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Forum: FPGA, VHDL & Co. mimal Dev Board für Xilinx FPGAs


Autor: Gast (Gast)
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Hallo,

ich bin auf den Suche nach einem Dev. Board für Xilinx FPGAs, (Sparten 
3). Habe mich mit der Suchfunktion hier im Forum beschäftigt und auch 
mit google, alles was ich fand kostet weit über 100 €. Ich brauche eher 
etwas kleines ohne viel Schnickschnack, die Interfaces, die man später 
braucht, kann man sich dann ja selbst dazu basteln. Eigentlich würde mir 
folgendes völlig ausreichen: XS3S200 oder XS3S400 mit etwas SRAM, etwas 
Flash, Spannungsregler, herausgeführte Pins und JTAG Interface, mehr 
nicht. Für Altara FPGAs gibt es ja das Pluto Board, so etwas in dieser 
Richtung suche ich für Xilinx FPGAs.

Ich habe mir schon überlegt, ob ich nicht so eine Platine selbst 
aufbauen sollte: einen XC3S400 im TQFP-144 Gehäuse gibt es bei Reichelt, 
eine Adapterplatine für TQFP-144 gibt es bei www.elk-tronic.de, SRAM und 
Spannungsregler gibt’s auch bei Reichelt. Sollte eigentlich kein großes 
Problem sein das alles zusammenzulöten, oder? Das einzige was mir 
Kopfschmerzen bereitet: der FPGA braucht ja einige keramische Cs zur 
Entkopplung möglichst nahe an den Pins, durch die Adapterplatine wären 
diese aber ein ganzes Stück weit weg, wäre das ein Problem? Mich würde 
mal interessieren, ob jemand so etwas schon mal versucht hat und mir 
vielleicht ein paar Tipps geben könnte.

Grüße,
Heinz

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Reichelt hat leider kein ausreichend großes Boot-Flash im Programm, und 
die vorhandenen kosten nochmal soviel wie das FPGA. Erst die Spartan3E 
können auch aus normalem billigen DataFlash booten.

Autor: Jochen (Gast)
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Hallo,

schau Dir doch mal die Mikromodule von Trenz an:

http://shop.trenz-electronic.de/catalog/default.ph...

Das sind Module, wo im Prinzip nur ein FPGA drauf ist und das was er zum 
Leben braucht.

Dazu kannst Du noch ein Board kaufen, dass nur die Pins des Moduls auf 
Pinheader rausführt.

Ausserdem brauchst Du noch einen JTAG-Programmer, den es dort für 29 
Euro gibt.

Die Entwicklungsumgebung gibts ja umsonst bei Xilinx.

Insgesamt kommst Du zwar auch auf 150 Euro, aber ich habe diesen Weg für 
mich entdeckt, da es folgende Vorteile bietet:
- Man muss sich nicht um die Beschaltung des FPGAs kümmern, sondern man 
gibt 5V drauf und kann arbeiten
- Auf eigenen Boards sieht man nur das Modul vor und kann dann drumherum 
eigene Sachen bauen (Layoutdateien um das Modul auf eigene Layouts zu 
bringen werden mitgeliefert von Trenz)
- Man hat eine FPGA-Einheit, die man auf seinen verschiedenen 
Schaltungen hin- und herstecken kann
- Die Stecker des Moduls sind nicht teuer (gibts auch bei Trenz) und 
sind gerade noch von Hand lötbar.

Gruss,
Jochen

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Gast (Gast)

>mit google, alles was ich fand kostet weit über 100 €. Ich brauche eher

WEIT über 100 sicher nicht.

>folgendes völlig ausreichen: XS3S200 oder XS3S400 mit etwas SRAM, etwas
>Flash, Spannungsregler, herausgeführte Pins und JTAG Interface, mehr

Sowas gibt es fertig.

>Ich habe mir schon überlegt, ob ich nicht so eine Platine selbst
>aufbauen sollte: einen XC3S400 im TQFP-144 Gehäuse gibt es bei Reichelt,

Ist am Ende teuer als kaufen. Von den Fehlerquellen und dem Aufwand mal 
ganz zu schweigen.

MFG
Falk

Autor: Gast (Gast)
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@ Jochen

Die Trenz Teile habe ich auch schon entdeckt, die Preise finde ich aber 
ziemlich abschreckend.


>WEIT über 100 sicher nicht.

"weit" ist relativ. Für mich sind 100 Euro eine schöne Stange Geld!

>Sowas gibt es fertig.

Ein paar Informationen mehr würden mir viel mehr helfen.

>Ist am Ende teuer als kaufen.

Kann ich mir nicht vorstellen!

