Ein T. schrieb: > also zu doof,... Das ganz sicher nicht. Ohne die Abgabe der Atomwaffen für eine Schutzgarantie wäre die Ukraine sehr wahrscheinlich nicht überfallen worden. Daher sind KKW dringend notwendig um an Atomwaffen zu kommen um wieder ein Abschreckungspotential aufzubauen. Wobei bald auch ein Abschreckungspotential aus Roboterarmeen denkbar wäre. Aber da wären auch wieder strategische Atombomben eine Gegenmaßnahme.
(prx) A. K. schrieb: > Dieter D. schrieb: >> Solange aber jeder, der Kritik äußert, in die rechte Ecke gestellt wird > > Oder in Bayern in die linke. 😀 Logisch, wer bereits alles ab der Mitte in die rechte Ecke stellt, muss ganz klar links sein. Und was richtig ist, darf immer gesagt werden. 😀 Heute hat sich der Bund selbst gelobt, wie lange es ein Bundensumweltministerium gibt. Dabei hatte Bayern schon viel früher sowas auf der Landesebene. Und was sagt Wiki dazu: Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) wurde am 8. Dezember 1970 gegründet. Es war das weltweit erste Umweltministerium und ist somit seit über 55 Jahren aktiv (Stand Ende 2025). Gegründet als Ministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen, war es ein Vorreiter im Naturschutz.
Dieter D. schrieb: > Das ganz sicher nicht. Ohne die Abgabe der Atomwaffen für eine > Schutzgarantie wäre die Ukraine sehr wahrscheinlich nicht überfallen > worden. Daher sind KKW dringend notwendig um an Atomwaffen zu kommen um > wieder ein Abschreckungspotential aufzubauen. Wobei bald auch ein > Abschreckungspotential aus Roboterarmeen denkbar wäre. Aber da wären > auch wieder strategische Atombomben eine Gegenmaßnahme. Wenn die Entwicklung noch ein wenig weitergeht wird man bald den Gegner nur mit Drohnen und Robotern zurück in die Steinzeit drohnen und robotern können, was ja die zentrale Drohung bzw. Eigenschaft (MAD) von Nuklearwaffen ist.
Chris D. schrieb: > Nicht ganz. Der Reaktor war schon für eine Nachrüstung beim > Notfallabwurf vorgesehen, weil der problematisch war und schon vorher in > einem anderen Kraftwerk fast zu einer Katastrophe geführt hatte . > Offenbar war die Konstruktion nicht wirklich gut. Im Prinzip war die Konstruktion schon nicht schlecht, weil man im laufenden Betrieb Brennstäbe wechseln konnte, aber betreffs Sicherheitsaspekten bin ich bei dir. Der RBMK liess zu viel Freiraum für fatale Fehler zu. Da waren unsere AKWs sicherer, aber eben auch nicht unfehlbar. Ich habe ja Gundremmingen vor der Haustüre, ca 30 km, und da ging beim Block A auch gewaltig was schief, Totalschaden. B und C liefen aber zuverlässig bis auf kleinere Störfälle. Habe damals den Bau von Block B und C miterlebt, weil wir im Sommer immer am Baggersee in der Nähe waren. Irgendwie fehlt mir die Landmarke. Immer wenn ich heim kam waren die zwei Dampfwolken quasi ein Willkommensgruss, war auch schon öfters mal drin, weil ein Bekannter von mir dort als Reaktorfahrer arbeitet. Aber die Ideen einer Alternativen Partei oder von Von der Leyen, diese AKWs zu reaktivieren ist irrsinn, da viel zu aufwändig, zumal die Neuzulassung heute sehr viele deutlich höhere neue Sicherheitsvorschriften beinhaltet. Wo der Strom in Zukunft herkommt, ist noch offen. Bisher gab es noch keinen wirklichen Engpass, aber die Schweden beschweren sich schon, wenn es bei uns knapp wird, und wir über das Verbundnetz Strom von ihnen abrufen, was den Strom in Schweden verteuert. Windenergie ist in .de auch nicht unendlich abschöpfbar, denn die kinetische Energie des Windes, welche über Deutschland zieht, ist begrenzt. Wenn in BeNeLux und Frankreich auch überall Windkraftanlagen installiert würden, dann käme bei uns noch weniger an. Das ist auf den Wind durch die Erdrotation bezogen. Lokale Stürme meteorologische Einflüsse sind da ausgenommen. Wenn Wendelstein 7 oder Cadarache mal Serienreife erreicht, dann wäre das Energieproblem wohl gelöst, Bayern meint ja, dass in 15 Jahren der erste Fusionsreaktor in Gundremmingen ans Netz geht. Ein sehr ambitioniertes Ziel, wenn man den Entwicklungsverlauf der Fusionsforschung so beobachtet. Es ist schwierig, vorherzusagen, wie sich unsere Stromerzeugung vs Strombedarf entwickelt. BEVs und Wärmepumpen kommen immer mehr, aber auch der Solarausbau bei Hausbesitzern. Im Winter kann das aber eng werden. Im Prinzip können wir nur abwarten, wie es sich entwickelt.
