Nominal sind (2V +-2V) für 10MHz +-20(10)Hz, also 1(0,5)ppb/mV.
Mich interessiert welche Abstimmspannung sich beim preiswerten (10€) 10MHz Frequenzstandard mit dem OCXO Modul von CTI OSC5A2B02 nach Abgleich auf Sollfrequenz bei verschiedenen Besitzern ergeben hat.
Die Information wäre nützlich bei der Anpassung des Abgleichbereichs. Vielleicht ergibt sich sogar eine eindeutige Tendenz.
Mich interessiert welche Abstimmspannung sich beim preiswerten (10€)
10MHz Frequenzstandard mit dem OCXO Modul von CTI OSC5A2B02 nach
Abgleich auf Sollfrequenz bei verschiedenen Besitzern ergeben hat.
Mich interessiert welche Abstimmspannung sich beim preiswerten (10€)
10MHz Frequenzstandard mit dem OCXO Modul von CTI OSC5A2B02 nach
Abgleich auf Sollfrequenz bei verschiedenen Besitzern ergeben hat.
ca. +1,8V
Das ist ziemlich genau 42/23!
Ontopic: Mich würde interessieren, warum es zu OCXOs und meist auch Quarzen aller Couleur praktisch keine Datenblätter gibt. Ich meine damit vor allem die, die älter als 10 Jahre sind und aus entsprechenden Geräten rausfallen, wenn man sie schüttelt bzw. ausschlachtet.
Ontopic: Mich würde interessieren, warum es zu OCXOs und meist auch
Quarzen aller Couleur praktisch keine Datenblätter gibt. Ich meine damit
vor allem die, die älter als 10 Jahre sind und aus entsprechenden
Geräten rausfallen, wenn man sie schüttelt bzw. ausschlachtet.
Wenn die noch verkauft werden, dann ist das Datenblatt selten
ein Problem.
Da gibt's durchaus Datenblätter dafür, aber je nach mitgekauften
Optionen geht das von "durchaus ordentlicher Ofen im Ofen" bis
zu "Kann mit Rubidium mithalten".
Jemand von der TimeNuts-Gruppe hat versucht raus zu bekommen
wie gut "unsere" nun wirklich sind, aber er hat bei MTI auf
Granit gebissen, weil er nicht der Originalkunde war.
Das wissen nur MTI und HP, die die Empfänger für Lucent gebaut haben.
Diese chinesischen OCXO sind meist aus GSM Basistationen ausgeschlachtet. Sie haben schon einige Jahre auf dem Buckel. Da der Quarz innen altert, kann die Abstimmspannung bei manchen nicht mehr ausreichen, um sie auf Sollfrequenz zu ziehen. Der Ziehbereich beträgt sowieso nur wenige ppm.
Ja ich hatte mal einen russischen MV89A (Morion, St.Petersburg)
auf dem Umweg über China; an dem ist das jahrelange Leben bei 83°C
auch nicht spurlos vorübergegangen.
Bei Vtune > 0.8V hat er aufgehört zu schwingen.
Ich habe ihn dann aufgemacht; der Quarz selber war noch gut.
Ein willkommenes Spielobjekt. SC-Schnitt-Quarze sind hier in .de
offenbar schwer zu bekommen. Ich habe mal bei einer bekannten
deutschen Firma diesbez. angerufen; man hat mir das Gefühl vermittelt,
als hätte ich die Frau des Geschäftsführers ausleihen wollen.
an dem ist das jahrelange Leben bei 83°C
auch nicht spurlos vorübergegangen.
Genau. Die Datenblattwerte der Abstimmspannung gelten nur für fabrikneue OCXO. Mit zunehmendem Alter verliert der Quarz Materie und die Frequenz steigt an und man muss nachjustieren. Laut Datenblatt liegt die Alterung bei 0,4 ppm / 10 Jahre. Irgendwann reicht bei manchen dieser Ausbau-Oszillatoren die Abstimmspannung nicht mehr aus, um mit dem Quarz die Sollfrequenz zu erreichen.
Die o.g. MTIs waren aus Ersatzteilbeständen, noch originalverpackt.
