Das Innenleben von Transistoren und Operationsverstärkern

Gast #6660697
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Jochen F. schrieb:
> Die 4 Noten könnten BACH darstellen - ein Kenner also in dem Team.

Das passt irgenwie nicht.

Nehmen wir an, die erste Note (1/8) sei tatsächlich ein "b", also eher 
ein "h", dem das "♭" verlorengegangen ist, dann ist die zweite Note 
(1/4) zwar tatsächlich ein "a", aber die nächste Viertelnote wäre dann 
schon das zweite "e" und die letzte Sechzehntelnote das zweite "c".
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#6669899
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Ich habe mal ein paar Prozessoren im PGA Gehäuse (z.B. 386er und 486er 
Prozessoren) auf dem Gasherd geöffnet:
Eine kreisrunde Aluscheibe auf den Rost gelegt und den Chip drauf. Damit 
lies sich der Chip problemlos so weit erhitzen, bis das Lot am Deckel 
flüssig wurde. Manchmal habe ich auch normales Lot zugegeben, um den 
Schmelzpunkt zu senken.
#6669948
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Carsten W. schrieb:
> Ich habe mal ein paar Prozessoren im PGA Gehäuse (z.B. 386er und
> 486er
> Prozessoren) auf dem Gasherd geöffnet:
> Eine kreisrunde Aluscheibe auf den Rost gelegt und den Chip drauf. Damit
> lies sich der Chip problemlos so weit erhitzen, bis das Lot am Deckel
> flüssig wurde. Manchmal habe ich auch normales Lot zugegeben, um den
> Schmelzpunkt zu senken.

Ein Ceranfeld würde wahrscheinlich ebenso funktionieren. Ich nutze dafür 
mittlerweile immer meinen Brennofen. Die Teile müssen natürlich klein 
genug dafür sein.

Ich habe einmal versucht bei einem vermeintlichen "Hartlot-Bauteil" 
normales Lot zuzugeben, hatte damit aber kein Glück. Auch mit zwei 
leistungsstarken Lötkolben konnte ich die Verbindung nicht aufschmelzen.
Beitrag #6670045 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6670748
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Carsten W. schrieb:
> Es macht ja Sinn, auf dem IC höher schmelzendes Lot zu verwenden. Nicht,
> dass das Package schon während des Lötens der Platine im Ofen aufgeht.
> Aber ich frage mich schon, wie die das bei dafür notwendigen hohen
> Temperaturen verschließen können, ohne dass das Silizium zu sehr leidet.

Das stimmt natürlich. Wenn nach dem Löten der Platine der Deckel fehlt 
ist das doof. :)

Ich könnte mir vorstellen, dass ein ordentlich beheizter Stempel von 
oben aufgepresst ein schnelles Hartlöten ermöglicht ohne dass der Chip 
sehr viel davon mitbekommt.
Ist aber nur eine Vermutung...
#6675918
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Ich glaube ich habe es hier schon mal irgendwo erwähnt:
Mein Brennofen hat beim Decapping von Epoxid-Packages eine hohe 
Erfolgsquote, hin und wieder zerstöre ich aber noch Bauteile. Die 
heißen, hochkonzentrierten Säuren sind mit zu gefährlich, aber mit einem 
nicht ganz so giftigen Lösungsmittel würde ich grundsätzlich schon 
arbeiten. Aus diesem Grund habe ich mit Dimethylsulfoxid (DMSO) 
experimentiert:

https://www.richis-lab.de/Howto_Decap_DMSO.htm

Spoiler: Das ist keine Erfolgsgeschichte.
#6694606
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Hatte ich die Analyse der digitalen Armbanduhr Ruhla Kaliber 15-02 hier 
gar nicht gepostet? Zumindest finde ich sie gerade nicht.

Um etwas klarer zu machen, wie der IC in die Platine integriert ist, 
konnte ich jetzt noch ein Bild aus einer Werbebroschüre eines 
Drahtbonders ergänzen. Dort sieht man zufällig eine dieser Uhren vor dem 
Verschließen des Hohlraums.

https://www.richis-lab.de/clock01.htm
#6694657
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Richard K. schrieb:
> Hatte ich die Analyse der digitalen Armbanduhr Ruhla Kaliber 15-02
> hier
> gar nicht gepostet? Zumindest finde ich sie gerade nicht.
>
> Um etwas klarer zu machen, wie der IC in die Platine integriert ist,
> konnte ich jetzt noch ein Bild aus einer Werbebroschüre eines
> Drahtbonders ergänzen. Dort sieht man zufällig eine dieser Uhren vor dem
> Verschließen des Hohlraums.
>
> https://www.richis-lab.de/clock01.htm

Und ich muss mich gleich korrigieren: Hier ist der Chip noch auf der 
Platine. Das ist ein etwas älterer Entwicklungsstand. Auf dem nicht 
optimalen Bild hat das etwas getäuscht.
Persönliche Seite #6714239
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Richard K. schrieb:
> Ich muss zugeben, dass ich die Details der Testfunktion nicht kenne.

