"Erneuerbare Energien gerieten nach dem Ausfall schnell in Verdacht, den Ausfall begünstigt zu haben. Sie trugen laut Bericht bei – als einer von mehreren interagierenden Faktoren. Konventionelle Kraftwerke, die aufgrund fehlender Vorgaben zu wenig Blindleistung lieferten, kamen aber als erschwerender Faktor hinzu. Auch schalteten Schutzsysteme nach Ansicht des Expertengremiums zu früh ab und das spanische 400-kV-Netz mit einem breiteren Spannungsband operierte mit zu kleinen Sicherheitsmargen. Ein weiteres Problem: Shunt-Reaktoren, die als Kompensationsdrossel überschüssige Spannung im Netz abzubauen helfen, wurden manuell geschaltet – was angesichts der blitzschnellen Abfolge der Ereignisse viel zu spät war." https://www.heise.de/news/Blackout-auf-der-Iberischen-Halbinsel-ENTSO-E-legt-Abschlussbericht-vor-11224720.html
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Blindleistung zur Netzstabilisierung gibt es nicht umsonst. Es war nicht die Menge der erneuerbaren Energie, sondern die Politiker, die ohne Sachverstand Einspeisevorrang erlassen haben, ohne damit eine adäquate Blindleistungsregelverpflichtung zur Netzstabilisierung zu verbinden. Folgerichtig haben sich die Erneuerbaren darum zu wenig gekümmert, die Konventionellen hatten aber keine Lust das ohne extra Vergütung weiter zu erledigen, wenn sie zeitgleich nur weniger Wirkleistung liefern durften. Die vorhandenen Blindleistungsquellen im Netz waren manuell zu schalten und deshalb zu langsam.
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G. K. schrieb: > Konventionelle Kraftwerke, die > aufgrund fehlender Vorgaben zu wenig Blindleistung lieferten, Ah ja, jetzt sind die konventionellen Kraftwerke schuld, weil die die systematischen Fehler der erneuerbaren nicht ausgleichen könnten. Wir brauchen also nur noch mehr Solarkraft und Windkraft, dann wird das schon. Denn wenn 0 erneuerbare Leistung da ist, dann bracht man nur mehr davon. Denn 0 * 1000 = $FantasieLeistung
Die Verbrenner-Fetischisten laufen sich sicher schon warm. Damit es in deren Geschrei nicht ganz untergeht, im Artikelfazit steht: > Erneuerbare Energien lösten die Probleme nicht aus – trugen aber zu > wenig dazu bei, sie zu beherrschen.
Hannes J. schrieb: >> Erneuerbare Energien lösten die Probleme nicht aus – trugen aber zu >> wenig dazu bei, sie zu beherrschen. Da sollte man noch etwas nachbessern: Sie trugen **nichts** dazu bei, sie zu beherschen. Die sind netzgeführt, nicht netzführend. Witzige Randnotiz: In letzter Zeit fiel auf, dass immer um 22:00 die Netzfrequenz deutlich einbrach. Verstanden hat das zunächst eher niemand. Dann hat man herausgefunden, dass um Punkt 22:00 Windkrafträder abgeschaltet werden, die die Geräuschvorschriften nicht einhalten können.
Nick schrieb: > Wir brauchen also nur noch mehr Solarkraft und Windkraft, dann wird das > schon. Ja, in der Tat, und zwar in Verbindung mit entsprechend großzügig vorhandenen, hinreichend leistungsstarken Speichern (Akku, aber auch andere) und mitlaufenden Schwungmassen für die Blindleistungskompensation und kurze Leistungsspitzen. Für letztere eignen sich in der Tat die Generatoren thermischer Kraftwerke, ggf. sogar mit abgekoppelter Turbine. > Denn wenn 0 erneuerbare Leistung da ist, dann bracht man nur mehr > davon. Dann muss ein erheblicher Teil der Energie aus den zuvor aufgeladenen Speichern kommen. Bezogen auf das gesamte Verbundnetz geht der Anteil der erneuerbaren Energien aber nicht völlig auf Null zurück, denn irgendwo ist es immer windig. Und am nächsten Tag wird es auch wieder hell, selbst wenn man es auf Grund lokaler oder regionaler Bewölkung kaum glauben mag. Und die Übertragungskapazitäten müssen natürlich entsprechend ausgebaut werden. Gerade da gibt es ja einen erheblichen Rückstau bei der Bearbeitung von Anträgen, was auch einigen sehr rückständigen und ideologisch verblendeten Politikern (CSU und Konsorten) zuzurechen ist.
> "... Konventionelle Kraftwerke, die > aufgrund fehlender Vorgaben zu wenig Blindleistung lieferten, kamen aber > als erschwerender Faktor hinzu. Auch schalteten Schutzsysteme nach > Ansicht des Expertengremiums zu früh ab und das spanische 400-kV-Netz > mit einem breiteren Spannungsband operierte mit zu kleinen > Sicherheitsmargen ..." > > https://www.heise.de/news/Blackout-auf-der-Iberischen-Halbinsel-ENTSO-E-legt-Abschlussbericht-vor-11224720.html Danke, interessantes Résumé. Die Ereignisse wurden hier schon kurz nach einem Erstbericht im TV Österreich besprochen: * Beitrag "Blackout in Spanien und die "kreative" Spannungshaltung" IMHO wurde im Erstbericht besonders betont, das die Grenzwerte/Regularien in insbesonders im Bereich der Blindleistungsregelung Spoanien nicht die selben sind. So akzeptiert man in ESP bis zu 435 kV in den Überlandleitungen, während die Obergrenzen im Nicht-Spanien bei 420 kV liegt.
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Andreas S. schrieb: > Ja, in der Tat, und zwar in Verbindung mit entsprechend großzügig > vorhandenen, hinreichend leistungsstarken Speichern (Akku, aber auch > andere) und mitlaufenden Schwungmassen für die > Blindleistungskompensation und kurze Leistungsspitzen. Für letztere > eignen sich in der Tat die Generatoren thermischer Kraftwerke, ggf. > sogar mit abgekoppelter Turbine. Prinzipiell richtig. Nur an der Umsetzung hapert es mal wieder. Wo sind die Speicher? Seit wann weiß man, dass dazu Speicher gehören. Ich kann mich erinnern, dass das das Thema schon vor über 40 Jahren am Tisch lag. Nichts ist passiert, es gibt keine nennenswerten Speicher. Die fahren voll gegen die Wand und schieben die Schuld dann auf die Wand. Andreas S. schrieb: > Für letztere > eignen sich in der Tat die Generatoren thermischer Kraftwerke, ggf. > sogar mit abgekoppelter Turbine. Es ist die Turbine die die Masse hat, der Generator ist vergleichsweise lächerlich leicht. Die Turbine muss im Leerlauf mitlaufen. Erzeugt also keine Leistung wodurch die Gesamtkosten steigen. Ich kenn einen (Bachelor + Master), der Solaranlagen plant. Fein für ihn, fein für den Häuselbauer der mit einer Leistung die er nicht erbringt Geld verdienen kann. Den Begriff "Netzdienlichkeit" kann man den Leuten aber nicht vermitteln. Ja, jetzt soll in der Nähe meines Dorfes ein Batteriespeicher gebaut werden. Toll wird haben's! Nachgefragt wie lange der Speicher hält wird mit verwirrten Blick beantwortet. Na, dann rechnen wir mal ... Oh, 2 Stunden. Das ist ja genau so lang wie bei uns der Winter ist. Wie lange halten denn die Akkus? Wie??? 2000 Zyklen? Was ist ein Zyklus? Für wie lange halten unsere Wasserkraftspeicher? 30 Minuten. Ich bewundere das Walchenseekraftwerk. Eine tolle Ingenieursleistung und weitsichtige Planung seinerzeit. Nur, die haben letztes Jahr den 100ten Geburtstag gefeiert. Leider ist das Denken in Zusammenhängen aus der Mode gekommen. Wobei man in einem Forum wie dem hier, davon ausgehen kann, dass das mit zum Handwerkszeug gehören sollte. Interessantes Video zur Windkraft und überhaupt realisierbarer Leistung: https://www.youtube.com/watch?v=q0FIciSxu5M&pp=ygUVd2luZGtyYWZ0IGdlbsO8Z3QgZGll Man kann die Berechnung gerne anzweifeln, die ist auch bewusst grobschlächtig. Aber es geht hier um Größenordnungen. So wie wir (oder zumindest Einige hier) grobe Überschlagsrechnungen machen um gegenzuprüfen ob wir überhaupt richtig rechnen.
Hannes J. schrieb: > Die Verbrenner-Fetischisten laufen sich sicher schon warm. Damit es in > deren Geschrei nicht ganz untergeht, im Artikelfazit steht: >> Erneuerbare Energien lösten die Probleme nicht aus – trugen aber zu >> wenig dazu bei, sie zu beherrschen. Der Satz ist ein schoenes Beispiel fuer Framing in einem Bericht. Wenn die Zahl der konventionellen Kraftwerke, die über Unter-/Übererregung die Blindleistungsregelung sichern zu gering wird, wird das Netz instabil. Wenn die Lobby der Erneuerbaren das ignoriert, sogar dagegen arbeitet (daher die Anlagen fuer die Gegenmassnahmen fehlen) und zum Blackout kommt, solle diese nicht Schuld sein?
Nick schrieb: > Nur, die haben letztes Jahr den 100ten > Geburtstag gefeiert. Und weiter? Die werden bei der Steuerungstechnik sicher nicht den Stand wie vor 100 Jahren haben. Und bei den Generatoren und Turbinen? Warum sollte man was, was gut läuft und i.O. ist, für viel Geld mit viel Aufwand gegen was neues tauschen, was (vermutlich) nicht so lange hält?
Dieter D. schrieb: > Der Satz ist ein schoenes Beispiel fuer Framing in einem Bericht. > > Wenn die Zahl der konventionellen Kraftwerke, die über > Unter-/Übererregung die Blindleistungsregelung sichern zu gering wird, > wird das Netz instabil. Wenn die Lobby der Erneuerbaren das ignoriert, > sogar dagegen arbeitet (daher die Anlagen fuer die Gegenmassnahmen > fehlen) und zum Blackout kommt, solle diese nicht Schuld sein? Nein, das war/ist ein regulatorisches Problem, das wurde mit deiner Beteiligung hier schon besprochen. Lernst du eigentlich nichts wenn du dich hier an Diskussionen beteiligst?
Dieter D. schrieb: > Wenn die Zahl der konventionellen Kraftwerke, die über > Unter-/Übererregung die Blindleistungsregelung sichern zu gering wird, > wird das Netz instabil. Der Begriff "Momentanreserve" ist bei Wind und Solar noch nicht wirklich angekommen. Durch die Merit-Order wird der Markt verzerrt aber gleichzeitig schiebt man seine technischen Unzulänglichkeiten auf die Verantwortung der aus dem Markt Gedrängten. Deren Kosten steigen dadurch, was dann wieder als Argument für Wind/Solar dient, weil es ja so billig ist. Nennt sich "Zirkelschluss" Die Politik versteht solche Zusammenhänge aber überhaupt nicht. Stichwort "Kobolde" und "Das Netz ist der Speicher". Sehr schade. Man könnte Wind und Solar durchaus sinnvoll am Netz beteiligen. Dazu müsste man aber die Prämisse Netzdienlichkeit konsequent umsetzen. Fairer Wettbewerb mit gleichen Rahmenbedingungen für Alle. Ich hab dazu ein Modell: Jeder kann sich Solar aufs Dach klatschen wie er will. Wenn er nicht einspeisen will, und dadurch das Netz weiter belastet, wird er vom Netz dauerhaft getrennt. Das ist schon sehr gehässig, ich geb es zu. Ich kann darauf aber gerne eingehen. Will er einspeisen, dann gilt: Er gibt eine einspeisbare Leistung an. Die wird mit einem Faktor multipliziert und das ergibt dann eine **jederzeit** das ganze Jahr durch abrufbare Menge in kWh, mit dem oberen Limit der einspeisbaren Leistung, an. Für die abrufbare Menge wird er bezahlt. Im Detail mag man dann noch die tatsächliche abgerufene Menge berücksichtigen. Beispiel: Ich kann 10 kW einspeisen. Daraus ergeben sich z.B. 1000 kWh übers Jahr. Zu einem beliebigen Zeitpunkt (egal ob Tag oder Nacht, egal ob Sommer oder Winter) kann der Netzbetrieber dann 1000 kWh in Summe im Jahr abrufen, mit maximal 10 kW. Das gilt dann für Alle. Klauseln mit Wartung und Ausfall müssen natürlich eingebaut werden. Gleichzeitig muss jeder Einspeiser netzstabilisierende Einrichtungen haben (wie immer die dann detailiert aussehen). Wer keine Momentanreserve anbieten kann, muss X % der Einnahmen in einen Topf für netzstabilisierende Anbieter geben. Wenn man sich mal die Strompreise über einen Tag ansieht, sieht man das Chaos das wir derzeit am Markt haben. Knapp 900 € / MWh wie letztes Jahr? Negative Preise?! D.h. man verdient Geld wenn man 100 Tauchsieder einsteckt? Toller Beitrag zum Energiesparen. Überschuss aus dem Norden in Bayern verheizen und gleichzeitig damit das Netz überlasten und gleichzeitig keine Fernleitungen bauen. Wirrköpfe, die sollte man mal beim Gesundheitsamt melden. :-)
Nick schrieb: > Hannes J. schrieb: >>> Erneuerbare Energien lösten die Probleme nicht aus – trugen aber zu >>> wenig dazu bei, sie zu beherrschen. > > Da sollte man noch etwas nachbessern: > Sie trugen **nichts** dazu bei, sie zu beherschen. Die sind netzgeführt, > nicht netzführend. Bei meinen Zitat geht es primär um die Spannungshaltung nicht um die Frequenzhaltung. Und in Zukunft wird einiges bei der Frequenzhaltung anders laufen: https://www.youtube.com/watch?v=iB95lhmrqXo > Witzige Randnotiz: > In letzter Zeit fiel auf, dass immer um 22:00 die Netzfrequenz deutlich > einbrach. Verstanden hat das zunächst eher niemand. Dann hat man > herausgefunden, dass um Punkt 22:00 Windkrafträder abgeschaltet werden, > die die Geräuschvorschriften nicht einhalten können. Quelle?
Matthias S. schrieb: > Die werden bei der Steuerungstechnik sicher nicht den Stand wie vor 100 > Jahren haben. Äh, ja? Das mit den 100 Jahren bezog sich darauf, dass man damals schon weitergedacht hat. Der "alte Krempel" funktioniert immer noch und liefert immer noch einen Beitrag zur Stromversorgung. Da wollte ich nichts Negatives reininterpretieren. Ich war, ist schon 30 Jahre her, im Kraftwerk des Sylvensteinspeichers. Da war nix antiquiert. Das eigentliche Kraftwerk war wo anders wie die Steuerung. Ich geh davon aus, dass die Leittechnik nach wie vor angemessen ist. Das war eine Privatführung durch einen Spezl.
G. K. schrieb: > Quelle? Gerne! https://www.amprion.net/Netzjournal/Beitr%C3%A4ge-2021/Ph%C3%A4nomen-zur-vollen-Stunde.html 22:00 unserer Zeit. Die 21:00 sind "Europäische Normalzeit" oder wie man das nennen mag. Das erklärt aber nicht den Zusammenhang mit Windkraft, nur die Tatsache. Hier die eigentliche Meldung: https://www.rj2et.de/netzfrequenz-meldungen-22-00
G. K. schrieb: > Bei meinen Zitat geht es primär um die Spannungshaltung nicht um die > Frequenzhaltung. Und in Zukunft wird einiges bei der Frequenzhaltung > anders laufen: Das ist schon in Ordnung, kein Widerspruch. Die Erneuerbaren sind halt netzgeführt. Die können die Frequenz (noch) nicht stabilisieren. Zusätzlich schalten alle (das wird schon real geändert) bei einer fixen Spannung ab, statt die Abschaltung "tröpferlweise" zu verteilen. Sobald Einer abschaltet und die Anderen paar mV vor der gleichen Schwelle sind, führt das zu einer Lawine. Letztes Jahr hatten wir hier 6 Netzzusammenbrüche. Ich konnte keine Baggerschäden dazu finden, es war kein Gewitter. Aber wir sind hier auf dem Land, wo auf jeder Maschinenhalle und jedem Kuhstall Solarpanels sind.
Nick schrieb: > G. K. schrieb: >> Quelle? > > Gerne! > https://www.amprion.net/Netzjournal/Beitr%C3%A4ge-2021/Ph%C3%A4nomen-zur-vollen-Stunde.html > 22:00 unserer Zeit. Die 21:00 sind "Europäische Normalzeit" oder wie man > das nennen mag. > Das erklärt aber nicht den Zusammenhang mit Windkraft, nur die Tatsache. > > Hier die eigentliche Meldung: > https://www.rj2et.de/netzfrequenz-meldungen-22-00 Interessant. Letztendlich ist das aber nur eine Randnotiz, denn das Problem lässt sich ja wirklich einfach lösen, indem man bspw. die Anlagen jeweils leicht verzögert abschaltet. Streut man das über +/-5 Minuten, so würde das vermutlich schon ausreichen. Ich stecke leider in der Materie zu Windenergieanlagen noch nicht wirklich drin: Kann man die nicht auch ohne größere Probleme "weich" abschalten, bspw. durch langsame Drehung der Flügel auf Nullstellung über 1-2 Minuten? Zu den Speichern: Klar hat man da damals gepennt. Batteriespeicher werden nur kurzfristige Spitzen auffangen können (aber das sehr gut). Gasspeicherkapazität für Dunkelflauten haben wir mehr als genug (und dank immer weniger Gasheizungen werden die verfügbaren Kapazitäten hier immer größer), weitere für reinen H2 sind im Bau. Langfristig wird man chemisch speichern müssen. Klar, das wird teuer. Aber letztendlich mittelt sich das über das Jahr raus.
Nick schrieb: > Sobald Einer abschaltet und die Anderen paar mV vor der gleichen > Schwelle sind, führt das zu einer Lawine. Letztes Jahr hatten wir hier 6 > Netzzusammenbrüche. Wobei das dann wirklich lokal ist - denn landesweit lässt sich seit 20 Jahren ein komplett gegenläufiger Trend beobachten: das deutsche Stromnetz wird immer stabiler und war in der Tat noch nie so stabil wie heutzutage. Europa- und auch weltweit sind wir ganz vorne mit dabei (niedriger einstelliger Platz, ich meine in 2025 sogar hinter Südkorea auf Platz 2). Das oft gebrachte Argument, die Erneuerbaren würden die Versorgungssicherheit gefährden, lässt sich an den Daten (SAITI etc.) nicht ablesen. Es geht eher deutlich in die andere - erfreuliche - Richtung. Natürlich sind mehr Eingriffe ins Netz nötig - keine Frage. Aber offenbar bekommen die Jungs und Mädels in den Leitstellen und im Ausbau das ganz hervorragend hin. Ich produziere hier ja teilweise 24h/Tag (Spritzgießen, CNC) und kann mich seit Jahren an keinen (netzbedingten ;-) Ausfall mehr erinnern. Man vergisst schnell, dass es früher durchaus anders war.
Nick schrieb: > Äh, ja? Sorry, hat sich anders gelesen. So ne persönliche Führung mit Leuten die sich wirklich auskennen ist immer Interessant. Biete ich bei uns im Betrieb auch immer gerne an. Macht mit Leuten die dann die Technik dahinter verstehen auch immer wieder Spaß...
Nick schrieb: > Aber wir sind hier auf dem Land, wo auf jeder > Maschinenhalle und jedem Kuhstall Solarpanels sind. Klingt nach Bayern wo Stromleitungen Teufelswerk sind. Bayern hat das solange verschleppt das die jetzt Erster beim Investionsbedarf sind: https://www.smard.de/page/home/topic-article/444/215544/update-verteilernetze-bis-2045
Nick schrieb: > Äh, ja? > Das mit den 100 Jahren bezog sich darauf, dass man damals schon > weitergedacht hat. Der "alte Krempel" funktioniert immer noch und > liefert immer noch einen Beitrag zur Stromversorgung. Da wollte ich > nichts Negatives reininterpretieren. Allerdings hast du jetzt Lasten die sich anders verhalten als früher(1), ob dein System von Anno Schnuck mit den heutigen Lasten klarkommen stelle ich einfach mal in Frage. (1) Synchronmotoren vs. Umrichter geführte Motoren.
