Forum: Platinen KiCAD Lochrasterplatinen Plugin


von Andreas (reddisch)


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Erst mal hallo allerseits,

ich bastle jetzt schon eine ganze Weile mit KiCad herum. Was mir dabei 
bisher gefehlt hat, war ein Editor bzw. Generator für 
Lochrasterplatinen. Also habe ich mich mal hingesetzt und mit Hilfe 
einer KI ein Plugin zusammengebastelt. Meine Programmierkenntnisse 
reichen leider nicht aus, um so etwas komplett selbst auf die Beine zu 
stellen.

Ich wollte das Ganze hier einfach mal in die Runde werfen und würde mich 
über eure Meinung, Kritik und Verbesserungsvorschläge freuen.

Gruß
Andi

von Andreas (reddisch)


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Neue Version, jetzt mit Installer (Install.bat) und fertigen 
Drahtbrücken.

von Harald K. (kirnbichler)


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Wie reagieren Fertiger wie z.B. jlcpcb darauf, wenn man sie 
Lochrasterplatinen (d.h. sehr viele Bohrungen) fertigen lässt? Machen 
die das kommentarlos, oder kommt dann eine "engineering surcharge" dazu?

von Michael M. (Gast)


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Ich versteh den Sinn nicht mal.
Wozu das schlechteste aus zwei Welten vereinen?
Kosten und Zeitverlust einer professionellen Fertigung gepaart mit der 
universellen Furchtbarkeit von Lochraster?

Harald K. schrieb:
> "engineering surcharge"
Ohne es zu wissen, käme mir das sehr selektiv vor.
Viellagige SMD PCB haben oft massive VIA Gräber mit Bohrdurchmesser die 
erheblich kritischer sind als die relativ entspannten Lochraster.

von Max (maximilian_az)


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Wie sonst willst du denn eine späetere Erweiterbarkeit ermöglichen?

von Martin M. (mcmaier)


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Hallo Andreas,

ich hatte einen ähnlichen Gedanken mit dem benutzerdefinierten 
Lochraster, aber dabei KiCAD weggelassen - geht vermutlich komfortabler 
und schneller (Zielgruppe waren ja bei meiner Idee genau die 
Nicht-KiCad-Nutzer): https://macgizmo.com/gridgen

Über Sinn und Unsinn von eigenen Lochraster-Platinen wurde hier schon 
ausführlich diskutiert:
Beitrag "Lochraster und SMD nach Maß - Parametrischer PCB-Generator"

: Bearbeitet durch User
von Justus S. (jussa)


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Harald K. schrieb:
> Wie reagieren Fertiger wie z.B. jlcpcb darauf, wenn man sie
> Lochrasterplatinen (d.h. sehr viele Bohrungen) fertigen lässt? Machen
> die das kommentarlos, oder kommt dann eine "engineering surcharge" dazu?

bei jlcpcb gibt es zumindest den Punkt 'zu viele Löcher':

9. Too Many Drilling Holes
A large number of drill holes will increase the operation time of the 
drilling machine and consumption of the drilling tools, which will 
greatly increase the cost of drilling. Therefore, for orders with over 
150,000 drill holes per square meter, an extra cost will be applied.

https://jlcpcb.com/help/article/in-what-cases-will-there-be-charged-extra

von F. P. (fail)


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Justus S. schrieb:
> bei jlcpcb gibt es zumindest den Punkt 'zu viele Löcher':
>
> 9. Too Many Drilling Holes
> A large number of drill holes will increase the operation time of the
> drilling machine and consumption of the drilling tools, which will
> greatly increase the cost of drilling. Therefore, for orders with over
> 150,000 drill holes per square meter, an extra cost will be applied.
>
> https://jlcpcb.com/help/article/in-what-cases-will-there-be-charged-extra

Das bedeutet, daß das Rastermaß mindestens 2,58 mm sein muß (Rand nicht 
berücksichtigt). Zufall?

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Max schrieb:
> Wie sonst willst du denn eine späetere Erweiterbarkeit ermöglichen?

Habe ich selten gebraucht, aber wenn, würde ich wohl einfach das (bei 
mir sowieso installierte) "via stitching" Plugin dafür missbrauchen. 
Dessen eigentliche Aufgabe ist es, (vor allem) GND-Füllflächen auf Ober- 
und Unterseite niederimpedant zu verbinden. Aber es funktioniert auch 
völlig problemlos, dort einen mit (größeren) Vias zu füllenden Bereich 
zu erzeugen, dann das Plugin drauf loszuschießen, und anschließend die 
Füllfläche wieder zu entfernen.

Damit könnte man sich auf einem sowieso zu fertigenden Board einen 
kleinen Lochraster-Experimentierbereich anlegen. Von Atmel gab es ja 
beispielsweise deren "Xplained"-Boards, die sowas hatten.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Hier mal spaßeshalber ein auf diese Weise erzeugtes Board.

von Hans (ths23)


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Harald K. schrieb:
> Wie reagieren Fertiger wie z.B. jlcpcb darauf, wenn man sie
> Lochrasterplatinen (d.h. sehr viele Bohrungen) fertigen lässt? Machen
> die das kommentarlos, oder kommt dann eine "engineering surcharge" dazu?
Die tun das. Ich habe bei denen mal so etwas für ein spezielles Projekt 
fertigen lassen.

