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Eagle FAQ
[Bearbeiten] EinleitungDa immer wieder Fragen zur Benutzung von Eagle auftauchen, soll hier eine kleine FAQ Sammlung entstehen. Schreibt Eure Erfahrungen und Tipps auf. Auch wenn Ihr Antworten im Forum gebt, ergänzt sie bitte hier. In der eagle-Installation gibt es ein Verzeichnis 'doc', in dem ein Handbuch (manual) und ein Tutorial in Deutsch und Englisch zur Verfügung stehen. Die Lektüre lohnt sich wirklich - auch für Quereinsteiger! Für Elektrixer gibt es noch eine spezielle Anleitung: elektro-tutorial.pdf [Bearbeiten] Schaltplan Editor[Bearbeiten] Baugruppen zwischen Schaltplänen kopieren
[Bearbeiten] Geroutete Baugruppen kopieren
[Bearbeiten] Bus anlegenIn eagle ist ein Bus 'nur' eine Zeichenhilfe und hat keinerlei Auswirkung auf die Schaltung. Deshalb haben die Leitungen auch keine Verbindung zum Bus, d.h. wenn ein Bus verschoben wird, bleiben die Leitungen am alten Platz (über Markieren und als Gruppe verschieben lassen sich Bus und Leitungen verschieben). Ein Bus funktioniert nur in Zusammenspiel mit dem Net-Befehl. Wer seine Leitungen mit dem Wire-Befehl malt, erhält keinen Nutzen aus dem Bus! Mit dem Net-Befehl poppt auf Klick auf den Bus ein Menü auf, aus dem man die Signalart auswählen kann (deshalb muss der Bus im Namen alle Signale aufgeführt erhalten). Ein Bus fasst mehrere Signale unter einem Element zusammen. Hierdurch kann man Zusammenhänge deutlicher erkennen (z. B. UART -> RX+TX+GND). Um einen neuen Bus zu definieren gibt man in der Befehlszeile BUS, optional den Namen und danach die Leitungen ein: Beispiele:
Ein Mausschubser würde den Toolbar-Knopf 'Bus' drücken, die Linie für den Bus zeichnen und anschließend dem Bus einen 'Name'n verpassen, bei dem alle Signale aufgeführt werden (durch Komma getrennt). [Bearbeiten] Bus verwendenWenn man den Bus eingegeben hat, kann man Ihn direkt danach einmal zeichen, er hängt quasi schon am Mauszeiger. Danach kopiert man ihn am einfachsten mit COPY. Es ist möglich den Bus an verschiedenen Stellen im Schaltplan zu benutzen, ohne das er direkt verbunden ist, denn er ist ja nur ein Hilfmittel für den Schaltplan. Die Verbindung der Signale erfolgt über deren Namen (das funktioniert auch ohne gezeichneten Bus, ist mit Bus aber leichter lesbar). Will man ein Signal aus dem Bus mit den Pins verbinden, benutzt man den NET Befehl, das Icon rechts neben dem Bus Icon (dünner Strich). Wenn man eine Leitung vom Pin eines Symbols zum Bus führt, bei dem der Pin anders heißt, als die Signale im Bus, kann es zu einer Fehlermeldung kommen, dass z. B. Signal P$4 nicht im Bus enthalten ist. Abhilfe schafft hier, die Leitung vom Bus zum Symbol zu ziehen. Wenn man mehrere Signale (z. B. beim 'gemultiplexten Adress-/Datenbus eines mega) im Bus hat, kann man schnell mal bei der Signalauswahl verrutschen, deshalb ist es wichtig, den Signalleitungen, die zum Bus führen, einen Bezeichner (Label) zu verpassen. Dann sieht man schnell, ob alle Signale richtig verbunden sind. [Bearbeiten] hilfreiche Tasten-KombinationBeim Zeichnen von Linien (also wenn ein Ende der Linie am Mauszeiger hängt) kann man mit der rechten Maustaste die Knickarten durchschalten. Drückt man dazu die Strg-Taste, wird jeweils zwischen entgegengesetzten Arten eines Winkelpärchens umgeschaltet. [Bearbeiten] Die wichtigsten Bibliotheken für den EinstiegAls Anfänger hat man das Problem, bei Eagle mit den sehr vielen Bauteilbibliotheken den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen. Die Suche nach einfachen Bauteilen kann da bisweilen sehr frustierend sein. Darum sind hier die Top 25 der Bibliotheken aufgezählt. Ein kurze Beschreibung findet man auch im Control Panel, wenn man den Zweig Libraries aufklappt.
