Das Innenleben von Transistoren und Operationsverstärkern

Admin Persönliche Seite #6276985
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Wie sieht es im Inneren von Transistoren und Operationsverstärkern aus? Wer wie bei den meisten Digital-ICs nur einen rechteckigen Chip und ein paar Bonddrähte erwartet, der wird überrascht sein was sich gerade in älteren Halbleiterbauteilen finden lässt.

Richard Kaußler hat auf seiner Webseite hochauflösende Bilder von Leistungs-Transistoren und -Operationsverstärkern veröffentlicht, die einen interessanten Einblick in das Innenleben dieser Halbleiter geben. Darunter auch schon einige Aufnahmen, die von anderen Forumsteilnehmern zugesandte "Wunschbauteile" zeigen. Auch sehenswert sind Bilder in denen Transistoren zum Leuchten gebracht werden, und Vergleiche von echten und gefälschten Transistoren.

Foto: Richard Kaußler

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Kommentare

#6277248
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Hallo Richard,

die DSE-FAQ in der Version vom 24.5.2020 schreibt folgendes:
[...
Alte 2N3055 hielten mehr aus als Neuere ab 1970. Gab es damals auch 
schon Fälschungen ? Quasi, es gab 2N3055 in einem anderen, billigeren 
Verfahren, epitaxial statt Mesa (hometaxial), sogar vom 
Originalhersteller (RCA). Als das auffiel, stempelte man die guten als 
2N3055H. Motorola(OnSemi) stempelte aber einfach auch die epitaxialen 
2N3055H, die guten hiessen 2N3055A bei denen. Auch BD130 und KD503 sind 
epitaxial, aber wenigstens nicht gefälscht, oder BD249/TIP3055 (aber nur 
bis 150 statt 200 GradC wegen Plastikgehäuse).
...]

Kann man diese Verfahrensänderung auch anhand Deiner hochauflösenden 
Bilder sehen?

Vielen Dank nochmal für Deine aufgebohrten und kommentierten Bilder, 
insbesondere die der Spannungsreferenzen!

Gruß
Peter
#6277269
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Hallo Peter,

es freut mich, dass meine Beschreibungen interessierte Leser findet.

Also MESA-Transistoren kann ich identifizieren. Die typische 
Treppenstruktur hatte ich in letzter Zeit zweimal vor der Linse:
https://richis-lab.de/Bipolar02.htm
https://richis-lab.de/Opamp04.htm

Diese berühmte H-Variante des 2N3055 habe ich mittlerweile auch 
rumliegen, wie es darin aussieht werden wir also mittelfristig sehen. Im 
selben Paket waren auch noch andere alte 2N3055, die habe ich aber noch 
nicht inventarisiert.

Das epitaxial allerdings grundsätzlich schlechter ist als MESA würde ich 
jetzt nicht so einfach unterschreiben. Vielleicht war die Herstellung 
damals noch etwas problematisch.

Grüße,

Richard
Gast #6279333
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Eine sehr schöne und informative Seite (auf der man "schnell" mal einige 
Stunden verbringen kann).

Eine Frage an den Autor Richard: Hast du das Decapping von 
Epoxidgehäusen schon mal mit einem Heißluftgebläse getestet (eventuell 
in einem Rohr - das würde auch die Probleme der Rauchgasabblasung 
lösen)?
#6279361
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Interessent schrieb:
> Eine sehr schöne und informative Seite (auf der man "schnell" mal einige
> Stunden verbringen kann).
>
> Eine Frage an den Autor Richard: Hast du das Decapping von
> Epoxidgehäusen schon mal mit einem Heißluftgebläse getestet (eventuell
> in einem Rohr - das würde auch die Probleme der Rauchgasabblasung
> lösen)?


Das freut mich. :)

Ich habe schon Tests mit einem (billigen) Heißluftgebläse durchgeführt, 
da reicht die Temperatur allerdings nicht ganz. Meinen Brennofen stelle 
ich meist auf 400°C ein, die Packages sehen am Rand aber vermutlich 
höhere Temperaturen. Außerdem erfolgt das Aufheizen im Ofen sehr 
gleichmäßig, was sicherstellt, dass das Epoxid durch und durch zerfällt.
Beitrag #6279793 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6279821
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Hallo Neidhammel,

Grafickdesigner schrieb im Beitrag #6279793:
> Oh wie toll. Wenn man keine Inhalte zu präsentieren hat, füllt man den
> Raum mit bunten Bildern. Wir lieben alle mikrocontroller.net für die
> stetig wachsende Qualität.

Richard ermöglicht uns mit seinen Fotos den Blick durch das 
Schlüsselloch in Welten, die uns ansonsten verschlossen blieben.
Nun bleibt es aber nicht bei den Fotos - er versucht Schaltungen 
nachzuvollziehen und kommentiert und coloriert.

In meinen Augen ist das eine tolle Leistung.
Ich könnte das weder sogut photographieren noch kommentieren, selbst 
wenn ich wollte.

Ich denke, dass Richard zu denjenigen gehört, denen man Respekt bezeugen 
muss - denn offensichtlich bewegen ihn Neugier und Entdeckerfreude.

Das sind für mich als Fachfremden wichtige Zutaten, wenn man ein guter 
Ingenieur, bzw. Entwickler werden will!!!
Gast #6279825
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Grafickdesigner schrieb im Beitrag #6279793:
> Oh wie toll. Wenn man keine Inhalte zu präsentieren hat, füllt man den
> Raum mit bunten Bildern. Wir lieben alle mikrocontroller.net für die
> stetig wachsende Qualität.

Oh, das tut mir leid, dass Deine Wahrnehmungsverzerrung es Dir nicht
ermöglicht, die dargebotenen Inhalte zu erkennen.
Es gibt hier Dutzende, die sich an den "bunten Bildern" erfreuen.

Hast Du auch Halbleiter, die Du gerne mal von innen sehen möchtest?
Gast #6279838
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Peter M. schrieb:
> Quasi, es gab 2N3055 in einem anderen, billigeren
> Verfahren, epitaxial statt Mesa (hometaxial), sogar vom
> Originalhersteller (RCA).

Richard hat 2N3055 und 2N3055H von RCA und 2N3055I Motorola vorliegen, 
deren seriöse Herkunft ich garantieren kann. Einen Texas TIP3055 hat er 
auch - jetzt warten wir einfach mal, wann er genug Zeit aufbringt, die 
zu bearbeiten und vergleichend darzustellen. Ich bin auch gespannt, 
welche Unterschiede da zu sehen sind.

Peter M. schrieb:
> Auch BD130 und KD503 sind epitaxial, aber wenigstens nicht gefälscht,

BD130 irritiert mich, das war doch der 3055 von Siemens, habe ich leider 
nicht im Bestand. Irgendwann tauchten dann 2N3055 von Siemens auf, ich 
darf vermuten, dass das einfach nur ein anderer Stempel war.