Michael K. schrieb:
> Ich versteh den Sinn nicht mal.
Du verstehst halt so Einiges nicht (s.h. 
Beitrag "Re: An Bastler in Hamburg zu verschenken"

von Andreas (reddisch)


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Mir ging es eigentlich gar nicht darum, die Platinen fertigen zu lassen, 
sondern eher darum, die Bauteildatenbank(en) für Prototypenprojekte zu 
nutzen und vorab zu sehen, wie das Ganze am Ende aussieht. Außerdem 
wollte ich schauen, ob sich die Drahtbrücken sauber verlegen und bei 
Bedarf noch verschieben lassen, bevor man den Lötkolben ansetzt.

Bisher habe ich dafür Lochmaster genutzt und war mit den Funktionen 
eigentlich ganz zufrieden. Die Bauteildatenbank dort ist allerdings 
nicht ganz so umfangreich.

von Harald K. (kirnbichler)


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Andreas schrieb:
> sondern eher darum, die Bauteildatenbank(en) für Prototypenprojekte zu
> nutzen

Kurz: Dir ging es um eine Art Lochrasterplaner.

Ich hab' für meine Lochrasterprojekte immer kariertes Papier genommen 
... das reichte. Auch für komplexeres.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Andreas:

Andreas schrieb:
> Mir ging es eigentlich gar nicht darum, die Platinen fertigen zu lassen,
> sondern eher darum, die Bauteildatenbank(en) für Prototypenprojekte zu
> nutzen und vorab zu sehen, wie das Ganze am Ende aussieht. Außerdem
> wollte ich schauen, ob sich die Drahtbrücken sauber verlegen und bei
> Bedarf noch verschieben lassen, bevor man den Lötkolben ansetzt.
>
> Bisher habe ich dafür Lochmaster genutzt und war mit den Funktionen
> eigentlich ganz zufrieden. Die Bauteildatenbank dort ist allerdings
> nicht ganz so umfangreich.

Es geht auch gut ganz ohne Plugin.

Von
https://www.mikrocontroller.net/articles/KiCad#Tipps&Tricks:_Lochraster/L%C3%B6tleisten_Platinen_Entwurf_mit_KiCad

Zitat:
Wer viel mit Lochraster Platinen arbeitet, hat gelegentlich auch ein 
Bedürfnis, diese Tätigkeit mit einem Layoutprogramm zu begleiten. Zum 
einen um den Platzbedarf besser abschätzen zu können, zum anderen, um 
dadurch auch eine schnelle und einfache Dokumentation auch für 
Lochrasterprojekte zu schaffen. Auch dazu kann KiCad verwendet werden.
Vorgehensweise: Schaltplan erstellen wie üblich, und die Bauteile 
zuordnen. Dann im Layoutprogramm das Raster einblenden und auf 2,54mm 
(100mil) stellen. Nun geben die Rasterpunkte die Position der Löcher der 
Lochrasterplatine vor. Nach dem Einlesen der Netzliste bei Lochraster 
mit Streifenleitungen am besten zweiseitig manuell routen. Auf der 
Unterseite der Richtung der Streifenleitung in Längstrichtung folgen 
(z.b. wagerecht). Auf der Oberseite die Brücken dazu quer legen (z.B. 
senkrecht). Zweipolige Bauteile immer senkrecht oder wagerecht 
positionieren.

Dieses hier beschriebene Verfahren ist KiCad unabhängig und geht 
grundsätzlich mit jedem Layoutprogramm , das ein Raster anzeigen kann.

Mit freundlichem Gruß:
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

: Bearbeitet durch User
von Rahul D. (rahul)


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Harald K. schrieb:
> Ich hab' für meine Lochrasterprojekte immer kariertes Papier genommen
> ... das reichte. Auch für komplexeres.

Ich weiß nicht mehr, woher wir das hatten, aber es gab einen 
Transparentblock  mit zwei Euro-Lochraster-Platinen auf einer Seite.
Wenn man die gut gefaltet hat, konnte man ziemlich einfach doppelseitige 
Bestückungen / Verdrahtungen planen.
Solche Blätter habe ich zuletzt vor 30 Jahren verwendet...

Bernd W. schrieb:
> Dieses hier beschriebene Verfahren ist KiCad unabhängig und geht
> grundsätzlich mit jedem Layoutprogramm, das ein Raster anzeigen kann.

Funktioniert komischerweise auch in eagle ;)

von Harald K. (kirnbichler)


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Rahul D. schrieb:
> Wenn man die gut gefaltet hat, konnte man ziemlich einfach doppelseitige
> Bestückungen / Verdrahtungen planen.

Ich hab das Karopapier umgedreht und auf der Rückseite gemalt.

Bei sehr aufwendigen Schaltungen verwendete ich A3-Papier für eine 
Europakarte, das ließ mehr Platz zum Beschriften der Pins.

Mittlerweile gibt es günstige Leuchtplatten, sowas hätte mir damals gute 
Dienste geleistet ...

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