Nach den vorliegenden Informationen würde ich davon ausgehen, dass diese 
Testschaltung zwischen analogem Teilnehmersatz im Amt (SLIC) und Leitung 
zum Teilnehmer geschaltet ist. Im Normalfalle ist diese Verbindung 
durchgeschaltet, im Fehlerfalle ist es aber möglich diese Verbindung 
aufzutrennen und von EINER gemeinsamen Prüfeinrichtung aus, entweder in 
Richtung Amt, oder in Richtung Teilnehmer zu prüfen. Zur Zeit der alten 
Klappertechnik, gab es im Amt einen Prüfschrank, der im Fehlerfalle, 
mittels Schaltschnur manuell in eine Teilnehmerleitung eingeschliffen 
werden konnte um diese Prüfungen auszuführen. In neuerer Technik 
(Siemens EWSD) haben diese Funktion Relais übernommen, womit es sogar 
möglich war automatisch und routinemäßig die Sätze zu prüfen und Fehler 
festzustellen, bevor der Kunde es merkt.
Hier sollte offensichtlich das Ganze elektronisch stattfinden. Wobei man 
auch berücksichtigen muss, dass diese Technik dann potentiell Einiges an 
Überspannung auszuhalten hat, was so über die Leitung reinkommt, wenn 
mal wieder Gewitter ist, oder der Bagger ein Strom- und Telefonkabel 
gleichzeitig greift..
Persönliche Seite #6714829
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Soul E. schrieb:
> Der eine Port geht zur Vermittlung, der andere dient, äh, zur
> Sicherstellung der Servicequalität.

Wobei diese (...) Behörden und Organisationen zur "Sicherstellung der 
Servicequalität" schon zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auf diese 
physikalischen Testeinrichtungen angewiesen waren. Zu diesem Zwecke gab 
es in den Vermittlungsstellen Hardware für 3er-Konferenzen, die 
softwaretechnisch auch dafür genutzt werden können, ähnlich wie heute 
;-)
#6736603
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Weiss nicht, ob es schon einmal gepostet wurde. Bin gerade zufällig 
darauf gekommon.

Hier ist ein Paper, welches die Lichtemission im Avalanche-Breakdown 
erklärt, die Du unter dem Mikroskop beobachtest.

https://journals.aps.org/pr/abstract/10.1103/PhysRev.102.369

Zwei der Figures im Anhang. Interessantes Spektrum. Ich hätte erwartet, 
dass es beim direkten Übergang (3.4 eV) noch Features gibt, aber evtl. 
werden die Photonen re-absorbiert.
Angehängte Dateien:
#6778792
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Abdul K. schrieb:
> Hatte Coolaudio überhaupt jemals eigene Chips?
> Da gibt's doch diese amerikanische Firma, die auch nur umlabelt, wie man
> leicht an den Datenblättern herausfindet.

Es klingt so als ob unter Coolaudio einige Leute und Patente 
zusammengesammelt wurden, mit denen zumindest teilweise alte Chips 
wiederbelebt wurden. Es kann natürlich gut sein, dass da auch gleich 
alte Designs komplett übernommen wurden.
#6778808
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Hm, die Möglichkeit hatte ich bisher noch nicht in Betracht gezogen. Da 
werde ich den Text diesbezüglich wohl noch etwas 
überarbeiten/relativieren müssen.