Thomas S. schrieb: > Wenn Wendelstein 7 oder Cadarache mal Serienreife erreicht, dann wäre > das Energieproblem wohl gelöst, Bayern meint ja, dass in 15 Jahren der > erste Fusionsreaktor in Gundremmingen Das passiert wahrscheinlich zeitgleich mit dem Erscheinen des ersten nützlichen Quantencomputers.
Chris D. schrieb: > Allerdings findet sich im Artikel die Anmerkung, dass nicht klar ist, ob > ÜBERHAUPT weitere AKWs gebaut werden. Selbst das ist offenbar noch nicht > einmal sicher. Soviel zu "Schweden plant!". Naja, jede Planung kostet Zeit und Geld. Außerdem müssen meist einige Dinge zumindest halbwegs feststehen, bevor eine Investitionsentscheidung getroffen werden kann, allem voran natürlich die Kosten und die Kostenträger. Von daher finde ich es schon bemerkenswert, daß jemand überhaupt die Zeit und das Geld für entsprechende Planungen für etwas investiert, bei dem doch zumindest nach auch Deinen Aussagen klar sein müßte, daß es sich nicht rechnen kann. > Denn die Schweden hatten es ja marktwirtschaftlich versucht - mit dem > Ergebnis: keine Angebote. Jetzt sucht man einen Weg, das doch irgendwie > schmackhaft zu machen. Natürlich mit viel staatlichem Geld und > Garantien. Das ist mir durchaus aufgefallen, aber ich habe meine Zweifel daran, daß das ein wirklich stichhaltiges Argument ist. Einem erfolgreichen Unternehmer wie Dir muß sicherlich niemand erklären, das Unternehmen unkalkulierbare Risiken scheuen wie der berühmte Teufel das Weihwasser. Und diese Unkalkulierbarkeit betrifft ja beide Seiten, sowohl die Einnahmen- aus auch die Ausgabenseite. Wir alle wissen, daß Großprojekte während ihrer Realisierung eine sehr starke Neigung zu Kostensteigerungen haben. Und wenn zudem eine politische Entscheidung mit einer minimalen Stimmenmehrheit von gerade einmal 154 zu 151 Stimmen getroffen wird, stellt sich natürlich auch die Frage, wie langfristig diese Entscheidung hält. Auch in Schweden sollen Wahlen stattfinden und sich politische Mehrheiten und Entscheider ändern. Würdest Du eine neue, teure Maschine anschaffen, wenn Du einerseits nur weißt, daß die Kosten ohne Amortisation am Ende existenzbedrohlich sein werden, und Du andererseits ebenso nicht weißt, ob, in welcher Stückzahl und zu welchem Stückpreis Du die solcherart angefertigten Produkte verkaufen kannst? Das ist für Dich ja nur eine reine Abwägung ökonomischer Risiken, während es beim Errichten von Kernkraftwerken auch noch eine unkalkulierbare politische Komponente gibt. Der politische Rückhalt für die Kernenergie kann in kurzer, um nicht zu sagen kürzester Zeit wegbrechen. Und das sogar innerhalb von ein und derselben Partei, wie wir -- und sicherlich auch Vattenfall -- bei uns in Deutschland gesehen haben. Es reicht schon eine einzige Flutwelle am anderen Ende der Welt, damit eine Partei genau jenen Atomausstieg rückgängig gemacht hat, den sie selbst erst wenige Jahe zuvor kassiert hatte! Erweitern wir also die im vorvorherigen Absatz gestellten Frage nach Deiner Investitionsentscheidung um die zusätzliche Unwägbarkeit, daß die Produkte, welche mit der Maschine gefertigt werden sollen, vielleicht morgen verboten werden. Selbst wenn Du für die reine Investitionssumme entschädigt würdest, erhieltest Du ja dennoch keine Entschädigung für die Fehlallokation Deines Kapitals, mithin für das, was Du verdient hättest, wenn Du anstelle dieser Maschine in ein anderes Geschäftsfeld investiert hättest. Insofern kann ich auch unter Berücksichtigung der Tatsache, daß Unternehmertum natürlich immer auch das kalkulierte Eingehen von Risiken beinhaltet, sowohl die Entscheidungen als auch die der potentiellen Finanzierer und die Position von Vattenfall sehr gut nachvollziehen. Diese Risiken von den Kosten über den Nutzen bis hin zum politischen Klima würde sicher kein verantwortungsbewußter Unternehmer mit klarem Verstand eingehen. Die Feststellung, daß die Risiken unkalkulierbar sind, wie Frau Borg ja auch