Chris D. schrieb: > Das oft gebrachte Argument, die Erneuerbaren würden die > Versorgungssicherheit gefährden, lässt sich an den Daten (SAITI etc.) > nicht ablesen. Es geht eher deutlich in die andere - erfreuliche - > Richtung. Wahrscheinlich hatte man sich früher weniger Mühe mit der Reaktion auf Ereignisse gemacht und musste aufgrund heute viel kleinteiliger und komplexer aufgebauter Stromproduktion wesentlich flexibler und besser reagierende Netzsteuerungen bauen. Der Rest hängt dann davon ab, an was man dachte und was man nicht auf dem Radar hat - und ob Murphy die Lücke trifft.
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Chris D. schrieb: > Letztendlich ist das aber nur eine Randnotiz, denn das > Problem lässt sich ja wirklich einfach lösen, indem man bspw. die > Anlagen jeweils leicht verzögert abschaltet. Streut man das über +/-5 > Minuten, so würde das vermutlich schon ausreichen. Ja, klar, das kann man einfach lösen. Sollte man dann bitte auch. Aber die Vorschriften aus der EU! :-) Scheinbar war das den Verantwortlichen nicht bewusst. Chris D. schrieb: > weitere für reinen H2 sind im Bau. Das mit dem H2 ist auch so ein zwar interessanter, aber sinnloser Traum. Die Kreiseffektivität (Strom -> H2 -> Strom) liegt bei 20%. Also 7 ct aus Windkraft kosten dann 28 ct aus H2 als Erzeugerpreis. Speicherung ist das nächste. H2 ist ein sehr kleines Molekül und diffundiert daher sehr gerne. CH4 ist größer, also unproblematischer. Dann das Gasnetz, das man schon angefangen hat abzubauen, ist nur bedingt für H2 geeignet. Stichwort Wasserstoffversprödung von Stahl. Chris D. schrieb: > Klar, das wird teuer. Aber letztendlich mittelt sich > das über das Jahr raus. Dann kann man endlich mal die Kosten Erneuerbare zu Konventionelle gegenüberstellen. Ich ahne, dass das nicht sehr erfreulich wird. Chris D. schrieb: > Wobei das dann wirklich lokal ist - denn landesweit lässt sich seit 20 > Jahren ein komplett gegenläufiger Trend beobachten: das deutsche > Stromnetz wird immer stabiler und war in der Tat noch nie so stabil wie > heutzutage. Ja und Nein. Also die Ausfälle sind nach meiner Beobachtung sehr lokal. Im nächsten Dorf kann es schon wieder Strom geben. Auf der Störungsmeldungskart sieht man das auch. Das "sehr" stabil wird mühsam durch das DIspatching aufrechterhalten. Kosten derzeit (ausm Kopf) 4 Mrd€/Jahr. Die Dispatches haben um den Faktor 10 (ist mehr, je nach Vergleichszeitraum) zugenommen (auch ausm Kopf). Das ist inzwischen leider eine unglaubliche Flickschusterei geworden. Nur mal als Beispiel: Es gibt "KI-Sensoren" (wäre ja nix ohne KI) an Überlandleitungen, die die Belastbarkeit messen. Dadurch kann man dann erheblich mehr durch die Leitungen schicken als projektiert wurde. Das ist zunächst erfreulich, nur wenn es dann noch wärmer wird, ist halt dann früher Schluss. Hinweis: Mehr Sonne, wärmer, weniger Belastbarkeit genau dann wenn man sie bräuchte. -> Augenwischerei. Chris D. schrieb: > Ich produziere hier ja teilweise 24h/Tag (Spritzgießen, CNC) und kann > mich seit Jahren an keinen (netzbedingten ;-) Ausfall mehr erinnern. Wir haben keine 24 Stundenschichten. Aber ein fettes Notstromaggregat für Inselbetrieb. Klar, die CNCs (Drehen, Fräsen, das war's) bleiben dann stehen, oft ist ein Werkzeug kaputt, man muss sie wieder freifahren. Aber zumindest muss man die Leute nicht heimschicken. Und die 1/2 Stunde Pause zahlt der AG. :-)) Chris D. schrieb: > Das oft gebrachte Argument, die Erneuerbaren würden die > Versorgungssicherheit gefährden, lässt sich an den Daten (SAITI etc.) > nicht ablesen. Hmm ... Es gibt auf YT einen Kanal "Outdoor Chiemgau" der aber inzwischen das Thema Versorgungsnetz hat. Ist schon klar, der ist eher kein Verfechter. Man kann sich aber nach wie vor seine eigene Meinung bilden. Quellen sind nachvollziehbar (wenn auch nicht vorbildlich). Aber Mancher wird am herzlich ausgelebten Dialekt scheitern. Ich kann ihn genießen. :-)
Nick schrieb: > Also die Ausfälle sind nach meiner Beobachtung sehr lokal. Ich würde deshalb zwischen grossräumiger Netzstabilität und örtlicher Verfügbarkeit unterscheiden. Dass ein Ort im Schwarzwaldtal eine viel schlechtere Verfügbarkeit hat, als eine grosse Stadt mit Stromanbindung in zwei Staaten, wird wohl niemanden überraschen. Aber mit der grossräumigen Situation hat das auch nichts zu tun. Und mit einer Situation wie in Spanien schon garnicht. Was man als Normalverbraucher direkt mitkriegt, ist freilich nur die örtliche Verfügbarkeit.
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(prx) A. K. schrieb: > Ich würde deshalb zwischen grossräumiger Netzstabilität und örtlicher > Verfügbarkeit unterscheiden. Auch d'accord. Ich wohne im Speckgürtel von München auf dem Land. Rund um München ist ein Bollwerk an Ringleitungen und Umspannstationen aufgebaut. Z.B. Umspannwerk Oberbachern. Da wird auch ständig weiter ausgebaut. Als nächstes kommen Batterien (in Planung). *) Damit kann der letzte Woche gewählte neue und grüne Münchner Oberbürgermeister seinen Wählern eine heile Welt vorgaukeln. ;-)) Als Industrie müsste man also innerhalb des Rings liegen. Aus München selbst wird Industrie seit Jahrzehnten aktiv rausgedrängt. *) Ein Spezl der oft Modelle für Stromversorger baut, ist ausgeflippt als er mich besuchte. "So viele verschiedene Strommast-Typen. Da muss ich unbedingt Bilder machen".
Nick schrieb: > Dann kann man endlich mal die Kosten Erneuerbare zu Konventionelle > gegenüberstellen. Ich ahne, dass das nicht sehr erfreulich wird. Aber bitte nicht die Kosten der Entsorgung von CO2-Müll und radioaktiven Müll unterschlagen. Und auch die Versicherungen der AKWs nicht unterschlagen. > Es gibt auf YT einen Kanal "Outdoor Chiemgau" der aber inzwischen das > Thema Versorgungsnetz hat. Noch so ein dämliches bayrisches Heißluftgebläse.
Nick schrieb: > Ich wohne im Speckgürtel von München auf dem Land. Rund um München ist > ein Bollwerk an Ringleitungen und Umspannstationen aufgebaut. Z.B. > Umspannwerk Oberbachern. Da wird auch ständig weiter ausgebaut. Als > nächstes kommen Batterien (in Planung). *) Bayern und insbesondere München hat sich durch seine permanente CSU-geführte Verweigerungshaltung selbst ins Aus geschossen.
G. K. schrieb: > Aber bitte nicht die Kosten der Entsorgung von ... Rotorblätter und deren Feinstaub beim Betrieb und "Recycling" der Solarpanels. Da können wir uns gerne drauf einigen. G. K. schrieb: > Noch so ein dämliches bayrisches Heißluftgebläse. Gehts schon los. Gratulation!
G. K. schrieb: > Noch so ein dämliches bayrisches Heißluftgebläse. Das belegt nur Deine Voreingenommenheit.
Nick schrieb: > Ich wohne im Speckgürtel von München auf dem Land. Rund um München ist > ein Bollwerk an Ringleitungen und Umspannstationen aufgebaut. Z.B. > Umspannwerk Oberbachern. Zeig mir mal das Bollwerk auf dem Bild im Anhang
G. K. schrieb: > Bayern und insbesondere München hat sich durch seine permanente > CSU-geführte Verweigerungshaltung selbst ins Aus geschossen. Die Stadt München ist schon ewig nicht C$U-geführt.
G. K. schrieb: >> Es gibt auf YT einen Kanal "Outdoor Chiemgau" der aber inzwischen das >> Thema Versorgungsnetz hat. > > Noch so ein dämliches bayrisches Heißluftgebläse. Bestätigt halt die feste Meinung der Ahnungslosen.
Rahul D. schrieb: > G. K. schrieb: >> Bayern und insbesondere München hat sich durch seine permanente >> CSU-geführte Verweigerungshaltung selbst ins Aus geschossen. > > Die Stadt München ist schon ewig nicht C$U-geführt. Die großen Stromtrassen werden nicht von Kommunen geplant.
G. K. schrieb: > Zeig mir mal das Bollwerk auf dem Bild im Anhang Soll ich dir jetzt Brillenputztücher schicken? Rahul D. schrieb: > Die Stadt München ist schon ewig nicht C$U-geführt. Ja, und jetzt von den Grünen.
Nick schrieb: > G. K. schrieb: >> Aber bitte nicht die Kosten der Entsorgung von > > ... Rotorblätter und deren Feinstaub beim Betrieb und "Recycling" der > Solarpanels. Da können wir uns gerne drauf einigen. Ach Gottchen, du hältst dich ja an jedem Strohhalm fest. Fang mal an mit dem "Recycling" von fossilem CO2 und diesen netten, kleinen, strahlenden Isotopen aus AKWs. Und das Wort "Feinstaub" in den Mund zu nehmen, wenn man fossile Kraftwerke protegiert, ist zumindest gewagt. Wie lange lässt sich der Strombedarf Deutschlands eigentlich aus der momentan vorhandenen Akkukapazität decken?
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Nick schrieb: > Chris D. schrieb: >> Letztendlich ist das aber nur eine Randnotiz, denn das >> Problem lässt sich ja wirklich einfach lösen, indem man bspw. die >> Anlagen jeweils leicht verzögert abschaltet. Streut man das über +/-5 >> Minuten, so würde das vermutlich schon ausreichen. > > Ja, klar, das kann man einfach lösen. Sollte man dann bitte auch. Aber > die Vorschriften aus der EU! :-) > Scheinbar war das den Verantwortlichen nicht bewusst. Ja, manche Regelungen sollte man lieber zuerst mit einem Techniker besprechen ;-) > Chris D. schrieb: >> weitere für reinen H2 sind im Bau. > > Das mit dem H2 ist auch so ein zwar interessanter, aber sinnloser Traum. > Die Kreiseffektivität (Strom -> H2 -> Strom) liegt bei 20%. Ich habe da andere Zahlen. MWn liegt die Elektrolyse bei käuflichen (Container-)Systemen inkl. Wasseraufbereitung bei 80% Wirkungsgrad. Neuere H2-Gaskraftwerke erreichen knapp 60%. Das sind die Zahlen, die ich bei den Herstellern ermitteln konnte. > Also 7 ct > aus Windkraft kosten dann 28 ct aus H2 als Erzeugerpreis. Selbst das fände ich immer noch günstig, denn Du darfst nicht vergessen, dass Du diese Energie nur während der Dunkelflauten wirklich benötigst. Wenn man also von einem Monat ausgeht, dann schlägt das über's Jahr anteilig nur noch mit 1/12 zu Buche. > Speicherung ist das nächste. H2 ist ein sehr kleines Molekül und > diffundiert daher sehr gerne. CH4 ist größer, also unproblematischer. > Dann das Gasnetz, das man schon angefangen hat abzubauen, ist nur > bedingt für H2 geeignet. Stichwort Wasserstoffversprödung von Stahl. Diese Mär lässt sich offenbar nicht ausrotten :-) Die Versprödung hatten schon unsere Altvorderen im Griff, denn diese bezieht sich überhaupt nur auf bestimmte Stahlsorten - die man dann einfach nicht (mehr) genommen hat. Ein Großteil unseres Gasnetzes - insbesondere im Überlandbereich ist Stand heute bereits H2-fähig, sei es, weil beschichtet oder weil vernünftiger Stahl genommen wurde. Aber die werden halt (noch) für Erdgas benötigt. Problematisch sind da nur städtische Netze, aber die benötigt man eh nicht zur Einspeisung und die fallen dann ja auch in wenigen Jahren weg, da fehlende Abnehmer. Und das mit dem Diffundieren vergessen wir bei den erforderlichen Drücken schnell wieder. Hier stehen simple 10l-Stahlflaschen mit 3mm Wandstärke seit vielen Jahren mit 200(!) bar. Da diffundiert nix. Auch nicht bei Helium, dessen Querschnitt nochmal kleiner ist. Und das sind normale umgewidmete Stahlflaschen, also nichtmal beschichtet. Die Speicher in Jemgum sind übrigens schon H2-zertifiziert, ebenso die großen Kavernen - aber da ist noch Erdgas drin ;-) In dem Zusammenhang übrigens auch interessant: der Transport von Gas durch Pipelines ist der mit Abstand effizienteste Weg des Energietransports. Im Schnitt benötigt man nur 0,1% der Energie zum Transport (also für die Verdichter). H2 hat da sogar den Vorteil, dass es eine geringere Viskosität hat und somit weniger Verluste - trotz der geringeren Energiedichte. Damit sind also auch größere Entfernungen zu den Gakraftwerken kein großes Problem. > Chris D. schrieb: >> Klar, das wird teuer. Aber letztendlich mittelt sich >> das über das Jahr raus. > > Dann kann man endlich mal die Kosten Erneuerbare zu Konventionelle > gegenüberstellen. Ich ahne, dass das nicht sehr erfreulich wird. Das denke ich auch - aber für die konventionellen ;-) > Chris D. schrieb: >> Wobei das dann wirklich lokal ist - denn landesweit lässt sich seit 20 >> Jahren ein komplett gegenläufiger Trend beobachten: das deutsche >> Stromnetz wird immer stabiler und war in der Tat noch nie so stabil wie >> heutzutage. > > Ja und Nein. Also die Ausfälle sind nach meiner Beobachtung sehr lokal. > Im nächsten Dorf kann es schon wieder Strom geben. Auf der > Störungsmeldungskart sieht man das auch. > Das "sehr" stabil wird mühsam durch das DIspatching aufrechterhalten. > Kosten derzeit (ausm Kopf) 4 Mrd€/Jahr. Die Dispatches haben um den > Faktor 10 (ist mehr, je nach Vergleichszeitraum) zugenommen (auch ausm > Kopf). Das ist inzwischen leider eine unglaubliche Flickschusterei > geworden. Das ist keine Flickschusterei, sondern genau deswegen erfolgt der Ausbau der Netze. Natürlich muss man mehr und öfter eingreifen - das liegt bei Erneuerbaren auf der Hand. Da wird aber nichts "mühsam" aufrecht erhalten, sondern das ist genau so geplant und gewollt. Und deswegen wurde das Netz in den letzten 20 Jahren auch immer stabiler und ist weit entfernt von irgendwelchen Blackouts. Und weil es immer gerne um "Zappelstrom" vs. "Grundlastfähigkeit" geht: diese Grundlast gab es nie - dazu reicht ein Blick auf den täglichen Stromverbrauch in DE. Dieser schwankt EXTREM. Damit die alten Meiler trotzdem halbwegs kostendeckend arbeiten konnten gab es dann genau die sicherlich noch bekannten Nachtstromtarife, um das Zeug überhaupt loszuwerden und nicht ständig nachregeln zu müssen, was die Lebensdauer massiv verkürzt hätte. > Es gibt auf YT einen Kanal "Outdoor Chiemgau" der aber inzwischen das > Thema Versorgungsnetz hat. Ich erinnere mich mit Gruseln ;-) Da hab ich mal einen Beitrag zum Jetzt-Aber-Ganz-Sicher-Kommenden-Blackout gesehen. Hat mir persönlich gereicht. Der lässt ganz gezielt Dinge einfach weg und präsentiert den Rest als Realität. > Ist schon klar, der ist eher kein Verfechter. Eben. So etwas ist keine neutrale Quelle. Und ich vermisse auch seine Expertise im Bereich der Energienetze. > Man kann sich aber nach > wie vor seine eigene Meinung bilden. Quellen sind nachvollziehbar (wenn > auch nicht vorbildlich). > Aber Mancher wird am herzlich ausgelebten Dialekt scheitern. Ich kann > ihn genießen. :-) Man sollte sich wirklich an die offiziellen Quellen halten und im Zweifel einfach mal bei Produzenten und Betreibern nachfragen, also direkt an der Quelle. Nicht falsch verstehen: natürlich ist so ein Netzumbau eine große Herausforderung und das kostet auch richtig Geld. Aber ich persönlich sehe in diesem Umbau die einzige Chance, Energie dauerhaft bezahlbar und vor allem sicher zu halten - gerade wenn man sich die weltweiten Ereignisse der letzten Jahre so ansieht. Mir geht es da nicht einmal um Klimaschutz sondern um Unabhängigkeit und Robustheit unserer Energieversorgung. Und es ist zumindest hier so, dass die Endkundenpreise in der Region nach 20 Jahren Anstieg jetzt sinken - und zwar deutlich. Ich zahle jetzt brutto 25ct/kWh. Ich glaube, das war zuletzt 2017 der Fall.
Axel G. schrieb: > Ach Gottchen, du hältst dich ja an jedem Strohhalm fest. Du kannst die Liste der Umweltbelastung bei Produktion und Betrieb für alle Kraftwerksarten gerne erweitern. Axel G. schrieb: > Wie lange lässt sich der Strombedarf Deutschlands eigentlich aus der > momentan vorhandenen Akkukapazität decken? Mir fällt es grad nicht ein, aber gibt es nicht eine Untergrenze bei der Zeiterfassung? Ah, gefunden! Plank-Zeit.
Nick schrieb: > G. K. schrieb: >> Zeig mir mal das Bollwerk auf dem Bild im Anhang > > Soll ich dir jetzt Brillenputztücher schicken? Schau dir mal Frankfurt dazu im Vergleich an, ein 380KV-Ring mit 5 Anschlüssen an das Fernnetz, anstatt 2 wie in München.
G. K. schrieb: > Aber bitte nicht die Kosten der Entsorgung von CO2-Müll und radioaktiven > Müll unterschlagen. Und auch die Versicherungen der AKWs nicht > unterschlagen. Um nur eine Kostenposition zu nennen: laut Bundesumweltamt benötigen wir jedes Jahr nur für die ZWISCHENlagerung 1,4 Mrd. Euro - bei genau 0kWh Ertrag. Damit wird der AKW-Strom nachträglich immer teurer.
G. K. schrieb: > Die großen Stromtrassen werden nicht von Kommunen geplant. Warum erwähnst du dann explizit München?
Nick schrieb: > Speicherung ist das nächste. H2 ist ein sehr kleines Molekül und > diffundiert daher sehr gerne. CH4 ist größer, also unproblematischer. > Dann das Gasnetz, das man schon angefangen hat abzubauen, ist nur > bedingt für H2 geeignet. Stichwort Wasserstoffversprödung von Stahl. Klar, nur hat man das schon vor über 100 Jahren mit Stadtgas aus Kohlevergasung beherrscht. Aber das verschweigen die Öl, Gas und Kohle Lobbyisten gerne. Aber klar, für dich ist eine heimische Energieversorgung die inzwischen über 50% des Stroms aus Wind und Sonne erzielt deutlich schlechter als eine Versorgung, die auf fossilen Importen aus z.T. faschistischen Ländern beruht. Wie schnell man damit erpresst werden kann haben die letzten 4 Jahr ja wohl deutlich gezeigt. Oder willst du auf Kernenergie zurück. Die teuerste Energieform die es ja gab. Zumindest wenn man ehrlich die ganzen Subventionen für den Bau und die Entsorgung des radioaktiven Mülls mit einrechnet. Für die großen Energieversorger war es natürlich lukrativ. Erst hat man sich vom Staat die Kraftwerke subventionieren lassen, dann hat man damit ordentlich Geld verdient. Und aus den Ewigkeitskosten hat man sich billig rausgekauft und den Müll uns allen vor die Füße geworfen.
Rahul D. schrieb: > G. K. schrieb: >> Die großen Stromtrassen werden nicht von Kommunen geplant. > > Warum erwähnst du dann explizit München? Weil Städte im Regelfall an das Fernnetz angebunden sind, der Strom wird halt aus anderen Richtungen kommen.