Wenn man nach einem Bauteil suchen will, muss man im Fenster nach dem Befehl ADD den zu suchenden Begriff ganz unten in die Textzeile schreiben. Dabei sollte man den Begriff in * setzen, damit keine exakte Übereinstimmung für ein Finden nötig ist, z.B. *7805*, *393*, *ATmega*. [Bearbeiten] Board Editor[Bearbeiten] Ein Bauteil am Raster ausrichtenWenn nötig mit dem Befehl/Icon MOVE das Bauteil aktivieren. Wenn man dann während des Plazierens die Strg Taste hält, wird das Bauteil am Hauptraster ausgerichtet. Mit Alt wird es am alternativen Raster ausgerichtet. Um das Bauteil dann auch so zu positionieren, ist es notwendig, die Umschalttaste zusätzlich zu drücken. [Bearbeiten] Alle Bauteile am Raster ausrichtenAlle vorhanden Bauteile am Raster ausrichten geht mit CMD-SNAP_BOARD.ULP. [Bearbeiten] Bauteile genau positionierenBeim Erstellen kann man direkt die Position in die Kommandozeile eingegeben:
Um Bauteile nachträglich an eine andere Position zu verschieben kann dem MOVE Befehl die Position übergeben werden:
Mit der Maus geht es, wenn man nach aktivieren des MOVE Befehls (Icon) beim Anklicken des Bauteils die Strg Taste hält. Danach kann man in der Kommandozeile die neuen Koordinaten eingeben:
[Bearbeiten] Polygonflächen[Bearbeiten] füllen/leerenMit dem Kommando RATSNEST können auch Polygonflaechen berechnet und dargestellt werden. Das wird bei den Einstellungen Optionen->Einstellungen->Verschiedenes über den Eintrag "Ratsnest berechnet Polygone" festgelegt. Denn der Befehl RATSNEST berechnet ursächlich die kürzeste Luftlinie zwischen Signalen, die noch nicht verbunden sind. Wenn RATSNEST auch Polygone berechnet, kann man die Füllung der Polygone in Eagle ab Version 5 über den Befehl 'Ripup @;' wieder aufheben. Wer mag, kann sich beide Befehle auch auf Funktionstasten legen. Das geht über Optionen->Tastenbelegung. Wichtig ist der Strichpunkt nach dem Klammeraffen - ohne tut sich garnix. [Bearbeiten] GrößePolygone dürfen größer als das Board gezeichnet werden, können also ausserhalb des 'Dimension'-Rechtecks liegen. Die Größe der berechneten Polygonfläche hängt vom Signal und von der DRC-Einstellung 'Distance' und dem Wert 'Copper/Dimension' ab. Ist dieser Wert 0, oder hat das Polygon ein Signal (einen Namen), der im Schaltplan nicht vorkommt, wird das Polygon so groß berechnet wie gezeichnet, d.h. das 'Dimension'-Rechteck wird nicht beachtet. Jeder Wert > 0 gilt als Abstand vom 'Dimension'-Rechteck nach innen. [Bearbeiten] EinzelflächenDie einzelnen Teilflächen eines Polygons hängen nicht an den Leitungsbahnen, sondern an deren Enden, was ein Pad, ein DuKo oder auch ein frei hängendes Leitungsteil sein kann. Wenn es also einen Bereich gibt, der nicht gefüllt wird, obwohl dort eine Leitung mit dem Signal des Polygons durchführt, hilft es, einen kurzen Stummel von der Leitung abzuzweigen. Um Flächen auf gegenüberliegenden Seiten zu verbinden, kann man ein DuKo (Via) zu Fuß einfügen. Anschließend muss dem DuKo noch der Name des Polygons verpasst werden, damit auch elektrisch eine Verbindung entsteht. [Bearbeiten] Texte im KupferTexte kann man auf mehrere Weise in die Kupferebene TOP/Bottom einbringen
Das Ganze funktioniert so
Das Ganze sieht dann so aus wie hier. [Bearbeiten] ObjektwahlLiegen mehrere Objekte (Leitungen, Luftlinien oder auch Elemente) im Fangradius, wird ein Objekt hell gezeichnet, reagiert aber noch nicht auf die Mausbewegung. Jetzt kann mit der rechten Maustaste zwischen allen Objekten innerhalb des Fangradiusses umgeschaltet werden. Der nächste Druck auf die linke Maustaste startet dann die eigentliche Aktion. [Bearbeiten] Luftlinienüber das Kontextmenü lassen sich die Luftlinien eines Signales ausblenden. Die Airwires kann man mit dem Befehl RATSNEST * wieder einblenden. Allerdings blendet dies alle verstecken Luftlinien wieder ein! statt dem Platzhalter ' * ' kann auch der Signalname verwendet werden. Allerdings Funktioniert dies nicht immer (Aufgetreten in Eagle 5.11.0). [Bearbeiten] Händisches Leitungsziehenoder auch neudeutsch: manuelles Routing Mit aktiviertem 'Route'-Befehl genügt ein Klick auf eine Luftlinie, um das Verlegen einer Leitung zu starten. [Bearbeiten] hilfreiche Tasten-Kombinationen
