Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Küchenwaage ohne Funktion


von Rico (rico8)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Moin,

ich habe ein Problem mit meiner Küchenwaage. Leider funktioniert seit 
gestern das Display nicht mehr, die Waage lässt sich nicht mehr 
einschalten.

Wenn ich das Netzteil anschließe leuchtet die LED für die Spannung (rot 
wenn der Akku geladen wird, grün wenn der Akku voll ist), aber mehr 
passiert nicht.

Es handelt sich um eine Kern EFC 100K-3L Waage.
Geprüft und meiner Meinung nach OK sind:
-Das Netzteil liefert 5V DC
-Der Einschalter/Taster hat beim Drücken Durchgang
-Der Akku hat 4V DC

Ich weiß leider nicht, wo ich ansetzen soll. Ich kenne mich wenig mit 
Platinen aus. Zur Hand habe ein Multimeter, sowie einen Lötkolben.

Vielen Dank im Voraus!

von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Immerhin hast Du den "Schalter" gefunden, der es im Normalfall 
verhindert, überdimensioniert aufgeblasene Fotos unkomprimiert hier 
reinzurotzen.
Warum hast Du das abgeschaltet?

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Lesenswert?

Wer braucht so viele Knöpfe an einer Waage?
Meine hat Waage hat nur einen Knopf.

Da steht Wägebereich 150 kg. Die ist sicherlich zu oft überlastet 
worden. Statt EEEEEE anzuzeigen, geht und bleibt diese einfach aus. ;)

von Stephan S. (uxdx)


Lesenswert?

Ralf X. schrieb:
> Immerhin hast Du den "Schalter" gefunden, der es im Normalfall
> verhindert, überdimensioniert aufgeblasene Fotos unkomprimiert hier
> reinzurotzen.

Trotzdem kann man den Aufdruck auf den ICs und Widerständen nicht lesen.

von Nemopuk (nemopuk)


Lesenswert?

Wenn du nicht sehr an der Waage hängst, würde ich sie ohne lange zu 
fummeln durch eine neue ersetzen. Die Dinger für den Haushalt kosten 
doch nur noch 10 bis 15€.

: Bearbeitet durch User
von Th S. (osszilierer)


Lesenswert?

schick das ding in die rente und gut ist

von Rico (rico8)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Hier noch ein paar Bilder. Der rot eingekreiste Chip war mal bei einer 
anderen Platine defekt (keine Waage, eine Waschmaschine), könnte das 
hier auch der Fall sein?

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Lesenswert?

Die Dinger haben ein kleines Schaltnetzteil. Wenn der Kondensator 
nachläßt, dann schlägt der Hazard-Erkenner-Schutz zu und Dein Ding 
bleibt dunkel.

D.h. es wäre zu suchen, wo die Spannungsversorgungen her kommen und dort 
als erstes zu messen.

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Extra nachgesehen: heute ist weder Freitag, noch der 1.April.

von Helmut -. (dc3yc)


Lesenswert?

Und wiederum kann man die Typenbezeichnungen nicht lesen. Ist es so 
schwer, anständig zu belichten?

von Rico (rico8)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Hier die Typenbezeichnungen.

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Hier die Typenbezeichnungen.

Und U2?

von Rico (rico8)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Der U2 Typ ist schwer zu lesen, ich denke es ist: GUOY

von H. H. (hhinz)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Rico schrieb:
> Der U2 Typ ist schwer zu lesen, ich denke es ist: GUOY

Man muss den Hals verdrehen wie eine Eule.


Oder man postet es gleich ordentlich.


Mal sehen was mir zu dem einfällt.


Edit: Ein BL8028, was merkwürdig ist. Ich hatte einen Aufwärtsregler 
erwartet.

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Der rot eingekreiste Chip war mal bei einer
> anderen Platine defekt (keine Waage, eine Waschmaschine), könnte das
> hier auch der Fall sein?

Der Akku wurde geladen, also ist er ok.

Entweder schwingt der uC nicht oder nur der Displaytreiber, dummerweise 
haben beide interne Oszillatoren.

Nemopuk schrieb:
> Wenn du nicht sehr an der Waage hängst, würde ich sie ohne lange zu
> fummeln durch eine neue ersetzen. Die Dinger für den Haushalt kosten
> doch nur noch 10 bis 15€.

Rico schrieb:
> Kern EFC 100K-3L

Oder halt 400€, Dummschwätzer.

von Stephan S. (uxdx)


Lesenswert?

Michael B. schrieb:
> Nemopuk schrieb:
>> Wenn du nicht sehr an der Waage hängst, würde ich sie ohne lange zu
>> fummeln durch eine neue ersetzen. Die Dinger für den Haushalt kosten
>> doch nur noch 10 bis 15€.
>
> Rico schrieb:
>> Kern EFC 100K-3L
>
> Oder halt 400€, Dummschwätzer.

Küchenwaage ???

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Stephan S. schrieb:
>> Oder halt 400€, Dummschwätzer.
>
> Küchenwaage ???

Eher nicht für eine Haushaltsküche.

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Michael B. schrieb:
> Entweder schwingt der uC nicht oder nur der Displaytreiber, dummerweise
> haben beide interne Oszillatoren.

Zunächst mal die Versorgungsspannung messen. Der BL8028 ist auf 3,5V 
eingestellt.

von Jörg R. (solar77)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Entweder schwingt der uC nicht oder nur der Displaytreiber, dummerweise
>> haben beide interne Oszillatoren.
>
> Zunächst mal die Versorgungsspannung messen. Der BL8028 ist auf 3,5V
> eingestellt.

Der TM1629D, Segmenttreiber und Tasterabfrage, benötigt lt. DB 5V, 
+/-10%. An dem kann der TO mal messen.

https://www.mikrocontroller.net/attachment/694306/TM1629D.PDF

Wenn der Fehler nicht in der Stromversorgung liegt und nicht sichtbar 
ist benötigt er vermutlich ein Oszilloskop.

: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

Nemopuk schrieb:
> Wenn du nicht sehr an der Waage hängst, würde ich sie ohne lange
> zu fummeln durch eine neue ersetzen.

> Die Dinger für den Haushalt kosten doch nur noch 10 bis 15€.

Die Waage ist kein Billigteil, da lohnt ein Reparaturversuch schon.

https://hr-waagenvertrieb.de/Kern-EFC-100K-3L-Plattformwaage-150-kg-10g?

