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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Neue Orange Pi Versionen mit UMTS und LTE Support


Autor: Christoph B. (birki2k)
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Vor gut einem Jahr kam mit dem Orange Pi 2G-IoT ein günstiger Einplatinencomputer samt integriertem Mobilfunkmodem auf den Markt. Jetzt wurde das Angebot um 3G und 4G Varianten mit weiteren Features erweitert.

Gerade im Hinblick auf die ungewisse Zukunft von GSM (2G) und UMTS (3G) in Deutschland nach 2020 scheint besonders die 4G-Variante für längerfristige Projekte interessant. Basierend auf dem Vierkern ARM Cortex A-53 in Kombination mit 1 GB Arbeitsspeicher und 8 GB eMMC liefert das Modul brauchbare Daten zu einem Preis von knapp 40€. Im Gegensatz zu den beiden kleineren Modellen bekommt man mit dem 4G auch einen HDMI-Ausgang dazu. Als Betriebssystem kommt Android 6 zum Einsatz, wobei bereits ein Image für Android 8.1 verfügbar ist. Der Updateprozess wird in der Anleitung zum Board erklärt.

Das 3G-IOT als jüngstes Modul der Serie stellt gleichzeitig auch die für den deutschen Markt wohl am wenigsten überzeugende Variante der Reihe dar. Die auf einem ARM Cortex-A7 basierende Platine ist mit einem Preis von etwa 20 € zwar noch relativ günstig, bietet aber neben dem besseren Modem wenig Mehrwert gegenüber dem 2G-IOT bei gleicher Zukunftsunsicherheit. Zwar kann das Modul mit bis zu 512 MB Arbeitsspeicher erworben werden, der neuere Prozessor geht jedoch auf Kosten der Linuxkompatibilität des Vorgängers. Hier wird nur Android 4.4 unterstützt.

Als Gemeinsamkeit ist bei den 3G und 4G Varianten zusätzlich zu Bluetooth und WLAN noch ein GPS-Empfänger vorhanden. Alle Versionen unterstützen die Erweiterung per Speicherkarte, Nutzung einer Kamera und besitzen neben 3,5 mm Klinke für den Audio Ein- und Ausgang ein Mikrofon. Erweiterungsmöglichkeiten sind neben USB durch SPI, UART, I2C und GPIOs an einer 40-poligen Stiftleiste gegeben. Hier wurde die IO-Spannung bei den beiden neuen Platinen jedoch auf 1,8 V abgesenkt, so dass der Header hier nicht mehr direkt zum Raspberry Pi kompatibel ist.

Wer mit geringen Datenmengen und der Unsicherheit bezüglich Netzabschaltung leben kann, ist mit dem 2G-IOT für etwa 10 € noch gut bedient. Für mehr Leistungsfähigkeit, größere Datenmengen und bessere Zukunftssicherheit bietet das 4G-IOT ein rundes Gesamtpaket, sofern Android kein Ausschlusskriterium darstellt.


: Verschoben durch Admin
Autor: René H. (Firma: Herr) (hb9frh)
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Christoph B. schrieb:
> sofern Android kein Ausschlusskriterium darstellt.

Kennt man den Grund dafür weshalb keine Linux Version angeboten wird 
(e.g. Treiber Probleme)?

Grüsse,
René

Autor: Egon (Gast)
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René H. schrieb:
> Kennt man den Grund dafür weshalb keine Linux Version angeboten wird
> (e.g. Treiber Probleme)?

Christoph B. schrieb:
> der neuere Prozessor geht jedoch auf
> Kosten der Linuxkompatibilität des Vorgängers

Autor: soxi (Gast)
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Ich denke mal, dass die Macher von https://www.armbian.com auch dafür 
etwas liefern können. Fragt sich halt nur wann.

Autor: Guido L. (guidol1970)
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soxi schrieb:
> Ich denke mal, dass die Macher von https://www.armbian.com auch dafür
> etwas liefern können. Fragt sich halt nur wann.
Die Macher sind leider zu wenige um fuer jedes Board was liefern zu 
koennen und es immer die Frage ob es ein Board "es wert ist".

Fuer das 2G-IOT gibt es seit langem auch nur eine Test-Version von 
armbian.
Bis jetzt sieht es eher so aus, dass man sich ein normales Board nehem 
sollte und ein UMTS-USB-Dongle:
https://forum.armbian.com/topic/7266-orange-pi-4g-iot/

Autor: bingo (Gast)
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Ich habe mal hier ein Huawei E3372 an einen Orange Pi One gehängt, 
Armbian erkennt den mit lsusb als E398 und er reagiert auf den 
Schnittstellen /dev/ttyUSB0 und /dev/ttyUSB1/, so wie an meinem Laptop 
auch: 'at+cgmm' liefert an /dev/ttyUSB0 als Antwort 'E3372' zurück. 
Armbian kann das also.

Leider kostet das Huawei um die 50 Euro und braucht auch mehr Platz als 
der Orange Pi 4G-IoT.

Autor: Peter Z. (hangloose)
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Anscheinend kann man nicht auf die GPIO zugreifen.
http://www.orangepi.org/orangepibbsen/forum.php?mo...

Mit dem HDMI Anschluss scheint es auch Probleme zu geben,
wie auch mit dem LTE in DE

Autor: Alex G. (dragongamer)
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Es geht weiterhin nichts über den echten Früchtekuchen... ;)

Autor: linuxxxer (Gast)
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Alex G. schrieb:
> Es geht weiterhin nichts über den echten Früchtekuchen... ;)

Apple Pie ?

Autor: Dr. Sommer (Gast)
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bingo schrieb:
> und er reagiert auf den Schnittstellen /dev/ttyUSB0 und /dev/ttyUSB1/,
> so wie an meinem Laptop auch: 'at+cgmm' liefert an /dev/ttyUSB0 als
> Antwort 'E3372' zurück. Armbian kann das also.

Diese Antwort kommt vom Stick selbst; der emuliert zwei Serial-Ports. 
Sofern also der emuliert Serial-Port dem USB-CDC Standard entspricht 
funktioniert das immer. Das heißt aber noch lange nicht dass alle AT 
Befehle so gehen wie gewünscht, und dass der Datenaustausch per PPPD 
funktioniert. Das muss man alles testen. Das ist ja das schöne an so 
einer unstandardisierten Frickel-Lösung (Emulation eines Analog-Modems 
an Serial-Port).

Autor: Oliver S. (phetty)
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Es gibt einige Orange-Boards mit recht interessanter Hardware drauf, 
leider ist die Treiberunterstützung echt mies.
Deswegen kaufe ich nur die billigen OrangePi-One mit Ethernet, das 
reicht für viele Anwendungszwecke aus.
LTE, GSM usw könnte interessant sein, aber wenn es nicht läuft ist das 
zwecklos.

Autor: bingo (Gast)
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Dr. Sommer schrieb:
> Das heißt aber noch lange nicht dass alle AT
> Befehle so gehen wie gewünscht, und dass der Datenaustausch per PPPD
> funktioniert. Das muss man alles testen.

Habe u.a. SMS und wget ausprobiert: no problem (dazu benutze ich das 
Ding meist, auch wenn dafür LTE oversized ist). Da ich keine GUI auf 
meinem OPi habe, konnte ich Brwoser nicht testen.

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