ausdrücklich gesagt hat, ist meines Erachtens noch kein Beleg dafür, daß die Kernenergie in jedem Fall unwirtschaftlich sei. Wenn das so eindeutig wäre, wie es hier auch von Dir dargestellt wird, dann würde doch niemand auch nur eine Sekunde seiner Zeit oder einen Cent seines Geldes in solche Planungen investieren und es gäbe gar keine Diskussion. Wenn es so offensichtlich wäre, würde Frau Borg das zweifellos sagen, statt sich auf Risiken zu berufen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hätte sie das ihren politischen Entscheidern schon vorher klargemacht und die Diskussionen, Entscheidungen und Planungen damit ebenso augenblicklich wie endgültig beendet. Aber das ist nicht geschehen, Frau Borg hat nichts dergleichen gesagt, und aus dem, womit sie im verlinkten Artikel zitiert worden ist, kann ich beim besten Willen nicht die Schlüsse ziehen, die hier gezogen werden, und schon gar nicht in der definitiven Bestimmtheit, mit der sie hier postuliert werden. Schau, ich bin unschlüssig und hätte selbst gerne eine Antwort. Aber bisher ist das Schlüssigste, das ich sehe, das Argument von Udo in diesem Beitrag [1], verkürzt: wie kann man Atomkraft in einem Land wollen, in dem laut der eigenen Aussagen doch angeblich rein gar nichts funktioniert. Das ist eine schöne Polemik, vor allem wegen des Körnchen Wahrheit darin, aber leider irgendwie auch kein wirkliches Argument in der Sache. Anstelle solcher Argumente wird mir hingegen erklärt, daß das alles sowieso viel zu teuer sei -- wobei ich mich dann frage, warum dann so viele Staaten trotzdem ihre Zeit und ihr Geld in Planungen und Bauten davon investieren -- und dann wird argumentiert, die CEO von Vattenfall hätte das gesagt, obwohl sie tatsächlich über Risiken und Risikoaffinitäten gesprochen hat. Verstehst Du vielleicht, warum es mir so schwer fällt, das überzeugend zu finden? Daß ich oft das Gefühl habe, daß der Wunsch der Vater solcher Argumente ist? Es wird mir erklärt, es gebe ja kein Endlager und könne auch keines geben weil nirgendwo eine ausreichende geologische Stabilität über so lange Zeiträume garantiert werden könne, und auf den ersten Blick ist das auch alles nicht von der Hand zu weisen. Aber dann lese ich über Transmutation, die im Labor wohl schon funktionieren soll, und daß in Schweden so ein Endlager gebaut wird (schon wieder diese Schweden, verdammt!). Und das gilt für beide Seiten. Funktioniert das mit der Transmutation denn wirklich, kann man deren Laborergebnisse auf einen industriellen Maßstab skalieren -- und womöglich dabei sogar Energie gewinnen? Hm, das weiß ich wieder nicht und kann es nicht beurteilen. Spart die Kernenergie wirklich signifikante Mengen beim CO2-Ausstoß? Und das ist das größere Risiko, ein schwerer Nuklearunfall, die globale Erwärmung oder der politische Umsturz durch Bürger, die sich keinen Strom mehr leisten können? Fragen über Fragen, aber irgendwie... wenn ich ein ängstlicher Mensch wäre, dann hätte ich vielleicht eine Antwort. Bin ich aber nicht und hab ich aber nicht, so ein Mist. Und je mehr schwammige Argumente, merkwürdige Schlüsse, seltsame Argumentationsketten dabei kommen, desto klarer wird mir, daß es möglicherweise gar keine eindeutige, endgültige Wahrheit gibt. Verdammt! [1] Beitrag "Re: Blackout in Spanien: Abschlussbericht"
Ein T. schrieb: > Naja, jede Planung kostet Zeit und Geld. Außerdem müssen meist einige > Dinge zumindest halbwegs feststehen, bevor eine Investitionsentscheidung > getroffen werden kann, allem voran natürlich die Kosten und die > Kostenträger. Große und lange Projekte haben halt große Risiken, sowohl in der Privatwirtschaft als auch in staatlichen Projekten. (Kaputte private Projekte haben weniger Aufmerksamkeit) Daher sollte man derartiges nur in Betracht ziehen wenn diese alternativlos sind, und hohe Risiken ziehen auch höhere Kosten für Management dieser nach sich.
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