Chris D. schrieb: > Wenn man also von einem Monat ausgeht, dann schlägt das über's Jahr > anteilig nur noch mit 1/12 zu Buche. Kann man an den Diagrammen der Stromquellen über den Tag als arg optimistisch erkennen. Chris D. schrieb: > Das ist keine Flickschusterei, sondern genau deswegen erfolgt der Ausbau > der Netze. Das Dispatching ist Flickschusterei. Der Netzausbau versucht sie zu minimieren. Chris D. schrieb: > diese Grundlast gab es nie - dazu reicht ein Blick auf den täglichen > Stromverbrauch in DE. Dieser schwankt EXTREM. Also er zappelt. Der Verbrauch und asynchron dazu die Erzeugung. Unter Grundlast verstehe zumindest ich, was über den Tag mindestens verbraucht wird. So wie Grundsicherung und Spitzenverdiener. Chris D. schrieb: > Eben. So etwas ist keine neutrale Quelle. Und ich vermisse auch seine > Expertise im Bereich der Energienetze. Den Filter kann sich jeder selbst aufsetzen. Quellen jeder selbst verifizieren. Wenn man das Argument "ist nicht neutral" anwendet, dann ist man fein raus. Man ist dann die einzige Referenz und kann das Warheitministerium eröffnen. Chris D. schrieb: > Nicht falsch verstehen: natürlich ist so ein Netzumbau eine große > Herausforderung und das kostet auch richtig Geld. Also erfordern die Erneuerbaren erhebliche Investitionen. Ich glaub 600 Mrd € bis 2025. Chris D. schrieb: > Die Versprödung hatten schon unsere Altvorderen im Griff, denn diese > bezieht sich überhaupt nur auf bestimmte Stahlsorten Das ist aber eher andersrum. Nur bestimmt Stahlsorten sind für H2 sicher geeignet. Schau dir mal die Vorschriften beim Verzinken an und was die Gefahrenquelle ist. Ich glaub das ist 15 Jahre her, da ist man ganz übel mit einer neuen Zinkbad-Legierung reingefallen. Und ich **glaube** da war Wasserstoff ein Teil davon. Ich hab aber keine passenden Suchbegriffe zur Hand.
Nick schrieb: > Axel G. schrieb: >> Ach Gottchen, du hältst dich ja an jedem Strohhalm fest. > > Du kannst die Liste der Umweltbelastung bei Produktion und Betrieb für > alle Kraftwerksarten gerne erweitern. Du weichst aus. Die "Feinstaubbelastung durch Rotorblätter" dürfte, grob geschätzt, um 7 Größenordnungen unter der von fossilen Kraftwerken liegen. Und selbst wenn das Recycling von Solarzellen überhaupt nicht stattfände: die tun nix, wenn die herumliegen, anders als radioaktive Abfälle. > Axel G. schrieb: >> Wie lange lässt sich der Strombedarf Deutschlands eigentlich aus der >> momentan vorhandenen Akkukapazität decken? > > Mir fällt es grad nicht ein, aber gibt es nicht eine Untergrenze bei der > Zeiterfassung? > Ah, gefunden! Plank-Zeit. Meinst du Herrn Planck? Die Untergrenze ist ein Produkt aus Ort und Impuls. Die Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland haben eine Speicherkapazität von etwa 39 GWh. Die Akkukapazität liegt laut https://battery-charts.de bei: Heimspeicher 20,56 GWh Gewerbespeicher 1,4 GWh Großspeicher 4,66 GWh Deutschland verbraucht etwa 53 GWh elektrischer Energie pro Stunde (rustikal über Tag und Nacht gemittelt), d.h. jetzt schon lässt sich der deutsche Strombedarf für eine halbe Stunde aus Akkus decken. Mich hat es überrascht, wie viel das schon ist.
Nick schrieb: > Den Filter kann sich jeder selbst aufsetzen. Deiner ist so schmal, da gibt es bereits Quanteneffekte.
Nick schrieb: > Also erfordern die Erneuerbaren erhebliche Investitionen. Ich glaub 600 > Mrd € bis 2025. Das fossile Zeug kostet auch Kohle, und das nicht zu knapp und wird dabei auch zusätzlich verbraucht.
Nick schrieb: > Also erfordern die Erneuerbaren erhebliche Investitionen. Ich glaub 600 > Mrd € bis 2025. 2045, und ein großer Teil davon ist nicht wegen der Erneuerbaren erforderlich.
Chris D. schrieb: > laut Bundesumweltamt benötigen wir > jedes Jahr nur für die ZWISCHENlagerung 1,4 Mrd. Euro Endlager werden ja blockiert. Es gibt kein einziges. Also die Hervorhebung von "zwischen" ist eher irreführend. G. K. schrieb: > Schau dir mal Frankfurt dazu im Vergleich an, ein 380KV-Ring mit 5 > Anschlüssen an das Fernnetz, anstatt 2 wie in München. Also ich zähle auf deiner Karte zu München 5 Umspannwerke. Im Süden Münchens gibt es keine großen Industrieansiedlungen und auch keine großen erzeugenden Kraftwerke. Da kommen nämlich ganz schnell die Berge.
H. H. schrieb: > 2045, und ein großer Teil davon ist nicht wegen der Erneuerbaren > erforderlich. Die 2025 war ja ein offensichtlicher Verschreiber. Doch. Wenn man AKWs stilllegt und dann dadurch den Strom von irgendwo her anders bekommen muss, ist das die Folge davon. Nicht umsonst war das AKW Isar II in der Nähe des Chemiedreiecks Bayern. Und nicht umsonst hat Wacker dort jetzt ein eigenes Gasturbinenkraftwerk. Die Netzstruktur war halt auf die Kraftwerke ausgelegt. Und die Kraftwerke wurden da gebaut, wo viel Strom nötig ist. Und die Industrie siedelte sich da an,wo zuverlässig und genügend Strom vorhanden ist.
Nick schrieb: > Also ich zähle auf deiner Karte zu München 5 Umspannwerke. > Im Süden Münchens gibt es keine großen Industrieansiedlungen und auch > keine großen erzeugenden Kraftwerke. Da kommen nämlich ganz schnell die > Berge. Allerdings wird mittlerweile einiges an Solarstrom im Süden Münchens erzeugt.
Nick schrieb: > Und die Industrie siedelte sich da an,wo zuverlässig und genügend Strom > vorhanden ist. Industrie siedelt sich da an wo sich Körperschaften mit Steuern unter- und mit Förderungen überbieten.
H. H. schrieb: > Tja, keine Ahnung, aber eine ganz feste Meinung. Du wirst noch in die Geschichte eingehen. Mit dem Begriff "Hinzsche Argumentation". Direkt neben "Godwin's law"
Nick schrieb: > Chris D. schrieb: >> laut Bundesumweltamt benötigen wir >> jedes Jahr nur für die ZWISCHENlagerung 1,4 Mrd. Euro > > Endlager werden ja blockiert. Es gibt kein einziges. Also die > Hervorhebung von "zwischen" ist eher irreführend. Blockiert ist gut. Die Dinger will aus gutem Grund niemand haben. Die Hervorhebung durch Chris diente wohl eher als Hinweis darauf, daß trotz der unglaublichen Kosten das Problem nur zeitlich verschoben wird. Und dann diese Hybris dabei. Man glaubt wirklich vorhersagen zu können, das so eine Einrichtung für 20000 Jahre von der Biosphäre getrennt ist. Das ist so was von bizarr. Schade drum ist's. Kernenergie ist eigentlich ziemlich klasse, wäre der Müll nicht. Aber der ist und damit sind AKWs auf deutsch gesagt ein Verbrechen an kommenden Generationen.
Nick schrieb: > H. H. schrieb: >> Tja, keine Ahnung, aber eine ganz feste Meinung. > > Du wirst noch in die Geschichte eingehen. > Mit dem Begriff "Hinzsche Argumentation". Direkt neben "Godwin's law" Ich rolle keine Felsen den Berg hinauf.
G. K. schrieb: > Allerdings wird mittlerweile einiges an Solarstrom im Süden Münchens > erzeugt. Das trifft eher generell für den ländlichen Raum zu. Platz, große freie Dachflächen. Und ja, im Süden Deutschlands (und nicht nur Münchens) scheint mehr Sonne, im Norden gibt es mehr Wind. https://www.enerkii.com/tools/sonnenstundenrechner Auch wenn es bei der Sonne nur etwa 15% mehr Ertrag ist im Vergleich zum Norden.
Nick schrieb: > Und ja, im Süden Deutschlands (und nicht nur Münchens) scheint mehr > Sonne, im Norden gibt es mehr Wind. > Auch wenn es bei der Sonne nur etwa 15% mehr Ertrag ist im Vergleich zum > Norden. Oh, da hätte ich mit größeren Unterschieden gerechnet. Gefühlt ist es im Norden ja doch eher nass :) Aber wahrscheinlich ist selbst in Bayern der Himmel nicht immer blau.
Nick schrieb: > Chris D. schrieb: >> laut Bundesumweltamt benötigen wir >> jedes Jahr nur für die ZWISCHENlagerung 1,4 Mrd. Euro > > Endlager werden ja blockiert. Es gibt kein einziges. Also die > Hervorhebung von "zwischen" ist eher irreführend. Ganz besonders von Herrn Söder und der CSU. Den Strom aus den AKWs hat man immer gerne genommen, aber die Risiken der Endlagerung möchte man dann doch nicht vor der eigenen Tür haben. Mit freundlichen Grüßen Thorsten Ostermann
Axel G. schrieb: > Gefühlt ist es im > Norden ja doch eher nass :) Dafür weht aber meist auch noch Wind. Axel G. schrieb: > Aber wahrscheinlich ist selbst in Bayern der Himmel nicht immer blau. Wind gibt's dann trotzdem, aber Sonne?
Axel G. schrieb: > Blockiert ist gut. Die Dinger will aus gutem Grund niemand haben. Das blockiert (oder gerne auch verzögert, wenn's dir hilft) das zuständige Bundesamt. bge.bund.de Die Prognosen für eine Entscheidung gehen bis 2070. Die Festlegung soll bis 2031 erfolgen. Seit wann sucht man jetzt eigentlich? Passen da 30 Jahre? Das kommt mir vor wie die Prognosen für die Kernfusion. Axel G. schrieb: > das so eine Einrichtung für 20000 Jahre von der Biosphäre getrennt ist. Die Forderung ist 1 Million Jahre. Man könnte das Zeug auch in modernen KKWs verheizen. Was viele vergessen ist, dass eine lange Halbwertszeit gleichzeitig eine niedrige Radioaktivität bedeutet. Es zerfällt Materie in Energie. Es geht also darum, einen Mix aus hoch-radioaktiven Abfällen sicher kurzfristig zu lagern und schwach-radioaktive langfristig zu lagern. Axel G. schrieb: > Aber der ist und damit sind AKWs auf deutsch gesagt ein > Verbrechen an kommenden Generationen. Ich bin auch dafür, dass Uran-Abbaugebiete verboten gehören. Das dürfte schon garnicht in der Erde sein. Wollen wir es gemeinsam ausgraben, sinnvoll nutzen und dann ordentlich wegräumen?
Axel G. schrieb: > Aber wahrscheinlich ist selbst in Bayern der Himmel nicht immer blau. Das kann gar nicht Sein. Söder hat das doch fest versprochen.
Thorsten O. schrieb: > Ganz besonders von Herrn Söder und der CSU. Stimmt, grüne Bundesländer drängen sich bei den Endlagerstätten alle vor. Daher dauert die Suche so lange. Die blockieren die Tür zur Bundesbehörde. Rahul D. schrieb: >> Aber wahrscheinlich ist selbst in Bayern der Himmel nicht immer blau. > > Wind gibt's dann trotzdem, aber Sonne? Bayern ist eher Schwachwindgebiet. Man will im Raum Altötting (Altöttinger Staatsforst, Chemiedreieck) Windräder bauen. Wobei das nachweislich ein Schwachwindgebiet ist. Jetzt wird es halt ein Schwachsinnsgebiet (für die geplanten Windräder). Und natürlich hat jedes Bundesland das beste Wetter. Ausser der Norden. ;-)
Nick schrieb: > Man könnte das Zeug auch in modernen > KKWs verheizen. Klar, Wasserstoff ist für dich unbeherrschbares Teufelzeug, aber irgendwelche Zukunftsreaktoren, die bisher nur als Idee existieren willst du bauen. Zeige doch mal wie die: radioaktiv kontaminierte Erde "verheizen"? radioaktive Gase tausende Tonnen an radioaktivem Stahl hunderttausende Tonnen leicht radioaktiven Beton. Naiver Träumer
*Schade, bisher hielt ich dich für fundiert, aber leider hat H.H. recht und ich meine Zeit verschwendet.* Nick schrieb: > Das blockiert (oder gerne auch verzögert, wenn's dir hilft) das > zuständige Bundesamt. bge.bund.de Die Prognosen für eine Entscheidung > gehen bis 2070. Die Festlegung soll bis 2031 erfolgen. Seit wann sucht > man jetzt eigentlich? Passen da 30 Jahre? Hä? Was faselst du? > Axel G. schrieb: >> das so eine Einrichtung für 20000 Jahre von der Biosphäre getrennt ist. > > Die Forderung ist 1 Million Jahre. Man könnte das Zeug auch in modernen > KKWs verheizen. Nein, kann man nicht du Ahnungsloser. Nick schrieb: > Was viele vergessen ist, dass eine lange Halbwertszeit gleichzeitig eine > niedrige Radioaktivität bedeutet. Wahnsinn in welchem Masse du dein Unwissen an den Tag legst. Nick schrieb: > Es zerfällt Materie in Energie. > Es geht also darum, einen Mix aus hoch-radioaktiven Abfällen sicher > kurzfristig zu lagern und schwach-radioaktive langfristig zu lagern. Was für ein Schwachsinn. Nick schrieb: > Ich bin auch dafür, dass Uran-Abbaugebiete verboten gehören. Das dürfte > schon garnicht in der Erde sein. Wollen wir es gemeinsam ausgraben, > sinnvoll nutzen und dann ordentlich wegräumen? Himmel hilf, du hast wirklich keine Ahnung von Physik.
H. H. schrieb: > Ich rolle keine Felsen den Berg hinauf. Hat man bei dir den Stein durch Windmühlen ersetzt?
Axel G. schrieb: > Nick schrieb: >> Was viele vergessen ist, dass eine lange Halbwertszeit gleichzeitig eine >> niedrige Radioaktivität bedeutet. > > Wahnsinn in welchem Masse du dein Unwissen an den Tag legst. Ich zitier mal kurz: "Eng verknüpft mit der Halbwertszeit eines Radionuklids ist seine spezifische Aktivität, also die Aktivität pro Masse, ausgedrückt z. B. in Becquerel pro Milligramm, Bq/mg. Der Zusammenhang zwischen spezifischer Aktivität und der Halbwertszeit ist umgekehrt proportional: je kürzer die Halbwertszeit, desto größer ist bei gegebener Substanzmenge die Aktivität und umgekehrt. " Axel G. schrieb: > Hä? Was faselst du? Schau dir bge.bund.de an, da kannst du es selbst nachlesen. Axel G. schrieb: > Nick schrieb: >> Ich bin auch dafür, dass Uran-Abbaugebiete verboten gehören. Das dürfte >> schon garnicht in der Erde sein. Wollen wir es gemeinsam ausgraben, >> sinnvoll nutzen und dann ordentlich wegräumen? > > Himmel hilf, du hast wirklich keine Ahnung von Physik. Woher kommen denn dann die radioaktiven Materalien? Wachsen die in holländischen Plantagen? Holt die Tim Knopf von der Sonne? Sind die Radon-Höhlen eine Erfindung der Gebrüder Grimm? Ist Uranglas nur ein Trick der Römer gewesen um den Abfall ihrer AKWs loszuwerden?
Nick schrieb: > Ausser der Norden. Da kann man nur die falsche Kleidung haben. Bei AKW und ihrem Müll sollte man nach dem Verursacherprinzip arbeiten: Wer (bzw. welches Bundesland) solchen Müll produziert, ist auch für dessen Endlagerung / Weiterverwertung verantwortlich. Wie lange es wohl dauert, wenn man jetzt damit anfängt, ein "modernes" AKW ("SMR") in Bayern zu bauen? Und wie lange dauert es, bis der Brennstoff dann nicht mehr strahlt? Andere (westdeutsche) Bundesländer haben an dem Kram ja kein Interesse mehr.
Hallo Chris D., Chris D. schrieb: > Und weil es immer gerne um "Zappelstrom" vs. "Grundlastfähigkeit" geht: > diese Grundlast gab es nie - dazu reicht ein Blick auf den täglichen > Stromverbrauch in DE. Dieser schwankt EXTREM. Damit die alten Meiler Extreme Schwankungen negieren doch nicht die Existenz einer Grundlast? Im Jahre 2025 wurden eine Last von 33 GW in Deutschland nicht unterschritten. Diesen Sockelverbrauch würde ich schon als Grundlast ansehen, Du nicht? Leider hatte ich keine Zeitreihe parat, aber hier kann man sich durch die Wochen durchgucken: https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&week=25&year=2025 Chris D. schrieb: > Interessant. Letztendlich ist das aber nur eine Randnotiz, denn das > Problem lässt sich ja wirklich einfach lösen, indem man bspw. die > Anlagen jeweils leicht verzögert abschaltet. Streut man das über +/-5 > Minuten, so würde das vermutlich schon ausreichen. Ich bin ja nur fortgeschrittener Anfänger, aber wenn sich die Netzfrequenz z.B. der kritischen oberen Abschaltfrequenz nähert hilft es dem Netz nicht, wenn x GW Wechselrichtereinspeisung sich y Minuten später abgeschaltet hätte, oder? Meines Wissens gibt es bei neueren Einspeisewechselrichtern diese harte Abschaltung nicht mehr und der Anteil der hart abschaltenden Wechselrichter fällt in Folge der Neuerrichtung von Solaranlagen. Chris D. schrieb: > Das oft gebrachte Argument, die Erneuerbaren würden die > Versorgungssicherheit gefährden, lässt sich an den Daten (SAITI etc.) > nicht ablesen. Es geht eher deutlich in die andere - erfreuliche - > Richtung. > > Natürlich sind mehr Eingriffe ins Netz nötig - keine Frage. Aber > offenbar bekommen die Jungs und Mädels in den Leitstellen und im Ausbau > das ganz hervorragend hin. Die Zahl der (n-1)-Gefährdungen stieg im Regelungsgebiet von Tennet stieg von 2 Ereignissen an 2 Tage im Jahre 2003 auf 1579 Ereignisse an 356 Tagen im Jahre 2017. Quelle: Vortrag "Energiewende gestalten" aus dem Jahre 2018 in der Leitwarte Lehrte Leider habe ich keine aktuellen Zahlen parat. Ich habe deswegen nicht den Eindruck, dass die Stabilität gleich geblieben oder gar gestiegen ist. Mit der Abnahme der Anzahl von Kraftwerken in Deutschland reduzieren sich sich auch die Möglichkeiten der Leitwarten, den Stromverlauf zu lenken um die (n-1)-Gefährdungen zu reduzieren. Aus meiner Sicht ist die (n-1)-Gefährdungsintensität ein weiterer Stabilitätsindikator. Tennet skillt die Ampers hoch, die anderen Netzbetreiber vermutlich auch. Übertragungsnetzleitungen können bei günstigen Bedingungen bis zu 80% mehr Strom führen. Leitungen schalten jetzt nicht mehr einfach ab, weil ein bestimmter Strom überschritten wird. Stattdessen wird eine Logik eingebaut, die aus Sonnenintensität, Umgebungstemperatur und Windstärke einen Abschaltstrom berechnet. Dank dem schrittweisen Einbau dieser Logik sind die Redispatchkosten gefallen. Aber diese Konstruktion ist auch komplexer und ich befürchte auch sabotagefreundlicher!
