Forum: Offtopic Blackout in Spanien: Abschlussbericht


von G. K. (zumsel)


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"Erneuerbare Energien gerieten nach dem Ausfall schnell in Verdacht, den 
Ausfall begünstigt zu haben. Sie trugen laut Bericht bei – als einer von 
mehreren interagierenden Faktoren. Konventionelle Kraftwerke, die 
aufgrund fehlender Vorgaben zu wenig Blindleistung lieferten, kamen aber 
als erschwerender Faktor hinzu. Auch schalteten Schutzsysteme nach 
Ansicht des Expertengremiums zu früh ab und das spanische 400-kV-Netz 
mit einem breiteren Spannungsband operierte mit zu kleinen 
Sicherheitsmargen. Ein weiteres Problem: Shunt-Reaktoren, die als 
Kompensationsdrossel überschüssige Spannung im Netz abzubauen helfen, 
wurden manuell geschaltet – was angesichts der blitzschnellen Abfolge 
der Ereignisse viel zu spät war."

https://www.heise.de/news/Blackout-auf-der-Iberischen-Halbinsel-ENTSO-E-legt-Abschlussbericht-vor-11224720.html
: Verschoben durch Moderator
von Wolf17 (wolf17)


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Blindleistung zur Netzstabilisierung gibt es nicht umsonst.

Es war nicht die Menge der erneuerbaren Energie, sondern die Politiker, 
die ohne Sachverstand Einspeisevorrang erlassen haben, ohne damit eine 
adäquate Blindleistungsregelverpflichtung zur Netzstabilisierung zu 
verbinden.

Folgerichtig haben sich die Erneuerbaren darum zu wenig gekümmert, die 
Konventionellen hatten aber keine Lust das ohne extra Vergütung weiter 
zu erledigen, wenn sie zeitgleich nur weniger Wirkleistung liefern 
durften.

Die vorhandenen Blindleistungsquellen im Netz waren manuell zu schalten 
und deshalb zu langsam.
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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G. K. schrieb:
> Konventionelle Kraftwerke, die
> aufgrund fehlender Vorgaben zu wenig Blindleistung lieferten,

Ah ja, jetzt sind die konventionellen Kraftwerke schuld, weil die die 
systematischen Fehler der erneuerbaren nicht ausgleichen könnten.

Wir brauchen also nur noch mehr Solarkraft und Windkraft, dann wird das 
schon. Denn wenn 0 erneuerbare Leistung da ist, dann bracht man nur mehr 
davon.
Denn 0 * 1000 = $FantasieLeistung
von Hannes J. (pnuebergang)


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Die Verbrenner-Fetischisten laufen sich sicher schon warm. Damit es in 
deren Geschrei nicht ganz untergeht, im Artikelfazit steht:

> Erneuerbare Energien lösten die Probleme nicht aus – trugen aber zu
> wenig dazu bei, sie zu beherrschen.
von Nick (b620ys)


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Hannes J. schrieb:
>> Erneuerbare Energien lösten die Probleme nicht aus – trugen aber zu
>> wenig dazu bei, sie zu beherrschen.

Da sollte man noch etwas nachbessern:
Sie trugen **nichts** dazu bei, sie zu beherschen. Die sind netzgeführt, 
nicht netzführend.

Witzige Randnotiz:
In letzter Zeit fiel auf, dass immer um 22:00 die Netzfrequenz deutlich 
einbrach. Verstanden hat das zunächst eher niemand. Dann hat man 
herausgefunden, dass um Punkt 22:00 Windkrafträder abgeschaltet werden, 
die die Geräuschvorschriften nicht einhalten können.
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Nick schrieb:
> Wir brauchen also nur noch mehr Solarkraft und Windkraft, dann wird das
> schon.

Ja, in der Tat, und zwar in Verbindung mit entsprechend großzügig 
vorhandenen, hinreichend leistungsstarken Speichern (Akku, aber auch 
andere) und mitlaufenden Schwungmassen für die 
Blindleistungskompensation und kurze Leistungsspitzen. Für letztere 
eignen sich in der Tat die Generatoren thermischer Kraftwerke, ggf. 
sogar mit abgekoppelter Turbine.

> Denn wenn 0 erneuerbare Leistung da ist, dann bracht man nur mehr
> davon.

Dann muss ein erheblicher Teil der Energie aus den zuvor aufgeladenen 
Speichern kommen. Bezogen auf das gesamte Verbundnetz geht der Anteil 
der erneuerbaren Energien aber nicht völlig auf Null zurück, denn 
irgendwo ist es immer windig. Und am nächsten Tag wird es auch wieder 
hell, selbst wenn man es auf Grund lokaler oder regionaler Bewölkung 
kaum glauben mag.

Und die Übertragungskapazitäten müssen natürlich entsprechend ausgebaut 
werden. Gerade da gibt es ja einen erheblichen Rückstau bei der 
Bearbeitung von Anträgen, was auch einigen sehr rückständigen und 
ideologisch verblendeten Politikern (CSU und Konsorten) zuzurechen ist.
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> "... Konventionelle Kraftwerke, die
> aufgrund fehlender Vorgaben zu wenig Blindleistung lieferten, kamen aber
> als erschwerender Faktor hinzu. Auch schalteten Schutzsysteme nach
> Ansicht des Expertengremiums zu früh ab und das spanische 400-kV-Netz
> mit einem breiteren Spannungsband operierte mit zu kleinen
> Sicherheitsmargen ..."
>
> 
https://www.heise.de/news/Blackout-auf-der-Iberischen-Halbinsel-ENTSO-E-legt-Abschlussbericht-vor-11224720.html

Danke, interessantes Résumé. Die Ereignisse wurden hier schon kurz nach 
einem Erstbericht im TV Österreich besprochen: * 
Beitrag "Blackout in Spanien und die "kreative" Spannungshaltung"

IMHO wurde im Erstbericht besonders betont, das die 
Grenzwerte/Regularien in insbesonders im Bereich der 
Blindleistungsregelung Spoanien nicht die selben sind. So akzeptiert man 
in ESP bis zu 435 kV in den Überlandleitungen, während die Obergrenzen 
im Nicht-Spanien bei 420 kV liegt.
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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Andreas S. schrieb:
> Ja, in der Tat, und zwar in Verbindung mit entsprechend großzügig
> vorhandenen, hinreichend leistungsstarken Speichern (Akku, aber auch
> andere) und mitlaufenden Schwungmassen für die
> Blindleistungskompensation und kurze Leistungsspitzen. Für letztere
> eignen sich in der Tat die Generatoren thermischer Kraftwerke, ggf.
> sogar mit abgekoppelter Turbine.

Prinzipiell richtig. Nur an der Umsetzung hapert es mal wieder. Wo sind 
die Speicher? Seit wann weiß man, dass dazu Speicher gehören. Ich kann 
mich erinnern, dass das das Thema schon vor über 40 Jahren am Tisch lag. 
Nichts ist passiert, es gibt keine nennenswerten Speicher.
Die fahren voll gegen die Wand und schieben die Schuld dann auf die 
Wand.

Andreas S. schrieb:
> Für letztere
> eignen sich in der Tat die Generatoren thermischer Kraftwerke, ggf.
> sogar mit abgekoppelter Turbine.

Es ist die Turbine die die Masse hat, der Generator ist vergleichsweise 
lächerlich leicht. Die Turbine muss im Leerlauf mitlaufen. Erzeugt also 
keine Leistung wodurch die Gesamtkosten steigen.


Ich kenn einen (Bachelor + Master), der Solaranlagen plant. Fein für 
ihn, fein für den Häuselbauer der mit einer Leistung die er nicht 
erbringt Geld verdienen kann. Den Begriff "Netzdienlichkeit" kann man 
den Leuten aber nicht vermitteln.
Ja, jetzt soll in der Nähe meines Dorfes ein Batteriespeicher gebaut 
werden. Toll wird haben's! Nachgefragt wie lange der Speicher hält wird 
mit verwirrten Blick beantwortet. Na, dann rechnen wir mal ... Oh, 2 
Stunden. Das ist ja genau so lang wie bei uns der Winter ist. Wie lange 
halten denn die Akkus? Wie??? 2000 Zyklen? Was ist ein Zyklus?

Für wie lange halten unsere Wasserkraftspeicher? 30 Minuten.
Ich bewundere das Walchenseekraftwerk. Eine tolle Ingenieursleistung und 
weitsichtige Planung seinerzeit. Nur, die haben letztes Jahr den 100ten 
Geburtstag gefeiert.

Leider ist das Denken in Zusammenhängen aus der Mode gekommen. Wobei man 
in einem Forum wie dem hier, davon ausgehen kann, dass das mit zum 
Handwerkszeug gehören sollte.

Interessantes Video zur Windkraft und überhaupt realisierbarer Leistung:
https://www.youtube.com/watch?v=q0FIciSxu5M&pp=ygUVd2luZGtyYWZ0IGdlbsO8Z3QgZGll
Man kann die Berechnung gerne anzweifeln, die ist auch bewusst 
grobschlächtig. Aber es geht hier um Größenordnungen. So wie wir (oder 
zumindest Einige hier) grobe Überschlagsrechnungen machen um 
gegenzuprüfen ob wir überhaupt richtig rechnen.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Hannes J. schrieb:
> Die Verbrenner-Fetischisten laufen sich sicher schon warm. Damit es in
> deren Geschrei nicht ganz untergeht, im Artikelfazit steht:
>> Erneuerbare Energien lösten die Probleme nicht aus – trugen aber zu
>> wenig dazu bei, sie zu beherrschen.

Der Satz ist ein schoenes Beispiel fuer Framing in einem Bericht.

Wenn die Zahl der konventionellen Kraftwerke, die über 
Unter-/Übererregung die Blindleistungsregelung sichern zu gering wird, 
wird das Netz instabil. Wenn die Lobby der Erneuerbaren das ignoriert, 
sogar dagegen arbeitet (daher die Anlagen fuer die Gegenmassnahmen 
fehlen) und zum Blackout kommt, solle diese nicht Schuld sein?
von Matthias S. (da_user)


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Nick schrieb:
> Nur, die haben letztes Jahr den 100ten
> Geburtstag gefeiert.

Und weiter?
Die werden bei der Steuerungstechnik sicher nicht den Stand wie vor 100 
Jahren haben. Und bei den Generatoren und Turbinen? Warum sollte man 
was, was gut läuft und i.O. ist, für viel Geld mit viel Aufwand gegen 
was neues tauschen, was (vermutlich) nicht so lange hält?
von G. K. (zumsel)


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Dieter D. schrieb:

> Der Satz ist ein schoenes Beispiel fuer Framing in einem Bericht.
>
> Wenn die Zahl der konventionellen Kraftwerke, die über
> Unter-/Übererregung die Blindleistungsregelung sichern zu gering wird,
> wird das Netz instabil. Wenn die Lobby der Erneuerbaren das ignoriert,
> sogar dagegen arbeitet (daher die Anlagen fuer die Gegenmassnahmen
> fehlen) und zum Blackout kommt, solle diese nicht Schuld sein?

Nein, das war/ist ein regulatorisches Problem, das wurde mit deiner 
Beteiligung hier schon besprochen.
Lernst du eigentlich nichts wenn du dich hier an Diskussionen 
beteiligst?
von Nick (b620ys)


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Dieter D. schrieb:
> Wenn die Zahl der konventionellen Kraftwerke, die über
> Unter-/Übererregung die Blindleistungsregelung sichern zu gering wird,
> wird das Netz instabil.

Der Begriff "Momentanreserve" ist bei Wind und Solar noch nicht wirklich 
angekommen. Durch die Merit-Order wird der Markt verzerrt aber 
gleichzeitig schiebt man seine technischen Unzulänglichkeiten auf die 
Verantwortung der aus dem Markt Gedrängten. Deren Kosten steigen 
dadurch, was dann wieder als Argument für Wind/Solar dient, weil es ja 
so billig ist.
Nennt sich "Zirkelschluss"

Die Politik versteht solche Zusammenhänge aber überhaupt nicht. 
Stichwort "Kobolde" und "Das Netz ist der Speicher".

Sehr schade. Man könnte Wind und Solar durchaus sinnvoll am Netz 
beteiligen. Dazu müsste man aber die Prämisse Netzdienlichkeit 
konsequent umsetzen. Fairer Wettbewerb mit gleichen Rahmenbedingungen 
für Alle.

Ich hab dazu ein Modell:
Jeder kann sich Solar aufs Dach klatschen wie er will. Wenn er nicht 
einspeisen will, und dadurch das Netz weiter belastet, wird er vom Netz 
dauerhaft getrennt. Das ist schon sehr gehässig, ich geb es zu. Ich kann 
darauf aber gerne eingehen.

Will er einspeisen, dann gilt:
Er gibt eine einspeisbare Leistung an. Die wird mit einem Faktor 
multipliziert und das ergibt dann eine **jederzeit** das ganze Jahr 
durch abrufbare Menge in kWh, mit dem oberen Limit der einspeisbaren 
Leistung, an. Für die abrufbare Menge wird er bezahlt. Im Detail mag man 
dann noch die tatsächliche abgerufene Menge berücksichtigen.

Beispiel:
Ich kann 10 kW einspeisen. Daraus ergeben sich z.B. 1000 kWh übers Jahr. 
Zu einem beliebigen Zeitpunkt (egal ob Tag oder Nacht, egal ob Sommer 
oder Winter) kann der Netzbetrieber dann 1000 kWh in Summe im Jahr 
abrufen, mit maximal 10 kW. Das gilt dann für Alle. Klauseln mit Wartung 
und Ausfall müssen natürlich eingebaut werden.
Gleichzeitig muss jeder Einspeiser netzstabilisierende Einrichtungen 
haben (wie immer die dann detailiert aussehen). Wer keine 
Momentanreserve anbieten kann, muss X % der Einnahmen in einen Topf für 
netzstabilisierende Anbieter geben.

Wenn man sich mal die Strompreise über einen Tag ansieht, sieht man das 
Chaos das wir derzeit am Markt haben. Knapp 900 € / MWh wie letztes 
Jahr? Negative Preise?! D.h. man verdient Geld wenn man 100 Tauchsieder 
einsteckt? Toller Beitrag zum Energiesparen. Überschuss aus dem Norden 
in Bayern verheizen und gleichzeitig damit das Netz überlasten und 
gleichzeitig keine Fernleitungen bauen.

Wirrköpfe, die sollte man mal beim Gesundheitsamt melden. :-)
von G. K. (zumsel)


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Nick schrieb:
> Hannes J. schrieb:
>>> Erneuerbare Energien lösten die Probleme nicht aus – trugen aber zu
>>> wenig dazu bei, sie zu beherrschen.
>
> Da sollte man noch etwas nachbessern:
> Sie trugen **nichts** dazu bei, sie zu beherschen. Die sind netzgeführt,
> nicht netzführend.

Bei meinen Zitat geht es primär um die Spannungshaltung nicht um die 
Frequenzhaltung. Und in Zukunft wird einiges bei der Frequenzhaltung 
anders laufen:

https://www.youtube.com/watch?v=iB95lhmrqXo

> Witzige Randnotiz:
> In letzter Zeit fiel auf, dass immer um 22:00 die Netzfrequenz deutlich
> einbrach. Verstanden hat das zunächst eher niemand. Dann hat man
> herausgefunden, dass um Punkt 22:00 Windkrafträder abgeschaltet werden,
> die die Geräuschvorschriften nicht einhalten können.

Quelle?
von Nick (b620ys)


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Matthias S. schrieb:
> Die werden bei der Steuerungstechnik sicher nicht den Stand wie vor 100
> Jahren haben.

Äh, ja?
Das mit den 100 Jahren bezog sich darauf, dass man damals schon 
weitergedacht hat. Der "alte Krempel" funktioniert immer noch und 
liefert immer noch einen Beitrag zur Stromversorgung. Da wollte ich 
nichts Negatives reininterpretieren.

Ich war, ist schon 30 Jahre her, im Kraftwerk des Sylvensteinspeichers. 
Da war nix antiquiert. Das eigentliche Kraftwerk war wo anders wie die 
Steuerung. Ich geh davon aus, dass die Leittechnik nach wie vor 
angemessen ist.

Das war eine Privatführung durch einen Spezl.
von Nick (b620ys)


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G. K. schrieb:
> Quelle?

Gerne!
https://www.amprion.net/Netzjournal/Beitr%C3%A4ge-2021/Ph%C3%A4nomen-zur-vollen-Stunde.html
22:00 unserer Zeit. Die 21:00 sind "Europäische Normalzeit" oder wie man 
das nennen mag.
Das erklärt aber nicht den Zusammenhang mit Windkraft, nur die Tatsache.

Hier die eigentliche Meldung:
https://www.rj2et.de/netzfrequenz-meldungen-22-00
von Nick (b620ys)


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G. K. schrieb:
> Bei meinen Zitat geht es primär um die Spannungshaltung nicht um die
> Frequenzhaltung. Und in Zukunft wird einiges bei der Frequenzhaltung
> anders laufen:

Das ist schon in Ordnung, kein Widerspruch.

Die Erneuerbaren sind halt netzgeführt. Die können die Frequenz (noch) 
nicht stabilisieren. Zusätzlich schalten alle (das wird schon real 
geändert) bei einer fixen Spannung ab, statt die Abschaltung 
"tröpferlweise" zu verteilen.

Sobald Einer abschaltet und die Anderen paar mV vor der gleichen 
Schwelle sind, führt das zu einer Lawine. Letztes Jahr hatten wir hier 6 
Netzzusammenbrüche. Ich konnte keine Baggerschäden dazu finden, es war 
kein Gewitter. Aber wir sind hier auf dem Land, wo auf jeder 
Maschinenhalle und jedem Kuhstall Solarpanels sind.
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Nick schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Quelle?
>
> Gerne!
> 
https://www.amprion.net/Netzjournal/Beitr%C3%A4ge-2021/Ph%C3%A4nomen-zur-vollen-Stunde.html
> 22:00 unserer Zeit. Die 21:00 sind "Europäische Normalzeit" oder wie man
> das nennen mag.
> Das erklärt aber nicht den Zusammenhang mit Windkraft, nur die Tatsache.
>
> Hier die eigentliche Meldung:
> https://www.rj2et.de/netzfrequenz-meldungen-22-00

Interessant. Letztendlich ist das aber nur eine Randnotiz, denn das 
Problem lässt sich ja wirklich einfach lösen, indem man bspw. die 
Anlagen jeweils leicht verzögert abschaltet. Streut man das über +/-5 
Minuten, so würde das vermutlich schon ausreichen.

Ich stecke leider in der Materie zu Windenergieanlagen noch nicht 
wirklich drin: Kann man die nicht auch ohne größere Probleme "weich" 
abschalten, bspw. durch langsame Drehung der Flügel auf Nullstellung 
über 1-2 Minuten?

Zu den Speichern:
Klar hat man da damals gepennt. Batteriespeicher werden nur kurzfristige 
Spitzen auffangen können (aber das sehr gut). Gasspeicherkapazität für 
Dunkelflauten haben wir mehr als genug (und dank immer weniger 
Gasheizungen werden die verfügbaren Kapazitäten hier immer größer), 
weitere für reinen H2 sind im Bau. Langfristig wird man chemisch 
speichern müssen. Klar, das wird teuer. Aber letztendlich mittelt sich 
das über das Jahr raus.
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Nick schrieb:
> Sobald Einer abschaltet und die Anderen paar mV vor der gleichen
> Schwelle sind, führt das zu einer Lawine. Letztes Jahr hatten wir hier 6
> Netzzusammenbrüche.

Wobei das dann wirklich lokal ist - denn landesweit lässt sich seit 20 
Jahren ein komplett gegenläufiger Trend beobachten: das deutsche 
Stromnetz wird immer stabiler und war in der Tat noch nie so stabil wie 
heutzutage.
Europa- und auch weltweit sind wir ganz vorne mit dabei (niedriger 
einstelliger Platz, ich meine in 2025 sogar hinter Südkorea auf Platz 
2).

Das oft gebrachte Argument, die Erneuerbaren würden die 
Versorgungssicherheit gefährden, lässt sich an den Daten (SAITI etc.) 
nicht ablesen. Es geht eher deutlich in die andere - erfreuliche - 
Richtung.

Natürlich sind mehr Eingriffe ins Netz nötig - keine Frage. Aber 
offenbar bekommen die Jungs und Mädels in den Leitstellen und im Ausbau 
das ganz hervorragend hin.

Ich produziere hier ja teilweise 24h/Tag (Spritzgießen, CNC) und kann 
mich seit Jahren an keinen (netzbedingten ;-) Ausfall mehr erinnern.

Man vergisst schnell, dass es früher durchaus anders war.
von Matthias S. (da_user)


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Nick schrieb:
> Äh, ja?

Sorry, hat sich anders gelesen.
So ne persönliche Führung mit Leuten die sich wirklich auskennen ist 
immer Interessant. Biete ich bei uns im Betrieb auch immer gerne an. 
Macht mit Leuten die dann die Technik dahinter verstehen auch immer 
wieder Spaß...
von G. K. (zumsel)


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Nick schrieb:

> Aber wir sind hier auf dem Land, wo auf jeder
> Maschinenhalle und jedem Kuhstall Solarpanels sind.

Klingt nach Bayern wo Stromleitungen Teufelswerk sind.
Bayern hat das solange verschleppt das die jetzt Erster beim 
Investionsbedarf sind:

https://www.smard.de/page/home/topic-article/444/215544/update-verteilernetze-bis-2045
von G. K. (zumsel)


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Nick schrieb:

> Äh, ja?
> Das mit den 100 Jahren bezog sich darauf, dass man damals schon
> weitergedacht hat. Der "alte Krempel" funktioniert immer noch und
> liefert immer noch einen Beitrag zur Stromversorgung. Da wollte ich
> nichts Negatives reininterpretieren.

Allerdings hast du jetzt Lasten die sich anders verhalten als früher(1), 
ob dein System von Anno Schnuck mit den heutigen Lasten klarkommen 
stelle ich einfach mal in Frage.

(1) Synchronmotoren vs. Umrichter geführte Motoren.
von (prx) A. K. (prx)


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Chris D. schrieb:
> Das oft gebrachte Argument, die Erneuerbaren würden die
> Versorgungssicherheit gefährden, lässt sich an den Daten (SAITI etc.)
> nicht ablesen. Es geht eher deutlich in die andere - erfreuliche -
> Richtung.

Wahrscheinlich hatte man sich früher weniger Mühe mit der Reaktion auf 
Ereignisse gemacht und musste aufgrund heute viel kleinteiliger und 
komplexer aufgebauter Stromproduktion wesentlich flexibler und besser 
reagierende Netzsteuerungen bauen. Der Rest hängt dann davon ab, an was 
man dachte und was man nicht auf dem Radar hat - und ob Murphy die Lücke 
trifft.
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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Chris D. schrieb:
> Letztendlich ist das aber nur eine Randnotiz, denn das
> Problem lässt sich ja wirklich einfach lösen, indem man bspw. die
> Anlagen jeweils leicht verzögert abschaltet. Streut man das über +/-5
> Minuten, so würde das vermutlich schon ausreichen.

Ja, klar, das kann man einfach lösen. Sollte man dann bitte auch. Aber 
die Vorschriften aus der EU! :-)
Scheinbar war das den Verantwortlichen nicht bewusst.

Chris D. schrieb:
> weitere für reinen H2 sind im Bau.

Das mit dem H2 ist auch so ein zwar interessanter, aber sinnloser Traum.
Die Kreiseffektivität (Strom -> H2 -> Strom) liegt bei 20%. Also 7 ct 
aus Windkraft kosten dann 28 ct aus H2 als Erzeugerpreis.
Speicherung ist das nächste. H2 ist ein sehr kleines Molekül und 
diffundiert daher sehr gerne. CH4 ist größer, also unproblematischer.
Dann das Gasnetz, das man schon angefangen hat abzubauen, ist nur 
bedingt für H2 geeignet. Stichwort Wasserstoffversprödung von Stahl.

Chris D. schrieb:
> Klar, das wird teuer. Aber letztendlich mittelt sich
> das über das Jahr raus.

Dann kann man endlich mal die Kosten Erneuerbare zu Konventionelle 
gegenüberstellen. Ich ahne, dass das nicht sehr erfreulich wird.

Chris D. schrieb:
> Wobei das dann wirklich lokal ist - denn landesweit lässt sich seit 20
> Jahren ein komplett gegenläufiger Trend beobachten: das deutsche
> Stromnetz wird immer stabiler und war in der Tat noch nie so stabil wie
> heutzutage.

Ja und Nein. Also die Ausfälle sind nach meiner Beobachtung sehr lokal. 
Im nächsten Dorf kann es schon wieder Strom geben. Auf der 
Störungsmeldungskart sieht man das auch.
Das "sehr" stabil wird mühsam durch das DIspatching aufrechterhalten. 
Kosten derzeit (ausm Kopf) 4 Mrd€/Jahr. Die Dispatches haben um den 
Faktor 10 (ist mehr, je nach Vergleichszeitraum) zugenommen (auch ausm 
Kopf). Das ist inzwischen leider eine unglaubliche Flickschusterei 
geworden.
Nur mal als Beispiel:
Es gibt "KI-Sensoren" (wäre ja nix ohne KI) an Überlandleitungen, die 
die Belastbarkeit messen. Dadurch kann man dann erheblich mehr durch die 
Leitungen schicken als projektiert wurde. Das ist zunächst erfreulich, 
nur wenn es dann noch wärmer wird, ist halt dann früher Schluss.
Hinweis: Mehr Sonne, wärmer, weniger Belastbarkeit genau dann wenn man 
sie bräuchte. -> Augenwischerei.

Chris D. schrieb:
> Ich produziere hier ja teilweise 24h/Tag (Spritzgießen, CNC) und kann
> mich seit Jahren an keinen (netzbedingten ;-) Ausfall mehr erinnern.

Wir haben keine 24 Stundenschichten. Aber ein fettes Notstromaggregat 
für Inselbetrieb. Klar, die CNCs (Drehen, Fräsen, das war's) bleiben 
dann stehen, oft ist ein Werkzeug kaputt, man muss sie wieder 
freifahren. Aber zumindest muss man die Leute nicht heimschicken. Und 
die 1/2 Stunde Pause zahlt der AG. :-))

Chris D. schrieb:
> Das oft gebrachte Argument, die Erneuerbaren würden die
> Versorgungssicherheit gefährden, lässt sich an den Daten (SAITI etc.)
> nicht ablesen.

Hmm ...
Es gibt auf YT einen Kanal "Outdoor Chiemgau" der aber inzwischen das 
Thema Versorgungsnetz hat.
Ist schon klar, der ist eher kein Verfechter. Man kann sich aber nach 
wie vor seine eigene Meinung bilden. Quellen sind nachvollziehbar (wenn 
auch nicht vorbildlich).
Aber Mancher wird am herzlich ausgelebten Dialekt scheitern. Ich kann 
ihn genießen. :-)
von (prx) A. K. (prx)


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Nick schrieb:
> Also die Ausfälle sind nach meiner Beobachtung sehr lokal.

Ich würde deshalb zwischen grossräumiger Netzstabilität und örtlicher 
Verfügbarkeit unterscheiden. Dass ein Ort im Schwarzwaldtal eine viel 
schlechtere Verfügbarkeit hat, als eine grosse Stadt mit Stromanbindung 
in zwei Staaten, wird wohl niemanden überraschen.

Aber mit der grossräumigen Situation hat das auch nichts zu tun. Und mit 
einer Situation wie in Spanien schon garnicht. Was man als 
Normalverbraucher direkt mitkriegt, ist freilich nur die örtliche 
Verfügbarkeit.
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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(prx) A. K. schrieb:
> Ich würde deshalb zwischen grossräumiger Netzstabilität und örtlicher
> Verfügbarkeit unterscheiden.

Auch d'accord.
Ich wohne im Speckgürtel von München auf dem Land. Rund um München ist 
ein Bollwerk an Ringleitungen und Umspannstationen aufgebaut. Z.B. 
Umspannwerk Oberbachern. Da wird auch ständig weiter ausgebaut. Als 
nächstes kommen Batterien (in Planung). *)
Damit kann der letzte Woche gewählte neue und grüne Münchner 
Oberbürgermeister seinen Wählern eine heile Welt vorgaukeln. ;-))

Als Industrie müsste man also innerhalb des Rings liegen. Aus München 
selbst wird Industrie seit Jahrzehnten aktiv rausgedrängt.

*)
Ein Spezl der oft Modelle für Stromversorger baut, ist ausgeflippt als 
er mich besuchte. "So viele verschiedene Strommast-Typen. Da muss ich 
unbedingt Bilder machen".
von G. K. (zumsel)


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Nick schrieb:

> Dann kann man endlich mal die Kosten Erneuerbare zu Konventionelle
> gegenüberstellen. Ich ahne, dass das nicht sehr erfreulich wird.

Aber bitte nicht die Kosten der Entsorgung von CO2-Müll und radioaktiven 
Müll unterschlagen. Und auch die Versicherungen der AKWs nicht 
unterschlagen.

> Es gibt auf YT einen Kanal "Outdoor Chiemgau" der aber inzwischen das
> Thema Versorgungsnetz hat.

Noch so ein dämliches bayrisches Heißluftgebläse.
von G. K. (zumsel)


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Nick schrieb:

> Ich wohne im Speckgürtel von München auf dem Land. Rund um München ist
> ein Bollwerk an Ringleitungen und Umspannstationen aufgebaut. Z.B.
> Umspannwerk Oberbachern. Da wird auch ständig weiter ausgebaut. Als
> nächstes kommen Batterien (in Planung). *)

Bayern und insbesondere München hat sich durch seine permanente 
CSU-geführte Verweigerungshaltung selbst ins Aus geschossen.
von Nick (b620ys)


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G. K. schrieb:
> Aber bitte nicht die Kosten der Entsorgung von

... Rotorblätter und deren Feinstaub beim Betrieb und "Recycling" der 
Solarpanels. Da können wir uns gerne drauf einigen.

G. K. schrieb:
> Noch so ein dämliches bayrisches Heißluftgebläse.

Gehts schon los. Gratulation!
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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G. K. schrieb:
> Noch so ein dämliches bayrisches Heißluftgebläse.

Das belegt nur Deine Voreingenommenheit.
von G. K. (zumsel)


Angehängte Dateien:

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Nick schrieb:

> Ich wohne im Speckgürtel von München auf dem Land. Rund um München ist
> ein Bollwerk an Ringleitungen und Umspannstationen aufgebaut. Z.B.
> Umspannwerk Oberbachern.

Zeig mir mal das Bollwerk auf dem Bild im Anhang
von Rahul D. (rahul)


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G. K. schrieb:
> Bayern und insbesondere München hat sich durch seine permanente
> CSU-geführte Verweigerungshaltung selbst ins Aus geschossen.

Die Stadt München ist schon ewig nicht C$U-geführt.
von H. H. (hhinz)


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G. K. schrieb:
>> Es gibt auf YT einen Kanal "Outdoor Chiemgau" der aber inzwischen das
>> Thema Versorgungsnetz hat.
>
> Noch so ein dämliches bayrisches Heißluftgebläse.

Bestätigt halt die feste Meinung der Ahnungslosen.
von G. K. (zumsel)


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Rahul D. schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Bayern und insbesondere München hat sich durch seine permanente
>> CSU-geführte Verweigerungshaltung selbst ins Aus geschossen.
>
> Die Stadt München ist schon ewig nicht C$U-geführt.

Die großen Stromtrassen werden nicht von Kommunen geplant.
von Nick (b620ys)


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G. K. schrieb:
> Zeig mir mal das Bollwerk auf dem Bild im Anhang

Soll ich dir jetzt Brillenputztücher schicken?

Rahul D. schrieb:
> Die Stadt München ist schon ewig nicht C$U-geführt.

Ja, und jetzt von den Grünen.
von Axel G. (axelg) Benutzerseite


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Nick schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Aber bitte nicht die Kosten der Entsorgung von
>
> ... Rotorblätter und deren Feinstaub beim Betrieb und "Recycling" der
> Solarpanels. Da können wir uns gerne drauf einigen.

Ach Gottchen, du hältst dich ja an jedem Strohhalm fest.

Fang mal an mit dem "Recycling" von fossilem CO2 und diesen netten, 
kleinen, strahlenden Isotopen aus AKWs.
Und das Wort "Feinstaub" in den Mund zu nehmen, wenn man fossile 
Kraftwerke protegiert, ist zumindest gewagt.

Wie lange lässt sich der Strombedarf Deutschlands eigentlich aus der 
momentan vorhandenen Akkukapazität decken?
: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Nick schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Letztendlich ist das aber nur eine Randnotiz, denn das
>> Problem lässt sich ja wirklich einfach lösen, indem man bspw. die
>> Anlagen jeweils leicht verzögert abschaltet. Streut man das über +/-5
>> Minuten, so würde das vermutlich schon ausreichen.
>
> Ja, klar, das kann man einfach lösen. Sollte man dann bitte auch. Aber
> die Vorschriften aus der EU! :-)
> Scheinbar war das den Verantwortlichen nicht bewusst.

Ja, manche Regelungen sollte man lieber zuerst mit einem Techniker 
besprechen ;-)

> Chris D. schrieb:
>> weitere für reinen H2 sind im Bau.
>
> Das mit dem H2 ist auch so ein zwar interessanter, aber sinnloser Traum.
> Die Kreiseffektivität (Strom -> H2 -> Strom) liegt bei 20%.

Ich habe da andere Zahlen. MWn liegt die Elektrolyse bei käuflichen 
(Container-)Systemen inkl. Wasseraufbereitung bei 80% Wirkungsgrad. 
Neuere H2-Gaskraftwerke erreichen knapp 60%. Das sind die Zahlen, die 
ich bei den Herstellern ermitteln konnte.

> Also 7 ct
> aus Windkraft kosten dann 28 ct aus H2 als Erzeugerpreis.

Selbst das fände ich immer noch günstig, denn Du darfst nicht vergessen, 
dass Du diese Energie nur während der Dunkelflauten wirklich benötigst. 
Wenn man also von einem Monat ausgeht, dann schlägt das über's Jahr 
anteilig nur noch mit 1/12 zu Buche.

> Speicherung ist das nächste. H2 ist ein sehr kleines Molekül und
> diffundiert daher sehr gerne. CH4 ist größer, also unproblematischer.
> Dann das Gasnetz, das man schon angefangen hat abzubauen, ist nur
> bedingt für H2 geeignet. Stichwort Wasserstoffversprödung von Stahl.

Diese Mär lässt sich offenbar nicht ausrotten :-)

Die Versprödung hatten schon unsere Altvorderen im Griff, denn diese 
bezieht sich überhaupt nur auf bestimmte Stahlsorten - die man dann 
einfach nicht (mehr) genommen hat. Ein Großteil unseres Gasnetzes - 
insbesondere im Überlandbereich ist Stand heute bereits H2-fähig, sei 
es, weil beschichtet oder weil vernünftiger Stahl genommen wurde. Aber 
die werden halt (noch) für Erdgas benötigt. Problematisch sind da nur 
städtische Netze, aber die benötigt man eh nicht zur Einspeisung und die 
fallen dann ja auch in wenigen Jahren weg, da fehlende Abnehmer.

Und das mit dem Diffundieren vergessen wir bei den erforderlichen 
Drücken  schnell wieder. Hier stehen simple 10l-Stahlflaschen mit 3mm 
Wandstärke seit vielen Jahren mit 200(!) bar. Da diffundiert nix. Auch 
nicht bei Helium, dessen Querschnitt nochmal kleiner ist. Und das sind 
normale umgewidmete Stahlflaschen, also nichtmal beschichtet.

Die Speicher in Jemgum sind übrigens schon H2-zertifiziert, ebenso die 
großen Kavernen - aber da ist noch Erdgas drin ;-)

In dem Zusammenhang übrigens auch interessant: der Transport von Gas 
durch Pipelines ist der mit Abstand effizienteste Weg des 
Energietransports. Im Schnitt benötigt man nur 0,1% der Energie zum 
Transport (also für die Verdichter). H2 hat da sogar den Vorteil, dass 
es eine geringere Viskosität hat und somit weniger Verluste - trotz der 
geringeren Energiedichte.

Damit sind also auch größere Entfernungen zu den Gakraftwerken kein 
großes Problem.

> Chris D. schrieb:
>> Klar, das wird teuer. Aber letztendlich mittelt sich
>> das über das Jahr raus.
>
> Dann kann man endlich mal die Kosten Erneuerbare zu Konventionelle
> gegenüberstellen. Ich ahne, dass das nicht sehr erfreulich wird.

Das denke ich auch - aber für die konventionellen ;-)

> Chris D. schrieb:
>> Wobei das dann wirklich lokal ist - denn landesweit lässt sich seit 20
>> Jahren ein komplett gegenläufiger Trend beobachten: das deutsche
>> Stromnetz wird immer stabiler und war in der Tat noch nie so stabil wie
>> heutzutage.
>
> Ja und Nein. Also die Ausfälle sind nach meiner Beobachtung sehr lokal.
> Im nächsten Dorf kann es schon wieder Strom geben. Auf der
> Störungsmeldungskart sieht man das auch.
> Das "sehr" stabil wird mühsam durch das DIspatching aufrechterhalten.
> Kosten derzeit (ausm Kopf) 4 Mrd€/Jahr. Die Dispatches haben um den
> Faktor 10 (ist mehr, je nach Vergleichszeitraum) zugenommen (auch ausm
> Kopf). Das ist inzwischen leider eine unglaubliche Flickschusterei
> geworden.

Das ist keine Flickschusterei, sondern genau deswegen erfolgt der Ausbau 
der Netze. Natürlich muss man mehr und öfter eingreifen - das liegt bei 
Erneuerbaren auf der Hand. Da wird aber nichts "mühsam" aufrecht 
erhalten, sondern das ist genau so geplant und gewollt. Und deswegen 
wurde das Netz in den letzten 20 Jahren auch immer stabiler und ist weit 
entfernt von irgendwelchen Blackouts.

Und weil es immer gerne um "Zappelstrom" vs. "Grundlastfähigkeit" geht: 
diese Grundlast gab es nie - dazu reicht ein Blick auf den täglichen 
Stromverbrauch in DE. Dieser schwankt EXTREM. Damit die alten Meiler 
trotzdem halbwegs kostendeckend arbeiten konnten gab es dann genau die 
sicherlich noch bekannten Nachtstromtarife, um das Zeug überhaupt 
loszuwerden und nicht ständig nachregeln zu müssen, was die Lebensdauer 
massiv verkürzt hätte.

> Es gibt auf YT einen Kanal "Outdoor Chiemgau" der aber inzwischen das
> Thema Versorgungsnetz hat.

Ich erinnere mich mit Gruseln ;-) Da hab ich mal einen Beitrag zum 
Jetzt-Aber-Ganz-Sicher-Kommenden-Blackout gesehen. Hat mir persönlich 
gereicht. Der lässt ganz gezielt Dinge einfach weg und präsentiert den 
Rest als Realität.

> Ist schon klar, der ist eher kein Verfechter.

Eben. So etwas ist keine neutrale Quelle. Und ich vermisse auch seine 
Expertise im Bereich der Energienetze.

> Man kann sich aber nach
> wie vor seine eigene Meinung bilden. Quellen sind nachvollziehbar (wenn
> auch nicht vorbildlich).
> Aber Mancher wird am herzlich ausgelebten Dialekt scheitern. Ich kann
> ihn genießen. :-)

Man sollte sich wirklich an die offiziellen Quellen halten und im 
Zweifel einfach mal bei Produzenten und Betreibern nachfragen, also 
direkt an der Quelle.

Nicht falsch verstehen: natürlich ist so ein Netzumbau eine große 
Herausforderung und das kostet auch richtig Geld. Aber ich persönlich 
sehe in diesem Umbau die einzige Chance, Energie dauerhaft bezahlbar und 
vor allem sicher zu halten - gerade wenn man sich die weltweiten 
Ereignisse der letzten Jahre so ansieht. Mir geht es da nicht einmal um 
Klimaschutz sondern um Unabhängigkeit und Robustheit unserer 
Energieversorgung.

Und es ist zumindest hier so, dass die Endkundenpreise in der Region 
nach 20 Jahren Anstieg jetzt sinken - und zwar deutlich. Ich zahle jetzt 
brutto 25ct/kWh. Ich glaube, das war zuletzt 2017 der Fall.
von Nick (b620ys)


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Axel G. schrieb:
> Ach Gottchen, du hältst dich ja an jedem Strohhalm fest.

Du kannst die Liste der Umweltbelastung bei Produktion und Betrieb für 
alle Kraftwerksarten gerne erweitern.

Axel G. schrieb:
> Wie lange lässt sich der Strombedarf Deutschlands eigentlich aus der
> momentan vorhandenen Akkukapazität decken?

Mir fällt es grad nicht ein, aber gibt es nicht eine Untergrenze bei der 
Zeiterfassung?
Ah, gefunden! Plank-Zeit.
von G. K. (zumsel)


Angehängte Dateien:

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Nick schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Zeig mir mal das Bollwerk auf dem Bild im Anhang
>
> Soll ich dir jetzt Brillenputztücher schicken?

Schau dir mal Frankfurt dazu im Vergleich an, ein 380KV-Ring mit 5 
Anschlüssen an das Fernnetz, anstatt 2 wie in München.
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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G. K. schrieb:
> Aber bitte nicht die Kosten der Entsorgung von CO2-Müll und radioaktiven
> Müll unterschlagen. Und auch die Versicherungen der AKWs nicht
> unterschlagen.

Um nur eine Kostenposition zu nennen: laut Bundesumweltamt benötigen wir 
jedes Jahr nur für die ZWISCHENlagerung 1,4 Mrd. Euro - bei genau 0kWh 
Ertrag. Damit wird der AKW-Strom nachträglich immer teurer.
von Rahul D. (rahul)


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G. K. schrieb:
> Die großen Stromtrassen werden nicht von Kommunen geplant.

Warum erwähnst du dann explizit München?
von Udo S. (urschmitt)


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Nick schrieb:
> Speicherung ist das nächste. H2 ist ein sehr kleines Molekül und
> diffundiert daher sehr gerne. CH4 ist größer, also unproblematischer.
> Dann das Gasnetz, das man schon angefangen hat abzubauen, ist nur
> bedingt für H2 geeignet. Stichwort Wasserstoffversprödung von Stahl.

Klar, nur hat man das schon vor über 100 Jahren mit Stadtgas aus 
Kohlevergasung beherrscht.
Aber das verschweigen die Öl, Gas und Kohle Lobbyisten gerne.

Aber klar, für dich ist eine heimische Energieversorgung die inzwischen 
über 50% des Stroms aus Wind und Sonne erzielt deutlich schlechter als 
eine Versorgung, die auf fossilen Importen aus z.T. faschistischen 
Ländern beruht.
Wie schnell man damit erpresst werden kann haben die letzten 4 Jahr ja 
wohl deutlich gezeigt.

Oder willst du auf Kernenergie zurück. Die teuerste Energieform die es 
ja gab. Zumindest wenn man ehrlich die ganzen Subventionen für den Bau 
und die Entsorgung des radioaktiven Mülls mit einrechnet. Für die großen 
Energieversorger war es natürlich lukrativ. Erst hat man sich vom Staat 
die Kraftwerke subventionieren lassen, dann hat man damit ordentlich 
Geld verdient. Und aus den Ewigkeitskosten hat man sich billig 
rausgekauft und den Müll uns allen vor die Füße geworfen.
von G. K. (zumsel)


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Rahul D. schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Die großen Stromtrassen werden nicht von Kommunen geplant.
>
> Warum erwähnst du dann explizit München?

Weil Städte im Regelfall an das Fernnetz angebunden sind, der Strom wird 
halt aus anderen Richtungen kommen.
von Nick (b620ys)


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Chris D. schrieb:
> Wenn man also von einem Monat ausgeht, dann schlägt das über's Jahr
> anteilig nur noch mit 1/12 zu Buche.

Kann man an den Diagrammen der Stromquellen über den Tag als arg 
optimistisch erkennen.

Chris D. schrieb:
> Das ist keine Flickschusterei, sondern genau deswegen erfolgt der Ausbau
> der Netze.

Das Dispatching ist Flickschusterei. Der Netzausbau versucht sie zu 
minimieren.

Chris D. schrieb:
> diese Grundlast gab es nie - dazu reicht ein Blick auf den täglichen
> Stromverbrauch in DE. Dieser schwankt EXTREM.

Also er zappelt. Der Verbrauch und asynchron dazu die Erzeugung.
Unter Grundlast verstehe zumindest ich, was über den Tag mindestens 
verbraucht wird. So wie Grundsicherung und Spitzenverdiener.

Chris D. schrieb:
> Eben. So etwas ist keine neutrale Quelle. Und ich vermisse auch seine
> Expertise im Bereich der Energienetze.

Den Filter kann sich jeder selbst aufsetzen. Quellen jeder selbst 
verifizieren. Wenn man das Argument "ist nicht neutral" anwendet, dann 
ist man fein raus. Man ist dann die einzige Referenz und kann das 
Warheitministerium eröffnen.

Chris D. schrieb:
> Nicht falsch verstehen: natürlich ist so ein Netzumbau eine große
> Herausforderung und das kostet auch richtig Geld.

Also erfordern die Erneuerbaren erhebliche Investitionen. Ich glaub 600 
Mrd € bis 2025.

Chris D. schrieb:
> Die Versprödung hatten schon unsere Altvorderen im Griff, denn diese
> bezieht sich überhaupt nur auf bestimmte Stahlsorten

Das ist aber eher andersrum. Nur bestimmt Stahlsorten sind für H2 sicher 
geeignet.
Schau dir mal die Vorschriften beim Verzinken an und was die 
Gefahrenquelle ist. Ich glaub das ist 15 Jahre her, da ist man ganz übel 
mit einer neuen Zinkbad-Legierung reingefallen. Und ich **glaube** da 
war Wasserstoff ein Teil davon. Ich hab aber keine passenden 
Suchbegriffe zur Hand.
von Axel G. (axelg) Benutzerseite


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Nick schrieb:
> Axel G. schrieb:
>> Ach Gottchen, du hältst dich ja an jedem Strohhalm fest.
>
> Du kannst die Liste der Umweltbelastung bei Produktion und Betrieb für
> alle Kraftwerksarten gerne erweitern.

Du weichst aus.

Die "Feinstaubbelastung durch Rotorblätter" dürfte, grob geschätzt, um 7 
Größenordnungen unter der von fossilen Kraftwerken liegen.

Und selbst wenn das Recycling von Solarzellen überhaupt nicht 
stattfände: die tun nix, wenn die herumliegen, anders als radioaktive 
Abfälle.


> Axel G. schrieb:
>> Wie lange lässt sich der Strombedarf Deutschlands eigentlich aus der
>> momentan vorhandenen Akkukapazität decken?
>
> Mir fällt es grad nicht ein, aber gibt es nicht eine Untergrenze bei der
> Zeiterfassung?
> Ah, gefunden! Plank-Zeit.

Meinst du Herrn Planck?
Die Untergrenze ist ein Produkt aus Ort und Impuls.

Die Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland haben eine Speicherkapazität 
von etwa 39 GWh.
Die Akkukapazität liegt laut https://battery-charts.de bei:
Heimspeicher 20,56 GWh
Gewerbespeicher 1,4 GWh
Großspeicher 4,66 GWh

Deutschland verbraucht etwa 53 GWh elektrischer Energie pro Stunde 
(rustikal über Tag und Nacht gemittelt), d.h. jetzt schon lässt sich der 
deutsche Strombedarf für eine halbe Stunde aus Akkus decken.

Mich hat es überrascht, wie viel das schon ist.
von H. H. (hhinz)


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Nick schrieb:
> Den Filter kann sich jeder selbst aufsetzen.

Deiner ist so schmal, da gibt es bereits Quanteneffekte.
von G. K. (zumsel)


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Nick schrieb:

> Also erfordern die Erneuerbaren erhebliche Investitionen. Ich glaub 600
> Mrd € bis 2025.

Das fossile Zeug kostet auch Kohle, und das nicht zu knapp und wird 
dabei auch zusätzlich verbraucht.
von H. H. (hhinz)


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Nick schrieb:
> Also erfordern die Erneuerbaren erhebliche Investitionen. Ich glaub 600
> Mrd € bis 2025.

2045, und ein großer Teil davon ist nicht wegen der Erneuerbaren 
erforderlich.
von Nick (b620ys)


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Chris D. schrieb:
> laut Bundesumweltamt benötigen wir
> jedes Jahr nur für die ZWISCHENlagerung 1,4 Mrd. Euro

Endlager werden ja blockiert. Es gibt kein einziges. Also die 
Hervorhebung von "zwischen" ist eher irreführend.

G. K. schrieb:
> Schau dir mal Frankfurt dazu im Vergleich an, ein 380KV-Ring mit 5
> Anschlüssen an das Fernnetz, anstatt 2 wie in München.

Also ich zähle auf deiner Karte zu München 5 Umspannwerke.
Im Süden Münchens gibt es keine großen Industrieansiedlungen und auch 
keine großen erzeugenden Kraftwerke. Da kommen nämlich ganz schnell die 
Berge.
von Nick (b620ys)


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H. H. schrieb:
> 2045, und ein großer Teil davon ist nicht wegen der Erneuerbaren
> erforderlich.

Die 2025 war ja ein offensichtlicher Verschreiber.
Doch. Wenn man AKWs stilllegt und dann dadurch den Strom von irgendwo 
her anders bekommen muss, ist das die Folge davon.
Nicht umsonst war das AKW Isar II in der Nähe des Chemiedreiecks Bayern. 
Und nicht umsonst hat Wacker dort jetzt ein eigenes 
Gasturbinenkraftwerk.

Die Netzstruktur war halt auf die Kraftwerke ausgelegt. Und die 
Kraftwerke wurden da gebaut, wo viel Strom nötig ist. Und die Industrie 
siedelte sich da an,wo zuverlässig und genügend Strom vorhanden ist.
von H. H. (hhinz)


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Tja, keine Ahnung, aber eine ganz feste Meinung.
von G. K. (zumsel)


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Nick schrieb:

> Also ich zähle auf deiner Karte zu München 5 Umspannwerke.
> Im Süden Münchens gibt es keine großen Industrieansiedlungen und auch
> keine großen erzeugenden Kraftwerke. Da kommen nämlich ganz schnell die
> Berge.

Allerdings wird mittlerweile einiges an Solarstrom im Süden Münchens 
erzeugt.
von Le X. (lex_91)


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Nick schrieb:
> Und die Industrie siedelte sich da an,wo zuverlässig und genügend Strom
> vorhanden ist.

Industrie siedelt sich da an wo sich Körperschaften mit Steuern unter- 
und mit Förderungen überbieten.
von Nick (b620ys)


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H. H. schrieb:
> Tja, keine Ahnung, aber eine ganz feste Meinung.

Du wirst noch in die Geschichte eingehen.
Mit dem Begriff "Hinzsche Argumentation". Direkt neben "Godwin's law"
von Axel G. (axelg) Benutzerseite


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Nick schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> laut Bundesumweltamt benötigen wir
>> jedes Jahr nur für die ZWISCHENlagerung 1,4 Mrd. Euro
>
> Endlager werden ja blockiert. Es gibt kein einziges. Also die
> Hervorhebung von "zwischen" ist eher irreführend.

Blockiert ist gut. Die Dinger will aus gutem Grund niemand haben.

Die Hervorhebung durch Chris diente wohl eher als Hinweis darauf, daß 
trotz der unglaublichen Kosten das Problem nur zeitlich verschoben wird.

Und dann diese Hybris dabei. Man glaubt wirklich vorhersagen zu können, 
das so eine Einrichtung für 20000 Jahre von der Biosphäre getrennt ist. 
Das ist so was von bizarr.
Schade drum ist's. Kernenergie ist eigentlich ziemlich klasse, wäre der 
Müll nicht. Aber der ist und damit sind AKWs auf deutsch gesagt ein 
Verbrechen an kommenden Generationen.
von H. H. (hhinz)


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Nick schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Tja, keine Ahnung, aber eine ganz feste Meinung.
>
> Du wirst noch in die Geschichte eingehen.
> Mit dem Begriff "Hinzsche Argumentation". Direkt neben "Godwin's law"

Ich rolle keine Felsen den Berg hinauf.
von Nick (b620ys)


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G. K. schrieb:
> Allerdings wird mittlerweile einiges an Solarstrom im Süden Münchens
> erzeugt.

Das trifft eher generell für den ländlichen Raum zu. Platz, große freie 
Dachflächen.
Und ja, im Süden Deutschlands (und nicht nur Münchens) scheint mehr 
Sonne, im Norden gibt es mehr Wind.

https://www.enerkii.com/tools/sonnenstundenrechner

Auch wenn es bei der Sonne nur etwa 15% mehr Ertrag ist im Vergleich zum 
Norden.
von Axel G. (axelg) Benutzerseite


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Nick schrieb:
> Und ja, im Süden Deutschlands (und nicht nur Münchens) scheint mehr
> Sonne, im Norden gibt es mehr Wind.
> Auch wenn es bei der Sonne nur etwa 15% mehr Ertrag ist im Vergleich zum
> Norden.

Oh, da hätte ich mit größeren Unterschieden gerechnet. Gefühlt ist es im 
Norden ja doch eher nass :)

Aber wahrscheinlich ist selbst in Bayern der Himmel nicht immer blau.
von Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite


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Nick schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> laut Bundesumweltamt benötigen wir
>> jedes Jahr nur für die ZWISCHENlagerung 1,4 Mrd. Euro
>
> Endlager werden ja blockiert. Es gibt kein einziges. Also die
> Hervorhebung von "zwischen" ist eher irreführend.

Ganz besonders von Herrn Söder und der CSU. Den Strom aus den AKWs hat 
man immer gerne genommen, aber die Risiken der Endlagerung möchte man 
dann doch nicht vor der eigenen Tür haben.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
von Rahul D. (rahul)


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Axel G. schrieb:
> Gefühlt ist es im
> Norden ja doch eher nass :)

Dafür weht aber meist auch noch Wind.

Axel G. schrieb:
> Aber wahrscheinlich ist selbst in Bayern der Himmel nicht immer blau.

Wind gibt's dann trotzdem, aber Sonne?
von Nick (b620ys)


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Axel G. schrieb:
> Blockiert ist gut. Die Dinger will aus gutem Grund niemand haben.

Das blockiert (oder gerne auch verzögert, wenn's dir hilft) das 
zuständige Bundesamt. bge.bund.de Die Prognosen für eine Entscheidung 
gehen bis 2070. Die Festlegung soll bis 2031 erfolgen. Seit wann sucht 
man jetzt eigentlich? Passen da 30 Jahre?

Das kommt mir vor wie die Prognosen für die Kernfusion.

Axel G. schrieb:
> das so eine Einrichtung für 20000 Jahre von der Biosphäre getrennt ist.

Die Forderung ist 1 Million Jahre. Man könnte das Zeug auch in modernen 
KKWs verheizen.
Was viele vergessen ist, dass eine lange Halbwertszeit gleichzeitig eine 
niedrige Radioaktivität bedeutet. Es zerfällt Materie in Energie.
Es geht also darum, einen Mix aus hoch-radioaktiven Abfällen sicher 
kurzfristig zu lagern und schwach-radioaktive langfristig zu lagern.

Axel G. schrieb:
> Aber der ist und damit sind AKWs auf deutsch gesagt ein
> Verbrechen an kommenden Generationen.

Ich bin auch dafür, dass Uran-Abbaugebiete verboten gehören. Das dürfte 
schon garnicht in der Erde sein. Wollen wir es gemeinsam ausgraben, 
sinnvoll nutzen und dann ordentlich wegräumen?
von Udo S. (urschmitt)


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Axel G. schrieb:
> Aber wahrscheinlich ist selbst in Bayern der Himmel nicht immer blau.

Das kann gar nicht Sein. Söder hat das doch fest versprochen.
von Nick (b620ys)


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Thorsten O. schrieb:
> Ganz besonders von Herrn Söder und der CSU.

Stimmt, grüne Bundesländer drängen sich bei den Endlagerstätten alle 
vor. Daher dauert die Suche so lange. Die blockieren die Tür zur 
Bundesbehörde.

Rahul D. schrieb:
>> Aber wahrscheinlich ist selbst in Bayern der Himmel nicht immer blau.
>
> Wind gibt's dann trotzdem, aber Sonne?

Bayern ist eher Schwachwindgebiet. Man will im Raum Altötting 
(Altöttinger Staatsforst, Chemiedreieck) Windräder bauen. Wobei das 
nachweislich ein Schwachwindgebiet ist. Jetzt wird es halt ein 
Schwachsinnsgebiet (für die geplanten Windräder).

Und natürlich hat jedes Bundesland das beste Wetter. Ausser der Norden. 
;-)
von Udo S. (urschmitt)


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Nick schrieb:
> Man könnte das Zeug auch in modernen
> KKWs verheizen.

Klar, Wasserstoff ist für dich unbeherrschbares Teufelzeug, aber 
irgendwelche Zukunftsreaktoren, die bisher nur als Idee existieren 
willst du bauen.

Zeige doch mal wie die:
radioaktiv kontaminierte Erde "verheizen"?
radioaktive Gase
tausende Tonnen an radioaktivem Stahl
hunderttausende Tonnen leicht radioaktiven Beton.

Naiver Träumer
von Axel G. (axelg) Benutzerseite


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*Schade, bisher hielt ich dich für fundiert, aber leider hat H.H. recht 
und ich meine Zeit verschwendet.*

Nick schrieb:
> Das blockiert (oder gerne auch verzögert, wenn's dir hilft) das
> zuständige Bundesamt. bge.bund.de Die Prognosen für eine Entscheidung
> gehen bis 2070. Die Festlegung soll bis 2031 erfolgen. Seit wann sucht
> man jetzt eigentlich? Passen da 30 Jahre?

Hä? Was faselst du?

> Axel G. schrieb:
>> das so eine Einrichtung für 20000 Jahre von der Biosphäre getrennt ist.
>
> Die Forderung ist 1 Million Jahre. Man könnte das Zeug auch in modernen
> KKWs verheizen.

Nein, kann man nicht du Ahnungsloser.


Nick schrieb:
> Was viele vergessen ist, dass eine lange Halbwertszeit gleichzeitig eine
> niedrige Radioaktivität bedeutet.

Wahnsinn in welchem Masse du dein Unwissen an den Tag legst.


Nick schrieb:
> Es zerfällt Materie in Energie.
> Es geht also darum, einen Mix aus hoch-radioaktiven Abfällen sicher
> kurzfristig zu lagern und schwach-radioaktive langfristig zu lagern.

Was für ein Schwachsinn.


Nick schrieb:
> Ich bin auch dafür, dass Uran-Abbaugebiete verboten gehören. Das dürfte
> schon garnicht in der Erde sein. Wollen wir es gemeinsam ausgraben,
> sinnvoll nutzen und dann ordentlich wegräumen?

Himmel hilf, du hast wirklich keine Ahnung von Physik.
von Nick (b620ys)


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H. H. schrieb:
> Ich rolle keine Felsen den Berg hinauf.

Hat man bei dir den Stein durch Windmühlen ersetzt?
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Nick schrieb:
> Stein

Es ist kein Stein, sondern ein Kreuz.
Oberammergau
von Nick (b620ys)


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Axel G. schrieb:
> Nick schrieb:
>> Was viele vergessen ist, dass eine lange Halbwertszeit gleichzeitig eine
>> niedrige Radioaktivität bedeutet.
>
> Wahnsinn in welchem Masse du dein Unwissen an den Tag legst.

Ich zitier mal kurz:
"Eng verknüpft mit der Halbwertszeit eines Radionuklids ist seine 
spezifische Aktivität, also die Aktivität pro Masse, ausgedrückt z. B. 
in Becquerel pro Milligramm, Bq/mg. Der Zusammenhang zwischen 
spezifischer Aktivität und der Halbwertszeit ist umgekehrt proportional: 
je kürzer die Halbwertszeit, desto größer ist bei gegebener 
Substanzmenge die Aktivität und umgekehrt. "

Axel G. schrieb:
> Hä? Was faselst du?

Schau dir bge.bund.de an, da kannst du es selbst nachlesen.

Axel G. schrieb:
> Nick schrieb:
>> Ich bin auch dafür, dass Uran-Abbaugebiete verboten gehören. Das dürfte
>> schon garnicht in der Erde sein. Wollen wir es gemeinsam ausgraben,
>> sinnvoll nutzen und dann ordentlich wegräumen?
>
> Himmel hilf, du hast wirklich keine Ahnung von Physik.

Woher kommen denn dann die radioaktiven Materalien?
Wachsen die in holländischen Plantagen? Holt die Tim Knopf von der 
Sonne? Sind die Radon-Höhlen eine Erfindung der Gebrüder Grimm? Ist 
Uranglas nur ein Trick der Römer gewesen um den Abfall ihrer AKWs 
loszuwerden?
von Rahul D. (rahul)


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Nick schrieb:
> Ausser der Norden.

Da kann man nur die falsche Kleidung haben.

Bei AKW und ihrem Müll sollte man nach dem Verursacherprinzip arbeiten:
Wer (bzw. welches Bundesland) solchen Müll produziert, ist auch für 
dessen Endlagerung / Weiterverwertung verantwortlich.
Wie lange es wohl dauert, wenn man jetzt damit anfängt, ein "modernes" 
AKW ("SMR") in Bayern zu bauen? Und wie lange dauert es, bis der 
Brennstoff dann nicht mehr strahlt?
Andere (westdeutsche) Bundesländer haben an dem Kram ja kein Interesse 
mehr.
von Peter M. (r2d3)


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Hallo Chris D.,

Chris D. schrieb:
> Und weil es immer gerne um "Zappelstrom" vs. "Grundlastfähigkeit" geht:
> diese Grundlast gab es nie - dazu reicht ein Blick auf den täglichen
> Stromverbrauch in DE. Dieser schwankt EXTREM. Damit die alten Meiler

Extreme Schwankungen negieren doch nicht die Existenz einer Grundlast?
Im Jahre 2025 wurden eine Last von 33 GW in Deutschland nicht 
unterschritten.
Diesen Sockelverbrauch würde ich schon als Grundlast ansehen, Du nicht?

Leider hatte ich keine Zeitreihe parat, aber hier kann man sich durch 
die Wochen durchgucken:

https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&week=25&year=2025

Chris D. schrieb:
> Interessant. Letztendlich ist das aber nur eine Randnotiz, denn das
> Problem lässt sich ja wirklich einfach lösen, indem man bspw. die
> Anlagen jeweils leicht verzögert abschaltet. Streut man das über +/-5
> Minuten, so würde das vermutlich schon ausreichen.

Ich bin ja nur fortgeschrittener Anfänger, aber wenn sich die 
Netzfrequenz z.B. der kritischen oberen Abschaltfrequenz nähert hilft es 
dem Netz nicht, wenn x GW Wechselrichtereinspeisung sich y Minuten 
später abgeschaltet hätte, oder? Meines Wissens gibt es bei neueren 
Einspeisewechselrichtern diese harte Abschaltung nicht mehr und der 
Anteil der hart abschaltenden Wechselrichter fällt in Folge der 
Neuerrichtung von Solaranlagen.

Chris D. schrieb:
> Das oft gebrachte Argument, die Erneuerbaren würden die
> Versorgungssicherheit gefährden, lässt sich an den Daten (SAITI etc.)
> nicht ablesen. Es geht eher deutlich in die andere - erfreuliche -
> Richtung.
>
> Natürlich sind mehr Eingriffe ins Netz nötig - keine Frage. Aber
> offenbar bekommen die Jungs und Mädels in den Leitstellen und im Ausbau
> das ganz hervorragend hin.

Die Zahl der (n-1)-Gefährdungen stieg im Regelungsgebiet von Tennet 
stieg von 2 Ereignissen an 2 Tage im Jahre 2003 auf 1579 Ereignisse an 
356 Tagen im Jahre 2017.
Quelle: Vortrag "Energiewende gestalten" aus dem Jahre 2018 in der 
Leitwarte Lehrte

Leider habe ich keine aktuellen Zahlen parat.

Ich habe deswegen nicht den Eindruck, dass die Stabilität gleich 
geblieben oder gar gestiegen ist.

Mit der Abnahme der Anzahl von Kraftwerken in Deutschland reduzieren 
sich sich auch die Möglichkeiten der Leitwarten, den Stromverlauf zu 
lenken um die (n-1)-Gefährdungen zu reduzieren.

Aus meiner Sicht ist die (n-1)-Gefährdungsintensität ein weiterer 
Stabilitätsindikator.

Tennet skillt die Ampers hoch, die anderen Netzbetreiber vermutlich 
auch.
Übertragungsnetzleitungen können bei günstigen Bedingungen bis zu 80% 
mehr Strom führen. Leitungen schalten jetzt nicht mehr einfach ab, weil 
ein bestimmter Strom überschritten wird. Stattdessen wird eine Logik 
eingebaut, die aus Sonnenintensität, Umgebungstemperatur und Windstärke 
einen Abschaltstrom berechnet. Dank dem schrittweisen Einbau dieser 
Logik sind die Redispatchkosten gefallen. Aber diese Konstruktion ist 
auch komplexer und ich befürchte auch sabotagefreundlicher!
von Nick (b620ys)


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Udo S. schrieb:
> radioaktiv kontaminierte Erde "verheizen"?

Sie zerfallen. E = m * c^2. Entropie.

Das ist noch nicht so schwer festzustellen dass "Halbwertszeit" dem 
Begriff "Ewigkeit" widerspricht.

239Pu   24.110 Jahre   2.307.900 Bq/mg
232Th   14.050.000.000 Jahre   4 Bq/mg
Alleine daraus sieht man, dass da wohl ein Zusammenhang zwischen 
Halbwertszeit und Radioaktivität ist. Ein umgekehrt proportionaler.
Dazu brauchts nicht mal einen Atomwissenschaftler.

Zitat:
"Erst Ende des 20. Jahrhunderts sind einige früher als stabil geltende 
Nuklide als extrem langlebige Radionuklide „entlarvt“ worden, zum 
Beispiel 149Sm, 152Gd (beides Lanthanoide), 174Hf, 180W und 209Bi mit 
Halbwertszeiten von bis zu einigen Trillionen Jahren. Die Aktivität ist 
bei so langen Halbwertszeiten entsprechend gering und nur mit großem 
Aufwand nachweisbar."

Ist das jetzt Teufelszeug oder fliegst du lieber nach Malle für deine 
Tagesdosis.
von Nick (b620ys)


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Peter M. schrieb:
> Ich bin ja nur fortgeschrittener Anfänger, aber wenn sich die
> Netzfrequenz z.B. der kritischen oberen Abschaltfrequenz nähert hilft es
> dem Netz nicht, wenn x GW Wechselrichtereinspeisung sich y Minuten
> später abgeschaltet hätte, oder?

Doch, das hilft schon. Da tut sich die Momentanreserve leichter das 
auszugleichen. Die klassischen Kraftwerke sind vergleichsweis träge in 
der Regelung. Aber haben auch Schwungmasse die beim Ausgleich leicht 
abgebremst wird. Aber irgendwann ist halt die Momentanreserve 
aufgebraucht und muss wieder aufgebaut werden. Momentanreserve mein 
"Bereitstellung für bis zu 20 Sekunden". Das schließt auch kurzzeitige 
Überlast ein. Je steifer man die Regelung macht, um so größer die 
Momentanreserve. Es gibt aber nur eine bestimmt Menge an 
Momentanreserve. Wenn man den Bedarf davon verteil, kann sie sich 
erholen. Die beobachteten Einbrüche dauern etwa 5 Minuten. In der Zeit 
greifen dann andere Reservemechanismen.

Peter M. schrieb:
> Aber diese Konstruktion ist
> auch komplexer und ich befürchte auch sabotagefreundlicher!

Das ist mMn nicht der Punkt. Die Lösung spielt mit der Statistik. Sie 
kann nicht garantieren, dass die Leistung immer durch die Leitung geht. 
Sobald man darauf baut, dass sie **fast** immer durch die Leitung geht, 
kommt der Fall, dass es mal weniger wird, abgeregelt wird und dann die 
nächste "KI-Leitung" abregeln muss und dann ...
Das hat nichts mit Ausfallsicherheit zu tun, das ist 
Ausfallswahrscheinlichkeit.
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Peter M. schrieb:
> Hallo Chris D.,
>
> Chris D. schrieb:
>> Und weil es immer gerne um "Zappelstrom" vs. "Grundlastfähigkeit" geht:
>> diese Grundlast gab es nie - dazu reicht ein Blick auf den täglichen
>> Stromverbrauch in DE. Dieser schwankt EXTREM. Damit die alten Meiler
>
> Extreme Schwankungen negieren doch nicht die Existenz einer Grundlast?
> Im Jahre 2025 wurden eine Last von 33 GW in Deutschland nicht
> unterschritten.
> Diesen Sockelverbrauch würde ich schon als Grundlast ansehen, Du nicht?

Ich habe hier an Zahlen 25GW, aber sei's drum. Aber es wird immer so 
getan, als seien grundlastfähige Kraftwerke der Segen, obwohl das für 
den Großteil des Energieverbrauchs eben nicht stimmt. Zumal Biogas und 
Wasser da auch nochmal 5GW "wegknabbern".

Was man bei der heutigen Grundlast auch nicht vergessen darf: viele 
Kohlemeiler müssen sowieso durchlaufen, weil die Kraft-Wärme-Kopplung 
haben, also Heißwasser für Heizungen liefen müssen. Daher werden die 
auch bei stärkstem Wind nie ganz runtergefahren. Wenn die aber sowieso 
laufen müssen, dann kann man damit auch Strom erzeugen, den man dann 
(vermutlich) preiswert an Großverbraucher abgibt. Ich denke, dass 
deshalb in Zukunft noch einiges an Grundlast wegfallen wird, wenn dort 
dann Wärmepumpen Einzug halten.

> Leider hatte ich keine Zeitreihe parat, aber hier kann man sich durch
> die Wochen durchgucken:
>
> 
https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&week=25&year=2025

Jepp. Daher habe ich die 25 GW ;-)

> Chris D. schrieb:
>> Interessant. Letztendlich ist das aber nur eine Randnotiz, denn das
>> Problem lässt sich ja wirklich einfach lösen, indem man bspw. die
>> Anlagen jeweils leicht verzögert abschaltet. Streut man das über +/-5
>> Minuten, so würde das vermutlich schon ausreichen.
>
> Ich bin ja nur fortgeschrittener Anfänger, aber wenn sich die
> Netzfrequenz z.B. der kritischen oberen Abschaltfrequenz nähert hilft es
> dem Netz nicht, wenn x GW Wechselrichtereinspeisung sich y Minuten
> später abgeschaltet hätte, oder?

Es geht darum, anderen Kraftwerkstypen das Hochfahren zu ermöglichen. 
Und da hilft es enorm, wenn die bisherige Erzeugung langsam wegfällt, 
man also - ganz platt gesagt - die Windräder nacheinander und nicht 
gleichzeitig vom Netz nimmt.

> Meines Wissens gibt es bei neueren
> Einspeisewechselrichtern diese harte Abschaltung nicht mehr und der
> Anteil der hart abschaltenden Wechselrichter fällt in Folge der
> Neuerrichtung von Solaranlagen.

Bei PV kenne ich es und da ist es auch einfach, weil dort nicht 
abgenommene Energie in Wärme in den Modulen verheizt wird.

Bei Windkraft wird das vermutlich nicht ausschließlich elektronisch 
funktionieren, weil das Rad sich bei zurückgehender Last 
(=Stromerzeugung) immer schneller dreht.

Aber da bin ich auch noch Laie - vielleicht ist hier jemand näher dran 
als wir beide.

> Chris D. schrieb:
>> Das oft gebrachte Argument, die Erneuerbaren würden die
>> Versorgungssicherheit gefährden, lässt sich an den Daten (SAITI etc.)
>> nicht ablesen. Es geht eher deutlich in die andere - erfreuliche -
>> Richtung.
>>
>> Natürlich sind mehr Eingriffe ins Netz nötig - keine Frage. Aber
>> offenbar bekommen die Jungs und Mädels in den Leitstellen und im Ausbau
>> das ganz hervorragend hin.
>
> Die Zahl der (n-1)-Gefährdungen stieg im Regelungsgebiet von Tennet
> stieg von 2 Ereignissen an 2 Tage im Jahre 2003 auf 1579 Ereignisse an
> 356 Tagen im Jahre 2017.
> Quelle: Vortrag "Energiewende gestalten" aus dem Jahre 2018 in der
> Leitwarte Lehrte
>
> Leider habe ich keine aktuellen Zahlen parat.
>
> Ich habe deswegen nicht den Eindruck, dass die Stabilität gleich
> geblieben oder gar gestiegen ist.

Ist sie für den Endverbraucher aber offenbar. Und seit 2017 ist ja auch 
nochmal einiges passiert.

> Dank dem schrittweisen Einbau dieser
> Logik sind die Redispatchkosten gefallen. Aber diese Konstruktion ist
> auch komplexer und ich befürchte auch sabotagefreundlicher!

Schwierig zu sagen. Meiner Meinung nach ist die einfachste Sabotage 
immer noch "die beste", heisst also in heutigen Zeiten: Drohne an 
Strommast vor möglichst großem Kraftwerk ;-)

Im Zweifel habe ich aber lieber ein feinmaschiges Netz, bei dem 
betroffene Knoten einfach umgangen werden können.

Schauen wir mal, wie es weitergeht.
von Nick (b620ys)


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Matthias S. schrieb:
> Nick schrieb:
>> Äh, ja?
>
> Sorry, hat sich anders gelesen.

Passt! Ich hab dich zunächst auch falsch verstanden.
von Nick (b620ys)


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Axel G. schrieb:

Danke für die Zahlen!

> Die Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland haben eine Speicherkapazität
> von etwa 39 GWh.

Also die von mir behaupteten 30 Minuten.

> Die Akkukapazität liegt laut https://battery-charts.de bei:
> Heimspeicher 20,56 GWh
> Gewerbespeicher 1,4 GWh
> Großspeicher 4,66 GWh
>
> Deutschland verbraucht etwa 53 GWh elektrischer Energie pro Stunde

Bitte nicht GWh/h. Das schmerzt!

Also 53 GW. Ich kann mit der Mittelei gut leben, das ist eine 
Abschätzung.
Ich nehme mal die Heimspeicher raus, aus reiner Gehässigkeit.
Dann bleiben grob 6 GWh. Also gut 10 Minuten. Die lassen sich gut über 
den Tag verteilen. Da ist nichts von Relevanz dabei.

Warum ich die Heimspeicher rausnehme: Ich bezweifle frech, dass die 
Millionen Balkonkraftwerke zu 100% funktionieren. Wenn aber jemand in 
seinem Haus im Keller ein große Batterie hat, dann nehme ich sehr an, 
dass die tatsächlich verwendet wird und funktioniert. Wie groß ist deren 
Anteil? Muss ich mal nachfragen, das find ich interessant.

So, jetzt der eigentliche Kernpunkt warum ich die Heimspeicher 
rausnehme. Die speisen überwiegend nicht ins Netz zurück und dienen nur 
dem Besitzer.
Das ist wieder mein Stichwort Netzdienlichkeit. Solange Sonnenkraftwerke 
abgeschaltet werden und der Besitzer nicht mal seinen eigenen Strom 
verbrauchen kann, ist das nur Unsinn (für den Besitzer). Die wenigsten 
können wohl Inselbetrieb. Die Netzbetreiber freuen sich darüber. Sie 
können den unerwünschten Einspeiser abschalten und zwingen ihn 
gleichzeitig seinen überschüssigen Strom abzunehmen und dafür zu 
kassieren. Ja, es kommen die gutgeschriebenen Zeiteinheiten, ist aber 
auch nur Flickwerk.

So wie das jetzt ist, leiden beide Seiten darunter.

Wenn man großzügig ist, dann kommt man mit Speichern (Wasser/Akku) auf 1 
Stunde. Bei 60% Erneuerbarer wären 24 * 0.6 = 14,4 Stunden nötig um 
einen durchschnittlichen Tag "durchschnittlich sicher"*) zu meistern. 
Und das ist noch eine **arge** Milchmädchenrechnung. Weil sie keine 
Dunkelflauten überbrücken kann. Hausnummernmässig sind die verfügbaren 
Speicher jetzt um den Faktor >> 100 zu klein.

Das ganze Preis-Modell muss komplett umgekrempelt werden. Subventionen 
(wenn politisch so gewollt), nur einmalig zum Bau. Die können dann auch 
die Netzbetreiber leisten.

*) Die Rechnerei mit Durchschnitten ist hier sehr gefährlich! Stichwort 
Ungleichförmigkeitsfaktor.
von (prx) A. K. (prx)


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Nick schrieb:
> Was viele vergessen ist, dass eine lange Halbwertszeit gleichzeitig eine
> niedrige Radioaktivität bedeutet. Es zerfällt Materie in Energie.

Wobei man die Aktivität verschiedener Elemente nicht einfach über einen 
Kamm scheren kann, weil die Wirkung sehr von biologischen Prozessen 
abhängt. Manche rutschen quasi durch, andere werden langfristig 
gespeichert.
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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(prx) A. K. schrieb:
> Wobei man die Aktivität verschiedener Elemente nicht einfach über einen
> Kamm scheren kann, weil die Wirkung sehr von biologischen Prozessen
> abhängt.

Im Detail ist das völlig richtig. Es gibt auch Zwischenprodukte die dann 
auch noch giftig sein können, verschiedene Strahler, usw.
Aber man weiß ja, was rauskommt. Das sind Zerfallsprodukte, keine 
Zufallsprodukte.