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Der TM1629D, Segmenttreiber und Tasterabfrage, benötigt lt. DB 5V,

Deshalb hatte ich ja einen Aufwärtsregler erwartet, von den 3-4,2V eines 
LiIon auf die 5V.

von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Der TM1629D, Segmenttreiber und Tasterabfrage, benötigt lt. DB 5V,
>
> Deshalb hatte ich ja einen Aufwärtsregler erwartet, von den 3-4,2V eines
> LiIon auf die 5V.

Selbst wenn der TO ein defektes Bauteil identifizieren würde wäre er 
wohl kaum in der Lage es zu wechseln..schon gar nicht wenn es ein IC 
ist. Messequipment und entsprechendes Löt/Entlötwerkzeug ist auch nicht 
vorhanden. Er sollte sich auf jeden Fall Hilfe vor Ort suchen, jemanden 
der Fachkenntnisse hat. Wir stochern eh nur im Nebel.

Im Bereich der Stromversorgung könnte er natürlich schon mal messen, ein 
Multimeter hat er ja.

: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Leider funktioniert seit gestern das Display nicht mehr, die Waage lässt
> sich nicht mehr einschalten.

Elektronik fällt selten aus heiterem Himmel aus. Die Vorgeschichte 
könnte einen Hinweis auf den Ausfallgrund geben.

von Rico (rico8)


Lesenswert?

Moin,

vielen Dank für die Hilfe soweit. Ich habe versucht etwas zu messen.
Beim TM1629D habe ich zwischen Pin6 und Pin14 quasi Durchgang gemessen 5 
Ohm. C19 hat ebenfalls im eingelöteten Zustand Durchgang, uF sind nicht 
messbar, also 0 uF.
Unter Spannung kommt bei Pin14 0V an.

Beim BL8028 habe ich leider nicht verstanden welche Pins ich messen 
soll.
Es gibt mehrere Varianten bei denen die Pins immer anders Belegt sind.

Können diese Angeben weiterhelfen? Bitte schreibt mir welche Pins ich 
genau messen soll.

Danke!

von Rico (rico8)


Lesenswert?

Rainer W. schrieb:
> Rico schrieb:
>> Leider funktioniert seit gestern das Display nicht mehr, die Waage lässt
>> sich nicht mehr einschalten.
>
> Elektronik fällt selten aus heiterem Himmel aus. Die Vorgeschichte
> könnte einen Hinweis auf den Ausfallgrund geben.

Es gab keine Vorgeschichte. Die Waage ist einfach nicht mehr angegangen.

von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> vielen Dank für die Hilfe soweit. Ich habe versucht etwas zu messen.
> Beim TM1629D habe ich zwischen Pin6 und Pin14 quasi Durchgang gemessen 5
> Ohm.

Das wäre zwischen Vdd und GND.

> C19 hat ebenfalls im eingelöteten Zustand Durchgang, uF sind nicht
> messbar, also 0 uF.

Dann löte den mal aus und miss nochmal zwischen PIN6 und 14. Miss auch 
noch mal den ausgelöteten Kondensator.

: Bearbeitet durch User
von Rico (rico8)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Jörg R. schrieb:
> Rico schrieb:
>> vielen Dank für die Hilfe soweit. Ich habe versucht etwas zu messen.
>> Beim TM1629D habe ich zwischen Pin6 und Pin14 quasi Durchgang gemessen 5
>> Ohm.
>
> Das wäre zwischen Vdd und GND.
>
>> C19 hat ebenfalls im eingelöteten Zustand Durchgang, uF sind nicht
>> messbar, also 0 uF.
>
> Dann löte den mal aus und miss nochmal zwischen PIN6 und 14. Miss auch
> noch mal den ausgelöteten Kondensator.

Pin6 und Pin14 weiterhin 5 Ohm (Kondensator C19 entlötet)
C19 soll 220uF haben und hat 230uF.

: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Rico schrieb:
>>> vielen Dank für die Hilfe soweit. Ich habe versucht etwas zu messen.
>>> Beim TM1629D habe ich zwischen Pin6 und Pin14 quasi Durchgang gemessen 5
>>> Ohm.
>>
>> Das wäre zwischen Vdd und GND.

>>> C19 hat ebenfalls im eingelöteten Zustand Durchgang, uF sind nicht
>>> messbar, also 0 uF.

>> Dann löte den mal aus und miss nochmal zwischen PIN6 und 14. Miss auch
>> noch mal den ausgelöteten Kondensator.

> Pin6 und Pin14 weiterhin 5 Ohm (Kondensator C19 entlötet)
> C19 soll 220uF haben und hat 230uF.

Dann versuche als nächstes die Leiterbahnen zu verfolgen um an mögliche 
andere Bauteile (Wandler) zu kommen. Vermutlich ist ein Mosfet, Diode 
oder ggf. ein Kondensator die Ursache. SMD-Bauteile mit 2 oder 3 
Anschlüssen lassen sich noch problemlos auslöten.

Natürlich kann auch einer der Chips die Ursache sein. Da würde ich, und 
vermutlich auch andere User hier, vorsichtig mit einem LNT arbeiten und 
Spannung auf die Schaltung geben..und prüfen ob etwas warm wird.

Jedenfalls hast du schon mal einen Ansatz.

: Bearbeitet durch User
von Rico (rico8)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Ich hab mal etwas am BL8028 gemessen.

Zwischen den im Bild markierten Pins habe ich beim drücken der Eintaste 
4,5 V gemessen, wenn die Eintaste nicht gedrückt wird sind es 0,5 V.

von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Ich hab mal etwas am BL8028 gemessen.
>
> Zwischen den im Bild markierten Pins habe ich beim drücken der Eintaste
> 4,5 V gemessen, wenn die Eintaste nicht gedrückt wird sind es 0,5 V.

Rico schrieb:
> Pin6 und Pin14 weiterhin 5 Ohm (Kondensator C19 entlötet)

Darauf musst du dich auf den Kurzschluss konzentrieren. In der Schaltung 
liegt quasi ein Kurzschluss vor, auch wenn er keine 0 Ohm hat.

: Bearbeitet durch User
von Rico (rico8)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Ok.
Hast du eventuell Informationen zu diesem Bauteil U3 (A7y04). Es glänzt, 
als ob etwas ausgetreten wäre.