Gekauft in der Bucht bei PyroJoe aus Florida. Völlig OK.
Die redundancy units haben keinen eigenen GPS-Empfänger und waren
deshalb sehr schwer verkäuflich. Er hat mir ein Angebot für 20 Stk.
gemacht das ich unmöglich ablehnen konnte. :-)
Danke für den Messwert.
Neue Werte kamen hier bisher leider nicht mehr, dafür wurde mein Thread für ein Nebenthema gekapert, das besser in einem eigenen Beitrag aufgehoben gewesen wäre.
Da anscheinend alle CTI OCXO in der Frequenz nach unten getrimmt werden mussten, hier meine Abgleichanleitung für REV003, wenn der originale Einstellbereich von ~1,76...2,48V nicht tief genug reicht:
Den 200k Trimmer R5 auf Maximalwiderstand einstellen, den 200k R1 mit einer Widerstandsdekade überbrücken und Wert für Nullabgleich ermitteln, dann vor dem Endabgleich den nächsthöheren E12 Rp Wert über den 200k R1 löten.
Oder eine passende Spannung für Nullabgleich einspeisen und dann einen Rp wählen:
3k9 ~1,49...1,97V, 3k3 ~1,45...1,90V, 2k7 ~1,40...1,81V, 2k2 ~1,33...1,70V, 1k8 ~1,26...1,60V.
Das ganze Thema hatten wir hier schon mal:
Beitrag "Re: [F] OCXO 10-MHz-Frequenzstandardreferenzmodul"
Ja, diese Schaltung ist gut, falls RV1 mechanisch absolut stabil ist.
Allerdings muss das alles bei der preiswerten CTI Fertigplatine auf eine extra Platine dazugesetzt werden.
Bei meiner Methode reicht ein Widerstand. Selbst wenn danach der 200k R5 Trimmer z.B. bei 100k steht, ist dessen TK Einfluss wegen des niederohmigen Rp vernachlässigbar.
Eine Abstimmspannungsdrift von 50ppm/K bei 1,8V durch die Widerstände, führt bei 1ppb/mV zu 0,09ppb/K.
Das Modul hat selber einen TK von 0,?ppb/K, plus 0,05ppb/s plus 0,5ppb/day.
Angesicht der einfachen Rp Realisierbarkeit, kann ich mit zusätzlichen 0,09ppb/K gut leben.
Ihr habt recht. Ich habe den TK von R-Trimmern überschätzt, ein Bourns 3006 bspw. hat wohl nur max. 100 ppm/K, also auch nicht so viel mehr als gewöhnliche Festwiderstände.
Und ja, aufgrund des sehr geringen Ziehbereichs dieser OCXOs wirkt sich der Gesamt-TK der Justierspannung auch nur gering bis vernachlässigbar aus. Vermutlich kann man den recht teuren LT1009 somit auch ohne Einbußen durch eine günstigere Referenz wie LM336 ersetzen.
Möglicherweise haben andere OCXO-Typen aber höhere ppb/mV-Werte, womit dem Justierspannungs-TK größeres Gewicht zukommen würde.
Vermutlich kann man den recht teuren LT1009 somit auch ohne
Einbußen durch eine günstigere Referenz wie LM336 ersetzen.
Die DC-Quelle der Abstimmspannung soll möglichst rauscharm sein, sonst moduliert sich das Rauschen auf der Abstimmspannung als Phasenrauschen auf den Oszillator. Phasenrauschen / Jitter bestimmt die Kurzzeitstabilität. Der LM336 muss daher nicht unbedingt die erste Wahl sein.
Zum Verständnis der Unterscheidung von Genauigkeit und Stabilität eines Oszillators gibt es die hervorragende Abhandlung von Ulrich Bangert:
Ihr habt recht. Ich habe den TK von R-Trimmern überschätzt, ein Bourns
3006 bspw. hat wohl nur max. 100 ppm/K, also auch nicht so viel mehr als
gewöhnliche Festwiderstände.
Darum ging es gar nicht. Es ging im die Gewichtung, mit der der TK des Trimmers in den aus der Zusammenschaltung resultierenden TK des Gesamtwiderstandsnetzwerkes eingeht.