Die Leute erschrecken aber immer sofort bei "20000 Jahre Halbwertszeit".
Aber die mit der kurzen (für den menschlichen Maßstab) Halbwertszeit 
lässt man besser die 10-fache Zeit in Ruhe. Dann gelten sie als 
vernachlässigbar strahlend, die Strahlung ist nur noch 1/1024tel. Das 
ist eine Faustformel.
von Peter M. (r2d3)


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Hallo Nick,

Nick schrieb:
> Peter M. schrieb:
>> Ich bin ja nur fortgeschrittener Anfänger, aber wenn sich die
>> Netzfrequenz z.B. der kritischen oberen Abschaltfrequenz nähert hilft es
>> dem Netz nicht, wenn x GW Wechselrichtereinspeisung sich y Minuten
>> später abgeschaltet hätte, oder?
>
> Doch, das hilft schon. Da tut sich die Momentanreserve leichter das
> auszugleichen. Die klassischen Kraftwerke sind vergleichsweis träge in
> der Regelung. Aber haben auch Schwungmasse die beim Ausgleich leicht
> abgebremst wird. Aber irgendwann ist halt die Momentanreserve
> aufgebraucht und muss wieder aufgebaut werden. Momentanreserve mein
> "Bereitstellung für bis zu 20 Sekunden". Das schließt auch kurzzeitige
> Überlast ein. Je steifer man die Regelung macht, um so größer die
> Momentanreserve. Es gibt aber nur eine bestimmt Menge an
> Momentanreserve. Wenn man den Bedarf davon verteil, kann sie sich
> erholen. Die beobachteten Einbrüche dauern etwa 5 Minuten. In der Zeit
> greifen dann andere Reservemechanismen.

leider passt Dein Kommentar nicht zu meiner Frage.
Ich schrieb doch von steigender Netzfrequenz.
Da wird keine Reserve aufgebraucht.
Aber vielleicht habe ich Dich auch nicht verstanden.
von Ralf X. (ralf0815)


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Peter M. schrieb:
> Hallo Nick,
>
> Nick schrieb:
>> Peter M. schrieb:
>>> Ich bin ja nur fortgeschrittener Anfänger, aber wenn sich die
>>> Netzfrequenz z.B. der kritischen oberen Abschaltfrequenz nähert hilft es
>>> dem Netz nicht, wenn x GW Wechselrichtereinspeisung sich y Minuten
>>> später abgeschaltet hätte, oder?
>>
>> Doch, das hilft schon. Da tut sich die Momentanreserve leichter das
>> auszugleichen. Die klassischen Kraftwerke sind vergleichsweis träge in
>> der Regelung. Aber haben auch Schwungmasse die beim Ausgleich leicht
>> abgebremst wird. Aber irgendwann ist halt die Momentanreserve
>> aufgebraucht und muss wieder aufgebaut werden. Momentanreserve mein
>> "Bereitstellung für bis zu 20 Sekunden". Das schließt auch kurzzeitige
>> Überlast ein. Je steifer man die Regelung macht, um so größer die
>> Momentanreserve. Es gibt aber nur eine bestimmt Menge an
>> Momentanreserve. Wenn man den Bedarf davon verteil, kann sie sich
>> erholen. Die beobachteten Einbrüche dauern etwa 5 Minuten. In der Zeit
>> greifen dann andere Reservemechanismen.
>
> leider passt Dein Kommentar nicht zu meiner Frage.
> Ich schrieb doch von steigender Netzfrequenz.
> Da wird keine Reserve aufgebraucht.
> Aber vielleicht habe ich Dich auch nicht verstanden.

Nick argumentiert mit steigender Spannung und/oder Frequenz durch 
Überproduktion aus EE, da sich EE ja auf keinen Fall abregeln lässt.
Bei Nordwind staut sich die EE-Überproduktion an den Alpen, reisst 
PV-Module von Dächern und Böden, sowie zerstört Wasserkraftwerke, die zu 
90% im bedauernswerten Bayern liegen.
Zusammen bildet das ganze dann riesige Lahare, die durch die Alptäler 
kurs auf den münchener Speckgürtel nehmen.
Ich kann seine Angst etwas verstehen.
von Nick (b620ys)


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Chris D. schrieb:
> Ich habe hier an Zahlen 25GW, aber sei's drum. Aber es wird immer so
> getan, als seien grundlastfähige Kraftwerke der Segen, obwohl das für
> den Großteil des Energieverbrauchs eben nicht stimmt. Zumal Biogas und
> Wasser da auch nochmal 5GW "wegknabbern".

Ob 25 GW oder 32 ist egal. Die Grundlastkraftwerke sind insofern gut, 
weil sie auf Dauerbetrieb ausgelegt sind und dadurch günstiger sein 
können. Aber die sind halt klassischerweise träge in der Regelung, siehe 
KKW.
Die Gasturbinenkraftwerke haben halt ihren Vorteil, dass sie sehr 
schnell hochfahren können. Da gehts um Minuten, aus dem Stand raus 10 
Minuten (ich lass mich aber gerne korrigieren).
Inzwischen gibt es aber auch ein Kohlekraftwerk das für den Regelbetrieb 
gut geeignet ist. Ich glaub das steht im Berliner Raum.

Unser Biogaserer im Dorf darf nur 3000 Stunden die Generatoren laufen 
lassen. Nicht wegen mir, sondern wegen dem Netzbetreiber. Gleichzeitig 
liefert er Fernwärme in unser degeneriertes Dorf der dummen Bayern unter 
weiß-blauen Himmel (musste jetzt sein).
Das ist halt jetzt auch blöd mit der Zeitbeschränkung für die Fernwärme. 
Derzeit wird an einem riesen Wärmespeicher rumgerechnet. Und man merkt 
auch, dass immer wieder mal die Temperatur im Fernwärmenetz niedriger 
ist.

Einer im Dorf hat seine Masterarbeit in Landwirtschaft (?) über Biogas 
geschrieben. Da ging es von der Maissaat über die Ernte zum Gasmotor in 
die Steckdose. Als ich ihn fragte was denn jetzt der Gesamtwirkungsgrad 
ist, wollte er partout keine Antwort geben und hat sich immer 
rausgewunden.
Da wird mächtig Diesel verblasen. Ich nenn das immer "Maisrallye". Wer 
den dicksten Radlader hat, darf tagelang die Silage verdichten. Das ist 
der nicht-regenerative Teil der Sache.

Ich hab so meine Zweifel ob das wirklich zuträglich ist. Da steckt 
einiges an Nebenkosten dahinter.
von Nick (b620ys)


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Peter M. schrieb:
> leider passt Dein Kommentar nicht zu meiner Frage.
> Ich schrieb doch von steigender Netzfrequenz.

Ja.
Es ist aber so, dass bei der Abschaltung der Windkraftwerke die 
Netzfrequenz sinkt.

Und @Chris
Man kann den Anstellwinkel der Blätter ändern. Die laufen also nicht 
zwangsweise schneller wenn die Last sinkt.

Ralf X. schrieb:
> Bei Nordwind staut sich die EE-Überproduktion an den Alpen, reisst
> PV-Module von Dächern und Böden, sowie zerstört Wasserkraftwerke,

Und bei dir fällt der Wasserspiegel so weit, dass dein Gehirn verdörrt?
von Ralf X. (ralf0815)


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Nick schrieb:
> Einer im Dorf hat seine Masterarbeit in Landwirtschaft (?) über Biogas
> geschrieben. Da ging es von der Maissaat über die Ernte zum Gasmotor in
> die Steckdose. Als ich ihn fragte was denn jetzt der Gesamtwirkungsgrad
> ist, wollte er partout keine Antwort geben und hat sich immer
> rausgewunden.
> Da wird mächtig Diesel verblasen. Ich nenn das immer "Maisrallye". Wer
> den dicksten Radlader hat, darf tagelang die Silage verdichten. Das ist
> der nicht-regenerative Teil der Sache.
>
> Ich hab so meine Zweifel ob das wirklich zuträglich ist. Da steckt
> einiges an Nebenkosten dahinter.

Da lobe ich doch den einfachen Abbau ausstralischer Steinkohle, die über 
eine kleine Wegstrecke direkt in deutsche Kraftwerke geht.
von Rick (rick)


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Nick schrieb:
> Das ist noch nicht so schwer festzustellen dass "Halbwertszeit" dem
> Begriff "Ewigkeit" widerspricht.
Aha. Wann genau wird der letzte Zerfall stattfinden?

Nick schrieb:
> Bayern ist eher Schwachwindgebiet.

Ich lese da:
Bayern ist eher Schwachsinngebiet.
von Nick (b620ys)


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Rick schrieb:
> Aha. Wann genau wird der letzte Zerfall stattfinden?

Früher dachte man, dass 232Th stabil sei.
Aber die Wissenschaft sagt, dass der letzte Zerfall, egal von was, mit 
dem "Big Rip" passieren wird. Es gibt noch ähnliche Theorien. Musst du 
nur abwarten können.

Wie ich schrub:
Aber die mit der kurzen (für den menschlichen Maßstab) Halbwertszeit
lässt man besser die 10-fache Zeit in Ruhe. Dann gelten sie als
vernachlässigbar strahlend

Rick schrieb:
> Bayern ist eher Schwachsinngebiet.

Und dennoch bist nicht mal du da willkommen.
von Christoph M. (mchris)


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G. K. schrieb:
> Erneuerbare Energien gerieten nach dem Ausfall schnell in Verdacht, den
> Ausfall begünstigt zu haben. Sie trugen laut Bericht bei – als einer von
> mehreren interagierenden Faktoren.

Dem Ingenieur ist nichts zu schwör und wenn es ein technisches Problem 
gibt, dann wird es eben gelöst. Mich wundert ja bei den Diskussionen 
über so einen Vorfall immer, dass die Leute nicht auf die Idee kommen, 
dass das Problem mit bestimmten technischen Maßnahmen gelöst werden kann 
und dann eben erledigt ist. Fertig.

Aber bisweilen stelle ich mir so vor, was ich wohl als Öl- und 
Gasverkäufer, der einen Großteil seines Vermögens aus eben diesen 
Verkäufen bezieht, so machen würde.
Als erstes fände ich Windräder hässlich, denn sie würden Energie 
erzeugen, die die Preise meiner Produkte senken und meine Gewinne 
verringern (Denn jede Wärmepumpe bedeutet ja 2000€ weniger Umsatz und 
jedes E-Auto weitere 2000€). Vielleicht würde ich auch eine Partei im 
Abnehmerland sympathisch finden, welche auch keine Windräder mag und 
diese unterstützen.

Außerdem gäbe es ja auch vielleicht ein Land mit sehr viel Öl in das ich 
gerne investieren möchte. Falls dort meine Investitionen nicht gefragt 
sind, könnte ich das Land erst mal durch Sanktionen etwas behindern und 
falls dann die Bevölkerung unzufrieden wird, könnte ich ja für eine 
Ausreiße des unfähigen Staatschefs sorgen. Wenn dass dann soweit ist, 
würde ich vielleicht noch durch weitere geschickte Aktionen für eine 
Verknappung des weltweit verfügbaren Öls sorgen und damit eine positive 
Zukunft und eine positive Steigerung meiner Gewinne sorgen.

Aber was soll ich sagen: Ich bin ja kein Öl- und Gasverkäufer
von Werner H. (werner45)


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Zurück zu Spanien:

Das europäische Netz stabil zu halten, ist komplizierter als man denkt. 
Man muß auch nichtlineare Effekte mithilfe ganz hoher Mathematik 
frühzeitig erkennen und mit konzertierten Aktionen ausregeln.
Das hat Dr. Fette als Fachmann schon früh erkannt und den spanischen 
Blackout in einigen Videos analysiert. Für Interessierte hier die Links:

https://www.youtube.com/@Stefan_Krauter/search?query=dr.%20fette

Mir persönlich ist diese Mathe zu hoch, aber ich glaube Dr. Fette als 
Fachmann einfach.
So wie das aussieht, sind unsere kürzlich eingebauten Smartmeter für 
eine konzertierte Regelung ungeeignet und werden gegen Blackouts wohl 
durch angepaßte ausgetauscht werden müssen.

Gruß - Werner

BTW: An dem bayrischen Netz-Dilemma ist diesmal nicht die C$U schuld, 
sondern eindeutig der Chef der Freien Wähler, der hat das seit Jahren 
versemmelt...
von Wolf17 (wolf17)


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Werner H. schrieb:
> So wie das aussieht, sind unsere kürzlich eingebauten Smartmeter für
> eine konzertierte Regelung ungeeignet und werden gegen Blackouts wohl
> durch angepaßte ausgetauscht werden müssen.
Ich bitte um Erklärung, wie eine mangelhafte Blindleistungstregelung bei 
der Netzstabilisierung durch (wie genau?) angepasste Smartmeter 
verbessert werden kann.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Das soll auch nur wieder davon ablenken, dass die Ökolobby alle 
Einwendungen der Netzbetreiber niedergeredet hatte und daher die 
Maßnahmen, die natürlich auch Geld kosten, nicht realisiert wurden.
von Werner H. (werner45)


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@ Wolf17.
Das weiß ich auch nicht. Auch die heutigen Solar-Wechselrichter haben 
keine extern (konzertiert) steuerbare Blindleistungskompensation und die 
Smartmeter als einzige Daten-Schnittstelle natürlich auch nicht.
Ich verlasse mich da ganz auf die Aussagen von Dr. Fette.
Du mußt Dir seine Videos halt mal durchsehen.
: Bearbeitet durch User
von Wolf17 (wolf17)


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Werner H. schrieb:
> Du mußt Dir seine Videos halt mal durchsehen.
Und an welcher Stelle wird erklärt, wie man Spannungsschwingungen im 
Hochspannungsnetz mittels geänderter Smartmeter ausregelt?
von Wollvieh W. (wollvieh)


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Wir können ja nichtmal mehr Eisenbahn. Oder ein paar Dutzend andere 
ingenieurstechnische Themen, die längst gelöst waren. Warum sollte also 
die Stromversorgung in Deutschland oder Europa noch funktionieren?

Mit Erneuerbaren hat das nichts zu tun.

Natürlich scheint der Kellner auf der Titanic schuld, wenn er einem Soße 
aufs Hemd kleckert. Schließlich hätte er sich ja nur breitbeiniger 
hinstellen müssen während dem Aufprall auf den Eisberg. Aber am Ende 
sind die Planungsfehler auf anderer Ebene gemacht worden.
: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


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Wollvieh W. schrieb:
> Wir können ja nichtmal mehr Eisenbahn. Oder ein paar Dutzend andere
> ingenieurstechnische Themen, die längst gelöst waren.

Naja, so einfach ist das alles nicht.
Hättest Du z.B. eine Idee, wie man einen Wal im Flachwasserbereich der 
Ostsee ohne Tageslicht nachts verfolgen könnte?
Bin gespannt, ob man ihn morgen früh auch wieder mit Hubschraubern, 
vielen Schiffen und jede Menge Manpower aufspüren kann.
von G. K. (zumsel)


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Dieter D. schrieb:
> Das soll auch nur wieder davon ablenken, dass die Ökolobby alle
> Einwendungen der Netzbetreiber niedergeredet hatte und daher die
> Maßnahmen, die natürlich auch Geld kosten, nicht realisiert wurden.

In einem andere Thread hatte ich bereits die mangelhaften Vorgaben (auch 
für konventionelle Kraftwerke) der spanischen Netzbetreiber verlinkt.

Ist dein Gehirn schreibgeschützt?
von G. K. (zumsel)


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Nick schrieb:

> Ich bin auch dafür, dass Uran-Abbaugebiete verboten gehören. Das dürfte
> schon garnicht in der Erde sein. Wollen wir es gemeinsam ausgraben,
> sinnvoll nutzen und dann ordentlich wegräumen?

Du kannst ja schon mal in der Asse anfangen.
Oder in der Asse einen dieser Wunderreaktoren einbauen die aus dem Müll 
dort Rosenduft machen.
von G. K. (zumsel)


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Peter M. schrieb:

> Die Zahl der (n-1)-Gefährdungen stieg im Regelungsgebiet von Tennet
> stieg von 2 Ereignissen an 2 Tage im Jahre 2003 auf 1579 Ereignisse an
> 356 Tagen im Jahre 2017.
> Quelle: Vortrag "Energiewende gestalten" aus dem Jahre 2018 in der
> Leitwarte Lehrte

Und welche Nimbys und Politiker agitieren gegen Stromleitungen und 
Windmühlen?

Schon vergessen das die HGÜ-Trassen passend zur Abschaltung der AKWs 
geplant waren?
von Peter M. (r2d3)


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Werter G.K.,

G. K. schrieb:

> Und welche Nimbys und Politiker agitieren gegen Stromleitungen und
> Windmühlen?
>
> Schon vergessen das die HGÜ-Trassen passend zur Abschaltung der AKWs
> geplant waren?

niemand, auch nicht die "Hail-Zappelstrom-Fraktion" in diesem Forum, 
möchte eine neue Stromleitung über oder neben seinem Domizil gebaut 
sehen.
von Nick (b620ys)


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G. K. schrieb:
> Schon vergessen das die HGÜ-Trassen passend zur Abschaltung der AKWs
> geplant waren?

Da hatte der Herr Habeck auch schon lange geplant, dass wir 
Gaskraftwerke brauchen und das Gasnetz abgebaut werden muss?

Es ist völlig egal aus welchem politischen Lager die Fehlentscheidungen 
kommen (und sie kommen **ausdrücklich** von Allen), entscheidend ist, 
dass langfristige Planung ein Fremdwort ist.
Mit viel Glück wird bis zur nächsten Wahl gedacht.
von (prx) A. K. (prx)


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Peter M. schrieb:
> niemand, auch nicht die "Hail-Zappelstrom-Fraktion" in diesem Forum,
> möchte eine neue Stromleitung über oder neben seinem Domizil gebaut
> sehen.

Und auch kein Grosskraftwerk neben seinem Domizil, egal was für eines. 
Der Strom soll gefälligst aus der Steckdose kommen. Kleinstkraftwerke 
über dem Domizil werden aber akzeptiert.

Allerdings pflegen Überlandleitungen über Land zu gehen, nicht übers 
traute Heim. Sonst hiessen sie Überheimleitungen.
: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


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(prx) A. K. schrieb:
> Allerdings pflegen Überlandleitungen über Land zu gehen, nicht übers
> traute Heim. Sonst hiessen sie Überheimleitungen.

Na Hauptsache sie gehen nicht über einen Fluß.
Oder – noch schlimmer – über einen Strom.
von G. K. (zumsel)


Lesenswert?

Nick schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Schon vergessen das die HGÜ-Trassen passend zur Abschaltung der AKWs
>> geplant waren?
>
> Da hatte der Herr Habeck auch schon lange geplant, dass wir
> Gaskraftwerke brauchen und das Gasnetz abgebaut werden muss?

Irgendwie scheinen dich einzelne Aspekte komplett zu überfordern oder 
den Youtube-Onkel labert Scheiße die du einfach nachplapperst.

Das Gasnetz soll in seinen Verästlungen zu Wohnhäusern zurück gebaut 
werden, die Fernleitungen und die Großanschlüsse bleiben bestehen.
Das ist auch völlig klar das wenn nur wenige Wohnhäuser einen 
Gasanschluss haben das dann die Kosten für den einzelnen Gasanschluss 
steigen.
von G. K. (zumsel)


Lesenswert?

Peter M. schrieb:
> Werter G.K.,
>
> G. K. schrieb:
>
>> Und welche Nimbys und Politiker agitieren gegen Stromleitungen und
>> Windmühlen?
>>
>> Schon vergessen das die HGÜ-Trassen passend zur Abschaltung der AKWs
>> geplant waren?
>
> niemand, auch nicht die "Hail-Zappelstrom-Fraktion" in diesem Forum,
> möchte eine neue Stromleitung über oder neben seinem Domizil gebaut
> sehen.

Du solltest nicht von Bayern auf den Rest der Republik schließen.
In Schleswig-Holstein sind Trassen bereits fertig welche zu der Zeit als 
Habeck dort Landesminister war geplant wurden, lediglich der Anschluss 
an das dänische Netz fehlt weil die Leitung in Dänemark noch nicht 
fertig ist.

Entsprechende Informationen befinden sich in dem sogenannten Neuland.
von Christoph M. (mchris)


Lesenswert?

(prx) A. K. schrieb:
> Allerdings pflegen Überlandleitungen über Land zu gehen, nicht übers
> traute Heim.

Im schlimmsten Fall müsste man halt Unterlandleitungen bauen. Die gehen 
dann unten durch und stören niemanden.
von Rudi (rudils)


Lesenswert?

Nick schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> weitere für reinen H2 sind im Bau.
>
> Das mit dem H2 ist auch so ein zwar interessanter, aber sinnloser Traum.
> Die Kreiseffektivität (Strom -> H2 -> Strom) liegt bei 20%. Also 7 ct
> aus Windkraft kosten dann 28 ct aus H2 als Erzeugerpreis.
> Speicherung ist das nächste. H2 ist ein sehr kleines Molekül und
> diffundiert daher sehr gerne. CH4 ist größer, also unproblematischer.
> Dann das Gasnetz, das man schon angefangen hat abzubauen, ist nur
> bedingt für H2 geeignet. Stichwort Wasserstoffversprödung von Stahl.

Es wird immer von der H2-Erzeugung so argumentiert, dass sie zu geringen 
Wirkungsgrad hat und unrentabel sei. Die Windräder werden einfach 
abgeschaltet, wenn schon genug Energie da ist. Das reduziert doch auch 
den Wirkungsgrad, die mögliche erntbare Leistung verpufft.
Meine Idee wäre, jedem Windrad ein kleines H2-Erzeugungs-Speicher-Modul 
anzubauen. Wenn das WR nicht einspeissen darf, dann kann es völlig 
offline immer noch H2 erzeugen. Mit diesem H2-Vorrat könnte man einen 
lokalen Generator betreiben oder ihn mit Tankwagen abholen. Bei diesem 
Vorhaben bekommt man H2-energie geschenkt, es entstehen fast nur 
Investionskosten.
PS: geht natürlich auch Solar
von (prx) A. K. (prx)


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Christoph M. schrieb:
> Im schlimmsten Fall müsste man halt Unterlandleitungen bauen.

Tut man. Genau deshalb. Ist halt etwas teurer.
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energiewende-umstieg-auf-freileitungen-koennte-20-milliarden-euro-einsparen/100132246.html
von G. K. (zumsel)


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Christoph M. schrieb:

> Im schlimmsten Fall müsste man halt Unterlandleitungen bauen. Die gehen
> dann unten durch und stören niemanden.

Nö, mittlerweile ist einigen aufgefallen das verbuddeln mehr kaputt 
macht als aufhängen.
von G. K. (zumsel)


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Rudi schrieb:

> Mit diesem H2-Vorrat könnte man einen
> lokalen Generator betreiben oder ihn mit Tankwagen abholen. Bei diesem
> Vorhaben bekommt man H2-energie geschenkt, es entstehen fast nur
> Investionskosten.

Bei solchen Anlagen gilt "economy of scale".
Daher ist es billiger das zu einem gewissen Grad zu zentralisieren.
von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Rudi schrieb:
> Meine Idee wäre, jedem Windrad ein kleines H2-Erzeugungs-Speicher-Modul
> anzubauen. Wenn das WR nicht einspeissen darf, dann kann es völlig
> offline immer noch H2 erzeugen.

Deine Idee ist nicht neu. Vor allem aus diesem Grund werden in 
Schleswig-Holstein und Niedersachen in unmittelbarer Nähe zu den 
Windparks etliche Wasserstoff-Elektrolyseure aufgebaut:

https://www.shz.de/deutschland-welt/schleswig-holstein/artikel/groesste-elektrolyseure-in-sh-vor-start-der-wasserstoff-produktion-50172909

https://wtsh.de/de/wasserstoffwirtschaft-in-schleswig-holstein

https://www.clean-hydrogen-coastline.de/

Insbesondere sollen auch bis 2030 Elektrolysatoren mit 10 GW Leistung 
inmitten der Offshore-Windparks der Nordsee aufgebaut werden:

https://aquaventus.org/

Mittlerweile gibt es auch in der Zone eine entsprechende Initiative:

https://www.doinghydrogen.com/
von Ralf X. (ralf0815)


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Andreas S. schrieb:
> Mittlerweile gibt es auch in der Zone eine entsprechende Initiative:

Frühe Überfüllung des Sprachzentrums?
von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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Nick schrieb:
> Der Begriff "Momentanreserve" ist bei Wind und Solar noch nicht wirklich
> angekommen. Durch die Merit-Order wird der Markt verzerrt aber
> gleichzeitig schiebt man seine technischen Unzulänglichkeiten auf die
> Verantwortung der aus dem Markt Gedrängten.
Ja, wer schreibt denn die technischen Regelungen zur Einspeisung? Z.B. 
die VDE-AR-N 4105? Selbstverständlich sind da die Netzbetreiber und 
Energieversorger beteiligt!
Da könnten seit Jahrzehnten sinnvolle Vorgaben drin sein. Nicht nur Q(U) 
wie jetzt, sondern auch P(U). Man kann rotierende Massen emulieren. 
Warum fehlt in der AR eine vorgegebene Trägheit bzw. Mindestvorgaben für 
Leistung oder Energie, die für diesen Zweck vorgehalten werden müssen?
Was fehlt beim VDE, dass die nicht von selbst auf die Idee kommen? Fehlt 
Lust, Weitsicht oder Kompetenz?

Wer hat die saudummen Regeln für die Day-Ahead-Börse festgelegt? Die 
ohne Rücksicht auf das Netz arbeitet? Warum gibt es kein Nodal Pricing 
oder wenigstens Strompreiszonen? Dieser Fehler verursacht die hohen 
Redispatch-Kosten! Warum nutzt man dort Merit-Order Pricing? Das ist 
kein Naturgesetz, z.B. bei Ausschreibungsverfahren benutzt man 
Pay-As-Bid. Warum müssen Erneuerbare zum Minimalpreis als Graustrom 
vermarktet werden?

Warum haben wir so komplizierte energierechtliche Regelungen, dass das 
Aufstellen von Speichern in stark belasteten Verteilnetzen praktisch 
unmöglich ist? Technisch einfach, hilfreich, und wirtschaftlich, in 
Deutschland nicht umsetzbar.

Wer hat beschlossen, dass Deutschland die kompliziertesten und teuersten 
Smart-Meter bekommen muss, für deren netzdienliche Funktion man 
mindestens 4 Dienstleister braucht, die aber trotzdem keine 
Echtzeitdaten zum Verbrauch liefern können?

Man soll ja nicht Böswilligkeit unterstellen, wo Dummheit eine plausible 
Erklärung sein kann. Die deutschen Energieversorger, Lobbyverbände, der 
VDE, das BSI und die Bundesnetzagentur, ebenso das 
Bundeswirtschaftsministerium, scheinen davon aber nachhaltig betroffen 
zu sein.

Den Schaden haben wir alle: ineffiziente Netznutzung, unnötige 
Redispatch-Kosten, höhere Strompreise, mehr CO2 und mehr Abhängigkeit 
von Energieimporten.
von Nick (b620ys)


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G. K. schrieb:
> Irgendwie scheinen dich einzelne Aspekte komplett zu überfordern oder
> den Youtube-Onkel labert Scheiße die du einfach nachplapperst.

Wenn ich Quatsch hören will, dann höre ich mir Quaschning an. Der kann 
aber nichts für seinen Namen. Aber er fasst ihn wohl doch als Karma auf.

> Das Gasnetz soll in seinen Verästlungen zu Wohnhäusern zurück gebaut
> werden,

Das soll, so der Vortänzer Mancher, komplett abgebaut werden. Dafür 
wurde er ja auch als Professor berufen. Irgendwie muss das ja 
wissenschaftlich belegt werden:
https://klimareporter.de/gebaeude/quaschning-erklaert-gasnetz-stilllegung
von Nick (b620ys)


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Rudi schrieb:
> Wenn das WR nicht einspeissen darf, dann kann es völlig
> offline immer noch H2 erzeugen. Mit diesem H2-Vorrat könnte man einen
> lokalen Generator betreiben oder ihn mit Tankwagen abholen.

Ja, könnte man prinzipiell. Wir haben ca. 30000 Windräder. Ja, tw. Sind 
die in Clustern, dann könnte man "lokal zentral" H2 erzeugen. Und das H2 
soll dann per Tanklastzug abgeholt werden? Die WR die ich so sehe, 
liegen eher nicht so zugänglich. Die sollen ja auch weg von Orten.
Und die Offshore WR werden dann per Wasserstrassen bedient?

Tilo R. schrieb:
> Ja, wer schreibt denn die technischen Regelungen zur Einspeisung?

Ich bin mit deinen Vorwürfen im Wesentlichen einverstanden. Ich frag 
mich nur, wer die Vorgaben für die Verordnungen/Vorschriften macht? Ist 
das nicht Aufgabe der Politik?
Das war doch vorhersehbar, nur wurden die Warner dann als Schwurbler 
bezeichnet.

Und jetzt will man die Vergütung für den Strom aus Schwachwindgebieten 
noch mal erhöhen. Momentan ist der Faktor 1.55. Wenns nicht 
wirtschaftlich ist, dann erhöhen wir halt die Subventionen. Die muss ja 
niemand zahlen. 8-/
von Falk B. (falk)


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Nick schrieb:
> Rick schrieb:
>> Aha. Wann genau wird der letzte Zerfall stattfinden?
>
> Früher dachte man, dass 232Th stabil sei.

Jaja, 14e9 Jahre ist ja auch sooo kurz! Warum nicht gleich mit Bismut 
argumentieren?!?

https://de.wikipedia.org/wiki/Thorium#Isotope
https://de.wikipedia.org/wiki/Bismut#Isotope

19e18 Jahre Halbwertszeit! Mch schon mal ein Kreuz im Kalender! ;-)

> Aber die mit der kurzen (für den menschlichen Maßstab) Halbwertszeit
> lässt man besser die 10-fache Zeit in Ruhe. Dann gelten sie als
> vernachlässigbar strahlend

Auch Natururan hat mit ~4e9 Jahren eine verdammt lange Halbwertszeit! 
Jaja, die Zerfallsketten incl. Radon sind bei Dauereinwirkung sicher 
nicht gesundheitsfördernd, aber weit weg vom Atomtod!

https://www.youtube.com/watch?v=zX0Mv-Acy2s

Er ist so genial!
von Giovanni (sqrt_minus_eins)


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Tilo R. schrieb:
> Wer hat die saudummen Regeln für die Day-Ahead-Börse festgelegt? Die
> ohne Rücksicht auf das Netz arbeitet? Warum gibt es kein Nodal Pricing
> oder wenigstens Strompreiszonen? Dieser Fehler verursacht die hohen
> Redispatch-Kosten! Warum nutzt man dort Merit-Order Pricing? Das ist
> kein Naturgesetz, z.B. bei Ausschreibungsverfahren benutzt man
> Pay-As-Bid. Warum müssen Erneuerbare zum Minimalpreis als Graustrom
> vermarktet werden?

OK. Alle sind dumm.
Aber ich hätte gerne die vorgeschlagene Alternative mit ~350 Knoten mit 
unterschiedlichen Preisen gesehen.
Und dann die daraus folgende Diskussion über die Unterschiede Nord/Süd 
Ost/West.

Italien, Schweden, Norwegen haben Zonen. In IT auch nur deshalb, weil es 
strukturelle Unterschiede Nord/Süd gibt (Industrie eher N).

Wie hoch ist eigentlich der Anteil, der über 
Auction>Day-Ahead>SDAC>15min>DE gehandelt wird? Im Vergleich zu direkten 
Verträgen + EEX?
von (prx) A. K. (prx)


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Ich hatte oben schon angedeutet, dass nackte Zahlen lügen, weil die Art 
der Exposition äußerst wichtig ist. Als verpackter Block sind viele 
radioaktive Substanzen harmlos, die es als Staub verteilt und über den 
Stoffwechsel im Körper aufgenommen nicht sind. Auch spielt die Art der 
Strahlung eine wichtige Rolle.

Mit Halbwertszeiten zu hantieren bringt also wenig Erkenntnis.
: Bearbeitet durch User
von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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Giovanni schrieb:
> OK. Alle sind dumm.
Wir verstehen uns ;-)

> Aber ich hätte gerne die vorgeschlagene Alternative mit ~350 Knoten mit
> unterschiedlichen Preisen gesehen.
Die USA schaffen das, im 5-Minuten-Takt, mit irgendwas zwischen 60.000 
und 80.000 dezentralen Nodes.

> Und dann die daraus folgende Diskussion über die Unterschiede Nord/Süd
> Ost/West.
Die Physik schert sich nicht um Söders Befindlichkeiten. Sonst verweist 
man immer auf den Markt. Außer man erwartet eigene Nachteile und hat 
jahrelang den Wind- und Netzausbau ausgebremst.

> Italien, Schweden, Norwegen haben Zonen. In IT auch nur deshalb, weil es
> strukturelle Unterschiede Nord/Süd gibt (Industrie eher N).
Alles besser als Kupferplatte.

> Wie hoch ist eigentlich der Anteil, der über
> Auction>Day-Ahead>SDAC>15min>DE gehandelt wird? Im Vergleich zu direkten
> Verträgen + EEX?
Rund 75% werden außerbörslich gehandelt.
Vom Rest werden etwa 75% Day-Ahead gehandelt.
von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
> Mit Halbwertszeiten zu hantieren bringt also wenig Erkenntnis.

Sag das mal dem Universalgelehrten Harald L., auch bekannt als Larry 
Hesch!

https://www.youtube.com/watch?v=5muCKsehUsI

RIP!
von Christoph M. (mchris)


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Falk B. schrieb:
> Sag das mal dem Universalgelehrten Harald L., auch bekannt als Larry
> Hesch!
>
> https://www.youtube.com/watch?v=5muCKsehUsI

Jetzt muss man allerdings auch sehen, dass sich das Video an Leute 
richtet, die in Soziologie, Politik, Geschichte und Philosophie ähnlich 
bewandert sind wie die meisten Friseusen in der Quantenphysik. Da lässt 
sich viel in einfache Weltbilder verpacken.
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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Falk B. schrieb:
>> Früher dachte man, dass 232Th stabil sei.
>
> Jaja, 14e9 Jahre ist ja auch sooo kurz! Warum nicht gleich mit Bismut
> argumentieren?!?

Es ist nicht mehr relevant. Hoch radioaktive Elemente, die Anfangs 
durchaus gefährlich sind, sind nach 10 Halbwertszeiten nicht mehr 
gefährlich.

Ich hab das 232Th erwähnt, weil man zunächst dachte, dass es nicht 
strahlt. Dass es doch strahlt, macht es aber nicht gefährlich. Es 
strahlt halt extrem schwach. Du kannst dich daneben stellen und Lotto 
spielen und hoffen, dass du von dem einen Zerfall tot umfällst.
von Oliver S. (oliverso)


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Tilo R. schrieb:
> Warum
> Warum
> Warum
> Warum
> Warum

Ja, warum all das Durcheinander? Der Strom kommt doch einfach so aus der 
Steckdose. Was sollen also alle diese unsinnigen Regelungen?

Vorgeblich einfache Lösungen für ziemlich komplexe Systeme sind 
eigentlich immer - weltfremd, aber gerne gehört.

Oliver
von Ein T. (ein_typ)


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Udo S. schrieb:
> Oder willst du auf Kernenergie zurück. Die teuerste Energieform die es
> ja gab.

Ich frage mich ja, warum in China, Russland, Indien, Türkei, Ägypten, 
Polen, Frankreich und Großbritannien gerade AKWs geplant oder sogar 
schon gebaut werden, wenn das so teuer ist. Aber klar, die können alle 
nicht rechnen und leiden alle unter Dyskalkulie, das weiß man doch. Die 
einzigen auf der Welt, die richtig rechnen (tm) können, sind die 
deutschen Atomkraftgegner.

Wobei, aus unserer deutschen Sicht ist das mit der teuren Kernenergie 
nicht einmal ganz falsch. Wenn man bezahlte, laufende Kraftwerke bereits 
vor Ende ihrer Lebensdauer abschaltet, weil eine Tsunamikatastrophe in 
Japan 25.000, und die vom selben Tsunami ausgelöste Nuklearkatastrophe 
ein (1) Todesopfer gefordert hat, na klar, dann wird die Sache natürlich 
teurer.

Außerdem ist es natürlich besonders klug von uns, funktionierende 
Kraftwerke abzuschalten, die von unseren Ingenieuren nach unseren 
Vorschriften, unseren Regeln und kontrolliert von unseren Behörden 
arbeiten, nur um anstelle dessen Kernenergie von Nachbarn zu kaufen, 
deren Kernkraftwerke wir überhaupt nicht kontrollieren können. 
Nichteinmal die Kernreaktoren im belgischen Tihange vom berühmten 
Spezialtyp TRC (Total Rissiges Containment).

Stattdessen setzen wir lieber auf Erneuerbare Energien. Anstatt nun aber 
die Bürger davon zu überzeugen und dafür zu sorgen, daß die so preiswert 
werden, daß die Bürger sie dann auch wollen, sorgen wir lieber dafür, 
alle anderen Energien künstlich teurer zu machen, damit die Parteien, 
die das beschlossen haben, bald von ihrer schweren Bürde der 
Verantwortung entbunden werden.

Tja, das Volk der Dichter und Denker. Manchmal frage ich mich, ob die 
Denker noch ganz dicht sind, aber das ist natürlich pure Blasphemie. Und 
wer braucht schon Industrie, oder Energie? Es gibt doch so viele schöne 
Höhlen!
von (prx) A. K. (prx)


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Nick schrieb:
> Ich hab das 232Th erwähnt, weil man zunächst dachte, dass es nicht
> strahlt.

Sogar beim Proton diskutiert man schon eine Weile, ob es stabil sei, 
oder mit > 10^30 Jahren Halbwertszeit zerfällt. Für die Kosmologen ist 
das sehr wichtig. Dem Rest der Welt geht das unendlich weit am Arsch 
vorbei.
von (prx) A. K. (prx)


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Ein T. schrieb:
> Ich frage mich ja, warum in China, Russland, Indien, Türkei, Ägypten,
> Polen, Frankreich und Großbritannien gerade AKWs geplant oder sogar
> schon gebaut werden, wenn das so teuer ist.

Bei Franzosen und Briten auch deshalb, weil man einem Projekt, von dem 
man die Hälfte bereits bezahlt hat, lieber etliche weiteren Hälften 
hinterherschiebt, statt es als Verlust abzuschreiben.

Und weil das so ist, sind neue Kernkraftwerke rentabel, so lange man 
noch in den Prospekt sieht und mit den Verkäufern redet. Realisiert man 
sie, kommen die Zusatzkosten allmählich zum Vorschein. Stünden die im 
Prospekt schon drin...

Die Chinesen verfolgen so ziemlich alles gleichzeitig, gerade auch 
Erneuerbare. Proteste verlaufen dort auch etwas anders.
: Bearbeitet durch User
von Le X. (lex_91)


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Ein T. schrieb:
> Ich frage mich ja, warum in China, Russland, Indien, Türkei, Ägypten,
> Polen, Frankreich und Großbritannien gerade AKWs geplant oder sogar
> schon gebaut werden, wenn das so teuer ist. Aber klar, die können alle
> nicht rechnen und leiden alle unter Dyskalkulie,

Wenn man sich z.B. Hinkley Point ansieht, um nur mal ein Beispiel zu 
nennen, dann muss man sagen: ja, die können nicht rechnen. Naja, die 
Betreiber schon, für die ist das eine Goldgrube.

Dann ist da noch Frankreich.
Frankreich muss seine Stromkosten mit gewaltigen Zuschüssen gering 
halten, sonst gehen in Paris die Elektroheizungen aus und es rollen 
Köpfe.
Der Franzose sieht auf seiner Stromrechnung nur einen kleinen Teil der 
tatsächlichen Stromkosten.
Versteh mich nicht falsch, bei uns ist das nicht viel anders.
Ewigkeitskosten trägt praktischerweise der Staat, so fallen diese nicht 
sofort ins Auge. Aber in Frankreich ist diese Verzehrung noch etwas 
stärker.

China hattest du auch in deiner Liste.
Meinst du dieses China das jedes Jahr mit sehr großem Abstand die 
größten Zuwächse in Sachen Erneuerbare verbuchen darf? Ja, können die 
denn nicht rechnen?!

Ansonsten ist den meisten Ländern deiner Aufzählung gemein dass man, 
neben der zivilen Stromerzeugung, auch eine militärische Notwendigkeit 
für AKWs hat. Material für WMD wächst nicht auf den Bäumen.

Ein T. schrieb:
> Und
> wer braucht schon Industrie

Ich kanns nicht mehr hören.
Unsere Vorzeigeindustrie, allen voran ein großer KFZ-Hersteller aus 
Wolfsburg, leidet seit Jahrzehnten unter Missmanagement, wohlwissend bei 
jedem kleinen Husten nach dem Staat rufen zu können.
Die Energiepreise sind dem sein geringstes Problem (siehe 
Cariad/Rivian-Thematik), aber ein guter Weg um die selbst verschuldete 
Misere auf unliebsame Parteien abzuwälzen.
: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Ein T. schrieb:
> und die vom selben Tsunami ausgelöste Nuklearkatastrophe
> ein (1) Todesopfer gefordert hat

Und Tschernobyl hat ja auch nur 2 Toderopfer gekostet. Man knn sich die 
Welt schon schönsaufen.

Ein T. schrieb:
> Aber klar, die können alle
> nicht rechnen und leiden alle unter Dyskalkulie, das weiß man doch.

Kommt immer darauf an wie man kalkuliert. Den Russen, Amis und Chinesen 
waren die Kosten erst mal egal, die wollten spaltbares Material für 
Bomben.

Und alle anderen haben erst mal munter alle radiaaktiven 
Hinterlassenschaften ins Meer oder irgendwo in die Wüste gekippt.

Klar, wenn wir die ganzen Castorbehälter in die Nord und Ostsee kippen 
wird die Rechnung deutlich günstiger. Und die paar hunderttausend Tonnen 
Abfall der alten AKWs.

Ein T. schrieb:

> Außerdem ist es natürlich besonders klug von uns, funktionierende
> Kraftwerke abzuschalten, die von unseren Ingenieuren nach unseren
> Vorschriften, unseren Regeln und kontrolliert von unseren Behörden
> arbeiten, nur um anstelle dessen Kernenergie von Nachbarn zu kaufen,
> deren Kernkraftwerke wir überhaupt nicht kontrollieren können.

Wie sinnvoll das war kann man diskutieren. Da bin ich bei dir.

Wobei die tollen ehrlichen Ingenieure und Energieunternehmen ...
2003 wurde bei Biblis A festgestellt, dass die Ansaugöffnung für die 
Notkühlung statt 5,9 nur 3 m² groß ausgeführt war. Hat halt keiner 
gemerkt beim Bau und den Prüfungen.

Es gab ja auch keine gefährlichen Störfälle. Biblis 1987, erst die 3. 
Schicht hat gemerkt, dass da ein blödes Ventil offen ist, das nicht 
hätte offen sein dürfen. Und laut eines amerikanischen Fachmagazins für 
Kerntechnologie hätte das zu einer Kernschmelze führen können.
Na ja Glück gehabt. Deshalb hat man den Störfall auch erst mal nicht 
gemeldet. Man muss ja keine Panik schüren.
Und wenn. Rund um Biblis ist Deutschland ja nicht sooo dicht besiedelt. 
Die paar Millionen ...
: Bearbeitet durch User
von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:

> Ich frage mich ja, warum in China, Russland, Indien, Türkei, Ägypten,
> Polen, Frankreich und Großbritannien gerade AKWs geplant oder sogar
> schon gebaut werden, wenn das so teuer ist. Aber klar, die können alle
> nicht rechnen und leiden alle unter Dyskalkulie, das weiß man doch. Die
> einzigen auf der Welt, die richtig rechnen (tm) können, sind die
> deutschen Atomkraftgegner.

Und was ist mit den restlichen 185 Ländern?
von (prx) A. K. (prx)


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G. K. schrieb:
> Und was ist mit den restlichen 185 Ländern?

Die warten klugerweise ab, ob das wirklich die rettende Idee ist, oder 
ob man damit bloss Geld versenkt. Als genial neue Technologie mit 
grossen Exportchancen sehen einige der modernen KKW-Designs nicht aus. 
Wirken eher als alter Wein in neuen Schläuchen, mit ein paar sinnvollen 
Optimierungen. Man muss folglich nicht der Erste sein.
: Bearbeitet durch User
von G. K. (zumsel)


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(prx) A. K. schrieb:

> Die warten klugerweise ab, ob das wirklich die rettende Idee ist, oder
> ob man damit bloss Geld versenkt. Als genial neue Technologie mit
> grossen Exportchancen sehen einige der modernen KKW-Designs nicht aus.
> Wirken eher als alter Wein in neuen Schläuchen, mit ein paar sinnvollen
> Optimierungen. Man muss folglich nicht der Erste sein.

Dieses steinalte Pipi-Ding in der Schweiz könnte mit knapp über 300MW 
Leistung heute als SMR durchgehen.

Da ist die Vergangenheit Zukunft!
von (prx) A. K. (prx)


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G. K. schrieb:
> Dieses steinalte Pipi-Ding in der Schweiz könnte mit knapp über 300MW
> Leistung heute als SMR durchgehen.

Tja, und die Deutschen mussten Obrigheim unbedingt 2008 stilllegen, 
statt es als Museumskraftwerk weiter zu betreiben. :)
: Bearbeitet durch User
von Clara (clara)


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(prx) A. K. schrieb:
> Ich hatte oben schon angedeutet, dass nackte Zahlen lügen, weil die Art
> der Exposition äußerst wichtig ist. Als verpackter Block sind viele
> radioaktive Substanzen harmlos, die es als Staub verteilt und über den
> Stoffwechsel im Körper aufgenommen nicht sind. Auch spielt die Art der
> Strahlung eine wichtige Rolle.

Du hattest Nick geantwortet. Nick sprach von Zwischen- und Endlagern.

Und dort lagern Substanzen als "verpackter Block" und nicht als Staub. 
Und sind damit - wie du selber schreibst - vielfach harmlos.
von Ein T. (ein_typ)


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Axel G. schrieb:
> Nick schrieb:
>> Endlager werden ja blockiert. Es gibt kein einziges. Also die
>> Hervorhebung von "zwischen" ist eher irreführend.
>
> Blockiert ist gut. Die Dinger will aus gutem Grund niemand haben.

"Blockiert" ist genau das richtige Wort. Und wenn wir mal etwas genauer 
hinschauen, gibt es ja ziemlich viel, das "niemand haben" will. Anwohner 
protestieren und prozessieren gegen Windräder, Stromtrassen und die 
meisten anderen Industrieanlagen, und mit zunehmender Dichte wird das 
sicher auch Batteriegroßspeicher zu erwarten sein. Und sie alle bringen 
natürlich einen "guten Grund" für ihren Widerstand vor, also: mindestens 
einen. Anscheinend können wir besser blockieren als unsere Zukunft 
gestalten.
von (prx) A. K. (prx)


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Clara schrieb:
> Und dort lagern Substanzen als "verpackter Block"

Womit wir wieder bei der Lagerung sind. Die dafür sorgen muss, dass die 
Verpackung intakt bleibt.
: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Ein T. schrieb:
> Anscheinend können wir besser blockieren als unsere Zukunft
> gestalten.

Ja. Gestalten klappt aus der Katastrophe heraus besser, wenn alle 
hoffen, es gehe nun aufwärts, als aus einer seit langem recht stabilen 
Lage, in der alle befürchten, es gehe nun abwärts. Und folglich 
blockieren.

Manche sehen darin einen willkommenen Anlass, alles erst einmal kaputt 
zu machen, und danach die Welt nach ihren Vorstellungen neu zu 
gestalten. Die erste Phase dieser Methodik klappt indes besser als die 
zweite.
: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ein T. schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> Oder willst du auf Kernenergie zurück. Die teuerste Energieform die es
>> ja gab.
>
> Ich frage mich ja, warum in China, Russland, Indien, Türkei, Ägypten,
> Polen, Frankreich und Großbritannien gerade AKWs geplant oder sogar
> schon gebaut werden, wenn das so teuer ist. Aber klar, die können alle
> nicht rechnen und leiden alle unter Dyskalkulie, das weiß man doch. Die
> einzigen auf der Welt, die richtig rechnen (tm) können, sind die
> deutschen Atomkraftgegner.

Dazu muss man eigentlich niemanden befragen. Es reichen die Zahlen.

Beispiel Hinkley Point C:
Geplanter Betriebsgebinn: 2023,
Zu erwartender Betriebsbeginn: nicht vor 2031,
Geplante Kosten: 19 Mrd. Euro,
zu erwartende Kosten: mindestens 56 Mrd. Euro,
Ende 2025 liegt die garantierte Einspeisevergütung bei 15,3 ct/kWh - bis 
2031 inflationsbedingt natürlich weiter ansteigend.

Beispiel Frankreich Flamanville 3:
Geplanter Betriebsbeginn: 2012 bei 3,3 Mrd.€ Baukosten,
Betriebsbeginn: 2024 bei 13 Mrd. € Baukosten,
Stromkosten: 12ct/kWh

Beispiel USA:
Aktuell gibt es überhaupt nur ein neueres Kraftwerk: Vogtle 3 & 4,
Geplante Fertigstellung: 2017,
Fertigstellung: 2024,
Baukosten geplant: 14 Mrd. $,
Baukosten tatsächlich: 35 Mrd. $,
Stromgestehungskosten: bzgl. Investitionen über Laufzeit geschätzt 
16-18ct/kWh

Zwischendurch Pleite von Westinghouse wegen exorbitanter Baukosten.

Virgil C. Summer Units 2 & 3 wurden wegen Kostenexplosion nach 9 Mrd. $ 
Investitionen abgebrochen.

Beispiel Polen (Baubeginn 2028):
Kostenschätzung bisher: 45-50 Mrd. €,
Baukosten: Staatsanteil 30%, Investoren 70%, sämtliche Kredite werden 
staatlich garantiert.
Mindestvergütung Stand heute: 12ct/kWh

Wohlgemerkt: da ist noch kein Spatenstich erfolgt. Der Blick auf alle 
anderen Neubauten in der westlichen Hemisphäre (inkl. USA) lassen Böses 
für den polnischen Steuerzahler erahnen. Und es ist noch vollkommen 
unklar, wie die Entsorgung aussehen soll.

Ich frage mich: wenn doch Kernkraft so günstig ist - warum gibt es 
überall massive Staatsgarantien oder sogar Beteiligungen und volle 
Risikoübernahme durch den Staat? Und warum gibt es CfDs auf die 
Strompreise?
Und warum übernimmt der Staat und keine private Versicherung - wenn das 
doch alles so sicher ist. Können die denn nicht rechnen? ;-)

Die Zahlen belegen in der westlichen Welt: schon ohne viele zukünftige 
Kosten ist Kernenergie in der Tat die teuerste Energieform.

Man muss also schon sagen: ja, da konnten/können einige nicht rechnen.
Wobei man natürlich auch sagen muss, dass der enorme Preisverfall bei PV 
damals sicherlich nicht absehbar war. Heutzutage ist es ja fast 
günstiger, seine Fassade mit PV zu verblenden anstatt sie zu verputzen.

> Außerdem ist es natürlich besonders klug von uns, funktionierende
> Kraftwerke abzuschalten, die von unseren Ingenieuren nach unseren
> Vorschriften, unseren Regeln und kontrolliert von unseren Behörden
> arbeiten, nur um anstelle dessen Kernenergie von Nachbarn zu kaufen,
> deren Kernkraftwerke wir überhaupt nicht kontrollieren können.
> Nichteinmal die Kernreaktoren im belgischen Tihange vom berühmten
> Spezialtyp TRC (Total Rissiges Containment).

Wobei wir gar nicht so viel Kernkraft importieren - im letzten Jahr 
waren es mWn knapp 2% aus Frankreich. Also kaum etwas, das man nicht 
hier auch hätte erzeugen können. Aber der Strom dort war zum Zeitpunkt 
des Einkaufs offenbar günstiger.

Man muss da aber auch ehrlich sein: die würden auch ohne die deutsche 
Stromabnahme laufen. Das Riskio ist dort also dasselbe, nur dass hier in 
DE kein Risiko mehr besteht. Das ist als Argument also eher nicht 
zielführend.

Da bin ich zwiegespalten: einerseits vertragen sich die AKW einfach 
nicht mit dem volatilen Strom der Erneuerbaren, andererseits waren sie 
halt da.
Wobei die letzten drei mit knapp 6% auch nicht mehr viel beigetragen 
haben und recht problemlos durch Erneuerbare kompensiert wurden.

Weiteres Problem: das Endlagerproblem ist hier auch noch nicht gelöst. 
Außer in Finnland übrigens auch in keinem der oben angesprochenen 
Länder.

Dafür kostet uns das Zwischenlagern im Moment 1,4 Mrd.€ per anno.
Stromausbeute: 0kWh ;-)

Risse gibt's übrigens auch im brandneuen französischen AKW im 
Reaktordeckel, weshalb es im Herbst mal eben für ein halbes Jahr vom 
Netz geht. Ich würde sagen: läuft.

> Stattdessen setzen wir lieber auf Erneuerbare Energien. Anstatt nun aber
> die Bürger davon zu überzeugen und dafür zu sorgen, daß die so preiswert
> werden, daß die Bürger sie dann auch wollen, sorgen wir lieber dafür,
> alle anderen Energien künstlich teurer zu machen

Ich sehe da aber keine künstliche Verteuerung der Kernkraft. Das schafft 
die offenbar ganz alleine. Selbst hochsubventioniert.

Währenddessen fallen die Erneuerbaren eben immer weiter (wenn auch nicht 
mehr so stark). Bei Gestehungskosten im unteren einstelligen 
Cent-Bereich ergeben immer teurere Kernkraftneubauten schlicht keinen 
Sinn. Selbst wenn ich da in Dunkelflauten teures Gas verfeuern muss. Das 
mittelt sich einfach raus.
: Bearbeitet durch Moderator
von Soul E. (soul_eye)


Lesenswert?

Ein T. schrieb:
> Ich frage mich ja, warum in China, Russland, Indien, Türkei, Ägypten,
> Polen, Frankreich und Großbritannien gerade AKWs geplant oder sogar
> schon gebaut werden, wenn das so teuer ist. Aber klar, die können alle
> nicht rechnen und leiden alle unter Dyskalkulie, das weiß man doch. Die
> einzigen auf der Welt, die richtig rechnen (tm) können, sind die
> deutschen Atomkraftgegner.

Es steht und fällt halt mit den Subventionen. Eine Firma, die in 
Deutschland ein KKW bauen will, müsste eine Haftpflichtversicherung für 
ihre Anlage abschließen, die die Kosten im Havariefall übernimmt, und 
sie müsste ein Konzept zur Abfallentsorgung nachweisen. Das sind 
Ewigkeitskosten, wie bei der Ruhrkohle. Damit ist diese Form der 
Energieerzeugung völlig unattraktiv.

Die Situation ändert sich sofort, wenn der Staat einspringt. Der 
Havariefall wird als "höhere Gewalt" oder "Umweltkatastrophe" 
deklariert, wo die Allgemeinheit die Kosten trägt, und die Entsorgung 
wird erstmal wegdiskutiert. Dann gibt es noch Förderung für die "neue 
Technologie", und schon wird aus einen Millionengrab ein lohnendes 
Investment.
von (prx) A. K. (prx)


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Chris D. schrieb:
> Geplante Kosten: 19 Mrd. Euro
> zu erwartende Kosten: mindestens 56 Mrd. Euro

Also kamen nach der ersten Hälfte noch reichlich 5 nach. Passt. :)
von Georg S. (randy)


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Chris D. schrieb:
> Ich stecke leider in der Materie zu Windenergieanlagen noch nicht
> wirklich drin: Kann man die nicht auch ohne größere Probleme "weich"
> abschalten, bspw. durch langsame Drehung der Flügel auf Nullstellung
> über 1-2 Minuten?

Natürlich würde das gehen. Aber wenn das Kraftwerk um 22:00 anfängt 
runter zu fahren, beschwert sich jemand dass es sich um 22:01 noch 
gedreht hat. Wenn du 2 Minuten vor 22:00 anfängst runter zu fahren, dann 
verschenkst du das Geld das du in den 2 Minuten noch mit Windstrom 
hättest verdienen können. Da es das Gesetz erlaubt um 22:00 schlagartig 
abzuschalten und das auch das finanz-optimum darstellt, wird das so 
gemacht. Die Probleme die sich daraus ergeben sind Probleme anderer 
Leute. So läuft das im Kapitalismus.
von Ein T. (ein_typ)


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Le X. schrieb:
> Meinst du dieses China das jedes Jahr mit sehr großem Abstand die
> größten Zuwächse in Sachen Erneuerbare verbuchen darf? Ja, können die
> denn nicht rechnen?!

Ich meine das China, das aktuell auch 291 GW Kohlekraftwerke genehmigt 
hat oder bereits baut.

> Ich kanns nicht mehr hören.
> Unsere Vorzeigeindustrie, allen voran ein großer KFZ-Hersteller aus
> Wolfsburg, leidet seit Jahrzehnten unter Missmanagement, wohlwissend bei
> jedem kleinen Husten nach dem Staat rufen zu können.
> Die Energiepreise sind dem sein geringstes Problem (siehe
> Cariad/Rivian-Thematik), aber ein guter Weg um die selbst verschuldete
> Misere auf unliebsame Parteien abzuwälzen.

Wow, genau ein Unternehmen als Beispiel, und dann gerade dieses... 
Stimmt, dessen Probleme sind nicht die Energiekosten. Die anderen 
energieintensiven Unternehmen, von denen laut einer Allensbach-Umfrage 
94% eine Abwanderung erwägen, die gibt es deswegen nicht? Sei mir bitte 
nicht böse, aber von Dir bin ich klügere und differenziertere Argumente 
gewöhnt.
von Ein T. (ein_typ)


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Udo S. schrieb:
> Und Tschernobyl hat ja auch nur 2 Toderopfer gekostet.

Der deutsche Atomausstieg wurde allerdings nicht nach Tschernobyl, 
sondern nach Fukushima beschlossen.

> Man knn sich die
> Welt schon schönsaufen.

Diesbezüglich muß ich mich auf Deine Expertise verlassen.

Bitte melde Dich erst wieder bei mir, wenn Du sachlich diskutieren 
kannst und willst. Herzlichen Dank.
von (prx) A. K. (prx)


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Ein T. schrieb:
> Der deutsche Atomausstieg wurde allerdings nicht nach Tschernobyl,
> sondern nach Fukushima beschlossen.

Genauer gesagt wurde er bereits anno 2000 beschlossen, also eher mitten 
dazwischen. 2011 wurde als Abschluss von Merkels doppeltem Rittberger 
noch einmal beschlossen.
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ein T. schrieb:
> Le X. schrieb:
>> Meinst du dieses China das jedes Jahr mit sehr großem Abstand die
>> größten Zuwächse in Sachen Erneuerbare verbuchen darf? Ja, können die
>> denn nicht rechnen?!
>
> Ich meine das China, das aktuell auch 291 GW Kohlekraftwerke genehmigt
> hat oder bereits baut.

Wobei man da erwähnen sollte, dass das größtenteils Backup-Kraftwerke 
sind - für die Regenerativen, die auch in China nochmal günstiger als 
KKW sind. Die neuen KKWs (schnell regelbar) sind den Chinesen das, was 
uns die Gaskraftwerke sind. Dieser Zubau wurde wohl angestoßen, weil es 
2022(?) zu mehreren deutlichen Ausfällen in der Stromversorgung gekommen 
war.
Ich kann mich auch dunkel an einige unserer Kunden erinnern, die darüber 
berichteten.

> Wow, genau ein Unternehmen als Beispiel, und dann gerade dieses...
> Stimmt, dessen Probleme sind nicht die Energiekosten. Die anderen
> energieintensiven Unternehmen, von denen laut einer Allensbach-Umfrage
> 94% eine Abwanderung erwägen, die gibt es deswegen nicht?

Da muss man genauer sein (sofern wir dieselbe Studie meinen). Ich finde 
dort:

"94 Prozent der deutschen energieintensiven Unternehmen halten eine 
Abwanderung weiterer Unternehmen ihrer Branche aus Deutschland für 
wahrscheinlich, mehr als die Hälfte (56 Prozent) sogar für sehr 
wahrscheinlich."

Das ist schon etwas anderes als Deine obige Aussage.

Nichtsdestotrotz sollte man da helfen (Industriestrompreis usw.) - aber 
ich halte auch Verlagerung von Standorten für angebracht. Es ist wenig 
sinnvoll, Strom erst mühsam durch Flaschenhälse von Norden nach Süden zu 
schicken, anstatt direkt vor Ort zu verbrauchen. Das minimiert Verluste 
und spart beim Ausbau auch noch Geld. Und näher an den Häfen wäre man 
auch.

Schauen wir mal.
von Ein T. (ein_typ)


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Chris D. schrieb:
> Beispiel Hinkley Point C:
> Geplanter Betriebsgebinn: 2023,
> Zu erwartender Betriebsbeginn: nicht vor 2031,
> Geplante Kosten: 19 Mrd. Euro,
> zu erwartende Kosten: mindestens 56 Mrd. Euro,
> Ende 2025 liegt die garantierte Einspeisevergütung bei 15,3 ct/kWh - bis
> 2031 inflationsbedingt natürlich weiter ansteigend.

Daß öffentlich geförderte Projekte regelmäßig sowohl ihre zeitlichen 
Ziele aus auch die projektierten Kosten meistens deutlich überschreiten, 
kennen wir doch auch bei uns. Ich sage nur BER und Stuttgart 21.

> Und warum übernimmt der Staat und keine private Versicherung - wenn das
> doch alles so sicher ist. Können die denn nicht rechnen? ;-)

Vermutlich können private Versicherungsträger die Risiken einfach nicht 
einschätzen, so etwas scheuen Versicherungsmathematiker gemeinhin wie 
der Teufel das Weihwasser. Außerdem würde ich vermuten, daß 
Versicherungen die damit verbundenen Anfeindungen vermeiden wollen.

Aber die Frage bleibt: wenn das alles so teuer ist, warum machen die 
Staaten beziehungsweise ihre Regierungen das dann?

> Man muss da aber auch ehrlich sein: die würden auch ohne die deutsche
> Stromabnahme laufen. Das Riskio ist dort also dasselbe, nur dass hier in
> DE kein Risiko mehr besteht.

Naja, kein Risiko... wenn in Tschechien die alten WWERs den Weg des 
Kraftwerks in Tschernobyl gehen, das übrigens ebenfalls ein WWER war... 
und zumindest bei mir daheim in Aachen wird ein großer Unfall in Tihange 
sicher ungemütlich.

>> Stattdessen setzen wir lieber auf Erneuerbare Energien. Anstatt nun aber
>> die Bürger davon zu überzeugen und dafür zu sorgen, daß die so preiswert
>> werden, daß die Bürger sie dann auch wollen, sorgen wir lieber dafür,
>> alle anderen Energien künstlich teurer zu machen
>
> Ich sehe da aber keine künstliche Verteuerung der Kernkraft.

Bitte noch einmal lesen, ich hatte nicht die Kernkraft gemeint.

> Währenddessen fallen die Erneuerbaren eben immer weiter (wenn auch nicht
> mehr so stark). Bei Gestehungskosten im unteren einstelligen
> Cent-Bereich ergeben immer teurere Kernkraftneubauten schlicht keinen
> Sinn. Selbst wenn ich da in Dunkelflauten teures Gas verfeuern muss. Das
> mittelt sich einfach raus.

Dennoch haben wir in Deutschland meines Wissens die höchsten Strompreise 
in Europa, behauptet das statistische Bundesamt. Wenn die Erneuerbaren 
alle so preiswerten Strom erzeugen und der Anteil der Erneuerbaren 2025 
bereits bei 57% lag (ebenfalls statistisches Bundesamt), würde ich mich 
außerordentlich darüber freuen, wenn ich das auch auf meiner 
Stromrechnung wiederfände.

Schau, im Gegensatz zu einigen anderen hier habe ich überhaupt nichts 
gegen Erneuerbare, im Gegenteil. Ich finde es allerdings immer noch 
merkwürdig, vorhandene, bezahlte und abgeschriebene Kraftwerke 
abzuschalten. Außerdem befürchte ich, daß einige Aspekte unserer 
aktuellen Energiepolitik einen so negativen Einfluß auf unsere 
Wirtschaft und unsere Lebensqualität haben könnten, daß letztlich 
politische Kräfte davon profitieren, die zumindest ich keinesfalls an 
den Hebeln der Macht sehen mag.

Letztens habe ich in einem Interview, ich glaube auf tagesschau.de, den 
sehr interessanten Satz gelesen: "Immer wenn die Bürger zwischen 
Umweltschutz und Wohlstand entscheiden können, wählen sie den 
Wohlstand". Aus meiner Sicht muß die Konsequenz daraus also sein, 
Umweltschutz und Wohlstand zu verbinden.
von Ein T. (ein_typ)


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(prx) A. K. schrieb:
> Ein T. schrieb:
>> Der deutsche Atomausstieg wurde allerdings nicht nach Tschernobyl,
>> sondern nach Fukushima beschlossen.
>
> Genauer gesagt wurde er bereits anno 2000 beschlossen, also eher mitten
> dazwischen. 2011 wurde als Abschluss von Merkels doppeltem Rittberger
> noch einmal beschlossen.

Du hast Recht, ich tausche "beschlossen" gegen "vollzogen". Geschenkt. 
;-)
von (prx) A. K. (prx)


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Ein T. schrieb:
> den Weg des
> Kraftwerks in Tschernobyl gehen, das übrigens ebenfalls ein WWER war

Weiter daneben geht nicht.
Tschernobyl: RBMK-Typ, graphitmoderierter Siedewasserreaktor mit 
Druckröhren.
WWER: Druckwasserreaktor mit Druckkessel, vergleichbar mit westlichen 
Typen.
: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Chris D. schrieb:
> Wobei wir gar nicht so viel Kernkraft importieren - im letzten Jahr
> waren es mWn knapp 2% aus Frankreich. Also kaum etwas, das man nicht
> hier auch hätte erzeugen können. Aber der Strom dort war zum Zeitpunkt
> des Einkaufs offenbar günstiger.

Es gibt ja nicht nur Import.
Wieviel Strom musste Frankreich importieren, als viele Kraftwerke nicht 
liefen und mehrere noch laufende wegen zu wenig Wasser gedrosselt werden 
mussten?

Aber das wird gerne von den Kernkraft Fanboys selektiv ausgeblendet.
von Udo S. (urschmitt)


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Ein T. schrieb:
> Schau, im Gegensatz zu einigen anderen hier habe ich überhaupt nichts
> gegen Erneuerbare, im Gegenteil. Ich finde es allerdings immer noch
> merkwürdig, vorhandene, bezahlte und abgeschriebene Kraftwerke
> abzuschalten. Außerdem befürchte ich, daß einige Aspekte unserer
> aktuellen Energiepolitik einen so negativen Einfluß auf unsere
> Wirtschaft und unsere Lebensqualität haben könnten, daß letztlich
> politische Kräfte davon profitieren, die zumindest ich keinesfalls an
> den Hebeln der Macht sehen mag.

Da sind wir gleicher Meinung. Es ist ein Riesenunterschied, ob ich ein 
schon existierendes AKW früher als geplant abschalte oder neue AKWs 
baue.
Fakt ist es gibt noch nicht mal im Ansatz eine sichere Endlagerung und 
wenn ich mit die Asse anschaue, bezweifle ich dass es über ein so langen 
Zeitraum wie nötig überhaupt eine sichere Endlagerung geben kann.

Und erst die Laufzeitverlängerung und dann der Salto rückwärts nach 
Fukushima war eine rein populistische Entscheidung weil einige Angst 
bekamen, dass sie Wählerstimmen verlieren könnten.
von Le X. (lex_91)


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Ein T. schrieb:
> Schau, im Gegensatz zu einigen anderen hier habe ich überhaupt nichts
> gegen Erneuerbare, im Gegenteil. Ich finde es allerdings immer noch
> merkwürdig, vorhandene, bezahlte und abgeschriebene Kraftwerke
> abzuschalten.

D’accord.
Ich halte AKWs für teuer und will die Langzeitprobleme nicht den 
zukünftigen Generationen aufbürden, aber zumindest in Europa halte ich 
sie für hinreichend sicher.
Von mir aus hätte man die Bestehenden noch paar Jährchen laufen lassen 
können.

Aber ehrlicherweise hätte das den Bock nicht fett gemacht. Die 
Energiepreise würden auch nicht groß anders aussehen, betrachtet man den 
Anteil der AKW am Gesamtenergiemix. Die Industrie würde trotzdem nach 
günstiger Energie und Entlastung rufen.
von (prx) A. K. (prx)


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Udo S. schrieb:
> weil einige Angst bekamen, dass sie Wählerstimmen verlieren könnten.

Mit Recht. Das Thema entschied die Wahl in Baden-Württemberg.
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ein T. schrieb:
> Daß öffentlich geförderte Projekte regelmäßig sowohl ihre zeitlichen
> Ziele aus auch die projektierten Kosten meistens deutlich überschreiten,
> kennen wir doch auch bei uns. Ich sage nur BER und Stuttgart 21.

Natürlich :-)
Aber beim BER/Stuttgart 21 sind es dann nicht mehr die laufenden Kosten, 
die das Ticket verteuern. Anders bei den AKW-Neubauten. Da zahlt man 
nochmal beim Strompreis. Bei Hinkley Point C sind das 35 Jahre.

>> Und warum übernimmt der Staat und keine private Versicherung - wenn das
>> doch alles so sicher ist. Können die denn nicht rechnen? ;-)
>
> Vermutlich können private Versicherungsträger die Risiken einfach nicht
> einschätzen, so etwas scheuen Versicherungsmathematiker gemeinhin wie
> der Teufel das Weihwasser. Außerdem würde ich vermuten, daß
> Versicherungen die damit verbundenen Anfeindungen vermeiden wollen.

Das wäre allerdings das erste Mal, dass Versicherungen um ihren Ruf 
besorgt sind ;-) Selbst zu Hochzeiten der Kernkraft, als sie "en vogue" 
war, gab es diese Versicherungen ja nicht.

> Aber die Frage bleibt: wenn das alles so teuer ist, warum machen die
> Staaten beziehungsweise ihre Regierungen das dann?
>
>> Man muss da aber auch ehrlich sein: die würden auch ohne die deutsche
>> Stromabnahme laufen. Das Riskio ist dort also dasselbe, nur dass hier in
>> DE kein Risiko mehr besteht.
>
> Naja, kein Risiko... wenn in Tschechien die alten WWERs den Weg des
> Kraftwerks in Tschernobyl gehen, das übrigens ebenfalls ein WWER war...
> und zumindest bei mir daheim in Aachen wird ein großer Unfall in Tihange
> sicher ungemütlich.

Das hast Du missverstanden. Ich meinte: wenn ich in zwei Ländern AKWs 
habe und die AKW in einem Land abschalte, dann sinkt das Risiko eines 
Unfalls. Das meinte ich. Ob die Dinger im Ausland so sicher sind wie 
unsere hier waren? Keine Ahnung. Aber es ändert ja nichts. Die laufen 
weiter, ob wir da ab und zu Strom abnehmen oder nicht.

> Bitte noch einmal lesen, ich hatte nicht die Kernkraft gemeint.

Ok.

> Dennoch haben wir in Deutschland meines Wissens die höchsten Strompreise
> in Europa, behauptet das statistische Bundesamt. Wenn die Erneuerbaren
> alle so preiswerten Strom erzeugen und der Anteil der Erneuerbaren 2025
> bereits bei 57% lag (ebenfalls statistisches Bundesamt), würde ich mich
> außerordentlich darüber freuen, wenn ich das auch auf meiner
> Stromrechnung wiederfände.

Ich habe gerade mal auf meine Rechnung vom Mai 2025 geschaut (weil ich 
die zur Hand hatte): da gehen 16,3ct für Stromsteuer und Netzentgelte 
(10ct!) drauf, 12ct sind die eigentlichen Erzeugungskosten + Unkosten 
des Anbieters + sein Gewinn.

D.h. über 30% fließen in den Ausbau der Netze. Das ist eine Kröte, die 
man bei Regenerativen schlucken muss, wobei es ja auch den Vorschlag 
gab, diese Investitionskosten (ich meine, es wäre von 500 Mrd. die Rede 
gewesen) jetzt als Kredit aufzunehmen, ranzuklotzen und dann über die 
komplette Laufzeit der Netze zu verteilen - also die Anfangsbelastung 
jetzt zu reduzieren. Fand ich nicht sooo schlecht. Man erhält für die 
Investition dann allerdings auch ein deutlich robusteres Netz (auch 
bzgl. Sabotage) - sozusagen als kleines Goodie.

Das heisst aber auch, dass selbst mit AKW der Strom nicht so viel 
günstiger würde. Die AKWs produzieren ja eh nur anteilig und eine 
PV-Anlage hier in der Gegend hatte letztes Jahr den Zuschlag mit 
5,0ct/kWh, Windkraft liegt hier in der Eifel bei 7ct. Da geht es also 
überhaupt nur um wenige Cent, weil die Erneuerbaren schon sehr nah an 
die Kosten abgeschriebener AKWs kommen. Die Netzausbaukosten kämen ja 
auch dort mit drauf.

Davon abgesehen habe ich jetzt seit März nach vielen Jahren um die 30ct 
mit 25ct/kWh für ein Jahr tatsächlich einen gesunkenen Strompreis. Ich 
glaube, das letzte Mal hatten wir hier 2018 so einen Preis. Und das wäre 
dann europaweit schon im gesunden Mittelfeld und niedriger als in 
Frankreich ;-) Was zahlst Du im Moment?

Man darf bei den Rankings auch nicht vergessen, dass Frankreich und 
viele andere Länder Strom auch für Privathaushalte stark 
subventionieren.

> Schau, im Gegensatz zu einigen anderen hier habe ich überhaupt nichts
> gegen Erneuerbare, im Gegenteil. Ich finde es allerdings immer noch
> merkwürdig, vorhandene, bezahlte und abgeschriebene Kraftwerke
> abzuschalten.

Ja, man hätte sie weiterlaufen lassen können. Allerdings vertragen sich 
gerade diese alten Kraftwerke mit ihrer besch... eidenen Regelfähigkeit 
wohl nur sehr schwer mit Regenerativen. Wir hätten also mit Sicherheit 
deutlich mehr Abschaltungen.

Und die Entsorgungsproblematik bliebe natürlich und wird mit mehr 
hochradioaktivem Abfall ja nicht besser.

> Außerdem befürchte ich, daß einige Aspekte unserer
> aktuellen Energiepolitik einen so negativen Einfluß auf unsere
> Wirtschaft und unsere Lebensqualität haben könnten, daß letztlich
> politische Kräfte davon profitieren, die zumindest ich keinesfalls an
> den Hebeln der Macht sehen mag.
>
> Letztens habe ich in einem Interview, ich glaube auf tagesschau.de, den
> sehr interessanten Satz gelesen: "Immer wenn die Bürger zwischen
> Umweltschutz und Wohlstand entscheiden können, wählen sie den
> Wohlstand". Aus meiner Sicht muß die Konsequenz daraus also sein,
> Umweltschutz und Wohlstand zu verbinden.

Absolut.
Vor allem hätte man das doch auch schon damals vernünftig erklären 
können, also welche Ziele es gibt, was dafür nötig ist und was es für 
Belastungen geben wird. Die Leute können die Wahrheit durchaus 
vertragen.

Leider entwickelte sich ein absoluter Eiertanz. All das hat uns bei der 
Umstellung nicht geholfen.
: Bearbeitet durch Moderator
von Ein T. (ein_typ)


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(prx) A. K. schrieb:
> Weiter daneben geht nicht.
> Tschernobyl: RBMK-Typ, graphitmoderierter Siedewasserreaktor mit
> Druckröhren.
> WWER: Druckwasserreaktor mit Druckkessel, vergleichbar mit westlichen
> Typen.

Huch, Du hast Recht. Danke für den Hinweis.
von Nick (b620ys)


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(prx) A. K. schrieb:
> Sogar beim Proton diskutiert man schon eine Weile, ob es stabil sei,

Also doch angekommen. Sich auf die Halbwertszeit bei der 
Gefahrenbewertung zu berufen ist sinnlos, kommt aber bei den meisten 
Leuten gut an.
Das nennt sich "Die Angst vor der großen Zahl" und ist ein Teil der 
Arithmophobie.

https://www.youtube.com/shorts/3ipcYiilin4
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Chris D. schrieb:
> 94 Prozent der deutschen energieintensiven Unternehmen halten eine
> Abwanderung

Ist doch Super, wenn die weg sind. Desto mehr desto besser wird die 
Deckung durch regenerative Energien am gesamten Primaerenergieverbrauch 
des Landes.
von Werner H. (werner45)


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Nochmal zurück zum Blackout:
Netzstabilität und Smartmeter - ist heute und sollte künftig sein
- sehr gut erklärt:
Teil 1
https://www.youtube.com/watch?v=dYL3OQO57fo
Teil 2
https://www.youtube.com/watch?v=4TvvKArLuDM
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Dieter D. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> 94 Prozent der deutschen energieintensiven Unternehmen halten eine
>> Abwanderung
>
> Ist doch Super, wenn die weg sind. Desto mehr desto besser wird die
> Deckung durch regenerative Energien am gesamten Primaerenergieverbrauch
> des Landes.

Was soll dieses sinnverfälschende Teilzitat?
von Ein T. (ein_typ)


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Chris D. schrieb:
> Dieter D. schrieb:
>> Chris D. schrieb:
>>> 94 Prozent der deutschen energieintensiven Unternehmen halten eine
>>> Abwanderung
>>
>> Ist doch Super, wenn die weg sind. Desto mehr desto besser wird die
>> Deckung durch regenerative Energien am gesamten Primaerenergieverbrauch
>> des Landes.
>
> Was soll dieses sinnverfälschende Teilzitat?

Hast Du noch nie einen "klassischen Dieter" gesehen? :-)
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Chris D. schrieb:
> Was soll dieses sinnverfälschende Teilzitat?

Das ist nicht sinnverfaelschend, sondern die Verlinkung auf Deinen Post 
als Bezug zu Chris und Ein T fuer meinen Post.

Es wird von mir widersprochen, dass Gehen der Grossenergieverbraucher 
als tragisch zu sehen, sondern als Verbesserung der Lage im Hinblick auf 
Regenerative.
von Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite


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Chris D. schrieb:
> Nick schrieb:
>> G. K. schrieb:
>>> Quelle?
>>
>> Gerne!
>>
> 
https://www.amprion.net/Netzjournal/Beitr%C3%A4ge-2021/Ph%C3%A4nomen-zur-vollen-Stunde.html
>> 22:00 unserer Zeit. Die 21:00 sind "Europäische Normalzeit" oder wie man
>> das nennen mag.
>> Das erklärt aber nicht den Zusammenhang mit Windkraft, nur die Tatsache.
>>
>> Hier die eigentliche Meldung:
>> https://www.rj2et.de/netzfrequenz-meldungen-22-00
>
> Interessant. Letztendlich ist das aber nur eine Randnotiz, denn das
> Problem lässt sich ja wirklich einfach lösen, indem man bspw. die
> Anlagen jeweils leicht verzögert abschaltet. Streut man das über +/-5
> Minuten, so würde das vermutlich schon ausreichen.
>
> Ich stecke leider in der Materie zu Windenergieanlagen noch nicht
> wirklich drin: Kann man die nicht auch ohne größere Probleme "weich"
> abschalten, bspw. durch langsame Drehung der Flügel auf Nullstellung
> über 1-2 Minuten?