Vielleicht interessiert Dich auch das:
https://ia800708.us.archive.org/15/items/RcaPowerTransistorApplicationsManual/RcaPowerTransistorApplicationsManual.pdf
#6279841
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Grafickdesigner schrieb im Beitrag #6279793:
> Oh wie toll. Wenn man keine Inhalte zu präsentieren hat, füllt man den
> Raum mit bunten Bildern. Wir lieben alle mikrocontroller.net für die
> stetig wachsende Qualität.

Oh wie toll! Wenn man selbst nichts auf die Reihe bekommt, dann macht 
man einfach die Beiträge von anderen madig.

Ich finde die "bunten Bilder" interessant. Wenn sie Dir zu technisch 
aussehen, dann sieh Dir einfach einen Hundehaufen aus der Nähe an; der 
passt vielleicht besser zu Dir und Deinen Ansprüchen.
Beitrag #6279851 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6279870
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Habe gerade nachgesehen - den BD 130 habe ich nicht in neu. Ob 
gebraucht, ist noch nicht im Excel erfaßt.
Generell habe ich etwa 7000 Transistoren in TO-3 hier, alles mind. 30 
Jahre alt und NOS. Bin für Nachfragen offen. Gemeinsam mit ICs und 
anderen Halbleitern komme ich auf etwa 500000 Stück, alle NOS. Alles in 
Excel erfaßt und durchsuchbar.
Ebenso bin ich gerade dabei, meine ausgelöteten ICs zu erfassen, bin bei 
gut 66000 Stück, davon auch einige im Metallgehäuse.
Fühlt sich jemand angesprochen?
#6279873
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Transistor 3 schrieb:
> Das wäre ne nette Wandinstallation:
>
> https://richis-lab.de/images/transistoren/02x08h.jpg

Vielleicht sollte ich mal einen Kalender zusammenklicken... :)


Jochen F. schrieb:
> Habe gerade nachgesehen - den BD 130 habe ich nicht in neu. Ob
> gebraucht, ist noch nicht im Excel erfaßt.
> Generell habe ich etwa 7000 Transistoren in TO-3 hier, alles mind. 30
> Jahre alt und NOS. Bin für Nachfragen offen. Gemeinsam mit ICs und
> anderen Halbleitern komme ich auf etwa 500000 Stück, alle NOS. Alles in
> Excel erfaßt und durchsuchbar.
> Ebenso bin ich gerade dabei, meine ausgelöteten ICs zu erfassen, bin bei
> gut 66000 Stück, davon auch einige im Metallgehäuse.
> Fühlt sich jemand angesprochen?

Das klingt verlockend und wird abgespeichert. Ich muss jetzt aber echt 
erst mal das Lager abarbeiten, bekomme sonst ein schlechtes Gewissen!
#6279895
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Hallo,
Manfred schrieb:
> Du bist ein Flegel...

Da stimme ich dir zu.

> ...und ich hoffe, dass die Moderation Deine Ausfälle löscht.

Warum? Er hat doch das Recht Richards Arbeit Sch..... zu finden.
Aber er hat nicht das Recht für seine Meinung Beachtung zu finden. 
Deshalb sollte man Menschen wie ihn einfach ignorieren, denn fehlende 
Rückmeldung ist die größte Strafe für solche Leute.

rhf
#6279924
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Ich bin nicht nur von der Qualität der Bilder restlos begeistert, 
sondern ebenso auch von der akribischen Schaltungsanalyse, die aus den 
Bildern ermöglicht wird.
Ich habe die ersten EPROMs gekauft auf Flohmärkten, und besonders darauf 
geachtet, daß sie ein möglichst planes Fenster hatten, damit ich mit dem 
Mikroskop besonders gut gucken konnte. Später kamen noch so der ine oder 
andere IC im Keramikgehäuse dazu, die kommte man gut auflöten, bis die 
ganze Sache dann für Beobachtung mit "normalen optischen Wellenlängen" 
viel zu filigran wurde. So etwa 486-er Prozessoren.
Aus diesem Grund bin ich immer gespannt wie ein Flitzebogen, was als 
nächstes aus der Kamera von Richard purzelt..... ;-)
Gast #6280013
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Hallo Richard,

könntest du eventuell was zu deiner "Foto" Ausrüstung sagen die so gute 
Bilder liefert? Das ist wirklich gute und informative Arbeit die du da 
gemacht hast. Macht Spass sich das anzusehen. Danke.

Gruß Thomas
#6280025
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Danke für das positive Feedback!

Ich habe zu meiner Arbeitsweise eine How-To-Seite erstellt:
https://richis-lab.de/Howto.htm
Die Beschreibung ist nicht mehr ganz aktuell, enthält aber das 
Wesentliche.

Im Kern handelt es sich um eine Spiegelreflexkamera, an der ich ein 
Objektiv in Retro-Stellung (verkehrt herum) montiert habe.
Die gedrehte Anwendung führt zu einem recht hohen Vergrößerungsfaktor, 
vor allem wenn man kleine Brennweiten benutzt.
Zwischen dem Objektiv und der Kamera befinden sich zusätzlich 
Distanzringe. Zum einen sind diese Ringe vorteilhaft, um in die Nähe der 
Naheinstellgrenze des Objektiv zu kommen (jetzt zwischen Objektiv und 
Sensor). Auf diese Naheinstellgrenze ist das Objektiv noch optimiert, 
was zu besserer Bildqualität führt. Außerdem erhöhen die Distanzringe 
den Vergrößerungsfaktor weiter.
Der Vergrößerungsfaktor ist aber nicht alles, die Abbildungsqualität 
muss stimmen. Da steckt viel Ausprobieren und Erfahrungen sammeln 
dahinter. Das eine Objektiv ist besser, das andere schlechter. Aus den 
Gesetzen der Optik heraus ist für ein hohes Auflösungsvermögen eine weit 
offene Blende notwendig.

Der große Trick ist dann noch das Licht. Es gibt sehr schlechte 
Lichtquellen (z.B. LED direkt) und es gibt bessere Lichtquellen (z.B. 
Gasentladung indirekt). Auch da ist viel Erfahrung dabei.
Die Kunst ist es diese Farbigkeit hinzubekommen. Dabei entstehen 
Resonanzen in den dünnen Schichten. Das geht eigentlich nur mit 
Auflicht-Mikroskopen. Ich kann den selben Effekt erzeugen, indem ich von 
hinten auf das Objekt leuchte. Dabei reflektiert das Objektiv 
anscheinend genug Licht im richtigen Winkel, so dass es wirkt als würde 
das Licht durch das Objektiv kommen. So kann ich bei 95% der ICs diese 
bunten Bilder erzeugen, die es erst ermöglichen die Schaltungen 
ordentlich zu analysieren.