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Ok.
> Hast du eventuell Informationen zu diesem Bauteil U3 (A7y04). Es glänzt,
> als ob etwas ausgetreten wäre.

Das ist ein 3,3V LDO Spannungsregler, und völlig unverdächtig.

von H. H. (hhinz)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

So, jetzt ein Bildchen zum BL8028. Es werden 3,5V erwartet, sofern die 
Waage eingeschaltet ist.

Und zum LDO:
https://chipower.com.c*n/shows/54/13.html
"*" entfernen!

: Bearbeitet durch User
von Rico (rico8)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> So, jetzt ein Bildchen zum BL8028. Es werden 3,5V erwartet, sofern die
> Waage eingeschaltet ist.
>
> Und zum LDO:
> https://chipower.com.c*n/shows/54/13.html
> "*" entfernen!

Hallo hier die Messwerte von U2/ BL8028.
Wenn das Netzteil unter Strom ist, sind 0 V zu messen. Sobald man den 
EIN Taster drückt geht die Spannung auf 0,04 V. Die selben Werte messe 
ich, wenn ich das Netzteil ausstecke und nur der Akku die Platine 
versorgt.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Rico schrieb:
> Hallo hier die Messwerte von U2/ BL8028.
> Wenn das Netzteil unter Strom ist, sind 0 V zu messen. Sobald man den
> EIN Taster drückt geht die Spannung auf 0,04 V. Die selben Werte messe
> ich, wenn ich das Netzteil ausstecke und nur der Akku die Platine
> versorgt.

Und vor dem BL8028?

von Rico (rico8)


Lesenswert?

> Und vor dem BL8028?

Ohne drücken des EIN Tasters 0,1V.
Beim drücken des EIN Tasters 4,5V, nach los lassen des Ein-Tasters 
schlagartig auf 0,6V und dann langsam immer weiter absinkend über die 
nächsten Minuten.

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Rico schrieb:
>> Und vor dem BL8028?
>
> Ohne drücken des EIN Tasters 0,1V.
> Beim drücken des EIN Tasters 4,5V, nach los lassen des Ein-Tasters
> schlagartig auf 0,6V und dann langsam immer weiter absinkend über die
> nächsten Minuten.

Dann ist entweder der BL8028 defekt, oder es gibt einen Kurzschluss an 
dessen Ausgang.

von Harald A. (embedded)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Einen möglichen Kurzschluss prüfen: 3,5V Ausgang gegen GND mit dem 
Ohmmeter. Platine muss dafür vollkommen stromlos sein, nach dem 
Abstecken eine Minute warten.
Mögliche Messpunkte für Ohmmeter im Bild.

von Rico (rico8)


Lesenswert?

Harald A. schrieb:
> Einen möglichen Kurzschluss prüfen: 3,5V Ausgang gegen GND mit dem
> Ohmmeter. Platine muss dafür vollkommen stromlos sein, nach dem
> Abstecken eine Minute warten.
> Mögliche Messpunkte für Ohmmeter im Bild.

Moin, hier die Werte.
Wenn ich wie im Bild messe, bekomme ich 5,5 Ohm angezeigt. Bedeutet das 
jetzt, das dort der Kurzschluss liegt?

Kann mir einer von euch sagen, wo ich dieses Bauteil mit der gleichen 
Pin Belegung bestellen kann?

Vielen Dank im Voraus!

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Wenn ich wie im Bild messe, bekomme ich 5,5 Ohm angezeigt. Bedeutet das
> jetzt, das dort der Kurzschluss liegt?

5,5 Ohm ist jedenfalls viel weniger als zu erwarten wäre. Aber welches 
der Bauteile an dieser 3,5V Schiene defekt ist, das ist so einfach nicht 
zu ermitteln. Mit viel Glück ist es der kleine Keramikkondensator C13.

von Rico (rico8)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Rico schrieb:
>> Wenn ich wie im Bild messe, bekomme ich 5,5 Ohm angezeigt. Bedeutet das
>> jetzt, das dort der Kurzschluss liegt?
>
> 5,5 Ohm ist jedenfalls viel weniger als zu erwarten wäre. Aber welches
> der Bauteile an dieser 3,5V Schiene defekt ist, das ist so einfach nicht
> zu ermitteln. Mit viel Glück ist es der kleine Keramikkondensator C13.

Habe C13 ausgelötet. Kondensator hat 1,3 uf.
Die Messung des Widerstands (vormals 5,5 Ohm) auf der Platine ergibt 
jetzt 5,2 Ohm.

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Habe C13 ausgelötet. Kondensator hat 1,3 uf.
> Die Messung des Widerstands (vormals 5,5 Ohm) auf der Platine ergibt
> jetzt 5,2 Ohm.

Dann wars der Kondensator leider nicht.

Man wird die 3,5V Schiene verfolgen müssen, schauen was damit alles 
versorgt wird. Und dann Bauteil für Bauteil auslöten...

von Klaus R. (klaus2)


Lesenswert?

...wärmemethode? vll hat er ja ne FLIR im zugriff? ;)

Klaus.

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Klaus R. schrieb:
> ...wärmemethode? vll hat er ja ne FLIR im zugriff? ;)

Ja, die wäre hilfreich. Labornetzteil dazu noch.

von Klaus R. (klaus2)


Lesenswert?

...oder notfalls mit isopropyl. verdampfermethode.

von Rico (rico8)


Lesenswert?

Ich habe noch kein Labornetzteil, könnt ihr mir eins empfehlen, dann 
würde ich das bestellen. Ich wüsste nicht worauf ich achten soll bei den 
Netzteilen.
Danke

: Bearbeitet durch User
von Thorsten S. (whitejack)


Lesenswert?


: Bearbeitet durch User
von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Ich habe noch kein Labornetzteil, könnt ihr mir eins empfehlen, dann
> würde ich das bestellen. Ich wüsste nicht worauf ich achten soll bei den
> Netzteilen.
> Danke

Ein weites Feld. Kommt sehr auf die persönlichen Bedürfnisse an. Richtig 
gute Labornetzteile kosten eine Stange Geld. Die sind dann auch u.a. 
sicher gegen Lastrückwirkungen oder rotzen keine fiesen Spannungsspitzen 
raus, wenn man die Spannung verändert.
Wenn Du kein Labornetzteil hast, war ja bisher anscheinend auch kein 
Bedarf. Soll sich das ändern oder ist das etwas für ab und zu?