Genau das ist jetzt wohl auch geplant. Momentan geben die Vorschriften 
(konkret: die "TA Lärm") das aber nicht her.
https://taz.de/Europaeisches-Stromnetz/!6166827/

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Dieter D. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Was soll dieses sinnverfälschende Teilzitat?
>
> Das ist
> ...
> sinnverfaelschend

Ok, dann habe ich als Beispiel Dein Zitat auch mal "passend" eingekürzt.

Wir sind hier nicht im Kindergarten. Entweder zitierst Du in Zukunft 
korrekt oder Du lässt es.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Chris D. schrieb:
> mal "passend" eingekürzt.

Aber leider nicht analog eingekuerzt, denn dafuer haettest Du vorne und 
hinten was weglassen muessen und nicht dazwischen ein "nicht".

Das "markierten Text zitieren" hatte das Gaensefuesschen nicht 
mitgenommen auf dem Smartphone.
von Nick (b620ys)


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Morgen (am Sonntag) wird es spannend.
Wochenende + Feiertag + Sonnenschein + Wind =
https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?c=DE

Und der Preis ist auch gut (-114 € / MWh)
https://www.energy-charts.info/charts/price_spot_market/chart.htm?c=DE
von Peter M. (r2d3)


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Hallo Chris D.,

Chris D. schrieb:
> Das hast Du missverstanden. Ich meinte: wenn ich in zwei Ländern AKWs
> habe und die AKW in einem Land abschalte, dann sinkt das Risiko eines
> Unfalls.

Ja.

> Das meinte ich. Ob die Dinger im Ausland so sicher sind wie
> unsere hier waren? Keine Ahnung. Aber es ändert ja nichts. Die laufen
> weiter, ob wir da ab und zu Strom abnehmen oder nicht.

Vielleicht aber ist die Risikoreduktion bei Abschaltung von nur einem 
ausgewählten KKW größer als die Risikoreduktion bei Abschaltung eines 
ganzen KKW-Pulks...

https://www.ippnw.de/atomenergie/sicherheit/artikel/de/kernkraftwerk-tihange-deutlich-gefae.html
: Bearbeitet durch User
von G. K. (zumsel)


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Für die Freunde des Einzelhändlers aus Chiemgau:

https://www.youtube.com/watch?v=fRim0Q6mB7I

Bemerkenswert ist wie sich der Einzelhändler um das Thema Netzausbau 
herum windet.
Mit konstruktiven Vorschlägen (Wo müsste was passieren?) dazu würde er 
ja sein Publikum vergraulen.
von Rbx (rcx)


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Ein T. schrieb:
> Tja, das Volk der Dichter und Denker.

Ja, gut erkannt. Das war schon immer problematisch -> also eine 
Exploit-Gelegenheit, wenn man so will. Man kann sich auch über Autarkie 
Gedanken machen - oder generell über Lebensräume und dessen 
wirtschaftliche Verhältnisse da.
In Spanien kann man von Planungsfehlern ausgehen - die natürlich sehr 
wahrscheinlich sind, wenn die Ausbildung der Planungsleute eher 
Ideologiegetrieben ist statt fundamental gut.
von Nick (b620ys)


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Nick schrieb:
> Und der Preis ist auch gut (-114 € / MWh)

Keine Sorge!
Für Montag ist der day ahead Preis bei -147,05 € / MWh
https://www.energy-charts.info/charts/price_spot_market/chart.htm?c=DE&week=15

Und die Batteriespeicher sind auch (keine aktuellen Daten verfügbar) 
schwer am Netz stabilisieren (zumindest für 1/2 Stunde):
https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&source=battery_unit_eex

Die Daten sind vom Fraunhofer-institut.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Nick schrieb:
> Keine Sorge!

Zumindest passiert das noch nicht häufig genug, damit eine Akkubank 
genügend Zyklen fahren kann ohne vorher an Überalterung einzugehen.
von Nick (b620ys)


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Dieter D. schrieb:
> Zumindest passiert das noch nicht häufig genug, damit eine Akkubank
> genügend Zyklen fahren kann ohne vorher an Überalterung einzugehen.

Ah! Also sind Akkus Unsinn?
Wo liegt denn dann die Grenze?

https://www.energy-charts.info/charts/price_spot_market/chart.htm?c=DE&interval=year&year=2025
Wenn ich mir das Diagramm für 1 Jahr (2025) so anschau, hat wohl jeder 
Tag Potential billig zu kaufen und teuer zu verkaufen.
Für die 7 Tage über 600 €/MWh oder die 3 Tage mit fast 1000 €/MWh lohnt 
sich das aber tatsächlich wirtschaftlich nicht.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Nick schrieb:
> Ah! Also sind Akkus Unsinn?

Das wäre viel zu kurz gedacht.

> Wo liegt denn dann die Grenze?

Pro Jahr müsste über hundert mal die Kapazität der Akkus für solche 
Zwecke beansprucht werden.

Ein anderes Problem wäre noch, dass die Regelungen an der Strombörse für 
solche Anlagen nochmal kräftig überarbeitet werden müßten.
von Nick (b620ys)


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Dieter D. schrieb:
> Pro Jahr müsste über hundert mal die Kapazität der Akkus für solche
> Zwecke beansprucht werden.

Das ist doch locker zu schaffen, selbst bei nur 50% Solartagen, ohne 
Wind.

Dieter D. schrieb:
> Ein anderes Problem wäre noch, dass die Regelungen an der Strombörse für
> solche Anlagen nochmal kräftig überarbeitet werden müßten.

An was denkst du da?
von Michael B. (alter_mann)


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Nick schrieb:
> Wo liegt denn dann die Grenze?

Der Preis wird nicht ohne Grund je MWh angegeben. So einen Akku-Haufen 
für viele MWh muß man erstmal haben.
Und dann kommen bestimmt noch Transaktionsgebühren und Steuern dazu. Die 
müssen auch erwirtschaftet werden.
Somit ist die Grenze für Privatpersonen vermutlich nicht zu erreichen.
von Pandur S. (jetztnicht)


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> Dietr D schrieb
>Ein anderes Problem wäre noch, dass die Regelungen an der Strombörse für
solche Anlagen nochmal kräftig überarbeitet werden müßten.

Nicht muesste, sondern muss sowieso. Das kann aber nicht so schwierig 
sein. Denn das bestehende System ist sowieso Quatsch. Ein hinreichend 
grosser Einspeiser, sagen wir etwas groesser wie ein Panel am Balkon 
kann einen Raspi  zum Stromhandeln haben. Das sollte machbar sein.

Die Stromboerse selbst waere etwas komplizierter, die muss ja mit den 
Tausenden Einspeisern handeln. Erscheint mir aber auch machbar. dh die 
Software waere stabil moeglich. Bis der Handel stabil wird, wird's etwas 
dauern, aber dafuer gibt's ja auch simulationen

Es sollte davon ausgegangen werden, dass der durchschnittliche Eigenheim 
Einspeiser mindestens die Auto Kapazitaet (zB 50-100kWh pro Auto) an 
Batterie vorhaelt. Die Batterie wird am Tag geladen, und in der Nacht 
wird das Auto geladen. Was nicht benoetigt wird, kann ans Netz gehen.
Jetzt muss man der Haussteuerung nur noch vorgeben, dass man das Auto am 
naechsten nicht, oder nur wenig braucht, der Rest des Stromes kann 
verkauft werden, sofern die Verguetungen passen
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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Pandur S. schrieb:
> Denn das bestehende System ist sowieso Quatsch.

1++

Die Klein-Solarstromerzeuger müssten sich in einen Batterie-Pool 
einkaufen um den Strom am Markt (vertreten durch den Pool-Betreiber) 
verkaufen zu können.

Der Pool-Betreiber müsste dem Netz eine jederzeit abrufbare Menge und 
Leistung anbieten. Der Abruf kann vom Netzbetreiber beliebig übers Jahr 
verteilt werden. Bei Nichteinhaltung muss er Ersatz zum Stundenpreis 
leisten.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Die Herausforderung dabei waere, alle Poolbetreiber fair verteilt an der 
Netzunterstützung teilhaben zu lassen.
von Nick (b620ys)


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Dieter D. schrieb:
> alle Poolbetreiber fair verteilt an der
> Netzunterstützung teilhaben zu lassen.

Wenn du unter "fair" die Produktion von nicht benütigter Leistung zum 
falschen Zeitpunkt verstehst, ja, dann ist es eine Herausforderung. Aber 
das kann man ja jetzt auch schon in Perfektion.
So wie es jetzt läuft ist es subventionierte Verklappung.
von G. K. (zumsel)


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Nick schrieb:

> Wenn du unter "fair" die Produktion von nicht benütigter Leistung zum
> falschen Zeitpunkt verstehst, ja, dann ist es eine Herausforderung. Aber
> das kann man ja jetzt auch schon in Perfektion.
> So wie es jetzt läuft ist es subventionierte Verklappung.

Also besser die französischen AKWs durch rauf-runter kaputt machen?
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Nick schrieb:
> Dieter D. schrieb:
>> alle Poolbetreiber fair verteilt an der
>> Netzunterstützung teilhaben zu lassen.
>
> Wenn du unter "fair" die Produktion von nicht benütigter Leistung zum
> falschen Zeitpunkt verstehst, ja, dann ist es eine Herausforderung. Aber
> das kann man ja jetzt auch schon in Perfektion.
> So wie es jetzt läuft ist es subventionierte Verklappung.

Mit kaum 2% der jährlichen Erzeugung ist der Effekt aber eher gering.
von Nick (b620ys)


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Chris D. schrieb:
> Mit kaum 2% der jährlichen Erzeugung ist der Effekt aber eher gering.

Meine Forderung zum Zwang zur Batteriepufferung für "Privatanbieter" war 
lediglich eine Erweiterung.
Also statt 2% 100%. Gilt sowohl für Solar als auch Wind.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Nick schrieb:
> Meine Forderung zum Zwang zur Batteriepufferung für "Privatanbieter"...

Meiner Erinnerung nach wäre hier die Herausforderung gewesen, dass mit 
8ct/kWh einige private Erzeuger die Kosten abdecken können, jedoch noch 
die zusätzlichen Speicherverschleißkosten von 10ct/kWh hinzukämen. Damit 
wären für den Strom aus den Speichern ein Preis von 18ct/kWh anzusetzen. 
Einen nicht kostendeckenden Abgabepreis per Gesetz oder Verordnung 
durchzusetzen würde vermutlich spätestens bei einem der Bundes- oder 
Verfassungsgerichten aufgehoben werden.
von G. K. (zumsel)


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Dieter D. schrieb:
> Nick schrieb:
>> Meine Forderung zum Zwang zur Batteriepufferung für "Privatanbieter"...
>
> Meiner Erinnerung nach wäre hier die Herausforderung gewesen, dass mit
> 8ct/kWh einige private Erzeuger die Kosten abdecken können, jedoch noch
> die zusätzlichen Speicherverschleißkosten von 10ct/kWh hinzukämen. Damit
> wären für den Strom aus den Speichern ein Preis von 18ct/kWh anzusetzen.
> Einen nicht kostendeckenden Abgabepreis per Gesetz oder Verordnung
> durchzusetzen würde vermutlich spätestens bei einem der Bundes- oder
> Verfassungsgerichten aufgehoben werden.

Warum sollten EE-Erzeuger und Speicherbetreiber die selbe juristische 
Person sein?
von Nick (b620ys)


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Dieter D. schrieb:
> Damit
> wären für den Strom aus den Speichern ein Preis von 18ct/kWh anzusetzen.

Tja, was soll ich sagen? Pech gehabt.
Von den konventionellen Kraftwerksbetreibern fordert man, bedarfgerecht 
Enegie zu liefern. Von den Solar/Wind-Kraftwerken aber nicht. Dafür muss 
das Netz ausgebaut werden um dann den Überschuss mit Verlust irgendwo 
anders hin zu verkaufen.
Schon verstanden, Windkraft ist überwiegend aus dem Norden. Aber immer 
noch nicht bedarfsgerecht.
von Ein T. (ein_typ)


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Gerade lese ich eine IMHO sehr interessante Studie [1], die Jan 
Emblemsvåg von der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität 
Norwegen hinsichtlich der Hypothese verfaßt hat, daß Deutschland 
anstelle des Atomausstiegs nicht nur bei der Kernenergie geblieben, 
sondern weiter in diese investiert hätte.

Befürworter der Energiewende haben ihrerseits eine Antwort dazu verfaßt, 
die Interessierte hier [1] lesen können.


[1] 
https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/14786451.2024.2355642#abstract

[2] 
https://www.isi.fraunhofer.de/de/blog/2024/kritische-stellungnahme-kernkraft-deutschland-emblemsvag.html
von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Dazu gab's schon vor einiger Zeit auch einen Podcast von Daniel Stelter:
https://www.youtube.com/watch?v=VkEGJBSuYvg

Gruss
WK
von Christoph M. (mchris)


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Ein T. schrieb:
> [2]
> 
https://www.isi.fraunhofer.de/de/blog/2024/kritische-stellungnahme-kernkraft-deutschland-emblemsvag.html

Ein lustiger Vergleich im Artikel:
1
Warum ist dieser methodische Ansatz nicht haltbar?
2
...
3
Um die Grundsätzlichkeit dieses Fehlers anhand eines einfachen Beispiels zu illustrieren: Nehmen wir an, ein Student kauft sich ein Auto und zahlt dafür monatliche Raten in Höhe von 300 Euro. Die Eltern unterstützen den Autokauf des Studenten mit 200 Euro im Monat. Emblemsvågs Logik folgend kostet das Auto nun monatlich 500 Euro.

Und am Schluss ist quasi das Resume: Bei so grundlegenden Fehler ist es 
uns zu doof, den Artikel im Detail weiter zu analysieren.
von Christoph M. (mchris)


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von G. K. (zumsel)


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Christoph M. schrieb:
> Kennt jemand die Eltricity-Map?
>
> https://app.electricitymaps.com/map/zone/DE/live/fifteen_minutes

Taugt nix:

https://de.linkedin.com/posts/bruno-burger-a8144021_electricitymaps-hat-am-wochenende-wieder-activity-7155126195360067584-qtQD

Aber wenn du Lust hast kannst du mal rausfinden wie viel CO2 dieses Ding 
für Atomstrom zugrunde legt.
von Ralf X. (ralf0815)


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G. K. schrieb:
> Taugt nix:
>
> 
https://de.linkedin.com/posts/bruno-burger-a8144021_electricitymaps-hat-am-wochenende-wieder-activity-7155126195360067584-qtQD

In den Daten von Bruno Burger/energy-charts sind auch immer wieder 
Fehler vorhanden, früher sogar Dauerfehler, die noch jahrelang Bestand 
hatten, nachdem er darauf aufmerksam gemacht wurde.
Und statt sich für die Fehlermeldungen zu bedanken, reagiert er 
beleidigt wie ein kleines Kind, schiebt alles auf seine Studenten und 
schimpft wie ein Rohrspatz, dass seine ehrbaren Bemühungen sich auch 
einer Kritik stellen müssen.
: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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Christoph M. schrieb:
> Ein lustiger Vergleich im Artikel:
>
1
> Warum ist dieser methodische Ansatz nicht haltbar?
2
> ...
3
> Um die Grundsätzlichkeit dieses Fehlers anhand eines einfachen Beispiels 
4
> zu illustrieren: Nehmen wir an, ein Student kauft sich ein Auto und 
5
> zahlt dafür monatliche Raten in Höhe von 300 Euro. Die Eltern 
6
> unterstützen den Autokauf des Studenten mit 200 Euro im Monat. 
7
> Emblemsvågs Logik folgend kostet das Auto nun monatlich 500 Euro.
8
>
>
> Und am Schluss ist quasi das Resume: Bei so grundlegenden Fehler ist es
> uns zu doof, den Artikel im Detail weiter zu analysieren.

Ja, da habe ich auch gelacht und mußte an Morgenserns Palmström denken. 
Die Antwort wirkt schon ein bisschen seltsam: da der Autor dieser Studie 
ja den betriebswirtschaftlichen Begriff "Cashflow" verwende, müsse das 
Ganze also betriebswirtschaftlich gesehen und die staatliche 
Subventionierung deshalb ausgeblendet werden. Dumm nur, daß es mir ganz 
persönlich eher gleichgültig ist, ob mein Geld in höhere Stromkosten 
oder in höhere Steuern fließt, mit denen der Staat die Subventionen 
finanziert. Für mich ergibt sich in beiden Fällen dasselbe Ergebnis: 
egal wer mir das Geld wie und warum abknöpft, am Ende steht es mir nicht 
mehr zur Verfügung. :-)
von G. K. (zumsel)


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Ralf X. schrieb:

> In den Daten von Bruno Burger/energy-charts sind auch immer wieder
> Fehler vorhanden, früher sogar Dauerfehler, die noch jahrelang Bestand
> hatten, nachdem er darauf aufmerksam gemacht wurde.
> Und statt sich für die Fehlermeldungen zu bedanken, reagiert er
> beleidigt wie ein kleines Kind, schiebt alles auf seine Studenten und
> schimpft wie ein Rohrspatz, dass seine ehrbaren Bemühungen sich auch
> einer Kritik stellen müssen.

Warum willst du nicht das sich Leser eine eigene Meinung bilden können?
von Rbx (rcx)


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Ein T. schrieb:
> Für mich ergibt sich in beiden Fällen dasselbe Ergebnis:
> egal wer mir das Geld wie und warum abknöpft, am Ende steht es mir nicht
> mehr zur Verfügung. :-)

So siehts aus. Im c't Nr 6 aktuell stand auch was hinsichtlich der 
Kommunikation der Energieanbieter bei Reklamationen - das wollte ich 
noch kopieren und der Generalstaatsanwaltschaft schicken.
von Christoph M. (mchris)


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Zur Zeit kommt übrigens eine sehenswerte Doku zu Tschernobyl in der 
ZDF-Mediathek, in der auch ehemalige Mitarbeiter des Kontrollraums 
interviewt werden:
https://www.zdf.de/dokus/collection-index-page-artede-collection-artede-rc-027769-116
von G. K. (zumsel)


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Christoph M. schrieb:
> Zur Zeit kommt übrigens eine sehenswerte Doku zu Tschernobyl in
> der
> ZDF-Mediathek, in der auch ehemalige Mitarbeiter des Kontrollraums
> interviewt werden:
> 
https://www.zdf.de/dokus/collection-index-page-artede-collection-artede-rc-027769-116

Wenn man sich das im Nachgang so anschaut kommt man sehr schnell zu dem 
Schluss das man AKWs nur in einer Diktatur betreiben kann weil man nur 
in einer Diktatur massenhaft Menschen in den Tot zwingen kann.

In der Zeit wo die Russen das fertig zu betoniert hatten haben es die 
Japaner noch nicht mal geschafft ein Zelt über ihre kaputten Reaktoren 
zu bauen.

Eigentlich müsste daher jeder AKW-Befürworter eine Erklärung 
unterschreiben bei einer AKW-Havarie als Bioroboter Brennstäbe zu 
schaufeln.
von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Was sagen die E-Gegner, die bei jeder Gelegenheit vor der Dunkelflaute 
warnen, eigentlich zu der Hormus-Flaute?
von Falk B. (falk)


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Christoph M. schrieb:
> Zur Zeit kommt übrigens eine sehenswerte Doku zu Tschernobyl in der
> ZDF-Mediathek, in der auch ehemalige Mitarbeiter des Kontrollraums
> interviewt werden:
> 
https://www.zdf.de/dokus/collection-index-page-artede-collection-artede-rc-027769-116

Alles uralter Kram. Daran ist rein gar nichts Neues.
von Falk B. (falk)


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G. K. schrieb:
> 
https://www.zdf.de/dokus/collection-index-page-artede-collection-artede-rc-027769-116
>
> Wenn man sich das im Nachgang so anschaut kommt man sehr schnell zu dem
> Schluss das man AKWs nur in einer Diktatur betreiben kann weil man nur
> in einer Diktatur massenhaft Menschen in den Tot zwingen kann.

Mit der Logik scheinst du eher auf Kriegsfuß zu stehen, was?
Aber immer schön weiter linksgrüne Propaganda verbreiten.
Jeder blamiert sich so gut er kann.

> Eigentlich müsste daher jeder AKW-Befürworter eine Erklärung
> unterschreiben bei einer AKW-Havarie als Bioroboter Brennstäbe zu
> schaufeln.

Jaja. Angstmacherei und Lügen sind immer gern genommen, wenn sie der 
eigenen Ideologie dienen.

Tschernobyl war zweifelsohne mit Abstand der größte AKW-Unfall der 
Geschichte. Die Aufräumarbeiten waren nichts für schwache Nerven und es 
sind, wenn gleich auch nicht offiziell bestätigt, zehntausende Menschen 
indirekt an den Folgen des Unfalls gestorben, im Wesentlichen durch 
erhöhte Krebsraten. Alles großer Scheiß!

ABER! So einen Reaktortyp gibt es außerhalb Rußlands nicht! Und so einen 
Scheiß wie sie damals bei dem Test gemacht haben, wird außerhalb auch 
nicht gemacht! Harrisburg 1979 war für die Umwelt komplett harmlos, man 
hat nur den nagelneuen 1 Milliarde Dollar Reaktor geschrottet.
von Udo S. (urschmitt)


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Falk B. schrieb:
> Jaja. Angstmacherei und Lügen sind immer gern genommen,

Nein Fukushima, Tschernobyl, Three mile island sind FAKTEN!
Ideologie ist das was die Kernenergie, Öl und Gas Lobbyisten verbreiten 
(lassen). Die große Lüge ist die, dass Kernenergie "sicher" ist und man 
Endlager "sicher" machen kann.

Falk B. schrieb:
> Jeder blamiert sich so gut er kann.

Das beweist du immer wieder aufs neue. Siehe

Falk B. schrieb:
> linksgrüne Propaganda

du hast das "versifft" vergessen.
von G. K. (zumsel)


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Falk B. schrieb:

> ABER! So einen Reaktortyp gibt es außerhalb Rußlands nicht! Und so einen
> Scheiß wie sie damals bei dem Test gemacht haben, wird außerhalb auch
> nicht gemacht!

Und deswegen können andere Reaktortypen nicht havarieren?
von G. K. (zumsel)


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Udo S. schrieb:

> Nein Fukushima, Tschernobyl, Three mile island sind FAKTEN!

Du hast Windscale und Tscheljabinsk-25 vergessen.

BTW: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Unf%C3%A4llen_in_kerntechnischen_Anlagen
von Falk B. (falk)


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Udo S. schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> Jaja. Angstmacherei und Lügen sind immer gern genommen,
>
> Nein Fukushima, Tschernobyl, Three mile island sind FAKTEN!

Nö, das sind Namen von Orten.

> Ideologie ist das was die Kernenergie, Öl und Gas Lobbyisten verbreiten
> (lassen).

Na zum Glück gibt es keine grüne Ideologie!

MUAAAHHHHH

> Die große Lüge ist die, dass Kernenergie "sicher" ist und man
> Endlager "sicher" machen kann.

Sie sind es. Die Unfälle, so schrecklich sie waren, sind bezogen auf die 
Gesamtheit der Reaktoren und deren bisherige Laufzeit erträglich.
Es gibt jedes Jahr Millionen Tote im Straßenverkehr (weltweit), trotzdem 
gibt es (noch) keine Massenhysterie bei der Benutzung von Autos.
von Falk B. (falk)


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G. K. schrieb:
>> ABER! So einen Reaktortyp gibt es außerhalb Rußlands nicht! Und so einen
>> Scheiß wie sie damals bei dem Test gemacht haben, wird außerhalb auch
>> nicht gemacht!
>
> Und deswegen können andere Reaktortypen nicht havarieren?

Nicht, wenn man sich an die Vorschriften hält. Wenn man aber, wie in 
Tschernobly, MEHRERE Stufen von Sicherheitsmaßnahmen und Vorschiften 
mißachtet oder umgeht, kriegt man jedes System und damit auch jeden 
Raektor zum Abfackeln. Einzel- oder Doppelfehler führen nicht dazu, denn 
es gibt mehr als nur 2 Sicherheitsstufen.
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Falk B. schrieb:
> G. K. schrieb:
>>> ABER! So einen Reaktortyp gibt es außerhalb Rußlands nicht! Und so einen
>>> Scheiß wie sie damals bei dem Test gemacht haben, wird außerhalb auch
>>> nicht gemacht!
>>
>> Und deswegen können andere Reaktortypen nicht havarieren?
>
> Nicht, wenn man sich an die Vorschriften hält. Wenn man aber, wie in
> Tschernobly, MEHRERE Stufen von Sicherheitsmaßnahmen und Vorschiften
> mißachtet oder umgeht, kriegt man jedes System und damit auch jeden
> Raektor zum Abfackeln. Einzel- oder Doppelfehler führen nicht dazu, denn
> es gibt mehr als nur 2 Sicherheitsstufen.

Nicht ganz. Der Reaktor war schon für eine Nachrüstung beim 
Notfallabwurf vorgesehen, weil der problematisch war und schon vorher in 
einem anderen Kraftwerk fast zu einer Katastrophe geführt hatte . 
Offenbar war die Konstruktion nicht wirklich gut.

War übrigens hier nicht anders: hätte man sich an die Vorschriften 
gehalten, hätte Mülheim-Kärlich gar nicht gebaut werden dürfen. Da muss 
man also nicht erst in die SU schauen.

Und was passiert eigentlich bei unzureichenden Vorschriften? Kennst Du 
ja selber von Prototypen - da muss man gerne nochmal etwas ändern, weil 
es nicht wie geplant funktioniert. Und AKWs sind Prototypen, weil man 
bei jedem neuen Typ nicht weiß, wie er sich in 40 Jahren verhält. Danach 
gibt es dann wieder andere komplette Neubauten.

Spielt aber letztendlich auch alles keine Rolle mehr.

Die Kernkraft ist tot weil die Dinger nicht wirtschaftlich betreibbar 
sind. Die Erneuerbaren machen sie mit immer weiter fallenden 
Gestehungskosten schlicht platt. Selbst wenn ich einen kompletten Monat 
im Jahr mit teurem Gas aushelfen muss: das geht gemittelt einfach unter.

Man muss sich nur mal die garantierten Vergütungen aller KKW-Neubauten 
anschauen. Selbst die bisher nur GEPLANTEN haben schon nicht mehr 
marktfähige Gestehungskosten (siehe bspw. Polen). Also: selbst 
schöngerechnet funktioniert es einfach nicht.
: Bearbeitet durch Moderator
von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> So einen Reaktortyp gibt es außerhalb Rußlands nicht!

Jedenfalls nicht mehr, seit auch der letzte solche Reaktor 2000 in 
Tschernobyl abgeschaltet wurde.
von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Harrisburg 1979 war für die Umwelt komplett harmlos

Nicht ganz komplett.
https://de.wikipedia.org/wiki/Reaktorunfall_im_Kernkraftwerk_Three_Mile_Island#Venting_in_die_Umgebung

Relativ harmlos bliebt es, weil durch Schichtwechsel der 
Bedienmannschaft der Tunnelblick beendet wurde.
von Udo S. (urschmitt)


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Falk B. schrieb:
> Sie sind es. Die Unfälle, so schrecklich sie waren, sind bezogen auf die
> Gesamtheit der Reaktoren und deren bisherige Laufzeit erträglich.

Aha, und wann wird es unerträglich?
Wenn Biblis A oder B havariert wären und das komplette Rhein Mein Gebiet 
verstrahlt worden wäre?

Es ist schon komisch. Die selben Leute, die Deutschland permanent 
schlecht reden und hier rumposaunen dass man in Deutschland nicht mal 
mehr eine Brücke oder einen Bahnhof gebaut bekommt, haben kein Problem 
damit, in Deutschland eine Technologie betreiben zu wollen, die im Falle 
eines Versagens das Potential hat Millionen Menschen auf einen Schlag 
den Lebensraum zu nehmen und hundertausende Arbeitsplätze zu zerstören. 
Selbst wenn dabei keiner körperlich zu Schaden kommen würde.

Dabei ist es bezeichnent, dass die selben Personen dann auch überzeugt 
sind, alles besser zu wissen als die überwältigende Mehrheit von 
Mediziner, Physiker und sonstigen Naturwissenschaftlern, und deren 
Aussagen als "linksgrün versiffte Ideologie" bezeichnen.
: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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Chris D. schrieb:
> Und was passiert eigentlich bei unzureichenden Vorschriften? Kennst Du
> ja selber von Prototypen - da muss man gerne nochmal etwas ändern, weil
> es nicht wie geplant funktioniert.

Ein AKW ist kein Prototyp, der in einer Hinterhofklitsche von Fricklern 
zusammengebastelt wird. Ebensowenig wie ein Flugzeug und Medizintechnik.

> Und AKWs sind Prototypen, weil man
> bei jedem neuen Typ nicht weiß, wie er sich in 40 Jahren verhält.

Nichts als Ausreden und Ablenkung! Es war nicht das Alter des AKWs, 
welches zum Unfall führte!

> Danach
> gibt es dann wieder andere komplette Neubauten.

Auch falsch! Man bleibt schon so weit wie möglich an bewährten 
Prinzipien. Macht man ÜBERALL so! Und es ist auch nicht so, daß JEDES 
AKW ein neuer Typ ist! Das ist nur mal wieder die übliche Panikmache und 
Propaganda!

> Spielt aber letztendlich auch alles keine Rolle mehr.

In der Tat.

> Die Kernkraft ist tot weil die Dinger nicht wirtschaftlich betreibbar
> sind.

Schon wieder falsch. Kein einziger Betreiber hat Konkurs angemeldet. Sie 
wurden in einer linkspopulistischen, hsystrischen Reaktion auf den 
Reaktorunfall in Folge das Tsunamis in Japan per Gesetz stillgelegt!
Außerhalb Deutschlands wurde weder ein Atomausstieg beschlossen 
geschweige den umgesetzt. Ob die Dinger nun die totale Cashcow oder 
Milliardengrab sind, kann man so allgmein nicht sagen. Fakt ist, es 
laufen noch hunderte Reaktoren und werden es auch noch Jahrzehnte tun.

Deine Aussage ist vom gleichen Propagandakaliber wie "Die 16.000 Toten 
der Atomkatastrophe von Fukishima.", die immer wieder gern von 
linksgrünen Kreisen rausposaunt wird. Es ist eine glatte Lüge. Es gab 
nicht einen einzigen Toten durch den Reaktorunfall, es waren ALLES Opfer 
des Tsunamis, die wurden von der Flutwelle ertränkt!

> Die Erneuerbaren machen sie mit immer weiter fallenden
> Gestehungskosten schlicht platt.

Jaja, und weiter geht das Märchen. Mal sehen was passiert, wenn die 
bösen, alten Kraftwerke mal WIRKLICH weg sind. wir drehen uns schon seit 
Jahrem mit dem Thema im Kreis. Viele GWp (PEAK!) an Wind und Solar 
stehen ohne ausreichend Speicher oder Backup NACKT da!

Und täglich güßt das Murmletier . . . .

06:00 PIEEEEEEP, PIEEEEEEP, PIEEEEEEP,

> Selbst wenn ich einen kompletten Monat
> im Jahr mit teurem Gas aushelfen muss: das geht gemittelt einfach unter.

Und ist damit falsch! Denn der Mittelwert REICHT NICHT! Versuch mal 1h 
im Jahr die Luft anzuhalten. Im Mittel hast du immer noch 99.98888% 
geatmet . . .

> Man muss sich nur mal die garantierten Vergütungen aller KKW-Neubauten
> anschauen.

Und die der Wind- und Solarparks sowie der E-Mobile . . .

> Selbst die bisher nur GEPLANTEN haben schon nicht mehr
> marktfähige Gestehungskosten (siehe bspw. Polen). Also: selbst
> schöngerechnet funktioniert es einfach nicht.

So wie bei den Erneuerbaren ;-)
Warum jammern denn plötzlich alle, daß die GARANTIRTE Einspeisevergütung 
wegfallen soll? Biogas funktioniert ohne Subvention praktisch auch kaum. 
Alles nur Selbstbetrug.
von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
>> Harrisburg 1979 war für die Umwelt komplett harmlos
>
> Nicht ganz komplett.
> 
https://de.wikipedia.org/wiki/Reaktorunfall_im_Kernkraftwerk_Three_Mile_Island#Venting_in_die_Umgebung

Ja, nicht schön aber keiner wurde dadurch geschädigt, im Vergleich zu 
den Massen an anderen Schadstoffen und Abgasen, die so rausgeblasen 
werden.

https://www.youtube.com/watch?v=kb75NS3vBB0
https://www.youtube.com/watch?v=AALvz5RBEZM
https://www.youtube.com/watch?v=d0SCf0rxX4E

Drei Video zum Thema Three Miles Island. Die klingen ganz brauchbar und 
auch seriös.

Man hatte Glück, es hat nur den Reaktor geschrottet. Und man konnte 
wichtige Lektionen lernen, hat man auch, weltweit. Naja, außer in der SU 
. . .
von Udo S. (urschmitt)


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Falk B. schrieb:
> Schon wieder falsch. Kein einziger Betreiber hat Konkurs angemeldet. Sie
> wurden in einer linkspopulistischen, hsystrischen Reaktion auf den
> Reaktorunfall in Folge das Tsunamis in Japan per Gesetz stillgelegt!

Klar hat kein Betreiber Konkurs angemeldet. Die wurden ja auch fürstlich 
entschädigt. Und haben sich für ein Taschengeld aus den Ewigkeitskosten 
freigekauft. Auch das dürfen jetzt wir Steuerzahler übernehmen.

Die "linkspopulistischen, hsystrischen Reaktion" kam aber von einer 
"bürgerlich und eher rechten" Regierung.
von Udo S. (urschmitt)


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Falk B. schrieb:
> Man hatte Glück

Da hast du mal recht. Man hatte unverschämtes Glück dass es nicht zu 
einer Katatrophe kam!
von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Man bleibt schon so weit wie möglich an bewährten Prinzipien.

Weshalb beispielsweise die Dual-Fluiden bisher Wolkenkuckucksheime 
blieben.
: Bearbeitet durch User
von Clara (clara)


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Udo S. schrieb:
>
> Da hast du mal recht. Man hatte unverschämtes Glück dass es nicht zu
> einer Katatrophe kam!

Das hat man beim Autofahren jeden Tag...
von Soul E. (soul_eye)


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Falk B. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Die Kernkraft ist tot weil die Dinger nicht wirtschaftlich betreibbar
>> sind.
>
> Schon wieder falsch. Kein einziger Betreiber hat Konkurs angemeldet. Sie
> wurden in einer linkspopulistischen, hsystrischen Reaktion auf den
> Reaktorunfall in Folge das Tsunamis in Japan per Gesetz stillgelegt!
> Außerhalb Deutschlands wurde weder ein Atomausstieg beschlossen
> geschweige den umgesetzt. Ob die Dinger nun die totale Cashcow oder
> Milliardengrab sind, kann man so allgmein nicht sagen. Fakt ist, es
> laufen noch hunderte Reaktoren und werden es auch noch Jahrzehnte tun.

Die deutschen Anlagen sind seinerzeit aber massiv subventioniert worden. 
Zum einen bei der Errichtung, um die "neue Technologie" zu fördern. 
Dafür hatten wir sogar mal einen Atomminister. Zum Anderen im Betrieb, 
weil der Staat die Kosten für die Haftpflichtversicherung für den 
Havariefall sowie die Abfallentsorgung übernommen hat. Heutzutage 
müssten die Betreiber das selber tragen. Und damit ist die 
Wirtschaftlichkeit dahin.

Und kein Unternehmen hat Bock auf Invest. Heutzutage ist man lieber in 
der Anschaffung billig und im Betrieb teuer.
von Falk B. (falk)


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Soul E. schrieb:
> Und damit ist die
> Wirtschaftlichkeit dahin.

Kann man so allgemein nicht sagen. Du kennst nicht die echten Zahlen, 
weder in Deutschland noch im Rest der Welt.

> Und kein Unternehmen hat Bock auf Invest. Heutzutage ist man lieber in
> der Anschaffung billig und im Betrieb teuer.

Super, so funktioniert Wirtschaft! ;-)
von Falk B. (falk)


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Udo S. schrieb:
> Die "linkspopulistischen, hsystrischen Reaktion" kam aber von einer
> "bürgerlich und eher rechten" Regierung.

In der Tat "bürgerlich und eher rechten" Regierung. Die war es damals 
schon nicht mehr, heute schon dreimal nicht.
Beitrag #8036773 wurde vom Autor gelöscht.
von G. K. (zumsel)


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Falk B. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>>> Harrisburg 1979 war für die Umwelt komplett harmlos
>>
>> Nicht ganz komplett.
>>
> 
https://de.wikipedia.org/wiki/Reaktorunfall_im_Kernkraftwerk_Three_Mile_Island#Venting_in_die_Umgebung
>
> Ja, nicht schön aber keiner wurde dadurch geschädigt, im Vergleich zu
> den Massen an anderen Schadstoffen und Abgasen, die so rausgeblasen
> werden.

Du laberst wie ein Politiker.
von (prx) A. K. (prx)


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Das schaffst auch nur du, den Molkezug als linksgrünversiffte Aktion 
hinzustellen. :)
https://www.spiegel.de/geschichte/tschernobyl-die-reise-des-verstrahlten-molkepulvers-a-1089233.html
: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
> Das schaffst auch nur du, den Molkezug als linksgrünversiffte
> Panikaktion hinzustellen. :)

Das hatten wir auch schon mal und hat mit dem Atomausstieg direkt gar 
nichts zu tun, denn zwischen 1986 (Tschernobyl, Molkezug) und dem 
endgültigen Atomausstiegsbeschluß (Fukushima, 2011) liegen satte 25 
Jahre . . . . Da ist selbst die beste Molke zum überreifen, 
versteinerten Käse geworden. ;-)
von Falk B. (falk)


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Für alle AKW-Hysteriker

https://youtu.be/0EBTn_3DBYo?si=ogRJrHvKTVlzAdEP

Ja, künstlerisch sicher ansehnlich, hörenswert und regt zum Denken an. 
Oder doch nicht? Eher zum Angst haben und NICHT Denken!

https://de.wikipedia.org/wiki/Sapere_aude
von G. K. (zumsel)


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Falk B. schrieb:
> Für alle AKW-Hysteriker
>
> https://youtu.be/0EBTn_3DBYo?si=ogRJrHvKTVlzAdEP

Du hast mitbekommen das Kraftwerk den Text von diesem Lied geändert hat?
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Falk B. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Und was passiert eigentlich bei unzureichenden Vorschriften? Kennst Du
>> ja selber von Prototypen - da muss man gerne nochmal etwas ändern, weil
>> es nicht wie geplant funktioniert.
>
> Ein AKW ist kein Prototyp, der in einer Hinterhofklitsche von Fricklern
> zusammengebastelt wird. Ebensowenig wie ein Flugzeug und Medizintechnik.
>
>> Und AKWs sind Prototypen, weil man
>> bei jedem neuen Typ nicht weiß, wie er sich in 40 Jahren verhält.
>
> Nichts als Ausreden und Ablenkung! Es war nicht das Alter des AKWs,
> welches zum Unfall führte!

Das macht es nur noch schlimmer: Failure by Design! Und ich denke, dass 
da durchaus schlaue Ingenieure geplant haben.

Bei Prototypen besteht immer die Gefahr, dass man entscheidende 
Schwachstellen übersieht. Genau deswegen gibt es Prototypen, Nullserie 
und irgendwann dann die richtige Serie. Nur bei AKW meint man sich so 
etwas sparen zu können. Mit den entsprechenden Effekten.

>> Die Kernkraft ist tot weil die Dinger nicht wirtschaftlich betreibbar
>> sind.
>
> Schon wieder falsch. Kein einziger Betreiber hat Konkurs angemeldet.

Die wurden ja auch entschädigt. Aber mir ging es um die Neubauten.

> Sie wurden in einer linkspopulistischen, hsystrischen Reaktion auf den
> Reaktorunfall in Folge das Tsunamis in Japan per Gesetz stillgelegt!

Sehe ich auch so.

Und? Ist doch Schnee von gestern? Interessiert niemanden mehr. Der Drops 
ist gelutscht und in Deutschland gab es 2025 so zuverlässig elektrische 
Energie wie sonst nur noch in Südkorea.

Das ewige Murmeltier ist eher die Mär vom Blackout durch "Zappelstrom", 
die uns seit über zwanzig Jahren erzählt wird . Nächstes Jahr, da kommt 
er aber ganz bestimmt. Hört man in interessierten Kreisen.

> Außerhalb Deutschlands wurde weder ein Atomausstieg beschlossen
> geschweige den umgesetzt.

Das muss auch keiner. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Es 
gibt praktisch keine Neubauten mehr - und die, die es gibt und geplant 
sind, sind komplett unwirtschaftlich und reißen die Erbauer oft genug in 
die (Fast-)Insolvenz. Ich hatte das weiter oben mal etwas detaillierter 
aufgedröselt. Derselbe Quatsch wird jetzt mit SMRs probiert.

> Ob die Dinger nun die totale Cashcow oder
> Milliardengrab sind, kann man so allgmein nicht sagen.

Doch, das kann man bei den Neubauten schon jetzt sagen. Einfach mal 
gucken, wieviel der Staat da an Garantien vergeben muss, damit überhaupt 
einer baut. Und die garantierten Abnahmepreise - bereits vor 
Fertigstellung ist klar: am freien Markt haben die nicht den Hauch einer 
Chance.

> Fakt ist, es
> laufen noch hunderte Reaktoren und werden es auch noch Jahrzehnte tun.

Jepp - aber eben stark fallend. Und Neubauten sucht man eher mit der 
Lupe.

>> Die Erneuerbaren machen sie mit immer weiter fallenden
>> Gestehungskosten schlicht platt.
>
> Jaja, und weiter geht das Märchen. Mal sehen was passiert, wenn die
> bösen, alten Kraftwerke mal WIRKLICH weg sind.

Du weisst, was bei Abschaltung der drei restlichen AKWs im April 2023 
geschah? Genau: nichts. Die Kapazitäten wurden quasi sofort durch 
Erneuerbare ersetzt.

> wir drehen uns schon seit
> Jahrem mit dem Thema im Kreis. Viele GWp (PEAK!) an Wind und Solar
> stehen ohne ausreichend Speicher oder Backup NACKT da!

Und seit Jahren sagen Dir alle, dass es Backups gibt (zuerst Erdgas, 
später H2). Wir haben entsprechende Gaskraftwerke (und bauen weiter zu), 
wir haben die Speicher. Und sicherlich dann auch mal H2.

>> Selbst wenn ich einen kompletten Monat
>> im Jahr mit teurem Gas aushelfen muss: das geht gemittelt einfach unter.
>
> Und ist damit falsch! Denn der Mittelwert REICHT NICHT! Versuch mal 1h
> im Jahr die Luft anzuhalten. Im Mittel hast du immer noch 99.98888%
> geatmet . . .

Selbstverständlich reicht der Mittelwert. Liest Du eigentlich nicht, was 
ich schreibe?

Wenn ich elf Monate im Jahr für 7ct/kWh Strom beziehe und einen Monat 
für 50ct, dann ist das eben deutlich günstiger als das ganze Jahr über 
13ct zu zahlen. Da fällt die Entscheidung gegen AKW-Strom leicht. Das 
haben unsere Konzerne auch schon lange erkannt und die rechnen sehr 
genau. Strom aus neuen AKWs ist marktwirtschaftlich schon länger nicht 
mehr verwertbar.

>> Man muss sich nur mal die garantierten Vergütungen aller KKW-Neubauten
>> anschauen.
>
> Und die der Wind- und Solarparks sowie der E-Mobile . . .

Eben. Und dann sieht man: Oh, die Vergütungen für AKWs liegen beim zwei- 
bis dreifachen der Erneuerbaren ...

>> Selbst die bisher nur GEPLANTEN haben schon nicht mehr
>> marktfähige Gestehungskosten (siehe bspw. Polen). Also: selbst
>> schöngerechnet funktioniert es einfach nicht.
>
> So wie bei den Erneuerbaren ;-)

Neee, die prognostizierten Kosten für Wind- und Solarenergieparks passen 
zu den späteren Kosten - ganz im Gegensatz zu den AKW-Neubauten.

> Warum jammern denn plötzlich alle, daß die GARANTIRTE Einspeisevergütung
> wegfallen soll? Biogas funktioniert ohne Subvention praktisch auch kaum.
> Alles nur Selbstbetrug.

Klar jammern sie. Das sind Unternehmer, Falk! <:-)

Und trotzdem bauen sie weiter und immer größer - was sagt uns das? 
Genau: die Dinger rechnen sich - sowohl privat wie auch kommerziell. Die 
Anzahl der Anträge ist in den letzten Jahren kräftig angestiegen.

Und im Gegensatz dazu winken selbst die großen Player dieser Republik 
bei neuen AKWs dankend ab - und zwar aus wirtschaftlichen Gründen.

Schau Dir die Zahlen einfach mal an. Da bleibt nur ein Schluss: die 
Kernkraft stirbt - schon rein ökonomisch.
: Bearbeitet durch Moderator
von Falk B. (falk)


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G. K. schrieb:
>> https://youtu.be/0EBTn_3DBYo?si=ogRJrHvKTVlzAdEP
>
> Du hast mitbekommen das Kraftwerk den Text von diesem Lied geändert hat?

Nö, warum auch?
von (prx) A. K. (prx)


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Chris D. schrieb:
> und in Deutschland gab es 2025 so zuverlässig elektrische
> Energie wie sonst nur noch in Südkorea.

Wobei Südkorea gerade eine Energiekrise hat. Zu abhängig vom Öl.

"Es sei nun der Zeitpunkt gekommen, „grundlegende Veränderungen im 
südkoreanischen Wirtschaftssystem vorzunehmen“, räumte Präsident Lee Jae 
Myung am Ende der Woche ein. Der Krieg im Nahen Osten bedrohe die 
Wirtschaft des Landes erheblich, und die derzeitige Krise müsse man 
daher auch als Chance begreifen."

https://taz.de/Energiekrise-in-Suedkorea/!6165789/
: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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Chris D. schrieb:

> Das macht es nur noch schlimmer: Failure by Design! Und ich denke, dass
> da durchaus schlaue Ingenieure geplant haben.

Was für ein Unsinn!

>> Schon wieder falsch. Kein einziger Betreiber hat Konkurs angemeldet.
>
> Die wurden ja auch entschädigt. Aber mir ging es um die Neubauten.

Du hast aber was ganz anderes geschrieben! Du lenkst schon wieder ab!
Oder schreibt ChatGPT für dich?

>> Sie wurden in einer linkspopulistischen, hsystrischen Reaktion auf den
>> Reaktorunfall in Folge das Tsunamis in Japan per Gesetz stillgelegt!
>
> Sehe ich auch so.

Hast du aber nicht geschrieben!

> Und? Ist doch Schnee von gestern? Interessiert niemanden mehr.

Aha. Dann sollte man als die Geschichte allgemein vergessen. Vergangen 
ist Vergangen, Schwamm drüber. Ob das so eine gute Idee ist?

> Der Drops
> ist gelutscht und in Deutschland gab es 2025 so zuverlässig elektrische
> Energie wie sonst nur noch in Südkorea.

Zu welchem Preis? Wer lieferte die Stabilität und Sicherheit? Die Solar- 
und Windanlagen war es mal sicher nicht . . .

> Das ewige Murmeltier ist eher die Mär vom Blackout durch "Zappelstrom",

Das meinte ich gar nicht, sonder unsere immer wieder gleiche, egentlich 
sinnlose Diskussion. Es ist von allen Seiten schon alles gesagt und wird 
immer wieder nur Wiederholt, allen voran der Unsinn.

> die uns seit über zwanzig Jahren erzählt wird . Nächstes Jahr, da kommt
> er aber ganz bestimmt. Hört man in interessierten Kreisen.

Spanien hat das mal probiert. Stimmt, ein Netz kann kollabieren, wenn 
man fast 100% Wind + Solar am Start hat. Sie hatten mehr Glück als der 
Berliner Stadteil, es war Sommer und das Netz in gut 24h wieder voll 
oben. Und die Spanier sind damit entspannter umgegangen als es die 
Deutschen je könnten, auch im Sommer. Sowas will man trotzdem nicht 
haben.

>> Ob die Dinger nun die totale Cashcow oder
>> Milliardengrab sind, kann man so allgmein nicht sagen.
>
> Doch, das kann man bei den Neubauten schon jetzt sagen. Einfach mal
> gucken, wieviel der Staat da an Garantien vergeben muss, damit überhaupt
> einer baut. Und die garantierten Abnahmepreise - bereits vor
> Fertigstellung ist klar: am freien Markt haben die nicht den Hauch einer
> Chancen.

So wie Wind- und Solarstrom ;-)

>> Fakt ist, es
>> laufen noch hunderte Reaktoren und werden es auch noch Jahrzehnte tun.
>
> Jepp - aber eben stark fallend. Und Neubauten sucht man eher mit der
> Lupe.

Setz mal die Brille auf, es sind um die 50 weltweit noch im Bau bzw. 
geplant.

> Du weisst, was bei Abschaltung der drei restlichen AKWs im April 2023
> geschah? Genau: nichts. Die Kapazitäten wurden quasi sofort durch
> Erneuerbare ersetzt.

Keine Sekunde. Schon gar nicht nachts oder bei Windstille! Die sonstigen 
Reserven haben das aufgefangen!

>> wir drehen uns schon seit
>> Jahrem mit dem Thema im Kreis. Viele GWp (PEAK!) an Wind und Solar
>> stehen ohne ausreichend Speicher oder Backup NACKT da!
>
> Und seit Jahren sagen Dir alle, dass es Backups gibt (zuerst Erdgas,
> später H2). Wir haben entsprechende Gaskraftwerke (und bauen weiter zu),
> wir haben die Speicher. Und sicherlich dann auch mal H2.

Mann O Mann, daß DU so verpeilt bist, ist schon irgendwie erschreckend.

>> Und ist damit falsch! Denn der Mittelwert REICHT NICHT! Versuch mal 1h
>> im Jahr die Luft anzuhalten. Im Mittel hast du immer noch 99.98888%
>> geatmet . . .
>
> Selbstverständlich reicht der Mittelwert. Liest Du eigentlich nicht, was
> ich schreibe?

OK. EOD. Ich hab mich unsinnigerweise mal wieder zu der Diskussion 
hinreißen lassen, die eigentlich vor Jahren schon beendet wurde. Lebe 
weiter in deinem grünen Traumland, die Reserven weren noch viele Jahre 
reichen und die Illusion der erfolgreichen Energiewende aufrecht 
erhalten.

Sweet dreams.
von Falk B. (falk)


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Hier mal wieder Propaganda der üblichen Verdächtigen, GANZ aktuell zum 
Thema dieser Diskussion

https://www.zdf.de/play/dokus/terra-x-harald-lesch-102/blackout-wie-sicher-ist-unsere-stromversorgung-102

Hier der Kommentar dazu

https://www.youtube.com/watch?v=9ysiLKo2V98

Urteilen Sie selbst.
von G. K. (zumsel)


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Falk B. schrieb:

> Außerhalb Deutschlands wurde weder ein Atomausstieg beschlossen
> geschweige den umgesetzt.

Du hast Italien, Österreich und Taiwan übersehen, warum betrügst du dich 
permanent selbst?
von (prx) A. K. (prx)


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Spanien wiederum folgt Deutschland in dem Sinn nach, indem man 
vielleicht aus dem bereits angekündigten Ausstieg aussteigen will. 
Während Italien darüber diskutiert, ob man auf dem längst vollzogenen 
Ausstieg aussteigen will. Bis zum nächsten Regierungswechsel oder 
ernsten Problem, dann dreht das wieder.

Auf solcher Basis ist eine privatwirtschaftliche Kalkulation natürlich 
unmöglich.
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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Falk B. schrieb:
> Nicht, wenn man sich an die Vorschriften hält.

Vorschlag der voll im Trend liegt:
Das Personal durch KI ersetzen. :-)

Chris D. schrieb:
> Und trotzdem bauen sie weiter und immer größer - was sagt uns das?
> Genau: die Dinger rechnen sich - sowohl privat wie auch kommerziell. Die
> Anzahl der Anträge ist in den letzten Jahren kräftig angestiegen.

Je mehr von den nicht bedarfsgerechten Energiequellen installiert 
werden, um so mehr sinken die damit erzielbaren Preise. Sind ja jetzt 
schon oft genug negativ. Mal den Sommer abwarten. Sie rentieren sich 
nicht mehr, denn das mit dem Tag und der Nacht gilt Deutschlandweit. 
Beim Wind ist es nicht gar so deutlich. Wobei man schon 
Abschattungseffekte durch Windparks beobachten kann. Die reichen 
größenordnungsmässig 60 km weit.

Das bezieht sich jetzt auf die Meeresströmung und nicht auf den Wind 
selbst:
https://www.erneuerbareenergien.de/technologie/offshore-wind/offshore-wake-effekte-treten-auch-unter-wasser-auf
von Rick (rick)


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von Norbert (der_norbert)


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Rick schrieb:
> Muß man sich nicht antun.

Volle Zustimmung.
Aber es zeigt auch dass die große Rotte der VTs in wenigen Minuten zig 
Unwahrheiten hinrotzt, es aber Stunden bräuchte um angemessen darauf zu 
antworten und all das zu widerlegen.

Und dieses Ungleichgewicht wird jetzt noch in zunehmendem Maße künstlich 
weiter befeuert.
von Falk B. (falk)


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Wenn es jemanden interessiert

https://www.youtube.com/watch?v=cL9PsCLJpAA

Der Kanal ist IMO recht gut und soweit ich es beurteilen kann auch recht 
objektiv.

14:20 "So began a media frenzy that made the tree mile island accident 
one of the most reported stories of the decade and what has to be the 
worst PR desasters of all time."

Es gab wenige Jahre danach eine Film, der auf der Geschichte aufbaut. 
Ich hab ihn nur zur Hälfte gesehen, war mir zu langweilig, auch wenn 
Jane Fonda mitspielte. Da schau ich lieber den elektrischen Reiter 
(logo, bin ja E-Techniker) ;-)

https://youtu.be/q-D-5wNUqVQ?si=KtcFmj8HRaeyx15Z
von Udo S. (urschmitt)


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Rick schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> https://www.youtube.com/watch?v=9ysiLKo2V98
> Muß man sich nicht antun. Die übliche Panikmache:
> https://www.cleanthinking.de/outdoor-chiemgau-angst-narrativ-zerschellt/

Ist das nicht der durchgeknallte Prepper, der sein Geld damit verdient 
es anderen Preppern aus der Tasche zu ziehen, in Verbund mit dem 
dubiosen Edelmetallhandel.
Man brächte 2 Stunden um die alternativen Fakten, die der Kerl in 5 
Minuten raushaut zu widerlegen.
Diskussion völlig sinnlos.

Das eigentlich witzige ist. Wenn er wirklich ein Prepper ist, dann 
müsste er Solarenergie und Speicher als das non plus ulta verkaufen. 
Schließlich ist es die einzige Möglichkeit für einen Privatmensch seine 
Stromversorgung wenigstens halbwegs autark zu bekommen und damit 
unabhängig zu sein.
von Helmut H. (helmuth)


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Falk B. schrieb:
> Es gab wenige Jahre danach eine Film, der auf der Geschichte aufbaut.
umgekehrt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Das_China-Syndrom
Zwölf Tage nach dem Kinostart des Films kam es zu einem schweren 
Reaktorunfall im Kernkraftwerk Three Mile Island...
von Udo S. (urschmitt)


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Nick schrieb:
> Das bezieht sich jetzt auf die Meeresströmung und nicht auf den Wind
> selbst:
> 
https://www.erneuerbareenergien.de/technologie/offshore-wind/offshore-wake-effekte-treten-auch-unter-wasser-auf

Das ist natürlich viel schlimmer als das bischen Erderwärmung, das 
Abschmelzen der Polkappen und Gletscher, das Auftauen der 
Permafrostgebiete, Erwärmung der Meere, und dadurch Verringerung des 
Sauerstoffgehalts des Wassers, Versauerung der Meere usw usf.

Nick, so langsam machst du Dieter echt Konkurrenz.
Vielleicht noch was zur Abedoverschlechterung durch Solarmodule?
von G. K. (zumsel)


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Falk B. schrieb:
> Wenn es jemanden interessiert

Was soll das jetzt werden, "Flood the Zone with Shit"?
von G. K. (zumsel)


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Udo S. schrieb:

> Nick, so langsam machst du Dieter echt Konkurrenz.
> Vielleicht noch was zur Abedoverschlechterung durch Solarmodule?

Die Kälteglocken durch Wärmepumpen fehlen noch.
von Nick (b620ys)


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Udo S. schrieb:
> Das eigentlich witzige ist. Wenn er wirklich ein Prepper ist, dann
> müsste er Solarenergie und Speicher als das non plus ulta verkaufen.

Macht er doch, incl. Speicher. Das hättest du sogar selbst rausfinden 
können.
von Nick (b620ys)


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Udo S. schrieb:
> Das ist natürlich viel schlimmer als das bischen Erderwärmung,

Wo hab ich denn das schon wieder gesagt?
Der Hinweis zielte darauf ab, dass man scheinbar meint, durch beliebig 
viele Windräder doch noch auf eine volle Abdeckung des Energiebedarfs zu 
kommen.
Das ist nur eines der Argumente, warum das so nicht 
funktioniert/problematisch ist.
Und ich bin mir ganz sicher, dass ich schon oft genug auf 
Batteriespeicher hingewiesen hab.
von H. H. (hhinz)


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Falk B. schrieb:
> soweit ich es beurteilen kann

Also gar nicht.
von G. K. (zumsel)


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Nick schrieb:

> dass man scheinbar meint

Wer ist "man"?
von Nick (b620ys)


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G. K. schrieb:
> Wer ist "man"?

Die sich nie angesprochen Fühlenden. Also wohl du auch.
von Christoph M. (mchris)


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Clara schrieb:
> Udo S. schrieb:
>>
>> Da hast du mal recht. Man hatte unverschämtes Glück dass es nicht zu
>> einer Katatrophe kam!
>
> Das hat man beim Autofahren jeden Tag...

Mit dem Unterschied, dass es Auto-Haftpflichtversicherungen gibt. 
KKW-Haftplichtversicherungen nicht, da der Schadensfall unbezahlbar 
wäre.
von G. K. (zumsel)


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Christoph M. schrieb:
> Clara schrieb:
>> Udo S. schrieb:
>>>
>>> Da hast du mal recht. Man hatte unverschämtes Glück dass es nicht zu
>>> einer Katatrophe kam!
>>
>> Das hat man beim Autofahren jeden Tag...
>
> Mit dem Unterschied, dass es Auto-Haftpflichtversicherungen gibt.
> KKW-Haftplichtversicherungen nicht, da der Schadensfall unbezahlbar
> wäre.

Der Gebrauchtwagenhändler Christian Lindner dazu:

Für Deutschland sei „die Kernenergie ohnehin keine Option“, sagte 
Lindner. „Manche träumen davon. Wo gibt es eine Bereitschaft für neue 
Anlagen? Wo gibt es private Betreiber? Wo gibt es privates Kapital? Wo 
gäbe es einen privaten Versicherer, der das Risiko der Kernenergie im 
Markt versichern würde? Das gelingt nur mit Staatshaftung“, sagte er. 
„Für einen Marktwirtschaftler ist das bereits ein Anzeichen, dass 
Kernenergie auch ordnungspolitisch nicht vertretbar ist.“

https://www.welt.de/politik/deutschland/article236074502/Christian-Lindner-sieht-fuer-Atomenergie-keine-Option-mehr.html
: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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G. K. schrieb:
> für einen Marktwirtschaftler ist das bereits ein Anzeichen, dass
> Kernenergie auch ordnungspolitisch nicht vertretbar ist.

Vor allem, wenn man selber seine Hausaufgaben "als Marktwirtschaftler" 
nicht gemacht hat, ist man ordnungspolitisch nicht vertretbar. Oder 
anders gesagt: Wer unfähig ist, ein Unternehmen einigermaßen erfolgreich 
zu führen oder VWL_Zusammenhänge brauchbar einzuordnen - geht als 
Versager vor diesem Hintergrund in die Politik. Wir hatten mal einen 
Bundespräsidenten, der hatte wirklich Ahnung hinsichtlich 
wirtschaftlicher Zusammenhänge. Dafür war er aber "politisch" nicht so 
gut, und ist später leider etwas voreilig zurückgetreten.
von Peter F. (toto)


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Dieter D. schrieb:
> Es wird von mir widersprochen, dass Gehen der Grossenergieverbraucher
> als tragisch zu sehen, sondern als Verbesserung der Lage im Hinblick auf
> Regenerative.

Ich möchte darauf hinweisen, dass das Gehen der Grossenergieverbraucher 
das Problem der Großenergieverbraucher(GV) ja nicht aus der Welt 
schafft. Denn wenn GV im Hinblick auf die Regenrativen nicht so toll 
sind, ist das ja weltweit so.
von H. H. (hhinz)


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Peter F. schrieb:
> Dieter D. schrieb:
>> Es wird von mir widersprochen, dass Gehen der Grossenergieverbraucher
>> als tragisch zu sehen, sondern als Verbesserung der Lage im Hinblick auf
>> Regenerative.
>
> Ich möchte darauf hinweisen, dass das Gehen der Grossenergieverbraucher
> das Problem der Großenergieverbraucher(GV) ja nicht aus der Welt
> schafft. Denn wenn GV im Hinblick auf die Regenrativen nicht so toll
> sind, ist das ja weltweit so.

Die gehen doch alle nach USA, gleich nachdem Trump die Regenerativen 
verboten hat.
von (prx) A. K. (prx)


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Nicht nach Maine. "Maine set to be the first US state to pass moratorium 
on big data centers". Weitere dürften folgen, weil es die Strompreise 
für Normalbürger deutlich treibt.
https://www.msn.com/en-us/news/us/maine-set-to-be-the-first-us-state-to-pass-moratorium-on-big-data-centers/ar-AA20VO6Z
: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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Falk B. schrieb:
> Sie sind es. Die Unfälle, so schrecklich sie waren, sind bezogen auf die
> Gesamtheit der Reaktoren und deren bisherige Laufzeit erträglich.
> Es gibt jedes Jahr Millionen Tote im Straßenverkehr (weltweit), trotzdem
> gibt es (noch) keine Massenhysterie bei der Benutzung von Autos.

Bitte werte meine Aussagen nicht als Zustimmung zu Deiner, wie ich 
finde, ausgesprochen unkritischen Bewertung der Kernenergie. Aber ich 
finde, an dieser Stelle sollten wir uns vielleicht auch mal daran 
erinnern, daß im Kohlebergbau jedes Jahr "offiziell" circa 2.400 
Menschen sterben. Andere Schätzungen gehen sogar von bis zu 12.000 
Todesopfern aus, jedes Jahr.
von Ein T. (ein_typ)


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Peter F. schrieb:
> Ich möchte darauf hinweisen, dass das Gehen der Grossenergieverbraucher
> das Problem der Großenergieverbraucher(GV) ja nicht aus der Welt
> schafft. Denn wenn GV im Hinblick auf die Regenrativen nicht so toll
> sind, ist das ja weltweit so.

True. Erschwerend kommt hinzu, daß wir damit ja auch genau das Vorbild 
sind, das wir gerne sein möchten -- allerdings in einem anderen Sinn, 
als wir uns das gewünscht haben. Denn wenn der Rest der Welt sieht, wie 
die ökonomische Basis unseres Wohlstandes und unserer sozialen 
Errungenschaften vertrieben wird, während wir gleichzeitig unsere Bürger 
überfordern und in die Arme von links- und rechtspopulistischen 
Scharlatanen treiben, dann wird uns niemand auf der Welt auf diesem Weg 
folgen wollen.

Bitte, versteh' mich nicht falsch: ich habe nichts gegen die 
Erneuerbaren oder gegen eine Energiewende, im Gegenteil. Aber ich halte 
es für wenig hilfreich, dabei unsere Bürger, unsere Wirtschaft, und 
nicht zuletzt unsere öffentlichen Haushalte zu überfordern -- schon gar 
nicht, wenn politische Entscheidungen häufig den Eindruck erwecken, 
ideologisch begründet, überhastet beschlossen, handwerklich stümperhaft 
gemacht und miserabel kommuniziert zu werden.
von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:
> Peter F. schrieb:
>> Ich möchte darauf hinweisen, dass das Gehen der Grossenergieverbraucher
>> das Problem der Großenergieverbraucher(GV) ja nicht aus der Welt
>> schafft. Denn wenn GV im Hinblick auf die Regenrativen nicht so toll
>> sind, ist das ja weltweit so.
>
> True. Erschwerend kommt hinzu, daß wir damit ja auch genau das Vorbild
> sind, das wir gerne sein möchten -- allerdings in einem anderen Sinn,
> als wir uns das gewünscht haben. Denn wenn der Rest der Welt sieht, wie
> die ökonomische Basis unseres Wohlstandes und unserer sozialen
> Errungenschaften vertrieben wird, während wir gleichzeitig unsere Bürger
> überfordern und in die Arme von links- und rechtspopulistischen
> Scharlatanen treiben, dann wird uns niemand auf der Welt auf diesem Weg
> folgen wollen.

Du lässt dich selbst von Scharlatanen bequatschen.
EEs boomen weltweit, und der blöde Donald heißt diesen Boom gerade 
zugunsten Chinas noch weiter an.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/katherina-reiche-wirtschaftsministerium-weiss-nicht-was-gruengasquote-kostet-a-ec46d539-cabb-4532-9739-13bbb1318f5f
: Bearbeitet durch User
von Le X. (lex_91)


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Ein T. schrieb:
> Aber ich halte
> es für wenig hilfreich, dabei unsere Bürger, unsere Wirtschaft, und
> nicht zuletzt unsere öffentlichen Haushalte zu überfordern -- schon gar
> nicht, wenn politische Entscheidungen häufig den Eindruck erwecken,
> ideologisch begründet, überhastet beschlossen, handwerklich stümperhaft
> gemacht und miserabel kommuniziert zu werden.

Ich hab halt noch nie einen Nachweis gesehen dass die Erneuerbaren für 
die schlechte Wirtschaftslage ursächlich sind.
Was dagegen spricht:
- unsere peer-group im Länderranking performt momentan auch nicht so 
dolle
- die Energiepreisschocks der letzten Jahre rühren von 
Allmachtsfantasien irgendwelcher (Möchtegern-) Autokraten sowie 
Konzernen die gerne unter Vorwand weiter abkassieren
- Länder mit weniger diversifizierter Energieversorgung müssen weit 
höhere Energiepreisschwankungen in Kauf nehmen
- viele unserer Firmen leiden an hausgemachten Problemen 
(Missmanagement, Ideenlosigkeit, Unfähigkeit), da kommt es gut wenn man 
den schwarzen Peter an die Energiepreise weiterreichen kann

Ich bin erstaunt dass die populistische Mär, man müsse nur Wind- durch 
Atomkraft ersetzen und schon fließt wieder Milch und Honig bei dir auch 
so gut verfängt.

Was die Leute tatsächlich überfordert sind Mehrfachkrisen seit mehreren 
Jahren. Man hat das Gefühl überall weltweit brennt es und alles geht den 
Bach runter. Die Medien, vor allem die Assozialen, propagieren das ja 
auch fleißig. Und vor diesem Hintergrund ist es nur allzu natürlich dass 
man sich nach der vermeintlich einfachen Vergangenheit sehnt. Auch mir 
würde ein bisschen weltpolitische Ruhe gut tun.
Aber mir ist auch klar: die Lösung ist nicht, alle Veränderungen 
rückabzuwickeln. Die Wahrheit ist leider: wir müssen uns noch viel viel 
stärker verändern (siehe Renten- und Gesundheitssystem, Wandel im Job 
durch KI, Rückkehr des Neoimperalismus) Tatsächlich müsste eine 
nichtpopulistische, lösungsorientierte Regierung noch viel mehr 
unliebsame Entscheidungen treffen und uns noch viel mehr abverlangen.
Mit dem Ergebnis dass die Leute noch mehr überfordert wären und ihr Heil 
noch mehr in Kreisen suchen würden, die mit SIcherheit keine Probleme 
lösen.
: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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Le X. schrieb:
> Ich hab halt noch nie einen Nachweis gesehen dass die Erneuerbaren für
> die schlechte Wirtschaftslage ursächlich sind.

Die Lastenverteilung ist viel schlechter geworden, und generell ist der 
Umbau - nicht zuletzt auch aufgrund einiger voreiliger Umbauten - sehr 
teuer. Die Erneuerbaren sind eine große Chance, auf jeden Fall. Nur mit 
der Brechstange reingepresst, und fehlendem Drumherum kommt es zu 
Irritationen weil das Know How, das Geld oder die Leute fehlen. 
Letztendlich erscheint das ganze auch gar nicht Ökonomisch, sondern 
einfach sehr teuer - mit fraglichem Nutzen für die Gemeinschaft.
Und die Medien? Keine Ahnung, was die machen, die scheinen von den 
Erneuerbaren (im Alltag) noch nie was gehört zu haben.
(oder davon, das Pommes auch im (Umluft!- Backofen gehen)
(ich wollte die KI sogar mal fragen, welche Steine sich gut für den 
Backofen eignen)
(selber grillen macht auch viel mehr Spaß, als zuschauen, wie die im 
Fernsehen grillen 
https://mensshed.org/wp-content/uploads/2022/05/BBQ_Cookbook_Final.pdf)
von G. K. (zumsel)


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Rbx schrieb:

> Nur mit der Brechstange reingepresst

Das EEG gibt es seit über einem Vierteljahrhundert.

Und die Physik wird nicht mit dir oder mit der AFD über deine 
Befindlichkeiten diskutieren.

> Letztendlich erscheint das ganze auch gar nicht Ökonomisch, sondern
> einfach sehr teuer

Fossile Importe von 80-120G€/a sind also billig?
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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G. K. schrieb:
> Das EEG gibt es seit über einem Vierteljahrhundert.

Also schon seit einem Vierteljahrhundert Subventionen. Und, wer zahlts 
wieder hintenrum?
Dazu passend: Heute wurde ein Industriestrompreis vereinbahrt. Wimre 
5ct/kWh. Wo kommt das Geld dafür her? Aus dem EEG? Wer hat was davon? 
Man bekommt das Geld für heuer, wenn man nächstes Jahr nachweist, dass 
man 50% (wimre) davon in energiesparende Maßnahmen steckt.

G. K. schrieb:
> Fossile Importe von 80-120G€/a sind also billig?

Soll das heißen, dass wir Strom importieren müssen? Kann ich nicht 
glauben!

War das nicht Habeck, der forderte, dass wir Strom angebotsgerecht 
verbrauchen sollen? Also in der Früh in die Wettervorschau schauen und 
feststellen, dass heute wieder nicht genug da ist um den Arbeitsplatz zu 
heizen? BMW, Merzedes, MAN, ... freuen sich schon riesig, wenn sie vom 
3-Schicht-Betrieb endlich auf den 
Nicht-Bewölkt-Und-Hoher-Sonnenstand-Betrieb umstellen können.
von Rbx (rcx)


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G. K. schrieb:
> Das EEG gibt es seit über einem Vierteljahrhundert.

Aber nicht bei uns. Erst seit ein paar Jahren, als ich die 
verantwortlichen Institutionen darauf aufmerksam gemacht hatte, ob sie 
nicht was übersehen haben. Die Antwort (ist noch nicht so lange her) war 
"95% der Leute nutzen Öl und Gas". Nichtsdestotrotz ist man aktiver 
geworden (viel Werbung für die Neuen im Postkasten) - und das ist jetzt 
auch überall sichtbar.
Vorbildlich voran gingen die Supermärkte mit Stromanschlüssen (damals 
sogar kostenlos) - oder die Post mit ihren E-Fahrzeugen - wirklich 
befriedigend gelöst sind aber viele Zusammenhänge rund um die Logistik 
noch nicht. Die Geschichte mit den Internetanschlüssen ist m.E. etwas 
besser gelaufen.
von Rbx (rcx)


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G. K. schrieb:
> Fossile Importe von 80-120G€/a sind also billig?

Tja, Atomstromtechnik-Know How aus dem Ausland oder Öl vom Iran (und 
weniger Waffen nach Israel) könnten auch hilfreich wie günstig sein.
von Ein T. (ein_typ)


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G. K. schrieb:
> Du lässt dich selbst von Scharlatanen bequatschen.
> EEs boomen weltweit, und der blöde Donald heißt diesen Boom gerade
> zugunsten Chinas noch weiter an.

Ach ja, China... das aktuell an 30 neuen AKWs baut, 44 weitere in 
Planung hat, gleichzeitig etliche Kohlekraftwerke plant oder bereits 
baut, und aktuell etwa 55 bis 58% seines Stroms aus Kohle erzeugt. Bis 
2040 will China allerdings 40% seines Stroms aus Erneuerbaren erzeugen, 
was zum heutigen Stand von 35% ja nun wirklich nicht besonders 
ambitioniert ist.

Chinas Wohlstand wächst rasant. Dazu braucht es Energie, und die 
versucht es im Moment mit allem zu erzeugen, was geht. Und daran wird 
die kommunistische Partei Chinas so bald auch nichts ändern, denn das 
Wohlstandswachstum ist ja ihre wichtigste, womöglich sogar ihre einzige 
Legitimationsgrundlage.

Irgendwie habe ich das Gefühl, daß Du Dir nur den einen Punkt 
heraussuchst, der Dir gerade in den Kram paßt, und alles andere einfach 
ignorierst. Darum danke ich Dir für Deine Warnung vor Scharlatanen, auch 
wenn Du selbst grade haargenau wie einer argumentierst.
von G. K. (zumsel)


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Nick schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Das EEG gibt es seit über einem Vierteljahrhundert.
>
> Also schon seit einem Vierteljahrhundert Subventionen. Und, wer zahlts
> wieder hintenrum?
1
    Wie viel Gewinn – nicht Umsatz – in US-Dollar wird seit 1970 im Durchschnitt pro Tag mit Öl und Gas gemacht?
2
3
    Wie viele Subventionen flossen laut dem Internationalen Währungsfonds 2022 weltweit in fossile Brennstoffe?
4
5
    Wie viel Prozent der 2022 weltweit zugebauten Kapazität zur Erzeugung von Strom war erneuerbar?
6
7
Schätzen Sie mal, es geht nur um ungefähre Größenordnungen.
8
9
Die richtigen Antworten lauten:
10
11
    Drei Milliarden Dollar Gewinn pro Tag wurden mit Öl und Gas erzielt, an 365 Tagen im Jahr, seit 50 Jahren (die Zahlen der Studie reichen von 1970 bis 2020). Das meiste davon entfällt auf die letzten 20 Jahre  dieses Zeitraums, also die Zeit, in der die menschengemachte Erderwärmung längst als Faktum zu akzeptieren war. Kürzer: 1,03 Billionen Dollar Gewinn – nicht Umsatz! – im Jahr. Mehr als drei Viertel davon aus Öl-, der Rest aus Gasgeschäften. Diese Zahlen stammen aus einer peer-reviewten Fachpublikation , die auf Zahlen der Weltbank basiert.
12
13
    Laut den Fachleuten des Internationalen Währungsfonds flossen 2022 sieben Billionen US-Dollar an Subventionen in fossile Brennstoffe. Unterteilt ist diese Summe in sogenannte explizite Subventionen, also Steuererleichterungen für fossile Brennstoffe, direkte Förderung mit Steuergeldern und so weiter, und implizite Subventionen, sprich: nicht eingepreiste Schäden durch Verbrennungsprozesse. Die expliziten Subventionen setzten die IWF-Leute mit 1,3 Billionen US-Dollar an. Die Impliziten sind mit 5,7 Billionen vermutlich deutlich unterschätzt, wie die IWF-Autoren selbst einräumen: Die tatsächlich durch CO₂ verursachen Schäden liegen vermutlich eher in der Größenordnung von 30 Billionen US-Dollar pro Jahr, wenn man die Zahlen des Umweltbundesamtes  (1 Tonne CO₂=etwa 800 Euro Schaden) zugrundelegt.
14
15
    80 Prozent der im Jahr 2022 weltweit neu zugebauten Kapazität zur Stromerzeugung war laut Nat Bullard vom Energieforschungsdienst BloombergNEF  erneuerbar. Und der erneuerbare Zubau wuchs im Anschluss daran, 2023, noch einmal um 50 Prozent .

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/energiedebatte-wie-gut-kennen-sie-sich-mit-der-energiewirtschaft-aus-kolumne-a-487e40e2-dea7-42fb-920c-12871e5788de
von Nick (b620ys)


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Wenns irgendwie geht, beschränk dich doch auf Deutschland.
Es ist schließlich auch Deutschland, das unter den ersten 5 mit den 
weltweit höchsten Strompreisen liegt.
von G. K. (zumsel)


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Nick schrieb:
> Wenns irgendwie geht, beschränk dich doch auf Deutschland.
> Es ist schließlich auch Deutschland, das unter den ersten 5 mit den
> weltweit höchsten Strompreisen liegt.

S. Anhang.

Oder meintest du das Posting bzgl. der chinesischen AKWs?
Oder meinst du dein eigenes Posting was ich oben zitiert habe?
: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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Le X. schrieb:
> Ich hab halt noch nie einen Nachweis gesehen dass die Erneuerbaren für
> die schlechte Wirtschaftslage ursächlich sind.

Man muß ja nicht jeden Nachweis akzeptieren, den man sehen kann. 
Allerdings kann einem politisch Interessierten kaum entgangen sein, daß 
es bereits seit einigen Jahren eine Debatte über subventionierte 
Industriestrompreise gibt, bereits im Mai 2023 hat ein gewisser Robert 
H., seinerzeit Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, dazu ein 
Konzept vorgelegt.

> Was dagegen spricht:
> - unsere peer-group im Länderranking performt momentan auch nicht so
> dolle
> - die Energiepreisschocks der letzten Jahre rühren von
> Allmachtsfantasien irgendwelcher (Möchtegern-) Autokraten sowie
> Konzernen die gerne unter Vorwand weiter abkassieren
> - Länder mit weniger diversifizierter Energieversorgung müssen weit
> höhere Energiepreisschwankungen in Kauf nehmen
> - viele unserer Firmen leiden an hausgemachten Problemen
> (Missmanagement, Ideenlosigkeit, Unfähigkeit), da kommt es gut wenn man
> den schwarzen Peter an die Energiepreise weiterreichen kann

Also zu deutsch: die Unternehmen sind selbst schuld, außerdem der Putler 
und der Trumpel, und anderen geht es auch schlecht. Merkste selbst, daß 
das diese Argumentation weder Vertrauen noch Zuversicht weckt, oder?