Etwas Nachbearbeitung kommt natürlich auch dazu: Focus Stacking bei 
schrägen Bildern, HDR-Umwandlung für mehr Kontrast, Tonwertkorrektur zum 
Schluss,...
#6280188
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Grafickdesigner schrieb im Beitrag #6279851:
> Tommy schrieb:
>> Oh, das tut mir leid, dass Deine Wahrnehmungsverzerrung es Dir nicht
>> ermöglicht, die dargebotenen Inhalte zu erkennen.
>
> Ich erkenne sehr wohl, dass auf der Startseite von mikrocontroller.net
> die nichtvorhandenen Inhalte durch große, bunte Bilder ersetzt werden.
> Darauf bezog ich mich. Dass eine Antwort auf einen Aufmacherbullshittext
> dann einfach so in einem Forum landet statt als Kommentar zum
> Aufmacherbullshittext auf der Startseite, ist auch so ein Designfehler.
>
>> Es gibt hier Dutzende, die sich an den "bunten Bildern" erfreuen.
>
> Und dutzende dutzende, die darauf sch...
>
>> Hast Du auch Halbleiter, die Du gerne mal von innen sehen möchtest?
>
> Nein, und wenn ich es wollte, bräuchte ich dafür keinen Link zu
> Webseiten im 50er-Jahre-Stil.

Was will man auch von Jemanden für ein Niveau erwarten wenn er entweder 
Grafikdesigner nicht richtig schreiben kann oder seinen Schreibfehler 
bewusst lustig findet?

Da hat sich ein kleiner oberflächlicher Wichtigtuer einfach mal 
ausgelassen. Wen interessiert das Design der Website? Auf den Inhalt 
kommt es an.

Die Aufnahmen sind technisch interessant und es steckt einige Arbeit und 
Mühe in den ganzen Aufnahmen.
Aber das sehen so Leute halt nicht.
#6280235
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Richard K. schrieb:
> Der große Trick ist dann noch das Licht. Es gibt sehr schlechte
> Lichtquellen (z.B. LED direkt) und es gibt bessere Lichtquellen (z.B.
> Gasentladung indirekt). Auch da ist viel Erfahrung dabei.
> Die Kunst ist es diese Farbigkeit hinzubekommen. Dabei entstehen
> Resonanzen in den dünnen Schichten. Das geht eigentlich nur mit
> Auflicht-Mikroskopen. Ich kann den selben Effekt erzeugen, indem ich von
> hinten auf das Objekt leuchte. Dabei reflektiert das Objektiv
> anscheinend genug Licht im richtigen Winkel, so dass es wirkt als würde
> das Licht durch das Objektiv kommen. So kann ich bei 95% der ICs diese
> bunten Bilder erzeugen, die es erst ermöglichen die Schaltungen
> ordentlich zu analysieren.

Hast Du es schon mal mit einem Ringblitz probiert?
#6280272
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Ste N. schrieb:
> Hast Du es schon mal mit einem Ringblitz probiert?

Direktes Blitzlicht ist ganz schlecht. Man bekommt keine farbigen 
Flächen und oft überstrahlt die Metalllage mit einem starken "Glitzern".
Diffuses Blitzlicht kann man verwenden. Da nutze ich oft ganz primitiv 
ein Blatt Papier und stelle meine drei Systemblitze drum herum. Das 
eignet sich aber eher für Schrägbelichtungen und Übersichtsbilder, die 
nicht nur auf einen IC abzielen.
Insgesamt bin ich aber ein Freund meiner "flexiblen Schreibtischlampe" 
(OSRAM Dulux S) in Kombination mit Langzeitbelichtungen. Das gibt in 90% 
der Fälle das beste Bild.
#6280780
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Karl B. schrieb:
> Hi,
> Beitrag "2N3055 echt oder Fake?"
> ist das so ein Fake oder nicht?
> ciao
> gustav

Mit der Auflösung und dem Winkel lässt sich das nicht sagen.
So wie ich das mit den zwei alten Generationen verstanden habe würde ich 
aber keinen als Fake bezeichnen. Da wurde das Design überarbeitet und 
entsprechend änderten sich die Eigenschaften. Das mag für manche 
Anwendungen schlecht sein, würde ich aber nicht als Fake bezeichnen...

Grüße,

Richard
Gast #6280810
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Leg mal (strombegrenzt über einen Widerstand) eine hohe Spannung in 
Sperrichtung zwischen Basis und Emitter. Ein alter Mesa-Transistor lässt 
da locker 50 V stehen, moderne Epi-Typen verhalten sich wie 7 V - 
Zenerdioden.

Dafür ist der Innenwiderstand bei Epitaxialtransistoren geringer. Hat 
alles Vor- und Nachteile.
#6280845
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Karl B. (gustav)

>Hi,
>Beitrag "2N3055 echt oder Fake?"
>ist das so ein Fake oder nicht?
>ciao
>gustav

Also bißchen komisch sieht das schon aus. Man könnte meinen, die 
Bonddrähte sind gar keine Bonddrähte, sondern Lötdrähte, denn die Drähte 
sehen eher wie auf dem Chip aufgelötet aus.
Gast #6281162
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Jochen F. schrieb:
> Ich bin nicht nur von der Qualität der Bilder restlos begeistert,

Ich bin auch schwer von den Fotos begeistert. Das Thema intressiert mich 
auch deswegen, da ich im Labor öfter mal PCBs mit Fehlern aus 
Vorserien-Testgeräten fotografieren muss. Ich habe da aber nur ein 
normales 1:1 Makro und selbstgebasteltes Licht.

Freue mich schon auf morgen. Dann sehe ich mir in Ruhe die Howto-Seite 
aus Richi's Lab an. :-)
#6281495
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Gerhard O. schrieb:
> Was mich betrifft, mag ich diesen Halbleiter "P0rno"!
>
> Es ist eine Bereicherung für uns alle die an Technik Interesse haben.
>
> Vielen Dank, Richard! Lass Dich nicht ablenken;-)

Dem möchte ich mich vollumfänglich anschließen. ;)

Ich finde es auch sinnvoll, solchen Themen einen angemesenen Platz auf 
der Startseite zu widmen. Andreas und Richard, danke dafür!
Gast #6281693
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Soul E. schrieb:
> ... Ein alter Mesa-Transistor [...
> ... ], moderne Epi-Typen verhalten sich ...
>



eher Diffussions- vs. Epitaxialtransistor
und ggf. MESA vs. Planartechnik

aber auch daß bedarf einer weiteren Erleuterung.
Schließlich gibts auch epitaxial MESA ;)


Die Hs waren  Diffusionstransistoren.
 Das homogene Ausgangsmaterial wurde in einem Arbeitschritt (single 
diffused) beidseitig unterschiedlich stark im Diffussionsofen dotiert 
anschließnd die Basis freigeätzt und die Emitter-MESA blieb stehen.

`Epi-Typ' dort stellt das Grundmaterial den Kollektor und der weitere 
Aufbau entsteht durch Epitaxie, Kristallwachstum. können 
selbstvertändlich auch "MESA sein" MESA sagt da erstmal nichts ausser 
das ohne nähere Bezeichnung etwas durch ätzen freigestellt wurde und 
exponiert stehen bleibt.








> Dafür ist der Innenwiderstand bei Epitaxialtransistoren geringer. Hat
> alles Vor- und Nachteile.
Angehängte Dateien:
Gast #6281797
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@rich123:
Richtig cool, was du da machst. Ich hätte nicht gedacht, dass man mit 
"relativ einfachen" Mitteln solche Bilder hinbekommt. Es hat auch etwas 
künstlicherisches. Die Bilder könnte man sich gut an die Wand hängen. 
Auch deine Analysen finde ich Klasse. Mir macht das Lust, dass mal mit 
der Kamera meiner Frau auszuprobieren.