Udo S. schrieb: > radioaktiv kontaminierte Erde "verheizen"? Sie zerfallen. E = m * c^2. Entropie. Das ist noch nicht so schwer festzustellen dass "Halbwertszeit" dem Begriff "Ewigkeit" widerspricht. 239Pu 24.110 Jahre 2.307.900 Bq/mg 232Th 14.050.000.000 Jahre 4 Bq/mg Alleine daraus sieht man, dass da wohl ein Zusammenhang zwischen Halbwertszeit und Radioaktivität ist. Ein umgekehrt proportionaler. Dazu brauchts nicht mal einen Atomwissenschaftler. Zitat: "Erst Ende des 20. Jahrhunderts sind einige früher als stabil geltende Nuklide als extrem langlebige Radionuklide „entlarvt“ worden, zum Beispiel 149Sm, 152Gd (beides Lanthanoide), 174Hf, 180W und 209Bi mit Halbwertszeiten von bis zu einigen Trillionen Jahren. Die Aktivität ist bei so langen Halbwertszeiten entsprechend gering und nur mit großem Aufwand nachweisbar." Ist das jetzt Teufelszeug oder fliegst du lieber nach Malle für deine Tagesdosis.
Peter M. schrieb: > Ich bin ja nur fortgeschrittener Anfänger, aber wenn sich die > Netzfrequenz z.B. der kritischen oberen Abschaltfrequenz nähert hilft es > dem Netz nicht, wenn x GW Wechselrichtereinspeisung sich y Minuten > später abgeschaltet hätte, oder? Doch, das hilft schon. Da tut sich die Momentanreserve leichter das auszugleichen. Die klassischen Kraftwerke sind vergleichsweis träge in der Regelung. Aber haben auch Schwungmasse die beim Ausgleich leicht abgebremst wird. Aber irgendwann ist halt die Momentanreserve aufgebraucht und muss wieder aufgebaut werden. Momentanreserve mein "Bereitstellung für bis zu 20 Sekunden". Das schließt auch kurzzeitige Überlast ein. Je steifer man die Regelung macht, um so größer die Momentanreserve. Es gibt aber nur eine bestimmt Menge an Momentanreserve. Wenn man den Bedarf davon verteil, kann sie sich erholen. Die beobachteten Einbrüche dauern etwa 5 Minuten. In der Zeit greifen dann andere Reservemechanismen. Peter M. schrieb: > Aber diese Konstruktion ist > auch komplexer und ich befürchte auch sabotagefreundlicher! Das ist mMn nicht der Punkt. Die Lösung spielt mit der Statistik. Sie kann nicht garantieren, dass die Leistung immer durch die Leitung geht. Sobald man darauf baut, dass sie **fast** immer durch die Leitung geht, kommt der Fall, dass es mal weniger wird, abgeregelt wird und dann die nächste "KI-Leitung" abregeln muss und dann ... Das hat nichts mit Ausfallsicherheit zu tun, das ist Ausfallswahrscheinlichkeit.
Peter M. schrieb: > Hallo Chris D., > > Chris D. schrieb: >> Und weil es immer gerne um "Zappelstrom" vs. "Grundlastfähigkeit" geht: >> diese Grundlast gab es nie - dazu reicht ein Blick auf den täglichen >> Stromverbrauch in DE. Dieser schwankt EXTREM. Damit die alten Meiler > > Extreme Schwankungen negieren doch nicht die Existenz einer Grundlast? > Im Jahre 2025 wurden eine Last von 33 GW in Deutschland nicht > unterschritten. > Diesen Sockelverbrauch würde ich schon als Grundlast ansehen, Du nicht? Ich habe hier an Zahlen 25GW, aber sei's drum. Aber es wird immer so getan, als seien grundlastfähige Kraftwerke der Segen, obwohl das für den Großteil des Energieverbrauchs eben nicht stimmt. Zumal Biogas und Wasser da auch nochmal 5GW "wegknabbern". Was man bei der heutigen Grundlast auch nicht vergessen darf: viele Kohlemeiler müssen sowieso durchlaufen, weil die Kraft-Wärme-Kopplung haben, also Heißwasser für Heizungen liefen müssen. Daher werden die auch bei stärkstem Wind nie ganz runtergefahren. Wenn die aber sowieso laufen müssen, dann kann man damit auch Strom erzeugen, den man dann (vermutlich) preiswert an Großverbraucher abgibt. Ich denke, dass deshalb in Zukunft noch einiges an Grundlast wegfallen wird, wenn dort dann Wärmepumpen Einzug halten. > Leider hatte ich keine Zeitreihe parat, aber hier kann man sich durch > die Wochen durchgucken: > > https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&week=25&year=2025 Jepp. Daher habe ich die 25 GW ;-) > Chris D. schrieb: >> Interessant. Letztendlich ist das aber nur eine Randnotiz, denn das >> Problem lässt sich ja wirklich einfach lösen, indem man bspw. die >> Anlagen jeweils leicht verzögert abschaltet. Streut man das über +/-5 >> Minuten, so würde das vermutlich schon ausreichen. > > Ich bin ja nur fortgeschrittener Anfänger, aber wenn sich die > Netzfrequenz z.B. der kritischen oberen Abschaltfrequenz nähert hilft es > dem Netz nicht, wenn x GW Wechselrichtereinspeisung sich y Minuten > später abgeschaltet hätte, oder? Es geht darum, anderen Kraftwerkstypen das Hochfahren zu ermöglichen. Und da hilft es enorm, wenn die bisherige Erzeugung langsam wegfällt, man also - ganz platt gesagt - die Windräder nacheinander und nicht gleichzeitig vom Netz nimmt. > Meines Wissens gibt es bei neueren > Einspeisewechselrichtern diese harte Abschaltung nicht mehr und der > Anteil der hart abschaltenden Wechselrichter fällt in Folge der > Neuerrichtung von Solaranlagen. Bei PV kenne ich es und da ist es auch einfach, weil dort nicht abgenommene Energie in Wärme in den Modulen verheizt wird. Bei Windkraft wird das vermutlich nicht ausschließlich elektronisch funktionieren, weil das Rad sich bei zurückgehender Last (=Stromerzeugung) immer schneller dreht. Aber da bin ich auch noch Laie - vielleicht ist hier jemand näher dran als wir beide. > Chris D. schrieb: >> Das oft gebrachte Argument, die Erneuerbaren würden die >> Versorgungssicherheit gefährden, lässt sich an den Daten (SAITI etc.) >> nicht ablesen. Es geht eher deutlich in die andere - erfreuliche - >> Richtung. >> >> Natürlich sind mehr Eingriffe ins Netz nötig - keine Frage. Aber >> offenbar bekommen die Jungs und Mädels in den Leitstellen und im Ausbau >> das ganz hervorragend hin. > > Die Zahl der (n-1)-Gefährdungen stieg im Regelungsgebiet von Tennet > stieg von 2 Ereignissen an 2 Tage im Jahre 2003 auf 1579 Ereignisse an > 356 Tagen im Jahre 2017. > Quelle: Vortrag "Energiewende gestalten" aus dem Jahre 2018 in der > Leitwarte Lehrte > > Leider habe ich keine aktuellen Zahlen parat. > > Ich habe deswegen nicht den Eindruck, dass die Stabilität gleich > geblieben oder gar gestiegen ist. Ist sie für den Endverbraucher aber offenbar. Und seit 2017 ist ja auch nochmal einiges passiert. > Dank dem schrittweisen Einbau dieser > Logik sind die Redispatchkosten gefallen. Aber diese Konstruktion ist > auch komplexer und ich befürchte auch sabotagefreundlicher! Schwierig zu sagen. Meiner Meinung nach ist die einfachste Sabotage immer noch "die beste", heisst also in heutigen Zeiten: Drohne an Strommast vor möglichst großem Kraftwerk ;-) Im Zweifel habe ich aber lieber ein feinmaschiges Netz, bei dem betroffene Knoten einfach umgangen werden können. Schauen wir mal, wie es weitergeht.
Matthias S. schrieb: > Nick schrieb: >> Äh, ja? > > Sorry, hat sich anders gelesen. Passt! Ich hab dich zunächst auch falsch verstanden.
Axel G. schrieb: Danke für die Zahlen! > Die Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland haben eine Speicherkapazität > von etwa 39 GWh. Also die von mir behaupteten 30 Minuten. > Die Akkukapazität liegt laut https://battery-charts.de bei: > Heimspeicher 20,56 GWh > Gewerbespeicher 1,4 GWh > Großspeicher 4,66 GWh > > Deutschland verbraucht etwa 53 GWh elektrischer Energie pro Stunde Bitte nicht GWh/h. Das schmerzt! Also 53 GW. Ich kann mit der Mittelei gut leben, das ist eine Abschätzung. Ich nehme mal die Heimspeicher raus, aus reiner Gehässigkeit. Dann bleiben grob 6 GWh. Also gut 10 Minuten. Die lassen sich gut über den Tag verteilen. Da ist nichts von Relevanz dabei. Warum ich die Heimspeicher rausnehme: Ich bezweifle frech, dass die Millionen Balkonkraftwerke zu 100% funktionieren. Wenn aber jemand in seinem Haus im Keller ein große Batterie hat, dann nehme ich sehr an, dass die tatsächlich verwendet wird und funktioniert. Wie groß ist deren Anteil? Muss ich mal nachfragen, das find ich interessant. So, jetzt der eigentliche Kernpunkt warum ich die Heimspeicher rausnehme. Die speisen überwiegend nicht ins Netz zurück und dienen nur dem Besitzer. Das ist wieder mein Stichwort Netzdienlichkeit. Solange Sonnenkraftwerke abgeschaltet werden und der Besitzer nicht mal seinen eigenen Strom verbrauchen kann, ist das nur Unsinn (für den Besitzer). Die wenigsten können wohl Inselbetrieb. Die Netzbetreiber freuen sich darüber. Sie können den unerwünschten Einspeiser abschalten und zwingen ihn gleichzeitig seinen überschüssigen Strom abzunehmen und dafür zu kassieren. Ja, es kommen die gutgeschriebenen Zeiteinheiten, ist aber auch nur Flickwerk. So wie das jetzt ist, leiden beide Seiten darunter. Wenn man großzügig ist, dann kommt man mit Speichern (Wasser/Akku) auf 1 Stunde. Bei 60% Erneuerbarer wären 24 * 0.6 = 14,4 Stunden nötig um einen durchschnittlichen Tag "durchschnittlich sicher"*) zu meistern. Und das ist noch eine **arge** Milchmädchenrechnung. Weil sie keine Dunkelflauten überbrücken kann. Hausnummernmässig sind die verfügbaren Speicher jetzt um den Faktor >> 100 zu klein. Das ganze Preis-Modell muss komplett umgekrempelt werden. Subventionen (wenn politisch so gewollt), nur einmalig zum Bau. Die können dann auch die Netzbetreiber leisten. *) Die Rechnerei mit Durchschnitten ist hier sehr gefährlich! Stichwort Ungleichförmigkeitsfaktor.
Nick schrieb: > Was viele vergessen ist, dass eine lange Halbwertszeit gleichzeitig eine > niedrige Radioaktivität bedeutet. Es zerfällt Materie in Energie. Wobei man die Aktivität verschiedener Elemente nicht einfach über einen Kamm scheren kann, weil die Wirkung sehr von biologischen Prozessen abhängt. Manche rutschen quasi durch, andere werden langfristig gespeichert.
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(prx) A. K. schrieb: > Wobei man die Aktivität verschiedener Elemente nicht einfach über einen > Kamm scheren kann, weil die Wirkung sehr von biologischen Prozessen > abhängt. Im Detail ist das völlig richtig. Es gibt auch Zwischenprodukte die dann auch noch giftig sein können, verschiedene Strahler, usw. Aber man weiß ja, was rauskommt. Das sind Zerfallsprodukte, keine Zufallsprodukte. Die Leute erschrecken aber immer sofort bei "20000 Jahre Halbwertszeit". Aber die mit der kurzen (für den menschlichen Maßstab) Halbwertszeit lässt man besser die 10-fache Zeit in Ruhe. Dann gelten sie als vernachlässigbar strahlend, die Strahlung ist nur noch 1/1024tel. Das ist eine Faustformel.
Hallo Nick, Nick schrieb: > Peter M. schrieb: >> Ich bin ja nur fortgeschrittener Anfänger, aber wenn sich die >> Netzfrequenz z.B. der kritischen oberen Abschaltfrequenz nähert hilft es >> dem Netz nicht, wenn x GW Wechselrichtereinspeisung sich y Minuten >> später abgeschaltet hätte, oder? > > Doch, das hilft schon. Da tut sich die Momentanreserve leichter das > auszugleichen. Die klassischen Kraftwerke sind vergleichsweis träge in > der Regelung. Aber haben auch Schwungmasse die beim Ausgleich leicht > abgebremst wird. Aber irgendwann ist halt die Momentanreserve > aufgebraucht und muss wieder aufgebaut werden. Momentanreserve mein > "Bereitstellung für bis zu 20 Sekunden". Das schließt auch kurzzeitige > Überlast ein. Je steifer man die Regelung macht, um so größer die > Momentanreserve. Es gibt aber nur eine bestimmt Menge an > Momentanreserve. Wenn man den Bedarf davon verteil, kann sie sich > erholen. Die beobachteten Einbrüche dauern etwa 5 Minuten. In der Zeit > greifen dann andere Reservemechanismen. leider passt Dein Kommentar nicht zu meiner Frage. Ich schrieb doch von steigender Netzfrequenz. Da wird keine Reserve aufgebraucht. Aber vielleicht habe ich Dich auch nicht verstanden.
Peter M. schrieb: > Hallo Nick, > > Nick schrieb: >> Peter M. schrieb: >>> Ich bin ja nur fortgeschrittener Anfänger, aber wenn sich die >>> Netzfrequenz z.B. der kritischen oberen Abschaltfrequenz nähert hilft es >>> dem Netz nicht, wenn x GW Wechselrichtereinspeisung sich y Minuten >>> später abgeschaltet hätte, oder? >> >> Doch, das hilft schon. Da tut sich die Momentanreserve leichter das >> auszugleichen. Die klassischen Kraftwerke sind vergleichsweis träge in >> der Regelung. Aber haben auch Schwungmasse die beim Ausgleich leicht >> abgebremst wird. Aber irgendwann ist halt die Momentanreserve >> aufgebraucht und muss wieder aufgebaut werden. Momentanreserve mein >> "Bereitstellung für bis zu 20 Sekunden". Das schließt auch kurzzeitige >> Überlast ein. Je steifer man die Regelung macht, um so größer die >> Momentanreserve. Es gibt aber nur eine bestimmt Menge an >> Momentanreserve. Wenn man den Bedarf davon verteil, kann sie sich >> erholen. Die beobachteten Einbrüche dauern etwa 5 Minuten. In der Zeit >> greifen dann andere Reservemechanismen. > > leider passt Dein Kommentar nicht zu meiner Frage. > Ich schrieb doch von steigender Netzfrequenz. > Da wird keine Reserve aufgebraucht. > Aber vielleicht habe ich Dich auch nicht verstanden. Nick argumentiert mit steigender Spannung und/oder Frequenz durch Überproduktion aus EE, da sich EE ja auf keinen Fall abregeln lässt. Bei Nordwind staut sich die EE-Überproduktion an den Alpen, reisst PV-Module von Dächern und Böden, sowie zerstört Wasserkraftwerke, die zu 90% im bedauernswerten Bayern liegen. Zusammen bildet das ganze dann riesige Lahare, die durch die Alptäler kurs auf den münchener Speckgürtel nehmen. Ich kann seine Angst etwas verstehen.
Chris D. schrieb: > Ich habe hier an Zahlen 25GW, aber sei's drum. Aber es wird immer so > getan, als seien grundlastfähige Kraftwerke der Segen, obwohl das für > den Großteil des Energieverbrauchs eben nicht stimmt. Zumal Biogas und > Wasser da auch nochmal 5GW "wegknabbern". Ob 25 GW oder 32 ist egal. Die Grundlastkraftwerke sind insofern gut, weil sie auf Dauerbetrieb ausgelegt sind und dadurch günstiger sein können. Aber die sind halt klassischerweise träge in der Regelung, siehe KKW. Die Gasturbinenkraftwerke haben halt ihren Vorteil, dass sie sehr schnell hochfahren können. Da gehts um Minuten, aus dem Stand raus 10 Minuten (ich lass mich aber gerne korrigieren). Inzwischen gibt es aber auch ein Kohlekraftwerk das für den Regelbetrieb gut geeignet ist. Ich glaub das steht im Berliner Raum. Unser Biogaserer im Dorf darf nur 3000 Stunden die Generatoren laufen lassen. Nicht wegen mir, sondern wegen dem Netzbetreiber. Gleichzeitig liefert er Fernwärme in unser degeneriertes Dorf der dummen Bayern unter weiß-blauen Himmel (musste jetzt sein). Das ist halt jetzt auch blöd mit der Zeitbeschränkung für die Fernwärme. Derzeit wird an einem riesen Wärmespeicher rumgerechnet. Und man merkt auch, dass immer wieder mal die Temperatur im Fernwärmenetz niedriger ist. Einer im Dorf hat seine Masterarbeit in Landwirtschaft (?) über Biogas geschrieben. Da ging es von der Maissaat über die Ernte zum Gasmotor in die Steckdose. Als ich ihn fragte was denn jetzt der Gesamtwirkungsgrad ist, wollte er partout keine Antwort geben und hat sich immer rausgewunden. Da wird mächtig Diesel verblasen. Ich nenn das immer "Maisrallye". Wer den dicksten Radlader hat, darf tagelang die Silage verdichten. Das ist der nicht-regenerative Teil der Sache. Ich hab so meine Zweifel ob das wirklich zuträglich ist. Da steckt einiges an Nebenkosten dahinter.
Peter M. schrieb: > leider passt Dein Kommentar nicht zu meiner Frage. > Ich schrieb doch von steigender Netzfrequenz. Ja. Es ist aber so, dass bei der Abschaltung der Windkraftwerke die Netzfrequenz sinkt. Und @Chris Man kann den Anstellwinkel der Blätter ändern. Die laufen also nicht zwangsweise schneller wenn die Last sinkt. Ralf X. schrieb: > Bei Nordwind staut sich die EE-Überproduktion an den Alpen, reisst > PV-Module von Dächern und Böden, sowie zerstört Wasserkraftwerke, Und bei dir fällt der Wasserspiegel so weit, dass dein Gehirn verdörrt?
Nick schrieb: > Einer im Dorf hat seine Masterarbeit in Landwirtschaft (?) über Biogas > geschrieben. Da ging es von der Maissaat über die Ernte zum Gasmotor in > die Steckdose. Als ich ihn fragte was denn jetzt der Gesamtwirkungsgrad > ist, wollte er partout keine Antwort geben und hat sich immer > rausgewunden. > Da wird mächtig Diesel verblasen. Ich nenn das immer "Maisrallye". Wer > den dicksten Radlader hat, darf tagelang die Silage verdichten. Das ist > der nicht-regenerative Teil der Sache. > > Ich hab so meine Zweifel ob das wirklich zuträglich ist. Da steckt > einiges an Nebenkosten dahinter. Da lobe ich doch den einfachen Abbau ausstralischer Steinkohle, die über eine kleine Wegstrecke direkt in deutsche Kraftwerke geht.
Nick schrieb: > Das ist noch nicht so schwer festzustellen dass "Halbwertszeit" dem > Begriff "Ewigkeit" widerspricht. Aha. Wann genau wird der letzte Zerfall stattfinden? Nick schrieb: > Bayern ist eher Schwachwindgebiet. Ich lese da: Bayern ist eher Schwachsinngebiet.
Rick schrieb: > Aha. Wann genau wird der letzte Zerfall stattfinden? Früher dachte man, dass 232Th stabil sei. Aber die Wissenschaft sagt, dass der letzte Zerfall, egal von was, mit dem "Big Rip" passieren wird. Es gibt noch ähnliche Theorien. Musst du nur abwarten können. Wie ich schrub: Aber die mit der kurzen (für den menschlichen Maßstab) Halbwertszeit lässt man besser die 10-fache Zeit in Ruhe. Dann gelten sie als vernachlässigbar strahlend Rick schrieb: > Bayern ist eher Schwachsinngebiet. Und dennoch bist nicht mal du da willkommen.