Glaubt man, dass Coolaudio Know-How, Rechte und Experten zusammengekauft 
hat, so klingt es nicht sehr wahrscheinlich, dass sie chinesische Chips 
umlabeln lassen. Sicher ist allerdings nichts. Es kann auch sein, dass 
die BBDs eine Ausnahme sind und zugekauft werden. Man müsste direkt von 
Coolaudio ein paar Chips einkaufen...
Beitrag #6782526 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6788366
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Den Wunsch verstehe ich durchaus.
Für diese Modellbahndecoder gibt es öffentlich keine Datenblätter soweit 
ich weiß. Zum aktuellsten Modell findet man nur einen kurzen Abriss auf 
der Seite von Doehler und Haass.
Mit externen Links bin ich lieber sparsam, die wollen gepflegt werden.
#6805774
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Wir hatten uns über den Coolaudio V3205 unterhalten, in dem sich ein 
Shanghai Belling BL3205 befand:

https://www.richis-lab.de/bbd01.htm

Die Frage war, ob das tatsächlich eine Fälschung ist oder ob Coolaudio 
vielleicht seine BBDs von Shanghai Belling fertigen lässt.
Ich habe einen originaler erscheinenden V3205 analysiert und mit dem 
Hintergrund scheint mir der obige V3205 doch eher eine Fälschung zu 
sein:

https://www.richis-lab.de/bbd03.htm

Hier ist die Beschriftung sauberer und es findet sich darin kein BL3205. 
Leider befindet sich auf dem Die kein Hinweis auf Coolaudio. Dennoch 
würde ich sagen, dass das ein originaler V3205 ist.
Gast #6827068
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Das kleine "m" vor dem Datecode steht für Philips Semiconductors 
Philippines Inc., Cabuyao, Philippines. "PH" steht ja drunter, teilweise 
waren die Dinger auch mit "PHILIPS" bedruckt.

Mullard ist die britische Handelsmarke von Philips, insofern ist es 
plausibel, dass die Teile dort unter diesem Namen verkauft wurden.
Angehängte Dateien:
#6827128
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Das "m" steht für "Philips Semiconductors Philippines Inc., Cabuyao, 
Philippines"? Na das ist ja naheliegend! :)

Wobei Mullard ursprünglich nicht nur ein Handelsname war, dort fand auch 
nach der kompletten Übernahme durch Philips noch Entwicklung statt.
Jetzt wäre interessant, ob der 438BGY ursprünglich von Mullard stammt 
oder ob ich nur zufällig ausschließlich Mullard-Werbung gefunden habe.

Edit: Ich habe oben 437BGY geschrieben. Es handelt sich aber um den 
438BGY!
#6832604
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So ist es. Die Integration vieler Funktionen ist verhältnismäßig günstig 
geworden. Damit sich Produkte von der Konkurrenz noch absetzen können, 
packt man dann gerne alles Mögliche in einen Chip. Beim Anwender kommt 
das oft gut an, weil er weniger Bauteile braucht um komplexe Funktionen 
darstellen zu können.
#6843149
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Richard K. schrieb:
> https://www.richis-lab.de/li01.htm

Richard K. schrieb:
> https://www.richis-lab.de/li02.htm

Diese beiden Chips stammen übrigens ursprünglich nicht von Texas 
Instruments, sondern von der Firma Benchmarq Microelectronics, die dann 
von Unitrode übernommen wurde, die dann von Texas Instruments übernommen 
wurde.
Von Benchmarq Microelectronics stammt das BQ im Namen, das ursprünglich 
klein geschrieben war.
#6889717
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Richard K. schrieb:
> Hier hätten wir einen speziellen, von Fluke entwickelten
> Vierfach-Analogschalter, den 700013. Der Baustein findet sich zum
> Beispiel im 8842A:
>
> https://www.richis-lab.de/aswitch01.htm


Ich habe noch einmal zwei 700013 bekommen. Es handelt sich um eine 
ältere Revision und beide zeigen interessante Defekte:

https://www.richis-lab.de/aswitch03.htm
#6890593
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Bekannt ist nicht viel, was diesbezüglich weiter helfen würde.
Der Chip wurde anscheinend nicht speziell gefoltert. Die 700013 
Analogschalter sind aber dafür bekannt auszufallen.

In der Schaltung des Fluke 8842A habe ich keine Schwachstelle gefunden. 
Das muss natürlich nichts heißen. Sollte Fluke etwas übersehen haben, 
dann ist es nicht so wahrscheinlich, dass ich es auf den ersten Blick 
gleich finde.

Nachdem es sich um einen sehr speziellen analogen IC handelt, würde ich 
vermuten, dass sich in der Schaltung oder im Aufbau des Chips eine 
Schwachstelle verbirgt. Entweder hat die Ansteuerung eine Schwachstelle, 
die zu einer Art "inneren Latchup" *) führt und dann alles in den 
thermischen Tod reißt oder der Herstellungsprozess machte Probleme und 
Verunreinigungen oder grenzwertwertig ausgelegte Strukturen führen auf 
die Dauer zu Ausfällen.


