausspeicherphase des Sperrwandlers, d.h. 
(kurz) nach dem Ausschalten des Transistors, gemessen werden, während 
die Diode leitet. Vorteil: Der Spannungsteiler entlädt den 
Speicherkondensator nicht, was bei Batteriebetrieb von Vorteil wäre.

Grüßle,
Volker

von Hans F. (spartrafo)


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Michael B. schrieb:
> ABER: neben der Trafokopplung gibt es auch eine Streuinduktivitat und
> die produziert einen höheren Spannungsimpuls der irgendwohin muss.

Der Spannungsimpuls auf der Primärseite wird aufgrund der - durch die 
Streuinduktivität verursachten - verzögerten Kommutierung zur 
Sekundärseite erzeugt, aber nicht durch die Streuinduktivität selbst.

: Bearbeitet durch User
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