G. K. schrieb: > Erneuerbare Energien gerieten nach dem Ausfall schnell in Verdacht, den > Ausfall begünstigt zu haben. Sie trugen laut Bericht bei – als einer von > mehreren interagierenden Faktoren. Dem Ingenieur ist nichts zu schwör und wenn es ein technisches Problem gibt, dann wird es eben gelöst. Mich wundert ja bei den Diskussionen über so einen Vorfall immer, dass die Leute nicht auf die Idee kommen, dass das Problem mit bestimmten technischen Maßnahmen gelöst werden kann und dann eben erledigt ist. Fertig. Aber bisweilen stelle ich mir so vor, was ich wohl als Öl- und Gasverkäufer, der einen Großteil seines Vermögens aus eben diesen Verkäufen bezieht, so machen würde. Als erstes fände ich Windräder hässlich, denn sie würden Energie erzeugen, die die Preise meiner Produkte senken und meine Gewinne verringern (Denn jede Wärmepumpe bedeutet ja 2000€ weniger Umsatz und jedes E-Auto weitere 2000€). Vielleicht würde ich auch eine Partei im Abnehmerland sympathisch finden, welche auch keine Windräder mag und diese unterstützen. Außerdem gäbe es ja auch vielleicht ein Land mit sehr viel Öl in das ich gerne investieren möchte. Falls dort meine Investitionen nicht gefragt sind, könnte ich das Land erst mal durch Sanktionen etwas behindern und falls dann die Bevölkerung unzufrieden wird, könnte ich ja für eine Ausreiße des unfähigen Staatschefs sorgen. Wenn dass dann soweit ist, würde ich vielleicht noch durch weitere geschickte Aktionen für eine Verknappung des weltweit verfügbaren Öls sorgen und damit eine positive Zukunft und eine positive Steigerung meiner Gewinne sorgen. Aber was soll ich sagen: Ich bin ja kein Öl- und Gasverkäufer
Zurück zu Spanien: Das europäische Netz stabil zu halten, ist komplizierter als man denkt. Man muß auch nichtlineare Effekte mithilfe ganz hoher Mathematik frühzeitig erkennen und mit konzertierten Aktionen ausregeln. Das hat Dr. Fette als Fachmann schon früh erkannt und den spanischen Blackout in einigen Videos analysiert. Für Interessierte hier die Links: https://www.youtube.com/@Stefan_Krauter/search?query=dr.%20fette Mir persönlich ist diese Mathe zu hoch, aber ich glaube Dr. Fette als Fachmann einfach. So wie das aussieht, sind unsere kürzlich eingebauten Smartmeter für eine konzertierte Regelung ungeeignet und werden gegen Blackouts wohl durch angepaßte ausgetauscht werden müssen. Gruß - Werner BTW: An dem bayrischen Netz-Dilemma ist diesmal nicht die C$U schuld, sondern eindeutig der Chef der Freien Wähler, der hat das seit Jahren versemmelt...
Werner H. schrieb: > So wie das aussieht, sind unsere kürzlich eingebauten Smartmeter für > eine konzertierte Regelung ungeeignet und werden gegen Blackouts wohl > durch angepaßte ausgetauscht werden müssen. Ich bitte um Erklärung, wie eine mangelhafte Blindleistungstregelung bei der Netzstabilisierung durch (wie genau?) angepasste Smartmeter verbessert werden kann.
Das soll auch nur wieder davon ablenken, dass die Ökolobby alle Einwendungen der Netzbetreiber niedergeredet hatte und daher die Maßnahmen, die natürlich auch Geld kosten, nicht realisiert wurden.
@ Wolf17. Das weiß ich auch nicht. Auch die heutigen Solar-Wechselrichter haben keine extern (konzertiert) steuerbare Blindleistungskompensation und die Smartmeter als einzige Daten-Schnittstelle natürlich auch nicht. Ich verlasse mich da ganz auf die Aussagen von Dr. Fette. Du mußt Dir seine Videos halt mal durchsehen.
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Werner H. schrieb: > Du mußt Dir seine Videos halt mal durchsehen. Und an welcher Stelle wird erklärt, wie man Spannungsschwingungen im Hochspannungsnetz mittels geänderter Smartmeter ausregelt?
Wir können ja nichtmal mehr Eisenbahn. Oder ein paar Dutzend andere ingenieurstechnische Themen, die längst gelöst waren. Warum sollte also die Stromversorgung in Deutschland oder Europa noch funktionieren? Mit Erneuerbaren hat das nichts zu tun. Natürlich scheint der Kellner auf der Titanic schuld, wenn er einem Soße aufs Hemd kleckert. Schließlich hätte er sich ja nur breitbeiniger hinstellen müssen während dem Aufprall auf den Eisberg. Aber am Ende sind die Planungsfehler auf anderer Ebene gemacht worden.
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Wollvieh W. schrieb: > Wir können ja nichtmal mehr Eisenbahn. Oder ein paar Dutzend andere > ingenieurstechnische Themen, die längst gelöst waren. Naja, so einfach ist das alles nicht. Hättest Du z.B. eine Idee, wie man einen Wal im Flachwasserbereich der Ostsee ohne Tageslicht nachts verfolgen könnte? Bin gespannt, ob man ihn morgen früh auch wieder mit Hubschraubern, vielen Schiffen und jede Menge Manpower aufspüren kann.
Dieter D. schrieb: > Das soll auch nur wieder davon ablenken, dass die Ökolobby alle > Einwendungen der Netzbetreiber niedergeredet hatte und daher die > Maßnahmen, die natürlich auch Geld kosten, nicht realisiert wurden. In einem andere Thread hatte ich bereits die mangelhaften Vorgaben (auch für konventionelle Kraftwerke) der spanischen Netzbetreiber verlinkt. Ist dein Gehirn schreibgeschützt?
Nick schrieb: > Ich bin auch dafür, dass Uran-Abbaugebiete verboten gehören. Das dürfte > schon garnicht in der Erde sein. Wollen wir es gemeinsam ausgraben, > sinnvoll nutzen und dann ordentlich wegräumen? Du kannst ja schon mal in der Asse anfangen. Oder in der Asse einen dieser Wunderreaktoren einbauen die aus dem Müll dort Rosenduft machen.
Peter M. schrieb: > Die Zahl der (n-1)-Gefährdungen stieg im Regelungsgebiet von Tennet > stieg von 2 Ereignissen an 2 Tage im Jahre 2003 auf 1579 Ereignisse an > 356 Tagen im Jahre 2017. > Quelle: Vortrag "Energiewende gestalten" aus dem Jahre 2018 in der > Leitwarte Lehrte Und welche Nimbys und Politiker agitieren gegen Stromleitungen und Windmühlen? Schon vergessen das die HGÜ-Trassen passend zur Abschaltung der AKWs geplant waren?
Werter G.K., G. K. schrieb: > Und welche Nimbys und Politiker agitieren gegen Stromleitungen und > Windmühlen? > > Schon vergessen das die HGÜ-Trassen passend zur Abschaltung der AKWs > geplant waren? niemand, auch nicht die "Hail-Zappelstrom-Fraktion" in diesem Forum, möchte eine neue Stromleitung über oder neben seinem Domizil gebaut sehen.
G. K. schrieb: > Schon vergessen das die HGÜ-Trassen passend zur Abschaltung der AKWs > geplant waren? Da hatte der Herr Habeck auch schon lange geplant, dass wir Gaskraftwerke brauchen und das Gasnetz abgebaut werden muss? Es ist völlig egal aus welchem politischen Lager die Fehlentscheidungen kommen (und sie kommen **ausdrücklich** von Allen), entscheidend ist, dass langfristige Planung ein Fremdwort ist. Mit viel Glück wird bis zur nächsten Wahl gedacht.
Peter M. schrieb: > niemand, auch nicht die "Hail-Zappelstrom-Fraktion" in diesem Forum, > möchte eine neue Stromleitung über oder neben seinem Domizil gebaut > sehen. Und auch kein Grosskraftwerk neben seinem Domizil, egal was für eines. Der Strom soll gefälligst aus der Steckdose kommen. Kleinstkraftwerke über dem Domizil werden aber akzeptiert. Allerdings pflegen Überlandleitungen über Land zu gehen, nicht übers traute Heim. Sonst hiessen sie Überheimleitungen.
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(prx) A. K. schrieb: > Allerdings pflegen Überlandleitungen über Land zu gehen, nicht übers > traute Heim. Sonst hiessen sie Überheimleitungen. Na Hauptsache sie gehen nicht über einen Fluß. Oder – noch schlimmer – über einen Strom.
Nick schrieb: > G. K. schrieb: >> Schon vergessen das die HGÜ-Trassen passend zur Abschaltung der AKWs >> geplant waren? > > Da hatte der Herr Habeck auch schon lange geplant, dass wir > Gaskraftwerke brauchen und das Gasnetz abgebaut werden muss? Irgendwie scheinen dich einzelne Aspekte komplett zu überfordern oder den Youtube-Onkel labert Scheiße die du einfach nachplapperst. Das Gasnetz soll in seinen Verästlungen zu Wohnhäusern zurück gebaut werden, die Fernleitungen und die Großanschlüsse bleiben bestehen. Das ist auch völlig klar das wenn nur wenige Wohnhäuser einen Gasanschluss haben das dann die Kosten für den einzelnen Gasanschluss steigen.
Peter M. schrieb: > Werter G.K., > > G. K. schrieb: > >> Und welche Nimbys und Politiker agitieren gegen Stromleitungen und >> Windmühlen? >> >> Schon vergessen das die HGÜ-Trassen passend zur Abschaltung der AKWs >> geplant waren? > > niemand, auch nicht die "Hail-Zappelstrom-Fraktion" in diesem Forum, > möchte eine neue Stromleitung über oder neben seinem Domizil gebaut > sehen. Du solltest nicht von Bayern auf den Rest der Republik schließen. In Schleswig-Holstein sind Trassen bereits fertig welche zu der Zeit als Habeck dort Landesminister war geplant wurden, lediglich der Anschluss an das dänische Netz fehlt weil die Leitung in Dänemark noch nicht fertig ist. Entsprechende Informationen befinden sich in dem sogenannten Neuland.
(prx) A. K. schrieb: > Allerdings pflegen Überlandleitungen über Land zu gehen, nicht übers > traute Heim. Im schlimmsten Fall müsste man halt Unterlandleitungen bauen. Die gehen dann unten durch und stören niemanden.
Nick schrieb: > Chris D. schrieb: >> weitere für reinen H2 sind im Bau. > > Das mit dem H2 ist auch so ein zwar interessanter, aber sinnloser Traum. > Die Kreiseffektivität (Strom -> H2 -> Strom) liegt bei 20%. Also 7 ct > aus Windkraft kosten dann 28 ct aus H2 als Erzeugerpreis. > Speicherung ist das nächste. H2 ist ein sehr kleines Molekül und > diffundiert daher sehr gerne. CH4 ist größer, also unproblematischer. > Dann das Gasnetz, das man schon angefangen hat abzubauen, ist nur > bedingt für H2 geeignet. Stichwort Wasserstoffversprödung von Stahl. Es wird immer von der H2-Erzeugung so argumentiert, dass sie zu geringen Wirkungsgrad hat und unrentabel sei. Die Windräder werden einfach abgeschaltet, wenn schon genug Energie da ist. Das reduziert doch auch den Wirkungsgrad, die mögliche erntbare Leistung verpufft. Meine Idee wäre, jedem Windrad ein kleines H2-Erzeugungs-Speicher-Modul anzubauen. Wenn das WR nicht einspeissen darf, dann kann es völlig offline immer noch H2 erzeugen. Mit diesem H2-Vorrat könnte man einen lokalen Generator betreiben oder ihn mit Tankwagen abholen. Bei diesem Vorhaben bekommt man H2-energie geschenkt, es entstehen fast nur Investionskosten. PS: geht natürlich auch Solar
Christoph M. schrieb: > Im schlimmsten Fall müsste man halt Unterlandleitungen bauen. Tut man. Genau deshalb. Ist halt etwas teurer. https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energiewende-umstieg-auf-freileitungen-koennte-20-milliarden-euro-einsparen/100132246.html
Christoph M. schrieb: > Im schlimmsten Fall müsste man halt Unterlandleitungen bauen. Die gehen > dann unten durch und stören niemanden. Nö, mittlerweile ist einigen aufgefallen das verbuddeln mehr kaputt macht als aufhängen.
Rudi schrieb: > Mit diesem H2-Vorrat könnte man einen > lokalen Generator betreiben oder ihn mit Tankwagen abholen. Bei diesem > Vorhaben bekommt man H2-energie geschenkt, es entstehen fast nur > Investionskosten. Bei solchen Anlagen gilt "economy of scale". Daher ist es billiger das zu einem gewissen Grad zu zentralisieren.
Rudi schrieb: > Meine Idee wäre, jedem Windrad ein kleines H2-Erzeugungs-Speicher-Modul > anzubauen. Wenn das WR nicht einspeissen darf, dann kann es völlig > offline immer noch H2 erzeugen. Deine Idee ist nicht neu. Vor allem aus diesem Grund werden in Schleswig-Holstein und Niedersachen in unmittelbarer Nähe zu den Windparks etliche Wasserstoff-Elektrolyseure aufgebaut: https://www.shz.de/deutschland-welt/schleswig-holstein/artikel/groesste-elektrolyseure-in-sh-vor-start-der-wasserstoff-produktion-50172909 https://wtsh.de/de/wasserstoffwirtschaft-in-schleswig-holstein https://www.clean-hydrogen-coastline.de/ Insbesondere sollen auch bis 2030 Elektrolysatoren mit 10 GW Leistung inmitten der Offshore-Windparks der Nordsee aufgebaut werden: https://aquaventus.org/ Mittlerweile gibt es auch in der Zone eine entsprechende Initiative: https://www.doinghydrogen.com/
Andreas S. schrieb: > Mittlerweile gibt es auch in der Zone eine entsprechende Initiative: Frühe Überfüllung des Sprachzentrums?
Nick schrieb: > Der Begriff "Momentanreserve" ist bei Wind und Solar noch nicht wirklich > angekommen. Durch die Merit-Order wird der Markt verzerrt aber > gleichzeitig schiebt man seine technischen Unzulänglichkeiten auf die > Verantwortung der aus dem Markt Gedrängten. Ja, wer schreibt denn die technischen Regelungen zur Einspeisung? Z.B. die VDE-AR-N 4105? Selbstverständlich sind da die Netzbetreiber und Energieversorger beteiligt! Da könnten seit Jahrzehnten sinnvolle Vorgaben drin sein. Nicht nur Q(U) wie jetzt, sondern auch P(U). Man kann rotierende Massen emulieren. Warum fehlt in der AR eine vorgegebene Trägheit bzw. Mindestvorgaben für Leistung oder Energie, die für diesen Zweck vorgehalten werden müssen? Was fehlt beim VDE, dass die nicht von selbst auf die Idee kommen? Fehlt Lust, Weitsicht oder Kompetenz? Wer hat die saudummen Regeln für die Day-Ahead-Börse festgelegt? Die ohne Rücksicht auf das Netz arbeitet? Warum gibt es kein Nodal Pricing oder wenigstens Strompreiszonen? Dieser Fehler verursacht die hohen Redispatch-Kosten! Warum nutzt man dort Merit-Order Pricing? Das ist kein Naturgesetz, z.B. bei Ausschreibungsverfahren benutzt man Pay-As-Bid. Warum müssen Erneuerbare zum Minimalpreis als Graustrom vermarktet werden? Warum haben wir so komplizierte energierechtliche Regelungen, dass das Aufstellen von Speichern in stark belasteten Verteilnetzen praktisch unmöglich ist? Technisch einfach, hilfreich, und wirtschaftlich, in Deutschland nicht umsetzbar. Wer hat beschlossen, dass Deutschland die kompliziertesten und teuersten Smart-Meter bekommen muss, für deren netzdienliche Funktion man mindestens 4 Dienstleister braucht, die aber trotzdem keine Echtzeitdaten zum Verbrauch liefern können? Man soll ja nicht Böswilligkeit unterstellen, wo Dummheit eine plausible Erklärung sein kann. Die deutschen Energieversorger, Lobbyverbände, der VDE, das BSI und die Bundesnetzagentur, ebenso das Bundeswirtschaftsministerium, scheinen davon aber nachhaltig betroffen zu sein. Den Schaden haben wir alle: ineffiziente Netznutzung, unnötige Redispatch-Kosten, höhere Strompreise, mehr CO2 und mehr Abhängigkeit von Energieimporten.
G. K. schrieb: > Irgendwie scheinen dich einzelne Aspekte komplett zu überfordern oder > den Youtube-Onkel labert Scheiße die du einfach nachplapperst. Wenn ich Quatsch hören will, dann höre ich mir Quaschning an. Der kann aber nichts für seinen Namen. Aber er fasst ihn wohl doch als Karma auf. > Das Gasnetz soll in seinen Verästlungen zu Wohnhäusern zurück gebaut > werden, Das soll, so der Vortänzer Mancher, komplett abgebaut werden. Dafür wurde er ja auch als Professor berufen. Irgendwie muss das ja wissenschaftlich belegt werden: https://klimareporter.de/gebaeude/quaschning-erklaert-gasnetz-stilllegung
Rudi schrieb: > Wenn das WR nicht einspeissen darf, dann kann es völlig > offline immer noch H2 erzeugen. Mit diesem H2-Vorrat könnte man einen > lokalen Generator betreiben oder ihn mit Tankwagen abholen. Ja, könnte man prinzipiell. Wir haben ca. 30000 Windräder. Ja, tw. Sind die in Clustern, dann könnte man "lokal zentral" H2 erzeugen. Und das H2 soll dann per Tanklastzug abgeholt werden? Die WR die ich so sehe, liegen eher nicht so zugänglich. Die sollen ja auch weg von Orten. Und die Offshore WR werden dann per Wasserstrassen bedient? Tilo R. schrieb: > Ja, wer schreibt denn die technischen Regelungen zur Einspeisung? Ich bin mit deinen Vorwürfen im Wesentlichen einverstanden. Ich frag mich nur, wer die Vorgaben für die Verordnungen/Vorschriften macht? Ist das nicht Aufgabe der Politik? Das war doch vorhersehbar, nur wurden die Warner dann als Schwurbler bezeichnet. Und jetzt will man die Vergütung für den Strom aus Schwachwindgebieten noch mal erhöhen. Momentan ist der Faktor 1.55. Wenns nicht wirtschaftlich ist, dann erhöhen wir halt die Subventionen. Die muss ja niemand zahlen. 8-/
Nick schrieb: > Rick schrieb: >> Aha. Wann genau wird der letzte Zerfall stattfinden? > > Früher dachte man, dass 232Th stabil sei. Jaja, 14e9 Jahre ist ja auch sooo kurz! Warum nicht gleich mit Bismut argumentieren?!? https://de.wikipedia.org/wiki/Thorium#Isotope https://de.wikipedia.org/wiki/Bismut#Isotope 19e18 Jahre Halbwertszeit! Mch schon mal ein Kreuz im Kalender! ;-) > Aber die mit der kurzen (für den menschlichen Maßstab) Halbwertszeit > lässt man besser die 10-fache Zeit in Ruhe. Dann gelten sie als > vernachlässigbar strahlend Auch Natururan hat mit ~4e9 Jahren eine verdammt lange Halbwertszeit! Jaja, die Zerfallsketten incl. Radon sind bei Dauereinwirkung sicher nicht gesundheitsfördernd, aber weit weg vom Atomtod! https://www.youtube.com/watch?v=zX0Mv-Acy2s Er ist so genial!
Tilo R. schrieb: > Wer hat die saudummen Regeln für die Day-Ahead-Börse festgelegt? Die > ohne Rücksicht auf das Netz arbeitet? Warum gibt es kein Nodal Pricing > oder wenigstens Strompreiszonen? Dieser Fehler verursacht die hohen > Redispatch-Kosten! Warum nutzt man dort Merit-Order Pricing? Das ist > kein Naturgesetz, z.B. bei Ausschreibungsverfahren benutzt man > Pay-As-Bid. Warum müssen Erneuerbare zum Minimalpreis als Graustrom > vermarktet werden? OK. Alle sind dumm. Aber ich hätte gerne die vorgeschlagene Alternative mit ~350 Knoten mit unterschiedlichen Preisen gesehen. Und dann die daraus folgende Diskussion über die Unterschiede Nord/Süd Ost/West. Italien, Schweden, Norwegen haben Zonen. In IT auch nur deshalb, weil es strukturelle Unterschiede Nord/Süd gibt (Industrie eher N). Wie hoch ist eigentlich der Anteil, der über Auction>Day-Ahead>SDAC>15min>DE gehandelt wird? Im Vergleich zu direkten Verträgen + EEX?
Ich hatte oben schon angedeutet, dass nackte Zahlen lügen, weil die Art der Exposition äußerst wichtig ist. Als verpackter Block sind viele radioaktive Substanzen harmlos, die es als Staub verteilt und über den Stoffwechsel im Körper aufgenommen nicht sind. Auch spielt die Art der Strahlung eine wichtige Rolle. Mit Halbwertszeiten zu hantieren bringt also wenig Erkenntnis.