*) Dass es sich um einen "klassischen Latchup" handelt, der durch eine 
Überspannung an einem Pin ausgelöst wurde, glaube ich weniger. Da würde 
ich eine größere, örtlich begrenzte Zerstörung im Außenbereich erwarten 
und nicht diese großflächige Verfärbung. Wenn dann müsste der 
Kurzschluss innerhalb der Ansteuerung auftreten, damit der Fehlerstrom 
nicht zu hoch wird und lange genug wirken kann.
Gast #6890666
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Richard K. schrieb:

> ältere Revision und beide zeigen interessante Defekte:

Hat da die Passivierung aufgegeben?

Ein Chip mit bekannten Korrosionsschäden wäre vielleicht auch mal ein 
interessantes Studienobjekt. National MM74Cxx aus den '70ern oder CD4xxx 
ohne "B" am Ende. Die waren nicht passiviert.
#6890810
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Das könnte natürlich sein. Ich würde aber auch dann vermuten, dass das 
nur der initiale Defekt war.

Den einzigen Kontakt, den ich bisher mit Korrosion hatte war der LM306, 
der ein halbe Jahr nach dem Öffnen die Pocken bekommen hat:
https://www.richis-lab.de/Opamp09.htm
Der hat damals noch funktioniert. Die Entwicklung werde ich beobachten.

Ich müsste mal mein Lager durchsuchen, ob ich da noch weitere auffällige 
Bauteile finde.
#6909747
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So, die vorerst letzten integrierten Schaltkreise aus der Rubrik 
DDR-Vermittlungstechnik:

https://www.richis-lab.de/phone14.htm

Die letzten beiden Schaltkreise sind als U1500DC007 und U1500FC008 
bezeichnet, auf dem Die findet sich aber die Bezeichnung U1503.
Der U1503 ist anscheinend eine Schaltkreis zur Übertragung von Daten 
über Lichtwellenleiter. Zu den Bezeichnungen U1500DC007 und U1500FC008 
finden sich keinerlei Informationen.
#6938232
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Clemens L. schrieb:
> Richard K. schrieb:
>> https://www.richis-lab.de/aswitch05.htm
>> Ein Datenblatt findet sich nur für den CD74HCT4067 von Texas Instruments
>
> Die Halbleitersparte von RCA wurde an Harris und dann an TI verkauft.

Richtig, das sollte ich noch klarer einbauen.
Trotzdem will ich nicht einfach davon ausgehen, dass das TI-Datenblatt 
den RCA-Baustein 1:1 beschreibt. Das ist wahrscheinlich, aber nicht 
sicher.
Gast #6938292
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Richard K. schrieb:
> Clemens L. schrieb:
>> Richard K. schrieb:
>>> https://www.richis-lab.de/aswitch05.htm
>>> Ein Datenblatt findet sich nur für den CD74HCT4067 von Texas Instruments
>>
>> Die Halbleitersparte von RCA wurde an Harris und dann an TI verkauft.
>
> Richtig, das sollte ich noch klarer einbauen.
> Trotzdem will ich nicht einfach davon ausgehen, dass das TI-Datenblatt
> den RCA-Baustein 1:1 beschreibt. Das ist wahrscheinlich, aber nicht
> sicher.

CD74HCT4067
1989 Harris RCA High-Speed CMOS Logic ICs

same
---
+ Intersil, GE
Angehängte Dateien:
#6981512
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Dafür kann ich noch eine Erklärung für die dubiosen Kondensatoren 
nachliefern: Die Kondensatoren reduzieren die Charge Injection.

Schaltet man die beiden Transistoren im Lastpfad, so verschiebt man beim 
Aufladen der Gate-Elektroden Ladungen im Lastpfad. Das kann empfindliche 
Schaltungen stören.
Hilfreich ist, dass der NMOS und der PMOS invers angesteuert werden. So 
können sich die Ströme beim Schalten ausgleichen. Das funktioniert aber 
nur, wenn die Kapazitäten zwischen den Gate-Elektroden und dem Lastpfad 
gleich sind. Da der NMOS sehr viel kleiner ist, braucht er eine 
Zusatzkapazität, die man hier ergänzt hat.

Auf meiner Seite habe ich das natürlich auch ergänzt.
#6993690
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Vielleicht kennt sich hier jemand besser damit aus, mein Wissen in 
diesem Bereich ist sehr begrenzt.

