"Erneuerbare Energien gerieten nach dem Ausfall schnell in Verdacht, den Ausfall begünstigt zu haben. Sie trugen laut Bericht bei – als einer von mehreren interagierenden Faktoren. Konventionelle Kraftwerke, die aufgrund fehlender Vorgaben zu wenig Blindleistung lieferten, kamen aber als erschwerender Faktor hinzu. Auch schalteten Schutzsysteme nach Ansicht des Expertengremiums zu früh ab und das spanische 400-kV-Netz mit einem breiteren Spannungsband operierte mit zu kleinen Sicherheitsmargen. Ein weiteres Problem: Shunt-Reaktoren, die als Kompensationsdrossel überschüssige Spannung im Netz abzubauen helfen, wurden manuell geschaltet – was angesichts der blitzschnellen Abfolge der Ereignisse viel zu spät war." https://www.heise.de/news/Blackout-auf-der-Iberischen-Halbinsel-ENTSO-E-legt-Abschlussbericht-vor-11224720.html
Blindleistung zur Netzstabilisierung gibt es nicht umsonst. Es war nicht die Menge der erneuerbaren Energie, sondern die Politiker, die ohne Sachverstand Einspeisevorrang erlassen haben, ohne damit eine adäquate Blindleistungsregelverpflichtung zur Netzstabilisierung zu verbinden. Folgerichtig haben sich die Erneuerbaren darum zu wenig gekümmert, die Konventionellen hatten aber keine Lust das ohne extra Vergütung weiter zu erledigen, wenn sie zeitgleich nur weniger Wirkleistung liefern durften. Die vorhandenen Blindleistungsquellen im Netz waren manuell zu schalten und deshalb zu langsam.
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