Für ab und zu könnte ich das Fnirsi DPS-150 empfehlen, bezieht seine 
Energie aus einem USB-Netzteil. Alle Funktionen sind ganz brauchbar, 
sehr kompakt zum Aufbewahren in der Schublade. Für den Einsatz als 
mobiles Netzteil z.B. im Repaircafe benutze ich es mittlerweile recht 
gerne.
Mit einem speziellen USB-Trigger Kabel hat man dann ein bis zu 28V/5A 
Netzteil, den USB-Part kann man dann auch noch als Ladequelle für 
anderes Equipment nutzen. Auf Ali bekommt man es für 50€.

: Bearbeitet durch User
von Rico (rico8)


Lesenswert?

Harald A. schrieb:
> Ein weites Feld. Kommt sehr auf die persönlichen Bedürfnisse an. Richtig
> gute Labornetzteile kosten eine Stange Geld. Die sind dann auch u.a.
> sicher gegen Lastrückwirkungen oder rotzen keine fiesen Spannungsspitzen
> raus, wenn man die Spannung verändert.
> Wenn Du kein Labornetzteil hast, war ja bisher anscheinend auch kein
> Bedarf. Soll sich das ändern oder ist das etwas für ab und zu?
>
> Für ab und zu könnte ich das Fnirsi DPS-150 empfehlen, bezieht seine
> Energie aus einem USB-Netzteil. Alle Funktionen sind ganz brauchbar,
> sehr kompakt zum Aufbewahren in der Schublade. Für den Einsatz als
> mobiles Netzteil z.B. im Repaircafe benutze ich es mittlerweile recht
> gerne.

Ich würde es nur ab und zu (5 mal im Jahr) benutzen, um defekte Platinen 
zu reparieren.
Das Fnirsi DPS-150 finde ich gut, da es nicht groß ist. Kann ich mit dem 
auch den Kurzschluss ermitteln, in dem ich Spannung/ Strom auf die 
Platine gebe, bis das defekte Bauteil heiß wird?

von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Harald A. schrieb:
>> Für ab und zu könnte ich das Fnirsi DPS-150 empfehlen, bezieht seine
>> Energie aus einem USB-Netzteil. Alle Funktionen sind ganz brauchbar,
>> sehr kompakt zum Aufbewahren in der Schublade. Für den Einsatz als
>> mobiles Netzteil z.B. im Repaircafe benutze ich es mittlerweile recht
>> gerne.

Ich würde dem TO zu dem hier im Forum schon oft besprochenen Korad NT 
raten.

> Kann ich mit dem auch den Kurzschluss ermitteln, in dem ich
> Spannung/ Strom auf die Platine gebe, bis das defekte Bauteil heiß wird?

Nein, wir können dir auch nicht garantieren dass diese Methode 
funktioniert. Sie ist auch mit der gebotenen Vorsichtig anzuwenden. Du 
kannst nicht beliebig viel Strom auf die Platine geben, sonst besteht 
die Gefahr dass Leiterbahnen abbrennen.

von Manfred P. (pruckelfred)


Lesenswert?

Harald A. schrieb:
> Für ab und zu könnte ich das Fnirsi DPS-150 empfehlen,

Anstatt China-Firlefanz besser etwas "richtiges" wie

Jörg R. schrieb:
> Ich würde dem TO zu dem hier im Forum schon oft besprochenen Korad NT
> raten

von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Kann ich mit dem
> auch den Kurzschluss ermitteln, in dem ich Spannung/ Strom auf die
> Platine gebe, bis das defekte Bauteil heiß wird?

Das funktioniert so: Du stellst dein Netzteil auf 3,5V und erstmal 1A 
Strombegrenzung. Dann speist Du parallel zum Regler auf der Platine ein 
und schaust wo es warm wird. Isopropanol, Kältespray oder eine 
Wärmebildkamera kann bei der Lokalisierung helfen. Man kann mit dem 
Strom vlt. auch noch höher gehen, aber man muss dafür Gefühl haben, wo 
man aufhören muss.

von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

Was ist eigentlich mit den gelben Tantalkondensatoren? Wurden die schon 
gemessen?

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Lesenswert?

Um zu schauen, wohin der Strom auf einer Platine fließt, habe ich öfters 
eine drei-vier-Punkte Methode verwendet.

Dazu wurde mit einem Messgerät die Platine durchgepiepst, wohin die 
Leiterbahnen der Versorgung auf der Platine hingehen. Je nach Spannung 
wurde über einen Widerstand zur Strombegrenzung vom 
NiCd-Mignonzellen-Batteriekasten an verschiedenen Punkten der Leiterbahn 
eingespeist. Über ein empfindliches Messgerät im mV-Bereich wurden die 
Spannungsabfälle im Detail zwischen zugänglichen Lötstellen und 
Bauteilbeinchen gemessen.

von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

Manfred P. schrieb:
> Harald A. schrieb:
>> Für ab und zu könnte ich das Fnirsi DPS-150 empfehlen,
>
> Anstatt China-Firlefanz besser etwas "richtiges" wie
>
> Jörg R. schrieb:
>> Ich würde dem TO zu dem hier im Forum schon oft besprochenen Korad NT
>> raten

Ja, Manfred, genau das Ding tauchte bei uns in der Firma auf. Aus 
mehreren Erfahrungswerten empfehle ich es auf keinen Fall, gerade 
Lastwechsel sind eine Katastrophe.
Außerdem hatte ich das Gefühl, dass der TE nicht unbedingt ein „solches 
Format“ für max. 3 Anwendungen im Jahr haben möchte. Ich weiß schon, 
welchen (Erst-)Eindruck das Fnirsi macht. Es ist allerdings besser als 
gedacht. Für gelegentliche Nutzung ist es okay. Als reiner DCDC Umsetzer 
hat das FNIRSI auch den leichteren Job, verglichen mit einem 
herkömmlichen LNT.