Nur ein kleiner Hinweis, nicht böse gemeint:
Lass das Apostroph auf deiner Seite weg. Es ist zwar nach der aktuellen 
Rechtschreibung verwendbar, aber die Extremisten bezeichnen das als 
"Deppenapostroph". Schöner wäre also "Richis Lab". :)
https://de.wikipedia.org/wiki/Apostroph#Diskussion_%C3%BCber_fehlerhafte_Verwendung
Gast #6281864
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Martin schrieb:

> Lass das Apostroph auf deiner Seite weg. Es ist zwar nach der aktuellen
> Rechtschreibung verwendbar, aber die Extremisten bezeichnen das als
> "Deppenapostroph". Schöner wäre also "Richis Lab". :)

Nein! Gerade weil sich eine Horde nackter Klugscheisser echauffiert über 
den Apostroph sollte man es so oft wie möglich verwenden. Denn, wer sich 
schon über die Zeichen auf dem Ladensschild in Vandalenhafte Rage 
versetzt wie ein Opernkenner über 'ne falsch gestimmte Violine, den will 
man nicht im Laden haben!

Und wenn diese Rechtschreibdroiden nach eine Begründung verlangen, sag 
"Künstlerisches Stilmittel" - Ein Ladenschild ist schließlich ein 
Kunstwerk und kein juristischer Schriftsatz!

Des weiteren kann man auf den genialen Poeten Christian Morgenstern 
verweisen:
http://www.schwertschlager.de/deutsch/gedichte/interpunktion.htm
https://de.wikisource.org/wiki/Fisches_Nachtgesang
#6282048
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Marvin leidet schrieb:



> Nein! Gerade weil sich eine Horde nackter Klugscheisser echauffiert über
> den Apostroph sollte man es so oft wie möglich verwenden. Denn, wer sich
> schon über die Zeichen auf dem Ladensschild in Vandalenhafte Rage
> versetzt wie ein Opernkenner über 'ne falsch gestimmte Violine, den will
> man nicht im Laden haben!
>
Und auch ein Fugen-s lässt sich kunstvoll deplacieren.

> Und wenn diese Rechtschreibdroiden nach eine Begründung verlangen, sag
> "Künstlerisches Stilmittel" - Ein Ladenschild ist schließlich ein
> Kunstwerk und kein juristischer Schriftsatz!
>
Besondere Akzente kann man setzen, wenn man es nachfolgend wieder 
weglässt ...

Könnte es sein, dass Du Vandalen und Berserker vertauscht hast, um uns 
zu foppen?
#6303604
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### schrieb:
> eher Diffussions- vs. Epitaxialtransistor
> und ggf. MESA vs. Planartechnik
>
> aber auch daß bedarf einer weiteren Erleuterung.
> Schließlich gibts auch epitaxial MESA ;)
>
>
> Die Hs waren  Diffusionstransistoren.
>  Das homogene Ausgangsmaterial wurde in einem Arbeitschritt (single
> diffused) beidseitig unterschiedlich stark im Diffussionsofen dotiert
> anschließnd die Basis freigeätzt und die Emitter-MESA blieb stehen.
>
> `Epi-Typ' dort stellt das Grundmaterial den Kollektor und der weitere
> Aufbau entsteht durch Epitaxie, Kristallwachstum. können
> selbstvertändlich auch "MESA sein" MESA sagt da erstmal nichts ausser
> das ohne nähere Bezeichnung etwas durch ätzen freigestellt wurde und
> exponiert stehen bleibt.
>
>> Dafür ist der Innenwiderstand bei Epitaxialtransistoren geringer. Hat
>> alles Vor- und Nachteile.

Nachdem wir uns in diesem Thread über hometaxial und epitaxial 
unterhalten haben hier der Link zu meinem neuesten Beitrag im Bereich 
"Transistoren - Die-Bilder":
Beitrag "Re: Transistoren - Die-Bilder"
#6311645
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Marek N. schrieb:
> Danke!
> Wie kriegt man denn eigentlich so ein Keramik-Gehäuse auf?

Gerne!

Diese Keramik-Packages lassen sich einfacher als alle anderen 
Gehäusearten öffnen. Ein Schlag auf den "Mörtel" mit einem 
Schlitzschraubenzieher reicht. Etwas Übung schadet natürlich nicht. Der 
Schlag muss fest genug sein, gleichzeitig sollte man aber nicht mit dem 
Schraubenzieher einmal über das Die kratzen. Außerdem muss man das 
Package etwas fixieren, da ansonsten alles durch die Gegend fliegt. Es 
klingt vielleicht komisch, aber ich lege immer den kleinen Finger auf 
das Package und bearbeite dann wie beschrieben den "Mörtel" mit Hammer 
und einem kleinen Schraubenzieher. Es funktioniert...
#6311799
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Abdul K. schrieb:
> Neue Masken erstellt, nur um das Logo zu ändern?? Ich dachte das wäre
> teuer.

Mich wundert das auch sehr. Daher ging ich auch erst davon aus, dass es 
ein Microchip-Design ist.

Ich könnte mir vorstellen, dass man das Design auf einen anderen 
(aktuelleren) Fertigungsprozess umstellen und daher die Masken sowieso 
anfassen musste. Oberflächlich blieb das Design gleich, aber gewisse 
Feinheiten waren anzupassen und in dem Zusammenhang hat man dann auch 
die Beschriftung angepasst. Eine Vermutung meinerseits...
#6321210
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Hallo Richard,

ich hatte Dir ja CA3161 und CA3162 versprochen. Davon schicke ich Dir 
jeweils 2 Stück. Es ist aber noch etwas? mehr geworden, siehe Bilder.

Ich kann Die Teile gut entbehren und möchte dein wirklich 
beeindruckendes Projekt unterstützen. Respekt vor dem wie gut deine 
Fotos sind und die Mühe auch noch Text hinzuzufügen?

Es sind einige Spannungsregler, Relais-Treiber, Displaytreiber, 
Uhrenchip und Eproms dabei. Fast jedes Teil ist zweimal dabei, falls 
beim öffnen etwas schiefgeht. Des weiteren sind auch einige Displays 
dabei, auch intelligente.

Ich habe nicht kontrolliert ob Du Teile davon schon seziert hast.
Was Du davon daher nicht benötigst, weil uninteressant, kannst Du frei 
verwenden. Es bleibt Dir überlassen was Du damit machst.

Hier ein Auszug:
ICM7045 Uhrenchip bzw. Stoppuhr
CA3161, CA3162 A/D Wandler und Displaytreiber
ICM7218 Displaytreiber
ICM7217
L200 Spannungsregler
LM317 Spannungregler TO3 und TO220
HDSP2000 Intelligentes Display 4 Stellen
74C922 Tastaturencoder
TDE1737
TDE1747

usw. usw.

Die Teile sind unbenutzt, aber schon in die Jahre gekommen.
...unbenutzt mit Ausnahme der CA3161 und CA3162.

Gibt es noch ICs die Dich besonders interessieren?
Gibt es Teile die Dich gar nicht interessieren?