Grüße
Heinz

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Gast (Gast)

>"weit" ist relativ. Für mich sind 100 Euro eine schöne Stange Geld!

Sicher sind sie das. Aber wenn du glaubst, dass du was solides für 
weniger selber machen kannst dann ist das ei Irrtum. Und mit dem blanken 
FPGA für 15 Euro ist es nicht getan!

>Ein paar Informationen mehr würden mir viel mehr helfen.

Suchet, so werdet Ihr finden, Klopfet und euch wird aufgetan.

http://www.mikrocontroller.net/articles/Programmie...
http://www.mikrocontroller.net/articles/FPGA#Entwi...

>>Ist am Ende teuer als kaufen.

>Kann ich mir nicht vorstellen!

Tja, dachte ich auch, bis ich es ausprobiert habe.

FPGA Board selber layoutet, 0 Euro
Platine bei PCB-Pool machen lassen, weil 0,5mm Pitch selber ätzen ist 
grenzwertig, 50 Euro (OHNE Lötstoplack)
FPGA 15 Euro
KonfiguationsFLASH, ist nich zwingend aber sehr nützlich, 20 Euro
Versand + Zoll (damals anno 2001 aus Amerika), 20 Euro
Kleinkram bei Reichelt + Versand 20 Euro

Nun rechne mal. Und da war KEIN Taster, KEIN RAM, Kein GAR nix dabei, 
nur das FPGA auf eine soliden Platine + Stiftleisten + Stromversorgung.

MFG
Falk

Autor: Jochen (Gast)
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Hallo,

>>Ist am Ende teuer als kaufen.
>Kann ich mir nicht vorstellen!

Ganz unrecht hat Falk da nicht. Allein mit den Bauteilen bist Du schon 
bei 50 Euro. Eine Platine brauchst Du auch noch, da würd ich aufgrund 
der SMD-Bauteile und vor allem aufgrund der hohen Frequenzen schon eine 
ordentliche layouten (mit Lötstopplack). Kostet auch noch mal mindestens 
50 Euro. Und ob das Board gleich auf Anhieb läuft, ist fraglich, denn 
hier gehts ja um einige MHz...

Aber es gibt ohne Zweifel einen enormen Lerneffekt, d.h. Du weisst 
hinterher, wie man ein FPGA-Board selbst aufbaut, was durchaus von 
Nutzen ist, wenn man öfters mit diesen Bausteinen arbeiten will.

Ich bin da auch immer hin- und hergerissen, ob ich das jetzt mal selber 
mache oder ob ich auf Basis eines fertigen Moduls arbeite.

Preislich hast Du sicher keinen Vorteil beim Selbstbau, Du musst Dir 
halt dir Frage stellen, wie dringend Dein eigentliches Projekt ist, denn 
so auf die Schnelle wirds natürlich nicht gehen. Bei mir hat leider 
immer der Projekttermin- und kostenplan dafür gesorgt, dass ich auf 
fertige Lösungen zurückgreifen musste, denn würde ich das Board selbst 
bauen, dauerts länger und die Kosten steigen.

Aus technischer Neugier allerdings hätt ich es auch lieber selbst 
gebaut...

Gruss,
Jochen

Autor: Gast (Gast)
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Ja, schon klar, eine Platine selbst zu layouten und fertigen zu lassen 
ist nicht billig, das ist mir schon klar. Das war auch gar nicht meine 
Absicht! Viel mehr wollte ich das FPGA auf eine TQFP-144 Adapterplatine 
auflöten und diese dann auf eine Loch- oder Streifenraterplatine setzten 
zusammen mit dem Rest. Ein Konfigurations-Flash muss erst einmal auch 
nicht sein. Für die ersten Gehversuche kann man darauf auch verzichten. 
Und später wenn alles so läuft wie gewünscht, dann könnte man doch auch 
ein normales Flash + Mikrokontroller zum Proggen nehmen.

Grüße
Heinz

Autor: Falk Brunner (falk)
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@ Gast (Gast)

>auflöten und diese dann auf eine Loch- oder Streifenraterplatine setzten
>zusammen mit dem Rest. Ein Konfigurations-Flash muss erst einmal auch
>nicht sein. Für die ersten Gehversuche kann man darauf auch verzichten.

Das ist keine gute Idee.

>Und später wenn alles so läuft wie gewünscht,

Ja, WENN! Die FPGAs sind sauschnell, da wirst du dir mit deinem 
Klingeldraht auf dem Lochraster fix die Pest an den Hals holen. Siehe 
Wellenwiderstand.

MFG
Falk

Autor: Tippgeber (Gast)
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