: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

Harald A. schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>> Harald A. schrieb:
>>> Für ab und zu könnte ich das Fnirsi DPS-150 empfehlen,
>>
>> Anstatt China-Firlefanz besser etwas "richtiges" wie
>>
>> Jörg R. schrieb:
>>> Ich würde dem TO zu dem hier im Forum schon oft besprochenen Korad NT
>>> raten
>
> Ja, Manfred, genau das Ding tauchte bei uns in der Firma auf. Aus
> mehreren Erfahrungswerten empfehle ich es auf keinen Fall, gerade
> Lastwechsel sind eine Katastrophe.

Ich kenne einen Test bei dem der Lastwechsel überhaupt kein Problem 
darstellt. Deine Aussage ist daher recht pauschal.

Von Korad habe ich 2 LNT. Für den Alltagsgebrauch sind die Teile ihr 
Geld wert. Es gibt Schwächen, die aber nicht gravierend sind oder sich 
leicht beheben lassen..z.B. der Lüfter.

> Außerdem hatte ich das Gefühl, dass der TE nicht unbedingt ein „solches
> Format“ für max. 3 Anwendungen im Jahr haben möchte.

Es sind 5. Ich halte das Korad zudem für benutzerfreundlicher, und so 
groß ist es auch nicht.

Das FNIRSI mag praktisch sein, für mich ist es aber eher ein Spielzeug, 
so wie auch viele andere Klicki-Bunti-Geräte von FNIRSI. Wenn man es mal 
richtig unter die Lupe nimmt werden sich mit Sicherheit einige Schwächen 
zeigen. Ich sage allerdings nicht dass die Teile keine 
Daseinsberechtigung haben.

Die Bedienung von „klassischen“ LNT gefällt mir auch besser.

Ich habe auch einige „hochwertige“ Labornetzgeräte, u.a. von Keysight. 
Für den täglichen Gebrauch ist bei mir meistens das Korad im Einsatz.

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


Lesenswert?

Harald A. schrieb:
> Ein weites Feld. Kommt sehr auf die persönlichen Bedürfnisse an. Richtig
> gute Labornetzteile kosten eine Stange Geld.

Da die modernen Schaltnetzteile billig zu produzieren sind (kaum 
Kühlkorper, kein grosser Trafo, viel SMD) haben es alte gebrauchte 
schwer ihren alten Preis zu erzielen, man findet auf Kleinanzeigen oft 
gute alte Geräte für einen kleinen Preis unter 30€.

von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

Alles gut, bitte keine Netzteil-Diskussion - wollen wir beim Thema 
bleiben?

Vlt. sollte sich der TE mit den bisherigen Erkenntnissen an ein 
Repaircafe wenden, da sollte die Ursache schnell gefunden sein.

von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

Harald A. schrieb:
> Alles gut, bitte keine Netzteil-Diskussion - wollen wir beim Thema
> bleiben?
>
> Vlt. sollte sich der TE mit den bisherigen Erkenntnissen an ein
> Repaircafe wenden, da sollte die Ursache schnell gefunden sein.

Der TO hat nach einer Empfehlung für ein LNT gefragt. Deshalb ist die 
Diskussion über vorgeschlagene Geräte schon angebracht und legitim.

: Bearbeitet durch User
von Klaus R. (klaus2)


Lesenswert?

Empfehlungen != Grundsatz-Diskussion.

Ein L200 würds auch tun ;)

Klaus.

: Bearbeitet durch User
von Thorsten S. (whitejack)


Lesenswert?

Hey Rico, was denn nun los?

Alle Bauteile raus und immer noch Kurzschluss oder erst Werkstatt 
einrichten und später weiter Suchen?

Gruß

Harald A. schrieb:
> Was ist eigentlich mit den gelben Tantalkondensatoren? Wurden die schon
> gemessen?

???

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Thorsten S. schrieb:
> Harald A. schrieb:
>> Was ist eigentlich mit den gelben Tantalkondensatoren? Wurden die schon
>> gemessen?
>
> ???

Er stellt Tantaliden unter Generalverdacht.

Beitrag #8033767 wurde vom Autor gelöscht.
von Rico (rico8)


Lesenswert?

Moin, ich habe ein Netzteil bestellt, dieses sollte morgen Nachmittag 
ankommen.
Die gelben Kondensatoren c1 c16 c17 c18, haben alle ca. 100uf im 
eingebauten zustand. Morgen würde ich versuchen mit dem LNT den 
Kurzschluss zu finden, indem ich die Platine mit Isopropanol einpinsel 
und dabei Strom vom LNT einspeise.

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Morgen würde ich versuchen mit dem LNT den
> Kurzschluss zu finden, indem ich die Platine mit Isopropanol einpinsel
> und dabei Strom vom LNT einspeise.

Ich drück dir die Daumen!

von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Morgen würde ich versuchen mit dem LNT den
> Kurzschluss zu finden, indem ich die Platine mit Isopropanol einpinsel
> und dabei Strom vom LNT einspeise.

Erst einspeisen und warten. Dann mit Isopropanol einpinseln und 
beobachten wo es schnell verdunstet.

Kältespray ginge auch. Ideal wäre eine Wäremebildkamera, hab ich aber 
leider auch (noch) nicht.

Ich würde mit 500mA anfangen, das sind bei 5R schon 1,2W die in Wärme 
umgesetzt werden. Steigern kannst du dann immer noch vorsichtig.


H. H. schrieb:
> Rico schrieb:
>> Morgen würde ich..

> Ich drück dir die Daumen!

Da schließe ich mich an.

: Bearbeitet durch User
von Thorsten S. (whitejack)


Lesenswert?


: Bearbeitet durch User
von Rico (rico8)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Thorsten S. schrieb:

> Welches?

Moin, ich habe mich für das kleine DPS-150 entschieden.

Ich habe es kurz mal versucht aber ich habe mich gewundert, dass kein 
Strom geflossen ist. Ich habe 1V und 0,5A eingestellt (Das Netzteil der 
Waage hat 5V 1A). Ist das richtig? Ich konnte mit dem Isopropanol nichts 
erkennen, aber ich denke es lag daran das keine Last da war. Soll ich 
mit den Volt langsam hochgehen bis der Strom anfängt zu fliesen oder 
muss ich die Spannung irgendwo anders einspeisen?

Anbei ein Bild vom Versuchsaufbau. Danke.

von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

Gehe mit 5V ran, Strom 0.5A - was passiert?

von Thorsten S. (whitejack)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Moin, ich habe mich für das kleine DPS-150 entschieden.

Interessant.