Vermutlich Dienstag oder Mittwoch gehen die Teile auf die Reise.

Viele Grüße
Jörg
#6321241
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Hallo Jörg!

Na das sind ja ein paar Teile. :)

Es gibt kaum etwas was ich ausschließen würde. Meist findet sich auch in 
den scheinbar uninteressanten Teilen etwas Interessantes. Schließlich 
schaut man nur selten in die Bauteile rein.
Wenn ICs zu neu sind, dann kann ich meistens nicht mehr viel auflösen. 
Trotzdem können daraus interessante Bilder entstehen.
Von Speichern habe ich bisher etwas Abstand genommen weil selbst die 
älteren meist schon zu hochintegriert sind, aber ausschließen möchte ich 
sie auch nicht. :)
LED-Gehäuse sind meist hartnäckig. Da habe ich auch nicht viel Erfahrung 
bisher. Mal sehen was ich da erreichen kann.

Auf jeden Fall ist es sehr gut, dass du von den meisten Teil zwei 
entbehren kannst. Das erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit.

Ich führe nebenbei eine kleine noch-zu-tun-Liste:
LH0075
LH0070 (alt)
TDA1034
ISO120
OPA512
LT1019
LT1029
U243B
DAC706
LM35
LM234
TL431
NE602
AD565 (ohne A)
DS1820 oder DS1821
LM10
:)

Viele Grüße,

Richard
#6322282
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Ein paar historische ICs habe ich auch noch gefunden.
C565 und C670 sind DDR Bauteile DAC und ADC, für den 670D gibt es 
anscheinend kein Datenblatt.
Der SAB3012 ist etwas mysteriös, er wird als TV-Fernbedienungsbaustein 
von Philips gefunden, aber ein IC in dem Gehäuse für Consumerelektronik 
scheint mir etwas teuer. Zumal das V906-V2 eher in Richtung Siemens 
weist, wäre also quasi ein Forschungsauftrag :).
Die Runden sind ein Uralt Spannungsregler LM300, daneben ein MC1456-OPV.
In der unteren reihe ein ICL8211 (MAX8211) µC Voltage Monitor, ein 
748-OPV von Fairchild und ein LM709C von 1967.
Interesse?

Arno
Angehängte Dateien:
#6322290
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Arno H. schrieb:
> Ein paar historische ICs habe ich auch noch gefunden.
> C565 und C670 sind DDR Bauteile DAC und ADC, für den 670D gibt es
> anscheinend kein Datenblatt.
> Der SAB3012 ist etwas mysteriös, er wird als TV-Fernbedienungsbaustein
> von Philips gefunden, aber ein IC in dem Gehäuse für Consumerelektronik
> scheint mir etwas teuer. Zumal das V906-V2 eher in Richtung Siemens
> weist, wäre also quasi ein Forschungsauftrag :).
> Die Runden sind ein Uralt Spannungsregler LM300, daneben ein MC1456-OPV.
> In der unteren reihe ein ICL8211 (MAX8211) µC Voltage Monitor, ein
> 748-OPV von Fairchild und ein LM709C von 1967.
> Interesse?
>
> Arno


Hallo Arno,

auch interessant.
Den C565 brauche ich nicht, den habe ich schon.
Spoiler: Der AD565 ist ja schon online, der C565 als Nachbau mit 
Erweiterung folgt noch und danach kommt die Weiterentwicklung des C565 
die nie verkauft wurde... :)
Der C670 sagt mir garnichts. Aber ich habe da mittlerweile ein paar ganz 
gute Kontakte. Bin gespannt.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich nehme dir die Teile gerne ab. Es kann aber 
etwas dauern bis sie online sind. Nun, ich hoffe ich unterhalte euch in 
der Zwischenzeit gut genug, dass die Wartezeit nicht zu schwer wiegt. :)

Grüße,

Richard
Persönliche Seite #6322920
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Der SAB3012 erinnert mich so vom Feeling her an Nebenstellenanlagen der 
Post. Mit denen hatte ich so ca. 1984 zu tun. Relaisgräber mit 
PMOS?-Steuerchips. Richtige Datenblätter hatten wir für die nicht. Es 
gab nur Relais-Ablaufpläne ähnlich einer heutigen SPS-Steuerung. Die 
Pläne ähnelten denen der heutigen Kfz-Schaltpläne.

Das erste IC bei der Post war übrigens ein 4-Bit Zähler für die damals 
gerade eingeführte Begrenzung der Gesprächszeit auf Abrechnung in 
Takten. Kürzere Takte waren für Ferngespräche. Beim Ortsgespräch zählte 
das Ding alle 30 Sekunden eins weiter.
Vor dieser Zeit rief der Metzger von zuhause nur alle paar Tage mal an 
und ließ dazwischen den Hörer einfach daneben liegen. So konnte man 
immer quasi kostenlos telefonieren.
#6323060
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Abdul K. schrieb:
> Der SAB3012 erinnert mich so vom Feeling her an Nebenstellenanlagen der
> Post. Mit denen hatte ich so ca. 1984 zu tun. Relaisgräber mit
> PMOS?-Steuerchips. Richtige Datenblätter hatten wir für die nicht. Es
> gab nur Relais-Ablaufpläne ähnlich einer heutigen SPS-Steuerung. Die
> Pläne ähnelten denen der heutigen Kfz-Schaltpläne.
>
> Das erste IC bei der Post war übrigens ein 4-Bit Zähler für die damals
> gerade eingeführte Begrenzung der Gesprächszeit auf Abrechnung in
> Takten. Kürzere Takte waren für Ferngespräche. Beim Ortsgespräch zählte
> das Ding alle 30 Sekunden eins weiter.
> Vor dieser Zeit rief der Metzger von zuhause nur alle paar Tage mal an
> und ließ dazwischen den Hörer einfach daneben liegen. So konnte man
> immer quasi kostenlos telefonieren.

Interessante und amüsante Hintergrundgeschichte! :) Mal sehen was sich 
darin findet...
Gast #6323190
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Richard K. schrieb:
> Abdul K. schrieb:
>> Der SAB3012 erinnert mich so vom Feeling her an Nebenstellenanlagen der
>> Post. Mit denen hatte ich so ca. 1984 zu tun. Relaisgräber mit



O.K. Das Teil ist älter ;)

ftp://bitsavers.informatik.uni-stuttgart.de/components/philips/_dataBook 
s/1979_Philips_Semiconductors_and_Integrated_Circuits_Part_6b_ICs_for_Di 
gital_Systems_in_Radio_and_TV.pdf
Angehängte Dateien:
Beitrag #6323260 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6333068
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Bernd schrieb:
> Richard K. schrieb:
>> Heute mal wieder etwas anderes, nämlich ein USB-Host (USB2534):
> Sind die 'wolkigen' Strukturen im rechten, unteren Teil auf dem Die?
> Wenn ja, dann erinnert mich das an die Darstellung von genutzten
> Logikressourcen im FPGA:
> https://blog-imgs-29-origin.fc2.com/m/a/r/marsee101/MCB_test_10_090711.png

Das sind üblicherweise die "verworrenen" Verbindungen eines 
Logikbereichs, passt also dazu. ...wobei der Link bei mir nicht geht...
#6337192
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Das sind die nächsten Chips die Du zum sezieren bekommst.
Ich könnte das nicht, ich kann kein Blut sehen?