> Ich bin erstaunt dass die populistische Mär, man müsse nur Wind- durch
> Atomkraft ersetzen und schon fließt wieder Milch und Honig bei dir auch
> so gut verfängt.

Oh, ist das so? Habe ich das in der Diskussion so geäußert? Nein, ich 
glaube nicht, denn das ist auch gar nicht mein Standpunkt. Und 
ausgerechnet in jenem Beitrag, den Du beantwortet und leider nur 
teilweise zitiert hast, habe ich mich sogar ausdrücklich für Erneuerbare 
ausgesprochen.

Ich ganz persönlich glaube nur, daß es aus mehreren Gründen 
problematisch ist, wenn gesellschaftliche und ökonomische 
Transformationen den Eindruck machen, sie würden überhastet und ohne 
Rücksicht auf die Lebenssituationen der Bürger getroffen. Neben dem 
Treffen von Entscheidungen muß es eine Kernaufgabe einer gelungenen 
Politik sein, die Bürger mitzunehmen und ihnen die Gelegenheit zu geben, 
unliebsame Entscheidungen zu verstehen und mit zu (er)tragen.

Insbesondere deswegen finde ich es schwierig, wenn eine große 
Industrienation mit beachtlichem Wohlstand binnen kürzester Zeit ihre 
ganze Energieproduktion ersetzen will: Ausstiege aus der Atomkraft, der 
Kohle und zumindest nach den Plänen des bereits genannten Robert H. (und 
des vergesslichen Bundeskanzlers, der unter Herrn H. dienen durfte) auch 
aus dem bösen Gas. Und daß die Kosten für Energie in Deutschland zu den 
europaweit höchsten gehören, während zudem hunderttausende, die ihre 
Altersvorsorge in ein Eigenheim investiert haben,  zur Anschaffung von 
Wärmepumpen gezwungen werden sollen... bitte siehe oben unter "Vertrauen 
und Zuversicht", danke.

> Tatsächlich müsste eine
> nichtpopulistische, lösungsorientierte Regierung noch viel mehr
> unliebsame Entscheidungen treffen und uns noch viel mehr abverlangen.

Das sehe ich sogar ganz ähnlich wie Du, in meinem vorherigen Beitrag ist 
das in dem Teil "ideologisch begründet, überhastet beschlossen, 
handwerklich stümperhaft gemacht und miserabel kommuniziert" gemeint.

> Mit dem Ergebnis dass die Leute noch mehr überfordert wären und ihr Heil
> noch mehr in Kreisen suchen würden, die mit SIcherheit keine Probleme
> lösen.

Sorry, aber nein. Das Problem ist neben den außenpolitischen Krisen noch 
ein ganz anderes: nämlich daß die Bürger merken, daß irgendwie nichts so 
richtig funktioniert und nichts richtig vorangeht. Was die Bürger 
frustriert, ist, daß das alles kein Ende nimmt und unsere Politik 
offenbar keine Lösungen anbietet und schon gar keine liefert, sondern 
sich stattdessen in parteipolitischen und ideologischen Kinkerlitzchen 
verliert.
von G. K. (zumsel)


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Auf besonderen Wunsch noch ein Posting was sich nur mit Deutschland 
beschäftigt.
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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G. K. schrieb:
>> Wenns irgendwie geht, beschränk dich doch auf Deutschland.

Das bezug sich auf diesen/deinen Beitrag 
Beitrag "Re: Blackout in Spanien: Abschlussbericht"
Ich denk, man hätte das aus dem Kontext schließen können, da du 
irgendwelche weltweiten Daten herangezogen hast.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Chris D. schrieb:
> Und im Gegensatz dazu winken selbst die großen Player dieser Republik
> bei neuen AKWs dankend ab - und zwar aus wirtschaftlichen Gründen.

Das liegt auch an den vielen Saboteuren heutzutage. Allein 1,4 Mrd Euro 
würde die Bewachung der Baustelle bereits kosten, wenn der Bau nicht 
länger, als die Planung dauert. Übrigens ist das eine Strategie von 
grün-rot an allen Stellen, wo es geht, die Kosten hochzutreiben.
von Nick (b620ys)


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G. K. schrieb:
> Auf besonderen Wunsch noch ein Posting was sich nur mit Deutschland
> beschäftigt.

Autarkie ist räääächts!
Ah, nein, wir wollen nicht abhängig sein, darum begeben wir uns in eine 
neue Abhängigkeit um dann endlich komplett abgehängt zu werden.
Pipelinegas ist schlecht, LNG ist heilsbringend, da schon beim Transport 
10 ... 25 % verloren gehen. Glücklicherweise ist das aber gutes 
Treibhausgas.
von Ein T. (ein_typ)


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G. K. schrieb:
>     Laut den Fachleuten des Internationalen Währungsfonds flossen 2022
> sieben Billionen US-Dollar an Subventionen in fossile Brennstoffe.

In Deutschland sind es laut Umweltbundesamt in diesem Zeitraum noch 65 
Mrd. und laut Internationalem Währungsfonds 129 Mrd. gewesen. Wobei es 
schon ein gewisses Hautgout hat, das "Dieselprivileg" -- also die 
niedrigeren Steuern auf Dieselkraftstoff -- als "Subvention" zu 
bezeichnen. Naja.

Allerdings könnte ich mir vorstellen, daß es bei den Bürgern unseres 
Landes möglicherweise nicht so gut ankäme, wenn diese Subventionen 
plötzlich alle gestrichen würden. Denn das Diesel"privileg" betrifft ja 
auch die etlichen LKWs, die das bringen, was man so zum Leben braucht. 
Wenn die Steuerbefreiung von Kraftstoffen in der Luftfahrt und die 
Entfernungspauschalen abgeschafft, also Flugreisen und das Pendeln 
zwischen Wohn- und Arbeitsort teurer würden, ich weiß ja nicht... die 
Deutschen sind in ihrer Geschichte nicht durch eine besondere Neigung zu 
Revolutionen aufgefallen, aber für den Fall sollten wir Fackeln und 
Mistgabeln vorher ins KrWaffKontrG aufnehmen.

Aber okay, kommen wir zu Deinen Zahlen zurück, denn die kann man 
natürlich auch ganz anders lesen, vor allem wenn man als Hintergrund 
weiß, daß wir in Deutschland nur etwa 2% zum weltweiten CO2-Ausstoß 
beitragen. Das bedeutet nämlich im Umkehrschluß, daß wir nicht nur eine 
Revolution (oder zumindest eine weitere Stärkung der politischen Ränder) 
riskieren würden, sondern am Ende womöglich auch nur sehr wenig damit 
bewirkt wird.

Wenn unsere Bemühungen jedoch ohnehin wenig bis nichts bewirken, müssen 
wir darüber nachdenken, ob die Gelder in die Beherrschung des 
Klimawandels gut investiert sind. Denn wenn wir den Klimawandel ohnehin 
nicht verhindern oder zumindest nur unerheblich verlangsamen können, 
wäre es womöglich klüger, in die Beherrschung seiner Folgen zu 
investieren...
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ein T. schrieb:
> Was die Bürger frustriert, ist, daß das alles kein Ende nimmt
> und unsere Politik offenbar keine Lösungen anbietet und schon
> gar keine liefert,

Was die Bürger viel mehr frustriert ist, dass nur noch bestimmte Kritik 
zugelassen wird, aber andere abgewürgt wird.

Zweitens sehen die Bürger auch, wie wenig freie Flächen das Land noch 
hat im Vergleich zu Norwegen oder USA. Sie merken es jedesmal, wenn sie 
die Preise der Baugrundstücke sehen. Von 357.000 werden 60.000 km² für 
Windparks verbraucht werden. Aber bei einer solchen Dichte, klauen die 
Windräder sich gegenseitig den Wind. Bereits verbraucht sind bereits 
schon 55.000 km² durch den Menschen.

Es gibt durchaus Grenzen, wo alles durch den Grund und Boden so teuer 
wird, dass die Wirtschaft zusammenbricht. Es geht dann dem Land so 
ähnlich, wie es Niagara Falls erlebte. Auf Grund des wirtschaftlichen 
Zusammenbruchs sank die Zahl der Einwohner von 100 Tausend bis unter 50 
Tausend. Wobei dann wieder der Grund und Boden günstiger wird, bis 
wieder ein wettbewerbsfähiges Gleichgewicht erreicht wird.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Das Gleichgewicht kann erreicht werden zum Beispiel indem so viele 
Menschen auswandern bis die Dichte bei uns so gesunken ist und im 
Ausland so gestiegen ist, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit somit 
angleicht. Wenn nicht genug auswandern, muss diese Funktion die Armut 
mit Verhungern, hoher Sterblichkeit und frühes Sterben im Alter mangels 
schlechter Medizin ersetzen. Das wird zwar hier niemnden gefallen, aber 
so läuft das, wenn es ohne Kriege ablaufen soll.
von Ein T. (ein_typ)


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Dieter D. schrieb:
> Was die Bürger viel mehr frustriert ist, dass nur noch bestimmte Kritik
> zugelassen wird, aber andere abgewürgt wird.

So ein Quatsch. Innerhalb der von unseren Strafgesetzen vorgegebenen 
Grenzen darf jederndes sagen und natürlich kritisieren, wen, was und wie 
er will. Es muß dann aber womöglich damit leben, wenn andere dieselben 
Rechte für sich in Anspruch nehmen, und also dem zuvor Geäußerten 
widersprechen oder ebendieses oder sogar das Äußernden ihrerseits 
kritisieren.

Halt mal die Griffel still, wenn Du wie üblich nichts beizutragen hast.
von Nick (b620ys)


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Ein T. schrieb:
> Dieter D. schrieb:
>> Was die Bürger viel mehr frustriert ist, dass nur noch bestimmte Kritik
>> zugelassen wird, aber andere abgewürgt wird.

> Halt mal die Griffel still, wenn Du wie üblich nichts beizutragen hast.

Dieter hat es passend beschrieben.
von Rbx (rcx)


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G. K. schrieb:
> also die Zeit, in der die menschengemachte Erderwärmung längst als
> Faktum zu akzeptieren war.

So redet man nur, wenn man von echter Wissenschaft keinen Plan hat. Man 
kann natürlich zum Jünger von H.L werden, der zwar gut in Physik sein 
kann, oder auch gut erklären kann, aber leider noch nicht viel von 
wissenschaftlicher Evaluation, oder von wissenschaftlicher 
Messgenauigkeit oder eben von gewissen Irren und Wendungen in der 
Wissenschaft gehört hat. Oder von der Abhängigkeit der Wissenschaft von 
gewissen Geldgebern. Es ist nämlich nicht immer so, dass die 
Wissenschaft wirklich unabhängig ist - das mag zwar ein Ideal sein, ist 
aber von der Realität noch etwas weit weg.
Und wer kein Plan hat, und zu solchen Sprüchen neigt, kann sich bei den 
Öffis als "Faktenchecker" bewerben. So ist man beim Fernsehen, und das 
Fernsehen hat ja schließlich immer Recht ;)
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Nick schrieb:
> Dieter hat es passend beschrieben.

Klar, Trolle halten zusammen. Aber irgendwie auch süß, viel Glück auf 
Eurem Lebensweg!
von Nick (b620ys)


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Sheeva P. schrieb:
> Klar, Trolle halten zusammen. Aber irgendwie auch süß, viel Glück auf
> Eurem Lebensweg!

Ein Geisterfahrer? Hunderte!
von Ralf X. (ralf0815)


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Nick schrieb:
> Sheeva P. schrieb:
>> Klar, Trolle halten zusammen. Aber irgendwie auch süß, viel Glück auf
>> Eurem Lebensweg!
>
> Ein Geisterfahrer? Hunderte!

Naja, nach Deinen Aussagen befindest Du Dich ja eh in einer Metaebene.

Nick schrieb:
> Ein T. schrieb:
>> Auch diese Frage hat nichts damit zu tun, ob ein KI-Unterforum
>> eingerichtet werden soll. Warum fällt es Dir so schwer, beim Thema zu
>> bleiben oder diesen Thread zu ignorieren, wenn er Dich nicht
>> interessiert?
>
> Doch, hat es schon. Meine Fragen sind Testballons für zu erwartende
> Fragen und Antworten in einem noch nicht existierenden Forum.
> Sie tragen zur Meinungsbildung bei, jedoch auf einer Metaebene.

Da ist es an sich klar, dass Du da direkten Kontakt mit Dieter hast.
von Hippelhaxe (Gast)


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Rbx schrieb:

> G. K. schrieb:
>> also die Zeit, in der die menschengemachte Erderwärmung
>> längst als Faktum zu akzeptieren war.
>
> So redet man nur, wenn man von echter Wissenschaft keinen
> Plan hat.

So -- nämlich ad hominem -- argumentiert man nur, wenn man
in der Sache unrecht hat.
von Christoph M. (mchris)


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Übrigens ist der Strompreis für die meisten Leute überhaupt kein 
Problem.

Ich mache dazu bisweilen ein kleines Experiment: Ich frage die Leute, 
wie viel die Leute im Monat für ihren Strom bezahlen.
Das witzige: sie können keine Angaben machen und wissen es nicht. Wenn 
der Strompreis für die Leute wirklich ein Problem wäre, wüsten sie ganz 
genau, was sie zahlen. Da sie es aber nicht wissen, würde ich die 
Meinungen zum Strompreis als "indoktriniertes Scheinproblem" bezeichnen. 
Den Leuten wird so lange erzählt, dass sie zu viel für ihren Strom 
zahlen, dass sie glauben, es sei ihre größtes Problem, dabei liegen die 
ganz woanders.
Wer es nicht glaubt, kann ja selbst in seinem Bekannten- und 
Kollegenkreis machen. Einfach mal fragen, wie viel Prozent der 
monatlichen Lebenshaltungskosten für Strom benötigt werden.
von Nick (b620ys)


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Ralf X. schrieb:
> Naja, nach Deinen Aussagen befindest Du Dich ja eh in einer Metaebene.
>> Sie tragen zur Meinungsbildung bei, jedoch auf einer Metaebene.

Nicht ich, sondern die Fragen.
Aber dreh dir Antworten nur so hin damit sie in deine komplett verbogene 
Scheinwelt passen. Das steht dir frei.
Und wenn du den Drang verspürst das auch noch nach aussen zu 
kommunizieren, denk dran, das hat dann Auswirkungen auf dich. Stichwort 
Innenwelt und Aussenwelt.


Ralf X. schrieb:
> Da ist es an sich klar, dass Du da direkten Kontakt mit Dieter hast.

Welchen Dieter? Was für "direkter Kontakt"? Hast du Fantasien?
von Ein T. (ein_typ)


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Christoph M. schrieb:
> Ich mache dazu bisweilen ein kleines Experiment: Ich frage die Leute,
> wie viel die Leute im Monat für ihren Strom bezahlen.
> Das witzige: sie können keine Angaben machen und wissen es nicht. Wenn
> der Strompreis für die Leute wirklich ein Problem wäre, wüsten sie ganz
> genau, was sie zahlen. Da sie es aber nicht wissen, würde ich die
> Meinungen zum Strompreis als "indoktriniertes Scheinproblem" bezeichnen.

Ich kann Dir aktuell haargenau sagen, was ich zahle: Grundpreis 8,00 
Euro im Monat, 32,18 ct/kWh Arbeitspreis. Das weiß ich so genau, weil 
ich erst vor ein paar Tagen die Rechnung meines Stromversorgers erhalten 
und natürlich gelesen habe. Meine Nachbarn in den Niederlanden, gerade 
einmal 10 Kilometer von hier entfernt, zahlen laut Statistischem 
Bundesamt 23 ct/kWh [1].

Dieses Wissen ärgert mich dann kurz und ich weiß es noch, weil ich mich 
noch immer ärgere. Aber ich weiß: in drei oder vier Wochen werde ich 
dieses Wissen verdrängt haben -- aus purem Selbstschutz. Insofern 
bezweifle ich, daß Deine Umfrage wirklich sinnvolle Ergebnisse 
hervorbringt.

[1] 
https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/GreenDeal/_Grafik/strompreise.html
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Nick schrieb:
> Hast du Fantasien?

Er fühlt sich von Personen, die nicht der HH-Mainstreamansichten sind 
ganz einfach nur verfolgt. Das ist der sogenannte Rudelmodus oder 
Herdentrieb geschuldet.

Ein T. schrieb:
> Aber ich weiß: in drei oder vier Wochen werde ich
> dieses Wissen verdrängt haben -- aus purem Selbstschutz.

Verdrängt um nicht aus dem Rudel oder Herde auf Grund einer 
Meinungsabweichung bedrängt oder sogar herausgedrängt zu werden, dürfte 
da der Grund für den "Selbstschutz" sein.

Das fällt allerdings alles, wenn hier die großen Schließungen der Firmen 
erst richtig los gehen. Interessant wird es, ob zuerst die 
Sozialleistungen gekürzt werden oder die Hilfen für die angegriffenen 
EU-Nachbarstaaten eingestellt werden plus radikale Kürzung der 
Verteidigung.
von Norbert (der_norbert)


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Christoph M. schrieb:
> Ich mache dazu bisweilen ein kleines Experiment: Ich frage die Leute,
> wie viel die Leute im Monat für ihren Strom bezahlen.
> Das witzige: sie können keine Angaben machen und wissen es nicht. Wenn
> der Strompreis für die Leute wirklich ein Problem wäre, wüsten sie ganz
> genau, was sie zahlen. Da sie es aber nicht wissen, würde ich die
> Meinungen zum Strompreis als "indoktriniertes Scheinproblem" bezeichnen.

Das ist aber ein grober Fehlschluss.
Wenn diese Leute jeden Tag einen Betrag manuell bezahlen müssten, etwa 
so wie beim Kauf von Lebensmitteln, dann sähe es schon völlig anders 
aus.

Wenn am Backofen nicht nur 180° stünde, sondern zusätzlich ein 
Cent-Zähler laufen würde und der Kuchen schon allein um 70ct an 
Energiekosten teurer würde, dann sähe es schon völlig anders aus.

Es ist eine Frage der Sichtbarkeit.
: Bearbeitet durch User
von Christoph M. (mchris)


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Ein T. schrieb:
> Ich kann Dir aktuell haargenau sagen, was ich zahle: Grundpreis 8,00
> Euro im Monat, 32,18 ct/kWh Arbeitspreis. Das weiß ich so genau, weil
> ich erst vor ein paar Tagen die Rechnung meines Stromversorgers erhalten
> und natürlich gelesen habe.

Und .. wieviel Prozent deiner monatlichen Ausgaben gehen für die 
Stromkosten drauf?
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Wobei hier noch mal aufzugreifen ist, dass die Nebenkriegsschauplätze 
von einigen hier nur begonnen wurden um von den Klarstellungen der 
Ursachen des Blackouts abzulenken. Desweiteren die Diskussion, was an 
Maßnahmen möglich wäre die Situation zu verbessern, fällt auch darunter.

Der Blackout wurde eindeutig durch die Einspeisungen der regenerativen 
Energieerzeuger verursacht.

In dem Abschlussbericht wurde sich nicht getraut, das direkt so zu 
schreiben und wurde wirklich schön verklausuliert formuliert. Es ist 
schön zu sehen, wie dort politisch korrektes Framing genutzt wurde. 
Übrigens die KI mit LLM kann bei Berichten bereits schon sehr gut helfen 
alles so umzuformulieren.

Aber der nächste Blackout kommt bestimmt, wenn es die Ökolobby weiterhin 
schafft die Einwendungen der Netzbetreiber niederzureden und daher die
Maßnahmen, die natürlich auch Geld kosten, weiterhin nicht realisiert 
werden.

Dazu gehören zum Beispiel verschieden Speicher, wie Akkubänke, 
E-Kohlenstoffeprodukte, neue und weiche Netzstabilisierungsregelungen 
für Wechselrichter, Fernsteuerungen - auch Internetunabhängig, usw.
von Bernd K. (bernd_k97)


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Ein T. schrieb:
> [1]
> https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/GreenDeal/_Grafik/strompreise.html

UK wäre Platz Nr. 2 mit 37cent/kWh, wobei es bei denen wohl langfristig 
abwärts gehen wird, wenn die Stromtrassen zu der Offshore-Wind bezahlt 
sind. Jetzt wo PV Rentabel ist, wird dort auch kräftig zugebaut - 
nicht weil man es den Deutschen nachmachen will -

Ich stelle übrigens seit der Stilllegung meines Stromanschlusses keine 
Gefahr mehr für die Netzstabilität dar. Die 100€ Grundgebühr investiere 
ich lieber in die Wartung meines 
https://www.bhkw-forum.de/diskussion/thread/8264-bericht-zu-billig-eigenbau-800w-gas-bhkw/ 
. Zusammen mit meinem Beitrag "DIY 10kW/20kWh eta=99% Insel ESS Projektvorstellung" 
benötige ich kein Netz mehr. Stromüberschüsse im Sommer gehen an die 
Nachbarn, die sich freuen.
(Gegen Netz-Überspannung muss ich mich auch nicht mehr versichern)
: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Norbert schrieb:
> Wenn am Backofen nicht nur 180° stünde, sondern zusätzlich ein
> Cent-Zähler laufen würde und der Kuchen schon allein um 70ct an
> Energiekosten teurer würde, dann sähe es schon völlig anders aus.

Wenn alle Verbraucher mit digitalem Stromzähler im 15min-Takt 
ausgerüstet sind, wird ein neues Abrechnungssystem kommen. Jeder 
Virtelstundenwert wird mit dem aktuellen Angebot an regenerativen 
Energien aufsummiert. Wessen Stromverbrauch antizyklisch zum 
regenerativen Stromangebot verläuft, wird unter die 65% regenerativen 
Anteile kommen und wird eine entsprechende Nachforderung 
(Ordnungswidrigkeitsstrafe) als Rechnung bekommen.

Die Rechenzentren sind bereits jetzt schon davon betroffen:

Der Strombedarf von Rechenzentren muss laut DENEFF bis zum 31. Dezember 
2025 zu 75% durch erneuerbare Energien oder CO2-neutrale Energie gedeckt 
sein.

Hier stehen die Vorschriften kurz zusammengefaßt:
https://consulting.tuv.com/aktuelles/datacenter/enefg-im-rechenzentrum

Wenn das nicht zu schaffen sein sollte, dann gibt es bei uns halt keine 
großen Rechenzentren und auch keine entsprechenden KI.
https://aluscreen.de/de/blog/2025/m%C3%BCnchen-baut-ki-zukunft-%E2%80%93-mit-%C3%B6kostrom,-der-nicht-existiert.html

Buchungstechnisch wird das so gelöst, dass der Nicht-Ökostrom auf das 
Konto der privaten Haushalte gebucht wird. Wenn also 6TWh im Jahr 
verbraucht wurden, davon 4TWh regenerativ erzeugt wurden und 2 TWh die 
Rechenzentren zu 100% regenerativ erhahlten haben, dann bleiben 4TWh 
übrig und die anderen Verbaucher bekommen dann nicht 33% fossilen, 
sondern 50% fossilen Strom auf die Rechnung geschrieben.

Analog dazu wird dann mit 15min Verbrauchswerten verfahren werden.
von Nick (b620ys)


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Christoph M. schrieb:
> Und .. wieviel Prozent deiner monatlichen Ausgaben gehen für die
> Stromkosten drauf?

Direkte Kosten oder auch indirekte?
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Norbert schrieb:
> Wenn am Backofen nicht nur 180° stünde, sondern zusätzlich ein
> Cent-Zähler laufen würde und der Kuchen schon allein um 70ct an
> Energiekosten teurer würde, dann sähe es schon völlig anders aus.
>
> Es ist eine Frage der Sichtbarkeit.

Nein. Es ist eine Frage der Häufigkeit. Ich backe eben nicht täglich 
Kuchen und der Trockner läuft auch eher selten. Und genau mit dieser 
Einstellung haben wir unseren Strombedarf seit 2011 mehr als halbiert. 
Es sind die 24/7-Verbraucher, die die Rechnung fett machen, nicht der 
Herd. DAS sollte man den Leuten sichtbar machen.

mchris hat da schon Recht: für den normalen Verbraucher sind die 
Stromkosten Peanuts. Ich zahle hier für das nächste Jahr 25ct/kWh, läge 
also bei der (veralteten) Statistik zwischen Polen und Lettland. Bei um 
die 1500 kWh/Jahr und 14 Euro Grundgebühr kann sich jeder ausrechnen, 
welche gewaltigen Kosten da jeden Monat auflaufen. Dass mein 
französischer Nachbar trotz massiver staatlicher Subventionen mehr 
zahlt, ist nur eine Randnotiz. Dafür verdient er auch weniger ;-)

Bei den ganzen Statistiken darf man auch nicht vergessen: DE war 
strommäßig schon immer ein Hochpreisland und auch 2000 mit 14ct im 
oberen Viertel des europäischen Vergleichs zu finden. Und damals waren 
die Erzeugeroligopole auch die Bösen. Jetzt, wo jeder Energie erzeugen 
und einspeisen darf, ist es auch wieder nicht recht und man möchte 
wieder zurück. Nur die Konzerne nicht ;-)
von G. K. (zumsel)


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Dieter D. schrieb:

> Übrigens die KI mit LLM kann bei Berichten bereits schon sehr gut helfen
> alles so umzuformulieren.

https://www.derstandard.de/story/3000000316864/schon-10-minuten-mit-einem-ki-chatbot-reduzieren-unsere-denkleistung

Alleine deine Formulierung "Die KI" bestätigt diesen Artikel.
von Norbert (der_norbert)


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Chris D. schrieb:
> Nein. Es ist eine Frage der Häufigkeit. Ich backe eben nicht täglich
> Kuchen und der Trockner läuft auch eher selten.

Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber in welcher Welt ist der 
Energieverbrauch per Anwendung (hier Kuchen backen) von der Anzahl der 
Anwendungen abhängig?

Der Punkt war folgender:
Wenn der Backofen sagt, dein Kuchen hat dich nebst Zutaten zusätzlich 
70ct für die Energie gekostet. Und wenn du ihn in unserem 
nord-westlichen Nachbarland gebacken hättest, dann nur halb so viel. Da 
würden sich eine Menge Menschen Gedanken machen, weil sie es ständig 
sähen.

Genau darum ging es, nicht darum wie man seinen Energiekonsum verringern 
und die Kosten in halbwegs erträgliche Bereiche senken kann. (Das 
könnten unsere Nachbarn auch und wir hätten wieder das gleiche 
Fehlverhältnis)
: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Norbert schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Nein. Es ist eine Frage der Häufigkeit. Ich backe eben nicht täglich
>> Kuchen und der Trockner läuft auch eher selten.
>
> Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber in welcher Welt ist der
> Energieverbrauch per Anwendung (hier Kuchen backen) von der Anzahl der
> Anwendungen abhängig?

Man bekommt schon deutlich andere Konditionen, wenn man sehr viel backt 
;-)
Aber ernsthaft: natürlich sehe ich deinen Punkt.

> Der Punkt war folgender:
> Wenn der Backofen sagt, dein Kuchen hat dich nebst Zutaten zusätzlich
> 70ct für die Energie gekostet. Und wenn du ihn in unserem
> nord-westlichen Nachbarland gebacken hättest, dann nur halb so viel. Da
> würden sich eine Menge Menschen Gedanken machen, weil sie es ständig
> sähen.

In welchem nordwestlichen Land kostet der Strom denn die Hälfte?

Wenn man in die Niederlande schaut, dann sieht man, dass auch die massiv 
in Erneuerbare investieren und der Rest aus Gaskraftwerken kommt. 3% 
sind noch aus AKWs, also vernachlässigbar. Geplant sind AKWs, allerdings 
ist die Frage, ob die überhaupt gebaut werden. Und beim jetzigen Preis 
spielen die ja noch keine Rolle.

Wie gesagt: in meinem westlichen Nachbarland ist es im Schnitt teurer, 
einen Kuchen zu backen, als wenn ich das tue - und das trotz erheblicher 
staatlicher Subventionen. Ja, das gibt mir zu denken.

Wobei ich diese Statistiken irgendwie seltsam finde, denn danach lagen 
wir in DE bei 38ct/kWh im SCHNITT. D.h. es müsste ja eine nicht 
unerhebliche Anzahl an Verbauchern geben die deutlich mehr bezahlen. 
Kann mir da jemand mal eine entsprechende PLZ nennen, wo das der Fall 
ist?

Oder: wer liest hier mit und zahlt über 40ct?

MMn liegen diese unfassbar hohen statistischen Strompreise zu einem 
Großteil daran, dass bspw. 2024 überhaupt nur 7 Millionen Haushalte (von 
40 Millionen) ihren Anbieter gewechselt haben. 35% haben überhaupt noch 
NIE ihren Anbieter gewechselt. Klar, wenn ich hier beim örtlichen 
Versorger geblieben wäre, dann zahlte ich auch weit über 30ct.

Könnte es nicht sein, dass diese "Wechselunwilligen" den statistischen 
Strompreis höher treiben, als er eigentlich sein müsste?

> Genau darum ging es, nicht darum wie man seinen Energiekonsum verringern
> und die Kosten in halbwegs erträgliche Bereiche senken kann. (Das
> könnten unsere Nachbarn auch und wir hätten wieder das gleiche
> Fehlverhältnis)

Eine Verweigerung, einen günstigeren Anbieter zu beauftragen, zählt aber 
nicht dazu, oder?
: Bearbeitet durch Moderator
von Norbert (der_norbert)


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Chris D. schrieb:
> In welchem nordwestlichen Land kostet der Strom denn die Hälfte?

https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/GreenDeal/_Grafik/strompreise.html

Gut, sind nicht 50% sondern 60% unserer Kosten.
(Künstlerische Freiheit, jedoch verdammt nahe an der Realität)
von Norbert (der_norbert)


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Chris D. schrieb:
> D.h. es müsste ja eine nicht
> unerhebliche Anzahl an Verbauchern geben die deutlich mehr bezahlen.
> Kann mir da jemand mal eine entsprechende PLZ nennen, wo das der Fall
> ist?

Oder einfach nur die Staffelung bei unterschiedlichem Verbrauch.
Wer weniger nutzt, zahlt mehr.
von Nick (b620ys)


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Chris D. schrieb:
> Wie gesagt: in meinem westlichen Nachbarland ist es im Schnitt teurer,
> einen Kuchen zu backen, als wenn ich das tue - und das trotz erheblicher
> staatlicher Subventionen. Ja, das gibt mir zu denken.

Können die Franzosen denn den Tarif nicht auch wechseln, so wie du?
Und wenn du den Durchschnittspreis für la grande Nation herziehst, warum 
gilt das dann nicht für Deutschland? Aber dann wieder für die Polen?

Und auch unser Strompreis ist erheblich subventioniert.
von Norbert (der_norbert)


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Na ja, per unserem eigenen Statistischen Bundesamtes liegen wir in 
Deutschland an der absoluten europäischen Spitze.
Und somit 31% über dem europäischen Durchschnitt.
Und das Statistische Bundesamt kann in dieser Hinsicht wohl kaum der 
Schönfärberei bezichtigt werden.
von G. K. (zumsel)


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Nick schrieb:

> Und auch unser Strompreis ist erheblich subventioniert.

Fressen und Energie wird quasi überall subventioniert.
Und das EEG ist so angelegt Subventionen zu reduzieren bzw. 
abzuschaffen.
von Udo S. (urschmitt)


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Norbert schrieb:
> Wenn am Backofen nicht nur 180° stünde, sondern zusätzlich ein
> Cent-Zähler laufen würde und der Kuchen schon allein um 70ct an
> Energiekosten teurer würde, dann sähe es schon völlig anders aus.
>
> Es ist eine Frage der Sichtbarkeit.

Es ist irgendwie schon seltsam dass so viele Leute jammern wenn sie 100€ 
pro Monat an Strom zahlen müssen, aber kein Problem damit haben sich für 
200 - 300€ pro Monat Sargnägel zu kaufen.
Und das rauchen tödlich ist steht da sehr sichtbar drauf.
von Norbert (der_norbert)


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Udo S. schrieb:
> Es ist irgendwie schon seltsam dass so viele Leute jammern wenn sie 100€
> pro Monat an Strom zahlen müssen, aber kein Problem damit haben sich für
> 200 - 300€ pro Monat Sargnägel zu kaufen.
> Und das rauchen tödlich ist steht da sehr sichtbar drauf.

Und das wirkt sich wie genau auf den Strompreis aus?
: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)



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Laufende KFZ Kosten in Europa, gemäss KI. Ohne (ChatGPT) und mit 
Steuern, Versicherung und Wartung (Gemini).
: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Nick schrieb:
> Und auch unser Strompreis ist erheblich subventioniert.

Belege das doch bitte mal.
Die AKWs, die letzes Jahrtausend gebaut wurden waren erheblich 
subventioniert.
Die Ewigkeitskosten des Abfalls werden wir noch 100000 Jahre 
subventionieren.
Und kein Energieversorger der Welt will in Deutschland ein AKW bauen, 
wenn er es nicht subventioniert bekommt.
Und eine Versicherung im Falle eines Unfalls gibt es auch nicht.
von Norbert (der_norbert)


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(prx) A. K. schrieb:
> Laufende KFZ Kosten

Dieser Beitrag ist in diesem Zusammenhang genauso sinnfrei wie der von 
Udo.
von (prx) A. K. (prx)


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Korrekt. Löschen konnte ich ihn aber nicht mehr.
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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G. K. schrieb:
> Fressen und Energie wird quasi überall subventioniert.
> Und das EEG ist so angelegt Subventionen zu reduzieren bzw.
> abzuschaffen.

Überprüf doch nochmal die argumentative Logik:
In F ist der Druchschnittspreis (trotz Subvention) höher als der 
persönliche Preis einer ausgewählten Grppe (obwohl subventioniert wird).
von Nick (b620ys)


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Udo S. schrieb:
> Belege das doch bitte mal.

EEG
von (prx) A. K. (prx)


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Kernaussage aber bleibt: Üblicherweise hinken Vergleiche einzelner 
Kostenfaktoren, weil andere Faktoren fehlen, die aber für einen fairen 
Vergleich der Lebenskosten eingerechnet werden müssten. Speziell in 
Frankreich gehören auch enorme Schulden der EDF hinzu, die staatlich 
garantiert sind.
von G. K. (zumsel)


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Nick schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> Belege das doch bitte mal.
>
> EEG

Und die Stromleitungen vom Föhrer hätten bestimmt noch weitere 1000 
Jahre gehalten?
von Nick (b620ys)


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G. K. schrieb:
> Und die Stromleitungen vom Föhrer hätten bestimmt noch weitere 1000
> Jahre gehalten?

Keine Ahnung was Föhrer Stromleitungen mit Subventionen für Solar- und 
Windstrom zu tun haben. Hat das was mit der Insellage zu tun?
von Rbx (rcx)


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Hippelhaxe schrieb:
> So -- nämlich ad hominem -- argumentiert man nur, wenn man
> in der Sache unrecht hat.

Ja, ich mag Pebkac-Zuschreibungen eigentlich auch nicht immer.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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G. K. schrieb:
> Und die Stromleitungen vom ...

Die ersten Trassenplanungen fanden bereis während des Baus des 
Walchenkraftwerks statt. Oskar von Miller war damals der Projektleiter. 
Im Auftrag der Weimarer Regierung wurde 1928-1929 die Ausarbeitung eines 
Generalplans für die deutsche Elektrizitätsversorgung durchgeführt. Er 
plante in seinem Münchner Ingenieurbüro Kraftwerksanlagen in ganz Europa 
und Stromnetz über Landesgrenzen hinaus.
von G. K. (zumsel)


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Dieter D. schrieb:

> Die ersten Trassenplanungen fanden bereis während des Baus des
> Walchenkraftwerks statt. Oskar von Miller war damals der Projektleiter.
> Im Auftrag der Weimarer Regierung wurde 1928-1929 die Ausarbeitung eines
> Generalplans für die deutsche Elektrizitätsversorgung durchgeführt. Er
> plante in seinem Münchner Ingenieurbüro Kraftwerksanlagen in ganz Europa
> und Stromnetz über Landesgrenzen hinaus.

Und bis heute ist das Stromnetz in Bayern unter aller Sau:

https://www.smard.de/page/home/topic-article/444/215544/update-verteilernetze-bis-2045

Ist auch irgendwie kein Wunder wenn man nur von vorgestern quatscht.
von H. H. (hhinz)


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G. K. schrieb:
> Und bis heute ist das Stromnetz in Bayern unter aller Sau:

Außer in Neuschwanstein.
von Ein T. (ein_typ)


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Christoph M. schrieb:
> Ein T. schrieb:
>> Ich kann Dir aktuell haargenau sagen, was ich zahle: Grundpreis 8,00
>> Euro im Monat, 32,18 ct/kWh Arbeitspreis. Das weiß ich so genau, weil
>> ich erst vor ein paar Tagen die Rechnung meines Stromversorgers erhalten
>> und natürlich gelesen habe.
>
> Und .. wieviel Prozent deiner monatlichen Ausgaben gehen für die
> Stromkosten drauf?

Das hängt von meinen monatlichen Einnahmen ab.

Nun, Du hattest jetzt schon zwei Fragen, und ich habe beide beantwortet.

Schau, wenn meine Nachbarn und Freunde in den Niederlanden deutlich 
weniger für ihren Strom bezahlen müssen, dann beweist das doch, daß das 
irgendwie möglich sein muß. Und daß es auch im Rahmen des EU-Rechts 
möglich ist, denn die Niederlande sind ja ebenfalls ein EU-Mitglied, 
genau wie wir. Da scheint mir die Frage, wie die das machen,  und warum 
wir uns das nicht einfach von ihnen abgucken können, doch sehr 
naheliegend.

Klar, wenn man annimmt, daß das alles nur eingebildete Probleme seien, 
weil sich sowieso alle die hohen Preise problemlos leisten könnten, dann 
stellen sich solche Fragen natürlich nicht. Ich glaube allerdings, daß 
das für sehr viele unserer Mitbürger keineswegs nur eingebildete 
Probleme sind und dabei sind hohe Stromkosten leider auch nicht die 
einzigen.
von Lu (oszi45)


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Dieter D. schrieb:
> Das Gleichgewicht kann erreicht werden zum Beispiel indem so viele
> Menschen auswandern bis die Dichte bei uns so gesunken ist und im
> Ausland so gestiegen ist

In Spanien gab es eine Solarsteuer. Deswegen sind bisher weniger Module 
auf den Dächern als hier, wurde mir berichtet.
von H. H. (hhinz)


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Lu schrieb:
> In Spanien gab es eine Solarsteuer.

Von 2015 bis 2018.
von G. K. (zumsel)


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H. H. schrieb:
> Lu schrieb:
>> In Spanien gab es eine Solarsteuer.
>
> Von 2015 bis 2018.

IMHO unter einem rechten Atom-Freak.
von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:

> Schau, wenn meine Nachbarn und Freunde in den Niederlanden deutlich
> weniger für ihren Strom bezahlen müssen, dann beweist das doch, daß das
> irgendwie möglich sein muß. Und daß es auch im Rahmen des EU-Rechts
> möglich ist, denn die Niederlande sind ja ebenfalls ein EU-Mitglied,
> genau wie wir. Da scheint mir die Frage, wie die das machen,  und warum
> wir uns das nicht einfach von ihnen abgucken können, doch sehr
> naheliegend.

Möglicherweise gibt es dort keine Parteien gibt die regelmäßig 
torpedieren?
von Udo S. (urschmitt)


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Dieter D. schrieb:
> Die ersten Trassenplanungen fanden bereis während des Baus des
> Walchenkraftwerks statt. Oskar von Miller war damals der Projektleiter.
> Im Auftrag der Weimarer Regierung wurde 1928-1929 die Ausarbeitung eines
> Generalplans für die deutsche Elektrizitätsversorgung durchgeführt.

Und du warst als Assistent persönlich dabei. Schon klar :-)
von Udo S. (urschmitt)


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Nick schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> Belege das doch bitte mal.
>
> EEG

Was für eine Verdrehung.
Das EEG regelt, dass die Errichtung der erneuerbaren Energien 
subventioniert werden. So weit so normal wenn man eine neue Technologie 
pushen will. Die Kosten dieser Subvention zahlen wir mit dem Strompreis.
Du hast oben behauptet

Nick schrieb:
> Und auch unser Strompreis ist erheblich subventioniert.

was etwas völlig anderes ist. In Frankreich wird der günstigere 
Strompreis für alle subventioniert, wobei die ganzen versteckten Kosten 
für Rückbau und Entsorgung der AKWs noch gar nicht dabei sind.
Das alles muss am Ende der Steuerzahler dort aufbringen.

Aber Nick, du kannst uns sicher mal erklären wohin mit all dem Müll, 
sowohl dem hochradioaktiven als auch mit den viel größeren Mengen an 
Mittel und niedrigaktiven, der erst beim Rückbau anfällt.
Sicher kennst du noch ein paar sichere Asse(n).
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Udo S. schrieb:
> wohin mit all dem Müll,
> sowohl dem hochradioaktiven als auch mit den viel größeren Mengen an
> Mittel und niedrigaktiven,

Exportieren in den Iran. Die haben genug Teppiche, um den drunter zu 
kehren.
von Nick (b620ys)


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Udo S. schrieb:
> Die Kosten dieser Subvention zahlen wir mit dem Strompreis.
> Du hast oben behauptet

Ach so, du zahlst keine Steuern. Also wer das bis jetzt noch nicht 
kapiert hat, woher das Geld für Subventione kommt, hat glaub ich noch 
nichts kapiert.
Es ist völlig egal ob du direkt gezwungen wirst zu subventionieren, oder 
über den Umweg gleich welcher Steuer.
Sobald das Wort "Steuererleichterung" fällt, achte auf den folenden 
Satz. Da kommt dann "Gegenfinanzierung". Das ist das gleiche System.
von (prx) A. K. (prx)


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H. H. schrieb:
> Die haben genug Teppiche, um den drunter zu kehren.

Bei fliegenden Teppichen ist das Verfahren nicht ratsam.
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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(prx) A. K. schrieb:
> Bei fliegenden Teppichen ist das Verfahren nicht ratsam.

Die sind doch schon lange vergriffen. Den letzten soll eine gewisse 
Sheherazade bekommen haben.
: Bearbeitet durch User
von Christoph M. (mchris)


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Vor einiger Zeit wurde erwähnt, dass die Endlagersuche noch 79 Jahre 
dauert (meine ich mich zu erinnern, die Zahl kann leicht daneben 
liegen). Nach einigen Beschwerden hat man dann das Datum auf 30 Jahre 
gekürzt (meine ich, man möge die Zahlen korrigieren).

Hier einer meiner neuen Thesen: Da es immer Proteste am jeweiligen 
Standort des Endlagers geben wird und die Politik sich damit eigentlich 
nur Ärger einfängt, wird der Atommüll für immer in den Zwischenlagern 
verbleiben und die Suche jeweils einfach immer weiter ausgedehnt. Fazit: 
Wenn man nicht an den Müll denkt und ihn auch nicht sieht, stört er 
eigentlich auch nicht weiter.
von G. K. (zumsel)


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Christoph M. schrieb:

> Hier einer meiner neuen Thesen: Da es immer Proteste am jeweiligen
> Standort des Endlagers geben wird und die Politik sich damit eigentlich
> nur Ärger einfängt, wird der Atommüll für immer in den Zwischenlagern
> verbleiben und die Suche jeweils einfach immer weiter ausgedehnt. Fazit:
> Wenn man nicht an den Müll denkt und ihn auch nicht sieht, stört er
> eigentlich auch nicht weiter.

Wenn demnächst Nazis in SA regieren, können die ein Endlagern mit ihrem 
Saalschutz durchsetzen.
von Nick (b620ys)


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G. K. schrieb:
> Wenn demnächst Nazis in SA regieren, können die ein Endlagern mit ihrem
> Saalschutz durchsetzen.

Zuerst aber bitte den Drehstrom von rechtsdrehend auf linksdrehend 
umklemmen. Deutschlandweit!
Ich kann es nicht fassen, dass du das so locker hinnimmst.
von Rbx (rcx)


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H. H. schrieb:
> Die sind doch schon lange vergriffen. Den letzten soll eine gewisse
> Sheherazade bekommen haben.

Außerdem hat man in Frankreich auch noch seine Kolonien für dies und 
das.

G. K. schrieb:
> Wenn demnächst Nazis in SA regieren, können die ein Endlagern mit ihrem
> Saalschutz durchsetzen.

War ja klar, immer wieder mit der pösen Rechtskeule kommen.
von Michael B. (alter_mann)


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G. K. schrieb:
> Wenn demnächst Nazis in SA regieren,

Jaaaa! Das erklärt natürlich alles.
Muß man eigentlich kognitiv besonders benachteiligt sein für solche 
Ergüsse? Oder genügt da gewöhnliche Dummheit?
von Frank D. (Firma: Spezialeinheit) (feuerstein7)


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G. K. schrieb:
> Wenn demnächst Nazis in SA regieren, können die ein Endlagern mit ihrem
> Saalschutz durchsetzen.

Die Endlagersuche wird durch das BGE künstlich in die länge gezogen. Die 
Führungsetage ist "Grün" und will kein Endlager finden, da Sie 
befürchten es würde die Akzeptanz zur Kernkraft erhöhen.

Ansonsten zur Kernkraft noch mal eine Aussage nach längerer Überlegung.:
Die Risikoabwägung kann ich für mich nicht seriös leisten. Ich kann aus 
dem Bauchgefühl sgen, Ja Kernkraft ist toll billig und 24/7 verfügbar. 
Allerdings sehe ich auch Risiken, geschultes Personal; Gefahr von 
infiltrierung; Terorrismus; Kriegsziel etc.
Endlager sehe ich tatsächlich nicht als wichtigstes Problem. Aber 
Faireweise muss ich sagen, "Ich bin nicht kompetent genug diese Frage zu 
beantworten" und ich kenne auch keinen den ich genug Fachkompetenz dafür 
zutraue.
von Rbx (rcx)


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Frank D. schrieb:
> und ich kenne auch keinen den ich genug Fachkompetenz dafür
> zutraue.

Naja, das ist zweigeteilt. Auf der einen Seite gibt es sehr gute 
Fachleute - auf der anderen Seite viel Hickack mit Gutachten, die sich 
in so manchen Räumen bis zur Decke stapeln.
Etwas mehr Pragmatismus und viel weniger Idealismus täte der Szene schon 
ganz gut.
von H. H. (hhinz)


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Frank D. schrieb:
> Die Endlagersuche wird durch das BGE künstlich in die länge gezogen. Die
> Führungsetage ist "Grün" und will kein Endlager finden, da Sie
> befürchten es würde die Akzeptanz zur Kernkraft erhöhen.

Paranoia.
von Nick (b620ys)


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H. H. schrieb:
> Frank D. schrieb:
>> Die Endlagersuche wird durch das BGE künstlich in die länge gezogen. Die
>> Führungsetage ist "Grün" und will kein Endlager finden, da Sie
>> befürchten es würde die Akzeptanz zur Kernkraft erhöhen.
>
> Paranoia.

Zum Termin der befürchtet wird:
2074
https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgesellschaft_f%C3%BCr_Endlagerung

Dr. Jan-Niclas Cesenhues (Vorsitzender des Aufsichtsrates der BGE) -> 
Grüner
von (prx) A. K. (prx)


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Frank D. schrieb:
> Die Endlagersuche wird durch das BGE künstlich in die länge gezogen.
> Die Führungsetage ist "Grün"

Die BGE gibt seit 2016.
Das Atomgesetz gibt es seit 1960.
Die erste Rot-Grüne Bundesregierung entstand 1998.

Man hatte die Aufgabe also schon 38 Jahre in die Länge gezogen bevor die 
Grünen bundesweit überhaupt mitreden konnten, und 56 Jahre vor der 
Gründung der BGE. Und nun soll ausgerechnet die BGE an verschleppter 
Entsorgung Schuld sein?
: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Nick schrieb:
> Vorsitzender des Aufsichtsrates der BGE

Seit Juni 2025 ist das Rita Schwarzelühr-Sutter, SPD.

Laut Selbstauskunft anno 2025 liegt die Fehlerwahrscheinlichkeit von 
Aussagen von ChatGPT in aktuellen Fragen bei etwa 50%. 😃
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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(prx) A. K. schrieb:
> Seit Juni 2025 ist das Rita Schwarzelühr-Sutter, SPD.
>
> Laut Selbstauskunft anno 2025 liegt die Fehlerwahrscheinlichkeit von
> Aussagen von ChatGPT in aktuellen Fragen bei etwa 50%. 😃

Weder das Eine noch das Andere machen es besser.

(prx) A. K. schrieb:
> Die BGE gibt seit 2016.

"Die BGE ist Nachfolger der Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb 
von Endlagern für Abfallstoffe (DBE), auf die Teile des Bundesamtes für 
Strahlenschutz und die Asse-GmbH verschmolzen wurden."

> Das Atomgesetz gibt es seit 1960.

Die DBE, der Vorgänger, wurde 1979 als 100 % mittelbares, bundeseigenes 
Unternehmen gegründet, Nicht, dass ich damit sagen will, dass das "nur" 
19 Jahre gedauert hat.
von G. K. (zumsel)


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Rbx schrieb:

> Etwas mehr Pragmatismus und viel weniger Idealismus täte der Szene schon
> ganz gut.

So wie in Morsleben, der Asse und in Gorleben?
Und wo bleibt der Pragmatismus in Bayern?

Und wo bleibt die tolle Transmutationsmaschine die man einfach in die 
Asse werfen kann und es dann nur noch Rosenduft in der Asse gibt?
: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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G. K. schrieb:
> Und wo bleibt der Pragmatismus in Bayern?

Seit dem Ende von Wackersdorf orientiert sich Bayern an der zu 
berücksichtigenden Volksseele und wechselt entsprechend der die 
verkündeten Ansichten. Ohne sich indes in den Taten daran zu 
orientieren, denn die schwankt schneller als die potentielle 
Realisierungszeit irgendwelcher Lösungen, weshalb es zu leicht geschehen 
könnte, auf einmal auf der falschen Seite zu stehen. Also alles ganz 
pragmatisch, völlig unideologisch und auch unpraktisch.
: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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G. K. schrieb:
> Und wo bleibt der Pragmatismus in Bayern?

Freistaat Bayern. So viel Zeit muss sein.
von Udo S. (urschmitt)


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Frank D. schrieb:
> Die
> Führungsetage ist "Grün" und will kein Endlager finden, da Sie
> befürchten es würde die Akzeptanz zur Kernkraft erhöhen.

Das ist sowas von absurd, es könnte von Trump stammen.

Frank D. schrieb:
> Ja Kernkraft ist toll billig und 24/7 verfügbar.

Klar, siehe Frankreich letzten Sommer. Wie viele AKWs liefen da noch?

Frank D. schrieb:
> Faireweise muss ich sagen, "Ich bin nicht kompetent genug diese Frage zu
> beantworten" und ich kenne auch keinen den ich genug Fachkompetenz dafür
> zutraue.

Das ist ehrlich von dir. Die Tatsache ist, niemand auf der Welt ist 
kompetent genug etwas für 100000 Jahre zu gewährleisten. Nicht mal für 
100 Jahre. Und genau deshalb ist Kernenergie ein Verbrechen an den 
nächsten Generationen.
Von dem Restrisiko abgesehen, bei einer Havarie mal kurz eine Million 
Menschen die Heimat und alles Hab und Gut zu rauben. Oder viele tausende 
zu verstrahlen.
Beitrag #8038755 wurde vom Autor gelöscht.
von Udo S. (urschmitt)


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G. K. schrieb:
> So wie in Morsleben, der Asse und in Gorleben?
> Und wo bleibt der Pragmatismus in Bayern?
>
> Und wo bleibt die tolle Transmutationsmaschine die man einfach in die
> Asse werfen kann und es dann nur noch Rosenduft in der Asse gibt?

Drei Negativbewertungen. Den Befürwprtern gefällt die Wahrheit nicht.
Wo bleiben denn konkrete Vorschläge für Lagerung des ganzen Mülls.
Wer schreit denn hier, wenn neben ihm eine Deponie für Hundertatusende 
Tonnen schwach aktiven Mülls gebaut werden soll?
Ganz zu schweigen von den Mittel und hochaktiven ABfällen.

Nick, wo ist dein Vorschlag, da du ja alles besser weisst?
von Udo S. (urschmitt)


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Nick schrieb:
> Nicht, dass ich damit sagen will, dass das "nur"
> 19 Jahre gedauert hat.

Wo geht es denn schneller, ausser vielleicht Finnland. Und da weiss man 
auch erst in der Zukunft ob das funktioniert. Man hat ja mal vorsorglich 
so geplant, dass man es wieder rausholen kann. Nur was dann? Dann steht 
man wieder genauso dumm da!
Wie gut das funktioniert wenn man es der Industrie überlässt sieht man 
an ASSE2. Man weiß nicht mal genau was da alles reingekippt wurde, weil 
die Papiere schlampig waren oder erst gar keine existierten. Man weiß 
nicht mal ob vieleicht hochaktiver Müll druntergemischt wurde.

Und Asse2 ist inzwischen instabil. Es gibt Pläne um den Müll 
rauszuholen. Je länger es dauert, desto undurchführbarer werden die. Und 
die Müllmenge wird immer höher weil immer mehr Salzwasser eindringt und 
die Fässer zerfallen.

DAS ist die Realität von Entsorgung radioaktiver Stoffe.
von Udo S. (urschmitt)


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Nick schrieb:
> Freistaat Bayern. So viel Zeit muss sein.

Wer keine Argumente hat nimmt Beleidigungen oder dumme Witze.
Dein Entsogungskonzept fehlt immer noch.
von Nick (b620ys)


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Udo S. schrieb:
> Ganz zu schweigen von den Mittel und hochaktiven ABfällen.

Geht das wieder los mit "hoch radioaktiv" und der Halbwertszeit? Das 
wurde schon weiter oben geklärt. Aber durch Wiederholung wird es 
irgendwann dann schon richtig, gelle. Oder ist deine intellektuelle 
Halbwertszeit in Tagen zu messen?

Eigentlich ganz einfach:
Da wo man das Uran abgebaut hat und wo es seit Millionen von Jahren war, 
kann man es wieder ablagern. Hat vorher schon funktioniert. Und wenn das 
im Tagebau war, dann halt in einem aufgelassenen Bergwerk.
Oder im Bundesbunker. Der hat schon die ganze Infrastruktur gegen 
nukleare Angriffe. Den Vorzeichenwechsel sollten Naturwissenschaftler 
grad noch hinbekommen.

> Nick, wo ist dein Vorschlag, da du ja alles besser weisst?

Von mir aus bauen sie das Lager hier. Dann bleiben die Grünen weg. :-)
von G. K. (zumsel)


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Udo S. schrieb:

> Wo geht es denn schneller, ausser vielleicht Finnland. Und da weiss man
> auch erst in der Zukunft ob das funktioniert.

Ein Kraton aus Granit hat gewisse Vorteile, sowas gibt es jedoch nicht 
überall.
von G. K. (zumsel)


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Nick schrieb:

> Eigentlich ganz einfach:
> Da wo man das Uran abgebaut hat und wo es seit Millionen von Jahren war,
> kann man es wieder ablagern. Hat vorher schon funktioniert. Und wenn das
> im Tagebau war, dann halt in einem aufgelassenen Bergwerk.

Ach, also verändert sich nichts an den Brennstäben in einem AKW?
Wer braucht schon Thermodynamik oder E=mc² wenn es ein Perpetuum mobile 
gibt.
von Nick (b620ys)


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Udo S. schrieb:
> Wer keine Argumente hat nimmt Beleidigungen oder dumme Witze.

Welche Beleidigungen?
Egal, die Bayern sind sowieso dumm. Das ist aber dein eigenes Argument.

G. K. schrieb:
> Ach, also verändert sich nichts an den Brennstäben in einem AKW?

Die radioaktiven Elemente zerfallen?

G. K. schrieb:
> Wer braucht schon Thermodynamik oder E=mc²

Sie zerfallen!
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Nick schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Wie gesagt: in meinem westlichen Nachbarland ist es im Schnitt teurer,
>> einen Kuchen zu backen, als wenn ich das tue - und das trotz erheblicher
>> staatlicher Subventionen. Ja, das gibt mir zu denken.
>
> Können die Franzosen denn den Tarif nicht auch wechseln, so wie du?

Ich weiss nicht, wie das in anderen europäischen Ländern ist. Aber 
irgendwo muss der Durchschnittspreis ja herkommen. Deswegen weiter oben 
auch meine Anmerkung bzgl. der Zweifel an diesen Statistiken.

Wie geschrieben: wenn 35% überhaupt noch nie ihren Tarif gewechselt 
haben, dann dürfte diese gruppe deutlich mehr zahlen als diejenigen, die 
regelmäßig prüfen und wechseln.

Ich kenne niemanden außer jetzt meinen Eltern (egal in welcher Region - 
ich habe die am WE mal angeschreben), der mehr als 33ct zahlt (die hier 
aus dem Forum). Die achten aber auch alle auf ihren Anbieter. Irgendwo 
müssen also Leute sitzen, die deutlich mehr als 40ct zahlen oder es 
müssen sehr viele sein, die 40ct zahlen.

> Und auch unser Strompreis ist erheblich subventioniert.

Es ist allerdings ein erheblicher Unterschied, ob ich über den 
Strompreis subventioniere oder alle zusammen, egal, ob sie überhaupt 
elektrische Energie beziehen.

Spare ich Strom, dann subventioniere ich nämlich deutlich weniger. Baue 
ich mir eine Inselanlage auf, dann subventioniere ich gar nicht mehr.
: Bearbeitet durch Moderator
von Ein T. (ein_typ)


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Chris D. schrieb:
> Nein. Es ist eine Frage der Häufigkeit. [...]
>
> mchris hat da schon Recht: für den normalen Verbraucher sind die
> Stromkosten Peanuts.

Das ist sicherlich nicht ganz flashc, allerdings waren die Strompreise 
ja nur ein Beispiel für ein größeres Thema. Wenn es bloß der Strom wäre, 
dann würde vermutlich niemand ein Wort darüber verlieren. Aber es 
betrifft ja auch die Kraftstoffe und damit auch die Preise für alles, 
das zu den Verbrauchern / Verkaufsstellen transportiert werden muß. Aber 
auch das ist nur ein kleiner Teil eines unerfreulichen Gesamtbildes, 
aber da politische Diskussionen hier unerwünscht sind, mag ich dazu 
nicht weiter ausführen.

> Ich zahle hier für das nächste Jahr 25ct/kWh,

Das ist schön für Dich, aber in einem Staat, dessen Statistisches 
Bundesamt einen Durchschnitt von 38 ct/kWh angibt, aber wohl ein 
Glücksfall.
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ein T. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Nein. Es ist eine Frage der Häufigkeit. [...]
>>
>> mchris hat da schon Recht: für den normalen Verbraucher sind die
>> Stromkosten Peanuts.
>
> Das ist sicherlich nicht ganz flashc, allerdings waren die Strompreise
> ja nur ein Beispiel für ein größeres Thema. Wenn es bloß der Strom wäre,
> dann würde vermutlich niemand ein Wort darüber verlieren. Aber es
> betrifft ja auch die Kraftstoffe und damit auch die Preise für alles,
> das zu den Verbrauchern / Verkaufsstellen transportiert werden muß. Aber
> auch das ist nur ein kleiner Teil eines unerfreulichen Gesamtbildes,
> aber da politische Diskussionen hier unerwünscht sind, mag ich dazu
> nicht weiter ausführen.

Es ist mir schon klar, dass andere Dinge auch im Preis gestiegen sind. 
Aber wenn ich das mal ausrechne, dann habe ich von 14ct in 2000 bis zu 
meinen 25ct jetzt knapp 2,2% Inflation. Das ist also ganz real keine 
wirklich hohe Steigerung.

Umso irritierender ist die Tatsache, dass nur sehr wenige Leute ihren 
Anbieter wechseln und offenbar ein Drittel überhaupt noch nie gewechselt 
hat.

Am WE war ich bei meinen Eltern. Die haben bspw. auch noch nie 
gewechselt, weder Gas- noch Stromanbieter. Und wegen der Diskussion hier 
wollte ich es jetzt wissen: auf deren Stromrechnung fand ich jetzt 40ct. 
Ein kurzer Anbietervergleich ergab, dass sie auch für 27ct Strom 
beziehen könnten. Wollen sie aber nicht. Ich kann das in ihrem Alter 
verstehen (85 und 93, wenig internetaffin), aber wenn der Großteil der 
Rentner so denkt, dann wundern mich 38ct Durchschnitt nicht.

>> Ich zahle hier für das nächste Jahr 25ct/kWh,
>
> Das ist schön für Dich, aber in einem Staat, dessen Statistisches
> Bundesamt einen Durchschnitt von 38 ct/kWh angibt, aber wohl ein
> Glücksfall.

Das sind dann aber einige Glücksfälle, denn etwa die Hälfte meiner 
"Bekanntenstichprobe" vom WE (ich hab die einfach mal in einer WA-Gruppe 
angeschrieben) zahlt auch so viel. Die anderen immerhin noch unter 30ct.

Und da ich in meinem Bekanntenkreis niemanden kenne, der auch nur diesen 
Durchschnitt bezahlt, frage ich mich: wo sitzen diese Leute mit >40ct?

Kennst Du jemanden, der so viel bezahlt? Oder ist hier sonst jemand, der 
einen kennt? Und vergleichen diese Anbieter?
: Bearbeitet durch Moderator
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Udo S. schrieb:
> Das ist sowas von absurd,...

Das ist auch eine Strategie, die auch tatsaechlich so angewendet wurde 
und wird. Einfach die Pamphlete lesen, bildet.

Die Deutschen KKW haetten aber sich wesentlich schwerer getan, solche 
Verseuchungen zu schaffen. Bei einer Fuehrung in Biblis wurde das 
verstaendlich. Das liegt auch an einer eingeschraenkten Souveraenitaet.
von Le X. (lex_91)


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G. K. schrieb:
> Und wo bleibt der Pragmatismus in Bayern?

Der Pragmatismus in Bayern gestaltet sich derart dass Leute, die nicht 
irgendwo in der Mitte des 20. Jhds. stecken geblieben sind, PV aufs 
Dach, eine WP und einen Akku in den Keller und ein BEV in die Garage 
holen.

Wenn politisch, egal ob auf Landes- oder Bundesebene, der Stillstand als 
Energiepolitik verklärt wird muss man sich halt selbst behelfen anstatt 
zu hoffen dass mir jemand das Manna vorbeiträgt.

Irgendwelche Bremser im Amt, Ideologen in Foren und Heulsusen am 
Stammtisch können mir gepflegt den Buckel runterrutschen.
von Le X. (lex_91)


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Ein T. schrieb:
>> Ich zahle hier für das nächste Jahr 25ct/kWh,
>
> Das ist schön für Dich, aber in einem Staat, dessen Statistisches
> Bundesamt einen Durchschnitt von 38 ct/kWh angibt, aber wohl ein
> Glücksfall.

Ich zahl auch irgendwas unter 0,25€.
Mit Glück hat das wenig zu tun.
Hab mich vor 2 Jahren mal hingesetzt, 10min auf check24 verbracht und 
den erstbesten Anbieter rausgepickt der zu meinem Nutzungsprofil passt.
Der Anbieter trägt übrigens den durchaus peinlichen Namen "grüüün", aber 
das ist mir relativ wurscht. Gehören wohl irgendwie zur Münch Gruppe, 
keine Ahnung.
von Christoph M. (mchris)


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Heute morgen eine lustige Nachricht im DLF: Der brasilianische Präsident 
ist gerade bei Merz zu Besuch und hatte vorgeschlagen, dass Brasilien 
Deutschland bei den Erneuerbaren helfen könnten, weil sie schon 95% 
erneuerbaren Strom haben und sich auskennen. Außerdem seien sie Moment 
ziemlich unbeeindruckt von der Irankrise, weil sie kein Energieproblem 
haben :-)
Tja .. so geht der Ratschlag eines aufstrebenden 200 Millionen 
Einwohnerlandes.
Kleiner Tipp: wer schon mal in Brasilien in Sao Paulo der einer der 
größeren Städte war, wird sich vermutlich ein "Entwicklungsland" anders 
vorgestellt haben.
: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Weshalb man Brasilien als Schwellenland bezeichnet.
von Christoph M. (mchris)


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(prx) A. K. schrieb:
> Weshalb man Brasilien als Schwellenland bezeichnet.

Mea Culpa :-)
Es ist gerade Nacht:
https://www.skylinewebcams.com/de/webcam/brasil/rio-de-janeiro/rio-de-janeiro/copacabana-beach.html
von (prx) A. K. (prx)


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Es könnte auch stark davon abhängen, an welchem Ort von Brasilien man 
sich ein Bild von dem doch recht grossen Land macht.
von Rbx (rcx)


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Wir können gar nicht wechseln, wegen dem Nachtspeichertarif. Technisch 
gesehen hätte man auf Sonne+Wind-Speicher wechseln können. Funktioniert 
wohl auch ganz gut. Wurde aber nie gemacht, stattdessen eher erstmal 
Wärmepumpen installiert, die ja auch nicht billig sind in der 
Anschaffung.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Christoph M. schrieb:
> Tja .. so geht der Ratschlag eines aufstrebenden 200 Millionen
> Einwohnerlandes.

Brasilien ist 24-mal so groß wie Deutschland.

Die Loesung waere ganz einfach. Es muss nur die gleiche 
Bevoelkerungsdichte, wie in Brasilien hergestellt werden. Negative 
Impakts alternativer koennen so vernachlaessigt werden.
von (prx) A. K. (prx)


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Christoph M. schrieb:
> Der brasilianische Präsident
> ist gerade bei Merz zu Besuch und hatte vorgeschlagen, dass Brasilien
> Deutschland bei den Erneuerbaren helfen könnte

Bei 63% Wasserkraft ist gut angeben. Man müsste Deutschland dafür nur 
passend terraformen und in eine regenreichere Klimazone verschieben. Die 
aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte dabei störenden Menschen kann man 
ja nach Brasilien migrieren.

https://www.gtai.de/de/trade/brasilien/specials/energie-brasilien-ist-vorreiter-bei-gruenem-strom-813188
von Falk B. (falk)


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Christoph M. schrieb:
> Heute morgen eine lustige Nachricht im DLF: Der brasilianische Präsident
> ist gerade bei Merz zu Besuch und hatte vorgeschlagen, dass Brasilien
> Deutschland bei den Erneuerbaren helfen könnten, weil sie schon 95%
> erneuerbaren Strom haben und sich auskennen. Außerdem seien sie Moment
> ziemlich unbeeindruckt von der Irankrise, weil sie kein Energieproblem
> haben :-)

Soso, die nutzen also nur Strom und keinerlei andere fossile Energie. 
Das wage ich dezent zu bezweifeln.

> Tja .. so geht der Ratschlag eines aufstrebenden 200 Millionen
> Einwohnerlandes.

Hmm, mit Favelas überall.

> Kleiner Tipp: wer schon mal in Brasilien in Sao Paulo der einer der
> größeren Städte war, wird sich vermutlich ein "Entwicklungsland" anders
> vorgestellt haben.

Du läßt dich auch gern und einfach von Oberflächlichkeiten blenden, was?
von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Soso, die nutzen also nur Strom und keinerlei andere fossile Energie.

6,2% Erdgas in der Stromerzeugung und zunehmend Biosprit in Fahrzeugen
: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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Die Google-KI spruck das zu Brasilien aus.

"Brasilien besitzt einen der saubersten Energiemixe weltweit, mit über 
89 % erneuerbarem Strom im Jahr 2023, primär getragen durch Wasserkraft 
(ca. 60 %). Wind- und Solarenergie gewinnen massiv an Bedeutung 
(zusammen ca. 34 % der Erzeugung 2025), um die Abhängigkeit von 
wetterabhängiger Wasserkraft zu verringern. "

Na dann mal los, bauen wir einfach ein paar Wasserkraftwerke, um von 
unseren aktuell 4,2% (laut google) auf 60% zu erhöhen.

Wir stellen fest. Auch mit 100% korrekten Aussagen kann man 100% Unsinn 
erzählen. Klingt komisch, ist aber so.

Zum Vergleich. Deutschland hat ca. 40GWh Pumpspeicher (die nur 
speichern, nicht direkt erzeugen). Das kleine Östereich hat über 3000 
(ja, DREITAUSEND) GWh Pumpspeicher bei nur 10% der Bevölkerung! D.h. 
Deutschland hat ca. 0,48kWh/Nase und Östereich satte 357kWh/Nase, das 
ist Faktor 743!

Also, wo kann man Bergseen kaufen? Vielleich mal bei Slartibartfast 
anrufen?
von (prx) A. K. (prx)



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Vergleich der Primärenergien.
von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
>> Soso, die nutzen also nur Strom und keinerlei andere fossile Energie.
>
> 6,2% Erdgas in der Stromerzeugung und zunehmend Biosprit in Fahrzeugen

Und der Rest? Biosprit ist gigantischer Irrsinn und mehr oder minder nur 
eine fragwürdige Argarsubvention. Naja, die haben viel Fläche und 
Zuckerrohr und der Amazonas wird auch "schön" platt gemacht.
von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Biosprit ist gigantischer Irrsinn

Im Sinn von "öko" kann das fragwürdig sein, und natürlich unmöglich auf 
Deutschland übertragbar. Beim Strom liegt Deutschland mit 62% 
Erneuerbarer mittlerweile nicht so übel, Tendenz steigend. Da sind 
andere schlechter dran, etwa Südkorea, das derzeit sehr unter den 
persischen Klimaklebern leidet.
: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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(prx) A. K. schrieb:
> Vergleich der Primärenergien.

Da liegen wir doch gar nicht so weit auseinander ;-)

Falk B. schrieb:
> Und der Rest? Biosprit ist gigantischer Irrsinn und mehr oder minder nur
> eine fragwürdige Argarsubvention. Naja, die haben viel Fläche und
> Zuckerrohr und der Amazonas wird auch "schön" platt gemacht.

In Brasilien wächst Zuckerrohr wie Unkraut (auch ohne Regenwald) mit 
einer extremen Geschwindigkeit (Tropen halt). Da muss man nicht viel 
subventionieren. Die haben einfach jährlich eine gigantische Biomasse 
zur Verfügung. Meines Wissens nach fahren dort viele zu 100% mit 
Ethanol.

Wir haben hier halt nicht mehr so viel zum Plattmachen. Trotzdem wird 
leider munter weiterversiegelt.
: Bearbeitet durch Moderator
von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
> Vergleich der Primärenergien.

Öl ist fast gleich, D.h. die aktuelle Krise betrifft die sehr ähnlich. 
Gas ist bei uns deutlich mehr, vermutlich wegen dem (noch) hohen 
industriellen Verbrauch sowie für Heizungen, die in Brasilien kaum 
vorhanden sind.

Und zu guter Letzt. Bruttoinlandprodukt

Deutschland: ca. 4,47Billionen Euro, ca. 53.000/Nase
Brasilien: 1,9 Billionen Euro bzw. , ca. ca. 8.9000/Nase

Und die sind gerade in Brasilien alles andere als gleichmäßig verteilt! 
Die große Masse hat DEUTLICH weniger!
von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> die aktuelle Krise betrifft die sehr ähnlich

Beachte, dass Brasilien Öl- und Gas-Exporteur ist. Ohne Blockade auf dem 
Weg zum Kunden. Konzerne wie Petrobras gehören nicht wirklich zu den 
Notleidern (Kurs +65% seit Januar). Bei der Kundschaft an den 
Tankstellen kommt das freilich nicht an, die zahlen auch mehr.
: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


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(prx) A. K. schrieb:
> das derzeit sehr unter den
> persischen Klimaklebern leidet.

Den Klebstoff haben jedoch die V. S. von A. nicht nur bereitgestellt, 
sondern ihn mit Waffengewalt aufgezwungen.

Soviel Ehrlichkeit in der Darstellung sollte schon aufgebracht werden.
von G. K. (zumsel)


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(prx) A. K. schrieb:
> Vergleich der Primärenergien.

Das mit der Primärenergie ist der Unsinn von Sinn. (Kapitän Ahab)

Hier hat das jemand für dich zusammen geschrieben:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/energiepolitik-primaerenergie-und-systemkosten-diese-woerter-sollten-sie-hellhoerig-machen-a-85384083-0339-4b1a-93ab-7d3669a95510
von G. K. (zumsel)


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(prx) A. K. schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> Soso, die nutzen also nur Strom und keinerlei andere fossile Energie.
>
> 6,2% Erdgas in der Stromerzeugung und zunehmend Biosprit in Fahrzeugen

Und 15% des in D verbrauchten Erdgases werden verstromt.
von G. K. (zumsel)


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Le X. schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Und wo bleibt der Pragmatismus in Bayern?
>
> Der Pragmatismus in Bayern gestaltet sich derart dass Leute, die nicht
> irgendwo in der Mitte des 20. Jhds. stecken geblieben sind, PV aufs
> Dach, eine WP und einen Akku in den Keller und ein BEV in die Garage
> holen.
>
> Wenn politisch, egal ob auf Landes- oder Bundesebene, der Stillstand als
> Energiepolitik verklärt wird muss man sich halt selbst behelfen anstatt
> zu hoffen dass mir jemand das Manna vorbeiträgt.
>
> Irgendwelche Bremser im Amt, Ideologen in Foren und Heulsusen am
> Stammtisch können mir gepflegt den Buckel runterrutschen.

Allerdings reicht dieser Pragmatismus nicht für Stromleitungen.
von (prx) A. K. (prx)


Angehängte Dateien:

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G. K. schrieb:
> Hier hat das jemand für dich zusammen geschrieben

Ich weiss zwar nicht, was du mir damit sagen willst, aber in der 
Hinsicht kann ich kontern. :)

Beim Versuch, das Thema grafisch darzustellen, kam Cockpit auf ein 
wunderbares aber ebenso schwer verständliches Bild. Der Kommentar rechts 
unten ist übrigens von Cockpit selbst, auch wenn er von mir sein könnte.
: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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G. K. schrieb:
> Allerdings reicht dieser Pragmatismus nicht für Stromleitungen.

Notfalls optimiert man die Anlage auf möglichst weitgehende Autarkie. Es 
dauert wohl noch etwas, aber auch in Richtung Nachbarschaftshandel tut 
sich über die Jahre etwas. Dann baut man die Leitung halt selbst.
von Ein T. (ein_typ)


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Chris D. schrieb:
> Wenn man in die Niederlande schaut, dann sieht man, dass auch die massiv
> in Erneuerbare investieren und der Rest aus Gaskraftwerken kommt.

Ja, das stimmt, und auch in den Niederlanden weht der Wind vornehmlich 
an der Küste. Wenn ich auf der friesischen Seenplatte, dem IJsselmeer 
oder auf der Waddenzee unterwegs bin, wird mein Boot nicht nur vom Wind 
angetrieben, auch rundherum reiht sich dort ein Windrad ans nächste. Und 
obwohl ich dort zum Segeln, also zur Entspannung in der puren Natur bin, 
stören sie nicht.

Aber auch in den Niederlanden ist es ja so, daß der Wind vornehmlich an 
der Küste weht und häufig an ganz anderen Orten benötigt wird. Unsere 
Nachbarn mußten also, ähnlich wie wir, nicht nur Windräder, sondern auch 
Leitungen zur Verteilung des damit erzeugten Stromes bauen. Im Prinzip 
stehen sie also vor ziemlich genau denselben Herausforderungen wie wir 
-- und erschwerend kommt eine etwa eineinhalbfache Bevölkerungsdiche 
noch hinzu.

Trotz ähnlicher Voraussetzungen und Herausforderungen beträgt der 
Strompreis in den Niederlanden jedoch nur etwa 61% des unseren. Wie kann 
das sein? Wie machen die das -- zumal sie als EU-Mitglied an genau 
dieselben europäischen Vorgaben gebunden sind wie wir? Wie machen die 
das? Okay, ein Teil sind mit Sicherheit die höheren Kraftstoffpreise, 
die wohl deswegen unproblematisch sind, weil der ÖPNV in den 
Niederlanden richtig gut funktioniert. (Was, ok, wiederum die Frage 
aufwirft, wie die das... aber lassen wir das.)

> 3% sind noch aus AKWs, also vernachlässigbar.

Glaub' mir, daß ich es hasse, das zu sagen, aber: die AKWs mögen zwar 
nur 3% des Stromes liefern, aber sie liefern ihn zuverlässig und 
konstant.

> Geplant sind AKWs, allerdings
> ist die Frage, ob die überhaupt gebaut werden. Und beim jetzigen Preis
> spielen die ja noch keine Rolle.

Nun kenne ich meine niederländischen Nachbarn recht gut, schließlich 
lebe ich in Aachen nur wenige Kilometer von der Grenze zu den 
Niederlanden entfernt, außerdem bin ich seit etwa 25 Jahren jedes Jahr 
mindestens vier Wochen zum Segeln dort. Deswegen habe ich viele 
freundschaftliche Kontakte, und sogar Verwandtschaft. Die Niederländer 
haben eine lange Geschichte und waren nicht nur erfolgreiche Seeleute 
und Händler, sondern auch Ingenieure, Finanzexperten und Logistiker, das 
merkt man bis heute. Diese Tätigkeiten setzen nun allesamt eines voraus, 
nämlich: sie können rechnen. Zudem sind Niederländer nach meinen 
Erfahrungen nicht nur offen, locker, freundlich und direkt, sondern vor 
allem sind sie eines, nämlich: sehr, sehr pragmatisch.

Jetzt lese ich hier die häufig wiederholten Aussagen, Kernenergie sei 
die mit Abstand teuerste Form der Energiegewinnung. Wenn das stimmt, was 
ich nicht beurteilen kann, dann wundere ich mich doch, daß ausgerechnet 
die Niederländer über AKWs nachdenken. Denn wenn Kernenergie wirklich so 
teuer wäre, wie hier gesagt wird, dann würde niemand in den Niederlanden 
auch nur eine Sekunde lang darüber nachdenken, da bin ich so sicher wie 
selten bei diesem Thema.
von (prx) A. K. (prx)


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Ein T. schrieb:
> Wie kann
> das sein? Wie machen die das -- zumal sie als EU-Mitglied an genau
> dieselben europäischen Vorgaben gebunden sind wie wir?

Strompreise sind nicht so leicht vergleichbar, weil mancherorts die über 
die reinen Kosten hinaus gehenden Steuern und Abgaben auf die 
Verbrauchskosten aufgeschlagen werden, und andernorts auf allgemeine 
Steuern, Schulden usw. Auch das Verhältnis von Stromkosten für 
Endverbraucher und Industriegrossverbraucher spielt eine Rolle.