Rico schrieb:
> aber ich denke es lag daran das keine Last da war

Hallo Rico, wenn kein Strom fließt, wird auch nichts warm:-)

Rico schrieb:
> Ich habe 1V und 0,5A eingestellt

so hast du 0,5W im Fehlerfall eingestellt, das ist schon recht viel.

Ich würde erstmal die Strombegrenzung auf 10mA stellen, Dann die 
Spannung auf 5V, sofern das die Betriebsspannung ist, anklemmen und 
schauen ob etwas fließt.

Dann mit der Strombegrenzung langsam hoch gehen.

Diesen Ablauf würde ich vorher an einem Widerstand mal durchspielen! 
Wenn das Labornetzgerät neu ist, passieren gerade bei den digitalen 
Dingern gern mal schnell Bedienungsfehler und man stellt sich einen 
völlig falschen Strom ein und schon raucht was ab...

von Rico (rico8)


Lesenswert?

Bei 5V fliest etwas Strom aber sehr wenig?!

Anzeige am Netzteil 5,00V 0,003A 0,01W. Eingestellt habe ich 5V 0,5A.

: Bearbeitet durch User
von Thorsten S. (whitejack)


Lesenswert?

Dann ist dort kein "Kurzschluss" in diesem Moment...

Rico schrieb:
> Eingestellt habe ich 5V 0,5A.

Beratungsresistent...wie meine Oma schon immer sagte, wer nicht hören 
will muss fühlen :-)

von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

Dann messe die Spannung am Schaltregler, da wo die 3,5V zu messen waren. 
Oder geht die Waage gar bei Einspeisung von 5V von deinem Netzteil? 
Schon probiert?

von Rico (rico8)


Lesenswert?

Thorsten S. schrieb:

> Ich würde erstmal die Strombegrenzung auf 10mA stellen, Dann die
> Spannung auf 5V, sofern das die Betriebsspannung ist, anklemmen und
> schauen ob etwas fließt.


Bei 10mA ist genau soviel Strom Wie bei 0,5A geflossen.

von Rico (rico8)


Lesenswert?

Hab das Problem, ich muss auch den EIN Taster drücken, damit was 
passiert. XD
Sorry, gebt mir noch ein paar Minuten.

von Thorsten S. (whitejack)


Lesenswert?

Der Strom den du einstellst, ist die Strombegrenzung! Das ist der 
maximal mögliche Strom der fließt, wenn es etwas niederohmiges gäbe. 
Siehe auch ohmsches Gesetz.

Wenn der nicht fließt, gibt es nichts niederohmiges, also keine 
Kurzschluss oder defekt, entweder weil du noch einschalten musst, oder 
weil ein anderer Fehler vorliegt.

5V * 0,5A sind 2,5 Watt, das ist sehr sehr viel für kleine Bauteile!

von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

Äh, ja - dann stelle die Strombegrenzung meinetwegen auf 200mA - damit 
wird auf jeden Fall nichts wild abfackeln.

Das im Moment des nackten Anlegen einer Spannung nichts passiert ist 
schon mal gut.

Normalerweise wird mit einer ON-Taste der 3,5V-Schaltregler aktiviert - 
dann springt der Mikrocontroller an und übernimmt die Selbsthaltung. 
Nach Ablauf einer Zeit oder beim erneuten Drücken des ON/OFF-Tasters 
wird dann die Selbsthaltung nach dem Loslassen des Tasters 
zurückgenommen und die Waage geht aus.

von Rico (rico8)


Lesenswert?

Kurze Zusammenfassung:
Ich habe mich schrittweise bis an 0,2A hochgearbeitet, es ist keine 
Wärmeentwicklung mit Isop. zu erkennen.

Ohne Drücken des EIN-Tasters fliesen 0,003A, mit drücken sind es 0,02A 
(eingestellt am Gerät 0,2A).

Display der Waage bleibt weiterhin aus.

Messwerte nach U2/ BL8028. (Wie vor einigen Tagen gleichgeblieben)
Es sind 0 V zu messen. Sobald man den
EIN Taster drückt geht die Spannung auf 0,04 V.


Messwerte vor U2/ BL8028. (Wie vor einigen Tagen gleichgeblieben)
Ohne drücken des EIN Tasters 0,1V.
Beim drücken des EIN Tasters 4,5V, nach los lassen des Ein-Tasters
schlagartig auf 0,6V und dann langsam immer weiter absinkend über die
nächsten Minuten.

Seltsam ist das die Strombegrenzung von 0,2A bei weitem nicht erreicht 
wird?!

von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

Dann speise direkt 3,5V dort ein (gleiche Punkte wie bei der Messung), 
Strombegrenzung vlt. erstmal auf 100mA. Den Schaltregler brauchst Du 
nicht ausbauen, die Einspeisung geht parallel.

von Rico (rico8)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Harald A. schrieb:
> Dann speise direkt 3,5V dort ein (gleiche Punkte wie bei der Messung),
> Strombegrenzung vlt. erstmal auf 100mA. Den Schaltregler brauchst Du
> nicht ausbauen, die Einspeisung geht parallel.

Meinst du so wie auf diesem Bild?

von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Beim drücken des EIN Tasters 4,5V, nach los lassen des Ein-Tasters
> schlagartig auf 0,6V und dann langsam immer weiter absinkend über die
> nächsten Minuten.

Dann ist die Selbsthaltung mit einem MOSFET/Transistor vor dem BL8028 
realisiert und funktional.

Da Du zuvor einen recht kleinen Widerstand auf der 3,5V Seite gemessen 
hast wird der Kurzschluss hinter dem BL8028 liegen.

von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

Ja, das Meckern bei zu großen Bildern treibt dann so seine Blüten in die 
negative Richtung... auf dem 7,6kB Bild erkennt man nichts.
Ich hatte weiter oben mal Messpunkte vorgeschlagen, dort!

Absolut sicher vorgehen, nur die 3,5V einspeisen, höhere Spannung wird 
die Komponenten auf der Seite zuverlässig töten.

: Bearbeitet durch User
von Thorsten S. (whitejack)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Ohne Drücken des EIN-Tasters fliesen 0,003A, mit drücken sind es 0,02A
> (eingestellt am Gerät 0,2A).

https://de.wikipedia.org/wiki/Strombegrenzung

Rico schrieb:
> Ich habe mich schrittweise bis an 0,2A hochgearbeitet

Das wiederspricht dieser Aussage:

Rico schrieb:
> mit drücken sind es 0,02A

Demnach hast du dich bis 0,02A "hochgearbeitet".