Es sind auch einige Leds dabei. 2 Displays kommen auch mit, ich meine es 
sind TIL311. Dazu noch 2 verschiedene Quarzoszillatoren.

Die Leds bestehen aus 4 einzelnen Leds. Die sind gut zu erkennen wenn 
die Led leuchtet, die Fläche wird nicht homogen ausgeleuchtet. An die 
bin ich mal durch Zufall geraten. Eine Sorte von denen ist Bicolor. Ich 
meine rot und gelb. Die besteht dann aus 8 Einzel-Leds.

In den nächsten Tagen gehen die Sachen auf die Reise.

Gibt es ICs die Dich überhaupt nicht interessieren?

Viel Spaß damit?
#6337559
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Richard K. schrieb:
> Ich hoffe ich kann
> die aktuelle Zerlegungs-Taktfrequenz noch eine Zeit lang halten.

Es kommt noch ein Display dazu. Hierzu habe ich vor 4 Jahren einen 
Thread eröffnet, weil ich ein Datenblatt dazu gesucht habe. Leider 
bisher ohne Erfolg;-(

Siemens DLSF 1414

Beitrag "(S) Datenblatt zum Display Siemens DLSF 1414"

Leider kann ich nur ein Display opfern. Vielleicht kannst Du auch 
Nahaufnahmen machen bevor Du es sezierst.


Richard K. schrieb:
> Ich hoffe ich kann
> die aktuelle Zerlegungs-Taktfrequenz noch eine Zeit lang halten.

Du bist niemanden verpflichtet, setze Dich also nicht selbst unter 
Druck;-)
#6337600
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Jörg R. schrieb:
> Es kommt noch ein Display dazu. Hierzu habe ich vor 4 Jahren einen
> Thread eröffnet, weil ich ein Datenblatt dazu gesucht habe. Leider
> bisher ohne Erfolg;-(
>
> Siemens DLSF 1414
>
> Beitrag "(S) Datenblatt zum Display Siemens DLSF 1414"
>
> Leider kann ich nur ein Display opfern. Vielleicht kannst Du auch
> Nahaufnahmen machen bevor Du es sezierst.

Schaue ich mir an. Gute Nahaufnahmen sind auf jeden Fall kein Problem. 
Mit diesen LED-Kunststoffgehäusen habe ich noch nicht so viel Erfahrung, 
mal sehen wie gut ich an die Innereien komme.
Man tut was man kann. :)


> Richard K. schrieb:
>> Ich hoffe ich kann
>> die aktuelle Zerlegungs-Taktfrequenz noch eine Zeit lang halten.
>
> Du bist niemanden verpflichtet, setze Dich also nicht selbst unter
> Druck;-)

Kein Thema. Ich bin psychisch sehr ausgeglichen.

So, ich muss noch was hochladen... :)
#6340846
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Richard K. schrieb:
> Heute mal wieder etwas anderes, nämlich ein USB-Host (USB2534):
>
> https://www.richis-lab.de/usb2534.htm
>
> Das Teil kam von Stephan D. (50plus)

Ich habe noch ein Bild hochgeladen. Der Inhalt ist nicht übermäßig 
interessant, es zeigt aber schön wie leistungsfähig mein optisches 
System ist.
Die gerade noch zu erkennende Zahlenfolge 100 besitzt eine Strichbreite 
von ungefähr 1µm und bestätigt damit das was ich immer sage: 5µm kann 
ich in jedem Fall auflösen, alles darunter ist ein Stück weit 
Glückssache und Bedarf zunehmender geistiger Interpolation. Mit 
Abstrichen scheinen 1-2µm möglich zu sein.
#6367641
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Ben B. schrieb:
> Hat der IC nicht 6 Masken oder zählst Du die Metall-Lage ganz oben nicht
> mit?

Eine interessante Frage.

Ich schreibe nur es sind fünf Masken abgebildet. Die Nummerierung endet 
aber natürlich bei der Zahl 6.

Entweder handelt es sich um einen Prozess der sechs Belichtungsschritte 
bieten könnte, von denen aber nur fünf genutzt wurden oder der fünfte 
Prozessschritt hinterlässt keine optisch wahrnehmbaren Spuren.

Dann wollen wir die Masken mal interpretieren:
6 lässt sich optisch sehr gut als Metalllage identifizieren.
5 dürften die Durchkontaktierungen von der Metalllage zum aktiven 
Bereich sein. Das ist an der Stelle notwendig und die optische 
Erscheinung könnte auch passen.
4 scheint die Polysiliziumlage zu sein, die auch die Gateelektrode 
ausbildet. Das würde zu den Strukturen und Farben des darunterliegenden 
Transistors passen.
So bleiben noch die Masken 1, 2 und eventuell 3.
Für mein Verständnis eines NMOS-Prozesses würde hier sogar eine Maske 
reichen, die zu Beginn die aktiven Bereiche definiert.
Über die Funktion der zweiten Maske kann man nur spekulieren. Vielleicht 
war das noch kein self-aligned-Gate-Prozess und man benötigte daher für 
die Drain/Source-Dotierung eine eigene Maske.
Eine Maske 3 vermisse ich folglich absolut nicht.
Für einen CMOS-Prozess fehlen meiner Interpretation nach "oben rum", 
nach der Polysiliziumlage weitere Masken.
#6391961
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Richard K. schrieb:
> Heute mal etwas anderes. Ich habe einen alten Wafer abgelichtet:
>
> https://richis-lab.de/wafer.htm
>
> :)

Der Wafer des A210 wird Ausschuss sein.
Wie man sieht, ist das Raster schief gegenüber dem röntgenographisch 
vermessenen Flat.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wafer#Kennzeichnung
Die Trennung der Dies erfolgt ja gewöhnlich nicht durch Sägen, sondern 
durch Ritzen und Brechen.
Da die mittels des Flat bekannt gegebenen Kristallebenen auch für die 
Spaltbarkeit entscheidend sind, kann man wahrscheinlich aus diesem Wafer 
keine brauchbaren Dies herausbrechen.
#6392002
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Das klingt plausibel. So habe ich das noch gar nicht gesehen.

Der D220 ist diesbezüglich einigermaßen gut ausgerichtet, der A210 ist 
aber schon extrem krumm.

Da stellt man sich nur die Frage warum der Wafer so spät aussortiert 
wurde. Es klingt irgendwie unplausibel, dass man die Ausrichtung bis 
fast zum Ende der Fertigung überhaupt nicht überwacht, aber dann kurz 
vor dem Ende doch noch einmal einen Blick darauf wirft.
Ein paar Hintergrundinformationen zum Werdegang dieses Wafers wären 
schon recht interessant...
#6392909
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Passend zum A210 wollen wir uns heute mal den TDA7396 anschauen:

https://www.richis-lab.de/audioamp01.htm

Der Danke für das Teil geht an Soul E. (souleye).
...und hier war ich mal wieder froh zwei Teile bekommen zu haben. Diese 
Polyimidbeschichtungen kosten mich immer wieder Nerven...


