ich bastle jetzt schon eine ganze Weile mit KiCad herum. Was mir dabei bisher gefehlt hat, war ein Editor bzw. Generator für Lochrasterplatinen. Also habe ich mich mal hingesetzt und mit Hilfe einer KI ein Plugin zusammengebastelt. Meine Programmierkenntnisse reichen leider nicht aus, um so etwas komplett selbst auf die Beine zu stellen.
Ich wollte das Ganze hier einfach mal in die Runde werfen und würde mich über eure Meinung, Kritik und Verbesserungsvorschläge freuen.
Wie reagieren Fertiger wie z.B. jlcpcb darauf, wenn man sie Lochrasterplatinen (d.h. sehr viele Bohrungen) fertigen lässt? Machen die das kommentarlos, oder kommt dann eine "engineering surcharge" dazu?
Ich versteh den Sinn nicht mal.
Wozu das schlechteste aus zwei Welten vereinen?
Kosten und Zeitverlust einer professionellen Fertigung gepaart mit der universellen Furchtbarkeit von Lochraster?
Ohne es zu wissen, käme mir das sehr selektiv vor.
Viellagige SMD PCB haben oft massive VIA Gräber mit Bohrdurchmesser die erheblich kritischer sind als die relativ entspannten Lochraster.
ich hatte einen ähnlichen Gedanken mit dem benutzerdefinierten Lochraster, aber dabei KiCAD weggelassen - geht vermutlich komfortabler und schneller (Zielgruppe waren ja bei meiner Idee genau die Nicht-KiCad-Nutzer): https://macgizmo.com/gridgen
Wie reagieren Fertiger wie z.B. jlcpcb darauf, wenn man sie
Lochrasterplatinen (d.h. sehr viele Bohrungen) fertigen lässt? Machen
die das kommentarlos, oder kommt dann eine "engineering surcharge" dazu?
bei jlcpcb gibt es zumindest den Punkt 'zu viele Löcher':
Too Many Drilling Holes
A large number of drill holes will increase the operation time of the drilling machine and consumption of the drilling tools, which will greatly increase the cost of drilling. Therefore, for orders with over 150,000 drill holes per square meter, an extra cost will be applied.
bei jlcpcb gibt es zumindest den Punkt 'zu viele Löcher':
Too Many Drilling Holes
A large number of drill holes will increase the operation time of the
drilling machine and consumption of the drilling tools, which will
greatly increase the cost of drilling. Therefore, for orders with over
150,000 drill holes per square meter, an extra cost will be applied.
Wie sonst willst du denn eine späetere Erweiterbarkeit ermöglichen?
Habe ich selten gebraucht, aber wenn, würde ich wohl einfach das (bei mir sowieso installierte) "via stitching" Plugin dafür missbrauchen. Dessen eigentliche Aufgabe ist es, (vor allem) GND-Füllflächen auf Ober- und Unterseite niederimpedant zu verbinden. Aber es funktioniert auch völlig problemlos, dort einen mit (größeren) Vias zu füllenden Bereich zu erzeugen, dann das Plugin drauf loszuschießen, und anschließend die Füllfläche wieder zu entfernen.
Damit könnte man sich auf einem sowieso zu fertigenden Board einen kleinen Lochraster-Experimentierbereich anlegen. Von Atmel gab es ja beispielsweise deren "Xplained"-Boards, die sowas hatten.
Wie reagieren Fertiger wie z.B. jlcpcb darauf, wenn man sie
Lochrasterplatinen (d.h. sehr viele Bohrungen) fertigen lässt? Machen
die das kommentarlos, oder kommt dann eine "engineering surcharge" dazu?
Die tun das. Ich habe bei denen mal so etwas für ein spezielles Projekt fertigen lassen.
Mir ging es eigentlich gar nicht darum, die Platinen fertigen zu lassen, sondern eher darum, die Bauteildatenbank(en) für Prototypenprojekte zu nutzen und vorab zu sehen, wie das Ganze am Ende aussieht. Außerdem wollte ich schauen, ob sich die Drahtbrücken sauber verlegen und bei Bedarf noch verschieben lassen, bevor man den Lötkolben ansetzt.
Bisher habe ich dafür Lochmaster genutzt und war mit den Funktionen eigentlich ganz zufrieden. Die Bauteildatenbank dort ist allerdings nicht ganz so umfangreich.
Mir ging es eigentlich gar nicht darum, die Platinen fertigen zu lassen,
sondern eher darum, die Bauteildatenbank(en) für Prototypenprojekte zu
nutzen und vorab zu sehen, wie das Ganze am Ende aussieht. Außerdem
wollte ich schauen, ob sich die Drahtbrücken sauber verlegen und bei
Bedarf noch verschieben lassen, bevor man den Lötkolben ansetzt.
Bisher habe ich dafür Lochmaster genutzt und war mit den Funktionen
eigentlich ganz zufrieden. Die Bauteildatenbank dort ist allerdings
nicht ganz so umfangreich.
Zitat:
Wer viel mit Lochraster Platinen arbeitet, hat gelegentlich auch ein Bedürfnis, diese Tätigkeit mit einem Layoutprogramm zu begleiten. Zum einen um den Platzbedarf besser abschätzen zu können, zum anderen, um dadurch auch eine schnelle und einfache Dokumentation auch für Lochrasterprojekte zu schaffen. Auch dazu kann KiCad verwendet werden.
Vorgehensweise: Schaltplan erstellen wie üblich, und die Bauteile zuordnen. Dann im Layoutprogramm das Raster einblenden und auf 2,54mm (100mil) stellen. Nun geben die Rasterpunkte die Position der Löcher der Lochrasterplatine vor. Nach dem Einlesen der Netzliste bei Lochraster mit Streifenleitungen am besten zweiseitig manuell routen. Auf der Unterseite der Richtung der Streifenleitung in Längstrichtung folgen (z.b. wagerecht). Auf der Oberseite die Brücken dazu quer legen (z.B. senkrecht). Zweipolige Bauteile immer senkrecht oder wagerecht positionieren.
Dieses hier beschriebene Verfahren ist KiCad unabhängig und geht grundsätzlich mit jedem Layoutprogramm , das ein Raster anzeigen kann.
Ich hab' für meine Lochrasterprojekte immer kariertes Papier genommen
... das reichte. Auch für komplexeres.
Ich weiß nicht mehr, woher wir das hatten, aber es gab einen Transparentblock mit zwei Euro-Lochraster-Platinen auf einer Seite.
Wenn man die gut gefaltet hat, konnte man ziemlich einfach doppelseitige Bestückungen / Verdrahtungen planen.
Solche Blätter habe ich zuletzt vor 30 Jahren verwendet...