[Bearbeiten] Wichtige ULPsULPs sind Unterprogramme die bestimmte Ausgaben erfüllen. Man startet sie im Menu Datei über "ULP ausführen" oder das entsprechende Icon in der oberen Befehlsleiste. [Bearbeiten] Bauteile ausrichtenCMD-SNAP_BOARD.ULP [Bearbeiten] Grafik importierenGrafiken im BMP-Format kann man mit dem ULP import-bmp.ulp in Eagle einbinden. Das geht schnell und einfach, hat aber ggf. einen kleinen Haken. Will man ein Bild mit guter Auflösung darstellen, braucht man sehr viele Punkte. Die einzelnen Punkte werden von Eagle aber als Polygon bzw. Rechteck gehandhabt. So kann ein recht gut aufgelöstes Bild bisweilen sehr viele Polygone enthalten, welche
Bei Logos kann man einen Trick anwenden. Man importiert das Bild mit grosser Auflösung auf einem beliebigen Layer. Dann zeichnet man per Hand das Logo auf dem TOP oder BOTTOM-Layer nach. Natürlich nicht Punkt für Punkt, sondern in den wesentlichen Zügen. Damit kann man ein Logo, welche mehrere tausende Polygone als importiertes BMP hat, mit ein paar Dutzend Polygonen "durchpausen" (photokopieren). http://www.mikrocontroller.net/topic/108073#954870 [Bearbeiten] Bohrungen zentrierendrill-aid.ulp Hiermit werden Kreisringe in die Bohrlöcher eingezeichtet, um den Innendurchmesser zu verkleinern. Damit kann man beim Bohren von Hand die Bohrung besser zentrieren, insbesondere bei großen Bohrdurchmessern. [Bearbeiten] Leiterbahnlängen ermitteln/vergleichenUm bpsw. die Längen der Signale Signal1, Signal2 und Signal3 zu vergleichen, einfach run length.ulp Signal*; ausführen. Oder alternativ: run length.ulp Signal1 Signal2 Signal3; [Bearbeiten] BibliothekseditorBauteile einfach anlegen und ändern, siehe Beitrag http://www.mikrocontroller.net/topic/59776#466082 [Bearbeiten] Bauteile mit mehreren gleichnamigen PinsProblem: Manchmal möchte man mehrere Pins mit dem gleichen Namen versehen, z.B. vier Ground-Pins, die alle "GND" heißen sollen. Lösung: Man benenne im Symbol-Editor die GND-Pins mit "GND@0" bis "GND@3". Eagle wird im Schaltplan das angehängte "@" und die Nummer nicht anzeigen. In der Bibliothek sieht man das @1 immer. Achtung! Das geht nur bei den Pins im Symbol. Im Package muss jedes Pad einen eigenen Namen haben. Und es funktioniert nur, wenn der Pin mit einem Supply-Symbol (GND, VCC, ...) verbunden wird. Für normale Signale funktioniert es nicht. [Bearbeiten] Mehrere Pads auf ein Pin legenDas geht nicht direkt mit Eagle. Aber es gibt einen brauchbaren Workaround. Dabei legt man ein Pin normal im Symbol an, die anderen, welche den anderen auch verbundenden Pads zugeordnet werden sollen, als Punkte (CHANGE -> LENGHT -> POINT) und legt sie genau übereinander. Dann noch den Namen und Padnummer dieser Pins ausblenden (CHANGE -> VISIBLE NONE) und gut. Im Device werden ganz einfach die Pins und Pads verbunden. Beim Einfügen des Bauteils in den Schaltplan muss man beim Anschließen der Leitung an das (Mehrfach)Pin manuell einen Kreuzungspunkt setzen, sonst sind nicht alle Pins angeschlossen. [Bearbeiten] Gerber ToolsEagle kann Gerberdaten in unterschiedlicher Form erzeugen. Es ist sehr sinnvoll, diese vor dem Herausgeben zur Produktion mit externen Gerberviewern zu kontrollieren. Näheres zu Gerberviewern findet sich unter Gerber-Tools. [Bearbeiten] Verbesserungsvorschläge für Eaglebitte in die Eagle-Wishlist eintragen. [Bearbeiten] UserbibliothekenUser, welche Bauteile erstellt haben und diese anderen zur Verfügung stellen möchen, können diese unter Eagle-Bibliotheken verlinken und um Durchsicht bitten. |