Für eine bessere Sortierung habe ich eine Audio-Verstärker-Seite 
erstellt:

https://www.richis-lab.de/audioamp.htm
#6402199
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Vielen Dank für dieses tolle und überaus interessante Projekt! Man 
bekommt Einblicke in eine Welt, die dem Anwender normalerweise verborgen 
bleibt, wirklich klasse! Bemerkenswert, wie früh bereits programmierbare 
Logik zum Einsatz kam. Was mich darüber hinaus noch brennend 
interessieren würde, wäre die Ansicht des Innenlebens des Shifter und 
des Glue, welche im Atari ST verwendet wurden. Auch einfache Soundchips 
aus dieser Ära wären sicherlich nicht uninteressant.
#6402205
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Matthias F. schrieb:
> Vielen Dank für dieses tolle und überaus interessante Projekt! Man
> bekommt Einblicke in eine Welt, die dem Anwender normalerweise verborgen
> bleibt, wirklich klasse! Bemerkenswert, wie früh bereits programmierbare
> Logik zum Einsatz kam. Was mich darüber hinaus noch brennend
> interessieren würde, wäre die Ansicht des Innenlebens des Shifter und
> des Glue, welche im Atari ST verwendet wurden. Auch einfache Soundchips
> aus dieser Ära wären sicherlich nicht uninteressant.

Danke! :)
Ich muss in meinem Lager erst mal noch "ein bisschen" aufräumen, dann 
nehme ich gerne auch wieder neue "Aufträge" und "Anregungen" in Angriff.
#6402962
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Richard K. schrieb:
> Richtig und ich muss gerade zugeben, dass ich gar nicht sicher sagen
> kann ob der CM633 ein PAL oder ein HAL ist. Das sollte ich noch
> ergänzen.

Das konnte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen. Also habe ich die 
Linsen nachgeschliffen und neue Bilder gemacht.
Siehe da, es handelt sich um einen HAL-Baustein. Die 
Durchkontaktierungen sind gut zu erkennen
https://www.richis-lab.de/images/prawez/05x04.jpg

Ich habe auch den ganzen Artikel noch etwas überarbeitet:
https://www.richis-lab.de/prawez05.htm
#6409319
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Schon faszinierend, absolut.

Diese kleinen Halbleiter prozesssicher in hohen Stückzahlen und mit 
geringen Kosten fertigen, zerteilen, platzieren und bonden, das ist 
schon eine Herausforderung. Dann kommen natürlich noch viele kleine und 
große Stolperstellen dazu, die wir hier gar nicht alle überblicken 
können.
#6428536
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Heute haben wir einen kleinen 2,1W-Verstärker von Sanyo (der Danke dafür 
geht an Soul E. (souleye)):

https://richis-lab.de/audioamp02.htm

Wie so oft könnte man meinen, dass in einem solchen kleinen 
Verstärkerchen kaum etwas Interessantes stecken kann, aber siehe da:
- Eine außergewöhnliche Ruhestromeinstellung, die auf die geringe 
Versorgungsspannung optimiert ist.
- Eine interessante Variantenbildung.
- Perforated Emitter Transistoren!
#6436465
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Marek N. schrieb:
> SGE könnte Siemens Germersheim bedeuten.

Nein, ganz sicher nicht, ich komme aus der Gegend. In Germersheim gab es 
in den letzten Jahrzehnten keinen Entwicklungs- oder Produktionsstandort 
von Siemens. In der Umgebung gab bzw. gibt es Standorte in Speyer (jetzt 
Tyco), Bruchsal (plattgemacht) und Karlsruhe.
In Germersheim selbst kannst Du bestenfalls Haushaltsgeräte mit der 
Aufschrift "Siemens" kaufen ;-)
Gast #6450232
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Richard K. schrieb:
> Dann hätte ich noch einen Waferbruch eines A3520:
Der ist schon so komplex, da ist es schwierig Schaltungsteile bzw. 
Funktionsblöcke zu erkennen.

Trotzdem interessant. Es wäre mal interessant zu wissen, mit wieviel 
Computerunterstützng diese Layouts entstanden sind.

Danke,
Bernd
#6450297
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Bernd schrieb:
> Der ist schon so komplex, da ist es schwierig Schaltungsteile bzw.
> Funktionsblöcke zu erkennen.

Deswegen habe ich mich auch gar nicht erst an einer tieferen Analyse 
versucht. Der Aufwand wäre kaum gerechtfertigt gewesen...


Bernd schrieb:
> Trotzdem interessant. Es wäre mal interessant zu wissen, mit wieviel
> Computerunterstützng diese Layouts entstanden sind.

In diesem Fall könnte es gut sein, dass man den TDA3520 "abgezeichnet" 
hat. :)


Bernd schrieb:
> Danke,
> Bernd

Sehr gerne!
Ich habe noch ein paar interessante Teile im Lager... :)
#6465396
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Richard K. schrieb:
> So, dann erlaube ich mir hier mal den "Doppel-Post".
>
> Falls jemand den High-Power-Operationsverstärker-Thread nicht verfolgt,
> der Kalender für 2021 ist fertig:
>
> https://www.meinbildkalender.de/richis-lab/

Moin,

der Kalender liegt seit zehn Minuten auf dem Tisch. Schöne Bilder!
Frage: Kannst Du noch eine Legende nachliefern, was auch den Bildern 
genau zu sehen ist?

Danke & Gruß
Carsten
#6465586
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Carsten W. schrieb:
> Richard K. schrieb:
>> So, dann erlaube ich mir hier mal den "Doppel-Post".
>>
>> Falls jemand den High-Power-Operationsverstärker-Thread nicht verfolgt,
>> der Kalender für 2021 ist fertig:
>>
>> https://www.meinbildkalender.de/richis-lab/
>
> Moin,
>
> der Kalender liegt seit zehn Minuten auf dem Tisch. Schöne Bilder!
> Frage: Kannst Du noch eine Legende nachliefern, was auch den Bildern
> genau zu sehen ist?
>
> Danke & Gruß
> Carsten

Hallo Carsten,

das ist das Quiz, man muss herausfinden um welche Bauteile es sich 
handelt! :)

Titel: MEMS-Mikrofon ST MP23DB01
Januar: Hochleistungs-Operationsverstärker OPA541
Februar: Hochfrequenz-Germanium-Transistor 2N1561
März: STM32-Clone GigaDevice GD32
April: Spannungsregler LM317K
Mai: Leistungstransistor BUX22
Juni: HF-Leistungstransistor MRF18060A
Juli: Digital-Analog-Wandler DAC800
August: Digital-Analog-Wandler DAC709
September: Digital-Analog-Wandler DAC32 COB10
Oktober: Referenzspannungsquelle LTZ1000
November: Spannungsregler LT1083
Dezember: Digital-Analog-Wandler AD1139

Grüße,

Richard
#6492041
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Nein nein, ich fühlte mich auch nicht bedrängt, kein Thema!
Ich wollte nur bei der Gelegenheit nochmal darauf hinweisen. Manchmal 
erschrecke ich selbst, wenn ich sehe wie lange manches schon hier liegt. 
Aber die Aufbereitung der Bilder soll schließlich einem gewissen 
Anspruch genügen. :)

Ich danke vielmals. :)
#6492175
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Carsten W. schrieb:
> Richard K. schrieb:
>> Ich habe gerade den Tektronix P6461 Differenztastkopf von Klaus H.
>> (hildek) hochgeladen:
>>
>> https://www.richis-lab.de/diffprobe.htm
>>
>> Auch interessant...
>
> Sag mal, kann es sein, dass dein Schaltplan nicht stimmt? Auf dem
> Substrat sind doch R1 || C1 und R2 || C2 geschaltet. Oder habe ich da
> einen Knick in der Optik?