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Giovanni schrieb: > OK. Alle sind dumm. Wir verstehen uns ;-) > Aber ich hätte gerne die vorgeschlagene Alternative mit ~350 Knoten mit > unterschiedlichen Preisen gesehen. Die USA schaffen das, im 5-Minuten-Takt, mit irgendwas zwischen 60.000 und 80.000 dezentralen Nodes. > Und dann die daraus folgende Diskussion über die Unterschiede Nord/Süd > Ost/West. Die Physik schert sich nicht um Söders Befindlichkeiten. Sonst verweist man immer auf den Markt. Außer man erwartet eigene Nachteile und hat jahrelang den Wind- und Netzausbau ausgebremst. > Italien, Schweden, Norwegen haben Zonen. In IT auch nur deshalb, weil es > strukturelle Unterschiede Nord/Süd gibt (Industrie eher N). Alles besser als Kupferplatte. > Wie hoch ist eigentlich der Anteil, der über > Auction>Day-Ahead>SDAC>15min>DE gehandelt wird? Im Vergleich zu direkten > Verträgen + EEX? Rund 75% werden außerbörslich gehandelt. Vom Rest werden etwa 75% Day-Ahead gehandelt.
(prx) A. K. schrieb: > Mit Halbwertszeiten zu hantieren bringt also wenig Erkenntnis. Sag das mal dem Universalgelehrten Harald L., auch bekannt als Larry Hesch! https://www.youtube.com/watch?v=5muCKsehUsI RIP!
Falk B. schrieb: > Sag das mal dem Universalgelehrten Harald L., auch bekannt als Larry > Hesch! > > https://www.youtube.com/watch?v=5muCKsehUsI Jetzt muss man allerdings auch sehen, dass sich das Video an Leute richtet, die in Soziologie, Politik, Geschichte und Philosophie ähnlich bewandert sind wie die meisten Friseusen in der Quantenphysik. Da lässt sich viel in einfache Weltbilder verpacken.
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Falk B. schrieb: >> Früher dachte man, dass 232Th stabil sei. > > Jaja, 14e9 Jahre ist ja auch sooo kurz! Warum nicht gleich mit Bismut > argumentieren?!? Es ist nicht mehr relevant. Hoch radioaktive Elemente, die Anfangs durchaus gefährlich sind, sind nach 10 Halbwertszeiten nicht mehr gefährlich. Ich hab das 232Th erwähnt, weil man zunächst dachte, dass es nicht strahlt. Dass es doch strahlt, macht es aber nicht gefährlich. Es strahlt halt extrem schwach. Du kannst dich daneben stellen und Lotto spielen und hoffen, dass du von dem einen Zerfall tot umfällst.
Tilo R. schrieb: > Warum > Warum > Warum > Warum > Warum Ja, warum all das Durcheinander? Der Strom kommt doch einfach so aus der Steckdose. Was sollen also alle diese unsinnigen Regelungen? Vorgeblich einfache Lösungen für ziemlich komplexe Systeme sind eigentlich immer - weltfremd, aber gerne gehört. Oliver
Udo S. schrieb: > Oder willst du auf Kernenergie zurück. Die teuerste Energieform die es > ja gab. Ich frage mich ja, warum in China, Russland, Indien, Türkei, Ägypten, Polen, Frankreich und Großbritannien gerade AKWs geplant oder sogar schon gebaut werden, wenn das so teuer ist. Aber klar, die können alle nicht rechnen und leiden alle unter Dyskalkulie, das weiß man doch. Die einzigen auf der Welt, die richtig rechnen (tm) können, sind die deutschen Atomkraftgegner. Wobei, aus unserer deutschen Sicht ist das mit der teuren Kernenergie nicht einmal ganz falsch. Wenn man bezahlte, laufende Kraftwerke bereits vor Ende ihrer Lebensdauer abschaltet, weil eine Tsunamikatastrophe in Japan 25.000, und die vom selben Tsunami ausgelöste Nuklearkatastrophe ein (1) Todesopfer gefordert hat, na klar, dann wird die Sache natürlich teurer. Außerdem ist es natürlich besonders klug von uns, funktionierende Kraftwerke abzuschalten, die von unseren Ingenieuren nach unseren Vorschriften, unseren Regeln und kontrolliert von unseren Behörden arbeiten, nur um anstelle dessen Kernenergie von Nachbarn zu kaufen, deren Kernkraftwerke wir überhaupt nicht kontrollieren können. Nichteinmal die Kernreaktoren im belgischen Tihange vom berühmten Spezialtyp TRC (Total Rissiges Containment). Stattdessen setzen wir lieber auf Erneuerbare Energien. Anstatt nun aber die Bürger davon zu überzeugen und dafür zu sorgen, daß die so preiswert werden, daß die Bürger sie dann auch wollen, sorgen wir lieber dafür, alle anderen Energien künstlich teurer zu machen, damit die Parteien, die das beschlossen haben, bald von ihrer schweren Bürde der Verantwortung entbunden werden. Tja, das Volk der Dichter und Denker. Manchmal frage ich mich, ob die Denker noch ganz dicht sind, aber das ist natürlich pure Blasphemie. Und wer braucht schon Industrie, oder Energie? Es gibt doch so viele schöne Höhlen!
Nick schrieb: > Ich hab das 232Th erwähnt, weil man zunächst dachte, dass es nicht > strahlt. Sogar beim Proton diskutiert man schon eine Weile, ob es stabil sei, oder mit > 10^30 Jahren Halbwertszeit zerfällt. Für die Kosmologen ist das sehr wichtig. Dem Rest der Welt geht das unendlich weit am Arsch vorbei.
Ein T. schrieb: > Ich frage mich ja, warum in China, Russland, Indien, Türkei, Ägypten, > Polen, Frankreich und Großbritannien gerade AKWs geplant oder sogar > schon gebaut werden, wenn das so teuer ist. Bei Franzosen und Briten auch deshalb, weil man einem Projekt, von dem man die Hälfte bereits bezahlt hat, lieber etliche weiteren Hälften hinterherschiebt, statt es als Verlust abzuschreiben. Und weil das so ist, sind neue Kernkraftwerke rentabel, so lange man noch in den Prospekt sieht und mit den Verkäufern redet. Realisiert man sie, kommen die Zusatzkosten allmählich zum Vorschein. Stünden die im Prospekt schon drin... Die Chinesen verfolgen so ziemlich alles gleichzeitig, gerade auch Erneuerbare. Proteste verlaufen dort auch etwas anders.
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Ein T. schrieb: > Ich frage mich ja, warum in China, Russland, Indien, Türkei, Ägypten, > Polen, Frankreich und Großbritannien gerade AKWs geplant oder sogar > schon gebaut werden, wenn das so teuer ist. Aber klar, die können alle > nicht rechnen und leiden alle unter Dyskalkulie, Wenn man sich z.B. Hinkley Point ansieht, um nur mal ein Beispiel zu nennen, dann muss man sagen: ja, die können nicht rechnen. Naja, die Betreiber schon, für die ist das eine Goldgrube. Dann ist da noch Frankreich. Frankreich muss seine Stromkosten mit gewaltigen Zuschüssen gering halten, sonst gehen in Paris die Elektroheizungen aus und es rollen Köpfe. Der Franzose sieht auf seiner Stromrechnung nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Stromkosten. Versteh mich nicht falsch, bei uns ist das nicht viel anders. Ewigkeitskosten trägt praktischerweise der Staat, so fallen diese nicht sofort ins Auge. Aber in Frankreich ist diese Verzehrung noch etwas stärker. China hattest du auch in deiner Liste. Meinst du dieses China das jedes Jahr mit sehr großem Abstand die größten Zuwächse in Sachen Erneuerbare verbuchen darf? Ja, können die denn nicht rechnen?! Ansonsten ist den meisten Ländern deiner Aufzählung gemein dass man, neben der zivilen Stromerzeugung, auch eine militärische Notwendigkeit für AKWs hat. Material für WMD wächst nicht auf den Bäumen. Ein T. schrieb: > Und > wer braucht schon Industrie Ich kanns nicht mehr hören. Unsere Vorzeigeindustrie, allen voran ein großer KFZ-Hersteller aus Wolfsburg, leidet seit Jahrzehnten unter Missmanagement, wohlwissend bei jedem kleinen Husten nach dem Staat rufen zu können. Die Energiepreise sind dem sein geringstes Problem (siehe Cariad/Rivian-Thematik), aber ein guter Weg um die selbst verschuldete Misere auf unliebsame Parteien abzuwälzen.
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Ein T. schrieb: > und die vom selben Tsunami ausgelöste Nuklearkatastrophe > ein (1) Todesopfer gefordert hat Und Tschernobyl hat ja auch nur 2 Toderopfer gekostet. Man knn sich die Welt schon schönsaufen. Ein T. schrieb: > Aber klar, die können alle > nicht rechnen und leiden alle unter Dyskalkulie, das weiß man doch. Kommt immer darauf an wie man kalkuliert. Den Russen, Amis und Chinesen waren die Kosten erst mal egal, die wollten spaltbares Material für Bomben. Und alle anderen haben erst mal munter alle radiaaktiven Hinterlassenschaften ins Meer oder irgendwo in die Wüste gekippt. Klar, wenn wir die ganzen Castorbehälter in die Nord und Ostsee kippen wird die Rechnung deutlich günstiger. Und die paar hunderttausend Tonnen Abfall der alten AKWs. Ein T. schrieb: > Außerdem ist es natürlich besonders klug von uns, funktionierende > Kraftwerke abzuschalten, die von unseren Ingenieuren nach unseren > Vorschriften, unseren Regeln und kontrolliert von unseren Behörden > arbeiten, nur um anstelle dessen Kernenergie von Nachbarn zu kaufen, > deren Kernkraftwerke wir überhaupt nicht kontrollieren können. Wie sinnvoll das war kann man diskutieren. Da bin ich bei dir. Wobei die tollen ehrlichen Ingenieure und Energieunternehmen ... 2003 wurde bei Biblis A festgestellt, dass die Ansaugöffnung für die Notkühlung statt 5,9 nur 3 m² groß ausgeführt war. Hat halt keiner gemerkt beim Bau und den Prüfungen. Es gab ja auch keine gefährlichen Störfälle. Biblis 1987, erst die 3. Schicht hat gemerkt, dass da ein blödes Ventil offen ist, das nicht hätte offen sein dürfen. Und laut eines amerikanischen Fachmagazins für Kerntechnologie hätte das zu einer Kernschmelze führen können. Na ja Glück gehabt. Deshalb hat man den Störfall auch erst mal nicht gemeldet. Man muss ja keine Panik schüren. Und wenn. Rund um Biblis ist Deutschland ja nicht sooo dicht besiedelt. Die paar Millionen ...
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Ein T. schrieb: > Ich frage mich ja, warum in China, Russland, Indien, Türkei, Ägypten, > Polen, Frankreich und Großbritannien gerade AKWs geplant oder sogar > schon gebaut werden, wenn das so teuer ist. Aber klar, die können alle > nicht rechnen und leiden alle unter Dyskalkulie, das weiß man doch. Die > einzigen auf der Welt, die richtig rechnen (tm) können, sind die > deutschen Atomkraftgegner. Und was ist mit den restlichen 185 Ländern?
G. K. schrieb: > Und was ist mit den restlichen 185 Ländern? Die warten klugerweise ab, ob das wirklich die rettende Idee ist, oder ob man damit bloss Geld versenkt. Als genial neue Technologie mit grossen Exportchancen sehen einige der modernen KKW-Designs nicht aus. Wirken eher als alter Wein in neuen Schläuchen, mit ein paar sinnvollen Optimierungen. Man muss folglich nicht der Erste sein.
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(prx) A. K. schrieb: > Die warten klugerweise ab, ob das wirklich die rettende Idee ist, oder > ob man damit bloss Geld versenkt. Als genial neue Technologie mit > grossen Exportchancen sehen einige der modernen KKW-Designs nicht aus. > Wirken eher als alter Wein in neuen Schläuchen, mit ein paar sinnvollen > Optimierungen. Man muss folglich nicht der Erste sein. Dieses steinalte Pipi-Ding in der Schweiz könnte mit knapp über 300MW Leistung heute als SMR durchgehen. Da ist die Vergangenheit Zukunft!
G. K. schrieb: > Dieses steinalte Pipi-Ding in der Schweiz könnte mit knapp über 300MW > Leistung heute als SMR durchgehen. Tja, und die Deutschen mussten Obrigheim unbedingt 2008 stilllegen, statt es als Museumskraftwerk weiter zu betreiben. :)
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(prx) A. K. schrieb: > Ich hatte oben schon angedeutet, dass nackte Zahlen lügen, weil die Art > der Exposition äußerst wichtig ist. Als verpackter Block sind viele > radioaktive Substanzen harmlos, die es als Staub verteilt und über den > Stoffwechsel im Körper aufgenommen nicht sind. Auch spielt die Art der > Strahlung eine wichtige Rolle. Du hattest Nick geantwortet. Nick sprach von Zwischen- und Endlagern. Und dort lagern Substanzen als "verpackter Block" und nicht als Staub. Und sind damit - wie du selber schreibst - vielfach harmlos.
Axel G. schrieb: > Nick schrieb: >> Endlager werden ja blockiert. Es gibt kein einziges. Also die >> Hervorhebung von "zwischen" ist eher irreführend. > > Blockiert ist gut. Die Dinger will aus gutem Grund niemand haben. "Blockiert" ist genau das richtige Wort. Und wenn wir mal etwas genauer hinschauen, gibt es ja ziemlich viel, das "niemand haben" will. Anwohner protestieren und prozessieren gegen Windräder, Stromtrassen und die meisten anderen Industrieanlagen, und mit zunehmender Dichte wird das sicher auch Batteriegroßspeicher zu erwarten sein. Und sie alle bringen natürlich einen "guten Grund" für ihren Widerstand vor, also: mindestens einen. Anscheinend können wir besser blockieren als unsere Zukunft gestalten.
Clara schrieb: > Und dort lagern Substanzen als "verpackter Block" Womit wir wieder bei der Lagerung sind. Die dafür sorgen muss, dass die Verpackung intakt bleibt.
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Ein T. schrieb: > Anscheinend können wir besser blockieren als unsere Zukunft > gestalten. Ja. Gestalten klappt aus der Katastrophe heraus besser, wenn alle hoffen, es gehe nun aufwärts, als aus einer seit langem recht stabilen Lage, in der alle befürchten, es gehe nun abwärts. Und folglich blockieren. Manche sehen darin einen willkommenen Anlass, alles erst einmal kaputt zu machen, und danach die Welt nach ihren Vorstellungen neu zu gestalten. Die erste Phase dieser Methodik klappt indes besser als die zweite.
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Ein T. schrieb: > Udo S. schrieb: >> Oder willst du auf Kernenergie zurück. Die teuerste Energieform die es >> ja gab. > > Ich frage mich ja, warum in China, Russland, Indien, Türkei, Ägypten, > Polen, Frankreich und Großbritannien gerade AKWs geplant oder sogar > schon gebaut werden, wenn das so teuer ist. Aber klar, die können alle > nicht rechnen und leiden alle unter Dyskalkulie, das weiß man doch. Die > einzigen auf der Welt, die richtig rechnen (tm) können, sind die > deutschen Atomkraftgegner. Dazu muss man eigentlich niemanden befragen. Es reichen die Zahlen. Beispiel Hinkley Point C: Geplanter Betriebsgebinn: 2023, Zu erwartender Betriebsbeginn: nicht vor 2031, Geplante Kosten: 19 Mrd. Euro, zu erwartende Kosten: mindestens 56 Mrd. Euro, Ende 2025 liegt die garantierte Einspeisevergütung bei 15,3 ct/kWh - bis 2031 inflationsbedingt natürlich weiter ansteigend. Beispiel Frankreich Flamanville 3: Geplanter Betriebsbeginn: 2012 bei 3,3 Mrd.€ Baukosten, Betriebsbeginn: 2024 bei 13 Mrd. € Baukosten, Stromkosten: 12ct/kWh Beispiel USA: Aktuell gibt es überhaupt nur ein neueres Kraftwerk: Vogtle 3 & 4, Geplante Fertigstellung: 2017, Fertigstellung: 2024, Baukosten geplant: 14 Mrd. $, Baukosten tatsächlich: 35 Mrd. $, Stromgestehungskosten: bzgl. Investitionen über Laufzeit geschätzt 16-18ct/kWh Zwischendurch Pleite von Westinghouse wegen exorbitanter Baukosten. Virgil C. Summer Units 2 & 3 wurden wegen Kostenexplosion nach 9 Mrd. $ Investitionen abgebrochen. Beispiel Polen (Baubeginn 2028): Kostenschätzung bisher: 45-50 Mrd. €, Baukosten: Staatsanteil 30%, Investoren 70%, sämtliche Kredite werden staatlich garantiert. Mindestvergütung Stand heute: 12ct/kWh Wohlgemerkt: da ist noch kein Spatenstich erfolgt. Der Blick auf alle anderen Neubauten in der westlichen Hemisphäre (inkl. USA) lassen Böses für den polnischen Steuerzahler erahnen. Und es ist noch vollkommen unklar, wie die Entsorgung aussehen soll. Ich frage mich: wenn doch Kernkraft so günstig ist - warum gibt es überall massive Staatsgarantien oder sogar Beteiligungen und volle Risikoübernahme durch den Staat? Und warum gibt es CfDs auf die Strompreise? Und warum übernimmt der Staat und keine private Versicherung - wenn das doch alles so sicher ist. Können die denn nicht rechnen? ;-) Die Zahlen belegen in der westlichen Welt: schon ohne viele zukünftige Kosten ist Kernenergie in der Tat die teuerste Energieform. Man muss also schon sagen: ja, da konnten/können einige nicht rechnen. Wobei man natürlich auch sagen muss, dass der enorme Preisverfall bei PV damals sicherlich nicht absehbar war. Heutzutage ist es ja fast günstiger, seine Fassade mit PV zu verblenden anstatt sie zu verputzen. > Außerdem ist es natürlich besonders klug von uns, funktionierende > Kraftwerke abzuschalten, die von unseren Ingenieuren nach unseren > Vorschriften, unseren Regeln und kontrolliert von unseren Behörden > arbeiten, nur um anstelle dessen Kernenergie von Nachbarn zu kaufen, > deren Kernkraftwerke wir überhaupt nicht kontrollieren können. > Nichteinmal die Kernreaktoren im belgischen Tihange vom berühmten > Spezialtyp TRC (Total Rissiges Containment). Wobei wir gar nicht so viel Kernkraft importieren - im letzten Jahr waren es mWn knapp 2% aus Frankreich. Also kaum etwas, das man nicht hier auch hätte erzeugen können. Aber der Strom dort war zum Zeitpunkt des Einkaufs offenbar günstiger. Man muss da aber auch ehrlich sein: die würden auch ohne die deutsche Stromabnahme laufen. Das Riskio ist dort also dasselbe, nur dass hier in DE kein Risiko mehr besteht. Das ist als Argument also eher nicht zielführend. Da bin ich zwiegespalten: einerseits vertragen sich die AKW einfach nicht mit dem volatilen Strom der Erneuerbaren, andererseits waren sie halt da. Wobei die letzten drei mit knapp 6% auch nicht mehr viel beigetragen haben und recht problemlos durch Erneuerbare kompensiert wurden. Weiteres Problem: das Endlagerproblem ist hier auch noch nicht gelöst. Außer in Finnland übrigens auch in keinem der oben angesprochenen Länder. Dafür kostet uns das Zwischenlagern im Moment 1,4 Mrd.€ per anno. Stromausbeute: 0kWh ;-) Risse gibt's übrigens auch im brandneuen französischen AKW im Reaktordeckel, weshalb es im Herbst mal eben für ein halbes Jahr vom Netz geht. Ich würde sagen: läuft. > Stattdessen setzen wir lieber auf Erneuerbare Energien. Anstatt nun aber > die Bürger davon zu überzeugen und dafür zu sorgen, daß die so preiswert > werden, daß die Bürger sie dann auch wollen, sorgen wir lieber dafür, > alle anderen Energien künstlich teurer zu machen Ich sehe da aber keine künstliche Verteuerung der Kernkraft. Das schafft die offenbar ganz alleine. Selbst hochsubventioniert. Währenddessen fallen die Erneuerbaren eben immer weiter (wenn auch nicht mehr so stark). Bei Gestehungskosten im unteren einstelligen Cent-Bereich ergeben immer teurere Kernkraftneubauten schlicht keinen Sinn. Selbst wenn ich da in Dunkelflauten teures Gas verfeuern muss. Das mittelt sich einfach raus.