Ein MRT arbeitet mit der Resonanz von Wasserstoffatomen. In lebendem 
Gewebe haben wir davon sehr viel, in so einem Chip dürfte der Anteil 
verschwindend sein. Außerdem ist die Auflösung zu niedrig.
Das dürfte also nicht funktionieren.

Ein CT könnte funktionieren. Das arbeitet mit Röntgenstrahlung. Wenn die 
Metalllagen dünn genug sind, ist es möglich darunter liegende Strukturen 
sichtbar zu machen. Die Auflösung muss natürlich hoch genug sein, aber 
da sind die Röntgengeräte mittlerweile sehr gut.
#7057349
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Bernd schrieb:
> Richard K. schrieb:
>> Ein CT könnte funktionieren. Das arbeitet mit Röntgenstrahlung.
>
> Das geht wohl:
> 
https://www.golem.de/news/computertomographie-ein-blick-in-den-chip-2205-165012.html
>
> Nur mit dem Synchrontron für den Heimgebrauch wird es schwierig ;-)

Schön!
Mit der spektral sauberen und hochenergetischen Strahlung eines 
Synchrotrons und ordentlich Rechenpower ist natürlich sehr viel mehr 
drin.
Faszinierend ist auch, dass die Auflösung (bis 2nm) nur von der 
investierten Zeit abhängt.
Gast #7143617
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Evtl. wurde der IC für mehrere Produkte genutzt, z.B. indem Features 
beim Testen gefused werden, oder in unterschiedlichen Packages? Ist 
eigentlich nicht unüblich einen die in mehreren Produkten zu verwenden-
#7183414
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Zuerst nochmal ein Nachtrag zu dem Quarz im u-blox SARA LTE-Modem. Das 
eigenartige Bauteil auf der Unterseite ist ein NTC zur 
Temperaturmessung!
Die Qualcomm-Spezifikation "GPS Quality, 19.2 MHz, Crystal, and TH+Xtal" 
hat mich darauf gebracht:

https://www.richis-lab.de/modem01.htm#GPS-OSC


Ich habe jetzt einen Bereich erstellt für Quarze, Resonatoren und 
Oszillatoren:

https://www.richis-lab.de/osc.htm


Neuzugang ist der MCO1610a von der Tele Quarz Group, gespendet von Jörg 
R. (solar77):

https://www.richis-lab.de/osc_02.htm
#7228855
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Das freut mich. :)

Es gibt verschiedene Möglichkeiten auf dem Laufenden zu bleiben:
- Hier die entsprechenden Threads mitlesen (bei Bedarf 
themen-spezifisch),
- Mindestens einmal im Monat auf meine Seite schauen,
- Patreon-Unterstützer werden und eine E-Mail für jede Aktualisierung 
bekommen. :)
(Firma: مهندس) #7263687
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Richard K. schrieb:
> https://www.richis-lab.de/osc_03.htm
> Der Aufbau ist etwas abenteuerlich...

Abenteuerlich, auch rustikal könnte man sagen. Handgelötet. 'Die kochen 
auch nur mit Wasser'.

Erinnert mich an eine Platine, die aus mechanischen Gründen so eng 
bestückt war, daß beim maschinellen Löten nur etwa 30% ohne Nacharbeit 
funktionierten. Wir ließen dann 50 Muster in Hongkong bestücken. Die 
Verwunderung war groß: sie waren handbestückt. Noch größer war das 
Erstaunen beim Funktionstest. Mehr als 95% funktionierten auf Anhieb!
#7263809
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Mich hat die Qualität vor allem deswegen überrascht, weil es sich hier 
ja letztlich um einen hochpräzisen Taktgeber handelt.

Immerhin schaut bei derartigen Baugruppen noch ein Mensch auf jede 
Lötstelle. Das hilft vielleicht manche Fehler auch gleich zu finden.

Ich habe übrigens einen Hinweis erhalten, dass in den ganz alten 
Datenblättern für die TL06x-Familie keine minimale Versorgungsspannung 
angegeben war. Anscheinend sind die +/-5V sehr konservativ.
#7265490
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Clemens L. schrieb:
> Richard K. schrieb:
>> Anscheinend sind die +/-5V sehr konservativ.
>
> Auf die typischen Werte kann man sich nicht verlassen, aber die Grenze
> ist wohl bei ±2 V.