Sowas artet schnell in eine Forschungsarbeit aus.
: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Ein T. schrieb:
> dann wundere ich mich doch, daß ausgerechnet
> die Niederländer über AKWs nachdenken

Gerade bei Kernenergie ist der Unterschied zwischen Prospektpreis und 
Realität erheblich. Wenn du etwas bestellst, und im Laufe der Lieferung 
zur ersten Hälfte des vereinbarten Kaufpreises im Laufe der Herstellung 
noch weitere 5 Hälften hinzu kommen, dann wirst du normalerweise dem 
Lieferanten etwas husten. Ausser bei Kernenergie.
: Bearbeitet durch User
von Le X. (lex_91)


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Ein T. schrieb:
> Trotz ähnlicher Voraussetzungen und Herausforderungen beträgt der
> Strompreis in den Niederlanden jedoch nur etwa 61% des unseren. Wie kann
> das sein? Wie machen die das [...]?

Naja, vielleicht indem sie vernachlässigbar wenig Strom aus Atomkraft 
beziehen?
von Ein T. (ein_typ)


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Norbert schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> Es ist irgendwie schon seltsam dass so viele Leute jammern wenn sie 100€
>> pro Monat an Strom zahlen müssen, aber kein Problem damit haben sich für
>> 200 - 300€ pro Monat Sargnägel zu kaufen.
>> Und das rauchen tödlich ist steht da sehr sichtbar drauf.
>
> Und das wirkt sich wie genau auf den Strompreis aus?

Wer keine Argumente für Erwachsene hat, nimmt eben die anderen. :-)
von Christoph M. (mchris)


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G. K. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>> Vergleich der Primärenergien.
>
> Das mit der Primärenergie ist der Unsinn von Sinn. (Kapitän Ahab)
>
> Hier hat das jemand für dich zusammen geschrieben:
>
> 
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/energiepolitik-primaerenergie-und-systemkosten-diese-woerter-sollten-sie-hellhoerig-machen-a-85384083-0339-4b1a-93ab-7d3669a95510

Zusammengefasst sagt der Artikel die Umrechnung von Primärenergiebedarf 
in Ökoenergiebedarf ist Bullshit, weil E-Autos mit 5x weniger Energie 
als Verbrenner laufen und man deshalb bei der Umstellung in allen 
Bereichen viel weniger Primärenergie braucht.
Diese Argumentation kannte ich noch nicht.
Wie ist der Vergleich eigentlich für die Wärmepumpe? Mittlerweile sollen 
die ja bei Arbeitsfaktor 4 sein, also 1kW rein 4kW raus.
von Udo S. (urschmitt)


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Nick schrieb:
> Oder ist deine intellektuelle
> Halbwertszeit in Tagen zu messen?

Deine scheint so langsam ins negative zu gehen. Deine alternative Fakten 
sind echt Trump Niveau.
Natürlich wird die Strahlung stärker je schneller ein Element zerfällt. 
Aber das bedeutet nicht dass alles mit einer Halbwertsazeit > 1 Jahr 
kein hochaktiver Abfall ist.
WIe wäre es wenn du dir mal Fakten anschaust statt hier Unwahrheiten zu 
verbreiten.

Beispiel:
Radium 226 Halbwertszeit 1600 Jahre. Aktivität 3,7 * 10E13 Bq/kg
Americium 241 Halbwertszeit 432 Jahre. Aktivität 1,3 * 10E14 Bq/kg
...

Radioaktiver Abfall gilt dann als hochakiv, wenn er mehr als 10E14 Bq/t 
hat.
Also den Zahlen in den Beispielen noch mal 10E3 dazu.

Zusätzlich ist das Ergebnis ja nicht harmlos wenn es einmal zerfallen 
ist. Denn die Zerfallsprodukte der meisten Abfälle zerfallen weiter, 
damit summieren sich die Halbwertszeiten und die Aktivitäten.

Die Aussage das Zeug in aufgelassene Bergwerksschächte zu schmeissen ist 
an Dummdeistigkeit nicht zu überbieten.
Du scheinst keine Kinder zu haben, oder sie sind dir scheißegal, wie 
anscheinend auch alle Mitmenschen
von Udo S. (urschmitt)


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Christoph M. schrieb:
> Wie ist der Vergleich eigentlich für die Wärmepumpe? Mittlerweile sollen
> die ja bei Arbeitsfaktor 4 sein, also 1kW rein 4kW raus.

Ausgehend von einer neuen 7kW L/W Bosch WP die ich seit Dezember im 
Einsatz habe, ist meine Erfahrung dass du bei halbwegs niedrigen 
Vorlauftemperaturen (42 -45°C bei 0°C Aussentemp.), herkömmlicher 
Heizung, halbwegs gut gedämmtem Altbau und gemäßigtem Klima (Rheinebene) 
auf ca. 3,5 kommst.
Bei Sohlewärmepumpen und/oder Fussbodenheizung sieht es besser aus.
von Udo S. (urschmitt)


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Ein T. schrieb:
> Wer keine Argumente für Erwachsene hat, nimmt eben die anderen. :-)

Sorry aber das ist falsch! Es ist sehr wohl ein Argument, dass jemand 
ohne mit der Wimper zu zucken 300€ pro Monat für Kippen ausgibt, aber 
jammert, dass er 30€ pro Monat mehr für Strom ausgeben muss als der 
Nachbar in Holland.

Das war nicht auf dich bezogen, keine Ahnung ob du Raucher bist. Aber 
ich kenne einige die auf hohe Preise schimpfen aber NULL darüber 
nachdenken, dass sie für die Ruinierung ihrer Gesundheit genauso viel 
ausgeben wie für Strom und Heizung einer Wohnung zusammen.
von (prx) A. K. (prx)


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So weit kam ich auch, nur ist der Vergleich zwischen Diesel und Strom im 
Artikel auch wieder Bullshit, wenn man den Diesel aus Rohöl herstellt 
und den Strom aus Erdgas. Und dann ist man wieder bei der Primärenergie.

Und damit wird es beim Fahrstrom kompliziert. Der Diesel ist wie er ist, 
so lange kein Frittenfett verbrannt wird. Am Wirkungsgrad ändert sich 
nur nurmehr wenig. Der Fahrstrom indes kommt vom Dach, dem Propeller 
oder dem Gas- oder Kohlekraftwerk, ggf mit allerlei Zwischenspeicher.

Das Problem bei der summarischen Darstellung als Primärenergie ist nun, 
dass besonders bei Solar- und Windenergie - aber auch bei Kernkraft - 
die Kosten des Energieträgers irrelevant sind, während sie bei fossilen 
Brennstoffen des Hauptanteil ausmachen. Ich kenne keine einfache Metrik, 
die das sinnvoller darstellt.

Dank Donald Trump, dem man einen narrengoldfarbenen Preis als 
Klimakleber ehrenhalber überreichen sollte, wurde man nun daran 
erinnert, dass die Sonne auch in Deutschland scheint, der Wind auch in 
der Nordsee weht, aber hierzulande kaum Öl aus dem Boden schiesst. Das 
macht die Sache aber nur noch komplizierter.
von G. K. (zumsel)


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Christoph M. schrieb:

> Zusammengefasst sagt der Artikel die Umrechnung von Primärenergiebedarf
> in Ökoenergiebedarf ist Bullshit, weil E-Autos mit 5x weniger Energie
> als Verbrenner laufen und man deshalb bei der Umstellung in allen
> Bereichen viel weniger Primärenergie braucht.
> Diese Argumentation kannte ich noch nicht.

Und in der Realität ist ein Verbrenner noch schlechter weil:
1
Neben dem Netzstrombedarf und den CO2-Emissionen haben wir auch den gesamten Energiebedarf (inkl. Gas, Treibstoff, usw.) quantifiziert und analysiert. Um 1 Liter Diesel oder Benzin (deren Energiegehalt entspricht ca. 10 kWh bzw. 9 kWh in den Autotank zu bringen, müssen auf dem Weg vom «well-to-tank» zusätzlich etwa 3 bzw. 3,5 kWh Energie eingesetzt werden.

https://energeiaplus.com/2025/03/31/wieviel-strom-brauchts-fuer-die-bereitstellung-von-benzin-und-diesel/
von Ralf X. (ralf0815)


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Udo S. schrieb:
> Es ist sehr wohl ein Argument, dass jemand
> ohne mit der Wimper zu zucken 300€ pro Monat für Kippen ausgibt, aber
> jammert, dass er 30€ pro Monat mehr für Strom ausgeben muss als der
> Nachbar in Holland.

Man könnte ja Raucher, Trinker, etc. kennzeichnen und denen ein 
Protestrecht gegen hohe Energiepreise verweigern.
von Udo S. (urschmitt)


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Ein T. schrieb:
> etzt lese ich hier die häufig wiederholten Aussagen, Kernenergie sei
> die mit Abstand teuerste Form der Energiegewinnung. Wenn das stimmt, was
> ich nicht beurteilen kann, dann wundere ich mich doch, daß ausgerechnet
> die Niederländer über AKWs nachdenken. Denn wenn Kernenergie wirklich so
> teuer wäre, wie hier gesagt wird, dann würde niemand in den Niederlanden
> auch nur eine Sekunde lang darüber nachdenken, da bin ich so sicher wie
> selten bei diesem Thema.

Die Kosten hier in Deutschland wurden in den letzten 50 Jahren immer 
wieder massiv geschönt. Auf den Exigkeitskosten ist jetzt der deutsche 
Steuerzahler sitzen geblieben.
Die Niederlande planen damit. 2028 soll es konkret entschieden werden. 
Eine Endlagerung der Abfälle gibt es bei ihnen auch noch nicht. Statt 
dessen immer mehr Zwischenlager. Der geplante Termin zur Inbetriebnahme 
und die Kosten dürften deutlich überschritten werden.
Interessant. Es wurde m.W. ein staatliches Unternehmen für den Bau 
gegründet, die privaten Versorger halten sich hübsch raus oder 
beteiligen sich nur dann, wenn die Risiken für sie überschaubar bleiben 
und der Staat die Haftung übernimmt.
Ob der Strom aus den neuen AKWs wirklich preiswerter kommt wird erst die 
Zukunft zeigen.

Frankreich zeigt m.E. keinen Vorteil. Und die haben die größten Kosten 
erst noch vor sich, nämlich den Abriss und Entsorgung so vieler alter 
AKWs.

Ein T. schrieb:
> Aber auch in den Niederlanden ist es ja so, daß der Wind vornehmlich an
> der Küste weht und häufig an ganz anderen Orten benötigt wird. Unsere
> Nachbarn mußten also, ähnlich wie wir, nicht nur Windräder, sondern auch
> Leitungen zur Verteilung des damit erzeugten Stromes bauen. Im Prinzip
> stehen sie also vor ziemlich genau denselben Herausforderungen wie wir
> -- und erschwerend kommt eine etwa eineinhalbfache Bevölkerungsdiche
> noch hinzu.

Ich denke die Leitungslängen sind in den Niederlanden eher weniger ein 
Problem, Die neuen AKWs sollen ja auch an der Küste stehen.
von Udo S. (urschmitt)


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Ralf X. schrieb:
> Man könnte ja Raucher, Trinker, etc. kennzeichnen und denen ein
> Protestrecht gegen hohe Energiepreise verweigern.

Jeder darf jammern über was er will. Und darf sich auch mit Kippen oder 
Akohol oder 3 Liter Cola pro Tag langsam umbringen.
Aber keiner kann mich zwingen so jemanden noch ernst zu nehmen.
Beitrag #8038976 wurde vom Autor gelöscht.
von (prx) A. K. (prx)


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Udo S. schrieb:
> Die neuen AKWs sollen ja auch an der Küste stehen.

Irgendwie spukt mir im Kopf herum, dass weite Teile der küstennahen 
Niederlande unter dem Meeresspiegel liegen.
von Ralf X. (ralf0815)


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(prx) A. K. schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> Die neuen AKWs sollen ja auch an der Küste stehen.
>
> Irgendwie spukt mir im Kopf herum, dass weite Teile der küstennahen
> Niederlande unter dem Meeresspiegel liegen.

In das Untergeschoss kommen ja nur die Dieseltanks und Generatoren.
von H. H. (hhinz)


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(prx) A. K. schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> Die neuen AKWs sollen ja auch an der Küste stehen.
>
> Irgendwie spukt mir im Kopf herum, dass weite Teile der küstennahen
> Niederlande unter dem Meeresspiegel liegen.

Das vereinfacht die Notkühlung im Störfall.
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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G. K. schrieb:
> 
https://energeiaplus.com/2025/03/31/wieviel-strom-brauchts-fuer-die-bereitstellung-von-benzin-und-diesel/

Richtig - das kommt samt Transportkosten noch dazu: wir importieren 
Rohöl, kein Benzin.

Ähnliches bei den Kuchenanteilen für (hauptsächliche) Stromgewinnung aus 
Braun- und Steinkohle: mindestens 50% der Primärenergie gehen als Wärme 
verloren. Bei Ersatz durch Erneuerbare müsste man diese Stücke also 
mindestens halbieren.

Der überwiegende Teil des Kuchens besteht aus Umwandlungsverlusten.
von Ein T. (ein_typ)


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Norbert schrieb:
> Den Klebstoff haben jedoch die V. S. von A. nicht nur bereitgestellt,
> sondern ihn mit Waffengewalt aufgezwungen.
>
> Soviel Ehrlichkeit in der Darstellung sollte schon aufgebracht werden.

Zur Ehrlichkeit gehört nun aber auch die unangenehme Frage, was ein 
Regime mit einer Atombombe und weitreichenden Trägersystemen anfangen 
würde, das sich die Vernichtung eines anderen Staates in die Verfassung 
geschrieben, und dazu seit Jahrzehnten große Summen in 
Terrororganisationen mit demselben Ziel investiert hat, das aktuell eine 
wichtige Wasserstraße zur Erpressung der restlichen Welt mißbraucht, das 
seine eigenen Bürger seit Jahrzehnten terrorisiert und das vor wenigen 
Monaten mehrere zehntausend dieser Bürger abschlachten ließ.

Da das Eruieren solcher Fragen allerdings hier im Forum nicht erwünscht 
ist, möchte ich darum bitten, daß sich Betroffene die Frage im stillen 
Kämmerlein stellen und mir schlimmstenfalls eine PN schreiben, wenn sie 
keine Antworten auf diese Fragen finden können oder wollen. Vielen Dank.
von (prx) A. K. (prx)


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Dummerweise ist abschlachten von Bürgern zu Rettung noch nicht 
abgeschlachteter Bürger auch nicht immer eine gangbare Lösung.
von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:

> Zur Ehrlichkeit gehört nun aber auch die unangenehme Frage, was ein
> Regime mit einer Atombombe und weitreichenden Trägersystemen anfangen
> würde, das sich die Vernichtung eines anderen Staates in die Verfassung
> geschrieben, und dazu seit Jahrzehnten große Summen in
> Terrororganisationen mit demselben Ziel investiert hat, das aktuell eine
> wichtige Wasserstraße zur Erpressung der restlichen Welt mißbraucht, das
> seine eigenen Bürger seit Jahrzehnten terrorisiert und das vor wenigen
> Monaten mehrere zehntausend dieser Bürger abschlachten ließ.

Und der Blick auf die andere Seite sollte dann aber nicht fehlen:

https://www.arte.tv/de/videos/115065-000-A/israel-extremisten-an-der-macht/

Mich erinnern diese Heinis an eine Zeit in Deutschland die mal Tausend 
Jahre dauern sollte.
von Ein T. (ein_typ)


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(prx) A. K. schrieb:
> Strompreise sind nicht so leicht vergleichbar,

(prx) A. K. schrieb:
> Gerade bei Kernenergie ist der Unterschied zwischen Prospektpreis und
> Realität erheblich.

Ach, weißt Du... ebenso wie wahrscheinlich die Meisten kann ich das 
nicht beurteilen, denn ich selbst bin diesbezüglich kein Fachmann, und 
was ich von den ausgewiesenen Fachleuten lese und höre, ist mit 
"widersprüchlich" noch euphemistisch beschrieben. Und dazu kommen dann 
auch noch die Paniker, denen das böse Atom und seine gräßliche Strahlung 
so eine furchtbare Angst machen, daß man in ihrer Gegenwart gar nicht 
darüber sprechen darf, dazu noch die Totalverweigerer, die Lobbyisten 
und wer nicht alles sonst noch. Jeder hat eine, manche sogar mehrere 
Meinungen dazu, und die werden dann mit einer gewaltigen Inbrunst 
vertreten werden.

Deswegen leiste ich mir den Luxus und bilde mir keine Meinung. Ich 
schaue mir an, wie die Welt, die Menschen und meine Mitbürger damit 
umgehen, und in der (höchstwahrscheinlich naiven) Hoffnung, in diese 
hochemotionale Debatte ein bisschen Sachlichkeit und Besonnenheit hinein 
bringen zu können, rede ich hie und da über meine Beobachtungen versuche 
so. Es hilft wahrscheinlich nichts, aber der Versuch ist hoffentlich 
noch nicht strafbar. :-)
von Weingut P. (weinbauer)


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Udo S. schrieb:
> Die Kosten hier in Deutschland wurden in den letzten 50 Jahren immer
> wieder massiv geschönt. Auf den Exigkeitskosten ist jetzt der deutsche
> Steuerzahler sitzen geblieben.

Ach ... eher das Gegenteil ist der Fall, gerne wird die Forschung und 
die Asse in die Kosten mit eingerechnet, Forschung diente aber auch 
beispielsweise der Medizin und in der Asse liegt praktisch kein Müll aus 
dem Leistungsbetrieb von AKW. Dann das Endlager, ok, gehen wir mal davon 
aus, dass wir weiter Kernbrennstoff der zu 95% unverbraucht ist 
endlagern,
1. Gibt es einige Endlagerstätten in D für Chemiemüll aller Art, worin 
unterscheidet sich der grundlegend?
2. verursachen Endlager als Konzept keine Ewigkeitskosten, wenn sie voll 
sind werden sie verschlossen und vergessen, das ist das zugrundeliegende 
Konzept.

> Interessant. Es wurde m.W. ein staatliches Unternehmen für den Bau
> gegründet, die privaten Versorger halten sich hübsch raus oder
> beteiligen sich nur dann, wenn die Risiken für sie überschaubar bleiben
> und der Staat die Haftung übernimmt.

Was ein cleverer Move ist, nicht alle Länder sind so doof wie wir und 
verkloppen ihre gewinnbringenden Staatsbetriebe (Telekom) und behalten 
den unrentablen Müll (DB). EDF schüttet seit der Übernahme durch den 
französischen Staat regelmäßig Gewinne an diesen aus. Und ja, durch den 
Einstieg des Staates können die sogar günstiger produzieren, da dadurch 
die Zinsen für Darlehen sinken und, der Staat hat Mitsprache an der 
Preisentwicklung, kann so über die Energie eben auch Wirtschaftspolitik 
betreiben.

> Frankreich zeigt m.E. keinen Vorteil. Und die haben die größten Kosten
> erst noch vor sich, nämlich den Abriss und Entsorgung so vieler alter
> AKWs.

Dafür gibts bei uns beispielsweise den KENFO
von (prx) A. K. (prx)


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Ein T. schrieb:
> ich selbst bin diesbezüglich kein Fachmann

Ich auch nicht, stecke aber seit über 4 Jahrzehnten immer mal im 
Kernenergie-Thema drin, im Studium beginnend. Schon damals fielen mir 
Eigenheiten von darin genutzten Broschüren auf, die man in Englisch 
"Spin" nennt.
von Falk B. (falk)


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Weingut P. schrieb:

> dem Leistungsbetrieb von AKW. Dann das Endlager, ok, gehen wir mal davon
> aus, dass wir weiter Kernbrennstoff der zu 95% unverbraucht ist
> endlagern,

Den gibt es nicht. Das verwertbare U235 und die Spuren an PU239 sind 
soweit  verbraucht, daß sie nicht weiter sinnvoll genutzt werden können. 
JA, in den Brennstäben steckt dann neben den problematischen 
Spaltprodukten zu 95% U238. Damit kann aber keiner was anfangen, nicht 
mit den verfügbaren Technologien.
von Norbert (der_norbert)


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Ein T. schrieb:
> Zur Ehrlichkeit gehört nun aber auch die unangenehme Frage, was ein
> Regime mit einer Atombombe und weitreichenden Trägersystemen anfangen
> würde,

Das Regime, welches sich vor über einem Jahrzehnt in internationalen 
Verhandlungen mit mehreren Ländern vertraglich verpflichtet hat, eben 
keine Anreicherung durchzuführen und keine A-Bomben zu bauen?

Und seit dem über die Jahre wahrhaft unzähligen Beobachtern den Zutritt 
zur Überprüfung gestattet hat?

Das Regime welches bis zum mentalen Durchbrennen der orangen Ente die 
Straße von Hormus eben nicht blockiert hat?

Da ist die Welt nun tatsächlich viel besser dran. Vertrag im Arsch, 
Vertrauen im Arsch, keine Beobachter mehr, Straße von Hormus gesperrt.
von (prx) A. K. (prx)


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Weingut P. schrieb:
> nicht alle Länder sind so doof wie wir

Es gibt auch strategische Lichtblicke. Siemens hatte seine 
Kernkraft-Anteile an Frankreich verkauft, was sich als langfristig 
sinnvoll erwies. Deren Staats-Konzern Électricité de France (EDF) ist 
nach wie vor extrem verschuldet.
: Bearbeitet durch User
von G. K. (zumsel)


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Norbert schrieb:

> Das Regime, welches sich vor über einem Jahrzehnt in internationalen
> Verhandlungen mit mehreren Ländern vertraglich verpflichtet hat, eben
> keine Anreicherung durchzuführen und keine A-Bomben zu bauen?

Der Donald hat diesen Vertrag im Jahr 2018 gekündigt:

https://www.deutschlandfunk.de/usa-und-der-iran-trump-kuendigt-atomabkommen-100.html
von (prx) A. K. (prx)


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Ja, er war schon damals klüger als alle anderen zusammen. Freilich hatte 
er damit einiges Vertrauen verspielt. Der Vertrag war sicherlich nicht 
der Stein der Weisen, aber es wäre ein Anfang gewesen.
: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


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G. K. schrieb:
> Der Donald hat diesen Vertrag im Jahr 2018 gekündigt:

Dann war der Krieg ja sozusagen von langer Hand vorbereitet.
Aber gut verdient hat man ja, bei den ›interessanten‹ Finanzbewegungen 
z.T. nur wenige Stunden vor dem Start.
von (prx) A. K. (prx)


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Norbert schrieb:
> Dann war der Krieg ja sozusagen von langer Hand vorbereitet.

Je nach Seite fing er bereits 1979 (USA) oder 1953 (Iran) an.
: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


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(prx) A. K. schrieb:
> Je nach Seite fing er bereits 1979 oder 1953 an.

Von welchen Parteien redest du?
Ich rede davon, dass die V. S. von A. aus Profitgier einen souveränen 
Staat überfallen haben.
von Udo S. (urschmitt)


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G. K. schrieb:
> Der Donald hat diesen Vertrag im Jahr 2018 gekündigt:
>
> 
https://www.deutschlandfunk.de/usa-und-der-iran-trump-kuendigt-atomabkommen-100.html

Das meinte Norbert mit

Norbert schrieb:
> bis zum mentalen Durchbrennen der orangen Ente

Wobei das halt alles auch ziemlich komplex ist.
Hat der Iran weiter angereichert oder nicht?
War er der Bombe näher?
Ist das was Israel macht noch "Selbstverteidigung". 1139 Tote und 250 
Verschleppte durch Terroristen. Aber als was soll der normale 
Palestinenser jetzt israelische Soldaten bezeichnen wenn in Gaza 
inzwischen über 20000 Kinder, 16000 Schüler und Studenten, 10000 Frauen, 
1700 medizinisches Fachpersonal ums Leben gekommen sind.

Rein nach den Zahlen ist die israelische Regierung keinen Deut besser 
als das iranische Regime.

Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Krieg_in_Israel_und_Gaza_seit_2023
: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Norbert schrieb:
> Von welchen Parteien redest du?

1953: https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Ajax. Das fanden die 
Iraner nicht nett, was zur islamischen Revolution 1979 betrug und darin 
den Amerikanern die Bezeichnung "Grosser Satan" eintrug.

1979: https://de.wikipedia.org/wiki/Geiselnahme_von_Teheran. Das 
wiederum fanden die Amerikaner nicht nett, und es spielt auch in der 
Argumentation der USA zum aktuellen Krieg eine Rolle (=> "47 Jahre").
: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Norbert schrieb:
> aus Profitgier

Immerhin weisst du so ungefähr als Einziger genau, weshalb der Krieg 
überhaupt begonnen wurde. Auch Trump selbst scheint das nicht mehr zu 
wissen, sonst würde er nicht jedes Mal einen anderen Grund nennen. 
Andere nennen meist Netanjahus Einflüsterungen, und dem ging es vmtl 
nicht um Geld. :)
: Bearbeitet durch User
von Weingut P. (weinbauer)


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(prx) A. K. schrieb:
> Weingut P. schrieb:
>> nicht alle Länder sind so doof wie wir
>
> Es gibt auch strategische Lichtblicke. Siemens hatte seine
> Kernkraft-Anteile an Frankreich verkauft, was sich als langfristig
> sinnvoll erwies. Deren Staats-Konzern Électricité de France (EDF) ist
> nach wie vor extrem verschuldet.

Ach, ist das so?? Wie hoch ist denn die Fremdkapitalquote? Zur Info, 
Firmen investieren i.d.R. mit Fremdkapital und refinanzieren die 
Investition dann aus Produktivitätssteigerung / Gewinnsteigerung etc.. 
Das ist ganz normales Unternehmertum. 2025: Umsatz 113 Mrd, Operatives 
Ergebnis 29,3 Mrd, Nettogewinn 8,4 Mrd, Nettoschulden 51,5 Mrd (rund 3 
Mrd. weniger als 24). Der Kapitaldienst wird erbracht. Der Laden ist 
gesund.
: Bearbeitet durch User
von G. K. (zumsel)


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Weingut P. schrieb:

> Ach, ist das so?? Wie hoch ist denn die Fremdkapitalquote? Zur Info,
> Firmen investieren i.d.R. mit Fremdkapital und refinanzieren die
> Investition dann aus Produktivitätssteigerung / Gewinnsteigerung etc..
> Das ist ganz normales Unternehmertum. 2025: Umsatz 113 Mrd, Operatives
> Ergebnis 29,3 Mrd, Nettogewinn 8,4 Mrd, Nettoschulden 51,5 Mrd (rund 3
> Mrd. weniger als 24). Der Kapitaldienst wird erbracht. Der Laden ist
> gesund.

Allerdings besteht das Inventar von EDF aus antiken Meilern dessen 
Rückbau und Entsorgung aus welchen Rückstellungen bezahlt werden soll?

Die Atombutze von Südkorea ist ähnlich marode.
von H. H. (hhinz)


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Weingut P. schrieb:
> Der Laden ist gesund.

Und deshalb wurde er 2022 wieder verstaatlicht....
von Nick (b620ys)


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Udo S. schrieb:
> Radium 226 Halbwertszeit 1600 Jahre. Aktivität 3,7 * 10E13 Bq/kg

Eignet sich hervorragend für Schulversuche.

> Americium 241 Halbwertszeit 432 Jahre. Aktivität 1,3 * 10E14 Bq/kg

Hast du einen Rauchmelder? Der gehört dann in den Elektronik-Schrott und 
nicht ins Endlager.

Beide sind alpha-Strahler. Also nicht den Pinsel abschlecken oder oder 
als obskures Wässerchen trinken.
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Weingut P. schrieb:
> Ach, ist das so?? Wie hoch ist denn die Fremdkapitalquote? Zur Info,
> Firmen investieren i.d.R. mit Fremdkapital und refinanzieren die
> Investition dann aus Produktivitätssteigerung / Gewinnsteigerung etc..
> Das ist ganz normales Unternehmertum. 2025: Umsatz 113 Mrd, Operatives
> Ergebnis 29,3 Mrd, Nettogewinn 8,4 Mrd, Nettoschulden 51,5 Mrd (rund 3
> Mrd. weniger als 24). Der Kapitaldienst wird erbracht. Der Laden ist
> gesund.

Und weil er gesund ist, erhält der mittlerweile verstaatlichte Konzern 
u.a. für seine Investitionsgüter massive staatliche Kredite mit 
niedrigen Zinsen deutlich unterhalb des Marktes und mit absurd langen 
Laufzeiten.

Und weil er gesund ist, gibt es staatlich garantierte 
Mindestabnahmepreise seiner Produkte.

Und weil er gesund ist, übernimmt der französische Staat sämtliche 
Ausfallgarantien.

So gepampert möchte ich mein Unternehmen auch mal sehen. Da ist es 
leicht, Gewinne zu machen.

H. H. schrieb:
> Und deshalb wurde er 2022 wieder verstaatlicht....

Jepp. Kurz vor der Pleite stand er ja auch noch, der kerngesunde Laden 
;-)
von G. K. (zumsel)


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Nick schrieb:

> Beide sind alpha-Strahler. Also nicht den Pinsel abschlecken oder oder
> als obskures Wässerchen trinken.

Und es ist ausgeschlossen das derartiges in die Nahrungskette gelangt?
Insbesondere wenn man dein Vorschlag umsetzt abgebrannte Brennstäbe 
einfach in einen Tagebau zu kippen?
von Norbert (der_norbert)


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(prx) A. K. schrieb:
> Immerhin weisst du so ungefähr als Einziger genau,

Das ist beileibe nicht so. Wenn man das Geschehen und verschiedene amer. 
Medien intensiv und genau verfolgt, wird man nicht umhin kommen die 
Tatsache gut aufgeschlüsselt nachverfolgen zu können. Insbesondere die 
Börsenbewegungen bzgl. des eigenen, exportierten LNG sowie der Kurs der 
Waffenhersteller.
Einige bemerkenswert substanzielle Transaktionen haben gerade kurz vor 
Beginn des Überfalls stattgefunden.
Da muss man kein VT sein, nur zuhören, hineinlesen, mitdenken und 
wundern (oder auch nicht). Das ist natürlich aufwendig, dient aber in 
nicht unerheblichem Maße der sachkundigen Bewertung.
von Falk B. (falk)


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Chris D. schrieb:
>> Und deshalb wurde er 2022 wieder verstaatlicht....
>
> Jepp. Kurz vor der Pleite stand er ja auch noch, der kerngesunde Laden
> ;-)

Too big to fail. Was ist denn die Alternative? Die AKWs in Frankreich 
dicht machen? Das geht nicht mal, wenn man es kontrolliert in den 
nächsten 5-10 Jahren machen würde. Ja, nicht schön, weder das 
Verstaatlichen noch das Abschalten. Billig wird es so oder so nicht.
von Udo S. (urschmitt)


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Nick schrieb:
> Also nicht den Pinsel abschlecken oder oder
> als obskures Wässerchen trinken.

Vor allem nicht das Zeug, mit dem du dir offensichtlich die Kante 
gegeben hast.
Es soll ja auch Rauschzustände geben, aus denen man gar nicht mehr 
herauskommt.
von Norbert (der_norbert)


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(prx) A. K. schrieb:
> Auch Trump selbst scheint das nicht mehr zu
> wissen, sonst würde er nicht jedes Mal einen anderen Grund nennen.

Auch das ist ziemlich uninteressant, wie man ja unschwer erkennen kann.
Er sagt eben das, was ihm gerade einfällt oder am meisten nützt.
Das darf der Wahrheit auch gerne diametral gegenüber stehen. Er muss es 
nur oft genug wiederholen und schon reicht es für knapp 100Mio. Wähler. 
Und es lenkt so herrlich von den eigenen Problemen ab.
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Falk B. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>>> Und deshalb wurde er 2022 wieder verstaatlicht....
>>
>> Jepp. Kurz vor der Pleite stand er ja auch noch, der kerngesunde Laden
>> ;-)
>
> Too big to fail. Was ist denn die Alternative? Die AKWs in Frankreich
> dicht machen? Das geht nicht mal, wenn man es kontrolliert in den
> nächsten 5-10 Jahren machen würde. Ja, nicht schön, weder das
> Verstaatlichen noch das Abschalten. Billig wird es so oder so nicht.

Jepp. Die Verstaatlichung war alternativlos, wenn nicht die 
Lichter/Heizungen ausgehen sollten. Die Franzosen stecken da in einer 
Falle, aus der sie so schnell nicht herauskommen.

Aber so ein Unternehmen ist halt eines nicht: gesund
von H. H. (hhinz)


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Falk B. schrieb:
> Was ist denn die Alternative?

Die Strompreise deutlich zu erhöhen.

Aber das hätte sogar noch mehr Unmut bei Bevölkerung und 
Gewerbe/Industrie gegeben, so wie man das aus Deutschland schon kannte.

Und die Tabaksteuer zur Gegenfinanzierung zu erhöhen geht hier auch 
nicht mehr, die liegt ja schon weit über deutschem Niveau.
Beitrag #8039201 wurde vom Autor gelöscht.
von (prx) A. K. (prx)


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Norbert schrieb:
> Wenn man das Geschehen und verschiedene amer.
> Medien intensiv und genau verfolgt, wird man nicht umhin kommen die
> Tatsache gut aufgeschlüsselt nachverfolgen zu können.

Klar doch. Aber nicht Hauptmotiv, sondern Mitnahmeeffekt.
: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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H. H. schrieb:
>> Was ist denn die Alternative?
>
> Die Strompreise deutlich zu erhöhen.

Tja, ist das WIRKLICH die Lösung oder nur Symtombekämpfung? Warum sind 
die Kosten bei EDF so hoch? Weil es WIRKLICH so teuer ist, die AKWs zu 
betreiben oder weil der Laden zu ineffizient ist, wie viele große, allen 
voran STAATLICHE Vereine? Ich war mal auf Dienstreise in Reims bei EDF 
(Oder war es ein Ableger, weiß nicht mehr genau) War nett, aber ich 
hatte nicht den Eindruck, daß die Stress hätten ;-)

> Aber das hätte sogar noch mehr Unmut bei Bevölkerung und
> Gewerbe/Industrie gegeben, so wie man das aus Deutschland schon kannte.

Zu Recht, ganz besonders wenn es von einem Quasi-Monopolisten kommt.

> Und die Tabaksteuer zur Gegenfinanzierung zu erhöhen geht hier auch
> nicht mehr, die liegt ja schon weit über deutschem Niveau.

Das ist einfach nur irrsinnig. Solche Quersubventionen sind immer ein 
klares Zeichen, daß da MASSIV was faul ist und stark reformbedürftig.

Bis auf sehr wenige Ausnahmen kann man eigentlich ziemlich sicher sagen, 
daß Monopole, allen voran staatliche, zu Ineffizienz und hohen Preisen 
führen. Nur ein GESUNDER Wettbewerb verhindert das. Siehe die ehemalige 
Bundespost/Telekom/DHL. Und viele andere.
von Norbert (der_norbert)


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(prx) A. K. schrieb im Beitrag #8039201:
> nicht das Motiv für den
> Krieg, sondern einen Mitnahmeeffekt.

Denkbar.

Oder aber die sich unerwartet bietende Möglichkeit einen Krieg 
anzuzetteln und das eigentliche Motiv zu verschleiern.

Bzw. verschleiern zu lassen, die hilfreiche Theorie der 
›Einflüsterungen‹ hat ja ihren Ursprung eher bei den Medien.

In dem ganzen Clan sind zweifelsfrei genug geldgeile Leute die auch mal 
strategisch denken können. Das sollte man nicht unterschätzen. 
Machtpositionen und Taler. Am Besten beides.

Immerhin hat es in der 230jährigen Geschichte noch niemand zuvor 
geschafft, im Amt derart viel Vermögen innerhalb kürzester Zeit vom Volk 
in die eigenen Taschen zu verschieben. So etwas passiert nicht per 
Zufall.
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Leute, bitte hier nicht über den Iran-Krieg und den wirklich großartigen 
US-Präsidenten diskutieren. Hier geht es ums Stromnetz und das 
drumherum.

Vielen Dank für Euer Verständnis.
von H. H. (hhinz)


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Falk B. schrieb:
> Nur ein GESUNDER Wettbewerb verhindert das.

Der neoliberale Traum, nur funktioniert das bei Infrastruktur eben 
nicht.
von Udo S. (urschmitt)


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Falk B. schrieb:
> Weil es WIRKLICH so teuer ist, die AKWs zu
> betreiben

Das solltest du doch schon bemerkt haben. Das Betreiben ist der Teil wo 
Geld reinkommt. Das wird privatisiert.
Das teure ist der Bau, die Kostenim Falle einer Havarie und der Rückbau.
Das wird dann verstaatlicht.

So wäre es ja auch fast mit der Bahn gekommen.
Die Sahnestücke privatisiert und den Staat dann die Gleise komplett 
sanieren lassen.
Und falls die Gewinne nicht so sprudeln, wird der Rest mit Gewinn 
rückabgewickelt, denn wie sagst du so schön

Falk B. schrieb:
> Too big to fail. Was ist denn die Alternative?

Hatten wir doch alles. Rückbau von AKWs, viele privatisierte 
Wasserversorgungen. Gabs das nicht auch schon bei Stromnetzen.

Privatisiert ist sooo viel besser, siehe das moderne Stromnetz und die 
tadellosen Straßen un USA.
: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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Udo S. schrieb:
> Privatisiert ist sooo viel besser, siehe das moderne Stromnetz und die
> tadellosen Straßen un USA.

Dann schau dir mal die schöne Infrastruktur im sozialistischen Kuba oder 
Venezuela an.
von G. K. (zumsel)


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Falk B. schrieb:

> Dann schau dir mal die schöne Infrastruktur im sozialistischen Kuba oder
> Venezuela an.

In Venezuela war John Perkins aktiv.

Wer ist John Perkins:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bekenntnisse_eines_Economic_Hit_Man
von Falk B. (falk)


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G. K. schrieb:
>> Dann schau dir mal die schöne Infrastruktur im sozialistischen Kuba oder
>> Venezuela an.
>
> In Venezuela war John Perkins aktiv.

Klar, DER allein hat das Land zu Grunde gerichtet! Der Sozialismus war 
das NATÜRLICH keine Sekunde! Traumtänzer!
von Udo S. (urschmitt)


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Falk B. schrieb:
> Dann schau dir mal die schöne Infrastruktur im sozialistischen Kuba oder
> Venezuela an.

Bei dir gibts nur schwarz oder weiß. Ich sehe Farben. Die sind zwar 
nicht immer leuchtend aber deutlich besser. In diesem Fall soziale 
Marktwirtschaft.

Falk B. schrieb:
> Der Sozialismus

übrigens: Nationalsozialismus ist auch Sozialismus.
: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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Udo S. schrieb:
> Sorry aber das ist falsch! Es ist sehr wohl ein Argument, dass jemand
> ohne mit der Wimper zu zucken 300€ pro Monat für Kippen ausgibt, aber
> jammert, dass er 30€ pro Monat mehr für Strom ausgeben muss als der
> Nachbar in Holland.

Du meinst, der Bezug von Strom sei eine Suchtkrankheit? Vermutlich 
hätten die Neanderthaler das ähnlich gesehen, die sind auch ohne Strom 
ausgekommen. :-)

Ich weiß, mit dem Nick ist es nicht immer ganz einfach, aber könntest Du 
Dich bitte um etwas mehr intellektuelle Ernsthaftigkeit bemühen? Danke.
von Ein T. (ein_typ)


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(prx) A. K. schrieb:
> Und damit wird es beim Fahrstrom kompliziert. Der Diesel ist wie er ist,
> so lange kein Frittenfett verbrannt wird.

Ah, darum haben die Niederländer einen so viel niedrigeren Strompreis: 
die erzeugen den Strom einfach aus altem Frittierfett. Wer mal dort war, 
weiß: dort wird sehr viel frittiert, an altem Fett herrscht also kein 
Mangel.

SCNR :-)
von Ein T. (ein_typ)


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Udo S. schrieb:
> Die Kosten hier in Deutschland wurden in den letzten 50 Jahren immer
> wieder massiv geschönt. Auf den Exigkeitskosten ist jetzt der deutsche
> Steuerzahler sitzen geblieben.

Bitte laß uns einfach davon ausgehen, daß ich bereits alle Argumente 
beider Seiten gehört oder gelesen habe, darunter auch jene mit den 
Ewigkeitskosten und der Transmutation.
von Weingut P. (weinbauer)


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Chris D. schrieb:
>
>
> Und weil er gesund ist, gibt es staatlich garantierte
> Mindestabnahmepreise seiner Produkte.
>
> Und weil er gesund ist, übernimmt der französische Staat sämtliche
> Ausfallgarantien.
>
> So gepampert möchte ich mein Unternehmen auch mal sehen. Da ist es
> leicht, Gewinne zu machen.
>
> H. H. schrieb:
>> Und deshalb wurde er 2022 wieder verstaatlicht....
>
> Jepp. Kurz vor der Pleite stand er ja auch noch, der kerngesunde Laden
> ;-)

Nope, Du denkst zu kurz … schlichten Gemütern passiert das öfter …
Jetzt denk mal an den angespannten französischen Haushalt, Frankreich 
steht für die Darlehen von EDF mit ein, das drückt den Zins … wer müsste 
denn einen höheren Kapitaldienst letztlich zahlen? Der Endkunde? Also 
besser letztlich für den Bürger. 2022 machte EDF 18 Mrd. Verlust, 
richtig, weil Reparaturen vorgenommen wurden … genialer Move, Frankreich 
gibt im Gegenzug Staatsanleihen aus, die letztlich bei der EZB landeten, 
das APP lief bis Mitte 2022.
von Nick (b620ys)


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Ein T. schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> Auf den Exigkeitskosten ist jetzt der deutsche
>> Steuerzahler sitzen geblieben.
>
> darunter auch jene mit den
> Ewigkeitskosten und der Transmutation.

Udo meint die Ewigkeitskosten ... äh ... das Sondervermögen von 1 
Billion €.

Das Video ist aber vorher entstanden:
https://www.youtube.com/watch?v=6ML5VTFJMNU Prof. Rieck "Schulden 
belasten unsere Zukunft gar nicht"

So versteht man auch wieso das mit der Endlagerstättensuche so lange 
dauert. Man wollte das nie machen und man wird es nie machen.
Das von Rieck beworbene Buch ist übrigens sehr interessant und gut zu 
lesen.
: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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Man kann zumindest den Unterschied machen, das staatliche Betriebe oft 
kostendeckend betrieben werden. Private Unternehmen arbeiten eher 
Gewinn-orientiert - und nicht nur das: Beschiss oder Piraterie muss man 
auch erwarten - nicht umsonst gibt es ja hier und da auch den fairen 
Handel - ist zwar nur ein Tropfen auf dem heißen Stein - aber immerhin.
Wir kennen ja durchaus noch staatliche Krankenhäuser, die kostendeckend 
geführt wurden. Und mit der Privatisierung kam den der Qualitätsverlust 
zustande - und dort kann man auch eine gewisse "Prostitution" beobachten 
- oder den immer höheren Werbedruck. Das ist echt eine Seuche geworden 
mit der vielen Werbung.
: Bearbeitet durch User
von Hippelhaxe (Gast)


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Udo S. schrieb:

> Falk B. schrieb:
>> Der Sozialismus
>
> übrigens: Nationalsozialismus ist auch Sozialismus.

Sicher. Und Putin ist ein lupenreiner Demokrat.



Irgendeine Idee, wie man das Niveau NOCH weiter senken
kann...?!


Mir fällt nur ein: "Aber im Grunde willst Du es doch
auch...!"
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Udo S. schrieb:
> Privatisiert ist sooo viel besser, siehe das moderne Stromnetz und die
> tadellosen Straßen un USA.

"Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht 
wahr den Balken in deinem Auge?" (Matthäus 7,3)

Für unsere weniger bibelfesten Mitleser sei daran erinnert, wie 
großartig die Infrastruktur hierzulande aussieht und wie wunderbar das 
doch alles funktioniert, angefangen von der Deutschen Bahn über die 
Carolabrücke in Dresden, oder den Zustand von Autobahnen und 
Bundesstrassen... verglichen damit funktionieren unsere meines Wissens 
weitestgehend in privaten Händen befindlichen Stromnetze absolut 
großartig. Denn wenn die so marode und kaputtgespart wären wie die Bahn, 
dann würden dort jeden Tag Strommasten umkippen, und Stromausfälle wären 
nicht die Ausnahme, sondern die Regel, wie die Verspätungen bei der 
Bahn.

Ich bin in den letzten Monaten 12 Mal die Strecke von Aachen nach 
Dortmund und zurück gefahren, und von diesen 24 Fahrten war der Zug 
genau ein einziges Mal pünktlich, also nur fünf Minuten zu spät. Am 
vorgestrigen hingegen war er mehr als eine Stunde zu spät.
von Hippelhaxe (Gast)


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Ein T. schrieb:

> Bitte laß uns einfach davon ausgehen, daß ich bereits
> alle Argumente beider Seiten gehört oder gelesen habe,
> darunter auch jene mit den Ewigkeitskosten und der
> Transmutation.

Warum sollte man?

Für jemanden, der den totalen Durchblick hat, ist es
doch völlig sinnlos, sich an einer Diskussion in einem
beliebigen drittklassigen Forum zu beteiligen...?!
von Hippelhaxe (Gast)


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Sheeva P. schrieb:

> wie großartig die Infrastruktur hierzulande aussieht
> und wie wunderbar das doch alles funktioniert,
> angefangen von der Deutschen Bahn über die Carolabrücke
> in Dresden, oder den Zustand von Autobahnen und
> Bundesstrassen...

Stopp.

Wenn alle Deine Argumente so "valide" sind wie das
Beispiel "Carolabrücke", dann weiss ich, dass ich Deine
Beiträge zukünftig ignorieren kann, ohne etwas Wissens-
wertes zu verpassen...

Dir scheint die wesentliche Ironie beim Einsturz der
Carolabrücke entgangen zu sein.


Zur Erinnerung:

1.)
Der Brückenzug C (Straßenbahn) der Carolabrücke ist
am 11.9.2024 eingestürzt.

2.)
Im November 2019 (!!) begann planmäßig die Sanierung
des Brückenzuges A (Straße). Diese war im Juni 2021
abgeschlossen und kostete 5.7 Millionen Euro. (Das war
also VOR dem Einsturz.)

3.)
Von Oktober 2022 bis Juni 2024 wurde planmäßig
Brückenzug B (Straße, Gegenrichtung) saniert. Die
Kosten dafür betrugen 4.1 Millionen Euro. (Das war
also auch VOR dem Einsturz.)

4.)
Im Jahr 2023 wurde bei turnusmäßiger Inspektion
festgestellt, dass der Brückenzug C verkehrstauglich,
aber sanierungsbedürftig ist. Diese Sanierung wurde für
den Zeitraum Januar 2025 bis Q1/2026 eingeplant. (Das
war also -- Du errätst es bereits -- VOR dem Einsturz.)

5.)
Der -- unsanierte, aber zur Sanierung vorgesehene --
Brückenzug C ist, wie schon gesagt, eine Vierteljahr
vor Beginn der Sanierung eingestürzt, nämlich am
11. 9. 2024, und hat dabei die beiden bereits sanierten
Brückenzüge A und B mit in den Abgrund gerissen.

6.)
Ursächlich für den Einsturz war laut Gutachten die
Summe dreier Umstände:

a.
Der verwendete Spannstahl war anfällig für Spannungs-
risskorrosion.

b.
Diese Tatsache war zum Zeitpunkt der Errichtung der
Brücke NICHT BEKANNT .

c.
Der Spannstahl war, dem Stand der Technik der damaligen
Zeit entsprechend, auf eine Weise verbaut, die eine
direkte Inspektion der Spannelemente ausschließt. Die
schon seit Jahren prophylaktisch durchgeführte
Überwachung des Gesamtbauwerkes ließ keinen Rückschluss
auf die Größe des Korrosionsproblems zu.


Du magst mich naiv nennen, aber ich kann hier keinerlei
schuldhaftes Handeln der Verantwortlichen der Stadt
Dresden erkennen.

Ergebnis Stand heute: 10 Mio Euro weg, Brücke weg, keine
Idee, wie man das Problem hätte vermeiden können.


> verglichen damit funktionieren unsere meines Wissens
> weitestgehend in privaten Händen befindlichen Stromnetze
> absolut großartig.

Genau.

Es hat ja niemals einen großflächigen Stromausfall wegen
Blitzeis gegeben, und auch Stromausfälle wegen Missachtung
des (n-1)-Kriteriums aufgrund einer Schiffsdurchfahrt sind
nie passiert.

Demgegenüber stürzen im Minutentakt die völlig maroden
Brücken ein, und auch gebrochene Eisenbahnschienen, um-
stürzende Oberleitungen und entgleiste Züge gehören zum
Tagesbild... Nicht wahr?!


> Ich bin in den letzten Monaten 12 Mal die Strecke von
> Aachen nach Dortmund und zurück gefahren, und von diesen
> 24 Fahrten war der Zug genau ein einziges Mal pünktlich,

... und das war alles wegen maroder INFRASTRUKTUR , also
wegen maroder Technik... das weisst Du zuverlässig, nicht
wahr?!
Es kann nicht sein, dass die Bahn beim Hauptkostenfaktor
"Personal" spart, nicht wahr?
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Norbert schrieb:
> Ein T. schrieb:
>> Zur Ehrlichkeit gehört nun aber auch die unangenehme Frage, was ein
>> Regime mit einer Atombombe und weitreichenden Trägersystemen anfangen
>> würde,
>
> Das Regime, welches sich vor über einem Jahrzehnt in internationalen
> Verhandlungen mit mehreren Ländern vertraglich verpflichtet hat, eben
> keine Anreicherung durchzuführen und keine A-Bomben zu bauen?

Ja, genau. Das Regime, das die von ihm geschlossenen Verträge noch nie 
eingehalten hat, und das nach dem von Dir genannten Jahrzehnt auf einmal 
mit drei vertragswidrig geheimgehaltenen Atomanalagen und über 400 Kilo 
vertragswidrig auf militärische 60% angereichertes Uranmaterial erwischt 
worden ist.

> Und seit dem über die Jahre
> wahrhaft unzähligen
> Beobachtern den Zutritt zur
> Überprüfung gestattet hat?

Sicherlich meinst Du nicht die Beobachter, die sich immer wieder 
öffentlich und offen darüber beschwert haben, daß das Regime sie 
wiederholt rausgeworfen, mehrere seine Anlagen vertragswidrig geheim 
gehalten (Natanz und Arak bis 2002, Fordo bis 2009, Lavisan-Shian, 
Varamin und Turquzabad bis 2025) und wiederholt seine Vereinbarungen mit 
der IAEO und seine internationalen Verträge gebrochen hat, oder?

Nein, diese Beobachter kannst Du ja gar nicht meinen. Aber welche meinst 
Du dann?

> Das Regime welches bis zum
> mentalen Durchbrennen der
> orangen Ente die Straße von
> Hormus eben nicht blockiert
> hat?

Es droht schon seit Jahrzehnten immer wieder damit. Aber Du stellst die 
falsche Frage. 2001 hat der im Westen als gemäßigt geltende Expräsident 
Rafsandschani gesagt:

"Sollte eines Tages auch die islamische Welt Waffen besitzen, die Israel 
bereits besitzt, dann würde die Strategie der Imperialisten zum 
Stillstand kommen, weil eine einzige Atombombe in Israel alles zerstören 
würde. Jedoch würde dies der islamischen Welt nur schaden. Es ist nicht 
irrational, solch eine Möglichkeit in Erwägung zu ziehen."

Zu deutsch: wir opfern zwar ein paar Millionen unserer Leute, aber 
Hauptsache Israel ist weg. Die richtige Frage ist also: was  macht so 
einer, wenn er eine Atombombe in die Finger bekommt?

> Da ist die Welt nun
> tatsächlich viel besser dran.
> Vertrag im Arsch, Vertrauen
> im Arsch, keine Beobachter
> mehr, Straße von Hormus
> gesperrt.

Sogar sehr dumme Leute sollten verstehen können, daß Verträge, die eine 
Partei nicht einhält, vollkommen zweck-, sinn- und wertlos sind. Und 
genau das hat Iran seit Jahrzehnten immer und immer gemacht, mit jedem, 
der dumm genug war, Verträge mit Iran zu schließen und sich von Iran 
übers Ohr hauen, über den Tisch ziehen, sich von Iran betrügen und 
verarschen zu lassen. Und da kann, ob es uns gefällt oder nicht, der 
orange Tünnes ausnahmsweise nix dafür.
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Hippelhaxe schrieb:
> Wenn alle Deine Argumente so "valide" sind wie das
> Beispiel "Carolabrücke", dann weiss ich, dass ich Deine
> Beiträge zukünftig ignorieren kann,

Bitte tu das, wenn es mir Deine "klugen" Antworten erspart.

> Im Jahr 2023 wurde bei turnusmäßiger Inspektion
> festgestellt, dass der Brückenzug C verkehrstauglich,
> aber sanierungsbedürftig ist.

...

> 5.)
> Der -- unsanierte, aber zur Sanierung vorgesehene --

"verkehrstaugliche" (s.o.)

> Brückenzug C ist, wie schon gesagt, eine Vierteljahr
> vor Beginn der Sanierung eingestürzt,

Der "verkehrstaugliche"??!!

Na, merkst Du was?

>> Ich bin in den letzten Monaten 12 Mal die Strecke von
>> Aachen nach Dortmund und zurück gefahren, und von diesen
>> 24 Fahrten war der Zug genau ein einziges Mal pünktlich,
>
> ... und das war alles wegen maroder INFRASTRUKTUR ,

Meine Güte, das ist doch gar nicht der Punkt.
von Hippelhaxe (Gast)


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Falk B. schrieb:

> Udo S. schrieb:
>> Privatisiert ist sooo viel besser, siehe das moderne
>> Stromnetz und die tadellosen Straßen un USA.
>
> Dann schau dir mal die schöne Infrastruktur im
> sozialistischen Kuba oder Venezuela an.

Das erinnert mich an einen Witz (die Quelle teile ich
erst mit, wenn mein Beitrag aufgrund "antisemitischer
Hetze" gelöscht worden ist):

Fritz und Shmul treffen sich zufällig auf der Straße.

Fritz will Shmul ärgern: "Shmul, ich hatte letztens
einen seltsamen Traum. Ich war im Himmel -- aber im
jüdischen Himmel. Das war vielleicht furchtbar! Überall
ein Dreck, ein Geschrei, Geschiebe und Gemauschel...!"

Shmul lächelt kaum merklich. "Seltsam", sagt er, "ich
hatte fast denselben Traum -- nur war ich im christlichen
Himmel. Alles war akkurat, sauber und ordentlich... aber
weit und breit kein Mensch zu sehen..."

:)
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Nick schrieb:
> Das Video ist aber vorher entstanden:
> https://www.youtube.com/watch?v=6ML5VTFJMNU Prof. Rieck "Schulden
> belasten unsere Zukunft gar nicht"
>
> So versteht man auch wieso das mit der Endlagerstättensuche so lange
> dauert.

Um das zu verstehen, brauchst Du ein Video? Dabei liegt das doch auf der 
Hand!
von Hippelhaxe (Gast)


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Sheeva P. schrieb:

> Hippelhaxe schrieb:
>> Wenn alle Deine Argumente so "valide" sind wie das
>> Beispiel "Carolabrücke", dann weiss ich, dass ich Deine
>> Beiträge zukünftig ignorieren kann,
>
> Bitte tu das, wenn es mir Deine "klugen" Antworten erspart.

Das hättest Du wohl gern?
Dass Dein Unsinn unwidersprochen stehenbleibt?


>> Im Jahr 2023 wurde bei turnusmäßiger Inspektion
>> festgestellt, dass der Brückenzug C verkehrstauglich,
>> aber sanierungsbedürftig ist.
>
> ...
>
>> 5.)
>> Der -- unsanierte, aber zur Sanierung vorgesehene --
>
> "verkehrstaugliche" (s.o.)

Nein:
"...nach dem aktuellen Stand des Wissens, der Technik
und der einzuhaltenden Vorschriften als verkehrstauglich
EINGESCHÄTZTE ..."


>> Brückenzug C ist, wie schon gesagt, eine Vierteljahr
>> vor Beginn der Sanierung eingestürzt,
>
> Der "verkehrstaugliche"??!!

Nein:
"...nach dem aktuellen Stand des Wissens, der Technik
und der einzuhaltenden Vorschriften als verkehrstauglich
EINGESCHÄTZTE ..."


> Na, merkst Du was?

Ja: Ich merke, dass Dich Fakten offenbar nicht interssieren.

Für den Einsturz der Carolabrücke war ein verdeckter
Konstruktionsmangel zum Zeitpunkt der Errichtung
ursächlich -- und nicht ein schuldhaftes Versagen eines
aktuell Verantwortlichen.

Ausgerechnet die Carolabrücke taugt NICHT als Beispiel
für vergammelte Infrastruktur, denn sie ist
a) vorschriftsgemäß inspiziert worden,
b) bauphysikalsch überwacht worden und
c) zu 2/3 saniert gewesen,
als der eine -- noch nicht sanierte -- Brückenzug
eingestürzt ist.

Hätte man sich zufällig entschieden, im Jahr 2019 am
Zug C mit der Sanierung zu beginnen, hätte alles ganz
anders kommen können...


>>> Ich bin in den letzten Monaten 12 Mal die Strecke von
>>> Aachen nach Dortmund und zurück gefahren, und von diesen
>>> 24 Fahrten war der Zug genau ein einziges Mal pünktlich,
>>
>> ... und das war alles wegen maroder INFRASTRUKTUR ,
>
> Meine Güte, das ist doch gar nicht der Punkt.

Ach so?!

Dein Argument lautete also nicht: "Staatliche Infrastruktur
vergammelt, während private Infrastruktur immer topfit ist"?

Dann bin ich ja beruhigt. Ich habe Dich GANZ SICHER falsch
verstanden.

Bestimmt.
von Hippelhaxe (Gast)


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Sheeva P. schrieb:

> Die richtige Frage ist also: was  macht so einer, wenn
> er eine Atombombe in die Finger bekommt?

EINE Atombombe?!

Die richtige Frage ist: Welchen Schwachsinn macht jemand,
der TAUSENDE Atombomben, Spionagesatelliten, Abfangjäger,
strategische Bomber, Panzer und dutzende Flugzeugträger
hat, als nächstes?

Welche Relevanz hat da eine Atombombe, die irgendjemand
vielleicht demnächst hat?


> Sogar sehr dumme Leute sollten verstehen können, daß
> Verträge, die eine Partei nicht einhält, vollkommen
> zweck-, sinn- und wertlos sind.

Das ist falsch.

Ein verletzter oder gekündigter Vertrag ist ein SACHBEWEIS
für aggressive Absicht.

Leider gilt das für beide Seiten...


> Und genau das hat Iran seit Jahrzehnten immer und immer
> gemacht, mit jedem, der dumm genug war, Verträge mit Iran
> zu schließen und sich von Iran übers Ohr hauen, über den
> Tisch ziehen, sich von Iran betrügen und verarschen zu
> lassen.

Bei allem Respekt:

Wenn mir Goliat unter Einsatz von Schwert und Speer das
Versprechen abpressen würde, dass ich niemals Schwert oder
Speer besitzen dürfte, dann würde ich diesem Verbrecher
auch ALLES erzählen...

(Nur für's Protokoll: Ich habe keinerlei Sympathie für
das politische System im Iran. -- Allerdings habe ich
auch keinerlei Sympathie für die Bigotterie der westlichen
Staaten...)
von Hippelhaxe (Gast)


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Falk B. schrieb:

> Chris D. schrieb:
>>> Und deshalb wurde er 2022 wieder verstaatlicht....
>>
>> Jepp. Kurz vor der Pleite stand er ja auch noch, der
>> kerngesunde Laden
>> ;-)
>
> Too big to fail. Was ist denn die Alternative? Die AKWs
> in Frankreich dicht machen?

Warum nicht?

Du bist doch wohl der Meinung, dass der Markt im Prinzip
alle regelt?!

Also wo siehst Du das Problem?

Was "der Markt" versaut hat, soll doch "der Markt" auch
wieder geradebiegen?!


> Das geht nicht mal, wenn man es kontrolliert in den
> nächsten 5-10 Jahren machen würde.

Wieso nicht?

Da müssen die Leute "eben den Gürtel mal enger schnallen".
Immerhin frieren sie in dem Bewusstsein, dass sie frei
marktwirtschaftlich frieren, und nicht zentralistisch-
dirigistisch-sozialistisch...
von G. K. (zumsel)


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Ein Loblied auf die AKWs in Frankreich:
1
Haben die werten Leser in Deutschland, der Schweiz, Österreich oder Luxemburg schon einmal von ihrem Energieversorger oder Netzbetreiber eine E-Mail oder SMS mit der Aufforderung erhalten, den Stromverbrauch zu bestimmten Zeiten zu begrenzen? Im Atomstromland Frankreich gehört seit 2008 zum Alltag, dass die Bürger dazu auch über Radio und Fernsehen aufgefordert werden, damit es nicht zu einem Blackout im ganzen Land kommt. Der wurde am 8. Januar nur knapp verhindert, als beim Nachbar wieder einmal zum Stromsparen aufgefordert worden war.

https://www.telepolis.de/article/Blackout-Bekaempfung-in-Frankreich-AKW-Laufzeitverlaengerung-auf-50-Jahre-5067238.html

Und die Jubelperser der Atomwirtschaft machen aus dem geplanten Neubau 
von ganzen 6 Reaktoren in einem Land wo 60 antike Reaktoren laufen eine 
Renaissance der Atomkraft.
von (prx) A. K. (prx)


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Waren es anno Telepolis noch 50 Jahre, sind es nun 60 Jahre Lebensdauer. 
Wenn nichts unvorhergesehenes dazwischen kommt, wird das eine 
Schiebewurst, immer wieder 10 Jahre draufsattelnd.
: Bearbeitet durch User
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Hippelhaxe schrieb:
> Das hättest Du wohl gern?

Ach, mir persönlich ist Deine Ignoranz ziemlich wumpe, aber ich denke an 
die Mitleser

> Ausgerechnet die Carolabrücke taugt NICHT als Beispiel
> für vergammelte Infrastruktur, denn sie ist
> a) vorschriftsgemäß inspiziert worden,
> b) bauphysikalsch überwacht worden und
> c) zu 2/3 saniert gewesen,
> als der eine -- noch nicht sanierte -- Brückenzug
> eingestürzt ist.

Okay, es ist na nicht schlimm, daß Du Dich intellektuell ein bisschen 
schwer tust, ich helf Dir gerne. So, jetzt mal ganz langsam für Dich:

Die Brücke ist EINGESTÜRZT. Allein das ist unentschuldbar, verstehst Du 
das? Wenn dieses Bauwerk noch kurz vorher nach den einschlägigen 
Vorschriften als verkehrstauglich eingestuft wurde, ist das ein totales 
und vollkommenes Versagen von allen Beteiligten, von den Machern der 
besagten Vorschriften bis hin zu den Fachleuten, die sie entweder nicht 
hinterfragt oder zumindest nicht auf deren Fehler hingewiwsen haben. So 
sieht staatliches Versagen aus, in seiner reinsten Form.
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Hippelhaxe schrieb:
>> Sogar sehr dumme Leute sollten verstehen können, daß
>> Verträge, die eine Partei nicht einhält, vollkommen
>> zweck-, sinn- und wertlos sind.
>
> Das ist falsch.
>
> Ein verletzter oder gekündigter Vertrag ist ein *SACHBEWEIS*
> für aggressive Absicht.

Prima, dann ist der Beweis ja erbracht und Du kannst Dir die 
Krokodilstränen sparen.
von Udo S. (urschmitt)


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Sheeva P. schrieb:
> Die Brücke ist EINGESTÜRZT. Allein das ist unentschuldbar, verstehst Du
> das? Wenn dieses Bauwerk noch kurz vorher nach den einschlägigen
> Vorschriften als verkehrstauglich eingestuft wurde, ist das ein totales
> und vollkommenes Versagen von allen Beteiligten

Leider ist weder die Technik noch Kontrollen oder Prüfungen 100% 
zuverlässig und sicher. Das weiß jeder der sich auch nur ein bischen mit 
Technik befasst.
Wenn jetzt eine Brücke bei so vielen Brücken im Land über einem so 
langen Zeitraum versagt hat, dann stehen die Verantwortlichen 
statistisch gesehen verdammt gut da. Auch im internationalen Vergleich.

Aber genau aus dem Grund, dass es in der Technik keine 100% 
Zuverlässigbarkeit gibt, haben viele ein massives Problem mit 
Kernenergie, denn wenn da was kastastrophal versagt, dann ist die 
Karolabrücke ein Fliegenschiss dagegen.

Die
Weingut P. schrieb:
> schlichten Gemütern
blenden dieses Risiko mit extremen Folgen halt gerne aus.
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Udo S. schrieb:
> Leider ist weder die Technik noch Kontrollen oder Prüfungen 100%
> zuverlässig und sicher. Das weiß jeder der sich auch nur ein bischen mit
> Technik befasst.
> Wenn jetzt eine Brücke bei so vielen Brücken im Land über einem so
> langen Zeitraum versagt hat, dann stehen die Verantwortlichen
> statistisch gesehen verdammt gut da. Auch im internationalen Vergleich.

Bisher scheinen wir allerdings vor allem großes Glück gehabt zu haben, 
wenn ich diesen Artikel [1] richtig verstehe.

[1] 
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/autobahn-bruecken-sanierung-wissing-verkehr-transport-infrastruktur-100.html

> Aber genau aus dem Grund, dass es in der Technik keine 100%
> Zuverlässigbarkeit gibt, haben viele ein massives Problem mit
> Kernenergie, denn wenn da was kastastrophal versagt, dann ist die
> Karolabrücke ein Fliegenschiss dagegen.

Das ist tatsächlich ein valides Argument, stimmt. Auch wenn ein 
technisches Versagen in einer Nuklearanlage natürlich nicht immer gleich 
ein Super-GAU ist, nicht umsonst gibt es ja eine Skala, mit der solche 
Unfälle eingeordnet werden können. Aber trotzdem hast Du natürlich 
vollkommen Recht.
von Weingut P. (weinbauer)


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Udo S. schrieb:
> Aber genau aus dem Grund, dass es in der Technik keine 100%
> Zuverlässigbarkeit gibt, haben viele ein massives Problem mit
> Kernenergie, denn wenn da was kastastrophal versagt, dann ist die
> Karolabrücke ein Fliegenschiss dagegen.
>
> Die
> Weingut P. schrieb:
>> schlichten Gemütern
> blenden dieses Risiko mit extremen Folgen halt gerne aus.

Es kann Dir auch ein Balkonkraftwerk oder ne Windkraftanlage aufs Hirn 
fallen oder n Staudamm brechen.
von Ein T. (ein_typ)


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Norbert schrieb:
> Ein T. schrieb:
>> Zur Ehrlichkeit gehört nun aber auch die unangenehme Frage, was ein
>> Regime mit einer Atombombe und weitreichenden Trägersystemen anfangen
>> würde,
>
> Das Regime, welches sich vor über einem Jahrzehnt in internationalen
> Verhandlungen mit mehreren Ländern vertraglich verpflichtet hat, eben
> keine Anreicherung durchzuführen und keine A-Bomben zu bauen?

Und doch waren da plötzlich über 400 Kilogramm Material, dem die IAEO 
eine Anreicherung auf "military grade" bescheinigt hat. Aber das wird 
wohl vom Himmel gefallen sein, sowas kennt man ja.

> Und seit dem über die Jahre wahrhaft unzähligen Beobachtern den Zutritt
> zur Überprüfung gestattet hat?

Diese Beobachter wurden allerdings nur in die bekannten Anlagen 
gelassen, und auch das nicht immer. Etliche Male wurde den Inspektoren 
der IAEO der Zugang verwehrt und diese sogar mehrfach des Landes 
verwiesen. Während gleichzeitig geheime Anlagen zwar betrieben, aber 
niemals beobachtet worden sind.

Und daß der Iran ein geheimes Atomprogramm namens AMAD betrieben hat, 
das er bis heute offiziell leugnet, wurde spätestens dann bewiesen, als 
der Mossad einen Teil des Archivs dieses Programms entwendet und außer 
Landes gebracht hat. Übrigens einer der Gründe für Trumpels Ausstieg aus 
einem Vertrag, den einzuhalten Iran nie beabsichtigt hat, und der von 
iranischer Seite nur dazu gedient hat, mehr Zeit für die Entwicklung von 
Atomwaffen (und Trägerraketen mit einer Reichweite mittlerweile bis nach 
Berlin) zu gewinnen.

> Das Regime welches bis zum mentalen Durchbrennen der orangen Ente die
> Straße von Hormus eben nicht blockiert hat?

Und das macht es jetzt irgendwie besser? Ehrlich, Norbert, Du bist doch 
sonst so ein pfiffiger Typ, was ist denn los mit Dir?

> Da ist die Welt nun tatsächlich viel besser dran. Vertrag im Arsch,
> Vertrauen im Arsch, keine Beobachter mehr, Straße von Hormus gesperrt.

Vertrauen? In den Iran? Der die internationale Gemeinschaft und die IAEO 
seit Jahrzehnten hinhält, betrügt, und verarscht? Während Teile seines 
politischen Establishment öffentlich davon träumen, Millionen Menschen 
auf dem Altar der Vernichtung Israels zu opfern? Dessen Regime gerade 
Zehntausende der eigenen Bürger massakriert hat? Diesem Iran vertraust 
Du? Ernsthaft? So sehr, daß Du Dein Leben darauf verwetten würdest? Denn 
genau darum geht es für Israel: um die totale Vernichtung, Leben oder 
Tod, um Sein oder Nichtsein. Daran lassen die Äußerungen von iranischen 
Offiziellen keine Zweifel zu.
von (prx) A. K. (prx)


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Weingut P. schrieb:
> Es kann Dir auch ein Balkonkraftwerk oder ne Windkraftanlage aufs Hirn
> fallen oder n Staudamm brechen.

Genau. Nur sind die Folgen räumlich und besonders zeitlich deutlich 
begrenzter als grosse Nuklearkatastrophen. Und damit geht es darum, 
welche Risikoklassen man akzeptiert, und welche nicht.

Verschärfend kommt hinzu, dass der Geschädigte beim Balkonkraftwerk 
wahrscheinlich der ohnehin ungeliebte Nachbar im Stock darunter ist, 
nicht man selbst. :)
: Bearbeitet durch User
von Le X. (lex_91)


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Ein T. schrieb:
>> Da ist die Welt nun tatsächlich viel besser dran. Vertrag im Arsch,
>> Vertrauen im Arsch, keine Beobachter mehr, Straße von Hormus gesperrt.
>
> Vertrauen? In den Iran?

Man könnte da jetzt noch seitenweise über Vertrauen, Verträge mit dem 
Iran und die Verlässlichkeit von IAEO-Beobachtern palavern.
Das der Iran ein Schurkenstaat™ ist denke ich bestreitet niemand.

Dennoch denke ich dass die Welt durch diese ziel- und planlose Invasion 
nicht besser geworden ist. Bei allem berechtigten "Der Iran hat 
aber...!!!": die aktuellen militärischen Maßnahmen haben keine Probleme 
gelöst, werden keine Probleme lösen, schaffen aber fleißig neue 
Probleme.

Es ist müßig, darüber zu streiten ob der Iran nun der Teufel ist oder 
nicht, wenn man den Teufel mit dem Belzebub austreibt hat niemand was 
gewonnen.
: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Weingut P. schrieb:
> Es kann Dir auch ein Balkonkraftwerk oder ne Windkraftanlage aufs Hirn
> fallen oder n Staudamm brechen.

So dumm bist du nicht, dass du die Argumentation nicht verstehen kannst. 
Siehe Fukushima oder Tschernobyl. Also blendest du die Argumente 
vorsätzlich aus, weil sie nicht in deine Blase passen.

Wenn du unbedingt andere Ursachen für Unfälle suchst:
https://www.runtervomgas.de/ratgeber-und-service/unfallursachen/die-haeufigsten-unfallursachen/
Da könnte man alleine 800 Leben pro Jahr retten durch konsequente 
Ahndung von zu schnellem Fahren.
von G. K. (zumsel)


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Udo S. schrieb:

> Da könnte man alleine 800 Leben pro Jahr retten durch konsequente
> Ahndung von zu schnellem Fahren.

"könnte" -> "kann":

https://www.t-online.de/mobilitaet/recht-und-verkehr/id_75145528/schweden-hat-die-wenigsten-verkehrstoten-dank-vision-zero.html
von Ein T. (ein_typ)


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Udo S. schrieb:
> 
https://www.deutschlandfunk.de/usa-und-der-iran-trump-kuendigt-atomabkommen-100.html
>
> Das meinte Norbert mit
>
> Norbert schrieb:
>> bis zum mentalen Durchbrennen der orangen Ente

Ich weiß. Das war, als der israelische Auslandsgeheimdienst rund 100.000 
Dokumente über das AMAD-Projekt außer Landes gebracht hatte, die 
bewiesen haben, daß Iran ein geheimes Atomwaffenprogramm betrieben hat, 
obwohl das gegen den von Iran ratifizierten Atomwaffensperrvertrag 
verstoßen hat.

> Hat der Iran weiter angereichert oder nicht?

Ja, hat er. 2023 hat die IAEA berichtet, in Iran Material mit einem 
hohen Anreicherungsgrad von 84% entdeckt zu haben.

> War er der Bombe näher?

Ja. Die IAEA hat 2023 auf 84% angereicherte Material gefunden. 
Verschiedene Quellen sagen, ein Anreicherungsgrad von 85 bis 90% reiche 
bereits aus, um daraus Atomwaffen zu bauen.

Andere Quellen sagen, bei einem Anreicherungsgrad von 60% seien bereits 
99% der technischen Vorarbeiten zum Bau von Atomwaffen vollendet. Die 
IAEA hat 2025 erklärt, Iran verfüge bereits über 408 Kilogramm an 
Material, das auf diesen Grad angereichert worden sei.

Gleichzeitig sagt die IAEA, daß es für einen solch hohen 
Anreicherungsgrad keinerlei zivile Gründe gibt, und daß Iran der einzige 
Staat ohne Atomwaffen sei, der so hoch angereichertes Material besitzt.

"Sheeva P." hat oben bereits einen ehemaligen Präsidenten des Iran 
zitiert, der über seine Bereitschaft spricht, Millionen Menschen für die 
Vernichtung Israels zu opfern. Das beweist: Iran war der Bombe nicht nur 
näher, sondern will sie auch unbedingt haben, und zwar nicht nur gegen 
Angriffe von außen, sondern um Israel damit anzugreifen und zu 
vernichten. Der das sagt ist kein durchgeknallter Irrer oder irgendein 
politischer Hinterbänkler, sondern das ist ein ehemaliger Präsident des 
Iran!

> Ist das was Israel macht noch "Selbstverteidigung".

Das ist eine gute Frage. Die meisten Völkerrechtler scheinen Israel in 
der Pflicht zu sehen, mit einer Selbstverteidigung abzuwarten, bis Iran 
seine Atomraketen für den Angriff auf Israel betankt. Andere 
Völkerrechtler sehen jedoch aufgrund der umfassenden Existenzbedrohung 
durchaus Spielräume. Dann habe ich Aussagen gelesen, daß es als offene 
Kriegserklärung zu werten sei, als Iran die Vernichtung Israels in seine 
Verfassung aufgenommen hat, auch diese Perspektive erscheint mir 
insbesondere vor dem Hintergrund, daß Iran seit Jahrzehnten den Terror 
gegen Israel unterstützt, wohl bedenkenswert.

> 1139 Tote und 250
> Verschleppte durch Terroristen. Aber als was soll der normale
> Palestinenser jetzt israelische Soldaten bezeichnen wenn in Gaza
> inzwischen über 20000 Kinder, 16000 Schüler und Studenten, 10000 Frauen,
> 1700 medizinisches Fachpersonal ums Leben gekommen sind.

Möglicherweise als haargenau das, was es in der Realität ist: der 
Mißbrauch dieser Zivilisten als menschliche Schutzschilde.

> Rein nach den Zahlen ist die israelische Regierung keinen Deut besser
> als das iranische Regime.

Israel hat zehntausende seiner eigenen Bürger massakriert? Israel hat in 
seiner Verfassung einen Passus zu Vernichtung Irans implementiert? 
Israel unterstützt antiiranische Terrororganisationen, finanziert, 
bewaffnet und bildet sie militärisch zum Mord an iranischen Zivilisten 
aus?

Was Du schreibst, das machen wir Europäer gerne: bloß keine Partei 
ergreifen, wir halten uns lieber aus allem heraus, waschen unsere Hände 
in Unschuld und wischen sie dann an unserer blütenweißen Weste ab. Wir 
nennen das Moral, und zeigen vom hohen Roß herab auf jene, über denen 
stehend wir uns wähnen. Aber unter anderem diese Haltung -- oder 
genauer: unser Mangel an Haltung -- hat uns leider in genau jene Lage 
versetzt, in der wir uns befinden, und aus der wir uns gerade unter 
riesigen Anstrengungen zu befreien versuchen.

> Quelle:
> https://de.wikipedia.org/wiki/Krieg_in_Israel_und_Gaza_seit_2023

Du weißt schon, daß dieser Krieg die Folge eines brutalen Terrorangriffs 
auf israelische Zivilsten war, bei dem über 1100 israelische Bürger 
bestialisch abgeschlachtet und etwa 250 von ihnen als Geiseln genommen 
wurden, während die Angreifer sich daraufhin hinter der eigenen 
Zivilbevölkerung verschanzt und diese als menschliche Schutzschilde 
mißbraucht haben? Das weißt Du aber noch, oder? Ich meine, das hast Du 
selbst ja oben geschrieben. Wie Du unter diesem Umständen die gewählten 
Regierungen Israels mit dem iranischen Terrorregime gleichsetzen 
kannst... unterscheidest Du denn gar nicht zwischen Tätern und Opfern, 
zwischen Ursache und Wirkung?
von Ein T. (ein_typ)


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H. H. schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> Nur ein GESUNDER Wettbewerb verhindert das.
>
> Der neoliberale Traum, nur funktioniert das bei Infrastruktur eben
> nicht.

Wenn man Telefon, Mobilfunk und Internet zur Infrastruktur zählt, dann 
funktioniert das zumindest in diesem Bereich IMHO ziemlich gut.
von (prx) A. K. (prx)


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Ein T. schrieb:
> Wenn man Telefon, Mobilfunk und Internet zur Infrastruktur zählt, dann
> funktioniert das zumindest in diesem Bereich IMHO ziemlich gut.