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Ein T. schrieb: > Ich frage mich ja, warum in China, Russland, Indien, Türkei, Ägypten, > Polen, Frankreich und Großbritannien gerade AKWs geplant oder sogar > schon gebaut werden, wenn das so teuer ist. Aber klar, die können alle > nicht rechnen und leiden alle unter Dyskalkulie, das weiß man doch. Die > einzigen auf der Welt, die richtig rechnen (tm) können, sind die > deutschen Atomkraftgegner. Es steht und fällt halt mit den Subventionen. Eine Firma, die in Deutschland ein KKW bauen will, müsste eine Haftpflichtversicherung für ihre Anlage abschließen, die die Kosten im Havariefall übernimmt, und sie müsste ein Konzept zur Abfallentsorgung nachweisen. Das sind Ewigkeitskosten, wie bei der Ruhrkohle. Damit ist diese Form der Energieerzeugung völlig unattraktiv. Die Situation ändert sich sofort, wenn der Staat einspringt. Der Havariefall wird als "höhere Gewalt" oder "Umweltkatastrophe" deklariert, wo die Allgemeinheit die Kosten trägt, und die Entsorgung wird erstmal wegdiskutiert. Dann gibt es noch Förderung für die "neue Technologie", und schon wird aus einen Millionengrab ein lohnendes Investment.
Chris D. schrieb: > Geplante Kosten: 19 Mrd. Euro > zu erwartende Kosten: mindestens 56 Mrd. Euro Also kamen nach der ersten Hälfte noch reichlich 5 nach. Passt. :)
Chris D. schrieb: > Ich stecke leider in der Materie zu Windenergieanlagen noch nicht > wirklich drin: Kann man die nicht auch ohne größere Probleme "weich" > abschalten, bspw. durch langsame Drehung der Flügel auf Nullstellung > über 1-2 Minuten? Natürlich würde das gehen. Aber wenn das Kraftwerk um 22:00 anfängt runter zu fahren, beschwert sich jemand dass es sich um 22:01 noch gedreht hat. Wenn du 2 Minuten vor 22:00 anfängst runter zu fahren, dann verschenkst du das Geld das du in den 2 Minuten noch mit Windstrom hättest verdienen können. Da es das Gesetz erlaubt um 22:00 schlagartig abzuschalten und das auch das finanz-optimum darstellt, wird das so gemacht. Die Probleme die sich daraus ergeben sind Probleme anderer Leute. So läuft das im Kapitalismus.
Le X. schrieb: > Meinst du dieses China das jedes Jahr mit sehr großem Abstand die > größten Zuwächse in Sachen Erneuerbare verbuchen darf? Ja, können die > denn nicht rechnen?! Ich meine das China, das aktuell auch 291 GW Kohlekraftwerke genehmigt hat oder bereits baut. > Ich kanns nicht mehr hören. > Unsere Vorzeigeindustrie, allen voran ein großer KFZ-Hersteller aus > Wolfsburg, leidet seit Jahrzehnten unter Missmanagement, wohlwissend bei > jedem kleinen Husten nach dem Staat rufen zu können. > Die Energiepreise sind dem sein geringstes Problem (siehe > Cariad/Rivian-Thematik), aber ein guter Weg um die selbst verschuldete > Misere auf unliebsame Parteien abzuwälzen. Wow, genau ein Unternehmen als Beispiel, und dann gerade dieses... Stimmt, dessen Probleme sind nicht die Energiekosten. Die anderen energieintensiven Unternehmen, von denen laut einer Allensbach-Umfrage 94% eine Abwanderung erwägen, die gibt es deswegen nicht? Sei mir bitte nicht böse, aber von Dir bin ich klügere und differenziertere Argumente gewöhnt.
Udo S. schrieb: > Und Tschernobyl hat ja auch nur 2 Toderopfer gekostet. Der deutsche Atomausstieg wurde allerdings nicht nach Tschernobyl, sondern nach Fukushima beschlossen. > Man knn sich die > Welt schon schönsaufen. Diesbezüglich muß ich mich auf Deine Expertise verlassen. Bitte melde Dich erst wieder bei mir, wenn Du sachlich diskutieren kannst und willst. Herzlichen Dank.
Ein T. schrieb: > Der deutsche Atomausstieg wurde allerdings nicht nach Tschernobyl, > sondern nach Fukushima beschlossen. Genauer gesagt wurde er bereits anno 2000 beschlossen, also eher mitten dazwischen. 2011 wurde als Abschluss von Merkels doppeltem Rittberger noch einmal beschlossen.
Ein T. schrieb: > Le X. schrieb: >> Meinst du dieses China das jedes Jahr mit sehr großem Abstand die >> größten Zuwächse in Sachen Erneuerbare verbuchen darf? Ja, können die >> denn nicht rechnen?! > > Ich meine das China, das aktuell auch 291 GW Kohlekraftwerke genehmigt > hat oder bereits baut. Wobei man da erwähnen sollte, dass das größtenteils Backup-Kraftwerke sind - für die Regenerativen, die auch in China nochmal günstiger als KKW sind. Die neuen KKWs (schnell regelbar) sind den Chinesen das, was uns die Gaskraftwerke sind. Dieser Zubau wurde wohl angestoßen, weil es 2022(?) zu mehreren deutlichen Ausfällen in der Stromversorgung gekommen war. Ich kann mich auch dunkel an einige unserer Kunden erinnern, die darüber berichteten. > Wow, genau ein Unternehmen als Beispiel, und dann gerade dieses... > Stimmt, dessen Probleme sind nicht die Energiekosten. Die anderen > energieintensiven Unternehmen, von denen laut einer Allensbach-Umfrage > 94% eine Abwanderung erwägen, die gibt es deswegen nicht? Da muss man genauer sein (sofern wir dieselbe Studie meinen). Ich finde dort: "94 Prozent der deutschen energieintensiven Unternehmen halten eine Abwanderung weiterer Unternehmen ihrer Branche aus Deutschland für wahrscheinlich, mehr als die Hälfte (56 Prozent) sogar für sehr wahrscheinlich." Das ist schon etwas anderes als Deine obige Aussage. Nichtsdestotrotz sollte man da helfen (Industriestrompreis usw.) - aber ich halte auch Verlagerung von Standorten für angebracht. Es ist wenig sinnvoll, Strom erst mühsam durch Flaschenhälse von Norden nach Süden zu schicken, anstatt direkt vor Ort zu verbrauchen. Das minimiert Verluste und spart beim Ausbau auch noch Geld. Und näher an den Häfen wäre man auch. Schauen wir mal.
Chris D. schrieb: > Beispiel Hinkley Point C: > Geplanter Betriebsgebinn: 2023, > Zu erwartender Betriebsbeginn: nicht vor 2031, > Geplante Kosten: 19 Mrd. Euro, > zu erwartende Kosten: mindestens 56 Mrd. Euro, > Ende 2025 liegt die garantierte Einspeisevergütung bei 15,3 ct/kWh - bis > 2031 inflationsbedingt natürlich weiter ansteigend. Daß öffentlich geförderte Projekte regelmäßig sowohl ihre zeitlichen Ziele aus auch die projektierten Kosten meistens deutlich überschreiten, kennen wir doch auch bei uns. Ich sage nur BER und Stuttgart 21. > Und warum übernimmt der Staat und keine private Versicherung - wenn das > doch alles so sicher ist. Können die denn nicht rechnen? ;-) Vermutlich können private Versicherungsträger die Risiken einfach nicht einschätzen, so etwas scheuen Versicherungsmathematiker gemeinhin wie der Teufel das Weihwasser. Außerdem würde ich vermuten, daß Versicherungen die damit verbundenen Anfeindungen vermeiden wollen. Aber die Frage bleibt: wenn das alles so teuer ist, warum machen die Staaten beziehungsweise ihre Regierungen das dann? > Man muss da aber auch ehrlich sein: die würden auch ohne die deutsche > Stromabnahme laufen. Das Riskio ist dort also dasselbe, nur dass hier in > DE kein Risiko mehr besteht. Naja, kein Risiko... wenn in Tschechien die alten WWERs den Weg des Kraftwerks in Tschernobyl gehen, das übrigens ebenfalls ein WWER war... und zumindest bei mir daheim in Aachen wird ein großer Unfall in Tihange sicher ungemütlich. >> Stattdessen setzen wir lieber auf Erneuerbare Energien. Anstatt nun aber >> die Bürger davon zu überzeugen und dafür zu sorgen, daß die so preiswert >> werden, daß die Bürger sie dann auch wollen, sorgen wir lieber dafür, >> alle anderen Energien künstlich teurer zu machen > > Ich sehe da aber keine künstliche Verteuerung der Kernkraft. Bitte noch einmal lesen, ich hatte nicht die Kernkraft gemeint. > Währenddessen fallen die Erneuerbaren eben immer weiter (wenn auch nicht > mehr so stark). Bei Gestehungskosten im unteren einstelligen > Cent-Bereich ergeben immer teurere Kernkraftneubauten schlicht keinen > Sinn. Selbst wenn ich da in Dunkelflauten teures Gas verfeuern muss. Das > mittelt sich einfach raus. Dennoch haben wir in Deutschland meines Wissens die höchsten Strompreise in Europa, behauptet das statistische Bundesamt. Wenn die Erneuerbaren alle so preiswerten Strom erzeugen und der Anteil der Erneuerbaren 2025 bereits bei 57% lag (ebenfalls statistisches Bundesamt), würde ich mich außerordentlich darüber freuen, wenn ich das auch auf meiner Stromrechnung wiederfände. Schau, im Gegensatz zu einigen anderen hier habe ich überhaupt nichts gegen Erneuerbare, im Gegenteil. Ich finde es allerdings immer noch merkwürdig, vorhandene, bezahlte und abgeschriebene Kraftwerke abzuschalten. Außerdem befürchte ich, daß einige Aspekte unserer aktuellen Energiepolitik einen so negativen Einfluß auf unsere Wirtschaft und unsere Lebensqualität haben könnten, daß letztlich politische Kräfte davon profitieren, die zumindest ich keinesfalls an den Hebeln der Macht sehen mag. Letztens habe ich in einem Interview, ich glaube auf tagesschau.de, den sehr interessanten Satz gelesen: "Immer wenn die Bürger zwischen Umweltschutz und Wohlstand entscheiden können, wählen sie den Wohlstand". Aus meiner Sicht muß die Konsequenz daraus also sein, Umweltschutz und Wohlstand zu verbinden.
(prx) A. K. schrieb: > Ein T. schrieb: >> Der deutsche Atomausstieg wurde allerdings nicht nach Tschernobyl, >> sondern nach Fukushima beschlossen. > > Genauer gesagt wurde er bereits anno 2000 beschlossen, also eher mitten > dazwischen. 2011 wurde als Abschluss von Merkels doppeltem Rittberger > noch einmal beschlossen. Du hast Recht, ich tausche "beschlossen" gegen "vollzogen". Geschenkt. ;-)
Ein T. schrieb: > den Weg des > Kraftwerks in Tschernobyl gehen, das übrigens ebenfalls ein WWER war Weiter daneben geht nicht. Tschernobyl: RBMK-Typ, graphitmoderierter Siedewasserreaktor mit Druckröhren. WWER: Druckwasserreaktor mit Druckkessel, vergleichbar mit westlichen Typen.
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Chris D. schrieb: > Wobei wir gar nicht so viel Kernkraft importieren - im letzten Jahr > waren es mWn knapp 2% aus Frankreich. Also kaum etwas, das man nicht > hier auch hätte erzeugen können. Aber der Strom dort war zum Zeitpunkt > des Einkaufs offenbar günstiger. Es gibt ja nicht nur Import. Wieviel Strom musste Frankreich importieren, als viele Kraftwerke nicht liefen und mehrere noch laufende wegen zu wenig Wasser gedrosselt werden mussten? Aber das wird gerne von den Kernkraft Fanboys selektiv ausgeblendet.
Ein T. schrieb: > Schau, im Gegensatz zu einigen anderen hier habe ich überhaupt nichts > gegen Erneuerbare, im Gegenteil. Ich finde es allerdings immer noch > merkwürdig, vorhandene, bezahlte und abgeschriebene Kraftwerke > abzuschalten. Außerdem befürchte ich, daß einige Aspekte unserer > aktuellen Energiepolitik einen so negativen Einfluß auf unsere > Wirtschaft und unsere Lebensqualität haben könnten, daß letztlich > politische Kräfte davon profitieren, die zumindest ich keinesfalls an > den Hebeln der Macht sehen mag. Da sind wir gleicher Meinung. Es ist ein Riesenunterschied, ob ich ein schon existierendes AKW früher als geplant abschalte oder neue AKWs baue. Fakt ist es gibt noch nicht mal im Ansatz eine sichere Endlagerung und wenn ich mit die Asse anschaue, bezweifle ich dass es über ein so langen Zeitraum wie nötig überhaupt eine sichere Endlagerung geben kann. Und erst die Laufzeitverlängerung und dann der Salto rückwärts nach Fukushima war eine rein populistische Entscheidung weil einige Angst bekamen, dass sie Wählerstimmen verlieren könnten.
Ein T. schrieb: > Schau, im Gegensatz zu einigen anderen hier habe ich überhaupt nichts > gegen Erneuerbare, im Gegenteil. Ich finde es allerdings immer noch > merkwürdig, vorhandene, bezahlte und abgeschriebene Kraftwerke > abzuschalten. D’accord. Ich halte AKWs für teuer und will die Langzeitprobleme nicht den zukünftigen Generationen aufbürden, aber zumindest in Europa halte ich sie für hinreichend sicher. Von mir aus hätte man die Bestehenden noch paar Jährchen laufen lassen können. Aber ehrlicherweise hätte das den Bock nicht fett gemacht. Die Energiepreise würden auch nicht groß anders aussehen, betrachtet man den Anteil der AKW am Gesamtenergiemix. Die Industrie würde trotzdem nach günstiger Energie und Entlastung rufen.
Udo S. schrieb: > weil einige Angst bekamen, dass sie Wählerstimmen verlieren könnten. Mit Recht. Das Thema entschied die Wahl in Baden-Württemberg.
Ein T. schrieb: > Daß öffentlich geförderte Projekte regelmäßig sowohl ihre zeitlichen > Ziele aus auch die projektierten Kosten meistens deutlich überschreiten, > kennen wir doch auch bei uns. Ich sage nur BER und Stuttgart 21. Natürlich :-) Aber beim BER/Stuttgart 21 sind es dann nicht mehr die laufenden Kosten, die das Ticket verteuern. Anders bei den AKW-Neubauten. Da zahlt man nochmal beim Strompreis. Bei Hinkley Point C sind das 35 Jahre. >> Und warum übernimmt der Staat und keine private Versicherung - wenn das >> doch alles so sicher ist. Können die denn nicht rechnen? ;-) > > Vermutlich können private Versicherungsträger die Risiken einfach nicht > einschätzen, so etwas scheuen Versicherungsmathematiker gemeinhin wie > der Teufel das Weihwasser. Außerdem würde ich vermuten, daß > Versicherungen die damit verbundenen Anfeindungen vermeiden wollen. Das wäre allerdings das erste Mal, dass Versicherungen um ihren Ruf besorgt sind ;-) Selbst zu Hochzeiten der Kernkraft, als sie "en vogue" war, gab es diese Versicherungen ja nicht. > Aber die Frage bleibt: wenn das alles so teuer ist, warum machen die > Staaten beziehungsweise ihre Regierungen das dann? > >> Man muss da aber auch ehrlich sein: die würden auch ohne die deutsche >> Stromabnahme laufen. Das Riskio ist dort also dasselbe, nur dass hier in >> DE kein Risiko mehr besteht. > > Naja, kein Risiko... wenn in Tschechien die alten WWERs den Weg des > Kraftwerks in Tschernobyl gehen, das übrigens ebenfalls ein WWER war... > und zumindest bei mir daheim in Aachen wird ein großer Unfall in Tihange > sicher ungemütlich. Das hast Du missverstanden. Ich meinte: wenn ich in zwei Ländern AKWs habe und die AKW in einem Land abschalte, dann sinkt das Risiko eines Unfalls. Das meinte ich. Ob die Dinger im Ausland so sicher sind wie unsere hier waren? Keine Ahnung. Aber es ändert ja nichts. Die laufen weiter, ob wir da ab und zu Strom abnehmen oder nicht. > Bitte noch einmal lesen, ich hatte nicht die Kernkraft gemeint. Ok. > Dennoch haben wir in Deutschland meines Wissens die höchsten Strompreise > in Europa, behauptet das statistische Bundesamt. Wenn die Erneuerbaren > alle so preiswerten Strom erzeugen und der Anteil der Erneuerbaren 2025 > bereits bei 57% lag (ebenfalls statistisches Bundesamt), würde ich mich > außerordentlich darüber freuen, wenn ich das auch auf meiner > Stromrechnung wiederfände. Ich habe gerade mal auf meine Rechnung vom Mai 2025 geschaut (weil ich die zur Hand hatte): da gehen 16,3ct für Stromsteuer und Netzentgelte (10ct!) drauf, 12ct sind die eigentlichen Erzeugungskosten + Unkosten des Anbieters + sein Gewinn. D.h. über 30% fließen in den Ausbau der Netze. Das ist eine Kröte, die man bei Regenerativen schlucken muss, wobei es ja auch den Vorschlag gab, diese Investitionskosten (ich meine, es wäre von 500 Mrd. die Rede gewesen) jetzt als Kredit aufzunehmen, ranzuklotzen und dann über die komplette Laufzeit der Netze zu verteilen - also die Anfangsbelastung jetzt zu reduzieren. Fand ich nicht sooo schlecht. Man erhält für die Investition dann allerdings auch ein deutlich robusteres Netz (auch bzgl. Sabotage) - sozusagen als kleines Goodie. Das heisst aber auch, dass selbst mit AKW der Strom nicht so viel günstiger würde. Die AKWs produzieren ja eh nur anteilig und eine PV-Anlage hier in der Gegend hatte letztes Jahr den Zuschlag mit 5,0ct/kWh, Windkraft liegt hier in der Eifel bei 7ct. Da geht es also überhaupt nur um wenige Cent, weil die Erneuerbaren schon sehr nah an die Kosten abgeschriebener AKWs kommen. Die Netzausbaukosten kämen ja auch dort mit drauf. Davon abgesehen habe ich jetzt seit März nach vielen Jahren um die 30ct mit 25ct/kWh für ein Jahr tatsächlich einen gesunkenen Strompreis. Ich glaube, das letzte Mal hatten wir hier 2018 so einen Preis. Und das wäre dann europaweit schon im gesunden Mittelfeld und niedriger als in Frankreich ;-) Was zahlst Du im Moment? Man darf bei den Rankings auch nicht vergessen, dass Frankreich und viele andere Länder Strom auch für Privathaushalte stark subventionieren. > Schau, im Gegensatz zu einigen anderen hier habe ich überhaupt nichts > gegen Erneuerbare, im Gegenteil. Ich finde es allerdings immer noch > merkwürdig, vorhandene, bezahlte und abgeschriebene Kraftwerke > abzuschalten. Ja, man hätte sie weiterlaufen lassen können. Allerdings vertragen sich gerade diese alten Kraftwerke mit ihrer besch... eidenen Regelfähigkeit wohl nur sehr schwer mit Regenerativen. Wir hätten also mit Sicherheit deutlich mehr Abschaltungen. Und die Entsorgungsproblematik bliebe natürlich und wird mit mehr hochradioaktivem Abfall ja nicht besser. > Außerdem befürchte ich, daß einige Aspekte unserer > aktuellen Energiepolitik einen so negativen Einfluß auf unsere > Wirtschaft und unsere Lebensqualität haben könnten, daß letztlich > politische Kräfte davon profitieren, die zumindest ich keinesfalls an > den Hebeln der Macht sehen mag. > > Letztens habe ich in einem Interview, ich glaube auf tagesschau.de, den > sehr interessanten Satz gelesen: "Immer wenn die Bürger zwischen > Umweltschutz und Wohlstand entscheiden können, wählen sie den > Wohlstand". Aus meiner Sicht muß die Konsequenz daraus also sein, > Umweltschutz und Wohlstand zu verbinden. Absolut. Vor allem hätte man das doch auch schon damals vernünftig erklären können, also welche Ziele es gibt, was dafür nötig ist und was es für Belastungen geben wird. Die Leute können die Wahrheit durchaus vertragen. Leider entwickelte sich ein absoluter Eiertanz. All das hat uns bei der Umstellung nicht geholfen.