Wenn der Strom nicht weiter steigt, liegt nichts stark niederohmiges 
vor, somit kann auch nichts warm werden...

Das bedeutet: entweder ein anderer/es Fehler oder Problem vor oder die 
Grundbedingungen stimmen immer noch nicht...

von Rico (rico8)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Harald A. schrieb:
> Ja, das Meckern bei zu großen Bildern treibt dann so seine Blüten in die
> negative Richtung... auf dem 7,6kB Bild erkennt man nichts.
> Ich hatte weiter oben mal Messpunkte vorgeschlagen, dort!
>
> Absolut sicher vorgehen, nur die 3,5V einspeisen, höhere Spannung wird
> die Komponenten auf der Seite zuverlässig töten.

Diese?

von Norbert (der_norbert)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Kurze Zusammenfassung:
> Ich habe mich schrittweise bis an 0,2A hochgearbeitet, es ist keine
> Wärmeentwicklung mit Isop. zu erkennen.
>
> Ohne Drücken des EIN-Tasters fliesen 0,003A, mit drücken sind es 0,02A
> (eingestellt am Gerät 0,2A).

Das mit dem niedrigen Strom wird wohl auch so bleiben, ein höherer Strom 
wird aller Wahrscheinlichkeit nach nur für die Anzeige gebraucht.
Und die arbeitet nicht, also, -> kein höherer Strom.

Der Fehler liegt in der Ansteuerung der Anzeige und das wird man über 
die Betrachtung des Stromes nur schwerlich finden können.

von Rico (rico8)


Lesenswert?

Thorsten S. schrieb:

> Das bedeutet: entweder ein anderer/es Fehler oder Problem vor oder die
> Grundbedingungen stimmen immer noch nicht...

Kann ich den erzwingen das mehr Strom fliest? Nein oder?

von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Thorsten S. schrieb:
>
>> Das bedeutet: entweder ein anderer/es Fehler oder Problem vor oder die
>> Grundbedingungen stimmen immer noch nicht...
>
> Kann ich den erzwingen das mehr Strom fliest? Nein oder?

Nein, kannst Du nicht erzwingen, es gilt das ohmsche Gesetz. Du kannst 
nur die Spannung hochtreiben (hier bitte nicht) oder den Widerstand 
verkleinern (kannst Du ebenfalls hier nicht), um den Strom zu erhöhen.

Ansonsten, ja, die Einspeisepunkte sind richtig. Kannst auch direkt an 
den Elko neben der Spule gehen, wenn man da besser rankommt - aber 
vermutlich ist das Display da drüber.

: Bearbeitet durch User
von Rico (rico8)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Harald A. schrieb:

> Ansonsten, ja, die Einspeisepunkte sind richtig. Kannst auch direkt an
> den Elko neben der Spule gehen, wenn man da besser rankommt - aber
> vermutlich ist das Display da drüber.

Ja dort ist das Display auf der Rückseite, ich habe wie im Bild 
eingespeist 3,5V. Die Spannung ist auf 0,5V zusammengebrochen der Strom 
lag direkt bei der 0,1A Begrenzung.

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Ja dort ist das Display auf der Rückseite, ich habe wie im Bild
> eingespeist 3,5V. Die Spannung ist auf 0,5V zusammengebrochen der Strom
> lag direkt bei der 0,1A Begrenzung.

Dann dreh jetzt auf 0,5A auf.

von Andreas S. (bastelmax)


Lesenswert?

Ich will den Rico nichts vermiesen oder Ihn schlecht machen - aber so 
wird dass hier nur undendlich weiter gehen und nichts werden oder es 
wird im besten Fall duch Zufall das defekte Bauteil gefunden.
Das gab es hier schon öfters dass die Diskussion dann im Sande verlaufen 
ist, der Fragesteller aufgegeben hat und Funkstille war.
Ein paar Basics in der Fehlersuche,Schaltungsgrundlagen etc. sollten
schon vorhanden sein.
Alternativ hilft ein netter User und opfert sich und Rico schickt Ihm 
dass "Gedöns" dann zu.
Anscheinend "nur" ein Problem dass eine Spannung fehlt bzw. wegen eines 
eventuellen "Kurzschluss" einbricht.
Im schlimmsten Fall ist noch eine Wandler hinüber.
Wieviele Jahre hat dann dass Ding auf den Buckel und wie sind die
Umgebungsbedingen in der Küche (Temperatur, Feuchtigkeit usw.) ?
Elkos altern bei höherer Temperatur schneller und steigen nach Jahren
auch mal komplett aus.

: Bearbeitet durch User
von Thorsten S. (whitejack)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
>> eingespeist 3,5V. Die Spannung ist auf 0,5V zusammengebrochen der Strom
>> lag direkt bei der 0,1A Begrenzung.
>
> Dann dreh jetzt auf 0,5A auf.

Langsam!

Und beobachte dabei die Spannung und die Leistung!

von Thorsten S. (whitejack)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Kann ich den erzwingen das mehr Strom fliest? Nein oder?

Ein höherer Strom fließt nur bei einem niedrigerem Widerstand. Deswegen 
fließt bei einem Kurzschluss ja auch ein sehr sehr hoher Strom, da der 
Widerstand sehr klein ist, und die Sicherung kommt...oder es wird etwas 
heiß...

Wenn kein hoher Strom fließt, ist kein Kurzschluss da...

Wenn ein höherer Strom fließt als eingestellt/erwartet, bricht dir die 
Spannung ein, das ist eine Folge der Strombegrenzung. Dann bist du auf 
dem richtigen Weg....sofern der Strom der fließt ungewöhnlich hoch 
ist...mehr als "erwartet".
Dein Netzteil geht dann in die Stromregelung...

Genau deswegen u.a. der Vorschlag das VORHER an einem Widerstand mal 
auszuprobieren... statt direkt am Objekt...

: Bearbeitet durch User
von Rico (rico8)


Lesenswert?