Wenn man die physikalische Leitung zu Telefon/Internet per Festnetz 
mitrechnet, funktioniert es bei mir eher schlecht. Leitungen haben eine 
leichte Ähnlichkeit zu strukturellen Monopolen wie Wasserversorgung, die 
sich einer Konkurrenz widersetzen.

Auch Mobilfunk ist bei mir zu Hause ziemlich alternativlos.
: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Ein T. schrieb:
> Wenn man Telefon, Mobilfunk und Internet zur Infrastruktur zählt, dann
> funktioniert das zumindest in diesem Bereich IMHO ziemlich gut.

Punkt für dich, aber ohne massiven Druck durch den Staat und die EU gäbe 
es noch viel mehr weiße Flecke auf dem Land wo es sich "nicht rentiert".
Und wenn ich sehe was bei uns mit Glasfaser für leere Versprechen 
gemacht werden. Eigentlich sollte ich seit einem Jahr Glasfaser haben, 
realistisch ist vielleicht in 3-5 Jahren, ausser die Firma (Giganetz) 
ist dann bankrott.
von Udo S. (urschmitt)


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Ein T. schrieb:
> Das ist eine gute Frage. Die meisten Völkerrechtler scheinen Israel in
> der Pflicht zu sehen, mit einer Selbstverteidigung abzuwarten, bis Iran
> seine Atomraketen für den Angriff auf Israel betankt.

Sorry, aber die Art der Diskussion ist jetzt nicht dein sonstiges 
Niveau.
Israel hat über 70000 Palestinenser getötet, davon 20000 Kinder, 10000 
Frauen usw.
Amnesty international bezeichnet das übrigens inzwischen als Genozid
https://www.amnesty.de/israel-gaza-genozid-voelkermord-amnesty-bericht-informationen-hintergruende

Palestinenser haben keine Bombe!
Kinder haben keine Bombe!
Deine Argumente sind hier absurd, du mixt mehrfach den Krieg gegen die 
Palestinenser mit dem Krieg gegen Iran.

Ein T. schrieb:
> Möglicherweise als haargenau das, was es in der Realität ist: der
> Mißbrauch dieser Zivilisten als menschliche Schutzschilde.

Wenn sich ein Mörder hinter 5 Unschuldigen verschanzt, dann erschiesst 
du also alle 6? Sauber, hoffentlich bist nicht du mal einer dieser 5.

Ein T. schrieb:
> Das ist eine gute Frage. Die meisten Völkerrechtler scheinen Israel in
> der Pflicht zu sehen, mit einer Selbstverteidigung abzuwarten, bis Iran
> seine Atomraketen für den Angriff auf Israel betankt.

Nochmal, die Palestinenser haben keine Bombe!

Ein T. schrieb:
> Du weißt schon, daß dieser Krieg die Folge eines brutalen Terrorangriffs
> auf israelische Zivilsten war, bei dem über 1100 israelische Bürger
> bestialisch abgeschlachtet und etwa 250 von ihnen als Geiseln genommen
> wurden

Das habe ich selbst geschrieben, wie du sehr gut weisst. Aber ich würde 
jetzt eher von "Menschen" sprechen. Oder bist du der Meinung, dass für 
einen toten israelischen Bürger mindestens 18 Kinder, 2 Frauen usw. 
umgebracht werden müssen?
Oder um es schwächer zu formulieren. Dass der Tod von 10 Kindern und 
Frauen ein akzeptabler Kollateralschaden für einen toten Terroristen 
ist?

Was würdest du sagen wenn dein Kind unter diesen Toten wäre.

Fakt ist, Israel löst damit kein Problem. Im Gegenteil. In den letzten 
beiden Jahren hat es den Grundstein für 100000 neue Terroristen gelegt.
: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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Ein T. schrieb:
> der Iran

Klingt irgendwie falsch. Und wir wollen in diesem Zusammenhang auch 
nicht vergessen, welche politischen Hintergründe für Verwerfungen 
sorgen. Die Soziologie legt einen ziemlich klaren ÖL-Hintergrund nahe. 
Darüberhinaus steckt in den Vorgängen in Nahen Osten viel Idealismus 
drin. Es ist ein wenig so, wie wenn im tiefsten Bayern die schlimmste 
Ideologiekritik mit aller Gewalt auf den Tisch geworfen wird.
(https://www.youtube.com/watch?v=ZC9VLn7380Q)
(war keine einfache Zeit, zum Glück hatte ich damals kluge 
Zimmernachbarn, die ähnliche Probleme hatten und man sich über bestimmte 
Schwierigkeiten gut unterhalten konnte)
Und für besonders verlässliche Ehrlichkeit hat sich die amerikanische 
(oder die israelische) Politik in den letzten Jahren auch nicht gerade 
stark gemacht.
(https://de.wikipedia.org/wiki/USA_Patriot_Act)
Und gerade solche Hintergründe wirken sich auch denkbar schlecht auf 
Forendiskussionen aus - weswegen sie besser draußen gehalten werden.
von Falk B. (falk)


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Udo S. schrieb:

> Kinder haben keine Bombe!

Die Kinder SIND die bombe. Die Demographiebombe.

> Fakt ist, Israel löst damit kein Problem. Im Gegenteil. In den letzten
> beiden Jahren hat es den Grundstein für 100000 neue Terroristen gelegt.

Das stimmt wohl leider.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Falk B. schrieb:
> Die Kinder SIND die bombe. Die Demographiebombe.

Richtig. Die KI wird das Problem bald angehen.
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Letzte Ermahnung:

Leute, es geht hier nicht um Israel, Iran, USA, auch keine Brücken usw.

Das dürften alle hier Beteiligten wissen.

Also bitte zurück zur elektrischen Energieversorgung.

Danke!
: Bearbeitet durch Moderator
von Falk B. (falk)


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Ist alles gesagt. EoD.
Beitrag #8039601 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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So wie es Leute gibt, die Stautourismus betreiben, gibt es vielleicht 
irgendwann den Blackouttourismus. Und was wird dieser im Interview 
sagen: Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue 
mich darauf. Jetzt muss ich aber sofort los zum naechsten Blackout. Wenn 
ich mich nicht beile, komme ich zu spaet und das Netz steht wieder. ;)
von H. H. (hhinz)


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Dieter D. schrieb:
> So wie es Leute gibt, die Stautourismus betreiben, gibt es
> vielleicht
> irgendwann den Blackouttourismus. Und was wird dieser im Interview
> sagen: Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue
> mich darauf. Jetzt muss ich aber sofort los zum naechsten Blackout. Wenn
> ich mich nicht beile, komme ich zu spaet und das Netz steht wieder. ;)

Ein Blackoutzimmer ist ja an deiner Klinik kein Problem. Der Pfleger 
muss nur die Sicherung ausschalten..
von Norbert (der_norbert)


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Bei Dieter fällt mir immer sofort der Satz ein:

›Er sagt nicht viel, aber wenn er etwas sagt, dann ist's Mist.‹

Das ist natürlich bei genauerer Betrachtung falsch, denn er redet ja 
ständig. Hält aber konsequenterweise zumindest den zweiten Teil des 
Satzes aufrecht.
von Peter M. (r2d3)


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Nein, Deinen Zappelstrom will ich nicht!

So oder so ähnlich könnten es sich unsere französischen Nachbarn gedacht 
haben, denn aus dem folgenden Link geht hervor, dass Interconnectoren 
zwischen Frankreich und Spanien gerade mal 2,5 GW übertragen können:

[...Die neue Leitung verdoppelt die Übertragungskapazität zwischen 
beiden Ländern auf 5.000 MW...]

https://www.theagilityeffect.com/de/article/hgue-beschleunigt-energiewende/

Das ist die Leistung von gerade mal zwei 2 Kernkraftwerken der 
Grohnde-Klasse! Ein Schelm, wer böses dabei denkt!

Die Interconnectoren von Deutschland zu unseren westlichen Nachbarn 
werden auch gerne mal mit 10 bis 15 GB ausgelastet.

Ich frage mich, ob die Interconnectoren zwischen Frankreich und Spanien 
bei einer Größenordnung von 5 GW oder besser 10 GW den Blackout in 
Spanien verhindert hätten...
von G. K. (zumsel)


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Peter M. schrieb:

> Die Interconnectoren von Deutschland zu unseren westlichen Nachbarn
> werden auch gerne mal mit 10 bis 15 GB ausgelastet.

Hüstel :-) (Wetten das Falk darauf anspringt?)

BTW: Ich denke du überschätzt das, oder liegt Dänemark neuerdings 
westlich von Deutschland?

https://energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=en&c=DE&stacking=stacked_absolute&interval=year&source=cbpf_saldo&year=2025&legendItems=3x13g

Unten auch die "Extreme Values" beachten.

> Ich frage mich, ob die Interconnectoren zwischen Frankreich und Spanien
> bei einer Größenordnung von 5 GW oder besser 10 GW den Blackout in
> Spanien verhindert hätten...

Spanien hat(te) ein Blindleistungsproblem da hätten fettere Leitungen 
nach Spanien nichts geändert.
: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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G. K. schrieb:
>> Die Interconnectoren von Deutschland zu unseren westlichen Nachbarn
>> werden auch gerne mal mit 10 bis 15 GB ausgelastet.
>
> Hüstel :-) (Wetten das Falk darauf anspringt?)

Kann schon mal passieren, B und W liegen ja quasi nebeneinander auf der 
Tastatur ;-)

> Spanien hat(te) ein Blindleistungsproblem da hätten fettere Leitungen
> nach Spanien nichts geändert.

Blindleistung haben wir in Deutschland genug, vor allem in Berlin . . .
von G. K. (zumsel)


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Falk B. schrieb:

> Kann schon mal passieren, B und W liegen ja quasi nebeneinander auf der
> Tastatur ;-)

Na komm schon, oder schwächelst du?

https://www.youtube.com/watch?v=fhi4cvmmjBE
von Peter M. (r2d3)


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Hallo Falk B.,

Falk B. schrieb:
> G. K. schrieb:
>>> Die Interconnectoren von Deutschland zu unseren westlichen Nachbarn
>>> werden auch gerne mal mit 10 bis 15 GB ausgelastet.
>>
>> Hüstel :-) (Wetten das Falk darauf anspringt?)
>
> Kann schon mal passieren, B und W liegen ja quasi nebeneinander auf der
> Tastatur ;-)

vielen Dank für diese gesichtswahrende Ehrenrettung. :)
Wie konnte mir das passieren?

G. K. schrieb:
> Spanien hat(te) ein Blindleistungsproblem da hätten fettere Leitungen
> nach Spanien nichts geändert.

Kann der kontinentaleuropäische Kraftwerkspark keine Blindleistung 
gegenüber Spanien erbringen? Fällt die Fähigkeit mit der Entfernung ab?
: Bearbeitet durch User
von Peter M. (r2d3)


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Hallo G. K.,

G. K. schrieb:
> BTW: Ich denke du überschätzt das, oder liegt Dänemark neuerdings
> westlich von Deutschland?

Was soll das heißen?

> 
https://energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=en&c=DE&stacking=stacked_absolute&interval=year&source=cbpf_saldo&year=2025&legendItems=3x13g

Ich kenne die Datenbasis des Graphs nicht und auch nicht die Methodik 
zur Berechnung der gezeichneten Extrema. Auf meinem Monitor sind das 
vielleicht 1600 Punkte Auflösung horizontal.

Sind das die Energy-Charts, die jüngst hier im Forum kritisiert worden 
sind, mangels Fehlerkorrekturbereitschaft des Erstellers?

Ich halte an meiner Behauptung aus ziemlich guten Gründen fest, werde 
Dir aber keine Begründung dafür liefern (können).
: Bearbeitet durch User
von G. K. (zumsel)


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Peter M. schrieb:

> Kann der kontinentaleuropäische Kraftwerkspark keine Blindleistung
> gegenüber Spanien erbringen? Fällt die Fähigkeit mit der Entfernung ab?

Ja, Blindleistung "ist lokal", und per Gleichstrom ist das eh nicht 
"transportierbar".

Allerdings können die HGÜ-Konverter auch Blindleistung kompensieren.
von Ralf X. (ralf0815)


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Peter M. schrieb:
> ich kenne die Datenbasis des Graphs nicht und auch nicht die Methodik
> zur Berechnung der Extrema.
>
> Sind das die Energy-Charts, die jüngst hier im Forum kritisiert worden
> sind, mangels Fehlerkorrekturbereitschaft des Erstellers?

Für viele Daten, insb. grenzüberschreitende Ströme, bildet entso-e die 
Datengrundlage, der von diversen Seiten wie energy-charts, 
argora-energiewende, usw. genutzt wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Verband_Europ%C3%A4ischer_%C3%9Cbertragungsnetzbetreiber
von G. K. (zumsel)


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Peter M. schrieb:

> Ich kenne die Datenbasis des Graphs nicht und auch nicht die Methodik
> zur Berechnung der gezeichneten Extrema. Auf meinem Monitor sind das
> vielleicht 1600 Punkte Auflösung horizontal.

Sprichst du json?

https://api.energy-charts.info/

Und wer lesen kann ist wie immer klar im Vorteil, die Quellen kannst du 
rechts anklicken.

> Sind das die Energy-Charts, die jüngst hier im Forum kritisiert worden
> sind, mangels Fehlerkorrekturbereitschaft des Erstellers?

Ich warte immer noch auf die belastbare Quelle von demjenigen der dieses 
Posting verfasst hat.

BTW: Welche Quelle wurde den von dir bzgl. deiner Aussagen bzgl. des 
Imports/Exports von Strom mit den westlichen Nachbarn heran gezogen?
: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


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Ralf X. schrieb:
> argora-energiewende

Man streiche das erste "r".
von Peter M. (r2d3)


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G. K. schrieb:
> BTW: Welche Quelle wurde den von dir bzgl. deiner Aussagen bzgl. des
> Imports/Exports von Strom mit den westlichen Nachbarn heran gezogen?

Tennet.

G. K. schrieb:
> Ja, Blindleistung "ist lokal", und per Gleichstrom ist das eh nicht
> "transportierbar".
>
> Allerdings können die HGÜ-Konverter auch Blindleistung kompensieren.

Danke! Diese Information gibt meine vereinfachte Ohmsche Sicht auf das 
Netz nicht her. Ja, ich weiß, dass es auch kapazitive und induktive 
Effekte gibt.
: Bearbeitet durch User
von Weingut P. (weinbauer)


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(prx) A. K. schrieb:
> Genau. Nur sind die Folgen räumlich und besonders zeitlich deutlich
> begrenzter als grosse Nuklearkatastrophen. Und damit geht es darum,
> welche Risikoklassen man akzeptiert, und welche nicht.
>
> Verschärfend kommt hinzu, dass der Geschädigte beim Balkonkraftwerk
> wahrscheinlich der ohnehin ungeliebte Nachbar im Stock darunter ist,
> nicht man selbst. :)


Ist wie beim Flugzeugunfall ... wenn so ne Kiste zerschellt ist es immer 
sehr dramatisch, weil auf einen Schlag 150-200 Leute weg sind. Rechnet 
man es auf die Anzahl der Flugbewegungen und die zurückgelegten km um 
ist der Weg zum Flughafen um Dimensionen gefährlicher als der Flug.
Selbes Phänomen bei Kernkraft-GAU, sehr dramatisch, aber wie groß ist 
der Schaden denn tatsächlich? Wieviele sind denn bei Fukushima und 
Tschernobyl tatsächlich umgekommen?
von Le X. (lex_91)


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Weingut P. schrieb:
> Selbes Phänomen bei Kernkraft-GAU, sehr dramatisch, aber wie groß ist
> der Schaden denn tatsächlich?

Der Schaden ist sehr sehr gering, denn ein GAU ist per Definition 
beherrschbar, mein lieber Herr Kernkraftexperte.
: Bearbeitet durch User
von Johannes S. (demofreak)


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Weingut P. schrieb:
> Wieviele sind denn bei Fukushima und
> Tschernobyl tatsächlich umgekommen?

Ich lese ja hier nur so ein wenig diagonal mit, aber hier muss ich echt 
mal fragen: meinst Du das ernst?

Du kannst doch nicht ernsthaft einen Flugzeugunfall und einen Unfall mit 
Kernenergie direkt einfach hinsichtlich der menschlichen Verletzten bzw. 
Toten vergleichen?

Klar, vlt gibt es bei einem Kernkraftunfall (aus der Luft gegriffen) 
"nur" 2000 direkte und ein paar 10.000 indirekte Tote, gerechnet auf 50 
Jahre ist das nix, da kostet der normale Straßenverkehr mehr Leben.

Dass ein großes Gebiet hinterher aber auf Jahrzehnte oder gar 
Jahrhunderte unbewohnbar bleibt, blendest Du einfach weg?

So ein Schaden ist potentiell unbezifferbar, und damit ist das Risiko 
nicht berechenbar, ergo kann man es unmöglich eingehen.
von Johannes S. (demofreak)


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Ich hab den Thread leider (oder vlt besser) nicht von oben gelesen, 
daher möge man entschuldigen, falls diese Frage schon gestellt wurde:

Was bewegt Menschen dazu, nach Kernenergie zu rufen, obwohl die doch 
genau gar nicht unser eigentliches Problem löst, nämlich das der schnell 
verfügbaren Regelenergie? Wir haben mehr als ausreichend Potential für 
"erneuerbare" Energien, nur eben nicht regelmäßig genug, sprich über den 
Tag bzw. das Jahr verteilt.

Ergo muss man entweder schnell regelbare Kraftwerke als Ausgleich dazu 
stellen oder eben massiv Speicher bauen.

Warum rufen Leute nach völlig ungeeigneten Kernkraftwerken statt nach 
massiv Speicherkapazität? Und nach Netzertüchtigung hinsichtlich 
Smartmeter und V2G/V2X etc.?

Was verstehe ich grundlegend nicht?
von H. H. (hhinz)


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Johannes S. schrieb:
> Was verstehe ich grundlegend nicht?

Psychologie.
von Le X. (lex_91)


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Johannes S. schrieb:
> Warum rufen Leute nach völlig ungeeigneten Kernkraftwerken statt nach
> massiv Speicherkapazität? Und nach Netzertüchtigung hinsichtlich
> Smartmeter und V2G/V2X etc.?

Die Vorstellung, nichts würde sich ändern, jeder kann so weitermachen 
wie bisher ist halt bequem und verlockend.
Und dieses Mantra wird von interessierten Kanälen auch noch kräftig 
bedient.
von G. K. (zumsel)


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Peter M. schrieb:
> G. K. schrieb:
>> BTW: Welche Quelle wurde den von dir bzgl. deiner Aussagen bzgl. des
>> Imports/Exports von Strom mit den westlichen Nachbarn heran gezogen?
>
> Tennet.

URL?

Und nur ein Teil der deutschen Interkonnektoren mit dem westlichen 
Ausland wird von Tennet betrieben, da müsste man schon Daten von 3 
Netzbetreibern aggregieren.
: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Weingut P. schrieb:
> Wieviele sind denn bei Fukushima und
> Tschernobyl tatsächlich umgekommen?

Ich erwähnte bewusst die zeitliche Dimension, d.h. Folgeprobleme, die in 
der Dimension der Endlagerprobleme liegen.
von (prx) A. K. (prx)


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Johannes S. schrieb:
> Was bewegt Menschen dazu, nach Kernenergie zu rufen, obwohl die doch
> genau gar nicht unser eigentliches Problem löst

- Man hat als hart Rechter ein Thema, mit dem man auf den anderen 
Parteien rumprügeln kann, besonders natürlich den abgrundtief verhassten 
Grünen. Folgen hat man keine zu befürchten, so lange man nichts zu sagen 
hat. Wenn es so weit ist, bleibt immer noch ein faktischer Kurswechsel 
möglich.

- Man kann sich als Wahlkämpfer Mitte/Rechts den ganz Rechten ein wenig 
nähern, ohne in medias res gehen zu müssen, weil vor frühestens 10 
Jahren sowieso nichts passiert. Und dann sind oft andere zuständig.

Ergo: Theater, fürs Publikum.
: Bearbeitet durch User
von Peter M. (r2d3)


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Hallo G. K.,

G. K. schrieb:
> Peter M. schrieb:
>> G. K. schrieb:
>>> BTW: Welche Quelle wurde den von dir bzgl. deiner Aussagen bzgl. des
>>> Imports/Exports von Strom mit den westlichen Nachbarn heran gezogen?
>>
>> Tennet.
>
> URL?
>
> Und nur ein Teil der deutschen Interkonnektoren mit dem westlichen
> Ausland wird von Tennet betrieben, da müsste man schon Daten von 3
> Netzbetreibern aggregieren.

Es gibt keine URL und die Information stammt nicht vom Pförtner, sondern 
von jemand anderen.
von Ein T. (ein_typ)


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Johannes S. schrieb:
> Klar, vlt gibt es bei einem Kernkraftunfall (aus der Luft gegriffen)
> "nur" 2000 direkte und ein paar 10.000 indirekte Tote, gerechnet auf 50
> Jahre ist das nix, da kostet der normale Straßenverkehr mehr Leben.
>
> Dass ein großes Gebiet hinterher aber auf Jahrzehnte oder gar
> Jahrhunderte unbewohnbar bleibt, blendest Du einfach weg?

Vor einigen Jahren habe ich eine Reportage über Menschen gesehen, die 
wenige Wochen nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl wieder zurück in 
ihr Häuschen gezogen sind und seitdem dort leben -- obwohl das verboten 
ist, denn dieses Häuschen liegt mitten in der Sperrzone nur einen 
Kilometer vor Pripjat. In Hiroshima und Nagasaki lebten Anfang 2021 
zusammen  1.602.677 Menschen. Ich kann das nicht seriös beurteilen und 
möchte auch nicht, aber "unbewohnbar" scheint mir angesichts dieser 
Daten ein doch recht starkes Wort zu sein.
von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:

> Vor einigen Jahren habe ich eine Reportage über Menschen gesehen, die
> wenige Wochen nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl wieder zurück in
> ihr Häuschen gezogen sind und seitdem dort leben -- obwohl das verboten
> ist, denn dieses Häuschen liegt mitten in der Sperrzone nur einen
> Kilometer vor Pripjat.

Helmut Schmidt ist 96 Jahre alt geworden.
von G. K. (zumsel)


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Peter M. schrieb:

> Es gibt keine URL und die Information stammt nicht vom Pförtner, sondern
> von jemand anderen.

Vom dem berühmten Hund vom Schwager des Postboten?
von Rbx (rcx)


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G. K. schrieb:
> Helmut Schmidt ist 96 Jahre alt geworden.
Es gibt auch Berichte über Tier- und Pflanzenwelterholung, die man sonst 
kaum noch sieht.
Das etwas bessere Argument wäre wohl:
https://en.wikipedia.org/wiki/Survivorship_bias

Darüberhinaus ist Radioaktivitätstourismus ja auch beliebt. Ein Argument 
bei Fukushima war mal, dass es den Robotereinsatz beflügelt.
von Rbx (rcx)


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(prx) A. K. schrieb:
> Ergo: Theater, fürs Publikum.

Als eierlegende Vollmilchsau hat sich bisher noch gar keine Partei 
entpuppt. Der Trick ist der Austausch und die Diskussion, welche den 
Fortschritt und die Wertmaßstäbe bringen.
von G. K. (zumsel)


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Rbx schrieb:

> Es gibt auch Berichte über Tier- und Pflanzenwelterholung, die man sonst
> kaum noch sieht.

Tja, der Homo Sapiens ist eben ähnlich gefährlich oder gefährlicher wie 
ein AKW.
von G. K. (zumsel)


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Rbx schrieb:

> Ein Argument
> bei Fukushima war mal, dass es den Robotereinsatz beflügelt.

Die Bio-Roboter in Tschernobyl waren allerdings schneller im betonieren 
als die Roboter in Fukushima im Zelte bauen.

Weswegen AKWs, wenn überhaupt, nur in Diktaturen stehen sollten, den nur 
die verfügen über Bio-Roboter.
: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Rbx schrieb:
> Darüberhinaus ist Radioaktivitätstourismus ja auch beliebt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Radonbalneologie

> Ein Argument bei Fukushima war mal, dass es den Robotereinsatz beflügelt.

In starker Strahlung sind nicht speziell dafür gebaute und gehärtete 
Roboter überhaupt nicht einsetzbar. Menschen sind jedoch für eine 
gewisse Zeit einsatzfähig, wenn auch mit erwartbaren Folgen.
von Christoph M. (mchris)


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Weingut P. schrieb:
> Selbes Phänomen bei Kernkraft-GAU, sehr dramatisch, aber wie groß ist
> der Schaden denn tatsächlich? Wieviele sind denn bei Fukushima und
> Tschernobyl tatsächlich umgekommen?

So dramatisch, dass es keine Versicherung gibt, die so was versichert.
Beitrag #8040511 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Hippelhaxe (Gast)


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G. K. schrieb:

> Helmut Schmidt ist 96 Jahre alt geworden.

In Pripjat???
Beitrag #8040516 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Christoph M. schrieb:
> So dramatisch, dass es keine Versicherung gibt, die so was versichert.

Typische deutsche Versicherungsmentalitaet.
von H. H. (hhinz)


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Hippelhaxe schrieb:
> G. K. schrieb:
>
>> Helmut Schmidt ist 96 Jahre alt geworden.
>
> In Pripjat???

Als Kettenraucher von *Menthol*-Zigaretten!

Radioaktivität ist dagegen Kinderkram.
Beitrag #8040524 wurde vom Autor gelöscht.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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G. K. schrieb:
> Tja, der Homo Sapiens ist eben ähnlich gefährlich oder gefährlicher wie
> ein AKW.

Es gibt auf lange Sicht nur einen Weg den negativen Impakt der 
Menschheit auf ein naturvertraegliches Mass zu bringen fuer Tier-, 
Insekten-, Pflanzenwelt und Regenerative - zurueck zu den Zahlen von 
1926, also runter auf 2Mrd.
von Falk B. (falk)


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Dieter D. schrieb:
> zurueck zu den Zahlen von
> 1926, also runter auf 2Mrd.

Daran arbeiten einige Leute ja schon, inc. Bill Gates. Und es gibt auch 
Ideen in Stein gemeißelt, daß es besser nur 0,5 Milliarden sein sollten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Georgia_Guidestones#Inschriften

"Halte die Menschheit unter 500.000.000 in fortwährendem Gleichgewicht 
mit der Natur"
von Rbx (rcx)


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H. H. schrieb:
> Radioaktivität ist dagegen Kinderkram.

Ahem..Zigarettenrauchen ist Radioaktivität-Belastung. Das wissen viele 
gar nicht.
von Falk B. (falk)


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Rbx schrieb:
> Ahem..Zigarettenrauchen ist Radioaktivität-Belastung. Das wissen viele
> gar nicht.

Bananen essen auch!

https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Strahlenschutzes#Bananen%C3%A4quivalentdosis

0,1uSv / Banane

https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenexposition#Tabak

ca. 50uSv / Zigarette
von Peter M. (r2d3)


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Hallo Falk B.,

Falk B. schrieb:
> 
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Strahlenschutzes#Bananen%C3%A4quivalentdosis
>
> 0,1uSv / Banane
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenexposition#Tabak
>
> ca. 50uSv / Zigarette

aus den Kohlekraftwerken kommt auch Radioaktivität, durfte ich lernen. 
Menge/Dosis ist mir nicht bekannt.

Die Ewigkeitslasten des Kohlebergbaus erfordern auch Energie.
Wasser muss dauernd abgepumpt werden.
Da frage ich mich, ob man die nicht mit Zappelstrom betreiben könnte?
Vielleicht kann man die Pumpen nachts ausschalten?
Zwei Wochen Dunkelflaute ohne Pumpen könnten allerdings für Missstimmung 
im Ruhrgebiet sorgen. :)
Theoretisch stellen die Pumpen ja eine Grundlast dar.
: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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Peter M. schrieb:
> Wasser muss dauernd abgepumpt werden.

Wir hatten hier im Kreis auch noch Wasserprobleme, die beschränkten sich 
aber eher auf einen ziemlich alten Bergbauteil. Früher beim Bandrücken 
hieß Wasser oft 15 Stunden-Arbeitstag. Da hatte ich mich schon immer 
gleich nach dem Aufstehen morgens drauf gefreut ;)
von Udo S. (urschmitt)


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Peter M. schrieb:
> aus den Kohlekraftwerken kommt auch Radioaktivität, durfte ich lernen.
> Menge/Dosis ist mir nicht bekannt.

Das hatte ich auch im Hinterkopf. Ich habe deshalb vor kurzem mal 
recherchiert und bin auf dieses Dokument von 1982 gestoßen:
https://dserver.bundestag.de/btd/09/012/0901247.pdf
(Achtung, noch alte Einheiten in mRem/Jahr)

Was ich da rauslese (Werte in mRem/a):
Druckwasserreaktor 0,1
Siedewasserreaktor 0,4
Braunkohlekraftwerk 0,1
Steinkohlekraftwerk 0,7

Wobei das stark mit der Qualität der Abgasreinigung (Feinstaub) 
korreliert, also inzwischen deutlich besser sein dürfte.
von G. K. (zumsel)


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Peter M. schrieb:

> Die Ewigkeitslasten des Kohlebergbaus erfordern auch Energie.
> Wasser muss dauernd abgepumpt werden.
> Da frage ich mich, ob man die nicht mit Zappelstrom betreiben könnte?

Frag doch einfach den von dem du die Zahlen für den Import/Export von 
Strom hast
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Heute kam im Radio, dass die Schweden die Atomkraft ausbauen möchte.

Schweden betreibt derzeit sechs Kernreaktoren an drei Standorten 
(Forsmark, Oskarshamn, Ringhals), die etwa 30 % des Stroms erzeugen. Die 
Regierung plant einen massiven Ausbau der Kernkraft, um den Strombedarf 
durch Elektrifizierung zu decken, und strebt den Neubau von bis zu zehn 
Reaktoren bis 2045 an, einschließlich kleiner modularer Reaktoren (SMR).
Beitrag #8040900 wurde vom Autor gelöscht.
von G. K. (zumsel)


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Dieter D. schrieb:
> Heute kam im Radio, dass die Schweden die Atomkraft ausbauen möchte.

Die Schweden eiern da schon seit ein paar Jahren rum:

2023 sollten es 10 Stück für lächerliche 3,5 Milliarden insgesamt sein:

https://www.fr.de/wirtschaft/schweden-setzt-auf-atomkraft-und-baut-zehn-neue-reaktoren-92687143.html

2025 wurde der Sozialismus für AKWs eingeführt: (Und es waren weniger 
AKWs für mehr Geld)

https://polarkreisportal.de/schweden-finanzierungsmodell-fuer-neue-akw-beschlossen

So konzeptlos wie die Schweden da sind taugen diesen Meldungen nur für 
die verblendenden AKW-Bros die diese Propaganda kritiklos abfeiern.
: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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G. K. schrieb:
> 2023 sollten es 10 Stück für lächerliche 3,5 Milliarden insgesamt sein:

Das ist eine Risikogarantie, mit der der Staat privaten Investoren 
beispringt, kein Kaufpreis. Also eine Subvention unter anderem Namen, 
denn dass die fällig wird, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Voraussetzung ist also, dass sich Investoren finden, die bereit sind, 
mitsamt dieser 3,5 Mrd Stütze die Sache zu stemmen. Erst dann wird es 
interessant. Wenn sich niemand findet, kann die Regierung den AKW-Fans 
gegenüber behaupten, sie habe immerhin das ihre getan.

Man sollte ohnehin zwischen Willensbekundungen und Initiativen 
einerseits, und konkreten Verträgen und Baubeginn andererseits 
unterscheiden. Ist ein himmelweiter Unterschied.
: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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(prx) A. K. schrieb:
> G. K. schrieb:
>> 2023 sollten es 10 Stück für lächerliche 3,5 Milliarden insgesamt sein:
>
> Das ist eine Risikogarantie, mit der der Staat privaten Investoren
> beispringt, kein Kaufpreis. Also eine Subvention unter anderem Namen,
> denn dass die fällig wird, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
>
> Voraussetzung ist also, dass sich Investoren finden, die bereit sind,
> mitsamt dieser 3,5 Mrd Stütze die Sache zu stemmen. Erst dann wird es
> interessant.

Die werden mehr bieten müssen. Die Polen sind da deutlich "weiter": 30% 
finanziert der Staat komplett, sämtliche Kredite werden staatlich 
abgesichert und es gibt einen Mindestpreis für den abgenommenen Strom, 
d.h. der Staat wird später regelmäßig zuschießen. Und natürlich 
übernimmt der Staat auch die Versicherung im "Schadensfall".

Ah, in zumsels zweiten Link findet sich dann viel von dem, was die Polen 
auch bieten. Und folgendes:

"Das Konzept wurde erstellt, nachdem sich kein Unternehmen gefunden 
hatte, das in Schweden allein auf marktwirtschaftlicher Basis neue 
Atomkraftwerke bauen will – nicht einmal das staatliche Unternehmen 
Vattenfall. Ohne staatliche Unterstützung und eine Verteilung des 
Risikos werde es kein neue Atomkraft geben, hieß es von Vattenfall."

Also im Klartext: es lohnt sich marktwirtschaftlich schlicht nicht

Und ich dachte immer, Konservative würden die "freien Kräfte des 
Marktes" hochhalten ;-)

> Man sollte ohnehin zwischen Willensbekundungen und Initiativen
> einerseits, und konkreten Verträgen und Baubeginn andererseits
> unterscheiden.

Und Bauende und endgültige Kosten.

Ok, eigentlich könnte man schon bei "wir setzen auch auf SMRs" aufhören 
zu lesen.

> Ist ein himmelweiter Unterschied.

So ist es. Absichtserklärungen sind toll. Gab es in den USA auch. 
Ergebnis: Unternehmenspleite, Preise explodiert, weitere Bauten 
eingestellt.

Man muss nichts von der Technik dahinter verstehen - es reicht 
vollkommen, sich die Baukosten, Bauzeiten und Stromkosten sämtlicher 
Neubauten in Europa, den USA usw. anzuschauen, um zu dem Schluss zu 
kommen: zu teuer - viel zu teuer.

Währenddessen fallen die Gestehungskosten der Erneuerbaren Wind und PV 
weiter und weiter...
: Bearbeitet durch Moderator
von Christoph M. (mchris)


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In Russland ist die Nuklearindustrie ziemlich eng mit der 
Waffenindustrie gekoppelt.
Könnte es sein, dass Frankreich die AKWs gar nicht aus wirtschaftlichen, 
sondern verteidigungspolitischen Gründen finanziert?
von Peter M. (r2d3)


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Werter G.K.,

G. K. schrieb:
> Peter M. schrieb:
>
>> Die Ewigkeitslasten des Kohlebergbaus erfordern auch Energie.
>> Wasser muss dauernd abgepumpt werden.
>> Da frage ich mich, ob man die nicht mit Zappelstrom betreiben könnte?
>
> Frag doch einfach den von dem du die Zahlen für den Import/Export von
> Strom hast

Ich glaube, da überschätzt Du wohl das Wisssen meines Bekannten. Und 
auch Amprion würde Dir nicht sagen können, ob die RAG ihr Lastprofil 
netzdienlich verändern kann.


G. K. schrieb:
> Haben die werten Leser in Deutschland, der Schweiz, Österreich oder
> Luxemburg schon einmal von ihrem Energieversorger oder Netzbetreiber
> eine E-Mail oder SMS mit der Aufforderung erhalten, den Stromverbrauch
> zu bestimmten Zeiten zu begrenzen? Im Atomstromland Frankreich gehört
> seit 2008 zum Alltag, dass die Bürger dazu auch über Radio und Fernsehen
> aufgefordert werden, damit es nicht zu einem Blackout im ganzen Land
> kommt. Der wurde am 8. Januar nur knapp verhindert, als beim Nachbar
> wieder einmal zum Stromsparen aufgefordert worden war.

Das ist ja ein mieser Artikel! Der Passus wirft Fragen auf ohne sie zu 
beantworten. Dem französischen Netzbetreiber RTE nach steigt der 
Energieverbrauch um etwa 2,3 GW pro Kelvin Temperaturrückgang, natürlich 
nicht über die ganze Temperaturbandbreite.
Hier eine Sekundärquelle, die von 2400 MW unterhalb von 0° Celsius 
spricht:
https://entreprise.rexel.fr/courant-positif/tous-nos-articles/articles/la-consommation-electrique-en-france-selon-les-saisons/

Ich vermute, das liegt einfach daran, dass zu viele Franzosen mit Strom 
heizen.

Die Infos kann man auch als Deutscher über
https://www.monecowatt.fr/
einsehen. Des Weiteren gibt es noch eine App.


Hallo Udo S.!

Udo S. schrieb:
> Peter M. schrieb:
>> aus den Kohlekraftwerken kommt auch Radioaktivität, durfte ich lernen.
>> Menge/Dosis ist mir nicht bekannt.
>
> Das hatte ich auch im Hinterkopf. Ich habe deshalb vor kurzem mal
> recherchiert und bin auf dieses Dokument von 1982 gestoßen:
> https://dserver.bundestag.de/btd/09/012/0901247.pdf
> (Achtung, noch alte Einheiten in mRem/Jahr)

Danke, das finde ich interessant!
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Christoph M. schrieb:
> Könnte es sein, dass Frankreich die AKWs gar nicht aus wirtschaftlichen,
> sondern verteidigungspolitischen Gründen finanziert?

Spielt schon eine Rolle, aber so viele AKWs wären für die paar Bomben 
nicht nötig.
von (prx) A. K. (prx)


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Christoph M. schrieb:
> Könnte es sein, dass Frankreich die AKWs gar nicht aus wirtschaftlichen,
> sondern verteidigungspolitischen Gründen finanziert?

Mit den üblichen Druckwasserreaktoren lässt sich nicht sinnvoll 
waffentaugliches Plutonium erbrüten. Dafür sind Reaktoren erforderlich, 
deren Brennstäbe schon nach kurzer Zeit wieder entnommen werden können, 
nicht nur 1x jährlich.

Aus diesem Grund hatte die Sowjetunion den "Bruderländern" nur die dafür 
untauglichen WWER verkauft, nicht die RBMK-Typen (Tschernobyl).
von G. K. (zumsel)


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Peter M. schrieb:

> G. K. schrieb:
>> Haben die werten Leser in Deutschland, der Schweiz, Österreich oder
>> Luxemburg schon einmal von ihrem Energieversorger oder Netzbetreiber
>> eine E-Mail oder SMS mit der Aufforderung erhalten, den Stromverbrauch
>> zu bestimmten Zeiten zu begrenzen? Im Atomstromland Frankreich gehört
>> seit 2008 zum Alltag, dass die Bürger dazu auch über Radio und Fernsehen
>> aufgefordert werden, damit es nicht zu einem Blackout im ganzen Land
>> kommt. Der wurde am 8. Januar nur knapp verhindert, als beim Nachbar
>> wieder einmal zum Stromsparen aufgefordert worden war.
>
> Das ist ja ein mieser Artikel! Der Passus wirft Fragen auf ohne sie zu
> beantworten. Dem französischen Netzbetreiber RTE nach steigt der
> Energieverbrauch um etwa 2,3 GW pro Kelvin Temperaturrückgang, natürlich
> nicht über die ganze Temperaturbandbreite.

Das Frankreich/EDF zu wenig Kapazität für real existierende Lasten und 
zu wenig Verträge für Lastabwürfe hat ist kein Problem des Artikels.
Das ist ein Problem der französischen Regulatorik bzw. von EDF.

Botschafter != Botschaft.

Und in dem Artikel ist ein Link der die Vorgänge erläutert, den braucht 
man einfach nur anklicken. (Neuland und so)

https://www.telepolis.de/article/Europa-ist-am-Blackout-vorbeigeschrammt-5028090.html

Hinter dem unverantwortlichen Weiterbetrieb von Fessenheim steckte genau 
dieses Problem. Final gelöst ist dieses Problem aber noch lange nicht.
: Bearbeitet durch User
Beitrag #8041110 wurde vom Autor gelöscht.
von G. K. (zumsel)


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H. H. schrieb:
> Christoph M. schrieb:
>> Könnte es sein, dass Frankreich die AKWs gar nicht aus wirtschaftlichen,
>> sondern verteidigungspolitischen Gründen finanziert?
>
> Spielt schon eine Rolle, aber so viele AKWs wären für die paar Bomben
> nicht nötig.

AKWs sind in Frankreich Staatsräson.
von G. K. (zumsel)


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Christoph M. schrieb:
> In Russland ist die Nuklearindustrie ziemlich eng mit der
> Waffenindustrie gekoppelt.
> Könnte es sein, dass Frankreich die AKWs gar nicht aus wirtschaftlichen,
> sondern verteidigungspolitischen Gründen finanziert?

Plutonium 240, was in AKWs entsteht soll wohl nicht für Bomben taugen.

Aber da gibt es bestimmt andere Foristen die uns mit mehr Details dazu 
hier versorgen können.
von (prx) A. K. (prx)


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G. K. schrieb:
> Plutonium 240, was in AKWs entsteht soll wohl nicht für Bomben taugen.

Ebendies. Uran 238 wird durch Neutroneneinfang erst zu Pu 239, dann 
später zu Pu 240, 241, 242. Und wenn zu viel 240 drin ist, taugt es 
nicht mehr für die Bombe. Also muss man die Brennstäbe sehr bald wieder 
rausnehmen, sowas in Richtung Wochen. Kann man in einem 
Druckröhrenreaktor wie in Tschernobyl mitten im Betrieb machen. Aber 
einen Reaktor mit Druckkessel muss man dazu runterfahren wie in der 
Jahresrevision. Geht nicht, wenn der auch noch halbwegs effizient Strom 
erzeugen soll.
: Bearbeitet durch User
von Oliver S. (oliverso)


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G. K. schrieb:
> Haben die werten Leser in Deutschland, der Schweiz, Österreich oder
> Luxemburg schon einmal von ihrem Energieversorger oder Netzbetreiber
> eine E-Mail oder SMS mit der Aufforderung erhalten, den Stromverbrauch
> zu bestimmten Zeiten zu begrenzen?

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/transnetbw-das-steckt-hinter-dem-aufruf-zum-stromsparen-freitagmorgen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-250102-930-333302

Das passiert hier regelmäßig…

Oliver
von (prx) A. K. (prx)


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H. H. schrieb:
> aber so viele AKWs wären für die paar Bomben nicht nötig.

Traditionelle Kernwaffenstaaten haben derart viel von dem Zeug, dass sie 
keines mehr brauchen. Es sind die Möchtergern-Kernwaffenstaaten, die 
welches brauchen. Oder eben Uran anreichern, weil das zwar ein grosser 
Aufwand ist, aber keinen geeigneten Reaktor benötigt.
: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Chris D. schrieb:
> Konservative würden die "freien Kräfte des Marktes" hochhalten ;-)

Franz Josef Strauß, CSU Säulenheiliger: »Man muss als Politiker seine 
Prinzipien so hoch halten, dass man aufrecht darunter durchgehen kann.«
: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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(prx) A. K. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Konservative würden die "freien Kräfte des Marktes" hochhalten ;-)
>
> Franz Josef Strauß, CSU Säulenheiliger: »Man muss als Politiker seine
> Prinzipien so hoch halten, dass man aufrecht darunter durchgehen kann.«

Nach Keynes kann sich ein gewisser Staatsanteil sehr positiv auf die 
Wirtschaftsentwicklung auswirken.
https://de.wikipedia.org/wiki/John_Maynard_Keynes
Die Geldmengenorientierung kann auch sehr nützlich sein - ist aber 
teilweise wegen der lahmen Reaktionsgeschwindigkeit in den Hintergrund 
getreten.
Keine einfachen Zeiten auf jeden Fall nicht - momentan kriechen ja 
doppelmoral fingerzeigende Idealisten aus allem möglichen Löchern.
von G. K. (zumsel)


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Oliver S. schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Haben die werten Leser in Deutschland, der Schweiz, Österreich oder
>> Luxemburg schon einmal von ihrem Energieversorger oder Netzbetreiber
>> eine E-Mail oder SMS mit der Aufforderung erhalten, den Stromverbrauch
>> zu bestimmten Zeiten zu begrenzen?
>
> 
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/transnetbw-das-steckt-hinter-dem-aufruf-zum-stromsparen-freitagmorgen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-250102-930-333302
>
> Das passiert hier regelmäßig…
>
> Oliver

Was allerdings nicht durch einen technischen Strommangel begründet ist, 
sondern wirtschaftlich begründet ist, das Stichwort dazu ist Redispatch.

Eingebrockt hat uns das die bayrischen Landesregierung weil die sich 
unterschiedlichen Stromgebotszonen verweigert und den Netzausbau massiv 
verzögert hat.
von Ralf X. (ralf0815)


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G. K. schrieb:
> Und in dem Artikel ist ein Link der die Vorgänge erläutert, den braucht
> man einfach nur anklicken. (Neuland und so)
>
> 
https://www.telepolis.de/article/Europa-ist-am-Blackout-vorbeigeschrammt-5028090.html

Da hättest auch einen Artikel von Höcke im ND als Beweis verlinken 
können, dass die AfD eine soziale und ausländerfreundliche Partei 
darstellt.
von G. K. (zumsel)


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Ralf X. schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Und in dem Artikel ist ein Link der die Vorgänge erläutert, den braucht
>> man einfach nur anklicken. (Neuland und so)
>>
>>
> 
https://www.telepolis.de/article/Europa-ist-am-Blackout-vorbeigeschrammt-5028090.html
>
> Da hättest auch einen Artikel von Höcke im ND als Beweis verlinken
> können, dass die AfD eine soziale und ausländerfreundliche Partei
> darstellt.

Sicherlich kannst du du deine These mit dem entsprechenden 
ENTSOE-Abschlussbericht untermauern.
Gerne kannst du uns hier eine entsprechende Zusammenfassung posten um 
deine These zu untermauern.

Oder gilt für dich Beweis durch Behauptung?
: Bearbeitet durch User
von Oliver S. (oliverso)


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G. K. schrieb:
> Eingebrockt hat uns das die bayrischen Landesregierung weil die sich
> unterschiedlichen Stromgebotszonen verweigert und den Netzausbau massiv
> verzögert hat.

Da der Laden TransnetBW heißt, und nicht TransnetBY, ist das ziemlich 
unwahrscheinlich.

Oliver
von H. H. (hhinz)


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Oliver S. schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Eingebrockt hat uns das die bayrischen Landesregierung weil die sich
>> unterschiedlichen Stromgebotszonen verweigert und den Netzausbau massiv
>> verzögert hat.
>
> Da der Laden TransnetBW heißt, und nicht TransnetBY, ist das ziemlich
> unwahrscheinlich.

Eben wegen fehlender Leitungen muss der Strom den Umweg über BW machen.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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G. K. schrieb:
> den Netzausbau massiv verzögert hat.

Erstmal lehnte NRW, Hessen den Netzausbau (Strom und Schiene 
Kohlentransporte) in den 60/70ern ab. Ausweg boten die AKW. Eine der N-S 
Trassenreservierungen 380kV verbauten übrigens die Hessen.
von (prx) A. K. (prx)


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Es geht vielleicht um https://de.wikipedia.org/wiki/Suedlink, in dem 
Tennet (Bayern) und TransnetBW (B-W) agieren, und in dem allerlei 
Kommunen und auch Bayern dem Prinzip nach zustimmten, vorausgesetzt die 
Leitungen führen möglichst wenig bei ihnen durch, lieber beim Nachbarn.
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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(prx) A. K. schrieb:
> Es geht vielleicht um https://de.wikipedia.org/wiki/Suedlink, in
> dem
> Tennet (Bayern) und TransnetBW (B-W) agieren, und in dem allerlei
> Kommunen und auch Bayern dem Prinzip nach zustimmten, vorausgesetzt die
> Leitungen führen nicht bei ihnen durch, sondern beim Nachbarn.

Heiliger St. Florian!
von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
> Es geht vielleicht um https://de.wikipedia.org/wiki/Suedlink, in dem
> Tennet (Bayern) und TransnetBW (B-W) agieren, und in dem allerlei
> Kommunen und auch Bayern dem Prinzip nach zustimmten, vorausgesetzt die
> Leitungen führen möglichst wenig bei ihnen durch, lieber beim Nachbarn.

Tja.
AKW wollen wir nicht
Kohlekraftwerke wollen wir nicht
Windparks vor der Nase wollen wir nicht
Solarparks vor der Nase wollen wir nicht
Überlandleitungen vor der Nase wollen wir nicht

Wir wollen nur die Welt retten und überall Ökoenerige haben.
Na dann mal los!
von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> AKW wollen wir nicht
> Kohlekraftwerke wollen wir nicht
> Windparks vor der Nase wollen wir nicht
> Solarparks vor der Nase wollen wir nicht
> Überlandleitungen vor der Nase wollen wir nicht

... und Öl&Gas kriegen wir nicht. Schätze, wie müssen wieder rauf auf 
die Bäume, was war das Leben damals doch so bequem. :)
: Bearbeitet durch User
von Oliver S. (oliverso)


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Strom aus der Steckdose will natürlich auch jeder.

Oliver
von Le X. (lex_91)


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Falk B. schrieb:
> Wir wollen nur die Welt retten

Als Pragmatiker will ich zuvorderst meinen Geldbeutel retten, und den 
meiner Nachkommen. Das geht mit AKWs nicht.
Weiter rettenswert erscheint mir unsere Souveränität, das geht nicht mit 
Öl.

Wenn das nebenbei die Welt rettet, nehm ich gerne mit. Aber erstmal 
schaue ich auf mich bzw. die Meinigen.
: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
> ... und Öl/Gas kriegen wir nicht. Schätze, wie müssen wieder rauf auf
> die Bäume, was war das Leben damals doch so bequem. :)

https://www.youtube.com/watch?v=-qDlhja7OTQ

"whos ape decendend life forms are so amazingly primitive, that they 
still think digital watches are e pretty neat idea."

;-)

So long . . .
von (prx) A. K. (prx)


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Oliver S. schrieb:
> Strom aus der Steckdose will natürlich auch jeder.

Aber schon beim Stromkabel von Steckdose zum Wecker, oder über Ladegerät 
zum Handy, scheiden sich die Geister. Strom erzeugt böse Felder. Sind 
ungesund oder stören den Schlaf.
: Bearbeitet durch User
von G. K. (zumsel)


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von (prx) A. K. (prx)


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Hatte jemand dem Aiwanger den Stecker gezogen, oder woher kam der 
Sinneswandel?
von G. K. (zumsel)


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H. H. schrieb:

> Eben wegen fehlender Leitungen muss der Strom den Umweg über BW machen.

Was keine ungewöhnliche Eigenschaft von einem Netz ist.
von G. K. (zumsel)


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(prx) A. K. schrieb:
> Hatte jemand dem Aiwanger den Stecker gezogen, oder woher kam der
> Sinneswandel?

Der Diplom-Agraringenieur (FH) hat wohl irgendwann festgestellt das ein 
Industrieland Eigenschaften hat die nicht Bestandteil seiner Ausbildung 
waren.

https://www.youtube.com/watch?v=QcUrELTfxtk
Beitrag #8041287 wurde vom Autor gelöscht.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> oder woher kam der Sinneswandel?

Dafuer gibt es Freunde, die losgeschickt werden um Freunde auszufragen 
um noch andere Ideen zu bekommen ausserhalb der eigenen Blase.
von G. K. (zumsel)


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Neues von unserer Lobby^H^H^H^H^H^H Wirtschaftsministerien:
1
"Deutsche Städte und Landkreise können ihre Einnahmen aus erneuerbaren Energien mehr als verdoppeln, wenn sie die Ausbauziele für Wind- und Solaranlagen erreichen." Das ist die zentrale Botschaft einer neuen Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung und des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln Consult (IW Consult).
2
Die Studie, die im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt wurde, zeigt, dass insbesondere in ländlichen Regionen Kommunen durch erneuerbare Energien mehr Steuereinnahmen, mehr Arbeitsplätze und mehr Unternehmensansiedlungen gewinnen können.

https://www.t-online.de/finanzen/energie/id_101226464/wirtschaftswachstum-durch-energiewende-reiche-laesst-studie-verschwinden.html
von Rbx (rcx)


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Falk B. schrieb:
> Wir wollen nur die Welt retten und überall Ökoenerige haben.
> Na dann mal los!

Immerhin haben bei uns ein paar Leute eine Wassermühle wieder in Gang 
gesetzt und aktiviert. Schöne Sache. Im Osten stehen auch noch tolle 
Windmühlen herum, die scheinen aber vor sich hin zu verrotten. Schade 
eigentlich.
von Ein T. (ein_typ)


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Chris D. schrieb:
> Also im Klartext: es lohnt sich marktwirtschaftlich schlicht nicht

Die Aussagen von Anna Borg, der CEO von Vattenfall, lesen sich IMHO aber 
ein winzig kleines bisschen anders:

"Laut Aftonbladet habe sie darauf hingewiesen, dass der schwedische 
Staatskonzern Vattenfall profitabel sein müsse, denn der schwedische 
Reichstag hat ein Rentabilitätsziel für den Energieversorger festgelegt. 
Anna Borg habe aber nicht vor zu investieren, wenn neue Atomkraft nicht 
kalkulierbar sei, heißt es in dem Bericht. Und wenn es etwas gebe, was 
schwer zu berechnen sei, dann sei es die Atomkraft." (Quelle: [1])

Nun kann ich die Seriosität der Quelle nicht beurteilen, die Betreiberin 
ist laut Impressum eine "Internationales Wirtschaftsforum Regenerative 
Energien (IWR) / IWR.de GmbH" und bei dem Namen würde ich jetzt keine 
übergroße Nähe zur AKW-Befürworterszene vermuten.

Allerdings scheinen wir, lieber Chris, hier wir wohl wieder vor einem 
jener Phänomene zu stehen, wo sich aus derselben Information ganz 
unterschiedliche Schlußfolgerungen ziehen lassen. Natürlich kannst Du 
jetzt sagen: "siehste, sogar Vattenfall als AKW-Betreiber hält das für 
unwirtschaftlich". Aber die Aussage von Frau Borg läßt sich IMHO auch so 
lesen, daß die Wirtschaftlichkeit von Kernenergie immer auch sehr vom 
politischen Klima und der Politik selbst abhängt (wer wüßte das besser 
als wir in Deutschland...) und sie sich darum nicht alleine, also ohne 
einen entsprechenden auch finanziellen Rückhalt der Politik nicht auf 
dieses schwer kalkulierbare Abenteuer einlassen mag.

Natürlich ist die Versuchung der Atomgegner jetzt groß, das so zu 
verstehen, wie Du das geschrieben hast. Aber das erscheint mir ehrlich 
gesagt auch nicht viel seriöser als die Argumente, mit denen die 
Kernkraftfreunde die Fragen zu Risiken und Endlagern wegzuwischen 
versuchen.

[1] 
https://www.energiefirmen.de/news/nachrichten/artikel-38699-vattenfall-plant-naechste-schritte-im-pruefungsprozess-fuer-neue-kernkraftwerke-in-schweden
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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G. K. schrieb:
> Neues von unserer Lobby

Wobei die studienerstellende Organisation übrigens Lobby hoch drei sind. 
Es hätte eigentlich jeden verwundert, wenn die was anderes geschrieben 
hätten.

Nachzusehen wäre, wann die Studie vergeben wurde. In der Regel laufen 
solche Studien über zwei Jahre. Vorher war dann übrigens noch die 
Ausschreibungsphase oder diese wurde von dem Ministerium freihändig 
vergeben. Das wären die interessanten Informationen zur Studie.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ein T. schrieb:
> daß die Wirtschaftlichkeit von Kernenergie immer auch sehr vom
> politischen Klima und der Politik selbst abhängt

Genau so ist es. Wenn die Politik (auch auf Grund von NGO-Lobbies) der 
Kernkraft richtig teure Auflagen reindrückt, dann wird das 
unwirtschaftlich.

Und wer meint, das ginge bei den regenerativen nicht auch umgekehrt, der 
bekommt dann als Antwort um die Ohren gehauen, es wäre doch möglich eine 
70% Sonnensteuer auf den Ertrag vorzuschreiben als Übergewinnabgabe und 
Ausgleich denjenigen gegenüber, die kein Chance auf Solardach haben, 
weil diese in einem großen Mietsblock sitzen. Das ist übrigens die 
Mehrheit und mit einer gut geführten Neiddebatte würde das schon 
klappen.
von Ralf X. (ralf0815)


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G. K. schrieb:
> Sicherlich kannst du du deine These mit dem entsprechenden
> ENTSOE-Abschlussbericht untermauern.
> Gerne kannst du uns hier eine entsprechende Zusammenfassung posten um
> deine These zu untermauern.
>
> Oder gilt für dich Beweis durch Behauptung?

IdR. leisten sich beide (extreme) Seiten seit Jahr und Tag nur verlogene 
und sinnlose Dauergefechte, was zur Folge hat, dass ich mich in solchen 
Spielkreisen weniger/seltener blicken lasse.
Insb. da ich der "erneuerbaren" Seite bedeutend näher stehe, sehe ich 
auch deren Dauerlügen besonders kritisch.

Leider hat Fraunhofer/energy-charts ihre Seiten in den letzen Jahren um 
immer mehr einstmals sehr nützliche Tools und Seiten "erleichtert", ggf. 
hat es der Gegenseite zuviele Argumente frei Haus geliefert?

Telepolis, Spiegel und SZ sind Medien, die gerne jedes negative 
Ereignis bzgl. des französischen Strommarktes förmlich abfeiern, 
schaffen es damit (ohne TP) auch regelmässig in die Tagesschau/Heute, 
die den Schwachsinn nachplappern.

Typisch: Kältewelle in Europa sorgt für Engpass in FR, dortiger 
Spotpreis auf unbezahlbarer Höhe...
Verschwiegen wird nur, dass dort kaum ein Franzose einkauft, eher dann 
Nachschub aus den Märkten der direkten Nachbarn bedeutend billiger 
eingekauft wird und ausgerechnet DE ebenfalls notleidend ist und die 
französischen Hammerspotpreise bezahlen muss!
EdF und RTE darüber fürstliche Gewinne aus diesen Lieferungen an DE 
einfahren.

Nebenbei hat FR 2025 die 10fache Menge exportiert, als importiert.
Nach DE sogar die 27fache Menge.

Früher konnte man sich bei 
https://energy-charts.info/charts/import_export/chart.htm?l=de&c=DE u.a. 
Seiten noch easy die preislichen Daten abrufen.
Aber da konnte man noch sehen, dass DE idR. einiges mehr pro kWh an FR & 
Co für deutsche Importe zahlen musste, als DE für den Exportstrom (pro 
kWh) erzielt.

> ENTSOE-Abschlussbericht

Was ist und soll das?
Bei Entso-e kannst Du Dir die 15 min Strommengenwerte über 
Grenzkoppelstellen runterladen, bei der EPEX die Preise für den 
Spotmarkt, wobei man das nicht 1:1 verbinden kann.

Monats- und Jahresergebnisse bekommt man bei Destatis und eurostat.
: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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(prx) A. K. schrieb:
> ... und Öl&Gas kriegen wir nicht.

Wir haben in Deutschland und Europa zwar noch große unerschlossene 
Reserven, aber die wollen wir (zumindest jene in D) nicht abbauen. Aber 
ich befürchte, dieser kontroversen, aber dennoch erfreulich sachlichen 
Diskussion noch eine Dimension bezüglich des Frackings zuzuführen, 
könnte sie kippen lassen.

> Schätze, wie müssen wieder rauf auf
> die Bäume, was war das Leben damals doch so bequem. :)

Welche Bäume denn? Es gibt doch längst gar keine Bäume mehr! Hast Du 
denn das Waldsterben schon vergessen?
von Ein T. (ein_typ)


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Dieter D. schrieb:
> Ein T. schrieb:
>> daß die Wirtschaftlichkeit von Kernenergie immer auch sehr vom
>> politischen Klima und der Politik selbst abhängt
>
> Genau so ist es. Wenn die Politik (auch auf Grund von NGO-Lobbies) der
> Kernkraft richtig teure Auflagen reindrückt, dann wird das
> unwirtschaftlich.

Ähnliches gilt auch, wenn die Politik vor dem Ende der Laufzeit der 
Kraftwerke beschließt, aus der Kernenergie auszusteigen. Unser deutsches 
Beispiel ist mit Sicherheit auch in Schweden bemerkt worden, besonders 
bei Vattenfall.

> mit einer gut geführten Neiddebatte würde das schon klappen.

Och nö, bitte nicht schon wieder eine Neiddebatte.
von G. K. (zumsel)


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Falk B. schrieb:

> Wir wollen nur die Welt retten und überall Ökoenerige haben.
> Na dann mal los!

Wäre ich dein Kind würde ich dich enterben!
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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G. K. schrieb:
> Wäre ich dein Kind würde ich dich enterben!

Hoffen wir mal, dass Deine Eltern das umgekehrt genau so machen. :)
von G. K. (zumsel)


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Dieter D. schrieb:

> Genau so ist es. Wenn die Politik (auch auf Grund von NGO-Lobbies) der
> Kernkraft richtig teure Auflagen reindrückt, dann wird das
> unwirtschaftlich.

Meinst du Auflagen wäre geringer wenn man die Dinger privat für 
bezahlbare Policen versichern müsste?

> Und wer meint, das ginge bei den regenerativen nicht auch umgekehrt, der
> bekommt dann als Antwort um die Ohren gehauen, es wäre doch möglich eine
> 70% Sonnensteuer auf den Ertrag vorzuschreiben als Übergewinnabgabe und
> Ausgleich denjenigen gegenüber, die kein Chance auf Solardach haben,
> weil diese in einem großen Mietsblock sitzen. Das ist übrigens die
> Mehrheit und mit einer gut geführten Neiddebatte würde das schon
> klappen.

Diese Neiddebatte müsste den Argument widerstehen ob man die $€$€$€ 
lieber irgentwelchen Journalistenaufschlitzern aus Saudi-Arabien oder 
anderen Kleptokraten und Massenmördern geben möchte.

Ich denke dann ist deine Neiddebatte ganz schnell im Arsch und wird das 
Gegenteil erzeugen.

Lass mal lieber besser die Finger von PR und Spin Doctoring.
von G. K. (zumsel)


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von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:

> Natürlich ist die Versuchung der Atomgegner jetzt groß, das so zu
> verstehen, wie Du das geschrieben hast. Aber das erscheint mir ehrlich
> gesagt auch nicht viel seriöser als die Argumente, mit denen die
> Kernkraftfreunde die Fragen zu Risiken und Endlagern wegzuwischen
> versuchen.

Hängt in erster Line davon ob man Marktwirtschaftler oder Sozialist ist.
von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:

> Wir haben in Deutschland und Europa zwar noch große unerschlossene
> Reserven, aber die wollen wir (zumindest jene in D) nicht abbauen. Aber
> ich befürchte, dieser kontroversen, aber dennoch erfreulich sachlichen
> Diskussion noch eine Dimension bezüglich des Frackings zuzuführen,
> könnte sie kippen lassen.

Welche Reichweite sollen den diese Reserven haben?
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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G. K. schrieb:
> irgentwelchen Journalistenaufschlitzern aus Saudi-Arabien

Hmmm, den Spiegel hats erwischt. Das Inföchen hatte noch gefehlt.
von G. K. (zumsel)



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Ralf X. schrieb:

> IdR. leisten sich beide (extreme) Seiten seit Jahr und Tag nur verlogene
> und sinnlose Dauergefechte, was zur Folge hat, dass ich mich in solchen
> Spielkreisen weniger/seltener blicken lasse.

Umso mehr wundert es mich das du keine Fakten und keine Quellen bringst 
die deine Thesen untermauern.

> Insb. da ich der "erneuerbaren" Seite bedeutend näher stehe, sehe ich
> auch deren Dauerlügen besonders kritisch.

Ja der liebe Gott hat die Kirschen auf den Torten nicht gleichmäßig 
verteilt, isso.

> Leider hat Fraunhofer/energy-charts ihre Seiten in den letzen Jahren um
> immer mehr einstmals sehr nützliche Tools und Seiten "erleichtert", ggf.
> hat es der Gegenseite zuviele Argumente frei Haus geliefert?

Ganz oben gibt es ein Klappmenü "Preise".

> Telepolis, Spiegel und SZ sind Medien, die gerne jedes *negative*
> Ereignis bzgl. des französischen Strommarktes förmlich abfeiern,
> schaffen es damit (ohne TP) auch regelmässig in die Tagesschau/Heute,
> die den Schwachsinn nachplappern.

Schnapp dir den Abschlussbericht von ENTSOE, einer dieser 
Abschlussberichte ist ja das offizielle Thema dieses Threads und ist 
gleich im Startpost verlinkt, dann kannst du dir ein fundiertes Urteil 
darüber bilden wo Scheiße drin steht. So bleibt deine These nur Geraune.

> Typisch: Kältewelle in Europa sorgt für Engpass in FR, dortiger
> Spotpreis auf unbezahlbarer Höhe...
> Verschwiegen wird nur, dass dort kaum ein Franzose einkauft, eher dann
> Nachschub aus den Märkten der direkten Nachbarn bedeutend billiger
> eingekauft wird und ausgerechnet DE ebenfalls notleidend ist und die
> französischen Hammerspotpreise bezahlen muss!
> EdF und RTE darüber fürstliche Gewinne aus diesen Lieferungen an DE
> einfahren.

Angebot und Nachfrage und die Auswirkungen auf die Preise sind dir ein 
Begriff?

> Nebenbei hat FR 2025 die 10fache Menge exportiert, als importiert.
> Nach DE sogar die 27fache Menge.
>
> Früher konnte man sich bei
> https://energy-charts.info/charts/import_export/chart.htm?l=de&c=DE u.a.
> Seiten noch easy die preislichen Daten abrufen.
> Aber da konnte man noch sehen, dass DE idR. einiges mehr pro kWh an FR &
> Co für deutsche Importe zahlen musste, als DE für den Exportstrom (pro
> kWh) erzielt.

Ich habe mir seinerzeit das entsprechende Diagramm exportiert und siehe 
da die Preise für den Import und Export unterscheiden sich nur 
unwesentlich.

Der entsprechende Export liegt im Anhang von diesem Post.

Und dein Link zeigt übrigens das D bisher in diesem Jahr mehr Strom 
exportiert  als importiert hat.

Hier gibt ein lustiges Diagramm über den Import/Export der Jahre seit 
2002:

https://energy-charts.info/charts/energy/chart.htm?l=en&c=DE&legendItems=my1&interval=year&year=-1

Zusätzlich, und das verbuche ich als irreführenden rhetorischen Trick 
von dir, war der Aufhänger deines Post der übliche Strommangel in F wenn 
es kalt ist.
Jetzt mal so einfach daraus einen Strommangel in D zu schließen ist mehr 
als fragwürdig.

>> ENTSOE-Abschlussbericht
>
> Was ist und soll das?

Schnapp dir den Abschlussbericht von ENTSOE, einer dieser 
Abschlussberichte ist ja das offizielle Thema dieses Threads und ist 
gleich im Startpost verlinkt.
von Ein T. (ein_typ)


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G. K. schrieb:
> Ein T. schrieb:
>
>> Welche Bäume denn? Es gibt doch längst gar keine Bäume mehr! Hast Du
>> denn das Waldsterben schon vergessen?
>
> Wann warst du das letzte mal im Harz?
>
> 
https://www.google.com/maps/@51.7813446,10.5509217,3a,90y,287.8h,88.55t/data=!3m7!1e1!3m5!1sOT3Rt7NEDDHtB3H1Mgxmtg!2e0!6shttps:%2F%2Fstreetviewpixels-pa.googleapis.com%2Fv1%2Fthumbnail%3Fcb_client%3Dmaps_sv.tactile%26w%3D900%26h%3D600%26pitch%3D1.4524656371671654%26panoid%3DOT3Rt7NEDDHtB3H1Mgxmtg%26yaw%3D287.8048688404436!7i16384!8i8192?entry=ttu&g_ep=EgoyMDI2MDQyMS4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D

Mit ein wenig Recherche wäre auch Dir mit Sicherheit aufgefallen, was 
der Harzer Tourismusverband dazu unter [1] sagt:

"Der Borkenkäfer gilt als Auslöser des Fichtensterbens im Harz."

Die deutschsprachige Wikipedia [2] ergänzt dazu:

"Eine Gruppe pensionierter Forstbeamter sieht in der Ursache 
ausschließlich die Nichtbekämpfung des Borkenkäfers im Bereich des 
Nationalpark Harz, dessen riesige Käferpopulation auf den übrigen Harz 
übergesprungen sei. [27]"

An anderer Stelle [3] ist über die Quelle Nr. 27 der Wikipedia zu lesen:

"In den Augen der Autoren, darunter mit Dr. Wolf-Eberhardt Barth auch 
der ehemalige Leiter des niedersächsischen Nationalparks Harz, der 2006 
mit dem Nationalpark Hochharz (Sachsen-Anhalt) vereinigt wurde, ist das 
große Baumsterben in der Region ein „ideologisch motiviertes 
Versäumnis“. Die Bekämpfung des Borkenkäfers sei „sehr wohl möglich 
gewesen“. "

Also halten wir mal fest: den Harz haben die Trockenheit und der 
Borkenkäfer arg gebeutelt. Eine Reihe ehemaliger Forstbeamter behauptet 
obendrein, diese Borkenkäferplage sei aus ideologischen Gründen nicht 
verhindert worden. Dort scheinen die Bemühungen zum Umweltschutz also 
nicht das gewünschte Ergebnis erzielt zu haben. Und jetzt hälst Du mir 
ausgerechnet das als Begründung für eine Ausweitung ebendieses 
Umweltschutzes vor?

Es wäre schön, wenn auch Du Dich um ein bisschen Sachlichkeit und 
Seriosität bemühen könntest. Bisher habe ich leider eher das Gefühl, daß 
Du die Debatte stören möchtest und Dir dazu jedes Mittel Recht ist.


[1] 
https://www.harzinfo.de/naturlandschaft-harz/initiative-der-wald-ruft/hintergruende

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Harz_(Mittelgebirge)

[3] 
https://www.tn-deutschland.com/harzinfarkt-eine-streitschrift-ueber-das-baumsterben-im-harz/
von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:

> Es wäre schön, wenn auch Du Dich um ein bisschen Sachlichkeit und
> Seriosität bemühen könntest. Bisher habe ich leider eher das Gefühl, daß
> Du die Debatte stören möchtest und Dir dazu jedes Mittel Recht ist.

Das Bäume bei Trockenheit weniger Harz bilden können welches der Baum 
u.a. zur Abwehr von Borkenkäfern nutzt ist dir bekannt? Und insbesondere 
Fichten sind als Flachwurzler besonders von Trockenheit betroffen.

Und wenn es dem Baum generell beschissen geht ist auch die Abwehr von 
Feinden schwieriger, das solltest du auch von deinem eigenen Körper 
kenne.

So viel zum Thema Seriosität, deine unvollständige Fakten und das 
weglassen von Informationen trägt zur Störung von Debatten bei.

BTW: Du weist wie die von dir zitierte Borkenkäferbekämpfung aussieht 
bzw. was da passiert?

Borkenkäfer fallen nicht einfach so vom Himmel.
: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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G. K. schrieb:
> Ein T. schrieb:
>
>> Wir haben in Deutschland und Europa zwar noch große unerschlossene
>> Reserven, aber die wollen wir (zumindest jene in D) nicht abbauen. Aber
>> ich befürchte, dieser kontroversen, aber dennoch erfreulich sachlichen
>> Diskussion noch eine Dimension bezüglich des Frackings zuzuführen,
>> könnte sie kippen lassen.
>
> Welche Reichweite sollen den diese Reserven haben?

Schätzungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) 
gehen von technisch förderbaren Schiefergasressourcen zwischen 800 
Milliarden und 2,3 Billionen Kubikmetern aus. Es wird ein technisch 
erschließbares Potenzial von rund 450 Milliarden Kubikmetern Erdgas aus 
Kohleflözen vermutet, und die sicheren und wahrscheinlichen 
konventionellen Erdgasreserven lagen Ende 2024 bei ungefähr 32 
Milliarden Kubikmetern.

Wenn ich bei den Schätzungen die Mittelwerte nehme, könnten wir mit 
diesen Mengen 20 Jahre ohne jeden Gasimport auskommen, gerechnet auf die 
etwa 102 Milliarden Kubikmeter die wir 2021 verbraucht haben, oder 24 
Jahre, auf den Verbrauch von etwa 83 Milliarden Kubikmetern im Jahr 2025 
gerechnet.

Hast Du sonst noch Fragen, die Dir eine Internetsuchmaschine binnen 
weniger Sekunden beantworten könnte?
von Ein T. (ein_typ)


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G. K. schrieb:
> Das Bäume bei Trockenheit weniger Harz bilden können welches der Baum
> u.a. zur Abwehr von Borkenkäfern nutzt ist dir bekannt?

Und daran ist der Saure Regen schuld?
von Ein T. (ein_typ)


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G. K. schrieb:
> Borkenkäfer fallen nicht einfach so vom Himmel.

Stimmt, nach maximal 3 Kilometern Flugstrecke landen sie.
von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:

> Schätzungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
> gehen von technisch förderbaren Schiefergasressourcen

"Technisch förderbar" sind auch Vorkommen in Schutzgebieten wie z.b. 
Wasserschutzgebieten, Wäldern, etc. oder auch direkt neben Wohngebieten.
Und "technisch förderbar" trifft auch keinerlei Aussagen über die 
Wirtschaftlichkeit einer möglichen Förderung.

Da fehlen schon wieder Informationen von dir welche die Interpretation 
deiner Quellen für den unbedarften Leser verzerren.

Und das BGR hat schon merkwürdige Aktionen durchgeführt welche durchaus 
ein gewisses Geschmäckle haben:

https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/wie-die-bgr-einmal-versuchte-die-waermende-treibhauswirkung-von-co2-zu-widerlegen/
von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Das Bäume bei Trockenheit weniger Harz bilden können welches der Baum
>> u.a. zur Abwehr von Borkenkäfern nutzt ist dir bekannt?
>
> Und daran ist der Saure Regen schuld?

Dir ist bekannt das die Wälder in Deutschland immer noch gekalkt werden?

Ein unpassender PH-wert des Bodens trägt nicht zur Fitness von Bäumen 
bei welche ein Baum zur besseren Abwehr von z.b. Borkenkäfern braucht.
von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Borkenkäfer fallen nicht einfach so vom Himmel.
>
> Stimmt, nach maximal 3 Kilometern Flugstrecke landen sie.

Wow, was für ein seriöser Kommentar von dir!

Geh doch einfach mal mit guten Beispiel voran wenn du von anderen 
Seriosität einforderst.
von G. K. (zumsel)


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Dieter D. schrieb:

> Nachzusehen wäre, wann die Studie vergeben wurde. In der Regel laufen
> solche Studien über zwei Jahre. Vorher war dann übrigens noch die
> Ausschreibungsphase oder diese wurde von dem Ministerium freihändig
> vergeben. Das wären die interessanten Informationen zur Studie.

Warum recherchierst du nicht selbst?
von Rbx (rcx)


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Bei uns gibt es auch Käferfraß im Wald. Ist in meinem ganzen Leben nicht 
aufgefallen, erst in letzter Zeit (seit 2-3 Jahren). Teilweise spielt 
die Umweltvernichtung ja auch mit rein - beispielsweise haben vor 
einigen Jahren ganz viele MinierMotten unsere Kastanien überall (im 100 
km Umkreis) total überfallen. Vorangegangen waren zwei superkalte Winter 
(2012 und 2013) welche einen stillen Frühling (kein Vogelgezwitscher) 
beschert hatten.
von H. H. (hhinz)


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G. K. schrieb:
> Dieter D. schrieb:
>
>> Nachzusehen wäre, wann die Studie vergeben wurde. In der Regel laufen
>> solche Studien über zwei Jahre. Vorher war dann übrigens noch die
>> Ausschreibungsphase oder diese wurde von dem Ministerium freihändig
>> vergeben. Das wären die interessanten Informationen zur Studie.
>
> Warum recherchierst du nicht selbst?

Er kann halt viel besser phantasieren.
von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Also im Klartext: es lohnt sich marktwirtschaftlich schlicht nicht
>
> Die Aussagen von Anna Borg, der CEO von Vattenfall, lesen sich IMHO aber
> ein winzig kleines bisschen anders:
>
> "Laut Aftonbladet habe sie darauf hingewiesen, dass der schwedische
> Staatskonzern Vattenfall profitabel sein müsse, denn der schwedische
> Reichstag hat ein Rentabilitätsziel für den Energieversorger festgelegt.
> Anna Borg habe aber nicht vor zu investieren, wenn neue Atomkraft nicht
> kalkulierbar sei, heißt es in dem Bericht. Und wenn es etwas gebe, was
> schwer zu berechnen sei, dann sei es die Atomkraft." (Quelle: [1])

Hmm, klingt als würde die CEO von Vattenfall gerne die Risiken 
sozialisieren.
von Michael B. (alter_mann)


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G. K. schrieb:
> "Technisch förderbar" sind auch Vorkommen in Schutzgebieten wie z.b.
> Wasserschutzgebieten, Wäldern, etc. oder auch direkt neben Wohngebieten.

Ist also genauso wie bei den sog. erneuerbaren Energien.
von G. K. (zumsel)


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Michael B. schrieb:
> G. K. schrieb:
>> "Technisch förderbar" sind auch Vorkommen in Schutzgebieten wie z.b.
>> Wasserschutzgebieten, Wäldern, etc. oder auch direkt neben Wohngebieten.
>
> Ist also genauso wie bei den sog. erneuerbaren Energien.

Und die Auswirkungen, Risiken und möglichen Schäden sind vergleichbar?
von Michael B. (alter_mann)


Lesenswert?

G. K. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> G. K. schrieb:
>>> "Technisch förderbar" sind auch Vorkommen in Schutzgebieten wie z.b.
>>> Wasserschutzgebieten, Wäldern, etc. oder auch direkt neben Wohngebieten.
>>
>> Ist also genauso wie bei den sog. erneuerbaren Energien.
>
> Und die Auswirkungen, Risiken und möglichen Schäden sind vergleichbar?

Wenn man die berichteten Beeinträchtigungen durch z.B. Windparks als 
Schwurbelei, alternative Fakten und sowieso rechts verunglimpft und 
abtut, ja dann nicht.
Dem gegenüber stünde eine planbare und sichere Energieversorgung.
von Ralf X. (ralf0815)


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G. K. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>
>> IdR. leisten sich beide (extreme) Seiten seit Jahr und Tag nur verlogene
>> und sinnlose Dauergefechte, was zur Folge hat, dass ich mich in solchen
>> Spielkreisen weniger/seltener blicken lasse.
>
> Umso mehr wundert es mich das du keine Fakten und keine Quellen bringst
> die deine Thesen untermauern.