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(prx) A. K. schrieb: > Weiter daneben geht nicht. > Tschernobyl: RBMK-Typ, graphitmoderierter Siedewasserreaktor mit > Druckröhren. > WWER: Druckwasserreaktor mit Druckkessel, vergleichbar mit westlichen > Typen. Huch, Du hast Recht. Danke für den Hinweis.
(prx) A. K. schrieb: > Sogar beim Proton diskutiert man schon eine Weile, ob es stabil sei, Also doch angekommen. Sich auf die Halbwertszeit bei der Gefahrenbewertung zu berufen ist sinnlos, kommt aber bei den meisten Leuten gut an. Das nennt sich "Die Angst vor der großen Zahl" und ist ein Teil der Arithmophobie. https://www.youtube.com/shorts/3ipcYiilin4
Chris D. schrieb: > 94 Prozent der deutschen energieintensiven Unternehmen halten eine > Abwanderung Ist doch Super, wenn die weg sind. Desto mehr desto besser wird die Deckung durch regenerative Energien am gesamten Primaerenergieverbrauch des Landes.
Nochmal zurück zum Blackout: Netzstabilität und Smartmeter - ist heute und sollte künftig sein - sehr gut erklärt: Teil 1 https://www.youtube.com/watch?v=dYL3OQO57fo Teil 2 https://www.youtube.com/watch?v=4TvvKArLuDM
Dieter D. schrieb: > Chris D. schrieb: >> 94 Prozent der deutschen energieintensiven Unternehmen halten eine >> Abwanderung > > Ist doch Super, wenn die weg sind. Desto mehr desto besser wird die > Deckung durch regenerative Energien am gesamten Primaerenergieverbrauch > des Landes. Was soll dieses sinnverfälschende Teilzitat?
Chris D. schrieb: > Dieter D. schrieb: >> Chris D. schrieb: >>> 94 Prozent der deutschen energieintensiven Unternehmen halten eine >>> Abwanderung >> >> Ist doch Super, wenn die weg sind. Desto mehr desto besser wird die >> Deckung durch regenerative Energien am gesamten Primaerenergieverbrauch >> des Landes. > > Was soll dieses sinnverfälschende Teilzitat? Hast Du noch nie einen "klassischen Dieter" gesehen? :-)
Chris D. schrieb: > Was soll dieses sinnverfälschende Teilzitat? Das ist nicht sinnverfaelschend, sondern die Verlinkung auf Deinen Post als Bezug zu Chris und Ein T fuer meinen Post. Es wird von mir widersprochen, dass Gehen der Grossenergieverbraucher als tragisch zu sehen, sondern als Verbesserung der Lage im Hinblick auf Regenerative.
Chris D. schrieb: > Nick schrieb: >> G. K. schrieb: >>> Quelle? >> >> Gerne! >> > https://www.amprion.net/Netzjournal/Beitr%C3%A4ge-2021/Ph%C3%A4nomen-zur-vollen-Stunde.html >> 22:00 unserer Zeit. Die 21:00 sind "Europäische Normalzeit" oder wie man >> das nennen mag. >> Das erklärt aber nicht den Zusammenhang mit Windkraft, nur die Tatsache. >> >> Hier die eigentliche Meldung: >> https://www.rj2et.de/netzfrequenz-meldungen-22-00 > > Interessant. Letztendlich ist das aber nur eine Randnotiz, denn das > Problem lässt sich ja wirklich einfach lösen, indem man bspw. die > Anlagen jeweils leicht verzögert abschaltet. Streut man das über +/-5 > Minuten, so würde das vermutlich schon ausreichen. > > Ich stecke leider in der Materie zu Windenergieanlagen noch nicht > wirklich drin: Kann man die nicht auch ohne größere Probleme "weich" > abschalten, bspw. durch langsame Drehung der Flügel auf Nullstellung > über 1-2 Minuten? Genau das ist jetzt wohl auch geplant. Momentan geben die Vorschriften (konkret: die "TA Lärm") das aber nicht her. https://taz.de/Europaeisches-Stromnetz/!6166827/ Mit freundlichen Grüßen Thorsten Ostermann
Dieter D. schrieb: > Chris D. schrieb: >> Was soll dieses sinnverfälschende Teilzitat? > > Das ist > ... > sinnverfaelschend Ok, dann habe ich als Beispiel Dein Zitat auch mal "passend" eingekürzt. Wir sind hier nicht im Kindergarten. Entweder zitierst Du in Zukunft korrekt oder Du lässt es.
Chris D. schrieb: > mal "passend" eingekürzt. Aber leider nicht analog eingekuerzt, denn dafuer haettest Du vorne und hinten was weglassen muessen und nicht dazwischen ein "nicht". Das "markierten Text zitieren" hatte das Gaensefuesschen nicht mitgenommen auf dem Smartphone.
Morgen (am Sonntag) wird es spannend. Wochenende + Feiertag + Sonnenschein + Wind = https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?c=DE Und der Preis ist auch gut (-114 € / MWh) https://www.energy-charts.info/charts/price_spot_market/chart.htm?c=DE
Hallo Chris D., Chris D. schrieb: > Das hast Du missverstanden. Ich meinte: wenn ich in zwei Ländern AKWs > habe und die AKW in einem Land abschalte, dann sinkt das Risiko eines > Unfalls. Ja. > Das meinte ich. Ob die Dinger im Ausland so sicher sind wie > unsere hier waren? Keine Ahnung. Aber es ändert ja nichts. Die laufen > weiter, ob wir da ab und zu Strom abnehmen oder nicht. Vielleicht aber ist die Risikoreduktion bei Abschaltung von nur einem ausgewählten KKW größer als die Risikoreduktion bei Abschaltung eines ganzen KKW-Pulks... https://www.ippnw.de/atomenergie/sicherheit/artikel/de/kernkraftwerk-tihange-deutlich-gefae.html
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Für die Freunde des Einzelhändlers aus Chiemgau: https://www.youtube.com/watch?v=fRim0Q6mB7I Bemerkenswert ist wie sich der Einzelhändler um das Thema Netzausbau herum windet. Mit konstruktiven Vorschlägen (Wo müsste was passieren?) dazu würde er ja sein Publikum vergraulen.
Ein T. schrieb: > Tja, das Volk der Dichter und Denker. Ja, gut erkannt. Das war schon immer problematisch -> also eine Exploit-Gelegenheit, wenn man so will. Man kann sich auch über Autarkie Gedanken machen - oder generell über Lebensräume und dessen wirtschaftliche Verhältnisse da. In Spanien kann man von Planungsfehlern ausgehen - die natürlich sehr wahrscheinlich sind, wenn die Ausbildung der Planungsleute eher Ideologiegetrieben ist statt fundamental gut.
Nick schrieb: > Und der Preis ist auch gut (-114 € / MWh) Keine Sorge! Für Montag ist der day ahead Preis bei -147,05 € / MWh https://www.energy-charts.info/charts/price_spot_market/chart.htm?c=DE&week=15 Und die Batteriespeicher sind auch (keine aktuellen Daten verfügbar) schwer am Netz stabilisieren (zumindest für 1/2 Stunde): https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&source=battery_unit_eex Die Daten sind vom Fraunhofer-institut.
Nick schrieb: > Keine Sorge! Zumindest passiert das noch nicht häufig genug, damit eine Akkubank genügend Zyklen fahren kann ohne vorher an Überalterung einzugehen.
Dieter D. schrieb: > Zumindest passiert das noch nicht häufig genug, damit eine Akkubank > genügend Zyklen fahren kann ohne vorher an Überalterung einzugehen. Ah! Also sind Akkus Unsinn? Wo liegt denn dann die Grenze? https://www.energy-charts.info/charts/price_spot_market/chart.htm?c=DE&interval=year&year=2025 Wenn ich mir das Diagramm für 1 Jahr (2025) so anschau, hat wohl jeder Tag Potential billig zu kaufen und teuer zu verkaufen. Für die 7 Tage über 600 €/MWh oder die 3 Tage mit fast 1000 €/MWh lohnt sich das aber tatsächlich wirtschaftlich nicht.
Nick schrieb: > Ah! Also sind Akkus Unsinn? Das wäre viel zu kurz gedacht. > Wo liegt denn dann die Grenze? Pro Jahr müsste über hundert mal die Kapazität der Akkus für solche Zwecke beansprucht werden. Ein anderes Problem wäre noch, dass die Regelungen an der Strombörse für solche Anlagen nochmal kräftig überarbeitet werden müßten.
Dieter D. schrieb: > Pro Jahr müsste über hundert mal die Kapazität der Akkus für solche > Zwecke beansprucht werden. Das ist doch locker zu schaffen, selbst bei nur 50% Solartagen, ohne Wind. Dieter D. schrieb: > Ein anderes Problem wäre noch, dass die Regelungen an der Strombörse für > solche Anlagen nochmal kräftig überarbeitet werden müßten. An was denkst du da?
Nick schrieb: > Wo liegt denn dann die Grenze? Der Preis wird nicht ohne Grund je MWh angegeben. So einen Akku-Haufen für viele MWh muß man erstmal haben. Und dann kommen bestimmt noch Transaktionsgebühren und Steuern dazu. Die müssen auch erwirtschaftet werden. Somit ist die Grenze für Privatpersonen vermutlich nicht zu erreichen.
> Dietr D schrieb >Ein anderes Problem wäre noch, dass die Regelungen an der Strombörse für solche Anlagen nochmal kräftig überarbeitet werden müßten. Nicht muesste, sondern muss sowieso. Das kann aber nicht so schwierig sein. Denn das bestehende System ist sowieso Quatsch. Ein hinreichend grosser Einspeiser, sagen wir etwas groesser wie ein Panel am Balkon kann einen Raspi zum Stromhandeln haben. Das sollte machbar sein. Die Stromboerse selbst waere etwas komplizierter, die muss ja mit den Tausenden Einspeisern handeln. Erscheint mir aber auch machbar. dh die Software waere stabil moeglich. Bis der Handel stabil wird, wird's etwas dauern, aber dafuer gibt's ja auch simulationen Es sollte davon ausgegangen werden, dass der durchschnittliche Eigenheim Einspeiser mindestens die Auto Kapazitaet (zB 50-100kWh pro Auto) an Batterie vorhaelt. Die Batterie wird am Tag geladen, und in der Nacht wird das Auto geladen. Was nicht benoetigt wird, kann ans Netz gehen. Jetzt muss man der Haussteuerung nur noch vorgeben, dass man das Auto am naechsten nicht, oder nur wenig braucht, der Rest des Stromes kann verkauft werden, sofern die Verguetungen passen
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Pandur S. schrieb: > Denn das bestehende System ist sowieso Quatsch. 1++ Die Klein-Solarstromerzeuger müssten sich in einen Batterie-Pool einkaufen um den Strom am Markt (vertreten durch den Pool-Betreiber) verkaufen zu können. Der Pool-Betreiber müsste dem Netz eine jederzeit abrufbare Menge und Leistung anbieten. Der Abruf kann vom Netzbetreiber beliebig übers Jahr verteilt werden. Bei Nichteinhaltung muss er Ersatz zum Stundenpreis leisten.
Die Herausforderung dabei waere, alle Poolbetreiber fair verteilt an der Netzunterstützung teilhaben zu lassen.
Dieter D. schrieb: > alle Poolbetreiber fair verteilt an der > Netzunterstützung teilhaben zu lassen. Wenn du unter "fair" die Produktion von nicht benütigter Leistung zum falschen Zeitpunkt verstehst, ja, dann ist es eine Herausforderung. Aber das kann man ja jetzt auch schon in Perfektion. So wie es jetzt läuft ist es subventionierte Verklappung.
Nick schrieb: > Wenn du unter "fair" die Produktion von nicht benütigter Leistung zum > falschen Zeitpunkt verstehst, ja, dann ist es eine Herausforderung. Aber > das kann man ja jetzt auch schon in Perfektion. > So wie es jetzt läuft ist es subventionierte Verklappung. Also besser die französischen AKWs durch rauf-runter kaputt machen?
Nick schrieb: > Dieter D. schrieb: >> alle Poolbetreiber fair verteilt an der >> Netzunterstützung teilhaben zu lassen. > > Wenn du unter "fair" die Produktion von nicht benütigter Leistung zum > falschen Zeitpunkt verstehst, ja, dann ist es eine Herausforderung. Aber > das kann man ja jetzt auch schon in Perfektion. > So wie es jetzt läuft ist es subventionierte Verklappung. Mit kaum 2% der jährlichen Erzeugung ist der Effekt aber eher gering.
Chris D. schrieb: > Mit kaum 2% der jährlichen Erzeugung ist der Effekt aber eher gering. Meine Forderung zum Zwang zur Batteriepufferung für "Privatanbieter" war lediglich eine Erweiterung. Also statt 2% 100%. Gilt sowohl für Solar als auch Wind.
Nick schrieb: > Meine Forderung zum Zwang zur Batteriepufferung für "Privatanbieter"... Meiner Erinnerung nach wäre hier die Herausforderung gewesen, dass mit 8ct/kWh einige private Erzeuger die Kosten abdecken können, jedoch noch die zusätzlichen Speicherverschleißkosten von 10ct/kWh hinzukämen. Damit wären für den Strom aus den Speichern ein Preis von 18ct/kWh anzusetzen. Einen nicht kostendeckenden Abgabepreis per Gesetz oder Verordnung durchzusetzen würde vermutlich spätestens bei einem der Bundes- oder Verfassungsgerichten aufgehoben werden.
Dieter D. schrieb: > Nick schrieb: >> Meine Forderung zum Zwang zur Batteriepufferung für "Privatanbieter"... > > Meiner Erinnerung nach wäre hier die Herausforderung gewesen, dass mit > 8ct/kWh einige private Erzeuger die Kosten abdecken können, jedoch noch > die zusätzlichen Speicherverschleißkosten von 10ct/kWh hinzukämen. Damit > wären für den Strom aus den Speichern ein Preis von 18ct/kWh anzusetzen. > Einen nicht kostendeckenden Abgabepreis per Gesetz oder Verordnung > durchzusetzen würde vermutlich spätestens bei einem der Bundes- oder > Verfassungsgerichten aufgehoben werden. Warum sollten EE-Erzeuger und Speicherbetreiber die selbe juristische Person sein?
Dieter D. schrieb: > Damit > wären für den Strom aus den Speichern ein Preis von 18ct/kWh anzusetzen. Tja, was soll ich sagen? Pech gehabt. Von den konventionellen Kraftwerksbetreibern fordert man, bedarfgerecht Enegie zu liefern. Von den Solar/Wind-Kraftwerken aber nicht. Dafür muss das Netz ausgebaut werden um dann den Überschuss mit Verlust irgendwo anders hin zu verkaufen. Schon verstanden, Windkraft ist überwiegend aus dem Norden. Aber immer noch nicht bedarfsgerecht.
Gerade lese ich eine IMHO sehr interessante Studie [1], die Jan Emblemsvåg von der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegen hinsichtlich der Hypothese verfaßt hat, daß Deutschland anstelle des Atomausstiegs nicht nur bei der Kernenergie geblieben, sondern weiter in diese investiert hätte. Befürworter der Energiewende haben ihrerseits eine Antwort dazu verfaßt, die Interessierte hier [1] lesen können. [1] https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/14786451.2024.2355642#abstract [2] https://www.isi.fraunhofer.de/de/blog/2024/kritische-stellungnahme-kernkraft-deutschland-emblemsvag.html
Moin, Dazu gab's schon vor einiger Zeit auch einen Podcast von Daniel Stelter: https://www.youtube.com/watch?v=VkEGJBSuYvg Gruss WK
Ein T. schrieb: > [2] > https://www.isi.fraunhofer.de/de/blog/2024/kritische-stellungnahme-kernkraft-deutschland-emblemsvag.html Ein lustiger Vergleich im Artikel:
1 | Warum ist dieser methodische Ansatz nicht haltbar? |
2 | ... |
3 | Um die Grundsätzlichkeit dieses Fehlers anhand eines einfachen Beispiels zu illustrieren: Nehmen wir an, ein Student kauft sich ein Auto und zahlt dafür monatliche Raten in Höhe von 300 Euro. Die Eltern unterstützen den Autokauf des Studenten mit 200 Euro im Monat. Emblemsvågs Logik folgend kostet das Auto nun monatlich 500 Euro. |
Und am Schluss ist quasi das Resume: Bei so grundlegenden Fehler ist es uns zu doof, den Artikel im Detail weiter zu analysieren.
Christoph M. schrieb: > Kennt jemand die Eltricity-Map? > > https://app.electricitymaps.com/map/zone/DE/live/fifteen_minutes Taugt nix: https://de.linkedin.com/posts/bruno-burger-a8144021_electricitymaps-hat-am-wochenende-wieder-activity-7155126195360067584-qtQD Aber wenn du Lust hast kannst du mal rausfinden wie viel CO2 dieses Ding für Atomstrom zugrunde legt.
G. K. schrieb: > Taugt nix: > > https://de.linkedin.com/posts/bruno-burger-a8144021_electricitymaps-hat-am-wochenende-wieder-activity-7155126195360067584-qtQD In den Daten von Bruno Burger/energy-charts sind auch immer wieder Fehler vorhanden, früher sogar Dauerfehler, die noch jahrelang Bestand hatten, nachdem er darauf aufmerksam gemacht wurde. Und statt sich für die Fehlermeldungen zu bedanken, reagiert er beleidigt wie ein kleines Kind, schiebt alles auf seine Studenten und schimpft wie ein Rohrspatz, dass seine ehrbaren Bemühungen sich auch einer Kritik stellen müssen.
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Christoph M. schrieb: > Ein lustiger Vergleich im Artikel: >
1 | > Warum ist dieser methodische Ansatz nicht haltbar? |
2 | > ... |
3 | > Um die Grundsätzlichkeit dieses Fehlers anhand eines einfachen Beispiels |
4 | > zu illustrieren: Nehmen wir an, ein Student kauft sich ein Auto und |
5 | > zahlt dafür monatliche Raten in Höhe von 300 Euro. Die Eltern |
6 | > unterstützen den Autokauf des Studenten mit 200 Euro im Monat. |
7 | > Emblemsvågs Logik folgend kostet das Auto nun monatlich 500 Euro. |
8 | > |
> > Und am Schluss ist quasi das Resume: Bei so grundlegenden Fehler ist es > uns zu doof, den Artikel im Detail weiter zu analysieren. Ja, da habe ich auch gelacht und mußte an Morgenserns Palmström denken. Die Antwort wirkt schon ein bisschen seltsam: da der Autor dieser Studie ja den betriebswirtschaftlichen Begriff "Cashflow" verwende, müsse das Ganze also betriebswirtschaftlich gesehen und die staatliche Subventionierung deshalb ausgeblendet werden. Dumm nur, daß es mir ganz persönlich eher gleichgültig ist, ob mein Geld in höhere Stromkosten oder in höhere Steuern fließt, mit denen der Staat die Subventionen finanziert. Für mich ergibt sich in beiden Fällen dasselbe Ergebnis: egal wer mir das Geld wie und warum abknöpft, am Ende steht es mir nicht mehr zur Verfügung. :-)
Ralf X. schrieb: > In den Daten von Bruno Burger/energy-charts sind auch immer wieder > Fehler vorhanden, früher sogar Dauerfehler, die noch jahrelang Bestand > hatten, nachdem er darauf aufmerksam gemacht wurde. > Und statt sich für die Fehlermeldungen zu bedanken, reagiert er > beleidigt wie ein kleines Kind, schiebt alles auf seine Studenten und > schimpft wie ein Rohrspatz, dass seine ehrbaren Bemühungen sich auch > einer Kritik stellen müssen. Warum willst du nicht das sich Leser eine eigene Meinung bilden können?
Ein T. schrieb: > Für mich ergibt sich in beiden Fällen dasselbe Ergebnis: > egal wer mir das Geld wie und warum abknöpft, am Ende steht es mir nicht > mehr zur Verfügung. :-) So siehts aus. Im c't Nr 6 aktuell stand auch was hinsichtlich der Kommunikation der Energieanbieter bei Reklamationen - das wollte ich noch kopieren und der Generalstaatsanwaltschaft schicken.
Zur Zeit kommt übrigens eine sehenswerte Doku zu Tschernobyl in der ZDF-Mediathek, in der auch ehemalige Mitarbeiter des Kontrollraums interviewt werden: https://www.zdf.de/dokus/collection-index-page-artede-collection-artede-rc-027769-116
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