Naja, die +/-5V sind immerhin "Recommended Operating Conditions", nicht 
nur der typische Wert.
Und oft ist es besser Datenblattwerte, die nach "absolute maximum 
ratings" aussehen, nicht ganz auszureizen.


Ich habe übrigens erfahren, dass die Befestigung des Quarzkristalls 
üblicherweise mit leitfähigen Epoxidkleber erfolgt. Das erklärt auch 
warum ich es bei den anderen Oszillatoren nie geschafft habe den 
Quarzkristall mit dem Lötkolben weg zu bekommen.
Gast #7302897
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Richard K. schrieb:

Ich habe nochmal einen 3"-Wafer aus dem VEB Mikroelektronik „Karl Marx“. Darauf sind ein paar U840, CMOS-Varianten des U88xx, der dem Z8 entspricht:

https://www.richis-lab.de/wafer06.htm

Die Aussage "Der weit verbreitete Mikroprozessor Z80 wurde unter der Bezeichnung Z8 auch als Mikrocontroller..." passt nicht so ganz. Z80 und Z8 stammen zwar vom gleichen Hersteller, sind aber komplett unterschiedliche Architekturen. Der Intel 8051 ist ja auch nicht die Microlontroller-Version des 8085. D.h. da würde ich nicht auf Verwandschaft verweisen, sondern auf Herkunft.

#7331410
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Ich habe auch noch ein kleineres Update zum U840:

https://www.richis-lab.de/wafer06.htm

  • Es handelt sich definitiv um eine eigenständige Entwicklung ohne Vorbild.

  • Auch wenn der U840 als "kundenspezifischen Spezialprozessor" bezeichnet wurde, ist er meines Erachtens nichtsdestotrotz ein recht universell einsetzbarer Mikrocontroller. Der geplante Einsatz war in speicherprogrammierten Steuerungen der Nachrichtentechnik.

  • Der U840 wurde zuerst auf 3"-, dann auf 4"-Wafer gefertigt. Das ist bei den großen Dies natürlich sinnvoll.

  • Interessant ist die Größe des Dies: Zwei Dokumente geben eine Kantenlänge von 6,5mm an. Ich messe aber 7,5mm und bin mir da ziemlich sicher. 0,1-0,2mm kann man von mir aus den Messfehlern und der Interpretation der Frässtraßen zuschreiben, aber auf 6,5mm komme ich niemals. Vielleicht hat man den Baustein auf diesen 3"-Wafern zuerst noch größer dargestellt und dann erst später auf die Ziel-Strukturgröße gewechselt.

#7333254
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Richard K. schrieb:

Ich habe ein neues Werkzeug:

https://www.richis-lab.de/Howto_Decap_Metall.htm#Update

Sehr praktisch! :)

Ich habe doch geschrieben, dass man mit der Zange nur kleine Metallgehäuse öffnen kann. Haha, man kann die zwei Metallrollen aus der Zange schrauben und in die unteren, weiter auseinander liegenden Löcher schrauben, schon gehen auch TO3 Packages. :)

Ich habe außerdem ergänzt, dass man bei dem Trocknungsmittel in alten Transistoren etwas vorsichtig sein sollte. Dort wurde früher anscheinend auch ab und zu Bariumoxid verwendet und das ist giftig.

#7420424
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Hallo Christoph!

Respekt, ich hätte nicht gedacht, dass jemand von meinen Bildern auf das Controller-Modell schließen kann. Wie du schreibst würde die Hardware passen. Im Datenblatt werden sogar IR-Thermometer erwähnt. Einen stichfesten Beweis hast du aber auch nicht dafür, oder?

Grüße,

Richard

#7420447
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Hallo Richard,

leider weiss ich auch nicht mehr. Da mir bekannt war, dass es für jede noch so profane Consumerelektronikanwendung ICs gibt (sogar Toaster-Controller habe ich schon gesehen), habe ich einfach mal kurz gegoogelt. "touchless thermometer controller" oder so ähnlich. :-) Leider ist die Herstellerseite bei mir an der Arbeit gesperrt wegen Phishinggefahr, naja...

Grüße, Christoph

#7516346
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Schön zu hören! :)

Einen Maßstab könnte ich noch ergänzen. Das würde sicherlich ein besseres Gefühl für die Größenverhältnisse vermitteln. Ein Nachteil wäre aber, dass so ein Maßstab den Bildeindruck etwas stört, vor allem wenn er bei A4 noch lesbar sein soll. Ich denke mal drüber nach.

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