Das sollte schon passen.
R1 und R2 sind die winzigen Widerstände gleich am Eingang.
R3 und R4 sind die ersten abgeglichenen Widerstände parallel zu den 
"Streifen-Kondensatoren".
Die anderen beiden abgeglichenen Widerstände sind R5 und R6, die die 
Threshold-Signale zuführen.
Sollte passen...
#6493149
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Richard K. schrieb:
> Ich habe gerade den Tektronix P6461 Differenztastkopf von Klaus H.
> (hildek) hochgeladen:
>
> https://www.richis-lab.de/diffprobe.htm
>
> Auch interessant...


Noch ein Nachtrag dazu:
Der Kurzschluss am Eingang dürfte abgesehen vom ESD-Schutz auch 
vorteilhaft gewesen sein, um die Widerstände abzugleichen. Mit dem 
Kurzschluss stehen nicht nur sicher 0V am Eingang an, die 0V sind auch 
frei von Gleichtaktpotentialen, die sich mit einer externen Quelle 
natürlich immer ergeben können.
#6531363
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Habe ich tatsächlich vergessen hier den Hinweis auf den B461 zu posten?
Ich wollte mich zitieren, habe aber nichts dazu gefunden.
Naja, egal, hier kommt der Hinweis gleich mit einem kleinen Update 
(Innenschaltplan ergänzt):

https://www.richis-lab.de/hall01.htm


Im Rahmen des B461 habe ich auch gleich eine Rubrik Magnetfeldsensoren 
erstellt. Ich denke da wird noch mehr kommen.


Ich korrigiere mich. Hier ist der B461 erwähnt:
Beitrag "Re: Das Innenleben von Transistoren und Operationsverstärkern"
Es fehlt nur der Name.
#6545716
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Richard K. schrieb:
> Heute habe ich mal wieder etwas sehenswertes, den U821
> Taschenrechner-Controller:
>
> https://www.richis-lab.de/calc01.htm
>
> Dunkelwind (aka bITmASTER), von dem der Baustein stammt, konnte mit
> Hilfe meiner Bilder einen Emulator programmieren. Der findet sich auch
> auf der Seite.

Ich habe das Analyse-PNG aktualisiert. Das war noch nicht der aktuellste 
Stand. Wer besonderes Interesse an der detaillierten Funktion des U821 
hat, sollte sich das PNG neu laden.
Persönliche Seite #6574749
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Marek N. schrieb:
> Wow! Ich bin überrascht, dass es in der DDR schon "damals" ISDN gab.

Wobei PCM30 noch nicht gleichbedeutend mit ISDN war. Als digitales 
Übertragungsverfahren zwischen analogen Vermittlungsstellen wurde PCM30 
in der DDR übrigens vor der Bundesrepublik eingeführt, konnte so aber 
seine Vorteile noch nicht richtig ausspielen (mehrfache A/D - D/A 
Wandlung im Übertragungsweg).
#6574773
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So wie ich das verstanden habe wollte man mit dem Umstieg auf die 
digitale Übertragung auch Ressourcen sparen, die ja nicht immer so 
verfügbar waren wie es wünschenswert gewesen wäre.

Faszinierend finde ich aber vor allem das Konzept die Effizienz der 
Halbleiterentwicklung und -produktion innerhalb der Rahmenbedingungen zu 
steigern, indem man auf diese Master Slice ICs und daraus entwickelte 
ASICs setzt bzw. gesetzt hat.
Gast #6575935
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Ah, logisch!
Also digitale Übertragung nicht für die Letzte Meile sondern zwischen 
den Vermittlungsstellen. Da ist es in der Tat sinnvoll, durch 
Multiplexing und Kanalbündelung die Leitungskapazität optimal 
auszunutzen.

Interessant auch die Lösung mit dem Master-Slice als "analoger FPGA".
#6622007
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Thomas W. schrieb:
> Super Arbeit !


Mohandes H. schrieb:
> Richard K. schrieb:
>> Der U1001 ist ein NF-Filter ...
>
> Anatomie eines NF-Filters - das finde ich echt spannend! Auch Deine
> Erläuterungen dazu. Das ist mal was anderes als OPs oder Transistoren.
>
> Und so Kleinigkeiten wie:
>> Auf dem Die wurde die Silhouette eines alten Telefonhörers integriert.
> machen das lebendig. Klasse!


Danke für das positive Feedback! :)

Dieser U1001 war mal wieder so ein unscheinbares Teil, von dem ich mir 
erst nicht viel versprochen habe, das aber doch mit ein paar sehr 
interessanten Hintergründen aufwarten konnte!
(Firma: مهندس) #6622013
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Richard K. schrieb:
> Zahnradsensor, der auf dem GMR-Effekt basiert.

Von diesem Effekt hatte ich noch nie gehört. Interessant finde ich auch 
den Link zur 'Western Digital Caviar 22500'. So eine hatte ich mal. 
Meine erste Festplatte hatte 20 MB (8086, XT, 5MHz und mit 'Turbotaste' 
sagenhafte 10MHz). Die defekten Sektoren waren gekennzeichnet, später 
wurde die Fertigungstechnik immer besser. Das sind wahre feinmechanische 
Wunder. Heute erleben wir den Siegeszug von Halbleiterspeichern - das 
mechanische Zeitalter geht dem Ende zu?

Danke für solche Bilder!
#6641507
Lesenswert?

So, nach dem U1001 (NF-Filter) haben wir nun hier den zweiten Teil des 
in der DDR entwickelten, digitalen Vermittlungssystems, den U1011:

https://www.richis-lab.de/phone02.htm

Der U1011 ist der Codierer/Decodierer, der die Analog-Digital- und die 
Digital-Analog-Wandlung inklusive Kompandierung übernimmt. Der U1011 ist 
der erste Switched-Capacitor-ADC/DAC auf meiner Seite.
Gast #6641744
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Absolut geil, @Richard!!

Achja:
Horch und Guck hat sich aber eher über die HVT's der
Vermittlungen aufgeschaltet. Da gingen dann starre Kabel zu den 
Abhörzentralen.
Um dieses Kabelnetz wurde noch in den 90iger Jahren zwischen
der stasi und der Bundespost gekämpft, das hat dann dem
Herrn Funke/Dagobert wohl die entgültige Festnahme gekostet.

mfg

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