Neue Erkenntnisse:

Beim Einspeisen der 3,5V mit schrittweiser Erhöhung bis auf 0,5A ^^, hat 
sich was getan. Die Spannung ist auf 1,6V zusammen gebrochen. Nach Drei 
Sekunden hat die Platine angefangen zu Piepsen, das hat die Waage bei 
jedem Einschaltvorgang gemacht und ist ein Selbsttest. Leider ist das 
Display dunkel geblieben.

Zu erkennen war das U2 warm wurde, da das Isop. dort schnell verdunstet 
ist.

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Zu erkennen war das U2 warm wurde, da das Isop. dort schnell verdunstet
> ist.

Dann löte den aus, so du das kannst.

Anschließend zunächst messen, ob der Kurzschluss (die 5 Ohm) beseitigt 
ist. Dann nächster Versuch mit 3,5V und 0,5A.

von Rico (rico8)


Lesenswert?

Andreas S. schrieb:

> Wieviele Jahre hat dann dass Ding auf den Buckel und wie sind die
> Umgebungsbedingen in der Küche (Temperatur, Feuchtigkeit usw.) ?
> Elkos altern bei höherer Temperatur schneller und steigen nach Jahren
> auch mal komplett aus.

Die Waage haben wir 03/2023 gekauft. Feuchtigkeit ist vorhanden. Normale 
Temperaturen im Raum.

von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

U2 ist der BL8028, den kannst Du ja einfach auslöten. jeweils die 3 
beinchen auf jeder Seite in Zinn einkleistern und dann sollte der 
schnell rausgehen. Alles mit Gefühl, die Leiterbahnen sind schnell 
ruiniert.

von Andreas S. (bastelmax)


Lesenswert?

Ersatz zu bekommen wird nicht einfach sein - Gehäuse,Ref Spannung usw. 
müssen auch stimmen.
Hat jemand eine Idee ?

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Andreas S. schrieb:
> Ersatz zu bekommen wird nicht einfach sein - Gehäuse,Ref Spannung
> usw.
> müssen auch stimmen.
> Hat jemand eine Idee ?

Den BL8028 kann man ganz einfach kaufen.

von Klaus R. (klaus2)


Lesenswert?

...wieso nicht erstmal nur den Vout des SOT23-5 loslöten und dabei 
anheben (nadeldrunter, erhitzen, hochbiegen) und dann mal sehen ob der 
kurze weg ist?

Klaus.

von Andreas S. (bastelmax)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Den BL8028 kann man ganz einfach kaufen

Finde den aber nur bei Ali :
https://de.aliexpress.com/i/1005003519132013.html
Daher meine Frage nach einen Vergleichstyp der auch hier in DE
leicht zu beschaffen wäre.

von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

Wo würdest Du den BL8028 - in seinem Fall als Einzelstück- kaufen? Ich 
hätte noch den SY8089AAAC ausgemacht als direkten Ersatz - zumindest auf 
ebay für 5,41€ 10Stück zu beschaffen. Bei einem China-Hersteller mag die 
Fake-Wahrscheinlichkeit nicht so hoch sein.

: Bearbeitet durch User
von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

Klaus R. schrieb:
> ...wieso nicht erstmal nur den Vout des SOT23-5 loslöten und dabei
> anheben (nadeldrunter, erhitzen, hochbiegen) und dann mal sehen ob der
> kurze weg ist?
>
> Klaus.

Gute Idee. Oder Spule auslöten, mag für Leute mit wenig Löterfahrung 
einfacher sein.

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Harald A. schrieb:
> Wo würdest Du den BL8028 - in seinem Fall als Einzelstück- kaufen?

LCSC

Harald A. schrieb:
> hätte noch den SY8089AAAC ausgemacht als direkten Ersatz - zumindest auf
> ebay für 5,41€ 10Stück zu beschaffen.

BL8028 gibts auch via Aliexpress.

Aber ob die echt sind?

von Rico (rico8)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Hallo,

hier ein kurzes Feedback.
Der BL ist raus, leider ist dieser auch nicht mehr zu gebrauchen.

Positiv ist, dass der Kurzschluss wohl jetzt beseitigt ist. Wo ich 
vorher 5,5 Ohm gemessen habe, sind es nun 150-300 kOhm 
schwankend/steigend.

Das ganze sieht jetzt so aus.

Wenn ich 3,5V einspeise funktioniert das Display wieder.

Vielen Dank an euch allen für die Geduld die ihr mit mir hattet ^^.

Jetzt muss ich noch den Ersatz bestellen und einlöten.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Rico schrieb:
> Jetzt muss ich noch den Ersatz bestellen und einlöten.

Dann drück ich mal die Daumen, dass das klappt.

von Jörg R. (solar77)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Rico schrieb:
>> Jetzt muss ich noch den Ersatz bestellen und einlöten.
>
> Dann drück ich mal die Daumen, dass das klappt.

Ich auch👍

Endlich mal ein TO der mitarbeitet und Feedback gibt.

von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

Glückwunsch soweit!

von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

Achtung beim Bestellen: es gibt 2 Pinouts, Du brauchst die ohne B am 
Ende

von Thorsten S. (whitejack)


Lesenswert?

Andreas S. schrieb:
> aber so
> wird dass hier nur undendlich weiter gehen und nichts werden...

Rico schrieb:
> funktioniert das Display wieder

Top - weiter so. :-) Ich drücke ebenfalls die Daumen!

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Harald A. schrieb:
> Achtung beim Bestellen: es gibt 2 Pinouts, Du brauchst die ohne B
> am
> Ende

Auf jeden Fall den BL8028CB5TR bestellen, ganz genau diesen.

von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

Wenn Du dein neues Netzteil später noch einmal komplettieren möchtest, 
kann ich Dir dieses Triggerkabel empfehlen: (Typ -5525)
https://de.aliexpress.com/item/1005006308989103.html

Das fordert von einer passenden USB-Stromquelle mit PD3.1 28V/5A ab, 
sprich bis zu 140W. Es gibt sowohl passende Powerbanks als auch 
Wandwarzen mit 140W (auf PD3.1 bzw. 28V/5A achten).
Getestete Gerätschaften: Baseus 140W Powerbank mit 24Ah, Baseus Enerfill 
USB C Ladegerät 140W, 4-Ports

Das DPS-150 selber kann nämlich nur PD3.0, dann ist bei 20V/5A Schluss, 
etwas unglücklich für 24v Gerätschaften.

: Bearbeitet durch User
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.