Ich brauche selten andere Unterstützer, die offiziellen Datenquellen 
sollten Dir bekannt sein.

>> Insb. da ich der "erneuerbaren" Seite bedeutend näher stehe, sehe ich
>> auch deren Dauerlügen besonders kritisch.
>
> Ja der liebe Gott hat die Kirschen auf den Torten nicht gleichmäßig
> verteilt, isso.

Hohle Sprüche helfen nicht.

>> Leider hat Fraunhofer/energy-charts ihre Seiten in den letzen Jahren um
>> immer mehr einstmals sehr nützliche Tools und Seiten "erleichtert", ggf.
>> hat es der Gegenseite zuviele Argumente frei Haus geliefert?
>
> Ganz oben gibt es ein Klappmenü "Preise".

Und da findest Du irgendetwas zu aktuellen und vergangenen Preisen, etc. 
zum Stromhandel zwischen DE und FR`?

>> Telepolis, Spiegel und SZ sind Medien, die gerne jedes *negative*
>> Ereignis bzgl. des französischen Strommarktes förmlich abfeiern,
>> schaffen es damit (ohne TP) auch regelmässig in die Tagesschau/Heute,
>> die den Schwachsinn nachplappern.
>
> Schnapp dir den Abschlussbericht von ENTSOE, einer dieser
> Abschlussberichte ist ja das offizielle Thema dieses Threads und ist
> gleich im Startpost verlinkt, dann kannst du dir ein fundiertes Urteil
> darüber bilden wo Scheiße drin steht. So bleibt deine These nur Geraune.

Bei Dir ist das Thema schon wieder mal ganz woanders gelandet, und 
darauf habe ich Dir geantwortet.
Passt das Dir nicht und Du möchstes ablenken?

>> Typisch: Kältewelle in Europa sorgt für Engpass in FR, dortiger
>> Spotpreis auf unbezahlbarer Höhe...
>> Verschwiegen wird nur, dass dort kaum ein Franzose einkauft, eher dann
>> Nachschub aus den Märkten der direkten Nachbarn bedeutend billiger
>> eingekauft wird und ausgerechnet DE ebenfalls notleidend ist und die
>> französischen Hammerspotpreise bezahlen muss!
>> EdF und RTE darüber fürstliche Gewinne aus diesen Lieferungen an DE
>> einfahren.
>
> Angebot und Nachfrage und die Auswirkungen auf die Preise sind dir ein
> Begriff?

Natürlich, ich habe lebendslang gehandelt, leider hat darunter mein 
Fachwissen Elektronik/SW gelitten, konnte nicht aktuell gehalten werden.
Also noch einmal für Dich:
Wenn in einer grossflächigen Engpassphase DE mehr für Strom bezahlt als 
FR, hat DE das grössere Problem.
An sich ganz einfach.

>> Nebenbei hat FR 2025 die 10fache Menge exportiert, als importiert.
>> Nach DE sogar die 27fache Menge.
>>
>> Früher konnte man sich bei
>> https://energy-charts.info/charts/import_export/chart.htm?l=de&c=DE u.a.
>> Seiten noch easy die preislichen Daten abrufen.
>> Aber da konnte man noch sehen, dass DE idR. einiges mehr pro kWh an FR &
>> Co für deutsche Importe zahlen musste, als DE für den Exportstrom (pro
>> kWh) erzielt.
>
> Ich habe mir seinerzeit das entsprechende Diagramm exportiert und siehe
> da die Preise für den Import und Export unterscheiden sich nur
> unwesentlich.
>
> Der entsprechende Export liegt im Anhang von diesem Post.
>
> Und dein Link zeigt übrigens das D bisher in diesem Jahr mehr Strom
> exportiert  als importiert hat.
>
> Hier gibt ein lustiges Diagramm über den Import/Export der Jahre seit
> 2002:
>
> 
https://energy-charts.info/charts/energy/chart.htm?l=en&c=DE&legendItems=my1&interval=year&year=-1

Das Thema ist seit hunderten Kommentaren in Richtung FR und 
Atom-/Kernkraftwerke entglitten.
Was also sollen Deine allgemeinen Schwurbeleien, ohne dabei auf FR 
speziell einzugehen?

> Zusätzlich, und das verbuche ich als irreführenden rhetorischen Trick
> von dir, war der Aufhänger deines Post der übliche Strommangel in F wenn
> es kalt ist.
> Jetzt mal so einfach daraus einen Strommangel in D zu schließen ist mehr
> als fragwürdig.

Was daran ist unschlüssig?
Ok, Du gehörst zu den Spezialisten, die bei einem Jahresbedarf von 3.500 
kWh darauf schliessen, dass ihnen eine Zuleitung mit einer Belasbarkeit 
von aufgerundet 0,5 kW ausreicht.
Sorry, das ist anders.

>>> ENTSOE-Abschlussbericht
>>
>> Was ist und soll das?
>
> Schnapp dir den Abschlussbericht von ENTSOE, einer dieser
> Abschlussberichte ist ja das offizielle Thema dieses Threads und ist
> gleich im Startpost verlinkt.

Soso, und da steht etwas drin, worüber Du seit Beginn am stänkern bist?
von Ralf X. (ralf0815)


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G. K. schrieb:
> Hmm, klingt als würde die CEO von Vattenfall gerne die Risiken
> sozialisieren.

Du bist lediglich ein Massenschwätzer mit ADHS, dem verdammt vieles 
fehlt.
Die meisten skandinavischen Staatsunternehmen agieren mit harter Hand, 
aber in der Art rigoröser Gewinnoptimierung zugunsten des Staates.
Oft auch mittels gerichtlicher Klärung zwischen unterschiedlicher 
Staatsbetriebe.

Was denkst Du kleines Dummerchen, wer bei einem Staatsbetrieb die 
Risiken trägt?
von (prx) A. K. (prx)


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Ergibt euer zunehmend aggressiver Streit Sinn?
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ralf X. schrieb:
> Passt das Dir nicht und Du möchstes ablenken?

Wenn es Gegenwind gibt, dürfte Letzteres zutreffen.

Ralf X. schrieb:
> Was also sollen Deine allgemeinen Schwurbeleien, ohne dabei auf FR
> speziell einzugehen?

Die Nebenkriegsschauplätze sollen nur von den Klarstellungen der
Ursachen des Blackouts abzulenken.

Der Blackout wurde eindeutig durch die Einspeisungen der regenerativen
Energieerzeuger verursacht. Es ist schön zu sehen, wie dort das Framing 
genutzt wurde. Aber der nächste Blackout kommt bestimmt, wenn es die 
Ökolobby weiterhin
schafft die Einwendungen der Netzbetreiber niederzureden und daher die
Maßnahmen, die natürlich auch Geld kosten, weiterhin nicht realisiert
werden.

Dazu gehören zum Beispiel verschieden Speicher, wie Akkubänke,
E-Kohlenstoffeprodukte, neue & weiche 
Netzstabilisierungsregelungsvorgaben
für Wechselrichter, Fernsteuerungen - auch Internetunabhängig, usw.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ralf X. schrieb:
> Was also sollen Deine allgemeinen Schwurbeleien, ohne dabei auf FR
> speziell einzugehen?

Das soll Dich provozieren, damit Dir dann auch ein paar unschöne Worte 
rausrutschen. Und dann wird sich nur noch auf das eingeschossen.
von Ralf X. (ralf0815)


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(prx) A. K. schrieb:
> Ergibt euer zunehmend aggressiver Streit Sinn?

Bei knapp 600 Beiträgen kann es sich nur noch um Unterhaltung handeln.
Oder Uhren.
von Ein T. (ein_typ)


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Michael B. schrieb:
> Dem gegenüber stünde eine planbare und sichere Energieversorgung.

Hast Du eventuell "wirtschaftlich darstellbare" vergessen, oder ist das 
bei Dir in "planbare" integriert?
von Christoph M. (mchris)


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Dieter D. schrieb:
> Der Blackout wurde eindeutig durch die Einspeisungen der regenerativen
> Energieerzeuger verursacht.

Eher durch deren ungünstige Regelungsstrategie die sich technisch 
beheben lässt.
von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Durch Fehler lernt man. Manchmal sogar auch durch Fehler Anderer.

Dass die Umstellung auf andere Strukturen in der Stromerzeugung 
Konsequenzen hat, liegt auf der Hand. Es führt auch zu veränderter 
Netzsteuerung. Mit Glück erwischt man alle pathologischen Fälle 
rechtzeitig in Simulationen. Aber wie heisst Murphy auf Spanisch?
: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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(prx) A. K. schrieb:
> Aber wie heisst Murphy auf Spanisch?

Auch Edward.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Michael B. schrieb:
> Wenn man die berichteten Beeinträchtigungen durch ...

Die negativen Impakts gibt es nunmal. Die Vertreter der alternativen 
Physik fordern, wenn sie das Lesen, in der Regel zum 
Medikamentenmissbrauch auf oder wollen die Personen in den Geschlossenen 
wissen.

Aber die Nachteile wären problemlos zu handhaben, wenn hier nur die 
Bevölkerungsdichte wie in Norwegen, Brasilien oder die USA vorhanden 
wäre. Die USA wäre auch hier im Vorteil. Das sollte man nicht vergessen.
: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Christoph M. schrieb:
> Eher durch deren ungünstige Regelungsstrategie die sich technisch
> beheben lässt.

Solange aber jeder, der Kritik äußert, in die rechte Ecke gestellt wird, 
wird es nicht richtig angepackt, sondern nur nach jedem Blackout ein 
bißchen was gemacht.

Anfang diese Woche war auch der Strom wieder mal knapp. Es wurden per 
Fernsteuerung viele Wärmepumpen außerhalb Münchens abgeschaltet. Bei 
einem Fall gibg dann diese nicht wieder an und schaltete wegen 
flatterhaften Strom mit Störungsmeldungen ab. Der Fehlerspeicher hatte 
interessante Infos gesammelt.
von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> Solange aber jeder, der Kritik äußert, in die rechte Ecke gestellt wird

Oder in Bayern in die linke. 😀
von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Es bleibt spannend:
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Ukraine-plant-massiven-Atom-Ausbau-Erzeugung-soll-sich-verdoppeln-id30752612.html

Wie machen die das - also das Berechnen der nicht gegebenen 
Wirtschaftlichkeit von Atomkraftwerken? Verzichten die dann auf teure 
Notkuehlsysteme? Rechnen die damit, sich spaeter bei Dunkelflauten mit 
dem Verkauf von Energie in'n Westen eine goldene Nase zu verdienen?
Die Hoffnung, dass Flintenuschi sagt: "Oh bitte keine AKWs mehr bauen, 
wir kacken euch ersatzweise mit EU-Geldern zu" kanns ja nicht sein, wenn 
Uschi schon letzthin gemeint hatte, hmmm, jaa, also das mit dem Ausstieg 
in D war im Nachhinein jetzt vielleicht nicht die allertollste Idee...
Oder foerdert die EU dann vielleich auch noch den Neubau?
Questions over Questions...

scnr,
WK
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Lesenswert?

Dergute W. schrieb:
> Rechnen die damit, sich spaeter bei Dunkelflauten mit
> dem Verkauf von Energie in'n Westen eine goldene Nase zu verdienen?

Deutschland und Osterreich zum Beispiel.
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


Lesenswert?

Dergute W. schrieb:
> Moin,
>
> Es bleibt spannend:
> 
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Ukraine-plant-massiven-Atom-Ausbau-Erzeugung-soll-sich-verdoppeln-id30752612.html
>
> Wie machen die das - also das Berechnen der nicht gegebenen
> Wirtschaftlichkeit von Atomkraftwerken?

Die Ukraine hat schlicht keine Erneuerbaren. Worauf sollten sie also 
sonst setzen? Und im Moment wird da eh nichts gebaut werden.

> Verzichten die dann auf teure
> Notkuehlsysteme? Rechnen die damit, sich spaeter bei Dunkelflauten mit
> dem Verkauf von Energie in'n Westen eine goldene Nase zu verdienen?

Eher nicht. Diese Flauten sind zu selten, hier gibt es Gaskraftwerke, 
die dann einspringen - und außerdem sind die Wege aus der Ukraine lang.

Im übrigen gilt: geplant wird viel, gebaut deutlich weniger - siehe die 
Planungen in Schweden, Polen, Niederlande usw.
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ein T. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Also im Klartext: es lohnt sich marktwirtschaftlich schlicht nicht
>
> Die Aussagen von Anna Borg, der CEO von Vattenfall, lesen sich IMHO aber
> ein winzig kleines bisschen anders:
>
> "Laut Aftonbladet habe sie darauf hingewiesen, dass der schwedische
> Staatskonzern Vattenfall profitabel sein müsse, denn der schwedische
> Reichstag hat ein Rentabilitätsziel für den Energieversorger festgelegt.
> Anna Borg habe aber nicht vor zu investieren, wenn neue Atomkraft nicht
> kalkulierbar sei, heißt es in dem Bericht. Und wenn es etwas gebe, was
> schwer zu berechnen sei, dann sei es die Atomkraft." (Quelle: [1])

> Aber die Aussage von Frau Borg läßt sich IMHO auch so
> lesen, daß die Wirtschaftlichkeit von Kernenergie immer auch sehr vom
> politischen Klima und der Politik selbst abhängt (wer wüßte das besser
> als wir in Deutschland...) und sie sich darum nicht alleine, also ohne
> einen entsprechenden auch finanziellen Rückhalt der Politik nicht auf
> dieses schwer kalkulierbare Abenteuer einlassen mag.

Wo liest Du das heraus? Ich kann dazu keinen Satz finden.

Es sind wohl eher die enormen Risiken der Preissteigerungen bei solchen 
Bauvorhaben - und dazu muss man sich nur die letzten Neubauten und deren 
Kostenexplosionen ansehen. Und auch die Konzerne, die das in die 
Beinahepleite trieb (Westinghouse, EDF)

Allerdings findet sich im Artikel die Anmerkung, dass nicht klar ist, ob 
ÜBERHAUPT weitere AKWs gebaut werden. Selbst das ist offenbar noch nicht 
einmal sicher. Soviel zu "Schweden plant!".

> Natürlich ist die Versuchung der Atomgegner jetzt groß, das so zu
> verstehen, wie Du das geschrieben hast.

Ich schrieb allerdings auch nichts von wirtschaftlich sondern von 
marktwirtschaftlich. Das ist schon ein Unterschied.

Denn die Schweden hatten es ja marktwirtschaftlich versucht - mit dem 
Ergebnis: keine Angebote. Jetzt sucht man einen Weg, das doch irgendwie 
schmackhaft zu machen. Natürlich mit viel staatlichem Geld und 
Garantien.

Wenn man sich sämtliche Neubauten und auch Planungen ansieht, dann fällt 
auf: offenbar sind Konzerne nur dann bereit, überhaupt so etwas bauen, 
wenn:

1.) Der Staat selbst ordentlich Geld mit hineinsteckt
2.) Der Staat sämtliche Kredite absichert und diese direkt selbst 
vergibt
3.) Hohe Mindestabnahmepreise über extrem lange Zeiträume garantiert

Mit diesen Bedingungen baue ich Dir auch mit Kusshand jede Maschine ;-)

Aber betrachten wir das mal mit Deiner Interpretation: es geht rein um 
den politischen Eiertanz, den der Konzern befürchtet (und in dem Punkt 
stimme ich Vattenfall zu).

Dann wäre es ein Leichtes, das vertraglich so festzuzurren, dass VF 
nicht auf seinen Kosten sitzen bleibt: sollte politisch bedingt das AKW 
vorzeitig vom Netz gehen müssen, dann wird für die Restlaufzeit zum 
aktuellen Stromtarif entschädigt.

Dazu benötigt man aber keine Anschubfinanzierung und auch keine 
Kreditausfallversicherung vom Staat. Und auch keine hohe 
Mindestvergütung, die schon jetzt weit über dem mittleren Marktpreis 
liegt.

Wenn sich das denn alles rechnen würde.

Dass die Konzerne auf diesen massiven staatlichen Subventionen 
unterschiedlichster Art bestehen, zeigt mir nur eines: es rechnet sich 
marktwirtschaftlich eben nicht.

Die Preise für Erneuerbare sind mittlerweile SO weit von jeglichen 
AKW-Naubau-Strompreisen entfernt, dass weitere Planungen ohne massive 
staatliche Hilfe schlicht tot sind.

Für die jetzigen Groschengräber kann man ja noch Verständnis haben, da 
zu der Planungsphase Erneuerbare teuer waren. Aber JETZT AKW-Neubauten 
zu planen, bei den weiter steigenden AKW-Baukosten und den weiter 
fallenden Preisen der Erneuerbaren (die Schere geht ja immer weiter 
auf)?
Das halte ich für echten wirtschaftlichen Unsinn.

> Aber das erscheint mir ehrlich
> gesagt auch nicht viel seriöser als die Argumente, mit denen die
> Kernkraftfreunde die Fragen zu Risiken und Endlagern wegzuwischen
> versuchen.

Ich hatte ja weiter oben schon die Kosten der meisten Neubauten hier in 
Europa und den USA recht detailliert angegeben. Diese Zahlen kann man 
mMn nicht einfach ignorieren. Die Baukosten und Mindestvergütungspreise 
sind ja keine Stammtischzahlen - die stammen aus den offiziellen 
staatlichen Quellen.

Die Risiken kann man meinetwegen alle beiseite schieben, Endlagerung 
usw.

Trotzdem ist die Lage doch sehr deutlich: die Energie aus AKW-Neubauten 
ist nicht (mehr) konkurrenzfähig - nicht einmal ansatzweise. Teilweise 
sind sie irrwitzig hoch (Hinkley Point C, Fertigstellung eventuell 2031, 
jetzige garantierte Vergütung: 15,7ct/kWh - weiter steigend, da 
inflationsbasierend). In Polen ist noch nicht einmal der erste 
Spatenstich erfolgt und man ist schon bei 13ct. Dasselbe in Frankreich.

Bei Freiflächen-PV liegen in DE die Vergütungen bei Neuprojekten jetzt 
um die 5,5ct, WKA irgendwo bei 6,5ct.
Tendenz: weiter fallend!

Die Erneuerbaren machen die KK einfach monetär platt. Selbst mit 
Mindestvergütungen liegen die schon jetzt weit drunter.
: Bearbeitet durch Moderator
von Ein T. (ein_typ)


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Chris D. schrieb:
> Dergute W. schrieb:
> 
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Ukraine-plant-massiven-Atom-Ausbau-Erzeugung-soll-sich-verdoppeln-id30752612.html
>>
>> Wie machen die das - also das Berechnen der nicht gegebenen
>> Wirtschaftlichkeit von Atomkraftwerken?
>
> Die Ukraine hat schlicht keine Erneuerbaren. Worauf sollten sie also
> sonst setzen? Und im Moment wird da eh nichts gebaut werden.

Bitte verzeih', aber sprechen wir von derselben Ukraine? Sonnensystem, 
Planet Erde, Osteuropa?

Wenn diese Ukraine gemeint ist, so deckt sie bereits heute etwas mehr 
als 20% ihres Strombedarfs aus Erneuerbaren Energien, zudem hat in den 
letzten Jahren trotz des russischen Angriffskrieges ein starker Ausbau 
stattgefunden. Und er soll weitergehen, nicht zuletzt gerade wegen des 
russischen Angriffskrieges, denn eine dezentralisierte Stromerzeugung 
ist für den Aggressor natürlich viel schwerer und teurer zu (zer)stören 
als wenige große zentrale Kraftwerke.

Die Ukraine, von der ich gerade spreche, hat darüber hinaus allerdings 
große Mengen an Bodenschätzen, unter anderem Erdöl und Erdgas, und diese 
auch noch in Regionen, die der russische Aggressor aktuell gar nicht 
akut bedroht [1]. Besagte Ukraine kann problemlos Energie aus fossilen 
Brennstoffen erzeugen, wenn sie das wollen würde, und ihr Uran [2] 
gewinnbringend vermarkten oder einfach dort lassen, wo es ist.

Gleichzeitig ist jene Ukraine, die ich meine, tatsächlich sogar der 
Standort der bis dato schwerwiegendsten Nuklearkatastrophen der Welt 
gewesen, nämlich des G~ttseibeiuns deutscher Atomkraftgegner: der 
Katastrophe von Tschernobyl. Bis heute ist ein Gebiet von 6700 
Quadradkilometern in der nördlichen Ukraine und dem benachbarten Belarus 
so belastet, daß es als unbewohnbar gilt (1). Da müßte mir mal jemand 
plausibel erklären, warum ausgerechnet diese Ukraine mit ihrer im 
wahrsten Sinne des Wortes verheerenden Erfahrung mit Kernenergie, warum 
also ausgerechnet diese Ukraine den Bau neuer Atomkraftwerke plant? Und 
warum es in dieser Ukraine anscheinend keinen starken 
zivilgesellschaftlichen Widerstand gegen solche Pläne gibt?

Sind die Ukrainer also zu doof, um trotz ihrer jahrzehntelangen 
Erfahrung mit der Kernenergie deren Unwirtschaftlichkeit zu erkennen, 
und dann gleichzeitig auch noch zu dumm, um sich an die Katastrophe in 
ihrem Land zu erinnern? Aus unerfindlichen Gründen bin ich nicht 
religiös genug, um das zu glauben.

Ich verstehe das nicht. Wie zum Teufel kann das sein, wie paßt das 
zusammen? Ausgerechnet diese Ukraine denkt über neue Kernkraftwerke 
nach? Ausgerechnet DIESE Ukraine? Die ökonomisch gebeutelte, vom 
russischen Angriffskrieg stark zerstörte, von einer verheerenden 
Nuklearkatastrophe schwerwiegenden, mit bis heute anhaltenden Folgen 
betroffene, stellenweise immer noch enorm korrupte Ukraine, ausgerechnet 
die plant neue Atomkraftwerke? WTF? Keine Ahnung, warum mir das so wenig 
überzeugend erscheint, liegt aber sicher nur an mir.

Bitte entschuldige, Chris, aber "die Ukraine hat schlicht keine 
Erneuerbaren" ist abgesehen vom faktischen Unwahrheitsgehalt der Aussage 
keine befriedigende Antwort auf die Frage, warum gerade, insbesondere, 
ausgerechnet diese Ukraine gerade neue Atomkraftwerke plant. Klar: eine 
Planung bedeutet nicht, daß auch etwas gebaut wird. Aber verzeih, 
empfindest Du das nicht als unbefriedigende, um nicht zu sagen: lahme 
Ausrede? Die nicht einmal ansatzweise erklärt, oder das auch nur 
versucht, warum Energie für solche Pläne verschwendet wird (2)?

Tja, Fragen über Fragen, ein Widerspruch jagt den nächsten. Dabei hätte 
ich doch, ausnahmsweise, so gerne einmal vernünftige Antworten. Aber bei 
einem Thema, das so sehr von Angst, Abneigungen und anderen Emotionen 
beherrscht wird, ist es vielleicht gar nicht möglich, Antworten zu 
finden, geschweige denn so etwas wie eine Wahrheit&copy;&trade;.


(1) Daß da trotz des Verbotes und der Belastung immer noch Menschen 
leben und das einen gewissen Widerspruch zu dem Wort "unbewohnbar" 
darstellt, vergessen wir an dieser Stelle einfach mal.

(2) ... zumal es sich gerade die Ukraine aktuell sicherlich nicht 
besonders gut leisten kann, Ressourcen zu verschwenden ...

[1] https://www.zdfheute.de/assets/karte-rohstoffe-ukraine-100~1920x1080
[2] https://www.dpa-shop.com/shop/bodenschaetze-der-ukraine/
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ein T. schrieb:
> also zu doof,...

Das ganz sicher nicht. Ohne die Abgabe der Atomwaffen für eine 
Schutzgarantie wäre die Ukraine sehr wahrscheinlich nicht überfallen 
worden. Daher sind KKW dringend notwendig um an Atomwaffen zu kommen um 
wieder ein Abschreckungspotential aufzubauen. Wobei bald auch ein 
Abschreckungspotential aus Roboterarmeen denkbar wäre. Aber da wären 
auch wieder strategische Atombomben eine Gegenmaßnahme.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> Dieter D. schrieb:
>> Solange aber jeder, der Kritik äußert, in die rechte Ecke gestellt wird
>
> Oder in Bayern in die linke. 😀

Logisch, wer bereits alles ab der Mitte in die rechte Ecke stellt, muss 
ganz klar links sein. Und was richtig ist, darf immer gesagt werden. 😀

Heute hat sich der Bund selbst gelobt, wie lange es ein 
Bundensumweltministerium gibt. Dabei hatte Bayern schon viel früher 
sowas auf der Landesebene.

Und was sagt Wiki dazu:
Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz 
(StMUV) wurde am 8. Dezember 1970 gegründet. Es war das weltweit erste 
Umweltministerium und ist somit seit über 55 Jahren aktiv (Stand Ende 
2025). Gegründet als Ministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen, 
war es ein Vorreiter im Naturschutz.
von G. K. (zumsel)


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Dieter D. schrieb:

> Das ganz sicher nicht. Ohne die Abgabe der Atomwaffen für eine
> Schutzgarantie wäre die Ukraine sehr wahrscheinlich nicht überfallen
> worden. Daher sind KKW dringend notwendig um an Atomwaffen zu kommen um
> wieder ein Abschreckungspotential aufzubauen. Wobei bald auch ein
> Abschreckungspotential aus Roboterarmeen denkbar wäre. Aber da wären
> auch wieder strategische Atombomben eine Gegenmaßnahme.

Wenn die Entwicklung noch ein wenig weitergeht wird man bald den Gegner 
nur mit Drohnen und Robotern zurück in die Steinzeit drohnen und 
robotern können, was ja die zentrale Drohung bzw. Eigenschaft (MAD) von 
Nuklearwaffen ist.
von Thomas S. (thommi)


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Chris D. schrieb:
> Nicht ganz. Der Reaktor war schon für eine Nachrüstung beim
> Notfallabwurf vorgesehen, weil der problematisch war und schon vorher in
> einem anderen Kraftwerk fast zu einer Katastrophe geführt hatte .
> Offenbar war die Konstruktion nicht wirklich gut.

Im Prinzip war die Konstruktion schon nicht schlecht, weil man im 
laufenden Betrieb Brennstäbe wechseln konnte, aber betreffs 
Sicherheitsaspekten bin ich bei dir. Der RBMK liess zu viel Freiraum für 
fatale Fehler zu. Da waren unsere AKWs sicherer, aber eben auch nicht 
unfehlbar.

Ich habe ja Gundremmingen vor der Haustüre, ca 30 km, und da ging beim 
Block A auch gewaltig was schief, Totalschaden. B und C liefen aber 
zuverlässig bis auf kleinere Störfälle.

Habe damals den Bau von Block B und C miterlebt, weil wir im Sommer 
immer am Baggersee in der Nähe waren. Irgendwie fehlt mir die Landmarke. 
Immer wenn ich heim kam waren die zwei Dampfwolken quasi ein 
Willkommensgruss, war auch schon öfters mal drin, weil ein Bekannter von 
mir dort als Reaktorfahrer arbeitet.

Aber die Ideen einer Alternativen Partei oder von Von der Leyen, diese 
AKWs zu reaktivieren ist irrsinn, da viel zu aufwändig, zumal die 
Neuzulassung heute sehr viele deutlich höhere neue 
Sicherheitsvorschriften beinhaltet.

Wo der Strom in Zukunft herkommt, ist noch offen. Bisher gab es noch 
keinen wirklichen Engpass, aber die Schweden beschweren sich schon, wenn 
es bei uns knapp wird, und wir über das Verbundnetz Strom von ihnen 
abrufen, was den Strom in Schweden verteuert. Windenergie ist in .de 
auch nicht unendlich abschöpfbar, denn die kinetische Energie des 
Windes, welche über Deutschland zieht, ist begrenzt.

Wenn in BeNeLux und Frankreich auch überall Windkraftanlagen installiert 
würden, dann käme bei uns noch weniger an. Das ist auf den Wind durch 
die Erdrotation bezogen. Lokale Stürme meteorologische Einflüsse sind da 
ausgenommen.

Wenn Wendelstein 7 oder Cadarache mal Serienreife erreicht, dann wäre 
das Energieproblem wohl gelöst, Bayern meint ja, dass in 15 Jahren der 
erste Fusionsreaktor in Gundremmingen
 ans Netz geht. Ein sehr ambitioniertes Ziel, wenn man den 
Entwicklungsverlauf der Fusionsforschung so beobachtet.

Es ist schwierig, vorherzusagen, wie sich unsere Stromerzeugung vs 
Strombedarf entwickelt. BEVs und Wärmepumpen kommen immer mehr, aber 
auch der Solarausbau bei Hausbesitzern. Im Winter kann das aber eng 
werden.

Im Prinzip können wir nur abwarten, wie es sich entwickelt.
von Christoph M. (mchris)


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Thomas S. schrieb:
> Wenn Wendelstein 7 oder Cadarache mal Serienreife erreicht, dann wäre
> das Energieproblem wohl gelöst, Bayern meint ja, dass in 15 Jahren der
> erste Fusionsreaktor in Gundremmingen

Das passiert wahrscheinlich zeitgleich mit dem Erscheinen des ersten 
nützlichen Quantencomputers.
von Ein T. (ein_typ)


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Chris D. schrieb:
> Allerdings findet sich im Artikel die Anmerkung, dass nicht klar ist, ob
> ÜBERHAUPT weitere AKWs gebaut werden. Selbst das ist offenbar noch nicht
> einmal sicher. Soviel zu "Schweden plant!".

Naja, jede Planung kostet Zeit und Geld. Außerdem müssen meist einige 
Dinge zumindest halbwegs feststehen, bevor eine Investitionsentscheidung 
getroffen werden kann, allem voran natürlich die Kosten und die 
Kostenträger. Von daher finde ich es schon bemerkenswert, daß jemand 
überhaupt die Zeit und das Geld für entsprechende Planungen für etwas 
investiert, bei dem doch zumindest nach auch Deinen Aussagen klar sein 
müßte, daß es sich nicht rechnen kann.

> Denn die Schweden hatten es ja marktwirtschaftlich versucht - mit dem
> Ergebnis: keine Angebote. Jetzt sucht man einen Weg, das doch irgendwie
> schmackhaft zu machen. Natürlich mit viel staatlichem Geld und
> Garantien.

Das ist mir durchaus aufgefallen, aber ich habe meine Zweifel daran, daß 
das ein wirklich stichhaltiges Argument ist. Einem erfolgreichen 
Unternehmer wie Dir muß sicherlich niemand erklären, das Unternehmen 
unkalkulierbare Risiken scheuen wie der berühmte Teufel das Weihwasser.

Und diese Unkalkulierbarkeit betrifft ja beide Seiten, sowohl die 
Einnahmen- aus auch die Ausgabenseite. Wir alle wissen, daß Großprojekte 
während ihrer Realisierung eine sehr starke Neigung zu 
Kostensteigerungen haben. Und wenn zudem eine politische Entscheidung 
mit einer minimalen Stimmenmehrheit von gerade einmal 154 zu 151 Stimmen 
getroffen wird, stellt sich natürlich auch die Frage, wie langfristig 
diese Entscheidung hält. Auch in Schweden sollen Wahlen stattfinden und 
sich politische Mehrheiten und Entscheider ändern.

Würdest Du eine neue, teure Maschine anschaffen, wenn Du einerseits nur 
weißt, daß die Kosten ohne Amortisation am Ende existenzbedrohlich sein 
werden, und Du andererseits ebenso nicht weißt, ob, in welcher Stückzahl 
und zu welchem Stückpreis Du die solcherart angefertigten Produkte 
verkaufen kannst?

Das ist für Dich ja nur eine reine Abwägung ökonomischer Risiken, 
während es beim Errichten von Kernkraftwerken auch noch eine 
unkalkulierbare politische Komponente gibt. Der politische Rückhalt für 
die Kernenergie kann in kurzer, um nicht zu sagen kürzester Zeit 
wegbrechen. Und das sogar innerhalb von ein und derselben Partei, wie 
wir -- und sicherlich auch Vattenfall -- bei uns in Deutschland gesehen 
haben. Es reicht schon eine einzige Flutwelle am anderen Ende der Welt, 
damit eine Partei genau jenen Atomausstieg rückgängig gemacht hat, den 
sie selbst erst wenige Jahe zuvor kassiert hatte!

Erweitern wir also die im vorvorherigen Absatz gestellten Frage nach 
Deiner Investitionsentscheidung um die zusätzliche Unwägbarkeit, daß die 
Produkte, welche mit der Maschine gefertigt werden sollen, vielleicht 
morgen verboten werden. Selbst wenn Du für die reine Investitionssumme 
entschädigt würdest, erhieltest Du ja dennoch keine Entschädigung für 
die Fehlallokation Deines Kapitals, mithin für das, was Du verdient 
hättest, wenn Du anstelle dieser Maschine in ein anderes Geschäftsfeld 
investiert hättest.

Insofern kann ich auch unter Berücksichtigung der Tatsache, daß 
Unternehmertum natürlich immer auch das kalkulierte Eingehen von Risiken 
beinhaltet, sowohl die Entscheidungen als auch die der potentiellen 
Finanzierer und die Position von Vattenfall sehr gut nachvollziehen. 
Diese Risiken von den Kosten über den Nutzen bis hin zum politischen 
Klima würde sicher kein verantwortungsbewußter Unternehmer mit klarem 
Verstand eingehen.

Die Feststellung, daß die Risiken unkalkulierbar sind, wie Frau Borg ja 
auch ausdrücklich gesagt hat, ist meines Erachtens noch kein Beleg 
dafür, daß die Kernenergie in jedem Fall unwirtschaftlich sei. Wenn das 
so eindeutig wäre, wie es hier auch von Dir dargestellt wird, dann würde 
doch niemand auch nur eine Sekunde seiner Zeit oder einen Cent seines 
Geldes in solche Planungen investieren und es gäbe gar keine Diskussion. 
Wenn es so offensichtlich wäre, würde Frau Borg das zweifellos sagen, 
statt sich auf Risiken zu berufen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hätte 
sie das ihren politischen Entscheidern schon vorher klargemacht und die 
Diskussionen, Entscheidungen und Planungen damit ebenso augenblicklich 
wie endgültig beendet.

Aber das ist nicht geschehen, Frau Borg hat nichts dergleichen gesagt, 
und aus dem, womit sie im verlinkten Artikel zitiert worden ist, kann 
ich beim besten Willen nicht die Schlüsse ziehen, die hier gezogen 
werden, und schon gar nicht in der definitiven Bestimmtheit, mit der sie 
hier postuliert werden.

Schau, ich bin unschlüssig und hätte selbst gerne eine Antwort. Aber 
bisher ist das Schlüssigste, das ich sehe, das Argument von Udo in 
diesem Beitrag [1], verkürzt: wie kann man Atomkraft in einem Land 
wollen, in dem laut der eigenen Aussagen doch angeblich rein gar nichts 
funktioniert. Das ist eine schöne Polemik, vor allem wegen des Körnchen 
Wahrheit darin, aber leider irgendwie auch kein wirkliches Argument in 
der Sache.

Anstelle solcher Argumente wird mir hingegen erklärt, daß das alles 
sowieso viel zu teuer sei -- wobei ich mich dann frage, warum dann so 
viele Staaten trotzdem ihre Zeit und ihr Geld in Planungen und Bauten 
davon investieren -- und dann wird argumentiert, die CEO von Vattenfall 
hätte das gesagt, obwohl sie tatsächlich über Risiken und 
Risikoaffinitäten gesprochen hat. Verstehst Du vielleicht, warum es mir 
so schwer fällt, das überzeugend zu finden? Daß ich oft das Gefühl habe, 
daß der Wunsch der Vater solcher Argumente ist? Es wird mir erklärt, es 
gebe ja kein Endlager und könne auch keines geben weil nirgendwo eine 
ausreichende geologische Stabilität über so lange Zeiträume garantiert 
werden könne, und auf den ersten Blick ist das auch alles nicht von der 
Hand zu weisen. Aber dann lese ich über Transmutation, die im Labor wohl 
schon funktionieren soll, und daß in Schweden so ein Endlager gebaut 
wird (schon wieder diese Schweden, verdammt!).

Und das gilt für beide Seiten. Funktioniert das mit der Transmutation 
denn wirklich, kann man deren Laborergebnisse auf einen industriellen 
Maßstab skalieren -- und womöglich dabei sogar Energie gewinnen? Hm, das 
weiß ich wieder nicht und kann es nicht beurteilen. Spart die 
Kernenergie wirklich signifikante Mengen beim CO2-Ausstoß? Und das ist 
das größere Risiko, ein schwerer Nuklearunfall, die globale Erwärmung 
oder der politische Umsturz durch Bürger, die sich keinen Strom mehr 
leisten können?

Fragen über Fragen, aber irgendwie... wenn ich ein ängstlicher Mensch 
wäre, dann hätte ich vielleicht eine Antwort. Bin ich aber nicht und hab 
ich aber nicht, so ein Mist. Und je mehr schwammige Argumente, 
merkwürdige Schlüsse, seltsame Argumentationsketten dabei kommen, desto 
klarer wird mir, daß es möglicherweise gar keine eindeutige, endgültige 
Wahrheit gibt. Verdammt!


[1] Beitrag "Re: Blackout in Spanien: Abschlussbericht"
von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:

> Naja, jede Planung kostet Zeit und Geld. Außerdem müssen meist einige
> Dinge zumindest halbwegs feststehen, bevor eine Investitionsentscheidung
> getroffen werden kann, allem voran natürlich die Kosten und die
> Kostenträger.

Große und lange Projekte haben halt große Risiken, sowohl in der 
Privatwirtschaft als auch in staatlichen Projekten. (Kaputte private 
Projekte haben weniger Aufmerksamkeit)

Daher sollte man derartiges nur in Betracht ziehen wenn diese 
alternativlos sind, und hohe Risiken ziehen auch höhere Kosten für 
Management dieser nach sich.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Thomas S. schrieb:
> Windenergie ist in .de
> auch nicht unendlich abschöpfbar, denn die kinetische Energie des
> Windes, welche über Deutschland zieht, ist begrenzt.

Und wenn zuviel abgeschöpft wird, dann haben wir eine kontinentale 
Klimaerwärmung produziert. Na dann, Prost, Mahlzeit, da haben wir die 
Bescherung.
von (prx) A. K. (prx)


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Thomas S. schrieb:
> denn die kinetische Energie des
> Windes, welche über Deutschland zieht, ist begrenzt.

Gibts eine Abschätzung, in welcher Grössenordnung das Limit liegt und 
wie nah man dem bereist ist? Nicht dass das eine panische Angst ist, die 
in der Realität keine Rolle spielt.
von G. K. (zumsel)


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(prx) A. K. schrieb:
> Thomas S. schrieb:
>> denn die kinetische Energie des
>> Windes, welche über Deutschland zieht, ist begrenzt.
>
> Gibts eine Abschätzung, in welcher Grössenordnung das Limit liegt und
> wie nah man dem bereist ist? Nicht dass das eine panische Angst ist, die
> in der Realität keine Rolle spielt.

Meinst du wirklich das du Dieter von seiner Kirche der Panik-Propaganda 
abbringen kann?

Wenn Dieter keine Angst mehr vor Eisbergen in Siedlungen mit Wärmepumpen 
hat sein Tag doch jegliche Struktur verloren.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> Gibts eine Abschätzung, in welcher Grössenordnung das Limit liegt
> und wie nah man dem bereist ist?

Genau solche Studien kommen an den Hochschulen nicht durch auf Grund der 
Öko-Lobby. Ein sehr großes Land mit der 27-fachen Fläche Deutschlands 
und der 17-fachen Bevölkerungsanzahl geht davon aus, dass man über das 
Limit komme, plant und baut auch daher Kernkraftwerke.

Bisher gibt es nur die einseitige Darstellung, dass der Klimawandel in 
Zukunft den Wind reduzieren könnte:
https://www.topagrar.com/energie/news/dreht-der-klimawandel-den-windradern-die-luft-ab-20013625.html
https://futurezone.at/science/windkraft-riesiges-problem-energie-wind-stilling-windgeschwindigkeiten-abnahme-rueckgang-studie/403015629

Wobei hier schon etwas wahres dran ist. Weil nach dem die Pole in der 
Temperatur nachgezogen haben, ist das Temperatur-Delta zwischen den 
Polen und dem Äquator ausgeglichen und damit werden Wind (und Stürme) 
wieder schwächer.

Es gibt auch den Effekt, dass die Anlagen untereinander sich den Wind 
wegnehmen. D.h. ab einer bestimmten Dichte sind immer andere Anlagen im 
Windschatten eines andern Windparks.

> Nicht dass das eine panische Angst ist, die in der Realität keine Rolle spielt.

Eigentlich ist es umgekehrt. In dem Falle ist es eher eine panische 
Angst bei der Öko-Lobby, dass ihnen dadurch der Boden unter den Füßen 
weggezogen werden könnte.
: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Wenn schon von dir nichts mit Substanz kommt, nur Verschwörungtheorie, 
dann muss ich halt die KI konsultieren: 😆

"Ja: Windräder verändern lokal die Luftströmung und minimal die 
Temperatur.
Nein: Sie verändern weder das Wetter in Deutschland merklich noch das 
Klima im negativen Sinne.
Im Gegenteil: Ihr größter Effekt ist positiv fürs Klima, weil sie 
Emissionen reduzieren."

Wissenschaftliche Studien gibt es natürlich.

"Die Literatur ist hier erstaunlich konsistent:
Windenergie verändert lokal die Physik der Grenzschicht, aber nicht das 
Klima Deutschlands im relevanten Maßstab."
: Bearbeitet durch User
von Werner H. (werner45)


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Dieter könnte ja mal rechnerisch grob abschätzen:
Diagonale südost-nordwest durch Deutschland in km, Höhe mit 5 km, 10 m/s 
Windgeschwindigkeit, daraus kann man die Gesamtenergie der bewegten 
Luftmasse ermitteln.
Verbraucht werden kann die Rotorfläche mal die Anzahl der Windräder, 
mehr nicht.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Übrigens der Satz "Es gibt auch den Effekt, dass die Anlagen 
untereinander sich den Wind wegnehmen. D.h. ab einer bestimmten Dichte 
sind immer andere Anlagen im
Windschatten eines andern Windparks." steht auch in Verbindung mit dem 
Blackout. Ein Windpark viele Kilometer hinter einem anderen Windpark 
wurde durch die leichten Winrichtungsschwankungen, mal in der 
Einflußzone, mal außerhalb, das Netz mit zusätzlichen Schwankungen 
belastet.
von (prx) A. K. (prx)


Angehängte Dateien:

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Die KIs sind offensichtlich Teil der Verschwörung, sind sie doch 
inhaltlich alle der gleichen Ansicht, bis hin zu Elon Musk's Grok, der 
linker Umtriebe als unverdächtig gilt:

"Der Einfluss der Windenergie in Deutschland auf Wetter und Klima ist 
vernachlässigbar klein im Vergleich zu den Vorteilen: Sie reduziert die 
Treibhausgasemissionen massiv und dämpft damit die eigentliche Ursache 
von Klimaveränderungen (globale Erwärmung). Behauptungen über 
weitreichende negative Effekte (Dürre, Erwärmung, verändertes Wetter) 
halten wissenschaftlichen Überprüfungen nicht stand und beruhen oft auf 
Übertragungen von Studien aus ganz anderen Regionen oder Maßstäben.

Forschungsinstitute wie Fraunhofer IWES, DWD, Helmholtz-Zentren und der 
Wissenschaftliche Dienst des Bundestags kommen zu diesem Konsens. 
Weitere Studien zu Wake-Effekten (besonders offshore) laufen, um den 
Ausbau effizienter zu gestalten, ändern aber nichts am Gesamtbild."
: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> dann muss ich halt die KI konsultieren: 😆

Die KI nimmt was am häufigsten im Netz steht und lernt daher vorwiegend 
die Darstellungen der Öko-Lobby. Das sind ganz normale heuristische 
Ergebnisse. Das ist übrigens auch eine Methode die KI zu beeinflussen.

Abbremsung von Winden vermindern den Temperaturaustausch zwischen Boden 
und Luftschichten darüber. Der Einfluss ist nunmal da.
von (prx) A. K. (prx)


Angehängte Dateien:

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Dieter D. schrieb:
> Die KI nimmt was am häufigsten im Netz steht

Also die von Grok aufgeführten Studien.
von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> Abbremsung von Winden vermindern den Temperaturaustausch zwischen Boden
> und Luftschichten darüber. Der Einfluss ist nunmal da.

"In stabil geschichteten Lagen (z. B. klaren Nächten) wird kalte Luft am 
Boden mit wärmerer Luft aus höheren Schichten vermischt. Das kann in 
unmittelbarer Nähe der Anlagen zu einer leichten nächtlichen Erwärmung 
der bodennahen Luft führen – typischerweise um 0,3–0,7 °C bei großen 
Parks (in Studien aus anderen Regionen wie Texas beobachtet)."

Liming Zhou et al. (2013)
„Diurnal and seasonal variations of wind farm impacts on land surface 
temperature over western Texas“
Climate Dynamics, Volume 41, pages 307–326 (2013).

Grok.
: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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G. K. schrieb:
> Eisbergen in Siedlungen

Anscheinend hast Du noch nie die Eisberge eine richtig schön vereisten 
größeren Klimaanlage gesehen. Das ist wirklich verängstigend. Wenn dann 
manuell abgetaut wird, sind die herunterfallenden Eisbrocken nicht 
ungefährlich und entsprechende Sicherheitsmaßńahmen zu treffen.

Es gibt durch die WP auch eine nicht unerhebliche Absenkung der 
Luftfeuchtigkeit. Das wirkt sich natürlich auch auf die Umgebung aus. 
Weniger Feuchte in der aufsteigenden Luft bewirkt auch weniger 
Niederschläge. Im Winter bedeutet das nochmal weniger Schnee auf dem 
Land und in den Bergen. Das sind auch Einflüsse, die betrachtet werden 
müssen.

Auf der anderen Seite freue ich mich natürlich auch darüber, weil ich 
weniger Schnee schippen muss. Während des Schippens wünsche ich mir 
immer ein Maximum solcher Impakts.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> "In stabil geschichteten Lagen ....

Übrigens diese Literatur hatte ich vor einigen Jahren im Forum schon 
genannt.

Als riesigen Vorteil hatte ich genannt, dass bei Halbierung der 
Menschheit in einem Jahr, wenn CoViD nicht so ein Blindgänger wäre, ein 
paralleler Rückbau, wenn 100% regenerativ erzeugt würde, die negativen 
Impakts im nächsten Jahr auch alle halbiert wären. Bei fossilen Energien 
wurde das Jahrzehnte dauern.
von (prx) A. K. (prx)


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ChatGPT: "Auch bei nahezu vollständiger Nutzung von Wärmepumpen in 
Deutschland gilt:
Der Feuchteentzug ist messbar auf Geräteebene
aber verschwindend klein im atmosphärischen System
👉 Kurz gesagt:
Die Atmosphäre „merkt“ das praktisch nicht."
von (prx) A. K. (prx)


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G. K. schrieb:
> Meinst du wirklich das du Dieter von seiner Kirche der Panik-Propaganda
> abbringen kann?

Nö, aber der Kampf Dieters gegen Windmühlen und Wärmepumpen und davon 
inspirierte künstliche Intelligenz kann unterhaltsam sein. 😀
von H. H. (hhinz)


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(prx) A. K. schrieb:
> Die Atmosphäre „merkt“ das praktisch nicht."

Dieter ist halt viel sensibler...
von Oliver S. (oliverso)


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Dieter D. schrieb:
> Das ist übrigens auch eine Methode die KI zu beeinflussen.

Und du hast dir als Lebensaufgabe vorgenommen, alleine das 
Geschäftsmodell der KI-Unternehmen zu untergraben.

Oliver
von G. K. (zumsel)


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Thomas S. schrieb:

> Wenn Wendelstein 7 oder Cadarache mal Serienreife erreicht, dann wäre
> das Energieproblem wohl gelöst,

Was kostet eigentlich eine kWh Strom aus einem Fusionsreaktor?
Ist das überhaupt konkurrenzfähig, oder gilt da keine Marktwirtschaft?

Und dann ist da noch folgendes:

https://www.scinexx.de/dossierartikel/das-problem-des-tritiums/
: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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G. K. schrieb:
> Was kostet eigentlich eine kWh Strom aus einem Fusionsreaktor?

... unter Einrechnung der weltweiten Enwicklungskosten, die sich im 
Laufe der Jahrzehnte akkumulierten. Wie lange würde es dauern, bis sich 
das im Vergleich zu Wind und Sonne rechnet? Ich fürchte, vorher gibt die 
Sonne auf.
: Bearbeitet durch User
von Helmut H. (helmuth)


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G. K. schrieb:
> Was kostet eigentlich eine kWh Strom aus einem Fusionsreaktor?

„Insgesamt sind die Vorhersagen so genau, als würde man die 
theoretischen Kosten für einen Warp-Antrieb berechnen“
https://www.fr.de/politik/fusionsenergie-kraftwerk-bmbf-prognosen-kritik-strom-energie-preise-versorgung-tbl-zr-92376580.html
von H. H. (hhinz)


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G. K. schrieb:
> Was kostet eigentlich eine kWh Strom aus einem Fusionsreaktor?

Einfach den kostenlosen Reaktor nehmen.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> Der Feuchteentzug ist messbar auf Geräteebene
> aber verschwindend klein im atmosphärischen System...

Für die nullachtfünfzehn WP ist das so nicht richtig mit dem Einfluss 
auf die Umgebung. Das ist nur Selbstbelügung um sein Gewissen zu 
täuschen um die günstigste Anlage zu kaufen.

Es gibt aber WP-System, die diese negativen Auswirkungen vermeiden und 
somit diesen negativen Impakt vermeiden. Das sind WP mit 
Kondensatverdunstung/-verdampfung. Bei diesen Geräten wird das Kondensat 
aufgefangen und über spezielle Systeme aktiv verdunstet und der Umgebung 
wieder zurück gegeben.
von Falk B. (falk)


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Heute ist der 40. Jahrestag des Reaktorunfalls von Tschernobyl. Die 
offizielle Opferzahl liegt bei 31. Abschätzungen gehen von 4000-93.000 
Todesfällen infolge der Stahlung aus, welche über Staub aus dem 
brennenden Reaktor weiträumig verteilt wurde.

Gedenken wir den mehr als 600.000 zwangsrekrutierten Arbeitern, die 
diesen Dreck unter Einsatz ihrer Gesundheit und teilweise ihres Lebens 
weggeräumt haben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearkatastrophe_von_Tschernobyl
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Übrigens sowas entwickeln Techniker, die nicht bei Nennung von negativen 
Impakts gleich Verschwörung schreien, also abschalten sondern weiter 
nach Lösungen suchen. Viele hier in dem Thread zeigen ganz klar, dass 
ihr Gehirn ab dem Schlüsselwort "negiver Impakt" komplett abschaltet.
von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> die nicht bei Nennung von negativen Impakts gleich Verschwörung schreien,

Die Idee einer angeblichen Verschwörung der Öko-Lobby gegen ernsthafte 
Forschung kam von dir. :)

Dieter D. schrieb:
> Genau solche Studien kommen an den Hochschulen nicht durch auf Grund der
> Öko-Lobby.
von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> ab dem Schlüsselwort "negiver Impakt"

Meine Abkehr von der Kernenergietechnik ergab sich vor Tschornobyl, als 
ich im Nebenfach Kernenergietechnik studierte.
von Heinrich K. (minrich)


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Dieter D. schrieb:
> dem Schlüsselwort "negiver Impakt"

seines hat schon voor laaanger Zeit den Dienst quittiert. Seit diesem 
Zeitpunkt leidet es unter Sprechdurchfall mit hier gut achtzehntausend 
Beiträgen. Irgendwie negiv.
von (prx) A. K. (prx)


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Nanu? Solches Lob verkündest du doch sonst mir gegenüber? Oder hast du 
dich bei der Anzahl verschrieben? 😆
: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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(prx) A. K. schrieb:
> Wissenschaftliche Studien gibt es natürlich.

Finde ich gut, dass du die KI dazu fragst. Allerdings gibt es aktuell 
auch Ärger mit umgehauenen Waldflächen - die dann schon das lokale Klima 
oder die Vielfalt da beeinflussen.
Beim Ahrtal spielten ja auch Versiegelungen in das Drama hinein.

Hinsichtlich VT ist mir aufgefallen, dass die KI schwierige Sachen 
lieber meidet. Ist auch OK - man muss es ja auch nicht übertreiben - 
nichtsdestotrotz weiß ich von der KI - warum Deutschland lieber Israel 
in den Hintern kriecht als die Geschäfte und die Verbindungen mit dem 
Iran zu verstärken.
Es kommt bei schwierigen Themen mit VT auch darauf an, wie man diese 
Themen umgeht, oder was man noch in die Suppe hineinwerfen kann - wie 
auch immer - die KI kann gut antworten - sofern die Ausgangspunkte 
einigermaßen passen, und die Referenzen in Ordnung sind.
Davon abgesehen ist der Begriff der VT totaler Nonsens - und dient 
eigentlich nur zum Framen und der Diskussionsunterdrückung.
von (prx) A. K. (prx)


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Rbx schrieb:
> Beim Ahrtal spielten ja auch Versiegelungen in das Drama hinein.

Ich schrieb wohl schon, dass wir zurück auf die Bäume sollten. Dann 
brauchen wir keine Häuser, die so viel Boden versiegeln. 😆
von G. K. (zumsel)


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H. H. schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Was kostet eigentlich eine kWh Strom aus einem Fusionsreaktor?
>
> Einfach den kostenlosen Reaktor nehmen.

Du meinst die sogenannte Fernfusion?
von G. K. (zumsel)


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Rbx schrieb:

> Finde ich gut, dass du die KI dazu fragst. Allerdings gibt es aktuell
> auch Ärger mit umgehauenen Waldflächen - die dann schon das lokale Klima
> oder die Vielfalt da beeinflussen.

Wahrscheinlich wird da wieder mal Wald mit Forst verwechselt.
von (prx) A. K. (prx)


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Rbx schrieb:
> Hinsichtlich VT ist mir aufgefallen, dass die KI schwierige Sachen
> lieber meidet.

Sie meiden mittlerweile hauptsächlich den Umgang mit identifizierbaren 
Personen in Bildern und Karikaturen, sowie provokant religiöse Themen. 
Ausser Grok natürlich.

Zumindest als Satire fahren manche KIs zu Hochform auf. Eine der von mir 
genutzten KIs mag sich aber tatsächlich nicht vor den Karren jener 
spannen lassen, die gezielt Fakes verbreiten wollen. Was bei manchen 
natürlich als gezielte Unterdrückung der einzigen Wahrheit verstanden 
wird. Das dürfte eine eher neue Entwicklung sein.
: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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G. K. schrieb:
> Wahrscheinlich wird da wieder mal Wald mit Forst verwechselt.

Naja, die Rekultivierung bei uns sieht - oder sah früher zumindest - 
relativ gut aus. Die Kreisstadt träumt sogar von einem neuen 
Nah-Erholungsgebiet.
Das aktuelle Argument für die Platzschaffung ist u.a. tatsächlich der 
Käferbefall.
Der Wald bei uns ist eher so ein Mischmasch aus Forst und Wildwuchs.
Der Harz ist ja auch Touristen-abhängig, da ist es teilweise auch egal, 
ob man da einen Unterschied machen kann oder nicht.
von G. K. (zumsel)


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Rbx schrieb:

> Naja, die Rekultivierung bei uns sieht - oder sah früher zumindest -
> relativ gut aus. Die Kreisstadt träumt sogar von einem neuen
> Nah-Erholungsgebiet.

Wald machen ist ziemlich einfach, einfach gar nix machen anstatt zu 
fummeln.
Und für Moore reicht es im Regelfall aus wenn man die künstliche 
Entwässerung sabotiert.

Die blöde Bibel hat uns mit "Machet euch die Erde untertan" einen 
ziemlichen Clusterfuck eingebrockt.
: Bearbeitet durch User
von G. K. (zumsel)


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Falk B. schrieb:

> Gedenken wir den mehr als 600.000 zwangsrekrutierten Arbeitern,

Ich bevorzuge den Begriff "Bio-Roboter".

BTW: Wie willst du eigentlich in einer Nicht-Diktatur zwangsrekrutieren?
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> Die Idee einer angeblichen ...

leider real, weil die weitergegebene Idee in dieser Richtung mal etwas 
zu forschen und genauer hinzusehen, schon Personen an einer Hochschule 
etwas Trouble einbrachte. Aber das führt zu weit weg vom Thema des 
Blackouts.

Bei Falk triggert ein negativer Impakt von Regenerativen sicherlich 
keinen Ausschalter für das selbstständige Denken außerhalb den Vorgaben 
des Rudels, das den Mainstream vorgibt.

"Whenever you find yourself on the side of the majority, it is time to 
pause and reflect."

„Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, 
innezuhalten und sich zu besinnen.“
„Wenn du merkst, dass du zur Mehrheit gehörst, wird es Zeit, deine 
Einstellung zu revidieren.“

Hintergrund: Das Zitat stammt aus Mark Twains Notebook (postum 
veröffentlicht 1935) und ist eine humorvolle Ermahnung zur kritischen 
Selbstreflexion und gegen blinden Konformismus.
von G. K. (zumsel)


Angehängte Dateien:

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Dieter D. schrieb:

> „Wenn du merkst, dass du zur Mehrheit gehörst, wird es Zeit, deine
> Einstellung zu revidieren.“

Klingt dumm und denkfaul.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> Meine Abkehr von der Kernenergietechnik ...

Wir waren zwei Monate nach dem Vorfall im GSF in Neuherberg. Gut war, 
dass der Termin nicht gecancelt wurde. Schon vorher hatte man viele 
Probleme im Blick. Einige davon sollten in der WAA mit gelöst werden. Da 
waren Trennungsprozesse vorgesehen, die bisher noch kein ausländicher 
Wiederaufbereiter als Service bietet. Daher wurden auch die Entwicklung 
angestoßen Behälter zu bauen, die eine spätere Weiterverarbeitung 
erlauben.

Aber ein großes fernen Land im Osten arbeitet intensiv daran diese 
Trennungsprozesse zu realisieren und auch anzubieten. Bei diesem großen 
Geschäft mit einem erwarteten Umsatz von einigen Billionen wird Europa 
nicht dabei sein.
von H. H. (hhinz)


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G. K. schrieb:
> Dieter D. schrieb:
>
>> „Wenn du merkst, dass du zur Mehrheit gehörst, wird es Zeit, deine
>> Einstellung zu revidieren.“
>
> Klingt dumm und denkfaul.

Stammt ja auch vom irren Dieter, nicht von Mark Twain.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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H. H. schrieb:
> Stammt ja auch vom irren Dieter, nicht von Mark Twain.

Die Übersetzung ins Deutsche stammte von der irren politisch korrekten 
KI im Internet. 😆
von Falk B. (falk)


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https://www.youtube.com/watch?v=zCMr13Rf0ps

Eine Diskussion zu Tschernobyl und dessen Wirkungen, u.a. die 
westdeutsche Massenhysterie.
von G. K. (zumsel)


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Falk B. schrieb:
> https://www.youtube.com/watch?v=zCMr13Rf0ps
>
> Eine Diskussion zu Tschernobyl und dessen Wirkungen, u.a. die
> westdeutsche Massenhysterie.

Was ist eigentlich aus der von Fritz Vahrenholt im Jahr 2012 
vorhergesagten globalen Abkühlung geworden?
von G. K. (zumsel)


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Dieter D. schrieb:

> Die Übersetzung ins Deutsche stammte von der irren politisch korrekten
> KI im Internet. 😆

Willst du uns deine Denkfaulheit weiter bestätigen?
von Ralf X. (ralf0815)


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G. K. schrieb:
> Was ist eigentlich aus der von Fritz Vahrenholt im Jahr 2012
> vorhergesagten globalen Abkühlung geworden?

Ist der durch immer mehr PV verschuldeten sinkenden Albedo zum Opfer 
gefallen.
von Thomas S. (thommi)


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(prx) A. K. schrieb:
> Thomas S. schrieb:
>> denn die kinetische Energie des
>> Windes, welche über Deutschland zieht, ist begrenzt.
>
> Gibts eine Abschätzung, in welcher Grössenordnung das Limit liegt und
> wie nah man dem bereist ist? Nicht dass das eine panische Angst ist, die
> in der Realität keine Rolle spielt.

Es hat mal jemand ausgerechnet, aber wie hoch der Wahrheitsgehalt ist, 
kann ich nicht beurteilen. Klingt aber irgendwie plausibel.

https://www.youtube.com/watch?v=q0FIciSxu5M&t=632s&pp=ygUtV2lldmllbGUgd2luZGtyYWZ0d2Vya2UgdmVydHLDpGd0IGRldXRzY2hsYW5k
von H. H. (hhinz)


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Dieter D. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Stammt ja auch vom irren Dieter, nicht von Mark Twain.
>
> Die Übersetzung ins Deutsche stammte von der irren politisch korrekten
> KI im Internet. 😆

KI= Kranker Idiot, also von dir.
von H. H. (hhinz)


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Thomas S. schrieb:
> Klingt aber irgendwie plausibel.

So wie "Der Mond ist aus Käse".
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Rbx schrieb:
> nichtsdestotrotz weiß ich von der KI - warum Deutschland lieber Israel
> in den Hintern kriecht als die Geschäfte und die Verbindungen mit dem
> Iran zu verstärken.

Wow, ist das widerlich.
von Rbx (rcx)


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Sheeva P. schrieb:
> Wow, ist das widerlich.

Könnte man anderswo auch Prostitution nennen.
von Falk B. (falk)


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https://www.youtube.com/watch?v=Q5_fiUuo_mQ

Ein Video des Mainstreams. Mit mehr als nur kleinen Fehlern. Finde drei 
Fehler! So geht mal wieder Schlamperei und Propaganda. Für 18,36/Monat 
frei Haus.
von Ein T. (ein_typ)


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(prx) A. K. schrieb:
> Rbx schrieb:
>> Beim Ahrtal spielten ja auch Versiegelungen in das Drama hinein.
>
> Ich schrieb wohl schon, dass wir zurück auf die Bäume sollten. Dann
> brauchen wir keine Häuser, die so viel Boden versiegeln. 😆

Müssen es denn unbedingt Bäume sein? Ich hab' doch im Laufe der Jahre so 
eine Höhenangst entwickelt... :-( Aber während meiner Schulzeit haben 
wir Höhlen in Belgien besucht, die zur Champignonzucht genutzt wurden. 
Darf ich nicht lieber dort Unterschlupf suchen? So wäre auch gleich für 
vegane Ernährung gesorgt.
Beitrag #8042148 wurde vom Autor gelöscht.
von (prx) A. K. (prx)


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G. K. schrieb:
> Und dann ist da noch folgendes:

Man muss beim Fusionsreaktor ja nicht bei der Nutzung Lithiums stehen 
bleiben. Es gibt auch andere, etwa die CNO-Zyklen. In der richtigen 
Umgebung funktioniert das nachweislich sehr gut.
von Ein T. (ein_typ)


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Dieter D. schrieb:
> „Wenn du merkst, dass du zur Mehrheit gehörst, wird es Zeit, deine
> Einstellung zu revidieren.“

Nun bin ich beileibe niemand, der seine Meinungen an Mehrheiten 
orientieren würde, aber nicht selten hat sie einfach Recht.
von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> „Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit,
> innezuhalten und sich zu besinnen.“

Das ist ein sehr nützlicher Ansatz. Er sollte aber das Ergebnis nicht 
vorweg nehmen, wie bei ...

> „Wenn du merkst, dass du zur Mehrheit gehörst, wird es Zeit, deine
> Einstellung zu revidieren.“

... diesem Ansatz. Denn obige Besinnung kann ja zum Ergebnis kommen, 
dass die Mehrheit richtig liegt.

Ein Risiko bei diesem Ansatz liegt im Zwang zur Oszillation, sollte die 
Mehrheit dir folgen. Denn dann musst du wechseln. Und wieder und wieder.
: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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(prx) A. K. schrieb:
> Ein Risiko bei diesem Ansatz liegt im Zwang zur Oszillation, sollte die
> Mehrheit dir folgen. Denn dann musst du wechseln. Und wieder und wieder.

Bei Dieter ist das kein Risiko, sondern das Programm.
von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Gibt wieder einen >1.5h Podcast von Dr. Daniel Stelter zum Thema 
Atomgedoens. Gast diesmal Ulrich Graeber (Ex Technikvorstand EnBW).

https://www.youtube.com/watch?v=BTH_xyNWggo

Ob man ein Schleudertrauma vom Nicken oder Kopfschuetteln bekommt, oder 
keines, ist jedem selbst ueberlassen.

Gruss
WK
von Falk B. (falk)


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Hier die Geschichte des Molke-Zugs

https://www.youtube.com/watch?v=t-5XeRRoX9w

5800 Bequerell sind hochbelastet. Juristisch mag das stimmen, praktisch 
naja . . .
Und ein Verbrennen läßt das Cäsium ja nicht verschwinden. Naja schon, in 
die Luft . . .
Physik und Chemie und so . . .
von Rbx (rcx)


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Dergute W. schrieb:
> Ob man ein Schleudertrauma vom Nicken oder Kopfschuetteln bekommt, oder
> keines, ist jedem selbst ueberlassen.

Im Moment kommt ja ein wenig Bewegung in die politische Sachlage. Habt 
ihr das auch mitbekommen?
Ich will jetzt nicht genauer drauf eingehen, nur: wenn man das Buch vom 
Dörner im Hinterkopf hat (Logik des Misslingens) - könnte man schon ein 
wenig lächeln. Warten wirs ab, wie es weitergeht.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> Ein Risiko bei diesem Ansatz liegt im Zwang zur Oszillation, sollte die
> Mehrheit dir folgen. Denn dann musst du wechseln. Und wieder und wieder.

Wenn sich die Randbedingungen immer wieder ändern, dann kann das 
vielleicht passieren. Der Hintergrund ist aber, dass Gegenansichten 
ernst genommen werden und daher auch die Mehrheitsmeinung immer wieder 
auf den Prüfstand stellt.

Leute, die das nicht machen, geben so etwas von sich:

H. H. schrieb:
> KI= Kranker Idiot, also von dir.

G. K. schrieb:
> Klingt dumm und denkfaul.

Übrigens der negative Impakt auf die Niederschläge durch WP ist ein 
gutes Beispiel für geänderte Randbedingungen. Die heute meist üblichen 
WP verursachen dies durchaus, wenn solche WP einmal die Überzahl 
darstellen würden.

Aber es gab Ingenieure, die hatten glücklicherweise nicht H. H. als 
Chef, der deren Anliegen als von kranken Idioden konmmend, abkanzelte 
und durften sich etwas einfallen lassen. Die bauten Geräte, die das 
Kondensat über spezielle Systeme aktiv verdunsten und der Umgebung 
wieder zurück gegeben. Wenn diese WP einmal die Überzahl darstellen, 
kann dieser Punkt als bestmöglich nach Stand der Technik gelöst, 
abgehakt werden.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Falk B. schrieb:
> 5800 Bequerell sind hochbelastet. Juristisch mag das stimmen, praktisch
> naja . . .

Die gesetzlichen Grenzwerte für die Radioaktivität (insb. Cäsium-137) in 
Lebensmitteln liegen in der EU und Deutschland in der Regel bei 600 
Becquerel pro Kilogramm (Bq/kg). Ab dieser Konzentration dürfen 
Lebensmittel nicht mehr verkauft werden.

D.h. neunzig Jahre warten, dann liegt das unter dem Grenzwert.
von Sheeva P. (sheevaplug)


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G. K. schrieb:
> BTW: Wie willst du eigentlich in einer Nicht-Diktatur zwangsrekrutieren?

Wenn wir Dieter auf die Leute an, gehen sie freiwillig -- im Zweifel 
auch in den Tod.
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Rbx schrieb:
> Sheeva P. schrieb:
>> Wow, ist das widerlich.
>
> Könnte man anderswo auch Prostitution nennen.

Ebenso kann ich Sie hier einen antisemitischen Hetzer nennen.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Thomas S. schrieb:
> Es hat mal jemand ausgerechnet, aber wie hoch der Wahrheitsgehalt ist,
> kann ich nicht beurteilen. Klingt aber irgendwie plausibel.
>
> 
https://www.youtube.com/watch?v=q0FIciSxu5M&t=632s&pp=ygUtV2lldmllbGUgd2luZGtyYWZ0d2Vya2UgdmVydHLDpGd0IGRldXRzY2hsYW5k

Diese Art der Abschätzung ist gut, die der Autor des Videos hier macht. 
Wenn man nur 1/7 der Bevölkerung hätte, also auch nur 1/7 der 
Wirtschaft, würde das aber locker reichen.

Aus dem Grunde könnte es vielleicht auch Gruppierungen geben, die die 
Wirtschaft herunterfahren wollen.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/michael-kretschmer-deutschland-faehrt-sich-gerade-runter-accg-200765457.html
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Sheeva P. schrieb:
> Wenn wir Dieter auf die Leute an, gehen sie freiwillig -- im Zweifel
> auch in den Tod.

Wenn man nur 1/7 der Bevölkerung hätte, also auch nur 1/7 der 
Wirtschaft, würde die Windkraft aber locker reichen. Also Dein Vorschlag 
würde ideal passen um das Klima zu retten. Wie gut, dass Du damit 
indirekt auch zugibst, mehr Dieters auf der Welt und das Weltklima würde 
gerettet werden.
von Rbx (rcx)


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Sheeva P. schrieb:
> Ebenso kann ich Sie hier einen antisemitischen Hetzer nennen.

Weil ich kritisiere, was die deutsche Regierung macht? Haben sie ein 
Problem mit der Zusschreibungslogik?
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Rbx schrieb:
> Weil ich kritisiere, was die deutsche Regierung macht?

Nein.

> Haben sie ein
> Problem mit der Zusschreibungslogik?

Nein.
von G. K. (zumsel)


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Dieter D. schrieb:

> Wobei hier schon etwas wahres dran ist. Weil nach dem die Pole in der
> Temperatur nachgezogen haben, ist das Temperatur-Delta zwischen den
> Polen und dem Äquator ausgeglichen und damit werden Wind (und Stürme)
> wieder schwächer.

Wenn der Golfstrom weiter schwächelt könnte das auf der Nordhalbkugel 
wieder ausgeglichen werden.
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ein T. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Allerdings findet sich im Artikel die Anmerkung, dass nicht klar ist, ob
>> ÜBERHAUPT weitere AKWs gebaut werden. Selbst das ist offenbar noch nicht
>> einmal sicher. Soviel zu "Schweden plant!".
>
> Naja, jede Planung kostet Zeit und Geld. Außerdem müssen meist einige
> Dinge zumindest halbwegs feststehen, bevor eine Investitionsentscheidung
> getroffen werden kann, allem voran natürlich die Kosten und die
> Kostenträger. Von daher finde ich es schon bemerkenswert, daß jemand
> überhaupt die Zeit und das Geld für entsprechende Planungen für etwas
> investiert, bei dem doch zumindest nach auch Deinen Aussagen klar sein
> müßte, daß es sich nicht rechnen kann.

Da sehe ich keinen Widerspruch. Wenn ich ein neues Produkt auf den Markt 
bringen will, dann plane ich ja auch vorher: welchen Preis kann ich 
erzielen, welche Kosten habe ich usw.
Alles andere wäre unvernünftig (nicht, dass ich das nicht auch schon 
gemacht hätte: also einfach auf gut Glück ein Produkt herstellen und 
anbieten ;-)

Und dann kann es durchaus vorkommen, dass ich bei den Planungen 
feststelle: "Lohnt sich nicht!" - und das Projekt damit beende.

Du siehst ja gerade live in Schweden, wie die hochtrabenden Pläne von 
2023 immer weiter zusammengestrichen werden und man sich nun gar nicht 
mehr so sicher ist, ob ein Neubau überhaupt in Betracht gezogen wird.

Und aus der Erfahrung ALLER anderen Neubauten heraus wirst Du mir 
zustimmen müssen: kein EINZIGER Bau ist auch nur ansatzweise in dem 
finanziellen und zeitlichen Rahmen geblieben, der geplant war. Nicht 
einer.

Und wir sprechen hier nicht über 50% Mehrkosten - es geht um ein 
Vielfaches der ursprünglich veranschlagten Summen.

Nehmen wir die Franzosen: ursprünglich waren 3,3 Mrd. Euro geplant bei 
54 Monaten Bauzeit. Ein wunderbarer Plan, man verließ sich auf die 
Aussagen des EDF und seiner Experten.
Stand heute geht der franz. Rechnungshof von 24 Mrd. Euro aus. Anstatt 
der angestrebten 5 Jahre Bauzeit ist man heute bei 13 Jahren.
Also fast eine Veracht(!)fachung der Kosten bei einer fast dreifachen 
Bauzeit. Und das Ding ist immer noch nicht endgültig am Netz. Jetzt gibt 
es wieder Risse im Deckel.

Und so ähnlich sieht es bei allen AKW-Neubauten in der westlichen 
Hemispäre aus. Keine einzige blieb/bleibt auch nur in der Nähe der 
Pläne.

Man verzeiht mir sicherlich, wenn ich jeglichen Plänen diesbezüglich 
äußerst skeptisch gegenüberstehe.

> Würdest Du eine neue, teure Maschine anschaffen, wenn Du einerseits nur
> weißt, daß die Kosten ohne Amortisation am Ende existenzbedrohlich sein
> werden, und Du andererseits ebenso nicht weißt, ob, in welcher Stückzahl
> und zu welchem Stückpreis Du die solcherart angefertigten Produkte
> verkaufen kannst?

Nein. Aber das hatte ich ja zu erklären versucht: dieses politische 
Risiko könnte man mit einer entsprechenden Vertragsklausel problemlos 
ausschließen.

Dazu benötige ich aber weder eine Kostenübernahme beim Bau noch 
Kreditgarantien.

Eigentlich reicht dafür eine Mindesteinspeisevergütung und 
Abnahmegarantie (bzw. Kompensation) über die geplante Laufzeit - so wie 
bei PV und Windenergie schon lange üblich. Mehr bräuchte es nicht. Und 
dann finanziert man sich marktwirtschaftlich über Kredite. Ganz ohne 
Staat.

Das passiert aber nicht: stattdessen gibt es Anschubfinanzierung, 
Kreditgarantien usw. - der Staat muss massiv in Vorlage/Haftung gehen 
(so wie er es bei anderen Erzeugungsformen nicht tut). Das muss einem 
doch sehr zu denken geben bzgl. der Tragfähigkeit solcher Bauvorhaben.

Und heutzutage gibt es ein viel gravierenderes Problem: die 
Mindesteinspeisevergütung für einen wirtschaftlichen Betrieb liegt schon 
heute wesentlich höher als die von PV und Windenergie. So etwas macht 
sich aber schlecht in einem Plan. Daher rechnet man sich die Baukosten 
massiv schön und setzt die Laufzeiten so hoch an, bis die Kernkraft sehr 
günstig erscheint.

Und ein weiteres Problem: die Erneuerbaren werden immer günstiger - im 
Gegensatz zu den Bau- und Betriebskosten der AKWs.

> Wenn das
> so eindeutig wäre, wie es hier auch von Dir dargestellt wird, dann würde
> doch niemand auch nur eine Sekunde seiner Zeit oder einen Cent seines
> Geldes in solche Planungen investieren und es gäbe gar keine Diskussion.
> Wenn es so offensichtlich wäre, würde Frau Borg das zweifellos sagen,
> statt sich auf Risiken zu berufen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hätte
> sie das ihren politischen Entscheidern schon vorher klargemacht und die
> Diskussionen, Entscheidungen und Planungen damit ebenso augenblicklich
> wie endgültig beendet.

Ich halte diese Meinung für blauäugig angesichts sämtlicher bisheriger 
Pläne und Versprechen der Erbauer und Betreiber von AKWs.

Man kann und soll Pläne machen (hatte ich ja weiter oben schon 
skizziert). Aber Pläne, die auch finanziell tragfähig sind. Das Problem 
ist eben: macht man die, dann kann man wirtschaftlich gesehen nur zu 
einer Entscheidung kommen. Und es gab/gibt offenbar bei den 
"Pläneerstellenden" Interessen, die gerne einen Neubau möchten. Nennt 
man Lobbyismus.

Es ist wie so oft bei Großprojekten: man erarbeitet tolle Pläne, rechnet 
sich finanziell alles schön und die Entscheider nicken das ab, weil: ist 
ja so günstig.
Und wenn man einmal am bauen ist, dann "kann man ja nicht einfach 
aufhören und das Geld abschreiben". Und wenn der Staat da nicht mehr 
hilft, ja dann bleibt für die Betreibergesellschaft leider nur noch die 
Insolvenz und das will ja keiner, denn dann hätte man gar nichts. Also 
hilft der Staat aus - wieder und wieder und wieder.

So geschehen in Frankreich, Finnland, England, in den USA gab es 
tatsächlich eine Pleite und Baustopp usw.

Alle Länder, die bisher von der "AKW-Neubau-Mauer" gesprungen sind, 
haben sich die Beine gebrochen. Und da sollen die Schweden sagen: 
"Vielleicht brechen wir uns die Beine ja beim fünften Versuch nicht"?

> Schau, ich bin unschlüssig und hätte selbst gerne eine Antwort. Aber
> bisher ist das Schlüssigste, das ich sehe, das Argument von Udo in
> diesem Beitrag [1], verkürzt: wie kann man Atomkraft in einem Land
> wollen, in dem laut der eigenen Aussagen doch angeblich rein gar nichts
> funktioniert. Das ist eine schöne Polemik, vor allem wegen des Körnchen
> Wahrheit darin, aber leider irgendwie auch kein wirkliches Argument in
> der Sache.

Die Zahlen, die Du Dir von sämtlichen staatlichen Stellen, die AKWs neu 
bauten oder bauen, ziehen kannst sind Dir nicht schlüssig genug?
Die massiven Baukosten- und Bauzeitenüberschreitungen sämtlicher 
Neubauten im Westen, die extrem hohen Mindesteinspeisevergütungen weit 
oberhalb der Erneuerbaren? Alles nicht schlüssig?

> Anstelle solcher Argumente wird mir hingegen erklärt, daß das alles
> sowieso viel zu teuer sei

Zahlen sind keine Argumente?

> Verstehst Du vielleicht, warum es mir
> so schwer fällt, das überzeugend zu finden?

