Hallo! Ich verweise mal auf den Unterpunkt hier: https://www.mikrocontroller.net/articles/Labornetzger%C3%A4te#Selbstbau Gehäuse sind kein Problem/druckbar. Trafos habe ich jetzt auch genug. Einer aus einem alten Linearnetzteil, dessen Platine ich im Nachlass eines Nachbarn gefunden habe. Jetzt auch noch 6 Trafos von diversen Ersa Lötstationen, die in einem benachbarten Betrieb entsorgt worden sind. Letztere sind auf 24V 90VA spezifiziert. Also denke ich mehr als brauchbar, einige auch mit zwei Spannungen. Durch die Verwöhnung von modernen ICs habe ich leider die guten alten analogen Grundlagen verlernt, eigentlich komplett vergessen, und möchte diese mit diesem Projekt wieder auffrischen. Ich suche daher nach Anleitungen/Projektbegleitungen für lineare Netzteile mit einstellbarer Spannung und einstellbarer Strombegrenzung. Dazu finden sich diverse Beispiele online, aber die sind eher so "Hier hast du den Schaltplan", was mir nicht so gefällt. Da habe ich dann nichts von lerntechnisch. Den Herren hier finde ich wirklich super: https://www.youtube.com/watch?v=YiK_fD_WggE&list=PLNm1_xEfhzSDIdf6N-3JvbKWPcA6YBw3t Leider ist das Design wohl eher exemplarisch und hat in der Praxis einige Nachteile. https://www.eevblog.com/forum/projects/current-limiting-for-a-linear-power-supply/ Hat jemand eine gute Empfehlung? Vielen Dank!
Wichtige Eigenschaft bei einem analogen Labornetzteil ist, dass beim Potientiometer ein drop-out des Schleifkontaktes nicht zu einem Spannungssprung zu einer höheren Ausgangsspannung kommt, sondern umgekehrt. Das Gleiche gilt für die Strombegrenzungseinstellung.
Keks F. schrieb: > Hat jemand eine gute Empfehlung? Vielen Dank! Hier werden zahlreiche Labornetzgeräte mit Schaltplan präsentiert: Beitrag "Labornetzgerät - Fragen zum Schaltplan"
Analoge Labornetzteile sind entweder nach dem Funkschau-Prinzip von 1976 aufgebaut. Oder nicht nur nach dem Prinzip, sondern genau gleich. :) Die einzigen Permutationen sind die verwendeten Opamps und Leistungstransistoren, sowie natürlich die Anzeigeinstrumente. Wie hier mal diskutiert wurde, neigen manche der Geräte zum Schwingen, weshalb die Hersteller überall kleine Kondensatoren reingestreut haben. Daraus schließe ich, daß selbst diese Hersteller "nur den Schaltplan verwenden", aber kein tiefergehendes Verständnis davon haben, was da eigentlich passiert. Es gibt eine Appnote (das ist Papier, kein Programm für ein Telefon), von HP glaube ich, über Thyristorvorregelungen für solche Netzteile. Da kann man wirklich was lernen, falls man es verseht.
Mach Dir doch erst mal Gedanken zu den Features: - Spannungsbereich - Max. Strom - Sollwerte analog per Poti oder Digital? - Anzeigeinstrumente, Analog, Digital, Genauigkeit? - Schnittstellen für Fernsteuerung etc. - OCP, OVP? - Extras wie mehrere Kanäle, 2- oder 4-Quadrantenbetrieb,... Was davon ist für Dich Muss, was brauchst Du nicht?
Keks F. schrieb: > Gehäuse sind kein Problem/druckbar. Das mit dem 3D-Drucken würde ich mir nochmal überlegen - Labornetzteile werden durchaus mal wärmer, müssen die durchaus gewichtigen Trafos und Kühlkörper tragen und sollen dann nicht gleich schmelzen oder Feuer fangen.
Als Anfangsprojekt rate ich zu einer analogen Lösung, nicht zu einem Schaltnetzteil. Da ergeben sich vorher Fragen! Sind OPs oder ein 723 erlaubt, oder muss es ganz diskret sein? Muss der Ausgang bis 0V reichen, oder geht eine Mindestspannung? Reichen 24V Maximalspannung, oder wie viel soll es sein? Soll es ein Bauvorschlag mit Platine sein, oder wird die selber entworfen? Wie viel A Ausgangsstrom? Schon an die Verlustleistung gedacht? (wenn die Trafos 12V Wicklungen hätten, z. B. alte Halogentrafos, wäre eine automatische Relaisumschaltung zur Minimierung machbar). Analog oder Digitalanzeigen? (Preiswerte digitale brauchen getrennte Versorgung) Keks F. schrieb: > "Hier hast du den Schaltplan", was mir nicht so gefällt. Da habe ich > dann nichts von lerntechnisch. Warum nicht? Man lernt auch, wenn man die bestehende Schaltung analysiert. Man muss das Rad nicht neu erfinden. Wenn OPs erlaubt sind, schlage ich vor ein altes analoges Conrad Netzteil nachzubauen, damals gab es noch Schaltpläne.
Rohde & Schwarz hatte zuverlässige Längsreglernetzteile, ich vermute Entwicklung 60er/70er Jahre. Einfache und unkritisch handelsübliche Halbleiter, Nachbaufähig. Änlich simpel waren die HP-Netzgeräte E3611A aufgebaut, Anfang 90er - das Service-Manual findet sich im Internet und die Schaltung wäre ebenfalls nachbaufähig.
Keks F. schrieb: > Ich suche daher nach Anleitungen/Projektbegleitungen für lineare > Netzteile mit einstellbarer Spannung und einstellbarer Strombegrenzung https://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9.1 Allerdings werden moderne (Labor)Netzteile nicht mehr mit Linearreglern und grossen Leistungstransistoren und grossen Kuhlkörpern aufgebaut, sondern als Schaltnetzteil mit kleinem Ferritkerntrafo und sind daher viel kleiner aufbaubar und viel billiger verkaufbar. Dein 24V/90W Trafo reicht eh bloss für ein 0-20V 0-2.2A Netzteil, dessen Elektronik mit von 24 bis zu 40V schwankender Spannung am Siebelko auskommen muss.
Als ich letztes Jahr angefangen hatte, für mich selbst ein Labornetzteil zu bauen, musste ich auch feststellen, dass die meisten Pläne für lineare Reglungen aus den 80er stammen, bzw. die verwendeten Bauteile aus dieser Zeit kommen. Bei vielen DIY-Plänen ist zudem schwer festzustellen, ob die Schaltung überhaupt sauber funktioniert. Ich hatte dann auf Basis des alten Elektor 82 Prinzips und viel Muße ein eigenes Netzteil entworfen was sogar ordentlich funktioniert. Wenn du wirklich ein funktionierendes Netzteil bauen willst, musst du entweder viel Glück haben, dass jmd. brauchbares Planwerk zur Verfügung stellt oder es wird ein langer Weg mit viel Eigeninitiative. Viele Grüße
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.