Eigentlich nicht. Denn man kann sämtliche Argumente bzgl. der Endlager, 
der Betriebsgefahren usw. ausblenden. Da kann man sich wunderbar drüber 
streiten, Argument hier, Argument da.

Also lässt man das einfach alles mal weg und betrachtet das rein 
Wirtschaftliche und schaut sich die Neubauten von AKWs bei 
vergleichbaren Bedingungen an.

Das sind einfach nur nüchterne Zahlen über die Bau- und 
Gestehungskosten.
Ganz ohne irgendein subjektiv gefärbtes Argument.

> Fragen über Fragen, aber irgendwie... wenn ich ein ängstlicher Mensch
> wäre, dann hätte ich vielleicht eine Antwort. Bin ich aber nicht und hab
> ich aber nicht, so ein Mist. Und je mehr schwammige Argumente,
> merkwürdige Schlüsse, seltsame Argumentationsketten dabei kommen, desto
> klarer wird mir, daß es möglicherweise gar keine eindeutige, endgültige
> Wahrheit gibt. Verdammt!

Daher: reale Kosten (nicht die aus den Plänen) betrachten, keine 
Meinungen.

Danach bleibt mMn nur ein logischer Schluss.

(Insbesondere bei der aktuellen preislichen Entwicklung im Bereich der 
Erneuerbaren. Das Ganze ist ja auch noch volatil zu Ungunsten der 
Kernkraft. Verdammt! ;-)
: Bearbeitet durch Moderator
von G. K. (zumsel)


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Chris D. schrieb:

> Und ein weiteres Problem: die Erneuerbaren werden immer günstiger - im
> Gegensatz zu den Bau- und Betriebskosten der AKWs.

Und seit Jahrzehnten verspricht uns die AKW-Industrie günstigen Strom 
aus AKWs, was nie Realität wurde.

Warum sollte ich das ausgerechnet jetzt der AKW-Industrie glauben?
Und ich sehe auch keinen realistischen Pfad wie dieses ewige Versprechen 
der AKW-Industrie jemals eingehalten werden könnte.

AKWs sind halt sehr praktisch für die AKW-Vertreter, irgendwann hat man 
so viel Geld in ein Projekt gesteckt das man nicht mehr zurück kann ohne 
Unmengen an Kohle verbrannt zu haben.
von Le X. (lex_91)


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G. K. schrieb:
> Warum sollte ich das ausgerechnet jetzt der AKW-Industrie glauben?

Na weil Dualfluid und SMR!!
Diesesmal wirklich.
von Christoph M. (mchris)


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Ein interessanter Gedankengang: obwohl in Deutschland schon lange kein 
Strom mehr in Kernkraftwerken produziert wird, müssen wir immer noch 
dafür bezahlen (Rückbau, Entsorgung Ewigkeitskosten). Ob und das die 
junge Generation in 20 Jahren wohl danken wird, dass sie immer noch für 
Strom zahlen müssen, den ihre Eltern und Großeltern verbraucht haben?
von Falk B. (falk)


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Christoph M. schrieb:
> Ein interessanter Gedankengang: obwohl in Deutschland schon lange kein
> Strom mehr in Kernkraftwerken produziert wird, müssen wir immer noch
> dafür bezahlen (Rückbau, Entsorgung Ewigkeitskosten). Ob und das die
> junge Generation in 20 Jahren wohl danken wird, dass sie immer noch für
> Strom zahlen müssen, den ihre Eltern und Großeltern verbraucht haben?

Wie zahlen doch auch gern für viele andere Dinge in der Welt, die mit 
uns gar nichts zu tun haben bzw. für die wir ursächlich gar nicht 
verantwortlich sind. Incl. Dauerbesucher . . .
von (prx) A. K. (prx)


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Wäre eine Welt vorteilhaft, in der man ausschliesslich für jenes zahlt, 
was man selbst persönlich beauftragt oder dem man persönlich explizit 
zugestimmt hat?
: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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Chris D. schrieb:
> Da sehe ich keinen Widerspruch. Wenn ich ein neues Produkt auf den Markt
> bringen will, dann plane ich ja auch vorher: welchen Preis kann ich
> erzielen, welche Kosten habe ich usw.

Genau. Aber was ist, wenn es keinerlei zuverlässige Daten zu den Kosten 
und dem erzielbaren Preis gibt, und die Kosten gleichzeitig eine 
Größenordnung erreichen, die mit exorbitant noch wohlwollend beschrieben 
ist?

> Alles andere wäre unvernünftig (nicht, dass ich das nicht auch schon
> gemacht hätte: also einfach auf gut Glück ein Produkt herstellen und
> anbieten ;-)

Letzten Endes ist das ja ein relativ übliches Vorgehen, das macht so 
ziemlich jedes Unternehmen, das nicht nur im Kundenauftrag arbeitet. 
Aber in solchen Fällen sind die Investitionen zumindest grob planbar.

> Und aus der Erfahrung ALLER anderen Neubauten heraus wirst Du mir
> zustimmen müssen: kein EINZIGER Bau ist auch nur ansatzweise in dem
> finanziellen und zeitlichen Rahmen geblieben, der geplant war. Nicht
> einer.

Natürlich. Das bedeutet: es gibt schon mindestens keine zuverlässigen 
Zahlen bezüglich der zu erwartenden Kosten.

> Und wir sprechen hier nicht über 50% Mehrkosten - es geht um ein
> Vielfaches der ursprünglich veranschlagten Summen.
>
> Nehmen wir die Franzosen: ursprünglich waren 3,3 Mrd. Euro geplant bei
> 54 Monaten Bauzeit. Ein wunderbarer Plan, man verließ sich auf die
> Aussagen des EDF und seiner Experten.
> Stand heute geht der franz. Rechnungshof von 24 Mrd. Euro aus. Anstatt
> der angestrebten 5 Jahre Bauzeit ist man heute bei 13 Jahren.
> Also fast eine Veracht(!)fachung der Kosten bei einer fast dreifachen
> Bauzeit. Und das Ding ist immer noch nicht endgültig am Netz. Jetzt gibt
> es wieder Risse im Deckel.
>
> Und so ähnlich sieht es bei allen AKW-Neubauten in der westlichen
> Hemispäre aus. Keine einzige blieb/bleibt auch nur in der Nähe der
> Pläne.

Ich befürchte, die von Dir genannten Zahlen zu Flamanville 3 sind aber 
auch wieder... sagen wir, fragwürdig. Denn die 3,3 Mrd. Euro betrafen 
lediglich die Baukosten, während in den 24 Mrd. Euro auch Rückbau, 
Entsorgung weitere Posten enthalten sind. Die Baukosten betragen dem 
Vernehmen nach rund 13 Mrd. Euro, und liegen damit ungefähr in der 
Größenordnung der Baukosten des Blocks 3 im finnischen Kernkraftwerk 
Olkiluoto in Höhe von etwa 11 Mrd. Euro.

Die Quelle der 24 Mrd. Euro, der französischen Rechnungshof, gibt als 
einen Grund für die Kostensteigerungen beim Bau von Flamanville 3 mit 
gestiegenen Sicherheitsanforderungen an. Da hat also der Gesetzgeber -- 
die Politik -- neue, schärfere Vorschriften erlassen, denen das 
Kraftwerk genügen muß. Das stellt neben einem potentiellen Atomausstieg 
ein weiteres hohes politisches Kostenrisiko für potentielle private 
Investoren dar.

> Man verzeiht mir sicherlich, wenn ich jeglichen Plänen diesbezüglich
> äußerst skeptisch gegenüberstehe.

Das ist zweifellos auch vollkommen berechtigt.

> Nein. Aber das hatte ich ja zu erklären versucht: dieses politische
> Risiko könnte man mit einer entsprechenden Vertragsklausel problemlos
> ausschließen.
>
> Dazu benötige ich aber weder eine Kostenübernahme beim Bau noch
> Kreditgarantien.

Aber haargenau das sind doch die "entsprechenden Vertragsklauseln", von 
denen Du sprichst. Und, wie gesagt, ist da ein erhebliches Kostenrisiko, 
technisch und politisch bedingt, das private Investoren abschreckt.

> Eigentlich reicht dafür eine Mindesteinspeisevergütung und
> Abnahmegarantie (bzw. Kompensation) über die geplante Laufzeit - so wie
> bei PV und Windenergie schon lange üblich. Mehr bräuchte es nicht. Und
> dann finanziert man sich marktwirtschaftlich über Kredite. Ganz ohne
> Staat.

Entschuldige bitte, aber wenn der Staat eine Mindesteinspeisevergütung 
und / oder eine Abnahmegarantie geben würde, dann würde eben das 
Argument benutzt. Ich höre es schon: "wie kann Kernenergie denn 
wirtschaftlich sein, wenn der Staat die Garantien für diese Dinge geben 
muß"? :-)

> Das passiert aber nicht: stattdessen gibt es Anschubfinanzierung,
> Kreditgarantien usw. - der Staat muss massiv in Vorlage/Haftung gehen
> (so wie er es bei anderen Erzeugungsformen nicht tut). Das muss einem
> doch sehr zu denken geben bzgl. der Tragfähigkeit solcher Bauvorhaben.

Ja, natürlich. Das tut es auch bei mir, aber: ich kann das halt nicht 
seriös beurteilen. Wenn mir das nicht zu denken gäbe, hätte ich ja eine 
Meinung und würde sie vertreten.

> Und heutzutage gibt es ein viel gravierenderes Problem: die
> Mindesteinspeisevergütung für einen wirtschaftlichen Betrieb liegt schon
> heute wesentlich höher als die von PV und Windenergie. So etwas macht
> sich aber schlecht in einem Plan. Daher rechnet man sich die Baukosten
> massiv schön und setzt die Laufzeiten so hoch an, bis die Kernkraft sehr
> günstig erscheint.

Klar, aber das können beide Seiten. Ein Offshore-Windrad zum Beispiel 
wird mit etwa 20 Jahren Laufzeit angegeben, aber das Dumme ist: ich bin 
Segler und habe deshalb meine ganz eigenen Erfahrungen mit der Korrosion 
der beim Bau solcher Windräder verwendeten Materialien und der Kräfte, 
die dort wirken können. Aus diesem Grund betrachte ich auch solche 
Aussagen mit einer gewissen Skepsis.

> Und ein weiteres Problem: die Erneuerbaren werden immer günstiger - im
> Gegensatz zu den Bau- und Betriebskosten der AKWs.

Hmmm... aber es sind doch nicht nur die Gestehungskosten von Windkraft- 
oder Solaranlagen. Dazu kommen die Kosten für den Bau von Trassen, 
Speichern, und so weiter, und so fort, und ob die Materialien, die zum 
Bau solcher Anlagen benötigt werden, langfristig preisstabil bleiben, 
ist ebenso fraglich.

> Ich halte diese Meinung für blauäugig angesichts sämtlicher bisheriger
> Pläne und Versprechen der Erbauer und Betreiber von AKWs.

Wir diskutieren jetzt nicht darüber, ob das lediglich Argumente sind 
oder schon eine Meinung, denn selbst wenn es eine Meinung wäre, dann 
wäre sie tatsächlich blauäugig. Ebenso blauäugig erscheinen mir 
allerdings auch die Position vieler EE-Befürworter: das wird alles 
preiswerter, die Rohstoffe für den Bau von Anlagen bleiben dauerhaft 
preiswert, die Anlagen halten soundso lange, natürlich können wir uns 
den gleichzeitigen Ausstieg aus Atom- und Kohleenergie und die 
notwendigen Ausbauten von Stromtrassen und -speichern, und obendrein 
auch noch den Ausstieg aus dem Erdgas leisten, alles überhaupt kein 
Problem, kein Bürger wird überfordert, ... äh, ja.

> Man kann und soll Pläne machen (hatte ich ja weiter oben schon
> skizziert). Aber Pläne, die auch finanziell tragfähig sind. Das Problem
> ist eben: macht man die, dann kann man wirtschaftlich gesehen nur zu
> einer Entscheidung kommen. Und es gab/gibt offenbar bei den
> "Pläneerstellenden" Interessen, die gerne einen Neubau möchten. Nennt
> man Lobbyismus.

Das stimmt. Allerdings sollten wir dann bitte festhalten, daß Lobbyismus 
von allen Seiten betrieben wird, daß auch Natur- und 
Umweltschutzorganisationen Lobbyismus betreiben und mitunter die 
Öffentlichkeit in die Irre führen, um ihre Ziele zu erreichen. Genau das 
ist für mich einer der wichtigsten Gründe, darum ich mich nicht 
eindeutig auf eine Seite schlagen möchte.

> Die Zahlen, die Du Dir von sämtlichen staatlichen Stellen, die AKWs neu
> bauten oder bauen, ziehen kannst sind Dir nicht schlüssig genug?

Nein, leider. Wenn sie konsistent wären, dann vielleicht, aber die 
Zahlen und Positionen verschiedener Ministerien und Institutionen 
tendieren zu nicht nur kleinen Unterschieden, und mitunter widersprechen 
sie sich sogar -- und oft reicht es, daß der zuständige Minister 
wechselt, um öffentlich vertretene Positionen eines Ministeriums zu 
ändern. Wie sollte ich mich auf so etwas Volatiles verlassen?

> Die massiven Baukosten- und Bauzeitenüberschreitungen sämtlicher
> Neubauten im Westen, die extrem hohen Mindesteinspeisevergütungen weit
> oberhalb der Erneuerbaren? Alles nicht schlüssig?

Ist es bei den Erneuerbaren denn anders? Die rechter Umtriebe zweifellos 
unverdächtige "Zeit" titelt: "Die Windparks sind zu teuer geworden" [1]. 
Beispielhaft möchte ich nur diesem Absatz aus diesem Artikel zitieren:

"Doch die Lücke zwischen Plan und Realität ist riesig. Von geplanten 30 
Gigawatt Offshore-Stromkapazität im Jahr 2030 sind gerade mal 8,4 
Gigawatt vor den deutschen Küsten installiert. Die EU-Zahlen klaffen 
noch etwas weiter auseinander: Die neun EU-Staaten und Großbritannien 
wollen im gleichen Zeitraum 120 Gigawatt an Offshore-Windparks bauen. 
Nur 30 Gigawatt sind bisher geschafft."

Gleichzeitig sagt das Bundesministerium für Wirtschaft in [2], die 
Kosten für Windparks, sowohl an Land (Onshore) als auch auf See 
(Offshore), seien in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Nach einem 
Anstieg um etwa 4% von 2020 auf 2021, verteuerten sich die Projekte 
zwischen 2021 und 2022 um weitere 12% und zeigten Ende 2022 eine erneute 
Steigerung von 8%. Das sind mit "Zinseszins" über 25% in nur drei 
Jahren, während derer wir gerade mal ein Viertel dessen bauen konnten, 
was geplant war.

[1] 
https://www.zeit.de/wirtschaft/2023-11/offshore-windpark-energie-stromversorgung-ostsee
[2] 
https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Downloads/E/eeg-eb-wal-kostensituation-20231123.pdf?__blob=publicationFile&v=6

> Zahlen sind keine Argumente?

Belastbare Zahlen sind Argumente, allein: ich sehe zwar Zahlen, habe 
aber erhebliche Zweifel an deren Belastbarkeit.

> Daher: reale Kosten (nicht die aus den Plänen) betrachten, keine
> Meinungen.

Du hattest ja Zahlen genannt, eine Kostensteigerung von Flamanville von 
3,3 Mrd. auf 24 Mrd. Euro, das wäre ein Faktor von ~ 7,3. Schade, daß 
schon ein oberflächlicher Blick darauf genügt, um zu sehen: da werden 
Äpfel mit Birnen verglichen, die reinen Baukosten einerseits dann die 
Gesamtkosten inklusive Rückbau und Lagerung des Atommülls auf der 
anderen Seite. Die Baukosten sind -- übrigens nicht zuletzt wegen 
gestiegener Sicherheitsanforderungen -- "nur" auf 13 Mrd. Euro 
gestiegen, das ist nicht einmal Faktor 4 und damit innerhalb eines 
Rahmens, der bei Großprojekten leider eher Regel als Ausnahme ist. Beim 
EP-Reaktor in finnischen Olkiluoto wurden die Baukosten anfangs mit 4,5 
Mrd. Euro angegeben, und die Baukosten betrugen am Ende 11 Mrd. Euro. 
Das ist mit einem Faktor von knapp 2,5 für Großprojekte sogar ziemlich 
gut.

Aber kommen wir zum Thema zurück: welche realen Kosten meinst Du? Die 11 
Mrd. in Olkiluoto, die 13 Mrd. in Flamanville oder die 24 Mrd.? Das ist 
doch das ganze gottverdammte Problem: alle bieten Zahlen, die sie in 
ihrem Sinne für ihre gewünschten Ergebnisses fabrizieren, postulieren, 
und deuten.

Ähnliches gilt auch für etliche andere Aspekte. Während die einen 
behaupten, die Transmutation könne vom Labor- auf einen Industriemaßstab 
skaliert, hoch gefährliche Abfälle in weniger gefährliche verwandeln und 
dabei noch Energie gewonnen werden, sagen die anderen, daß ein Störfall 
gravierende Folgen habe und verweisen dabei, nicht unberechtigt, auf 
Tschernobyl und Fukushima. Die einen sagen, jeder Strahl wäre eine 
tödliche Gefahr, andere verweisen auch nicht gänzlich unberechtigt 
darauf, daß auch hier das Prinzip des Paracelsus gelte und in Hiroshima, 
Nagasaki, Tschernobyl und Fukushima doch schließlich auch längst wieder 
Menschen leben.

Und dann ist da ja noch diese Sache mit dem technologischen Fortschritt. 
Die Kernreaktoren in Fukushima und Tschernobyl wurden Anfang der 
Siebziger in Betrieb genommen. Also vor gut fünfzig Jahren, mithin 
ungefähr so lange, wie ich jetzt lebe. Wenn ich mir alleine überlege, 
wie sich die Technik nur in meiner Lebenszeit weiterentwickelt hat... 
von programmierbaren Computern wie dem HP-97, mit dem ich meine ersten 
"Programmier"schritte gemacht habe, bis hin zu Smartphones und aktuell 
womöglich der KI, die Einspritzanlage und der Turbolader ohne Turboloch 
in Fahrzeugen, um nur zwei Bereiche zu nennen... wären moderne 
Kernkraftwerke mit denselben Risiken behaftet wie die alten 
Museumsstücke in Tschernobyl und Fukushima?

Wer hat Recht? Oder liegt die Objektive Wahre Wahrheit vielleicht 
irgendwo dazwischen, wie so oft, und natürlich gesetzt den Fall, daß es 
überhaupt so etwas wie eine Objektive Wahre Wahrheit geben könnte? Wenn 
mich mein Leben eines gelehrt hat, dann ist es ein tiefes Mißtrauen 
gegenüber Menschen, die immer Recht und die Einzig Wahre Wahrheit (tm) 
gepachtet zu haben behaupten, und bei der Kernenergie betrifft das beide 
Seiten gleichermaßen. Beide stehen vor mir wie der Sänger von Pur und 
singen "komm mit mir ins Abenteuerland"... aber ich muß dann irgendwie 
immer an Drogendealer denken. ;-)

Aber am Ende sei unbesorgt, ich neige instinktiv eher Deiner als der 
anderen Seite zu, was die Kernenergie angeht. Aber ich bleibe trotzdem 
skeptisch, ob es gelingen kann, wenn eine der größten und reichsten 
Wirtschaften aus allen ihrer wichtigsten Energieträger gleichzeitig 
aussteigt. Ich bin gespannt.
von Ein T. (ein_typ)


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G. K. schrieb:
> Und seit Jahrzehnten verspricht uns die AKW-Industrie günstigen Strom
> aus AKWs, was nie Realität wurde.

Nicht ganz so lange, aber ebenfalls seit geraumer Zeit verspricht uns 
die EE-Industrie günstigen Strom aus Erneuerbaren Energien, aber 
trotzdem sind die Strompreise in den letzten zwanzig Jahren immer weiter 
gestiegen und zählen heute/ zu den höchsten in ganz Europa.
von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:

> Nicht ganz so lange, aber ebenfalls seit geraumer Zeit verspricht uns
> die EE-Industrie günstigen Strom aus Erneuerbaren Energien, aber
> trotzdem sind die Strompreise in den letzten zwanzig Jahren immer weiter
> gestiegen und zählen heute/ zu den höchsten in ganz Europa.

https://www.youtube.com/watch?v=vIsasXpk02c&t=80s
von G. K. (zumsel)


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(prx) A. K. schrieb:
> Wäre eine Welt vorteilhaft, in der man ausschließlich für jenes zahlt,
> was man selbst persönlich beauftragt oder dem man persönlich explizit
> zugestimmt hat?

Soziales Verhalten hat sich während der Evolution als Vorteil 
herausgestellt, sonst gäbe es das nicht.
von (prx) A. K. (prx)


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G. K. schrieb:
> Soziales Verhalten hat sich während der Evolution als Vorteil
> herausgestellt, sonst gäbe es das nicht.

Das gilt leider auch für asoziales Verhalten, so lange es nicht überhand 
nimmt.

Und wo man die Grenze zwischen eigener und fremden Gruppen zieht, ist 
recht verschieden. Dorfgrenze, Region, Bundesland, Sprache, Nation, 
Europa, ... Und so ist des Einen natürliches soziales Verhalten des 
Anderen Schwachsinn.
: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> Das gilt leider auch für asoziales Verhalten, so lange es nicht überhand
> nimmt.

Wer den Focus gelesen hat, weiss wir werden missioniert und dann 
fliessen wieder Öl und Gas im Überfluss. AKW bauen, ist dann auch kein 
Problem mehr. Alles wird gut.
: Bearbeitet durch User
von G. K. (zumsel)


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(prx) A. K. schrieb:

> Und wo man die Grenze zwischen eigener und fremden Gruppen zieht, ist
> recht verschieden. Dorfgrenze, Region, Bundesland, Sprache, Nation,
> Europa, ... Und so ist des Einen natürliches soziales Verhalten des
> Anderen Schwachsinn.

Schauen wir mal ob der Homo Sapiens schlau genug ist um zu erkennen das 
momentan die Gruppe durch den Planeten definiert wird.

Wäre ja ziemlich armselig wenn wir genauso dumm wie diese Alge sind die 
sich mit der Produktion von Sauerstoff selbst vom Planeten gefegt hat 
:-)
: Bearbeitet durch User
von Rick (rick)


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Thomas S. schrieb:
> Windenergie ist in .de
> auch nicht unendlich abschöpfbar, denn die kinetische Energie des
> Windes, welche über Deutschland zieht, ist begrenzt.
Zuviel beim Nanopartikelprofessor Ganteför gelauscht?

Sicher ist die Energie begrenzt. Und sicher wird ein Windpark hinter 
einem anderen Windpark weniger Leistung bringen. Aber wo hinter einem 
Windpark war es denn schonmal schlagartig windstill?

Ich sehe es mal von der anderen Seite: Je nach Quelle trägt die 
Windenergie in Deutschland zwischen 20% bis ca. 30% zur 
Gesamtstromerzeugung bei. D.h. für mich im Umkehrschluß mit einer 
Verdrei- bis Verfünfachung der Windkraftleistung wäre der heutige 
Energiebedarf gedeckt. Ohne die Berücksichtigung von anderen 
Energiequellen...

Im Jahr 2017 benötigten die 29.000 WKAs 0,5% der Landesfläche: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Windenergie_in_Deutschland#Bundesweit_2
Da die Zahl der Anlagen nicht signifikant gestiegen ist [1], wird sich 
auch an der Fläche nicht signifikant was geändert haben...

[1] 
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/20116/umfrage/anzahl-der-windkraftanlagen-in-deutschland-seit-1993/
von Rick (rick)


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Falk B. schrieb:
> Heute ist der 40. Jahrestag des Reaktorunfalls von Tschernobyl.
Hat nur leider nix mit dem Blackout in Spanien zu tun...
von Rick (rick)


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Ein T. schrieb:
> trotzdem sind die Strompreise in den letzten zwanzig Jahren immer weiter
> gestiegen und zählen heute/ zu den höchsten in ganz Europa.
Da ist mit den Preisen für ein Auto irgendwie genauso. Dabei wurde doch 
laufend die Fertigung optimiert um den Preis zu senken...

Hat mal jemand untersucht, wie Strommix von 2000 mit heutigen Preisen 
aussehen würde?
von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:
> Das stellt neben einem potentiellen Atomausstieg
> ein weiteres hohes politisches Kostenrisiko für potentielle private
> Investoren dar.

Dem stehen die privaten Investoren gegenüber welche sich gerade um 
Anschlüsse für Akku prügeln.

Übrig bleibt der Invest für Gaskraftwerke (~1€/Watt) und Netze, welche 
lange halten und sowieso Renovierung und Invest benötigen und für eine 
weitere Elektrifizierung sowieso ausgebaut werden müssen.

Und die 80G€ bis 120G€ p. a. für die wir fossiles Zeug importierten und 
eigentlich auch noch Risiken einpreisen müssten sollte man bei der 
ganzen Rechnung nicht vergessen. Und dazu geben wir auch noch 
Wertschöpfung ab, schau dir einfach unseren Dieter an welcher die Kohle 
lieber irgentwelchen komischen Gestalten geben will die ihre Nachbarn 
auf Ketten besuchen anstatt seinem Nachbarn.

BTW: Der Kinderbuchautor hatte übrigens vorgeschlagen davon einiges über 
die KFW zu finanzieren. Oder man könnte auch einen Rentenfond damit 
bilden.
von G. K. (zumsel)


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Rick schrieb:

> Hat mal jemand untersucht, wie Strommix von 2000 mit heutigen Preisen
> aussehen würde?

In erster Näherung sollte es reichen die Inflation dort drüber zulegen.
von G. K. (zumsel)


Angehängte Dateien:

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Rick schrieb:

> Im Jahr 2017 benötigten die 29.000 WKAs 0,5% der Landesfläche:
> https://de.wikipedia.org/wiki/Windenergie_in_Deutschland#Bundesweit_2
> Da die Zahl der Anlagen nicht signifikant gestiegen ist [1], wird sich
> auch an der Fläche nicht signifikant was geändert haben...

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

Via: https://x.com/cvictordus/status/1791961219143766322
von G. K. (zumsel)


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@Ein T:

Frage 0: Wie viele AKWs bräuchte man für einen Elektrostaat Deutschland 
mit einem Verbrauch von 1500 TWh p. a.?

Frage 1: Was würde uns der Bums nur für die AKWs kosten?

Frage 2: Wenn man die MTBF von den Dingern durch die benötigte Anzahl 
teilt, wie lange dauert es durchschnittlich bis eins von den Dinger Puff 
macht und die Kühe daneben umfallen bzw. sich eins von den Dingern 
selbst zerstört ohne das die Kühe daneben umfallen?

Frage 3: Warum soll man > 10 Jahre warten und die € verzinsen bis von 
dem Invest überhaupt mal was zurück fließt?
von Frank D. (Firma: Spezialeinheit) (feuerstein7)


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Ein T. schrieb:
> Nicht ganz so lange, aber ebenfalls seit geraumer Zeit verspricht uns
> die EE-Industrie günstigen Strom aus Erneuerbaren Energien, aber
> trotzdem sind die Strompreise in den letzten zwanzig Jahren immer weiter
> gestiegen und zählen heute/ zu den höchsten in ganz Europa.

Gestern war ein schönes Beispiel für die Kostenprobleme der EE. Es gab 
massig PV-Strom der dringend weg muss, der Preis ging ins negative. 
Klingt ja erst mal toll, ist es aber nicht. Es hat sich leider zu einer 
unsozialen Umverteilung entwickelt.
Der PV Betreiber bekommt 7,78ct/kWh, der Export kostete bis zu 48ct/kWh, 
späterer Import ca 8ct/kWh. Den PV Betreiber freuts, die anderen müssen 
zahlen.

Also wird der Ruf nach Speichern laut, aber was wäre wenn es die gäbe? 
Wer z.B. eine große Akkuanlage betreibt würde nach möglichkeit auch 
versuchen beim kleinsten Preis zu laden und entladen wenn der Preis 
wieder steigt. Es würde also dadurch nicht billiger werden, im Gegenteil 
bei Akkus müsste sogar noch zusätzlich der Verschleiss mit eingepreist 
werden.
von Ein T. (ein_typ)


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G. K. schrieb:
> Ein T. schrieb:
>
>> Nicht ganz so lange, aber ebenfalls seit geraumer Zeit verspricht uns
>> die EE-Industrie günstigen Strom aus Erneuerbaren Energien, aber
>> trotzdem sind die Strompreise in den letzten zwanzig Jahren immer weiter
>> gestiegen und zählen heute/ zu den höchsten in ganz Europa.
>
> https://www.youtube.com/watch?v=vIsasXpk02c&t=80s

?
von G. K. (zumsel)


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Frank D. schrieb:

> Gestern war ein schönes Beispiel für die Kostenprobleme der EE. Es gab
> massig PV-Strom der dringend weg muss, der Preis ging ins negative.
> Klingt ja erst mal toll, ist es aber nicht. Es hat sich leider zu einer
> unsozialen Umverteilung entwickelt.
> Der PV Betreiber bekommt 7,78ct/kWh, der Export kostete bis zu 48ct/kWh,
> späterer Import ca 8ct/kWh. Den PV Betreiber freuts, die anderen müssen
> zahlen.


Siehe den Anhang: 
https://www.mikrocontroller.net/attachment/695642/energy-charts_Jaehrliche_Aussenhandelsstatistik_elektrischer_Strom.png
von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Ein T. schrieb:
>>
>>> Nicht ganz so lange, aber ebenfalls seit geraumer Zeit verspricht uns
>>> die EE-Industrie günstigen Strom aus Erneuerbaren Energien, aber
>>> trotzdem sind die Strompreise in den letzten zwanzig Jahren immer weiter
>>> gestiegen und zählen heute/ zu den höchsten in ganz Europa.
>>
>> https://www.youtube.com/watch?v=vIsasXpk02c&t=80s
>
> ?

Hast du neulich nicht gesagt das Markt und Wirtschaft Teil deiner DNA 
sind?

Hier das ganze noch mal als Sekundärquelle:

https://www.focus.de/earth/iran-krieg-treibt-oel-und-gas-in-die-hoehe-deutscher-strom-wird-trotzdem-guenstiger_ec932739-ac54-46aa-95ec-45d7751becc2.html
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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G. K. schrieb:
> Ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

Da fehlen aber noch die Bedarfe zur Ersetzung der Kohlenstoffe durch 
E-Kohlenstoffverbindungen für die Industrie. Wir haben einen 
Primärenergiebedarf von 3500 TWh und davon sind derzeit nur 800 TWh 
Strom. Bei einem Wirkungsgrad von 50% für die E-Kohlenstoffverbindungen 
brauchen wir 5000 TWh.
von Michael B. (alter_mann)


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G. K. schrieb:
> Ein T. schrieb:
>> G. K. schrieb:
>>> Ein T. schrieb:
>>>
>>>> Nicht ganz so lange, aber ebenfalls seit geraumer Zeit verspricht uns
>>>> die EE-Industrie günstigen Strom aus Erneuerbaren Energien, aber
>>>> trotzdem sind die Strompreise in den letzten zwanzig Jahren immer weiter
>>>> gestiegen und zählen heute/ zu den höchsten in ganz Europa.
>>>
>>> https://www.youtube.com/watch?v=vIsasXpk02c&t=80s
>>
>> ?
>
> Hast du neulich nicht gesagt das Markt und Wirtschaft Teil deiner DNA
> sind?
>
> Hier das ganze noch mal als Sekundärquelle:
>
> 
https://www.focus.de/earth/iran-krieg-treibt-oel-und-gas-in-die-hoehe-deutscher-strom-wird-trotzdem-guenstiger_ec932739-ac54-46aa-95ec-45d7751becc2.html

Alles schön bunt dargestellt und rechnerisch vermutlich richtig.
Aber was nutzt das Lieschen Müller, Otto Normalverbraucher oder mir?
Antwort: GARNICHTS!
Oder wie es im der Focus im verlinkten Artikel verschwurbelt schreibt: 
"Private Haushalte merken die Effekte indirekt über langfristige 
Verträge und die Absicherung der Versorger am Terminmarkt."
Zu gut Deutsch: Beim Bürger kommt von der ganzen 
Milchmädchenrechnungs-Preissenkung nichts an. Da fehlt nämlich der 
Hinweis darauf, wer sich da alles die Taschen füllt, incl. Stiefvater 
Staat.
von Christoph M. (mchris)


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Dieter D. schrieb:
> Da fehlen aber noch die Bedarfe zur Ersetzung der Kohlenstoffe durch
> E-Kohlenstoffverbindungen für die Industrie. Wir haben einen
> Primärenergiebedarf von 3500 TWh und davon sind derzeit nur 800 TWh
> Strom. Bei einem Wirkungsgrad von 50% für die E-Kohlenstoffverbindungen
> brauchen wir 5000 TWh.

Da wurde in einem der weiter vorne in diesem Thread aufgeführten Artikel 
schon relativ klar dargelegt, dass die Betrachtung des 
Primärenergieverbrauchs als konstant irreführend ist, weil elektrische 
Antriebe und Wäremepumpen viel effizienter als Verbrenner sind und bei 
einer Umstellung auf eben diese der Primärenergieverbrauch massiv 
reduziert wird.

Beispiel:
Benziner: 7 Liter = 62kWh
Elektroauto: 18 kWh
von G. K. (zumsel)


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Michael B. schrieb:

> Oder wie es im der Focus im verlinkten Artikel verschwurbelt schreibt:
> "Private Haushalte merken die Effekte indirekt über langfristige
> Verträge und die Absicherung der Versorger am Terminmarkt."
> Zu gut Deutsch: Beim Bürger kommt von der ganzen
> Milchmädchenrechnungs-Preissenkung nichts an. Da fehlt nämlich der
> Hinweis darauf, wer sich da alles die Taschen füllt, incl. Stiefvater
> Staat.

Du kannst dir auch einen dynamischen Stromtarif zulegen, dann bist du in 
Realtime dabei und dann hättest du gestern Mittag für verbrauchten Strom 
Geld bekommen.

Aber Hauptsache unqualifiziert rum mockern.
von G. K. (zumsel)


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Christoph M. schrieb:

> Da wurde in einem der weiter vorne in diesem Thread aufgeführten Artikel
> schon relativ klar dargelegt, dass die Betrachtung des
> Primärenergieverbrauchs als konstant irreführend ist, weil elektrische
> Antriebe und Wäremepumpen viel effizienter als Verbrenner sind und bei
> einer Umstellung auf eben diese der Primärenergieverbrauch massiv
> reduziert wird.
>
> Beispiel:
> Benziner: 7 Liter = 62kWh
> Elektroauto: 18 kWh

Brumm Brumm Brumm ist noch schlechter:
1
Neben dem Netzstrombedarf und den CO2-Emissionen haben wir auch den gesamten Energiebedarf (inkl. Gas, Treibstoff, usw.) quantifiziert und analysiert. Um 1 Liter Diesel oder Benzin (deren Energiegehalt entspricht ca. 10 kWh bzw. 9 kWh in den Autotank zu bringen, müssen auf dem Weg vom «well-to-tank» zusätzlich etwa 3 bzw. 3,5 kWh Energie eingesetzt werden. Bei dieser Bereitstellungs-Energie handelt es sich u.a. um Gas, Treibstoff sowie Netzstrom, die es für für den See- und Strassentransport, den Betrieb der Pipelines, die Raffinerien, Tankstellen usw. braucht. Die oben erwähnten 0,175 respektive 0,12 kWh Netzstrom pro Liter machen also nur einen Bruchteil der Bereitstellungsenergie aus.
https://energeiaplus.com/2025/03/31/wieviel-strom-brauchts-fuer-die-bereitstellung-von-benzin-und-diesel/

Und die Kraftwerke mit Wasserkochern (z.b. AKWs) haben 1/3 Wirkungsgrad.
: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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Rick schrieb:
> Ein T. schrieb:
>> trotzdem sind die Strompreise in den letzten zwanzig Jahren immer weiter
>> gestiegen und zählen heute/ zu den höchsten in ganz Europa.
>
> Da ist mit den Preisen für ein Auto irgendwie genauso.  Dabei wurde doch
> laufend die Fertigung optimiert um den Preis zu senken...

Nein, irgendwie nicht. Denn die Autos von vor zwanzig Jahren werden 
heute nicht mehr gebaut und könnten auch gar nicht mehr verkauft werden, 
weil der Gesetzgeber heute wesentlich höhere Anforderungen stellt, und 
die Effekte von Optimierungen wurden deswegen und wegen der gestiegenen 
Ansprüche der Kunden wieder zunichte gemacht.

Kutz gesagt: ein neuer VW Golf war vor zwanzig Jahren ein vollkommen 
anderes Auto als einer von heute und deswegen nicht vergleichbar. Die 
Kilowattstunde Strom war aber vor zwanzig Jahren dieselbe wie heute.
von (prx) A. K. (prx)


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Christoph M. schrieb:
> weil elektrische
> Antriebe und Wäremepumpen viel effizienter als Verbrenner sind und bei
> einer Umstellung auf eben diese der Primärenergieverbrauch massiv
> reduziert wird.

Bis jemand auf die Idee kommt, bei Photovoltaik und Windenergie mit der 
Sonne als Lieferant der Primärenergie zu rechnen. Dann fallen die 
Anteile aufgrund des miserablen Wirkungsgrades der Umwandlung sehr viel 
höher aus. 😀
: Bearbeitet durch User
von G. K. (zumsel)


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Die neuesten Halluzinationen der AKW-Bros:

"Der Chef des Autozulieferers ZF, Mathias Miedreich wirbt dafür, dass 
Deutschland zur Atomkraft zurückkehrt & verweist auf viele Beispiele von 
Mini-Atomkraftwerken (SMR) in den USA. Das ist falsch: In den USA ist 
kein einziger SMR in Betrieb."

https://x.com/IWR_News/status/2048661356434338029
von G. K. (zumsel)


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(prx) A. K. schrieb:

> Bis jemand auf die Idee kommt, bei Photovoltaik und Windenergie mit der
> Sonne als Lieferant der Primärenergie zu rechnen. Dann fallen die
> Anteile aufgrund des miserablen Wirkungsgrades der Umwandlung sehr viel
> höher aus. 😀

Meinst du wirklich das diese Physik-Nulpen die immer mit der 
Primärenergie winken auf solche Ideen kommen?
von Le X. (lex_91)


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Michael B. schrieb:
> Zu gut Deutsch: Beim Bürger kommt von der ganzen
> Milchmädchenrechnungs-Preissenkung nichts an. Da fehlt nämlich der
> Hinweis darauf, wer sich da alles die Taschen füllt, incl. Stiefvater
> Staat.

Hm, ich sehe nicht dass da irgendwelche Taschen gefühlt werden, 
zumindest nicht die vom pösen gierigen Staat.

Bereitstellung von Infrastruktur ist für den Staat eigentlich immer ein 
(notwendiges) Minusgeschäft.
Die Mineralölsteuer reicht bei Weitem nicht aus um das Straßennetz zu 
erhalten => Geld aus Bundes- und Landesmitteln.
Trotzdem geistert grade der Spin durch die "alternativen" "Medien", der 
Staat würde sich die Taschen aufgrund der hohen Spritpreise stopfen.

Beim Energienetz das gleiche. Ohne Zuschüsse und Garantien vom Staat 
hätten wir US-amerikanische Verhältnisse.
Und von den Ewigkeitskosten der Atomkraft wollen wir nicht schon wieder 
reden.

Wenn irgendwo Geld akkumuliert wird dann eher bei den üblichen 
Verdächtigen aus der Privatwirtschaft, die es regelmäßig schaffen, 
deinen gierigen Stiefvater über den Tisch zu ziehen (Stichwort: Verluste 
sozialiseren).
Ein weiterer Grund sich unabhängig von internationen Akteuren zu machen.
von G. K. (zumsel)


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von G. K. (zumsel)


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Le X. schrieb:

> Wenn irgendwo Geld akkumuliert wird dann eher bei den üblichen
> Verdächtigen aus der Privatwirtschaft, die es regelmäßig schaffen,
> deinen gierigen Stiefvater über den Tisch zu ziehen (Stichwort: Verluste
> sozialiseren).
> Ein weiterer Grund sich unabhängig von internationen Akteuren zu machen.

"Alleine die Öl- und Gasindustrie (ohne Kohle) machte zwischen 1970 und 
2020 inflationsbereinigt pro Jahr im Durchschnitt etwa eine Billion 
US-Dollar Gewinn, umgerechnet etwa 3 Mrd. Dollar pro Tag. Insgesamt lag 
der Profit der Branche über diesen Zeitraum bei 51 Billionen US-Dollar, 
von denen etwa 86 auf Erdöl entfielen.[22]"

https://de.wikipedia.org/wiki/Fossile_Energie#Gewinne

Auch lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Fossile_Energie#Subventionen

Und wie bereits gesagt: Denen gibt der Dieter die Kohle lieber als 
seinen Nachbarn.
von Le X. (lex_91)


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G. K. schrieb:
> Und währenddessen in China:
>
> 
https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/wirtschaft/id_101231538/iran-krieg-setzt-oelmarkt-unter-druck-china-profitiert-von-solar-boom.html

Und währenddessen in USA:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/donald-trump-lockt-weitere-energiekonzerne-weg-von-windkraft-a-8c992b1d-5dab-4ea2-9c36-cf61911db4ee

Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:
Hier muss man Firmen Geld nachwerfen um sie zum Verzicht auf lukrative 
Geschäftsfelder zu bewegen.
Und das von einer Regierung, die sich Freie Märkte auf die Fahne 
geschrieben hat.
: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Christoph M. schrieb:
> Da wurde in einem der weiter vorne...

Eine Menge an Öl und Gas steckt in den Rohstoffen, weil die Industrie 
diese ins Ausland verlagert hat. Es wird auch die thermische 
Endverwertung der Produkte bei dem niedrigen Wert, was als 
Eingangsstoffe die Industrie benoetigt, angesetzt.

Laut NABU werden 20% bereits von Oel und Gas als Eingangsstoff fuer die 
Herstelluug von Kunststoffverpackungen von der Industrie verbraucht.
von G. K. (zumsel)


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Dieter D. schrieb:
> Christoph M. schrieb:
>> Da wurde in einem der weiter vorne...
>
> Eine Menge an Öl und Gas steckt in den Rohstoffen, weil die Industrie
> diese ins Ausland verlagert hat. Es wird auch die thermische
> Endverwertung der Produkte bei dem niedrigen Wert, was als
> Eingangsstoffe die Industrie benoetigt, angesetzt.
>
> Laut NABU werden 20% bereits von Oel und Gas als Eingangsstoff fuer die
> Herstelluug von Kunststoffverpackungen von der Industrie verbraucht.

Ist das ein Grund nichts zu tun?
von Ein T. (ein_typ)


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G. K. schrieb:
> Die neuesten Halluzinationen der AKW-Bros:
>
> "Der Chef des Autozulieferers ZF, Mathias Miedreich wirbt dafür, dass
> Deutschland zur Atomkraft zurückkehrt & verweist auf viele Beispiele von
> Mini-Atomkraftwerken (SMR) in den USA. Das ist falsch: In den USA ist
> kein einziger SMR in Betrieb."
>
> https://x.com/IWR_News/status/2048661356434338029

Naja, daß Atomreaktoren auch sehr klein sein können, ist durch hunderte 
Schiffe mit nuklearen Antrieben belegt -- und die meisten davon fallen 
zweifellos in einen Rahmen, der heute als SMR bezeichnet wird.

Wie der Herr Miedreich allerdings darauf kommt, solche Reaktoren seien 
in den USA bereits an Land im Einsatz, bleibt schleierhaft. Vielleicht 
verwechselt er das mit Radionuklidbatterien, aber die gewinnen ihre 
Energie aus radioaktivem Zerfall und nicht aus der Kernspaltung.
von Le X. (lex_91)


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Ein T. schrieb:
> Wie der Herr Miedreich allerdings darauf kommt, solche Reaktoren seien
> in den USA bereits an Land im Einsatz, bleibt schleierhaft

Das ist genau die Art von Nebelkerze die das widerspiegelt was ich der 
deutschen Industrie hier schon mehrmals unterstellt habe: hohe 
Energiepreise als Ausrede bzw. Ablenkung für hausgemachtes Versagen.

Hat ZF wirtschaftliche Problem?
Ohja.
Hätte ZF auch wirtschaftliche Probleme, wenn die Stromkosten in 
Deutschland nur halb so hoch wären? Mit Sicherheit. Die Produktion ist 
ohnehin schon lange in Osteuropa.

Hier ums Eck macht ZF ein Entwicklungszentrum dicht. Kernkompetenz: 
Autonomes Fahren.
Frage: können die sich das Licht in den Büros nicht mehr leisten oder 
hat man eher technisch den Anschluss verpasst?

Aber gut dass Herr Miedreich uns sagt an was es momentan hakt.
: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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Le X. schrieb:
> Hm, ich sehe nicht dass da irgendwelche Taschen gefühlt werden,
> zumindest nicht die vom pösen gierigen Staat.
>
> Bereitstellung von Infrastruktur ist für den Staat eigentlich immer ein
> (notwendiges) Minusgeschäft.
> Die Mineralölsteuer reicht bei Weitem nicht aus um das Straßennetz zu
> erhalten => Geld aus Bundes- und Landesmitteln.

Nicht ganz. Laut Internet geben Bund, Länder und Gemeinden etwa 38 Mrd. 
Euro pro Jahr für den Bau und die Instandhaltung des Straßennetzes aus, 
denen ca. 35 Mrd. Euro an Einnahmen aus der Kraftstoffsteuern 
gegenüberstehen. Jedoch kommen zu diesen Einnahmen noch die aus der 
Mehrwertsteuer in mir unbekannter Höhe, knapp 10 Mrd. Euro aus der 
KFZ-Steuer und ungefähr 13 Mrd. Euro aus der LKW-Maut hinzu, so daß das 
Ganze unter dem Strich wohl kein Verlustgeschäft für Väterchen Staat 
sein dürfte.

Andererseits benötigt so ein Staat natürlich auch Einnahmen zur 
Bestreitung seiner Aufgaben, und in einer Zeit, in der er hohe Schulden 
aufnimmt, kann auch dann sicherlich niemand davon sprechen, daß er sich 
"die Taschen voll" machen würde -- auch dann nicht, wenn er die Schulden 
als "Sondervermögen" bezeichnet und vermarktet. Wenn der Staat sich "die 
Taschen voll" machen würde, dann würde er natürlich Überschüsse 
erzielen. In der Realität fließt das Geld in den Taschen des Staates 
schneller ab als zu, so daß von vollen, gefüllten oder sich füllenden 
Taschen des Staates keine Rede sein kann.
von Ein T. (ein_typ)


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Dieter D. schrieb:
> Christoph M. schrieb:
>> Da wurde in einem der weiter vorne...
>
> Eine Menge an Öl und Gas steckt in den Rohstoffen, weil die Industrie
> diese ins Ausland verlagert hat.

Die Industrie hat die Rohstoffe ins Ausland verlagert? Ja nee, is klaa.

Erinnert mich an einen Comic aus den Siebzigern, dessen Protagonist 
geklagt hat, daß der liebe G~tt unser Öl bei den Arabern verbuddelt hat.
von Falk B. (falk)


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Ein T. schrieb:
> Wie der Herr Miedreich allerdings darauf kommt, solche Reaktoren seien
> in den USA bereits an Land im Einsatz, bleibt schleierhaft. Vielleicht
> verwechselt er das mit Radionuklidbatterien, aber die gewinnen ihre
> Energie aus radioaktivem Zerfall und nicht aus der Kernspaltung.

Radioaktiver Zerfall IST natürliche Kernspaltung. Die Kernspaltung in 
Reaktoren ist halt künstlich verstärkt durch Neutronennachnutzung.
von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:

> Nicht ganz. Laut Internet geben Bund, Länder und Gemeinden etwa 38 Mrd.
> Euro pro Jahr für den Bau und die Instandhaltung des Straßennetzes aus,
> denen ca. 35 Mrd. Euro an Einnahmen aus der Kraftstoffsteuern
> gegenüberstehen. Jedoch kommen zu diesen Einnahmen noch die aus der
> Mehrwertsteuer in mir unbekannter Höhe, knapp 10 Mrd. Euro aus der
> KFZ-Steuer und ungefähr 13 Mrd. Euro aus der LKW-Maut hinzu, so daß das
> Ganze unter dem Strich wohl kein Verlustgeschäft für Väterchen Staat
> sein dürfte.

Der Bund baut und betreibt nur einen Teil der Straßen in D.
von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Radioaktiver Zerfall IST natürliche Kernspaltung.

Einzig die bei Transuranen vorkommende Spontanspaltung fällt darunter.
Alpha/Beta/Gamma-Strahlung ist keine Kernspaltung.
: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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G. K. schrieb:
> Ein T. schrieb:
>> Nicht ganz. Laut Internet geben Bund, Länder und Gemeinden etwa 38 Mrd.
>> Euro pro Jahr für den Bau und die Instandhaltung des Straßennetzes aus,
>
> Der Bund baut und betreibt nur einen Teil der Straßen in D.

Dieser Umstand ist diesseits tatsächlich bekannt, der Bund ist auch nur 
mit etwa 11 Mrd. Euro an jenen genannten 38 Mrd. beteiligt. Vielen Dank 
für die Gelegenheit, das noch einmal explizit herauszustellen.
von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:
> G. K. schrieb:
>> Ein T. schrieb:
>>> Nicht ganz. Laut Internet geben Bund, Länder und Gemeinden etwa 38 Mrd.
>>> Euro pro Jahr für den Bau und die Instandhaltung des Straßennetzes aus,
>>
>> Der Bund baut und betreibt nur einen Teil der Straßen in D.
>
> Dieser Umstand ist diesseits tatsächlich bekannt, der Bund ist auch nur
> mit etwa 11 Mrd. Euro an jenen genannten 38 Mrd. beteiligt. Vielen Dank
> für die Gelegenheit, das noch einmal explizit herauszustellen.

Nicht so ganz:
1
Berlin: (hib/HAU) Der Einzelplan 12 im Entwurf des Haushaltsgesetzes 2026 (21/600(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) sieht Ausgaben in Höhe von 28,22 Milliarden Euro vor - gut 10 Milliarden Euro weniger als für 2025. Im Etatplan für das Bundesministerium für Verkehr wird von Investitionen in Höhe von 13,73 Milliarden Euro ausgegangen (2025: 23,72 Milliarden Euro). Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) kann gleichwohl mit zusätzlichen 21,25 Milliarden Euro (2025: 11,72 Milliarden Euro) für Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ rechnen.

https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1105652
von Oliver S. (oliverso)


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(prx) A. K. schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> Radioaktiver Zerfall IST natürliche Kernspaltung.
>
> Einzig die bei Transuranen vorkommende Spontanspaltung fällt darunter.
> Alpha/Beta/Gamma-Strahlung ist keine Kernspaltung.

Alpha-Strahlung ist selbst eng gesehen Kernspaltung, Beta-Strahlung ist 
zumindest untrennbar damit verbunden.

Oliver
von (prx) A. K. (prx)


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Oliver S. schrieb:
> Alpha-Strahlung ist selbst eng gesehen Kernspaltung

Wird in der Physik nicht als Kernspaltung bezeichnet.

> Beta-Strahlung ist zumindest untrennbar damit verbunden.

Das ist lediglich eine Änderung der Kernkonfiguration.
: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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G. K. schrieb:
> Ist das ein Grund nichts zu tun?

Da interpretierst Du etwas zu einseitig.

Es besteht aber die Gefahr Leute zu frustrieren, wenn die Latte hoeher 
haengt, als angenommen.
von (prx) A. K. (prx)


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"Though solar was initially incorrectly blamed for crisis, renewables 
have helped insulate Spain from gas price rises caused by war in Middle 
East"

"Spain installed 13.8 gigawatts of solar capacity in 2025"

https://www.theguardian.com/world/2026/apr/28/blackout-spain-renewable-energy-grid-solar-wind
: Bearbeitet durch User
von Ein T. (ein_typ)


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G. K. schrieb:
> Ein T. schrieb:
>> Dieser Umstand ist diesseits tatsächlich bekannt, der Bund ist auch nur
>> mit etwa 11 Mrd. Euro an jenen genannten 38 Mrd. beteiligt. Vielen Dank
>> für die Gelegenheit, das noch einmal explizit herauszustellen.
>
> Nicht so ganz:
>
>
1
> Berlin: (hib/HAU) Der Einzelplan 12 im Entwurf des Haushaltsgesetzes 
2
> 2026 (21/600(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) sieht Ausgaben in Höhe 
3
> von 28,22 Milliarden Euro vor - gut 10 Milliarden Euro weniger als für 
4
>

Tja, das ist zwar nicht ganz flashc, aber leider auch nicht ganz 
richtig. Wenn Du die von Dir verlinkte Website nur ein bisschen weiter 
gelesen hättest, dann wäre Dir aufgefallen, daß in jenen 28,22 
Milliarden Euro auch Aufwendungen für Bundesschienenwege, 
Bundeswasserstraßen sowie Gelder enthalten sind, mit denen Bau und 
Erhaltung von Verkehrsinfrastrukturen in Gemeinden gefördert werden. 
Zudem sind das die Vorhaben für 2025, während meine Aussagen auf frühere 
Jahre bezogen waren, also noch ohne das 
Doppelwumms-Zeitenwende-Sonder"vermögen" zur Befriedung des orangenen 
Trampeltiers. 2026 sind es dann auch wieder nurmehr 13,73 Mrd. Euro.

PS: Vertipper korrigiert.
: Bearbeitet durch User
von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:

> Nicht ganz. Laut Internet geben Bund ....

"Laut Internet", soso.
von Ein T. (ein_typ)


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G. K. schrieb:
> Ein T. schrieb:
>
>> Nicht ganz. Laut Internet geben Bund ....
>
> "Laut Internet", soso.

Ja, haargenau, da haben wir ja einen richtigen kleinen Blitzmerker... 
Darum hatte ich das geschrieben: um darauf hinzuweisen, daß ich zu faul 
war, die Daten zu verifizieren -- zumal es hier ja um ein ganz anderes 
Thema geht.

Jedoch: trotz Deiner oberflächlichen "Recherche" hast Du es nicht 
geschafft, die Zahlen zu widerlegen, weil Deine "Recherche" zu schlampig 
war, und Du es nicht einmal geschafft hast, Deinen eigenen blöden Link 
zu lesen.

Ich hoffe nur, daß Deine Recherchen und Argumentationen zur Atomkraft 
besser sind. Ansonsten würdest Du nämlich nicht nur Deiner eigenen, 
sondern auch der Sache ihrer seriösen, ernsthaften und vernünftigen 
Gegner schaden. Das fände ich nach der bisher so sachlichen, 
zivilisierten Diskussion wirklich schade.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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G. K. schrieb:
> Mini-Atomkraftwerken

Wenn Du wüßtest, wie viele Mini-Atomkraftwerke bereits laufen, würdest 
Du kreidebleich werden und am ganzen Körper zu zittern anfangen.
von G. K. (zumsel)


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Ein T. schrieb:

> Ich hoffe nur, daß Deine Recherchen und Argumentationen zur Atomkraft
> besser sind. Ansonsten würdest Du nämlich nicht nur Deiner eigenen,
> sondern auch der Sache ihrer seriösen, ernsthaften und vernünftigen
> Gegner schaden. Das fände ich nach der bisher so sachlichen,
> zivilisierten Diskussion wirklich schade.

Wenn du es seriös willst kannst du die Subventionen durch die 
Zersiedlungspauschale, steuerliche Geltungsmachen (o.ä.) weitere 
Subventionen und die volkswirtschaftlichen Schäden da gegen halten.
: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> Wenn Du wüßtest, wie viele Mini-Atomkraftwerke bereits laufen, würdest
> Du kreidebleich werden und am ganzen Körper zu zittern anfangen.

Was bleibt, wenn du dich auf aktuelle stationäre Kraftwerke beschränkst, 
die primär für das Stromnetz arbeiten.
: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
>> Wenn Du wüßtest, wie viele Mini-Atomkraftwerke bereits laufen, würdest
>> Du kreidebleich werden und am ganzen Körper zu zittern anfangen.
>
> Was bleibt, wenn du dich auf aktuelle stationäre Kraftwerke beschränkst,
> die primär für das Stromnetz arbeiten.

Nahe Null. Hier wurde das mal angerissen.

https://youtu.be/Oa-sm4p9VFg?si=Nfq1RNku20HV7yjO

Das ist von ~200, meist mobilen in Schiffen die Rede.

SMRs sind auch so ein Hype. Im Moment hat keine Firma einen vollständig 
getesteten und zertifizierten Prototypen. Wann der da sein wird, weiß 
auch keiner. Fast wie Kernfusion. :-0
von G. K. (zumsel)


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Falk B. schrieb:

> SMRs sind auch so ein Hype. Im Moment hat keine Firma einen vollständig
> getesteten und zertifizierten Prototypen. Wann der da sein wird, weiß
> auch keiner. Fast wie Kernfusion. :-0

Aber die Propaganda dafür scheint so intensiv zu sein das die AKW-Bros 
auf ihre eigene Propaganda reinfallen.
von (prx) A. K. (prx)


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G. K. schrieb:
> Aber die Propaganda dafür scheint so intensiv zu sein das die AKW-Bros
> auf ihre eigene Propaganda reinfallen.

Es reicht, auf beiden Seiten der Finanzierungsfrage Zustimmung zu 
erhalten. Die darin Involvierten verprassen doch nicht ihr eigenes Geld.
von Leo C. (rapid)


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G. K. schrieb:
> Aber die Propaganda dafür scheint so intensiv zu sein das die AKW-Bros
> auf ihre eigene Propaganda reinfallen.

SMR: Smart Marketing Reactor.

Habe ich vorgestern im Radio gelernt:
https://www.deutschlandfunk.de/kleine-wundersame-reaktoren-die-versprechen-der-neuen-kernenergie-100.html
von (prx) A. K. (prx)


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Klassische Umgebungen mit permanent auf Nennlast arbeitenden Kraftwerken 
erfordern weder komplexe Denkvorgänge, noch sind sie schwer zu erklären. 
Komplexe Umgebungen mit vielerlei nicht permanent verfügbaren 
Stromerzeugern, fossilen Resevekraftwerken, allerlei Speichern, usw sind 
weit schwerer verständlich und sind einem Teil des Volks auch schwer 
vermittelbar.

Dies ist leider nicht einmal einem "Kinderbuchautor" gelungen :).
(Rechtsaussen-Jargon zu Habeck)
: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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(prx) A. K. schrieb:
> Dies ist leider nicht einmal einem "Kinderbuchautor" gelungen :).
> (Rechtsaussen-Jargon zu Habeck)

Welche formalen und REALEN Qualifikationen sowie REALEN Leistungen hat 
der ehemalige "Wirtschaftsminister" vorzuweisen? Außer seiner Rethorik, 
die zugegebenermaßen für einen Politiker sehr wichtig ist.
von G. K. (zumsel)


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Falk B. schrieb:

> Welche formalen und REALEN Qualifikationen sowie REALEN Leistungen hat
> der ehemalige "Wirtschaftsminister" vorzuweisen? Außer seiner Rethorik,
> die zugegebenermaßen für einen Politiker sehr wichtig ist.

Typisch Kartoffel, frag nicht was man kann sondern was man "gelernt" 
hat.
von Falk B. (falk)


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G. K. schrieb:
>> Welche formalen und REALEN Qualifikationen sowie REALEN Leistungen hat
>> der ehemalige "Wirtschaftsminister" vorzuweisen? Außer seiner Rethorik,
>> die zugegebenermaßen für einen Politiker sehr wichtig ist.
>
> Typisch Kartoffel, frag nicht was man kann sondern was man "gelernt"
> hat.

Ja was kann er denn, außer träumen und Märchen erzählen?
von (prx) A. K. (prx)


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Falk B. schrieb:
> Ja was kann er denn, außer träumen und Märchen erzählen?

Es dir zu erklären ist ihm offensichtlich nicht gelungen. :)
Wobei ich natürlich nicht weiss, ob du überhaupt jemals zugehört hast.
: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


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Falk B. schrieb:
> Ja was kann er denn, außer träumen und Märchen erzählen?

Dir scheint entgangegen zu sein, dass seit Verhinderung seiner Pläne 
unter der Ampel, durch Schwarz-Rot eine seiner Ideen nach der anderen 
jetzt als eigene und neue Konzepte vorgestellt werden.
von (prx) A. K. (prx)


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Und dir scheint entgangen zu sein, dass Frau Reiche als 
Diplom-Chemikerin dafür qualifiziert ist. Die darf das. :)
: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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Das übliche, substanzlose Gelaber. Jaja . . .
von G. K. (zumsel)


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Ralf X. schrieb:

> Dir scheint entgangegen zu sein, dass seit Verhinderung seiner Pläne
> unter der Ampel, durch Schwarz-Rot eine seiner Ideen nach der anderen
> jetzt als eigene und neue Konzepte vorgestellt werden.

Die Tante aus der Wirtschaft hat doch viel bessere Ideen:

https://www.t-online.de/finanzen/energie/id_101232592/neues-heizungsgesetz-milliarden-kosten-fuer-den-steuerzahler.html

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/katherina-reiche-wirtschaftsministerium-weiss-nicht-was-gruengasquote-kostet-a-ec46d539-cabb-4532-9739-13bbb1318f5f

BTW: Was ist eigentlich aus dem "grünen" Heizöl von Jans Spahn geworden?
: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Falk B. schrieb:
> Das übliche, substanzlose Gelaber. Jaja . . .

von Dir?
von (prx) A. K. (prx)


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G. K. schrieb:
> BTW: Was ist eigentlich aus dem "grünen" Heizöl von Jans Spahn geworden?

"Spritpreiskrise gelöst: Jens Spahn kauft Øl aus Dänemark für 10 
Milliarden Euro" https://www.der-postillon.com/2026/03/oel-spahn.html
: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


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G. K. schrieb:
> Was ist eigentlich aus dem "grünen" Heizöl von Jans Spahn geworden?

Die Suche nach einem Co-Unternehmen aus seinem Wahlkreis ist noch nicht 
abgeschlossen.
Der Maskenhändler wollte bisher nicht.
von Peter M. (r2d3)


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Hallo A.K.,

(prx) A. K. schrieb:
> Klassische Umgebungen mit permanent auf Nennlast arbeitenden Kraftwerken
> erfordern weder komplexe Denkvorgänge, noch sind sie schwer zu erklären.
> Komplexe Umgebungen mit vielerlei nicht permanent verfügbaren
> Stromerzeugern, fossilen Resevekraftwerken, allerlei Speichern, usw sind
> weit schwerer verständlich und sind einem Teil des Volks auch schwer
> vermittelbar.

Die Komplexität steigt dadurch auch. Und wenn Tennet die Ampers um 
maximal mögliche optionale 80% zusätzlich hochskillt, dann birgt die 
Sensorik der Leitung eine dankbare Spielweise für üble Schurken.
von G. K. (zumsel)


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von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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G. K. schrieb:
> In Belgien wird der Kommunismus eingeführt, Freundschaft!

Zuerst in Bayern. Da wird die Wiese ausgeschrieben und das kumunistische 
Regime macht das günstigste Angebot. Es gibt dann überall Wok, Chicken, 
Reis, usw. auf dem Oktoberfest.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Was bei zuviel Windrädern passieren kann ist folgendes:
https://www.mdr.de/wissen/umwelt-klima/wenn-sich-windraeder-den-wind-klauen-einfluss-wake-effekt100.html

Das kann auch zu Schwingungen im Netz führen.

Große Bremswiderstände (auch Chopper-Widerstände oder Dumping Loads 
genannt) sind essenzielle Komponenten in Windkraftanlagen, insbesondere 
bei Anlagen mit variabler Drehzahl, um überschüssige elektrische Energie 
sicher abzuleiten. Sie schützen die Anlage bei starkem Wind, 
Stromausfällen oder wenn der Strom nicht ins Netz eingespeist werden 
kann und soll das Netz helfen zu stabilisieren. Eine Methode ist zum 
Beispiel 5% zu verbremsen um bei kurzen Einbrüche durch Lasten auch 
regelnd beizutragen.
von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> Große Bremswiderstände (auch Chopper-Widerstände oder Dumping Loads
> genannt) sind essenzielle Komponenten in Windkraftanlagen

Könnte man dazu benachbarte Rotoren nicht funktional umkehren und sich 
gegenseitig anpusten lassen? 😆

Reversible Rotoren könnten ohnehin eines Tages nützlich werden (KI). 😈
: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> Könnte man dazu benachbarte Rotoren nicht funktional umkehren und sich
> gegenseitig anpusten lassen? 😆

Das ist nichts neues, weil Stromgeneratoren erzeugen Strom und 
Windgeneratoren erzeugen Wind. Und weil das so ist, können diese die 
Luft auch gar nicht abbremsen, wie die Kritiker immer so behaupten. 😆
von Wollvieh W. (wollvieh)


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G. K. schrieb:

> Und die Jubelperser der Atomwirtschaft machen aus dem geplanten Neubau
> von ganzen 6 Reaktoren in einem Land wo 60 antike Reaktoren laufen eine
> Renaissance der Atomkraft.

Zumal Frankreich Atombomben hat, und dann braucht man einfach Reaktoren, 
fertig. Wenn aufgrund dieser strategischen Überlegung neue 
Atomkraftwerke gebaut werden, kann man daraus keine validen Rückschlüsse 
ziehen, ob und wie das mit der Stromerzeugung zusammenhängt. (Die man 
dann natürlich beim Design mitnimmt, nehme ich mal an.)
: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Wollvieh W. schrieb:
> dann braucht man einfach Reaktoren

Nicht, wenn man Uran für die Waffen verwendet. Und fürs erbrüten von 
waffentauglichem Plutonium sind die normalen und in Betrieb befindlichen 
französischen Kernkraftwerke nicht geeignet. Auch nicht die neuen EPR.
Beitrag "Re: Blackout in Spanien: Abschlussbericht"
: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Wollvieh W. schrieb:
> dann braucht man einfach Reaktoren,

So ein AKW hat meistens drei bis vier Reaktorblöcke. Wenn im ganzen Land 
ein oder zwei Reaktoren eine kleine Erweiterung haben, reicht das für 
den Nachschub aus. Die wichtigste Komponente ist aber die 
Wiederaufbereitungsanlage um die benötigten Isotope herauszufischen.

Frankreich setzt weiterhin stark auf die Wiederaufarbeitung, um 
Uranressourcen zu schonen und die Menge des hochradioaktiven Abfalls zu 
reduzieren.
von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> Die wichtigste Komponente ist aber die
> Wiederaufbereitungsanlage um die benötigten Isotope herauszufischen.

Plutonium 239 aus dem abgebrannten Brennelement eines 
Druckwasserreaktors abzutrennen, ohne dabei zu viel andere Isotrope wie 
Pu 240 mitzunehmen, ist eine Aufgabe, die man gerne deiner Fantasie 
überlässt. Uran 235 anzureichern, wie es der Iran macht, ist 
vergleichweise einfach.

Eine Wiederaufbereitungsanlage trennt chemische Stoffe, keine Isotope. 
Das tun Anreicherungsanlagen.
: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> Frankreich setzt weiterhin stark auf die Wiederaufarbeitung, um
> Uranressourcen zu schonen und die Menge des hochradioaktiven Abfalls zu
> reduzieren.

Aber nicht des Bombenbaus wegen. Deren in Reaktoren erbrütetes Plutonium 
lässt sich ohne Isotopentrennung in MOX Brennelementen verfeuern, aber 
nicht in Bomben nutzen.
: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Wen der technische Hintergrund interessiert: Die relevanten Isotope des 
Plutoniums neigen mehr oder weniger stark zur spontaner Spaltung, mit 
Neutronenemission (*). Bei Pu 240 ist das weit mehr als bei Pu 239. Zu 
hohe Neutronenstrahlung führt zu Frühzündung der Bombe mit nur schwacher 
Wirkung.

*: Im Isotopendiagramm unter "SF" zu finden: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Plutonium
: Bearbeitet durch User
von Peter M. (r2d3)


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Schöne neue Batteriewelt:

https://www.youtube.com/watch?v=OIYkFzOXzYk
von Christoph M. (mchris)


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Peter M. schrieb:
> Schöne neue Batteriewelt:
>
> https://www.youtube.com/watch?v=OIYkFzOXzYk

Schöne neue Öl-Rafineriewelt:
https://www.youtube.com/watch?v=iP3NpzbsW0g
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> Eine Wiederaufbereitungsanlage trennt chemische Stoffe, keine Isotope.

Es gibt über 20 künstlich erzeugte Plutonium-Isotope, die alle 
radioaktiv sind. Das wichtigste ist Plutonium-239, gefolgt von 
Plutonium-240, Plutonium-241 und Plutonium-238. Das einzige in Spuren 
natürlich vorkommende und zugleich langlebigste Isotop ist 
Plutonium-244.

Daraus folgt, dass es viele unterschiedliche chemische Elemente gibt mit 
gleichem Atomgewicht. Die erste Stufe ist daher logischerweise die 
chemische Trennung. Danach kommen die Zentrifugen. Es ist aber so, wie 
bei den Kläranlagen in Deutschland. Nicht jede hat eine vierte 
Reinigungsstufe (Spurenstoffelimination).
von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> Daraus folgt, dass es viele unterschiedliche chemische Elemente gibt mit
> gleichem Atomgewicht.

Das folgt daraus zwar nicht, ist aber unbestreitbar richtig. Bringt nur 
nichts.

> Danach kommen die Zentrifugen.

Das eben nennt man eine Anreicherungsanlage. Ist verteufelt aufwändig. 
Aber auf die Idee, Plutonium aus abgebrannten Brennelementen damit nach 
Isotopen zu sortieren, ist m.W. ausser dir noch niemand gekommen.

Es gibt aber eine weit einfachere und schnellere Methode: Reaktoren, die 
dafür gebaut sind, gezielt Pu 239 zu erbrüten, indem man den Brennstoff 
schon nach sehr kurzer Zeit wieder rausholt, bevor zu viel Pu 240 
entsteht. In der Hanford Site erbrüteten die USA das Plutonium für die 
Nagasaki-Bombe.

Auch Frankreich hatte Reaktoren, die sich dafür eignen. Mittlerweile hat 
man aber keinen Bedarf mehr.
: Bearbeitet durch User
von Falk B. (falk)


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Beitrag "Re: Blackout in Spanien: Abschlussbericht"

Kleiner Insidergag zum Thema. ;-)
von Torsten B. (butterbrotstern)


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Nach 766 Beiträgen immer noch kein Link zum 472-seitigen Bericht:
https://eepublicdownloads.blob.core.windows.net/public-cdn-container/clean-documents/Publications/2025/iberian-blackout/Final%20Report%20on%20the%20Grid%20Incident%20in%20Spain%20and%20Portugal%20on%2028%20April%202025.pdf

Wie ich schon sagte, das manuelle Umschalten der HVDC INELFE-1 
Sta.Llogaia-Baixas auf konstante Leistung nach Frankreich  hat dem 
Ganzen den Rest gegeben. Als die Generatoren nacheinander abschalteten 
und Spanien dringend Strom aus Frankreich gebraucht hätte, haben sie 
weiter 1050 MW nach Frankreich exportiert. Bis zum bitteren Ende. Auf 
der fast parallel liegenden AC-Leitung VIC400_BAI ist ein Teil wieder 
zurückgeflossen (siehe Seite 71 Figure 2-55: Power flows in the Spain — 
France interconnection (sign criterion: positive = exported from Spain 
to France, blau ist die DC-, rot  die AC-Leistung  und Seite 136: Figure 
3-15: Active power through France — Spain interconnections (positive 
indicates power flow from Spain to France)). Welch eine 
Fehlentscheidung: sie wollten die 0,63Hz-Oszillationen unterbinden, zum 
Zeitpunkt der Entscheidung (12:09) waren sie jedoch gar nicht mehr 
vorhanden (seit 12:08, erst wieder um 12:18).
Seite 16:
Finally, at 12:33:23.960, the electrical separation of the
Iberian system was completed by tripping the HVDC lines
that were still transmitting power from Spain to France
(due to the constant power mode setting at the time).
All system parameters of the Spanish and Portuguese
electricity systems collapsed.
Seite 21:
Furthermore, analysis shows that the rapid intervention
on the HVDC interconnection between France and
Spain aimed at restoring the Iberian Peninsula’s system
balance could have worsened system behaviour due to
fast transient phenomena.

Das Wort "unknown" kommt 18 mal im Text vor. Unknown reasons ...
: Bearbeitet durch User
von Al. K. (alterknacker)


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Scheiss auf drauf, geht uns noch nichts an..
von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Torsten B. schrieb:
> Das Wort "unknown" kommt 18 mal im Text vor. Unknown reasons ...

Vllt. gelten auch hier die Worte des deutschen Denkers Ludwig 
Wittgenstein:

„Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und worüber man 
nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Falk B. schrieb:

> Nicht, wenn man sich an die Vorschriften hält. Wenn man aber, wie in
> Tschernobly, MEHRERE Stufen von Sicherheitsmaßnahmen und Vorschiften
> mißachtet oder umgeht, kriegt man jedes System und damit auch jeden
> Raektor zum Abfackeln. Einzel- oder Doppelfehler führen nicht dazu, denn
> es gibt mehr als nur 2 Sicherheitsstufen.

Das "sich nicht an Vorschriften halten" kommt erfahrungsgemäß zu häufig 
vor, um es nicht als grundsätzliche universelle Fehlerquelle zu 
betrachten. ;O)

Ließ dir mal die Unfallanalysen von z.B. der "Bundestelle für 
Eisenbahnunfalluntersuchung" oder der "Bundesstelle für 
Flugunfalluntersuchung" durch. Auch dort sind die Vorkehrungen 
mittlerweile so, dass normalerweise kein einzelnes Versagen zu einem 
Unfall führt.
Und doch passieren immer noch Unfälle.

Diese Verkettungen von Umständen existieren eben zur Genüge, und 
allermeistens ist "menschliches Versagen" ein Teil davon.

Abgesehen von den Fällen wo jemand wirklich unabsichtlich oder 
fahrlässig einen Fehler macht, kommen ja noch die Fälle hinzu, wo 
absichtlich sabotiert wird.

Sei es aus kriminellen Gründen oder weil jemand Wahnvorstellungen hat, 
oder ein erweiterter Selbstmord, oder zum Ruhme irgendeiner Nation....

Sabotage kann gerade darauf angelegt sein, Sicherheitsvorkehrungen zu 
umgehen oder ausser Kraft zu setzten.

Damit müssen wir Leben, das nichts perfekt ist. Aber wir sollten 
zusehen, das solche Gefährdungen nichts betreffen können, was solche 
weiten Konsequenzen haben kann wie ein Unfall in einem Kernkraftwerk.
Eigentlich haben Chemieanlagen ein vergleichbares Potential, aber die 
lassen sich deutlich besser herunterskalieren als Atomkraftwerke, die 
schnell unterhalb einer bestimmten Größe physikalisch und wirtschaftlich 
sinnlos werden.

Eigentlich lassen sich die meisten technischen Fehlerpunkte besser 
fassen als gerade die möglichen menschlichen Fehler. Und darum ist das, 
was Du da angeführt hast, ein dickes Argument gegen Kernenergie. ;O)

Mit freundlichem Gruß:
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Cha-woma M.

Cha-woma M. schrieb:

>> Das Wort "unknown" kommt 18 mal im Text vor. Unknown reasons ...
>
> Vllt. gelten auch hier die Worte des deutschen Denkers Ludwig
> Wittgenstein:
>
> „Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und worüber man
> nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“

Nein, weil "Unknown reasons" ein klares Indiz dafür ist, das man es mit 
etwas zu tun hat, dass man nicht richtig versteht oder wo man sich 
zusehr darauf verlassen hat, "dass schon alles gut gehen wird" oder was 
nicht gut genug überwacht wurde.

Es zeigt Handlungsbedarf.

Mit freundlichem Gruß:
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
von G. K. (zumsel)


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Bernd W. schrieb:
> Falk B. schrieb:
>
>> Nicht, wenn man sich an die Vorschriften hält. Wenn man aber, wie in
>> Tschernobly, MEHRERE Stufen von Sicherheitsmaßnahmen und Vorschiften
>> mißachtet oder umgeht, kriegt man jedes System und damit auch jeden
>> Raektor zum Abfackeln. Einzel- oder Doppelfehler führen nicht dazu, denn
>> es gibt mehr als nur 2 Sicherheitsstufen.
>
> Das "sich nicht an Vorschriften halten" kommt erfahrungsgemäß zu häufig
> vor, um es nicht als grundsätzliche universelle Fehlerquelle zu
> betrachten. ;O)

Menschen wie Falk reicht es wenn sie einen Schuldigen benennen können.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> ist m.W. ausser dir noch niemand gekommen.

Die Idee nach Isotopen zu sortieren ist übrigens schon sehr alt und 
reicht bis in den zweiten Weltkrieg zurück. Wenn es kleiner, leichter 
und handlicher werden soll, kommst Du daran generell nicht vorbei.
von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> Die Idee nach Isotopen zu sortieren ist übrigens schon sehr alt

Plutonium 239 von 240 zu trennen ist noch aufwendiger als bei Uran 235 
von 238. Weshalb das bei Pu niemand macht. Heute nicht und früher nicht.

> reicht bis in den zweiten Weltkrieg zurück

Bereits die erste atomare Explosion basierte auf passend erbrütetem 
Plutonium.
: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Dabei geht es nicht nur darum von einem bestimmtem Isotop die 
Konzentration zu erhöhen, sondern auch darum die Reaktion vergiftende 
Isotope zu veringern.

https://www.studysmarter.de/studium/physik-studium/nuklearphysik/isotopentrennung/
Beitrag #8052578 wurde vom Autor gelöscht.
von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> sondern auch darum die Reaktion vergiftende
> Isotope zu veringern.

Das geht einfacher. Das Gift nicht erst entstehen lassen.
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Angehängte Dateien:

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(prx) A. K. schrieb:
> Das geht einfacher.

Nee, das ist nicht ausreichend zuverlaessig. Ausreichend ist nur die 
triviale Loesung und die packt das Problem an der Wurzel an: Get rid of 
all humans.
von Rbx (rcx)


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Bernd W. schrieb:
> Es zeigt Handlungsbedarf.

So gesehen hilft ja wie so oft schon eine gute Beschreibung des 
Problems.
von Rbx (rcx)


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Akara in D2: "Es ist klar, dass wir es mit einem Bösen zu tun haben, das 
schwer zu verstehen und noch schwerer zu bekämpfen ist." ;)
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